Gegen Merkel: Beschluss-Entwurf der Ministerpräsidenten sieht praktisch keine Einschränkungen beim Präsenzunterricht vor

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BERLIN. Ministerpräsidenten sind offenbar nicht bereit, beim bevorstehenden Gipfel mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) größere Einschränkungen beim Schulbetrieb hinzunehmen. Der „Beschluss-Entwurf des MPK-Vorsitzlandes (Stand: 22. November 2020)“, der News4teachers vorliegt und offenbar unter den Ministerpräsidenten der SPD abgestimmt ist, sieht jedenfalls nur kleinere Konzessionen vor – etwa eine Maskenpflicht für Schüler ab Klasse 7, die aber auch ausgesetzt werden kann. Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) ist Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD).

Sieht sich in der Schulpolitik dem geballten Widerstand der Länder gegenüber: Bundeskanzerin Angela Merkel (CDU) hatte auf kleinere Lerngruppen im Wechselunterricht gedrängt. Foto: Paul Velasco / Shutterstock

In dem Papier wird die geplante Verlängerung der geltenden Kontaktbeschränkungen damit begründet, dass damit die erheblich angestiegenen Corona-Infektionszahlen in Deutschland eingedämmt und damit auch schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle verhindert werden sollen.

Wörtlich heißt es: „Ein Wert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohnern, der zudem auch eine Kontaktverfolgung gewährleistet, ist noch nicht erreicht und gilt weiterhin neben anderen Kennzahlen als Orientierungsmarke (Richtwert) bei Entscheidungen für Lockerungen. Es ist daher weiterhin dringend erforderlich, alle nicht notwendigen Kontakte unbedingt zu vermeiden und dort, wo Begegnungen stattfinden, die AHA+AL Regeln (Abstand, Hygienemaßnahmen, Alltagsmasken, CoronaWarnApp, Lüften) stets einzuhalten.“

„Schule ist ein Ort des Lernens, aber auch ein Ort des sozialen Miteinanders“

Direkt daran anschließend (und ohne auf den inhaltlichen Widerspruch einzugehen) heißt es dann: „Bund und Länder sind sich darüber einig, dass der Präsenzunterricht an Schulen bei diesen Entscheidungen weiterhin höchste Priorität hat. Das Recht auf Bildung kann am besten durch Lernen und Lehren in Präsenz gewährleistet werden. Das gilt für die Jüngeren, die noch wenig Schul- und Lernerfahrung haben, genauso wie für ältere Schülerinnen und Schüler, die in Kürze ihre Abschlüsse absolvieren. Schule ist ein Ort des Lernens, aber auch ein Ort des sozialen Miteinanders. Bund und Länder wollen deshalb so lange wie möglich am Unterricht vor Ort festhalten und haben gleichzeitig den Infektions- und Gesundheitsschutz im Blick. Andere Unterrichtsmodelle insbesondere für ältere Schülerinnen und Schüler sind anzuwenden, wenn das regionale Infektionsgeschehen beziehungsweise das Infektionsgeschehen vor Ort das gebietet.“

Hochschulen und Universitäten sollen dem Entwurf zufolge grundsätzlich (mit Ausnahme von Labortätigkeiten, Praktika und Prüfungen) auf digitale Lehre umstellen. In Arbeits- und Betriebsstätten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen („dies gilt nicht am Platz, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann“).

Im Schulbereich gelten andere Regeln – genau genommen: eigentlich keine

Im Schulbereich gelten allerdings andere Corona-Regeln: „In Regionen mit einer Inzidenz von deutlich mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner ist im Sek-1 ab Klasse 7 und Sek-2-Bereich und den berufsbildenden Schulen künftig das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Unterricht verpflichtend. Schulen ohne Infektionsgeschehen können davon ausgenommen werden. Konkrete Ausgestaltungen sowie weiterführende Maßnahmen wie beispielsweise Hybridunterricht werden länderspezifisch geregelt.“

Im Klartext: Geht es nach dem Willen der Länder, gibt es weiterhin keinen einheitlichen Maßstab dafür, ob und wann Schutzmaßnahmen im Unterricht erlassen werden. Das Robert-Koch-Institut sieht bereits ab einem Inzidenzwert von 50 für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie eine Verkleinerung der Lerngruppen vor, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb – hier geht es hin). Kein Bundesland beachtet bislang diese Empfehlungen. Im Unterricht gilt eine Maskenpflicht nicht durchgängig, die Abstandsregel nirgends.

„Bei negativem Ergebnis kann der Präsenzunterricht für diese Klasse wiederaufgenommen werden“

Weiter heißt es in der Beschlussvorlage: „Schülerfahrten und internationaler Austausch bleiben grundsätzlich untersagt. Um die Schülerverkehre zu entzerren, soll der Unterrichtsbeginn ggf. auch gestaffelt erfolgen. Damit der Präsenzunterricht in der Schule sicher betrieben werden kann und Quarantäne-Maßnahmen zeitlich begrenzt erfolgen können, soll eine Teststrategie zur Anwendung kommen, die eine hohe Wirksamkeit aufweist. Im Fall eines Infektionsfalls in einer Klasse wird die definierte Gruppe zusammen mit den betroffenen Lehrkräften für 5 Tage in Quarantäne geschickt. Am fünften Tag erfolgt ein Antigen-Test. Bei negativem Ergebnis kann der Präsenzunterricht für diese Klasse wiederaufgenommen werden. Um diese wirksame Teststrategie flächendeckend zur Anwendung bringen zu können, wird der Bund (über die Länder) zusätzliche Kapazitäten von Antigen-Tests zur Verfügung stellen.“

Für NRW bleibt Präsenzunterricht trotz der hohen Infektionszahlen die „erste Wahl“. Das betonte Schulministerin Yvonne Gebauer am Montag in Düsseldorf. Das sei die «höchste Form von Bildungsgerechtigkeit». Die FDP-Politikerin bekräftigte, dass die Landesregierung flächendeckenden Wechselunterricht ablehne. Auch ihre Amtskollegen in den anderen Bundesländern teilten allesamt ihre Auffassung, dass es möglichst beim Präsenzunterricht bleiben solle, sagte Gebauer. Bundeskanzlerin Merkel hatte beim Gipfel in der vergangenen Woche die Länder gedrängt, die RKI-Empfehlungen für Schulen zu beachten. (News4teachers hat Merkels Vorstoß hin zu mehr Schutz in den Schulen kommentiert.) News4teachers / mit Material der dpa

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Söder räumt als erster Ministerpräsident ein: Schulen sind Infektionsherde

 

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117 KOMMENTARE

  1. Wie lange wollen die Schulleitungen sowie die LuL das noch hinnehmen, ohne sich (endlich) zu wehren????
    DEMONSTRIEREN statt REMONSTRIEREN

    • Wenn man die Vorlage genau liest, heißt es für die meisten Schulen in Deutschland sogar weniger Gesundheitsschutz aufgrund der kürzeren Quarantäne und keine verlässlichen PCR-Tests.

      Die KMK sollte dann auch ganz konsequent sagen, wir brauchen an Schulen überhaupt gar keine Hygieneregeln mehr. Dieses Alibi mit Mundschutz auf den Fluren und ein bisschen Lüften sollte dann endlich auch weg. Dies ist doch nur noch Schwachsinn.

  2. http://www.sueddeutsche.de/wissen/sars-cov-2-covid-19-dunkelziffer-schulen-kinder-corona-1.5123603

    Der Artikel gibt dann schon einmal die Steilvorlage und den ‚ärztlichen‘ Rückhalt für kommenden Mittwoch, dass die MPs und die KuMis für den Präsenzunterricht ohne weitere Einschränkungen plädieren werden.
    Im Artikel der Süddeutschen wird auf Peter Walger verwiesen:
    „“Peter Walger vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene ist das Ergebnis der Erhebung „ein ganz dicker Stein im Mosaik: Es gibt keine relevante Untertestung bei Kindern, die uns jetzt noch irgendwelche Geheimnisse offenbart“.““

    … ach so??????
    – zählt das jetzt auch zu Donalds ‚ALTERNATIVEN Fakten‘ -?

