Die Fallzahlen steigen. Immer mehr Länder holen trotzdem die Schüler zurück in den Präsenzunterricht – manche sogar verpflichtend!

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BERLIN. Nach einem Vierteljahr Distanzunterricht soll es bei immer mehr Schülerinnen und Schülern bald wieder losgehen in der Schule. Ein durchaus riskantes Unterfangen: Helfen die versprochenen Selbsttests, das steigende Infektionsgeschehen einzugrenzen? Im Nachbarland Österreich ist das offenbar gescheitert. Obwohl niemand einen sicheren Schulbetrieb garantieren kann, wird in einigen Bundesländern, darunter Niedersachsen, die Präsenzpflicht wieder eingeführt. Das dürfte für Diskussionen sorgen.

In vielen Bundesländern soll es bald wieder Präsenzunterricht für alle geben. Foto: Shutterstock

Nach rund einem Vierteljahr Corona-Zwangspause sollen ab dem 15. März viele weiterführende Schulen in Deutschland wieder öffnen. Entsprechende Schritte sind in Bayern und Brandenburg geplant. Öffnungen sollen auch in Baden-Württemberg eingeleitet werden. Auch Sachsen und Niedersachsen kündigten an, dass alle Schüler wieder in den Präsenzunterricht zurückkehren. Das verlautete am Donnerstag von den Landesregierungen.

Einheitlich vorgehen wollen die Bundesländer bei den geplanten weiteren Schulöffnungen nach den Grundschulen nicht. Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen in der Nacht zu Donnerstag festgestellt, dass die Länder in eigener Verantwortung Schritte gehen könnten. Das sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), am frühen Donnerstagmorgen.

„Es handelt sich hier um Schüler, die dann drei Monate lang keine Schule von innen gesehen haben“

Laut Bund-Länder-Beschluss sollen die Länder dafür Tests sicherstellen: Das Personal in den Schulen sowie alle Schülerinnen und Schüler sollen pro Präsenzwoche das Angebot von mindestens einem kostenlosen Schnelltest erhalten. Bei diesen Tests werden Wattestäbchen durch geschultes Personal tief in Rachen sowie Nase eingeführt. Allerdings sind auch Selbsttests, wie sie in Österreich unter Schülern und Lehrern praktiziert werden, vorgesehen – in Sachsen beispielsweise. Für Schüler ab Klasse fünf ist dort ein wöchentlicher Test vorgesehen, für Lehrer und anderes Personal zwei. Wer kein negatives Ergebnis vorlegen kann oder sich dem Test nicht unterwirft, darf am Unterricht nicht teilnehmen. Lehrer sollen Schüler beim Selbsttest unterstützen und diesen kontrollieren.

Der Freistaat öffnet ab dem 15. März die Schulen für alle Schülerinnen und Schüler, die bisher noch keinen Zugang hatten, wieder; hier ist ein Wechselbetrieb geplant. Förderschulen sollen bereits vom 10. März an wieder mit festen Klassen öffnen. Unter Vorbehalt: Wenn die Sieben-Tage-Inzidenz im Land oder im Landkreis beziehungsweise kreisfreien Stadt den Wert von 100 überschreitet, sollen die Schulen wieder geschlossen werden. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) hält die Schulöffnung für alle aus pädagogischen Gründen für zwingend erforderlich: «Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich hier um Schüler handelt, die dann drei Monate lang keine Schule von innen gesehen haben.»

Auch in Bayern sollen ab dem 15. März alle weiterführenden Schulen im Wechselunterricht öffnen, wenn sie in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 liegen. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag in München mit. Damit können zwei Wochen vor den Osterferien in weiten Teilen Bayerns alle Schülerinnen und Schüler wieder die Schule besuchen, mindestens zeitweise und in kleineren Gruppen. Rund 90 Prozent der Schüler sollen demnach vor den Ferien wieder die Schule von innen sehen.

„Alle sollen sicher Tritt fassen und die Schulen sich nach und nach füllen“

In Brandenburg sollen nach den Grundschulen die weiterführenden Schulen vom 15. März an wieder öffnen. Das kündigte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) im Landtag an. Der Schritt solle begleitet werden mit mehr Schnelltests an den Schulen, ebenso wie in den Kitas, sagte Woidke. Die Grundschulen des Bundeslandes sind seit dem 22. Februar im Wechselunterricht. Auch Baden-Württemberg geht am 15. März den nächsten Öffnungsschritt bei den Schulen, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) dem SWR sagte. «Übernächste Woche werden wir weitere Öffnungsschritte bei den Grundschulen machen. Aber auch bei den Fünft- und Sechstklässlern sind weitere Öffnungsschritte eingeleitet. Das wird so ein eingeschränkter Regelbetrieb sein.»

In Niedersachsen beenden die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang am 15. März das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren. «Mit Blick auf die Gesamtgemengelage – diffuses Infektionsgeschehen, Mutationen, Stagnation bei Inzidenz – bin ich froh, dass wir heute diesen weiteren Öffnungsschritt machen können», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Die Schulen würden behutsam und schrittweise wieder geöffnet. «Alle sollen sicher Tritt fassen und die Schulen sich nach und nach füllen.»

„Wir alle merken natürlich, dass es den Kindern nicht guttut, wenn soziale Kontakte fehlen“

Schon vom 8. März an kehren die Kindertagesstätten zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb. Die Kitas sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, allerdings dürfen sich die Gruppen nicht durchmischen. «Der eingeschränkte Betrieb sieht ein Betreuungsangebot für alle Kinder vor, die in der jeweiligen Kindertageseinrichtung einen Betreuungsplatz haben», betonte Tonne, der zugleich anerkannte, dass die vergangenen Monate für viele Eltern und Kinder eine große Belastung gewesen seien. Im Homeoffice zu arbeiten und gleichzeitig kleine Kinder zu betreuen, sei kaum machbar, sagte der Minister. «Und wir alle merken natürlich, dass es den Kindern nicht guttut, wenn soziale Kontakte fehlen. Spielen, Malen, Toben mit anderen dürfen nicht dauerhaft fehlen.»

Eine Maßnahme dürfte für Diskussionsstoff sorgen: Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt bereits vom kommenden Montag (8. März) an wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen. Darf der Staat Schüler in die Schule zwingen, wenn er dort den Gesundheitsschutz nicht garantieren kann? Bereits in den vergangenen Wochen hatte es –  trotz des Lockdowns – an mehr als jeder fünften Grundschule im Land Corona-Infektionen unter Schülern und Lehrern gegeben, wie Tonne einräumen musste. Ansteckungen würden aber nur selten in den Schulen stattfinden, behauptete die Landesregierung.

Vielleicht sollte sie mal über die Grenzen schauen. Österreich hat bereits Anfang Februar seine Schulen wieder geöffnet – und Bundeskanzler Sebastian Kurz räumte angesichts aktueller Corona-Daten mit den Behauptungen aufgeräumt, Kinder seien weniger infektiös als Erwachsene – und Schulen seien sicher. „Sie erinnern sich vielleicht, dass vor einigen Monaten noch manche behauptet haben, Kinder sind nicht ansteckend. Oder: In der Schule kann nichts passieren“, so erklärte Kurz auf einer Pressekonferenz Anfang dieser Woche. „Trotz der Testungen, die wir in der Schule durchführen, ist es so, dass mittlerweile die Kinder und Jugendlichen die sind mit den höchsten Ansteckungszahlen im Moment.“ News4teachers / mit Material der dpa

RKI-Lagebericht

Aus dem aktuellen Corona-Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (3.3.2021) für Deutschland:

„Momentan zeigt sich ein erneuter Anstieg der Fallzahlen.

