Von wegen Corona-Strategie: Gipfel-Beschluss löst Chaos um den Kita- und Schulbetrieb aus – jedes Bundesland macht jetzt, was es will

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BERLIN. Einigkeit? Von wegen. Was auf den ersten Blick so aussah, als würde der Schul- und Kitabetrieb mit dem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Januar weitgehend zum Erliegen kommen, sieht nach den ersten Reaktionen aus den Bundesländern wieder völlig anders aus – ein Flickenteppich. Ob sich damit die Corona-Pandemie in Deutschland eindämmen lässt?

Aufgeräumt ist anders. Foto: Shutterstock

Das Statement liest sich kryptisch. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), erklärte nach dem Bund-Länder-Gipfel: «Die KMK hat sich Montag einmütig dafür ausgesprochen, dass in den Bundesländern, in denen es das Infektionsgeschehen erlaubt, in einer ersten Stufe die Grundschulen zum Präsenzunterricht zurückkehren können.» Das finde sich im Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern nicht explizit wieder. «Der Beschluss bietet jedoch Spielräume, die in den Ländern entsprechend genutzt werden können.»

«Das heißt: Präsenzunterricht wird in den Schulen auch bis Ende Januar nicht stattfinden können»

Spielräume? Danach klingt das, was Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten vereinbart haben, eigentlich nicht. Wörtlich heißt es darin: „Der Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung für den die Bildung der Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern. Geschlossene Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen, ausgesetzte Präsenzpflicht bzw. Distanzunterricht in Schulen über einen längeren Zeitraum bleibt nicht ohne negative Folgen für die Bildungsbiographien und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. Dennoch müssen die von den Ländern ergriffenen Maßnahmen auch in diesem Bereich entsprechend des Beschlusses vom 13. Dezember 2020 bis Ende Januar verlängert werden.“

Und was war am 13. Dezember beschlossen worden? „Kinder sollen in dieser Zeit wenn immer möglich zu Hause betreut werden. Daher werden in diesem Zeitraum die Schulen grundsätzlich geschlossen oder die Präsenzpflicht wird ausgesetzt“, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) seinerzeit erklärt. „Es wird eine Notfallbetreuung sichergestellt und Distanzlernen angeboten.“

Eigentlich eine klare Sache, oder? Für einige Bundesländer schon. «Das heißt: Präsenzunterricht wird in den Schulen auch bis Ende Januar nicht stattfinden können», sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstagabend. Das gelte für alle schulischen Bereiche. Es werde weiter lediglich eine Notbetreuung geben. Möglichkeiten für Unterricht in den Schulen soll es im Norden vorerst nur für Abschlussklassen geben.

In Sachsen gilt: Schulen und Kindergärten sollen weitestgehend geschlossen bleiben. Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) befürwortete den Vorschlag von Kultusminister Christian Piwarz (CDU), dafür eine der beiden Winterferienwochen vom 8. bis 20. Februar ganz zu streichen und die zweite auf die Karwoche zu verlegen. Wenn Eltern schon Urlaub im Februar gebucht haben, würden die Kinder von der Schule freigestellt: «Mein Eindruck ist, dass der Mehrzahl der Menschen derzeit nicht nach Winterferien und Winterurlaub der Sinn steht.»

Lediglich für die Abschlussklassen werde es nach den Weihnachtsferien täglichen Präsenzunterricht geben, sagte Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) nach einer Kabinettssitzung am Dienstagabend. Dabei sollten Kleingruppen gebildet werden, um die Abstands- und Hygieneregeln zu wahren. Alle anderen Kinder und Jugendlichen sollen Aufgaben und Online-Angebote für zu Hause bekommen. Auch die Kitas schließen und bieten lediglich eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten.

In Niedersachsen gibt es Unterricht im Wechselmodell mit geteilten Klassen – anders als es der heutige Gipfelbeschluss vorsieht

In Niedersachsen gibt es allerdings schon einen ersten Unterschied. Der Schulunterricht und die Kinderbetreuung in Niedersachsen werden nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise zunächst bis Ende Januar dort stark eingeschränkt. An weiterführenden Schulen gibt es außer für Abschlussklassen keinen Präsenzunterricht, sondern Homeschooling, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstagabend in Hannover. Für Grundschulen werden die Ferien um eine Woche verlängert, aber: Danach gibt es Unterricht im Wechselmodell mit geteilten Klassen. Das entspricht nicht dem heutigen Gipfelbeschluss.

Und es widerspricht auch einer aktuellen Pressemitteilung aus dem Kultusministerium. Dort heißt es nämlich: „Im Primarbereich soll flächendeckend eine Woche (11.01.2021 -15.01.2021) in Distanzunterricht („Szenario C“) beschult und anschließend bis Schulhalbjahresende zwei Wochen im Wechselmodell in geteilten Lerngruppen („Szenario B“) unterrichtet werden.“ Eine Woche Zusatzferien für die Grundschulen ist das nicht.

Verwirrung herrscht auch in Baden-Württemberg. Dort meldete die Deutsche Presse-Agentur um 19.34 Uhr: „Nur Fernunterricht im Januar auch in Baden-Württemberg.“ Kurz darauf schränkte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) allerdings ein, Grundschulen und Kitas im Land vom 18. Januar an unter Umständen wieder öffnen zu wollen. Die Öffnung sei das Ziel, wenn es mit Blick auf die Corona-Infektionszahlen vertretbar sei, sagte der Grünen-Politiker am Dienstagabend in Stuttgart. Was „vertretbar“ bedeutet? Ist unklar. Lediglich für die Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen werde es im Januar sicher nur Fernunterricht geben, so Kretschmann.

Chaos auch in Nordrhein-Westfalen. NRW werde die Beschlüsse grundsätzlich 1 zu 1 umsetzen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Was das aber für die Kitas und Schulen bedeutet, vermochte er nicht zu sagen. Für die rund 2,5 Millionen Schüler in NRW war die Präsenzpflicht im Klassenraum wegen der Corona-Pandemie bereits Mitte Dezember ausgesetzt worden. Bei Schülern der unteren Jahrgänge bis Stufe sieben hatten Eltern in den Tagen vor den Weihnachtsferien die Wahl, ob die Kinder in der Schule oder von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen. Nur für ältere Schüler ab Klasse acht wurde das Lernen vollständig auf Distanz umgestellt. Es könne aber noch Änderungen geben, sagte Laschet.

In rheinland-pfälzischen Kitas gilt: „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“ – was soll das sein?

Für Rheinland-Pfalz kündigte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) an: Das weitere Vorgehen an den Schulen werde Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) im Licht der Bund-Länder-Beschlüsse entscheiden. Bis zum 15. Januar war bereits Fernunterricht beschlossen worden. Als eine der Möglichkeiten für die Zeit danach nannte die Regierungschefin eine Aufhebung der Präsenzpflicht, wie sie bereits vor Weihnachten bestand. An den Kitas werde es weiter einen „Regelbetrieb bei dringendem Bedarf“ geben, sagte Dreyer. Sie bitte alle Eltern, für sich zu prüfen, ob und in welchem Umfang eine Betreuung auch zuhause möglich sei. Von einem „Regelbetrieb“ ist aber im Gipfelbeschluss nun gar keine Rede.

Auch in Hessen ist der weitere Umgang mit dem Schulunterricht nach Ende der Weihnachtsferien noch unklar. Darüber werde final am morgigen Mittwoch das Corona-Kabinett entscheiden, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach der Bund-Länder-Schalte am Dienstagabend. Für die Kitas werde er aber empfehlen, dass sie grundsätzlich geöffnet bleiben. Fazit: Jedes Land macht, was es will. News4teachers / mit Material der dpa

Merkel setzt sich erst mal durch: Schulen und Kitas sollen bis 31. Januar weitgehend zu bleiben – Ausnahmen für Abschlussklassen

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111 KOMMENTARE

  1. Mir ist bei der PK von dat Malu Dreyer gerade richtig schlecht geworden…
    Unstrukturiert wie immer und am Ende sitzt man aufe Couch und die Schädeldecke möchte einem rausspringen.
    Die Bundesregierung verkündet Lockdown der Kitas und Schulen bis 31.Januar und was verkündet dat Malu? Am 15. beguckt sich dat Steffi (Hubig) nochmal die Gesamtsituation und beschließt dann, wie es am 18. weitergeht. Die Info kommt dann bestimmt Sonntagabend zwischen Käsebrot und Schlummertrunk.

    Da krieg‘ ich Puls.

    Entschuldigt, werte Kollegen, meinen Gossenjargon, allerdings bin ich gerade bis zum Anschlag angenervt, dass mir meine Contenance vollends entglitten ist.

    • Die kleine Freude in all dem Wahnsinn, jetzt weiß ich endlich, wie sich mein Zustand seit August beschreiben lässt: lch krieg‘ auch ständig Puls…
      Danke für den Ausdruck! Mir herzrasenden Grüßen aus Hamburg.

    • Ich stimme Ihnen vollkommen zu, diese Politiker gehören endlich abgewählt. Eine Katastrophe! Das Saarland verkündet definitiv kein Präsenzunterricht mehr bis Ende Januar, Hessen will wieder ab 18. Januar öffnen….Hubig deutet ähnliches für RLP an…wie war die Verlautbarung gestern in der Kanzlerrunde?

      Mein Eindruck verstärkt sich immer intensiver…..dieser Politiker spielen Pandemie und suchen sich den wissenschaftlichen Rat, der ihre Spieltheorie gerade untermauert.

      Somit steuern wir dann um Ostern in einen vollständigen Lockdown….wer von diesen Leuten übernimmt die Verantwortung für den enormen wirtschaftlichen Schaden? Weshalb zieht man nicht jetzt einen harten Lockdown durch und senkt die Zahlen entscheidend? Nee, da spielen wir mal wieder Pandemie mit Salamitaktik.
      Bei solch politischem Gebaren ist es doch kein Wunder wenn Bürger zu Querdenkern mutieren….

      • @Stefan2020

        Ja, die „spielen“ Pandemie, in sicheren Büros mit Luftfiltern (ja, die Geräte, die für Schulen als untauglich erklärt wurden, entgegen wissenschaftlicher Expertise) und wenn es da aus dem Büro mal rausgeht, dann hat man im großen Saal wenig Menschen und Plexiglaskabinen.

        Irgendwie erinnert mich das an:
        Feldherren, die früher in sicherer Entfernung vom Schlachtfeld über den Karten saßen und die Truppen symbolisch hin- und hergeschoben haben.
        In sicherer Entfernung hat man auch gar nicht mitbekommen, wie andere verreckt sind, wenn man auf der Karte mal einen kleinen Fehler gemacht hat.
        Es gab auch Ausflüge mit Kutschen, da konnte die feinere Gesellschaft jenseits der militärischen Führung mit Familien Ausflüge machen, mit Picknick, und sich vom nächstgelegenen Hügel das Gemetzel anschauen.

