Vier Bundesländer fördern mobile Luftfilter für Schulen – KMK-Präsidentin redet Bedarf aber klein (und den Aufwand groß)

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MAINZ. Jetzt also doch: Nach Bayern, Nordrhein-Westfalen und Hessen will nun auch Rheinland-Pfalz die Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen fördern – allerdings ebenfalls nur in sehr beschränktem Umfang. Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) sprach von „Einzelfällen“, in denen Bedarf bestehe, und von einem Fördervolumen von maximal sechs Millionen Euro. Warum nicht alle Klassenräume im Land damit ausgestattet werden? Hubig und der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages, Burkhard Müller (SPD), lieferten dafür eine merkwürdige Erklärung.

Mobile Luftfilter können Viren aus der Raumluft beseitigen – kosten aber Geld. Foto: Shutterstock

Für die Unterrichtsräume in Rheinland-Pfalz, in denen nicht gelüftet werden kann, die aber trotzdem gebraucht werden, sollen Schulen mobile Luftfilter anschaffen dürfen. Die kosten Hubig zufolge zwischen 3000 und 5000 Euro pro Stück, und das Land fördert die Anschaffung „in diesen Einzelfällen“ mit bis zu sechs Millionen Euro. Wie viele Geräte gebraucht würden, wisse aber noch niemand. Müller und Hubig gehen von „kleinen Mengen“ aus. Werkstätten mit Oberlichtern, die sich nur kippen lassen, nennt die Ministerin als Beispiel.

Sind für den Betrieb von mobilen Luftfiltern Lüftungsingenieure nötig? Experte: „Quatsch“

Es komme zudem entscheidend auf die richtigen Geräte und die Wartung an, sagt Hubig. „Das ist nicht so einfach wie ein Licht oder die Heizung einzuschalten“, meint Müller. Die Geräte könnten nicht vom Hausmeister bedient werden, sondern erforderten Lüftungs-Ingenieure, behauptet er. Stimmt das? News4teachers hat jemanden gefragt, der sich mit den Geräten auskennt, weil er deren Wirkung in Klassenräumen untersucht hat: Prof. Dr. Christian J. Kähler, Leiter des Instituts für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München. Seine Antwort: „Quatsch“.

Kähler und sein Team hatten als erste einen möglichen Einsatz von mobilen Luftfiltern in Schulen untersucht. Ergebnis: Handelsübliche mobile Geräte, die eine Luftwechselzahl von mindestens sechs pro Stunde schaffen, einen Filter der Klasse H14 nutzen und hinreichend leise sind, können in Klassenräumen die Konzentration infektiöser Aerosole wirkungsvoll reduzieren. Die Forscher empfehlen die Anschaffung solcher Geräte für Schulen. Sie veranschlagen dafür 3.000 Euro pro Stück. Nur aufs Lüften von Klassenräumen zu setzen, davon rät Kähler ab. „Die Möglichkeit, die Virenlast im Raum durch das regelmäßige freie Lüften zu reduzieren, wird überschätzt“, so heißt es in der Studie.

Besondere Kenntnisse beim Aufstellen, beim Betrieb oder bei der Wartung der mobilen Luftfilter seien nicht nötig, so Kähler. „Wenn Sie einen Föhn bedienen können, gelingt Ihnen das damit auch“, sagt er: Stecker in die Steckdose, Volumenstrom je nach Raumgröße einstellen, Startknopf drücken – läuft. Eine Wartung sei praktisch nicht nötig. Viren, die möglicherweise aus der Luft gefiltert werden, zerstören sich Kähler zufolge von allein. Nach fünf Jahren, so die Empfehlung, solle mal nach dem Filter geschaut werden. Und wenn das Gerät zwischendurch kaputtgehe, „dann merken Sie das“. Für Kähler sind Behauptungen wie die von Hubig und Müller „Nebelkerzen, um die Leute von der Anschaffung abzuschrecken“. Oder um Begehrlichkeiten klein zu halten.

Erste Gemeinde in Deutschland bestückt ihre Schule mit Luftfiltern – auf eigene Kosten

Das funktioniert aber offenbar nicht so recht. Gestern hatte Nordrhein-Westfalen ein 50-Millionen-Euro-Programm zur Anschaffung von mobilen Luftfiltern für Schulen angekündigt – nach starkem öffentlichem Druck. Wie in Rheinland-Pfalz und Bayern, das ebenfalls 50 Millionen für mobile Luftfilter in Kitas und Schulen ausgeben will, sollen aber auch in NRW nur solche Klassenräume bestückt werden, die sich nicht gut lüften lassen. Hessen hat zehn Millionen Euro bereitgestellt.

Der Druck von Lehrern, Eltern und Schülern aber wächst – auch auf die Schulträger. Eine erste Kommune in Deutschland hat die Anschaffung der Geräte aus eigenen Mitteln jetzt beschlossen: Für 100.000 sollen die 21 Klassenräume und die Gemeinschaftszimmer für die Nachmittagsbetreuung der beiden Grundschulen im bayerischen Städtchen Neubieberg mit je einer Anlage pro Raum ausgestattet werden. Einer entsprechenden Ausschreibung folgte der Gemeinderat nun nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ einstimmig.

Während die Landesregierungen mit Förderprogrammen für Schulen zögern, haben einige Landesbehörden nach Recherchen des ARD-Magazins „Monitor“ mobile Luftfilter für sich selbst bereits angeschafft. Das Staatsministerium Baden-Württemberg zum Beispiel nutze sie „vor allem in der hauseigenen Kantine zum Schutz der Beschäftigten oder bei größeren Terminen zum Schutz der Teilnehmenden“, heißt es. Auch die Hessische Staatskanzlei habe sie in der Corona-Pandemie angeschafft – ebenso wie der Landtag NRW, der sich nach einem Testbetrieb auch für die Anschaffung mehrerer Geräte entschieden habe. News4teachers / mit Material der dpa

Abgestimmt

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat sich auf twitter dazu geäußert, warum die KMK in der Pressemitteilung über eine  Expertenanhörung das Statement von Prof. Kähler unterschlagen hat (News4teachers hatte den Skandal aufgedeckt – hier geht es zu dem Beitrag).

Prien: „Beim Fachgespräch der KMK haben 5 Experten zum Thema Lüften vorgetragen. Herr Prof. Kähler vertrat eine Einzelmeinung, die die anderen nicht geteilt haben.“

Ein Leser antwortete ihr: „Als Wissenschaftsministerin sollten Sie doch wissen, dass der Ausdruck ‚Meinung‘ an dieser Stelle wenig zielführend ist. Was wäre, erwiese sich die ‚Einzelmeinung‘ nach Versuchsreihen als die, aus wissenschaftlicher Sicht, plausibelste? Bliebe es eine ‚Meinung‘?“ Kähler war der einzige bei der Anhörung anwesende Experte, der den Einsatz von Luftfiltern in Klassenräumen untersucht hat – und empfiehlt.

