Merkel setzt sich erst mal durch: Schulen und Kitas sollen bis 31. Januar weitgehend zu bleiben – Ausnahmen für Abschlussklassen

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News4teachers berichtet akutell: Von wegen Corona-Strategie: Gipfel-Beschluss löst Chaos um den Kita- und Schulbetrieb aus – jedes Bundesland macht jetzt, was es will

BERLIN. Arbeitsaufgaben per E-Mail, Videounterricht übers Tablet und in der Kita nur Betreuung, wenn es nicht anders geht: Die seit Mitte Dezember geltenden Lockdown-Maßnahmen an Schulen und Kitas werden bis mindestens Ende Januar verlängert. Ausnahmen sind nur für Abschlussklassen möglich. Damit hat sich die Bundeskanzlerin gegenüber Landespolitikern durchgesetzt, die die Bildungseinrichtungen schnell wieder hatten öffnen wollen. Wollen einige Kultusminister den Beschluss unterlaufen? Vage Aussagen der neuen KMK-Präsidentin nähren den Verdacht.

Hat sich gegenüber den Ländern, die Schulen schnell wieder öffenen wollten, durchgesetzt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Foto: Vasilis Asvestas / Shutterstock

Die meisten Schüler in Deutschland und auch viele Kita-Kinder werden wohl auch in den nächsten drei Wochen noch zu Hause bleiben müssen. Schulen und Kindertagesstätten sollen bis mindestens Ende Januar weitestgehend geschlossen bleiben oder nur eingeschränkten Betrieb anbieten. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich am Dienstag bei ihrer Videoschalte darauf, die seit Mitte Dezember in den Bundesländern geltenden Lockdown-Regeln für die Einrichtungen bis Monatsende zu verlängern. Wie es im Februar weitergeht, darüber soll erneut am 25. Januar beraten werden.

Bund und Länder vereinbarten vor dem Hintergrund der Einschränkungen an Schulen und Kitas außerdem, in diesem Jahr die Zahl der Kinderkrankentage für Eltern zu verdoppeln.

„Der Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung für die Bildung der Kinder“

«Der Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung für die Bildung der Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern», heißt es im gemeinsamen Beschlusspapier. Darin wird auch auf negative Folgen von Schließungen für Bildungsbiografien und soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen hingewiesen. Dennoch müssten die Maßnahmen entsprechend des letzten Beschlusses von Bund und Ländern vom 13. Dezember bis Ende Januar verlängert werden, heißt es weiter.

Damals hatten Merkel und die Länderchefs ausdrücklich eine Ausnahmeregelung für Abschlussklassen bei geschlossenen Schulen vereinbart. Theoretisch könnten somit Klassen, die vor Prüfungen stehen, weiterhin in die Schule gehen. Das konkrete Vorgehen an Schulen und Kitas regeln die Länder wie immer selbst, weil es in ihre eigene Zuständigkeit fällt. So wurden etwa auch Kitas im bisherigen Lockdown nicht überall geschlossen. Stattdessen wurden Eltern gebeten, ihre Kinder nicht zu bringen.

Die Kultusminister der Länder hatten bereits am Montag für die Schulen vereinbart, dass für den Fall einer Rückkehr zum Präsenzunterricht zuerst Grundschüler zum Zuge kommen und danach schrittweise die älteren Jahrgänge – Schwellenwerte dafür wurden allerdings nicht benannt. (News4teachers berichtet ausführlich über den „‚Stufenplan‘ – ohne Stufen und ohne Plan“.)

Einige Bundesländer hatten ihre Kitas und Schulen schnell wieder öffnen wollen

Einige Bundesländer hatten der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ zufolge auf schnelle Öffnungen von Kitas und Schulen gedrängt – neben Hessen und Bremen auch Hamburg. Er erwarte, „dass der Bund darlegt, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beziehungsweise Datengrundlage er eine weitere pauschale Schließung von Kitas und Schulen fordert“, so wurde Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zitiert. Merkel, die seit Monaten von den Bundesländern Einschränkungen beim Kita- und Schulbetrieb fordert, hat sich mit ihrem Kurs durchgesetzt.

Vor allem für Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) ist das eine Niederlage. Sie hatte sich für die sofortige Öffnung von Kitas und Schulen unabhängig vom Infektiongsgeschehen eingesetzt und war dabei von CDU-Vorsitzkandidat Friedrich Merz unterstützt worden. Eisenmann, die als Spitzenkandidatin der CDU bei der bevorstehenden Landtagswahl antritt, war aber zuvor schon von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ausgebremst worden. «Keine Maßnahmen erfolgen unabhängig von den Infektionszahlen», so erklärte er im Vorfeld des Gipfel.

Allerdings wirft eine Aussage der neuen Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst (SPD), die Frage auf, ob einzelne Kultusminister den Beschluss unterlaufen wollen. Die Corona-Vereinbarungen von Bund und Ländern bieten ihr zufolge nämlich Spielräume für die Frage des Umgangs mit Schulen. «Die KMK hat sich Montag einmütig dafür ausgesprochen, dass in den Bundesländern, in denen es das Infektionsgeschehen erlaubt, in einer ersten Stufe die Grundschulen zum Präsenzunterricht zurückkehren können», teilte die Brandenburger Bildungsministerin am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam mit. Das finde sich im Beschluss der Regierungschefs von Bund und Ländern nicht explizit wieder. «Der Beschluss bietet jedoch Spielräume, die in den Ländern entsprechend genutzt werden können.» Die Kultusministerinnen und Kultusminister sähen sich als Anwälte für gute Bildung in Deutschland, für die jede Unterrichtsstunde zähle, sagte Ernst. Was sie genau damit meint, erläuterte Ernst nicht.

Zahl der Kinderkrankentage werden in diesem Jahr verdoppelt, um Eltern zu entlasten

Weil viele Eltern nun wegen der Lockdown-Verlängerung nun gleich zum Jahresbeginn wieder ein Betreuungsproblem bekommen, haben sich Bund und Länder am Dienstag auch darauf verständigt, die Zahl der Kinderkrankentage in diesem Jahr zu verdoppeln. Demnach soll sich jedes Elternteil in diesem Jahr 20, statt 10 Tage für das Kind krankschreiben lassen dürfen. Alleinerziehende bekommen 40 statt der üblichen 20 Kinderkrankentage.

Die Regelung ist ausdrücklich nicht nur für den Fall einer Erkrankung der Kinder gedacht, sondern auch für den Fall, dass sie zu Hause betreut werden müssen, weil Schule oder Kita geschlossen oder nur eingeschränkt im Betrieb sind. Schon im vergangenen Jahr war die Zahl der Kinderkrankentage erhöht worden. Kinderkrankengeld zahlt die gesetzliche Krankenkasse, wenn Eltern wegen der Pflege eines kranken Kindes nicht arbeiten gehen können. Es beträgt 90 Prozent des Nettoverdienstes. News4teachers / mit Material der dpa

Im Wortlaut

In dem Beschluss, den die Ministerspräsidenten gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am heutigen 5. Januar getroffen haben, heißt es unter anderem:

„Mit Besorgnis betrachten Bund und Länder die Entwicklung von Mutationen des SARS-Cov2-Virus. Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist es, den Eintrag und die Verbreitung von Virusvarianten mit eventuell ungünstigeren Eigenschaften möglichst weitgehend zu begrenzen.“

„Eine präzise Einschätzung der Entwicklung des Infektionsgeschehens ist am Beginn des neuen Jahresaußerordentlich schwierig. Aufgrund der zahlreichen Feiertage kann es zu Test-und Meldeverzögerungen gekommen sein. Darüber hinaus zeigen sich die Auswirkungen des besonderen Besuchs-und Reiseverhaltens während der Feiertage erst später im Infektionsgeschehen. Es ist davon auszugehen, dass die derzeitigen Meldezahlen das tatsächliche Infektionsgeschehen tendenziell zu gering abbilden. Sicher kann jedoch gesagt werden, dass das Infektionsgeschehen deutschlandweit noch auf viel zu hohem Niveau ist“.

