Elternverbände appellieren an Merkel: Machen Sie Schule zur Chefsache – beenden Sie das Corona-Chaos der Kultusminister!

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BERLIN. Vertreter von mehr als 20 Elternverbänden aus ganz Deutschland, darunter des Bundeselternrats und der mitgliederstarken Landeselternschaft der Gymnasien Nordrhein-Westfalen, haben sich in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gewandt. Sie haben Angst davor, dass nach dem 14. Februar – bis dahin gilt der jüngste Bund-Länder-Beschluss – wieder ein Bundesland nach dem nächsten konzeptlos die Schulen weit öffnet. Die Elternvertreter appellieren an Merkel, für bundesweit geltende Schutzstandards im Unterricht zu sorgen. Und sie attestieren den Kultusministern „beratungsresistente Realitätsverdrängung“. Wir dokumentieren das Schreiben.

Die Kultusminister torperdieren seit Monaten die Versuche der Kanzlerin, den Schulbetrieb dem Pandemiegeschehen anzupassen. Foto: vasilis asvestas / Shutterstock

An
Frau Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel
Bundeskanzleramt
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin

zur Kenntnisnahme:
Frau KMK-Präsidentin Britta Ernst
Taubenstraße 10
10117 Berlin

Zum Thema Schule in Pandemiezeiten

27. Januar 2021

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel,

wir wenden uns als Elternverbände der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen nebst weiteren Unterstützer*innen an Sie und möchten die Gelegenheit nutzen, Ihnen unsere Anerkennung für Ihr persönliches Engagement im Ringen um den „richtigen“ Weg in der Pandemiebekämpfung auszusprechen. Für uns stellt sich nach der Beschlusslage vom 19.01.2021 die Frage, wie es ab dem 15. Februar weitergeht.

Seit Monaten fordern wir – inzwischen geradezu verzweifelt – von den zuständigen Landesminister*innen die Erstellung stringenter Konzepte für den Schulbetrieb in Pandemiezeiten, welche die Schaffung einer basalen, infektionsschutzadäquaten Infrastruktur zur Sicherstellung von Präsenz-Unterricht und -Betreuung beinhalten. Leider müssen wir konstatieren, dass auch 11 Monate nach Beginn der Pandemie keine einheitlichen Standards zur Umsetzung hinreichenden Infektionsschutzes existieren – in keinem Bundesland.

„Wissenschaftlich und auch praktisch erwiesen ist, dass Infektionen in Schulen stattfinden“

Aus Sicht der Unterzeichnenden kann dahinstehen, ob Kinder „Treiber der Pandemie“ sind oder lediglich das allgemeine Infektionsgeschehen abbilden. Wissenschaftlich und auch praktisch erwiesen ist, dass Infektionen in Schulen stattfinden und Schulen (auch Grundschulen) somit einen Beitrag zum Infektionsgeschehen leisten. Diese Realität muss von den politisch Verantwortlichen endlich radikal akzeptiert werden. Vor dem Hintergrund der gesamtgesellschaftlichen Bedeutung von Schulen und den psychosozialen Folgen von Schulschließungen für Kinder und deren Familien ist es schlicht nicht hinnehmbar, dass immer noch keine dem wissenschaftlichen Erkenntnisstand entsprechenden Rahmenbedingungen konzipiert sind, geschweige denn tatsächlich umgesetzt werden.

Nach unserem Dafürhalten liegt dies neben nachhaltiger und beratungsresistenter Realitätsverdrängung vor allem an der mangelnden Bereitschaft die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen. Dies ist mehr als fahrlässig, wenn man sich die weitreichenden Konsequenzen dieses Handelns bzw. Unterlassens vergegenwärtigt. Die Pandemie führt inzwischen zu einer deutlich wahrnehmbaren sozialen Spaltung der gesamten Gesellschaft, welche sich durch den Umgang mit den Schulen weiter verfestigen wird.

Bitte lassen Sie daher nicht zu, dass sich die wiederkehrende und als vermeintlich ausweglos dargestellte Dichotomie von „Schulen auf ohne hinreichenden Infektionsschutz“ und „Schulen zu“ fortsetzt. Dies ist angesichts des Umstands, dass eine Beschulung und Betreuung in Präsenz vor allem für junge Kinder und Kinder mit besonderem Förderbedarf essentiell ist, unabdingbar. Mit den an den Schulen bislang existierenden, unzureichenden Schutzvorkehrungen kann ein dauerhafter Schul- und Betreuungsbetrieb in Präsenz nicht sichergestellt werden. Da fest steht, dass die Pandemie unseren Alltag noch geraume Zeit prägen wird, Kinder in Ermangelung einer Impfmöglichkeit auf unabsehbare Zeit schutzlos bleiben und aufgrund der Mutationen eine erhöhte Infektionsdynamik droht, bedarf es hier grundlegender und nachhaltiger Veränderungen im Handeln.

„Wir appellieren eindringlich an Sie: Erklären Sie (auch) das Thema Schulen unverzüglich zur Chefsache!“

Die Unterzeichnenden dieses Schreibens sind ein Abbild der heterogenen Interessensgruppen und Perspektiven bezüglich des Themas Schule in der Pandemie. Allen gemeinsam ist aber das Ziel, das Recht von Kindern auf Bildung und Betreuung unter gleichzeitiger Berücksichtigung der diversen Bedürfnisse der Eltern in der Pandemie realisiert zu wissen. Deshalb fordern wir:

  1. Infektionsschutzadäquate einheitliche Rahmenbedingungen für Schul- und Betreuungsbetrieb in Präsenz mit konsequenter Umsetzung der RKI-Empfehlungen für Schulen gem. Positionspapier vom 12.10.2020 (Einhaltung der AHA+L-Regeln, technische Vorrichtungen wie mobile Luftfilter, Plexiglastrennwände, FFP-2-Masken u. ä., Testkonzepte etc.).
  2. Sofern das Infektionsgeschehen Präsenzbetrieb nicht zulässt: Distanzunterricht (mit Unterstützungsangeboten für Familien, für die Distanzunterricht keine Option darstellt) und Flexibilität für alternative Modelle vor Ort.
  3. Die explizite Anerkennung, dass auch das Schuljahr 2020/2021 kein „normales“ Schuljahr ist, mit der Konsequenz, dass bezüglich der zu erbringenden Leistungsnachweise (Testungen und Prüfungen) Anpassungen vorgenommen werden, um nachhaltig den auf allen Betroffenen lastenden Druck zu vermindern.

Wir appellieren eindringlich an Sie: Erklären Sie (auch) das Thema Schulen unverzüglich zur Chefsache!