Warum mittlerweile vier Bundesländer die Anschaffung von mobilen Luftfiltern nun doch fördern, darauf geht Prien nicht ein. Schleswig-Holstein finanziert die Geräte für Schulen bislang nicht. News4teachers

Offene Fenster reichen: KMK hält trotz Kritik an ihrem „Lüftungskonzept“ fest – Wissenschaftler raten zu Luftfiltern

 

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76 KOMMENTARE

  1. „Das Staatsministerium Baden-Württemberg zum Beispiel nutze sie „vor allem in der hauseigenen Kantine zum Schutz der Beschäftigten oder bei größeren Terminen zum Schutz der Teilnehmenden“, heißt es. Auch die Hessische Staatskanzlei habe sie in der Corona-Pandemie angeschafft – ebenso wie der Landtag NRW, der sich nach einem Testbetrieb auch für die Anschaffung mehrerer Geräte entschieden habe.“ Wenn ich so etwas lese, wird mir schon wieder schlecht. Das darf doch nicht wahr sein! Für Lehrer und Schüler gibt es keinen Arbeitsschutz, trotz massiv gestiegener Fallzahlen werden noch nicht mal die Klassen halbiert – aber die Damen und Herren Landespolitiker „gönnen“ sich diese Anlagen. Ich bin einfach nur noch fassungslos. Das wird auch nicht durch das angekündigte Förderprogramm besser. In NRW heißt es schon, dass „nur ganz wenige Schulen Bedarf haben werden“. Und wer einmal erlebt hat, wie das mit einem Landesförderprogramm so läuft, der weiß, dass die Geräte wohl frühestens zu den Sommerferien in einigen Klassen stehen werden.

  2. Ach. Das wusste ich nicht.
    Für die Schulen sind die Geräte zu teuer und angeblich solle Lüften reichen.

    Aber in den Ministerien sind sie schon längst angeschafft. Klasse!

    Ich kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte, bei der offen zutage tretenden Verachtung für die Sicherheit von Schülern und Lehrern.

  3. Die Hürde wird wieder so groß sein, dass die Möglichkeit zu wenig genutzt werden wird. Hat man aus der Digitalisierung nichts gelernt? Da wurden ebenfalls Gelder nicht abgerufen, die den Schulen zustanden. Will man das hier auch so?
    Die Filter müssen standardmäßig eingebaut werden, sonst wird das nichts. Aber so langsam geht die Zeit flöten, wann sollen die Luftfilter eingebaut werden, im Frühling? Wenn erst Anträge gestellt werden müssen, dauert das…. auf den Impfstoff warten ist vermutlich aussichtsreicher?!!?

    • Liebe/r ThankYouForWearingYourMask,

      zum besseren Verständnis: Die mobilen Luftfilter müssen nicht eingebaut werden – es reicht, die Geräte ins Klassenzimmer zu schieben. Es gibt dabei also keinen Aufwand.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Das glauben SIE.

        Der Aufwand besteht auch gerne darin, Möglichkeiten zu prüfen, Bedarfe abzufragen, diese zu überprüfen und zu verifizieren oder zu negieren, Ausschreibungen zu tätigen, Ausschreibungen abzuändern, …
        … und alles ist immer abhängig von Bestimmungen des Landes und der Kommune, die nicht immer überein passen, sowie vom kommunalen Haushalt (Vollfinanzierung, Anschubfinanzierung?).

        Wenn die Schulträger nun versichert haben, dass die Klassenräume alle zu lüften seien, ist das allein übrigens schon das Ausschlusskriterium.
        So kann man sagen, alles sei prima, und der Bedarf an Luftfiltern bestünde gar nicht, da ja gelüftet werden könne.

          • Verlängerungskabel ausrollen geht auch nicht, wegen Stolpergefahr!
            Genügend Steckosen vohanden und ist das Stomnetz dafür ausgekegt.

            Und dann streiten die Kommunen mit dem Land, wer das ganze einkauft, unterhält ….

            Na ja, es läuft halt wie bei den PC für die Lehrer. Oder wie unser Landkreis sagt, wir sind für die Austattung der Schule zuständig, für das Arbeitsmaterial das Land. Ergo, der eine kann nicht bestellen und der andere will nicht.

      • @Redaktion
        „KMK-Präsidentin redet Bedarf aber klein“ ist wieder so eine suggestive Behauptung, die in Richtung bewusster Täuschung und Lüge geht.
        Ich finde nicht gut, dass Sie mit ihren Formulierungen ständig alarmistische Thesen suggerieren. Was wollen Sie damit erreichen?

        Es ist doch mehr als wahrscheinlich, dass auch die Kultusminister (schon aus Eigeninteresse!) nichts sehnlicher wünschen als die Infektionszahlen in Schulen möglichst klein zu halten.
        Man könnte auch sachlich angemessener formulieren. Z.B.:
        „KMK-Präsidentin ist nicht überzeugt vom Bedarf…“ oder „KMK-Präsidentin äußert Zweifel am Bedarf…“
        Ich mache mir allmählich Sorgen über dieselbe Angsterzeugung und Stimmungsmache, die man früher vehement der AfD bei der Euro- oder Flüchtlingsfrage vorgeworfen hat.

        • Sehr geehrte Frau Werner,

          die Überzeugungen von Frau Hubig kennen wir nicht – wir wissen nicht, ob sie „vom Bedarf überzeugt“ ist oder nicht. Wir vermögen nicht, in ihren Kopf zu blicken. Wir können aber ihr Handeln beschreiben. Nichts anderes tut die Überschrift. Der konkrete Ablauf steht dann im Beitrag.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          PS. Dass sich die Kultusminister „nichts sehnlicher wünschen als die Infektionszahlen niedrig zu halten“, ist übrigens objektiv falsch. „Am 18. Juni 2020 hat die Kultusministerkonferenz das Ziel der Rückkehr zum schulischen Regelbetrieb nach den Sommerferien beschlossen, sofern es das weitere Infektionsgeschehen zulässt“, so heißt es unter der Überschrift „Auftrag“ im „Rahmen für aktualisierte Infektionsschutz-und Hygienemaßnahmen“ der KMK. Vorrangiges Ziel ist also der Normalbetrieb der Schulen, nicht der Infektionsschutz.

          Hier nachzulesen: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2020/2020_07_14-Infektionsschutz-Hygienemassnahmen_idF_2020-09-01.pdf

        • @Redaktion
          Doppelter Widerspruch:
          „…sofern es das weitere Infektionsgeschehen zulässt“ bedeutet ganz klar ’sofern die Infektionszahlen das zulassen’. Also hat der Infektionsschutz durchaus entscheidende Bedeutung, was Sie abstreiten und sogar „objektiv falsch“ nennen.

          Sie schreiben außerdem: „Wir vermögen nicht, in ihren (Frau Hubers) Kopf zu blicken. Wir können aber ihr Handeln beschreiben.“
          Warum beschreiben Sie dann ihr Handeln so, als könnten Sie dabei doch in ihren Kopf blicken und die Absichten erkennen?
          Die Formulierung „KLEINREDEN“ bedeutet laut Duden nämlich: „herabsetzen“ – „herunterspielen“.
          Die Synonyme zu „kleinreden“ werden sogar mit „abwerten“ – „anschwärzen“ – „diskreditieren“ und „herabwürdigen“ angegeben.
          Die Bedeutung und Funktion von Verben wird übrigens bereits in der Grundschule mit der Besprechung und Erweiterung von Wortfeldern geübt. Das Verb „reden“ bedeutet eben nicht dasselbe wie „kleinreden“.

          • Wenn eine Ministerin bei 1.500 Schulen und geschätzt mindestens 30.000 Klassenräumen im Land von „wenigen Einzelfällen“ spricht, bei denen Bedarf für ein mobiles Lüftungsgerät besteht – was ist denn das anderes als „kleinreden“?

            Und wenn eine Ministerin über solche Geräte augenscheinlich falsche Informationen verbreitet und eine Redaktion dies aufgreift und richtigstellt – dieser Redaktion dann „Lüge“ und eine Nähe zur AfD zu unterstellen, das hat schon Querdenker-Qualität.