        Und das Gehabe unserer politischen „Elite-Einheiten“ auf Landesebenen erinnert mich an einen Song von Klaus Lage, aus dem Jahr 1985:

        https://www.youtube.com/watch?v=INCG7zTJsog

        „Monopoly“
        Ja, Vater, do bist noch vom ganz alten Schlag,
        Seit vierzig Jahren pünktlich ? jeden Tag.
        Do warst nie krank und bist noch drauf stolz.
        Na und, was soll’s?
        Wann hast do jemals richtig Urlaub gemacht?
        Dein ganzes Leben für’n Betrieb mitgedacht.
        Deinen Job macht jetzt ein Stück Silikon.
        Wen juckt das schon?
        Wen juckt das schon?
        Monopoli, Monopoli,
        Wir sind nur die Randfiguren
        In einem schlechten Spiel.
        Monopoli, Monopoli,
        Und die Herrn der Schloßallee
        Verlangen viel zu viel.
        Mama hebt Kaffeegläser auf für’n Gelee.
        Do bist schon ewig in der IG Chemie,
        Doch darauf warst do echt nicht gefaßt –
        So kalt geschaßt.
        do warst als Kind für mich der stärkste Mann,
        Einer, der irgendwie alles lösen kann.
        Doch das hier ist keine Modelleisenbahn.
        Was fängst do an?
        Fängst do jetzt an?
        Monopoli, Monopoli,
        Wir sind nur die Randfiguren
        In einem schlechten Spiel.
        Monopoli, Monopoli,
        Und die Herrn der Schloßallee
        Verlangen viel zu viel.
        Soviel hast do schon versäumt,
        Soviel hast do schon geträumt.
        Zeit ist jetzt reichlich da,
        Mach dir ’n paar Wünschen wahr.
        Mensch Mann, pack doch nicht ein,
        Denn do bist nicht ganz allein.
        Auch wenn’s dir dreckig geht,
        Es ist noch nicht zu spät.“
        (zitiert nach der Quelle: „LyricFind“)

        1985!!!

        • Tip Top geschrieben! genauso ist es : Schnelltests in den Sitzungssälen, dicke FFP2, Plexiglas und Sesselfurzerei- udn die ErzieherInnne und Lehrkräfte halten den Bienenstaat am laufen. Von wegen Umsetzung der Bildungspläne. Auffanglager, Minilazarett ist man:
          Ich fühle mich als Erzieherin auch langsam als Kanonenfutter verheizt und komme mir auf der Arbeit vor wie auf einem entfernten Planeten. Bedarf auf betreuung können Eltern geltend machen, wnen sich das KInd zuhause 3 tage nachdem die normale Winterschließzeit vrobei ist- oder weil man mit seinen anderen beiden Kindern Schlitten fahren gehen will.
          Das ist keine NOTbetreuung.
          Es ist eine Schande ausserdem grob fahrlässig was diese Politiker mit schwammingen Appellen und fehlende Regelungen und NIcht-Konsequenzen anrichten.
          Ich fordere endlich allgemeingeltende, verbindliche Richtlinien und Pflichten für die NOTbetreung im LOCKDOWN an KiTAs.

          Dazu der in hess. immer noch geltende Passus in der Handreichung vom Ministerium f Gesundheit, wann ein Kind betreut werden darf : Gelengentlicher Husten und Schnupfen ist kein Grund, dass das Kind nicht in der Gemeinschaftseinrichtung betreut darf.

          WHAT? Also, soll ich als Erzieherin nun auch als blickdiagnostisches PCR Teststäbchen fungieren? (Sollte man in den med. Sektor wechseln, oder mal bei der Höhle des Löwen vorstellig werden.

          Und wenn es wirklich keine Coronainfektion ist, die die Unpässtlichkeiten am Kind auslöst, dann verteilt das Kind halt die banalen Rhinovieren auf die letzten Betreuungskräfte in den schon immer Fachkräftemangelnden Teams.
          Die Konseuenz: Weiterverbreitung von Erkältungen. Braucht man in der KITA im NOTbetrieb im ach so harten LOckdown auch nicht.

          Bravo. Danke Herr Lorz, dass Sie die Eltern noch anstiften, ihre halbgaren Kinder sich in der Notbetreuung vor sich hingammeln lassen. DAS ist alles echte Infektionskettenreduzierung, das ist wirklich Kontaktreduzierung *ironieoff*
          ich bin so sauer

  2. Wäre es nicht so traurig würde ich lachen…..
    Die haben alle den Knall noch nicht gehört aber Wahlen stehen an und der eine überbietet den anderen.

    14 tote Kinder sind nicht genug…..traurige Welt. Und mir braucht keiner jetzt zu kommen es sind NUR 14 Kinder die gestorben sind. Das sind 14 junge Leben die verdammt nochmal das Recht dazu hatten noch mehr zu erleben.

    • @Traurige Welt

      Ja, genau das ist der Punkt: Es geht um die Wahlen.

      Das man in den – in jeder Hinsicht – entscheidenden Positionen der Politik (Ministerien sowie Kultus- und Schulministerien) nicht verstehen kann, worum es geht, kann wohl kaum noch ernsthaft angenommen werden.
      Es gibt viele brandaktuelle und für „Durchschnittsmenschen“ (damit meine ich: ohne medizinische Ausbildung) verständliche Informationsquellen.

      Absolut top erklärt und 10 Minuten Dauer in diesem Video (vom 4.1.2021):
      https://www.zdf.de/verbraucher/volle-kanne/wie-das-coronavirus-den-koerper-schaedigen-kann-100.html

      Erklärt vom einem Mediziner, veranschaulicht am Beispiel einer sehr jungen Frau mit Vorerkrankung (Asthma), aber bis zur Covid-Erkrankung topfit – und jetzt …: selber ansehen!

      Erklärt wird nach dem Bericht über diese junge Patientin
      – das Krankheitsbild allgemein nach aktuellem Stand
      – Covid / Long-Covid
      – Covid und Kinder.
      Die nächste Folge ist für Donnerstag angekündigt.

      • Genauso. Wer von den werten MinisterInnen kann 100% sagen, ob der heute symptomarme 3- Jährige der von Muttern in die KITA gesteckt wird, obwohl es eigentlich nicht NOTwendig wäre, weil sie es aber kann- mit 18 auf einmal eine Autoimmunkrankheit hat, oder neurologische Ausfälle (niemand weiß jetzt was es an Long-Covid so alles an Überraschungen geben wird.
        Aber das interessiert scheinbar niemanden. Weder wenigstens den max. Schutz dieses Kindes zu egwährleisten noch sich echte Hygienekonzepte und Auflagen für Kita (Teams) zu überlegen ist eine Diskussion bei denen wert. was das dann das Gesundheitssystem und diesen menschen persönlich belasten wird- das wird einfach ignoriert.
        Einfach mal weitermachen.

        ich bin übrigens mittelalt, Asthamtikerin und staatl. anerkannte Erzieherin. Aus dem verkehr gezogen bin ich nicht. Ich bin weder verbeamtet, noch konnte man mir eine alternative Tätigkeit anbieten. lediglich ein aussetzen mit eben kompletter Gehaltseinbuße. So ist das in einem systemrelevanten beruf in dem es Fachkräftemangel gibt.

    • Ganz wunderherrlich ist heute morgen die „Aufmachung“ des Liveblogs von „tagesschau.de“: Unter dem Kurzartikel mit der Überschrift „++ RKI meldet mehr als 1000 weitere Tote ++“ folgt (mittlerweile) ein paar Artikel später: „Kinderärztepräsident: Kitas und Grundschulen schnell wieder öffnen“.
      Wer das liest und sich nicht wenigstens gedanklich mal kurz an den Kopf greift, hat’s immer noch nicht kapiert. Mir jedenfalls ist die Unterlippe runtergeklappt.

      Ich wünsche allen einen schönen Tag und viel Erfolg beim Onlineunterricht (sofern Ihrem Dienstherren Ihr Leben so viel wert ist)!

    • Es ist soooo tragisch und traurig… diese 14 Kinder sind 14 Kinder zuviel, die gestorben sind.

      Die Kultusminister würden es wahrscheinlich wieder in Prozent ausdrücken, damit es nicht so viel klingt. So würde es dann aussehen…:
      diese 14 Kinder sind im Vergleich zur Gesamtanzahl aller Kinder in Deutschland doch nur 0,000000000000000000000001??????%.
      Ich bin so fassungslos, wie wir mit Macht und Zwang regiert werden in einem angeblich freien Land.

  3. Frau Gebauer, Herr Laschet, ist es bei Ihnen immer noch nicht angekommen, dass die Schulen KEINE SICHEREN ORTE sind???

    Unglaublich! Menschenverachtend!

    Tun Sie endlich was für einen sicheren Aufenthalt in Schulklassen!!! Und für die optimale digitale Ausstattung der Schulen, damit auch wenn Unterricht nicht in der Schule stattfinden kann Ihre sogenannte Bildungsgerechtigkeit hergestellt werden kann. Investieren Sie in Personal und rekrutieren Sie Lehramtsstudenten.
    Mit der aktuellen Schulpolitik werden Studierende eher nicht animiert in Zukunft den Beruf des Lehrers zu wählen.

    Wir haben seit 11 Monaten eine Pandemie, Frau Gebauer, Herr Laschet! Auch in Schulen findet diese statt. Und die Kinder sind nicht schuld an Ihrer Politik. Ja, den Kindern steht Bildungsgerechtigkeit zu. Dann sorgen Sie endlich dafür, dass diese unter sicheren Umständen stattfinden kann! Falls Sie immer noch nicht wissen, wie das geht, es gibt Wissenschaftler, Virologen, Physiker, Mediziner, die sich sehr gut auskennen und eindeutige Hinweise geben, wie Schule aktuell stattfinden kann. Präsenzunterricht steht dabei nicht an erster Stelle. Erstmal müssen die Zahlen runter – und zwar dringend! Eltern wollen, dass ihre Kinder Bildungsgerechtigkeit erfahren – aber sie wollen auch, dass ihre Kinder KEINE NACHHALTIG, DIE GESUNDHEIT BEEINTRÄCHTIGENDEN CHRONISCHEN KRANKHEITEN bekommen. Kinder wollen Zukunft mit guter Gesundheit und Bildung.

    Und die Eltern der Schul- und Kindergartenkinder möchten auch nicht, trotz Einhaltens aller Coronaregeln, angesteckt werden. Und auch die Großeltern möchten nicht angesteckt werden

    Bildungsgerechtigkeit ist ein grosses Wort – füllen Sie es endlich mit sinnvollem Inhalt, der diesem grossen Wort auch gerecht wird – nicht nur mit Floskeln – und das nur aus Einfallslosigkeit und aufgrund fehlender Konzepte. Die Schulen haben zum Teil sehr gute Konzepte gehabt, die verboten wurden. Auch das unglaublich. Ich frage mich, worum es Ihnen in der Landesregierung überhaupt geht. Auf jeden Fall offensichtlich nicht darum, die Pandemie in den Griff zu bekommen.

    • @MamaLe

      Volltreffer!
      Danke für den hervorragenden Kommentar.

      Schade, dass er von Laschet und Gebauer nicht gelesen werden kann, denn die haben ja besseres zu tun: Beide arbeiten mit Hochdruck an einer sinnvollen Umsetzung.
      (Ironie!)

