BLLV schreibt Brandbrief an Söder: Ohne Impfung ist Präsenzunterricht nicht möglich

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MÜNCHEN. Der Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) erklärt die Anweisung für Corona-Selbsttest in den Schulen für rechtswidrig und droht Ministerpräsident Söder: Lehrer ohne Impfangebot könnten nach den Osterferien zu Hause bleiben. Die Staatsregierung verweist auf ebenfalls nicht geimpfte Polizeibeamte.

Gerät unter Druck: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Foto: Shutterstock

Der BLLV geht auf die Barrikaden. In einem Brandbrief an Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forderte der Verband am Montag ultimativ ein Impfangebot für alle Lehrer und warf dem Kultusministerium rechtswidrige Weisungen vor.

Das Ministerium wolle freiwillige Corona-Selbsttests von Schülerinnen und Schülern unter Aufsicht von Lehrerinnen und Lehrern durchführen lassen. Dabei könnten sich Lehrerinnen und Lehrer aber mit dem Virus infizieren, weil sie keine Schutzanzüge und Schildmasken wie das Testpersonal in der Medizin erhielten, beklagte der BLLV. Junge Schüler könnten sich bei dem Selbsttest mit einem Wattestäbchen in der Nase verletzen – die Lehrer seien notfallmedizinisch nicht ausgebildet. Außerdem sei der Datenschutz nicht gewährleistet, und zudem falle auch noch Unterrichtszeit aus. Aus diesen Gründen seien die Anweisungen des Kultusministers rechtswidrig und müsse umgehend zurückgenommen werden.

BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann sagte, ein Musterbrief mit dieser Forderung sei am Montag an alle 66.000 Mitglieder des Verbandes verschickt worden. Die Mitglieder könnten ihn jetzt an ihre jeweilige Schulbehörde verschicken und damit, wie im Beamtenrecht vorgesehen, ihren jeweiligen Dienstherrn zur Korrektur der rechtswidrigen Maßnahme auffordern.

«Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten»

Und «wenn die Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Schule Beschäftigten am 1. Schultag nach den Osterferien wieder einen Fuß in die Schule setzen sollen, müssen im Vorfeld alle ein Impfangebot erhalten haben», schrieb der BLLV an Söder. «Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten.» Zudem hätten viele Lehrer bereits eine Überlastungsanzeige gestellt, weil sie die Vielfalt der Aufgaben nicht mehr bewältigen könnten. «Irgendwann muss man sagen, es reicht!», sagte Fleischmann.

Das Kultusministerium reagierte empört: «Dass die Präsidentin des BLLV den Dienst in der Schule an ein Impfangebot knüpft, geht natürlich gar nicht». Es stelle sich auch die Frage, ob sie eine Impfpflicht für Lehrkräfte anstrebe. Staatskanzlei-Chef Florian Herrmann (CSU) erklärte, nicht jeder könne seine Arbeit einstellen, weil er noch nicht geimpft sei. Im Gegensatz zu Lehrern hätten Polizisten bei ihren Einsätzen oft Körperkontakt mit fremden Menschen und arbeiteten dennoch auch ohne Impfung weiter. Es gebe umfangreiche Hygienekonzepte an den Schulen. Lehrkräfte an Grund – und Förderschulen seien bei der Impf-Priorisierung in Gruppe zwei eingestuft, viele bereits geimpft.

Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände – ein Zusammenschluss aus Philologenverband, Realschullehrerverband, der Katholischen Erziehergemeinschaft und dem Verband der Lehrer an beruflichen Schulen – verlangte eine kontrollierbare Teststrategie. «Dazu gehört es nicht, die Schüler in vollen Bussen bis zum Klassenzimmer zu karren, um sie dort unter fragwürdigen Bedingungen zu testen und dann mit einem positiven Testergebnis wieder nach Hause zu schicken.»