            Stattdessen soll berichtet werden, dass Kultusminister „nichts sehnlicher wünschen als wenige Infektionen in Schule“? Echt jetzt? Wo die Kultusminister doch seit Monaten soviel dafür tun, sich und uns diesen sehnlichen Wunsch zu erfüllen?

            Sie sollten ihr Verhältnis zur Pressefreiheit und zur Funktion von Medien in einer Demokratie mal überdenken, Frau Werner. Und wenn Sie gerade dabei sind: Ihre Wahrnehmung von Realität auch.

          • „Doppelter Widerspruch:„…sofern es das weitere Infektionsgeschehen zulässt“ bedeutet ganz klar ’sofern die Infektionszahlen das zulassen’. Also hat der Infektionsschutz durchaus entscheidende Bedeutung, was Sie abstreiten und sogar „objektiv falsch“ nennen.“
            Den Spruch mit dem Infektionsgeschehen hat Frau Gebauer nach den Sommerferien auch gebracht. Inzwischen sind die Zahlen katastrophal, und was passiert? Richtig, nichts. Soviel zum Thema, der Infektionsschutz hätte Bedeutung. Die hat er nur für die Landtage, die sich selbst Lüftungsanlagen genehmigen, wie wir jetzt erfahren durften.

          • Liebe Frau Werner, Sie sollten dringend einen Arzt Ihres Vertrauens aufsuchen – ich empfehle Ihnen Dr. Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung, oder Dr. Reinhardt, Chef der Bundesärztekammer

          • Natürlich haben Sie, Frau Werner, insofern recht, als die Berichterstattung hier durchaus wertend ist und wohl auch sein soll.
            Ich finde das ganz gut als Gegenpol zu der Pseudosachlichkeit der kultusministeriellen Sprechweise.
            Habe dieser Tage der Pressekonferenz von Herrn Tonne zugehört und finde diesen gesamten Duktus unerträglich in seiner in sich geschlossenen Logik und souveränen Scheinsachlichkeit, die in einer Art Parallelwelt stattzufinden scheint.
            Mit der physischen Ebene, in der Menschen ganz real krank werden und ganz real beständig diesem weit über das normale Lebensrisiko hinausgehenden Erkrankungsrisiko ausgesetzt sind, hat diese sterile und quasi hermetisch abgeriegelte Denkebene nichts zu tun.
            Allmählich verstehe ich aber, was wohl das ‚Qualifikationskriterium‘ ist, mit dem man so einen Ministerposten bekommt, nämlich eine nahezu vollständige Immunität gegen die Niederungen des wirklichen Lebens.

          • @ Frau Werner, es wäre schön wenn Sie sich ebenso vehement, wie sie sich für Frau Hubig einsetzen, auch für die Schüler an unseren Schulen einsetzen würden. Es sind letztendlich diese, welche das gesamte ( ich wiederhole: das gesamte! ) Risiko tragen. Bezogen auf die Schulen: vom kleinen 6 jährigen Kind bis hin zu den jungen Erwachsenen. Nicht zu vergessen alle kleineren Kinder in Horten und Kindergärten. Alle diese jungen Menschen haben ein Recht darauf, die besten Bedingungen zu erhalten, um diese Pandemie so gut wie möglich zu überstehen. Aber genau dieses Recht wird Ihnen , aus welchen Gründen auch immer, verwehrt. Ihnen, Frau Werner, scheint allerdings das Thema „sachliche Diskussion“ und die Vermeidung von Kritiken an den Treibern dieses Fehlverhaltens wichtiger zu sein, als das Wohl unserer gesamten Jugend .
            Versuche in ministerielle Köpfe hinein zu sehen und Hintergründe für Entscheidungen zu verstehen, habe ich bereits seit langem aufgegeben.
            Möglicherweise macht ist Ihnen aber, als agente provocateuse auch nur Freude, mit ihren taktisch recht klug gesetzten Worten, einen Shitstorm in diesem Forum zu entfachen? Dann muss ich sagen: Bravo das ist gelungen! Vielleicht sollten Sie ihre die geistigen und verbalen Kapazitäten aber für wichtigere Dinge einsetzen, z.b. für diejenigen, die in dem gesamten Szenario die Verlierer sein müssen: die Jugend unseres Landes und ihre Angehörigen.

          • Auf der einen Seite weisen besagte Ministerien ihre eigenen Mitarbeiter in der obersten und den oberen Schulbehörden an, nach Möglichkeit den Dienstbetrieb auf Tele-Arbeit (mobiles Arbeiten) umzustellen, verwehren aber auf der untersten Ebene selbst den vulnerablen Mitarbeiter*innen die Möglichkeit sich vom Präsenzunterricht befreien zu lassen.

            Die KuMis wissen das Konnexitätsprinzip auf ihrer Seite. Für das Gebäudemanagement an Schulen sowie die IT-Infrastruktur und deren Betrieb, Administration und Wartung sind sie nicht zuständig und können den Kommunen als Schulträger auch keine Weisungen erteilen.

            Ich verstehe nicht, warum die Elternschaft nicht mehr Druck auf die lokalen Ratsfraktionen und kommunalen Verwaltungen ausübt, damit diese die Schulen in ihren Zuständigkeitsbereich mit Luftreinigern ausstatten. Wenn die Kommunen diese Geräte zur Verfügung stellen, könne die Länder den Betrieb nicht verbieten. Durch die Investitionen werden zwar viele Kommunen unter die haushaltssicherung fallen, aber das ist der Aufgabenbereich des Innenministeriums und nicht mehr des Schulministeriums.
            Manchmal ist es eben sinnvoll das Pferd von hinten aufzuzäumen.

          • @Harry Lehrerlein
            Was hat meine Kritik an den Artikeln bei n4t mit mangelndem Einsatz für Schüler oder einem angeblichen Desinteresse am „Wohl unserer gesamten Jugend“ zu tun? Ich zeige höchstens mangelnde Unterstützung und fehlendes Lob für die Redaktion.
            Wenn Sie das vermissen und mir ankreiden, ist das legitim. Nicht legitim ist jedoch, wenn Sie das für falsche Behauptungen über meine Person benutzen. Dazu gehört auch: „Möglicherweise macht ist Ihnen aber, als agente provocateuse auch nur Freude, mit ihren taktisch recht klug gesetzten Worten, einen Shitstorm in diesem Forum zu entfachen?“
            Woher wissen Sie überhaupt von einem Shitstorm? Die paar Schimpfantworten auf meine Kommentare können Sie doch unmöglich als Shitstorm bewerten.

          • @Petra Werner
            Sie sind doch eine bemerkenswert kluge Frau. Können Sie sich wirklich nicht denken, woher Harry Lehrerleins Kenntnis von einem „Shitstorm“ stammt oder besser noch: stammen muss?

  4. in der gestrigen MONITOR-sendung (ARD, abrufbar in der mediathek) wurde das thema luftfilter in schulen sehr engagiert aufgegriffen. gesamtkosten für mobile filteranlagen, die zu fast 100% ihren zweck erfüllen, für alle schulen bundesweit etwa 1milliarde €. aufstellen kann das jede schule selbst, keine wartung und filterwechsel nach 5 jahren. vergleicht man die kosten mit dem, was der bund bisher den unternehmen zugeschustert hat ( ~200 milliarden), kommt automatisch die frage auf, ob die gesundheit der schüler und lehrer dem land so wenig wert sind. eine bedenkliche entwicklung…
    dazu noch eine einblendung von frau gebauer, die doch tatsächlich behauptet, dass die kosten für ihr land (NRW) zu hoch seien, gleichzeitig aber in vielen ministerien genau diese filteranlagen ganz schnell eingebaut wurden. eigenschutz geht vor. eine schande für deutschland..

