Spitzenverbände warnen Kommunen: Im Schülerverkehr wird’s (zu) eng

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DÜSSELDORF. Zum Schulanfang in Nordrhein-Westfalen ab dem 12. August warnen die kommunalen Spitzenverbände vor Gedränge in Bussen und Bahnen und Problemen, dabei die Corona-Schutzmaßnahmen einzuhalten. In einem Brief an Städte und Gemeinden empfehlen die Verbände gestaffelte Schulanfangszeiten, um den Schülerverkehr zu entzerren.

Bus und Bahn werden zu den Stoßzeiten rappelvoll sein. Foto: Shutterstock

Diese Frage sei auch mit dem Schulministerium erörtert worden, heißt es in dem der dpa vorliegenden Brief, der bereits am 9. Juli versandt wurde. Eine landesweite Regelung dazu gibt es aber nicht. Schulträger, Schulen und Verkehrsbetriebe müssten sich vor Ort absprechen, um Möglichkeiten der Entzerrung des Schülerverkehrs zu erkunden, heißt es in dem Brief. Schon nach geltender Erlasslage seien Schulanfangszeiten zwischen 7.30 und 8.30 Uhr möglich. Kommunen, die vorsorglich gestaffelte Zeiten einführen wollten, könnten dies tun.

Alle rund 5500 Schulen in NRW sollen nach den Ferien wieder komplett in den Regelbetrieb zurückkehren. Bund und Länder hatten sich im Juni auf eine bundesweite Rückkehr in den Regelbetrieb in allen Bundesländern geeinigt, wenn es einen positiven Verlauf der Infektionszahlen gebe. In den vergangenen Tagen waren in vielen Ländern die Infektionszahlen aber wieder angestiegen.

Das NRW-Gesundheitsministerium hatte nach Angaben der kommunalen Spitzenverbände darauf verwiesen, dass es sich bei der Corona-Pandemie um eine dynamische Lage handele, bei der genau zu beobachten sei, ob die derzeitige Einschätzung nach den Sommerferien noch zutreffe.

Politik und Verkehrsunternehmen starten in diesen Tagen eine Kampagne für die Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr. Damit wollen sie das in der Corona-Zeit gesunkene Vertrauen der Fahrgäste in Busse und Bahnen zurückgewinnen und die drastisch gesunkene Auslastung wieder erhöhen. dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

 

 

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3 KOMMENTARE

  1. Die Lösung liegt doch auf der Ahnd:
    Entzerrung der Anfangszeiten; gem. rechtslage beginnt in NRW der Unterricht zwischen 7:30 h und 8:30 h.
    Unterschiedliche Anfangszeiten, bedeuten zeitversetzte Unterrichtszeiten und Pausenzeiten. Ein Fachlehrerunterricht ist somit erst einmal ausgeschlossen. Es kommt zwangsläufig zu einem Klassenlehrerunterricht, der aber bei zum Hof geöffneten Fenstern und zum Flur geöffneten Türen gleich unterbleiben kann, weil ja immer irgendwelche Schülergruppen wegen der versetzten zeiten auf den Fluren und auf dem Hof unterwegs sind. So hatte ich mir Rückkehr zum „Regelbetrieb“ nach den ferien vorgestellt, genau so:)

    „Herr schmeiß Hirn vom Himmel!“

  2. Ja ne ist klar. Busunternehmen sind doch schon nicht in der Lage, Busse zu stellen, wenn es ein Schulfest oder einen Tag der offenen Tür gibt, wie sollen sie dann bitte zu gestaffelten Zeiten fahren?
    Mal ganz davon abgesehen, dass man bei einer Ganztagsschule den Unterricht nicht nach hinten schieben kann. Fakt ist mal wieder: Man kann nicht alles haben! Regelunterricht mit voller Stundenzahl zu Coronahygienebedingungen wird es nicht geben, entweder Regelunterricht oder Coronahygiene.

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