Länder machen, was sie wollen: Stufenplan für Schulen offenbar vom Tisch

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BERLIN. Man war sich – mal wieder – einig, nicht einig zu sein: Die Bundesländer werden bei den geplanten weiteren Schulöffnungen voraussichtlich nicht nach einem gemeinsamen Konzept vorgehen. Man habe festgestellt, dass die Länder in eigener Verantwortung schrittweise eine weitere Rückkehr in den Präsenzunterricht planen könnten, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), am frühen Donnerstagmorgen nach der Bund-Länder-Runde zu Corona in Berlin. «Wir werden dann sehen, wann die nächsten Jahrgangsstufen auch möglich sind.» Dies würden die Länder aufgrund ihrer jeweiligen Inzidenzlage beschließen. Ein bundesweiter Stufenplan, wie von Lehrerverbänden und der Bundeskanzlerin gefordert, ist damit wohl vom Tisch. Auf Schnelltests werden Kitas und Schulen noch warten müssen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kann sich mit ihren Wünschen nach mehr Vorsicht bei Schulöffnungen gegenüber den Ländern nicht durchsetzen. Foto: photocosmos1 / Shutterstock

Bei ihren Beratungen über die Corona-Maßnahmen haben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderregierungschefs in einer Videokonferenz vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 28. März zu verlängern. Allerdings soll es, je nach Infektionslage, viele Öffnungsmöglichkeiten geben. Vereinbart wurde eine stufenweise Öffnungsstrategie mit eingebauter Notbremse: Führen einzelne Lockerungen zu einem starken Anstieg der Infektionszahlen in einer Region, werden automatisch alle schon erfolgten Erleichterungen wieder gestrichen. Bereits zuvor hatten die Kultusministerinnen und -minister beschlossen, dass der an Grundschulen begonnene Wechsel- oder Präsenzunterricht auf weitere Jahrgänge ausgeweitet und intensiviert werden soll.

Systematische Tests soll es in Schulen und Kitas geben. Laut Beschluss, so berichtet die ARD-„tagesschau“, stellen die Länder sicher, dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten. „Soweit möglich soll eine Bescheinigung über das Testergebnis erfolgen.“ Allerdings: Unklar sei, wie viele Tests tatsächlich erhältlich sind und bestellt wurden. Die Teststrategie solle bis Anfang April schrittweise umgesetzt werden.

Nach dem Gipfel deuten sich in Nordrhein-Westfalen keine kurzfristigen weiteren Öffnungen an Schulen an. Dazu würden zunächst Gespräche mit Eltern- und Lehrerverbänden geführt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am frühen Donnerstagmorgen nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise in Düsseldorf. «Details kann man dazu am heutigen Tag nicht sagen.» Die Zuständigkeit liege bei den Ländern. Daher sei über diese Frage nicht in der Ministerpräsidentenkonferenz entschieden worden.

Nach sechs Wochen Distanzunterricht waren am 22. Februar mehr als 800.000 Schüler in NRW unter verschärften Schutzvorkehrungen in die Klassen zurückgekehrt. Allerdings gilt das bislang nur für Grund- und Förderschüler der Primarstufe, die Wechselunterricht haben, sowie für Abschlussklassen, die auch in voller Stärke unterrichtet werden dürfen.

Auch für Baden-Württembergs Schulen gilt: keine Festlegung. Unklar bleibt, ob sogar schon vom kommenden Montag an auch die weiterführenden Schulen schrittweise wieder öffnen können, wie Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) dies gefordert hatte. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) wollte sich erst am heutigen Donnerstag zu den Beschlüssen äußern und mit Eisenmann die nächsten Schritte besprechen. Der Grüne hatte sich zuletzt skeptisch gezeigt, ob es so schnell gelingen kann, die Wiedereröffnung der Schulen mit genügend Schnelltests bei Schülerinnen und Schülern abzusichern.

«Es kann sich zum Guten, aber auch zum Schlechten entwickeln»

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte angesichts der Öffnungsschritte zu Vorsicht. «Wahr ist, was hier beschlossen wurde, sind schon sehr große Schritte», sagte er in der Nacht zum Donnerstag nach der Bund-Länder-Runde in Berlin. Der März werde ein Übergangsmonat. «Es kann sich zum Guten, aber auch zum Schlechten entwickeln», sagte Söder. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) werde Einzelheiten zur Umsetzung der Teststrategie in Schulen nennen.

Unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz sollen ab kommenden Montag nach den bereits geöffneten Garten- und Baumärkten, Friseuren und Kosmetikstudios auch Buchhandlungen wieder aufsperren können. Unter anderem soll auch kontaktfreier Sport im Freien alleine oder zu zweit in Gegenden möglich werden, wo die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche – den Wert 100 nicht übersteigt. Weitere Öffnungsschritte in solchen Gegenden umfassen neben Terminshopping-Angeboten im Einzelhandel auch Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten für Besucher mit Terminbuchung. Ebenfalls schon vom kommenden Montag an sollen demnach die stark beschränkten privaten Kontaktmöglichkeiten gelockert werden. Dann werden wieder private Zusammenkünfte des eigenen Haushalts mit einem weiteren Haushalt möglich sein, jedoch beschränkt auf maximal fünf Personen.

«Das Herz sagt uns: So viel öffnen wie möglich! Der Verstand mahnt aber eindeutig zur Vorsicht»

«Wir geben den Menschen ein großes Stück Vertrauen und Freiheit zurück», sagte Söder. Er warnte aber auch vor zu hastigen Öffnungsschritten. «Das Herz sagt uns: So viel öffnen wie möglich! Der Verstand mahnt aber eindeutig zur Vorsicht», sagte der CSU-Chef. «Wir haben kein schlechtes Gewissen dabei, aber wir haben schon Sorgen und Bedenken.» Es gelte aufzupassen, nicht in den nächsten Lockdown zu schlittern, möglicherweise schon zu Ostern.

Niedersachsenes Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zeigte sich nach Ende der Beratungen zufrieden. «Die niedersächsische Position findet sich in einem großen Teil der gefassten Beschlüsse wieder», sagte er am späten Mittwochabend. «Alle Bereiche dieser Gesellschaft haben damit wieder eine realistische Öffnungsperspektive.» Gleichzeitig werde weiter auf den Infektionsschutz geachtet. Die konkrete Umsetzung der Bund-Länder-Beschlüsse will Weil am Donnerstagmittag nach regierungsinternen Beratungen in Hannover präsentieren.

