Studie: Dynamik der Coronavirus-Verbreitung in Schulen überschätzt – Öffnungen daher richtig

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DRESDEN. Die Schulen in Sachsen wurden in der Corona-Krise vergleichsweise früh und Schritt für Schritt wieder geöffnet. Nun liegen erste wissenschaftliche Belege vor, dass diese Entscheidung nicht falsch war.

Das Coronavirus – hier eine 3D-Illustration – verbreitet sich in Schulen und Kitas anscheinend weniger schnell weiter als bisher angenommen. Illustration: Shutterstock

Schulen in Sachsen haben sich nach ihrer Wiedereröffnung in der Corona-Krise nicht als Hotspots bei Infektionen erwiesen. Das ist ein Ergebnis einer Studie der Universitätsklinik Dresden, deren erste Phase am Montag vorgestellt wurde. In einigen Schulen habe es bestätigte Corona-Fälle gegeben. Dennoch seien bei Lehrern und Schülern dort nicht überdurchschnittlich mehr Antikörper nachweisbar. Die Dynamik der Virusverbreitung sei bisher überschätzt worden, hieß es.

Das bedeute aber nicht, dass das Virus weniger gefährlich ist, sagte Studienleiter Reinhard Berner: „Ich habe großen Respekt vor diesem Virus.“ In den vergangenen Wochen habe man aber gelernt, dass sich Coronaviren weder in Haushalten mit Kindern noch in Schulen und Kindergärten enorm weiterverbreiten. Dennoch seien die von der Politik getroffenen Maßnahmen richtig gewesen. Genauso richtig sei es aber, Schulen und Kitas unter bestimmten Voraussetzungen wieder zu öffnen.

Erste Testphase mit über zweitausend Teilnehmenden

Das Uniklinikum Dresden hatte im Mai 2020 eine Studie zur Verbreitung des Sars-CoV-2-Virus an Schulen in Dresden und in den Landkreisen Bautzen und Görlitz begonnen. In der ersten Testphase untersuchte man 1541 Schüler und 504 Lehrer. Die Studie solle Aufschluss über den aktuellen Immunitätsstatus der Betroffenen geben und sei repräsentativ für Regionen mit niedrigen Infektionszahlen, hieß es.

Bei zwölf der 2045 Blutproben ließen sich zweifelsfrei Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2 nachweisen. „Damit liegt der Immunisierungsgrad in der Gruppe der Studienteilnehmer bei deutlich unter einem Prozent (0,6 Prozent) und fällt geringer aus als prognostiziert“, so Berner. Er zog auch ein positives Fazit mit Blick auf die Verbreitung des Virus in Familien. In 24 Familien von Teilnehmern habe es mindestens einen bestätigten Corona-Fall gegeben, aber nur bei einem der Probanden ließen sich Antikörper nachweisen.

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„Wir gehen in die Sommerferien 2020 mit einem Immunitätsstatus, der sich nicht von dem im März 2020 unterscheidet“, erklärte Berner. Diese Untersuchungsergebnisse lieferten Hinweise darauf, dass die Virusübertragung in Familien nicht so dynamisch geschieht wie bisher angenommen. Der größte Teil der Schulkinder habe trotz eines Infektionsfalls im Haushalt selbst keine Infektion durchgemacht. Auch diesen Befund müsse man bei einer neuen Entscheidung über Maßnahmen der Kontaktbeschränkung nachdenken. Nach den Worten von Berner sind weitere Testreihen geplant. Auch in Kitas wolle man Untersuchungen durchführen.

Schulen nach den Ferien wieder im Normalbetrieb

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) kündigte an, dass die Schulen im Freistaat nach den Sommerferien wieder im Normalbetrieb beginnen. Das sei aber nur möglich, wenn man weiter vorsichtig mit dem Virus umgehe.

Piwarz zufolge waren die Schüler zuletzt mit sehr unterschiedlichen Lehr- und Lernvoraussetzungen konfrontiert: „Es ist daher besonders wichtig, für jeden Schüler den Nachholbedarf zu bestimmen und die ermittelten Defizite in der Unterrichtsplanung für das neue Schuljahr zu berücksichtigen.“ Der Pflichtunterricht habe dabei höchste Priorität. Schulschließungen würden nur die Ultima Ratio sein. Das Recht auf Bildung und Chancengerechtigkeit dürfe in der Abwägung mit Infektionsschutzmaßnahmen nicht leichtfertig unter die Räder geraten.

