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Streit um Schulen auf dem Bund-Länder-Gipfel: Die Geduld der Kanzlerin mit den Kultusministern ist am Ende – eine Analyse

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Von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

BERLIN. Der Kanzlerin geht die Geduld aus. Wenn die gewiefte Verhandlerin, die am liebsten im stillen Kämmerlein wirkt, zum Megafon greift, dann muss es um die Sache schlecht stehen. Das ist jetzt der Fall: Die Landesregierungen haben sich in ihrer Position „Wir halten am Regelunterricht fest“ so tief eingegraben, dass Angela Merkel schon – bildlich gesprochen – mit Dynamit werfen muss, um die Ministerpräsidenten und ihre Kultusminister in Bewegung zu bringen. Indem sie ihren ursprünglichen Entwurf für die Beschlussvorlage zum Bund-Länder-Gipfel vorab öffentlich machte, sorgte die Bundeskanzlerin nun für den entsprechenden Knall.

Die Kanzlerin muss Hand bei der Bildung anlegen. Foto: Armin Linnartz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)
Schluss mit lustig. Foto: Armin Linnartz / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 DE)

Denn mit dem veröffentlichten Forderungskatalog der Bundeskanzlerin ist praktisch offiziell: Die schier endlos in Schleife wiederholten Behauptungen „Die Schulen sind sicher“, „Schulen sind keine Hotspots“ oder „Infektionen werden von außen in die Schulen hereingetragen“ sind bloße Beschwörungsformeln verunsicherter Landespolitiker – und haben mit der Realität herzlich wenig zu tun. Entsprechend kläglich wirken die Versuche von Ministerpräsidenten, dem Eindruck entgegenzuwirken, sie wüssten besser über Corona Bescheid als Merkel und die sie beratenden Wissenschaftler von der Leopoldina bis hin zum Robert-Koch-Institut.

Hat sich das Kanzleramt nicht korrekt über die Infektionen in den Schulen informiert?

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) etwa bezweifelt allen Ernstes öffentlich, „dass das Kanzleramt sich über die Infektiosität in den Schulen korrekt informiert“ habe. „Das Problem sind nicht die Infektionen in den Schulen, sondern außerhalb der Schulen!“, so verkündet sie via „Bild“-Zeitung.

Doof nur, dass Prof. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, erst vor vier Tagen das Gegenteil erklärte – und damit sämtliche Landesregierungen in den Senkel stellte: „Wir sehen immer mehr Ausbrüche in Schulen.“ Das Infektionsgeschehen werde in die Schulen und auch aus ihnen heraus getragen. Wieler: „Wir wissen ja schon seit langer Zeit, dass natürlich auch Kinder infiziert werden können.“ Ach, wissen wir das?

So machen sich die Ministerpräsidenten lächerlich – und folgen der aberwitzigen Linie, die ihre Kultusminister seit Monaten vorgeben. Die behaupteten monatelang, Kinder seien gar nicht ansteckend. Davon ist jetzt nicht mehr viel zu hören; eine Korrektur hat aber noch kein Amtsträger über die Lippen gebracht.

Dann legten die Länder weder Schwellenwerte für Maßnahmen im Schulbetrieb fest – wie Merkel von ihnen gefordert hatte –, noch beachteten sie die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb. Die Gesundheitsämter dehnen stattdessen lieber die Quarantäne-Vorgaben für Schulklassen bis zur Sinnlosigkeit (vielerorts muss nur noch der Infizierte selbst zu Hause bleiben). Getestet werden Schüler ohnehin nur noch im Ausnahmefall, so scheint es. Dass Daten über Ausbrüche an Schulen von den Kultusministern allenfalls sporadisch veröffentlicht werden, passt ins Bild.

Gesundheitsämter sollen festgestellt haben: Es gibt weniger Ansteckungen in Schulen als andernorts

Jetzt heißt es (Ministerpräsidentin Malu Dreyer und KMK-Präsidentin Stephanie Hubig laut Pressemitteilung am Sonntag im Duett): Das Übertragungsrisiko sei in Schulen geringer als an vielen anderen Orten. Als Beleg verweisen die beiden auf Meldungen der Gesundheitsämter von Rheinland-Pfalz. Dabei wurde bereits auf der „Lockdown-light“-Pressekonferenz der Kanzlerin Anfang November festgestellt, dass drei von vier Infektionsketten für die Gesundheitsämter gar nicht mehr nachvollziehbar sind. Für wie dumm wollen Landesregierungen die Bürger in Deutschland eigentlich noch verkaufen?

Bereits am 27. Juli titelte News4teachers: „Spiel mit dem Feuer – Wenn sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, steht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst bevor.“ Darin kritisierten wir die Unlust der Kultusminister, sich mit einem Plan B zu beschäftigen, sollte die Position „Wir halten am Regelunterricht fest“ nicht haltbar sein. Und genau vor dieser Situation steht Deutschland jetzt.

Die Warnungen seriöser Wissenschaftler vor einem schutzlosen Schulbetrieb wurden ignoriert

Nun sind wir keine Hellseher. Die Warnungen, auf die wir uns bezogen, stammten von seriösen Wissenschaftlern und waren bereits seit Mai öffentlich, wurden von den Landesregierungen aber schlicht ignoriert. Deshalb sind die Schulen heute nicht auf das vorbereitet, was Merkel nun fordert: die Einhaltung der AHA-Regeln im Unterricht (und damit der RKI-Empfehlungen) nämlich. Aus Angst, dieses – zugegeben: auch wirklich krasse – Versagen einzugestehen, haben sich die Länder in ihrer Position „Regelunterricht!“ eingegraben. Die Geduld der Kanzlerin damit ist aber nun erkennbar am Ende. Eine Woche Frist. Mehr war sie heute nicht bereit zu geben (hier geht es zu einem Bericht über den Streit um Schulen auf dem Bund-Länder-Gipfel). News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsjournalist Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus. Foto: Tina Umlauf

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt mehr als einer Million Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Schulen sind sicher? Wie wäre es mal mit der Wahrheit, Kultusminister?