Dabei wird es auch um die Rückkehr weiterer Jahrgänge zurück in die Schulen gehen. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) möchte eigentlich vor Ostern bereits wieder deutlich mehr Schüler im Wechselunterricht in die Klassen zurückkehren lassen. Systematische Schnelltests sollen dies erleichtern. Wann diese den Schulen zur Verfügung stehen, hatte die Landesregierung am Mittwoch aber noch nicht sagen können.

«Ich halte die Ergebnisse dieser Beratungen für einen deutlichen Fortschritt», hatte Weil am Abend betont. Insbesondere sei der maßgebliche Schwellenwert für Maßnahmen wieder eine Sieben-Tages-Inzidenz von 50. «Ich bin zuversichtlich, dass wir jetzt schrittweise und vorsichtig zu Erleichterungen für die Bürgerinnen und Bürger kommen.» Die Menschen in Niedersachsen hätten lange und geduldig viele wirklich schwerwiegende Einschränkungen der persönlichen Freiheit akzeptiert. «Eines muss uns allen gemeinsam klar sein: Mehr Lockerungen bedeuten auch mehr persönliche Verantwortung», sagte Weil. Nur wenn alle sich weiterhin umsichtig und verantwortungsbewusst verhielten, könne mehr Normalität zurückgewonnen werden.

«Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass mit diesem Beschluss die 3. Welle langsam anläuft»

„Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass mit diesem Beschluss die 3. Welle langsam anläuft. Es kann sogar sein, dass das Terminshopping und Außengastro kurz anläuft. Aber spätestens Anfang April liegt die Inzidenz über 100 und das Intermezzo ist beendet“, so twitterte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. „Auch gut: freie Schnelltests kommen. Die Teststrategie in Schulen und Betrieben ist aber unklar, weil die nötigen Schnelltests noch fehlen. Insgesamt bin ich aber sehr besorgt.“ News4teachers / mit Material der dpa

Zweimal pro Woche Nasenbohren: Selbsttests für Schüler und Lehrer kommen! Flächendeckend?

Schul-Chaos, neue Runde: Gebauer will mehr Präsenz trotz hoher Inzidenz – Kretschmann: Kein Spielraum für Schulöffnungen

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81 KOMMENTARE

  1. Und wieder geht es um Öffnungen, in dem Fall der weiterführenden Schulen (an denen sich dann auch andere Bildungseinrichtungen orientieren) – bevor auch nur im mindesten ausreichende Schutzvorkehrungen etabliert worden sind! Keine bereits erfolgten Impfungen bei der Mehrheit, unzureichende Raumausstattung, natürlich keine rechtzeitigen Testverfahren. Warum haben Gewerkschaften und interessenverbände für Lehrende so überhaupt kein Gewicht in dieser Diskussion?

  2. Dass wir nicht die nächsten Monate oder Jahre so weitermachen können wie seit Dezember, das dürfte klar sein.

    Aber was zu halten ist von
    – Überlegungen (?), die zu den Beschlüssen führen,
    – zur überlegten Erfassung von Daten,
    – zur schlüssigen Weiterarbeit mit diesen Daten,
    – Zusammenarbeit zwischen Gremien und Bund und Ländern,
    – zur EHRLICHEN Kommunikation mit Bürgern,
    das durften wir im letzten Jahr in Erfahrung bringen.

    Nachtrag zum Punkt EHRLICHE Kommunikation:

    „Nach dem Gipfel deuten sich in Nordrhein-Westfalen keine kurzfristigen weiteren Öffnungen an Schulen an. Dazu würden zunächst Gespräche mit Eltern- und Lehrerverbänden geführt, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am frühen Donnerstagmorgen nach den Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise in Düsseldorf.“

    „Gespräche mit Eltern- und Lehrerverbänden“ … HIER denkt der nicht ins System Schule involvierte Leser/Hörer/Zuschauer: Aha, die sitzen dann da irgendwo und diskutieren und dann werden sie sich einig.
    NEIN, so ist es nicht:
    Der Wahrheitsgehalt von Lügen steigt NICHT durch gebetsmühlenartige Wiederholungen, siehe hier:
    „…noch ein Wort zum MSB
    Frau Ministerin Gebauer hat in ihren öffentlichen Statements zu anstehenden Entscheidungen in den letzten Monaten immer wieder betont, dass diese Entscheidungen „in Abstimmung mit den Verbänden“ getroffen worden seien.
    Wir möchten hier kurz erläutern, was sich hinter dieser Formulierung verbirgt.
    Zum Rahmen:
    Die SLV NRW war, wie auch andere Verbände, zu (digital gestützten) Beratungen eingeladen. Auf Aussagen zur Vorbereitung und zum technischen Standard dieser Treffen möchten wir an dieser Stelle verzichten.

    Zu den Inhalten:

    Richtig ist, dass alle Geladenen mehr oder minder ihre Diskussionspunkte einbringen konnten.
    Richtig ist auch, dass einzelne Aspekte aufgegriffen worden sind.
    Richtig ist ebenso, dass das MSB immer betont hat, dass es grundsätzlich allein über die anstehenden Entscheidungen befinden wird.
    Richtig ist weiterhin, dass Ministerin und Staatssekretär immer wieder mit Nachdruck die Zustimmung der Verbände zu den Vorstellungen des MSB eingefordert haben.

    Falsch ist, dass Ministerin Gebauer und Staatsekretär Richter diese Zustimmung in dem Maße bekommen haben, wie es die Ministerin durch ihre Wortwahl versucht erscheinen zu lassen.
    Falsch ist weitestgehend, dass die Entscheidungen „in Abstimmung mit den Verbänden“ getroffen worden sind.

    Da in den Beteiligungssitzungen viele Themen und Fragen nicht aufgriffen wurden oder auch nicht beantwortet werden konnten, gibt die SLV NRW diese Themen zusätzlich schriftlich an das MSB.
    Auch der Aktualität geschuldete umgehende Antworten erhalten wir in der Regel nicht. Zwischen Anfrage und Beantwortung lagen zuletzt mehrere Wochen.

    So auch unser Vorschlag zum vorgezogenen Impfen von allen in Schulen Beschäftigten. Wir haben ihn erstmalig am 2. Januar und kurze Zeit später noch einmal an das MSB gesandt und ihn auch in der Öffentlichkeit kommuniziert. Eine Antwort ist bis heute nicht erfolgt. Die Entwicklung scheint uns allerdings Recht zu geben. “

    https://neu.slv-nrw.de/index.php?id=93

    Das zeigt, dass zwar behauptet wird, man würde ehrlich kommunizieren, aber oft nur in 1 Richtung.
    Das wird bestätigt durch die vielen Erfahrungen von regelmäßig hier schreibenden Teilnehmern im Forum, Lehrer genau so wie Erzieher und andere Mitarbeiter in Kitas und Schulen. Auch Eltern berichten dies seit Monaten.
    Damit offenbart sich auch, dass dieses Problem in allen Bundesländern vorhanden ist.
    Auch n4t berichtete in den letzten Tagen, dass Anfragen seit Wochen nicht beantwortet worden sind.