Allerdings will man auf zeitlich und lokal begrenzte Schließungen vorbereitet sein. „Die Organisation häuslicher Lernzeit ist bei der Planung des Schuljahres von Anfang an zu berücksichtigen, damit die Schüler umfassend betreut und begleitet werden können“, so Piwarz. Jede Schule soll einheitliche Lösungen in der Kommunikation und beim Fernunterricht etablieren. Der Mindestabstand von 1,5 Metern gilt nicht mehr. Die Schulleitungen können selbst festlegen, wann und wo im Gelände eine Maske zu tragen ist. Eine Gesundheitsbestätigung – wie bisher an den Grundschulen üblich – soll es nicht mehr geben. Händewaschen oder Desinfektion sind Pflicht. dpa

„Keine Rückschlüsse auf die Normalsituation“ – RKI stellt klar: Wissenschaftliche Grundlage für weite Schulöffnungen fehlt bislang

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69 KOMMENTARE

  1. Im Mai und Juni wurde Unterricht unter Einhaltung der Abstandsregeln und in festen Kleingruppen durchgeführt, die nicht einen Jahrgang (!) umfassten, häufig auch nicht an 5 Tagen pro Woche, sondern deutlich seltener. Wie lässt sich daraus die Schlussfolgerung ableiten, dass bei 30 Kindern ohne Mindestabstand und bei 5 Tagen Unterrichtsgeschehen pro Woche sowie Unterricht ohne fester Gruppenzuteilung die Virusübertragung genauso reduziert wäre?

  2. Die Analogie ist doch klar ersichtlich – wegen der guten Sexualaufklärung und des Einsatzes verschiedener Verhütungsmethoden konnte die zahl der Schwangerschaften in hohem Maße reduziert werden. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass bei nachlassender Aufklärung und fehlender Verhütung die Zahl der Schwangerschaften aller Voraussicht nach auch nicht signifikant ansteigen wird.

    • Ihre Analogie der gezielten Aufklärung stimmt mit den abgebildeten Ergebnissen der Kita-Studie überein, weil nur durch eine gezielte valide Aufklärung und geschultes Vorgehen dem Virus Einhalt geboten werden kann.
      Allerdings stützt diese Studie aus Sachsen auch andere voausgegangenen Studien, wie etwa die Studie aus der Stadt Vò, die im Verlauf der laufenden SARS-Pandemie in der Lombardei gemacht wurde, wo die Bevölkerung bei geöffneten Kitas und Schulen mehrfach getestet wurde und es keinen Anstieg zu keinem Anstieg der Infektionen in beiden Institutionen nachweisbar war.
      Das Gleiche gilt für die Islandstudie mit 13.000 Probanden, die im Verlauf der laufenden Pandemie bei geöffneten Kitas und Grundschulen keine Infektionsübertragungen auf Kinder unter 10 Jahren nachweisen konnte.
      Inzwischen hat das RKI mit dem Datum vom 10.7.2020 seine Position bezüglich der Übertragung von SARS-COV-2 durch Kinder unter 15 Jahren auf Grund der aktuellen Studienlage, sowie der Überprüfung vorrausgegangener Studien auf deren Validität revidiert.

      Das RKI schreibt inzwischen, dass die bisherigen Studien zeigen, dass Erwachsene Kinder infizieren und nicht umgekehrt. Außerdem zeigte sich eine geringere Empfänglichkeit der Kinder für SARS-COV-2.
      https://rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText5

      • Du hast den Artikel vom RKI aber schon ganz gelesen, oder? Denn zusammenfassend wird festgestellt, dass die Ergebnisse uneinheitlich sind und auf Grund der Zeiträume in der Regel während der Maßnahmen keine Rückschlüsse auf Normalsituationen zulassen. Deine Aussage oben bezieht sich vom RKI als Zusammenfassung ganz konkreter Studien, die eben so bestehen, wie Studien, die das Gegenteil vermuten lassen (und vom RKI vor und nach deinem Absatz besprochen werden)

  3. Mir ist auch völlig rätselhaft, was aus bestimmten Erkenntnissen dann für weitreichende Schlussfolgerungen abgeleitet werden, die vom Untersuchungsergebnis gar nicht gedeckt sind.

  4. Nun hat also auch Sachsen „seine“ eigene Studie. Mal sehen, was Thüringen bietet…Bisher noch gar nichts zum neuen Schuljahr. Vielleicht schließt man sich den Sachsen einfach an. Einfacher geht es doch gar nicht.

    • NRW mit der Heinsbergstudie, BW mit der Pseudo-Studie nach der Schließung, jetzt Sachsen.
      Arme Wissenschaft, dass sie sich für sowas hergibt.

  5. @Daniela:
    Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Ebenso, warum keiner der vielen Journalisten auf die Idee kommt, das zu hinterfragen. Ist doch gesunder Menschenverstand?

    • Das frage ich mich auch. Habe eigentlich großen Respekt für und großes Vertrauen in unsere hiesige Presselandschaft.

      Kommt vielleicht in ein paar Monaten die Selbstkritik – weil Journalisten es daheim mit ihren Kindern nicht mehr ausgehalten haben – hat man uneingeschränkte Schulöffnungen nicht kritisch genug hinterfragt?

