„Was ist nur in viele Lehrer gefahren?“ – Wie Medien in der Corona-Krise das Klischee von den „faulen Säcken“ wiederbeleben

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MÜNCHEN. „Ohne Impfangebot wollen Lehrer nach Ostern nicht in die Schule zurück. Mit dieser Forderung schaden sie sich und vor allem den Kindern“ – schreibt die „Süddeutsche Zeitung“ in einem viel beachteten Kommentar mit der Überschrift „Das unverschämte Ultimatum“. Einmal mehr bedient damit eines der großen meinungsprägenden Medien in Deutschland das Klischee von der jammernden, faulen, prächtig verdienenden Lehrerschaft. Das erinnert an Frank Plasberg, der nach dem ersten Lockdown in deren Richtung ätzte: „Macht es einen Unterschied, ob man Beamter ist, oder um seinen Arbeitsplatz fürchten muss?“ Eine Entgegnung von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek.

Lieber Sofa als Klassenzimmer: Medien bedienen immer wieder das Klischee von den faulen, gut verdienenden Lehrern. Foto: Shutterstock

Hintergrund der aktuellen Aufregung ist ein Brandbrief des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands (BLLV) an den Bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), in dem der BLLV schreibt: „Ohne Impfung ist Präsenzunterricht nicht möglich.“ Darüber hinaus kritisiert der Verband, dass das Kultusministerium im Zusammenhang mit den Selbsttests von Schülern, die jetzt flächendeckend in Schulen erfolgen sollen, rechtswidrige Weisungen erteile, weil Lehrkräfte praktisch ungeschützt die Tests begleiten sollten. (News4teachers berichtete ausführlich über den Brandbrief – hier).

Im Kommentar der „Süddeutschen Zeitung“ dazu heißt es nun: „Als es losging mit Corona und den Schulen, hatten sich viele Pädagogen erhofft, dass die Anerkennung wieder steigen würde vor ihrer Leistung. Ganze Familien waren im Lockdown, Eltern mussten Job und Betreuung koordiniert kriegen. Endlich würden die Leute sehen, wie wichtig Lehrer sind. Diese Hoffnung erfüllte sich, wenn überhaupt, nur kurz. Das ist schade, aber kein Wunder. Wer den jüngsten Aufstand der Lehrerverbände verfolgt, stellt sich bei allen Strapazen dieser Krise die Frage, was nur in viele Lehrer gefahren ist?“

Lehrer wurden schnell zu Sündenböcken in der Krise – kein Wunder: Medien bedienten das Klischee von den „faulen Säcken“

Eine steile These: Weil Lehrkräfte Arbeitsschutz für sich und ihre Schüler einfordern – der ansonsten fast überall in Deutschland, selbstverständlich auch in der Redaktion der „Süddeutschen“ gilt –, stellen Eltern die Bedeutung von Lehrkräften infrage? Richtig ist: Es gab bei (einigen) Lehrern die Hoffnung, dass viele Eltern im Homeschooling – und damit die breite Öffentlichkeit – erkennen würden, wie schwer der Job des Unterrichtens mitunter sein kann. Richtig ist auch: Die Hoffnung erwies sich als trügerisch. Lehrer wurden schnell zu Sündenböcken in der Krise.

Dafür lassen sich allerdings weitaus stichhaltigere Gründe anführen, als dass Lehrkräfte sich darüber beschweren, von den Kultusministerium mit einem Faltblatt zu offenen Fenstern als einziger Schutzmaßnahme abgespeist worden zu sein. Das hat vielmehr damit zu tun, dass Politiker ständig Erwartungen beim breiten Publikum schüren – ohne die Voraussetzungen dafür in den Schulen zu schaffen. Ob Digitalisierung (das Geld ist doch da, warum klappt’s denn nicht mit dem Online-Unterricht?), Lehrpläne (nichts wurde angepasst – und damit der Eindruck erweckt, das Programm könne in diesem Schuljahr abgearbeitet werden wie üblich), Gesundheitsschutz (die Schulen sind sicher) oder, jüngstes Beispiel, die Schnelltests in den Schulen, von denen wochenlang trotz großer Ankündigungen nichts zu sehen war: Die Politik versagt – und Medien von der „Bild“ bis hin zu „hart aber fair“ und jetzt auch die „Süddeutsche“ lassen kaum eine Gelegenheit aus, den Lehrkräften dafür die Verantwortung zuzuschieben.