Piazolo: Wir haben einen Mix von Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht – und das wird so bleiben

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) rechnet nicht mit einer baldigen Rückkehr zur Normalität an den Schulen. «Wie im Grunde seit einem Jahr haben wir einen Mix von Präsenz-, Wechsel- und Distanzunterricht», sagte er der «Augsburger Allgemeinen». «Ich gehe davon aus, dass in der aktuellen Situation sich dieser Trend fortsetzen wird.»

Aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen im Freistaat war für mehr als 30 Landkreise und kreisfreie Städte von dieser Woche an Distanzunterricht angeordnet worden. Das betrifft rund 2250 Schulen mit mehr als einer halben Million Schülern. In zahlreichen anderen Landkreisen und kreisfreien Städten gibt es hingegen Präsenz- und Wechselunterricht. dpa

Im Wortlaut

Wir dokumentieren den Brandbrief des BLLV an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder:

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,

die Situation an den bayerischen Schulen ist durch die Pandemie in vielerlei Hinsicht nicht mehr tragbar. Wir haben eine massive Überbelastung der Kolleginnen und Kollegen, die alles tun, um für die Kinder und Jugendlichen bestmögliche Bildungsangebote in diesen schwierigen Zeiten zu ermöglichen.Hierbei muss zumindest der Gesundheitsschutz seitens des Dienstherrn oberste Priorität haben. Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein! Dem BLLV und seinen über 66.000 Mitgliedern reicht’s!

„Belastungsgrenze überschritten“: Simone Fleischmann, Präsidentin des BLLV. Foto: BLLV

Die Belastungsgrenzen sind weit überschritten und unser Verständnis für den Umgang der Politik mit dieser dramatischen Situation hat jetzt allmählich ein Ende erreicht. Wir können nur so viel geben, wie wir sind! Und wir lassen uns durch bloße Ankündigungen nicht mehr ruhig stellen! Vor diesem Hintergrund hat der Landesausschuss des Bayerischen Lehrer-und Lehrerinnenverbands in seiner Sitzung am 19. März 2021 einstimmig folgenden Dringlichkeitsbeschluss gefasst:

1.Impfungen für Lehrkräfte aller Schularten: Wenn die Lehrerinnen und Lehrer und alle an der Schule Beschäftigten am 1. Schultag nach den Osterferien wieder einen Fuß in die Schule setzen sollen, müssen im Vorfeld alle ein Impfangebot erhalten haben! Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten. Ein Weiter so mit Ihrer Erläuterung in der Pressekonferenz nach der Kabinettssitzung am 16. März 2021, es sei ja im Pandemie-Jahr auch zuvor ein Unterricht ohne Impfung möglich gewesen, lässt uns offen gesagt fassungslos zurück! Wenn Sie Ihr Mantra der „Umsicht und Vorsicht“ in Bayern wirklich ernst nehmen, muss Impfung vor Öffnung kommen!

2.Tests: Selbstverständlich begrüßt der BLLV regelmäßige Tests für alle, um die Sicherheit für diegesamte Schulfamilie gewährleisten zu können. Wir Lehrerinnen und Lehrer stellen uns der Sicherheit aller und führen freiwillig regelmäßige Tests bei uns selbst durch. Diese Selbsttests der Schülerinnen und Schüler müssen aber zwingend durch Fachpersonal oder durch die Eltern (am besten zu Hause) ausgeführt werden! Es kann ja wohl nicht sein, dass wir nun auch noch dafür herhalten müssen! Weder ist der Gesundheitsschutz der Lehrkräfte noch der Schülerinnen und Schüler gewahrt, noch die Persönlichkeitsrechte der Kinder und Jugendlichen im Falle eines positiven Tests im Klassenzimmer. Diese Verantwortung können wir nicht tragen! Wir brauchen nicht ein Mehr an Belastung, sondern endlich Entlastung!

