Schleswig-Holstein möchte China-Kompetenzen stärken – auch von Lehrern

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KIEL. Schleswig-Holstein will seine China-Kompetenzen ausbauen. Das machten Regierung und Parlament am Donnerstag aus Anlass einer Veranstaltung des Bildungsministeriums und des Chinazentrums der Kieler Universität deutlich. Ein Weg führe über die schulische Bildung, erklärte Bildungsstaatssekretärin Dorit Stenke (CDU). «Wir können bereits in der Schule die interkulturellen Kompetenzen und insbesondere die Chinakompetenz von Lehrkräften sowie von Schülerinnen und Schülern entwickeln.»

Siegerpreis: ein vierjähriges Stipendium für einen China-Aufenthalt. (Illustration: Wikimedia gemeinfrei)
China bietet spannende Perspektiven. (Illustration: Wikimedia gemeinfrei)

«Es ist essenziell, dass wir bei uns im Norden Expertise für China haben – zurzeit gibt es da noch großen Nachholbedarf», äußerte Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU). Schleswig-Holstein könne in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Bildung erheblich von einer Zusammenarbeit mit China profitieren. «Was China in den vergangenen drei Jahrzehnten seiner Entwicklung geleistet hat, ist beispiellos.»

„Unsere Schulen sind der richtige Ort“

Chinesisch zu lernen lohne sich, sagte Staatssekretärin Stenke. «China-Kompetenz bedeutet das Vertraut-Sein mit der chinesischen Sprache und Kultur, mit den institutionellen und politischen Strukturen sowie den Märkten», betonte Prof. Angelika Messner vom Chinazentrum der Kieler Uni. «Weil wir diese Kompetenz in Deutschland bislang kaum besitzen, muss Forschung und Lehre zunehmend damit betraut werden – und zwar gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus dem chinesischen Raum.» Nur so könnten wissenschaftliche Kooperationen mit China zu beiderseitigem Nutzen und gleichen Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen beider Länder entstehen.

«Unsere Schulen sind der richtige Ort für eine intensive und kritische Auseinandersetzung mit China», äußerte Staatskanzleichef Dirk Schrödter. Er ist Vorsitzender der gemeinsamen Förderkommission Schleswig-Holsteins und der chinesischen Partnerprovinz Zhejiang. Schüler lernten dadurch «nicht nur China besser kennen, sondern auch unsere eigene Demokratie und Werte noch mehr wertzuschätzen». dpa

Stiftung Mercator: Schüler sollen China kennenlernen – und Chinesisch lernen

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1 KOMMENTAR

  1. Für einen kurzen Moment dachte ich, heute sei 1. April. Aber wenn man sich die Bildungspolitik und die Politik in SH genauer anschaut, könnte man schnell den Eindruck bekommen, dass dort der 1. April nicht nur einmal im Jahr stattfindet.

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