    • 1 Miliarde sollte den Verantwortlichen die Sicherheit von Schülern und Lehrern doch wohl wert sein. Und um der Kritik gleich vorzubeugen: Nein, ich halte eine Milliarde nicht für einen Pappenstiel, aber es ist vergleichsweise wenig Geld im Verhältnis zu anderen Ausgaben, die der Bund in letzter Zeit so getätigt hat. Damit hätte man dann auch Masken im Unterricht und Kopfschmerzen weg. Die Chancen für einen Erhalt des Präsenzunterrichtes würden steigen (So wie es jetzt ist, gebe ich dem höchstens noch bis Weihnachten. Die ersten Weihnachtsmärkte sind übrigens schon abgesagt, das nur nebenbei ). Und da Corona uns ja wohl noch etwas langfristiger begleiten wird, ist es durchaus eine lohnende Anschaffung. Im Eigeninteresse haben das einige Politiker ja auch offensichtlich schon begriffen. Bei meinen letzten Arztbesuchen konnte ich die Teile auch schon in den Arztpraxen bewundern und bestätigen, sie verursachen keinen nennenswerten Lärm.

      • Lufthansa erhielt in ganz kurzer Zeit 7 Milliarden. Die haben dann Renditen an Aktionäre ausgeschüttet.
        Ist halt die Schuld von Lehrern und Schülern wenn sie nicht fliegen können.

          • Schade, dass ich keine Lufthansa Aktien habe. Von der Rendite würde ich Fenster für den Weihnachtsmarkt kaufen!

        • @Alla
          Wenn Sie Lufthansa Aktien hätten, stünden Sie ziemlich im Regen. Sie hätten „in ganz kurzer Zeit“, wie Georg fabuliert, über die Häfte Ihres eingesetzten Kapitals (des Kaufpreises also), eingebüßt und keinen Cent Rendite (Dividende) bekommen.
          Gott sei Dank also, dass Sie keine Lufthansa Aktien haben!

          Es ist schade, dass in Diskussionen immer wieder falsche Behauptungen aufgestellt werden, die sich dann fortpflanzen.
          Im Fall Lufthansa ist es einfach, die Falschaussage zu korrigieren. Bei Anschuldigungen aus dem Kochtopf von Moral, Ideologie oder neuerdings auch Corona, ist das oft ungeheuer schwer bis unmöglich.

        • Na, die Ministerien können ja auch nicht Stoßlüften. Wegen der ausgebleibenen Digitalisierung und den mnagelnden Ideen beim E-Gouverment arbeiten die noch mit analoger Aktenführung und viel Papier, das beim Stoßlüften vom Tisch geweht werden würde und somit die Verwaltungsprozesse behindern würde …
          Folglich dienen die Luftfilter in ministeriellen Amtsstuben der Steigerung der Effektivität der Verwaltung. Dass diese Geräte schwerpunktmäßig in den hauseigenen Kantinen zum Einsatz kommen ist vermutlich Folge der starken Frequenz bei der Nutzung dieser Räumlichkeiten und angepasst an die Arbeitsgewohnheiten.

          Während meines Vorbereitungsdienstes hat es einmal die Anweisung des Präsidenten der Landesoberbehörde gegeben, dass die halbstündige Mittagspause in der Zeit zwischen 12:00 und 14:00 Uhr zu nehmen sei. Bei den Behördenmitarbeitenden ist das folgendermaßen subsumiert worden:

          „Die Zeit zwischen 12 und 14 Uhr ist eine halbe Stunde.“

  5. Erst sorgt das Parlament für sich selbst, anschließend sind Firmen und Gewerbe dran, für die die Beantragung bestimmt ganz unkompliziert wird, und ganz zum Schluss kommen Schulen dran. Wenn dann nicht schon Monate Wartezeit ist. An Kitas hat übrigens wieder keiner gedacht.

    • Wenn für Schulen dann evtl. wirklich ( wahrscheinlich in weiter Zukunft) die Anweisung kommt, Luftfiltergeräte anzuschaffen ( wahrscheinlich dann ganz schnell, Freitagabend die Anweisung, Montag soll umgesetzt sein), ist der Markt leergefegt ! Vom KM dann :“Wir wollten ja,aber der Markt gibt es leider im Moment nicht her.Nicht unsere Schuld!“ Vielleicht sogar schon so angedacht vom KM? Eine böse Unterstellun aber für mich tatsächlich denkbar!

  6. Sehr guter Bericht gestern bei Monitor! Danke für den Link.
    Hoffentlich haben das viele gesehen und das Thema wird weiter aufgegriffen. Schön, dass die Staatsskanzleien und Landtage erstmal an sich selbst denken. Da lässt es sich ja jetzt noch besser und schön warm arbeiten.

  7. Ein Lockdown ab 20.000 Neuinfektionen täglich wird schon diskutiert. Angeblich gibt es bei den Massnahmen keine Luft nach oben (sagt Michael Müller). Da hätten wir mit den Luftfiltern doch noch eine schöne Massnahme. Warum wird eher ein Lockdown diskutiert, als mal sinnvolle Massnahmen für die Schulen zu ergreifen. 20.000, die haben wir vermutlich spätestens 2 Wochen nach Ferienende in mehreren Bundesländern.

    • Wenn man den Lockdown statt jetzt erst bei 20000 Neuinfektionen macht, „gewinnt“ man etwa 7-10 Tage. Dafür muss man den Lockdown dann aber deutlich länger durchhalten und es wird vor allem auch viel mehr Tote durch die zusätzlichen Infektionen geben. Der sinnvollste Zeitpunkt für den Lockdown war an der Stelle, an der man gemerkt hat, dass es ungebremst nach oben geht – das war meiner Meinung nach vor ca. zwei Wochen.

      Der einzige „Vorteil“ des späten Lockdowns ist, dass viel mehr Menschen einsehen werden, dass er zwingend nötig ist – vor zwei Wochen waren ja viele noch der Meinung, dass das alles nicht schlimm ist. Wozu sinnvolle Prävention führt, haben wir ja im Frühjahr gesehen: „There is no glory in prevention!“

      • @Jan aus H: „Der einzige „Vorteil“ des späten Lockdowns ist, dass viel mehr Menschen einsehen werden, dass er zwingend nötig ist.“ – Naja, für MANCHE Politiker könnte das aber doch einen entscheidenden Gesichtspunkt darstellen: mehr Menschen, die die zwingende Notwendigkeit einsehen werden = mehr verbleibende/ nicht vergrätzte Wählerstimmen für die Politiker, die es anordnen, oder?
        Ein früherer Lockdown würde dagegen zwar die exponentielle Entwicklung der Fallzahlen schneller stoppen, aber vermutlich mehr Wählerstimmen kosten…

        „There is no glory in prevention!“ Vielleicht sollte man ergänzen: Und zusätzliche Wählerstimmen sind durch den unsichtbaren Erfolg gelungener Prävention auch nicht zu bekommen. Oder so scheint zumindest das Kalkül bei einigen Politikern abzulaufen.

  8. Es ist schon zum heulen.
    Luftfilter für das Ministerium u.für alle anderen.
    Nur für Lehrer u.Schüler ist kein Geld u.kein bedarf.
    Aber die Lufthansa konnte man mit Millionen retten.(da war Geld vorhanden).