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petra buschmeier
5 Jahre zuvor

Es ist schon komisch, dass das Virus weiß, wer ein Kindergartenkind oder Schüler ist und diese somit nicht infiziert.
Liebe Kultusminister, es reicht mit diesen Behauptungen. Ihr spielt mit dem Feuer.

gehtsnoch
5 Jahre zuvor

Abwarten statt handeln – und dazwischen die Infektionsketten laufen lassen. Dabei die Quarantäne in Schulen /KiTa aussetzen und die Infektionszahlen sinken.
Notlüge mit vorübergehender Wirkung.
So spart man sich noch umbequeme Entscheidungen und kann sich dazu heldenhaft feiern lassen, da der Lockdown light die richtige Entscheidung ist.
SuS / LuL etc. wirken in der politischen Gesamtbetrachtung allenfalls wie eine “infizierte” Minderheit.
Eigenmotiviert remonstrieren!

SW
5 Jahre zuvor

Es wird erst einmal so bleiben.
Die Gesundheitsämter sorgen für niedrige Zahlen – selbst bereits erlebt!
Was in Jahrzehnten verschlafen wurde, wurde auch über den Sommer verpennt. Keine Endgeräte = kein Distanzunterricht. Es redet ja auch schon gar keiner mehr über Endgeräte für Schüler – das ist alles schon wieder “abgeräumt”. In den Sommerferien haben wir noch überlegt, ob wir unserer jüngsten Tochter jetzt ein Notebook kaufen oder warten bis eines vom Land kommt (-; – ja ich weiß lächerlich, aber darüber sprach man ernsthaft.

Ich bin klar für Filter bzw. die Max Planck Entlüftung und halbe Klassen. Allerdings ohne Maske oder zumindest mit deutlich mehr Masken Pausen und zwar für Schüler UND Lehrer – denn das Tragen ist auf Dauer unzumutbar. Für einen Nachteilsausgleich für Leistungen unter der Maske könnten Lehrer ja auch mal ohne Landesvorgabe selbst sorgen. Kaum ein Schüler kann sich unter dem Ding dauerhaft konzentrieren. Geht den Lehrkräften ja ebenso.

Ich sehe das alles nüchtern und nicht panisch – jetzt gibt es gleich Widerspruch – ich weiss. Aber nüchterne Zahlen helfen einem einen klaren Kopf zu bewahren.
1. Es gibt in Deutschland keine Übersterblichkeit durch Corona. Das heißt also es sterben ähnlich viele Menschen wie jedes Jahr – nur an etwas anderem. Und das ist ja schon die frisierte Statistik, in der jeder verstorbene infizierte auch als Corona Toter gezählt wird. Herzinfarkt ist Herzinfarkt und nicht Corona…
2. Die Todesrate ist verschwindend gering (selbst in der offiziellen “frisierten” Statistik) rechnete man die eigentlich gar nicht an Corona Verstorbenen heraus und bezöge die Dunkelziffer mit ein (nach Studie Faktor 6 bei Kindern) ist die Zahl kaum noch darstellbar.
Bei den Pocken starb 1/3 der Erkrankten – das ist dann doch etwas anders.
Wir akzeptieren auch bis zu 25.000 Grippetote jedes Jahr, ohne das sich jemand darum kümmern würde. Ich weiß die Zahlen sind nur hochgerechnet, weil die meisten eben nicht auf Grippe getestet werden (kann man beim RKI nachlesen).
Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster – wir erreichen dieses Jahr keine 25.000 Corona Toten mehr. So auch schon der Hendrik Streeck vor längerer Zeit. Das ist nicht alles mit dem Vorsorge Paradoxon zu erklären, sonder weil das Virus zwar gefährlich, aber eben nicht übergefährlich ist.

Angst ist ein schlechter Ratgeber!

Ich leugne weder Virus noch dessen grundsätzliche Gefährlichkeit. Aber ich bin noch in der Lage klar zu denken und mich mit nüchternen Zahlen zu versorgen.

Trotz der wenig dramatischen Zahlen bin ich klar dafür Risikogruppen besser zu schützen. Ich bin wie oben schon gesagt auch klar für einen besseren Schutz in der Schule. Schüler mit eigenem Risiko oder Risiko in der unmittelbaren Familie sollten auf einigen Wunsch dem Präsenzunterricht fernbleiben dürfen. Lehrer ebenso! Der Rest halbe Klassen und “Lüftungsanlagen” wenn das noch möglich ist.
Ich hätte auch nichts gegen kompletten Distanzunterricht über den Winter. Für meine 3 war es im Frühjahr kein Problem.

Aber wogegen ich bin, ist das Schreien nach noch härteren Maßnahmen. Das ist einfach völlig unverhältnismäßig. Ich lasse mich nicht (privat) einsperren, wenn gleichzeitig alle zur Arbeit und zur Schule müssen. Das höchste Gut ist nicht die Gesundheit und auch die Bildung es ist die Menschenwürde!

Wollen wir Schutz in den Schulen, müssen wir die Damen und Herren dazu zwingen. Freiwillig wird das nichts!

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  SW

SW,
Sie nennen einen diskussionswürdigen Punkt. Härtere Maßnahmen wirken wie Willkür, so lange Schulen als Massenbetrieb weiter laufen. Das ist nicht zu vermitteln. Das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit sollte auch im schulischen und beruflichen Kontext Anwendung finden. Großraumbüros und offene Schulen sind Virentransmitter.
Die Akzeptanz härterer Maßnahmen im privaten Bereich erreicht man nur mit einem richtigen Lockdown. Leider.

Maggi
5 Jahre zuvor

Armes Deutschland. Unserer Kinder sind täglich den Gefahren ausgesetzt tödlich zu erkranken. Und Minister und Kultusminister schauen nur weg bzw. haben keine Ahnung was Pandemie überhaupt bedeutet. Sperrt sie alle in einen Raum genau sowie unsere armen Kinder und lasst sie frieren. Bitte mit Gehirnschutz, damit sie endlich mal klar denken können. Was ich aber bezweifle, denn wo andere ein Gehirn haben, haben die einen Hohlraum, sonst würden sie unsere Kinder nicht tagtäglich schweren Gefahren aussetzen. Sollen sich im Klassenzimmer beraten! Wieso über Konferenzschaltung? Auch mit den Bus sollen Sie fahren, nicht jeder mit privat PKW. Solche Leute regieren unser Land. Hauptsache Ihnen geht’s gut, unsere Kinder sind denen völlig egal. Leute auf geht’s demonstrieren, gegen solche Idio……

Luisa
5 Jahre zuvor

Wir haben jetzt die Klassengruppen in die Hälfte geteilt, jede Gruppe muss jeden 2. Tag in die Schule, den anderen Tag im Distanzunterricht über Microsoft Teams. Es gab in den letzten 3 Wochen 5 bestätigte Corona-Fälle in meiner Oberstufe, wo immer nur die direkten Nachbarn in Quarantäne müssen. Aber es fehlen auch so viele Lehrer… Da ich im Abijahrgang bin, bin ich mal gespannt wie das mit dem Abi wird.

