Elternverbände starten eine gemeinsame Petition für mehr Corona-Schutz in Schulen – KMK reagiert

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BERLIN. 20 der größten Elternverbände in Deutschland hatten in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gefordert, dass in Schulen die AHA-Regeln eingehalten werden – eine Antwort blieb aus. Jetzt haben die Elternverbände eine Petition gestartet, um den Druck auf die Politik zu erhöhen. Das macht offenbar Eindruck: Die KMK kündigt, erstmals seit Beginn der Corona-Krise, Gespräche mit Eltern- und Lehrervertretern an. Allerdings besteht kaum Hoffnung, dass ernsthaft über die Forderungen der Eltern verhandelt wird.

Trägt die Petition mit: Bundeselternratsvorsitzender Stephan Wassmuth. Foto: Bundeselternrat

Nach dem Bund-Länder-Gipfel und dem Beschluss, die Kitas und Schulen trotz drastisch steigender Infektionszahlen offenhalten zu wollen, plant die Kultusministerkonferenz (KMK) erstmals in der Corona-Pandemie Gespräche mit Eltern und Lehrern. „Das Präsidium der Kultusministerkonferenz wird zeitnah mit den Lehrer- und Elternverbänden über die Situation in der Corona-Pandemie diskutieren“, so heißt es in einer Mitteilung,

Worüber die Kultusminister sprechen wollen? Offenbar geht es lediglich darum, längst gefasste Beschlüsse zu präsentieren. Von Ergebnisoffenheit kann auf Seiten der KMK jedenfalls keine Rede sein: „Die Ministerinnen und Minister, die Senatorinnen und Senatoren begrüßen den Beschluss, dass Schulen und Kitas weiter offenbleiben“, so ist nämlich ebenfalls in der Mitteilung zu lesen. Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin und amtierende KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD) sagte, es müsse vor Ort angepasst auf das Infektionsgeschehen reagiert werden, um das Recht auf Bildung mit dem bestmöglichen Gesundheitsschutz für Lehrkräfte und die Schülerinnen und Schüler zu vereinbaren.

Elternverbände fordern, dass die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für Schulen eingehalten werden

Schon das aber steht den Forderungen, die die großen Elternverbände in Deutschland nun gemeinsam in einer Petition erheben, entgegen. Sie verlangen nämlich – statt des willkürlichen Vorgehens der Landesregierungen – eine länderübergreifende Entscheidungsgrundlage für den Infektionsschutz an Schulen. Konkret: „Wir fordern einen einheitlichen, verbindlichen Stufenplan mit abgestuften Hygienemaßnahmen vor Ort. Die ‚Präventionsmaßnahmen in Schulen während der COVID-19-Pandemie. Empfehlungen des Robert Koch-Instituts für Schulen‘ vom 12.10.20 müssen unverzüglich und vollumfänglich in allen Schulen und im ÖPNV / Schülerbeförderungsverkehr umgesetzt werden.“

Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) werden in keinem Bundesland umgesetzt. Das RKI empfiehlt ab einem Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf 100.000 Einwohner für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie eine Verkleinerung der Lerngruppen, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb).

Aktuell (Stand: 2. November) gibt es in Deutschland 357 Städte und Landkreise, die über einem Inzidenzwert von 50 liegen und damit als Risikogebiete gelten. Ganz Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen sowie Berlin, Bremen und Hamburg sind Corona-Hotspots. In 27 Regionen liegt die 7-Tages-Inzidenz laut RKI sogar über der 200er-Marke. Trotzdem wird lediglich vereinzelt in kleineren Lerngruppen unterrichtet – die nordrhein-westfälische Stadt Solingen beispielsweise will in ihren Schulen so verfahren. Das Schulministerium NRW prüft Schritte dagegen.

„Wir fordern die schnellstmögliche Verkleinerung der Lerngruppen“

In der Petition der Elternverbände heißt es nun: „Wir fordern die schnellstmögliche Verkleinerung der Lerngruppen, so dass das Einhalten der AHA-Regeln durch die Lernenden an den Arbeitsplätzen möglich ist. Wir fordern die Möglichkeit des Hybridunterrichts im Schichtbetrieb – mit Sicherung der Betreuung für berufstätige Eltern. Durch die Pandemie entstehende Wissenslücken müssen durch gezielte Fördermaßnahmen geschlossen werden. Die Teilhabe/ Einbeziehung der Minderheiten muss dabei berücksichtigt werden.“ Gefordert wird in diesem Zusammenhang auch, den digitalen Unterricht auszuweiten, „wo immer dies möglich ist“. „Für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrenden im digitalen Bereich sind ausreichende finanzielle Mittel kontinuierlich bereitzustellen.“  Ebenso müsse der Bund für alle notwendigen Endgeräte bei Schüler*innen und Lehrkräften aufkommen.

Auch an die Arbeitsbelastung für Lehrkräfte wird gedacht. „Kurzfristig müssen Lehrkräfte durch die parallele Vorbereitung von Präsenz- u. Distanzunterricht erhebliche Mehrarbeit leisten. Diese Arbeit ist unabdingbar und muss z. B. in Arbeitszeitkonten reflektiert werden. Lehrkräfte sollten freiwillig ihr Stundendeputat erhöhen dürfen, alle Möglichkeiten der sofortigen Personalaufstockung sollten sofort umgesetzt werden.“

Eltern fordern die Anschaffung von mobilen Luftfiltern in Klassenräumen – flächendeckend

Weiter heißt es in der Petition: „Wir fordern das Aufstellen von mobilen Raumluftfilteranlagen mit Hepafilter der Stufe H14 in Klassenräumen, Mensen und Sporthallen, dazu Plexiglastrennscheiben, die Prof. Kähler empfiehlt. Sofern die Maskenpflicht in Klassenräumen eingeführt wird, muss der Bund für die Bereitstellung von sicheren, schadstofffreien Masken für alle aufkommen. Dies darf nur eine kurzfristige Übergangslösung sein, bis Raumluftfilteranlagen aufgestellt sind. Es müssen Pausen vom Maskentragen an der frischen Luft erfolgen. Die Teilhabe/ Einbeziehung der Minderheiten muss berücksichtigt werden durch weitere besondere Schutzmaßnahmen.“

Hintergrund: Prof. Christian Kähler vom Institut für Strömungsmechanik und Aerodynamik der Universität der Bundeswehr München hatte den Einsatz von mobilen Raumluftfiltern gegen möglicherweise Corona-belastete Aerosole getestet – und war zu dem Ergebnis gekommen: „Gemäß unserer wissenschaftlichen Analysen bieten Raumluftreiniger, die eine Luftwechselzahl von mindestens 6 pro Stunde schaffen, einen Filter der Klasse H14 nutzen und hinreichend leise sind, so dass sie nicht abgeschaltet werden, ein viel höheres Maß an Sicherheit vor einer indirekten Infektion, als die freie Lüftung.“ Zum Schutz vor direkten Infektionen raten die Forscher, zusätzlich Plexiglasscheiben zwischen den Schülern aufzustellen.