    • Also bitte: Will denn hier wirklich jemand, dass man im Ministerium friert, evtl. dadurch Husten und Schnupfen um sich greifen und durch den Ausfall der Verwaltungsspitze das blanke Chaos ausbricht????????????
      Gönnt denen doch die Parikelfilter, die halten den Bildungsladen am Laufen !!!!!!!!!!!!!

      • Dürfen sie dann auch gern, wenn die halbe Lehrerschaft krank im Bett liegt (und ich drücke wirklich allen die Daumen, dass es kein Intensivbett ist!).

    • Wie sollen den die Schüler und Lehrer in den Ferien in den Süden kommen, wenn es die Lufthansa nicht mehr gibt.

      O.k. wenn alle in Quarantäne sind, dann braucht keiner mehr zu fliegen.

      Aber das Gejammere mit der Lufthansa oder anderen Unternehmen bringt uns hier nicht weiter. Wenn nächstes Jahr die Bundestagswahl ist, werden wir sehen was passiert. Vermutlich nicht viel, weil welche Alternativen gibt es schon.

      • Ist doch ganz einfach, wenn man die infizierten eine region mit einem Quarantäne-Flieger in eine Urlaubsregion in einem Risikogebiet fliegt, kann man auf dem Rückflug Infizierte dieser Region in die Heimatregion der infizierten Urlauber transportieren. Unter dem Strich ist es ein Nullsummenspiel, dei Parameter wie zahl der Infizierten, der Neuinfektionen, der 7-Tage-Inzidenz etc. würden sich ja nicht verändern. Ob der deutsche infizierte Michel und seine Michaela sich aber lieber in einem ägyptischen, tunesischen oder türkischen Krankenhaus während ihres Urlaubs behandeln lassen wollen oder doch lieber zuhause, stellen wir einmal dahin. Schlussendlich dürfte aber dieser Aspekt der Grund sein, warum die Tourismusbranche zum erliegen kommt.

        Im übrigen, wenn schon aerosole under Leben beeinflussen, dann doch lieber Aeroflot als Lufthansa …

  9. Von den fünf Milliarden Euro aus dem Digitalpakt sind bisher erst 20 Millionen bewilligt. In einigen Bundesländern ist noch gar kein Vorhaben beauftragt.
    Jahrelang haben Kommunen und Länder auf den Digitalpakt gewartet, der ihre
    Schulen und deren IT-Ausstattung fit für die Zukunft machen soll. Doch offenbar haben nicht alle die Zeit gründlich genutzt, um sich auf den Tag vorzubereiten, an dem sie die Mittel aus dem fünf Milliarden schweren Pakt endlich abrufen können.

    Sieben Monate, nachdem der Pakt in Kraft getreten ist, gibt es einige Länder, in denen bislang kein einziger Antrag bewilligt worden ist. (siehe tagesspiegel.de vom 23.01.2020)
    Da bestünde doch sicher die Möglichkeit, davon 1 Milliarde abzuzwacken für Luftreinigungsgeräte, wenn der eigentliche Zweck offensichtlich nicht seiner Bestimmung zu Nutze gemacht wird. Aber da müsste man ja sicher wieder unzählige Debatten führen, um auch den Letzten davon zu überzeugen. Wenn ich das hier alles lese, bestätigt sich mir doch meine Vermutung, dass nicht die breite Masse der Lehrerschaft an der Digitalisierung und dem sich damit Befassen interessiert ist. Wenn dem so wäre, dann wären doch alle Schulen damit bereits bestens ausgerüstet. Aber mittlerweile ist seit Bereitstellung der Mittel für diese Zwecke viel Zeit vergangen und getan hat sich fast nichts. Von allein spazieren die PC’s nicht in die Schulen. Dazu haben die Lehrer eine Mitverantwortung genauso, dass die Schüler in einem sicheren Lernumfeld lernen können. Im Übrigen scheint es aber auch so manchem Lehrer nicht klar zu sein, dass es auch ihn treffen kann, wenn er in einem Raum unterrichtet, in dem sich beispielsweise ein stark viruslastiger Schüler befindet, da die Raumluft ständig in Bewegung ist. Hat ein Schüler nur leichte Symptome, kann er ja in die Schule gehen, es gab da doch so einen Handzettel. Woher soll der Schüler wissen, ob er nicht vielleicht doch Corona hat? Auch einen Mund-Nasen-Schutz tragen die wenigsten Lehrer. Ebenso kann ein Lehrer, der noch nichts von seiner Infektion mit Covid19 ahnt, da sich ja die markanten Symptome erst nach 5 bis 10 Tagen herauskristallisieren, sehr wohl gleich mehrerer Schüler gleichzeitig anstecken. Wenn nun schon nicht das Infektionsrisiko minimiert wird, durch Verkleinerung der Klassen und ein Wechsel zwischen Präsenzunterricht und Fernunterricht erfolgt um die Abstandsregeln zu gewährleisten oder auch vorübergehend nur digitaler Unterricht, dann ist die Bestückung mit Luftfilteranlagen sehr wohl sinnvoll. Wenn diese Geräte in Räumen der Minister und deren Angestellten stehen können; und ich wage zu bezweifeln, dass man dort dicht an dicht wie im Schulzimmer sitzt, dann muss das auch dort möglich sein, wo es tatsächlich notwendig ist. Vielleicht sind aber auch den KMK-Oberhäuptern die Raumgrößen von Schulklassenräumen nicht mehr in Erinnerung, dann sollen sie sich vor Ort ein Bild machen und es mit ihren eigenen Arbeitsbedingungen vergleichen. Was maßen sie sich an, mit unser aller Steuergelder sich zu bevorzugen? Jeder Einzelne, egal, ob Lehrer/in, Schüler /innen haben das gleiche Recht auf Gesundheit und damit auf körperliche Unversehrtheit, so wie es im Grundgesetz verankert ist.
    Mir reicht es.

    • „Wenn ich das hier alles lese, bestätigt sich mir doch meine Vermutung, dass nicht die breite Masse der Lehrerschaft an der Digitalisierung und dem sich damit Befassen interessiert ist. Wenn dem so wäre, dann wären doch alle Schulen damit bereits bestens ausgerüstet.“

      „Im Übrigen scheint es aber auch so manchem Lehrer nicht klar zu sein, dass es auch ihn treffen kann, wenn er in einem Raum unterrichtet, in dem sich beispielsweise ein stark viruslastiger Schüler befindet, da die Raumluft ständig in Bewegung ist.“

      Was für eine Unterstellungsorgie!

      Bereits nach den Sommerferien haben die Lehrer meines Gymnasiums den Bedarf an Endgeräten beim Schulträger angemeldet. Gehört davon haben wir bisher leider nichts.
      Seit dem Frühjahr habe ich an mindestens 6 Fortbildungen zur Digitalisierung teilgenommen…BigBlueButton, Moodle, Nutzung von Clouds u.s.w. Zusätzlich habe ich viel Zeit in Moodle gesteckt und bereits in der Zeit zwischen den Osterferien und Sommerferien mit den SuS eingeübt, damit es kein Geholper bei einem erneuten Distanzunterricht gibt.
      Das war sehr zeitaufwändig, aber ich hielt es für nötig, damit die SuS weniger Probleme mit digitalen Inhalten haben.

      Seit ca. einem halben Jahr trage ich ständig in der Schule eine MNB. Das ist ebenfalls anstrengend, aber auch das halte ich für zumutbar und sinnvoll, auch wenn „meine“ Landesregierung das bis vor Kurzem anders sah.
      Übrigens ist nicht die Luftbewegung das Problem, sondern die Vorgaben, die bisher keine Maskenpflicht im Unterricht mit Erwachsenen vorsah!