Der 7-Tage-R- Wert liegt leicht unter 1. Es besteht durch das Auftreten verschiedener Virusvarianten (s.u.) ein erhöhtes Risiko einer erneuten stärkeren Zunahme der Fallzahlen.Bundesweit gibt es in verschiedenen Kreisen Ausbrüche, die nach den an das RKI übermittelten Daten aktuell vor allem in Zusammenhang mit Alten- und Pflegeheimen, privaten Haushalten und dem beruflichen Umfeld stehen. Zusätzlich findet in zahlreichen Kreisen eine diffuse Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung statt, ohne dass Infektionsketten eindeutig nachvollziehbar sind. Das genaue Infektionsumfeld lässt sich häufig nicht ermitteln.

Ältere Personen sind nach wie vor sehr häufig von COVID-19 betroffen. Da sie auch häufiger schwere Erkrankungsverläufe erleiden, bewegt sich die Anzahl schwerer Fälle und Todesfälle weiterhin auf hohem Niveau. Diese können vermieden werden, wenn alle mit Hilfe der Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus verlangsamen. Daher ist es weiterhin notwendig, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert, z. B. indem sie Abstands- und Hygieneregeln konsequent – auch im Freien – einhält, Innenräume lüftet und, wo geboten, eine OP-Maske (Mund-Nasen-Schutz, MNS) oder eine FFP2-Maske (bzw. KN95 oder N95-Maske) korrekt trägt. Menschenansammlungen – besonders in Innenräumen – sollten möglichst gemieden werden.“

Länder machen, was sie wollen: Stufenplan für Schulen ist offenbar endgültig vom Tisch – Schnelltests kommen wohl erst im April

 

 

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111 KOMMENTARE

  1. Und noch ein Bundesland mit Präsenzpflicht: Brandenburg! Seit Beginn Mitte Dezember mit Präsenzpflicht für die Abschlussklassen10,12,13 (alle Schulformen, alle Schüler: kein Wechselmodell), seit Mitte Februar mit Präsenzpflicht für die Grundschüler 1-6 (Wechselmodell) und ab 15.3. präsenzpflichtig für alle anderen Schüler (Wechselmodell).
    Bis jetzt keine Impfmöglichkeiten für Lehrkräfte an weiterführenden Schulen, keine Luftfilter und seit Beginn der Pandemie: Achtung, jetzt kommts: insgesamt exakt 14 Ffp2 Masken für die Lehrer.
    Ich würde gern meine Schüler im Plenarsaal des Brandenburger Landtags unterrichten: da stehen die Luftfilter rum, die doch so ungeeignet zur Virenvernichtung sind, weil wir Lehrer zu blöd sind, bei Einsatz der Luftfilter die Fenster zu öffnen…

        • Und das selbst dann, wenn es Familienmitglieder aus der Risikogruppe gibt! Man soll sich innerhalb der Familie absondern, isolieren. Wie mache ich das als Alleinerziehende? Bin ich ein Kollateralschaden?

          • Dazu gab es schon eine Antwort eines KuMis: Das Kind soll nach der Schule umgehend in sein Zimmer gehen, dort bleiben und bekommt Essen und Trinken durch die Tür geschoben.
            Leider weiß ich nicht mehr welche/r kutusministerielle Menschenfeind/in das war.

          • Das Problem haben wir auch da ich ebenfalls Risikopatientin bin. Für mich ist das vorsätzliche Gefährdung der Gesundheit von Eltern (und auch Kindern), die sich aufgrund des Präsenzzwangs nicht schützen können. Impfung in Gruppe 3 wer weiss wann und bis dahin Russisches Roulette. Wie soll das innerhalb einer Familie auch gehen sich zu schützen? Nicht umsonst sind Familien in der Epidemiologie als Infektionsgemeinschaft angesehen. Ich bin wirklich erschüttert und psychisch sehr beeinträchtigt. Aber keiner schenkt einem Gehör. Habe schon verschiedene Stellen angelaufen alle mit keinem Ergebnis.

    • Nix Wechselunterricht. Wir sind mit allen Kindern wieder in die Klassenräume zurückgekehrt. Durchmischung, kein Abstand, kein Luftfilter, kaum richtig Lüften möglich. Und Impftermine darf man machen, wenn diese den eigenen Unterricht in keinster Weise „stören“. Danke für nix, liebe Regierung!

  2. Das alles ist doch nur noch eine Lachnummer. Meine Kinder bleiben weiterhin Zuhause bis endlich mal die Schulen sicher gemach werden. Leider muss ich nun auf konfrontation gehen.
    Mich kotzt das alles nur noch an. Natürlich besteht immer ein Restrisiko, dies gilt es aber mit allen möglichen Mitteln zu minimieren. Bisher ist das alles grob Fahrlässig.

    • Nee, lieber Vater, das ist nicht grob fahrlässig, das ist schon als Vorsatz zu bezeichnen. Jemanden mit dem Wissen um die Infektiosität der Mutanten in geschlossene Räume mit großen Gruppen zu zwingen bedeutet, ihn bewusst einem hohen Infektionsrisiko auszusetzen, zumal es als einziges Schutzkonzept Lüften gibt.

      • Die Präsenzpflicht kann ich auch nicht fassen. War da nicht mal was? Vulnerable Eltern und Angehörige? Gibt es schon Impfungen für die? Oder was immer vergessen wird: Medikamente?

  3. Und Brandenburg öffnet gleich alles: alle Jahrgänge im Wechselmodell, außer den Klassen 10, 12 und 13: die kommen in voller Besetzung. Tut mir leid, aber die spinnen doch!

    • Nein, die spinnen nicht. Es werden nur endlich mal die Prioritäten zugunsten der Kinder gesetzt. Die Kinder-und Jugendpsychiatrien kommen allmählich an ihre Kapazitätsgrenzen.

      • Wenn es Prioritäten zugunsten der SchülerInnen wären, die zu den Öffnungen führten, wären die Schulen coronasicher ausgestattet mit Luftfiltern, Plexiglasfiltern und einem funktionalen Testkonzept. Wir haben jetzt zweimal gesehen, dass die Schulöffnung ohne funktionierendes Schutzkonzept direkt in den nächsten Lockdown führt. Jetzt wiederholen wir das ein drittes Mal. Wo sehen Sie hier Prioritäten für Kinder und Jugendliche? In Lockdown Nummer 4, noch härter, noch länger?

        • Wenn es Prioritäten zugunsten der Schüler*innen wären, wären auch die Freizeit-Kontaktbeschränkungen für diese Altersgruppen ein wenig gelockert worden, anstatt dass man die Massenveranstaltung Schule (i.d.R. mit Präsenzpflicht) ausruft.

          Ebenso hätte man seit Langem über sichere Freizeit-/Ausgleichsangebote nachgedacht, Sport- und anderen Vereinen genehmigt für Jüngere kontrollierte Ausnahmen zu machen, psychologische und soziale Beratungen ausgebaut bzw. überhaupt bereit gestellt.