„Wir befinden uns in einem lange währenden Krisenmodus, der allen am System Schule Beteiligten kontinuierlich viel abverlangt“, so begründen die Elternverbände ihre Petition. Und: „Schnelles Handeln ist erforderlich, um die körperliche und psychische Unversehrtheit von Schüler*innen, ihren Familien, Lehrkräften, weiteren pädagogischen Fachkräften etc. in der Pandemie sicherzustellen und Bildungsgerechtigkeit für alle zu ermöglichen.“ News4teachers / mit Material der dpa

Hier geht es zur gemeinsamen Petition der Elternverbände.

Die Unterzeichner

Getragen wird die Petition, die auf der Grundlage eines gemeinsamen Briefes an Bundeskanzlerin Angela Merkel erfolgt ist, von:

Stephan Wassmuth (Vorsitzender) Bundeselternrat, Lohfelden
Petra Müller (BER-Mitglied) Landeselternbeirat Rheinland Pfalz
Andrea Lausberg-Reichardt (BER-Mitglied) LEK NRW
Stefanie Krüger-Peters (BER-Mitglied) LEK NRW
Reiner Schladweiler Landeselternsprecher RLP Regionalelternsprecher Regionalelternbeirat Trier
Stjepan Bonic Stellvertretender Landeselternsprecher RLP
Uwe Geisler (Sprecher) ARGE-SEB Mainz
Erol Celik (Vorsitzender) Elternnetzwerk NRW Integration miteinander e.V.
Dr. Aysun Aydemir (Vorsitzende) Föderation Türkischer Elternvereine e.V. (FÖTEV NRW)
Michael Mittelstaedt (Vorsitzender) Landeselternbeirat Baden-Württemberg (LEB BW)
Bernd Kochanek (Vorsitzender) Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen e.V. (GLGL e.V) Roland Schiefelbein (Vorstand) Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule– Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens e.V. (GGG NRW e.V.)
Stefan Kreis (Vorsitzender) GesamtLandesElternVertretung Saarland (GLEV)
Romy Suhr (Vorsitzende) die Inklusiven e.V Andrea Honecker (Vorsitzende) Katholische Elternschaft Deutschlands (KED) im Erzbistum Köln e.V.
Anke Staar (Vorsitzende) Landeselternkonferenz NRW (LEK NRW)
Tanja Speckenbach (Vorsitzende) Landeselternschaft der Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung e.V.
Jutta Löchner (Vorsitzende) Landeselternschaft der Gymnasien e.V.
Eva Thoms (Vorsitzende) Mittendrin e.V.
Klaus Amoneit (Vorsitzender) Progressiver Eltern- und Erzieherverband NRW e.V.
Cindy-Patricia Heine (Vorsitzende) Landeselternbeirat Niedersachsen
Dr. Irene Schütze, Mainz
Prof. Dr. Markus Scholz, Leipzig

Jetzt ist klar: Der Staat kann (und will) den Gesundheitsschutz in Schulen nicht gewährleisten – hebt die Schulpflicht auf!

 

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73 KOMMENTARE

  1. Mein Vorschlag ist, dass sich die Krankenkassen an den Kosten für Luftfiltergeräte beteiligen.

    Schließlich ist es besser Menschen zu schützen als das Geld für zusätzliche Beatmungsgeräte und Behandlungen auszugeben.

    • Das ist ein sehr guter Vorschlag – obzwar die Finzierung eigentlich unter die staatlichen Fürsorge- und Schutzpflichten fällt:

      Artikel 2 Abs. 2 GG und Artikel 3 Absatz 3 i.V.m. Artikel 24 Abs. 2 der UN-Kinderrechtskonvention.
      Dazu Auszüge aus BVerfG, NJW 2002, 1638 ff.,
      Verstoß gegen eine staatliche Schutzpflicht
      Ein Verfassungsverstoß könnte in einer Verletzung einer staatlichen Schutzpflicht aus Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG liegen. Eine solche Schutzpflicht folgt daraus, dass die Grundrechte als objektive Ordnung den Staat verpflichten, sich schützend und fördernd vor das Leben und die körperliche Unversehrtheit zu stellen.

      Auf die Einhaltung der staatlichen Schutzverpflichtung hat der Betroffene einen Anspruch, sodass die Schutzpflichten i.E. einen Leistungsanspruch begründen.

      Deren Verletzung kann nur festgestellt werden, wenn die öffentliche Gewalt Schutzvorkehrungen überhaupt nicht getroffen hat oder die getroffenen Maßnahmen gänzlich ungeeignet oder völlig unzulänglich sind, das gebotene Schutzziel zu erreichen oder erheblich dahinter zurückbleiben.

      Leider ist die Aufsichtbehöre des „Dachverbandes der gesetzlichen Krankenversicherungen“ das Bundesministerium für Gesundheit.
      Man könnte sich aber an den Verband der Privaten Krankenversicherungen wenden…..

      • @Ulrich Schwiegelshon
        Sicherlich werden die Versäumnisse im Nachgang rechtlich aufgearbeitet werden.

        Wichtig ist dass jetzt gehandelt wird.
        Und da sollte man die klammern Gemeinden nicht alleine lassen.

    • Die Menschen sind am besten geschützt, wenn sie eine Infektion durchmachen, dann sind sie nämlich immun. Diese immunen Menschen sind die Sackgasse für die Ausbreitung. So hat das Jahrhunderte lang funktioniert. Auf diese Weise werden immungeschwächte Menschen geschützt. Das hat so gut funktioniert, dass sich die Gattung Mensch bis heute, Millionen Jahre halten konnte.
      Die einzige evidenzbasierte Studie ist die „Heinsberg“ durch Streeck et.al. die darlegt, dass 99,6% der INFIZERTEN (!) nicht mit tödlichem Ausgang rechnen müssen. Wer krank ist, also Symptome hat, bleibt zu Hause. So wie es von je her gehandhabt wurde.
      Überflüssig sind daher, Masken, Abstände, Panik, Angst, und jede andere, belastende Maßnahme, die Streß erzeugt und das Immunsystem schwächt.

  2. Hoffentlich erhöht das den Druck auf die KMK weiter, aber ich fürchte, sie fühlen sich davon bestätigt, dass es immer noch genug Eltern gibt, denen das alles vollkommen egal ist und die den „Präsenzbetrieb“ fordern.

    Leider ist das Thema „Aufhebung der Präsenzpflicht“ in der Petition nicht berücksichtigt, denn das wäre eine sehr geeignete Übergangslösung bis zur flächendeckenden Verfügbarkeit von Raumluftfiltern oder Lüftungsanlagen.

    Masken helfen nicht gegen Aerosole, wenn 30 Kinder den ganzen Tag lang in einem engen Raum sitzen. Da bräuchte man dann FFP2 oder FFP3-Masken, aber zu denen gibt es aus gutem Grund ziemlich strenge arbeitsschutzrechtliche Regeln, wie lange sie im Stück getragen werden dürfen.

  3. Da kann man nur hoffen, dass genug Unterschriften für die Petition zustande kommen. Eigentlich ist es schon viel zu spät. Bis sich da jetzt was bewegt, sind die Zahlen nach oben geschossen auch in den Schulen. Gut ist, das so langsam das Problem auch in der Öffentlichkeit anzukommen scheint. Ich hoffe für alle Beschäftigten in den Schulen und Kitas und den Kindern, das was passiert und ihnen der Gesundheitsschutz gewährt wird.