    • Die Dame ist nicht überflüssig, sondern das Amt Bildungsministerin hat mit Schule nichts zu tun. Sie ist für Wissenschaft und Hochschullehre zuständig…. Von daher braucht ihr keiner zu hören und warum sie immer dazu interviewt wird muß man nicht verstehen

  6. Interessant ist bei den Ergebnissen der Befragung übrigens auch, dass 71% der Eltern die Digitalkompetenz der Schüler als überwiegend oder sehr gut einschätzen. Ob die Eltern wissen, dass mit Digitalkompetenz nicht das Spielen am PC oder das Chatten gemeint sind…;-)
    Beim Anmelden und Einloggen in die Schulcloud bzw. die e-Learning- Plattform der Schule sind schon diverse Schüler gescheitert…

    • Vergleichspunkt der Eltern sind meistens sie selbst. Sie wissen ja nicht, was Medienkompetenz bedeutet, was möglich wäre und was andere können. Wenn also die Eltern den Pc nicht anbekommen, ihr Kind, den Knopf dafür aber findet, ist es in ihren Augen schon sehr kompetent im Umgang mit dem Pc.

      • Finden Sie es nicht niveaulos pauschal über die Medienkompetenz der Eltern zu urteilen? Falls Sie Lehrer sind bin ich froh, dass Sie nicht meine Tochter unterrichten….

        • Sie urteilen ja auch ziemlich pauschal über die Lehrer. Ehrlicherweise muss ich hier auch mal sagen, dass ich froh bin, nicht die Lehrerin zu sein, in deren Klasse ihre Tochter geht.

  7. Wird überhaupt noch bis zum Ende gelesen bevor man irgendwelche Kommentare postet oder reicht es wenn aus der Überschrift ersichtlich ist, dass mal wieder eine Studie gezeigt hat, dass Kinder eben nicht das große Problem sind?

    Es geht doch nicht allein um die Schulen oder um den Abstand dort, sondern u.a. auch:

    [i]Diese Untersuchungsergebnisse lieferten Hinweise darauf, dass die Virusübertragung in Familien nicht so dynamisch geschieht wie bisher angenommen. [b]Der größte Teil der Schulkinder habe trotz eines Infektionsfalls im Haushalt selbst keine Infektion durchgemacht.[/b] Auch diesen Befund müsse man bei einer neuen Entscheidung über Maßnahmen der Kontaktbeschränkung nachdenken.[/i]

    Genau – weil die ja auch zu Hause die ganze Zeit auf 1,5 Meter Abstand waren und daheim Maske getragen haben…

    Aber was will man hier auch erwarten – und wenn es noch 20 Studien gibt die zu ähnlichen Ergebnissen kommen – Kinder sind nach wie vor die Wurzel des Corona-Übels und Schulöffnungen sind unverantwortlich.

    • Viele Kinder waren in der Zeit kaum raus. Wenn die Eltern zudem selbst im Home Office waren, ist das Risiko offensichtlich geringer. Nun fahren Familien in den Urlaub, begegnen vielen Menschen, Eltern gehen wieder ins Büro und nicht zu vergessen 25-30 Kinder, die 8 Stunden auf engstem Raum verbringen. Die Ableitungenassen sich aus der Studie nicht stützen. Niemand weiß was passieren wird. Ehrlich wäre zu sagen, dass man keine Ahnung hat, die Wissenschaft auch keine Antwort liefern kann, aber man Kinder wieder beschulen muss. Die Studien als Ausrede zu verwenden ist einfach schwach.

    • Ein kinderfreundliche Lehrer? Unsere Virusschleudern solle am besten zu Hause bleiben. Wer zahlt eigentlich Beamte? Oder die Rentner???? Also wer die Kommentare hier liest, bekommt keine Kinder. Also mal ganz ehrlich, unsere minderjährigen Kinder sind nicht dazu da ihre Eltern, Großeltern, Lehrer oder den Rest der Welt zu schützen. Sie haben ein Recht auf gesundes Aufwachsen mit sozialen Kontakten. Und vielleicht werden wir noch ganz lange mit Corona leben…

  8. Dann setzen wir doch mal darauf, dass die Viren die Studie lesen, verstehen und genauso interpretieren wie ihre Verursacher und dann so tun, als hielten weiterhin alle Abstand und gingen nach der Schule weiterhin brav nach Hause…
    Die Viren können ja in den Ferien auf Mallorca etc. schon mal üben…

  9. Meiner Meinung nach will man die „Kollateralschäden“ durch Covid-19-Erkrankungen in Kauf nehmen und rechtfertigen zugunsten des sozialen Friedens und der wirtschaftlichen Stabilisierung. Was ja – vogelperspektivisch betrachtet – auch seine Berechtigung hat, immerhin ist ja eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung für die Öffnung der Schulen, wohl auch unter „Normalbetrieb“. Leider wird das aber nie deutlich gesagt, sondern stattdessen werden wissenschaftlichen Erkenntnisse zweckentfremdet.

  10. Täuscht mich mein Eindruck, dass eine Studienergebnis mit positivem Aspekt für Schulöffnungen bei den Diskutanten im Lehrerforum überwiegend unwillkommen ist und postwendend in Zweifel gezogen oder verurteilt wird?
    Und täuscht mich meine Vorstellung, dass die Studie bei einem anderen Ergebnis große Zustimmung und Wertschätzung erfahren würde?