Außerdem gibt es Sportunterricht bei uns in der Halle seit dieser Woche, ich denke mal ohne Abstand und Maske. Was macht das für einen Sinn? Wieso lässt man Sport zb nicht komplett ausfallen, wo man keinen Sitzplan hat und eine Infizierte Person mal easy den ganzen Kurs anstecken könnte in der Halle ohne Luftzirkulation?

Ich_bin_neu_hier
5 Jahre zuvor
Antwortet  Luisa

@Luisa: “Wieso lässt man Sport zb nicht komplett ausfallen, wo man keinen Sitzplan hat und eine Infizierte Person mal easy den ganzen Kurs anstecken könnte in der Halle ohne Luftzirkulation?” – Fragen Sie Ihr freundliches Ministerium für Bildung und Soziales; hier sind überwiegend ganz normale Lehrkräfte unterwegs, mit einer ganz normalen Denkweise (die nicht selten auch als “gesunder Menschenverstand” bezeichnet wird).

Nur das Ministerium für Bildung und Soziales verfügt über die spezielle Denkweise, die es ihm in diesem Fall ermöglichen wird, Ihnen eine Antwort zu erteilen.

Besagte Antwort wird Ihnen persönlich jedoch, so fürchte ich, gar nicht viel nützen, da Sie über dieselbe Denkweise wie das Ministerium verfügen müssten, um Ihr einen Sinn abzugewinnen. Demgegenüber beweist die von Ihnen gestellte Frage jedoch bereits hinlänglich, dass Sie über gesunden Menschenverstand verfügen und sich somit leider zur Gruppe der ganz normalen Menschen zählen müssen – bzw. dürfen, das ist eine Frage der Betrachtungsweise.

Wunder SAM
5 Jahre zuvor
Antwortet  Luisa

Auch der Sinn: ‘nur die Sitznachbarn in Quarantäne zu schicken’, ist zu hinterfragen.

In Berufsschule HB war ein Coronafall, damals ist noch die ganze Klasse in Quarantäne gegangen – nebst Schwägerin = BS-Lehrerin -.
… und 3 weitere Schüler aus der Klasse wurden positiv auf Corona getestet, NUR sie waren eben NICHT !!! die Sitznachbarn des positiven-getesten Schülers.

Sandra Falk
5 Jahre zuvor

Hallo,
Warum laßt ihr eure Kinder nicht einfach zu Hause,dem es möglich ist.In BW liegt es im Ermessen der Eltern.Ein Anruf in der Schule reicht.Ihr braucht kein Attest und nix.Meine beiden sind seit Anfang,des Masken tragen,zu Hause.Es ging ihnen wie wahrscheinlich vielen überhaupt nicht gut damit.

Annika
5 Jahre zuvor

Die Kinder sind unsere Zukunft!!!
Es geht nicht darum mal 14 Tage zuhause bleiben und danach ist wieder alles gut… Die Schulschliesungen wären für Monate!!! Wie sollen die Grundschüler da bitte richtig lesen und schreiben lernen??
Das DARF und kann NICHT den Eltern überlassen werden!!!

Bildungslücken sind nicht so schlimm?? Das werden wir in 10-20Jahren ja sehen… Wenn der Grundstock fehlerhaft ist steht das Haus nicht !

Klar sollte es die Möglichkeit geben Kinder von Risikopatienen zuhause zu unterrichten und auch Lehrer die zur Risikogruppe gehören sollten zumindest mit FFP 2 Masken ausgestattet werden bzw. freigestellt werden.

FRAU MERKEL hat nicht mal Kinder…
Ich finde es richtig an der Schulpflicht weiter festzuhalten und bin froh, dass die Länderchefs da ebenso denken.

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  Annika

Sehe ich genauso. Und meiner Erfahrung nach auch die Mehrheit der Eltern, mit denen ich bisher in der Realität gesprochen hatte.

Pit 2020
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

@DerDiplomat

“Eltern, mit denen ich bisher in der Realität gesprochen hatte.”

Was sagen die Eltern, mit denen Sie in der Nicht-Realität gesprochen hatten?

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  Pit 2020

Mit Realität meine ich persönlich und nicht über das Internet. Möchte damit sagen, dass die Aussagen hier bei weitem nicht repräsentativ sind. Hätte erwartet, dass sie dies auch so verstehen, erkläre es für die langsameren aber gerne ausführlicher.

Pit 2020
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

@DerDiplomat

“erkläre es für die langsameren aber gerne ausführlicher.” ist leider schon wieder ein wenig unsachlich und steht Ihrer Glaubwürdigkeit sowie Ihrer Wunsch-Identität (Nickname) im Wege, weil Ihr Auftreten dem eines Diplomaten nicht gerecht wird.

Ansonsten vielen Dank für die Antwort.

Pit 2020
5 Jahre zuvor
Antwortet  Annika

@Annika

“FRAU MERKEL hat nicht mal Kinder…”

Liebe @Annika,
was soll denn dieser schwache Sinn?
Möchten Sie damit irgendetwas zum Thema (s.o. im Artikel) aussagen?
Wenn ja, auf welchen Textabschnitt genau beziehen Sie sich?

PS.:
Sollten Sie interessante Studien verlinken können, die sich damit beschäftigen, wie sich die Funktionsweise des Gehirns durch Gebären von Nachwuchs verändert, bitte tun Sie dies unbedingt.

Leseratte
5 Jahre zuvor
Antwortet  Annika

Wer redet denn von monatelangen Schulschließungen? Das möchte niemand. Aber in Anbetracht der hohen Infektionszahlen und ,wie bekannt und logisch, mit etwa zweiwöchiger Verzögerung volllaufenden ITS und höherer Todeszahlen wäre sicher ein zwei- bis dreiwöchiger harter Lockdown mit Schulschließungen ein effizienter Weg, die Zahlen herunterzubringen. Dieses Rumgeeiere und Verzögern, dazu weniger Tests und Quarantäne, werden zu einem unsichtbaren unkontrollierbaren Weiterschwelen des Virus in allen Bevölkerungsschichten führen. Mit Folgen, die spätestens in einem Monat gravierend werden, wenn jetzt nicht wenigstens schleunigst für mehr wirksamen Infektionsschutz in Schulen gesorgt wird. Und damit meine ich nicht das Hinzufügen einer weiteren Lage zum Zwiebellook oder ein zusätzliches offenes Fenster.

