„Faule …“: Ex-Wirtschaftsminister sorgt mit Äußerung über Lehrer für Wirbel

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MÜNCHEN. Mit einem Impf-Ultimatum hat der Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) in dieser Woche für Aufregung und Kritik gesorgt. Jetzt ätzt Bayerns Ex-Wirtschaftsminister Pschierer gegen Lehrer – und löst weiteren Wirbel aus.

Lieber auf dem Sitzsack als im Klassenzimmer? Lehrer müssen derzeit häufig als Sündenböcke für eine verfehlte Schulpolitik herhalten. Foto: Shutterstock

Nach dem Impf-Ultimatum des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) hat der frühere bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer die Lehrer im Freistaat scharf angegriffen. «Auch wenn ich mir jetzt wieder Vorwürfe einhandele: Wir haben zwar mit die teuersten, aber nicht immer die besten und fleißigsten Lehrer», schrieb der CSU-Landtagsabgeordnete aus dem schwäbischen Mindelheim am Donnerstag auf seiner Facebook-Seite. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) bezeichnete die Angriffe Pschierers auf die Lehrerschaft als eine «unberechtigte Pauschalkritik».

«Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten»

Pschierer bezog sich auf die Forderung des BLLV vom Wochenanfang, die auch bereits von mehreren Mitgliedern der Staatsregierung kritisiert wurde. «Für mich ist dieses Ultimatum ebenfalls schlichtweg unverschämt», schrieb Pschierer, der auch Vorsitzender der Mittelstandsunion der CSU ist. Er bedankte sich ausdrücklich bei der „Süddeutschen Zeitung“ für einen Kommentar, der von vielen Lehrerinnen und Lehrern ebenfalls als beleidigend wahrgenommen worden war (News4teachers berichtet ausführlich darüber – hier.)

Der BLLV hatte in einem «Brandbrief» verlangt, dass am ersten Schultag nach den bevorstehenden Osterferien alle Lehrkräfte Bayerns ein Impfangebot erhalten haben müssen. «Wer kein Impfangebot erhalten hat, kann nur den Distanzunterricht anbieten», heißt es in dem Schreiben an Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

„Nicht die besten“: Landtagsabgeordneter Pschierer. Foto: privat

Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) hatte die Forderung des Verbands am Dienstag zurückgewiesen: «Es hat für Kopfschütteln bei der ganzen Staatsregierung gesorgt, dass der Versuch gestartet wurde vom BLLV, über ein Ultimatum die Impfreihenfolge zu ändern. Denn das ist es: Es ist der Versuch, in der Impfreihenfolge nach vorne zu kommen», sagte der Minister nach einer Kabinettssitzung. Von dem verbalen Angriff Pschierers distanzierte sich Piazolo allerdings ebenfalls. «Die Lehrkräfte in Bayern haben in der Pandemie viele neue Aufgaben angenommen und hervorragende Arbeit geleistet», betonte der Minister.

Pschierer hatte in seinem Facebook-Eintrag erklärt, Lehrer hätten besondere Privilegien: «Beamtenstatus, Unkündbarkeit, beste Gesundheitsversorgung mit Chefarztbehandlung, üppige Pensionen und 70 Ferientage. Da müsste man doch eigentlich zufrieden sein können. Nein! Ist man nicht.»

Er sei «fast geneigt», das Zitat des früheren SPD-Bundeskanzlers Gerhard Schröder über Lehrer zu wiederholen, meinte Pschierer in Anspielung an eine bekannte Aussage Schröders noch vor dessen Kanzlerschaft. Im Jahr 1995 hatte Schröder als niedersächsischer Ministerpräsident in einem Schülerzeitungs-Interview über Lehrer gesagt: «Ihr wisst doch ganz genau, was das für faule Säcke sind.» Im vergangenen Jahr hatte Schröder den Vorwurf über Lehrer zurückgenommen und als «überzogen» bezeichnet.

«Alle Lehrkräfte und deren Vertretungen hier in einen Topf zu werfen, ist nicht korrekt und zudem höchst unseriös»

Pschierers SPD-Landtagskollegin Margit Wild kommentierte dessen Ausführungen auf Facebook als «beschämend und unwürdig». Auch andere Nutzer des Netzwerks griffen den 64 Jahre alten Christsozialen an. «Schade! Ich würde mir mehr Differenzierung von Ihnen wünschen», schrieb eine Nutzerin, die nach eigener Aussage selbst eine Pädagogin ist.

Jürgen Böhm, der Vorsitzende des Bayerischen Realschullehrerverbands, nannte es einen «Skandal», wie Lehrer derzeit «öffentlich an den Pranger» gestellt würden. «Alle Lehrkräfte und deren Vertretungen hier in einen Topf zu werfen, ist nicht korrekt und zudem höchst unseriös», sagte er. Allerdings nannte auch Böhm die BLLV-Forderung «ein fragwürdiges Ultimatum eines einzelnen Lehrerverbands». News4teachers / mit Material der dpa

„Lehrerinnen und Lehrer eignen sich bestens als Sündenböcke“: Warum das Image der Schulen in der Corona-Krise so leidet – ein Interview

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65 KOMMENTARE

  1. „Beamtenstatus, Unkündbarkeit, beste Gesundheitsversorgung mit Chefarztbehandlung, üppige Pensionen und 70 Ferientage.“

    Warum sollen die genannten Dinge ein Grund sein, dass jemand auf sein gesetzliches Recht auf Arbeitsschutz verzichtet?

    Mit der gleichen Begründung könnte ein Bauunternehmen Helme künftig nur noch an Aushilfskräfte verteilen, alle anderen verdienen ja genug, um keinen Arbeitsschutz zu brauchen.

    Die Luftfilter für Politiker kann man auch abschaffen… auch diese verdienen genug und brauchen der gleichen Logik zufolge anscheinend auch keinen Arbeitsschutz.