  4. Der Drops ist gelutscht. Wenn das unerkannte Geschehen an den Schulen und/oder das Infektionsgeschehen insgesamt zu hoch ist hilft nur noch ein radikaler Schnitt. Das zeichnet sich gerade in Hamburg ab. Die Reformschule Winterhude hat etwa mehrere Fälle in drei unterschiedlichen Altersgruppen und dies nach ihrem größeren Ausbruch (17 Menschen), bei dem nur für die älteren Schüler Quarantäne und Maskenpflicht eingeführt wurde. Wie soll an dieser Schule vernünftig gearbeitet werden?
    In Hamburg hat das Gesundheitsamt seit August besonders lasche Quarantänemaßnahmen ergriffen, das rächt sich gerade, weil viele kleine Herde weiter schwelen konnten. Trotzdem beschönigen sie weiter und testen explizit nicht „symptomlose“ Kinder, wie bei der Schließung der Grundschule Tornquiststraße. Die geschlossen wurde, weil zu viele Lehrer erkältet sind (!) bzw. in Quarantäne. Quarantäneklassen gab es nämlich nur drei.

    • Immerhin gab es Quarantäneklassen! Die Zustände an den Schulen und das Nichtagieren der Gesundheitsämter kommen langsam an die Öffentlichkeit:
      https://www.wz.de/nrw/krefeld/covid-19-grassiert-an-vielen-schulen-krisenstab-beraet-konsequenzen_aid-54388503
      Wie lange soll eigentlich noch gewartet werden? Es gibt schon Städte in NRW mit einem Inzidenzwert von fast 400; zählt aber nicht, entscheidend ist der Kreis?
      Geht man von einem Faktor 6 bei der Dunkelziffer aus, liegt der Anteil der Infizierten bei einigen Tausend Personen in diesen Städten. Und in den Grundschulen weiterhin keine MNB in den Klassen? Österreich macht es vor: Kinder sollen zu Hause bleiben, nur wer darauf angewiesen ist, soll seine Kinder in die Schulen schicken.
      Und Laschet besteht darauf, dass selbst lungenkranke Kinder in die Schule müssen? Dies implizierte seine Aussage gestern morgen im WDR -auf die Frage der Mutter-, dass weiterhin alle gemeinsam im Präsenzunterricht lernen müssen.

      • „Österreich macht es vor: Kinder sollen zu Hause bleiben, nur wer darauf angewiesen ist, soll seine Kinder in die Schulen schicken.“

        Das ist der einzig vernünftige Weg, der es vor allem auch viele recht macht. Wer Schutz haben will, bekommt ihn (zu Hause) und wer aus welchen Gründen auch immer auf die Schule angewiesen ist, der bekommt das auch (sogar mit mehr Schutz, weil weniger Kinder da sind).

  5. Die aktuelle Situation stellt die humboldtsche Reform von den Füßen auf den Kopf: Die Teilung in innere und äußere Schulangelegenheiten hat schon in Zeiten ohne Pandemie nur bedingt funktioniert: Es war auch hier schon immer die Frage, was die jeweiligen Länder den Schulträgern an Mitteln zugestehen zur Wahrnehmung der Trägeraufgaben.
    Jetzt wird aber deutlich: Die Mittel, die schon in Normalzeiten nicht für eine gute Ausstattung der Schulen gereicht haben, reichen natürlich auch nicht, die erhöhten Kosten der Pandemie in diesem Bereich aufzufangen.
    Deswegen: Statt der Ignoranz und Arroganz wäre es mal Zeit, dass Die Länder klar erkennen: Sie selbst haben die finanzielle Handlungsunfähigkeit vieler Träger selbst zu verantworten. Das freudige Verweisen auf die angebliche Zuständigkeit der Schulträger läuft hier voll ins Leere bzw. in leere Schulträgerkassen.

  6. Ich denke nicht, dass die KMK sich von den Elternverbänden von ihrem Experiment abbringen lässt. Der Lackmustest wird sein, ob man die Altersstufen, die keine Betreuung benötigen, in Zukunft fernbeschult. Wenn das nicht beschlossen wird, geht es nicht nur um die Wirtschaft und die dort gebundenen Arbeitskräfte, es handelt sich dann um ein Humanexperiment ohne Zustimmung der Beteiligten.
    Kekule war sehr deutlich.
    https://twitter.com/ismagut_/status/1322541589764472833?s=20

    31.10
    https://www.mdr.de/nachrichten/podcast/kekule-corona/index.html

  7. Ich befürchte auch, dass es zu spät ist. Sollten Luftfilteranlagen eingesetzt werden – wo sollen die so schnell herkommen und wer installiert und wartet die dann? Von den digitalen Endgeräten für SuS und KuK ist ja auch bisher genau gar nichts zu sehen.
    Was aber auffällt: gibt es infizierte in einer Schule, müssen alle Schüler_innen und Kolleg_innen, die diese unterrichtet haben als Vorsichtsmaßnahme (was ich an sich gut finde) zu hause bleiben. Aber: das Gesundheitsamt schafft es nicht mehr, sich zu melden um die Situation zu klären. Das führt dazu, dass mit allen Langzeiterkrankten und sonstigen Ausfällen ein Viertel des Kollegiums fehlt, was durch die restlichen Lehrer_innen aufgefangen werden muss. Das wiederum mündet in Doppelbetreuungen – 2/3 Klassen pro Lehrer in einer Stunde. Und das hat ja nun offensichtlich nichts mehr mit Bildung sondern höchstens noch was mit schlechter Betreuung zu tun. Ich bin mir also nicht sicher, von wieviel mehr Mehrbelastung wir sprechen, wenn es Distanzunterricht gäbe… Viel mehr geht – ehrlich gesagt – schon kaum noch…

    • Kaum einer, eigentlich keiner, muss Zuhause bleiben….Lehrer und Schüler tragen doch Maske, daher muss das Gesunheitsamt nichts veranlassen l
      …traurig aber wahr…und leider gängige
      Praxis an zu vielen Orten.
      Und Ich verstehe die Überlastung bei den Ämtern! Aber nicht die Dienstanweisungen, falls überhaupt vorhanden, des MSB.!!!)

    • @Petra

      Liebe Petra,
      wenn die Geräte irgendwann endlich bei Ihnen ankommen, werden diese so modern sein wie es heute schon ein Wählscheibentelefon ist.
      Aber irgendwann kommt die nächste Retrowelle.
      Außerdem sind LuL und zunehmend auch Eltern prinzipiell unzufriedene Nörgler. (Ironie!)
      🙁

    • Der Schulträger Bielefeld hat es immerhin inzwischen geschafft, für 7000 SuS mit Bedarf 400 Tablets zu besorgen. Wenn das in dem Tempo weitergeht, können alle Bielefelder SuS bei der nächsten Pandemie online unterrichtet werden…

  8. Gehört jetzt zwar nicht direkt hier her, aber ich weiß nicht, wen oder wo ich sonst fragen soll: Es gibt ja diese Twitter-Seite, bei der auf einer Deutschlandkarte Schulen mit Coronafällen eingetragen sind. Kann man dort irgendwie Schulen hinzufügen, auch wenn man selbst nicht bei Twitter angemeldet ist? Ich kenne einige betroffene Schulen, die dort nicht aufgelistet werden, weiß aber nicht, wo ich diese Information loswerde.