3.Bildungsgerechtigkeit: Uns ist bewusst, dass Gesundheitsschutz und Bildungsgerechtigkeit in der jetzigen Situation nur schwer miteinander vereinbar sind. Wir wollen aber, dass dieser Seiltanz gelingt! Die letzte Woche von Ihnen verkündete Entscheidung, die vierten Klassen als Abschlussklassen zu deklarieren, ist eine pädagogische Bankrotterklärung! Ihre wiederholten Aussagen, in denen Sie gerade vor zu viel Stress und Notendruck für die Kinder und Jugendlichen warnten, sind mit dieser Entscheidung komplett ad absurdum geführt! Schon in Nicht-Pandemie-Zeiten war der Druck auf die Viertklässler,deren Eltern und Lehrkräfte kaum mehr erträglich. Unsere Empfehlung, in dieser Ausnahmesituation den Elternwillen freizugeben und in diesem Jahr Beratungsgespräche anzubieten anstatt Übertrittszeugnisse auszustellen, ist offensichtlich zu sehr vom Kind aus gedacht! Wir fordern zusätzlich für Schülerinnen und Schüler, die es benötigen und wünschen, das Angebot eines freiwilligen und individuellen Förderjahres! In Zeiten von Lehrermangel an Grund-, Mittel-und Förderschulen kann es uns Lehrerinnen und Lehrern nicht gelingen, die Schwächen von Schülerinnen und Schülern auszugleichen.

Der BLLV hält fest: Impfangebote und Tests vor Schulöffnungen! Bildungsungerechtigkeit durch unpädagogische Entscheidungen nicht noch weiter vergrößern! Ich bitte Sie inständig, Herr Ministerpräsident, auf diesen Brandbrief ehrlich zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen
Simone Fleischmann

„Nicht geimpft, keine Schutzkleidung und soll 25 Kinder beim Test beaufsichtigen!?“

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30 KOMMENTARE

  1. Wir legen ja nicht die Arbeit nieder. Wir gehen nur in den Distanzunterricht.

    Die GEW kann sich mal ne gehörige Portion abschneiden!

  2. „Umfangreiche Hygienekonzepte an den Schulen“ – der Brüller!
    Die hessischen Hygienekonzepte sind „Fenster auf – Fenster zu“. Wer eine gescheite Maske, die weder stinkt noch drückt (medizinische Masken sind für LuL Pflicht) oder Desinfektionsmittel möchte, kann dafür selber aufkommen. Wird in Bayern wohl auch nicht anders sein?!
    Ist schwer, da noch ruhig zu bleiben.

  3. Allerdings . Die GEW ist ein extrem zahnloser Tiger . Halbherzige Pflichtproteste . Und das war es . Richtig so , BLLV .

  4. Man kann nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Polizisten die Gesetzesbrecher stellen müssen, können den Kontakt nicht immer vermeiden.
    Ebenso geht es Ärzten und Pflegepersonal.
    Das ist schlimm genug.
    LehrerInnen könnten aber den Kontakt ungeschützt vermeiden. Ist aber politisch gewollt und dann muss der Dienstherr für Sicherheit sorgen.
    1. Impfen
    2. Fachpersonal beim Schüler testen
    3. Schutzkleidung

    Ich kann nur empfehlen, die eigene Gesundheit über die der Anweisungen vom km zu stellen.
    Wir sind doch keine Soldaten, die im Einsatz mit ihrem Leben bezahlen müssen.
    Ich weiß wovon ich rede. 12 Jahre habe ich Deutschland als Soldat verteidigt.

  5. Corona-Selbsttest in den Schulen für rechtswidrig und droht Ministerpräsident Söder: Lehrer ohne Impfangebot könnten nach den Osterferien zu Hause bleiben.

    Genau.

    Kinder und Eltern ebenso. Ohne Impfung kommt es nicht in Frage weiter zu machen.