Die Unterzeichner
  • Anke Staar, Vorsitzende Landeselternkonferenz NRW
  • Reiner Schladweiler, Vorsitzender Landeselternbeirat RLP und RegionalelternbeiratTrier
  • Cindy-Patricia Heine, Vorsitzende Landeselternrat Niedersachsen
  • Dr. Cornelia Pahnke, 1. Stellvertretende Vorsitzende Landeselternrat Niedersachsen
  • Henrike Paede, Stellvertretende Vorsitzende Bayerischer Elternverband e.V.
  • Michael Mittelstaedt, Vorsitzender Landeselternbeirat Baden-Württemberg
  • Nadine Eichhorn, Stellvertretende Vorsitzende LandesElternRat Sachsen
  • Stefan Kreis, Vorsitzender Gesamtlandeselternvertretung Saarland
  • Marc Keynejad, Vorsitzender Elternkammer Hamburg
  • Stephan Wassmuth, Delegierter, Bundeselternrat, Lohfelden
  • Petra Mueller, Delegierte, Bundeselternrat, Pfalzfeld
  • Thomas Brewig, Vorsitzender des Kreiselternrates Chemnitz
  • Stadtelternrat Göttingen
  • Tanja Speckenbach, Vorsitzende Landeselternschaft der Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung e.V.
  • Romy Suhr, Vorsitzende die Inklusiven e.V.
  • Erol Çelik, Elternnetzwerk NRW, Integration miteinander e.V.
  • Klaus Amoneit, Landesvorsitzender Progressiver Eltern- und Erzieherverband NW – PEV
  • Jutta Löchner, Vorstandsvorsitzende der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V.
  • Prof. Franz-Josef Kahlen, Mitglied des Vorstands der Landeselternschaft der Gymnasien in NRW e.V.
  • Bernd Kochanek, Vorsitzender Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen e.V.
  • Roland Schiefelbein, GGG-Verband für Schulen des gemeinsamen Lernens, NRW
  • Nadine Candelaresi, sicherebildung.jetzt
  • Eva-Maria Thoms, Vorsitzende mittendrin e.V
  • Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen, Kompetenznetz Westfalen Lippe e.V.
  • Annette Greiner, Uwe Sonneborn, Katrin Quappen, Landesverband Schulpsychologie NRW
  • Lydia Lüttich-Jaspers, Münster
  • Cornelia Beeking, Münster
  • Dr. med. Jana Schroeder, Münster
  • Dr. Irene Schütze, Mainz
  • Prof. Dr. Christian Kähler, München
  • Prof. Dr. Markus Scholz, Leipzig
  • Prof. Judith Samen, Düsseldorf
  • Kerstin Lünenbürger, Main-Taunus-Kreis
  • Dipl.-Psych. Katrin Göhde, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Blankenfelde-Mahlow, Brandenburg
  • Constanze Meyer, Psychologische Psychotherapeutin, Berlin
  • Sonja Woll-Penzing, Psychologische Psychotherapeutin, Stuttgart
  • Sandra Schätzle-Deuble, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin, Lindenberg

Bildungsminister kritisieren Merkel, weil die für Kita- und Schulschließungen kämpft

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75 KOMMENTARE

  1. Warum haben die Elternvertreter sich nicht direkt Unterstützung der Lehrerverbände, Schülervertretungen und der Gewerkschaften eingeholt. So hätte man ordentlich Druck aufbauen können.
    Das jeder KM nach Lust und Laune agiert, erfuhr NRW erst diese Woche, als ganz spontan die Schulen für alle Jahrgänge geöffnet wurden.

  2. Bitte schauen Sie auch den KultusministerInnen beim Umgang mit Risikofamilien auf die Finger!!! Die neue Verordnung in Hamburg (11.01.2021) sieht vor, dass Kinder aus Risikofamilien mit FFP2-Maske, Plexiglaswänden, eigenen Pausen und Absonderung bei Gruppentätigkeiten in die Schule gezwungen werden sollen! Ferner schikanieren Schulen und Behörden diese Familien – uns wurde der „Runde Tisch“ nur in Präsenz angeboten und Anträge „übersehen“ , Bescheide knapp zugestellt (über Wochen zurückgehalten) und unbegründet Meldung an Beratungsstelle und Sozialamt vorgenommen indem nicht nachvollziehbare Fehltage erfunden wurden … hier werden die Vorsichtigen gezielt bestraft und verfolgt.

  3. @Minna: „Kinder aus Risikofamilien“

    Sie beziehen sich sicherlich bei „Risikofamilie“ auf die relevanten Vorerkrankungen und nicht auf soziale Brennpunktbereiche und sozial gefährdetere Schüler für die der Präsenzunterricht besondere Bedeutung haben soll.

    Für Schülerinnen und Schüler mit relevanten Vorerkrankungen, Vulnerabilität und Infektionsgefahr auf das Corona-Virus (COVID-19) wird einfach NICHTS getan. Nicht die Tatsache einer Erkrankung (wo der Betroffene i.d.R. noch nicht einmal für kann) reicht, nein es muss auch noch aus der Schule heraus massiv Druck erzeugt und drangsaliert, zumindest willkürrlich statt allgemeinverbindlich Gemaßregelt werden. Informationen zurückhalten nur ein Beispiel. So kann es nach den Halbjahreszeugnisse auf Seite der Eltern/Schüler attestiert werden.
    Dysgenik und Eugenik gab es bereits 1883.

    „indem nicht nachvollziehbare Fehltage erfunden wurden … hier werden die Vorsichtigen gezielt bestraft und verfolgt“
    Sprechen Sie es doch aus: „Mobbing“ ohne Gleichstellungsabsicht von Minderheiten in reinster Form.

  4. Gab es schon jemals solche Einigkeit zwischen Eltern- und Lehrerverbänden in der BRD?
    … dünnes Eis für die KM.

  5. Aber ist nicht sowohl die Schulpolitik wie auch die Gesundheitspolitik Ländersache? Inwiefern hat die Bundesregierung überhaupt das Recht, sowas zur „Chefsache“ zu machen und dann den Ländern was zu befehlen? Das ist mal wieder der Föderalismus.

    • Das Infektionsschutzgesetz ist ein Bundesgesetz. Merkel hätte durchaus Möglichkeiten, den Ländern für den Schulbetrieb Vorgaben zu machen – dann hätten wir allerdings eine Machtprobe, die die Kanzlerin aus gutem Grund scheut: Eine Staatskrise brauchen wir jetzt gerade nicht auch noch.

    • Herr Söder war noch im Oktober der Meinung, dass die Kompetenzen für den Bund nicht ausreichen:
      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/117121/Soeder-wuenscht-sich-bei-Infektionsschutz-mehr-Kompetenzen-fuer-den-Bund
      Es scheint eine Tendenz zu geben, von Zeit zu Zeit mehr Kompetenzen für den Bund zu fordern. Wenn die aber auf Dauer kämen, würden viele Leute schreien, dass das zu zentralistisch sei und dass es den guten alten Föderalismus aushöhlen würde. Also gibt’s dann sowas wie „ad-hoc-Regelungen“ wie bei der Digitalisierung der Schulen.

  6. Für mich sprechen Sie nicht. Ich will weder meine Kinder im einsamen Homeoffice sehen, noch mit Masken in der Schule. Kinder brauchen soziale Kontakte UND frische Luft!

    • Dann setzen Sie sie doch mal in ein Testzentrum Ihres örtlichen Gesundheitsamtes. Das ist gut gelüftet, es ist viel los – und zu lernen gibt es auch noch etwas (nämlich was es bedeutet, in einer Pandemie zu leben).

    • Also sind Sie strikt für Luftfilter, Plexiglas-Trennwände und Abstand zwischen den Schülern im Klassenzimmer und im Nahverkehr?

    • „Ich will weder meine Kinder im einsamen Homeoffice sehen, noch mit Masken in der Schule. Kinder brauchen soziale Kontakte UND frische Luft!“

      Ist diese Äußerung naiv, dumm oder einfach nur egoistisch?

      Fragen über Fragen?!

    • Verständlich. Keine moechte so leben, wie es zur Zeit ist. Es ist leider Pandemie. Alle muessen sich anpassen, umdenken und aufpassen. Die geht auch vorbei. Und die Kinder sind so drauf, wie die Eltern sind. Also positiv sein und optimistisch bleiben. Dann sind die Kinder das auch.