      Man darf schon mal das große Fürchten bekommen …

      Die lassen wieder das übliche dümmlich-sinnfreie Gebrabbel ab.
      Und mir wird von Déjà-vus meistens so furchtbar schlecht … 🙁

  4. Für NRW befürchte ich, dass das Verfahren von Mitte Dezember fortgesetzt wird. Mit Distanz für Schüler und Lehrer, Kontaktvermeidung für Schüler und Lehrer, Arbeitsschutz für Lehrer oder Praktikabilität für Lehrer hat das nichts zu tun.

    • Das fürchte ich auch! Das „Konzept“ hätte unglücklicher nicht sein können. Wir saßen im Laufe der Woche in täglich veränderter Konstellation im Klassenraum (sprich es wurden von Tag zu Tag weniger) und selbstverständlich waren auch etliche Kinder da, deren Mütter nachweislich wegen Erziehungsurlaub, etc. zu Hause waren.
      Vernünftiges Distanzlernen lässt sich so nicht durchführen. Zumal der „Vorlauf“ für jegliche Maßnahmen abseits des Regelunterrichts ja mal wieder äußerst knapp bemessen ist. Wenngleich ja mal positiv zu bewerten ist, dass eine Info am Mittwoch (sofern sie wirklich kommt) ja ausnahmsweise mal vergleichsweise früh ist. Freitag Nachmittag ist ja sonst der gängige Zeitpunkt für Umsetzung ab Montag.

      • Ich hatte im Dezember die Faxen dicke und habe für die letzte Woche einen Wochenplan gemacht, inkl. der „Nebenfächer“. Den habe ich am Sonntag an alle geschickt. Wer zu Hause blieb, hat ihn dort abgearbeitet, wer in der Klasse saß, halt im Klassenraum. Die Zu-Hause-Lerner konnten mich bei Fragen kontaktieren, hat aber keiner gemacht. Da unsere Schule eh kein WLAN hat, hatte sich die Frage nach „echtem Digitalunterricht“ schnell erledigt.

  5. Ganz genau – Ein Riesenwirrwarr und auch offen gestanden eine Riesensauerei.

    Ich kann nicht verstehen, dass sich die Bundesregierung so dermaßen vorführen lässt. Man setzt sich in eine Pressekonferenz und verkündet im Wortlaut „Die Schulen bleiben bis Ende Januar geschlossen.

    Aber im Endeffekt schließt wieder nix. Ein WITZ!

    @Redaktion: In Niedersachsen sollen laut Ministerium die Grundschüler nicht eine Woche verlängerte Ferien haben, sondern eine Woche Distanz-, dann Wechselunterricht, oder womöglich habe ich das falsch verstanden?
    (https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/aktuelles/presseinformationen/schul-und-kitabetrieb-im-lockdown-distanzlernen-wechselunterricht-und-notbetreuung-195966.html)

    • Offenbar herrscht (auch) in der Ferienfrage gerade Verwirrung in Hannover. Wir haben den Beitrag entsprechend aktualisiert.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • Schockierend, entmutigend und unfassbar traurig, das Ganze!! Wieder eine Chance mit großem Halali vergurkt. Man erwartet von Gebauer und Konsorten mittlerweile nichts anderes mehr. Habe in meinem Arbeitszimmer ne Postkarte hängen, auf der steht: „Wenn Wahlen etwas ändern würden, dann wären sie verboten!“ Habe diese immer mal wieder als stummen Impuls in meinem Geschichts- und Politikunterricht zum Einsatz gebracht. Mittlerweile fange ich an, daran zu glauben!

  6. Frau Merkel sagt, die Schulen bleiben zu. Herr Söder sagt, Schulen machen DU, es gibt max. Notbetreuung. Jede Nachrichtensendung bringt ein extra und meldet, Schulen bleiben zu. Und was macht NRW? Genau wie ich befürchtet habe: et Yvonne findet immer noch eine Hintertür. Glaubt denn irgendjemand ernsthaft, dass etwas besseres als „Präsenz ausgesetzt“ für die Grundschule rum kommt? Was das bedeutet, ist auch jedem klar, der auch nur ansatzweise selbstständig denken kann: die Eltern werden ihre Kinder schicken, sie könnten ja im Unterricht was verpassen. Schon in der Woche vor den Weihnachtsferien, wo nach Meinung vieler Eltern ja eh nix mehr gearbeitet wird, war trotzdem 2/3 meiner Klasse da. Nach 3 Wochen Ferien sind außerdem viele wieder froh, ihre Kinder „aus den Füßen“ zu haben. Wie eine Mutter unserer Schule schon im Frühjahr sagte: „Endlich haben wir wieder Zeit für uns“. Ich könnt nur noch k…

    • Schreiben wir es mal so: Wenn _alle_ Eltern ihre Kinder schicken würden, könnte man als Lehrer halbwegs ökonomisch arbeiten. Diese Wahlmöglichkeit macht die Sache so schwierig.

      Wohlgemerkt, ich schreibe das alleine aus Sicht der Arbeit unter bewusster Vernachlässigung der Umstände.

    • Wow, n4t bringt mal wieder in Wallung gegen die Kultusminister.
      Und „ich könnte nur noch kotzen“ wird zum beliebtestenn Sachargument.
      Mal seh’n, wohin das führt. Bin gespannt.

      • Ich sehe es ähnlich. Jedoch erheitert mich das Lesen der Kommentarspalten so sehr, dass ich momentan gute Laune habe und diese auch durch den Tag halten kann. Wer braucht schon die Comedy-Serien, wenn es Kommentarspalten gibt.
        Danke dafür, liebe Mitkommentatoren/Innen.
        *Ironie und Sarkasmus enthalten! Bei Unverständnis fragen Sie bitte den Komiker oder Sartiriker ihres Vertrauens!*

    • @Marie

      „et Yvonne findet immer noch eine Hintertür“
      Die kann aber noch mehr finden …
      Sie findet sich selber toll, obwohl sie nur Mist zustande bringt.

      Ein weiterer Grund zum k…

    • „Wie eine Mutter unserer Schule schon im Frühjahr sagte: „Endlich haben wir wieder Zeit für uns“. Ich könnt nur noch k…“
      Wie ein Lehrer der Schule meiner Tochter schon Anfang Dezember feixte: „Ich gehe davon aus, dass die Corona-Ferien (sic!) verlängert werden“.
      Bei allem Verständnis für ihre offensichtlich aus Angst gespeiste emotionale Anspannung: Haben Sie das Gefühl, das uns solche Ausbrüche weiter bringen?
      Wäre es nicht hilfreicher, wenn alle versuchen würden, an einem Strang zu ziehen?
      Just my two Cents.

      • @Lex Casimir: Eltern, die ihre Kinder in die Schule schicken, damit sie selber ganztags ihrem Freizeitvergnügen nachgehen können, sagen damit ganz deutlich, dass ihnen der Schutz meiner Gesundheit vollkommen egal ist. Da darf man schon mal „ein bisschen emotional ausbrechen“.

  7. Es ist nicht die Schuld der Eltern, wie hier in NRW Schulpolitik betrieben wird. Das ist eine zu einseitige Sichtweise. Und nicht fair. Es gibt viele vernünftige Eltern, die sich und ihre Kinder gern schützen würden udn es auch tun!

  8. „Schulen bleiben geschlossen…“
    Wir haben bei uns die K10 und 12 vor Ort (Brandenburg), damit sind also ca. 250 Kinder da und laufen sich mindestens im Bus und den Pausen über den Weg. Vor dem Hintergrund der jetzt beschlossenen Verschärfungen (es dürfen sich nur noch 2 Haushalte treffen) fällt mir dazu nichts mehr ein…
    Danke Frau Ernst…

  9. Ich richte much dann mal wieder auf 17h-Arbeitstage ein… man muss ja die Mäuse in der Schule UND zu Hause unterrichten. Man macht das ja alles gerne, aber ich kann bald nicht mehr. Das Burnout rückt näher… langsam verzweifle ich. Also. Ohne langsam.
    Bei ALLEM Verständnis für … ja… für… ach…

  10. VORSCHLAG FÜR DIE BEWÄLTIGUNG DES SCHULSTOFFS IN PANDEMIEZEITEN

    Ich als Mutter von 2 Grundschulkindern denke grade für die Schulen und Kitas mal ins Blaue da ja nicht absehbar ist, wie/ob der Stoff in diesem Schuljahr überhaupt geschafft werden kann.

    Es kann ja weder erstrebenswert sein, dass es dieses o. nächstes Jahr unzählige Sitzenbleiber gibt, genauso wenig wie es einen Unterricht um jeden Preis geben darf nur damit der Stoff wie auch immer und ohne Rücksicht auf Verluste durchgerödelt wurde.

    Meine Überlegung also:

    Könnte man nicht evtl. nur das jeweils stärkste 1/3 oder 1/4 der Klasse in die nächsthöhere Stufe schicken (auf Grundlage des Notendurchschnitts der Hauptfächer) und der Rest der Klasse verbleibt in der bisherigen Stufe und arbeitet den Stoff dieses Jahres im Schuljahr 2021/2022 nochmal in Ruhe durch? Ohne dass es als Sitzenbleiben gilt, ohne dass die Kinder überfordert werden. Mit ausreichend Zeit für alles, was dieses und auch schon letztes Schuljahr auf der Strecke geblieben ist.

    Es würde dann ja sogar die Möglichkeit bleiben, wieder vermehrt nicht prüfungsrelevante Aktivitäten (Projekte, Ausflüge, etc.) durchzuführen was ansonsten ja auch in den nächsten 2-3 Jahren schwierig werden wird weil ja vermutlich sehr viel Stoff aus den Lockdown-Monaten nachgearbeitet werden muss. Bei uns z.B. sind Nebenfächer so gut wie gar nicht im Homeschooling unterrichtet worden.

    Eingeschult würden bei meiner Überlegung im Sommer weniger Kita-Kinder als üblich, nur die ältesten plus ein paar einzelne noch sehr junge Kinder, die aber wirklich schon sehr weit in der Entwicklung sind. Und der Rest der Lütten, diejenigen, die sowieso erst 5 oder grade erst im Sommer 6 geworden sind, würden in meinem Szenario noch ein Jahr länger auf die „richtige“ Einschulung warten.

    Damit die Kitas nicht aus allen Nähten platzen, müssten für die 5-/6-jährigen Notgruppen/Vorschulgruppen (natürlich mit einem besser klingenden Namen) eingerichtet werden. Lokalisiert entweder in den Kitas, Schulen oder wo auch immer in städt. Gebäuden/Jugendherbergen/Hotels Platz ist. Eine Betreuung könnte ich mir zu je 1/3 durch Kita-Erzieher/Lehrer/Freiwillige („Alltagshelfer“, wie bei OGS-Kräften) vorstellen.

    In den meisten Kitas gibt es schon Sonderprogramme für die „Schulkinder“, sowas stelle ich mir dann ausgeweitet für das Jahr vor. Mit viel Vorbereitung auf die Einschulung (die den Kleinen ja aktuell auch teilweise fehlt) aber eben auch noch viel Zeit zum Spielen. Somit wäre es auch für diese Altersgruppe kein verlorenes Jahr.

    Je nach Dauer der Pandemie bzw. der Anzahl der Kinder, die nachrücken/aufrücken müssten, müsste man das dann evtl. im Schuljahr 2022/2023 nochmal wiederholen bis man dann in 2-3 Jahren hoffentlich so weit wäre, dass alles wieder halbwegs normal laufen könnte.