  6. Defence 22. März 2021 um 20:11

    Wir legen ja nicht die Arbeit nieder. Wir gehen nur in den Distanzunterricht.

    Richtig. Und es funktioniert für alle bei denen es funktioniert sowiso.

  7. Söder scheint Piazolo schon zum Abschuss freigegeben zu haben. Die Pressekonferenz ca. ab Minute 38 ist sehenswert. Piazolo steht unter Druck und es gab kaum einen Kultusminister, der mehr Widerspruch in der Bevölkerung hervorrief.

    https://youtu.be/KT4HSH1zvPg

    Die Lehrerverbände zeigen endlich Zähne. Bravo!
    Die Verbände werden vermutlich nicht gehört werden, aber es ist gut, dass sich die Verbände so klar geäußert haben.
    Es gibt in Bayern noch keine Impfung von Lehrern weiterführender Schulen, die in beruflichen Schulen voller Abschlussklassen mit Hunderten von Schülern täglich Kontakt haben.

    Testen ohne Schutzkleidung ist kein Spaß. B117 ist hochansteckend. Schon eine kurze Abnahme der Maske kann zur Infektion führen. Lehrer können sich mit Maske schützen. Aber die Mitschüler eines infizierten Schülers sind völlig ungeschützt, wenn sie ihre Maske abnehmen. Was sagen die Eltern dazu?
    Tests sind eine sehr gute Idee, aber bitte mit medizinischem Personal in Schutzkleidung und Einzelabstrichen.
    Noch besser ist es bei Inzidenzen über 50 in den Distanzunterricht zu gehen.

  8. GEW, Verbände-macht endlich massiven Druck! Heute haben viele SuS gefehlt bei uns. Ich vermute, aus Angst! Ich würde mir sehnlichst wünschen, dass die SuS streiken! Wir dürfen ja nicht- ich bin nur angestellt und würde! GEW – nach über einem Jahr lese ich nur halbgare Forderungen. Nichts passiert…..
    Wir sind an vorderster Front und müssen die Maßnahmen tragen und rechtfertigen, Vorbild für die Jugend sein. Was passiert? Die Politik missachtet all die Regeln, die propagiert werden im Bildungsbereich! Wir sind dort wohl keine Menschen, keine Bürger. Wir sollen bilden und erziehen. Nein, das geht nicht mehr! Nicht unter den Bedingungen. Authentizität ist nicht mehr möglich. Wir flicken, trösten, ermutigen, motivieren während wir selber verzweifeln und die Welt nicht mehr verstehen. Wie soll ich denn jemals wieder Vertrauen in die Politik fassen können? Menschenverachtend unter der Prämisse der Bildungsgerechtigkeit. Ein Hohn. Und jeden Tag neue Schläge ins Gesicht. Einen mieseren Arbeitgeber als den Staat, das Land gibt es nicht! Haben diese Arbeitgeber je ein Seminar in Personalführung besucht? Management? Kommunikation? Selbst an rhetorischen Fähigkeiten mangelt es. Sorry, aber Politik ist für mich inzwischen ein rotes Tuch. So viel geballte Inkompetenz, gepaart mit persönlichen Eitelkeiten und Machtgehabe ist unerträglich! Nachrichten kann ich nicht mehr ertragen. In NRW muss ich Frau Gebauer, Herrn Laumann, Herrn Stamp und Herrn Laschet ertragen. Bei jeder/jedem Einzelnen kann ich die leeren Worte und die bewussten Lügen nicht mehr ertragen! Bei uns an der Schule ist B 1.1.7. eingezogen. Und diese Woche sorgen wir für die Weiterverbreitung, da die Klassen, die nicht in Quarantäne sind, im Klassenverband Schnelltests machen. Die dringend notwendigen Osterferien werden für Viele in Quarantäne zu verbringen sein.
    Bitte- GEW, Verbände- macht etwas! Ruft zum Streik auf, macht massivsten Druck! Wir brechen nach und nach weg. Entweder weil wir Corona bekommen, sterben oder psychosomatisch zusammenklappen!

