Städtetag NRW gegen Schulöffnungen in der kommenden Woche („erhebliche Probleme“)

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KÖLN. Der Städtetag NRW hat angesichts der wegen Corona notwendigen Hygienemaßnahmen das Land aufgefordert, die Schulen frühestens ab dem 27. April wieder zu öffnen. «Bereits ab dem 23. April zu starten, stellt die kommunalen Schulträger vor erhebliche Probleme», sagte der Städtetags-Vorsitzende und Hammer Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann am Samstag.

Probiert mal etwas Neues - aber nur im klitzekleinen Rahmen: die FDP-Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: Magubosc / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)
In der Kritik: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: Magubosc / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Der aktuelle Plan von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) sieht vor, dass ab Donnerstag (23. April) Schüler, die vor Abschlussprüfungen stehen, die Schule freiwillig wieder besuchen können. «Die Schulen müssen grundgereinigt werden, die hygienischen Voraussetzungen für den Schutz vor Infektionen geschaffen, Räume vorbereitet und der Schülerverkehr organisiert werden.» Dafür brauche man mindestens den Vorlauf von einer Arbeitswoche. Auch die Hygiene-Vorgaben und die Größe der zulässigen Lerngruppen müssten vom Land noch weiter konkretisiert werden. dpa

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Empörungswelle über Schulöffnungen ohne ausreichende Vorbereitung rollt durch NRW – „Herr Laschet, bitte treten Sie ab!“

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18 KOMMENTARE

  1. Also bitte, man hatte 5 Wochen Vorlauf oder kam es für die Schulen so überraschend, dass irgendwann wieder Schulbetrieb sein soll? Und wieso bitte Grundreinigung? Meinen die Lehrer, das Coronavirus hockt 5 Wochen in einer leeren Schule und wartet auf sie? Was für ein Schwachsinn!

    • Fest steht , dass bei Unterricht in der Schule alle neu aufgestellten Regeln des Alltags mit Abstand , Masken etc. ab absurdum geführt werden.

    • Sorry, am am meisten Spaß macht die Diskussion mit Leuten mit einer gewissen Grundlage an Ahnung. Die Schulträger sind für den unterhalt, die Reinigung der Schulgebäude zuständig. Nicht die Lehrer. Einfach mal vorher kundig machen und dann überlegen, ob man sich so öffentlich die Blöße geben muss.

      • Und die hatten nicht 5 Wochen Vorlauf oder wie? Ich habe ja nicht behauptet, dass die Lehrer alles hätten reinigen sollen…nur, dass es genug Vorlauf gab , auch für die Schulträger und das Grundreinigung mit der Begründung Corona Virus nach 5 Wochen leerstehender Schulen Quatsch ist. Wer lesen ist ist klar im Vorteil…und P.S. wenn das reflexartige Rechtfertigen sofort wieder anfägt hat man meist doch etwas Wahres getroffen .

        • Die Schulträger bedienen sich dazu externen Personals. Oftmals das gleiche personal, das zu anderen zeiten die feuerwehr- und Rettungswache putzt, den öffentlchen Bereich der Krankenhäuser etc.

          Bei einer Grundreinigung der Klassenräume müssen zunächst einmal alle Möbel raus. Im Normalfall machen das die Schüler (m/w/d) am letzetn Tag vor den Ferien, wenn bekannt ist, dass eine Grundreinigung erfolgen soll.

          Die Reinigungskräfte machen das nicht, die putzen den Boden. Nicht einmal die Fensterbänke werden geputzt, wenn das nicht im Vertrag zwischen Reinigungsfirma und Schulträger geregelt ist. Im regelfall erfolgt die reinigung als Intervallreinigung. Es wird folglich nicht jeder raum an jedem Tag geputzt. Will man das ändern, benötigt man zunächst einmal neue Verträge. Da die Reinigungskräfte nicht systemrelevant sind, haben die auch die gleichen Probleme wie andere Arbeitnehmer, sie können nicht ohne Weiteres ihre tätigkeit zeitlich ausweiten. Die wenigsten sind nämlich in Vollzeit bei den reinigungsfirmen beschäftigt.

          • Immer diese ominöse Grundreinigung…Leute, das Virus wartet nicht wochenlang auf Oberflächen. Schule reinigen wie sonst auch wenn sie nach den Ferien losgeht und gut ist….

          • Nur muss das gemäß der Verordnung täglich und nicht in der Gründlichkeit maximal wöchentlich getan werden.

          • Bei der Grundreinigung geht es um eine andere als in den Sommerferien. Es muss flächig desinfiziert werden. In Schutzkleidung übrigens. Es werden andere Mittel verwendet als bei einer üblichen Grundreinigung. Nur als Hinweis.

    • Grandioser Plan, einfach mal den Mund aufmachen und sich beschweren, wenn man leider keine Ahnung hat, von dem was man sagt, ansonsten hätte man vermutlich selbst gemerkt, dass es hier nicht um etwas geht, was die Schulen in der Hand hätten.

      Schon doof, aber ist halt sehr einfach immer gegen Schule wettern, egal was kommt.