    Sicherlich bedenke ich nicht alle Probleme aber in meiner laienhaften Vorstellung wäre das ein Weg, wie man allen Altersstufen und sowohl den stärkeren als auch den schwächeren Schülern gerecht werden könnte ohne die Kinder zu überfordern (oder zu unterfordern!), Stress für alle Beteiligten rauszunehmen und ohne den Kindern ihren Bildungsweg schon in jungen Jahren zu versauen.

    So, auf zum fröhlichen Zerreissen meiner theoretischen Überlegungen 😉

    • Das sage ich, seit ich meine Klassen (Gym BW)dieses Schuljahr wieder gesehen habe: Wiederholen für alle unter 3,0 und Wahlmöglichkeit bei einem Schnitt von 2,5-3,0.
      Danach bleiben wir bei G9.

    • Stress rausnehmen – das ist total wichtig. Die Einschränkungen und die Ängste sind für die Kinder sehr belastend. Da darf es nicht auch noch den Druck geben, dass evtl. schlechte Noten den „Hausfrieden“ stören.

      Ich befürchte aber, dass angesichts der sich langsam aus dem Arbeitsleben verabschiedenden Babyboomer und dem wachsendem Arbeitskräftebedarf die Wirtschaft melden wird und fordert, dass möglichst viele junge Leute nachrücken. G7? Sowas halt.

      Die Rückkehr von G8 auf G9 wird es wegen der Wirtschaftsinteressen nicht geben, da würden ja ein ganzes Jahr deutlich weniger junge Menschen für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das würde zu höheren Löhnen führen. Das geht natürlich nicht. (Ironie)

    • „Es kann ja weder erstrebenswert sein, dass es dieses o. nächstes Jahr unzählige Sitzenbleiber gibt, …“

      Als Mutter mit Schulkindern in Hamburg kann ich nur sagen – Sitzenbleiben wurde in Hamburg abgeschafft. Eine Wiederholung einer Klassenstufe ist nur in sehr seltenen Fällen möglich. Selbst wenn Eltern dies zu Gunsten der Entwicklung ihres Kindes wünschen. Es herrscht das Prinzip Fördern und Fordern.

      Und nun mal aus meiner Laiensicht diesen Punkt betrachtet … schwächere Kinder/Jugendliche werden mit ihren Lücken durch ihre komplette Schullaufbahn durchgeschleift. Für mich stellt dies schon immer ein viel größeres Problem dar, als die psychologischen Aspekte Wechsel des Klassenverbandes und das Gefühl „Zurücksetzung“.

      Unter dem Aspekt der Pandemie betrachtet, graut mir gerade in Hamburg massiv davor.

    • Tina+2 und FL62 – Das tut richtig GUT: Konstruktive Vorschläge mit nachvollziehbaren Begründungen! Wie es aussieht, ist die Personalsituation der Engpass, vor allem wegen des erheblichen Zeitrahmens. Auch der Koordinierungsaufwand bei den externen Zusatzräumnen wird schnell sehr hoch – das haben wir systematisch verlernt im Neolib-Land, wo jeder für sich das „eigene Ding“ betreibt.
      „Fröhliches Zerreißen“ wird nicht stattfinden – die Verhältnisse sind wie sie sind = die kühle Macht des Faktischen.
      Was hilft dagegen?
      (a) Das Richtige MACHEN – nach Absprachen auf Ortsebene, mit den Willigen – und Schritt für Schritt.
      (b) Konzepte mit Praktiker*innen und Uni-Leuten durchdenken und ausfeilen – inkl. einem schrittweisen Ausführungsplan. Struktur+Rahmenbedingungen+Prozess+RECHTSVERBINDLICHKEIT = PANDEMIEPLAN auf Landes- und Kommunalebene mit langer Vorlaufzeit für alle Vorbereitungen – a u f e i n e k ü n f t i g e P a n d e m i e. Es geht um Fortschreibung – die Rechtsgrundlagen bestehen bereits!
      Ein harter Kern für mich: die Absprachepflicht zwischen Kita/Schule und Gesundheitsamt – keine ad-hoc-Quarantäneanordnungen für ganze Gruppen/Klassen/Stufen/Gesamteinrichtungen! Das muss VORHER geklärt und Bestandteil des Schutzkonzeptes jeder Einrichtung sein (=Teil II: Infektionsmanagement)

    • Ich liebe Ihre Idee, Tina+2. Die ist auch schon mal unter Kollegen andiskutiert worden. Allerdings wage ich zu bezweifeln, dass eine solche sinnvolle Idee es bis ins KUMI schafft. Schade eigentlich.

  11. Die Förderschulen werden wie immer NIRGENDS erwähnt. Bis August waren sie geschlossen und wir Eltern wussten nicht, wann sie wieder regulär öffnen, und jetzt sind sie seit 4.1.21 offen, aber als einzige Schulform anscheinend. Ich glaube, jeder macht irgendwie, was er will. Unser Kind bleibt jedenfalls zu Hause. Als einziges Kind der Schule, denn ausnahmslos alle anderen Eltern scheinen systemrelevant zu sein, oder aber von der Betreuung ihrer beeinträchtigen Kinder überfordert. Der letzte Satz ist wertfrei gemeint. Nur: was nützt dann ein Lockdown noch?

    • Elly – Die Totalignoranz gegenüber den FSchulen erschreckt mich – sogar mit dem Blick von außen. An diesem Teilbereich ist in ungeschönter, ja brutaler Klarheit abzulesen, was tatsächlich los ist.
      Im Konzept „Dienst-nach-PANDEMIE-Vorschrift“ bedeutet diese Situation: mit den FSchulen anfangen, Schule pandemiefest zu machen. LuL und interessierte Eltern wissen WIE – ök?

  12. Schule dicht, kein Präsenzunterricht: Gesagt getan. Wer jetzt noch auch nur teilweise Unterricht in Klassen anordnet, handelt vorsätzlich und wird mit Nicht-Beachtung gestraft.

  13. Traurig der Herr Weil, noch nicht einmal Zuhause angekommen und schon alle Beschlüsse über den Haufen geworfen. Dann verwechselt er auch noch Ferien mit Distanzunterricht.
    Wie wäre es nun mit einem Rücktritt Herr Weil? Und Herrn Tonne gleich mitnehmen.

    • Genau, da erklärt man den Kindern gerade, dass die Lage so ist, dass sie den ganzen Monat nicht in Schule und kiga gehen werden und im gleichen Zuge schreibt ein Elternteil in einer Gruppe, am 18 ten geht’s wieder los.
      Ich dachte, die Eltern haben es nicht verstanden.
      Falsch: der weil und tonne haben es nicht verstanden.

      Wieso schau ich mir überhaupt noch die Beschlüsse an. Werden eh binnen Minuten verändert.

  14. Schulpolitik und Gesundheitspolitik ist im Föderalismus Ländersache. Aber bei hartaberfair wurde mitgeteilt, dass der Impfstoff für ganz Europa einheitlich eingekauft werden sollte und dass im Europaparlament ein parteipolitisches Hickhack entstand über die Details. Als Resultat haben wir in Deutschland neben dem föderalen Schul-Chaos auch noch zu wenig Impfstoff. Das nenne ich doch einen großen Erfolg der Europapolitik mit unseren europäischen Idealen. 🙂

  15. Anfang des Jahres 2020 mussten die Eltern noch eine Erklärung des Arbeitgebers in den Grundschulen vorlegen, ob sie abkömmlich sind oder nicht. Warum müssen die Eltern diese Erklärung jetzt nicht mehr abgeben?
    Ich und auch andere Kollegen kennen genug Eltern, wo diese oder ein Elternteil zu Hause sind und nicht arbeiten. Trotzdem schicken Sie ihre Kinder in die Schule und auch in die OGS. Da können wir uns den Mund fusselig reden und an die Eltern appellieren, möglichst ihre Kinder zu Hause zu lassen. Ein Unding!

    • Am Ende gibt es die Wahlfreiheit für die Eltern und wenn das die Politik erlaubt sollte man dies den Eltern nicht vorwerfen.

      Am Ende ist ja auch immer die Frage „warum“ Kinder geschickt werden.

      Es gibt Eltern die entscheiden:
      * Eltern arbeiten beide zu Hause
      * Keinerlei privaten Kontakte
      * Einkaufen nur 1 mal die Woche bzw online

      D.h. die Eltern schränken alle Kontakte ein um stattdessen dem Kind den Schulbesuch zu ermöglichen. Bei solchen Eltern sehe ich keinerlei Vorwürfe etc und sie haben ihre Priorität für die Pandemie so gesetzt. Sollte es Fälle geben wären diese Familien auch nicht das Problem, da keine Kontakte also auch keine große weitere Ausbreitung.

      Wenn natürlich die Kinder geschickt werden damit die Eltern zum Kaffeekränzchen gehen können, ist das für die Pandemie nixht hilfreich und bei Fällen erfolgt eine weite Ausbreitung.

      Daher bin ich auch eher für ein Modell wie in Frankreich/Irland: mehr Einschränkungen für alle Erwachsenen dafür mehr Freiheit den Schulen

  16. Ich pendele zwischen Fassungslosigkeit und hysterisch anmutenden Lachanfällen!
    …und schließe mich den Kommentaren von Ihnen, @MamaLe, vollumfänglich an….
    möchte jedoch in ihrer Aufzählung Herrn Tonne hinzufügen.
    Ich habe den Eindruck, die KM vermuten, es handele sich bei Ihren jeweiligen aktuell geplanten Maßnahmen um eine Art nachhaltigen „Schnellwaschgang“, der uns innerhalb kürzester Zeit ratzfatz vom Virus „reinigen“wird.
    Doch es ist doch WIEDER nur inkonsequenter, halber Kram, ein Experiment, welches letztendlich das ganze Gestolpere für alle nur verlängern wird.
    Meine Prognose: So wird das wieder nix!!!!

  17. Was m.E. nicht zusammenpasst sind die Verweise auf die neue Virusmutation inkl. bislang unabsehbarer möglicher Folgen, insbesondere für Kinder, der Aussage des RKI vor dem 17. Januar keine validen Aussagen über tatsächliche aktuelle Zahlen treffen zu können und der Entscheidung einzelner Länder (schon wieder!) am 18. Januar Grundschüler in die Schulen zu schicken, Kitas trotzdem zu öffnen, weitreichende Notbetreuungen anzubieten etc. Auf welcher Grundlage passiert das, wenn doch die Datenlage so unklar ist? Das klingt nach einem riesigen Experiment zu Lasten der Gesundheit von Kollegen und Kindern. Es ist eine Schande. Übrigens auch, dass in dieser Konferenz nicht ein Gremium aus Kanzlerin/Gesundheitsminister und Wissenschaftlern mal auf den Tisch haut und Sonder-Länderwege unterbindet. Die überall kolportierten Nachrichten („Schulen und Kitas sind zu“) sind falsch bzw. mindestens nicht differenziert, damit wird auch die PK der Kanzlerin ad absurdum geführt.
    Dies führt m.E. erneut dazu, auch das Ansehen der Lehrer und Schulen nachhaltig zu beschädigen, denn es wird wieder behauptet werden, dass für zu viel Geld zu wenig gearbeitet werde, die Mehrarbeit, die 24/7-Erreichbarkeit ist nie irgendwo Thema. Für die Abschlussklassen (bei mir die Hälfte des Deputats) setzt man sich trotzdem den Gefahren aus, obwohl ich privat nur eine andere Person treffen darf… und nachmittags/abends versorge ich dann die restlichen 210 Schüler meiner regulären Woche zuhause, das bedeutet einen 11-std. Arbeitstag. Dabei sind auch die eigenen Kinder zu betreuen und – noch wichtiger – zu begleiten.
    So kommt man in der Schule trotzdem täglich auf mindestens 40 Kontaktpersonen. Erneut werden also nicht Inhalte und Kompetenzen sinnvoll eingedampft und angepasst – ich bin fest davon überzeugt, dass dies auch ohne Qualitätsverluste möglich ist -, sondern es wird in Kauf genommen, dass Jugendliche und Kollegen in Bussen sitzen, bei Minusgraden Lüftungsorgien veranstalten und damit sich und ihre Lieben gefährden.
    Herr Tonne (Niedersachsen) und ähnlich desorientierte KM sollten sich für diese zynische Politik schämen.