    • Komisch steht im Widerspruch zu der Studie vor kurzem aus Bayern zur Dunkelziffer bei Kids.
      Zudem werden Kinder natürlich seltener getester, weil symptomfreie Menschen nicht getester werden

    • Hö?
      „Hinweise auf Ausbrüche mit vielen nachgewiesenen sekundären Infektionsfällen (sogenannte Superspreader-Events) gibt es bisher nicht“.“ Ach nein? 4 Stück in den letzten 2 Wochen… da wo dann tatsächlich auch mal getestet wurde

    • Augenscheinlich können unsere 1er Abiturienten, denn das sind die Mediziner in der Regel, nicht mit Zahlen umgehen. Wie sonst können sie aus der im Mittel festgestellten Positivquote von 0,53 % ableiten, dass es unter Kindern nur eine niedrige Dunkelziffer gibt?
      Vielleicht mache aber auch ich hier einen Denkfehler. Die mitlesenden Mathelehrer mögen mir helfen:
      Die Wahrscheinlichkeit, als Kind bei einem Krankenhausaufenthalt den Zufallsbefund coronapositiv zu erhalten liegt nach der zitierten Studie bei 0,53 %. Das bedeutet aber doch nicht, dass nur 0,53 % aller Kinder bereits mit Corona infiziert waren.
      Legt man zugrunde, dass das Coronavirus nur ca. 7 Tage im Rachenabstrich eines Kindes nachweisbar ist (Kinder erkranken ja offenbar kürzer), so ist doch die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind genau innerhalb dieses 7-Tageszeitraumes aus einem anderen Grund in ein Krankenhaus eingewiesen worden ist, eher gering. Bei einem Beobachtungszeitraum von 4 Wochen meiner Meinung nach also bei 1/4, bei 40 Wochen dann wohl bei ein 1/40. Das hieße, bei einem Beobachtungszeitraum von 40 Wochen und einem einmaligen Krankenhausaufenthalt blieben 39 von 40 Coronainfektionen bei dieser Erfassungsmethode unentdeckt. Wenn man mich nun fragen würde, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für ein Kind, welches seit 40 Wochen ein Mal wöchentlich einen Rachenabstrich gemacht hat bei einer Wahrscheinlichkeit von 0,53 % pro Abstrich ist, würde ich als mathematischer Laie 0,53 mit 40 multiplizieren und eine erschreckend hohe Zahl erhalten, nämlich ca. 22 %. Legt man eine Nachweisbarkeit im Rachenabstrich von 14 Tagen zugrunde, würde diese sich halbieren auf 11 %, was immer noch extrem hoch wäre.
      Nun handelt es sich bei der Stichprobe wohl nicht um eine reine Zufallsstichprobe, weil auch die wegen Covid Symptomen durchgeführten Tests mit eingerechnet wurden.
      Die Studie verweist allerdings auf die in Österreich durchgeführte Gurgelstudie(reine Zufallsstudie), die ein Ergebnis von 0,4% positiven Tests hatte. Legt man diese Quote zugrunde, sind die Zahlen aber immer noch extrem hoch. In Österreich wurde dieses Ergebnis dann ja auch als Begründung für die erneuten Schulschließungen angeführt.
      Wo ist der Denkfehler?

      Nachlesen kann man das Ganze hier:

      https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/im-fokus-ist-die-ansteckungsgefahr-in-schulen-wirklich-hoch/

      • Ich verstehe schon mal gar nicht, was diese Studie mit der Schule zu tun hat. Wenn ich richtig verstanden habe, wurden junge Patienten im Krankenhaus getestet. Also Kinder, die an irgendetwas erkrankt waren. Und da hat man dann wenige covid erkrankte gefunden. Aber das ist doch schon längst bekannt, dass Kinder kaum Symptome entwickeln. Was hat das denn jetzt mit einer eventuellen Dunkelziffer, also mit symptomlosen infizierten Schülern zu tun? Oder habe ich diese neue Ärzte Studie falsch verstanden?

        • Es wurden nur Kinder erfasst, die ins KH eingeliefert wurden. Viele dieser Kinder hatten sicherlich bereits vor der stationären Aufnahme ein Leiden/Erkrankung und waren daher vermutlich auch schon länger nicht mehr in der Schule, sondern lagen krank zuhause im Bett. Vollkommen logisch, dass der Anteil von positiven Tests bei dieser Gruppe geringer ausfällt! Diese (nichtssagende) Studie passt aber gerade gut ins Konzept der Taschenspieler aus der KMK.

      • @
        https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/im-fokus-ist-die-ansteckungsgefahr-in-schulen-wirklich-hoch/

        Zitat aus dem Artikel der Kinder- & Jugendärzte im Netz:
        „Die öffentliche Diskussion und Darstellung, wie z.B. „brandgefährlicher Schulunterricht“, wird durch die oben dargestellten Daten an über 110.000 Kindern und Jugendlichen auch in dieser Phase der Pandemie nicht gestützt und untergräbt das Engagement von Lehrenden, Schülerinnen und Schülern und Eltern, die sich tagtäglich mit Erfolg für einen Schulbetrieb und damit für die Bildung und Zukunft unserer Zivilgesellschaft einsetzen. Darüber hinaus führt es zu Ängsten, Unsicherheiten und Polarisierung, lenkt von einer gezielten Lösungsfindung ab und sollte deshalb unterlassen werden.“

        Methode Basta – fertig -. Nur noch Fassungslosigkeit!

        • @Wunder SAM

          Möglichkeit 1:
          Die Kinderärzte haben sich irgendwie verrechnet – kann ja mal passieren. 😉
          (Mir ist das früher ständig passiert – darum kann ich so etwas auch (?) nicht berechnen … oder nachprüfen …)

          Möglichkeit 2:
          Die Herrschaften bei der ECDC haben einen Fehler gemacht, weil sie die Grafik verkehrt herum auf dem Tisch liegen hatten.

          Ok, ich tippe mal auf Möglichkeit 1.

          Ich lasse mich dann Mitte der Woche totaaaal überraschen …

          • @Pit 2020: Die Kinderärzte haben bei den Kultusministern natürlich recht ist doch klar.

            Mich würde mal interessieren, ob die genannten Kinderärzte auch (Frei-)Atteste gegen die Maskenpflicht verteilen…

            Hier in einer kreisfreien Stadt im Norden haben zwei Kinderärztinnen in einem (anonymen) Zeitungsinterview auch gegen die Maskenpflicht auch an Schulen ausgesprochen. Und auch zugegeben, dass sie Atteste dafür ausstellen.

  3. Dazu fällt mir nur noch ein, was unsere Deutschlehrerin mal als Witz (Ende der 70er Jahre!) zu uns sagte – das könnte man als Lehrer heute nur noch mit 10 Anwälten im Rücken machen …;-)
    (Nebenbei: Wir Kinder haben uns gekringelt vor Lachen – keiner hat deswegen wieder mit nächtlichem Einnässen angefangen … – Unsere Eltern hatten auch noch Spaß verstanden. Ja – es war Spaß.)

    „Wie kann man eure Gehirne auf Erbsengröße bringen? … Aufblasen, aufblasen!“

    Bei MinisterpräsidentInnen kann man sich DIE Puste sparen!