  4. MV Präsenzpflicht für Klassen 1-6 und Abschlussklassen seit Ende Winterferien und ab Montag WechselU ab Klasse 7. In den Kitas nie Notbetreuung, nur in Landkreises über 150.

    • @Enjoy your chicken Ted!
      Der Inhalt Ihrer Sätze stimmt nicht.
      „MV Präsenzpflicht für Klassen 1-6 und Abschlussklassen seit Ende Winterferien und ab Montag WechselU ab Klasse 7“ Das ist einfach falsch!
      In MV ist das Vorgehen im Kreisvergleich sehr unterschiedlich. Und schulspezifisch teilweise noch einmal.

  5. „Mit Blick auf die Gesamtmengelage…“ Wie aus dieser Gesamtmengelage die Konsequenz eines verpflichtenden Präsenzunterrichts (Senario B) gezogen werden kann, erschließt sich mir nicht. Selbstverantwortung fordern, aber sie den Eltern und Kindern, die das aktuelle Infektionsgeschehen, insbesondere mit dem Wissen aus beispielsweise Österreich, kritisch betrachten, nicht zu gewähren, ist nicht zu verstehen. So kurz vor den Osterferien zu öffnen ist reiner Populismus, um die vermeintliche (laute) Mehrheit ruhigzustellen. Was sonst sollte damit bezweckt werden, wenn auch die Kinder, denen es zu Hause gut geht, verpflichtet werden, sich im allgemeinen Lockdown in die Schule zu begeben. Wie anmaßend, dass diese Politiker uns und unseren Kindern untersagen Verwandtschaft und Freunde zu treffen, anderseits aber dazu zwingen mit bis zu 15/16 Menschen aus verschiedenen Haushalten zusammenzukommen. Das Aussetzen von Grundrechten zum Schutze der Bevölkerung wurde größtenteils akzeptiert. Das widersprüchliche Agieren der politisch Verantwortlichen, mit Zwang, gegen den Eigenschutz zu handeln, führt das Ganze ad absurdum. Keine Klarheit, keine Richtung – „fahren auf Sicht“ als Synonym für absolute Planlosigkeit.

    Wir wollen selbstverantwortlich über den Schulbesuch unserer Kinder entscheiden!
    Wir, als angepasste, verantwortungsbewusste, engagierte und gemeinwohlorientierte Bürger und Steuerzahler, sind keine Untergebenen!
    Wir vertrauen den politisch Verantwortlichen nicht mehr! Das sollte zu denken geben.

    • Ich kann voll zustimmen.

      Privat bleibt dürfen bis Ende März nur fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen.

      In der Schule dann verpflichtend 16 Personen über 6-8 Stunden über 5 Tage.

      Dann müssen für alle auch wieder Partys für einen Abend am Wochenende erlaubt sein! Ich kann meine Schüler gut verstehen (auch wenn’s nicht gut ist), wenn sie wieder ordentlich feiern.

    • Da fehlt nur ein wesentlicher Punkt als Ursache für das sich anbahnende Desaster: Die Wahlen in den Bundesländern. In Ba-Wü ist das deutlich zu spüren, dass es mehr um Wahlstimmen, als um Menschen geht.

      • Es geht aber auch um Kinder. Sie dürfen nicht länger in ihner Lebendigkeit unterdrückt werden. Raus aus der Angst sag ich da nur. Lassts Euch impfen von mir aus aber sperrt in Gottes Namen die Kinder nicht mehr ein. Wer sich in die Hosen macht ..der soll daheim bleiben. Ganz ehrlich.

  6. Mein Lieblingssatz aus dem heutigen Schreiben von Herrn Tonne- hier schon mal als Druckvorlage für T-shirts zum 22.03.: „Die Zeit ist kurz, lohnt sich aber“. Man kann auch eine Biohazard-Tonne als Hintergrund wählen. Für die besonders mutig-ironischen Kolleg*innen in Nds.

    • @Die Elfe

      „„Die Zeit ist kurz, lohnt sich aber“
      Welch kongenialer Ausspruch.
      Ich will gar nicht wissen, wie groß die Arbeitsgruppe dazu war und wie lange die dafür überlegt haben.
      Oder es war gleich ein „preis-werter“ Auftrag für eine Werbe-Angentur.

    • @Die Elfe:

      Sie haben immer so tolle Ideen!
      Wäre doch ein Geschäftsmodell für Nds.! Und/oder für Shop4teachers!
      Würde ich mir glatt überstülpen! 🙂

        • Mary-Ellen- wenn man länger darüber nachdenkt, dann lässt sich daraus ein ganzes Tonne-Merchandising-Konzept entwickeln: Z.b. rote Mülltonnen für den Klassenraum mit Aufdruck: Die Zeit ist kurz, lohnt sich aber….. Fensteraufkleber zwecks Lüftungsmotivation…. Das zaubert einem doch gleich ein Lächeln ins Gesicht, wenn man dann diesen tollen Satz liest.

          • @Die Elfe:

            In der Tat!
            Ich habe Ihre Idee schon im Bekanntenkreis vorgestellt,
            man war entzückt! 😉

    • Mein Lieblingssatz ist der: „Spielen, Malen, Toben mit anderen dürfen nicht dauerhaft fehlen.“ Mir war bislang nicht bewusst, welche Schäden der Distanzunterricht anrichtet, wenn die Kinder nicht mehr spielen und malen konnten. Aber mir war ja auch nicht klar, dass Malen offenbar eine Sache ist, die nur in der Gruppe funktioniert. Ist das vielleicht so eine neue Teamsportart?

      • Das ist DIE Begründung für die Öffnung der weiterführenden Schulen! Ich muss mal gucken, in welchem meiner Fächer das im Rahmenlehrplan steht. War das Klasse 7 oder 11? Grübel….

        • Spielen, Toben, Malen… Kommt bestimmt auch gut bei meinen BBS-SuS an…. Drucke schon mal ein paar Mandalas aus. Für die lieben Kleinen, die dann im Wechsel eine Woche vor den Osterferien ihrem Elternhaus entfliehen.

      • @Tacheles

        Malen als Teamsportart, genau so:
        – Schüler Nr. 1 hält das Blatt fest,
        – Nr. 2 hält den Stift,
        – Nr. 3 diskutiert mit Nr. 4 – 7, welche Farben benutzt werden sollen,
        – Nr. 8 wendet ein: „Aber mit gelbem Filzstift kann man nicht in schwarze Wasserfarbe!“
        – Nr. 5: „Doch, du Dummdödel!“
        – Nr. 8: „Jetzt geh ich zum Sozialarbeiter.“
        – Nr. 5: „Doppel-Dummdödel! Hamwahiergarnich!“
        – Nr. 8: „Oh … Heul ich eben leise und alleine in der Ecke …“
        – Nr. 9 – 32 grinsen, manche sinnieren, warum sie wieder in Präsenz sind.
        – Nr. 22 fällt plötzlich und grundlos vom Stuhl.
        – Nr. 15 schreit: „Boah, gucktma – ey, voll das geile Motiv!“
        – Es schellt, wie schnell doch eine Präsenzstunde vorbei sein kann!
        – Nr. 1 – 32 wollen den Klassenraum aber nicht mehr verlassen – nie mehr!