    • Kalila – „Dienst-nach-PANDEMIE-Vorschrift“ = Was NICHT geht, wird auch nicht gemacht – bis bestimmte Mängelverwalter*innen aufwachen. Ein 11-stündiger Arbeitstag?! Mit guten Gründen = „sinnvoll eindampfen und kürzen“ zurück führen auf das Regelmaß.
      Und das informell verabredet mit allen Willigen auf Stadt-/Kreisebene = Individualentscheidungen in gegenseitiger Kenntnis, NICHTS Schriftliches – aber in der Sache offen kommuniziert nach oben.
      Und alles begleitet durch die Lokalmedien.
      Vorbild? Solingen – konsequent umgesetzt.
      Länder mit LT-Wahl haben eine besondere Chance!

    • <3 ! Ich bin keine Lehrkraft- Ich bin staatl., anerkannte Erzieherin in Hessen und wir sidn in der gleichen Situation.
      Bouffier, Lorz, Klose haben schomn Post von mir.

      @Kalila
      Ihr Post spricht mir aus dem Herzen! Auch das großen Unding, das verschnupfte und (gelegentlich) hustende Kinder und auch mit Durchfall in die KiTa dürfen und auch gebracht werden. Die KiTa Kids können leider AHA regeln noch nicht umsetzen, tragen auch keine Masken. Also hutscht man die kleinen, armen ungeschützten Kinder selbst ungeschützt. Manchmal komme ich mir vor wie im Krieg. Oder auf einem fremden Planeten. Medieale Aussagen wirken in meinem Setting total exotisch .

  18. In Hessen könnt ich kotzen….
    Ich arbeite in einer Kita, meine Tochter ist schwerbehindert und sehr anfällig…
    Wer hat denn noch die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Sinn?
    Es wird so kommen, dass Hessen im Prinzip wieder nichts schließt. In der Notbetreuung sitzen dann wieder vermehrt Kinder von Kollegen die die Kitas offen halten müssen, weil keiner zu Hause bleiben darf und es kein Angebot für Home Office gibt. Krankschreiben der Kinder wegen fehlender Betreuung geht nicht weil es ja die Notbetreuung gibt in die wir dann die Kinder schicken können. Im übrigen wäre bei meinem Dienstherren das ein Abmahnungsgrund…hab ich schon vor den Ferien gesagt bekommen als die Schulen die Präsenzpflicht aufgehoben haben und ich meine Tochter schützen wollte.ich habe nachgefragt wie ich das regeln soll…Antwort: wenn jetzt morgen die angekündigte Krankmeldung ihrer Tochter hier eingeht ist das ein wissentliches Fernbleiben von der Arbeit ubd damit ein Kündigunggrund. DANKESCHÖN. Habe ich doch Urlaub genommen.

    Aber es im Prinzip so zu lassen wie bisher nämlich mit einem nett gemeinten Appell an die Bevölkerung ist rechtlich auch wirklich eine Meisterleistung…dafür wurde bestimmt jemand befördert…da muss man nämlich keine Gebühren zurück erstatten.

    Dann können trotzdem verschnupfte Kinder gebracht werden deren Eltern noch nicht mal arbeiten, weil das Kind sonst so wenig soziale Kontakte hat. Solidarität geht anders.

    Und unsere Nationalhymne? Die klingt seltsam diese Tage…Einigkeit und Recht und Freiheit….

    • hallo, bin auch Erzieherin in Hessen- habe schon an Bouffier, Lorz.Klose geschrieben.
      Ihre Schilderung ist absolut das was wir zur Zeit auch erleben.
      Kinder werden auch kränker denn jeh in die KiTa gebracht. Und einfach weil einem der individuelle Komfort wichtig ist, oder man meint, dass es nciht reicht wnen man auf den offenen Spielplatz geht. NEIN, das Kind vermisst ja seine Spielkameraden.
      ja mein 17 Jähriger vermisst es auch auf ner Party mal neben einem Mädel zu sitzen, oder mit nem Kumpel ins Kino zu gehen. Mannometer.

      Es gab ja den tollen Brief an die Eltern von Lorz und Klose, der die Eltern noch antiftet halbkranke Kinder in die KiTa zu geben
      Wir Erzieherinnen sind doch hysterisch, wenn wir ein kleines Schupfennäschen nicht in der Gruppe wollen.

      Hallo? Wir sind im Lockdown, wir sind in der Pandemie.
      Soll ich nun jeden tag mit Blickdiagnose sagen, ob das Kind vielleicht doch Coronaviren in sich trägt. Banalen Schnupfen brauchen wir aber auch nicht!
      Wir werden einfach ignoriert, Wir arbeiten komplett ungeschützt. Was bringt mir meine OP Einwegmaske, wenn ich das weinende Kind am Bettchen in den Schlaf begleitet oder niesend auf den Schoß habe.

      ich kann nur appellieren, bitte schreiben Sie alle an die MinisterInnen.
      Es muss man gewaltig bei denen rappeln.

  19. Theoretisch müsste die Infektionsrate in den nächsten 2 Wochen massiv runter gehen.
    Daher werden viele Landkreise unter einer Inzidenz von 50 sein.

    Daher ist in solchen Landkreisen auch nach RKI Empfehlungen ein Wechselunterricht an Grundschulen ab dem 18.01. durchaus ein Gedanke wert.
    Möglichst im täglichen Wechsel oder in 2 Schichten.

    Wichtig ist dabei eine Vermischung in Nachmitagsbetreung zu verhindern.
    Ebenso auf dem Schulweg.

    Präsenz + Distanzunterricht ist eine Doppelbelastung der Lehrer und nicht tragbar.

    Ein Problem ist die Verzögerung bei den Daten.
    Viele tauchen erst nach 10 Tagen in der Statistik auf.
    Die wirkliche Situation kann also wie nach dem ersten Lockdown deutlich besser sein als die Statistik hergibt.
    Bei den Todesfällen gibt es im Schnitt eine Verzögerung von 22 Tagen gegenüber dem Meldedatum der Infektionen.

    • @Koogle
      „… Die wirkliche Situation kann also wie nach dem ersten Lockdown deutlich besser sein als die Statistik hergibt.“

      Na dann, hoffen wir noch ein bisschen, ….
      – nach den Verwandtenbesuchen über Weihnachten quer durch Deutschland,
      – den im Münsterland vom Oberveraltungsgericht an Silvester gekipptem Versammlungsverbot (wegen Unverhältnismäßigkeit – häää?/Oder doch etwa Querdenkertum der Judikative? -)
      – den unaufhaltsamen Strömen an Schee- und Rodeltouristen in Winterberg, Harz etc.

      … Jopp hoffen darf man, auch wenn es an der Realität vorbeigeht …
      – Positivrate der Coronatests steigt stetig in KW52 = 13% —> Dunkelziffer steigt AUCH!

    • „Daher ist in solchen Landkreisen auch nach RKI Empfehlungen ein Wechselunterricht an Grundschulen ab dem 18.01. durchaus ein Gedanke wert.“ Wenns denn mal darauf hinausliefe, wäre ich ja schon zufrieden. In NRW gibt es aber das Wort „Wechselunterricht“ in Frau Gebauers Wortschatz zumindest bei den Grundschulen nicht. Wir werden wohl komplett aufmachen, und das bei Inzidenzen deutlich über 100, die durch runtergefahrene Statistik an den Feiertagen auch noch besser aussieht als sie in Wirklichkeit wohl ist.

  20. Ja da haben Sie recht. Andere Bundesländer haben wenigstens noch „Irgendwas“ gemacht. In Hessen heißt es eigentlich, seit den Sommerferien, alles so wie immer, wir verschleiern das nur ein bisschen. Und dann sind die Herren Bouffier und Lotz auch noch mächtig stolz auf sich.

  21. Im neuen Podcast schildert Herr Drosten anschaulich, wie sich die neue Virusmutation in GB zunächst in den Schulen und darüber in der Gesamtbevölkerung ausgebreitet hat. Dies Rumgeeiere mit doch wieder irgendwie geöffneten Schulen wird nicht funktionieren. Es wird nur zu vielen Verlusten an Gesundheit und Leben führen, und am Ende sind die Schulen dann doch dicht. Und wieder sind technische Möglichkeiten des Arbeitsschutzes kein Thema. Es gibt Entscheidungen, die sind unverzeihlich.

  22. Hmmm.

    Ich habe mir gestern einige PKs angeschaut und tatsächlich ist Hamburg arg zurückgerudert, was Schulen angeht. Offenbar wird dort versucht, vernünftige Politik zu machen, denn die Prösenzpflicht bleibt bis Ende Januar aufgehoben. Das entschuldigt zwar nicht den ganzen „rest“, der hoffentlich nun auch parlamentarisch aufgearbeitet wird, aber ist ein Anfang und gibt den Betroffenen Sicherheit. Ihr könnt euch schonmal auf Schließungen bis März einstellen.

    Der gestrige Beschluss der Bundesregierung war NICHT NUR (!) „Schulen zu“ sondern das es so weitergeht, wie vor den Ferien: Präsenzpflicht aussetzen oder Schulen zu. Beides eröffnet Spielräume für Betreuungszenarien. Von Bundesebene wurde das maximale erreicht, das sollte hier vielleicht auch an der Stelle erwähnt werden.

    Auch die Landesschülerkonferenz spricht sich übrigems dafür aus, wenigstens die Abschlussklassen wieder in die Schulen zu lassen. Ich kann den Wunsch auch verstehen, obwohl ich die Gründe bei der Oberstufe für einige Bundesländer nicht nachvollziehen kann, da die schriftlichen Themen häufig in S1-S3 besprochen werden und diese drei Semester um sind.

    Im Grunde kann der Vorwurf also nur noch lauten, dass bei den Stufenplänen der KM sämmtliche Verbindlichkeiten fehlen. Und das in einigen BL (NRW, BW, Hessen) viel politisches Vertrauen verspielt wurde.