    • @Mutter mit Herz

      „Kinder brauchen soziale Kontakte UND frische Luft!“

      – soziale Kontakte = Zuhause, oder wohnen Sie von Ihren Kindern getrennt?

      – frische Luft = Schuhe anziehen, Tür auf, Kind raus und los gehts!

      Gehen, ja, im wahrsten Wortsinn, Bewegung gibt es – kostenlos – dazu. Vielleicht gehen Sie ja gleich mit? Waaaahnsinn, jetzt aber wirklich: „soziale Kontakte UND frische Luft“ gleichzeitig!
      Bitte berichten Sie uns von Ihren Erfahrungen.

      • Können Sie sich vorstellen, dass die meisten Mütter/Väter nebenbei auch arbeiten…?
        Wenn nicht, bitte darüber nachdenken wie die Gehälter der Lehrer finanziert werden… 😉

        • @Eine Mutter

          „Können Sie sich vorstellen, dass die meisten Mütter/Väter nebenbei auch arbeiten…?“

          Ja, natürlich kann ich mir das vorstellen.

          Und wie ist die Lage bei Ihnen?
          Können Sie sich vorstellen, dass
          – Lehrer Menschen sind?
          – Lehrer demzufolge auch Eltern sein können?
          – Lehrer vielleicht nicht dieselben Probleme, aber immerhin die gleichen Probleme haben wie – haha, sorry – „normale“ Eltern auch?

          Und was Gehälter bzw. Bezüge angeht:
          Bitte, bitte, bitte, NICHT schon wieder die Vergleiche mit
          – KassiererInnen
          – KrankenpflegerInnen
          und alle „WasweißichnochInnen“.
          (@Achim u.Ä.: Vorsicht, das war jetzt nur so in der Funktion einer Variablen, da ich gar nicht alle in der BRD üblichen Berufsbezeichnungen kenne. … Und so was nennt sich Lehrer, jaja!)
          😉

          „Vergleiche“ über Berufsgruppen und „Wo gibt es die besten Mütter/Väter oder die Mütter/Väter, die mehr/besser arbeiten, auch Vergleiche über „Wer bekommt (wie viel? zu viel?) Geld für (nicht?) geleistete Arbeit hatten wir einfach schon zu oft.
          Bringen tut es: Gar nichts.
          🙂

    • So unterschiedlich sind die Standpunkte. Ich bin Mutter einer Abschlussklassenschülerin, die seit dem 4.1.21 am Präsenzunterricht teilzunehmen hat. Frische Luft hätte sie auch gern, wegen des weiten Schulwegs trägt sie allerdings zehn Stunden quasi ununterbrochen Maske. Über die Ansteckungsgefahr in den Linienbussen, die hier gleichzeitig Schulbusse sind, möchte ich gar nicht reden. Wir wären schon über die Aussetzung der Präsenzpflicht in Brandenburg glücklich.

    • Eltern wie Ihnen verdanken wir es, dass die Kultusminister meinen, nicht für ausreichenden Infektionsschutz an Schulen sorgen zu müssen. Kinder aus Risikofamilien brauchen auch soziale Kontakte. müssen sich aber zu hause isolieren, weil andere Eltern keine Rücksicht nehmen.
      „Mutter mit Herz“? Herz für wen? Welche Mutter wünscht sich denn kranke Kinder? Voller Präsenzbetrieb und keine Masken – eindeutig eine „Krisenfamilie“.

    • Vielleicht Mutter mit Herz, aber definitiv ohne Hirn.

      Wurde alles schon gesagt; schicken Sie Ihr Kind nach dem Unterricht gefälligst raus. Da darf es sich auch mit einem Freund treffen. Ganz coronakonform!

  7. Bitte Frau Merkel, setzen SIE sich mit dem Infektionsschutzgesetz auseinander und nutzen SIE bitte alle Möglichkeiten die dieses ihnen bietet, um weitere Schäden an Leib und Leben unzähliger Bürger abzuwehren!

  8. Danke an all diese Elternverbände.
    Ich bin so froh und dankbar, denn ich schwitze schon wieder nachts , weil ich Angst habe,was sich Weil mit Tonne in Niedersachsen wieder ausdenken. Denn sie betreiben seit geraumer Zeit Russisch Roulette an Grundschulen und in Abschlussklassen und vor allem auch Förderschulen. Ich möchte betonen, dass auch Förderschulen miteinzubeziehen sind!!!

    • „Russisch Roulette“ – ein treffende Begriff. Allerdings sind es ja nicht die Kultusminister, die sich diesem „Spiel“ aussetzen, sondern wir sind es, die dem ausgesetzt werden. Und ich sage es wieder: Bitte WO ist die GEW???

    • Na, da können wir gespannt sein, was Herr Weil heute abend in der Talkshow bei Anne Will mal wieder zum Besten geben wird.
      Welche Politik-Sprech-Version wird es heute sein?
      1. Die Fallzahlen sinken in Nds, da können wir uns bald wieder Lockerungen erlauben ….
      2. Was Mutationen? Nein, die haben wir in Nds. nicht (oder nicht so viele davon/upss, wir wissen es gar nicht) ….
      JAAAAAAAAA, (W)weil Niedersachsen nicht flächendeckend auf Mutationen testet 🙁
      https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Corona-Mutation-Keine-flaechendeckenden-Tests-in-Niedersachsen
      3. Oder wieder der alte Schuh? Nein, Infektionsgeschehen an Schulen, das gibt es bei uns in Niedersachsen nicht. (W)weil, die verschweigen wir doch konsequent, ….

      BITTE, endlich einmal hart von Seiten des Bundes durchgreifen, sonst wird das nichts mehr!

  9. Es wäre sogar möglich, mit verhältnismäßig günstigen Maßnahmen eine Verbesserung zu schaffen. In meinem Bundesland (Saarland) gilt aktuell eine Maskenpflicht für medizinische Masken im Einzelhandel und im Nahverkehr – die Schulen sind von dieser Regelung jedoch explizit ausgenommen. Hier reichen einfache Stoffmasken. Die Vermutung, die sich mir aufdrängt: die Landesregierung will keine medizinischen Masken für einkommensschwache Familien anschaffen. Dabei sind diese Masken inzwischen wirklich billig, und der Fremdschutz, den sie bieten, ist dem von Alltagsmasken überlegen.
    Auch ist es mir nicht verständlich, warum bei uns kein Wechselmodell praktiziert wird. Wir haben aktuell die Klassenstufen 9 und 10 in der Schule (Abschlussklassen), alle anderen sind zuhause. Dabei hätten wir ohne weiteres die Raum- und Personalkapazität, alle anderen Klassen im wöchentlichen Wechsel, also mit halber Klassenstärke, zu unterrichten. Mit halber Klassenstärke + med. Maske wäre dem Gesundheitsschutz schon wesentlich gedient.
    Stattdessen bleiben die jüngeren Schüler zunächst bis 14. Februar komplett zuhause. Danach sind im Saarland 1 Woche Winterferien, die natürlich dringend nötig sind – schließlich sind die Kinder dann ja 2 Monate zuhause gewesen und müssen sich davon erholen.
    Zur Frage, wie es Ende Februar weitergehen wird, gibt es vom Bildungsministerium keine Aussage. Es wird auf die „extrem dynamische Pandemielage“ verwiesen. Ich bin wirklich traurig, welchen Stellenwert Kinder bei uns haben.