  9. Endlich stellt sich jemand mit Nachdruck gegen die Schulpolitik. Es ist wichtig den Lehrern Impfschutz zu gewährleisten. Lehrer sind dafür nicht geschult Schnelltest auszuführen und rechtliche Lage ist nicht geklärt. Wieder wird alles ohne Planung durchgedrückt auf kosten von den
    Lehrern. Lehrer/in sind nicht ein Mädchen für alles und für alles einsetzbar. Für alles wird Geld verteilt und für die Schulen kann mein geschultes Personal zur Verfügung stellen. Schutzkeidung ist zur Testung nicht vorhanden und Lehrer sollen ungeimpft TESTS durchführen
    für die Schüler. Was sollen Schulen noch übernehmen und die Unfähigkeit der Schulpolitik in der Pandemie ausführen. Die richtige Reihenfolge muss für alle gewährleistet sein, für Lehrer und Schüler. Schulleitungen und Lehrer müssen unter schlechten Bedingungen viel ausführen und viel leisten. Die Schulpolitik hat nur grobfahrlässig gehandelt in der Krise und seine Hausaufgaben nicht ordentlich erledigt. Das Schuljahr wird kein normales Schuljahr und dies muss die Schulpolitik endlich anerkennen und auch aussprechen. Sich endlich ehrlich machen und so auftreten. Dieses HIN und HER und AUF und ZU ist für alle die am Schulleben beteiligt sind nicht vertretbar. Lehrer und Schüler haben rechte die man nach besten Gewissen zu vertreten sind und geschützt werden sollten. Die Schulpolitik hat hohe Erwartungen an alle, die in der Schule sind und der Einsatz für Schulen Erwatungen zu erfüllen von der Schulpolitik ist CHAOS und UNRUHE. Wenn andere den Mund aufmachen wird man abgestraft und es ist kein repektvolles Miteinander erwünscht. In BW hat Frau Eisenmann keine Zusammenarbeit mit den Verbänden angestrebt und jegliche Zusammenarbeit unterbunden und mit Füßen getreten. Das Wahlergebnis war die QUITTUNG der Arbeit von Frau Eisenmann in BW. Jetzt ist es ganz still um Frau Eisenmann in BW.

  10. Laut n-tv ist Baden-Württemberg das einzige Bundesland wo die Inzidenz heute gesunken ist.

    Dank dem schnellen Impfen ALLER Lehrkräfte und Erzieher?

    Wann werden sich andere Bundesländer daran ein Beispiel nehmen?

  11. Im Grunde kann Herr Söder jetzt nur auf die Lehrer richtig reagieren Vernunft zeigen und dieses verantwortungslose Menschenexperiment des KM Piazolo mit seinen freien radikalen , Wählern, dessen Ausgang klar ist abbrechen oder sich im Nachgang mit einer Prozessflut oder viel schlimmerem auseinandersetzen.

    Denn eines ist klar.

    Die Mutationen machen nicht vor politischen Fehlentscheidungen halt.

    Um in Bayern gewählt zu werdem braucht es vor allem eines: Bayern!

    Und spätestens wenn es hier viele Kranke und Gott verhüte es, Tote unter Lehrer, Erziehern und Eltern gibt, die im Zusammenhang mit Corona stehen, spätestens dann würde Herr Piazolo UND Herr Söder Fr. EISENMANNS Schicksal teilen.

    Beamte sind das Fundament eines funktionierenden Staates, das sage ich als nicht Beamter!

    Ein Fundament belastet man, und es trägt immer die Hauptlast. Und das tun unsere Polizisten und Lehrer und grosse Teile der öffentlichen Verwaltung gerade in bewundernswerter Weise.

    Aber man untergräbt, beschädigt und gefährdet ein Fundament nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig, und genau das ist es was hier gerade passiert!