    • Bei Twitter wird die Karte von folgenden fleißigen Helfern befüllt. Ich hoffe, die Namen sind noch aktuell, mein letzter Stand war vor ca. 2-3 Wochen. Im Zweifelsfall bitte an @Thinktank197, sie hat die Karte ins Leben gerufen. Vielen Dank.

      Norden: @thinktank197
      NRW: @Echt_jetzt_
      Bayern: @dm_ms + @showfl2
      Berlin: @tiny_loris
      BW + RLP: @Miellettes
      Kitas: @KrohsaMaya

  9. Ist doch klar ersichtlich, in welche Richtung das gehen wird: Man hört sich die Beschwerden an, weil der Protest von allen Seiten zu laut geworden ist und die Medien darüber berichten und sichert zu, die Forderungen zu überdenken. Dieses“ Überdenken“ wird einige Monate in Anspruch nehmen und am Ende gibt es vielleicht für jeden Schüler eine Gratismaske und für die Lehrer eine Packung Mercischokolade…..Huch- wie die Zeit vergeht!- die Pandemie ist vorbei….
    Da ist keine wirkliche Gesprächsbereitschaft, das ist der Versuch, die Leute zum Schweigen zu bringen, um notwendige Änderungen und Investitionen zu umgehen. Und es entlarvt die tatsächlichen Beweggründe für das Offenhalten der Schulen: Hier geht es weder um das Recht auf Bildung oder Gewaltprävention in manchen Familien. Es geht einfach um wirtschaftliche Interessen- Schulen als Aufbewahrungsorte für die Kinder, damit die Eltern arbeiten können. Das ist Menschenverachtung in ihrer reinsten Form!

    • @ Julia Dehl
      Wie recht Sie doch haben. Ich bin davon überzeugt, dass es wirklich nur eine ganz kleine Elterngruppe ist, die ihre Kinder lieber in der Schule sehen, als sich mal selbst um sie zu kümmern (Home-Office Eltern ausgeklammert). Der breiten Masse, die ihre Kinder und damit auch ihre Familien schützen wollen, wird vorgesponnen, es gehe um zunehmende Gewalt in Familien oder darum, dass erforderliche digitale Medien in Familien nicht vorhanden sind. Ich kann diese Lügen nicht mehr hören. Wenn die Schulen wegen dieser Gründe offen bleiben sollen, würde es ja bedeuten, dass die überwiegende Mehrheit der Schüler zu Hause keinen Zugang zum PC hat oder in gewaltbereiten Familienverbänden lebt. Eigentlich wird ja überall, wo es etwas abzuwägen gibt, immer im Interesse der Mehrheit entschieden. Aber in Deutschland hat mit Sicherheit fast jedes Kind Zugang zu einem PC. Es ist das Hauptspielmedium in sehr vielen Familien in der heutigen Zeit und die überwiegende Mehrheit der Schüler lebt auch nicht in gewaltbereiten Familien. Wer seine Kinder und seine Familie schützen will, versucht es zu vermeiden, sie einem Risiko auszusetzen.
      Fazit : Das Recht auf Bildung wird vorgeschoben, weil wirtschaftliche Interessen vorrangig sind. Dass Kinder aber auch ihre Eltern anstecken können, so weit denken bestimmte Leute nicht. Das kann in vielen Wirtschafts- und Arbeitsbereichen fatale Folgen haben. Ein infizierter Arzt (haben ja auch Kinder) kann schnell einen Großteil der Kollegen und ärztl. Mitarbeiter anstecken. Ein vom Kind angesteckter Pfleger, Fahrzeugbauer, Bankangestellter usw. kann eine ganze Lawine von Infizierten nach sich ziehen. Wie dann Wirtschaft noch geht ; keine Ahnung. Dann wird wohl nichts mehr gehen. Und das alles nur wegen permanenter Fehlbesetzung in den uns überstellten Gremien.
      Das ist Krieg gegen die eigene Bevölkerung. Wo kann man sich an der Petition beteiligen?

      • „[…] die ihre Kinder lieber in der Schule sehen, als sich mal selbst um sie zu kümmern.“

        Ich finde das sehr unfair. Ich bin auf beiden Seiten: Lehrerin und Mutter. Wie soll ich das machen, meine Kinder zu Hause betreuen und gleichzeitig doppelten, also Präsenz- und Fernunterricht vorbereiten und durchführen? Soviel zum Thema „…als sich mal selbst um sie zu kümmern.“
        Ich hätte nicht die Wahl! Und da gibt es sicher noch andere Berufsgruppen.

        Komischerweise ist an meiner Schule der allg. Konsens der Eltern eher: Hoffentlich werden die Klassen nicht geteilt. Viele können es einfach nicht leisten, auch im Home Office nicht; z.B. einen Gymnasiasten zu Hause beim Lernen zu begleiten und nebenher einen stressigen Home-Office-Job zu machen – beidem kann man nicht gerecht werden!
        Auf Dauer muss da eine andere Lösung her.

        • Verstehe ich nicht…Gymnasiasten sollten doch sehr wohl in der Lage sein, jeden 2.. Tag zu Hause vorbereitende Aufgaben mit Papier und Stift zu bearbeiten…Aufgaben per Cloud schicken – x-beliebiges Smartphone als Endgerät reicht!
          Was läuft denn da bei Ihnen irgendwie schief…..?

          • Finden Sie das nicht ganz schön frech?

            Ich habe ein Kind in Klasse 5 (gerade am Gymnasium gestartet) und eines in der Grundschule. Die soll ich also schön allein daheim lernen lassen von 8-14 oder 16 Uhr, während ich Unterricht gebe?

  10. Ich befürchte das wird nicht gehört. Die wollen zeitnah beraten??? Also gar nicht, das wird dann den ganzen Herbst/Winter gehen und nichts passiert. Schüler, Eltern und Lehrer/Schulleitungen müssen sich zusammentun und dagegen vorgehen. Ansonsten wird sich nie was ändern. Armselig und traurig was Menschen wert sind. Ich schäme mich einfach nur noch.

  11. In unserer Schule liegen 30 neue Tablets im Schrank eingeschlossen, weil niemand sie einrichten will oder kann. Und es werden nur die Geräte finanziert, nicht deren Wartung. Das dürfen gern die Lehrkräfte nebenbei erledigen…. WLAN gibt es eh nicht immer und dann auch nicht in jedem Raum- falls man jetzt SuS in den Umgang mit Geräten einweisen wollte….

  12. Vielleicht wären Demo’s vor den Kultusministerien bzw. Schulämtern der jeweiligen Landesregierungen / Komunen eine weitere Option sich Gehör zu verschaffen.