Nichts ist einfacher, als das Klischee von den „faulen Säcken“ zu bedienen. Lauter Beifall ist sicher. So hatte zum Beispiel Frank Plasberg, Moderator von „hart aber fair“, in einer Sendung zu den Corona-bedingten Problemen im Schulbetrieb nach dem ersten Lockdown vor einem Millionenpublikum geätzt: Engagierte Lehrer seien „Exoten im Übungsblattzeitalter“. Während es Selbstständige wie Restaurantbetreiber eilig gehabt hätten, endlich wieder zu arbeiten, habe er ‚bei den Lehrern nicht den Eindruck, dass sie es so eilig haben, den Präsenzunterricht wieder stattfinden zu lassen.“ Dass „Bild“ sich solche Steilvorlagen zur Hetze nicht entgehen lässt, ist klar: „Freizeit geht vor!“ – diesen erfundenen Slogan legte das Blatt dann Lehrern in den Mund.

Derselbe Duktus findet sich jetzt – mal wieder – in der „Süddeutschen“. Dort heißt es nun: „Es ist müßig, zu erwähnen, dass sie zu den wenigen Gruppen gehören, die sich keine existenziellen Sorgen machen müssen. Ihre Jobs als Staatsbeamte sind sicher, gut bezahlt und vergleichsweise risikoarm. Die Sorge vor Mutanten ist verständlich, aber Paketboten oder Kassierer sind weniger geschützt. Künstler oder Wirte können nur auf Finanzhilfen hoffen und haben keine echte Öffnungsperspektive. Alle Branchen jammern, aber das Toben der Lehrervertreter ist stets lauter.“

Weil Lehrkräfte für ihre Arbeit Geld verdienen, sollen sie sich beim Arbeitsschutz mal nicht so haben?

Was für eine perfide Argumentation: Weil Lehrkräfte für ihre Arbeit Geld verdienen – Redakteure der „Süddeutschen Zeitung“, von denen die meisten derzeit im Homeoffice sitzen dürften, übrigens auch –, mehr Geld sogar als ungelernte Arbeitskräfte (unverschämt!), sollen sie sich beim Arbeitsschutz mal nicht so haben? Die implizit mittransportierte Tatsachenbehauptung ist auch noch falsch: Wissenschaftler haben unlängst das Risiko für Menschen in unterschiedlichen Szenarien errechnet, sich über Corona-belastete Aerosole anzustecken. Das höchste Risiko besteht demnach im Klassenraum – weit vor dem im Supermarkt (News4teachers berichtete auch darüber – hier). Paketboten werden in der Studie übrigens nicht angeführt, warum auch? Sie arbeiten hart, zweifellos, aber weitgehend draußen und mit großem Abstand zur Kundschaft.

Weiter geht’s mit dem Lehrer-Bashing. „Wofür oder wogegen, das variiert: gegen Distanzunterricht, für Distanzunterricht, für Schulöffnungen, gegen Schulöffnungen. Nun überbieten sich die Verbände darin, gegen die Teststrategie der Regierung zu sein. Protest, weil jüngere Kinder nicht getestet werden. Protest, weil sie in der Schule getestet werden“, so schreibt die Kollegin von der „Süddeutschen“ – und outet sich damit endgültig beim Thema Bildung als inkompetent.