        „Die Zeit ist kurz, lohnt sich aber.“
        „Spielen, Malen, Toben mit anderen dürfen nicht dauerhaft fehlen.“

        • Lieber Pit, ich sehe schon, dass wir uns, wenn dieser ganze Scheiß hier überstanden ist, wir uns zu einem kreativen SchreibenWorkshop treffen sollten…da steckt enormes Potential dahinter, das man nicht verkommen lassen sollte. 🙂

      • Das geht offenbar für viele Eltern nur in den Schulen und Kitas. Warumauch immer…meine spielen, basteln und malen auch zuhause…oder leisten mir Gesellschaft

  7. In Hessen Abschlussklassen seit 11.1. mit präsenzpflicht in der Schule, keine Luftfilter, FFP2 Masken für Schüler, kein Wechselunterricht, kein Infektionsschutz.
    Mit vollem Stundenplan. Das ist in Kauf nehmen von Infektionen und herbeiführen von Infektionen. Impfungen sind in Hessen auch nicht für jeden der sich schützen möchte vorhanden, also vorsätzliche Körperverletzung an unseren Kindern, deren Eltern und Angehörige die immer noch auf einen Termin zur Impfung warten, diese Menschen sind alt, Risikopatienten und nicht geschützt. Ich frage mich wirklich, wie lange dieses grob fahrlässige handeln der Landesregierung und des KM noch hingenommen wird. Schande!!!

    • Nicht nur in Hessen, auch Brandenburg zieht das so durch, und wir haben das durchgehend seit Mitte Dezember (Ferien ausgenommen). In Brandenburg zählen übrigens sogar die 10ten Klassen an den Gymnasien als Abschlussklassen: könnte ja sein, dass da einer aufhört nach der 10…

  8. Auszug aus dem heutigen Brief von Tonne aus Niedersachsen:
    “ In der letzten Woche haben rund 12.300 Lehrkräfte sowie schulische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen das Testangebot genutzt, ein positives Ergebnis lag bei 0,08% vor.“

    Klingt ja niedrig. Inzidenz auf 100.000 liegt allerdings bei ca. 772 in dieser Gruppe. 772 vs. 65 im Deutschlandschnitt… Läuft prickelnd.

    • Ich lese in diesen Zahlen eher, dass in nds 9,84 Lehrer 🙂 ohne das Wissen, dass sie corona haben, unterrichten.

      Ich dachte auch, dass Tests nicht viel bringen, denn dann hat der jenige es ja bereits, aber diese unentdeckten Fälle schützen jetzt doch ne Menge SuS und LuL (als Kollegen).

      Unsere Gemeinde hat nun selbstständig gehandelt und lässt die Johanniter bei den Kitas und Schulen vorbei fahren um nen schnelltest beim personal durchzuführen.

  9. Eine unwahre Geschichte: „Wir haben da irgendwo ein Leck in allen Kitas und Schulen der BRD. Da strömt möglicherweise schädliches, potentiell tödliches Gas aus. Man riecht und sieht es nicht. Das geht so seit über einem Jahr. – Aber bitte nun alle flott wieder in die Klassenzimmer, hopp! Und ganz behutsam und schrittweise atmen!“

  10. Mich widert inzwischen an, wie Lehrer, Kinder und Eltern seit Monaten mit Füßen getreten werden und das dann als Wellness verkauft bekommen.

  11. Es ist wirklich unmöglich, dass in manchen Bundesländern nicht mal die Präsenzpflicht ausgesetzt ist!
    Ich bin so schon kein Freund der Schulpflicht. Wieso keine Bildungspflicht wie in viiielen anderen Ländern?
    Aber momentan steht da ja ein reeles Gesundheitsrisiko dahinter!
    Gibt es hier schon Petitionen dagegen?
    Ansonsten ziviler ungehorsam, also einfach nicht gehen.
    Wenn es viele machen, rüttelt es vielleicht doch wach…

  12. Hab ich jetzt nicht gelesen, dass Lehrer hauptsächlich Schüler anstecken und weniger andersrum? Und da gab es noch eine Studie das es mehr Ansteckungen im Lehrerzimmer gibt als im Klassenzimmer….aber egal, wir lassen alles trotzdem noch monatelang zu und nehmen den Kindern die Bildung weg(und ja ich bin eine gebildete Mutter, kann meinen Kindern alles erklären! Problem, ich bin die Mutter, aber das verstehen nur normale Menschen mit Kindern)
    Lasst euch impfen!!!!
    Zieht eure FFP 2 Maske auf sowie ich auch schon seit Monaten, bin Krankenschwester und hört auf zu jammern!!!
    Und alle Eltern, die ihre Kinder Zwangs zu Hause lassen sind unmenschliche Narzissten, denen es nur um eigene Bedürfnisse geht!!!

    • Die meisten Infizierten versterben mit COVID 19 in Krankenhäusern. Zieht euch endlich eure Schutzausrüstungen an und macht eure Arbeit in den Krankenhäusern und hört vor allem auf als Krankenschwester Forderungen an andere zu stellen, die keinerlei Schutzausrüstung seitens ihres Arbeitgebers erhalten.

      • Diese Schutzausrüstungen schützen nicht vor von Virusaerosolen verseuchten Innenräumen der Isolierzimmer von nicht beatmeten Patienten. Wir haben keinerlei Raumluftfilteranlagen in den Infektionszimmern, und somit sind und waren die Infektionszahlen unter dem pflegerischen und dem ärztlichen Personal auf den Isolierstationen besonders hoch.
        Im Übrigen ist das Infektionsrisiko für Pflege und Gesundheitsberufe deutlich höher als das der Kitamitarbeiterinnen und Lehrer.
        https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=&p=1&n=1&nid=121798

    • „Lasst euch impfen!“
      Na der ist gut, wirklich! Die Lehrer der weiterführenden Schulen werden in fast allen Bundesländern noch lange nicht geimpft!

    • Tati, geht’s noch? Ich lasse meine Kinder Zuhause, weil ich sie liebe und nicht möchte, dass ein Virus sie womöglich lebenslang schädigt! Und ich bin auch eine gebildete Mutter und verstehe absolut nicht, so rein gar nicht, was Sie meinen!

      • Tut dieser Virus aber nicht. Nur sehr wenige Kinder werden krank. Deine Kinder können mit gleicher Wahrscheinlichkeit an anderen Sachen sterben. Und hast du deine Kinder schon mal gefragt, ob das für sie in Ordnung ist?? Und falls sie lieber gehen würden, würdest du sie trotzdem zu Hause lassen? Siehst du, es geht um dich!

        • Allerwerteste Tati! Ja, habe ich, stell dir vor!! Unfassbar, was du hier allen unterstellst. Meine Kids schauen Nachrichten und bilden sich. Die wissen, was los ist. Verwehrst du deinen Kindern das, Allerwerteste? Hast du auch Mal drüber nachgedacht, dass nicht für alle Kinder die Schule das Einhornregenbogenzuckerwattewunderland ist und sie vielleicht gemobbt werden? Dass für manche die Schule eine große Belastung ist? Dass manche Kinder selbstständig (Achtung, jetzt kommt’s, völlig verrückt!) nicht nur an sich, sondern auch an andere denken? Siehst Du es geht um Dich! Allerwerteste! Und mehr muss ich mich (und alle anderen Eltern mit Herz und Hirn) und müssen sich meine fabelhaften, empathischen Kinder (und alle anderen, die nicht zu Egoisten erzogen werden) nicht von dir beleidigen lassen!