    Und Frau Merkel muss doch langsam auch wutbedingte Ganzkörperherpes entwickeln – ständig diese dummen und beratungsresistenten Bratzen-Prinzessinnen und -Prinzen besprechen, völlig ohne Erfolg. 🙁

    • @Fliewatüüt: „Und Frau Merkel muss doch langsam auch wutbedingte Ganzkörperherpes entwickeln – ständig diese dummen und beratungsresistenten Bratzen-Prinzessinnen und -Prinzen besprechen, völlig ohne Erfolg.“ – Tja, in Sachen Geduld mit verständnisbeschränkten Personen können sich die meisten Lehrkräfte offenbar noch eine dicke Scheibe von unserer Bundeskanzlerin abschneiden: Sie versucht es jedenfalls mit einer Engelsgeduld immer wieder. Eigentlich ist man ja direkt neugierig, was passiert, wenn selbst ihr dereinst die Geduld ausgeht. Das dürfte dann interessant werden für die Ministerpräsidenten…

      • @Ich_bin_neu_hier

        Oh ja.
        Da bin ich auch schon sehr gespannt, was das Zurückrudern der MinisterpräsidentInnen betrifft.
        Es dürfte dann doch nicht ganz ohne „Gesichtsverlust“ funktionieren.
        Auch interessant: Wer legt
        a) die schönste
        b) die schnellste „Handbremswende“ hin?
        Und c) wer rangelt mit wem um die Silber- und Bronzemedaille im Rudern?
        😉

        Allerdings ist der Bogen in Sachen Vertrauensverlust auch bei den gutmütigsten BürgerInnen mittlerweile arg überspannt – darum müsste da bald etwas geschehen …

        • @Fliewatüüt: Die Ministerpräsidenten werden sich durchsetzen.
          Als Entgegenkommen werden die Lehrer in der Impfreihenfolge einen Monat nach vorne gerückt, und dann ist alles gut…

  4. Es ist wie immer: Den MP und KM sind die hunderten Tote und tausenden Kranke, die sie durch ihr wochenlanges Nicht-Handeln bereits auf dem Gewissen haben, scheinbar egal. Hauptsache voller Präsenzunterricht, um ihre Tatenlosigkeit in den Sommermonaten zu kaschieren. Basta! Als verantwortungsvolle Eltern mit Vorerkrankung fühlt man fühlt sich an Nordkorea erinnert.
    Viel wichtiger hingegen scheint der KMK das Thema Böllerverbot an Sylvester(was vielleicht für eine halbe Stunde wirksam wäre) zu sein. Das ist dermaßen wichtig, dass man darüber tagelang streitet und debattiert. Beim Thema Hybridunterricht waren sie wohl schnell einig: Nee, wollen wir nicht. Fertig. RKI-Empfehlungen? Nee, sind zu streng.
    Wenn ich die vielen „vielleicht“, „soll“ und „könnte“ zu den Schulen in dieser Vorlage lese, wird mir übel. Nicht mal irgendwelche verbindlichen Zahlen stehen da drin. Letzlich macht also jedes Bundesland was es möchte – nämlich NICHTS!
    Wo sollen eigentlich so plötzlich die ganzen Schnelltests für die Schüler hergezaubert werden? Sollten die nicht die Altenheime und Krankenhäuser bekommen? Vor den Weihnachtsferien wird da wohl eh nichts mehr passieren. Sind ja nur noch 4 Wochen. Danach kann man hohe Infektionszahlen und Tote dann wieder ganz leicht in den Bereich „private Feiern“ schieben…
    UNGLAUBLICH UNVERANTWORTLICH!

    • Das Infektionsgeschehen bewegt sich „seitwärts“ und die wollen im Ergebnis praktisch gar nichts verschärfen? Weder an den Schulen noch sonstwo? Kein Nachsteuern? Habe ich das so richtig verstanden? Von welcher Logik werden die denn angeleitet bzw. getrieben???

      • Doch, doch! Es wird ja das Böllerverbot an Sylvester beschlossen. Damit ist das Virus nun komplett ausgerottet. Wenn man die halbstündige Superspreader-Veranstaltung Sylvesterfeuerwerk verbietet, kann man dafür ruhigen Gewissens 30 Schüler stundenlang in enge Räume sperren und mit überfüllten Bussen transportieren. Das Virus hat schon jetzt, vor den eigentlichen KMK-Beschluss, so eine Angst vor Sylvester, dass es vor Schock erstarrt und augenblicklich zu Staub zerfällt. Gut, dass wir in D leben, wo wir so einfallsreiche MP haben!
        Außerdem hat eine neue Studie ergeben, dass Schüler zu 99,987% keine Feuerwerkskörper in Bus und Schule verwenden und daher auch das Virus nicht verbreiten können. Deshalb kann der Voll-Präsenzunterricht gefahrlos weiter stattfinden.

        • @Goldy

          Hätte man nicht besser das Feuerwerk subventionieren sollen?

          „Gegen Covid19 – den Virus mit Böllern wegballern!“

          Tja, wieder eine Chance vertan.

          • Ich habe anscheinend nicht die neusten virologischen Erkenntnisse mitbekommen, dass sich das Virus per Böller verbreitet. Muss eine neue Mutation sein…

    • Wir brauchten 75% Kontaktreduzierung und haben aktuell 40% – wie kann man da einfach weitermachen wie bisher??? Unfassbar, unglaublich, unerklärlich – und kaum noch zu ertragen.

    • Hoffentlich platzt Kanzlerin Merkel mal der Kragen und diese Minifürsten von unfähigen MP. bekommen was sie verdienen einen verbalen Arschtritt.

    • Die Schülerinnen und Schüler werden dankbar sein für die Bildungsgerechtigkeit, die wir jetzt aufgrund des „Präsenzunterricht um jeden Preis“ sicher stellen. So ist gewährleistet, dass wirklich jeder versteht, dass die Kultusminister und Ministerpräsidenten verantwortlich sind für den Corona Tod ihrer Großeltern, Eltern, guter Freunde.

  5. Hier helfen nur noch zwei Maßnahmen:
    1. heute Gerichte anrufen und
    2. bei der nächsten Wahl diejenigen mit Verantwortung betrauen, die Verantwortung übernehmen können

      • 4. Dumme Kommentare von Covidioten, Coronaleugnern und Schwurblern ignorieren.

        Aber zu Punkt 2: Es sind leider alle Parteien von Covidioten befallen, ich habe schon von allen blöde Sprüche zu den angeblich sicheren Schulen und angeblich nicht infektiösen Kindern gehört.

    • 5. (Auf dem Papier zu Verwandten/Bekannten) nach BaWü ziehen und so Covid aussitzen – sich irgendeine Schule suchen, und das Kind (ohne der neuen Schule in BaWü Arbeit zu machen) eben mit selbstgekauftem Material unterrichten – OK, dazu wäre anwaltlicher Rat vonnöten, also Plan F

    • Und wer soll das bitte sein. Die Opposition schimpft dagegen oder will es am besten ganz abschaffen.
      Und jeder der jetzt mit Konzepten daher kommt, kehrt alle Schulen über einen Kamm,xaber die Schullandschaft ist so vielfältig, das es keine Konzept für alle gibt. Und es gibt kein langfristiges Konzept, weil das hätte auch bedeutet, dass es Abstriche geben hätte müssen.
      Und ganz ehrlich, so wie das letzte Woche abgelaufen ist, war es doch von Anfang an klar, dass die MP sich so eine Vorgehensweise nicht bieten lassen würden.Dazu sind die Herren und Damen zu sehr alpha.

      Wenn Frau Merkel diese Maßnahmen durchsetzen hätte wollen, hätte sie ganz anders agieren müssen. Und vermutlich hätte sie auch anders agiert, wenn sie nächstes Jahr nochmal zur Wahl gestanden hätte.

  6. Wann ziehen endlich alle Gewerkschaften vor Gericht? Nicht nur die GEW in Bayern.
    Ich habe meine Konsequenzen gezogen und fühle mich nach dieser Meldung bestätigt. Ich habe für die nächsten Monate Elternzeit beantragt um mich nicht mehr diesem Wahnsinn auszusetzen. Ich kann nur jedem empfehlen es ebenso zu tun, der noch Elternzeit übrig hat und es sich irgendwie finanziell leisten kann.