„Das Robert-Koch-Institut prüft sorgfältig die Berichte über neue Mutationenmit veränderten Eigenschaften des Virus,etwa in Hinblick auf eine erhöhte Ansteckungsgefahr oder Schwere des Verlaufs in verschiedenen Altersgruppen. Gemeinsames Ziel von Bund und Ländern ist es, den Eintrag von Mutationen mit möglichen pandemieverschärfenden Eigenschaften aus dem Ausland möglichst stark einzudämmen, solche Mutationen in Deutschland durch verstärkte Sequenzierung zu entdecken und deren Ausbreitung durch priorisierte Nachverfolgung und Quarantäne möglichst weitgehend zu begrenzen.“

„Der Betrieb von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulenhat höchste Bedeutung für den die Bildung der Kinder und für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf der Eltern. Geschlossene Schulenund Kinderbetreuungseinrichtungen, ausgesetzte Präsenzpflicht bzw. Distanzunterricht in Schulen über einen längeren Zeitraum bleibt nicht ohne negative Folgen für die Bildungsbiographien und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. Dennoch müssen die von den Ländern ergriffenen Maßnahmen auch in diesem Bereich entsprechend des Beschlusses vom 13. Dezember 2020bis Ende Januar verlängert werden.“

VDR-Chef Böhm fordert Grenzwerte: „In Schulen stecken sich Schüler und Lehrer an“

 

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90 KOMMENTARE

  1. Ich habe meinen Kommentar an der falschen Stelle gepostet. Scheinbar gilt das bundesweite Abkommen in meinem Bundesland nicht.

    Mir ist bei der PK von dat Malu Dreyer gerade richtig schlecht geworden…
    Unstrukturiert wie immer und am Ende sitzt man aufe Couch und die Schädeldecke möchte einem rausspringen.
    Die Bundesregierung verkündet Lockdown der Kitas und Schulen bis 31.Januar und was verkündet dat Malu? Am 15. beguckt sich dat Steffi (Hubig) nochmal die Gesamtsituation und beschließt dann, wie es am 18. weitergeht. Die Info kommt dann bestimmt Sonntagabend zwischen Käsebrot und Schlummertrunk.

    Da krieg‘ ich Puls.

    Entschuldigt, werte Kollegen, meinen Gossenjargon, allerdings bin ich gerade bis zum Anschlag angenervt, dass mir meine Contenance vollends entglitten ist.

    • Kann ich total nachvollziehen. Mal sehen, wie es in Thüringen weitergeht. Bei den Inzidenzen um 400 in einigen Landkreisen müssen wir wohl kleine Brötchen backen … sogar unser ehemaliger Lockerungskönig Ramelow hat endlich den Ernst der Lage erkannt. Tragisch, dass es erst zu so hohen Infektionszahlen und vielen Toten kommen musste. Warnungen aus der Wissenschaft gab es genug und rechtzeitig.

    • Ich krieg auch „Puls“, wenn ich daran denke, dass meine Kinder wieder zum Viruswichteln müssen, weil „dat Steffi“ offensichtlich entweder so narzistisch ist, dass sie nicht zugeben kann, dass sie mit ihrer Einschätzung, Kinder geben SARS-Cov2 nicht weiter, falsch lag, oder, weil sie es einfach intellektuell nicht verstehen kann. Tippe stärker auf ersteres, wobei ich zweiteres inzwischen auch nicht mehr ausschließe. Inzwischen verfluche ich den Föderalismus. Hoffentlich macht die Opposition Rabatz! Baldauf hat ja gleich erkannt, dass der „Hackerangriff“ vermutlich auch wieder eine rhetorische Nebelkerze aus dem Hubig-Ministerium war, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken.

    • Ich lese immer wieder in Deutschland seien Kitas und Schulen WEITERHIN geschlossen…
      Ich wohne scheinbar nicht in Deutschland, da in Rheinland-Pfalz die Kitas sich seit dem Sommer im Regelbetrieb befinden. Es werden die Eltern nur gebeten zu Hause eine Betreuung zu ermöglichen, wer kommen möchte, egal ob berufstätig oder nicht, darf kommen…
      In welchem Bundesland sind denn nun die Kitas tatsächlich seit Dezember zu????

  2. Im WDR wird leider bereits verkündet, dass NRW erst morgen verkündet, wie es weitergeht in Schulen. Laschet hätte gesagt, es wäre eine Aussetzung der Präsenzpflicht denkbar.

    Das ist Verarschung!!! (Entschuldigung, aber ich kann es nicht glauben). Das bedeutet, dass lustig alle wieder in die Schule gehen, teils damit die Kinder weg sind, teils aus der verrückten Sorge, die Kinder könnten Nachteile haben. Das hat nichts, aber auch gar nichts mit “ Schulen zu “ zu tun. Und die Lehrer dürfen dann mal wieder doppelt arbeiten.
    Kapieren die Kultusminister und die Landesregierung NRW denn gar nichts????

    • Genau so wird es laufen. Ich habe auch nichts anderes erwartet. Ich als Lehrerin werde selber an die Eltern appellieren, dass sie wann immer möglich ihre Kinder zuhause lassen. Vor den Ferien konnte ich noch sagen: Ihrem Kind entstehen keine Nachteile, wir behandeln nichts Neues und Klassenarbeiten fallen ersatzlos weg. So kamen nur 3 Kinder und ab Wochenmitte war meine ganze Klasse zuhause. Das wird jetzt bestimmt so nicht möglich sein und deshalb werden die Eltern ganz bestimmt kaum Lust haben, dass ihre Kinder bis Ende Januar zuhause bleiben. Das ist total bescheuert, dann können sie auch gleich sagen, dass die Schulen bis Klasse 6 munter weitermachen!

    • Wobei die Sorge bezüglich der Nachteile ja durchaus begründet sind. Die Frage ist halt bloß, ob es nicht sinnvoll, da aktuell einzustecken, um im Sommer zum neuen Schuljahr wieder weitgehend normal unterrichten zu können.

    • Den Gedanken, dass das Kultusministerium in NRW auch nur ansatzweise IRGENDWAS kapiert,können wir getrost ad acta legen….
      Die Vorstellung, dass jetzt gerade Frau Gebauer und Herr Stamp zusammensitzen und einen „Plan ausarbeiten “ (wie Herr Laschet eben verlauten ließ) verursacht bei mir komplette Panik!!!
      Angeblich findet dieses Treffen „unter Beteiligung der entsprechenden Verbände “ statt….
      Ich wage mal einen Blick in die Kristallkugel: Morgen haut Frau Gebauer mal wieder profilneurotisch einen genialen Plan raus,betont, dass das alles so mit allen Beteiligten abgesprochen ist und keine Stunde später stehen fassungslose Schüler-,Eltern- und Lehrerverteter vor der Kamera und betonen, dass sie nicht in die Entscheidungen einbezogen wurden …
      Ich frag mich immer,mit WEM sie das angeblich bespricht???? …. Die Friseure haben ja geschlossen …
      Wie auch immer- ich sehe mich nächste Woche schon vor meinem 10er Deutschkurs stehen..
      31 Schüler – eine starke Truppe ✌

    • Dieses Gebauere- und Gelaschere führt bei mir zu bedenklichen Gesundheitseinschränkungen, die echt nicht witzig sind.
      Da wird von einem Shutdown und Schulschließungen bis Februar auf verschiedenen Kanälen berichtet. Und wer weiß noch immer nicht, wie es an der Basis bzw. Front weitergehen wird? Nur die ausführenden Beschäftigten im Bildungswesen. Vielen Dank!

  3. Und in NRW soll es so wie vor den Weihnachtsferien geregelt werden. D.h. Eltern der Kinder aus Kl. 1-6 entscheiden, ob ihre Kinder zur Schule gehen oder zuhause bleiben. Eine Unverschämtheit! Dass bedeutet nicht nur, dass weiterhin kein Schutz da ist, sondern auch, dass man wieder alles doppelt und dreifach machen muss: morgens Präsenzunterricht für die 5-6 und nachmittags dann noch online-Unterricht für die älteren. Abends und nachts dann korrigieren! Es ist der absolute Hammer!

    • Das bedeutet auch: Du weißt nicht, wer überhaupt kommt und wie viele du online betreuen musst von 1-6. Du kannst deinen Unterricht jetzt für online und offline parallel vorbereiten, in dem Wissen, dass du die 1-6 nicht parallel online betreuen kannst, während du in der Schule unterrichtest. Was dazu führt, dass die Eltern lieber ihre Kinder alle in die Schule schicken werden. Wieso nicht einfach Notbetreuung?! Dann verstehen die Eltern, dass man das Kind nicht schickt, weil es doch so gerne möchte…

      • „weil es doch so gerne möchte“- oder auch weil es sich zu Hause als Erstklässler nicht alleine unterrichten bzw. beim Lernen begleiten kann, während ich selbst sowohl in Präsenz- als auch in Distanz per vernünftigem, stundenplangemässem Videounterricht an einer weiterführenden Schule unterrichte. Und zwar gerne, weil die Schüler Bildung verdient und ein Recht darauf haben. Seine große Schwester, ebenfalls Grundschülerin, kann sich zu Hause auch nicht alleine dazu motivieren, alle Wochenplanaufgaben abzuarbeiten. Seine kleine Schwester, Kindergartenkind, kann leider auch keine Grundschüler unterrichten bzw. alleine zu Hause bleiben. Sollten Schulen und Kitas lange weiter zu bleiben, werden alle Kinder berufstätiger Eltern, egal aus welchem Hause, zu sozial benachteiligten Kindern, einfach weil sie komplett sich selbst überlassen werden. Ich finde es nicht gut, dass viele den Eltern, die sich für Präsenz entscheiden wollen oder müssen, aus welchen Gründen auch immer, den schwarzen Peter zuschieben und sie als verantwortungslos oder Gefährder darstellen. Dass es überhaupt in unserer Gesellschaft so weit kommen konnte… unfassbar!