        • @Tatti

          Naja, dann es also wie mit selbstgebastelten Silvester-Böllern mit der Durchschlagskraft eines Sprengsatzes:

          „Nur sehr wenige Kinder werden sterben oder erblinden oder einen Arm/eine Hand verlieren. Deine Kinder können mit gleicher Wahrscheinlichkeit an anderen Sachen sterben. Und hast du deine Kinder schon mal gefragt, ob das für sie in Ordnung ist?? Und falls sie lieber „BOMBastisch“ Silvester feinern würden, würdest du sie trotzdem zu Hause lassen? Siehst du, es geht um dich!“

          Ach so.
          Liebe @Tatti,
          auch dafür lohnt also das Durchhalten … und die paar Monate bis Silvester kann man mit Böllerbasteln prima überbrücken.
          Gleich anfangen, es ist zum Wohle der Kinder!

        • Worin besteht eigentlich Ihr Problem mit der Variante, ERST die Klassenräume coronasicher auszustatten und DANN zu öffnen? So wie Sie als Krankenschwester im Jahr 2 der Pandemie auch ERST Ihre Schutzkleidung anlegen und DANN am Patienten arbeiten? Und durch die inzwischen angelegte Schleuse gehen, damit Sie das Virus weder bekommen noch weiterverbreiten?
          Die Schulträger hätten längst dafür sorgen können, dass es Luftfilter etc. gibt.

    • Ich lass mich impfen und hab dann in etwa 2-3 Wochen (!) einen relativ guten Eigenschutz nach der ersten Dosis ausgebildet, sofern mir keine üble Mu-tante quer-kommt. Dann sind aber die Schüler noch lang nicht sicher vor einander, vlt. nicht mal vor mir?

      Das mit den Narzissten verstehe ich leider nicht: Heimunterricht bedeutet für die allermeisten Eltern weniger Zeit „sich selbst zu bewundern“, oder?

    • Angst hin oder her. Kinder brauchen Kinder. Ob jetzt in der Schule in der Kita oder privat. Letztendlich brauchen Kinder Kinder. Ob uns das gefällt oder nicht. Kinder sind nicht für unsere Sicherheit zuständig. Sondern wir für ihre. Und Kinder, welche eher ein geringes Risiko haben, schwer an Corona zu erkranken, daheim einzusperren, weil sie Erwachsene anstecken können, ist mehr als fragwürdig.
      Kinder sollten auch nicht stundenlang mit der Maske und hinter Plexiglas in der Schule sitzen müssen.
      Und wenn die Schnelltests nur die Halle der infizierten rausfischen, dann ist das gut so.
      Ich kenne allein in meinem Umfeld 2 Personen mit falsch-negativen PCR Test.

    • @Tatti
      Warum erscheint mit Ihr Kommentar höchstgradig narzisstischer zu sein…?
      Da Sie als Krankenschwester wahrscheinlich schon geimpft sind?
      Da Sie allen LuL vorwerfen, egoistisch zu sein und den Kindern Bildung zu verweigern?
      Da Sie ignorieren, dass es LuL gibt, die sich gerade den A…aufreißen, um den SuS sowohl Bildung als auch pädagogische Zuwendung trotzDistanzunterricht zu geben?
      Da Sie anscheinend, obwohl Sie medizinisch geschultsind, nicht verstehen, welche Auswirkungen Menschenansammlungen bezüglich des Ansteckungsrisikos haben?
      Sie haben anscheinend ebenso noch nicht mitbekommen, dass es inzwischen B 117 gibt, das besonders junge Menschen befällt.
      Aber Sie bieten tolle Ratschläge….
      Lasst Euch impfen- Sie ignorieren, dass die meisten LuL noch monatelang keine Chance auf eine Impfung haben.
      Tragt FFP2- ja, mache ich privat. Aber das im Unterricht zu machen und damit6-8 h laut zu einer Klasse zu reden, haut viele Personen um. Außerdem wird vollkommen vergessen, dass das gegen die Arbeitsschutzbestimmungen verstößt.
      Wissen Sie, ich habe auch in KKH gearbeitet. Ich kenne beide Arbeitsbereiche. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Hygienekonzepte im medizinischen Bereich tausendmal besser sind als im Bildungsbereich.
      OK. In Ihren Augensinwir narzistisch, da wir uns um die Gesundheit und das Leben unserer SuS, der Angehörigen, uns selber, unserer Angehörigen und der KuK und unserer Angehörigen sorgen.
      Ich finde dagegen Ihre Aussagen völlig naiv, ungerecht, weltfremd und egoistisch.
      Vor allem würde ich es mir nie herausnehmen, so über eine gesamte Berufsgruppe zu schreiben!
      Mit freundlichen Grüßen

  13. Leider hat auch Brandenburg nie die Präsenzpflicht ausgesetzt. Auch hier werden wir Eltern gezwungen unsere Kinder in die Schule zu schicken. Da kann kommen was will- naja außer die 200er Inzidenz ist erreicht. Und das obwohl Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern dies derzeit komplett anders handhaben. Angeblich wollte sich unsere Landesregierung ja mit den angrenzenden Bundesländern absprechen.

    Schnelltests haben wir noch nicht gesehen.

    Nur eine Idee an die Leser in entsprechenden Positionen: vielleicht könnte man den Föderalismus für die Zeit der Pandemie mal aussetzen. Und dieses Thema (Corona)- Pandemie und Schule nicht dem Bildungsressort überhelfen, sondern es als bundeseinheitlichen Gesundheitsschutz behandeln.

    Wenigstens mischt Brandenburg beim Thema Öffnen an vorderer Stelle mit. Ansonsten halten wir ja in nahezu allen Situationen das Schlusslicht in der Hand – @Impfung.

  14. NRW hat auch Präsenzpflicht mit Wechselunterricht… anscheinend sogar unabhängig von den Inzidenzen, die teilweise deutlich über 100 liegen.

    Ich frage mich, wer da haftet. Niemand weiss genau, was B117 bei Kindern anrichtet. Es gibt da nur Vermutungen in diverse Richtungen. Was ist, wenn durch den Präsenzzwang Kinder sich LongCovid einfangen? Haftet dann die Schulleitung, die ja für die Hygiene an der Schule verantwortlich ist? Was ist, wenn Eltern die Schulleitung explizit darauf hinweisen, dass die Hygieneregeln mangelhaft sind oder nicht richtig umgesetzt werden, die Schulleitung das aber nicht abstellt und weiter auf der Anwesenheit beharrt?

    Gerade an Grundschulen würde ich wetten, dass es quasi unmöglich ist, die Regeln immer und überall umzusetzen. Dazu kommt noch, das in den Regeln gerne sowas wie „soll“ und „wenn möglich“ steht… wer entscheidet das und wer verantwortet das?

    Zudem frage ich mich, wie lange man das Experiment dieses Mal laufen lassen will. Beim letzten Mal war schon im November klar, dass es Irrsinn ist, aber man hat bis kurz vor Weihnachten gewartet, bis man die Notbremse gezogen hat. Wird es dieses Mal wieder etliche Wochen mit hohem Risiko geben oder greift man schneller ein?