  7. Wer hat es auch erlebt, dass die Schulleitung sagt „Ihr Kind MUSS in die Schule kommen“…?? Ich spreche hier übrigens von einer Förderschule. Die ADD hat unserer Schulleitung gesagt, dass mein Kind nicht mehr länger von der Präsenz befreit werden darf. (Mein Kind hat Pflegegrad 4 und ich habe meine Arbeit aufgegeben, um für mein Kind da zu sein, um es eben NICHT dieser Gefahr auszusetzen.) Wir arbeiten gewissenhaft die Arbeitsblätter ab! Mein anderes Kind hat Schulklassen übersprungen: ich bin also keine Mutter, die ihre Kinder verwahrlosen lässt und die vor blauen Flecken geschützt werden müssen!!
    Wer von den Lesern hier sagt noch: KEINE BILDUNG AUF KOSTEN DER GESUNDHEIT?? Wie können wir erreichen, dass die Präsenzpflicht in ALLEN Bundesländern ausgesetzt wird, und nicht nur in BaWü? Falls mir einer schreiben will: ich bin der Ansicht, dass die KM sehr narzisstisch agieren. Sie stellen sich ÜBER andere. Sie TRUMPELN auf dem Recht auf Gesundheits- und Arbeitsschutz von Millionen Menschen herum. Was ist mit unser aller Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit? Deshalb mail narzissmusberichte@gmx.de – falls einer sich austauschen mag…
    Wir betroffenen Familien können doch jetzt nicht alle nach RLP ziehen, nur weil die ADD VERLANGT, dass J E D E S Kind zu erscheinen hat! Egal, welche Pflegestufe… Ich glaub es nicht – wir sind doch nicht in der DDR hier!

    • Liebe Svenja,
      uns wurde vor den Sommerferien vom Grundschul-Rektor ebenfalls klipp und klar gesagt, dass meine Kinder nach den Ferien wieder in die Schule MÜSSEN und unsere Ausnahme nicht fortgesetzt wird.

      Wegen meiner Vorerkrankungen (und altersmäßig weit über 40 liegend) hatte ich die Kinder so lange es ging zuhause beschult und es hat sich anschließend niemand beschwert, dass sie einen Rückschritt erlitten haben. Im Gegenteil war beim Elterngespräch vor Kurzem schulisch alles in bester Ordnung. Ein Kind ist eh Klassenbester, das andere Kind zählt ebenfalls zu denen, die am weitesten sind. Also auch bei uns besteht wenig Gefahr, dass die Kinder zuhause nichts mehr lernen oder verwahrlosen würden.

      Ich hoffe, dass das Corona-Karma vor allem diejenigen Eltern trifft, die sich nichts sehnlicher erhoffen, als dass ihre Kinder auch weiter ohne jeglichen Schutz in die Schulen können und dass es diejenigen verschont, die seit März auf quasi alles verzichten um ihre Familien einfach nur am Leben zu halten 🙁

      Ich wünsche euch alles Gute, vor allem für den Förderzwerg.

  8. ach, es muss natürlich heißen: Wir betroffenen Familien können doch jetzt nicht alle nach BaWü ziehen, sorry….bin zu aufgeregt gerade.

    • Ja, RLP ist Oberseuchenland!!! Hier werden Schüler*innen inzwischen gar nicht mehr getestet, weil alle überfodert sind. Gerade erst wieder erlebt.

  9. Wenn die den Wechselunterricht nicht beschließen wollen, haben wir ihn bei uns an der Schule schon gezwungener Maßen: Die Quarantäne Fälle unter Schülern und Lehrern häufen sich dermaßen, dass heute nur noch die Hälfte aller Schüler auf dem Schulhof waren. Klassen mussten nach Hause geschickt werden, weil der Unterricht gar nicht mehr abzudecken ist.

    • So ähnlich war es bei uns die letzten beiden Wochen, aber die KMK klopft sich weiter auf die Schultern, da wir ja Regelbetrieb haben.

    • Bei uns ist zur Zeit täglich eine neue Klasse/Stufe in der Quarantäne-Tombola! Ob die da bleiben müssen, entscheidet ja schlussendlich das GA. Aber erstmal heißt das, dass Kurse/Klassen/Kollegen/Stufen erstmal zu hause sind. Da macht Regelunterricht natürlich richtig Spaß und Sinn, wenn man bei der Planung heute nicht weiß wer morgen in der Schule oder zu hause ist. Da sehe ich total ein, dass ein Wecheslmodell, bei dem zumindest erstmal festgelegt ist, wer wann wo ist und geringerem Ansteckungsrisiko absolut unerwünscht bei den KMs ist – so könnte man die ach so gepriesene Bildung tatsächlich noch möglich machen, anders, als bei dem Quarantäneglücksspiel.
      Ich muss ehrlich sagen, dass ich langsam nicht mehr durchblicke, welcher Schüler/ welche Schülerin welchen Unterrichtsinhalt wo mitbekommen hat… dazu ist das Chaos schon zu gewaltig.

      • Tja, und bei uns kam heute die Anweisung des Schulträgers, dass LK ab sofort rund um die Uhr im Schulgebäude und auf dem Schulhof ffp-2-Masken zu tragen hätten (natürlich selbst finanziert), um Quarantäne bei Lehrern auszuschließen. Das man die gar nicht solange „am Stück“ tragen darf, interessiert keinen.

        • @Marie: „Das man die gar nicht solange „am Stück“ tragen darf, interessiert keinen.“ – Doch, die Verwaltungsgerichte schon – dieser Spuk lässt sich schnell beenden!

    • Was? Es gibt noch Quarantänen?
      Da muss in ihrem Gesundheitsamt noch jemand arbeiten, der richtige Entscheidungen treffen kann.

      An den mir bekannten Schulen hier in HH gibt es so gut wie keine Quarantänen mehr, da vom Prinzip (aufgrund Maskenpflicht und Lüftungskonzept) SchülerInnen und LehrerInnen ja nur noch zur Kategorie 2 zählen. Außer es poppen bei einer Großtestung aufgrund vieler Einzelfälle Dutzende neue Fälle auf. Dann gibt es Kohorten-Quarantänen/Schulschließungen.

  10. Hallo liebe Redaktion,

    kann man euch auch Geld für eure tolle Arbeit überweisen oder ist das zu sehr oldschool?

    Lieben Dank, Tina

    • Liebe Tina+2,

      nein, das ist keineswegs oldschool – am Fuß des Artikels steht ein kleiner Beitrag, über den Sie mehr dazu erfahren und der Sie auf die Möglichkeiten verlinkt.

      Mit Dank vorab – und herzlichem Gruß
      Die Redaktion

      • Ja, das hatte ich gelesen aber keine ganz normalen Kontodaten für eine Überweisung entdeckt.

        Paypal nutze ich nicht und bei der Kreditkarte muss man für mein Empfinden zu viele private Daten angeben, ich habe nach der Hälfte der Eingaben abgebrochen.

        Deshalb hätte ich mir die Möglichkeit zum überweisen gewünscht.

        Aber ich könnte ja auch einfach einen Schein in einen Umschlag stecken und euch ganz anonym per Post zuschicken 😉

  11. Ich finde es viel krasser, dass weder die Ferien etwas früher starten noch nach Silvester wenigstens 7 Tage die Schulen geschlossen werden sollen.

    • In NRW ist es beschlossen, am 21.und 22.12.ist unterrichtsfrei! Aber kein dienstfrei, Lehrer übernehmen die Notbetreuung mit MNB bei den SuS und 1,5 m Abstand. Also LuL ohne Eltern, ohne Kinder oder ohne Familienmitglieder, die zur Risikogruppe gehören, an die „Front“! Oder vielleicht spendiert das MSB allen anderen einen Schnelltest? Bis dahin weiterhin Regelbetrieb, d.h. in Corona Hotspot-Gebieten und – Stadtteilen mehrfach höhere Infektionszahlen als in „besseren“ Wohngegenden z.B. in einer Großstadt. Dort dürfen die SuS wohl auch häufiger in Quarantäne gehen. Wo bitte bleibt da die Bildungsgerechtigkeit und das soziale Lernen?