    • Um Himmels Wille!

      Wechselunterricht für alle? Warum?

      Kann dich alle Schüler*innen im Distanzunterricht hervorragend beschulen!
      Sorry, dass ist mir zur Zeit zu gefährlich.

    • Als saarländische Lehrerin kann ich noch beitragen, dass auch die Abiturienten in Präsenz da sind. Also Klasse 12 oder 13 je nach Gusto. Und meine Schule hat weder Raum- noch Personenkalkapazität. In welchem Beruf arbeiten Sie? Und danke, ich möchte nicht alle Stunden mit FFP2 unterrichten. Ich weiß nämlich nicht, was meine Schüler bzw. deren Eltern so treiben. Es gibt auch Negativbeispiele. Ich kann nicht hellsehen. Für meine Kinder reicht der Distanzunterricht. Ich möchte sie nicht in der Schule haben, weder Präsenz- noch Wechselunterricht. Meine Kinder sollen gesund bleiben.

      • Dem kann ich nur beipflichten. Unsere Tochter ist seit drei Wochen mit Angst in der Schule. Angst davor sich mit Corona anzustecken oder halt das ABI nicht so zu schaffen wie Sie es sich vorgestellt hat. Sie möchte andere schützen aber kann es nicht, da Sie von der Regierung quasi gezwungen wird in der Schule zu sein. Abstand in den Klassenräumen ist auch nur bedingt möglich und von einem Hygienekonzept wollen wir gar nicht erst reden. „3 bestätigte Corona-Fälle in 3 Wochen !!! “ Und alle in Ihren Kursen. Das ist die Realität und Das ist kein Zustand. Da soll sich Frau Clivot mal dazwischen setzen und große Reden schwingen.

    • @ Felix: „2 Monate zuhause gewesen und müssen sich davon erholen.“ Was für ein unausgegorener Unsinn!

      Natürlich waren auch die Lehrer in der Zeit untätig. Die waren schließlich nur zuhause? Oder?
      Ich kann nur für meine Kollegen und mich sprechen: Arbeitszeiten beim Distanzunterricht (hier an unserer Förderschule) von 7:30 bis 17:00 Uhr, oft länger und auch am Wochenende muss für die Folgewoche vorgeplant und gearbeitet werden. Mit unseren eigenen Kindern lernen (ja, auch Lehrer haben Kinder!) oder mit der Familie spielen, spazieren gehen muss meistens zurückstehen – oder ich lerne mit den Kindern, muss dann aber Nachtschicht einlegen, um für den nächsten Tag bereit zu sein. Dazu noch chaotische Internetprobleme gekennzeichnet von Abbrüchen und Störungen bei den Lern- und Konferenz- Plattformen, egal ob Moodle, Jitsi oder „Illegale“, die das Land verboten hat. Einige Kollegen fahren gedruckte Materialien deshalb bei den Schülern Zuhause vorbei, entweder weil keine Drucker vorhanden sind oder die Downloads nicht funktionieren. Gesundheitlich und von der Kraft her sind viele am Limit und ich erschrecke, wenn ich ihnen zufällig in der Schule beim Kopieren oder anderen Vorbereitungen begegne: Müde und grau sind manche Gesichter und ich sehe den Kommentaren nach auch nicht viel besser aus.
      An der Schule meiner Tochter sind zwei der Lehrer wegen Corona, zwei weitere wegen eines Burnouts und völliger Erschöpfung nicht dienstfähig.
      Aber Ferien weglassen-eine tolle Idee!

      Maskuline Formen im Text sollen bitte als allgemeine Vereinfachung, für weibliche und männliche Ausdrücke verstanden werden. Danke.

  10. Die Einigkeit der Elternverbände wird ganz schnell enden, wenn die Kanzlerin ihre EINE LINIE auf gang Deutschland anwendet, denn dass das dann genau das ist, was in jedem Detail jeder Elternverband (in seinem Bundesland) auch so gewollt hätte, ist doch sehr zu bezweifeln.

    • Zitat: „Sofern das Infektionsgeschehen Präsenzbetrieb nicht zulässt: Distanzunterricht (mit Unterstützungsangeboten für Familien, für die Distanzunterricht keine Option darstellt) und Flexibilität für alternative Modelle vor Ort.“

      Amüsant. GENAU DAS öffnet doch aber den Unterschieden von Bundesland zu Bundesland Tür und Tor. Flexibiliät ! Flexibilität haben wir jetzt, wo jedes Bundesland nach Corona-Situation vor Ort und nach politischer Mehrheitsmeinung seine eigene Sache macht.

  11. Lesen Sie einfach die Kommentare zu Ihrem zwar etwas längeren, inhaltlich aber identischen Post von neulich hier bei n4t – da haben Sie ja viele Reaktionen rausgekitzelt. Aber ist so viel Gegenwind nicht frustrierend? Oder ist es genau das, was Sie erreichen wollen?
    Kann mir nicht vorstellen, dass eine „Mutter mit Herz“ für so etwas Zeit hätte ….

  12. Was haben die nur alle mit ihrem Präsenzunterricht? Jeder schreit nach Präsenzunterricht und meint eigentlich Betreuung. Ganz egal, ob Lehrer- und Kitapersonal dabei draufgeht, ne?
    Die Menschen sind verrückt geworden.

    Habt ihr die letzten Bilder aus Portugal gesehen?

    Wer mit B117 nochmal freiwillig in einen kleinen Raum mit 15-30 Personen geht, dem ist nicht mehr zu helfen. Mit B117 helfen die AHA-Regeln nichts mehr. 1,5m reichen bei weitem nicht aus (!!!) und das Lüften hat vorher schon nichts gebracht. Die Masken der Kinder waren ein Witz. Nach einer Woche waren sie allesamt verdreckt. Bäh!
    Selbst wenn wir den Klassenraum wegdenken. Was ist mit dem Schulgebäude, den Sanitäranlagen, den Sporthallen und den Mensen?
    Ne ne ne! Bis hier hin hab ich den Spaß noch mitgemacht!

    Ich beschule meine Schülerinnen und Schüler mit großer Leidenschaft. Ich habe mich, was das digitale Unterrichten angeht, fortgebildet und bin mittlerweile Profi darin. Alle meine Schüler*innen sind mit IPads ausgestattet (Eigeninitiative meinerseits). Sie haben Onlineunterricht in den Hauptfächern und Onlineangebote in den Nebenfächern und zusätzlich Video-Bewegungsangebote. Und stellt Euch vor: Die Kinder müssen nicht ein einziges Arbeitsblatt ausdrucken. Die Eltern sind begeistert.
    Ich würde behaupten unter diesen Umständen, geht es nicht besser.
    Ich sehe keinen plausiblen Grund, warum die Kinder und ich gefährdet werden sollten. Unterrichte gern auf Distanz, aber Präsenzangebote gibt es von mir nicht, solange die Inzidenzzahlen nicht deutlich unter 50 (Rki-Empfehlung, die ich so leider hinnehmen muss) gefallen sind. Und sollten Schulen vorher öffnen, egal ob Regelbetrieb oder Wechselunterricht, weiß ich genau was zu tun ist. Ich befürchte nur, dass die Zahlen irgendwann manipuliert werden (bei Kindern ist es ja mehrfach geschehen), sodass der Inzidenzwert nicht mehr Aussagekräftig sein wird.