    Ehe jemand mit irgendwelchen Pauschalbemerkungen antwortet: Ich bin KEIN Schullehrer (sondern Vater).

    • Zumal es keine 70 Ferientage sind,da Ferien oft zur Unterrichtsvorbereitung und Korrektur von Klassenarbeiten,etc.genutzt werden.Ich bin kein Lehrer,aber in einem Lehrerhaushalt groß geworden und habe den Blick hinter die Kulissen.Derartige Aussagen sind eine Frechheit.Zudem gehts mit Verlaub auch um Schüler und deren Familien,die,ebensowie die Lehrer,hier gerade dem Virus zum Fraß vorgeworfen werden!

        • Außerdem fallen in diese Ferien ca. 14 Feiertage, die „normale“ 😉 Arbeitnehmer i.d.R. auch frei haben. Die müsste man entsprechend abziehen bei der Rechnung.

        • @ Katinka: ergänzende Klarstellung:

          es handelt sich bei den Schulferien für die Lehrkräfte – und auch für die Schulleitungen – lediglich um sog. „unterrichtsfreie“ (!!) Tage.
          Also keineswegs um Urlaubstage, wie sie ja schon sagt.

          Ich habe in meiner Zeit im aktiven Schuldienst in den Schulferien stets ein wahres „Gebirge“ u.a. an Klausuren, Schulaufgaben, Tests, Facharbeiten der LeistungskursschülerInnen etc. abgearbeitet, d.h. korrigiert. Wahre Korrekturmarathone!

          Auch meine Arzttermine für regelmäßige Checks (oft nur vormittags (!) möglich) lagen immer nur in den Ferien.

          Bei der sehr weit überwiegenden Mehrzahl der LehrerInnen sieht also g e n a u s o der „Ferienalltag“ aus.
          Besonders stark ausgeprägt in den korrekturintensiven Fächern wie z.B. Deutsch, Fremdsprachen, Geschichte u.a. in der Oberstufe (Gymnasium).

          Teiloption (alternativ) wäre:
          wochenlang auch noch Nachtarbeit (bis 2 Uhr täglich, 4 Stunden Schlaf), zusätzlich zum Tagespensum! (mit (nur!) 20 Minuten Mittagsschlaf!)
          Das hält man höchstens nur in jungen Jahren (unbeschadet?) durch!
          Denn die Gesundheit fordert erbarmungslos irgendwann Tribut für diesen Raubbau, die Selbstausbeutung für seinen „Traumberuf“!

          An den Wochenenden ist ja sowieso immer Korrekturzeit!

          Lediglich 4 Wochen der langen Sommerferien (von etwa gute 6 Wochen) waren wirklich „Ferien“ = Urlaub = korrekurfreie Zeit.

          Fazit:
          die unsäglichen Unterstellungen des Wirtschaftsministers a.D. zeugen in ihrer völligen Unkenntnis in der vorliegenden Form folglich nur von Bösartigkeit oder Schlimmerem.

          Übrigens, Ex-Bundeskanzler Schröder hat sich längst, vor einiger Zeit, in aller Form in aller Öffentlichkeit (in der Presse) bei den LehrerInnen entschuldigt:
          Herr Schröder betonte, er habe sich sehr geirrt.
          Er distanzierte sich sehr entschieden von seinen damaligen diffamierenden Worten über die Lehrkräfte und hob hervor, er wisse inzwischen, was die LuL leisteten, war voll des Lobes!

    • Gerade gelesen bei Zeit online: Frankreichs offene Schulen bei Höchstinzidenzen . Die Ferien seien schlimmer als Schule, da sich die Kinder zuhause eher infizieren würden, als in der Schule. Dort propagieren vor allem Kinderärzte die offenen Schulen, damit Eltern in Vollzeit arbeiten können. Kinder sind teilweise bis 16.30 in der Schule, dann noch bis 18 Uhr im Hort. Dieses Modell wird immer mehr auch in Deutschland Vorbild bei Familienplanung und Familienpolitik. Mir wird eiskalt, kein Wunder dass in Frankreich immer mehr Kinder Psychiater benötigen, schon vor Corona.

      • @M.

        Meine eigene Oberstufe am Gymnasium lag in den 80ern – eine herrliche Zeit!
        Austauschschüler aus Frankreich waren total erstaunt, dass wir nach der 6. bzw. 7. Stunde einfach gingen (Sie fragten „Wohin geht ihr?“) und uns den Rest des Tages die Zeit völlig frei einteilen durften!
        (In Frankreich kamen diese Schüler auch erst abends nach Hause, oft später als die Eltern, dann Abendessen, danach nochmal Lernen und eventuell übriggebliebene Hausaufgaben. Ein Schultag war also länger als der Arbeitstag der Erwachsenen. „Feierabend“ oft gegen 21 oder 22 Uhr!
        Der Unterricht selbst bestand – laut deren Schilderungen – oft aus Abschreiben aus den Schulbüchern, Auswendiglernen oder so etwas Ähnlichem wie Vorlesungen an der Uni, dann musste selbstständig mitgeschrieben werden. Ojeh!)
        Die Austauschschüler sind dann mit uns rumgezogen und haben sich als „freie Menschen gefühlt“, wie sie sagten …
        „Oh Mann!“ habe ich mir schon damals gedacht.

        Aber auch auf anderen Ebenen wird oft gesagt (von frankophilen Leuten), dass in Frankreich Kinder insgesamt anders behandelt würden. Es würde mehr von ihnen erwartet (z.B. dass sie sich im öffentlichen Raum wie in Restaurants so benehmen, dass andere Leute nicht gestört würden), es würde ihnen aber auch mehr zugetraut (weniger Betüddeln/“Helicoptern“) seitens der Eltern.
        Ich kenne das aber nur aus Schilderungen anderer Leute.