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  Annika

Annika,
Grundschulen sehe ich in der Tat auch kritisch. Diese Kinder benötigen intensive Betreuung. Aber es muss einen besseren Weg geben als den Regelunterricht in vollen Klassen. Wochenweiser Wechsel, Notbetreuung und Flexibilität der AG wäre die Minimalanforderung, um sicheren Unterricht zu gewährleisten.

Ale
5 Jahre zuvor

Hallo,
ich bin selbst Lehrer an einer beruflichen Schule mit Oberstufen und stehe den offenen Schulen kritisch gegenüber. Folgende Punkte:
– Lüftung von 3-5min reicht kaum aus, um die schlechte Luft zu wechseln, soll aber die Virenlasst im Zimmer verringern. Kann ich mir kaum vorstellen.
– Schüler werden immer seltener getestet sondern einfach in AU versetzt. Man weiß nicht woran man ist und das geht massiv an die Nerven
– Es wird – auf Grund der Maske – nur noch ein positiv getester Schüler in Quarantäne geschickt, und der kommt 10 Tage nach den ersten Symptomen wieder in die Schule. Meist noch sehr schwach und krank. Ob die wirklich nicht mehr ansteckend sind, weiß niemand.

Trotzdem sollten Schulen offen bleiben, aber man muss uns entsprechend ausstatten:
– Masken: ich habe eine Xiaomi Purely, eine Maske des KN95 Standard mit aktivem Lüfter. Nur so schaffe ich 6 Stunden Unterricht am Stück. Den Schüler am besten eine Maske mit Kupferschicht geben: wenig Atemwiderstand und Viren werden inaktiviert.
– Raumluftreiniger in alle Klassenzimmer: ist sowieso schon längt überfällig, jetzt hätte man die Chance.
– Schüler aus “Gefahrenbereichen” daheim lassen und online am Unterricht teilnehmen lassen. Nur für Klassenarbeiten anwesend.
– Und wenn es weiter steigt: entweder Hybrid oder 30min Unterrichtssequenzen mit bis zu 20 Schülern im Zimmer und die rüfungen nach hinten legen oder Lehrpläne entmisten. Dadurch dürfte ohne zusätzliches Personal mehr Abstand möglich sein und die Versorgung der Schüler ist sichergestellt.
– Kostenfreie Tests für Lehrer/Schüler und ein Gesundheitsamt dass uns direkt informiert.

Gruß

Alter Schwede!
5 Jahre zuvor

Hallo Annika, Vorschlag: Das Schuljahr eben aus! Und wird für alle schadlos wiederholt!
Ganz einfach.

Ist doch nicht so schlimm!

Das Geschrei ist unerträglich !
Und im Übrigen ist das echt eine super Gegelegenheit, sich mal zuhause mit seinen Kindern selbst auseinander zusetzen: Das wird viel zu wenig gemacht! Erziehung genannt!!!! Dir Kinder werden viiiel zu oft in “Betreuung”, abgeschoben, — von Familien, die selbst sich sorgen müssten! Eltern, die unbedingt arbeiten müssen, nehme ich selbst verständlich aus.

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  Alter Schwede!

Einverstanden, dann aber bitte auch keine Besoldung wenn nichts getan wird. Einverstanden?

Pit 2020
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

@DerDiplomat

Natürlich.

Was genau tun eigentlich Diplomaten … außer bei “Events” das Catering gewissenhaft vernichten? – Auf das Catering müssten Sie dann aber auch verzichten …
(Gilt nur für echte Diplomaten, nicht für die Gruppe “Nickname-Wannabe”.)

Ja wirklich, so langsam muss man anzweifeln, dass Sie ein echter Diplomat sind, denn Sie äußern sich zum Thema Besoldung nicht adäquat … noch nicht einmal so wie Sie es weiter oben gefordert haben,
vgl. hier:
“DerDiplomat 17. November 2020 um 09:40
[…] Offenbar haben Sie jedoch keinerlei Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung.”

Besoldungsfreie Grüße! 😉

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  Pit 2020

@pit: Meine letzte Antwort bezog sich auf @alter Schwede. Wenn dort überspitzt wird, so darf auch die Antwort überspitzt sein. Wir radikale Forderungen hat muss mit radikalen Konsequenzen rechnen,dass sollte die Aussage dahinter sein. An sich bin ich an einer sachlichen Diskussion interessiert, leider gibt es nicht viele sachliche Kommentare hier. Und die die es gibt, mit denen setzt sich kaum jemand auseinander. Letztlich nutzen die meisten das Forum um auf irgendjemanden einzudreschen. Traurig.

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

Komisch, dass Menschen, die sich von ihrem Dienstherren als Kanonenfutter verheizt sehen, darüber wütend sind – und nicht sachlich darüber diskutieren möchten, dass es doch auch recht schön sein kann, als Kanonenfutter zu dienen.

Fenster auf und Masken hin und wieder: Das ist das, was nach neun Monaten Pandemie als “Schutzmaßnahmen” in Schulen herausgekommen ist, während überall sonst strengstens auf die AHA-Regeln geachtet wird. Auch die Kultusminister treffen sich nur noch per Video – aber Lehrer und Schüler müssen tagtäglich zu Millionen in engen Klassenräumen beieinander sitzen.

Und jetzt sollen betroffene Lehrer und Eltern nett und freundlich darüber diskutieren, ob vielleicht ein bisschen mehr Engagement der Damen und Herren schön gewesen wäre?

Rotstiftprofi
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

@DerDiplomat: Ich werd’ jetzt mal sehr unsachlich – das hier ist “unser” Forum, und ja, wir nutzen es derzeit häufig zum Uns-Auskotzen. Psycho-Hygiene at work. Und auf Klugsch… wätzer wie Sie können wir dabei gerne verzichten!

Und Tschüss
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

@derDiplomat
Dann suchen sie sich doch einfach ein anderes Forum. Zeit genug scheinen Sie ja zu haben.

dickebank
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

Die Besoldung gibt es nicht wie Lohn für geleistete Arbeit. Sie ist de facto und de jure eine amtsangemessene Alimentation, die dafür ausgereicht wird, dass der Besoldungsempfänger ein Amt inne hat. So sind sie, die Grundsätze des Berufbeamtentums, das auf dem GG fußt.