    Sollten die Kinder jetzt doch psychische Probleme kriegen, empfehle ich das Aufsuchen eines Kinderpsychologen. Dafür bin ich nun wirklich nicht zuständig. Es könnte allerdings schwierig werden. In Pandemiezeiten wird es zwar als Argumentationsgrundlage für Schulöffnungen genutzt. Aber alles Augenwischerei. Kinderpsychologen waren vorher schon ziemlich rar. Die Wartelisten schon immer sehr voll!
    Keine Kinder in meinem Bekanntenkreis und kein Kind, das ich beschule, musste bisher aufgrund des Distanzunterrichts psychologisch betreut werden.

    Deshalb: Der Brief ist gut geschrieben, aber immer noch zu denken, dass eine lebensbedrohliche Pandemie und Präsenzbeschulung miteinander vereinbar sind, grenzt für mich mittlerweile an Egoismus, Verantwortungslosigkeit, Dummheit… Nennt es, wie Ihr es wollt, aber nach 12 Monaten, muss man sich doch ein bisschen Wissen angeeignet haben, dass man weiß, offene Schulen sind keine sicheren Orte und leider Risikogebiete.

    • Verdreckte Masken? Kann ich mir nicht vorstellen. Die vielen, die sich „Mutter mit Herz“ nennen, haben die Masken doch sicher sofort nach dem Schulende gewaschen!
      Ironie aus

      Es ist aber eine Tatsache: Alle Schreiben, Empfehlungen und sogar Anrufe bei den Elternhäusern (wo ich seltsamerweise viele vormittags [!] erreicht hatte) haben hier nichts bewegt. Am Ende haben wir alle OP-Masken privat gekauft und an die Kinder verschenkt.

  13. Vor kurzer Zeit sind die Eltern noch auf die Barrikaden gegangen, wenn es hieß

    „Maskenpflicht im Unterricht“.

    Jetzt auf einmal ist es jedem klar, dass dies ab Kl. 1 sein muss, wenn 25 Haushalte in einem kleinen Raum über 6 Stunden sitzen.

    Aber ich glaube nur die Kultusminister werden dies teilweise wieder nicht für nötig halten….

    Also ich verstehe meine Schüler im Klassenzimmer mit Maske besser, als im Moment über Video ohne Maske.

    Was ist nun besser….

  14. @Gustav: Genau das war der Plan. Aber Lehrerverbände und Gewerkschaften geben scheinbar lieber eigene Statements ab und proben ungern den Schulterschluss mit anderen gesellschaftlichen Gruppen.

  15. Und bitte die Präsenzpflicht aussetzen. Es soll auch Schüler geben, die zu Hause besser lernen, umd Eltern, die das gerne unterstützen.

    • Da schrei ich ganz laut hier. Unbeschwert (weil sie ihre Mama nicht anstecken können plus der Große neigt leider dazu, gemobbt zu werden, weil er ein sehr ruhiger Typ ist), fröhlich und mit einem erstaunlichen Feuereifer am Werk sind meine zwei (fünfte und achte Klasse Realschule). Selbst beim gemeinsamen Essen werden Sachen aus dem Unterricht von ihnen freiwillig besprochen, sie selber bringen das auf. Und wir Eltern haben auch sehr viel Spaß daran (obwohl wir beide arbeiten, möchte ich anmerken), die alten Leidenschaften wie Erdkunde und Geschichte (ich) oder Naturwissenschaften (geliebter Gatte) wieder neu zu entdecken. Wisst Ihr, wie schön das ist, wenn der grummelige Teenager einen um Hilfe bittet und man zusammen einen Heidenspaß hat, ein Quiz über Napoleon zu entwerfen? Man hat das Gefühl, als Familie wieder mehr zusammen zu wachsen. Dies ist unsere ganz persönliche Empfindung. Wenn man schon Homeschooling hat, warum es nicht mit einem Lächeln machen, schauen, was macht Spaß? Und nicht immer von vornherein gleich schimpfen, bäh, Homeschooling. Sich drauf einlassen. Und, wir sind als Eltern absolut entsetzt, wie wirtschaftliche Interessen (Betreuung in Präsenz, und ich sage bewusst: Betreuung) vor die Gesundheit unserer Kinder, der Lehrer, Erzieher, Schulbegleiter … gestellt wird. Es ist teilweise an Menschenverachtung nicht zu überbieten. Auch die Eltern, die ohne Not ihre Kinder in die Betreuung schieben, verstehen wir nicht. Sicher gibt es Situationen, wo es ums Verrecken nicht anders geht. Aber wenn ich von Friseurinnen höre, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen wollen, fasse ich mir an den Kopf. Unsere Kinder sind das Allerwertvollste, das wir haben. Mutationen machen Kinder intensiv pflichtig. Werden wir also ohne absolut triftigen Grund unsere Kinder da raus schicken, in den eiskalten Klassenraum, mit einem Stück Stoff als Waffe? Nein. Sicher nicht. Ich bin schließlich eine Mutter mit Herz. Für mich, meine Familie und meine Mitmenschen. 😉

      • @Risikomama

        Danke für Ihre lebendigen Schilderungen.
        Ich habe mir das direkt bildlich vorgestellt, wie da gemeinsam am Quiz „gebastelt“ wird und wie die Ereignisse des Tages geteilt und beredet werden.
        Einfach schön.
        Ganz breites Lächeln von mir!
        🙂
        Und weiterhin viel Spaß gemeinsam.

      • Danke für Ihren Beitrag. Meine Familie erlebt das gerade auch so. Wir haben viel Spaß beim Lernen. Wir sind erstaunt, was unsere Kids alles so in ihren Köpfen an Wissen gespeichert haben. Und manchmal muss man einfach akzeptieren dass manche Dinge für immer ein Buch mit sieben Siegeln bleiben werden (Kommaregeln, Bruchrechnen nur als Beispiel).

  16. Die Elternverbände haben Recht. Ich glaube allerdings nicht mehr daran, dass solche Forderungen auch nur ansatzweise Gehör bei den politisch Verantwortlichen finden. Man wird ab dem 14.02. wieder hanebüchene „Hygiene“-Konzepte ausarbeiten, die allesamt darauf basieren, dass „Kinder keine Treiber der Pandemie“ (politischer Slogan) sind. Auf die Gesundheit der Lehrkräfte wird sowieso gepfiffen. Man wir was auch immer für Erklärungen an den Haaren herbeiziehen, warum mobile Luftfilter für Kinder schädlich sind. Ich rechne fest damit. Kein Elternteil und kein Lehrer wird je juristisch sicher nachweisen können, dass eine Infektion, geschweigedenn eine Folgeerkrankung nacheislich auf mangelnde Hygiene in der Schule zurückgeführt werden kann. DAS wissen alle Kultusminister. SONST würde man anders agieren!

    • In NRW sollen die Eltern der Schüler aus Jg. 7-13, die jetzt auch das Recht auf „Notbetreuung“ haben, unterschreiben, dass sie das wünschen.
      Klingt doch wieder verdächtig nach Abwälzen der Verantwortung… „Selbst Schuld, falls Ihr Kind sich in der Schule angesteckt hat. Sie haben ja unterschrieben, dass Sie das so wollten.“
      Man kann wohl keinem Elternteil raten, das zu unterschreiben.

      Absurd. Mit Schutz vor Infektion und einem vorausschauenden Pandemiemanagement hat das alles herzlich wenig tun.