    • Wenn man von der Politik einfach nur mal in aller Deutlichkeit die Realität darstellen würde, wäre für mich alles ok. Na klar gehe ich zur Schule und leiste meinen Anteil.
      Aber aus einer Studie während Abstandsregeln und kleine Klassen gelten (teilweise gedrittelt) abzuleiten, dass das im Regelbetrieb alles kein Problem wird ist unaufrichtig… und das gehört sich einfach nicht! Die Politik leitet aus Studien, die für sie passenden Schlüsse ab. Ob diese überhaupt statthaft sind, dazu müssten eigentlich die Wissenschafter etwas sagen. Passiert aber leider nicht. Zumindest habe ich in der Pressekonferenz jegliche Fragen dazu vermisst.

      Schön, dass Sie gleich wieder andeuten, dass Lehrer keine Lust/ Angst auf/ vor Schule haben. Mir persönlich geht es rein um die mangelnde Übertragbarkeit der Studie auf die kommende Situation im Herbst.

      • Na ja, es fällt schon auf, dass hier von immer denselben Leuten alles versucht wird, um einen Haken an der eigentlich erfreulichen Studie zu finden. Das erweckt schon einen unschmeichelhaften Eindruck von den kommentierenden „Lehrern“.
        Weil ich als Vater von Schulkindern aber einen besseren habe und registriere, dass hier immer dieselben Bedenkenträger schreiben und gegen Schulöffnungen wettern, urteile ich mal: Die Lehrer in ihrer Gesamtheit sind besser als der Eindruck, den manche hier verbreiten.

    • Ja, ich glaube das täuscht. Die meisten Lehrer freuen sich sicherlich darauf, ihre ganze Klasse wieder zu sehen und zu unterrichten. Da diese Studie aber nicht unter den Bedingungen durchgeführt wurde, die nach den Sommerferien in den Schulen angestrebt wird, kann man daraus keine brauchbaren Rückschlüsse ziehen. Wenn Politik so tut, als sei das eine fundierte Grundlage für uneingeschränkte Schulöffnungen, macht sie sich unglaubwürdig.

    • Dass viele Lehrer gegen die kompletten Schulöffnungen sind und lieber weiter in geteilten Klassen unterrichten, zeigt mir nur, wie dramatisch schlecht die Situation in den Schulen ist. Lehrer sind mit 30 häufig lern- und verhaltensauffälligen Schülern in kleinen, schlecht ausgestatteten Räumen überfordert und das ganze System krankt.

      • @S: Mit am häufigsten gehörte Schüleraussage in der letzten Woche (schon mit Aussicht auf „Normalbetrieb“ nach den Ferien): „Och nööööö, können wir die kleinen Gruppen nicht behalten? Der Unterricht ist viel besser so.“ Selbst der Kundschaft ist also was aufgefallen…

    • Teilweise mögen Sie mit ihrer Einschätzung recht haben, es sind jedoch nicht alle wenn nicht sogar die große Mehrheit nicht gegen Schulöffnungen.

      Eher ist, jedenfalls aus meiner Sicht das Problem, dass nicht realistisch und offen kommuniziert wird.

      Müssen wir die Schulen öffnen – sag ich ein klares Ja => außer vor Ort eskaliert die Lage.
      Brauchen wir ständig neue Studien die uns irgendetwas erzählen – sag ich nein – was wir brauchen sind dringende Antworten auf brennende Fragen wie vor Ort gearbeitet werden soll und das ist ein Problem dass nicht erst seit Corona besteht, aber seit Corona deutlich die Misere im Bildungssystem aufzeigt.

      Ständig werden irgendwelche politischen Rechtfertigungen produziert und veröffentlicht um zu einem Regelbetrieb wie vor Corona zurück zu kehren. Corona hat uns jedoch gesagt, wo unsere Schwachstellen sind, aber damit werden die Schulen und die Gesellschaft wieder alleine gelassen – vor Ort soll man es richten….

      Das ist das was uns ankotzt….

  11. Als Mutter würde ich mich freuen wenn Kinder weder Überträger noch durch das Virus gefährdet wären. Aber aus dermaßen geringen Zahlen eine haltbare These zu ziehen.. Hätte ich in einer Hausarbeit für die Uni aus 12 Fällen eine Schlußfolgerung zu ziehen ist schon sehr gewagt. In der BW-Studie waren es 64 Fälle, auch nicht sehr aussagekräftig.

  12. Ganz Sachsen hat kaum Infektionen, da können logischerweise auch kaum welche in Schulen sein. (Quelle: gesunder Menschenverstand).
    Was sagt das über andere Bundesländer/Städte/Landkreise???? Genau: Nichts.

  13. So, die wievielte Studie war das jetzt? Die Hälfte der Studien stützt dieses Ergebnis, die andere Hälfte der Studien stützt genau das Gegenteil. Was nun?