    Daher ist es nun Pflicht für die bayrische Staatsregierung unsere Polizisten, deren Ausseneinsatz unvermeidlich ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, die ist noch wichtiger als die Bildungsgerechtigkeit, da conditio sine qua non, zuerst nach Häufigkeit des Ausseneinsatzes und absteigendem Alter und unter berücksichtigung relevanter Vorerkrankungem zu impfen! Gleich nachdem prio Gruppe 1 geimpft ist und noch vor prio Gruppe 2!

    Lehrer und Lehrerinnen sowie Erzieher gehen bis auf weiteres in den Distanzunterricht. Sehr junge !!freiwillige!! und mit Erschwernisaufschlag bezahlte Lehrer/innen und Erzieher/innen die mit ausreichend FFP3 Masken ausgestattet werden betreuen Kinder nur in Kleinstgruppen. Das selbe gilt für Abschlussklassen und Abschlussprüfungen !

    Aufgenommen werden in die Betreuung nur Kinder von Ärzten, Pflegepersonal, Polizisten, Soldaten und Angestellten der privaten und öffentlichen Verwaltung sowie Lehrer und Erzieher die selbst in diesen Gruppen arbeiten und die glaubhaft machen können keine Alternativen zu haben.

    Glaubhaft heisst klar, dass z.b. die Person allein erziehend ist, der Partner ebenfalls in diesem Bereich Arbeitet oder der Arbeitgeber des Partners schriftlich bestätigt, dass der Arbeitnehmer nicht im Homoffice arbeiten kann und darf. Für die Richtigkeit dieser Angabe haftet der Arbeitgeber!

    Während das umgesetzt wird, besorgt sich das bayrische Gesundheitsministerium in Israel oder allen anderen möglichen Quellen unter Einsatz von Mitteln aus dem Länderfinanzausgleich zu jedem Preis jede verfügbare Charge von Biontek Impfstoff auf dem Weltmarkt, da ein Notstand vorliegt!
    Notfalls kann man hierzu auch Beziehungen in die arabischen Emirate nutzen, die z.b. zumindest der FC Bayern München haben sollte!

    Das alles macht man öffentlich und transparent, da es hier um das Leben und die Gesundheit von Millionen bayrischer Bürger geht.

    Sobald das passiert ist macht es Sinn sich mit Politikern in Tschechien in Verbindung zu setzen, wie man bei der Durchimpfung der Bevölkerung an der Tschechischen Grenze mit helfen kann! Hierzu bietet es sich an auch Impfstoff hierfür zu beschaffen, z.b. Astra Zeneca, da dieser in Tschechien sowieso sehr häufig benutzt wird.
    Das spielt auf mittlere Sicht eine grosse Rolle um ein hin und her schwappen der infektionen zu vermeiden!

    Eine enge Zusammenarbeit mit Österreich, um in der Krise abgestimmt zu arbeiten würde ebenfalls Sinn machen um gemeinsam eine Grenz- Test und Impfstrategie zu besprechen, was gute Nachbarn so machen! Und sich hier gegenseitig zu unterstützen statt zu streiten!

    Das selbe gilt dann für die angrenzenden Bundesländer, die einer planvollen und organisierten strategischen Bekämpfung der Pandemie offen gegenüberstehen dürften, da diesbezüglich ja noch nicht allzuviel passiert ist ausser Pressekonferenzen und doe Einrichtung grossteils ungenutzter Impfzentren die wie in Ebersberg bei München z.b. von einem 20 jährigen nebenberuflichen Studenten geleitet werden, was sicher viel besser ist als einen Hausarzt mit jahrelanger Impferfahrung und KOSTENLOSER Infrastruktur zu benutzen.

    Langer Rede kurzer Sinn:
    Herr Söder ich bin CSU Mitglied, und es gab jetzt genug Zeit zu babbeln, das ist ein WAKEUP CALL, es wird Zeit zu handeln, und zwar RICHTIG und SCHNELL!