  15. Im Saarland gilt die ganze Zeit Präsenzpflicht: seit Präsenzuntericht ab 11.1. für Abschlussklassen, seit Präsenzunterricht am 22.2. für Grundschüler, ab 8.3. für 5., 6. und 11er und ab 15.3. alle Klassen im Präsenzunterricht. Warum es hier im Saarland nur um Parteistreitigkeiten geht und nicht um Bildung, Kinder Infektionsschutz — habe ich in den FB-Kommentaren näher erläutert. Seit 2 Wochen gibts im Saarland Stress. Ist schon peinlich, hier Einwohner zu sein.

    • Und das Problen wird sein, dass die damit befassten OVGs sich der Einschätzung der KM anschließen wird, dass es doch super Hygienekonzepte und das hervorragend wirkende Lüften in Schulen gibt….damit werden die Klagen wieder abgewiesen und die ReNo-Gehilfin und ihr (Scharf)Richter reiben sich die Hände, weil sie wieder obsiegt haben. Sicherlich wird keiner aus den OVGs sich der Gefahr aussetzen, diese Konzepte direkt vor Ort zu überprüfen. Und wenn man denen zur Urteilsfindung Bilder von den iTS oder von Kindern mit LongCovid (gibt es im Netz aus fachwissenschaftlichen Untersuchungen – suchen dauert Sekunden) präsentieren würde, dann käme von Seiten der KM-rechtsvertretung ein „EINSPRUCH – diese Bilder stammen nicht aus Schulen in meinen Bundesland – und sind somit in diesem Verfahren nicht relevant und daher nicht zulässig!“

  16. Ich kann es nicht mehr hören ohne das mir die Galle hoch kommt.
    Nicht alle Kinder leiden psychisch unter dem Homeschooling!!!
    Mein Sohn ist 7 Jahre und besucht die erste Klasse einer Grundschule in Niedersachsen,da in seiner Klasse 16 Kinder unterrichtet werden gibt es keinen Wechseluntericht. Beim ersten Lockdown und schulschließung ging er in die Vorschulklasse der selben Grundschule mit 15 Kindern,die dann beim Szenario B geteilt wurden.Was ist das für eine Logik?Wieso sinkt das Risiko bei einen Kind weniger so dolle das,das halbieren der klassenstärke nicht mehr nötig macht? Kann mir das der Herr Grant Tonne mal erklären?
    Es geht ihm gut ! Wir meistern das Homeschooling wirklich gut, natürlich mit Höhen und Tiefen aber mittlerweile haben wir uns gut organisiert. Wir stehen über Whatsapp mit der Klassenlehrerin und der Fachlehrerin im ständigen Kontakt. Ich fühle mich gut unterstützt und weiß was die Lehrer und Lehrerinnen leisten.

    Mir ist bewusst das Homeschooling keinen vollwertigen Präsenzunterricht ersetzt, aber wie vollwertig ist der Unterricht denn momentan unter diesen Bedingungungen,unter denen die Lehrer/innen gezwungen werden zu arbeiten?
    Ich weiß das viele Eltern froh und erleichtert sind das ihre Kinder wieder am Präsenzuntericht teilnehmen können/müssen.
    Ich für meinem Teil gehöre nicht dazu,mich macht es sauer das der Kultusminister Entscheidungen trifft die eigentlich in die Hände der Erziehungsberechtigten gehören sollten.
    Warum darf ich nicht selbst entscheiden ob ich MEIN Kind in die Schule schicke oder weiter im Homeschooling lasse?
    Die Präsenzpflicht sollte weiterhin ausgesetzt werden so das die Familien selbst entscheiden können.
    Wenn es wie bei uns, gut funktioniert mit dem lernen Zuhause dann sollte es doch machbar sein.
    Natürlich klappt es nicht überall so gut , meine Nachbarin deren beiden Söhne die 8 und 9 Klasse besuchen,lassen dich nichts sagen.Lernen so gut wie gar nicht sondern hängen nächtelang vorm Pc… Andere Eltern müssen Arbeiten und können nicht so präsent sein wie es vlt. nötig wäre.
    Aus gesundheitlichen Gründen bin ich nicht berufstätig und habe somit die Zeit und auch die Nerven mich mit meinem Sohn an den Tisch zu setzen, wir versupfen auch nicht nur weil wir uns im Lockdown befinden. Unser Tagedablauf ist zwar etwas lockerer als vorher aber trotzdem noch strukturiert. Und das als bildungsferne alleinerziehende !

    Oh ein Rechtschreibfehler,wo kommst Duden her?

    • @Eine entnervte Mutter eines Erstklässlers

      Ein schöner Kommentar, frei von Aggression und Polemik, dafür aber – trotz der Probleme – mit Humor.
      Vielen Dank für diese Einblicke!
      Und alles Gute für Sie und Ihren „Stöpsel“. 🙂

    • Ein sehr guter Kommentar! Genau so und nicht anders! Wenn’s läuft daheim, warum auf Gedeih und Verderb in den Präsenzunterricht schicken müssen? Wieso andere Menschen die Gewalt darüber haben, ob sich meine Kinder einer großen, unberechenbaren Gefahr aussetzen müssen, erschließt sich mir nicht. Ach, ich vergaß, wir Eltern sind ja alle prügelnde, die Kinder vernachlässigende Untermenschen, alle, durch die Bank. Und nur die Schule ist ein Ort voller Wärme, Geborgenheit und Einhörner, die Zuckerwatteregenbögen pupsen.

      • @Risikomama:

        Nun haben die Kumis sich das so schön ausgedacht und wollten mal „ein Herz für Kinder“ zeigen in der Hoffnung, dass vonseiten der gesamten Elternschaft ihnen eine kreischende Welle der Begeisterung (in Form von Wählerstimmen) entgegenschlägt.
        So was Blödes….wer hat denn damit gerechnet, dass auch DIESE fantastische Idee nach hinten losgehen könnte?!
        „Fahren auf Sicht“ eben auch hier, doppelt doof nur wenn man dabei auch noch kurzsichtig ist.
        Es gab früher mal einen Spruch, aus der Werbung, glaube ich:
        „Mit Brille wär`das nicht passiert!“

      • Ich kann nicht mitreden, was Schule betrifft. Ich habe Kindergartenkinder. Und die sind glücklich, daß sie wieder in die Kita dürfen. Die haben das vermisst. Auch wenn ich sie gerne daheim habe.
        Ich bin allerdings froh, in einem Bundesland zu leben, daß zwar Schulen öffnet, aber keine Präsenzpflicht hat . So kann jeder seine Entscheidung sonst treffen .
        Der eine sieht es so und der andere so. Was am Ende die richtige Entscheidung ist, werden wir sehen.
        Wir auch der Virus demnächst verhalten wird, weiß auch der beste Virologe nicht.

    • @Eine entnervte Mutter eines Erstklässlers
      Sehr schön geschrieben! Und ich gebe Ihnen absolut recht!
      Dass der Staat über die Gesundheit und das Leben entscheidet und keinen Gesundheitsschutz zulässt, ist ein Skandal!
      Andere Leute dürfen nicht arbeiten und die Existenz ist massiv gefährdet. An Schulen gäbe es die Möglichkeit für LuL und SuS, auf Distanz zu kommunizieren. Wir alle werden aber offenen Auges ins Haifischbecken geschmissen.
      Ich wünsche Ihnen und Ihrem Junior Alles Gute!