    • @Gümnasiallehrer a.D.: „dass bei den Stufenplänen der KM sämmtliche Verbindlichkeiten fehlen“
      Verbindlich wäre eine bindende Zusage, die nach diesen Kasperlevorstellungen ernsthaft doch einer mehr erwartet.
      Richtig gekniffen sind vornehmlich nur die Abiklassen seit dem 2. HJ 2019/2020, wo es um Punkte geht. Die Aufhebung der Zweitkorrektur bis 2022 ist kaum als Problemlösung zu bezeichnen.

  23. In Thüringen wird auch schon wieder Druck aufgebaut bezüglich Öffnung:

    „18.12 Uhr: Kita-Elternvertreter fordern Regelbetrieb ab 11. Januar

    Die Thüringer Landeselternvertretung für Kindergärten verlangt die Wiederaufnahme des Regelbetriebs in den Kindertageseinrichtungen ab dem 11. Januar. Eine entsprechende Forderung richtete die Vereinigung am Montag in einem offenen Brief an Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Nur in Ausnahmefällen solle die Schließung von frühkindlichen Bildungsstätten durch das zuständige Gesundheitsamt zugelassen werden.“
    https://www.thueringer-allgemeine.de/service/corona-blog-thueringen-covid-19-faelle-infektionen-nachrichten-news-zahlen-karte-verordnung-id228803581.html

    • In Thüringen ist ja auch gar kein Infektionsgeschehen, weshalb die Forderung auch totalen Sinn ergibt./Ironie aus
      Okay, wenn ich so etwas lese, wundere ich mich auch nicht, dass die Zahlen in Thüringen so sind, wie sie sind. Man kann es kaum glauben.
      Bisher haben sich die Politiker*innen aber tatsächlich immer wieder von solchen Maximalforderungen unter Druck setzen lassen. Das muss aufhören, wenn die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig gesenkt werden soll. (Natürlich muss es trotzdem eine Notbetreuung geben.)

      • Ist halt die landesspezifische Art, das Problem der Gentrifizierung in den Griff zu bekommen….das hat auch bestimmt nix mit Querdenkertum zu tun….solche Forderungen zeigen nur die Gewissenlosigkeit, die nach einigen Sozialpsychologen den Menschen unterstellt wird, die lange Jahre Diktaturerfahrungen ausgesetzt waren…nicht das WIR gewinnt, sondern das ICH setzt sich durch. (SARKASMUS AUS)
        MIR FÄLLT ZU SOLCHEN LEUTEN ECHT NIX MEHR EIN!!

      • @DerechteNorden – Solange Elternvertretungen nicht bereit sind, sich mit den Mitarbeitenden der Kitas solidarisch zu bewegen – und nicht nur jeweils das Einzelkind, sondern die Kinder-Erwachsenen-Gemeinschaft als Ganzes zu berücksichtigen – solange werden alle gegen alle ausgespielt werden – von denen, die den PANDEMIE-Mehraufwand für offene Kitas scheuen wie der TdWw….
        Hoffnung? Praktische Solidarität ist in NeoLib-Land verkommen zum Gutmensch-Beschimpfungs-Label. Mehr als schlichte Interessenvertretung ist nicht drin….
        Am Horizont ein Lichtblick: diese, dann die zweite, dann…Kita führt das Schutzprogramm konsequent zu Ende – und präsentiert die Rechnung ÖFFENTLICH dort, wo die Finanzverteilung entschieden wird.

  24. Die Sachsen sind ja auch der Knaller. Jetzt 10 Tage Ferien streichen, um großmütig vor Ostern 4 zurück zu geben (Karfreitag ist eh Feiertag). Und dann noch die Aussage, dass Schüler selbstverständlich vom Unterricht befreit sind, wenn die Eltern schon Urlaub gebucht haben. Was ist denn mit LK, die schon Urlaub gebucht haben? Werden die auch großzügig freigestellt? Und was ist mit Eltern, die ihrem beim AG schon genehmigten Urlaub für diese Zeit nun nicht mehr brauchen? Den darf man nämlich normalerweise nicht einfach zurück geben. Bedeutet, die Eltern sitzen daheim, während das Kind in die Schule muss. Super Plan!

    • Wer in diesen Zeiten für Februar Urlaub gebucht hat, war entweder zu positiv gestimmt oder hat den Knall nicht gehört. Dass war doch allen klar, das bis zum April-Mai nichts besser wird.

  25. Marlis Tepe wurde heute morgen bei ntv von Sprecherin Verena Fels gefragt, ob sie denn weitere Schulschließungen über den 31.01. hinaus trotz aller Nachteile „wolle“ oder ob man ihrer Meinung nach ab Februar damit aufhören solle, – und ist auch brav darauf angesprungen!
    Was ist das für eine Frage?! Wer „will“ eine Pandemie? Wer „wünscht“ sich geschlossene Schulen? Wer weiß, was im Februar ist??

    Faktum ist: Ende September war Deutschland stolz darauf, mit unter 10.000 Coronatoten vergleichsweise gut dazustehen, dabei war Anfang Oktober abzusehen, dass ein halber Lockdown und eine Weiterführung des vollen Präsenzunterrichtes diese Bilanz mit Sicherheit ändern würden.
    Drei Monate (!) später sind weitere 27.000 Menschen (!) Opfer der Seuche geworden, und sicher lässt sich fragen, welchen Anteil daran wohl 10 Millionen Schüler in vollen Bussen und ebenso vollen Klassenräumen haben mögen, auch wenn diese Frage kaum jemals beantwortet werden wird.

    Was denken sich Fernsehdamen, wenn sie fragen, ob man denn weitere Schulschließungen „wolle“, so als kenne man die Zukunft und als handele es sich um eine seltsame persönliche Option und so, als seien gerade die Befürworter strikter und konsequenter Maßnahmen Schuld an all dem Elend!

  26. Bei all dem Geschimpfe auf die Politiker, die zu spät, nicht stärker, nicht klarer, nicht so wie man es selbst möchte reagieren, ist diese Stimme vielleicht auch mal interessant.

    „Kinderärztepräsident: Kitas und Grundschulen so schnell wie möglich aufmachen

    Berlin Kinderarztpräsident Thomas Fischbach hat die aktuell beschlossene Verlängerung der Schulschließungen scharf kritisiert. „Je jünger die Kinder sind, desto wichtiger ist der Präsenzunterricht“, so Fischbach im Gespräch mit . Für Kinder bis zehn Jahre, die „erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen“, müssen „Kitas und Schulen unter Wahrung angemessener Hygieneregeln zumindest dort so schnell wie möglich wieder aufmachen, wo die Inzidenzwerte nicht im tiefroten Bereich sind“, forderte Fischbach. “
    https://www.berliner-zeitung.de/news/kinderaerztepraesident-kitas-und-grundschulen-so-schnell-wie-moeglich-aufmachen-li.130372?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR3KoB2pvDgi8DsGu4bWV2tShn-k-w3BgWbV_JwpdR8heAL6_zV7fHxLgoY#Echobox=1609920739

    UND ALLE berufen sich immer auf nicht widerlegbare Fakten (für die eigene Meinung)? Merkwürdig!

    • Der Kinderärztepräsident vertritt (auch) die wirtschaftlichen Interessen seiner Verbandsmitglieder, und Kinderarztpraxen leiden wirtschaftlich massiv unter den Schulschließungen – keine kranken Kinder, keine Zipperlein, keine Attesteschreiberei = keine Erträge. Das vergisst er allerdings stets bei seinen Statements zu Schulschließungen zu erwähnen.

      Dass Kinder unter zehn Jahren „erwiesenermaßen in der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen“, ist wissenschaftlich keineswegs Konsens – sie erkranken halt seltener, können aber Infektionen durchaus weitertragen. Kinderärzte sind übrigens auch keine Virologen, haben also keinerlei besondere Expertise bei diesem Thema. Kommen aber immer wieder mit dubiosen Behauptungen um die Ecke: https://www.news4teachers.de/2020/11/kinderaerzte-trommeln-massiv-gegen-einschraenkungen-beim-schulbetrieb-mit-teils-haarstraeubenden-argumenten-eine-entgegnung/

      Vielleicht haben Sie auch noch erbauliche Stellungnahmen vom Verband der Autoindustrie oder vom Bankenverband?

      • @Bernd, vertreten andere nicht auch die Interessen „ihrer Leute“? Es ist sehr einfach, den anderen Meinungen immer Eigennutz und der eigenen Meinung immer Gemeinwohl zu „unterstellen/anzudichten“.

      • Ich habe auch die Forderungen der „Vereinigung der deutschen Handchirurgen“ hinsichtlich der verminderten Verdienstmöglichkeiten durch das Verbot von Böllerverkauf zu Silvester vermisst. Da hat aber jemand nicht gut aufgepasst …. ey sagt mal ganz ehrlich: „GEHT’S NOCH?? Wie soll man unter solchen Bedingungen und Forderungen eine Pandemie in den Griff bekommen.????

        • Ein schöner Vergleich! Herr Fischbach hat das Gleiche schon im Frühjahr von sich gegebem., ich glaube sogar mit dem gleichen Wortlaut.

    • Ich fände Halbklassenunterricht an den Grundschulen bzw. bis Klasse 6 besser als eine generelle Schulschließung, wo die Kinder zuhause sitzen und sich viele der „Kontrolle“ der Lehrer entziehen können. Für den Halbklassenunterricht sind gute Vorschläge gemacht worden: tageweise oder je 3 Stunden pro Tag (dann Hort) usw.-usf.

      • Ein halbierter Unterricht bringt einem als Risikofamilie (oder mit Oma & Opa im Haus) rein gar nichts.

        Die Aerosole eines infizierten Mitschülers fliegen genauso schnell durch die Klasse und ob dann noch 13 oder 25 weitere Familien betroffen sind – das spielt dann für die eigene Familie und die Angst vor einer Infektion keine Rolle.

    • Nun ja, ich habe mir den Artikel angesehen und habe mir meine Gedanken gemacht. Leider kenn ich nicht den originalen Wortlaut. Mag sein, dass die Kinder in diesem Altersbereich keine „entscheidende“ Rolle spielen, aber ganz auszuschließen ist es eben nicht. Von den Lehrern der Grundschüler ist nur indirekt die Rede. Beipiel aus der Vorweihnachtszeit: Eine Drei- bis Vierzügige Grundschule konnte auf Grund der Erkrankung / Quarantäne der meisten Lehrer nur eine (!) Klasse unterrichten. Die anderen Klassen saßen in Quarantäne. So, und wie soll dann der Unterricht aussehen, wenn die Schulen geöffnet werden und die Lehrer ausfallen? Ganz so einfach, wie sich das Herr Fischbach vorstellt, ist es eben nicht. Und er hat bestimmt auch noch ein Unterricht mit Maske absolviert.

      • @Thomas

        „So, und wie soll dann der Unterricht aussehen, wenn die Schulen geöffnet werden und die Lehrer ausfallen? Ganz so einfach, wie sich das Herr Fischbach vorstellt, ist es eben nicht.“

        Da liegt das Problem und das hat
        Andre Hog 6. Januar 2021 um 10:42
        ganz gut umrissen.

        Hinzu kommt:
        Jeder, wirklich jeder, hat eine Meinung und Ideen. So weit in Ordnung.
        Aber: Jeder ist auch felsenfest davon überzeugt – ja, ganz bestimmt 😉 sogar den alleinigen (?) Überblick zu haben.
        Echt jetzt?
        Nö.
        Geht ja gar nicht.