  13. Ein unendlich langer Forderungskatalog, der bereits allen KM bekannt sein dürfte.
    Die Risikogruppen werden in diesem Katalog nicht mitgeführt!
    Im Punkt 10 des Originalschreibens wird von einer Teilhabe der R gesprochen. Dies lässt bei weiterem lesen vermuten, dass diese Gruppe ebf im Präsenzunterricht verhaftet bleibt… Vielleicht bekommen sie ja dann (wenn es gut läuft) staatl subventionierte FFP2 Masken? (Ironie hilft… Manchmal aber auch nicht)

    Es wurde ein Kompromiß gefunden, der den eigentlichen Betroffenen der Risikogruppe jedoch in keiner Weise aus dem Bittsteller Modus hilft.
    Daher ein Druckmittel mit den bekannten und bisher ignorierten Forderungen, enttäuschend für Risikogruppen, die es auch unter den Schülern und deren Angehörigen geben soll…. Also habe ich gehört…

    Ich unterstütze diese Petition daher nicht.

  14. Bei uns wurde die Grundschule geschlossen wegen Corona. Abstand halten und Masken reichen nicht aus. Lüftungsanlagen wird niemand hier aufbauen weil die Gelder nicht vorhanden sind. Die Gesundheit unser Kinder interessiert die Politiker ein Dreck. Hauptsache die Wirtschaft bleibt am laufen die unsere Politiker zur Zeit selbst in den Ruin führen. Unsere Gesundheitsämter sind vollkommen überfordert. Das was wir hier in den letzten Tagen erlebt haben schlägt dem Fass dem Boden los. Wenn wir Eltern nicht s für unsere Kinder tun wer dann? Werdet endlich wach.

    • Echt jetzt? Abstand halten an einer Grundschule?
      Bei uns sitzen die Kinder Schulter an Schulter, mit schlecht sitzenden, teils auch schmuddeligen, Masken.
      Und es wird kälter…

      • Abstand halten funktioniert noch nicht mal am Gymnasium. Wir haben hier geschätzt 10.000 Schüler, die sich an drei kooperierenden Gymnasien drängeln, für Kurse zwischen den Einrichtungen hin- und her springen. Dichteste Menschentrauben auf Fluren und WCs sind der Alltag, nicht einmal das Tragen der Masken (auch über der Nase) klappt dabei wirklich durchgehend. Spätestens im Sportunterricht rennen die jüngeren Schüler schreiend durch die kaum belüftbare Halle, ohne Maske, wie von oben angeordnet. Ich habe das Gefühl, unsere Politiker haben keinerle Sinn für die Realität.

    • Bedenklich ist: Deutlich mehr SuS und LuL infiziert, aber wesentlich weniger in Quarantäne. Trotz steigender Zahlen legt man die Regeln also lascher aus oder schickt nur noch Sitznachbarn oder so in Quarantäne.

      Das Gegenteil wäre sinnvoll: Je mehr Infizierte es gibt, desto deutlicher muss man reagieren. Wenn man einen Infizierten in einer Klasse „übersieht“, erzeugt das bei passenden Umständen (wetterbedingt wenig oder unzureichende Lüftung) die nächste Welle von Infizierten…

      „Macht endlich die Schulen sicher!“ … und bis dahin schliessen oder zumindest ohne Präsenzzwang.

  15. https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

    Die Petition kann man auch als PDF herunterladen, ausdrucken und Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen bitten zu unterschreiben!
    Nicht jeder nutzt das Internet und/oder sucht nach Petitionen. (Besonders Großeltern und Urgroßeltern) Aber die meisten freuen sich und unterschreiben gerne!
    Und auch Ärzte, Ergotherapeuten, Dorfhöker und Ähnliche legen sie vielleicht für Patienten und Kunden aus… Versuch ist es wehrt!

  16. https://www.wz.de/nrw/krefeld/covid-19-grassiert-an-vielen-schulen-krisenstab-beraet-konsequenzen_aid-54388503

    Bei uns in Thüringen gibt es leider auch jetzt, nach den Herbstferien, in denen viele Familien in Urlaub, auch in Risikogebieten, waren, keine Maskenpflicht im Unterricht, nicht mal in der Oberstufe. Abstand sowieso nicht bei vollen Klassen. Und Lüften geht oft nur unter Protest der Schüler. Man weiß nicht, wie man sich als Lehrer schützen soll.

  17. Die Elternverbände sollten sich auf den Kern des aktuellen Problems konzentrieren, nämlich auf die Durchsetzung des Selbstbestimmungsrechts und des Rechts auf körperliche Unversehrtheit im Schulbetrieb gepaart mit der Außerkraftsetzung der Schulpflicht. Diese soll durch die Bildungspflicht ersetzt werden, wie dies in den meisten OECD-Ländern, die in den PISA-Studien VOR Deutschland liegen, längst der Fall ist.

  18. An:
    Welt, Bild, Spiegel, Focus, Tagesschau, ARD und ZDF

    Bitte greift das Thema Schulen endlich auf! Nicht so zögerlich!
    Lokalpresse und kleine, sehr spezifische Nachrichtenagenturen erreichen weder die große Masse, noch interessieren sich Politiker, was sie schreiben.
    Aber ihr könnt genug öffentlichen Druck ausüben. Ihr erreicht die meisten Wähler…

    Eltern, Schüler und Lehrkräfte zünden keine Autos an oder verprügeln Polizisten, aber sie möchten gehört, verstanden, ernst genommen und geschützt werden.
    Auch wenn sie vielleicht nicht so reißerische Schlagzeilen liefern…

    • In „Welt“ und „FAZ“ möchte ich das Thema, ehrlich gesagt, nicht mehr sehen. Sie können sich ja mal den „Spaß“ machen und sich dort die Leserkommentare zu diesem Thema zu Gemüte führen. Davon bekomme ich nur Magenschmerzen… geholfen ist damit niemandem.

  19. Mein Sohn erzählte mir gestern, dass Maskenpflicht auf dem Schulhof ist, wenn andere Schüler die nicht aus der eigenen Klasse sind mit anderen Kontakt haben. Und jetzt der Witz, heute erzählte er mir, dass in einer AG mehrere Schüler aus unterschiedlichen Klassen unterrichtet wurden, weder mit Abstand noch mit Mundschutz oder offenen Fenster! So richtig verstanden haben die Schulen das Hygienekonzept noch nicht.

    • Die Schulen dürfen den MNS im Unterricht nicht eigenständig durchsetzen. Wir haben es versucht. Was meinen Sie, wie viele Eltern mit Klage gedroht haben. Das darf nur das Gesundheitsamt bzw. die „Task-Force“ anweisen. Auch Abstand ist schwierig, der Raum wird nun mal nicht größer. Und das Kurssystem darf die Schulleitung auch nicht auflösen. Wir Schulen möchten ja gerne…

      • Man sollte einfach wie auch das Rki sagt die Klasse in einem Raum lassen und dann wieder auf Klassenlehrerstunden zurück greife, damit die Hauptfächer gelehrt werden. Und wenn die in der Hofpause das machen wieso muss man dann wenn Schüler unterschiedlicher Klassen sind auf alle Hygienemaßnahmen verzichten. Glaub nicht, das den Schulen da die Hände gebunden bin, da ich selbst an einer Schule als Schulbegleitung arbeite wo es besser umgesetzt wird, nur eben an der Schule meines Sohnes nicht.