    Also, auf in eine neue Runde des bewährten (?) Gesellschaftsspiels „Vorwärts immer – rückwärts nimmer!“
    (Die Geschichte hat gezeigt, welch erfolgreiche Idee dieses Motto war …)

    Dann wünsche ich allen – besonders den unfreiwillig (weil denkfähigen) Teilnehmern – viel Glück und bleibt gesund!

    • Lieber Pit …vielen dank für diese – für viele Menschen, die nicht so in schulische Abläufe eingebunden sind – erhellenden Erläuterung dieser ewigen ministeriellen Lüge zur Entstehung der dort gefällten Entscheidungen. Zum „guten Stil“ des MSB in NRW gehörte es bereits vor Jahren, dass Vertreter z.B. aus den Peronalräten zu Sitzungsterminen geladen wurden, diese dann am Begrüßungskaffee und den obligatorischen Schnittchen teilhaben durften – incl des üblichen informellen Austauschs – aber dann, als es in die Beratungen ging, die Türen buchstäblich vor ihrer Nase geschlossen wurden und sie auf dem Gang ausharren sollten. Drinnen saßen nur die gewünschten und ewig-gleichen Verdächtigen, die seit Jahren der Schulentwicklung massiven Schaden zufügen.
      Aber wenn man das Gelaber der ReNo-Gehilfin und ihres (Scharf-)Richters dauernd hört und die Mechanismen nicht kennt, dann wundert man sich natürlich, warum diese blöden Lehrer:innen ständig herumnörgeln, wo doch alles mit ihnen abgesprochen wurde.

  3. Jeden 2.Tag landet bei uns ein Fax-Angebot für bis zu 10.000 Schnelltests. Seit Wochen.

    Wieso kann das Gesundheitsministerium Selbsttests erst im April bereitstellen?

    Auch das den Hausärzten aufgedrückt wird über Impfpriorisierung zu entscheiden ist ein Unding.

    Für Krankenkassen ist das viel einfacher.
    Haben etwa die privaten Krankenversicherungen manipuliert?

    Die Hausärzte sollen impfen und nicht ihre Karteien durchwühlen, wer eventuell vorerkrankt ist.

    • @Koogle
      „Auch das den Hausärzten aufgedrückt wird über Impfpriorisierung zu entscheiden ist ein Unding. Für Krankenkassen ist das viel einfacher….. “

      Krankenkassen sehen sich in der Abwicklung und Beschleunigung der Impfungen nicht zuständig und verweisen auf die (überlasteten) Impfzentren.

      So wurde meine schriftliche Anfrage zur Aufnahme auf eine Warteliste für Impfwillige – AstraZeneca – von der Techniker Krankenkasse lediglich mit dem Hinweis beantwortet, man sei dafür NICHT zuständig, beigefügt war ein Link zu den Impfzentren der Bundesländer.

      –> Nur noch mit Sarkasmus zu ertragen:
      So denn fristet der Impfstoff sein Dasein im Kühlschrank. Klasse!
      Die Krankenkassen haben aufgrund von UNWILLIGKEIT anscheinend genug Geld für ITS-Aufenthalten von zig-Risikopatienten, die impfwillig gewesen wären!

    • Mein Hausarzt hat bereits im November gesagt, dass er seine Praxis erst mal zu macht, wenn diese Aufgabe der Priorisierung ihm zugeschoben wird…. „Ich hab doch keine Lust dutzendemal am Tag auszudiskutieren, warum dieser oder jener, der nun wegen ner Impfe vorstellig wird, noch nicht dran ist. Das ist doch wie Stepptanzen im Minenfeld.“

  4. “ … stellen die Länder sicher, dass das Personal in Schulen und Kinderbetreuung sowie alle Schülerinnen und Schüler pro Präsenzwoche mindestens einen kostenlosen Schnelltest erhalten.“

    „Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) möchte eigentlich vor Ostern bereits wieder deutlich mehr Schüler im Wechselunterricht in die Klassen zurückkehren lassen. Systematische Schnelltests sollen dies erleichtern. Wann diese den Schulen zur Verfügung stehen, hatte die Landesregierung am Mittwoch aber noch nicht sagen können.“

    * BITTE WER legt Herrn Tonne die ‚3. Version Teststrategie‘ des ifo-Instituts auf den Schreibtisch?
    Bitte NACHLESEN unter Punkt 4.2. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    “ 4.2 Teststrategien für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
    Bei Wiedereröffnung des Präsenzunterrichts in Schulen und anderen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen bzw. für die Notbetreuung ist eine Eintrittstestung (Entry Screen) sowie ein gutes Monitoringkonzept (Surveillance) durch regelmäßiges und systematisches Testen von Personal und Schüler*innen notwendig, um Infektionen frühzeitig zu erkennen und somit Übertragungen zu verhindern. Regelmäßiges Screening (2x/Woche oder häufiger) reduziert maßgeblich die Stärke und Häufigkeit von Ausbrüchen innerhalb der Einrichtung (Paltiel et al., JAMA, 2020).“
    ttps://www.faz.net/aktuell/wissen/lockerungen-ohne-dritte-corona-welle-plan-der-no-covid-initiative-17224241.html

    PDF-des ifo-Instituts:
    https://www.ifo.de/publikationen/2021/monographie-autorenschaft/proaktive-zielsetzung-bekaempfung-sars-cov-2-teststrategien

  5. „Es kann sich zum Guten, aber auch zum Schlechten entwickeln», sagte Söder.

