Landkreis meldet „Alarmstufe: Dunkelrot“ – Unterricht läuft ohne Abstand weiter

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MARBURG. Die Kultusministerkonferenz hat in einem Beschluss gestern die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb in Risikogebieten zwar zur Kenntnis genommen – mehr aber auch nicht. Welche Konsequenzen das für die Seuchenbekämpfung in der Praxis hat, zeigt das aktuelle Beispiel des hessischen Landkreises Marburg-Biedenkopf. Dort herrscht „Alarmstufe: Dunkelrot“ – nur für die Schulen nicht. 

Warum im Kreisgebiet die höchste „Eskalationssstufe“ gilt, an Schulen aber nur Stufe 2 von 4 – das bleibt unklar. Illustration: Shutterstock

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage (Inzidenz) liegt im hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf bei aktuell bei 223,1 – und ist um 34,1 im Vergleich zum Vortag gestiegen. Der Kreis befinde sich damit „in der fünften von insgesamt fünf Stufen des Eskalationskonzepts der hessischen Landesregierung“ zur Eindämmung des Corona-Virus, so teilt die Verwaltung mit. Heißt: Der Kristenstab des hessischen Gesundheitsministeriums übernimmt jetzt die Regie der Corona-Maßnahmen im Kreisgebiet. Das hat auch Konsequenzen für den Schubetrieb. Aber: Nur wenige.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Zahlen würden nun die Schutzmaßnahmen an Schulen verstärkt, so heißt es. Es gelte jetzt die Stufe 2 (von insgesamt 4) des vom hessischen Kultusministerium entwickelten Stufenplans, so heißt es.

„Kein klassenübergreifender Unterricht mehr ab Klasse 5“

Das bedeutet konkret: „Neben der bereits geltenden Maskenpflicht im Unterricht ab Klasse 5 soll es jetzt feste Lerngruppen, also keinen klassenübergreifenden Unterricht mehr geben, um eine Durchmischung der Gruppen zu verhindern. Dies kann sich auch auf den Sportunterricht auswirken. Dieser soll möglichst draußen stattfinden und beschränkt sich unter Umständen auf ein Bewegungsangebot. Für die Grundschulen gilt zudem, dass die Anzahl der pro Lerngruppe eingesetzten Lehrkräfte weitestgehend zu beschränken ist. Lehrkräfte oder anderes Personal, die in mehr als einer Lerngruppe eingesetzt werden, müssen auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.“

RKI-Empfehlungen werden nicht eingehalten

Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb in Riskogebieten beachtet der Landkreis damit nicht. Das RKI empfiehlt ab einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie eine Verkleinerung der Lerngruppen, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb – hier geht es hin). News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

RKI-Chef: Es gab mehrere hundert Corona-Ausbrüche an Schulen – er appelliert an Kultusminister, die RKI-Empfehlungen zu beachten

 

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28 KOMMENTARE

  1. „Lehrkräfte oder anderes Personal, die in mehr als einer Lerngruppe eingesetzt werden, müssen auch im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.“

    Das hätte ich grundsätzlich als selbstverständlich angesehen. War das nicht einer der Grundgedanken des „Kohorten-Prinzips“ ohne Masken und Abstand?

    Leider werden die KM erst dann ein Einsehen haben, wenn der „Lockdown“ mit offenen Schulen nicht zum gewünschten Ergebnis führt oder aber die ITS voll sind.

    • dann kann man ja sagen, wir wollten es ja nicht so, aber dann ist es nur die halbe Klasse da. Und nach 14Tage gehen die anderen nn Quarantäne und die anderen kommen wieder zurück. Und schon hat man 14 tägige Wechselklassen mit der Hälfte der Schüler.

  2. Für alle gilt: „Der Kreis befinde sich damit „in der fünften von insgesamt fünf Stufen des Eskalationskonzepts der hessischen Landesregierung“ und

    Für Schulen gilt:
    Es gelte jetzt die Stufe 2 (von insgesamt 4) des vom hessischen Kultusministerium entwickelten Stufenplans, so heißt es.

    Frage: Ab wann wird für Schulen Stufe 4 erreicht: ab 1000 oder 10.000?

    OMG

  3. Amüsant, denn für NRW gibt es für 7-Tage-Werte nur Stufe 0 (unter 35 ), Stufe 1 (bis 35) und höchste Stufe 2 ab 50 Inzidenzfälle.
    Mehrere NRW-Städte haben mehr als 200 Inzidenzfälle und es passiert auch nächsten Monat wohl nix. Upps das war gelogen, denn die Eltern können sich darauf verlasssen das Schule im November stattfindet so wie MP Laschet soeben kundgetan hat.