    • „ Von den fünf Milliarden Euro aus dem Digitalpakt sind bisher erst 20 Millionen bewilligt.“
      Es ist ja nun nicht so, dass das Geld irgendwo auf einem Konto liegt und ausgegeben werden kann.
      Zunächst einmal hat jedes Land Bestimmungen zur Ausschreibung erstellt und das Antragsverfahren organisiert und kommuniziert, die Antragstellung erfolgt über den Träger.
      Beim Digitalpakt geht es dann in erster Linie um WLAN in den Schulgebäuden. Unser Träger hat eine große Planungsfirma beauftragt, die mit 4 Leuten durch alle Räume aller Schulen des Trägers gelaufen ist, diese und den Installationsaufwand erfasst hat und dazu eine Planung entwickeln wird.
      Die Schulen sollten ein Konzept vorlegen, welche Endgeräte eingebunden werden sollen, das war vor einiger Zeit in jedem Fall vor Corona. Es wurde aber auch gleich betont, dass sehr viel Geld in die Installationen fließen würde und inmmanchen Schulstandorten dann kaum noch Geld für Geräte übrig sei.

      Auf jeden Fall sind alle anderen Gelder für die digitale Ausstattung seit Ankündigung des Digitalpaktes auf Eis gelegt, sodass bereits geplante und im Haushalt angesetzte Geräte nicht mehr angeschafft wurden.

      Ich kann mich in alles Mögliche einarbeiten,
      zum einen muss ich aber JETZT mit dem arbeiten, was ich habe,
      zum anderen muss ich SPÄTER das nehmen, was der Schulträger zur Verfügung stellt und das muss nicht das sein, was ich mir gewünscht hätte.

      Für den jetzigen Zeitpunkt kann ich sagen, dass unser Träger die derzeitige Lage unterstützt, indem er die Kosten für bestimmte Programme übernimmt, die digitale Kommunikation und Lernen ermöglichen.
      Aber weil auch der Träger nicht einfach das Geld vom Konto buchen kann, sondern an Ausschreibungsformalitäten gebunden ist, wird die Ausstattung durch den Digitalpakt noch eine Weile dauern. Die Gelder stehen bis 2024, mit diesem Zeitraum wurde geplant.

      • Nachtrag:
        Tatsächlich habe ich in den letzten Monaten die Erfahrung gemacht, dass vieles, was Lehrkräfte mit hohem Einsatz und viel zusätzlicher Arbeitszeit organisieren, administrieren und digital zur Verfügung stellen nur von einem Bruchteil der Eltern wahrgenommen oder gar genutzt wird.
        Kommunikation über E-Mail fällt manchen schon schwer, das Anmelden bei einer Lernplattformen ist eine fast unüberwindbare Hürde. Es hätte Elternabende zur Erläuterung und Hilfestellung gebraucht, die aber wegen Corona nicht stattfinden sollten.

        Es braucht dringend Endgeräte, das sehe ich auch so, aber auch das wird kein Selbstläufer sein.

    • „ Im Übrigen scheint es aber auch so manchem Lehrer nicht klar zu sein, dass es auch ihn treffen kann, wenn er in einem Raum unterrichtet, in dem sich beispielsweise ein stark viruslastiger Schüler befindet, da die Raumluft ständig in Bewegung ist.“
      Das ist sehr vielen Lehrkräften sehr klar. Seit Monaten bitten Lehrkräfte um die Umsetzung des Arbeitsschutzes in Schule. Lehrkräfte mit eigenen Risikofaktoren stehen wieder im Unterricht und viele haben selbst vulnerable Angehörige im eigenen Haushalt, die sie schlecht schützen können.
      Masken werden nicht gestellt. An unserer Schule tragen alle Lehrkräfte MNB, auf dem Schulgelände ist Maskenpflicht.
      Tatsächlich gibt das Ministerium bisher vor, dass Masken im Klassenraum nicht getragen werden müssen.
      Zudem gibt es durchaus Proteste aus der Elternschaft, die sich gegen das Tragen der Masken für 1 min Weg im Schulgebäude aussprechen und die sich gegen gründliches Lüften aussprechen aus Sorge, dass ihr dünn bekleidetes Kind friert.

      „ Hat ein Schüler nur leichte Symptome, kann er ja in die Schule gehen, es gab da doch so einen Handzettel. Woher soll der Schüler wissen, ob er nicht vielleicht doch Corona hat?““
      Die Handzettel sind vermutlich die Schaubilder des Ministeriums, das dient der Information darüber, was das Ministerium an Regeln vorgibt. Daran sollen sich alle halten.
      Nun gibt es Eltern, denen das viel zu wenig ist und die gerne schärfere Regeln und Maßnahmen hätten, und andere, denen bisherige schon zu weit gehen.
      Lehrkräfte haben da auch eine Meinung, letztlich sind sie aber mehr als beschäftigt damit, die ständig wechselnden Bestimmungen zu lesen, umzusetzen und zu kommunizieren und auf Fragen und Beschwerden zu reagieren.

      Ich würde mir wünschen, dass Sie Ihre Fragen dem Ministerium stellen, unseres hat dafür eine Corona-Hotline eingerichtet. Vielleicht ist es gut, wenn da auch mal Eltern anrufen, denen die Maßnahmen nicht weit genug gehen, und nicht nur die, die sich über Maskenpflicht und geteilte Pausen aufregen.

      • „Das ist sehr vielen Lehrkräften sehr klar. Seit Monaten bitten Lehrkräfte um die Umsetzung des Arbeitsschutzes in Schule. Lehrkräfte mit eigenen Risikofaktoren stehen wieder im Unterricht und viele haben selbst vulnerable Angehörige im eigenen Haushalt, die sie schlecht schützen können.“

        Ich möchte bitte niemanden zu nahe treten und formuliere es mal so:
        Angenommen Ihr Arbeitgeber stellt Ihnen eine Firmenwagen mit drei abgefahrenen Reifen und seit sieben Monaten überfälliger Hauptuntersuchung zur Verfügung um damit dann 100 km zu fahren.
        Was würden Sie dann tun?

        Höchstwahrscheinlich die Fahrt mit diesem Gefährt verweigern.
        P.S.: Zu Weiterem verweise ich auf meinen Beitrag von soeben momentan am Ende des Artikels.

        • Sehen Sie und in Schule ist es wie bei der BW, Ihr disziplinarischer Vorgesetzter kann Sie dennoch „auffordern“ den Wagen zu nutzen.

          Um sich vor Schadenersatzansprüchen zu befreien, hat das Schulministerium ja als aller erstes festgelegt, das COVID19-positive Lehrkräfte in keinem Fall in der Schule angesteckt haben können. Der Infizierte ist also gezwungen den gerichtsfesten anchweis zu erbringen, dass er sich in der Schule angesteckt hat.

          Um es für Sie verständlich zu machen, kommt es mit dem nicht-verkehrssicheren Auto zu einem Unfall, müssen sie zweifelsfrei nachweisen, dass der Unfall einzig und allein deshalb eingetreten ist, weil das Fahrzeug verkehrsuntüchtig war, damit der Arbeitgeber alle Unfallkosten trägt, die direkten wie die indirekten.