  17. https://www.welt.de/politik/deutschland/article227590267/Homeschooling-Die-verzweifelten-Gedanken-Berliner-Schueler.html

    Wirklich?

    Fahren wir mal so ca. ein Paar Jahrhunderte zurück.

    Wie habe wir als Rasse überhaupt überlebt? So jammernd sicherlich nicht. Sagen wir mal 5 Jh. vs. Chr. dann 10 Jh. vs. Chr, 15 Jh. vs. Chr usw…Kälte, Hungernot, alle 2 Tage etwas zum Essen, Krankheiten, Schmärzen, Kampf um Überleben, und zwar tagtäglich..
    Unverschämt, was wir aus diesen Jugendlichen gemach haben.

    Die Armen, sie müssen so viel leiden, weil sie so viel lernen müssen und keine Partys veranstalten dürfen.

    So traurig. (Ende der Ironie)

  18. Fazit.

    Wir machen zukünftig seelisch und körperlich kranke Menschen aus diesen Jugendlichen.

    Nur, dass die viele überfüssige Ärzte etwas zu tun haben.

    Das sollte unser Vermächtnis sein?

    Nö.

    Wir sind dann wirklich erbärmlicher als jedes Tier auf dieser Erde.

    • Sagen Sie genau das den Schulträgern, die sich seit über einem Jahr beharrlich weigern, die Schulen coronasicher auszustatten. Danke.

    • Der aus dem Ärzteblatt verlinkte Artikel bezieht sich in der Datenlage auf Meldedaten des RKI zu betroffenen Berufsgruppen. Da aber der Beruf Coronainfizierter vom RKI nicht systematisch erfasst wird (da er nicht systematisch von den Gesundheitsämtern weitergemeldet wird), sind die vom Autor getroffenen Aussagen leider wertlos. Statistiken von Krankenkassen sind diesbezüglich deutlich aussagefähiger; und die kommen auch zu anderen Ergebnissen.

      • Pflegepersonal, ärztliches Personal und medizinische Fachangestellt sind medizinische diese angesprochenen Berufsgruppen !
        Die Statistiken des gesetzlichen Krankenkassen bilden nicht die Anzahl der an SARS-CoV-19 erkrankten und verstorbenen Ärzte ab, weil fast alle privat versichert sind und viele gar nicht ihre Erkrankung an die PKV melden !
        Der Artikel ist also korrekt im Hinblick auf das Risiko der Gesundheits- und Pflegeberufe an SARS-CoV-19 zu erkranken oder zu versterben.
        Weltweit sind mindestens 17.000 Coronatote im Gesundheitswesen zu beklagen.
        https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=&p=1&nid=121762.

        • Stimmt leider immer noch nicht. Die Gesundheitsämter können, aber müssen den Beruf des Infizierten nicht melden. Je nach Gesundheitsamt gehen also Meldungen des Berufs an das RKI oder eben nicht. Was wollen Sie da vergleichen? Wenn, dann müssten Sie die Infektionszahlen von Berufsgruppen innerhalb eines bestimmten Gesundheitsamtsbezirkes vergleichen. Was die Daten der Krankenkassen betrifft: ich gehe davon aus, dass es mindestens genausoviel, wenn nicht sogar mehr privat versicherte Lehrkräfte wie privat versicherte Ärzte gibt, deren Erkrankungen ebenfalls nicht von den gesetzlichen Krankenkassen erfasst werden. Der „Fehler“, wenn man denn von einem solchen sprechen möchte, liegt dann eher in einer noch höheren Dunkelziffer von erkrankten Lehrkräften.

          • Die von ihnen hier ausgebreite Einstufung des Risikos der zusammengefassten Berufsgruppen widerspricht in jeder Hinsicht der derzeit praktizierten Impfstrategie, die darauf ausgerichtet ist, beruflich dem höchsten Risiko aexponierte Berufsgruppen zuerst zu impfen.
            Deshalb werden Ärzte und Pflegende zuerst geimpft, weil diese statistisch häufiger sich infizieren als Lehrer und Kitaangestellte.
            Das RKI hat in diese Gruppen, die im direkten Kontakt mit Patienten treten, entsprechend zusammengefasst.

          • @avl: Nein, die Impfstrategie orientiert sich an der Sterblichkeit der Älteren. Deshalb gibt es die Hauptgruppen ü80, ü70, ü60 + Vorerkrankung. Medizinisches Personal, z.B. auch in Pflegeheimen, war in Prio 1 und 2, weil im Krankenhaus nun mal die Chance sehr hoch ist, auf kranke Menschen zu treffen. Das sagt noch gar nichts über das persönliche Risiko dieser Berufsgruppe aus.

    • Wann haben Sie das letzte Mal ein KiTa oder Grundschule von innen gesehen? Männer sind dort eine verschwindend kleine Minderheit. Soviel zu Ihrer „Theorie“, dass nur im medizinischen Bereich „von Frauen dominierte Berufe“ zu finden sind.

      • Es besteht meinerseits ein beständiger Kontakt zu einer Kita, und dort ist nur ein Mann beschäftigt.Wo ist der Widerspruch oder der Fehler im Bericht des verlinkten Artikels?
        Stört sie die Wahrheit der Fakten ?
        Treten wir hier etwa in einem Wettstreit um das berufliche Risiko ?
        Sie treten gegen Fakten an, mit alternativen Fakten ?

        • Na ja, oben schreiben die, medizinisches Personal wäre stärker gefährdet als Erzieher und Lehrer (m,w,d). Kurz darunter kommt dann von Ihnen, es wären frauendominierte Berufe, die besonders gefährdet sind. Daher habe ich Sie lediglich darauf hingewiesen, dass die überwiegende Mehrzahl der Beschäftigten in KiTas und Grundschulen Frauen und daher nach Ihrer Argumentation besonders gefährdet sind. Wo sollen da alternative Fakten sein??

    • @AvL

      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/COVID-19?s=&p=1&n=1&nid=121787
      u.a. dort:
      „Hohe Infektionsrisiken und Dauerbelastung träfen beispielsweise den Einzelhandel (Frauenanteil 80,8 Prozent), die Altenpflege (84,2 Prozent) sowie den Bereich Erziehung und Sozialarbeit (83,5 Prozent). Unter den Krisenbranchen ragen das Gastgewerbe (64,6 Prozent) sowie die über Monate geschlossenen Friseur- und Kosmetiksalons (86,5 Prozent) beim Frauenanteil heraus.“

      Altenpflege (84,2 Prozent)
      Bereich Erziehung und Sozialarbeit (83,5 Prozent)
      Differenz = 0,7 Prozent
      (Die über Monate geschlossenen Friseur- und Kosmetiksalons führe ich eben wegen dieser Schließung nicht an, der Artikel erschien ja am 5.3.2021.)

      Dennoch behaupten Sie:
      „Das Infektionsrisiko um an SARS-CoV-19 zu erkranken ist für Lehrer und Erzieher deutlich niedriger als das für medizinisch und pflegerisch tätige Berufsgruppen.“
      (AvL 5. März 2021 um 23:27)

      Sind 0,7 Prozent „deutlich niedriger“?