  4. Ich fürchte, dass es noch schlimmer wird:

    Frau Merkel wollte ja, dass im Lockdown auch die Schulen schliessen. Damit konnte sie sich nicht durchsetzen, aber in den in der Presse kursierenden Entwürfen stand immerhin drin, dass die Länder die Schutzmaßnahmen an den Schulen verbessern.

    In den aktuellen Versionen steht nur noch „Schulen und Kitas bleiben offen“. Das mit den Schutzmaßnahmen wurde mal eben unter den Tisch gekehrt.

    Auch die Idee, dass Schulen bei „extremen Infektionsverhalten“ geschlossen werden, ist nirgends mehr zu finden und damit natürlich auch keine entsprechende Grenze.

  5. In den Schulen läuft es im Moment wie im Mittelalter..
    Die Kinder sitzen alle 20 Minuten im kalten Klassenzimmer… Umhüllt mit Decken und evtl noch Masken…
    Und bei dieser ganzen Unruhe die dadurch reingebracht wird sollen sich die Kinder auf den Lernstoff konzentrieren können?
    10 Minuten geht vom Unterricht schon durch das Lüften ab… Es wird gelüftet… also rennen die Kinder erst Mal los um sich ihre Jacken anzuziehen und ihre Decken zu holen… Das ganze nach dem Lüften wieder zurück.
    Hände werden an unserer Schule zur Hälfte am Waschbecken und zur anderen Hälfte mit einem Eimer und einer Gießkanne gewaschen das es sonst zu lange dauert… Dennoch, bis alle Kinder durch sind fallen weitere 7 Minuten von der Stunde weg…
    Warum kann man den Unterricht nicht wie schon einmal aufteilen… Die eine Gruppe geht von Montag bis Mittwoch… Die andere Donnerstag bis Freitag.. und das um wöchentlichen Wechsel….
    So sind die Klassen halbiert und der Mindestabstand kann eingehalten werden…
    Die Kinder deren Eltern auf eine Betreuung wegen Arbeit angewiesen sind könnten freiwillig betreut werden…
    Die Schulbesuchspflicht wird aufgegeben so das Eltern die Zuhause sind vom Distanzunterricht Gebrauch nehmen können…
    Ich verstehe es einfach nicht

  6. Die KM’s sollten sich mal selber ein paar Tage vor Ort in den Schulen aufhalten man kann sich das von außen immer schön reden

  7. Die Kinder werden leider auf andere Art und Weise krank gemacht. Da nützt auch nicht das größte Hygienekonzept. (Fenster und Türen während des gesamten Unterrichts auf)

  8. Wo bleibt eigentlich der Aufschrei der an den Schulen/Kitas Beschäftigten? ALLES schließt! Bis auf Schulen und Kitas! Glauben die vielleicht, dass Lehrer und Erzieher alle immun sind?

  9. Wieso nicht die Präsenzpflicht aussetzen? Wer will oder muß, schickt die Kinder hin. Wer nicht muß, darf sie zu Hause behalten.
    Dann hätten wir kleinere Klassen, weniger potenzielle tote Großeltern, mehr Selbstbestimmung und mehr zufriedene Eltern und Kinder.
    Und lernen können sie doch auch zu hause.

  10. Worum geht es eigentlich in dem heute beschlossenen Teil Lookdown,doch nur darum größtenteils die Wirtschaft zum Steuermelken am Laufen zu halten.Kinder in Schulen werden weiterhin mit vollen Bussen oder wie bei meinem Sohn mit 35 Kindern in der Klasse ,ohne Abstand gestopft,denen die Lehrer gesundheitlich ausgesetzt sein werden.Jede Freizeiteinrichtung wird jetzt geschlossen aber Grenzen werden offen gehalten,damit weiterhin der Virus in Deutschland durch Nachbarländer hier verteilt werden darf.
    Auch zur Arbeit darf weiter gependelt werden.Die Politiker verarschen die deutsche Gesellschaft nach Strich und Faden.

  11. Sry aber so langsam zweifel ich am gesunden Menschenverstand „unserer“ Regierung!!!
    Sie sollten es zumindest so machen, das Eltern entscheiden ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder zu Hause unterrichten können.
    Die Kids stecken sich womöglich an, hoffentlich ohne schlimme Symptome, gehn nachhause und geben es dort weiter an Eltern oder Großeltern die mit im Haus leben…
    Hauptsache das reisen im In- und Ausland wurde bis zur letzten Minute verteidigt! Jetzt haben wir das große Chaos und wieder entscheiden sie mit fatalen Folgen!!!
    Kann mal jemand Verstand vom Himmel in die Regierung fallen lassen?! Plsssss…

    • Nö, Kinder sind für Omas und Opas nicht gefährlich. Sagt Kultusminister Holter in Thüringen.