    • Da wird halt einfach einfach eine „Kohorte“ bestimmt (die in Ihrem Fall vermutlich die ganze Jahrgangsstufe umfasst) und schwupps, weiß das Virus auch schon, dass es niemanden infizieren darf. Haben sich schließlich alle an den Zettel gehalten.

  20. „Wir fordern die schnellstmögliche Verkleinerung der Lerngruppen, so dass das Einhalten der AHA-Regeln durch die Lernenden an den Arbeitsplätzen möglich ist. Wir fordern die Möglichkeit des Hybridunterrichts im Schichtbetrieb – mit Sicherung der Betreuung für berufstätige Eltern. […]“

    Genau da liegt der Hase im Pfeffer. Beides zusammen ist nicht drin. Der Lehrermangel lässt grüßen…

    • Bei uns ginge es so, dass Lehrer übrigblieben, wenn man aus zwei Klassen drei Lerngruppen machen würde. Auch gibt es Kurse, die entsprechend klein sind, sodass im Wechselbetrieb der entsprechende Lehrer „frei“ wäre. Außerdem müsste mal jemand erklären, warum man für Kinder ab 12 keine Krankentage mehr bekommt, aber auf Betreuung besteht.
      Das Betreuungsproblem sollte nur für Kinder bis elf bestehen. Ansonsten passt wohl irgendetwas mit dem Kind nicht. Bei uns gibt es einen täglichen Wechsel. Wenn ein Kind zu Hause verdroschen würde, könnte man das jeden zweiten Tag sehen und dasselbe machen wir sonst – gar nichts. Nach Hause muss es ja trotzdem jeden Tag, egal, ob Wechselbetrieb oder Vollstallhaltung.

    • @Katinka26:

      Sehe ich auch so.
      Und ich formuliere es erneut:
      Es gibt inzwischen LuL, PM, SchulbegleiterInnen, weitere Schulmitarbeiter, wahrscheinlich auch ältere Ehrenamtliche, die unter den derzeit gegebenen Bedingungen entweder kündigen, sich vorzeitig pensionieren lassen, sich krank melden, sich als Risikogruppe zurückziehen oder aber immer wieder in Quarantäne müssen bzw. sich infiziert haben (mit der darauffolgenden Krankmeldung), mit eventuellen Langzeitfolgen.
      Und diejenigen, die schlimmstenfalls nicht mehr unter uns weilen.
      Dies zum Thema Lehrermangel/Schulmitarbeitermangel….
      Mir sind inzwischen einige bekannt, die unter den gegebenen Umständen nicht mehr dabei sein wollen/können..

  21. Jan aus H,
    die Tests werden heruntergefahren, primär Testung von Symptomatischen, heute konnte man das auf der PK von Spahn hören. In meinen Augen ist das die falsche Strategie. Die Asiaten waren mit durchgängigen Testungen erfolgreich. Und wir kapitulieren? Die Gesundheitsämter sind überlastet, teilweise herrscht dort Faxbetrieb, die Kliniken verschieben wieder elektive Ops, aber die Schulen bleiben offen. Das ist doch nur noch Wahnsinn. Ist dieser Präsenzwahn so viele erkrankte Schüler und Lehrer wert? 367 Lehrer in NRW, davon sicher einige mit schweren Verläufen und Langzeitfolgen.

    • Scheinbar ist man zu stolz, auf die Erfahrungen der anderen zu schauen.

      Kinder sind nur selten symptomatisch… wenn man also das Testen der Schulkinder, die den ganzen Tag ohne Schutz zusammensitzen, einstellen würde (weil ja fast keiner Symptome hat), dann hat man verloren und lässt das Virus einfach laufen.

      Dann soll man das aber bitte auch sagen und es jedem der Beteiligten frei stellen, ob er/sie da mitmachen will.

  22. Es ist alarmierend! Wir müssen JETZT handeln. Ohne Schulschließungen wird sich die Pandemie bald nicht mehr unter Kontrolle halten lassen. Wenn in Krefeld schon jede dritte Schule betroffen ist, worauf warten dann noch alle? Die Politik versagt beim Schutz der Bevölkerung. Schlimm.

    • In Solingen hat der OB gestern in der Pressekonferenz zu Gebauers Durchseuchungspflichterlass gesagt, dass nun 20 Schulen betroffen seien. Auf der Website der Stadt Solingen las ich, dass sie dort insg. 40 Schulen haben. Einfache Rechnung, dort ist sogar jede 2. Schule betroffen.

  23. Einzige Hoffnung:
    Wenn man jetzt die Schlagzeilen nicht mehr mit „Coronapartys“ und Querdenker- Demos füllen kann, entdeckt man vielleicht die Schulen.

  24. Ich habe im Kern den Eindruck gewonnen, dass der Staat bzw. das System die aktuelle Situation primär dafür nutzt, wieder eine feste Hand auf die Bürger zu bekommen, insbesondere auch auf die Jugend als künftige Staatsbürger. Die Kirchen, die den Staat bzw. das System bei diesem Ziel in der Vergangenheit tatkräftig unterstützt haben, können dies heute aufgrund von Glaubwürdigkeitsverlusten vielfach nicht mehr leisten – und da kommt Corona gerade recht.

    Der Bürger begann in der letzten Zeit einfach zu viel nachzudenken und langsam aber sicher mündig(er) zu werden. Das gefiel dem Staat bzw. dem System gar nicht. Daher werden vermutlich auch kritischere Elemente des Systems wie Künstler, Kinder und Jugendliche in der aktuellen Situation nachteilig behandelt.

    Die arbeitenden, dem System oftmals gut angepassten „Sklaven“ hingegen dürfen gerne weiterarbeiten…Dann denken sie schon nicht so viel in unliebsame Richtungen…

    Viele der nicht reagierenden Erwachsenen scheinen (wie bei Muttern) im Warmen mit einem duftenden Kaffee und einem Hörnchen vor einem zumindest angeschalteten Computer im Home-Office zu sitzen und nebenher Computer-Spiele zu spielen oder Wäsche zu waschen, während die Berufstätigen in den so genannten systemrelevanten Berufe unter schwierigen bis schwierigsten Bedingungen vor Ort agieren – und ihre Kinder 6 – 8 Stunden täglich Masken tragen müssen. Ausreichende Abstände wie im Home-Office können bei der aktuellen Handhabung in der Regel leider nicht eingehalten werden – und der Unterricht, sofern man das so nennen möchte, wird spätestens alle 20 Min durch kühles bis kaltes Stosslüften unterbrochen. Es wird darum gebeten, den Kindern bei Bedarf Fleece-Jacken mitzugeben. Ich bin gerührt über so viel Fürsorge…

    Sogar im Sportunterricht muss inzwischen Maske getragen werden. Da fragt man sich ernsthaft, wer so etwas entscheidet. Sicher kein seriöser Sportmediziner.

    Zudem soll dem Anschein nach auch alles möglichst wenig kosten. Aus Sicht des Staates, meine ich.

    Das liebe Geld scheint sogar eine so hohe Priorität zu haben, dass das gesamte Sommerhalbjahr einfach irgendwo anders hingeschaut wurde. Ein Verhalten wie bei einem Kind, das sich bei Bedarf einfach die Augen zuhält und sich dann suggeriert, dass das Problem verschwunden ist.