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

@ dicke bank: So langsam wird das ursprüngliche Thema komplett verlassen. Ich habe auch weiter oben erläutert, dass meine Überspitzung sich aus dem Ton des ursprünglichen Kommentars ergab. Aber wenn Sie schon auf die juristischen Details eingehen, dann möchte ich an den Eid von Beamten erinnern. Rosinenpickerei gibt es nicht. Priviliegien sind an Pflichten gebunden.

Ich_bin_neu_hier
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

@DerDiplomat: “Priviliegien sind an Pflichten gebunden.” – Welche Privilegien da wohl gemeint sind? Könnte es z.B. um die Fürsorgepflicht des Dienstherrn gehen…?

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

Sehr gerne, Diplomat. Sie wissen aber hoffentlich, dass Lehrer sich nicht einmal in einer Pandemie unbezahlt freistellen lassen dürfen!

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  xy

@Ichbinneuhier:
Spontan fallen mir ein: Schutz vor Arbeitslosigkeit, Pension, Beihilfeanspruch, Familien/Kinderzulagen, Beförderung/Stufenerhöhung in der Elternzeit, usw…
Sicherlich profitiert jeder unterschiedlich, abhängig von seiner privaten Situation. Aber das sind doch klare Privilegien. Das sollte man ganz objektiv anerkennen.

Donauperle
5 Jahre zuvor
Antwortet  DerDiplomat

Und nicht zu vergessen: die jährlichen Erfolgsboni von ca. 6000 Euro.
Ach ne, das hab ich jetzt verwechselt, die bekamen alle Mitarbeiter von Porsche in der Zeit der Kurzarbeit.

NichtmehrDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  Alter Schwede!

@Bernd: Den Unmut kann ich grundsätzlich nachvollziehen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass sich die meisten Wahlberechtigten in der Vergangenheit um die Bildung von Kindern kaum interessiert haben. Daher haben wir ein entsprechend schlecht aufgestelltes und nicht Digitalisiertes Schulsystem. Andere Pfründe/Sozialleistungen/Renten waren für die meisten Wähler stets wichtiger. Wer hat denn die Regierungsparteien denn gewählt?

Wo war denn die Solidarität mit den Kindern/Schülern seitens der älteren Wählergruppen in der Vergangenheit, die jetzt die Solidarität für sich einfordern?

Und waren es nicht auch die Lehrergewerkschaften, die im Zusammenhang mit digitalen Lösungen stets datenschutzrechtliche Bedenken geäußert haben?

M. E. gab es viele Bevölkerungsgruppen, denen Bildung in der Vergangenheit am Arsch vorbei ging und jetzt Solidarität mit sich selbst einfordern und daher das Infektionsgeschehen an Schulen komplett unterbinden möchten, damit der nächste Urlaub bald wieder stattfinden kann ( Mit diesem Satz meine ich ausdrücklich keine Lehrkräfte, diese können nichts dafür )

Bernd
5 Jahre zuvor

Da bin ich ganz bei Ihnen. Allerdings ärgern mich weniger Eltern, denen es vor allem auf darauf ankommt, ihre Kinder möglichst weit weg möglichst lange gut betreut zu wissen – als heuchelnde Politiker wie die Herrschaften von der FDP, die seit Jahrzehnten Klientelpolitik für die Zahnärzte und Hotelbetreiber dieser Republik veranstalten und, schwubbsdiwubbs, beim Thema Schulschließungen in der Corona-Krise ihr Herz für die armen, benachteiligten, unbedingt täglich förderbedürftigen Kinderlein entdecken, die ihnen seit ziemlich genau 20 Jahren (= Erscheinen der ersten PISA-Studie) komplett am Arsch vorbei gehen.

Keine einzige Bildungsinitiative zugunsten wirklich förderbedürftiger Schüler – die PISA erkennbar gemacht hat – verbindet sich in den zwei Dekaden mit dieser Partei, die in NRW seit Beginn der Legislatur vor allem die Gymnasien ausgestattet und die Inklusion ad acta gelegt hat. Aber jetzt…

Alter Schwede!
5 Jahre zuvor

Sehr geehrter Herr Diplomat,

Sie verstehen falsch.
Sie wissen genau, Was ich meine! In erster Linie ist das Lehren Aufgabe der Lehrer! Das Nachbessern und das Unterstützen, aller erzieherischen Bemühungen der Eltern, unbedingte Pflicht der Lehrer. ABER: Die erstrangige Erziehung muss im Elternhaus bleiben. Incl. Betreuung und Überwachung der schulischen Förderung., jdf. Ist das bei an Bildung interessierten Eltern so! Kein Lehrer kann noch nachmittags nach Hause kommen und mit dem Kind Schularbeiten machen. Die ständige Betreuung der Kinder ist oftmals eine Überforderung.

Es gilt das richtige individuelle Mass der Betreuung zu finden. Das ist ein Balanceakt für alle, der aber ausgelotet werden muss.

Die Schule ist da, macht und tut.

Irinir AN:
So, wie meine Friseuse, mein Kfz Meister … die Krankenschwester, die Ärzte ……..Kostenlos!? Arbeiten??? :)))
auch die Lehrer :))))

Nein, ich vergaß:
zu vorderst:
Lehrer und nur die!!!!
+ Ironie –
AUS!!!!

Sie spassen;))))))
Selten SO gelacht;)))))

Schule kann aber nur mit den Eltern zusammen, das Kind zu dem gewünschten Bildungsziel führen und sowieso nur im Rahmen der individuellen, genetischen Möglichkeiten des einzelnen Kindes.

Mir liegt mich ein knapper Spruch auf der Zunge…… Ich verzichte.!!!!!!

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  Alter Schwede!

Ja, ich stimme voll und ganz zu, dass die Eltern in der Pflicht sind, Erziehung und Bildung (letzteres im Rahmen ihrer Möglichkeiten) zu leisten. Das macht aber Präsenzunterricht von Lehrkräften nicht überflüssig oder leicht ersetzbar. Genauso den sozialen Auatausch miz anderen. Mischmodelle sind in bestimmten Fächern und ab einem gewissen Alter an manchen Schulformen denkbar. Aber zu glauben, man könnte dies ohne erhöhten Personalbedarf in ansatzweise gleicher Qualität leisten (und das ad hoc), halte ich für unrealiatisch.