Zum einen: „Die“ Lehrer-Forderungen gibt es nicht. Es gibt rund 800.000 Lehrkräfte in Deutschland, und deren Meinungsbild ist so breit wie das in der gesamten Bevölkerung. Die unterschiedlichen Positionen spiegeln sich auch in der Haltung der Verbände. Zum anderen: Es ging nie um plumpe Schulschließungen oder – wie aktuell – gegen Tests von Schülern; es ging und geht stets darum, die Bedingungen für die Beschäftigten an Schulen (übrigens auch Kitas) und für die ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen so zu verbessern, dass Schulen (und Kitas) tatsächlich, wie von den Kultusministern behauptet, „keine Treiber der Pandemie“ sind.

Mitverantwortung tragen auch Medien, die das Märchen von den angeblich kaum ansteckenden Kindern weiterverbreitet haben

Das ist leider gescheitert, weil die Lehrerverbände nicht durchgedrungen sind. Die dritte Welle ist die Folge, dankeschön dafür. Eine Mitverantwortung dafür tragen übrigens auch Medien wie die „Süddeutsche“, die das Märchen von den angeblich kaum ansteckenden Kindern allzu eifrig und unkritisch weiterverbreitet haben.

Aber ein bisschen Kritik an den Herrschenden muss natürlich sein, das gehört zum journalistischen Selbstverständnis. Die fällt im Kommentar allerdings großzügig aus. „Es muss unzweifelhaft besser laufen: Es braucht klare Regeln und überall genügend Tests“, so heißt es lediglich – um sofort wieder auf die Lehrkräfte zu kommen: „Aber solange nicht alle geimpft sind, sind Tests unter Aufsicht der sicherste Weg“, so behauptet die Autorin.

Das mag stimmen. Aber unter wessen Aufsicht? Ist es der tatsächlich der sicherste Weg, wenn weitgehend ungeschützte und medizinisch nicht ausgebildete Lehrkräfte Tests von 20, 25 Kindern in einem Klassenraum begleiten, die sich in der Nase pokeln müssen (mit all den möglichen Problemen, von denen nur jemand weiß, der tagtäglich mit ebenjenen 20, 25 Kindern arbeitet), Lehrkräfte, die möglicherweise kontaminierte Abfälle irgendwie entsorgen sollen, positiv getestete Kinder irgendwie isolieren sollen, aber eben auch irgendwie begleiten, damit die Schüler keinen psychischen Schaden nehmen, und dann dafür sorgen müssen, dass diese Kinder dann irgendwie nach Hause kommen, ohne andere anzustecken? Dafür muss man kein Lehrer sein, um das zu bezweifeln.

„Sie schaden auch den Lehrern, die den Kindern endlich wieder richtigen Schulunterricht geben wollen“

Die Redakteurin schreibt: „Das Ultimatum des Bayerischen Lehrerverbands war am Montag der bisherige Höhepunkt: Schulbetrieb nach Ostern nur, wenn alle Lehrer ein Impfangebot bekommen. Was schlicht die Änderung der Impfreihenfolge bedeutet. Das ist nicht nur unverschämt, sondern auch unsolidarisch denen gegenüber, die noch gefährdeter sind durch das Virus. Damit bedienen die Verbände zwar die Wut vieler Mitglieder, aber sie schaden auch den Lehrern, die den Kindern endlich wieder richtigen Schulunterricht geben wollen. So schnell wie möglich.“

Sie übersieht: Die Änderung der Impfreihenfolge ist längst beschlossen – dummerweise wurden allerdings nur Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen vorgezogen, in Bayern jedenfalls. Schon im benachbarten Baden-Württemberg ist das anders. Dort werden Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen geimpft. Auch der Kultusminister im benachbarten Hessen, Alexander Lorz (CDU), hat angekündigt, nach Ostern alle Lehrkräfte impfen zu wollen. Die Gesundheitsministerin von Sachsen-Anhalt, Petra Grimm-Benne (SPD), hat gestern ebenfalls den Schritt angekündigt, künftig das Personal aller Schulformen impfen zu lassen. Begründung: „Mit Blick auf die zugespitzte epidemiologische Lage ist dieser Schritt zwingend erforderlich.“ Soll heißen: Nur so ist „richtiger Schulunterricht“, wie ihn die „Süddeutsche“-Autorin ja so vehement einfordert, nach Ostern überhaupt denkbar. Ist die Forderung des BLLV also doch nicht so vermessen?