      • @lehreramlimit
        „Dort dürfen die SuS wohl auch häufiger in Quarantäne gehen. Wo bitte bleibt da die Bildungsgerechtigkeit und das soziale Lernen?“

        Und bitte wie soll das Zentralabitur 2021 unter diesen Bedingungen funktionieren?
        Wer durfte was lernen und was wird dann ‚zentral‘ abgefragt?
        Hat sich darüber mal jemand Gedanken gemacht?

    • In Mecklenburg-Vorpommern, leider! Hier bestehen auch die einzelne Kohorten aus 2-3 Jahrgängen. Desinfektionsmittel sind auch verboten, da sie nach Auffassung der Berater zu gefährlich für die Kinder sind. Ich komme aus dem Kopfschütteln über diese Zustände nicht mehr raus.

  12. Ich finde den Entwurf der Ministerpräsidenten ganz gut. So lange ich meine Schüler unterrichten kann, will ich das auch tun. „Digitaler Unterricht“ ist für ca. die Hälfte meiner 6. Klasse reine Wunschträumerei. In der Schule verhalten sich die meisten Kinder hygiene-disziplinierter als außerhalb, so weit ich beobachten kann.

  13. Ein absolutes Armutszeugnis. Sie werden schon sehen, was sie davon haben. In meinem Bekanntenkreis sind alle nur noch fassungslos, ob der Arbeitsverweigerung der Kultusminister.
    Ich hoffe die Angela stellt sie alle gehörig in den Senkel und setzt sich durch am Mittwoch.
    Ich hab noch Elternzeit übrig…

    • @Dompteur: Dann kann ich Ihnen nur raten diese Elternzeit zu beantragen. Wenn man sie jetzt beantragt, kann man sich – wegen der 7 Wochen Frist- wenigstens ab Mitte Januar aus der Schule verabschieden.
      Und nein, es bedeutet NICHT sich der Verantwortung zu entziehen oder die Kollegen im Stich zu lassen.

      • Die Kollegen müssen es aber trotzdem auffangen.
        Aber wenn es die Regelung gibt, halt auch jeder das Recht dazu, den EZU zu beantragen. Schade ist nur, das der eingentliche Sinn dadurch verloren geht.

        • ja, man wird hier in ein gewisses Schildbürgertum regelrecht gezwungen. Aber: überlebt haben meist eher die, die sich vor dem Säbelzahntiger irgendwie in Sicherheit gebracht haben, und nicht die, die arglos nix gemacht oder abgewartet haben…. Ich hab übrigens auch der Schule Adieu gesagt. Vorsorglich schon vor den Sommerferien, da ich diese Zustände kommen sah.

  14. Hmm, es tut sich was.
    Weiterführende Schule Baden-Württemberg Hotspot:
    Schüler wurden heute mehr oder weniger offiziell darüber informiert, dass ab nächster Woche Wechselunterricht stattfindet, evtl. inklusive Oberstufe.

  15. Das sei die „höchste Form von Bildungsgerechtigkeit“, sagt Fr Gebauer.
    Ich sage, das ist die höchste Form der Ignoranz und Verantwortungslosigkeit. Bei uns an der Schule konnten einzelne Klassen heute gar nicht in die Schule kommen, weil durch Quarantäne und Erkrankungen bei KuK kein Vertretungsunterricht gestellt werden konnte. Morgen bleibt aus dem gleichen Grund der gesamte 7. Jahrgang zuhause….mal schauen, wie das weitergeht. Da solche Dinge sich ja super – ganz kurzfristig – organisieren lassen kann man davon ausgehen, dass es mit der Versorgung von Aufgaben für die SuS sehr bildungsgerecht zugehen wird. Es lebe der Präsenzunterricht mit kompletten Klassen bei geöffneten Fenstern.

    • Aber heute verkündete doch Fr. Gebauer, dass die Zahlen in Schulen stagniert! Wenn das kein Erfolg auf ganzer Linie ist *Ironie off*

    • Die könnten sich das Leben SOWAS VON erleichtern, wenn die dümmliche Präsenzpflicht endlich überall in Deutschland abgeschafft würde! Dann wären schon weniger Schüler vor Ort, ich bin mir sicher, dass es überlebbar für Schüler ist, ein Schuljahr zu wiederholen bei Bedarf, Pandemie ist eine Ausnahmesituation! Und es würden Lehrer UND manche Eltern entlastet, es gibt ja genug Eltern, die ihre Kinder lieber daheimlassen würden derzeit!! (obwohl wir an der Schule unseres Kindes die einzigen Eltern sind…die ihr Kind weiterhin zu Hause lassen möchten)

    • Die „höchste Form der Bildungsgerechtigkeit“ ist vor allem eins: Es ist die höchste Form der staatlich angeordneten Körperverletzung. Und die staatliche Anordnung zur Missachtung der Gesetze. Nachmittags müssen wir uns an die Regeln halten, dürfen uns nur mit 1 weiteren Person eines anderen Haustandes treffen. Vormittags werden wir gezwungen, gegen diese Regel zu verstoßen, tägliche Treffen mit 30 Personen aus 30 verschiedenen Haushalten (aus Sicht des Schülers) und aus Sicht des Lehrers tägliche Treffen mit 150 Personen aus 150 verschiedenen Haushalten.
      Und das alles nur, um zu vertuschen, dass Deutschland ein Entwicklungsland in puncto digitaler Unterricht ist und man die vielen Wochen seit Beginn der Pandemie schlichtweg aus Faulheit und Verantwortungslosigkeit untätig verschlafen hat.

  16. MSB NRW aus Schulmail:
    Klausuren od. mdl. Prüfungen können am 21. und 22. Dez. stattfinden.

    …“ Zielsetzung der Beratungen ist ein weiterhin möglichst einheitliches und abgestimmtes Vorgehen für den Schulbetrieb in den Ländern im Lichte des aktuellen Infektionsgeschehens.“

    Wer gibt da bloß die hellste Birne im Kronleuchter.

    • @gehtsnoch

      Die Kronleuchter wurden abgeholt von Horst Lichter (genial, dass der schon seit seiner Geburt den passenden Namen für diese kleine Wortwitzchen hatte) – Sie wissen schon: „Bares für Rares“!

      In den Ministerien wird jetzt nach dem Greta-Prinzip ganz umweltfreundlich gearbeitet:
      Nicht nur an den Fridays für die Future. (Englisch findet schon nicht mehr ganz so oft statt …).
      Täglich – jahaaa – ist da jetzt kognitive „rund-um-die-Uhr“-Verdunkelung angesagt.

      Wegen der Sicherheit.
      😉

  17. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-news-am-montag-spahn-rechnet-mit-ersten-corona-impfungen-noch-in-diesem-jahr-a-eec45d68-aab5-4fcf-b531-cef72de9cbea

    EU-Behörde: Deutschlands Corona-Maßnahmen reichen nicht aus

    Die derzeit in Deutschland geltenden Corona-Maßnahmen könnten nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC womöglich nicht genügen, um die Infektionszahlen bis Weihnachten zu verringern. „Es gibt neun Länder, in denen wir prognostizieren, dass die momentanen Maßnahmen nicht ausreichend sein werden, um zu einem Abwärtstrend bei der Inzidenz der bestätigen Fälle zu führen“, hieß es in einem am Montag veröffentlichten ECDC-Bericht.
    Dazu zählt demnach auch Deutschland!

    Wieso sehen die ANDEREN die Wand, vor die wir fahren, nur unsere MPs und KuMis nicht?

  18. 1) Wurde bei der Kinderkrankenhaus-Nicht-Studie eigentlich auch bedacht, dass diejenigen Kinder, die geplant für einen Eingriff o.ä. ins KH gehen, vielleicht die letzten Tage vorher schon nicht mehr überall hingegangen sind um bloß coronafrei zu sein?