      Im Übrigen: Vor fast einem Jahr hat Frau Merkel (u.a.) sicher nicht nur (m)einen Brief bekommen, in dem drum gebeten wurde, über Sinn und Nutzen des Föderalismus für bestimmte Bereiche in einem Ausnahmezustand wie einer Pandemie nachzudenken und Gesundheit und Bildung doch lieber bundeseinheitlich zu regeln!
      NIX ist seitdem passiert!
      Jeder KM tobt sich weiterhin ungestört aus…

    • Ach, also die schlechtesten Karten hätte ich nicht, nachzuweisen, dass meine Infektion nur aus der Schule kommen konnte. Ich arbeite an 2 Schulen, habe deshalb, weil ich damit ein erhöhtes Risiko hatte, mich zu infizieren, zumal eigene Kinder auch schulpflichtig sind, immer penibelst Maske getragen. Trotzdem infiziert. Die Familie ging auf mein Wirken, nicht auf Wirken des Gesundheitsamtes!, sofort in Quarantäne. Sie entwickelte keine Symptome. Ich wollte Gewissheit und fand nach ein wenig Anstrengung auch endlich einen Arzt, der bei ihnen einen Antikörpertest durchführte. Was soll ich sagen: Alle Familienmitglieder negativ (außer mir natürlich). Noch Fragen?

  17. Och, da fällt mir doch glatt noch etwas ein:

    Thema Spielplätze: Ich weiß nicht, wie es in euren Städten aussieht, aber bei uns werden Spielplätze platt gemacht.
    Ein Spielplatz, der seit Generationen Treffpunkt für jung und alt war und den armen Kleinies die sozialen Kontakte sicherte…. Einfach platt. An dessen Stelle steht nun ein Komplex aus mehreren riesigen Gebäuden (betreutes Wohnen). Keiner sah die Gefahr der sozialen Verwahrlosung der Kinder. Es gab auch keine Aufstände, Demos oder Ähnliches.

    Und sind wir mal ehrlich, darüber klagen die Vereine schon lange, soziale Kontakte pflegt die „neue Generation“ schon seit langem über WhatsApp und Co.

    Man bin ich heute fies… Aber es ist etwas Wahres dran 😉

    • Bei vielen politisch Verantwortlichen, die sie urpllötzlich zum „Schützer der Kinder“ aufschwingen, sollte man höchstskeptisch sein, ob sie es ehrlich meinen.

  18. Hervorragende Aktion der Elternverbände! Alle Punkte sind zutreffend und Realitätsverdrängung der Kultusminister trifft es sehr gut. Ab morgen gehen in Bayern wieder Tausende Schüler in die Schulen, um dort Klausuren zu schreiben, ganz so als ob es keine Pandemie gäbe.
    An FOSBOS sind selbst Schulleiter verärgert, aber nur wenige haben den Mut, Klartext zu reden. Ausnahmen gibt es.
    Tolle Schulleiterin der FosBos Freising, die Dinge beim Namen nennt. Eine Frau mit Verstand, die ihre Fürsorgepflicht ernst nimmt.

    https://www.merkur.de/lokales/freising/freising-ort28692/eine-organisatorische-katastrophe-90185160.amp.html?__twitter_impression=true

  19. Volle Zustimmung!!! Ich habe tatsächlich schon gedacht, dass die wichtigen Wirkkräfte unserer Gesellschaft sich gar nicht mehr zu Wort melden…ich stimme dem Ansinnen (s.o. ) allumfänglich zu!!! LuL können sich offenbar den Mund fusselig argumentieren – man kan sicher sein, dass sie nicht gehört werden, sie niemand ernst nimmt und sie auch kaum jemand achtet. Vielleicht geht es so!!!!?????

  20. Defence, du bist nicht fies, du hast Recht. Bei uns waren schon vor Corona Straßen und Spielplätze leer. Die Teens treffen sich über WhatsApp oder ballern vor ihren Playstations, die Kleinen sind beim Babyschwimmen, Pilates für Fünfjährige oder Filzkurs. Freies Spiel kennen die meisten eh nicht mehr. Sozialer Kontakt findet anscheinend nur an Schulen statt, die armen Kinder.

  21. Die Schulen sollten bis Ostern geschlossen bleiben (im Regelfall), bis mindestens die Impfgruppe mit der höchsten Gefährdung durchgeimpft ist. Danach könnte es im Halbklassenunterricht bis zum Schuljahresende weiter gehen, je nachdem wie die Lage sich entwickelt.

    • @ Schuppentier20 „durchgeimpft?“

      Ich bin sehr dagegen.

      Denn was ist mit den, zeitnah auftretenden, Impfreaktionen, die auch mal sehr heftig verlaufen? Und dann rede man über ggf. erst nach Jahren spürbaren und erkennbaren möglichen Impfschäden der bislang noch nie jahrelang am Menschen getesteten – und zur Stunde in der EU noch gar nicht zugelassenen! – neuartigen, genetischen Impfstoffe. Es geht um Vektor- bzw. DNA-Impfstoffe oder um messenger-RNA-(mRNA-)Impfstoffe.

      Reden wir daher über die unvermeidlichen Impfreaktionen und die unerwünschten Nebenwirkungen ebenso wie über die möglichen, ggf. irreparablen Impfschäden.

      Vielleicht zeigen sich die durch die neuartigen, die genetischen Impfstoffe verursachten Impfschäden erst nach mehreren Jahren. Nein zu einem riskanten Großversuch, einer gentechnischen Veränderung getarnt als „Impfung gegen Corona“. Den gentechnischen Großversuch am Menschen stoppen. Warten wir besser noch ein paar Jahre, ehe wir die neuen Vakzine pauschal loben und gutheißen.

      Mein Fazit: Händewaschen, Niesetikette, bei Fieber zuhause bleiben, das war und das bleibt wichtig … heute nicht anders als vor drei Jahren, als, wer erinnert sich, in Deutschland 25.100 Menschen an der saisonalen Influenza starben.

      Keine Impfexperimente. Die meisten Menschen sind längst immun, einerseits wegen Kreuzimmunität nach Begegnung mit einem der endemischen Coronaviren, die auch hierzulande seit Jahrtausenden vorhanden sind – wie überall auf der Welt. Anderseits gibt es die angeborene, zelluläre Immunität, es ist eben nicht pauschal so, dass ein neuer, dem Körper unbekannter Erreger tötet oder auch nur schwer schädigt. Die meisten von uns dürfen sich sagen: Jedes Coronairus kann man bekommen und bewusst auskurieren, auch SARS-CoV-2.

      „Corona“ ist sehr ernst zu nehmen, aber kein Killervirus. Seien wir nicht coronapessimistisch, sondern Coronaoptimisten …

      • @ carpe noctem: „Jedes Coronavirus kann man bekommen und bewusst auskurieren, auch SARS-CoV-2. „:
        Dann bitte ich Sie, bei Ihrem bewussten Auskurieren ihrer eigenen Corona Infektion, uns alle auf dem Laufenden zu halten, wie denn Ihr „Auskurieren“ in Beziehung auf SARS-CoV-2 so läuft. Bitte einen täglichen Kurzreport und verankern Sie in der Patientenverfügung bitte auch, dass uns der Pfleger weiter informieren möge, wenn Sie am Sauerstoff-Austauschgerät im Koma hängend, das nicht mehr können.

        Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren kurativen Versuch, der seit Corona Beginn letztes Jahr im März an unseren Schulen mit Schülern und Lehrern staatlicherseits „in vitro“, respektive „in scola“ durchgeführt wird, überleben. Melden Sie sich dann bitte nochmal?
        Danke!