  14. Ganz sicher nicht. Es ist nur problematisch, dass man die Studie aus der Zeit, wo mit kleinen Gruppen und Abstand unterrichtet wurde, als Anlass nimmt, auf volle Klassen ohne Abstand und Masken zu schließen, und das nach den Urlaubswochen… Schwierig finde ich auch, dass das Tragen von MNB in Sachsen nun jeder einzelnen Schule überlassen wird, wie man heute lesen konnte. Außerdem ist ja die Studie, wie man liest, nur repräsentativ für Regionen mit niedrigen Infektionszahlen. Hoffen wir mal, dass sich das nicht schlagartig ändert, wenn die unvorsichtigen Urlauber, z.B. vom Ballermann, wieder einfliegen. Denn wenn die Infektionszahlen steigen, dürfte auch die Bewertung der Studie eine andere sein. Und Händewaschen und Desinfektion ersetzen nun mal nicht den Abstand, der nötig ist, um sich vor einer Virusübertragung zu schützen. Niemand ist gegen Schulöffnungen, aber auf Infektionsschutz völlig zu verzichten, dürfte riskant sein. Erst recht, wenn Lehrer auch noch echte Corona-Symptome von normaler Erkältung unterscheiden sollen, damit die Kinder nicht ständig zum Arzt gebracht werden müssen wegen einer Unbedenklichkeitsbescheinigung ( so in Thüringen).

    • Jeden Tag werden neue Erkenntnisse zu dieser Virusinfektion veröffentlicht. Sehr deutlich rücken Spätfolgen in den Vordergrund der Betrachtung. Alles, was ich bisher dazu und ein Verwandter von mir, der Chefarzt ein kardiologischen Abteilung ist, gelesen habe, stimmt uns in große Sorge. Nicht der akuter Verlauf, sondern die Folgen können katastrophal sein. Informieren Sie sich umfassend und treffen Sie ihre persönliche Entscheidung, da die Politik ihre getroffen hat ohne den Langzeitfolgen irgenwie Rechnung zu tragen. Ganz nebenbei, ein Freund eines Instituts in England sagte mir gestern, dass dort Pläne für eine zweite Welle mit Lockdown ausgearbeitet werden und befürchtet wird, dass mit dem einhergehenden Grippegeschehen eine sehr angespannte Situation zum Jahresbeginn entstehen kann….hat natürlich mit uns nichts zu tun.

      https://news.sky.com/story/coronavirus-can-seriously-damage-the-heart-study-suggests-12027402

      Immer mehr junge Menschen leiden an den Folgen…
      Wie Covid-19 dauerhaften Schaden anrichtet: Drei Überlebende in den Zwanzigern zeigen, dass sie noch Monate nach ihrer ersten Krankheit an Müdigkeit, rasenden Herzen und Atemnot leiden
      https://www.dailymail.co.uk/news/article-8498689/Four-people-reveal-experiencing-Covid-19-MONTHS-sick.html

      https://www.n-tv.de/panorama/30-Jaehriger-stirbt-nach-Covid-19-Party-article21906658.html

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-viele-covid-19-patienten-haben-noch-wochen-spaeter-beschwerden-a-b21a821c-6b45-495c-b759-a310b8533837?sara_ecid=soci_upd_KsBF0AFjflf0DZCxpPYDCQgO1dEMph

        • Ich stütze mich auf Forschungsunterlagen, aber wegen der besseren Nachvollziehbarkeit habe ich mich entschieden, offene Zeitungsmeldungen zu verlinken.
          Sie sagen, sie seien Arzt…mein Verwandter ist Chefarzt ( Kardiologie ). Er wäre bereit mit Ihnen ein Gespräch zu führen, er hat sich sehr intensiv eingelesen, war an verschieden Behandlungen des Corvit mit Kollegen bei Patienten einbezogen und sieht die Folgeerkrankungen mit großer Sorge. Ich stelle den Kontakt her.

        • Studie zu den Schäden von Covid-19 ausserhalb der Lunge. Die Top US Kliniken an der Studie beteiligt. In der Summe überwiegen die Schäden ausserhalb der Lunge die Lungenschäden, gilt wahrscheinlich auch für tödliche Fälle.
          SarsCoV2 schadet Organen direkt durch Zellschäden und indirekt. Schäden werden durch gestörte Blutgerinnung, Immunfunktion, Endothelfunktion (kleinste Gefässe in Organen) und andere Mechanismen verursacht. Bei schwerem Verlauf versagen daher fast alle Organe.
          Die Studie ist aussagekräftig, ob sie Auftragsschreiber überzeugt….die Antwort kennt nur der Wind.

          https://www.nature.com/articles/s41591-020-0968-3.pdf

    • @Elke
      Und wer wird die Verantwortung für die Folgen geschlossener Schulen oder stark eingeschränkten Unterichts tragen?
      Immer wird nur in eine Richtung geblickt. Dabei ist wichtig, möglichst alle Gefahren zu bedenken und gegeneinander abzuwägen. Es ist doch nicht so, dass ein langer Präsenzunterricht auf Sparflamme für die Kinder und die Zukunft der Gesellschaft keinen bösen Rattenschwanz hätte.
      Auch wenn ich mich oft über die Politik ärgere, bin ich doch dankbar, dass sich die Politiker bemühen, die vielfältigen Corona Bedrohungen möglichst ausgewogen zu betrachten und den unterschiedlichen Folgen gegenzusteuern.
      Vor allem sollten sie nicht danach gehen: Wer am lautesten Klagelieder singt oder wie ein Rohrspatz schimpft, verdient die größte Beachtung.