        Das perfekte Rezept gibt es wohl auch hier nicht.
        Perfekt muss es auch nicht sein.
        Vermutlich ist das grundsätzlich oft der Punkt, an dem die Gedanken „falsch abbiegen“.

        Aber wenn Kinder „wegorganisiert“ werden – egal aus welchem Grund – ist das offensichtlich nicht zu ihrem „Wohl“.
        Wenn Kinder sofort „beschäftigt“ werden „müssen (?)“, anstatt auch mal eine Zeit der Langeweile aushalten zu müssen bzw. genießen zu dürfen, dann ist da ganz viel kaputt … in der Denkweise der Erwachsenen.
        Wie gesagt, die 80er 🙂 … damals konnte man noch fein „abhängen“, wusste aber trotzdem von alleine (intrinsisch), dass man irgendwann auch seine Pflichten zu erledigen hatte, weil das Abhängen sonst irgendwann keinen Spaß mehr machte, ein schlechtes Gewissen kann echt unangenehm sein. Blöd waren Kinder/Jugendliche eigentlich nie, sie wussten immer, dass man sonst einen Berg Unerledigtes vor sich herschob. Das war klar, die Folgen hat man mal selber erlebt und es dann nicht mehr (so oft) gemacht. Erfahrungslernen halt.
        Das war, bevor man überhaupt googeln konnte, bevor es Mode wurde, für alles einen tollen Begriff zu haben (in diesem Falle „Prokrastination“ statt „Aufschieberitis“) und bevor man darum psychologische Hilfe benötigte.
        Manchen Erwachsenen waren die Kinder/Jugendlichen auch damals einfach egal, keine Frage.
        Die meisten haben aber entspannt reagiert: „Dann schau erst mal, wie du das alleine wieder hinbekommst – haste dir ja auch alleine eingebrockt.“
        Der entscheidende Punkt ist „erst mal“. Auch da durfte man selbst probieren. Klappte oft ganz passabel und war wieder Erfahrungslernen, diesmal eben positiv.
        Heute gibt es „Projekttage für Selbstwirksamkeit“ und ähnlich „tolle Errungenschaften“ auch schon für Kinder und Jugendliche.
        Das ist ja mittlerweile auch ein Wirtschaftszweig, wenn es nicht in der Schule stattfindet, denn da erledigen es die Lehrer wieder zum Nulltarif!
        Ich wette, die Kinder/Jugendlichen würden lieber mal gepflegt aktiv 😉 abhängen.

        Und ich wünsche mir auch da ein Umdenken.
        Wer hatte eigentlich die Scheiß-Idee mit diesem Super-Kontroll-Wahn?
        Das zieht sich durch die ganze Gesellschaft.
        Sind es eigentlich dieselben Leute:
        – die, die Kinder/Jugendliche den ganzen Tag wegorganisieren wollen, ihnen pausenlos „Angebote“ machen wollen
        – die, die „denken“, dass Lehrer faul sind?

        Oh Mann!
        Ich wünschte, ich … hätte DIESEN DeLorean:
        https://www.youtube.com/watch?v=bFWFNluTuiQ

    • Ich wundere mich auch. Ich bin Lehrerin ohne Beamtenstatus, kündbar, gesetzlich versichert, nur normale Rente und von 70 Ferientagen kann ich nur träumen.
      Heißt das dann im Umkehrschluss, ich kann im Distanzunterricht bleiben oder besser wieder in den DU gehen?

  2. Hmmm, Moment einmal…war da nicht was???

    Ach ja!! Alle Politiker – insbesondere die der Unions-Parteien – sind korrupt, bedienen sich aus dargebotenen Lobbykassen, betrügen die Bürger, lügen sie an, um sich eigene Vorteile zu sichern, schwänzen regelmäßig Sitzungen, in denen wichtige Zukunftsentscheidungen gefällt werden sollen – tragen sich aber zur Sicherung des Sitzungsgeldes vorher noch schnell in die Teilnehmerliste ein, treffen völlig verantwortungslose Entscheidungen – für die sie dann natürlich nicht gerade stehen wollen, sind völlig ehrlos und treten bei massivem politischen Versagen nicht mehr zurück, erfüllen i.d.R. die im Volksmund so beliebte Steigerungsform „Feind, Todfeind, Parteifreund“, treffen sich regelmäßig zum exzessiven Trinken in den gut ausgestatteten Landtags- oder Bundestagskantinen, fahren mit überdimensionierten Spritschleudern auf Kosten des Steuerzahlers und der Umwelt herum (Andi Scheuer z.B.) usw. usf.

    So, nun hab ich das getan, was der feine Herr Pschierer von der CSU gegenüber LuL tut.

    Ich spüre lange in mich hinein………………….nö, wohler fühle ich mich jetzt nicht…liegt wahrscheinlich daran, dass ich für diesen Ausbruch keinen Salers irgendeiner „Nachrichtenschmiede“ (SZ??) für diese undifferenzierte Anschuldigung bekomme…
    …….vielleicht liegt da die Motivation bei Pschmierer von der CSU anders. Ich dachte früher immer, das „C“ stünde für „christlich“ – nööö…nun weiß ich, dass es für „cash“ steht.

  3. Herr Pschierer sollte eine Woche , wie ein Lehrer, die kompletten Klassen durchlaufen, im Präsenzunterricht und auch den anschließenden Resttag mit Wochenende beim beigestellten Lehrer verbringen dürfen! Nicht nur ein bisschen Schauunterricht, nein alles mit nicht vorhandenen Pausen usw.
    Dummschwätzer gibt es überall! In der Politik ist das aber eher peinlich und man sollte überprüfen ob der gute Mann an der richtigen Stelle sitzt und evtl. auch dessen Arbeitshaltung genauer unter die Lupe nehmen. Vielleicht zählt er zu den bekannten “ faulen S……“ in seinem Bereich. Weiß man es??