    2) Vielleicht waren einige dieser Kinder auch Risikopatienten (liegt ja nahe, die meisten gesunden Kinder müssen ja eher selten ins KH) und wurden seit März sowieso zuhause betreut und haben sowieso schon seit Monaten den Kontakt zu anderen Menschen vermieden.

    3) Wurde bedacht, dass die verrotzten Kinder wahrscheinlich erst gar nicht zum KH gefahren sind weil ihnen schon vorher die Anweisung bekommen haben, dass sie in diesem Fall zuhause bleiben sollen?

    4) Einige der Familien haben evtl. auch schon vorher (entweder angeordnet oder aus Eigeninteresse) einen Test beim Arzt gemacht haben bevor sie ins KH gekommen sind. Einige infektiöse Kinder wären also schon aus dem Verkehr gezogen worden.

    5) Zudem wurde die Studie zum Großteil im infektionsarmen Sommer gemacht und nur ein winziger Teil fällt in die Zeit mit mehr Infektionen. Nicht nur bei Kindern war der Anteil der Infizierten extrem viel geringer als jetzt Ende November. Also absolut nicht vergleichbar.

    Für mich hat diese „Beobachtung“ der Kinderärzte in Krankenhäusern (es ist ja noch nicht einmal eine Studie) null Aussagewert.

    • Zu 1) für diese Annahme gibt es keine Belege, zumal sich die Kinder in der Regle zuvor ja in der Schule befunden haben.
      Zu 3) und 4) KH Aufenthalte werden langfristig geplant, wenn sie also abgesagt worden sind, wissen die Arzte in der Regel auch warum. Was hier angedeutet wird, ist die bewusste Unterschlagung von Informationen.

      Aber leider ist es so, wenn es nicht in mein Weltbild passt, dann haben die Beobachtugen eben keine Relevanz.
      Wo ich zustimmen kann, ist, dass es keine Studie ist, deswegen heißt es ja Beobachtung.

      • Tina +2 hat schon Recht. Im süddeutschen Raum ist es seit Monaten üblich, vor einem geplanten Krankenhausaufenthalt einen PCR Test machen zu lassen.
        Ganz am Anfang habe ich auch irgendwo gelesen, es seien viele Kinder aus der Diabetes Ambulanz dabei gewesen. Hmm, wenn mein Kind Diabetes hätte würde ich alles dafür tun, dass es nicht auch noch an Covid 19 erkrankt.
        Man weiß außerdem nicht einmal welches Alter die Kinder hatten. Ab 16 gehen „Kinder“ nicht mehr zum Kinderarzt, aber noch in die Schule.
        Dazu kommt der sinnlos große Zeitraum von einem halben Jahr, volle zwei Monate oder noch mehr davon Ferien. Interessant sind doch die letzten 6-8 Wochen. 0,5% ist dann doch gar nicht so wenig.
        Außerdem wurden wohl PCR Tests gemacht. Damit finde ich akut Infizierte, aber keine Kinder mit Antikörpern.
        Warum jetzt gerade Kinderärzte und Kinderkliniken mit dieser „Studie“ ums Eck kommen, dazu sag ich lieber nichts. Ich zitiere meinen Lungenfacharzt: Es ist immer das Geld.

    • @Tina+2: Alles richtige und wichtige Überlegungen, wenigstens soweit ich das zu beurteilen vermag.

      Ihr einziger Fehler: Den Kultusministern mit Aussagen kommen zu wollen, die auf gesundem Menschenverstand beruhen.

  19. Es ist ein Spaß, die google-Bewertungen der Kultusministerien zu lesen. zum Beispiel hier
    https://www.google.de/search?source=hp&ei=oeG7X6WzAa2IjLsPpOuQgAs&q=kultusministerium+bw&oq=Kulusmi&gs_lcp=CgZwc3ktYWIQARgAMgcIABCxAxAKMgcIABCxAxAKMgQIABAKMggIABCxAxCDATIHCAAQsQMQCjIECAAQCjIECC4QCjIECAAQCjIHCAAQsQMQCjIECAAQCjoFCAAQsQM6BQguELEDOgIIADoCCC46BQguEJMCOggILhCxAxCTAlCiA1jhDWDMIGgAcAB4AIABjAGIAbgFkgEDNC4zmAEAoAEBqgEHZ3dzLXdpeg&sclient=psy-ab#lrd=0x4799db36009a10af:0xff877c555f18a345,1,,,

    und wahrscheinlich adäquat in jedem Bundesland. Vorschlag: jeder bewertet mal sein Kultusministerium mit „1 Stern = sehr schlecht“ – am besten sollten dies tausende Menschen tun. Das ist auch eine Form des Protestes, es sollten nicht hunderte, nein, es sollten tausende Bewertungen sein.

  20. Bei uns im Landkreis würde ab einer Inzidenz von 100/100000 der geteilte Unterricht eingeführt. In 2 Schichten und es funktioniert tadellos. Meine Tochter möchte nichts anderes mehr und den Lehrern tut es auch gut. Die Busse sind auch weniger voll. Macht weiter so…

    • Glückwunsch! Wohin müssen wir umziehen? Hier findet auch bei fast 300 Inzidenz noch Vollpräsenzunterricht statt. In den Bussen sind selbst alle Stehplätze belegt.
      Warum ist es so schwer wenigstens einheitliche Kriterien aufzustellen, ab welcher Inzidenz (von mir aus auch weitere relevante Messgrößen) welche Maßnahmen ergriffen werden MÜSSEN? Die RKI-Empfehlungen werden ja einfach überall ignoriert aber eigene Kriterien stellt die KMK auch nicht auf. Warum?

  21. Dann werden in BaWü die Masken in Klasse 5 und 6 wieder abgenommen im Unterricht????

    Kann eigentlich nicht wahr sein….. es wird also nun gelockert und nicht verschärft.

  22. Da wir schon neben erkrankten SuS auch nun LuL positiv getestet an der Schule haben, besuche ich meine Mutter (81) und die Schwiegerelten (beide ü80) nicht mehr. Ich fühle mich als superspreader, da ich täglich Kontakt habe. Ich halte mich an alle Regeln, habe wenig bis keinen persönlichen Kontakt mit anderen. Spaß und Sport wird einem sowieso verwehrt. Dennoch büße ich den Rest ein, weil ich arbeiten gehe und nicht wie die „Waschbär Helden „ zuhause bleibe.
    Selbst wenn die Schulen früher in die Ferien gehen und ich mich vorher anstecke, fällt dann auch noch das Familienfest, wegen Quarantäne flach.
    Die Schulen sollen offen bleiben, kann ich verstehen, damit habe ich kein Problem, aber warum kann nicht das Kontaktrisiko nicht eingeschränkt werden.

    • Geht mir genauso! Wenn ich mal doch bei meinen Eltern vorbeigeschaut habe, lebe ich ständig in der Angst, ihnen doch etwas eingeschleppt zu haben, was einem Todesurteil gleich kommt.
      Es geht mir schlecht, wenn ich sie die ganze Zeit sich selber überlassen muss, statt regemäßig nach ihnen zu sehen und einige Hilfestellungen zu geben, aber ich kann auch nicht damit leben, sie mit Corona infiziert zu haben.
      Ich lebe nur noch für die Arbeit, andere Kontakte gibt es seit März kaum noch, und dafür darf ich dann ständig hören und lesen, wie toll es die faulen, fortbildungsunwilligen Lehrersäcke doch haben.

      • Sie haben mein Mitgefühl, dazu muss man aber auch sagen, dass es Lehrer und Schüler mit sich machen lassen. Bei Tönnies gab es Aufruhr wegen der Arbeitsbedingungen, bei Lehrern und Schülern wird es hingenommen.