    • Überlesen? Die Schulen müssen die Vorgaben des Landes umsetzten. Diese haben in den 5 Wochen Vorlauf nicht vorgelegen und sind selbst heut noch in vielen Punkten Schwammig formuliert und mehrdeutig. Was sollte da vorbereitet werden?

  2. Die Grundreinigung gehört zu den Hygienevorschriften – steht in jedem Hygieneplan der für die Schulen gilt. Auch wird es einfach eine Anspruchshaltung des Schulträger sein, hier einfach sichtbar ein ordentliches sauberes Gebäude zu übergeben.

    5 Wochen Vorlauf hatten wir – leider ist es in unserem Job aber nuneinmal so, dass unsere Anweisungen von ganz oben kommen und da hieß es, warten sie ab handeln sie nicht vorschnell, machen sie sich keine Umstände – wir werden sie rechtzeitig informieren.
    Sonst hätte wieder jeder seine eigene Suppe gekocht. Was ja teilweise beim digitalen Lernen in die Hose ging…..

    Übrigens organisieren wir Lehrer so etwas neben unserer eigentlichen Tätigkeit dem Unterrichten – auch wenn vielleicht hier gerade nach außen hin weniger Arbeit bemerkt wird, fehlt uns einfach auch die Möglichkeit unsere Infrastruktur zu nutzen, an Sitzungen teilzunehmen und somit zu handeln. Am Ende warten wir alle auf eindeutige klare Regelungen seitens des Ministeriums – so ist leider das Beamtentun organisiert….

  3. Wann Dürfen die Leute die in einer Behinderten werkstadt für Werkstadt für Behinderte Menschen in Duisburg wieder Arbeiten Mit Freundlichen Grüßen Günter Eckert Aus Duisburg Meiderich um eine Antwort zu Rük ok

    • So weit ichweiss, steht hier die Individualpruefung an. Also wer bedarf dringend der Betreuung, durch die Werkstatt. Der Träger der Einrichtung wird da genaueres sagen können.

  4. @Omg
    Das ist unglaublicher Blödsinn und ich bezweifle, dass das so angeordnet wird. Wieso bitte sollten Schulen komplett desinfiziert werden und das auch noch in Schutzkleidung?
    Kliniken werden auch nicht komplett desinfiziert sondern normal gereinigt ( Böden gewischt) wie immer. Desinfiziert werden nur ausgewählte Untersuchungsplätze und das Reinigungspersonal ist nicht vollvermummt in Kliniken. Auch jetzt nicht . Was genau glauben sie was das Coronavirus ist und wie es sich verbreitet?
    Eine Schule , in der seit Wochen kein Unterricht ist muss jetzt nicht anders gereinigt werden als sonst nach den Ferien auch und man braucht bestimmt kein Reinigungspersonal im Vollschutz.
    Wasser und Seife zum Händewaschen ja… das braucht man und ich bin überzeugt , dass das kein unüberwindbares Hindernis darstellen wird.

    • Nun, der Hygieneplan wurde in Südhessen entwickelt nach der Letzten kleinen Pandemie. Und in der Tat wird die Schutzkleidung hervorgehoben. Kann ich jetzt nichts zu, ist nachlesbar. Gerne nehmen die Autoren des Planes ihre Hinweise sicherlich auf. Ich muss darauf achten, dass er umgesetzt wird.

    • Von kompletter Desinfektion ist nicht die Rede. Es geht um die Herstellung der im Erlass geforderten hygienischen Zustände, um die Schulen öffnen zu können. Diese müssen ja zunächst einmal erreicht werden. Es geht nicht um Sterilität.

      In den meisten Unterrichtsräumen gibt es zwar waschbecken, es gibt aber keine seifebspender. Ebenfalls gibt es in den Eingangsbereichen keine Waschmöglichkeite oder Spender für eine Handdesinfektion. In die zahl der waschmöglichkeiten sind die Handwaschbecken in den Sporthallen und den Toilettenanlagen eingerechnet. Die Toilettenanlagen teilen sich auf in die Außentoiletten, die nur in den Hofpausen geöffnet sind, und die Innentoiletten, die während der Unterrichtszeit zu benutzen sind.

      Als nächstes muss bedacht werden, dass die Gruppenteilung dazu führen wird, dass es Vormittags- und nachmittagsunterricht geben wird, da die Zahl der Räume nicht mit der Verdoppelung der Klassenzahl wegen der halben Klassenstärke zunimmt. Die Räume müssen aber zwischen denb biden Unterrichtsblöcken gereinigt werden, Wo kommt das zusätzliche Personal her? Das Land macht es sich einfach, es hat die eigentliche Problembewältigung auf die Kommunen als Schulträger abgeschoben. Wenn kein Unterricht entsprechend der Vorgaben des MSB stattfinden kann, dann sind die unfähigen Bürgermeister schuld.

  5. Es scheint fast so, als würden wir die Überlastung, die wir im Gesundheitssystem vermeiden wollen, jetzt im maroden, unterfinanzierten Bildungssystem bekommen. Schule kann man nicht so einfach an und ausknipsen. Wer dazu noch auf Tempo macht, fährt die Leute auf Verschleiß.

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