  22. Ich möchte ein wenig versuchen, diejenigen Eltern zu beruhigen, die (natürlich) nicht in die Zukunft sehen können und sich derzeit wirklich Sorgen um ihre kleinen Kinder machen (nicht so wie diese besonders „herzliche“ Mutter hier ( s.o.)):
    Ein Beispiel: Mein Sohn war gerade ein paar Monate im Kindergarten gewesen, als für mich und meinen Ex-Ehemann ein Umzug anstand. Dies bedeutete letztendlich: Am neuen Ort ein Dreivierteljahr lang kein neuer Kita-Platz, keine Kontakte zu anderen Kindern, ich tagsüber allein mit meinem Sohn. Es war sehr anstrengend, zumal der Sohn sich ungern allein beschäftigte und eine gnadenlose Quasselstrippe war. Und dies auch noch in der Zeit Herbst/ Winter/ Frühjahr….
    Mein Sohn ist heute 25 Jahre alt, hat einen großen und guten Freundeskreis, ist empathisch und sozial, voller Ideen und Ideale, kein Schlaffi – im Gegenteil, hat sein Abi gemacht, trotz G8 ( also ein Schuljahr weniger als bisher üblich), und hat soeben sein Studium beendet.
    Von nachhaltigen Schäden aus beschriebener vakuumähnlicher Zeit kann ich bei ihm beim besten Willen nichts feststellen.

    Für gewisse Mütter, die (ohne Rücksicht auf andere in dieser kritischen Lage) nach frischer Luft und sozialen Kontakten für ihr Kind schreien und meinen, DAS gäbe es lediglich in Kitas und Schulen, für diese habe ich leider nur Verachtung übrig!

    • Richtig, wir sollten einfach versuchen, das Beste aus dem Unabdingbaren zu machen.

      Dafür brauchen Eltern Freiheiten durch ihre Arbeitgeber – ggf. sinnvoll gesteuerte finanzielle Hilfen direkt an die Familien, vielleicht Arbeitsplatzgarantien, auf beide Eltern verteilt, soweit vorhanden.
      Dafür brauchen wir Lehrer die Entlastung von Leistungsdruck, die Freiheit, das Beste aus der sicherlich alles andere als idealen Lernsituation zu machen.
      Die Kinder brauchen ggf. einen Freund, wenn keine Geschwister da sind, immer den/die gleichen, mit dem sie halbwegs sicheren Kontakt haben dürfen.

      Dann werden die wenigsten Kinder Schaden nehmen!
      Wo dennoch Gefahr (für das Wohl der Kinder) im Verzug ist, muss wie in normalen Zeiten auch Jugendhilfe etc. greifen!
      In der Regel kennen die Schulen die Familien, in denen kritische Situationen beachtet werden müssen. Es wäre auch nichts dagegen einzuwenden, wenn solche Kinder in die Schule kämen – in stabilen Kleinstgruppen, unter Infektionsschutz für alle Beteiligten!

      Die Gesellschaft wird entscheiden müssen:
      Schnellstmögliche Überwindung der Pandemie durch konsequentes Handeln bis nahe Inzidenz Null – oder endlose Maßnahmenrennen „rin in de Kartoffeln, raus us de Kartoffeln“ noch mindestens über Monate mit m.E. weit größeren und weitaus nachhaltigeren Schäden an Leib, Seele, Leben und wirtschaftlicher Grundlage.

      Vielleicht mehr Impfstoff ab April… also ca. 5-6 Wochen danach mehr wirksam Geschützte… aber wohl kaum mehr als in den höchsten Risikogruppen… dann sind wir locker nahe der Sommerferien und die Kinder und ihre Eltern sind noch lange nicht geimpft.

      Wir sollten uns alle drauf einstellen, dass wir bis dahin improvisieren müssen und vielleicht auch lernen, das als Chance zu verstehen. Auch das kann man Kindern vermitteln, ohne dass sie Schaden nehmen! Einige vermitteln uns ja auch, wie wohl sie sich ohne Präsenzunterricht fühlen. Man sollte nicht nur die Nachteile sehen!

      • @kanndochnichtwahrsein

        „Die Kinder brauchen ggf. einen Freund, wenn keine Geschwister da sind, immer den/die gleichen, mit dem sie halbwegs sicheren Kontakt haben dürfen.“

        Ich sehe es genau so.

        Und es ist ganz bestimmt KEIN Rückschritt oder sonstwie nachteilig, wenn man im „wahren Leben“ – also jenseits aller Digitalisierung – echte Freundschaften aufbauen und pflegen kann.
        (Gerade bei insgesamt zunehmender Digitalisierung ist das ein ganz wichtiger Gegenpol, so wie jeder leistungsorientierte Sportler auch einen Ausgleichssport betreibt.)

        So eine „altmodische“ Freundschaft braucht und kostet Zeit – das sind viele Menschen, auch Erwachsene, heute nicht mehr gewohnt und Kinder haben es so (außerhalb von Schule mit „gelieferten“ Kontaktpersonen) vielleicht noch nie kennengelernt, aber man bekommt auch eine ganz andere Art von zwischenmenschlicher Beziehung!

        Natürlich gibt es in der „alten“ Art von Freundschaft auch Streit, aber der dürfte vielleicht anders ablaufen: So wie ich es erinnere, haben sich Kinder früher auch einmal tüchtig gestritten, sich tagelang keines Blickes mehr gewürdigt … und sich irgendwann erstaunt angeschaut und sich dann gefragt „Warum haben wir eigentlich Streit?“ und die andere Person sagte dann „Weiß ich auch nicht mehr …“ Danach hat man entweder (vermutlich selten blöd) gegrinst oder laut gelacht und gut war’s wieder. Kam das öfter vor, musste man sich halt etwas anderes überlegen, wie man damit umgeht.
        Auch – oder gerade – so etwas kann für den Rest des Lebens bilden, vermutlich besser als jedes „Sozialtraining“, denn das findet ja quasi unter Laborbedingungen statt, mit Kindern, die sich ihr „gemütliches Beisammensein“ in dieser Zusammensetzung womöglich nie (!) in dieser Konstellation ausgesucht hätten.

        Was es aber meiner Erfahrung nach früher nicht gab: Diese „ex-und-hopp“ oder für Ältere die tindermäßige „wisch-und-weg“-Mentalität, weil 1 Klick weiter schon der nächste „Kontakt“, die nächste „Option“ wartet … könnte ja sowieso cooler sein.

        Und wer wirklich „mit Herz“ dabei ist, merkt von ganz allein, dass man unmöglich immer mehr, immer mehr, immer mehr „Freunde“ haben kann. Dafür braucht es keine Studien.

        Und jetzt erkläre mir mal jemand ernsthaft (!), was den Kindern schaden soll durch Sozialkontakte, die die Chance auf ein wirklich soziales Miteinander bieten …

        (Ich finde, diese Ideen sind nur auf den ersten Blick „off topic“, und gerade das genaue Hinschauen sollte mal wieder in den Focus genommen werden.)