Wenn ich einige Kommentare in diesem Forum lese, bestärkt mich das noch mehr darin, dass es enorm wichtig ist für Schüler, gleichaltrige zu treffen, um sich mit diesen z.B. über solche Kontroversen Themen wie diese hier auszutauschen, verschiedene Sichweisen kennen zu lernen und sich eine eigene Meinung zu bilden. (Auch unabhängig von den Ansichten eigener Eltern).

Ohne diesen Austausch wird die eigene Blase gar nicht mehr verlassen.

DerDiplomat
5 Jahre zuvor

Ja, ich stimme voll und ganz zu, dass die Eltern in der Pflicht sind, Erziehung und Bildung (letzteres im Rahmen ihrer Möglichkeiten) zu leisten. Das macht aber Präsenzunterricht von Lehrkräften nicht überflüssig oder leicht ersetzbar. Genauso den sozialen Auatausch miz anderen. Mischmodelle sind in bestimmten Fächern und ab einem gewissen Alter an manchen Schulformen denkbar. Aber zu glauben, man könnte dies ohne erhöhten Personalbedarf in ansatzweise gleicher Qualität leisten (und das ad hoc), halte ich für unrealiatisch.

Wenn ich einige Kommentare in diesem Forum lese, bestärkt mich das noch mehr darin, dass es enorm wichtig ist für Schüler, gleichaltrige zu treffen, um sich mit diesen z.B. über solche Kontroversen Themen wie diese hier auszutauschen, verschiedene Sichweisen kennen zu lernen und sich eine eigene Meinung zu bilden. (Auch unabhängig von den Ansichten eigener Eltern).

Ohne diesen Austausch wird die eigene Blase gar nicht mehr verlassen.

dickebank
5 Jahre zuvor

@DerDipöomat – schade, Sie scheinen den Unterschied zwischen Gesandten und Geschickten semantisch nicht nachvollziehen zu können. Daher stufe ich Sie als Gesandten ein.

Den Unterschied zwischen Kurzarbeit 100% und Nichts-Tun kennen Sie nachgewiesenermaßen ebenfalls nicht.

DerDiplomat
5 Jahre zuvor
Antwortet  dickebank

Vielleicht können Sie mir den Zusammenhang ihrer Aussagen mit irgendeiner meiner Aussagen klar und nachvollziebar darlegen?

Achim
5 Jahre zuvor

Liebe Leute, jetzt bleibt doch mal auf dem Boden. Es wird doch gerade durch ALLE Medien gedroschen, dass in Schulen kein erhöhtes Infektionsgeschehen statt findet, eher das Gegenteil ist der Fall. Jetzt gesteht Euch doch einfach mal ein, dass Ihr nur Wind macht. Es ist für alle Berufsgruppen nicht einfach. Wenn die Lehrer jetzt nicht eingestehen, dass sie falsch liegen, dann wird das Lehrerbashing nie aufhören, sondern nur immer schlimmer. Es geht ja mittlerweile bis ins private. Jetzt verhaftet Euch einfach mal ruhig. Oder glaubt Ihr es wird in nächster Zeit nur eine Forderung von Euch ernst genommen und sei sie noch so berechtigt.

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  Achim

Achim,
wenn Sie nur die Zeitung mit den 4 Buchstaben oder die Hofpostille der AFD Anhänger konsumieren, mag dieser Eindruck entstehen. Allen anderem mit einem IQ über 100 dürfte aber klar sein, dass Schulen Hochrisikobereiche sind. Nicht umsonst sollen Lehrer auch u.a. zuerst geimpft werden.

Lera
5 Jahre zuvor
Antwortet  Achim

Die Lehrer sind leider viel ZU ruhig – schon immer gewesen, daher sind sie heute auch die Deppen der Nation, die sich von jedem dahergelaufenen Hobby-Pädagogen erzählen lassen müssen, wie ihr Job geht.

Der einzige Grund, warum der Beamtenstatus noch nicht abgeschafft wurde, ist, dass den Job dann niemand mehr machen will.

Welcher Akademiker ist denn für die paar Penunsen bereit, sich täglich den Wahnsinn Schule anzutun?

QuerdenkenIstGefährlich
5 Jahre zuvor
Antwortet  Achim

Achim troll woanders.

Achim
5 Jahre zuvor

Unter Medien ist nicht nur unser altbekannter Mainstream gemeint, der nur die Neuigkeiten verbreitet, der seinem Klientel entspricht. Ich meine Gutachten (ausdrücklich keine Studien von irgendwem) beispielsweise einiger Berufsgenossenschaften. Zum Beispiel für die Energiewirtschaft, der Grund war ob Azubis weiter zur Schule gehen können, da sie im Bereich der kritischen Infrastruktur arbeiten. Ganz klares Ergebnis: kein Problem Ansteckungsgefahr in der Schule ist niedriger als im Alltag. Genauso sehen die BGs im Gesundheitswesen, diese Schüler waren auch einige Zeit nicht in den Schulen anwesend. Die Polizei sieht es genauso mit der Landespolizeischule in Lahr, sowie die Landesfeuerwehrschule auch. Dies wäre nicht möglich wenn nicht wasserdichte Gutachten bestehen würden. Was sollen meine Kommentare bitte mit “trollen” zu tun haben??? Die Quellen dazu sind problemlos zu finden, ich habe nur das Problem, ich finde keine Quellen zu Gutachten wieviele Ansteckungen es an Schulen und Lehrkräften bisher gab. Ich wäre dankbar dafür.

Fliewatüüt
5 Jahre zuvor
Antwortet  Achim

@Achim

“ich finde keine Quellen zu Gutachten wieviele Ansteckungen es an Schulen und Lehrkräften bisher gab. Ich wäre dankbar dafür.”

Dann sprechen Sie doch einfach mal bei Gesundheitsämtern, Kultus- und Schulministerien vor.
Bestimmt bekommen Sie da “Ihre” Daten.

Nein?
Dann liegt das bestimmt an den Dingen, die hier in diesem Forum seit etlichen Wochen geschildert werden, quer durch die gesamte Republik.

Vielleicht lesen Sie in den Kommentaren unter den Artikeln noch einmal – oder erstmals – nach.
Dafür wären wir dann dankbar, weil wir nicht immer dasselbe erklären müssten, nur damit es geflissentlich doch immer wieder ignoriert wird.