PS. Wenn die Arbeitsbedingungen und der Verdienst von Lehrkräften in Deutschland – speziell auch in Bayern – so gut sind, wie die Journalistin unterschwellig behauptet, wie kommt es dann wohl, dass so viele offene Lehrerstellen nicht besetzt werden können? Vielleicht sollte die „Süddeutsche“ auch darüber mal nachdenken: So ganz ohne Lehrkräfte gibt’s ebenfalls keinen „richtigen Schulunterricht“. News4teachers

Hier geht es zum Kommentar in der „Süddeutschen Zeitung“: „Das unverschämte Ultimatum der Lehrer“.

Reaktion

Der CSU-Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer postete auf Facebook:

„Nicht immer die besten“: Landtagsabgeordneter Pschierer. Foto: privat

„Danke, liebe Süddeutsche Zeitung, für diesen Beitrag. Auch wenn ich mir jetzt wieder Vorwürfe einhandele: Wir haben zwar mit die teuersten, aber nicht immer die besten und fleißigsten Lehrer. Beamtenstatus, Unkündbarkeit, beste Gesundheitsversorgung mit Chefarztbehandlung, üppige Pensionen und 70 Ferientage. Da müsste man doch eigentlich zufrieden sein können. Nein! Ist man nicht. Für mich ist dieses Ultimatum ebenfalls schlichtweg unverschämt. Und deshalb bin ich fast geneigt, das Zitat unseres früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder über Lehrer zu wiederholen (‚Ihr wisst doch ganz genau, was das für … Säcke sind.‘).“

„Inzidenz-Starrsinn“: Wie „Bild“ im Vorfeld des Bund-Länder-Gipfels Stimmung für offene Kitas und Schule macht – mit Erfolg

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161 KOMMENTARE

  1. Ich würde nach Artikeln wie diesen verstehen, wenn Lehrer die Schnauze voll hätten und sich wirklich einen faulen Lenz machen. Jeder, der mehr als drei Gehirnzellen aktiv nutzt, weiß, dass der Lehrerjob ein harter Job ist. Warum fehlen in Bayern in den nächsten Jahren wohl tausende Lehrer. Es gibt bereits Werbekampagnen, um Nachwuchs anzuwerben. Dafür ist Geld da. Für Luftfilter nicht. Als Ehemann einer Lehrerin, kann ich über diese Journalisten nur noch den Kopf schütteln. Selbst gepampert im Home Office, im Studium wahrscheinlich von Papis Kohle gut gelebt und jetzt anderen eine Körperverletzung schmackhaft machen wollen. Lehrer sind keine Hunde, die man immer wieder prügeln kann und sie kommen wieder zurück. Abgesehen davon, dass ich auch nie einen Hund prügeln würde, würde ich systemrelevante Gruppen nicht immer wieder bashen. Denn sonst kommt es nach dem Pflexit zum Lehrerexit. Denn lieber Exit als Exitus.

  2. Hahahaha…. goil….. is der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gar ungeniert…
    Yeigh, erstmal beine hochlegen, Käffchen und Eier schaukeln.
    #Unterrichtetdoch selber
    😀