    Babbeln hilft nicht so toll beim Kanzler werden und den andere Juristen, diesen Laschet, zu überragen sollte doch als Dr. jur. auch politisch nicht all zu schwer sein.

    Laufen Sie nicht in die Falle der Wirtschaftslob.. ich meine Berater, wie es Merz, Eisenmann und Laschet gerade passiert. Ihre Frau hat als Großunternehmerin genug Einblick dass die großen Unternehmen von einem Ende der Pandemie mehr profitieren als von Öffnungsorgien und offenen Schulen und kann ihnen bestätigen, dass die Unternehmen auch robust genug für einen Schullockdown sind!

    Wenn sie die Unternehmer mitnehmen, und uns Bürger dabei nicht vergessen, dann können Sie beweisen, dass es einen deutschen Politiker mit Format UND strategischen Fähigkeiten gibt!

    Ich hoffe so sehr sie lesen das und packen an!

  12. Es wurden Millionen für digitale Endgeräte ausgegeben, die nun in der Mutation von b117 nur halbherzig genutzt werden und lieber wieder Menschenleben durch Präsenzunterricht gefährdet sind.
    Wer versteht DAS denn noch. Ich und viele Andere im Umfeld auch nicht.
    Man ist nur noch traurig und fassungslos.!!!

  13. Ich gratuliere dem BLLV ausdrücklich für diesen Vorstoß!!! Etwas ähnliches würde ich mir geschlossen (!!!!) von allen berufsständischen Interessenvertretungen in (!!!!) allen Bundesländern wünschen …. mit der ernstgemeinte Absicht zur faktischen Umsetzung.
    Das klingt ein bisschen nach Putsch, nein …. in der Masse wäre es fast schon ne Revolution. Der Witz dabei ist, dass wir nicht mit Arbeitsverweigerung drohen sondern mit der Situation und dem Starrsinn der KMK angepasster Diensterfüllung im eigentlichen Sinne des LuL-Berufes. Da die Impfungen zum eingeforderten Termin bei unserem Traumteam Spahn / Scheuer als Taskforce für das Testen und dem schneckengleichen Fortschritt beim Impfen nicht klappen wird ist die Rückkehr zum LaD kaum anwendbar. Aber das ist letztlich nicht auf die entnervte Reaktion der KuK zurückzuführen, sondern es ist der vollkommenen Inkompetenz und dem Herumgeeiere der Entscheider geschuldet.
    Ich zünde eine Kerze an für den Erfolg dieser Aktion!

  14. Hallo,
    sowas finde ich zu extrem. Schon mal als BLLV geschaut, wie so ein Test funktioniert? Heute dürfen Schüler zum Schneuzen schon die Maske absetzen, wo ist das der Unterschied. Ich bin für das Modell Österreich, alle in der ersten Stunde im Klassenzimmer den Selbsttest nasal. Fenster auf, immer nur jeder 2. nimmt den Test sich ab, Lehrer vorne mit FFP2 Maske und Handschuhen und danach alles Tests vor auf einen zentralen Tisch (mit Namen beschriftet). Nach 10min wird vom Lehrer das 1. mal, nach 15min das 2. Mal kontrolliert. Sollte ein Test positiv ausfallen, dann ab in Quarantäne und Hausarzt. Die Kassetten danach einen Müllsack mit etwas Küchenpapier,, zuziehen, fertig.
    Wenn ich Datenschutz höre, wenn ein Kind positiv ist, wird das vom Gesundheitsamt ja sowieso mitgeteilt. Drum verstehe ich diesen Terz nicht. Wer wirklich Angst vor und „Datenmissbrauch“ hat, soll halt am Abend davor in die Apotheke und ein Zertifikat mit Echtheitsüberprüfung vorlegen. Macht aber für mich keinen Unterschied. Ich teste meine Kleinen 1x die Woche selber, auf eigene Kosten (alle < 4 Jahre), die große trägt im EH schon immer Maske (mit Katzenmotiven). Ich verstehe den Terz nicht, wenn man raus aus dieser Sch… will muss man Handeln und nicht stupide auf seine "Rechte" beharren.

