Spahn: Durchschnittsalter der Corona-Infizierten ist deutlich gesunken

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BERLIN. Die Corona-Neuinfektionen nehmen vor allem bei jüngeren Menschen zu. Das Durchschnittsalter der Infizierten ist deutlich gesunken. Der Gesundheitsminister warnt sie davor, die Entwicklung zu unterschätzen.

Mahnt: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Foto: Maximilian König / CC-BY SA

Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschladn ist abermals deutlich gestiegen. Nach Monaten der Entspannung liegt sie nun bereits auf dem Stand von Anfang Mai – es sind inzwischen aber immer mehr junge Menschen, die sich anstecken. Das Durchschnittsalter der Infizierten ist in der vergangenen Woche auf 34 Jahre gesunken. Das sei „das niedrigste Durchschnittsalter seit Beginn“ der Pandemie, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im ZDF. Zum Vergleich: Im April lag es noch bei etwa 50 Jahren.

Weniger schwere Verläufe – aber…

Spahn wies zwar darauf hin, dass es wegen des jüngeren Alters der Infizierten nun auch weniger schwere Verläufe der Covid-19-Krankheit gebe. Er warnte aber: „Das heißt trotzdem, sehr, sehr wachsam miteinander zu sein, weil es eben doch dann zu oft auch schwerste Verläufe geben kann und eben auch Todesfälle – wenn wir nicht aufpassen, in der Familie, im Freundeskreis, auf der Arbeit.“ Zudem könnten jüngere Menschen ältere anstecken, etwa ihre Eltern und Großeltern oder als Heimpersonal Krankenhauspatienten und Altenheimbewohner.

Bereits am Vortag hatte Spahn vor Partys oder Leichtsinn bei Veranstaltungen mit einer größeren Anzahl von Menschen gewarnt. Jüngere Menschen sind mobiler als ältere und stecken sich nach den Lockerungen von Kontakt- und Reisebeschränkungen möglicherweise deshalb nun häufiger an. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. dpa

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