      • @kanndochnichtwahrsein:

        Genau:
        Denjenigen, die nach möglichst schnellen Lockerungen und frühen Freiheiten rufen, scheint nicht klar zu sei, dass dies ein dauerhaftes
        1. „rin in de Kartoffeln, raus us de Kartoffeln“ sowie
        2. die hohe Wahrscheinlichkeit, immer wieder in Quarantäne zu müssen = wohl eher bisschen weniger Frischluftmöglichkeiten plus Homeschooling plus KEINE!!! Außenkontakte bedeutet.
        Bittesehr!!!
        (Dass man selbst als „Herzmutti“, das eigene Kind und auch die Angehörigen sich zusätzlich lnfizieren kann/können (als Coronabonus!), wird zusätzlich ausgeblendet.
        Mir kommen die Tränen, mit wie viel „Herz“ da die eine oder andere Mami für ihr Kind kämpft!
        Aber man muss verstehen: Weitsicht kann einfach nicht jede/r.
        Kennen wir ja schon von den KM mit „Herz“….

  23. @“Mutter mit Herz“,
    könnte es sein, dass Sie zu den Eltern gehören, die Schule nur als willkommene „Parkmöglichkeit“ definieren, um Ihren privaten „Interessen“ nachzugehen, wie Ausschlafen, Handysurfen, Abhängen… ?
    Bequem, stimmts?…,wenn der Nachwuchs außer Haus ist…
    „Staat, mach mal!“ Sie nennen sich „Mutter mit Herz“? Na, dann stellen Sie das doch auch unter Beweis.
    „Das Primat in der Erziehung“ hat immer noch das Elternhaus. Wenn ich mich für Kinder entscheide, dann habe ich nicht nur Rechte!
    Stimme Pit und anderen Vorrednern zu.
    Raus an die frische Luft, und zwar auch Sie!
    Lassen Sie sich doch mal was einfallen mit Ihrem/Ihren Kind/Kinden. Angebote gibt es mehr genug. Das muss eine Mutter in außergwöhnlichen Zeiten auch mal können…und vor allem aktiv sein.
    Präsenz kann es nur mit entsprechendem Schutz geben. Wie oft denn noch…?

    • @xy

      Da fällt einem nichts mehr ein … außer vielleicht:
      „Wenn Dummheit quietschen würde, müssten einige Leute den ganzen Tag mit einem Ölkännchen herumlaufen.“

      Skandalös ist jedoch, dass diese „quietschvergnügten“ Personen auch noch Entscheidungen treffen, die sich auf Gesundheit und (Über-)Leben Anderer direkt auswirken.

  24. Wo sind die Elternvertreterverbände, die diese Sicht teilen und auch für Kitas die längst überfällige Notbetreuung durchsetzen wollen…da es keinerlei andere Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten UND die Kinder gibt????Mittlerweile müsste auch der Letzte begriffen haben,dass dem Virus das Alter völlig egal ist und mal die Zahlen der getesten Kinder genau bewerten…sofern die überhaupt 2stellig sind… Es wird sich hier in BB strikt geweigert, Kinder zu testen.Nur bei Krankenhausaufenthalt wird getestet.

  25. Wir haben offiziell seit dem 11. Januar geöffnet und damit meine ich offiziell, nicht Notbetreung ! Die Sonderschulen SBBZ mit mehrfach behinderten Kindern, wie kann ( darf ) so etwas sein ? Ich würde gerne Frau Eisenmann und Co einladen dies mal vor Ort zu begutachten, gerne auch unterstützend beim wickeln, pflege, essen geben. Dazwischen an gehustet und an genossen werden. Da kommt dann Freude auf. Abstand ? Zu viele Leute/ Kinder im Raum. Auch wir alle haben Familien und Eltern. Es ist schon sehr bedauerlich, dass man uns alle dort vergisst !!!

    • Mein Freund arbeitet ebenfalls an einer SBBZ. Auch er ist seit dem 11. Januar wieder ganz regulär im Dienst. Was für ein unverantwortlicher Käse, dass ausgerechnet solche Einrichtungen, in denen die Lehrer und Erzieher ganz nah an die Kinder ranmüssen, nicht sofort geschlossen werden… Über dieses Thema habe ich mich schon so oft aufgeregt… Wir leben hier letztlich mit dem Risiko (das betrifft ja auch mich, da mein Freund und ich zusammen wohnen).

  26. Auf der Homepage von News4Teachers ist eine Videokonferenz mit Jill Biden u.a. zu sehen. Es tut gut zu hören, wie man auch von Schulen Schülern und Lehrern, Erziehern und Sozialarbeitern sprechen kann – und sich auch handeln kann. 20 Minuten Wohlfühlen!

    Die kalte Dusche kommt erst am Ende: Wenn man merkt, dass es ein anderer Teil der Welt ist und, dass man bei uns anders redet… Hier der Link, obwohl er auch auf der Homepage mit YouTube Fenster zu finden ist-aber er passt sehr gut an diese Stelle:
    https://www.youtube.com/watch?v=0YTkEPjU-A4&feature=emb_logo

  27. Ein interessanter Brief, das bedeutet aber Kosten, die irgendjemand zahlen muss. Schulen sind Ländersache, Frau Merkel wird nicht das Bundessäckel aufmachen und rufen: Nehmt und stellt Lehrer ein, kauft Luftfilter, schafft Räume, setzt mehr Busse ein. Das setze ich als Grundwissen bei den Elternvertetern voraus. Frau Merkel befiehlt zwar gerne, aber zahlen tut sie nicht so gern. Wer zahlt sagt an, so einfach ist das, Land, Städte, Gemeinden zahle alles rund um die Schulen. Der Inzidenzwert ist Blödsinn, den können Sie über die Menge der gemachten Tests steuern. Mutationen wird es immer geben. Und was die Impfung betrifft, wie lange ist man danach immun? 1 Jahr? Oder weniger? Auch Deutschland wird mit dem Virus leben müssen. Entweder früher oder später, wenn der Mittelstand zerstört ist und die Finanzierung eines zuverlässigen Gesundheitssystem nicht mehr möglich ist.

  28. – Der Föderalismus ist durch unsere Verfassung als einer der Eckpfeiler unseres Staates auf ewig geschützt!
    Eine Verfassungsänderung ist somit in diesem Punkt überhaupt nicht möglich.

    – Kultushoheit, also auch Schulbereich, ist und bleibt Ländersache!!!
    Gleichsam eine „heilige Kuh“ für die Landesregierungen.

    Es sind nur Absprachen (KMK= Kultusministerkonferenzen) der Länder im sog.
    „Kooperativen Föderalismus“ möglich.

    – Der Bund hat im Bildungsbereich gar nichts zu sagen!!! Auch Frau Merkel nicht!!!

    Die Bundeskanzlerin kann nur ihr Verhandlungsgeschick, Charisma (??), ihre Persönlichkeit bzw. ihr moralisches Gewicht versuchen, einzubringen.

    – Auch die Bundesbildungsministerin, Frau K., hat überhaupt nix zu bestimmen!

    Sie hat nur die Möglichkeit, kleinere (!) Finanzspritzen aus Bundesmitteln (aus ihrem Budget, Steuermittel), z.B. für Digitalisierung, zuzuschießen.

    Damit hier aber kein Missverständnis entsteht:
    der Föderalismus hat auch sehr viele sehr positive Seiten!!! Auch im Bildungsbereich.

  29. Hauptsache der Ball rollt in der Bundesliga und die Industrie kann hinter verschlossenen Türen ohne jegliche Hygiene Konzepte weiter produzieren.
    Das alles wird auf dem Rücken der kleinsten und schwächsten ausgetragen.
    Wer jetzt gerade eine Berufswahl vor sich hat der sollte Psychiater in werden.
    Die Praxen werden in 10-15 Jahren überrannt.

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