        Aber da, wo Kinderärzte (und da unterstelle ich jetzt mal einfach etwas: beste Absichten) sich herausnehmen, die unterschiedlichen Positionen von Virologen zu bewerten (!) und auszulegen (ohne Fachkenntnis in diesem Fachbereich), kann nur MURKS herauskommen.

        Man stelle sich den Aufschrei vor, wenn morgen die Tageszeitung mit den 4 großen Buchstaben titeln würde „Zahnärzte dürfen und sollen jetzt auch Operationen am offenen Herzen vornehmen“ oder „Urologen und Gynäkologen dürfen/sollen Hirnoperationen durchführen“…

        Im Bereich Schule/Bildung/Erziehung gelten aber schon seit Jahren andere Regeln – im Grunde:
        Keine, bezüglich Fachkenntnissen, die man in diesem Sektor braucht (im Bildlungspolitiker-Sprech = Kompetenzen). Die 16 Kultus- und SchulministerInnen machen das erfolgreich vor. 🙁
        (Das zieht sich munter durch das ganze Politiker-Ensemble: Einfach bei Wikipedia schauen, was sich unter dem Punkt „Schule und Studium“ – also Ausbildung(?)/Qualifikation(?) für später bekleidete Ämter bei dem uns allen als Erfolgstyp Andreas „Maut“ Scheuer findet …)

        Zurück zu den Kinderärzten, die meinen, sie könnten oder müssten ihren Spezial-Senf zum Pandemiegeschehen an Schulen und Kitas beisteuern, da gehe ich jetzt im Vergleich mal von mir selbst aus und von meinem Berufsfeld:
        Ich unterrichte an einer weiterführenden Schule, bin aber noch nie auf die total bekloppte Idee gekommen, dem Personal an Kitas oder Schulen deren Job und Arbeitsfeld zu erklären, denn: DA kenne ich mich ZU WENIG aus.
        (Ein guter Bäcker ist ja auch nicht unbedingt ein ebenso guter Konditor, in der „gehobenen“ Gastronomie gibt es verschiedene Köche in 1 Betrieb für Vorspeisen, Fleisch, Beilagen, Desserts …)
        Und auch Zuhause klappt Arbeitsteilung am besten dann, wenn jeder tut, was er WIRKLICH KANN.
        (Natürlich schaut man auch mal „über den Tellerrand“, damit ein ZUSAMMENleben funktionieren kann.)

        Aber wie gesagt, im Bereich Schule/Bildung/Erziehung gilt das traditionell 🙁 nicht:
        Schule kennt jeder.
        Schule kann jeder.
        (Sachlich leider total falsch!)
        Wer sagt, dass Traditionen immer schön oder sinnvoll sind?

    • Frage: Was sind „angemessene Hygieneregeln“???????
      Die gibt es nämlich weder in der Schule noch in den Kitas, wo weder Abstand noch Maskenpflicht gelten (wir hatten trotz hoher Inzidenzen bis zu den Weihnachtsferien nicht mal Maskenpflicht in der Oberstufe). Und das Lüften kann man als Schutz insbesondere bei winterlichen Temperaturen auch vergessen, erst recht, wenn der Raum voll mit Personen ist.
      Und die Virusmutation, die ja nachweislich auch in Deutschland angekommen ist, scheint hier kaum jemanden zu beunruhigen.

      • @Leseratte: „Und die Virusmutation, die ja nachweislich auch in Deutschland angekommen ist, scheint hier kaum jemanden zu beunruhigen“ – Warten Sie noch einige Wochen – mit der neuen Mutation lässt sich der R-Wert vermutlich nur sehr schwer noch unter 1 drücken und vor allem auch nicht sonderlich weit unter 1.

        Heißt: Ganz England ist auf dem besten Wege, Bergamo 2.0 zu werden. Denn die werden dort von ihren >60.000 Ansteckungen/ Tag nicht schnell herunterkommen – auch nicht mit geschlossenen Schulen.

        Danach sind wir garantiert alle beunruhigt.

    • „Für Kinder bis zehn Jahre, die erwiesenermaßen bei der Pandemie keine entscheidende Rolle spielen“

      Was für ein Blödsinn!

      Warum wohl sind Kita-Erzieher in der Spitzengruppe der von Corona betroffenen Arbeitnehmer? Dass es an Grundschulen wenig Fälle gibt, ist klar, denn man testet ja Kinder kaum noch und ignoriert auch die K1-Regeln im Schulbereich.

      Da hat jemand den Knall noch nicht gehört.

  27. Kitas werden deswegen nicht geschlossen, weil dann Eltern die Frage nach den Gebühren stellen könnten. Stattdessen bietet man formal eine Versorgung an und setzt auf das schlechte Gewissen der Eltern, diese auch in Anspruch zu nehmen.

    Gleichzeitig können die Eltern die neuen Leistungen (Sonderurlaub etc.) nur abrufen, wenn die Kita echt geschlossen ist.

    So macht man gute Politik fürs Volk, ohne dass es etwas kostet.

    • Also beim Thema „Sonderurlaub“ hieß es explizit, dass das auch gelte, wenn die Präsenzpflicht ausgesetzt wäre. Aber das haben auch nur Frau Merkel und Herr Söder gestern in der offiziellen PK verkündet, das kann heute jeder Familienminister schon wieder anders entschieden haben. Dass Eltern die Gebühren nicht erstattet bekommen, wenn sie ihre Kinder „freiwillig“ zu Hause lassen, finde ich noch mal eine ganz andere Hausnummer. Da würde ich mir auch arg verschaukelt vorkommen und es gibt sicher viele Eltern, die dann die Kinder bringen, frei nach dem Motto: „Ist ja bezahlt“.

    • @Katrin

      Die Grafik zu dem Bericht der Tagesschau ist eher wenig aussagekräftig!
      —> kein Wunder, dass die Inzidenz sinkt, wenn über die Feiertage weniger gestetst wird und die Gesundheitsämter nicht ans RKI melden!

      Für die Altersgruppe 15 – 19
      vom 07. – 13.12. Inzidenz 224
      vom 14. – 21.12. Inzidenz 214
      FEIERTAGE:
      vom 22. – 27.12. Inzidenz 147
      vom 28.12 – 03.01. Inzidenz 123

      Hinweis im Popup des RKI-Dashboards:
      https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_0/
      „Hinweis:
      Während der Weihnachtsfeiertage, zum Jahreswechsel und an den umgebenden Tagen ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass zum einen meist weniger Personen einen Arzt aufsuchen, dadurch werden weniger Proben genommen und weniger Laboruntersuchungen durchgeführt. Dies führt dazu, dass weniger Erregernachweise an die zuständigen Gesundheitsämter gemeldet werden. Zum anderen kann es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter und zuständigen Landesbehörden an allen Tagen an das RKI übermitteln.“

    • Katrin 6. Januar 2021 um 11:50
      Sehr interessant: Die Inzidenz der Altersgruppe der Schüler sinkt, wenn Schulen zu sind.
      Welche Überraschung!!

      ————-

      Hat man in mehreren Ländern genauso schon lange festgestellt s. Israel usw..
      Aber die Politiker hier spielen Pandemie….tut mit Leid, da ich es anders nicht mehr bezeichnen kann. Die Kanzlerin sagt hü, die zuständigen Kultusminister tags später wieder hot.

      Wenn man die Pandemie nicht hätte in den Winter drängen wollen, dann hätte man spätestens nach den Herbstferien mit Wechselunterricht starten müssen.
      Da dies unterblieb, war mir klar wohin der Zug rollt….diese Entwicklung fiel nicht vom Himmel. Nur übernehmen diese Politiker auch die Verantwortung für den Schaden den sie damit anrichten?

      Zu diesen Politikern fällt mir nur folgendes ein:

      „Man spricht viel von Aufklärung, und wünscht mehr Licht. Mein Gott was hilft aber alles Licht, wenn die Leute entweder keine Augen haben, oder die, die sie haben, vorsätzlich verschließen?“
      Georg Christoph Lichtenberg

  28. Was für mich so ganz allgemein immer noch rätselhaft ist (man möge mich bitte eines Besseren belehren, falls meine logischen Schlussfolgerungen falsch sind oder ich dabei etwas übersehen haben sollte):
    Es erschließt sich mir immer noch nicht das Vorgehen, bei niedrigen Inzidenzzahlen regional zu lockern, solange in Nachbarkreisen oder benachbarten Bundesländern die Inzidenzzahlen (zu) hoch sind.
    Ich stelle mir vor, dass auf diese Weise infizierte Personen z.B. als Berufspendler oder Besucher in eine ,,gelockerte“ Umgebung kommen und somit dem Virus günstige Verbreitungsbedingungen geboten werden.
    (Und schon steigen die Infektionszahlen in den Gebieten mit vormals niedriger Inzidenz,
    ähnlich einer Schleuse, wo bei Öffnung letztendlich ein Pegelausgleich stattfindet).
    Würde man dieser Überlegung folgen, müssten doch im gesamten Bundesgebiet gleiche Regeln gelten, unabhängig von der lokalen Inzidenz, wenn man die Verbreitung des Virus eindämmen wollte…?!
    Gleiches gälte nach diesem Konstrukt für Schulen, Stichwort Geschwisterkinder in verschiedenen Schulformen, LehrerInnen mit eigenen Kindern etc…..
    Habe ich hier einen Denkfehler?
    (Die Hotspot-Regelung (reisen in max. Umkreis von 15km) würde dieser Denke zumindest entsprechen). Bei den aktuellen Vorgaben für Kitas und Schulen sehe ich dieses Prinzip jedoch immer noch nicht umgesetzt.

    • Unabhängig davon sehr drollig der im N4T zitierte Satz von Christian Kretschmer (o. Michael Piwarz):

      ,,Mein Eindruck ist, dass der Mehrzahl der Menschen derzeit nicht nach Winterferien und Winterurlaub der Sinn steht.“

      Wo kamen denn nur die Scharen an Ausflüglern/Rodlern im Sauerland/Schwarzwald her???

      • @Mary-Ellen

        Vielleicht waren das Freizeit-Pendler aus dem benachbarten Ausland?
        Ja, natürlich, so wird’s gewesen sein …
        😉

    • @Mary-Ellen

      Vielleicht sind auch meine logischen Schlussfolgerungen falsch – ich bin jedenfalls ganz bei ihrer Logik.

      Ganz deutlich wird diese Schlussfolgerung, wenn man an das Bundesland Hamburg denkt. Egal ob es um Berufs-Pendler oder um privates pendeln für Freizeitgestaltung und/oder Shopping geht, der Austausch mit den benachbarten Bundesländern ist in beide Richtungen groß.

      Bürgermeister Tschentscher hat sich auch schon das eine und andere Mal unter Berücksichtigung dieser Logik geäußert und gesagt, dass Hamburg relativ ähnliche Regeln haben muss wie Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

    • Die Begründung für den „Ferien-Ausfall“ finde ich auch total motivierend. Dann kann der Unterricht nachgeholt werden, der im Lookdown ausfällt. Ist schon drollig. Wir sollen doch Distanzunterricht nach Stundenplan machen und dann den ausgefallenen Unterricht nachholen. ????