      • Schon traurig immer wieder dieses Märchen, der dauernden Schulschließung zu bemühen. Die Forderung impliziert Schule anders zu organisieren! Wem nützt denn ein Regelbetrieb, wenn im Spätherbst alles schließen muss?
        Sie glauben, dies sei kaum möglich. Die Länder bereiten sich längst hinter verschlossenen Türen auf eine zweite, starke Welle bevor.
        Die zweite Welle in Großbritannien im kommenden Winter: Laut Experten länger und tödlicher, bis zu 120.000 Todesfälle möglich.
        https://www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-britain-winter/worst-case-uk-winter-could-see-120000-covid-deaths-in-second-wave-idUSKCN24E30N

        47% der Israelis, die sich im letzten Monat ansteckten, taten das in den Schulen. 2.026 Schüler+Personal sind infiziert, 28.147 unter Quarantäne. Öffnung der israelischen Schulen war DIE Katastrophe, die Lockdown-Erfolge zunichte machte.
        Was ist wenn die Schüler symptomlos das Virus nach Hause tragen, so wie in Israel geschehen?

        Israel schließt alle Sommerlager für Kinder ab der 5. Klasse, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Frühere Chefin des öffentl. Gesundheitswesens Prof. Sigal Sadetsky: Schulöffnungen waren Grund für Ausbreitung des Virus im ganzen Land.
        Deutschland geht mal wieder Sonderwege, wie sooft in seiner Geschichte.

        COVID-19: Forscher haben eine Liste der wirkungsvollsten Maßnahmen gegen COVID-19 analysiert und nach Effektivität gereiht. Schließungen von Bildungseinrichtungen stehen an erster Stelle.
        https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/2067848-Abstandhalten-und-Schulschliessungen-wirken.html

          • Sie sagen, sie seien Arzt…mein Verwandter ist Chefarzt ( Kardiologie ). Er wäre bereit mit Ihnen ein Gespräch zu führen, er hat sich sehr intensiv eingelesen, war an verschieden Behandlungen des Corvit mit Kollegen bei Patienten einbezogen und sieht die Folgeerkrankungen mit großer Sorge. Ich stelle den Kontakt her.

            Wieso scheuen Sie denn einen Kollegenaustausch?

            Schon bezeichnend.

          • Sie müssen schon das RKI überzeugen.
            Die werden auch die sich ergebenden neuen Daten aus den USA mit zur Zeit täglich 67.000 Neuerkrankten und den Folgeerkrankungen in ihre Datensammlung einfließen lassen.
            Wir haben hier in Deutschland insgesamt ca. 200.000 nachgewiesene Infektionen an SARS-COV-2, von denen nur noch ein Bruchteil aktuell erkrankt ist.
            An den Zahlen in den USA und der Art der unkontrollierten Lockerungen dort kann man ablesen, wie sich ein desatröses Desinformationsmanagement in Verbindung mit unkontrollierten Lockerungen ohne eine Einhaltung von Schutzmaßnahmen und eine nachhaltige Aufklärung der Bevölkerung sich auf die exponentiell ansteigenden Fallzahlen auswirken kann.

  15. Es gibt keine (schul- oder kinderbezogene) Studie die etwas gegenteiliges sagt. Das einzige was es in diesem Bereich gibt ist die mittlerweile modifizierte Aussage von Hr. Drosten hinsichtlich einer theoretischen Infektiosität von Kindern.

    Das wird bestimmte Lehrer aber nicht davon abhalten, weiterhin gegen alles und jedes zu wettern was nicht in die eigene Agenda passt.

    Die Niederländer haben dazu schon seit Wochen sehr genaue Studien durchgeführt:

    https://www.rivm.nl/en/novel-coronavirus-covid-19/children-and-covid-19

    Since 1 June 2020, all Dutch people with (mild) symptoms can be tested for the coronavirus. Data from the GGD test lanes show that more than 16,500 tests were administered to children up to 12 years of age between 1 and 25 June; 0.3% of those tests were positive. More than 4,800 tests were administered to children between the ages of 13 and 18 years, and 1.4% were positive. In the same period, nearly 14,000 people working in education or childcare were tested. 0.5% of these employees tested positive. This percentage is lower than the total of 1.3% of all people tested in the test lanes in the same period.

    Lehrer haben demnach also eine deutlich geringeres Infektionsrisiko als andere Berufsgruppen – stellen sich aber nach wie vor als „Versuchskaninchen“ etc. pp. hin.

    Kinder sind eben offensichtlich nicht die Superspreader für die man sie gehalten hat und stecken anders als bei der Grippe nicht 10x mehr Leute an, darüber hinaus sind sie weniger anfälliger für Ansteckungen (was nicht heißt, dass sie sich überhaupt nicht anstecken können).

    Selbst wenn wir nach den Sommerferien Neuinfektionen bundesweit im einstelligen Bereich haben sollten wird man trotzdem immer noch in der Verweigerungshaltung sein in die man sich begeben hat. Schließlich könnte ja…

    Insofern ist es mehr als begrüßenswert wenn die Politik hier sich nicht von der GEW und Co. mit haltlosen Argumenten an der Nase rumführen lässt und dafür sorgt das endlich überhaupt mal so etwas wie Unterricht wieder stattfindet.