    Oh mein Gott!! … wenn man sich den sog. 5-Stufenplan anschaut kann einem nur schwindelig werden. Damit ist ein Monster geschaffen worden, dass jetzt gefüttert werden will. Unzählige Varianten ergeben sich aus den Einzelregelungen, die versuchen, den verschiedensten Bedürfnislagen gerecht zu werden. Man merkt daran, wie seht die Politik von der Realitöt und den formulierten Forderungen aus Einzelinteressen vor sich hergetrieben wird. Da in den letzten Monaten nur rumgeeiert worden ist müssen nun 1000e Interessen bedient werden, damit der Mob nicht die politischen Zentren stürmt, um die Politiker aller Couleur am nächsten Laternenmast aufzuknüpfen („‚ca ira“) . Die Veränderung Richtung Inzidenzwert 100 (das ist die neue 50) wird immer wieder mit dem sog „Impfturbo“ begründet, den der NRW-Aushilfshobbit Laschet jetzt starten wird (btw. Muss man also davon ausgehen, dass die Verschleppung des Impftempos bislang Absicht war, die man nun einfach mal so abstellt?) und mit der jetzt schlagartig vorhandenen und funktionierenden Digitalisierung der Gesundheitsämter begründet, weshalb bislang der 50er Wert angesagt war – nämlich der Quote, bei der es dem G-ämtern noch möglich war, die Infektionskontakte zurück zu verfolgen. Auch das ist ein Grund für den Wechsel auf I-wert 100 – blöd nur, dass die digitale Infrastruktur doch gar nicht vorhanden zu sein scheint.
    Und wenn man die getroffenen Regelungen liest, bekommt man den Eindruck, dass man diese individuell erweitern möchte … einfach, weil es die Absurdität klarer vor Augen führt.
    Menschen dürfen sich bei einem I-wert zwischen 50 und 100 zum körpernahen Sport in Blumenläden oder Baumärkten treffen, wenn sie vorher einen Schnelltest gemacht haben (diese sind ab nächster Woche bei ALDI – Nord & Süd für 25.- Euro für 5 Stück zu haben), einen Seitenscheitel und jeweils eine rote und eine grüne Socke tragen, was aber bedingt, dass die anderen im Laden sich über „click and meet“ vorher angemeldet haben, eine lustige Kopfbedeckung vorweisen können und nachweisen, dass ihre Oma in Castrop-Rauxel und der Opa östlich von Braunschweig geboren wurden. Klar, muss man daran denken, dass das Ordnungsamt hier einen Schiedsrichter stellt, der die „einkäufliche Begegnung“ betreut und dabei darauf zu achten hat, dass die Grundrechte des GG von Artikel 1 bis 27b eingehalten werden. Im Falle eines Regelverstoßes wird der Übeltäter ausreichend flankiert und in ein Straflager auf die schwäbische Alb verschickt. Usw.usf.

    Sorry für das Kopfkino …nein Pit2020 sprach als Steigerung von einer Kopfkirmes, glaube ich…aber das sind die Bilder, die bei mir entstehen.
    Was in Schulen und Kitas passieren soll scheint nicht klar, da müssen Gebauer, Eisenmann, Hubig und die anderen der Mischpoke noch beraten, wie sie das Chaos noch vergrößern können. Mit einem Messer im Rücken gehen wir nämlich noch lange nicht nach Hause.

    Ich freue mich auf Ostern…auf das Fest der Auferstehung des Herrn…möge bei der Gelegenheit auch das Gewissen, die evtl vorhandene Restintelligenz und ein gesundes Verantwortungsgefühlbei unseren Entscheidern ebenfalls wieder erstehen. Denn gestern hatten sich diese Grundkompetenzen leider offenbar vor Eigenscham völlig aus der Runde verabschiedet.

    9 Stunden, für so nen Scheiß??!! Wa soll das???

    • @Andre Hog

      Moin Kollege,
      hier nochmal der Link zu „Kopfkirmes“ … und ich wünschte, die nächsten Corona-Maßnahmen würden direkt von Ralph Ruthe verordnet, wenigstens wäre es dann wirklich lustig!
      (In der Sache und Wirkung schlechter … das würde nicht einmal ich hinkriegen, haha.)

      https://www.youtube.com/watch?v=yMmSDa6jGCU

      • Moin zurück, lieber Kollege…ich höre nur noch Döp Döp Döp….usw. es will gar nicht mehr weggehen. 😉 ….aber so muss ich wenigstens nicht ständig an den Scheiß von gestern denken.
        „DöpDöpDöpDödödöpDöpDöp…. und jetzt alle!“

    • Vielen Dank, dass ich im allgemeinen Chaos und Durcheinander jetzt doch mal laut lachen konnte.
      Ist natürlich Galgenhumor – aber man wird ja genügsam.

    • Japp- für so einen Scheiss- auf die Pressekonferenz vom Weil haben wir heute schon 2 Mal gewartet. 11.30 Nix. 15….nach 5 Minuten tolle Warteschleifenmusik….. Abgesagt… Einfach so. Vielleicht hat Tonne ja Corona….

  6. Ich habe vor ein paar Tagen einen Bericht über die Titanic gesehen. In diesem wurde geschildert, wie der Kapitän der Titanic von dem Ereignis so überwältigt war, dass er handlungsunfähig wurde.
    Dieses Phänomen beobachten wir seit einem Jahr bei den Politikern.
    Die Politik befindet sich seit einem Jahr in einer Schockstarre. Es werden quasi immer nur Zahlen hin und her geschoben um die Situation irgendwie einordnen zu können. Tatsächlich passiert allerdings sehr wenig, was man besonders gut bei den Schulen beobachten kann.

  7. In unserer gesamt schule in Hessen wird seit januar unterrichtet. Die 13. Gymi- und 10. Realschulklassen sind voll. Die 5. 6. und 12. Klasse sind im Wechselunterricht. Insgesamt sind ca. 50% Schüler und alle 100 Lehrer in der Schule. Die Lehrer geben auch Onlineunterricht für die 7., 8. 9. 10. Gymi und 11.Klassen. Nach einem Jahr Corona haben wir immer noch kein vernünftiges Konzept, es gibt keine Luftfilter, keine Schnelltests und keine Impfungen (es ist lächerlich, dass eine 23-jährige Kita-Lehrerin vor einer 64-jährigen Gymi-Lehrerin geimpft wird) Die Politiker haben uns im Stich gelassen.

    • Hallo Tad,
      warum ist es unfair, dass eine Erzieherin der Kita vor Ihnen geimpft wird? Im Gymnasium tragen ALLE Beteiligten eine Maske, was kein großer Schutz ist, aber immerhin einer…, alle können Abstand halten…
      In einer Kita trägt keiner eine Maske. Auch glaube ich nicht, dass Sie ihre Schüler wickeln oder füttern müssen oder dass diese Ihnen aufs Essen oder direkt ins Gesicht husten und niesen… Auch glaube ich nicht, dass Ihre Schüler täglich auf Ihrem Schoss sitzen und sich von Ihnen die Nase putzen lassen…
      Ich könnte noch viele Dinge aufzählen, dies würde zu weit führen, sie dürfen gerne aber einmal in unserer Kita arbeiten, falls Sie vergessen haben, wie das Leben in einer Kita mit 25 Kindern auf engstem Raum abläuft.
      Ich streite nicht ab, dass auch Lehrer geimpft werden müssen, aber vielleicht tatsächlich erst einmal die, wo kein Abstand und keine Masken möglich sind, wie z.B. auch in den Sonderschulen.
      Bleiben Sie gesund

    • Ein Schüler von mir hat einen Impftermin, weil er im Sommer in ein Jugendlager als Betreuer geht.