        • Genau dafür gibt es 20 zusätzliche Kindkranktage (10 pro Elternteil), das ergibt 4 Wochen, in denen jeweils einer die Kinder zu Hause begleiten und betreuen kann. Oder wäre es Ihnen lieber, Sie bräuchten die Tage, weil Sie dank eingeschleppter Coronaerkrankung selbst flach oder gar im Krankenhaus liegen? Wer betreut dann Ihre Kinder??

          • Damit ein Präsenzunterricht stattfinden kann und soll hätten die Verantwortlichen, Kultusministerien etwas tun sollen, seit fast einem Jahr. Außer von 20 in 20 Minuten, bei Minustemperaturen, kommt nichts. Wie wäre es mit Luftreinigungsgeräten, FFP2 Masken, genügend Schulbusse, Schnelltests, Trennwäde, Unterricht versetzt beginnen ( einige Klassen um 8Uhr andere 9) usw. Es gibt einige Vorschläge die einfach ignoriert werden. Die Herrschaften die etwas tun müssten sitzen in warmen, kreisfreien Räumen, die Schüler und Erzieher können schauen wie sie zurecht kommen…es sind ja ALLEs IT.experten

  4. Auch in Hessen ust nichts mit Schulen zu. Herr Bouffier hat sogar nochmal bekräftigt, dass Schulen keine Pandemietreiber sind. Außerdem soll morgen erst entschieden werden. Es läuft auf Aufhebung der Präsenzpflicht hinaus. Nichts mit Schulen zu. Ich habe keine Kraft mehr mich aufzuregen…

    • Über Hessen liest man zum Thema nicht viel. Die Verbände sagen zu Recht, dass Herr Lorz sich gerne aus der Affäre zieht. Herr Bouffier sagt 99% der SuS hätten mittlerweile ein Endgerät. An unserer Schule nicht.
      Bei Bouffier und Lorz empfinde ich Fremdschämen. Jenseits der Realität.
      @Eltern für Präsenz: Es sagt keiner, dass es einfach ist Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen. Selbst wenn ich meinen Job verlieren würde, dann wäre es mir dies Wert um mein Kind und meine Familie zu schützen, auch wenn mein bißchen Wohlstand nicht mehr da ist. Schließlich müssen wir in unserem Land keine Angst vor Hungerstod, etc. haben. Dafür bin ich dankbar. Und wenn man mit zu Hause bleiben, und dadurch halt finanzielle Sorgen, dazu beiträgt Leben zu retten, sich u. andere nicht mit dem Virus zu infizieren, dann sollte man dies tun. Ich habe sehr großes Verständnis, dass diese Situation für Familien belastend ist. Ich habe aber kein Verständnis dafür, dass man wegen Wohlstand auf Präsenzunterricht pocht. (Auch Kinder infizieren sich, und auch auf ein asymptomatischen Verlauf folgen nicht selten Langzeitschäden).

  5. Kindkranktage für Kinderbetreuung? Auch bei Aufhebung der Präsenzpflicht? Auch für Lehrer mit Kindern, wenn die Lehrer privat versichert sind? Das wird interessant.

    • Die haben wie jeder Arbeitnehmer das Leistungsverweigerungsrecht – allerdings werden die Bezüge bei Beamten weiter bezahlt.

    • Das hatte ich mich auch gerade gefragt. Darf ich als verbeamteter Lehrer auch von den zusätzlichen kinderkrank Tagen Gebrauch machen? Die Großeltern dürfen bei den härteren kontaktbeschränkungen ja nicht zwei Kinder auf einmal nehmen! Und in die Schule will ich sie nicht schicken!

  6. Die Gebauersche Intenrnetseite des MSB ist seit geraumer Zeit nicht erreichbar. So kann man auch Beschwerden im Keim schulscharf ersticken.

    „Schulen zu“ scheint nun auch eine neue Definitionsstruktur zu bekommen.

  7. Und ewig grüßt das … Länderhampelmännchen!

    Wenn die es in den Ländern jetzt wieder alle besser wissen wollen und alle ihren eigenen Weg gehen wollen, können die auf das Vertrauen bei den Menschen pfeifen.

    Was wollen die – in NRW – bis morgen überlegen???
    Ob sie Leben schützen wollen? Ob Schüler und Lehrer es wert sind?

    Mir fallen ansonsten nur noch ziemlich unqualifizierte Assoziationen ein!

    • Hallo ihr alle,
      es ist doch ganz einfach. Die Politiker haben anscheinend alle keinen Arsch in der Hose um zu sagen was Sache ist. Das überlassen Sie lieber uns den Eltern bei zubringen Das es eigentlich nur eine Notbetreuung geben sollte. Denn leider verstehen die meisten Eltern nicht was es mit dem Appell auf sich hat.

  8. „Die Kultusministerinnen und Kultusminister sähen sich als Anwälte für gute Bildung in Deutschland, für die jede Unterrichtsstunde zähle, sagte Ernst.“

    Was für eine Lachnummer!
    KuMis als Anwälte für gute Bildung und JEDE Unterrichtsstunde zählt.
    Bei dem Unterichtsentfall die letzten Jahre haben sie nicht gerade geglänzt.
    Eine private Vereinigung in Nds. listet die von Eltern, Schülern und Lehrern gemeldeten Fehlstunden an Niedersachsens Schulen auf – einige TAUSENDE –
    http://www.fehlstunden-nds.de

  9. Worüber haben die Kultusminister in ihrer gestrigen Konferenz diskutiert, wenn jetzt schon wieder nichts feststeht?

    Warum haben die nicht beschlossen, falls der Lockdown weitergeht ( was abzusehen war), wie es dann mit den Schulen weiter geht?
    Dann hätte man das jetzt schon sagen können, zum Beispiel im Zuge der einzelnen Pressekonferenz der Minister. So müssen wir wieder bis morgen warten.

  10. „Die Kultusministerinnen und Kultusminister sähen sich als Anwälte für gute Bildung in Deutschland, für die jede Unterrichtsstunde zähle, sagte Ernst.“

    Wenn es nicht so traurig wäre, wäre das die Stelle zum Lachen gewesen. Wenn die KM das tatsächlich so sehen würden, dann hätten wir jetzt Luftfilter in jedem Klassenraum, dazu Plexiglaswände, es würde grundsätzlich geteilte Klassen geben und Hilfspersonal wäre angestellt, um die LuL zu entlasten. Dazu hätte man Räume in Restaurant, Hochschulen, usw. angemietet, um den doppelten Raumbedarf zu stillen. All das hätten die KM gemacht, wenn sie sich wirklich als Anwalt für gute Bildung sehen würden und wenn wirklich jede Unterrichtsstunde zählen würde.

    Was sich jetzt wieder abzeichnet, schlägt dem Fass den Boden aus. Wie kann ausgerechnet jemand aus HAMBURG nach den wissenschaftlichen Grundlagen fragen? Oder haben sie ihre eigenen Untersuchungen noch nicht wiedergefunden, die sie unter den Teppich gekehrt haben? Wie kann man sowas bei der aktuellen Lage überhaupt noch fragen? Wollen die es wirklich drauf ankommen lassen, dass die nächste oder übernächste große Mutation viel tödlicher wird oder Kinder schwer schädigt oder so verändert ist, dass die Impfstoffe nicht mehr wirken?

    Eigentlich sollte doch wirklich der allerletzte verstanden haben, dass das eine Pandemie ist und kein Kindergeburtstag mit „Wünsch dir was!“. Jede Infektion ist eine zu viel, denn sie erhöht das Risiko, dass etwas (Mutation) passiert, das ALLES zunichte macht, was bisher erreicht wurde.

    • Viel schlimmer noch, der Mann ist Arzt. Aber die Hamburger hatten ihre Chance, den Typen abzuwälzen. Haben sie nicht getan, da ist sie nun, die Konsequenz.