      Und gestern dachte ich mir noch, bin ja mal gespannt, was unser liebe MP auf die allgemeinen Vorgaben noch draufsattelt. Ein bischen schärfer muss es halt immer noch sein.

  29. Und schon wieder die absurde Forderung, nicht nur auf die Inzidenz zu schauen. Worauf sonst? Dass die Krankenhäuser vielerorts am Limit ist (die Krematorien teilweise auch), dürfte sich doch inzwischen auch in der SPD herumgesprochen haben. Sonst sind immer Streeck und Gassen mit solchen Forderungen aufgefallen. Gestern Kanzlergipfel und heute kommen schon wieder die ersten um die Ecke, die unsere vielleicht letzte Chance, noch einigermaßen glimpflich den Winter zu überstehen, kaputtquatschen und den Verharmlosern und Leugnern neues Futter geben. Es reicht schon, wenn sich Lindner von der FDP in der Richtung äußert, dass die Maßnahmen z.T. überzogen seien. Bessere wirksamere Ideen hat er aber auch nicht.
    Und von „Impfmeilensteinen“ kann ja wohl erst recht keine Rede sein, so schleppend, wie das läuft.

    MITTWOCH, 06. JANUAR 2021
    Coronavirus-Liveticker
    +++ 14:54 NRWs SPD-Chef rügt einseitigen Fokus auf Inzidenzzahlen +++
    Der SPD-Landeschef von Nordrhein-Westfalen, Sebastian Hartmann, fordert, die Notwendigkeit von Lockdowns nicht allein von Ansteckungsraten abhängig zu machen. Hartmann plädiert dafür, „die einseitige Fixierung auf Inzidenzzahlen aufzuweichen“. Stattdessen sollten auch „Krankenhauskapazitäten und Impf-Meilensteine in den Kreisen und Städten einbezogen werden“, erklärt Hartmann.

    • „Hartmann plädiert dafür, „die einseitige Fixierung auf Inzidenzzahlen aufzuweichen“. Stattdessen sollten auch „Krankenhauskapazitäten und Impf-Meilensteine in den Kreisen und Städten einbezogen werden“, erklärt Hartmann.“

      Da fällt einem doch wirklich nichts mehr zu ein.

      Impf-Meilensteine?
      Wird vlt. in 2-3 Monaten ein Kriterium für Entscheidungen, jetzt definitiv noch nicht.

      Krankenhauskapazitäten?
      Mhhhh … ich glaube der Sebastian Hartmann gehört mal für 1-2 Stunden in einen Raum mit Intensivpflegekräften und Intensivmedizinern eingesperrt.
      Sind die aktuellen Krankenhauskapazitäten nicht genug ausgereizt? Müssen Sara-Cov2-Erkrankte erst röchelnd auf Feldlazarett-Betten auf Fluren etc. untergebracht sein, dass es ihm reicht? Ja, ich weiß etwas krass ausgedrückt, aber gemäßigteres fällt mir für solche Aussagen echt nicht mehr ein.

      • @Mutter aus HH:
        Danke für Ihre Bestätigung!
        Denke manchmal, ich hätte sie nicht alle, wenn ich einfach nicht verstehen kann, warum man nicht bundesweit einheitliche Regeln formuliert.

  30. Das Neueste von KM Holter aus Thüringen:

    „Wir haben gestern Abend als Regierung entschieden, dass ab 1. Februar die Kindergärten und die Schulen in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen. Das betrifft alle Schulen und alle Kindergärten. Das heißt, wir haben in den Kindergärten und in den Grundschulen die feste Gruppe, und ab Klasse sieben den Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht. Und wir legen besonderen Wert auf die Kleinen, die ganz jungen Schülerinnen und Schüler, diejenigen, die besonderer Unterstützung bedürfen, und wie das jetzt auch schon ist, diejenigen, die vor dem Abschluss stehen, die sollen in erster Linie auch Präsenzunterricht erhalten.“

    https://www.mdr.de/thueringen/thueringen-interview-holter-corona-schule-kindergarten-100.html

    Ich lese da nichts von Abhängigkeit von Inzidenzen. Im Moment sind wir in Thüringen nur in 5 Kreisen bzw. Städten unter 200. 11 sind zwischen 300 und 400. Und das trotz verzögerter Meldungen und weniger Tests. Da müsste sich ja gewaltig was tun, um überhaupt wieder Präsenzunterricht verantworten zu können. Und von zusätzlichen Infektionsschutzmaßnahmen wurde auch nichts gesagt.

    • @Leseratte:
      Ist das nicht cool? Herr Holter scheint eine kompetente Wahrsagerin in seinem Bekanntenkreis zu haben oder eine niegelnagelneue Glaskugel…
      Was braucht man da noch Zahlen…!?

  31. ACHTUNG!
    SEHR INTERESSANTER SPIEGEL-Artikel vom 06.01.2021 15:48 Uhr

    !!!! ‚Großbritannien streicht Abschlussprüfungen an Schulen‘ !!!
    http://www.spiegel.de/panorama/bildung/corona-grossbritannien-streicht-abschlusspruefungen-an-schulen-a-47842e35-c5b8-420b-89ab-43ecfac0672a

    In Anbetracht der Fragestellung zu möglichem Fall:
    – während 4-wöchiger Abiturprüfungs-Phase 2021 angeordnete Quarantäne für Aibiturienten wegen K1-Kontakt in der Familie?
    Was würde in so einem Fall mit dem Abschluss passieren?

  32. Schnelltests in den Sitzungssälen, dicke FFP2, Plexiglas und Sesselfurzerei- udn die ErzieherInnne und Lehrkräfte halten den Bienenstaat am laufen. Von wegen Umsetzung der Bildungspläne. Auffanglager, Minilazarett ist man:
    Ich fühle mich als Erzieherin auch langsam als Kanonenfutter verheizt und komme mir auf der Arbeit vor wie auf einem entfernten Planeten. Bedarf auf betreuung können Eltern geltend machen, wnen sich das Kind zuhause 3 Tage nachdem die normale Winterschließzeit vrobei ist- oder weil man mit seinen anderen beiden Kindern Schlitten fahren gehen will.
    Das ist keine NOTbetreuung.
    Ohne verbindliche Richtlinien an die sich gehalten werden muss, unter Auflagen wird das nichts mit dne bettelnden Appelllen. Die NOTbetreuung wird total ausgenutzt- für die Bequemlichkeit udn die comfort-zone- Optimierung einzelner Individuen- die darauf einen feuchten Kehrricht geben , Kontakte einzuschränken.
    Ohne Pflicht (sheen wir ja bei der MaskenPflicht) und Konsequenzen (Sanktionen für das einzelne Indviduum) wird das nichts.
    KiTas geschlossen? Pah. Alles was irgendeine lustige Erklärung hat, darf sein Kind bringen.

    Es ist eine Schande ausserdem grob fahrlässig was diese Politiker mit schwammingen Appellen und fehlende Regelungen und NIcht-Konsequenzen anrichten.
    Ich fordere endlich allgemeingeltende, verbindliche Richtlinien und Pflichten für die NOTbetreung im LOCKDOWN an KiTAs.

    Dazu der in hess. immer noch geltende Passus in der Handreichung vom Ministerium f Gesundheit, wann ein Kind betreut werden darf : Gelengentlicher Husten und Schnupfen ist kein Grund, dass das Kind nicht in der Gemeinschaftseinrichtung betreut darf.

    WHAT? Also, soll ich als Erzieherin nun auch als blickdiagnostisches PCR Teststäbchen fungieren? (Sollte man in den med. Sektor wechseln, oder mal bei der Höhle des Löwen vorstellig werden.

    Und wenn es wirklich keine Coronainfektion ist, die die Unpässtlichkeiten am Kind auslöst, dann verteilt das Kind halt die banalen Rhinovieren auf die letzten Betreuungskräfte in den schon immer Fachkräftemangelnden Teams.
    Die Konseuenz: Weiterverbreitung von Erkältungen. Braucht man in der KITA im NOTbetrieb im ach so harten Lockdown auch nicht.

    Bravo. Danke Herr Lorz, dass Sie die Eltern noch anstiften, ihre halbgaren Kinder sich in der NOTbetreuung vor sich hingammeln lassen. DAS ist alles echte Infektionskettenreduzierung, das ist wirklich Kontaktreduzierung *ironieoff*
    ich bin so sauer

  33. Ich habe soeben, äußerst interessiert, die vielen Post‘s gelesen und staune wie viele Kollegen*innen, sowohl Lehrer aller Schulformen, Erzieher und auch Eltern sich neben mir noch Gedanken über die derzeitige Situation machen.
    Ich bin Lehrer an einer weiterführenden Schule, befinde mich in meinem 40sten Berufsjahr und unterrichte, bis auf eine Wochenstunde, nur in Abschlussklassen in Sachsen Anhalt. Über die derzeitige Situation bin ich, gelinde gesagt, entsetzt! Ich stimme mit den vielen Kommentatoren*innen überein, dass es ein Unding ist, dass die Kanzlerin am Dienstag sinngemäß verkündet „…alles zu…“ und in den Köpfen der einzelnen Kultusminister bereits Pläne reifen, wie im eigenen Bundesland zu verfahren ist. So sollen Lehrer und Erzieher beherzt an die Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags in Kita‘s und Schulen herangehen, Festlegung der Beratung am Dienstag hin- oder her.
    Ich habe durchaus Verständnis für die Bestrebungen, wenigstens für die Abschlußklassen Präsensunterricht anzubieten – andererseits: Präsensunterricht um jeden oder besser um welchen Preis? Ich möchte an dieser Stelle nicht noch einmal auf die bereits sehr anschaulich dargestellten Risiken eingehen, mit „ü 60“ habe ich wirklich Angst um meine Gesundheit und natürlich betrifft dies auch die Gesundheit aller anderen Kollegen*innen und auch Schüler*innen, die ab Montag im Präsensunterricht sein werden. Selbstverständlich wird in Gruppen unterrichtet, um die Sicherheitsabstände zu garantieren, für mich persönlich bedeutet das in der kommenden Woche 26 Stunden Präsensunterricht und das Einstellen von Aufgaben im Umfang von 28 Wochenstunden. Meine Nerven liegen jetzt schon blank, da ich nicht weiß, wie ich das stemmen soll. Ich denke mal, beherzt und kreativ – wie immer dies auch aussehen mag – es ist schließlich meine Dienstpflicht. Was dies für einen Aufwand darstellt, kann sicher nur jemand nachvollziehen, der selbst davon betroffen ist.
    Was mich auch erstaunt ist der Umstand, dass in den öffentlichen Medien (Zeitung, Rundfunk, TV) über diesen Unmut von Erziehern und Lehrkräften nix zu lesen, zu hören bzw. zu sehen ist!
    Man darf gespannt sein, wie sich die Infektionszahlen in der nächsten und übernächsten Woche darstellen, wie sich die neue Virusmutation auf das Infektionsgeschehen auswirkt und mit welch weiteren „kreativen Lösungsanweisungen“ von den einzelnen Kultusministerien, wir dann beglückt werden!
    Ich bin enttäuscht und hoffe wie viele Andere, dass wir alle weitestgehend gut durch diese Zeit kommen.
    Bleiben Sie gesund!

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