  4. Sehr geehrter Herr Pschierer,
    als jahrzehntelanges JU/CSU Mitglied und Ehemann einer Lehrerin, bezweifle ich sehr stark, dass Sie der CSU mit dieser unreflektierten Kritik einen Gefallen tun. Eine CSU, die Mitglieder wie Sauter und andere duldet, die Parlamentsarbeit nur als Nebenjob betrachten, haben jedes Recht verwirkt, andere Berufsgruppen zu beleidigen!
    Ich arbeite in der freien Wirtschaft in einer umkämpften und gnadenlosen Branche, die Bayerns Wohlstand mibestimmt und meine Kollegen und ich empfinden den Umgang mit Schülern und Lehrern als haarsträubend!
    Schützt endlich eure Beamten!
    Als Bürger und CSU Mitglied erwarte ich eine öffentliche Entschuldigung Pschierers.

    • Lieber xy,

      der Herr wird sicher nicht Leser von n4t sein.

      Wieso schreiben Sie denn das nicht auch noch an ihn persönlich? Als Feedback von der Parteibasis?

      Ansonsten teile ich Ihre Ansicht vollkommen.

  5. Ich möchte gern ein paar Gedanken zu der Äußerung beitragen:
    Grundsätzlich handelt es sich bei dem verbeamteten Lehrer eher um ein Schnäppchen.

    Es handelt sich bei diesen Personen um hochqualifiziertes Führungspersonal: Ein mehrjähriges Studium und ein intensives Referendariat, eine gesundheitliche Überprüfung und eine mehrjährige Probezeit wird geleistet. Bevor der Lehrer eine Verbeamtung auf Lebenszeit bekommt, hat er jahrelang auf Lohn verzichtet und sich qualifiziert. Sie übernehmen Verantwortung und planen komplexe Prozesse sowohl im sozialen als auch fachlichen Gefüge.

    Nun stellen Sie sich Folgendes vor:
    Sie betreten die Schule etwa eine Stunde bevor der Unterricht beginnt. Mit einer Karte bestätigen Sie ihre Anwesenheit und ab diesem Moment beginnt ihre Arbeitszeit.
    Sie betreten ihr eigenes Arbeitszimmer. Dort wartet der Dienstcomputer, der Dienstdrucker und sämtliches Büromaterial auf Sie. Das mussten Sie nicht zahlen, natürlich wird der Locher mit Defekt bald ersetzt, wenn sie es melden. Sie beginnen ihre Kopien zu ziehen, beantworten ein paar Mails und bereiten dann Ihren Unterrichtsraum vor. Anschließend treffen Sie sich zur kurzen Tagesabsprache mit den Kollegen im Lehrerzimmer und treten dann ihre erste Aufsicht an.
    Es folgt die klassische Unterrichtszeit. Sie unterstützen die Schüler in ihrem Lernprozess und erfreuen sich daran, dass die Schulen mit gutem Internet und zeitgemäßer Technik ausgestattet sind.
    Nach der Unterrichtszeit betreten Sie wieder ihr Büro. Sie prüfen Hausaufgaben, prüfen und korrigieren Leistungsmessungen, planen den Unterricht und die Ausflüge der nächsten Zeit. Sie passen ihren Unterricht den Schülern an. Besonders Schüler mit inklusiven Förderbedarf oder Schüler die sprachlich und sozial integriert werden müssen, sollen von Ihrer Arbeit profitieren. Sie differenzieren natürlich auch für die leistungsstarken und leistungsschwachen Schüler. Es stehen noch Telefonate an: Eltern wünschen Gespräche.
    Ein Feierabendsignal ertönt. Sie brauchen noch etwas Zeit und diese Zeit wird erfasst. Ihr Arbeitgeber wird über die Mehrbelastung informiert und Sie erhalten den Wert Ihrer Zeit in Form von Geld oder Freizeitausgleich wieder zurück.
    Die Landesbehörden bekommen die Statistiken übermittelt.
    Am Ende des Arbeitstages verlassen Sie ihren Arbeitsplatz. Ihnen steht der Urlaub eines normalen Arbeiters zu. Keine Zeitung schreibt mehr über den „faulen Lehrer“.
    Anstelle dessen werden die Überstunden zum Handlungsanlass für Politik und Arbeitgeber.
    Nach einigen Jahren der Optimierung ist die Entlastung des Lehrberufes deutlich spürbar.
    Die Klassen sind kleiner geworden und mehr Personal wird eingestellt.
    Ihnen bleibt über das ganze Jahr gesehen mehr Geld.
    Aus verächtlichen und überprüfenden Blicken wird ein anerkennendes Nicken.
    Hin und wieder landet eine freundliche Mail in Ihrem E-Mail Postfach, in der man für Ihre Arbeit aufrichtig Dank ausspricht. ​

    In diesem Fall werden die Ferientage möglicherweise nicht ausreichen, um die Überstunden und den Urlaubsanspruch auszugleichen. Deshalb sind Lehrkräfte, die ihre eigenen Räumlichkeiten, ihre eigenen Geräte, ihre eigene Freizeit nutzen und den Ansprüchen der heutigen Zeit gerecht werden wahrscheinlich eher ein Schnäppchen als ein „fauler Sack“.

    • Wenn ich mich weiter ausbeute wie bisher und vielleicht noch ein bischen mehr – komme ich dann in diesen Lehrerhimmel, wenn ich tot bin? Bitte!

    • R. Wolf- Ein wahres Schnäppchen- was allein schon an Rentenversicherung gespart wird…..und was interessiert die Pensionskasse von Morgen. Im Zuge der Corona-Evolution werden die dann ja vielleicht nicht mehr so belastet werden. Eine verbeamtete Lehrkraft ü 60 zählt ja auch nicht zur Risikogruppe….

