CSU will Schülern Schafkopfen und Bairisch beibringen lassen

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MÜNCHEN. Schafkopfen und der bairische Dialekt – das soll nach Ansicht der CSU in München bald in der Schule unterrichtet werden. Bayerisches Brauchtum drohe in seiner kulturellen und geschichtlich gewachsenen Eigenart in Vergessenheit zu geraten, begründet die Münchner CSU-Fraktion ihren Antrag, den sie bei der Stadt eingereicht hat. Zum Hauptfach sollen Karteln und Dialektpflege nicht werden. Die Schulen in München könnten beides aber als Wahlfach oder Arbeitsgemeinschaft anbieten.

Macht Schafkopfspielen schlau? Illustration: Mike Schilli / Wikimedia Commons

Der «Bairisch»-Unterricht kann den Kindern laut CSU-Antrag die sprachlichen und geschichtlichen Hintergründe der bayerischen und speziell der Münchner Kultur nahebringen, die Ausdruck finden in Worten wie «strawanzn» (ausgehen), «Trottoir» (Bürgersteig) oder «Potschamperl» (Nachttopf). Zudem würden das allgemeine Sprachgefühl und das Sprachverständnis gepflegt. Auch das Schafkopfen bringt nach Ansicht der Partei große Vorteile: Es stärke strategisches Denken, Rechnen und Teamfähigkeit.

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Dass so manche Feinheiten des Dialekts ohne schulische Unterstützung verloren gehen, davon zeugt auch der Antrag der CSU selbst, in dem von «Bayerisch» als Wahlfach die Rede war. In Bezug auf die Sprache nicht ganz korrekt, heißt es in diesem Zusammenhang doch «bairisch». dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Trottoir ist französisch und Potschamperl kommt ebenfalls von jenseits des Rheines (pot de chambre).

    Im Übrigen haben die Franken (okkupiert seit 1806) ihren eigenen schönen Dialekt.

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