      Ich gönne es ihm, aber irgendwie habe ich das mit der Impfpriorisierung anders verstanden.

  8. Irgendwie ist doch wohl die Reihenfolge falsch…? Erst alle Tore aufreißen und dann ( ich schätze frühestens in einem Monat) irgendwann mal testen. Ich finde es schon dreist und anmaßend, wie hier ständig von den unkomplizierten Schnelltests in Schulen gesprochen wird, obwohl sie gar nicht da sind….

    • @Chorleiterin

      Böse, aber realistisch gedacht bedeutet das womöglich Einsparungen:
      Wenn „irgendwann mal“ gestestet wird, könnte es ja sein, dass man dann schon weniger Tests und Impfstoff benötigt, weil … naja … „aus Gründen“ weniger Leute da sind, die in den Genuss kommen können?
      Man braucht keinen Test oder Impfstoff für die, die auf der ITS liegen.
      Auch nicht für die, die den kleinen Zettel am kalten Zeh hängen haben.
      (Viele kleine Beträge ergeben am Ende größere Summen. Außerdem: Was man da in Hinblick auf die Versorgung – weitere Behandlung, Renten, … – für Einsparungen generieren kann …!)
      🙁

      • Dazu fällt mir der sarkastische Aussage meines ältesten Sohnes Ende letzten Jahres ein.

        Sind die Rentenkassen leer, dass eine zeitnahe Reduzierung der Berechtigten und eine langfristige Reduzierung des Lebensalters von Nöten ist?

      • … klammheiliche Strategie, um mal schnell die Alterspyramide umzubauen.
        Aber Psst, nix verraten – bleibt Geheimnis der Politik -! 😉

        Oder ach, stellen wir hinterher fest, dass es zu viele ‚Junge‘ getroffen hat, Mist … war dann wohl ein Schuss in den Ofen.
        Zu dem Zeitpunkt werden die Wahlen schon vorbei sein und man (Politiker) hat mit der Sache nichts mehr zu tun.

        Ggf. nimmt man sich schon Texas zum Vorbild – per Order Mufti ‚Pandemie ist vorbei‘ –
        https://www.n-tv.de/panorama/Texas-und-Mississippi-beenden-Corona-Massnahmen-article22397910.html

  9. Das ausdrückliche Fehlen des Themas Schulen in allen Berichten und Livetickern ließ auf extrem festgefahrene Positionen schließen. Die Überschrift „Länder machen, was sie wollen“ wird also zutreffen. Planungssicherheit oder verantwortungsvolles Handeln ohne Rücksicht auf die Wahlurne sieht anders aus.

  10. Kennen Sie noch den Begriff Wolkenkuckucksheim? In einem solchen scheinen unsere KuMis zu leben. Da haben sie sich eingerichtet und fabulieren von Schnelltests. Die Realität für uns auf der Erde sieht anders aus: eine windschiefe Bretterbude im Morast, die dem nächsten heftigen Regenfall nicht stand hält. Notorische Realitätsverweigerung hat etwas Pathologisches.

  11. „Das wahrscheinlichste Szenario ist, dass mit diesem Beschluss die 3. Welle langsam anläuft“

    Ich würde in diesem Satz ein Wort streichen…. und zwar das Wort „langsam“.

    Von einer Bekannten hier in NRW haben wir erfahren, dass in der Wechselunterrichtsgruppe ihres Sohnes ein Schüler infiziert ist. Dieser Schüler bleibt zu Hause. Der Rest wird weder getestet noch quarantänisiert.

    Das ist das perfekte Rezept für eine möglichst heftige dritte Welle.

    Wenn es sich bewahrheitet, dass B117 bei Kindern heftiger einschlägt, dann sollten sich die Schulleitungen in den Bundesländern, in denen es Schulpflicht gibt, schonmal sehr gute Anwälte suchen, denn trotz allem, was die Politik an täglich neuen Sachen raushaut, sind die Schulleitungen für die Hygiene an den Schulen verantwortlich.

    • Dieser Schüler bleibt zu Hause. Der Rest wird weder getestet noch quarantänisiert.

      – – – –

      Kommt uns diese Teststrategie nicht irgendwie bekannt vor?

      Man man man … selbst Kleinkinder haben steilere Lernkurven. Und mit dieser Aussage diffamiere ich vermutlich sogar die Kleinkinder. Eigentlich versuche ich meist sachlich zu bleiben, aber mir geht beim Thema Pandemie echt die Puste dafür aus.

    • Kann ich bestätigen. In der Notbetreuung (GS NRW) eine Schülerin krank. Getestet und in Quarantäne nur die zwei direkten Sitznachbarn. Lehrerin musste weder in Quarantäne, noch wurde sie getestet, da sie ja Maske trug. Erst als auch die beiden Sitznachbarn positiv getestet wurden, kam Tempo in die Sache. Am Ende waren es 5 Kinder und die Lehrerin, die alle positiv waren. So viel zur Teststrategie…

    • Hatte Spahn nicht erst vor wenigen Tagen dazu aufgerufen, wieder mehr PCR-Tests durchzuführen?

      Ach so, ich Dummerchen vergaß, dass sich das ja gar nicht auf Kinder bezogen haben kann, die stecken sich ja schließlich so gut wie nie an.

    • @Jan aus H
      Vermutlich wird an der betreffenden Schule gerade eine Studie, natürlich NICHT durch das Kultusministerium beauftragt, zur Infektionsübertragung in Schulen durchgeführt. Da macht dieses Nicht-Testszenario durchaus Sinn

  12. NRW-Landtagssitzung startet gleich.
    Bis 11:35h Unterrichtung durch die Landessregierung:
    Ergebnisse der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin vom 3. März 2021

  13. NRW
    Was erwarten wir denn?
    Herr Laschet lockt ( ja soeben in Pressekonferenz gesagt ) sich mit LUCA ein und Frau Gebauer erklärt mit digitalem Brockhaus wie das funktioniert.
    Wir reden , debattieren , labern dummes Zeug und Andere impfen.
    Traurig und unfassbar !