  11. Was soll denn das wieder mit den Ausnahmen für Abschlussklassen? Konkret heißt das dann für mich, Unterricht wie immer. Ich bin mit meinen Fächern nur in den Abschlussklassen unterwegs (weiterführende Berufsschule). Und wieder 28 Wochenstunden ohne Schutz bei offenem Fenster… ich bin fassungslos, zumal man sonst kaum jemand treffen soll. Unsere Schüler im Alter bis zu 50 Jahren stammen zudem aus Ländern mit hohen Inzidenzraten….

    • Grundsätzlich haben die Kultusminister bezogen auf die zentralen Abschlussprüfungen bzw. das Abitur mehrere Möglichkeiten:
      1. Das Abitur verläuft dezentral. Die Lehrer stellen die Aufgaben und behandeln nur Behandeltes -> Problematik: evtl. Ruf als Notstandsabi
      2. Das Abitur wird nach hinten verschoben, um Stoff aufholen zu können. -> Problematik: Schulausfälle unterschiedlich stark in den versch. Kreisen. / ggf. Verträge für FSJ/Praktikum/Ausbildung…
      3. Das Abitur findet zur normalen Zeit zentral statt. -> Problematik: massive Durchfallquoten in Bundesländern mit traditionell anspruchsvollem Abitur, die ohnehin schon reichlich Durchfaller und „schlechtere“ Ergebnisse als andere BL haben (TH: ca. 1,8 als Durchschnitt, NDS ca. 2,7)
      Es gilt, das geringste Übel auszumachnen….

      • Weitere Problematik bei dezentralem Abi: viele Lehrkräfte haben noch nie (gleich mehrere!) Abi-Vorschläge konzipiert – und dies dann auch noch unter Corona-Bedingungen; zudem sind die Behörden doch gar nicht darauf vorbereitet, diese vorher (!) zu genehmigen – so ist zumindest früher das Procedere gewesen …. Der Vorlauf für eigene Vorschläge wäre auch wohl zeitlich nicht mehr ausreichend …

    • @Thusnelda

      Meine Güte. Da fehlen mir die Worte.

      Ich habe mir überlegt, ob man da nicht Einen KuK um Anzeige bittet. Oder sich selbst anzeigt, weil man massiv gegen die Kontaktbeschränkung zur Eindämmung des Virus verstößt. Die Regel heißt ja, maximal zwei Personen aus zwei Haushalten. Das wird nun mehr als überschritten.

      So ganz ernst meine ich das nicht, aber auf jeden Fall auch nicht unernst. Was würde Frau Ernst zu soviel Verantwortung wohl sagen!?

  12. In Wiesbaden, Mainz und Düsseldorf arbeitet man wohl über Nacht an einem Weg, die Beschlüsse von Bund und den meisten Länder zu negieren. Das macht mich absolut fassungslos! Warum meinen diese Länder, es besser zu wissen?

      • Wenn man Laschet heute gehört hat, ja. Erst: es wurde über die Feiertage weniger getestet, die Leute sind weniger zum Arzt gegangen, die Inkubationszeit ist noch nicht rum. 10 Minuten später: NRW liegt mit seinen Zahlen im guten Mittelfeld, die Zahlen sind gesunken.

  13. Entschuldigen Sie bitte, ich find gerade garnicht mehr durch .
    Nach der heutigen Pressekonferenz nahm ich an, dass die Schulen erst noch geschlossen blieben
    Ist dem nicht so?
    Anhand Ihrer Nachrichten scheint wohl doch noch alles sehr auf wackeligem Grund zu stehen
    Pouf, quel chaos!
    Kein Wunder, dass sowohl Lehrer als auch Eltern empört sind
    Bitte bleiben Sie alle schön stark und gesund
    Und lassen Sie nicht zu, dass dieses Durcheinander etwas von Ihrer Energie und Lebensfreude raubt.
    Aber ich für meinen Teil, ich benutze jetzt einen sehr unhöflichen Ausdruck..Achtung…und Verzeihen Sie bitte…
    Ich hab die Schnauze gestrichen voll von der Politik und deren Arrogance.
    Lassen Sie uns bitte zusammenhalten.
    Wir sind doch keine Kasperlepuppen, die man herumspielen darf, wie es beliebt!
    Lassen Sie uns Lösungen finden, bitte.
    Denn, wir alle fühlen uns hilflos und auch machtlos.
    Aber das sind wir nicht.
    Wir haben dieses wundervolle Portal von News4Teachers.
    Und ich bin ganz sicher, und bete….dass diese Beiträge irgendwo gehört werden, wo ausnahmsweise mal kein Ignorant sitzt in der Regierung.
    Bitte, bitte liebe Redaktion von News4Teachers, unterstützt uns weiter.Danke, für alles, was Ihr schon entlichtet habt!
    Ich bin sicher, mit Eurer Hilfe werden wir diese ganzen Ungerechtigkeiten enthüllen.

  14. Anfang des Jahres 2020 mussten die Eltern noch eine Erklärung ihres Arbeitgebers der Schule vorlegen, ob sie abkömmlich sind oder nicht. Warum passiert das jetzt nicht mehr??? Ich höre oft von Kindern aus der Grundschule, das ihre Eltern oder ein Elternteil nicht arbeitet und zu Hause ist. Da kann man noch so an die Eltern appellieren, sie sollen möglichst ihre Kinder zu Hause lassen. Das interessiert die gar nicht, Hauptsache die Kinder sind beschäftigt!!!

  15. Ergänzung zu BW:
    In seiner Pressekonferenz hat der Ministerpäsident Kretschmann eine Öffnung von Grundschulen/Kindergärten für den 18.1. in AUssicht gestellt, sofern die Zahlen in der kommende Woche „gut aussehen“.

  16. In Bayern wird noch über verlängerte Ferien diskutiert. Eine Freundin meiner Frau, die an einer Berufsschule arbeitet, ist ausgetackert, weil sie in einem Kreis mit Inzidenz über 200 vermutlich Präsenzunterricht mit Abschlussklassen machen soll. Über 100 Schüler pro Tag. Ich kann nur noch den Kopf schütteln. Gibt es keine Pandemie bei Jugendlichen in Abschlussklassen? Werden die Klassen geteilt? Es ist der vorhergesagte Flickenteppich. Die sind lernresistent. Macht alles dicht, ohne Ausnahmen! Wenn die Mutante wie in UK zuschlägt, können wir das Schuljahr ganz abschreiben. Lieber jetzt alles zu!!

  17. Ich könnte einfach nur heulen.
    Mir fehlen wirklich die Worte. Ich möchte endlich, dass meine Kinder und wir geschützt sind. Aussetzen der Präsenzpflicht ist ja schön und gut, aber dann gibt es für die zuhause keinerlei digitalen Unterricht. Heißt das müssen wir Eltern alles wieder alleine stämmen, wäre ganz zu gäbe es digitalen Unterricht.

    Ich finde es ist furchtbar sich da zu entscheiden.

  18. BaWü:
    „Grundschulen und Kitas könnten am 18. Januar öffnen

    Auch die Schulen blieben noch eine Weile geschossen – „auf die eindringliche Empfehlung der Epidemiologen und Virologen hin“, so der Ministerpräsident. Für Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen in Baden-Württemberg werde es bis Ende Januar keinen Präsenzunterricht geben, mit Ausnahme der Abschlussklassen. “

    Quelle SWR Aktuell – kam so auch in der PK von MP Kretschmann

    Wieder das gleiche Spiel – jeder macht was er will…

      • @Mk
        Definition Abschlussklasse wäre für mich so zu sehen:
        – Alle Klassen in denen 2021 Abschlüsse anstehen
        G9 – 13. Jahrgang
        G8 – 12. Jahrgang
        Realschule – 10. Jahrgang
        Hauptschule – 9./10. Jahrgang (je nach Schulpflichtdauer)

        Mit anderen Worten gibt es gerade viele SuS und LuL in Abschlussklassen mit Präsenzpflicht – allerdings OHNE SCHUTZ bei vollem Ansteckungsrisiko -.

        • Diese Frage stelle ich mir auch. Wir werden in Sachsen ab übernächste Woche auch die 11.Klassen (geteilt) unterrichten. Der Inzidenzwert in unserem Landkreis Meißen derzeit : 530.

  19. Krass – Ich hab doch tatsächlich zunächst gedacht, man hätte sich mal wirklich einheitlich auf „Schulen zu“ – sprich alle in Distanzunterricht – für ganz Deutschland geeinigt.