    • … nicht zu vergessen, dass der „ich“, mit der Arbeitszeiterfassung in der Schule, endlich auch einen echten „Feierabend“ hätte (wie bei Arbeitnehmern allgemein üblich) und sich der Familie, Sport und Freizeit widmen könnte, anstatt noch bis in die Nacht hinein an Schulischem zu „ackern“….

  6. Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) bezeichnete die Angriffe Pschierers auf die Lehrerschaft als eine «unberechtigte Pauschalkritik».

    Das ist keine Pauschalkririk! Das ist eine Pauschalverleumdung!

  7. „Wer nix wird, wird Wirt.
    Wenn auch das ihm nicht gelungen, macht er in Versicherungen.“

    So hieß es früher.
    Ergänzung für’s Pschierer-Franzl:
    „Wer nix wird, wird WirtSCHAFTSMINISTER.“

    Passt ins Bild der Berufspolitiker.
    Ist aber nichts Neues, denn auch dieses Flitzpiepen-Syndikat musste erst aufgebaut werden, so wie jede andere Unternehmensstruktur auch.
    Das braucht eben seine Zeit, da können schnell ein paar Jahrzehnte zusammenkommen.

    Zur ersten Info:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Josef_Pschierer
    Dann mal weiter recherchieren.

    Gell Franz Josef, mei da schauts her, des is a Karriere-Ratgeber für fleißige Buam wie dua ana bist:
    https://www.youtube.com/watch?v=6s3C7u0K7V0

    • @ Pit — Mein Lieber….oh Mann, nun habe ich wieder einen Ohrwurm…wird mich bestimmt das ganze Wochenende lang begleiten 😉 —-DöpDöpDöp…holalaladudi, holalalaldudi…schunkel…und jetzt alle!!
      („Der Pschierer is an k´rupte Sau…holalaladudi…“ zu singen auf eben diesem Ohrwurm 😉 …to be continued….)

  8. ich bin unendlich dankbar was die Schulen die letzten Monate geleistet haben. Die Lehrer und Schulleitungen waren für die Kinder und Jugendlichen ein ganz wichtiger Ansprechpartner in dieser außergewöhnlichen Zeit. Die Lehrer haben viel zusätzlichen Einsatz erbracht und noch zusätzlich um das Seelenleben der haranwachsenden gekümmert. In BW – Mannheim sind alle Beratungsstellen und das Zentralinstitut bis zum Anschlag ausgelastet. Die Schulpolitik hat keinen tragenden Beitrag geleistet, sondern nur Befehle an die Schulen erteilt und Sanktionen angekündigt bei nicht Einhaltung. Ein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe ist mit Füßen getreten worden. Ein guter Umgang ist mit den Schulen nicht ausgeführt worden. Die Schulpolitik sollte sich an die eigene Nase fassen und vor Ihrem Haus kehren. Die Ausführung Ihres Amtes und Dienst für die Schulen ist grob fahrlässig ausgelebt worden. Es ist einfach auf andere zu zeigen, als bei sich „SELBST“ zu schauen oder mit dem Finger auf andere zu zeigen. Jegliche Vorbildfunktion ist ungenügend vorgelebt worden. Bitte Füße still halten Schulpolitiker! Wenn man versucht auf kosten von Lehrern dick aufzutragen um somit von sich abzulenken, ist mir dies nur noch peinlich und nicht angebracht. Spreche meinen Dank aus, Sie haben unseren heranwachsenden Kindern
    ein sicheren Hafen gegeben. Die Schulpolitik hat ein Hin und Her nur geboten und jeglicher roter Faden hat gefehlt. Frau Eisenmann ist untergetaucht und die Lehrer nicht. Schaut bei
    Euch und macht Euch ehrlich vor den Schulen.

  9. Ich war überrascht wie viel Zeit mit Konferenzen und SINNLOSEN Seminaren verloren geht. Ferien hatte ich nicht. Musste zur Fortbildung für Seiteneinsteiger. Ok übungsspiel. Sucht eine Lehrkraft mit der Selben Augenfarbe. Achja Ich unterrichtete keine Grundschüler sonder Klasse 8+. Auch reguläre Lehrer beschwerten sich über Ähnliches.

  10. Wirtschaftsminister der CSU in Bayern.
    Welche Qualifikation ist dafür erforderlich?
    Die anderen Deppen im Bierzelt unter den Tisch saufen und dann beim Pinkeln nicht über den Rand des Urinals strullern?
    Dafür ab in der Lage die liebe Verwandtschaft zu versorgen ohne sich dafür zu schämen!
    Das Urteil einer solchen Person ist eigentlich nicht interessant.
    Der kann uns nichts! Wir können seiner Partei und der ganzen Muschpoke aber was bei der nächsten Wahl!!!!

  11. Nicht alle Lehrer:innen sind beamtet (in Berlin zum Beispiel nicht). Viele arbeiten angestellt in Schulen ohne Privatversicherung und mit weniger Gehalt. Die Politiker wollen auch nicht, dass wir sie alle pauschal als korrupt bezeichnen. Noch ein Grund, nicht für das Lehreramt zu studieren, wenn man in der Zukunft so behandelt wird (die Coronaschulpolitik kommt auch dazu). Wenn der Beruf so toll ist, warum ist er selber nicht Lehrer geworden?

    • Die Chefarztbehandlung ist bei verbeamteten Lehrern ja auch nicht umsonst. Man schließt, wenn man diese wünscht, ja einen bestimmten, teureren Tarif ab bei der Versicherung und bei der Beihilfe gibt es dafür einen Selbstbehalt.

      (Ich habe keine Chefarztbehandlung).