  14. Es ist ein Witz! Familien werden Mutationen zum Fraß vorgeworfen, und durch die Präsenzflicht gibt es kein Entrinnen. Nach nur 1 Woche Mutation an der Schule! Bei einer Inzidenz von 50-60. Die Schulöffnung hat sich für die Infizierten Familien voll gelohnt. Interessiert nur kein Schwein. Präsenzunterricht wichtiger als die Gesundheit der Familien! Kinder die Neuartigen Sklaven die gezwungen werden sich zu infizieren, nicht zuhause bleiben dürfen genauso sind sie Eltern gezwungen sich beim Kind anzustecken, es sei denn das Kind verbleibt 20 Stunden in seinem Zimmer! Das neue Kindeswohl….

  15. Nachdem an meiner Schule (Nds) nachweislich ein Schüler und eine Lehrkraft an der britischen Variante erkrankt sind, hierdurch 7 LuL in Quarantäne und 3 Klassen im Homeschooling sind
    (in meiner Stadt für 3 Wochen),
    werden zumindest sämtliche SchulmitarbeiterInnen seitdem auf freiwilliger Basis einmal wöchentlich per Schnelltest getestet.

    Ist ja nicht die Lösung des Problems, aber schon mal ein kleiner Schritt..
    An meinem grundsätzlichen Sicherheitsgefühl ändert dies jedoch tatsächlich überhaupt nichts.

    • PS: ….oder besser gesagt, an meinem grundsätzlichen Un-Sicherheitsgefühl ändert dies jedoch tatsächlich überhaupt nichts.

  16. „Döp Döp Döp dödödöpdöpdöp…. und jetzt nochmal alle!! …Wo sind eure Hände??? …. es darf getanzt werden…!“

      • Jepp, bin gut drauf …. hab’einfach mal so wie die KuMis und MPs gemacht….das Hirn an der Garderobe abgegeben….hole ich mir nach dem Rave wieder ab….hoffentlich haben die nicht die Nummern verwechselt und ich kriege meine zurück. DöpDöpDöp….jiiiiihhaaaaa!!!!

  17. Söder hat Pech gehabt. Impfreihenfolge wird nicht angepasst.
    Daher werden Lehrer von älteren Schülern nicht geimpft.

    Laschet, Spahn und sogar Merkel waren dagegen.
    Nun sollen zuerst auch über 65 Jährige Astrazeneca bekommen.

    Es wäre keine Überraschung, wenn beim nächsten Gipfel mehr als 5 Millionen Impfdosen ungenutzt herum liegen,
    so dass dann hoffentlich vernünftigere Entscheidungen getroffen werden.

  18. Richtig, „Länder machen was sie wollen“. Trotz dieser negativen Ausdrucksform finde ich absolut richtig, wenn Entscheidungen auf regionale Ebene getroffen werden. Dass sie vernünftig sind und schon früher hätten angewendet werden können (müssen), bestreitet inzwischen kaum mehr ein Experte.
    Nur bei wenigen, u.a. news4teachers wird noch immer Stimmung gegen die Landes- und Regionalpolitiker gemacht, Angst erzeugt und für generelle Schulschließungen geworben.

    • Sie haben nicht verstanden, worum es geht.

      Es geht nicht darum, dass alle Länder das Gleiche tun – es geht darum, dass sie alle nach den gleichen Regeln handeln. Das Coronavirus ist in Thüringen nicht ungefährlicher als in Nordrhein-Westfalen. Wieso aber sind dann in Thüringen die Schulen bis zu einem Inzidenzwert von 200 geöffnet, in NRW aber nur bis 50? Sachlich begründbar ist das nicht.

      Dass Länder nicht vernünftig in der Corona-Krise agieren, sondern höchst eigenützig, haben sie ja wohl hinlänglich bewiesen. Sonst gerne mal hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2021/02/virologin-brinkmann-das-hinausschieben-von-entscheidungen-wie-schulschliessungen-im-herbst-hat-in-deutschland-30-000-menschenleben-gekostet/

    • @ABC:

      U.a. hier bei N4T wird für generelle Schulschließungen geworben????????

      Was haben Sie denn da möglicherweise (sehr oft) überlesen?????

    • @ABC
      „Nur bei wenigen, u.a. news4teachers wird noch immer Stimmung gegen die Landes- und Regionalpolitiker gemacht, Angst erzeugt und für generelle Schulschließungen geworben.“

      Aaaahja?
      … „und für generelle Schulschließungen geworben.“ – Echt jetzt? Ist mir nie aufgefallen. 😉
      Was soll das denn werden?
      Vielleicht:
      „Die allerbesten Abc-Geschichten“ … Vorsicht, die sind schon auf dem Markt!
      (ISBN 978-3-473-46030-4)

    • @ABC

      Sieht bei dem Namen nach Frau Prien aus SH aus….. Sie trägt meist eine ABC-Maske….

      Nein, hier will keiner Schulschließungen.

      Hier will jeder sichere Arbeitsbedingungen.

      Sind die nicht da – und die sind nicht da, auch wenn sie auf irgendeinem Papier stehen – muss ein anderer Schutz her.

      Mit einem fröhlichen Döp,
      Riesenzwerg

    • @ ABC

      Ach, Experten waren nicht die Bestreiter.

      Das waren immer die KuMis und MiPräs.

      Lautes DÖÖÖP, denn die sind keine Experten in ihrem Job.

  19. Das ist dich schon wieder in Bezug auf Gesundheitsschutz der groesste „Bullshit“, der beschlossen werden konnte.

    Verantwortung den Buerger*innen uebertragen…. Haha…, wenn die Zahlen steigen, was absehbar ist, wird gesagt, ihr habt es nicht es nicht eingehalten, wir haben gewarnt.

    Es ist jetzt schon deutlich sichtbar aufgrund des schoenen Wetters, das sich der ueberwiegende Teil nicht mehr an die Regeln halten, das Verhalten ist, wie vor Corona, NUR JETZT WIRD HALT EINFACH NICHT MEHR GETESTET!!!, um die Menschen im Wahljahr bei „Laune“ zu halten.

    Ist doch nicht schlimm, wenn es wieder mehr Tote gibt(ironie off)

    Bezueglich der Schulen ist es schon abartig zu beschliessen, es wird getestet, ABER!!!! erst 4 Wochen nach Schulstart, da es noch keine Tests gibt und kein Personal zum Testen.

    Grausam, wie hier mit Menschenleben gespielt wird!!!!
    Herr Lauterbach hat (leider) bisher immer Recht behalten und wird systematisch von irgendwelchen Vollpfosten bedroht,die nur schnell, egal was es kostet (auch Menschenleben), wieder alles geoeffnet haben wollen, aber nicht gewillt sind zum Allgemeinschutz ihren Beitrag zu leisten.