    Hab mich schon wieder aufs Glatteis führen lassen – Natürlich! Es konnte ja gar nicht sein… Unterricht funktioniert ja auch in jedem Bundesland anders. Ich Idiot dachte, es wäre überall etwa 30 Kinder in mehr oder weniger großen „alten“ Räumen…

    Glaubt man nach der x-ten MPK tatsächlich noch daran, dass in der Runde dort irgendjemand wirklich mal versteht, was Phase ist, muss man sich wirklich selber schlagen.

    Da kommt es einem wirklich hoch, wenn man Berlins Müller hört „wie hart doch die Verhandlungen“ waren. Dabei braucht man sich doch nur auf das Naheliegenste zu einigen: Schulen zunächst noch ZU! Aber, dazu braucht man ja „Eier inner Buxe“…

    Wir wissen doch alle: Ja, es ist unpopulär – aber es muss verdammt nochmal sein!

    Wette für NRW morgen: Es wird nach Gebauers „Stufenplan“ (nicht der der KMK)Stufe 2 ab Montag starten, also „Klassen 1-7 in Präsenz, etc…“… Wer hält mit?

    Und trotz dieser „Schul-nicht-Schließung“ bekommen Eltern pauschal insgesamt 20 Kinderkrankentage mehr??? Kommt mir irgendwie komisch vor…

    • @Thomas Schultz

      „Und trotz dieser „Schul-nicht-Schließung“ bekommen Eltern pauschal insgesamt 20 Kinderkrankentage mehr??? Kommt mir irgendwie komisch vor…“

      Nö, ist ganz einfach, obwohl nur 1 Antwort richtig ist …
      Von welcher Sorte gibt es insgesamt mehr?
      a) Lehrer (= wahlberechtigtes Stimmvieh im Wahljahr)
      b) Erziehungsberechtigte (= wahlberechtigtes Stimmvieh im Wahljahr)
      c) Ich will zu meiner Mama!
      d) Weiß nicht, darf ich ein Eis?

    • Hallo, du Lieber….bin bei deiner Wette dabei….aber dat Yvonnchen wird mit ihrem Matthias erst am FreitagNachmittag oder am Samstag mit der NRW-eigenen Variante des „knallharten Lockdowns“ auch in Schulen und Kitas hervorkriechen, damit der Druck auf die Schulen erhalten bleibt. Bin auch fassungslos bei dem Herumgeeier dieser völlig inkompetenten und skrupellosen „Entscheider“

  20. Info zu Hamburg

    Schriftliches wie zum Beispiel Pressemitteilung der Behörde für Schule und Berufsbildung gibt es noch nicht.

    Bezogen auf den Schulkontext konnte ich aus dem Video-Statement von Bürgermeister Tschentscher zu Ergebnissen der Ministerpräsidentenkonferenz
    https://www.hamburg.de/media/14812036/2021-01-05-video-statement/
    Folgendes entnehmen:

    Hier sagt er ab Minute 4:06:
    „Das bedeutet auch, die Regelungen zu Kitas und Schulen, die wir im Dezember getroffen haben, sollen fortgeführt werden. Im einzelnen sind das in Hamburg, DIE PRÄSENZPFLICHT IN SCHULEN BLEIBT AUFGEHOBEN. Es bedeutet, dass so weit wie möglich Distanzunterricht gemacht wird und das Kinder wann immer möglich zu Hause betreut werden sollen.“

    Der NDR schreibt unter
    https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Corona-Lockdown-auch-in-Hamburg-verlaengert-und-verschaerft,lockdown226.html
    Folgendes:

    Es bleibt dabei: Keine Präsenzpflicht in den Schulen
    Auch nach dem Bund-Länder-Treffen zeichnen sich keine generellen Schulöffnungen ab. DIE PRÄSENZPFLICHT AN DEN SCHULEN BLEIBE BIS ENDE JANUAR AUSGESETZT, sagte Tschentscher. „Die Kinder sollen wann immer möglich zu Hause betreut werden.“ Mit dem Distanzunterricht solle das Infektionsgeschehen zurückgedrängt werden, damit „wir im Februar wieder in den unteren Jahrgängen, auch in den Grundschulen, zu Präsenzunterricht zurückkehren können.“
    Die Kultusminister der Bundesländer hatten am Montag einen Stufenplan beschlossen, über den jedes Bundesland selbst entscheiden kann und der in einer ersten Stufe eine Rückkehr der Schülerinnen und Schüler der Klassen eins bis sechs in die Schulen vorsieht. Bund und Länder vereinbarten vor dem Hintergrund der Einschränkungen an Schulen und Kitas außerdem, in diesem Jahr die Zahl der Kinderkrankentage für Eltern zu verdoppeln.

    Details zum Kita-Betrieb wohl am Mittwoch
    DER KITABETRIEB SOLL WIE BISHER UNTER PANDEMIE-BEDINGUNGEN WEITERGEHEN. Details dazu will die Sozialbehörde nach Rücksprache mit den Kita-Beschäftigten wahrscheinlich am Mittwoch bekannt geben.

    Mein Fazit zum jetzigen Zeitpunkt:
    – Um Endgültig etwas sagen zu können, muss man die schriftlichen Details der Behörde für Schule und Berufsbildung sowie der Sozialbehörde abwarten.
    – Um es mit einem Spruch meiner Mutter zu umschreiben – Nachtigall ich hör‘ dir trapsen. Für mich riecht es auch in Hamburg nach Konterkarierung des Lockdowns durch Details.

  21. Zusatz: „Es ist jetzt keine Zeit für Halbherzigkeit“, sagte Müller.“ – Das stimmt. Sagen Sie das mal Laschet und Gebauer.

    Sollte ich mich morgen geirrt haben und die Schulen doch bis Ende Januar wirklich zu bleiben, schicke ich den beiden Blumen. Ohne Quatsch!

        • Das ist eine klasse Idee – Besser noch, wie damals, Luftballon nehmen, Kleister und Zeitungspapier drum und dann irgendwie noch die Nöppelchen dran. Wunderschön 🙂

          Am besten von einer ganzen Klasse machen lassen und mit LKW abliefern, „damit die Viruslast auch groß genug ist“ 😀

          • @Wunder SAM
            @Mary-Ellen
            @Thomas Schultz

            Unterwegs im Sinne der BILDUNGSGERECHTIGKEIT:

            Das ist ein lustiges Brainstorming …

            Vielleicht fühlen sich so viele Ideengeber in ihrer Heterogenität wahrgenommen, „dort abgeholt wo sie stehen“ und gewürdigt?

            Wir nehmen die Grundidee „Selbstgebastelt“, da kommt diesmal unsere 😉 Wertschätzung zum Ausdruck, von
            Mary-Ellen 6. Januar 2021 um 09:38
            &
            die Idee mit dem Luftballon von
            Thomas Schultz 6. Januar 2021 um 12:45
            &
            die Idee mit dem „Bonus-Material“ von
            Wunder SAM 6. Januar 2021 um 08:26.

            Ich hatte da folgendes Bild vor Augen – alle Versionen vereint und leicht gepimpt:
            Morgens halb 10 in Deutschland …
            Der größte verfügbare Heißluftballon im Covid19-Look mit entsprechend großen Noppen schwebt ein über dem Schulminiterium in „Dussel 😉 dorf“.
            Im Korb ist dann das „Wunder SAM“-Bonusmaterial in entsprechender Menge.
            Dann (hier können enttäuschte, aber immer noch unbeirrt-kreative MINT-Lehrer einsteigen) platzt direkt über dem msb-nrw der Heißluftballon und den Rest stellen wir uns mal vor …

            PS.:
            Kreative und fächerübergreifende flankierende Möglichkeiten zur Begleitung dieser Aktion durch die Fächer Musik, Religion/Ethik, undundund in dieser Art:
            https://www.youtube.com/watch?v=IMCeBIDHHhU

            🙂

    • Mensch, Thomas, wer hätte das gedacht? Wir müssen tatsächlich unsere Blumen losschicken . ( habe gerade die PK von Frau G. Gesehen, alle Schulen gehen in den Distanzunterricht).

  22. Dazu passend wieder mal so ein schlauer Text mit Vorschlägen für Infektionsschutzmaßnahmen…

    „Wir können es uns nicht leisten, dass Kinder ein zweites Mal leiden
    Die negativen Folgen von Schulschließungen für Kinder sind belegt. Dennoch macht Deutschland seine Schulen wieder zu. Andere EU-Länder zeigen, wie es besser geht.
    „[…] Selbstverständlich ist es wichtig, den Infektionsschutz in Schulen sicherzustellen. Zusätzliche Maßnahmen sind möglich, um den Sorgen von Lehrkräften und Eltern bei hohen Infektionsraten in der Bevölkerung gerecht zu werden, etwa getestete Studierende, die unterstützen, zusätzliche Schulbusse, entzerrter Unterrichtsbeginn, Unterricht in leer stehenden Hotels oder auch umfassende Schnellteststrategien.“
    https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2021-01/schulen-corona-pandemie-bildungspolitik-familie-gewalt-kinder-infektion

    • „Interessanterweise“ fehlen mal wieder die wirksamsten Maßnahmen: Luftfilter, Plexiglaswände, wirksame Maske für alle, halbierte Klassen und all das UND-verknüpft.