    Viele gute Gründe werden vorgeschoben, welche durch die deutlich lauter sprechenden Taten allerdings konterkariert werden.

    Mich persönlich trifft diese Situation auf praktisch allen Ebenen. Daher behaupte ich auch, bei der aktuellen Thematik gut mitreden zu können.

    Ein ganz typisches Beispiel für das behauptete effektive Krisenmanagement ist für mich der brechend volle einzelne Waggon der S-Bahn zur Hauptverkehrszeit.

    Die Maskenpflicht – als juristisch letzte, weil besonders eingriffsintensive Massnahme -wird bei den Durchsagen am Bahnsteig allerdings stets als allererstes erwähnt, noch vor dem Abstand als juristisch mildereund daher vorrangig zu ergreifende Massnahme.
    Wenn ein angehender Jurist das vor Corona so im Examen geschrieben hätte, wäre er durchgefallen. Heute hätte er nach allem, was ich aktuell so beobachte, summa cum laude.

    Um bei unserem Parade-Beispiel zu bleiben:

    Eine für mich überzeugende Tat in Sachen Krisenmanagement wäre beispielsweise , eine möglichst lange S-Bahn zur Hauptverkehrszeit fahren zu lassen, und nicht, wie es in der Realität tagtäglich gemacht wird, eine besonders kurze…

    Die soeben genannte Vorgehensweise ist nach meinem Eindruck in allen betroffenen Bereichen zu beobachten.

    Auch in den Schulen.

    Ich persönlich habe beispielsweise die ganzen Herbstferien über – jeden einzelnen Tag – konstruktivere Vorschläge gemacht bzw. weitergeleitet. In der Petition und in den Kommentaren sind einige davon zu lesen. Einfach, weil sie nahe liegen, wenn es wirklich um Gesundheitsschutz geht und nicht um etwas anderes.

    Mir wurde allerdings eine ganze Woche lang nicht mal darauf geantwortet. Am Ende der Ferien kam lediglich ein kurzes Statement dahingehend, dass man froh wäre, dass die Schulen offen blieben und bisher kaum Infektionsfälle in diesem Bereich vorliegen würden.

    Die drei Affen haben gesprochen.

    Ich allerdings wollte mich eigentlich mit Mitmenschen unterhalten, die das Herz am rechten Fleck haben und denen ihre Kinder an besagtem Herzen liegen.

  25. Nur zur Info für die übrigen Bundesländer: Bei allen Vorbehalten, die man haben mag, ist festzuhalten, dass es unsere baden-württembergische Kultusministerin Dr. Eisenmann (CDU) den Eltern schon zu Schuljahresbeginn gestattet hat, die Kinder ohne weitere Nachweise vom Vor-Ort-Unterricht abzumelden, wenn gesundheitliche Bedenken z.B. wegen Risikopersonen in der Familie bestehen.

    Allerdings soll das nicht im Sinne eines ständigen Wechsels missverstanden werden, und es kann auch nicht garantiert werden, dass sämtliche Lehrer zusätzlich alle Inhalte digital bereitstellen.

    Angesichts des nahezu völlig fehlenden Schutzes in unserer Grundschule haben wir daher die jüngeren beiden Kinder wieder ins Home-Schooling übernommen, auch wenn es anstrengender ist; wir leisten damit letztlich aber auch einen Beitrag zur Entspannung der gesamten Situation. Jedes Kind, das nicht durch die Klasse und die Schule wuselt, trägt zur Verminderung der Infektionsrisiken bei!

    Die Lerninhalte können wir hier sehr gezielt vermitteln, und ganz sicherlich trifft das auch auf viele andere Eltern zu. Damit würden automatisch die fehlenden Kapazitäten geschaffen werden, um diejenigen Kinder infektionsarm und zugleich intensiver beschulen zu können, deren Eltern dies (aus welchem Grund auch immer) nicht leisten können. Diese einfache Überlegung müsste doch auch die übrigen Kultusminister überzeugen können!

    • Bei uns darf man Kinder aus der Risikogruppe nur noch mit ärztlichen Attest zuhause lassen, da aber die Herzärztin meint für Kinder wäre der Verlauf von Corona nicht so schwerwiegend … deshalb bekommen wir kein Attest. Aber gemeint hat sie, dass mein Sohn zur Risikogruppe gehört. Verstehe mal einer die Welt… Nirgends gibt es darüber Studien wie sehr sich das Coronavirus auf Kinder mit chronischen Krankheiten auswirkt.

  26. Wie wahrscheinlich ist es, dass die Ministerien und übrigen Behörden Kenntnis davon haben, dass Covid19 nicht gefährlicher ist als jede normale Grippe, und deshalb die Gesundheit der LuL sowie der SuS so fahrlässig aufs Spiel setzen (was dann ja faktisch nicht mehr der Fall ist)? Falls das zutrifft, müssen wir mit dem Denken noch einmal ganz von vorne beginnen.
    Falls Covid19 aber doch so gefährlich ist, wie man behauptet, ignoriert das Handeln der Politik und der Verwaltungen den Schutzauftrag für die Kinder und damit einen Teil unseres Grundgesetzes. Falls das wiederum der Fall ist, können wir dann den verantwortlichen Politikern und Verwaltungsangestellten noch vertrauen?
    Egal, welche Seite der Münze man betrachtet – es riecht nach Betrug. Aber wer sind die Profiteure? Vielleicht die großen Konzerne wie Google, Amazone und Co. (+34 Mrd. Dollar im letzten Quartal)? Vielleicht die Konzerne, deren 2500 Lobbyisten (mit Zutritt zum Bundestag) täglich auf unsere Politiker Einfluss nehmen? Vielleicht die Pharma-Konzerne, in die Bill Gates einen großen Teil seines Vermögens investiert hat? Derselbe Bill Gates übrigens, der mit seiner BUMG-Foundation die WHO mit finanziert und der die Impfpflicht gegen Corona fordert. Und der den „Spiegel“ für ein gemeinsames Projekt mit 2,3 Mio. Euro unterstützt hat (wie das Blatt selbst berichtet) …
    Egal, bei welcher der beiden Thesen Sie innerlich genickt haben, und egal, was die tatsächlichen Ursachen für die getroffenen Entscheidungen und für das aktuelle Handeln sind – so oder so muss man den Eindruck gewinnen, das kaum noch ein Gesetz oder eine Verordnung zum Wohle des Volkes erlassen wird. Aber bitte deshalb bei der nächsten Wahl das Kreuzchen nicht bei der AfD oder noch weiter rechts machen – das ist auch keine Lösung, auch wenn sie das derzeitige Vertrauensvakuum für sich auszunutzen versucht und lauthals mit Lösungen herumfuchtelt, die schon einmal nicht funktioniert haben … Besser selbst weiterdenken und wachsam bleiben.