    • Und warum bestehen jetzt Mitglieder der Bundesregierung weiterhin auf der Amskenpflicht und dem Abstandsgebot?
      Warum diese unsäglichen Acrylglasscheiben im Landtag in D’dorf?

      Vermutlich alles Lehrer, die auf der Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen bestehen.

      Frau Karliczek kümmert sich ja auch rührend um den Betrieb an allgemeinbildenden Schulen für dei sie nicht zuständig ist. Nur was ist im bereich der beruflichen Ausbildung und an den Hochschulen los? Da hat sie as zu bestimmen, aber dennoch wird auf einen „Regelbetrieb“ wie vor Corona verzichtet.

      • @denkmal

        Der Link zur Seite der Niederländer steht da – muss man nur klicken und lesen und dann erschließt sich auch wer „andere Berufsgruppen“ sind.

        Das höchste Risiko haben wenig verwunderlich Personen im Gesundheitswesen, dann kommen „andere Berufsgruppen“ und mit Abstand Lehrer und Erzieher. Wer also mit Erwachsenen zusammenarbeitet hat ein höheres Risiko als diejenigen die mit Kindern arbeiten. Ebenfalls nach dem Stand der Forschung wenig verwunderlich.

        Aber mögliche Spätfolgen gibt es scheinbar ja nur bei Lehrern, alle anderen bleiben davon verschont…

        Die Berufsgruppe mit dem geringsten Risiko macht dafür dann den größten Aufstand – solange die anderen den Kopf hinhalten ist das ja ok, aber für sich selbst muss es das Nullrisiko sein. Gelebte Solidarität!

        • @Marcus K, ich muss Ihnen beipflichten. Ich arbeite selbst im Gesundheitswesen (Klinik) , bei uns haben sich seit März 23 Mitarbeiter im Dienst infiziert. Einer ist schwer erkrankt und musste beatmet werden, alle anderen leicht bis mittelschwer. Trotzdem verrichten selbstverständlich alle ihren Dienst weiterhin. Niemand hat sich wegen Risikogruppe, Alter, Vorerkrankungen etc .freistellen lassen.An der Klinik fragt da auch niemand nach.
          Seit alle Mitarbeiter konsequent Maske tragen hat sich kaum noch jemand infiziert. Und im übrigen trägt das Personal außer auf der COVID Station nur die einfachen Papier OP Masken.
          Was genau hält Lehrer davon ab, eine solche zu tragen .. ach ja ist zu unbequem, damit kann man nicht reden etc…Doch kann man, wunderbar sogar. Einen ganzen Arbeitstag Sprechstunde kann man damit reden und man erstickt tatsächlich auch nicht wenn man die Maske in einem 24h Bereitschaftsdienst deutlich mehr als 8h trägt. Man muss halt auch wollen…
          Die Studie aus den Niederlanden wurde schon vor einiger Zeit veröffentlicht und belegt eindrücklich und tatsächlich wenig verwunderlich , dass Pädagogen ein geringeres Risiko haben als andere Berufsgruppen selbst wenn man die Zahlen um Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereinigt.
          Aber offenbar haben bestimmte Gruppen für sich beschlossen, dass sie ein Anrecht auf null Risiko haben bei selbstverständlich vollem Gehalt.
          Schon interessant, dass Studien die nicht ins Konzept der andauernden Schulschließungen passen hier keine Erwähnung finden. Anstatt dass man sich freut, dass die Gefahr für Lehrer offenbar nicht groß ist .
          Das wirft kein gutes Bild auf die Arbeitsmoral dieser Berufsgruppe ,von Solidarität mit anderen Berufen, die auch arbeiten müssen und deren Gehalt nicht endlos automatisch weiter fließt ganz zu schweigen.

          • Es hat keine Lehrkraft sich bisher geweigert mit Maske zu unterrichten. Es gibt nur keine Masken, die der Arbeitgeber im Gegensatz zu den Klinikbetreibern stellt.
            Ebenso sind die Schüler von der maskenpflicht im Unterricht befreit, weil das MSB NRW diese nicht für erforderlich hält, obwohl das Abstandsgebot nicht umgesetzt werden kann und die Bildung fester Gruppen jenseits der Primarstufe keinen Regelbetrieb zulässt.
            Unterricht, der die Sprachfolge bzw. das vierte „Hauptfach“ ausklammert, kann gleich wegfallen. Werden die bestimmungen der APO-SI nicht ordnungsgemäß umgesetzt, kann auch kein Abschluss oberhalb des Hauptschulabschluss nach Klasse 9 vergeben werden.

  16. @ Markus K.

    „Lehrer haben demnach also eine deutlich geringeres Infektionsrisiko als andere Berufsgruppen – stellen sich aber nach wie vor als „Versuchskaninchen“ etc. pp. hin.“

    Leider haben Sie vergessen, auch nur ein einziges (!) Beispiel für die „andere(n) Berufsgruppen“ nebst Angabe seriöser Quellen zu nennen.