  23. Die Schulen und Kita bleiben bis 31. Januar 2021 geschlossen. Das sagte die Kanzlerin im einvernehmen mit allen Ministerpräsidenten. Was man in den Kultus,- und Bildungsministerien will oder möchte, in Sachen Schule und Kita, spielt keine Rolle. Das die Lage sehr ernst ist, haben wohl (fast) alle begriffen. Das mutierte Virus hat wohl, und auch Boris Johnson (GB) rede einschließlich der Ankündigung für einen Lockdown bis in den Februar hinein, unsere Politiker leicht in Panik versetzt. Gestern (Montag) gab es eine wissenschaftliche Anhörung von Wissenschaftler in Sachen Corona, was sicherlich ein übriges tat. Verlässliche Zahlen bekommt man erst ab dem 17. Januar, eine Woche später werden, so ist es geplant, ein erneutes Treffen anberaumt um das weitere vorgehen abzustimmen.

    Das Minister gerne mal den Mund voll nehmen, zu voll, liegt sicherlich daran das diese eine gewisse Immunität besitzen. Hubig, Gabauer und Konsorten wird man hoffentlich politische kreuzigen, sollen diese quer schießen. Bei den nächsten Wahlen rächten sich Lern resistentes und ignorantes Verhalten. Auch bei Ministern mit kurzer politischer Halbwertzeit.

  24. Für mich ist das nur ein Abschieden auf die Eltern ,weil Herr Bouffier und Herr Lorz nicht den Arsch in der Hose haben eine Entscheidung zu treffen.
    Wir hatten unsere Kinder schon seit Anfang November vom Unterricht befreit.
    Wir erklären unseren Kindern das die AHA L Regeln wichtig sind aber in der Schule fällt dies weg.Selbst Unsere Kinder finden das lächerlich. Zumal wir schon mehrere Fälle von CoVid19 in den Klassen hatten.

  25. Entweder erledigt sich das von selbst- mit Blick auf das Infektionsgeschehen- oder wir machen dann eben wieder Präsenz ab dem 18. in Rlp.
    Aber bis dahin mache ich’s mir jetzt chilig. Wozu Mühe geben mit innovativen Methoden und digitalen Formaten? Sind vielleicht meine letzten gesunden Tage.
    Btw- Präsenz macht 1/3 weniger Arbeit.

  26. Heute nacht um 1.25 Uhr hatte ich schon meinem Unmut kund getan.
    Jetzt sitze ich wieder am Schreibtisch und bin wieder einmal in der Realität angekommen.

    Irgendwie mag man es nicht mehr verstehen? Man setzt sich hin, schaut sich eine Pressekonferenz der Bundesregierung an und nimmt folgende Aussagen war.

    Die Situation ist ernst. Wir haben keine Daten die wir aktuell bewerten können. Wir sind noch nicht da wo wir sein wollen, wo wir sein müssen um wieder sicherer agieren zu können. Wir haben Angst vor einer unbekannten Gefahr durch die Mutation des Virus. Wir behalten alle Maßnahmen bei und verschärfen teilweise noch einige Bereiche. Auch die Kitas und Schulen bleiben bis zum 31.1 geschlossen – hier besteht EINIGKEIT.

    Kurz darauf wache ich in der Realität auf. Immer mehr Pressekonferenzen der Landesfürsten zeigen ein anderes Bild. NRW beschließt morgen wie es weitergeht, RP sieht den 18.1 als Möglichkeit zu öffnen und mein MP Kretschmann spricht auch vom 18.1. „nach Überprüfung“.

    Jetzt sitze ich hier und überlege mir, wie bewerten, wie wollen die das einschätzen?
    Kretschmann sagt ganz klar: Wir müssen Familie und Beruf vereinbaren – sprich Schulen werden primär zum Erhalt des Wirtschaftsstandorts geöffnet. Das ist im Kern für mich i.O. da hier auch mein Wohlstand, meine soziale Sicherheit in gewisser Form abhängt.
    Ich frage mich aber, welche Maßstäben werden an diese Wiederöffnung angelegt?
    Welcher Erkenntnisgewinn im Bereich Infektionsschutz, im Bereich Organisation oder welches Umdenken ist denn dazu gekommen?

    Eigentlich hört es sich doch nach – zurück zum Alltag an. Erste Gespräche mit Studienkollegen die mittlerweile im KuMi sitzen, bestätigen mir das. Tief in mir weiß, dass ich gemeinsam mit meinem Chef und einigen Kollegen in wenigen Tagen wieder neue Pläne erstellen und umsetzen muss. Eigentlich kein Problem, aber blöd morgen ist Feiertag. Erste Infos kommen dann am Donnerstag (vielleicht?!) und dann geht es los.

    Die größte Frechheit ist, dass in einem Artikel die Kritik an der fehlenden Planung in BaWü abgetan wird, dass man die Schulen am 21.12 über den Weg nach dem 11.1 informiert hat.
    Äääääh – moment, gut dass das Schreiben auf der KuMi Seite ist. Da steht was von geändertem Zeugnisdatum, Versetzungsentscheidungen, Anzahl schriftlicher Leistungsfeststellung, Aufnahmeverfahren GS, Außerunterrichtlicher Veranstaltungen, Tage der offenen Tür (waren übrigens vorher schon untersagt), und dann kommt endlich die weitere Perspektive und die spricht für sich:

    Zitat:“Wir wollen wieder zu einem Unterricht in der Präsenz zurückzukehren, sobald dies verantwortbar ist. Leider kann ich lhnen aber heute noch keine konkreteren lnformationen
    geben. Wir müssen die weitere Entwicklung des Pandemiegeschehens in den Weihnachtsferien
    abwarten. Grundlage werden dann die Entscheidungen beim nächsten Treffen der Bundeskanzlerin mít den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder am 5. Januar sein.Vor diesem Hintergrund müssen wir wieder innerhalb eines sehr kleinen Zeitfensters den Schulbetrieb nach den Weihnachtsferien regeln und auf dieser Grundlage organisieren.“
    => Hä? Das KuMi sagte doch, die Schulen wären am 21.12 über die verschiedenen Möglichkeiten und Schritte informiert worden.

    Also entweder erhalten wir nicht alle Emails?! Oder ich stehe auf der Leitung.
    Oder es ist so wie immer, intern wird was anderes kommuniziert als nach Außen.
    Das ist wie der Kapität der sagt die Lage ist im Griff und gleichzeitig dem 1ten Offizier sagt, machen sie die Rettungsboote bereit. Es soll Ruhe ausstrahlen, bewirkt aber genau das Gegenteil.

    Jetzt sitzt man wieder da – ratlos, verwirrt, vielleicht verärgert.
    Man fragt sich, was sind solch harte Aussagen wert, wenn sie nicht mal mehr 2h halten?
    Wenn sie trotz Einigkeit kassiert werden?

    Ich unterrichte auch Gemeinschaftskunde. Meine 7er haben mich da mittlerweile schon desöfteren in die Enge getrieben wenn es genau darum ging. Warum sagen erst das EINE und machen dann das ANDERE? Was sagt man da als GK Lehrer? Wie erklärt man das?
    Mein Lieblingssatz von meinem Politik-Prof an der PH:“ Das ist Politik – das verstehen wir nicht….“

    Nein ich verstehe es nicht. Ich verstehe nicht warum man nicht in Ruhe und Geduld agiert.

    Ich verstehe, dass es einen Druck gibt. Von Seiten der Wirtschaft, der Eltern, der Schulen, der Politik.

    Ich bin für Präsenzunterricht – aber nicht ohne Plan. Nicht nach dem Motto, alles wie gehabt.

    Ich hab es schonmal geschrieben: Ich bin für Mut, endlich mal die Wahrheit auszusprechen, dass es kein normales Schuljahr ist. Dass Prüfungsvorbereitungen nicht optimal gelaufen sind, dass man mit dem Stoff vom letzten Jahr noch hinterher hängt. Dass man mit viel individueller Förderung aktuell Lücken aufholt, dass man sich von Problem zu Problem hangelt.