  23. An unserem Gymnasium vor Ort war wegen fehlender Lehrer an geregelten Unterricht nicht mehr zu denken. Jegliche Bemühungen für OnlineUnterricht wurden von den Lehrern ignoriert. Nach einem ernsten Gespräch einiger Eltern mit bestimmten Spezies aus dem Lehrerzimmer hat sich die Lage um Größenordnungen verbessert. Redet einfach miteinander, das wirkt Wunder. Nicht immer nur hinterrücks Schimpfen…

    • Grundsätzlich gehe ich mit ihnen diesen Weg. ABER er wirkt leider nicht immer.

      Mein einer Zwilling (16 Jahre, i-Status, in diesem Sommer in die Vorstufe der gymnasialen Oberstufe gewechselt, seit Wochen zu krank für Präsenzunterricht aber noch fit genug für Distanzunterricht, seit dem 12.11. offiziell und anerkannt vom Präsenzunterricht befreit) bekommt so gut wie keine Bildung durch die Schule.

      In meinem letzten Telefonat mit einem Lehrer am Freitag kam heraus, dass die Schule davon ausgeht, dass sein Zwillingsbruder (der die selbe Klasse besucht) ihm den Unterrichtsstoff weitestgehend über die letzten Wochen mitgebracht hat, ihm die Sachen erklärt usw.

      Ich war wirklich nur sprachlos. Bei allem Engagement seines Zwillingsbruders, der es am Anfang wirklich versucht hat, und all meiner Bemühungen – das kann nix werden und war/ist auch nicht möglich.

      Sein Bruder ist allein 3x die Woche von 8-17 Uhr außer Haus für Unterricht und Schulweg. Dazu noch Hausaufgaben und Klausurvorbereitungen. Ein gewisses Maß Ruhe und Privatleben ist für einen 16jährigen auch nötig. Sonst hätte ich bald den nächsten langfristig Kranken hier im Haushalt.

      Ich selber bin aufgrund 100% Erwerbsminderung zwar zu Hause und kann in manchem unterstützen. Aber nicht beim eigentlichen Lehrstoff, da ich kein Abitur gemacht habe und zudem seit mehr als 35 Jahren aus der Schule raus bin.

      • Hallo Mutter, die Bezeichnung „ernstes Gespräch“ ist ein massiver Euphemismus. Es fand auch nicht in der Schule statt, sondern im privaten Kreis und wurde auch nicht angekündigt. Mit den „Spezies“ sind die Lehrer gemeint, die sich seit vielen Wochen von ihren Pflichten abgekoppelt haben und auch zu keinem „normalen“ Gespräch zur Verfügung standen. Ich hoffe Sie verstehen was gemeint ist und, ich hoffe auch, dass der Kommentar hier veröffentlicht wird. Anders geht es wohl nicht mehr und geholfen hat es auch…

        • Vielleicht sollte man mal solche „ernsten Gespräche“ mit den „Spezies“ der Eltern führen, die sich nullkommanix um ihre Kinder und deren ach so wichtige Schulbildung kümmern. Wenn Sie in solcher Art und Weise bei mir privat aufgetaucht wären, hätte ich Sie hochkant rausgeschmissen!

          • Tja, so war die erste Reaktion der Betroffenen auch. Aber wie gesagt, ein paar klare und ernste Worte bewirken oftmals Wunder. Übrigens hatten diese Eltern volle Unterstützung und Rückendeckung von den an der Schule anwesenden Lehrern, die waren nämlich auch nicht einverstanden und waren dadurch noch mehr belastet. Denn die waren machtlos und auch die Schulleitung konnte oder wollte gegen diese Arbeitseinstellung der Kollegen nichts unternehmen. Aber wie gesagt, das hat sich jetzt erledigt und alle sind zufrieden.

  24. Das Verhalten und die STURHEIT DER Kultusminister* Innen ist VORSAETZLICHE KOERPERVERLETZUNG IN GANZ GROSSEM STIL!!!!(im schlimmsten Fall mit Todesfolge)

    ABSOLUT UNVERANTWORTLICH!!!!

    Warum wird da von Seiten der Bundesregierung nicht sofort mal durchgegriffen?????

    Bei deren ewigen Vertagungen mit Besprechungen kommt eh nix bei raus,ausser Missachtungen der Empfehlungen des RKI und Missachtung des Rechtes auf Unversehrtheit der Gesundheit aller Beteiligten!!!

    Warum wird das immer noch geduldet????

  25. Also, es gibt wohl auch Ausnahmen in der Schulwelt. Bei uns am Ort in der Gesamtschule wurde vor 2 Wochen eine Wechselschicht eingeführt. Morgens 2 Doppelstunden von 8 bis halb 12 und dann von 12 bis 15 Uhr. Danach waren dann OnlineSprechstunden für die kranken Schüler und die, welche unter Quarantäne stehen. Ich finde das System super, auch von den anderen Eltern beklagt sich niemand. Für die Lehrer sind kleinen Klassen auch chilliger. Ich kann nur sagen: Alle Daumen hoch!

    • Ich kann mich dem Kommentar von @Leseratte nur anschließen.

      Und ich bin der festen Überzeugung, vieles ist und wäre möglich, wenn die Kultusministerien und die Schulträger den Schulen keine Steine in den Weg legen würden sondern unterstützten.

      Und ALLES, außer kompletter Schulschließungen, ist besser als das was jetzt an Gemurkse mit übermäßiger Gesundheitsgefährdung läuft.

  26. Liebe Kollegen, ich glaube nicht, dass jemand aus der Normalbevölkerung dieses Forum liest. Deshalb weiss auch niemand um unsere Probleme. Ich habe deshalb in unserer Raumschaft die anderen Lehrer an den Schulen dazu aufgerufen am Samstag in der Fußgängerzone unserer Kreisstadt eine Mahnwache abzuhalten, um auf unsere prekären Bedingungen aufmerksam zu machen. Ich glaube etwas anderes hilft nicht mehr. Am Besten jeden Samstag und das bundesweit, erst dann tut sich etwas. Ruft doch bei Euch auch dazu auf. Zusammen sind wir stark!

    • Es gibt Kollegen, die verlassen vor der Pause den Raum und lassen alle Fenster zu. Sitzen im Lehrerzimmer bei dicker Luft, kein Fenster offen, alles wie vor Corona. Vom Personalrat kommt nichts. Lehrer, die sich vor einer Infektion schützen wollen bzw. müssen wegen eigenem Risiko oder Risiko in der Familie haben schlechte Karten. Habe langsam das Gefühl, dass das Ganze vielen einfach am A… vorbeigeht. Wenn ich so einen Aufruf starten würde….

      • Es geht um Arbeitsschutz, der allen zusteht. Nicht um die Ignoranz von Kollegen. Wer bei dieser Belegung der ITS mit über 200 Toten täglich immer noch meint, dass es ihn nicht betrifft, ist dumm. So jemanden werden Sie nicht überzeugen können. Es ist Ihr gutes Recht diesen Arbeitsschutz einzufordern.

  27. Warum funktioniert der Lock-Down light nicht?
    Weil unsere Landesfürsten und ihre Minister so weit von den Leuten weg sind und sich so an ihrer macht berauscht haben, dass sie die Wirklichkeit nicht sehen1 (können / Wollen?)

    Pfeiler 1: Kneipen, und Kultur sind zu. Das lässt sich kontrollieren und haz zum Stopp des Wachstums auf hohem Niveau geführt.

    Pfeiler 2: Private Kontakte. Da wurden massig Maßnahmen beschlossen. Das Problem ist, dass der Staat da weitgehend auf die Einsicht der Bürgen angewiesen ist. Die privaten Kontaktbeschränkungen lassen sich nur sehr dürftig durch Kontrollen und Strafandrohung erzwingen.
    Warum zeigen die Leute denn dann keine Einsicht?
    Weil kein Mensch versteht, warum es im Privaten eine Gefahr darstellt wenn man sich mit mehr als 5 Personen aus mehr als zwei Haushalten trifft aber dichte weitgehend ungeschützte Menschenmassen in Bussen und Schulen absolut sicher sein sollen.
    Wenn die Leute sich verarscht fühlen, dann haben sie auch wenig Motivation sich freiwillig an die Regeln im privaten Bereich zu halten. Selbst das schlichteste Gemüht ahnt, dass da was mit der LogiK nicht stimmt sondern der Staat uns mit Märchen wie „Die Schulen sind sicher“ auf der einen Seite billig abspeist und auf der anderen Seite freiwillige strikte Disziplin fordert.

