Philologen fordern für den Schulstart höheren Gesundheitsschutz für Lehrer

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BERLIN. „Wir brauchen Mindeststandards beim Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und Schüler, wenn die Schulen nach den Osterferien tatsächlich wieder geöffnet werden sollen!“ Das hat die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, gefordert. „Das sind notwendige Hausaufgaben für die Kultusminister in den Osterferien. Darüber muss jetzt nachgedacht werden, dafür müssen jetzt Pläne entwickelt werden, damit ein ausreichender Gesundheitsschutz zu Schulbeginn an allen Schulen tatsächlich umgesetzt ist, wenn die Ministerpräsidenten es denn ernst meinen mit dem Schulstart nach der Osterwoche.“

Gibt’s in den Schulgebäudend genügend Möglichkeiten zum Händewaschen? Das will der Philologenverband geklärt wissen. Foto: Shutterstock

Die Philologen-Chefin fordert für den Schulbeginn bessere Hygienebedingungen an den Schulen als vor den Schließungen. „Die Situation ist für alle schwierig und wir erwarten keine Patentlösungen“, führt Lin-Klitzing aus, „aber gute Bedingungen für den Erhalt der Gesundheit aller Menschen in den Schulen müssen bedacht sein und erfüllt werden, denn voraussichtlich wird nach Ostern das Corona-Virus ja noch nicht ‚besiegt‘ sein.“

  • Deshalb erwartet der Deutsche Philologenverband die Expertise von Fachleuten, die die Kultusminister in Corona-Zeiten beraten zu solchen Fragen wie:
  • Welche Anzahl an funktionierenden Waschbecken muss wo in jeder Schule vorhanden sein, damit sich alle in der Schule Tätigen mehrmals am Schultag die Hände waschen können?
  • Müssen alle Bereiche der Schulen, insbesondere auch die Toiletten, häufiger und besser gereinigt werden als das im Regelbetrieb vor Corona der Fall war? Und wenn ja: Wie kann das gewährleistet werden?
  • Sollten mindestens an den Eingangstüren zu den Schulen kontinuierlich ausreichend gefüllte Desinfektionsmittelspender zur Verfügung stehen? Und wenn ja: Wie kann das gewährleistet werden?
  • Welche anderen Maßnahmen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sind unter der Berücksichtigung der besonderen Bedingungen einer Schule notwendig und wie können sie realisiert werden?
  • Sollten gegebenenfalls Tests auf das Corona-Virus an den Schulen abgenommen werden? Und wenn ja: Wie kann das gewährleistet werden?

„Wenn am Ziel, nach den Osterferien wieder mit der Schule zu beginnen, festgehalten werden soll, dann müssen die verantwortlichen Kultusminister Mindeststandards im Gesundheitsschutz gewährleisten“, erwartet Lin-Klitzing. News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

 

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4 KOMMENTARE

  1. In Lehrerzimmern hat man durchschnittlich 0,8 Meter Platz. Vorgeschrieben sind nach Arbeitsschutzordnung 1,6 Meter.

    • Da bleibt ihnen nur noch übrig die Klasse in mehrere Kleingruppen aufzuteilen und diese nacheinander zu unterrichten oder es tragen alle einen Gesichtsmundschutz, damit die Abstände auf einen Meter verringert werden können.
      Übrigens ergaben die Untersuchungen von Prof. Kreek aus Bonn, dass SARS-COVIT-19-Virus nicht durch eine Schmierinfektion über die Türklinken verbreitet wurde.
      Abstriche an Haustürklinken in Heinsberg in besonders betroffenen Wohnblöcken ergaben keine kontagiösen Virusdosen. Auch Haustiere scheiden nach Abstrichen aus deren Rachen- und Nasenraum als weitere Überträger aus.

  2. Ist doch Unsinn, viele waren vermutlich sehr lange in keiner Schule mehr. Das geht schon rechnerisch alles nicht, wenn ich will dass diebkinder sich vor dem unterricht 30sekunden die hände waschen, wäre unzer optimalen Bedingungen bereits 15 min. Zeit weg. Die Kommunen bwerden die Schulen sicher auch nicht besser putzen lassen als bisher, denn in ihren Augen gab es ja nie ein Sauberkeitsproblem, selbst dann nicht, wenn Toiletten wochenlang nicht geputzt werden.

  3. Sportunterricht mit 1,5 bis 2-Metern Abstand. Selten so gelacht. In meiner zweiten Klasse sind 28 Kinder. Altersgemäß sind sie noch lange nicht dazu in der Lage, Abstandsregeln einzuhalten. Der Raum ist viel zu klein, die Gänge sind zu eng. Im Falle eines Corona-Falls würde es in kurzer Zeit zu sehr vielen Ansteckungen kommen. Das Virus würden die Kinder nach der Schule mit nach Hause nehmen, wo sich die Eltern anstecken. Man sollte sich gut überlegen, ob man die Schulen und Kitas als Erstes öffnen möchte. Solche Überlegungen blenden die Gegebenheiten an den Schulen aus und werden im – virenfreien – Einmann-Home-Office angestellt.

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