  10. Was soll man noch sagen…

    Keine Ahnung ob alles wirklich so gefährlich ist, wie getan wird. Es gibt ja nun auch genügend gute Argumente dagegen…

    ABER: solange wir das nicht wissen, sollte der Schutz doch an erster Stelle stehen. Ich beobachte das Treiben schon die ganze Zeit mit gemischten Gefühlen, aber ich weiß es nicht, darum halte ich mich an „alles“. Nur eines ist doch klar, entweder wurden wir am Anfang „verarscht“ und es war nie sooo gefährlich wie man tut und tat oder wir werden jetzt „verarscht“…
    Fakt ist, die Zahl der positiv getesteten war im Frühjahr geringer.

    Ich finde 1 Mrd. für den Schutz von Kindern und Lehrern doch ein Schnäppchen, das wir uns gönnen sollten. Wie es um eine Gesellschaft bestellt ist, sieht man immer an ihrem Umgang mit den Kindern…
    Frau Hubig kann also gerne jeden Tag 6 – 10 Stunden (Oberstufe) in die Schule gehen. Falls sie sich doch was einfängt – Kollateralschaden…

    Mal was ganz anderes – was bilden sich diese Leute eigentlich ein? Es ist unser Geld nicht Ihres. Sie haben diese Geräte anzuschaffen – ohne wenn und aber.

  11. Das mit dem Arzt des Vertrauens war gut, Mama 07.Ich kann mich auch nur über die Kommentare von Frau Werner wundern. Vielleicht ist es eine Mitarbeiterin des KM?
    Nichts sehnlicher als niedrige Infektionszahlen? Selten so gelacht.

    • Ja, das ist so ein Thema mit der Feedback-Kultur. Ich habe es zumindestens so gelernt, dass es meine Entscheidung ist, wie ich mit dem Feedback umgehe. Wenn ich aber den Feedbackgeber hinter blöd anspreche, brauche ich nicht wundern, wenn ich nichts mehr zurückgemeldet bekomme.
      Und es wurde hier ja auch das Thema Unterstellung angesprochen. Darauf gleich mit neuen Unterstellungen zu reagieren, ist ……
      Ich findes jedenfalls nicht zum Lachen, wenn man jemand unterstellt, er wünsche sich etwas anderes als niedrigere Infektionszahlen. Uns selbst wenn sie ein Mitarbeiterndes KM ist, hat sie ein Recht auf ihre Meinung und kann sie diese äußern.

    • „Nichts sehnlicher als niedrige Infektionszahlen? Selten so gelacht.“

      Was verstehen Sie daran nicht? Es liegt doch auf der Hand, dass jede Landesregierung, also auch jeder Kultusminister, hohe Infektionszahlen (auch in Schulen) fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Hohe Ansteckungsraten bringen überschäumende Kritik, Häme und Beschimpfungen. Die Landesregierung verliert in Umfragen an Zustimmung und die sie ausübenden Parteien ebenfalls.
      Das ist einfachste politische Logik, die man auch nicht außer Kraft setzt, indem man auf jemanden schimpft, der darauf hinweist.

      Regierungen wollen nun mal möglichst viele Erfolge, nicht nur bei der Abwehr von Corona, auch in der Wirtschaft, in der Bekämpfung von Kriminalität, in der inneren Sicherheit, in der Schulbildung (Stichwort: Schulleistungstests) usw.

      Also: Was ist falsch an der Behauptung, dass „die Kultusminister (schon aus Eigeninteresse!) nichts sehnlicher wünschen als die Infektionszahlen in Schulen möglichst klein zu halten.“ ??

      • Herr Merz teilt heute mit, wir seien finanziell gut gerüstet. Was spräche also dagegen, Luftfilteranlagen für die Schulen azuschaffen. Man hat nicht wirklich den Eindruck, dass es darum geht, die Infektionszahlen kleinzuhalten. Es scheint eher den Wettlauf zu geben, wer es schafft Schüler und Lehrer am schlechtesten zu behandeln. Lehrerbashing kommt beim Wähler meistens gut an.

      • Was falsch an der Behauptung ist? Die Realität. Infektionsschutz spielt an Schulen praktisch keine Rolle. Die AHA-Regeln werden nicht eingehalten, die RKI-Empfehlungen nicht umgesetzt.

        Die Kultusminister versuchen, sich mit möglichst wenig Aufwand durch die Krise zu lavieren – darum geht es. Fünf Monate wären Zeit gewesen, den Schulbetrieb krisenfest zu machen, ob mit mobilen Luftfiltern in Klassenräumen, angepassten Lehrplänen, klaren Regelungen für den Schichtbetrieb. Praktisch nichts davon ist passiert.

        Und jetzt muss natürlich so getan werden, als ob die Untätigkeit folgenlos bliebe. Es geht darum, das eigene Versagen zu kaschieren. Infektionszahlen in Schulen sind den Kultusministern völlig wurscht – sie lassen sie ja nicht mal systematisch erheben.

        • Die argumentieren an meinem Kommentar vorbei.
          Dann auch Sie nochmal mit anderen Worten dasselbe gefragt:
          Ist es richtig, dass den Kultusministern hohe Infektionszahlen an Schulen völlig egal sind? Und wünschen sie sich keineswegs inständig, sie blieben gering?

          • Die persönlichen Befindlichkeiten der Kultusminister spielen überhaupt keine Rolle – auf ihr Handeln in der Krise kommt es an.

      • Lieber Bolle,

        bei einem Kommentar zu einer Aussage bitte immer den jeweiligen Kontext der Aussage beachten, d.h. Sinn im Gesamtzusammenhang des Textes im Hinterkopf behalten:

        isolierte Teilsätze, isoliert ganze Sätze oder einzelne Ausdrücke einfach losgelöst zu „zitieren“, also auf diese Weise aus dem Zusammenhang zu reißen, verfremdet die Gesamtaussage nicht nur, sie wird also nicht nur schief dargestellt, sondern v e r f ä l s c h t damit folglich, letztlich die Gesamtaussage und den Tenor des Textes.

        Auch ist sauberes sinngemäßes Zitieren ein absolutes Muss bei sachlichen
        Auseinandersetzungen, wenn man vom Gesprächspartner (im Forum) ernstgenommen werden will und sich nicht selbst der Lächerlichkeit preisgeben möchte.

        • Darf ich Sie darauf hinweisen, dass durch das Einrücken meiner Antwort vom 24. Oktober 2020 um 09:37 unter Cathrins Kommentar klar zu erkennen ist, auf wen und was ich da antworte, genauso wie trotzki es vor mir getan hat.
          Könnte Ihnen der Klick auf „Antwort“ und die Bedeutung der eingerückten weiteren Beiträge unbekannt sein? Ist doch eigentlich ganz einfach.

          Und weil es so einfach ist, wollten Sie vermutlich nur eine scheinbar elegante Ohrfeige loswerden, die zum Schluss kommt und sich hinter herablassender, sachlicher Belehrung versteckt.
          Ich kann mit einer Gegenbelehrung dienen: Versuchen Sie den Button „Antwort“ und seinen Bezug zum „Kontext der Aussage“ zu verstehen. 🙂

          • Bla, bla, bla worum geht es im Artikel?
            Nebenschauplätze können Sie woanderst abarbeiten!
            Im Übrigen lieber Bolle hat Gabriele recht!
            Suchen Sie sich bitte ein anderes Forum für Ihre unsinnige Rechthaberei iin diesen ernsten Zeitenm ! Für Ihren Klein…Klein Sch… ist hier kein Platz!!

      • Da die Schülerinnen und Schüler sich ja nicht in der Schule infizieren können, ist das Infektionsrisiko innerhalb der Schulen – also im Zuständigkeitsbereich der Schulminister – gering. Wenn ein Virus in die Schule gelangen sollte, dann ist es ja von außen – also einem Bereich für den die Schulministerien nicht zuständig sind – eingeschleppt worden.