    • Unterrichtet doch selbst?
      Dann dürften die Lehrer aber auch kein Gehalt beziehen. Das ist doch selbstverständlich, oder?!? Jedenfalls würde das für jeden anderen Job gelten. Anders als die Lehrer, müssen die meisten Eltern nicht nur das Home schooling schaffen sondern ihren eigentlichen Job. Und genau das ist das Problem vieler Eltern….2 Jobs und Haushalt…. das verstehen wohl viele Lehrer nicht. Ich schätze Lehrer, die engagiert in ihrem Job sind. Die sich digital fortbilden! An den Universitäten wurde direkt auf digitalen Unterricht umgeswitched. In den Schulen verweigern leider viele Lehrer dies und schieben als Begründung vor, dass sie sich nicht damit auskennen…und kein Interesse haben sich darin fortzubilden. In keinem anderen Beruf (außerhalb des Beamtentums) wäre dies möglich. Arbeitsverweigerung aber volles Gehalt beziehen wollen?! In welcher Blase leben die Lehrer, die dies befürworten?!?

      • 😀
        Liebe Astrid, dann mach mal. Hahahaha…. Das wäre noch besser… schön drei Monate Kündigungsfrist und dann schön mit Biontech geimpft Neustart an einer besseren Schule…
        Hihi 😉
        Was bringt das Leuten wie dir nur, Lehrern moralisch zu kommen. Denkste nach 500 Elterngesprächen interessiert mich noch was Leute von mir halten.
        Unterrichte selbst! Biete mir was, wennde was von mir willst. Verlang nix, wasde nich bezahlst. Ich muss dann nur lachen!
        😀

      • Astrid
        Sie scheinen zu vergessen, dass Lehrer Menschen sind, die Familie haben. Sie tröten ins gleiche Horn wie Süddeutsche, Bild und Co.
        Nur einmal für Ihr Verständnis: Nicht alle Lehrer sind verbeamtet und super „privilegiert“.
        Ich kann Ihnen außerdem sagen, dass mein gesamtes Kollegium kurz vor dem Burnout ist. Ich habe seit Monaten jede Woche ca. 20 unbezahlte Überstunden gemacht, telefoniere auch abends und am Wochenende mit Schülern, mache nebenher Online-Fortbildungen zum Punkt Digitale Medien, setze mich damit auseinander und übe den Umgang. Ach, nebenher habe ich übrigens Familie….
        Die kommt aber deutlich zu kurz!
        Und Sie wollen mir mein hart erarbeitetes Angestelltengehalt absprechen?
        Und zum Thema Impfen. Ich bin als Risikopatientin in Gruppe 3. Genau wie als Lehrerin an einer weiterführenden Schule. Ich gehe mit großer Angst in den Präsenzunterricht und muss leider immer wieder erleben, dass die SuS, sobald man ihnen den Rücken zuwendet gegen die AHA-Regeln verstoßen.6-8h mit FFP2 Maske zu unterrichten ist in höchstem Maße anstrengend! Seit über einem Jahr kämpfen wir für Arbeitsschutz und werden ignoriert. Stattdessen dürfen wir bei 10 bis 14° C unterrichten.
        Ja, ich bin inzwischen verbittert, wütend, fühle mich verraten und ausgebeutet. Meine Kräfte sind am Ende.
        Und ich kann von vielen Kollegen und Kolleginnen das Gleiche berichten.
        Mich würde interessieren, was für einen Job Sie wohl machen…

      • @Astrid

        Der eigentliche Job von Eltern ist die Hege und Pflege, die Erziehung und das Betreuen ihrer Kinder.

        Übrigens weiß ich aus eigener Erfahrung – habe keine Studie, die das belegt -, dass auch Lehrkräfte Eltern sind.

        Die wuppen auch das Homeschooling der eigenen Kinder, die wegen der anderen Kinder hintenanstehen.

        Wo kommen bloß diese maßlos überzogenen Anforderungen an Lehrer her? Oder ist es Neid? Auf immer weniger werdende Freizeit? Quereinsteiger sind willkommen!

      • @Astrid

        Soweit ich weiß, gab es pro Kind zusätzliche 20 Kinderkrankentage – nur nicht für Lehrkräfte.

        Vermutlich auch nicht für EuEs.