    Und wieder einmal ….
    Lehrer?
    BAAASSSSHHHH !!!

    Ja feeeeiiiiinnnnn?
    Nein, leider nicht.
    Es – sorry – „versaut“ und verwässert die eigentlich aus Elternsicht sachlichen Teile Ihres Beitrages.

    Schade drum.

  17. Als Vater von 3 Kindern im Grundschulalter finde ich diese ganze Situation höchst besorgniserregend.
    Trotz Teilbetrieb der Schule habe ich meine Kinder bis zu den Ferien zuhause gelassen, da Masken (zum Schutz der anderen Kinder) im Klassenraum als unnötig erachtet werden. Ich bin jetzt der Dumme und darf durchgehend Homeschooling machen. Der Druck überforderter Eltern passt gut zusammen mit dem Unvermögen der Politik passende Maßnahmen für die Schulen nach den Ferien zu treffen. (Hier geht es um Geld, das war ja noch nie für Bildung da.) Der Lockdown nach den Ferien wird ganz sicher kommen und die Leidtragenden werden Kinder mit Vorerkrankungen oder Kinder die trotzt Studien Langzeitschäden davontragen werden.
    Ich fordere deshalb Masken, Abstandregeln und Hygienekonzepte für den Schulbetrieb nach den Ferien. Sollte ich mich Irren ist nichts passiert. Sollte sich die Politik mit den Entscheidungen basierend auf „schwachen“ Studien irren haben wir tausende kranke Kinder und Eltern, wenn nicht noch sogar schlimmer und den 2. Lockdown. Ich kann wirklich nicht verstehen, warum man so ein Drama um die Maskenpflicht für Kinder macht. In Asien bekommen sie das hin. Hier ist inzwischen nur noch Kindergarten was Bildung und Entscheidungen in D. betrifft. Aber das ist ein anderes Thema.

    • „Ich kann wirklich nicht verstehen, warum man so ein Drama um die Maskenpflicht für Kinder macht.“
      Hierbei geht es nur, einzig und allein ums liebe Geld.
      Wenn die „Pflicht“ ausgerufen wird, muss der Arbeitgeber das Material stellen. Und das kostet eben (zu viel).

      • Die Kinder stehen aber in keinem Beschäftigungsverhältnis – weder zum Land noch zur Kommune. Folglich ist es Sache der Eltern, die Masken zu beschaffen.

    • Vater,
      genau wie Sie sehe auch ich eine schwache Politik, die auf überforderte, aber auch risikobereite Eltern reagiert und damit letztlich alle gefährdet. Regelbestrieb Schule? Ein absolut vermeidbares Vorhaben, wenn man bedenkt, dass Homeshooling in vielen Ländern ein ganz selbstverständlicher Bildungsweg ist! Mein Vater hat viele Jahre in den Northwest-Territories (Kanada) gearbeitet. Für meine Halbgeschwister war, damals wegen der Extremtemperaturen (in den Wintermonaten bis zu -25 Grad) ein Wechsel zwischen Präsenz- und Homeshooling selbstverständlich. Meine Halbschwester ist damit Rechtsanwältin und unser Bruder, und jetzt alle Lehrerhater tief durchatmen… und Hände weg von der Tastatur!…. er ist damit wirklich das schlimme Wort mit L. am Anfang geworden. In den kanadischen Provinzen (auch in denen, in den das Klima nicht dazu zwingt) gelten heute u.U. sogar mehrere Homeshoolingmöglichkeiten. Ich habe dort noch niemanden von verlorener Generation sprechen gehört. Und die Infektionszahlen sprechen für sich.

  18. Das ist ja das, was wir uns schon die ganze Zeit fragen – warum überall Infektionsschutzmaßnahmen gelten (Abstand, Maske), nur in den Schulen nicht. Ansonsten hätte kein Lehrer ein Problem mit dem Unterrichten. Aber viele sind über 60 und da darf man sich um seine Gesundheit unter den Umständen schon mal Gedanken machen. Außerdem geht es auch um die Gesundheit der Familien von Schülern und Lehrern.

  19. MV hat sei vier Wochen die Schulen dicht und ist frei von Corona. Ob das so bleibt, wenn in zwei Wochen dort der Regelbetrieb wieder losgeht bleibt abzuwarten.

  20. RKI. Statistik aus Hessen :
    “ Die Altersstruktur der Corona-Infizierten hat sich im Zeitverlauf geändert – zu Beginn wurde das Virus stark von Urlauber*innen mittleren Alters mitgebracht, im April bestimmten Ausbrüche in Altenheimen das Geschehen, was sich ebenfalls in der Altersschichtung niederschlug. Seit Mai wächst der Anteil der Altersgruppe von 5-14 Jahren – als die Schulen geschlossen waren, war ihr Anteil an den Neuinfektionen gering; im Mai und Juni stieg er deutlich an.“
    https://www.hessenschau.de/panorama/infografik-wie-sich-corona-ausbreitet—und-wen-es-betrifft,corona-infektionen-hessen-karte-100.html#Altersstruktur
    Wir können uns auf den Schulstart freuen….. 🙁

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