Achim
5 Jahre zuvor
Antwortet  Fliewatüüt

Bitteschön,
https://www.landkreis-waldshut.de/
hier die Informationen von unseren Gesundheitsamt. Gaaaanz selten eine Infektion in Schulen und KiTas, aber jedesmal ein Lehrer dabei. Es lässt sich leider nicht beurteilen wer die Viren eingeschleust hat. Ich lese genug in den Kommentaren, aber NIE eine vernünftige Quellenangabe. Damit meine ich keinen Link auf irgendeinen reisserischen Zeitungsartikel, sondern ein Belastbares Gutachten. Beispiel bei der BG für Elektrotechnik, Druck und Medienerzeugnisse.

Annika
5 Jahre zuvor

@Alter Schwede

Ja das stimmt, Kinder werden viel zu oft abgeschoben.
Es ist aber etwas ganz anderes kleinen Kindern schreiben und lesen BEIZUBRINGEN! Zuhause lernen keine Frage, aber wenn es ja so einfach wäre bräuchten wir keine Schulen, Lehrer wären überflüssig…Das diese nach einem vollen Arbeitstag und oder Haushalt damit überfordert sind ist nachvollziehbar!

Außerdem schon darüber nachgedacht das nicht alle Familien glückliche Familien sind???!
Es gibt sehr viele Kinder die kein liebevolles Zuhause haben. Wo sich die Eltern nicht darum kümmern was in der Schule passiert. Und mal davon abgesehen dass viele Familien weder die technische Ausstattung besitzen und oder die Räumlichkeiten! Wenn zb. 3 Kinder Zuhause lernen sollen, müssten 3 Laptops vorhanden sein und drei Kinderzimmer! Davon abgesehen das die Eltern von kleinen Kindern im Grundschulalter nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen können weil sie niemanden haben der auf die Kinder aufpasst!

Die Politik hat zugegeben! Das im März die Gewalt in Familien stark zugenommen hat als die Schulen geschlossen waren.
Gewalt gegen Kinder wird Hauptsächlich in Kitas und Schulen aufgedeckt!!!

Bernd
5 Jahre zuvor
Antwortet  Annika

Das ist falsch. Gewalt gegen Kinder wird – wenn überhaupt – vor allem von Jugendämtern aufgedeckt. Doch leider haben die Ihre Hausbesuche in Familien, die in prekären Verhältnissen leben, wegen Corona weitgehend eingestellt.

Hier zum Beispiel nachzulesen: https://www.hr-inforadio.de/programm/themen/jugendaemter-in-der-corona-krise-kaum-moeglich-zu-wissen-wie-es-den-familien-geht,wie-sich-die-coronakrise-auf-jugendaemter-auswirkt-100.html

Lehrerinnen und Lehrer sind nicht für alles verantwortlich, was in unserer Gesellschaft während der Corona-Krise schiefläuft. Es hängt auch nicht alles Lebensglück der Kinder an den Schulen, wie derzeit gerne behauptet wird – und Bildung nicht am Präsenzunterricht.

xy
5 Jahre zuvor
Antwortet  Annika

Annika,
ach, nach 13 Uhr gibt es dann keine Gewalt mehr in den Familien? Gewalt in Familien ist Sache der Jugendämter und der Polizei, nicht der Schulen!

Maike Wuelfken
5 Jahre zuvor

Ich arbeite in Hamburg Harburg für den Fahrdienst für eine Schule in Harburg für uns Fahrpersonal steht unser Job auf dem Spiel ich bin Begleitperson und mein Partner ist in Bremen für Kinder als Busfahrer beim Fahrdienst tätig und als Springer in ganz Deutschland uns Fahrpersonal würde die Schließung unser Job auf dem Spiel stehen und das währe richtig doof wir leben davon

Bauklötzchen
5 Jahre zuvor

Also eigentlich besuche ich diese Seite hin und wieder, um dem ganzen Gebashe in anderen Medien zu entgehen. Und dann eröffnet sich hier ein Panoptikum der Eitelkeiten…
Ihr Lieben: Der Sinn sollte doch sein, zielorientiert und konstruktiv zu diskutieren. Manchmal ist das ganze Schlamassel nur mit Humor zu ertragen, manchmal sollte man auch zornig sein dürfen. Aber die letzten Kommentare sind doch ziemlich würdelos.
Es ist eine bildungsinformative Plattform, weswegen die Zielgruppe nun mal Bedienstete im Bildungswesen ist. Und, wie Rotstiftprofi richtig anmerkt, dient sie oftmals dazu, sich auszukotzen. Aufgrund fehlender Supervisionen oder der Scham, sich face to face (im Kollegium, bei Partnern, Familienangehörigen…) mal den ganzen Frust von der Seele zu reden, bleiben die Möglichkeiten rar, dies zu tun.
Doch sollten gewisse Prinzipien des Anstands und der Sachlichkeit doch gewahrt bleiben. Immerhin sind wir alle erwachsen.