        Und wenn neidisch – bewerben, umschulen, quereinsteigen. Wir freuen uns über jede(n), der/die die Füße hochlegt und mitfeiert.

  3. Ich bin seit gestern daheim, Corona-positiv getestet, keine Kontakte außer viele Grundschulkinder täglich und meine eigenen zwei Kinder. Meine Arbeitszeiten sind täglich die üblichen Unterrichtsstunden und viele Stunden Vor- und Nachbereitung. Das wird einfach schlichtweg übersehen.

    Und nun wollen zahlreiche Eltern am liebsten mit ihren Kindern unreglementiert in den Osterurlaub fahren oder fliegen und sich auch anderweitig bestenfalls nicht mehr einschränken lassen und dann ihre Kinder (bestenfalls ohne Maske) nach Ostern wieder regulär in die Schule schicken. Das ist rücksichtslos gegenüber all den Kindern und deren Familien, die sich vorbildlich verhalten, aber auch gegenüber den in der Schule Angestellten, die vorsichtig handeln. Aber es gibt sie halt, genau diese Familien… Und die Politiker geben diesen Wünschen zunehmend nach.

    Mein Selbsttest war an einem Tag, an dem ich schon Symptome hat, negativ ausgefallen. Am Nachmittag hatte ich Fieber, dann folgte am nächsten Vormittag ein positiver PCR-Test. Soviel zum Thema Sicherheit durch Selbsttests an den Schulen… Das ist möglicherweise ebenfalls ein Märchen, soll aber bestenfalls inzidenzunabhängige Öffnungen erlauben und wird es vermutlich auch. Die Selbsttests werden kaum eine Infektion verhindern, ebenso wenig wie ein Schwangerschaftstest eine Schwangerschaft verhindert. Zumal die Selbsttests im schlimmsten Fall eine Sicherheit vorgaukeln, die schlichtweg nicht existiert.

    • Oha, Ihnen alles Gute! Sie haben Recht, das befürchten viele… ich selber gehe seit Monaten auch nur einmal die Woche (zu „nicht-Stoßzeiten“) einkaufen und habe sonst persönlich keinerlei Kontakte (außer halt zwangsweise in der Schule, sofern Präsenzunterricht angeordnet wird). Auch meine Eltern oder Geschwister habe ich vor einem halben Jahr das letzte Mal in Persona gesehen… und? Bin ich deswegen depressiv? – Keineswegs, denn als Lehrer hat man genug zu tun, dass man sowieso an „Treffen“ oder anderes gar nicht denken braucht… aber das rafft ja keiner und es geht immer mehr um schwachsinnige Befindlichkeiten als darum, die Situation endlich nachhaltig zum Besseren zu verändern… wenn nicht so viele Menschen „nicht mitmachen“ würden, wären wir im Februar längst unter 50 überall gewesen… aber so halten wenige Unvernünftige die Pandemie für uns alle am laufen und beschweren sich aber auf der anderen Seite bei der Politik über zu wenig Eigenverantwortung….

    • @Luisa Hase.. gute Besserung und schnelle, gründliche Genesung!!!! Und ganz wichtig: die 2, Woche nicht unterschätzen.. auch wenn es dir dann vielleicht besser geht, schone dich!!! Iss Eisenlieferanten, Corona greift diese Vorräte stark an, ich brauchte sogar eine Infusion, so tief waren sie nach der Krankheit. Höre auf deinen Körper, tägl. Vit.C und viel Ruhe. Kleine Spaziergänge nach der Quarantäne, bedenke den Rückweg. Alles fühlt sich anstrengend an. Lass dir Zeit. Lg ,eine Leidensgenossin

  4. Liebes Redaktionsteam.
    Vielen Dank für den Artikel.
    Geht es auch als Leserbrief an die Süddeutsche?
    Sicher ist ein Einspruch auch für Leser außerhalb von 4teachers lesenswert.
    Ich würde mich freuen zu lesen, ob er denn wohl angedruckt wird…

      • Kennt die SZ auch folgende Mitteilung?