      Und:
      „Im übrigen sind von Frauen dominierte Berufe in besonderem Maße von SARS-CoV-19 betroffen.“
      ( AvL 5. März 2021 um 23:38 )
      Und wenn diese Aussage von Ihnen zutreffen sollte, mag das je nach Ort vielleicht zutreffen … aber an den mir persönlich bekannten Schulen (Grundschulen schon seit Jahrzehnten, aber seit Jahren auch – verbliebene – Hauptschulen, Realschulen und auch Gymnasien) gibt es in allen Kollegien – deutlich – mehr Frauen als Männer.
      Wie gesagt, das kann je nach Ort unterschiedlich sein.

      Ferner glaube ich aber auch nicht, dass der Virus sich nach Art eines Lüstlings 😉 auf die berufstätigen Frauen stürzt und um die Männer einen Bogen macht.
      Die Gefährdung ist wohl eher auf die Anzahl der Kontakte zurückzuführen.
      Sollte ich da richtig liegen, sind Erzieher/Lehrer m/w gleich gefährdet, abhängig von dem i.d.R. NICHT vorhandenen weil NICHT gewährten Arbeitsschutz.
      (Das Thema Arbeitsschutz wurde hier im Forum auch in den letzten Tagen ausführlich abgehandelt.)

      Vielleicht hat die Redaktion einen Link mit verlässlichen Zahlen zum bundesweiten Durchschnitt oder zur Entwicklung der Zahlen (Anzahl der Frauen und Männer im Lehrberuf, ggf. nach Schulform)?

      • Wussten sie eigentlich schon, dass die deutliche Mehrheit der Medizinstudenten Frauen sind. Wo ist hier der Widerspruch ?
        Der Beruft des Arztes wird inzwischen von Frauen dominiert, und die werden wählen eben auch seltener operative Fächer als Berufsziel aus.

        • @ AvL
          Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, was Sie wollen…
          Ihnen ist schon bewusst, dass dies ein Forum für pädagogisches Personal ist?
          Und dass es im Bildungsbereich gewaltige Defizite in allen Bereichen gibt?
          Außerdem haben Sie den Wettbewerb bezüglich der höheren Ansteckungsgefahr begonnen.
          Und das nicht zum ersten Mal!
          Solidarität sollte doch anders aussehen, oder?

      • „ Ferner glaube ich aber auch nicht, dass der Virus sich nach Art eines Lüstlings auf die berufstätigen Frauen stürzt und um die Männer einen Bogen macht.“
        Das ist ein hochgradig intelligentes Virus! Es weiß, dass es in Schulen seinen Wirt nicht zu verlassen hat, es sei denn, der Wirt ist Lehrkraft. Ebenso befällt es nur Personen ab 12 (Siehe KuMi 1-16 im letzten Jahr). Jetzt kann es auch noch Geschlechter unterscheiden.
        Was wird die nächste Entwicklungsstufe sein?

        • Einen derartigen Unsinn über eine mögliche Präferenz des Virus für das weibliche Geschlecht hat hier weder der Artikel abgebildet, noch hat sonst jemand Derartiges in den Raum gestellt !
          Aber wenn man die Sachebene verlassen muss, weil man mit seiner Wahrnehmung und Sichtweise der Dinge im deutlichen Widerspruch zur Realität sich stellt, so versucht man dann wohl eher sich über andere lustig zu machen, als zu argumentieren.

          • @AvL

            WiMoKa 6. März 2021 um 10:57 hat mich zitiert mit:
            „ Ferner glaube ich aber auch nicht, dass der Virus sich nach Art eines Lüstlings auf die berufstätigen Frauen stürzt und um die Männer einen Bogen macht.“
            Suchen Sie meinen entsprechenden Post, da finden Sie auch die zugehörigen Fakten, wenn Humor nicht so „Ihr Ding“ ist. (Wer Humor hat und sich u.U. erdreistet, den auch mal zu zeigen, muss sich nicht zwangsläufig über andere lustig machen. Aber da kann ich nur für mich sprechen und das wäre mir für „meine“ Realität zu armselig, sorry.)
            Im Übrigen hat @ Marie 6. März 2021 um 14:06 – sofern ich das richtig verstanden habe – versucht, Ihnen denselben Gedankengang nahe zu bringen.

          • @avl: ich gelobe Besserung in der eindeutigen Kennzeichnung meiner Gedanken: Hülfe es Ihrer Ansicht nach, wenn ich an jeden Post schriebe: „Achtung: Dieser Post kann Spuren von Sarkasmus enthalten. In keinem Fall macht sich WiMoKa über VorposterInnen lustig, sondern lacht gemeinsam mit ihnen über die gelegentlichen Absurditäten des Lebens.“?

        • @WiMoKa

          „Was wird die nächste Entwicklungsstufe sein?“
          Kultus- oder Schulminister, für den Fall dass der Virus in seiner wahllos-aggressiven Vorgehensweise weiterhin ungebremst tätig sein möchte und einen Platz sucht, an dem er sich so richtig festsetzen kann.
          🙁

          • Na eigentlich wäre das ein guter Weg. Gibt nur 16 davon und die verschwinden nach ein paar Jahren in der Versenkung. Damit könnte ich umgehen

  19. @avl 06. März 13.38 Uhr
    Und weiterhin sind Ihre Argumente nicht korrekt: die Impfstrategie der Bundesregierung richtet sich eben nicht nach dem persönlichen Risiko, generell an COVID 19 zu erkranken, sondern nach dem Risiko für schwerste Verläufe. Als zweites Kriterium wurde die (in Bezug auf die Pandemiebekämpfung) gesellschaftliche Relevanz hinzugezogen. Da es ein großes Problem für Erkrankte ist, wenn Ärzte und Pfleger durch Erkrankung ausfallen, wurden diese (sofern sie exponiert eingesetzt werden) in Prio 1 eingeordnet. Erzieher und Lehrer hat man ursprünglich, ebenfalls aufgrund der gesellschaftlichen Relevanz, in Prio 3 eingeordnet. Da letzteren Gruppen kaum bislang Arbeitsschutz, wie ihn die Arbeitsstättenverordnung vorschreibt, gewährt wurde und sich zeigte, dass die Gesellschaft deren Dienste doch stärker benötigt als ursprünglich gedacht, sind zumindest Grundschullehrer und Erzieher in Prio 2 aufgestiegen, damit diese, so wie Ärzte und Pfleger, nicht durch Erkrankung ausfallen.

    • Hach, es wäre zu schön, wenn letzteres zuträfe. Leider wurden wir nur hochgestuft, weil Astra liegen blieb (den hat nämlich ein großer Teil des laut avl so gefährdeten medizinischen Personals einfach abgelehnt – na so was!). Nachdem er jetzt auch für ü65 zugelassen ist, hat Herr Laumann(Gesundheitsminister in NRW) schon verkündet, dass das nun mit der Impfung der Lehrkräfte wohl doch länger dauern wird…

  20. Da Lehrkräfte die Fürsorgepflicht umzusetzten haben, dies aber nicht möglich sein wird, sollten klare Überlegungen angestellt werden, wie groß die Klagewelle gegen Lehrkräfte sein wird.

    Es wird ein Einfaches sein, einer Lehrkraft nachzuweisen, dass sie die Hygienevorschriften und die Coroanaschutzverordnung nicht pflichtgemäß unter Einhaltung der Fürsorgepflicht eingehalten und umgesetzt hat sobald ein Kind erkrankt.

    Werden spannende Präsenzunterrichtstage…

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