Hamburg: Schulen dürfen Tablets für Abi-Vorbereitungen verleihen

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HABMURG. Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, mit denen Hamburg den Schülerinnen und Schülern in der Corona-Krise unter die Arme greift. So dürfen ihnen jetzt erstmals schuleigene Computer für den Hausgebrauch zur Verfügung gestellt werden, wie die Schulbehörde am Montag bestätigte. Die Schulen verfügen über 50.000 Computer, darunter mindestens 10.000 Laptops oder Tablets.

Das AfD-Meldeportal als „parlamentarische Aufgabe“. Berlins Landesdatenschutzbeauftragte lehnt eine Prüfung ab. Foto: niekverlaan / Pixabay
Für ihre Abi-Vorbereitungen dürfen sich Schülerinnen und Schüler in Hamburg schuleigene Geräte ausleihen. Foto: niekverlaan / Pixabay

Zudem können die Schulleitungen den Abiturienten und Schülern, die sich auf einen anderen Abschluss vorbereiten, im Einzelfall das Lernen in der Schule erlauben. Dies gelte für jene, die zuhause nicht die wohnlichen, sozialen, familiären oder pädagogischen Voraussetzungen hätten. Der Infektionsschutz sei aufgrund des umfangreichen Raumangebots in jedem Fall gewährleistet. Zuvor hatte das „Hamburger Abendblatt“ darüber berichtet.

Insgesamt funktioniert das Lernen zu Hause sehr gut, heißt es in einem entsprechenden Arbeitspapier. Dennoch sei das Bundesland Hamburg im Vergleich zu allen anderen Bundesländern in einer besonders schwierigen Situation, die jetzt zunehmend die Grenzen des Unterrichts zu Hause aufzeige. Aufgrund der Ferienlage müsse Hamburg anders als alle anderen Bundesländer bis zum 19. April nicht zwei oder drei, sondern insgesamt fünf Wochen Unterricht zu Hause organisieren. Das sei mehr als in jedem anderen Bundesland.

Hamburg habe zudem wie viele Metropolen eine sehr heterogene Schülerschaft. In rund 26 Prozent aller Familien werde kein Deutsch gesprochen. Rund ein Drittel aller Familien beziehe Hilfe zum Lebensunterhalt. Schulleitungen berichteten jetzt häufiger von schwierigen Wohn- und Lebenssituationen, heißt es weiter. Viele Kinder und Jugendliche lebten in sehr kleinen Wohnungen, hätten kein eigenes Kinder- oder Jugendzimmer und verfügten über keinen Schreibtisch zum Lernen.

Die Abitur-Prüfungen finden in Hamburg in diesem Jahr trotz Corona-Krise statt aber fünf Tage später. Die schriftlichen Abiturprüfungen werden in der Zeit vom 21. April bis 6. Mai abgehalten. dpa

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