        NTV-Online 25.03.2021
        +++ 06:43 Sachsens Schulleiter holen Schnelltests teils mit eigenem Pkw ab +++
        Bei der Verteilung von Schnelltests auf die Schulen in Sachsen gibt es dem Vorsitzenden des Sächsischen Lehrerverbands, Jens Weichelt, zufolge noch eklatante Lücken. Weil Schulleiter unter der Woche, aber auch sonntags teils noch mit dem eigenen Auto zu den Verteilzentren fahren müssten, um die Tests für ihre Schule abzuholen, fordert er eine „ordentliche Logistik“. „Ich wünsche mir hier ganz klar einen Postversand“, sagt Weichelt dem MDR. Eigentlich ist die Verteilung der Tests Aufgabe des Landesamts für Schule und Bildung. Es bestellt die Tests und sorgt dafür, dass sie in 13 Verteilzentren des Landes abgeholt werden können. Spätestens mit der steigenden Testfrequenz könnten das die Schulleiter „über Pkw und Kofferraum“ aber nicht mehr leisten, räumt ein Vetreter der Behörde ein.

        • Ja also bittööö, das ist doch das Mindeste, was man von uns Lehrern erwarten darf! Ein wenig Einsatz für unsere armen Kinder, darf man doch wohl bringen. Wo würden wir hinkommen, wenn sich das Klinikpersonal oder die Angestellten im Supermarkt genauso zieren würden? Da ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man die OP-Wunde mit Omas Häckelset flickt, Unfallopfer mit dem Fahrrad einsammelt oder dass die Kassierern ihre selbstgekochte Marmelade verschenkt.

          • Nein – aber für die Polizisten, Verkäufer, Busfahrer, Stewardessen, Altenpfleger, Krankenpfleger, Ärzte…. ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie auch ohne Impfung zur Arbeit gehen. Und die, die nicht zur Arbeit gehen können weil Lockdown war haben Einbußungen im Gehalt. Ihr Vergleich mit der verschenken Marmelade oder ähnliches hinkt extrem. In vielen Berufe gibt es eine ähnliche oder größere Gefahr einer Coronainfektion als bei Lehrern….und diese Leute gehen jeden Tag zur Arbeit.
            Es ist eine schwere Zeit….aber man sollte mal aus seiner Blase kommen und schauen was andere Leute jeden Tag riskieren damit die Menschheit geschützt oder versorgt ist. Bitte aufwachen!

          • @ Tim 27. März 2021 um 13:32

            Ich finde es grundsätzlich NICHT zielführend, wenn Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt werden.
            Niemandem bringt das einen Vorteil – nicht in „normalen“ Zeiten und während einer Pandemie schon gar nicht.

            Allerdings sind alle, die ernsthaft denken, Lehrer wäre ein für Nichtstun überbezahlter Traumjob, ganz ganz herzlich eingeladen, IN unsere Lehrerblase HINEINZUKOMMEN – GENIEßEN SIE MIT UNS DIE GEILSTE DAUERPARTY ALLER ZEITEN !!!
            Kommse rein, könnse rausgucken! (= erfrischender Perspektivwechsel, Hollywood-Gage inklusive).

            Lieber Tim, falls Sie – noch – kein Lehrer sind:
            CU?

        • In Hessen üblich. Da wird monatlich im privaten KFZ in die Schulämter gefahren . I.d.r. kann aber nicht das abgeholt werden, was die Schulen bestellt haben. Da gibt es Schulen, die je Tour 200 km investieren müssen. Dazu kommt, dass die Zeiten nicht als Mehrarbeit gelten. Nur mehr geleistete Unterrichtsstunden gelten in Hessen als abgeltbar. Sinnvoll deswegen ist, dass die Termine teilweise auf Sonntage gelegt werden oder morgens ab 6.00 Uhr. Dann muss man zwar um 5 losfahren, ist aber zum Unterrichtsbeginn pünktlich in der Schule.