    Pfeiler3: Das wären eigentlich die Schule und die öffentlichen Verkehrsmittel. Hier werden sämtliche Kontakte zugelassen. Schützen sollen nur ein paar läppische Hygieneregeln. Auch wenn Kollegen andere Beobachten machen, ich glaube nicht, dass alle Schüler selbst diese Minimalregeln sicher einhalten! Aus den oben genannten gründen ist das Eigeninteresse an Masken und Abständen bei vielen jugendlichen Schülern sehr überschaubar.
    Das funktioniert wenn der Lehrer dabei ist. Einmal zur Tafel gedreht. Zehn Masken hängen unter der Nase. Pause, alle verschwinden um die Ecke und starren ohne Maske mit 5 Personen Wange an Wange auf ein Handy. Man holt halt nach, was man privat nicht darf.

    Aber zum Schluss was positives. Wenn mich bis zu den Ferien die Infektion verschont und ich nicht auf der Intensivstation feiern muss, dann ist mein Fest gerettet. Hab alles genau geplant. Morgen mit dem Schulleiter sprechen. Klassensaal sichern und mit der ganzen Familie in der Schule feiern. Das ist bombensicher.
    Silvester steigt die Party dann im Bus. Auch sicher.
    Erkennen sie das Problem?

  28. Es gibt Kollegen, die verlassen vor der Pause den Raum und lassen alle Fenster zu. Sitzen im Lehrerzimmer bei dicker Luft, kein Fenster offen, alles wie vor Corona. Vom Personalrat kommt nichts. Lehrer, die sich vor einer Infektion schützen wollen bzw. müssen wegen eigenem Risiko oder Risiko in der Familie haben schlechte Karten. Habe langsam das Gefühl, dass das Ganze vielen einfach am A… vorbeigeht. Wenn ich so einen Aufruf starten würde….

  29. Das Recht auf Bildung steht gleich mit dem Zwang seine eigene Gesundheit und die der Familie auf das Spiel zu setzen.
    Warum dürfen die Kinder von ihrem RECHT auf Bildung nur Gebrauch machen, wenn sie sich in einen engen Raum mit 25 Mitschülern begeben?
    Gerne aber würde mein Kind ihr Recht auf Bildung zu Hause einfordern. Ansonsten würde mein Kind ihr Recht auch für ein paar Monate aussetzen.
    Redet bitte nicht nicht von RECHT auf Bildung. Liebe Politiker, nennt es ZWANG zur Bildung, oder vormittaglicher ZWANG zur Anwesenheit in Einrichtungen.
    Lieber kürzt ihr den Lehrplan, als dass ihr Kindern erlaubt in Hybridunterricht zu gehen. Und hört mir auf von bildungsferneren Familien zu reden. Die schulische Bildung ist nicht die einzige Bildung. Lasst so viele Familien unter Existenzminimum leben, aber meint es plötzlich so gut mit den vielen kleinen Kindern. Liebe Politiker, selbst für unpolitische Eltern macht ihr aus dem Skandal eine politische Sache. Und Eltern vergessen auch bei der nächsten Wahl nicht, wer bereit war seiner Familie Schaden zuzufügen.

    • Absolut! Seh ich auch so! Mir dämmert langsam, dass Schulzwang wohl dazu dienen wird, um eine Menschenmasse heran-zu-erziehen, die darauf konditioniert sein wird, später lohnabhängig zu ggf prekären Bedingungen für ANDERE zu schuften. Finanzielle Bildung zum Beispiel erwerben unsere Kinder doch nie in Schulen, nur zu Hause. Es werden gerade ALLE Familien über einen Kamm geschoren: Kinder sollen vor blauen Flecken und vor Bildungsarmut geschützt werden. Ich bin mir sicher: ein Großteil der Familie ist nicht so bildungsfern und kindesmisshandelnd, wie per se von den KM unterstellt wird.

  30. Irgendjemand Gebauer heute wieder gehört???

    – Leude, ich geb auf… Gegen den Grad an Bl… ist kein Kraut stark genug…

    FFP 2 habe ich bisher im Unterricht genutzt, aber das ist mir unter den Aussichten jetzt zu lahm – ist ja wie „Lockdown-light“.

    Jetzt bestell ich schonmal einen dieser gelben Seuchenanzüge mit Helm und Sauerstoffflasche. Ist auch nachhaltiger. Man kann sich scheinbar nur noch selbst „physischen Distanzunterricht“ durch „Körperabschottung“ verordnen.

    Ist aber andererseits auch geil: Wenn ich keine Maßnahmen ergreifen will, setz ich halt einfach die Inzidenzgrenze so hoch an, dass sie möglichst nicht erreicht wird. Warum nicht erste Maßnahmen bei Inzidenz 500, Fr. Gebauer? Wäre noch safer, dass man NIX tun muss…

    #MicDrop

  31. Bewerten Sie diese nur durch Seilschaft an ihr Amt gekommene Nicht-Akademikerin doch negativ! Google-Bewertungen, Kultusministerium….und stiften Sie alle, die Sie kennen, dazu an, es Ihnen gleichzutun…1 Stern für die Kultusministerien! Leute, wie Frau Gebauer, die noch nicht mal ein Studium vorzuweisen vermögen, haben die MACHT über Leib und Leben von Millionen! Hatten wir sowas nicht schon einmal?

  32. Die Maskenpflicht gildet bei uns in Wiesbaden schon lange,seit den Herbstferien auch im Unterricht ab Klasse 5 und in der Grundschule seit dem 9.11.2020 .
    Es wird sich einfach nichts ändern. Wir haben uns dazu entschieden unsere Kinder vom Unterricht zubefreien.

  33. In meinem hübschen Städtchen ist nebst Fällen an weiteren Schulen (auch GS) der gesamte 5. Jahrgang an einer Schule in Quarantäne, ferner eine 9. Klasse sowie einige KuK.

    Weil der Inzidenzwert zzt. bei 49,… liegt, hat der betreffende SL heute mitgeteilt:
    Masken sind erstmal nicht mehr nötig!

    Es scheint Leute zu geben, die sich derzeit offensichtlich immer noch nicht ausgelastet fühlen bzw. Brände mit Benzin löschen,
    anders kann ich das nicht interpretieren.

    Und man könnte zumindest mal darüber nachdenken, ob man sich mit derartigen Entscheidungen nicht doch maßgeblich daran beteiligt, die Dauer der Pandemie unnötig in die Länge zu ziehen (und damit möglicherweise auch Gesundheit, gar Leben anderer riskiert).

    Ich pack‘ mir an den Kopp!

  34. @Svenja:

    In deinem angegebenen Link konnte ich einen Fehler entdecken:

    Als Adresse für das Ministerium wurde bei Google „Thouretstraße“ angegeben.

    Es muss „Tourettestraße“ heißen.

    Dann passt es.

  35. Sorry aber für mich ist das alles nicht mehr normal wieviele Schüler sollen sich noch infizieren. Anstatt home und praezens Im Wechsel zu machen. Wahrscheinlich muss erstmal ein Schüler sterben damit was passiert. Echt traurig sowas. Bin wirklich geschockt von den Politikern

    • Es ist sehr enttäuschend wie dominant und rücksichtslos die Politiker der Bundesländer sich über die Empfehlungen des RKI hinwegsetzen. Traurig, respektlos und verantwortungslos!!!!

  36. Ich wünschte Frau Merkel würde mal endlich auf den Tisch hauen und durchsetzen, dass unsere Kinder, deren Familien und die Lehrkräfte auch endlich vernünftig geschützt werden! Was ist das für ein Idiotenverein da oben?! Kotzt einen nur noch an !!!

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