        Das Problem ist, dass das Virus nicht wie jeder deutsche Beamte zunächst einmal die räumliche und sachliche Zuständigkeit prüft. So wird das nix mit der eindämmung der Pandemie.

        Btw der Widerspruch in der Aussage der KMK und dem Faltblatt des UBA liegt doch darin begründet, dass die Schulministerien beschlossen haben, die Schulen geöffnet zu lassen, das UBA aber empfiehlt lediglich nach 20 Minuten Schule die Fenster für 5 Minuten zu öffnen. Das widerspricht doch rein zeitlich den Vorgaben Schulen duerhaft geöffnet zu lassen. Und dann noch die Vorschriften der Kommunen (Absturzsicherung) und die Schulordnung, die ein Velassen der Schulräume durch die geöffneten fenster verbietet. – Noch Fragen, bitte?

  12. Das Problem ist, dass es eigentlich für sinnvolles Handel schon zu spät ist.
    Ich sehe durchaus ein, dass ein komplett geschlossenes Schulsystem die Eltern vor enorme Probleme stellt. Schüler von Klasse 1-7 kann man nicht einfach mal einen kompletten Arbeitstag der Eltern alleine zu hause lassen. Arbeit kündigen ist auch keine Option.
    Die vernünftige Alternative wäre gewesen: Stundenpläne um Nebenfächer und „unwichtigere“ Inhalte bereinigen. Schüler ab Klasse 8 in den Distanzunterricht. Die Schüler der Klassen 1-7 mit den gewonnenen räumlichen und personellen Ressourcen aufteilen und mit kleinen Gruppen weiter vor Ort beschulen.
    Jeder trägt sein Päckchen. Das Ministerium muss in den sauren Apfel beißen und die Pläne vorübergehend kürzen, Lehrer müssen flexibel zwischen Unterricht vor Ort und Distanzunterricht wechseln. Das macht bedeutend mehr Arbeit und man muss auch mal Fachfremd eine Gruppe beaufsichtigen. Eltern etwas älterer Schüler müssten nach der Arbeit die Unterrichtstätigkeit ihrer Kinder kontrollieren und diese etwas unterstützen und motivieren.
    Wäre für jeden mehr Arbeit und nicht immer angenehm.
    Wir hätten aber eine Chance gesund und sicher(er) durch den Winter zu kommen.
    Das Ministerium hat es aber vorgezogen seit März eigentlich gar nichts zu tun und zu hoffen, dass es schon gut gehen wird.
    Jetzt stehen wir mit dem Hintern an der Wand und in den Schubladen liegt kein fertiger Plan B. Wer etwas Ahnung von Schulverwaltung und Unterrichtsorganisation hat, dem ist klar, dass ein fundierter Plan jetzt auch nicht mehr ad hoc zu erstellen ist.
    Wir haben jetzt also nur noch die Auswahl zwischen Augen zu und durch um jeden Preis oder Panik und alles dicht. Ohne Vorbereitung und mit 24 Stunden Vorlaufzeit.
    Die dummen sind immer die Lehrer. Entweder als die, die im Risikoalter täglich die Infektionspartys leiten dürfen oder als die Watschenmännlein die zu doof sind einen ordentlichen Fernunterricht zu machen.

  13. Warum Geld für unsere Kinder ausgeben? Es geht doch auch kostenneutral: Fenster im Winter auf! Jacken an! Keine zusätzlichen Kosten! Das sollen dann aber bitte auch alle in der Wirtschaft und politisch Tätigen machen.

  14. „Tätigen“ – sehen Sie den Widerspruch Ihrer Forderung zu den real-existierenden Schulminister*innen?

    Und was die „Wirtschaft“ betrifft, die kann wegen der Sperrstunde nicht mehr tun, da die betriebszeiten verkürzt worden sind. So kann sich keine Lehrkraft die oberste Dienstherrschaft schön saufen:)

  15. Die Filter und das Budget dafür werden doch dringen für die Einzelbüros der schützenswerten Ministeriums-Mitarbeiter gebraucht. Da kann nicht auch noch Gekd für Luftfilter in Klasenräumen freigeschaufelt werden. Das muss ja nun wirklich jeder einsehen!!! Haben Lehrer und Schüler denn noch nie etwas von konsequenten Lüften und stundenlangem Unterricht hinter Masken gehört, bevor sie solche Forderungen stellen?!

  16. @Georg: „Das Problem ist, dass es eigentlich für sinnvolles Handel schon zu spät ist.
    … Arbeit kündigen ist auch keine Option. ….“
    Ihren Ausführungen stimme ich zu!

    Für die schulische Zukunft wird scheinbar alles auf das Prinzip Hoffnung „wird schon alles gut gehen“ gesetzt. Man könnte meinen die Entscheider der oberen Etagen seien im Spielcasino. Da meine ich allerdings das Gegenteil von „nichts geht mehr“ (Ironie Ende).

    Auch erscheint es mir zu einfach und bequem alles auf die Anderen wie Politik, KM, Vorgesetzte etc. zu schieben und selbst verharrend auf neuen Input zu warten. Das kann (zu) lange dauern.
    Vielleicht sollten LuL und im Schulsystem Beschäftigte selbstmotiviert einfach mal aufbegehren und schon Ihre eigene gesundheitliche Sicherheit (selbst am Arbeitsplatz „Lehrerpult“) nach bestehenden Regularien und Handlungserfordernisse laut Gefährdungsbeurteilung Ihres Arbeitsplatzes kritisch hinterfragen. Wenn nicht alleine dann noch besser gemeinsam. Wenn Missverhältnisse erkannt werden (und diese werden zutage treten), sollte endlich dazu auch mal eingefordert und abgestellt werden. Und bitte nicht nur jammern.
    Mein Appell: MACHT ENDLICH MAL WAS UND HANDELT !
    Dazu muss nicht einmal ein Beamter/Beamtin streiken da Arbeitsschutz(-gesetze und -verordnungen) sogar für diese Berufsgruppe gelten!
    Welchen „Stellenwert“ eine Lehrkraft im Schulsystem hat wurde doch durch die neuen Beschränkungen für LuL als Risikogruppe klar aufgezeigt.

    Statt auf Glück oder Plan B zu warten sollte schnell erkannt werden, dass es so nicht weitergehen kann. Letztlich unterstützt und umsorgt werden durch flexibleres und aktiveres Handeln in der Pandemie alle Kollegen/Kolleginnen, SuS, die Risikogruppen und auch alle Angehörigen.

  17. Vielleicht sollten auch mal die Heizkosten gegen die Anschaffungs- und Betriebskosten einer Luftfillteranlage hochgerechnet werden.
    Angenommen der Winter wird lang und es soll weiterhin alle 20 Minuten kräftig durchgelüftet werden, erscheint mir der Anschaffungspreis für so eine Luftfilteranlage gar nicht mehr so hoch.

  18. Mutter, ich bin genau Ihrer Meinung! Als Sahnehäubchen obendrauf möchte ich noch bemerken,
    dass die Unterrichtsräume gelüftet werden sollen, aber in belebten Einkaufsstraßen Masken ge-
    tragen werden müssen (also an der Luft). Wieviele Schüler sitzen nochmal in einer Klasse?
    Wie schon hier geschrieben wurde, unsere Kinder sind unsere Zukunft und für diese Zukunft
    sollte doch Geld vorhanden sein (muss Geld vorhanden sein).
    Wohin kann man sich wenden, um dies dem Bildungsministerium mitzuteilen?

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