    So lange keine verpflichtenden Tests 2x woechentlich bei allen Beteiligten durchgefuehrt werden koennen, da die Kapazitaeten fehlen, muss die Praesenzpflicht ausgesetzt werden und diese Kinder ohne Nachteile im Homeschooling unterrichtet werden.

    Die Verantwortung fuer die Gesundheit sollte in der Entscheidungsfreiheit der Eltern bleiben, bis alle notwendigen Voraussetzungen von Seiten der Politik vor Ort moeglich sind und nicht erst in 4 Wochen, UNGLAUBLICH!!!!!

  20. @ABC:hier wird keine Stimmung gemacht und schon gar nicht von N4T!

    Wir werden in Bezug auf unsere Kinder entmuendigt von Seiten der Politik!!!

    Wir duerfen nicht frei entscheiden, ob wir unsere Kinder, ohne Nachteile fuer sie, vor der Infektion im sicheren Distanzunterricht schuetzen duerfen!

    Es gibt Eltern, die lieber ihre Kinder im Homeschooling unterstuetzen, als sie im Krankenhaus oder gar Friedhof besuchen zu muessen!!

    Gerade diesen Eltern wird der WILLE ANDERER MENSCHEN AUFGEDRUECKT, AUCH VON DER POLITIK!!!
    Wo bleibt denn dabei die Entscheidungs-und Meinungsfreiheit????

    Der Gesundheitsschutz ist unter Corona mit den Beschluessen nicht ausreichend!!!!

    • Das sind populistische Entscheidungen wider jeder Vernunft und Verantwortung. Wir werden gezwungen gegen unser Gewissen und Wissen zu handeln. Selbstverantwortung wird gefordert, aber nicht gewährt. Das aktuelle politische Handeln ist absolut verstörend. Auch Kinder- und Jugendliche erkennen die Widersprüchlichkeit. Ich kann einfach nicht verstehen, dass so kurzfristig gedacht und agiert wird. Und dann ist doch wieder alles anders. Ich wiederhole mich zwar, aber ich kann einfach nicht verstehen, dass die verantwortlichen Politiker nicht erkennen, wie nachhaltig sie mit ihrem Agieren die Demokratie gefährden.

  21. Das Grundschulkind kam eben mit der (mündlichen) Info der Lehrkraft nach Hause, dass nächste Woche jemand kommen würde, der die Kinder testet.

    Nicht, dass mich das jetzt beruhigen würde, das Kind kann sich schließlich weiterhin infizieren und es an mich weitergeben. Aber gespannt bin ich schon. Glaube es erst, wenn es wirklich so weit ist.

    Ich hoffe nur, dass unsere irren Durchseuchungsfanatiker nicht auf die Idee kommen, dass damit dann ja wieder volle Klassenstärke, Masken weglassen, Singen, Sport in der Halle etc. möglich sind.

    Bis zur Impfung habe ich nur noch einen schulischen Wunsch: Dass die Präsenzpflicht aufgehoben wird damit wir uns zuhause vor all diesen Wahnsinnigen und dem Virus schützen können.

    • Sorry, ich weiß nicht, wo Sie wohnen.
      In Schleswig-Holstein genügt eine E-Mail an den Schulleiter, um die Kinder vom Präsenzunterricht zu befreien.
      Bei uns (Grundschule) geben sich alle LuL viel Mühe, um auch die Kinder im Homeschooling sowie in Quarantäne gut zu betreuen.

      • Vermutlich wird das überall klappen, denn da die Schulleitung für die Hygiene verantwortlich ist, werden sie sicher nicht auf die Idee kommen, jemanden, der konkrete Bedenken anmeldet und das auch dokumentiert, trotzdem zum Präsenzunterricht zu zwingen. Falls genau in der Familie dann nämlich etwas passiert, dann ist das nicht nur moralisch ein grosses Problem, sondern vermutlich auch juristisch.

        • @Alla „In Schleswig-Holstein genügt eine E-Mail an den Schulleiter, um die Kinder vom Präsenzunterricht zu befreien.“

          @Jan aus H „…jemanden, der konkrete Bedenken anmeldet und das auch dokumentiert, trotzdem zum Präsenzunterricht zu zwingen“

          Das wird in NRW (Abschlussklasse) perfide einfach geregelt: Die Schule reagiert erstmal nicht. Nach sechs Wochen nach erster Mitteilung der Eltern wird dann erstmals reagiert und ein unentschuldigtes Fehlen festgestellt. Dann ein Attest mit Vorerkrankung (dokumentierte konkrete Bedenken) nicht anerkannt. Die gefehlte Präsenzzeit ist dann unentschuldigtes Fehlen. Für zukünftiges Fehlen als Zwang die sofortige Attestpflicht wegen Schulabsentismus verordnet.

          Verantwortung haben und tragen ist auch unterschiedlich bewertet.

  22. Hier mal die Info von heute aus RLP:
    1. Impfung:
    Es wird derzeit nicht über ein generelles Impfangebot an die Lehrkräfte in den weiterführenden Schulen nachgedacht.
    2. Schnelltests:
    Beim Einsatz von Schnelltests entscheidet deren Verfügbarkeit und die Einsatzmöglichkeit von medizinischem Personal. Wenn alle Schülerinnen und Schüler im Land 1-2 pro Woche getestet werden, verursacht dies Kosten für die Tests in Höhe von 20 bis 30 Mio. € wöchentlich. Man könne sich aber Modellversuche in Kreisen vorstellen (bis zu den Osterferien)
    3. Masken:
    Das ADD3-Tool, mit dem die FFP2-Maskenanforderungen aus den Schulen erfasst werden sollen, ist noch nicht so weit

    • DöpDöpDöpDöp…
      Es ist eben wie immer: die Maxime „ERST denken, DANN machen“ gilt nicht bei KultusministerInnen. Die machen irgendwas, sagen dann: ups, hätte ja keiner ahnen können, und was das Schlimmste ist: sie wiederholen ihre Fehler permanent. Eh echt, ist die Fähigkeit zur totalen Realitätsverweigerung eigentlich Einstellungsvoraussetzung für den Job als KuMi?

      • @Jan aus H

        Da haben Sie Recht. Schulleiter werden gerichtlich belangt oder können es zumindest.