      „Bildungsminister Helmut Holter (Linke) hat den Vorstoß von Linke-Landeschefin Susanne Hennig-Wellsow zurückgewiesen, die Weihnachtsferien zu verlängern. „Eine erhöhte Gefahr für Omas und Opas geht nicht von den Schulen oder Kindergärten aus. Die Ferien pauschal zu verlängern, bringt also nicht per se mehr Gesundheit. Thüringen kann mit dem Stufenkonzept reagieren, wenn sich Infektionsgefahren in den Einrichtungen erhöhen sollten“, schrieb sein Ministerium auf Twitter.

      https://www.otz.de/politik/bildungsminister-holter-gegen-verlaengerung-der-weihnachtsferien-id230778996.html

      Man ist einfach nur sprachlos ob dieser Realitätsverweigerung.

  12. Sie werden erst „wach werden“ ,wenn an vielen Schulen viele Lehrer krank werden ! Das muss bitte dann nicht unbedingt „Corona “ sein, … Wenn an meiner Schule gleichzeitig 2-3 K o .K fehlen würden, dann wäre unsere Schule fast dicht!
    Und wenn bis in 2-3 Wochen die „Zahlen“ nicht deutlich sinken, dann wissen wir Lehrkräfte und Schulleitungen genau woher „es“ kommt! Und wer was wo hinein und auch wieder hinaus trägt…

    Außerdem befürchte ich, dass die Gesundheisâmter wie auch die Landräte von den KMs tatsächlich „Anweisungen“ bekommen (haben). Denn einerseits „kotzt“ unser Landrat, andererseits passiert nix! Heißt für mich: man würde gern und darf nicht!

  13. Doch die heimliche Herdenimmunitätsstrategie? Oder gar eine Entlastung der Pensionskasse? Zyn.Ende.
    Irgendwie scheint man sich darauf verlassen zu können, dass Lehrer nicht aufbegehren. Der Organisationsgrad in Gewerkschaften z.B. ist seit Jahren eher rückläufig.

  14. Ich kann langsam nur noch mit dem Kopf wackeln, nicht wegen der seit heute verkündeten Einschränkungen, sondern wegen der immer wieder neu geplanten inkonsequenten Verordnungen für Schulen.
    So langsam müssten den SuS, LuL und auch den Eltern der Kopf qualmen, ob der weicheierigen, ständig wechselnden Ansagen.
    Tatsächlich gebe ich mir große Mühe, die Arbeit der Politiker unter Pandemiebedingungen nicht übertrieben kritisch zu sehen, doch was das Thema Schule betrifft, beiße ich inzwischen mehrfach täglich in mein Sofakissen, um meine aufkeimenden Aggressionen zu kanalisieren.
    Nun lese ich vorhin in einem Stuttgarter Blättchen die Überschrift:
    „KULTUSMINISTERIUM BLEIBT BEI LÜFTUNGSANLAGEN SKEPTISCH.
    Das Stuttgarter Kultusministerium hat Zweifel, dass die Wirksamkeit mobiler Lüftungsgeräte in Hinblick auf die Reduzierung von SARS-COV2-Viren nicht eindeutig nachgewiesen sei.“
    Weiter wird geschrieben, dass zwar nicht das Kultusministerium, jedoch das Staatsministerium sowie auch das Finanzministerium genau diese Geräte für deren Büros angeschafft habe…
    Wenn Prof Dr. Kähler als Experte zu einer Beratungsrunde eingeladen wurde, muss ich davon ausgehen, dass er auch für kompetent gehalten wurde.
    Jetzt bestehen jedoch immer noch Zweifel…..da folgert doch selbst der Bildungsallergiker, dass sich die Zweifel nicht auf die Ergebnisse des Herrn Prof. Kähler selbst beziehen, sondern wohl eher auf den Preiskatalog der vorgeschlagenen Geräte!
    Hm…in diese Richtung haben wir ja auch schon spekuliert….
    Aber WAS ist hier los???? Inzidenzzahlengrenzwerte werden für Schulen nicht umgesetzt, obwohl dies als Regel vorgegeben worden war…genau DIE, die die Regeln erarbeiteten, setzen diese nicht um!
    Stattdessen dürfen sich Schulen quasi wöchentlich auf neue drollige „Schutzmaßnahmen“ wie Decken und Schals einstellen…demnächst wird vermutlich noch die Farbe vorgeschrieben, weil das Virus evtl. Blau nicht mag!
    Ich bedauere und bewundere Lehrkräfte und SchülerInnen, dass sie bisher größtenteils dieses unglaubliche Kasperletheater brav und ohne zu Murren umgesetzt haben.
    Aber irgendwann muss Schluss sein mit diesem dilettantischen Herumgefrickel!!!
    Oder wir machen mit und warten ab, bis NICHTS mehr geht!