    Ich bewundere mich und alle meinen Kollegen die ich täglich treffe, dafür wie wir das meistern. Wie wir mit Galgenhumor das durchstehen. Wie wir den Kids jeden Tag versuchen unser Bestes zu geben. Wie man eigenes Geld in die Hand nimmt, weil der Staat nicht hinterherkommt. Wie man Material persönlich durch die Gegend fährt, weil ein Teil der Klasse zu Hause sitzt. Wie man sich täglich motivieren kann….

    Dann treffe ich Menschen die in der Pflege, im Krankenhaus, auf Intensiv arbeiten oder die mit mir im DRK sind. Die noch vielmehr auf dem Zahnfleisch gehen, die täglich die traurige stille Seite von Covid mitbekommen. Die wirklich wissen was die Krankheit bedeutet.
    Und dann frage ich mich oft, jammere ich jetzt zu viel?
    Vielleicht ein bißchen – anderseits frage ich mich dann manchmal, führt dieses Chaos in den Schulen nicht dazu, dass diese Menschen noch mehr Arbeit haben? Das die noch mehr ans Limit geführt werden? Das ganze Land haben wir ausgebremst, damit genau das nicht passiert. Damit unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht, damit wir nicht unglaubliche Zahlen wie im Ausland bekommen. Und jetzt eiern wir wieder rum. Selbst wenn die Zahlen nicht stimmen, wir sind noch mind. bei 10 000 Neuinfektionen am Tag. Wir haben eine neue Mutation die noch keiner abschätzen kann und wir überlegen weiterhin von Woche zu Woche.
    Oder im 4 Wochen Zyklus – weil das sonst nicht GG konform ist. (Den Artikel im GG habe ich übrigens noch nicht gefunden….).

    Fazit von heute:

    Ich hab gerade in den Spiegel geschaut und mit der Schulter gezuckt und mir gesagt, war ja klar. Was hast du denn gedacht was passiert?

    Und dann hab ich mir selber geantwortet, ich hatte Hoffnung….

    Ich bin für Schule. Ich hab Schüler bei denen weiß ich das es zu Hause schlimm ist. Die mich die letzten Tage bereits angerufen haben und gefragt haben wie es weitergeht. Die mir schon vor den Ferien gesagt haben, sie gehen lieber in die Schule – auch wenn man da Mathe lernen muss. Ich mag meine Kids, ich bin gerne mit ihnen im Klassenzimmer, lache mit ihnen, kämpfe mit ihnen mit Brüchen und Zahlen, Adjektiven und Pronomen und bin oft genauso chaotisch wie sie. Aber genau darum, weil ich sie mag – will ich auch dass sie sicher sind – dass wir als Schule sicher sind.

    Gemeinsam gesund bleiben, ist unser Motto seit 10 Monaten. Seit 10 Monaten ist es eine Berg und Talfahrt. Wir haben aber vor etwas weniger als 10 Monaten etwas mehr Mut gehabt und radikal alles dichtgehalten bei niedrigen Zahlen und mit großem Erfolg, weil wir danach sicherer langsam aufmachen konnten.

    Jetzt haben wir Zahlen von denen wir im Frühjahr 2020 gewarnt haben und schaffen es nicht mehr Sicherheit den Vorrang zu geben.

    Sicherheit ist nicht nur eine Organisationsform, nicht nur ein Konzept, nicht nur Hygieneanweisungen.

    Sicherheit ist auch ein Gefühl. Ein Gefühl von Vertrauen, von Gelassenheit, von Ruhe.

    Als ausgebildeter Erlebnispädagoge habe ich immer so gearbeitet, dass ich nur ein Risiko eingegangen bin dass ich auch beherrschen konnte und dann habe ich noch 200% Puffer oben drauf gesetzt, damit definitiv nichts passiert.

    So ein bisserl wünsche ich mir diese Philosphie zurück….

    Bleibt gesund und passt auf euch auf….

    • Lieber SB, bereits dein 2ter Post, der mich inhaltlich und emotional ganz präzise abholt. Mir geht es mittlerweile auch nur noch auf die Nerven – im wahrsten Sinne des Wortes – wie (sich) hier verfahren wird. Bei diesem Umgang mit „gemeinsamen Beschlüssen“ brauchen wir uns keine Gedanken mehr um die planungsvolle Gestaltung von Leben machen…denn …..für uns ist und bleibt nichts planbar. Ich schaue in mein Mailfach, warte darauf, dass meine SL mir sagt, was ich am nächsten Tag machen soll und tue das einfach ohne nachzudenken…so hat sich das die Kultusbürokratie immer schon gewünscht und so kriegt sie das jetzt auch….aber kreativ, zukunftsgerichtet, am System interessiert, verbeesserungsorientiert??? Sorry…für so was hab ich einfach keine Kraft mehr….

    • … Ja, so sieht es aus.

      „Selbst wenn die Zahlen nicht stimmen, wir sind noch mind. bei 10 000 Neuinfektionen am Tag.“

      … wenn es denn wünschenswerter Weise nur 10.000 Neuinfektionen/24h wären, denn die Positivrate der Coronatest steigt von Woche zu Woche – Positivrate aktuell bei 13% -.
      Ergo steigt die Dunkelziffer der nicht erkannten Positivfällen leider auch stetig!
      http://www.deutschlandfunk.de/covid-19-aktuelle-zahlen-zum-coronavirus-in-deutschland.1939.de.html?drn:news_id=1212260

  27. Damit verstößt dieses Wischi-Waschi nicht nur gegen den Willen der Bundespolitiker, sondern auch gegen den Stufenplan der Kultusminister*innen vom 4. Januar.

    Ganz große Klasse. (no pun intended)
    Für Fassungslosigkeit bin ich mittlerweile zu erschöpft.

    Das Einzige, worauf wir jetzt noch hoffen können, ist, dass genug Wähler*innen bei der jeweils nächsten Gelegenheit daraus Konsequenzen ziehen.

    • Leider nicht, Stufe 1 war da auch schon „Präsenz für Klasse 1 bis 6“. Eine Stufe Null (alle Schulen zu und Distanzunterricht) war da nie vorgesehen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

  28. Werte Kollegen aller (!) Schularten! Wir werden alle von unseren Dienstherrn ver… heizt. Worte sind genug gewechselt! Taten müssen folgen : Weigerung zu unterrichten ohne ausreichend Schutz und v. A. Dingen Impfangebot an Lehrer BEVOR es zurück in Präsenz geht. Bin gerade mit PhV am Klären was dienstrechtlich auf uns zu kommt und bereit für eine Klage! Wenn viele von uns sich auf diesen Standpunkt stellen hätten wir enorm viel Macht!

    • Lehrer sollen in NRW in Distanzunterricht gehen. An wem bleibt dann die Notbetreuung und sonderpäd. Betreuung vor Ort hängen? Am „sonstigen Personal“ an Schulen. D.h. u.a. an uns Schulbegleitern?
      …Von uns war m.E. bis jetzt noch gar nicht die Rede?! Wir sind tlw. noch näher an den Kindern dran als Lehrer, sitzen mit in den Sitzreihen. Und unser Klientel kann oder will zum Großteil keinen Abstand oder das Minimum an Hygienemaßnahmen einhalten (Zustände ähnlich wie bei den Erziehern und Förderschullehrern).
      Ich habe schon rechtzeitig gekündigt (bin auch Risikogruppe und sehe es auch ohne das schon lange nicht mehr ein), muss nun noch wenige Wochen rumkriegen und hoffe, dass der Kelch irgendwie an mir vorübergeht, was die Organisation und Einteilung angeht.

    • Für Hessen:
      Ab nächster Woche Präsenzunterricht für Abschlussjahrgänge in voller Klassenstärke und wie gehabt.
      Das ist alles so absurd, da bleibt einem die Luft weg.

  29. @Pit 6.Jan. 15:43 Uhr:
    Allein mein Kopfkino zu der Heißluftballon-Aktion rettet mir den Abend! 🙂
    „Danke…..dass ich meine Sorgen auf dich werfen mag….“ 🙂 🙂 🙂

  30. Überschrift: Merkel setzt sich erst mal durch: Schulen und Kitas sollen bis 31. Januar weitgehend zu bleiben – Ausnahmen für Abschlussklassen

    Das war wohl etwas voreilig?!?

  31. Liebe Kollegen,
    einerseits könnte ich jetzt erleichtert aufatmen, dass es Ihnen in den anderen Bundesländern genauso geht, aber ich bin nur noch traurig, enttäuscht und mittlerweile wütend.
    Ich habe den Glauben an die Politik vollends verloren.
    Mein Bundesland, Sachsen, setzt dem noch eins drauf. Höchster Inzidenzwert deutschlandweit, niedrigste Impfquote deutschlandweit bisher, aber wir öffnen ab 18.01. die Schulen für die Abschluss- und Vorabschlussklassen.
    Wie verantwortungslos kann man sein?