        KuMis nicht. Dabei richten die seit Jahren weit größeren Schäden an, als die Schutzleiter aller Schulen der Welt gemeinsam. (Unbelegbare Behauptung, Stilmittel der Übertreibung zur Veranschaulichung)

        Fröhliches Döp aus SH

  23. Pressekonferenz 3. VERSUCH. Erst 11.30, dann 15h und nü 17.30 aus dem Homeoffice vom Weil. Da ist jemand positiv auf Corona getestet worden. Und der Weil ist jetzt in Quarantäne…. Macht er doch glatt ne ViKo zusammen mit der Anke von der Staatskanzlei. Die fällt ihm auch ins Wort… Realsatire…. Übertragungsprobleme…. So schlecht- Comedy pur. Ich weiß nicht mehr weiter….. Und noch viel geiler: Eine Woche vor den Osterferien in Nds sollen alle Klassen wieder in Szenario B in die Schulen zurückkehren. EINE WOCHE. Wo bin ich hier????

    • DöpDöpDöpdödödödöpDöpdöp….ich geh jetzt ins Bett…
      Hab Gottseisgedankt mein Hirn an der Garderobe zurückerhalten…bei näherer und auch fernere Betrachtung der Gesamtsitiation werde ich morgen früh wieder mit dem Videolink von Pit2020 (siehe weit oben) beginnen, um nicht den Verstand zu verlieren, denn das, was dort geboten wird, ist weit weniger irrsinnig als die Realität, die uns durch die Vollpfosten auf den Stühlen (leider nicht elektrisch) der KMs angedroht wird. Na dann gut Nacht!! Ganz liebe Grüße an Pit, Mary-Ellen, WiMoKa und all die anderen wackeren lieben Menschen kreuz und quer durch die Republik.

      • @Andre Hog

        Wo die nötige Technik vorhanden ist, kann man das auch für SuS verlinken.

        Im Präsenzunterricht braucht man pro Raum nur 1 Zugang zum „Netz“ und hat eine moderne Alternative zum altbackenen Stuhlkreis, mit „Gute-Laune-Garantie“.
        Bei „döp“ können alle SuS mitsingen, unabhängig von sämtlichen Aspekten, die sonst nach Binnendifferenzierung verlangen.
        1 Schule für alle, auch wenn es nur für 3 Minuten ist.
        Für heute zu spät.
        Aber endlich ein Grund, sich auf den nächsten Montag zu freuen!
        Durchhalten.
        Liebe Grüße an alle.

  24. Liebe Redaktion,
    ein bisschen Metakommunikation? Könnte N4T nicht die Bilder der Kultusministerinnen und -minister, meist viel zu groß und penetrant auffällig weglassen? Ich ertappe mich seit einiger Zeit, dass bereits durch den Anblick von Frau Eisenmann und Konsorten (Pardon, vertippt, wollte Kollegen schreiben…) bei mir die Emotionen hochkochen und ich (ganz ehrlich und ohne Übertreibung) keine Lust mehr habe, die N4T- Seiten zu lesen. Heute eine „strahlende“ Eisenmann, zwar etwas kleiner, rechts auf der Seite, aber schlimm genug, deren Anblick durch die Dinge, die in unseren Schulen fehlen und die SuS, LuL, Erz. und Kindern zugemutet werden, nur noch abstoßend wirkt (drastischer möchte ich es nicht beschreiben) und Aggressionen hervorrufen.
    Mein Wunsch: Weglassen dieser „Gesichter“ es gibt sinnvollere Abbildungen und wenn nicht: Als Lehrer lesen wir gelegentlich auch Texte, die nicht einem Bilderbuch ähneln.
    Ich weiß, das ist fast schon psychotisch-aber wen wundert’s?

  25. Wenn das Betrachten von Stockbildern der Spitzen der Schulministerien, die von den Presseabteilungen der Schulministerien zur Verfügung gestellt werden, zu posttraumatischen Belastungsstörungen führt, dann muss das als anerkannte Berufskrankheit für Lehrkräfte auch zu Therapieangeboten während der Arbeitszeit führen bei entsprechender Freistellung.

    • @dickebank:

      Selten so gelacht! Der Tag wird schön! 😉

      Muss @alter Pauker in gewisser Hinsicht Recht geben, habe derartige Anflüge auch bei mir schon feststellen müssen, sogar bei der „Prominenz“ aus Bundesländern, die ich nicht zu meiner Heimat zähle…

      Aber, resilient, wie ich nun mal bin, ÜBERWINDE ich mich und lese die N4T-Artikel trotz alledem…

      • Natürlich lese ich auch weiter, ist ja klar … wenn ich erst mal den oberen Teil der Seiten „überwunden“ habe. Ein Ertrinkender der blau liebt, lehnt den Rettungsring auch nicht ab, nur weil der rot ist… und eine Art Rettungsring sind diese Seiten, man kann täglich sehen, dass es nicht nur einem selbst mies geht-das tröstet. Aber heute wieder überall Eisenmann, grinsend oben rechts, das ist schon wieder schlimm. So viel Resilienz gibts gar nicht!
        Wohin kann ich mich zur Feststellung einer post-phototraumatischen und aktuellen Belastungsstörung wenden? 😉

        • @alter Pauker:

          Bin ganz bei Ihnen und hatte Ihren vorherigen Post inkl. entsprechender Hintergründigkeit auch so verstanden, wie er von Ihnen gemeint war. 🙂
          Dickebank hatte das Ganze nur so wunderschön weitergeführt!
          Für Sie eine große Tankfüllung Resilienzbildung!

        • @alter Pauker

          PS: Nachtrag zu meinem vorherigen Post:

          Um emotionale Distanz zu einer Person zu bekommen, gegen die man Aversionen hegt, (in Ihrem Fall die Vermeidung einer Eisenmann-Phobie-Entwicklung 😉 ) gibt es einen Trick (Es gibt, meine ich zu erinnern, in der Psychologie sogar einen Fachausdruck dafür).

          Man überlegt sich ein zu der abgelehnten Person passendes Symbol, das möglichst zu deren Eigenschaften passt.

          Beispiel:
          Ich hatte vor Jahren eine Vorgesetzte, die sich durch extreme Empathielosigkeit, Ellenbogenmentalität, Selbstgerechtigkeit und ausgeprägtes Hierarchiedenken auszeichnete.
          Ich wählte das Symbol „Dampfwalze“, obwohl die Dame rein optisch dies nicht hergab.
          Sobald sie in meinem Blick- oder Hörfeld auftauchte, stellte ich mir jenes genannte massive Baufahrzeug vor….
          Sehr schnell fiel bei mir das Getriggertsein durch ihre Stimme oder ihr Erscheinen weg, klappte also wirklich.

          Nun haben Sie das Vergnügen, sich etwas Feines auszudenken!

          Manchmal hilft schon eine kleine selbsttherapeutische Behandlung…
          Herzliche Grüße!

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