  12. Ach! Hat der alte csu Mann keine Maskengeschäfte tätigen können, oder warum ist er denn so böse?
    FAULE LEHRER : Dann könnte man auch von KORRUPTEN POLITIKER sprechen, weil das ja bewiesen ist., vor allem in dieser Partei.Namen und Verfehlungen aufzuschreiben würde hier zu lange dauern.

    • Faxendicke- Keine Kohle abgegriffen- er kann es ja im Schnelltest Geschäft versuchen. Das ist doch jetzt der Knüller, um uns faule Säcke an die Arbeit zu treiben. Oder sind da schon die Pfründe verteilt????

  13. Kommt mir auch so vor: wer sich in die Enge gedrängt fühlt, schlägt nur noch um sich. Erbärmlich.
    Das große Aufjaulen bleibt hier aus, weil die Außerungen dieses Herrn Pschierer einfach so unglaublich naiv und zum Fremdschämen sind, dass man keine Lust hat, sich da zu rechtfertigen. Andrè Hog und R.Wolf haben hierzu bereits treffende und exzellent ausformulierte Beiträge geliefert.
    Dennoch möchte ich ergänzen, dass Herr Pschierer in seinen Ausführungen in den meisten Bereichen falsch liegt. 70 Tage Ferien sind es, wenn man die Feiertage mitrechnet, die ein Arbeitnehmer ja auch nicht zu seinem Urlaubskontingent rechnen muss, das wird oft übersehen. Also ich komme in diesem Schuljahr auf 55 Ferientage, bei uns war in der ersten Ferienwoche Fachabi Feier und davor Anwesenheitspflicht, die Faschingsferien waren gestrichen, von den verbliebenen 55 Ferientagen gehen natürlich noch Prüfungs- und Schulaufgabenkorrekturen bzw. -erstellungen ab. Ist ja keine Arbeit. Eine tatsächliche Zeiterfassung wäre jedem Lehrer lieber, aber dann käme für den Dienstherrn wohl das böse Erwachen.
    Herr Pschierer scheint auch auszublenden, dass viele Lehrer im Angestelltenverhältnis arbeiten und alles andere als privilegiert sind, eher ausbebeutet, und wie ein Spielball von einer Schule zur anderen geschickt werden um sie letztendlich ganz loszuwerden, Kündigung vor den großen Ferien, damit man 6 Wochen Bezüge spart. Äußerst christlich und sozial, in der Tat!!!
    Von Fürsorgepflicht seitens des Dienstherrn, und dazu gehört wohl auch der gute Herr Pschierer, merkt man wenig, wenn solche Äußerungen unreflektiert in den (renommierten?) Medien auftauchen. Und wo ist die Vorbildwirkung der Politiker? Sind sie denn zufrieden mit ihren Privilegien: einer noch höheren Pension im Vergleich zu Lehrern, üppigeren Diäten und Aufwandsentschädigungen, berufliche Rundumausstattung, von der selbst ein OStD nur träumen kann. Bei vielen unserer Politiker fragt man sich sehr wohl auch, ob sie diesen Privilegien überhaupt gerecht werden. Leider hat sich in diesen Reihen, trotz der guten finanziellen Ausstattung, eine Geldgier breit gemacht, die den tatsächlichen Auftrag immer mehr verdrängt.
    Aber Schimpfwörter wie „Faule Säcke“ fallen mir dazu nicht ein, da ist mir das Niveau zu seicht. Und es beschleicht einen das Gefühl, dass dieses Niveau immer mehr „salonfähig“ wird, etliche Äußerungen seitens der Politiker sind mehr als fragwürdig und lassen an einer gewissen Bildung und Intelligenz zweifeln. Solche Äußerungen sollten nicht nur als „pauschale Kritik“ abgetan werden, sondern Konsequenzen haben. Wären da nicht die Schüler, denen sich die Lehrer verpflichtet fühlen, hätte hier schon längst eine bundesweite Arbeitsniederlegung statt gefunden. Ein Berufsstand, der Bildungs- und Erziehungsfehler ausbaden muss, der in jeder Situation funktionieren soll, und sei sie noch so unförderlich, der Vorgaben umsetzen muss, die von zweifelhafter pädagogischer Effizienz sind und/oder schlicht nicht umgesetzt werden können, der mit einer Flut von unklar formulierten KMSen zugeschüttet wird und gefälligst nach dieser Pfeife zu tanzen hat, der nun in der Pandemie die Planlosigkeit und Trägheit der Politik voll zu spüren bekommt, dieser Berufsstand muss sich nicht auch noch von diesen oft unfähigen und neuerdings auch korrupten Ministern beschimpfen lassen. Keine schlaue Vorgehensweise in einer Zeit des Lehrermangels und des Niedergangs der Attraktivität des Lehrberufs.

  14. «Auch wenn ich mir jetzt wieder Vorwürfe einhandele: Wir haben zwar mit die teuersten, aber nicht immer die besten und fleißigsten Lehrer»

    Auch wenn ich mir jetzt wieder Vorwürfe einhandele: Wir haben zwar mit die teuersten, aber nicht immer die besten und fleißigsten POLITIKER.

    Wir könnten ja den Arbeitsaufwand und die Besoldung miteinander tauschen, Herr Pschierer! Ich wäre sofort dabei. Sie nicht? Komisch….

  15. Fair is foul and foul is fair.
    So foul and fair a day I have not seen,
    ere Josef Franz did meddle ‚tween.

    (frei aus’m MacBett)

  16. Wir sind aber auch Leute:

    Sobald solche Verleumdungen auftauchen, erklären wir uns in einer Breite und erklären, wie schwierig und hart unser Job doch ist. Wir machen genau das, was total sinnlos ist.

    Angriff erfordert in diesem Fall Gegenangriff und nicht die Rechtfertigung.