  15. Liebe Mary-Ellen, vielen Dank für deine sehr passenden und v.a. klaren Anmerkungen. Besonders gut gefallen hat mir dein Begriff „Bildungsallergiker“, der m.E. zu 100% auf die KMs ….. v.a. auf Fr. GEBAUER in NRW (hier schlägt meine persönliche Betroffenheit durch) zutrifft.
    Sie verkauft uns hier katastrophalen Entscheidungen mit dem selben realitätsverdrehendem Verve, wie sie wahrscheinlich auch ihren ehemaligen Kunden Schrottimmobilien als Märchenschlösser angedreht hat.
    Ja, ich glaube, dass wir jetzt einfach das tun sollten, was uns gesagt wird …. und zwar im exakten Wortlaut …. und in spätestens 2 Wochen fliegt uns das alles um die Ohren. Die Schuldigen des misslungenen Coronaexperimentes und Dchulen und Kitas sind doch eh schon ausgeguckt….das sind natürlich die dummen Bedinsteten dort, die die kongenialen Konzepte der grandiosen Entscheidungsträger nicht vernünftig umgesetzt haben.
    Dann ist Schluss mit lustig und wir bleiben alle wieder zuhause. Seht nur zu, dass ihr bis dahin gesund bleibt!!!

  16. Ich schreibe aus Hessen. 2 Lehrer meiner Tochter in der Schule sind in Quarantäne, trotzdem geht der Unterricht weiter.
    Keiner reagiert, keiner trifft die richtige Entscheidung. Ich habe als Mutter das Gefühl, mein Kind jeden Tag in den Krieg gegen etwas zu schicken, wo weder sie selbst, noch ich sie schützen kann. Und das wird aufgezwungen. Wir sind verzweifelt.

  17. Holla die waldfee

    Da bin ich ganz bei dir genau so fühlen wir uns auch.
    Das wir unseren Sohn jeden Tag dem aussetzen müssen.

    Bin genau der Meinung vieler anderer hier.

    Kommen aus NRW.

    Warum wird die Schulpflicht nicht ausgesetzt und Eltern die es können ihre Kinder im Homeschooling unterrichten können.

    Es ist wahnsinnig was hier abgeht und was mit unseren Kindern hier gemacht wird.

  18. Auch meine Meinug. Kann einfach nicht sein, dass noch mehr verzichtet werden soll, damit es in den Schulen und Kitas weiter gehen kann. Sicher haben die Schüler alle Schüler alle das Recht auf Bildung, aber auch ganz entscheidend ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Das wird von keinem Verantwortlichen angesprochen. Es ist sehr Schade dass Frau Merkel da nichts getan hat. In den Regionen die direkt an Grenzen stoßen, wird das auch mit den neuen Maßnahmen nicht besser. Ich finde es unverschämt ,dass die KMK die ganz klaren Empfehlungen vom RKI ignoriert. Unverschämt, dass wir,Eltern so ins kalte Wasse4 geworfen werden und mit der Angst leben müssen. Tag für Tag. Ein solches ignorantes Verhalten uns Eltern und dem RKI gegenüber gehört verboten. An den Bushaltestellen stehen jeden Tag so viele Schüler ohne Masken. Aber andere „Veranstaltungen “ werden verboten.

  19. Ich unterrichte in einer Ersatzschule in Berlin. Der für den nächste Montag vereinbarten Besuch vom Senat, um bei Kollegen zu hospitieren, wurde heute vom Senat abgesagt, weil ein Besuch zu riskant wäre. Und ich dachte, dass eine Grundschule ein sicherer Ort wäre.

  20. Gesetzestreu wird lediglich die zehnte Änderung der Infektionsschutzverordnung,…
    „Jede Person ist angehalten, die Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts auf das absolute Minimum zu reduzieren“ …
    eingehalten.

    Einfach vorbildlich.

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