Junge Union berät über Forderung nach einheitlichem Zentralabitur in Deutschland

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BERLIN. Aus den Reihen der Jungen Union (JU) kommt die Forderung nach einem bundesweiten Zentralabitur in wichtigen Schulfächern. Ein Antrag für das Jahrestreffen der Nachwuchsorganisation von CDU und CSU fordere ein Zentralabitur in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Es werde ein von externen Experten überwachter bundesweiter Pool für Abituraufgaben vorgeschlagen. Die Junge Union trifft sich am kommenden Wochenende in Saarbrücken zu ihrem «Deutschlandtag».

Die Forderungen nach einem “Deutschland-Abitur” werden lauter. Illustration: Shutterstock

Dem Bericht zufolge hat die Schülerunion den Antrag unter anderem mit den JU-Landesverbänden Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz und Thüringen verfasst. Die Antragskommission des JU-Jahrestreffens befürworte den Vorstoß. Auch JU-Chef Tilman Kuban hatte sich im Juli für ein Zentralabitur in ganz Deutschland ausgesprochen.

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Der Wettbewerb zwischen den Bundesländern um das beste Bildungskonzept sei sinnvoll, «erfordert jedoch auch einheitliche Zielkriterien», zitierte das RND aus dem Antrag. «Nur bei Vergleichbarkeit der Ergebnisse ist ein Vergleich von Bildungskonzepten möglich.»

Über die Frage eines einheitlichen Abiturs in ganz Deutschland war im Sommer wieder verstärkt diskutiert worden. Politiker verschiedener Parteien hatten sich dafür ausgesprochen. CSU-Chef Markus Söder hatte allen Forderungen nach einem Zentralabitur aber eine klare Absage erteilt. Einige CDU-Politiker wie Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hatten sich dagegen positiv zum Zentralabitur geäußert. dpa

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