  27. Die Petition halte ich für richtig ung gut , habe sie daher auch schon gezeichnet. Ein Gesprächsangebot seitens der KMK an die massiver auftretenden Elternverbände heißt nicht, dass die falsche Grundhaltung und Zielsetzung hinterfragt werden, sondern lediglich, dass die KMK erkannt hat, dass das Eis auf dem sie sich grundrechtsmäßig bewegt dünner wird. Sie werden versuchen, die Vertreter der Elternverbände mit ihrem Schwampf einzulullern und Zeit zu gewinnen. Ich denke, dass das einzige Mittel zur Durchsetzung unserer berechtigten Forderungen juristischerer Natur sein kann. Es müssen sich Menschen finden, die bereit sind, gegen die KMK eine Klage auf der Basis grundrechtlicher Vorgaben einzureichen, in der Bezug auf das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die drohende Kindeswohlgefährdung, gültige Arbeitsschutzvorgaben zusammengeführt werden und massiv vorgebracht werden.Dazu muss eine einstweilige Verfügung erwirkt werden, in der der Präsenzunterricht zugunsten der gültigen und damit rechtlich verbindlichen Coronaverordnungen der Bundesregierung beendet wird. Daraus könnten dann in weiteren Schritten Zivilklagen gegen die jeweiligen KMs, wie der Gebauer gestrickt werden, in denen diese konkret und unmittelbar für ihre Fehlentscheidungen zulasten der Bevölkerung haftbar gemacht werden. Die dürfen sich nicht mehr so sicher sein, unbescholtene durch diese Misere zu kommen.
    Reden bringt nix mehr….hier braucht es direkte Taten. Es ist Gefahr in Verzug!!!!!!

  28. Ich arbeite im Schulbüro, sicherlich kann man sich vorstellen, wie es dort abläuft. Wir haben 1.250 Schüler, davon kommen täglich alle 10 Minuten Schüler in das Schulbüro. Entweder – auffällig für mich in den letzten Wochen – viele mit Kopfschmerzen oder sie brauchen Bescheinigungen etc. Wir sind also ebenfalls den ganzen Tag dem Virus ausgesetzt. Es gab einen Corona-Test in der Schule für die Beschäftigten, danach nur noch über einen Hausarzt in HH. Da ich in SH wohne kann meine Hausärztin das nicht abrechnen. Bis vor den Ferien war es wichtig Masken im Unterricht zu tragen und die Lehrer mit einem Visier auszustatten ( dieses ist ja nun nach Angaben RKI völlig sinnlos ). Nach den Herbstferien gab es nun, kurzfristig wie immer, eine neue Regelung, Masken doch nur in den Pausen und auf dem gesamten Schulgelände, jedoch nicht mehr im Klassenverbund. Warum auch immer… Auffällig im Schulbüro ist auch, dass Eltern, die ihre Kinder krank melden nach der Frage „Gibt es Corona-Symptome“ überwiegend mit „Nein, natürlich nicht, nur Schnupfen“ antworten. Auch wir in den Schulbüros machen uns natürlich Sorgen und bekommen in den Pausen mit, dass sich Schüler aus der Oberstufe in Gruppen – ohne Masken- in den Pausen treffen und verabreden. Ich wollte dies nur mal in diesem Forum mit anmerken. Neben Bus-/Bahnfahrten der SuS glaube ich, dass es hier noch schlimmer wird und nach der schönen „Sommerpause“ der Bundesregierung/Minister wohl einiges verschlampt wurde. Mal schauen was am Montag so kommt….

  29. Ich weiß nicht wie das im Stadtstaat HH geregelt ist, aber in NRW sind die Mitarbeiter*innen sowie alles nicht-lehrende Personal an Schulen keine Beschäftigten des alndes sondern der Kommune, die als chulträger fungiert. BTW für das Sekretariat einer Schule gilt die Arbeitsstättenverordnung im Gegensatz zu den Unterrichtsräumen. Rein theoretisch kann der Schulträger auch das Personal aus den Schulsekretariaten für die Corona-Nachverfolgung abziehen und in den GA einsetzen. Das bischen Arbeit können die Schulleitungen wie an den Grundschulen doch so nebenbei mitmachen, wofür kriegen die denn die Entlastungsstunden?

    Wer Spuren von Ironie findet, darf sie behalten.

  30. Die Petition ist ja schön und gut. Ich habe ein Kind mit Förderbedarf geistige Entwicklung. Homeschooling ist unmöglich, dass sah ich schon im Frühjahr. Ich muss arbeiten (nicht homeoffice tauglich). Mein Mann und ich gingen nach zwei Monaten Schulsschließung am Stock. Der Alltag mit einem Kind mit Autismus und geistiger Entwicklung ist eine Herausforderung. Und dann wieder Wechselbetrieb (eine Woche Schule, eine Woche zu Hause),nein danke. Und jemanden holen der auf das Kind aufpasst Fehlanzeige. Personal vom Familienentlastenden Dienst Mangelware bis Fehlanzeige. Geteilte Klasse bei 8 Kindern, ich glaube das brauch man nicht. Ich brauche übrigens keinen Alltag, der dauernd auf den Kopf gestellt wird.

  31. @Katinka26
    Liebe Katinka26,
    da haben Sie mich aber vollkommen falsch verstanden. Ich bezog mich auf eine kleine Gruppe von Eltern, die ständig von der KMK vorgeschoben wird , damit es die Handlungsweise der KMK rechtfertigt. Selbstverständlich gehören Sie als Pädagogin, aber auch andere Leute, wie Ärzte, Busfahrer, Pfleger u.v.a. nicht zum von mir kritisierten Personenkreis.
    Es ist doch logisch, dass es Leute geben muss, die alles am Laufen halten. Viele dieser Leute haben jemanden, der die Betreuung der Kinder sicherstellen kann, aber eben nicht alle. Ebenso können sehr viele Schüler, beispielsweise der Oberklassen, sehr gut allein zu Hause lernen. Soweit sollten Kinder ab 14 Jahren schon sein. Früher begannen die meisten Jugendlichen bereits nach der 8. Klasse eine Ausbildung.
    Schade, dass sie sich angegriffen gefühlt haben, dass war nicht meine Absicht. Die KMK bezieht sich bei bestimmten Aussagen immer nur auf einen kleinen Teil der Schüler, die benachteiligt wären. Das rechtfertigt aber nicht, dass wegen eines geringen Teiles die breite Masse drunter zu leiden hat. Für solche Familien müssen für die Betreuung der Kinder Ausnahmen geschaffen werden. So wurde im Frühjahr ja auch verfahren. Das Kuriose an der Sache war aber, dass diese Ausnahmemöglichkeiten nur teilweise genutzt wurden. Das haben mir zwei Pädagogen/Erzieher aus dem Bekanntenkreis erzählt. Das heisst doch im Umkehrschluss, dass die meisten Eltern die Möglichkeit haben, ihre Kinder anderweitig betreuen zu lassen.
    Und wenn es Leute gibt, die das Recht auf Bildung als oberste Priorität sehen, treten sie das Recht auf körperliche Unversehrtheit mit Füßen. Wer erlaubt diesen Leuten, das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit dem Recht auf Bildung unterzuordnen?
    Grundrechte hat jeder und das Recht auf körperliche Unversehrtheit steht nicht umsonst bereits an zweiter Stelle in unserem Grundgesetz.
    Ich hoffe ich konnte das Missverständnis mit meinen weiteren Ausführungen klären. Alles Gute für Sie.

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