    Was haben Wir denn im Rechtfertigungsmodus verloren, wenn uns jemand beleidigt? So eine bodenlose Frechheit seitens eines CSU-Politikers ist ein absolutes NO-GO!

    Also hört endlich auf Euch zu erklären. Wir hier im Forum, wissen eh, welchen Arbeitsalltag ihr habt. Und die, die es nicht wissen, werden Euch niemals glauben und findet 1000 andere Gründe, warum ihr im Garten Eden herumspaziert.

    Dieses Sich-erklären-müssen Syndrom haben echt viele Lehrer, sorry für die Pauschalisierung, ist aber so.

    • Defence- Es wäre doch einfach mal toll, wenn wir uns mal klischeehaft verhalten würden. So richtig, wie Lehrer so sein sollen. Im Garten liegen. Schild aufstellen- Achtung Ferien. Bitte Ruhe. Im Nrn- Schild am 911er auf jeden Fall nen A13+. Im Wartezimmer beim Doc pöbeln, wenn es zu lange dauert. Man ist ja schließlich privat versichert……Jetzt wird mein Tag gerade schöner……Mist-Wo bekomme ich bloß den 911er her? Vielleicht noch mal schnell Herrn Tonne ein paar Schnelltests verhökern….

    • Defence,
      völlig richtig. Auf Angriff erfolgt im Normalfall Gegenangriff. Warum immer diese devoten Rechtfertigungen? Das interessiert solche Politiker doch gar nicht!

  17. Kapier ich nicht!
    In SH hat man schon ab 2007 Urlaubs- und Weihnachtsgeld gestrichen. Der Prozess zieht sich hin.
    Ich bin GS- Lehrerin A12 .
    Die Beihilfe zahlt kaum noch etwas. 200 € Selbstbehalt, 15% Abzug bei sämtlichen Arzneikosten, weder Chefarzt noch 2-Bett- Zimmer , es sei denn man hat eine teure Zusatzversicherung. Für eine Brille bekomme ich von der Beihilfe einen Zuschuss von 17 € , für mein Hörgerät, dass ich nach 41 Dienstjahren dringend brauchte und das über 3000€ kostete bekam ich einen Zuschuss von 23 €.
    Laptop, Drucker, Druckerpatronen sowie sämtliches Büromaterial und alles, was ich in der Klasse brauche (Stifte, Pins, Magnete, Folien, Taschentücher für die kleinen Rotznasen, Scheren, Kleber, Pflaster, ….) finanziere ich von meinem Gehalt.
    Elterngespräche führe ich von meinem privaten Handy, Fortbildungskosten kann ich wenigstens von der Steuer absetzen.
    FFP2 Masken finanziere ich privat. Wir haben in diesem Schuljahr genau eine Maske vom Schulträger bekommen.
    Mache ich Ausflüge mit meiner Klasse trage ich meine Transport- und Eintrittskosten selbst.
    Unterrichtsmaterial? Klar, privat finanziert.
    Die Notbetreuung in den Osterferien 2020? Ist unentgeltlich zu leisten!
    Der Distanzunterricht für die Kinder, deren Eltern keinen Präsenzunterricht wünschen? Ist unentgelich zu leisten!
    Arbeitsschutz in der Schule in (fast) voller Präsenz nach Stundenplan? Lüften!

    Und dann muss ich mich noch von so einem bayrischen „Amigo“ beleidigen lassen?

    Die Parteien mit einem „C “ im Kürzel sind für mich definitiv gestorben.
    Aber die mit einem „S“ auch.

      • Stimmt, Lehrerlein!
        Dass die „A“ Partei überhaupt keine „Alternative “ ist, habe ich vorausgesetzt.
        Für mich steht das „A“ auch für etwas ganz anderes, das lieber im Dunkel der Hose verborgen bleibt…. und gut zur braunen Farbgebung passt!

      • Ich hab keine Ahnung was sie damit meinen, aber für die ich mich entscheide fängt mit dem gleichen Buchstaben an…

          • Glaube ich nicht. Wo wäre da das Alleinstellungsmerkmal? Außerirdische sind die Politiker doch irgendwie alle.

          • @ Max Kleine 27. März 2021 um 18:02

            Wer konnte ahnen, dass es Sie nach einem Alleinstellungsmerkmal dürstet?
            Aber dann sind „Armleuchter für Doofe“ leider auch nicht wählbar.
            Echt schade.
            😉

          • Pit… sehe ich genauso und dennoch finden 87% das immer wieder.
            Ich sehe das aber entspannt, denn wie sagte schon Abraham Lincoln: „Wahlen gehören den Menschen. Es ist ihre Entscheidung. Und wenn sie entscheiden, dem Feuer den Rücken zuzukehren und sich den Hintern zu verbrennen, dann müssen sie nachher eben auf ihren Blasen sitzen.“

  18. Wenigstens gönnt uns der der CSU-Herr eine „Pschierenkomödie“, wo auch nach intensivem Suchen keine Pointe versteckt ist.
    Nicht mal mal das wird einem gegönnt

  19. Herr Pschierer ist aus Bayern. Er bezog sich auf Bayern. In Bayern sind fast alle Lehrer verbeamtet. Also fällt das Angestelltenproblem weitgehend unter den Tisch. Die Sache mit der Krankenversicherung stimmt.
    Allerdings sind seine Aussagen Stammtischgeschwätz, weil er hier irgendwelche Floskeln herbeiholt, die mit dem Thema primär nichts zu tun haben. Was will er damit? Sich mal wieder bei seinen Wählern ins Gespräch bringen?