    Ich weiß auch überhaupt nicht mehr, was man damit erreichen will. Privat darf ich nur eine weitere Person aus einem weiteren Haushalt treffen, beruflich dann in den geteilten Klassen wieder 15. Herzlichen Dank.

    Die Einzige, die wirklich den Ernst der Lage erkannt hat, ist Frau Angela Merkel. Aber leider kommt sie gegen den Egozentrismus der Herren und Damen Ministerpräsidenten und KM nicht an. Es ist beschämend.

    Aber hej, wir haben großzügigerweise funktionslose KN95-Masken erhalten. Wahrscheinlich in dem Glauben, uns damit erstmal zu ruhig zu stellen. Getreu dem Motto, dass wir das wohl nicht merken.
    Jeder Rentner hat bessere Masken erhalten.
    Bei aller Berufsethik, die ich habe, irgendwann reicht es. Ehe vor Weihnachten die Reißleine gezogen wurde, wurden bei uns immer mehr Klassen und Lehrer in Quarantäne geschickt. Etliche Kollegen sind bzw. waren mittlerweile infiziert.
    Aber vielleicht ist das auch alles Kalkül, um Herdebimmunität zu erreichen. Impfstoff gibt es für unsere Gruppe ohnehin erst frühestens im Sommer.
    Und entsprechendem Darwinschem Gesetz der natürlichen Auslese müssen wir da durch. Warum machen das andere Staaten besser als wir hier in Deutschland?
    Dieser Länderförderalismus kotzt mich… sorry… nur noch an.
    Kann nicht mal jemand diesem Irrsinn ein Ende setzen?

  32. In Hessen dürfen ja die Eltern bestimmen ob die Kids in die Schule(1.-4.Klasse).
    Ich habe jetzt die Rückmeldung,das 3/4meiner Schüler der Klasse kommen. Alle Kolleg/-innen werden am Montag anwesend sein, um die Kids zu beschulen.
    Habe ich irgendetwas falsch verstanden,habe ich eine falsche Wahrnehmung? Bitte helft mir!

    • @H.

      Die gute Nachricht zuerst:
      Nein, SIE haben KEINE falsche Wahrnehmung, Sie haben die Pandemie-Situation begriffen.

      Jetzt die schlechte Nachricht:
      Ihre Dienstherrschaft Lorz hat es nicht verstanden/will es nicht verstehen.

      Ebenso wie mit Lorz verhält es sich mit 3/4 der Eltern ihrer Schüler …

      Es tut mir so wahnsinnig leid für Sie und für alle anderen KuK, die jetzt genauso oder – je nach Bundesland – noch bescheidener dastehen als vor den Weihnachtsferien!
      🙁
      Ich drücke allen KuK die Daumen, um wenigstens physisch unbeschadet über die Runden zu kommen.
      Dasselbe gilt natürlich auch für alle Kita-Erzieher und sonstiges pädagogisches Personal, Eltern sowie SuS.

  33. Es sollte mich nicht wundern, wenn die KuMi doch noch tief in die Tasche greifen und den LuL und Erziehern „Sorgenfresser“ (die niedlichen kleinen Tierchen mit Reißverschluss) spendieren, aus Sorge um die psychische Stabilität o.g. Berufsgruppen…

  34. Fassen wir es kurz…Frau Merkel kann erzählen,was sie will…. das RKI kann erzählen ,was es will…die GEW kann den Finger heben,sooft sie will…wir können uns hier ausko…. ändern tut sich absolut nichts. Ausgangssperre ab 22 Uhr (in BB),Orte der geringsten Ansteckung geschlossen, Kontakte quasi verboten…Ich glaube,das Virus lacht sich ins Fäustchen…tot leider nicht…und es wird dadurch auch nicht verjagt,dafür ist es viel zu lustig und nährend bei uns…. *Ironie off*

  35. Ich bin entsetzt über so viel Dummheit, Egoismus und Kurzdenken in der Lehrerschaft in Deutschland! @Schneeflocke: Herzlichen Dank für die glorreiche Ausnahme!

    Sie haben alle vergessen, weshalb Sie diesen Beruf haben und welche Verantwortung Sie tragen. Sie haben auch vergessen, dass besonders Kinder soziale Kontakte benötigen und dass viele Kinder leider auch durch Familienmitglieder nicht immer genug Zuwendung erfahren, vielleicht sogar Gewalt erleben – Letzteres war aus dem ersten Lockdown eine Erfahrung, die nun WIEDER völlig vergessen wird! Vielleicht ist derartiges Kommentieren auch Taktik zugunsten eines desaströsen homeschooling-Managements mit Überlastung der Eltern und Kinder?
    Sie beschweren sich, dass Sie als frühnachmittags-feierabend-verwöhnte Beamte bis abends arbeiten müssen und fragen sich, ob Sie als privat krankenversicherte Personen tatsächlich auch von den Ihnen sonst so erbärmlich erscheinenden Regelungen der gesetzlichen Krankenversicherung profitieren können (Kinderkrankenpflegetage). Ernsthaft?! Haben Sie sonst keinen Ehrgeiz? Sie haben Zeit genug, hier derartig sinnlose Diskussionen zu führen – setzen Sie diese Zeit und Energie doch ein, um für gesundheitlich unbedenklichen Präsenzunterricht zu sorgen und damit zugleich ein paar weitere negative Folgen unzureichenden Unterrichts im Keim zu ersticken! Da dürfen Lehrer*innen gern Vorschläge und Unterstützung der Eltern annehmen oder – so wäre es theoretisch von Lehrer*innen zu erwarten – eigene Ideen einbringen, auch wenn das den RAHMENplan der Politik ausfüllen, sprich konkretisieren würde. By the way: Rahmenpläne sind genau dazu da, konkret durch die jeweilige Schule ausgefüllt und verfeinert zu werden – gerade dann, wenn das Ministerium mal wieder nicht so schlau/nicht realistisch/nicht konsequent war, beweisen Sie doch, dass Lehrer*innen schlauer sind! Dieses Engagement vermisse ich unter anderem an der Schule meiner Kinder sehr (Bsp: „Der Rahmen sieht Sportunterricht -im Sommer- im Freien nicht vor, er muss entfallen. Aber im Winter kommt die Schule drauf…, trotz unveränderten Rahmenplans; Singen im Freien mit doppeltem Abstand nö wieso, sagt der Rahmenplan ja nicht, muss entfallen;…) Eltern haben ihren Einfallsreichtum, ihre Flexibilität, ihre Multitaskingfähigkeit, ihre Arbeitsfähigkeit von 19 Stunden täglich und Aufopferung bereits ein knappes Jahr bestens bewiesen. Deren Arbeitgeber teilweise eine Engelsgeduld, erstaunlicherweise und dankenswerterweise. Vergessen Sie nicht, dass Lehrerschaft und Elternschaft ZUSAMMENARBEITEN sollen und Sie als Lehrerschaft eben auch Ihren Teil beitragen müssen.
    Achja, @EineMutter: Schön, dass Sie Ihren Wohlstand und gar Ihren Job für die Kinderbetreuung hergeben würden (fühlen Sie sich nicht gehindert), bedenken Sie aber bitte, dass a) Eltern gewiss nicht ohne (berufliche/finanzielle/aufenthaltsrechtliche…) Zwangssituation die Kinder leichtfertig in jedwede Infektionsverdachtssituation wie Präsenzunterricht in übervollen Klassen bringen würden und b) dass jede Person, die Ihrer Anmerkung folgt und dadurch Sozialleistungen beziehen muss, wiederum die Angestellten in eben jenem Sozialleistungsbereich dazu zwingt, ihre Kinder in den Präsenzunterricht zu schicken… (kein homeoffice im öffentlichen Dienst mit vielen Eltern als Angestellte(!, nicht Beamte) dafür noch mehr Anträge auf Sozialleistungen) Da haben Sie nicht weit genug gedacht. Als Lehrerin? Oje…
    Ach und noch etwas: Private Kontakte einschränken vs. Berufsschulklassen unterrichten: Arbeiten ist weiterhin erlaubt! Fragen Sie mal die Kassierer*innen im nicht geschlossenen Supermarkt! Lernen Sie als Lehrerschaft zu unterscheiden zwischen „notwendig“ und „nicht notwendig“. Das wäre für das Bildungssystem in Deutschland ganz unabhängig von corona empfehlenswert.

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