    • Ale,
      wenn Sie sehen, wie sich die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen entwickeln, müssten auch Sie feststellen, dass die Teststrategie gescheitert ist. Offene Schulen sind die Institutionen, die Infektionen in die Familien tragen. Ein freiwilliger Test in der Schule verhindert keine Infektion, sondern stellt eine zusätzliche Gefahr für Mitschüler und Lehrer dar. Primär aber eine Gefahr für Mitschüler, die alle in einem Klassenzimmer sind und die Maske abnehmen. Sie wissen, wie ansteckend B117 ist?
      Aber wenn Sie wollen, dass auch wie in Österreich die Krankenhäuser voller werden und immer mehr Kinder erkranken ist das der Weg.

      https://www.vienna.at/immer-mehr-kinder-und-jugendliche-erkranken-an-corona/6916495

  15. Vor allem nicht für die Positive.

    Imfpung ist Schütz.

    Und wir sollte uns beeilen, sonst könnten uns nur noch schlimmere Mutationen erwarten.

  16. Liebes Bier, oder wofür Ale auch steht.

    Statt hier rumzublubbern und Teile aus dem Kontext zu reissen, die ganzen Beiträge lesen und kapieren.

    Das hilft bei sinnhaften Äusserungen.

    Die Lehrer werden hier in völlig asozialer Weise verbrannt wie die Polizisten und das Krankenhauspersonal.

    Ich hoffe dass sie in einer Notlage einem soichen Lehrer, Polizisten, Arzt , Krankenpfleger (alles mit innen denken) begegnen, danach halten Sie den Rand und haben die Folgen begriffen.

    Ihre Chancen in eine solche Situation zu kommen steigen dank Querdenker und Politik, und vor allem dank Leuten wie Ihnen von Tag zu Tag!

    Herr wirf Hirn vom Himmel!

  17. „Umfangreiche Hygienekonzepte an den Schulen“….. Das ich nicht lache, nur dazu ist mir absolut nicht nach!!!!!

    Die sind doch NUR fuer die Aktenlage und sorgen NICHT!!! fuer den Infektionsschutz an den Schulen!!!

    Ausstattung ALLER!!!!! Klassenraeume mit Hochleistungsfilteranlagen, Plexiglaswaenden, geteilte Klassenstaerke, sowie FFP2 Masken fuer alle Beteiligten zu den ach so tollen derzeitigen Konzepten,Impfangebote fuer Lehrkraefte.

    Ist dies nicht moeglich, da es der Politik nicht wert ist unsere Kinder/Lehrkraefte /uns alle zu schuetzen, sind ja „nur“ Otto-Normalverbraucher(ironie off), dann strukturierter Distanzunterricht!!!
    Fertig aus!!! Keine sinnlosen Diskussionen mehr mit den Kultusminister *innen, bringt eh nichts, ausser Zeitverschwendung, inzwischen 1Jahr!!!!!

    • Das, was sie vorschlagen, würde man machen, wenn die Schulen und die Menschen darin als etwas wertvolles erachtet werden würden. Wie sagt man so oft? Der Staat und die Kirche sind die schlechtesten Arbeitgeber…

  18. Hallo,

    es gibt vielleicht Menchen die man nicht impfen lassen sollte oder dürfte !
    Ich hatte nach einer FSME u. Grippeimpfung einen leicht gelähmten linken Arm, für 1,5 Jahre.
    Zeitweise taucht diese Lähmung wieder auf.

    Nach meiner Meinung gehören Herr Söder und Herr Spahn aus der Amt entfernt.

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