    Vielleicht weiß er nicht, unter welchen Bedingungen wir im Augenblick vor den Klassen stehen bzw. kennt er sich offensichtlich im Lehrerberuf nicht aus.
    Wir sind aus beruflichen Gründen gezwungen – wie auch Polizisten z.B. – uns jeden Tag neu der Infektionsgefahr auszusetzen. Da ist es doch richtig, für alle Lehrer ein Impfangebot einzufordern, damit sie für alle sicherer unterrichten können! Der BLLV hat es erst durch kooperative Gespräche versucht. Nach eigener Aussage hat er damit kein Gehör gefunden und versucht es nun auf die härtere Tour.

    Der Freistaat hat zumindest das Versprechen eingehalten: Die Impfaktion der Grund- und Förderschullehrer ist voll im Gange – mehrheitlich mit Astrazeneca. Also wir kommen alle nach den Osterferien in die Schule, sofern uns nicht eine langfristige Nebenwirkung dazwischenkommt. Wir an der Schule sind ebenso mit Astrazenca geimpft und manche überlegen, ob sie zum Arzt gehen sollen und mal nachschauen lassen sollen, ob ihr Blut noch in Ordnung ist. Wir wurden nämlich gerade an dem Wochenende vor dem Impfstopp geimpft und viele sind jetzt verunsichert, zumal immer mehr Berichte über diese Thrombosen auftauchen. Bei mir hat sich nach der Impfung der Tinitus um einiges (ziemlich massiv) verstärkt, ich hoffe, dass ich das wieder in Griff bekomme. Da lässt man sich impfen und plötzlich hat man Nebenwirkungen, mit denen man nicht gerechnet hat und die einen beeinträchtigen.
    Unanbhängig davon halte ich es für wichtig, dass die Lehrer aller Schularten ein baldiges Impfangebot erhalten, denn diese haben viele Kontakte zu unterschiedlichen Haushalten.
    Allerdings muss ich jetzt die Forderung stellen, dass man der Aspekt der Sicherheit eines Impfstoffes wichtig ist. Mir geht es nicht um das Krankheitsgefühl danach – das haut bei vielen rein und geht auch wieder weg – sondern um langfristige Nebenwirkungen und sogar in Einzelfällen tödliche, mit denen man konfrontiert werden kann. Dieser Impfstoff ist nicht harmlos wie Routineimpfungen, die man so machen lässt.

    Zurück zum Ausgangsthema:
    Herr Pschierer hat den Kern der Aktion überhaupt nicht verstanden (Sicherheit und Gesundheitsschutz für Lehrer!) und wollte ihn nicht verstehen. Von der Warte her haben seine Aussagen das Thema gründlich verfehlt.

  20. Das hat mich jetzt doch überrascht: Dass ein CSU- ler mit dem SPD-ler kuschelt, zumindest was die Aussagen über Lehrer angeht. Die Namen dieser Herrschaften verweht die Zeit und sind es nicht wert, genannt zu werden.

    „Faules Pack“ hat der eine später dann zurückgenommen und verdiente später russische Gasmillionen, was aus dem CSU-ler werden wird, dürfte kaum einen interessieren.

    „Gas-Millionen“ werden es kaum bei ihm sein, aber mehr als stark abgekühlte und abgestandene Parteitagsluft wird es nach dieser Selbstdemotage voraussichtlich nicht werden.
    Vermutlich ist eine Parallele zu Eisenmann nicht ganz abwegig.
    Man bringe mir eine Vase, für meine Tränen!

    …oder um es mit Reinhardt Mey zu sagen:
    Es landet alles, ganz egal
    Ob saublöd, oder ob gescheit
    Am Schuttabladeplatz der Zeit.

    • @alter Pauker

      „Das hat mich jetzt doch überrascht: Dass ein CSU- ler mit dem SPD-ler kuschelt“

      Nö, mich überrascht kaum noch was … irgendwie auch ein bisschen schade, aber ein eher geringes Problem.

      WattiOmmanochwusste:
      „In der Not frisst der Teufel Fliegen.“

      Was wir derzeit lernen:
      Wir leben in einer ganz besonderen Zeit, da kann der Teufel auch mit den Fliegen kuscheln, bevor er sie frisst.
      Je „dicker“ die ollen lästigen Brummer, desto kuscheliger kann es werden.
      … wem’s gefällt.
      … wer’s braucht.
      😉

  21. Der traut sich ja ganz schön was, der Herr Pschierer! Hat der keine Nachkommen im schulpflichtigen Alter?
    Vor meiner Frau (Dorfschullehrerin) haben sie jedenfalls quer durch alle Wirtschaftszweige Respekt… Wenn sie einen Handwerker braucht, auf den man (also ich) sonst sechs Wochen warten müsste: Ein Anruf – spätestens übermorgen ist das erledigt!
    Man fühlt sich wie ein Privatpatient!

    Naja.
    Aber ich muss schon sagen, man merkt den Unterschied zwischen normalem und Akademiker-Shitstorm.

  22. Zitat:
    „Wir haben zwar mit die teuersten, aber nicht immer die besten und fleißigsten Lehrer“
    Wir haben auch mit die teuersten Ingenieure, die teuersten Politiker (und deren Altersversorgung ist ja auch nicht ohne), die teuersten Handwerker – einfach deshalb, weil in Deutschland hohe Löhne gezahlt werden.
    Sämtliche Lehrer-Arbeitszeit-Studien (45 Stunden und mehr – aufs Jahr gerechnet und Ferien rausgerechnet) widerlegen seine Aussage.
    Deutschlands Lehrer haben (laut Herrn Schleicher) eine höhere Unterrichtsverpflichtung als in anderen Ländern.
    Insofern sind seine Aussagen nur niveauloses Stammtischgeplauder.

    • Noch eine Bemerkung zu „nicht immer die besten … Lehrer“.
      Laut Teds-M-Studie gehören deutschlands Gymnasiallehrer zu den besten weltweit. Ein Zitat aus dem Spiegel: „Deutschlands junge Gymnasiallehrer sind im Matheunterricht Weltspitze“

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