Bauklötzchen
5 Jahre zuvor
Antwortet  Bauklötzchen

Uha, wer die Grammatikfehler findet, darf sie behalten 🙂

mm
5 Jahre zuvor

Eigentlich ist es ja begrüßenswert, wenn in diesem Forum nicht nur Gleichgesinnte diskutieren und ihre Meinung darstellen. Ich kenne nur Menschen, die ihre Kinder mit Bauchweh in die Schule schicken, aber ich vermute stark, dass der größte Elternanteil anderer Meinung ist. Ich kann es leider nicht nachvollziehen. Meine Kinder berichten mir täglich, dass Abstand halten in der Schule nahezu unmöglich ist. Will jetzt all die heiklen Situationen gar nicht aufzählen, aber ich frage mich schon, ob andere dieses Feedback von ihren Kindern nicht erhalten. Erzählen die Kinder zu Hause nichts? Oder fragt niemand nach? Ich hab mich schon vor Corona gefragt, ob Familien überhaupt noch in der Lage sind, im familiären Kreis miteinander zu reden oder gar Zeit miteinander zu verbringen? Ich kenne einige Mütter, die nach der Selbstverwirklichung noch spät Kinder bekommen haben, diese dann aber sobald sie das Wort Mama aussprechen konnten möglichst ganztägig und an 5 Tagen in die Kita abgegeben haben. Weil sie für zwei halbe Tage in der Woche arbeiten gingen. Und dafür gab es dann viel Applaus für die Supi Mami die Kinder und Arbeit unter einen Hut bringen kann. Und das war nur der Anfang.
Auch die Wochenenden waren vor Corona bei vielen Familien durchgetaktet. Auch bei uns, will mich gar nicht ausklammern. Vereine, Treffen mit vielen Freunden, Spaß und Spiel wo es geht in Freizeitsparks und vollgestopften Restaurants. Und am Montag saßen dann die überreizten Kinder wieder hibbelig in der Schule. Kinder, die unter der Woche auf der Straße spielen, gibt es eigentlich nicht mehr, denn die sind alle in irgendeiner Betreuung untergebracht. Nein, stimmt auch nicht ganz. Nicht alle. Ein paar arme Schweine, deren Eltern nicht das nötige Kleingeld aufbringen können, müssen leider draußen bleiben. Ich erinnere mich da zum Bsp. an einen Schulfreund meines Sohnes. Der durfte jeden Tag nach 13.00 Uhr seine Nase an der Hortscheibe plattdrücken und den anderen Kindern beim Bespaßen zuschauen. Danach ist er dann zu seinem arbeitslosen Vater mit drei Geschwistern nach Hause getrottet. Eine Kollegin von mir hat es einmal so formuliert: Ihr wisst gar nicht, wieviel obdachlose Kinder es nach 13.00 Uhr gibt.
Soviel zum Thema soziale Gerechtigkeit im Betreuungssystem. Hat nie jemand interessiert und interessiert auch jetzt niemand. Auch wenn manche jetzt plötzlich so tun. Hauptsache die eigenen Kinder sind betreut- darum geht es doch, wenn wir mal ganz ehrlich sind. Und das ist so essentiell geworden, dass auch in Pandemiezeiten ein unbetreutes Kind einen größeren Notfall darstellt als eine mögliche Erkrankungen innerhalb der Familie. Auch wenn es sich dabei um die Großeltern handelt, die es dabei eventuell erwischt. Denn auch die sind meistens Bestandteil des gesamtheitlichen Betreuungspaket der Kinder. Irgendwie habe ich inzwischen den Eindruck, dass dieses ganze Festhalten am Präsenzunterricht in Pandemiezeiten eine unweigerliche Folge unserer verkorksten Gesellschaft ist.

Bauklötzchen
5 Jahre zuvor
Antwortet  mm

Wahre Worte, sehr intensiv geschrieben… Da muss man erstmal schlucken. Vielen Dank für diesen besonnenen Kommentar mit viel Tiefgang! Dem ist nicht viel hinzuzufügen…

Pit 2020
5 Jahre zuvor
Antwortet  mm

@mm

Danke für den Kommentar, der sehr direkt schildert, wie es vielerorts tatsächlich aussieht.

Früher (70/80er Jahre) kannte man die “Schlüsselkinder”.
Die hatten schon in der 1. Klasse einen eigenen Wohnungsschlüssel, weil beide Elternteile berufstätig waren.
Allerdings wussten die auch da schon, wie man sich selbst ein Butterbrot macht und sich einen Tee oder einen Kakao zubereitet.
Diese Kinder – soweit sie mir persönlich bekannt waren – erledigten allerdings sehr wohl selbstständig ihre Hausaufgaben, andernfalls hätte es das berühmte “Donnerwetter” gegeben (wie auch bei den Nicht-Schlüsselkindern).
Obwohl damals noch nicht einmal jede Familie ein Festnetztelefon hatte, waren diese Kinder in der Lage, sich Hilfe zu organisieren: Einfach mal am nächsten Tag nachfragen, ob man das noch mal erklärt kriegen kann oder ob man zum Hausaufgabenmachen bei jemandem vorbeikommen darf. – Und genau das fällt heutzutage im “personalisierten Betreuungs- und Bespaßungszirkus” flach! Da, wo Kinder sich früher oft selbstverständlich und unbürokratisch selber helfen konnten und dies auch gerne getan haben (zur Not im Tausch gegen irgendetwas anderes) wird heute eine AG am Nachmittag in der Betreuung belegt oder es wird “Sozialtraining” angeboten, mit lustigen (?) Spielen: 5 Minuten spielen und den Rest der Stunde öde rumdiskutieren … (Da hätte ich mich aber früher auch ganz doll gefreut. – Andererseits ist man da als Kind sicher besser aufgehoben als bei dauerhaft alkoholisierten Eltern …)
Ich bin auch kein Freund von dieser als Bidlung deklarierten “Freizeit-unter-Kontrolle-Schiene” – aber es macht sich halt so gut im Schulprofil und beim “Tag der offenen Tür”. Und wenn wir mal ehrlich sind, wird das so angeboten, weil es so verlangt wird … bestimmt nicht von den Kindern.

Liebe(r) mm,
Ihren letzten Satz könnte ich sofort und aus tiefster Überzeugung unterschreiben.

Lydia L 82
5 Jahre zuvor

Ich finde es total unverschämt, dass die Mitarbeiter der Lufthansa jetzt mit vollen Händen das Geld ausgeben, das uns zustehen würde. Es wäre für alle besser wenn die nicht mehr arbeiten würden. Das Geld wäre bei uns viel besser aufgehoben. Zum Beispiel Lüftungen und Personal.

Conny
5 Jahre zuvor

Ich Frage mich, warum wir nicht in der Lage sind wie in Österreich die Schulen auf distanzuntericht umzustellen und die Lehrer von den Schulen aus unterrichten und die Schüler die Hilfe benötigen oder Betreuung kommen in die Schule. Kann doch nicht so schwer sein individuelle Lösungen zu finden.

Mit freundlichen Grüßen
Conny

Fliewatüüt
5 Jahre zuvor

@ Achim 18. November 2020 um 20:23

Vielen Dank für die Quellenangabe sowie die schnelle “Lieferung”. 😉
Jetzt kommt (Lehrer, sorry.) das “Aber”:
– 1 Landkreis liefert Daten, die bestimmt nicht ohne weiteres auf 1 anderen Landkreis oder mehrere andere Landkreise übertragbar sind.
– 1 Landkreis ist noch weniger vergleichbar mit Großstädten oder gar Ballungszentren.

Und wenn Sie für Großstädte und/oder Ballungszentren (am besten mehrere) auch noch Daten liefern können, können wir hier endlich aussagekräftige Vergleiche anstellen.

Dieter Molitor
5 Jahre zuvor

Lieber Achim, füttere nicht den Troll. Die haben ihre Meinung und lassen nichts anderes zu. Es ist schade um die Zeit und die Mühe. Die machen sich nachher nur lustig über Dich und stellen Dich als ungebildet hin.