  5. Damit muss man wohl leben.
    Selbst bei guten Freunden, die mit mir studiert haben und heute als Ingenieure arbeiten, gibt es nur zwei Sichtweisen.
    Lage 1: Die Wirtschaft brummt.
    Milder bis offener Spott. Wie kommt man nur auf die Idee, sich für einen Apfel und ein Ei mit den Kindern anderer Leute rum zu ärgern. Die Ingenieure haben ein tolles Büro, Topp Ausrüstung und verdienen 30% mehr. So blöd, möchte man nicht sein, dann als Lehrer zu arbeiten.
    Lage 2: Wirtschaftskrise.
    Du hast es ja gut, du bist Beamter und ich muss um meinen Arbeitsplatz fürchten. Das Beamten System mit lauter Faulenzern die gar noch privatversichert sind, müsste abgeschafft werden.

    Das Bild der faulen und besserwisserischen Lehrer wird ja durch unseren Dienstherren noch gefördert.
    Wann hat das Ministerium die Lehrer denn mal gelobt oder unterstützt? Nie!
    Das Bild der unfähigen Faulenzer ist viel nützlicher.
    Mal wieder eine Reform verordnet! Fern ab jeglicher Realität, ohne Sinn und mit jeder Menge Mehrarbeit verbunden, dafür aber ohne Kosten zu verursachen?
    Die große pädagogische Innovation dann in der Presse raus posaunt und als Ergebnis wie immer nichts erreicht?
    Kein Problem. Nicht die Reform war schlecht! Das liegt nur am mangelnden Willen der Lehrer, die das Genie der Kultusministerien nicht umsetzen konnten oder gar absichtlich sabotiert haben.

    Bei den Eltern setzt sich das natürlich fort. Elterngespräch weil der Schüler permanent stört, keine Hausaufgaben hat…
    Kann man sich sparen! Das liegt nur daran, dass Klausi hochbegabt ist und der Lehrer ist entweder zu dumm das zu erkennen oder gar neidisch auf das hochintelligente Kind.

    Auch Standard sind die Stammtischleute. Selbst nichts in der Schule hin bekommen, jetzt aber nach 35 Jahren Industrie mit 55 in Frührente. Daher Zeit und schon morgens auf dem Balkon, mit Kaffeetasse und Fernglas. Sieh da der Herr Lehrer-Nachbar geht durch seinen Garten! Das der nur 1-2 Stunde frei hat und dann bis um 15 Uhr in der Schule sitzt und anschließend noch bis 18 Uhr Arbeiten korrigiert sieht er nicht.
    Macht aber nichts. Abends an der Theke kommt die Geschichte vom Lehrer-Nachbar, der morgens Recht und mittags frei hat, immer gut.
    Die Lehrer sind ja selbst schuld, wenn die sich früher mehr Mühe gegeben hätten dann wäre der liebe Nachbar jetzt auch nicht so dumm, dass es Bildungsmäßig nicht zu mehr als der Lektüre der BILD reicht. 🙂

    Ein weiterer Baustein ist die Presse. Die greift die Vorurteile gegen Lehrer auch sohr dankbar auf. Da trifft man auf eigentlich gutwillige Leute die einem dank der Presse gar nicht glauben wollen wie die Wirklichkeit ist.
    Ich wurde zuletzt gefragt, wann Lehrer den in den Ruhestand gehen. Antwort: Mit 68 Jahre.
    Quatsch, Lehrer gehen als Beamte doch nicht so lange Arbeiten. Ich hab gehört ihre geht doch spätestens mit 60 Jahren.
    Nein wir gehen bis 68! Es wurde dann noch 3-4 mal nachgefragt, ob das wirklich die Wahrheit ist!
    Ein anderes Erlebnis war der Aufbau für einen großes Dorffest. Alle Beteiligten der Vereine nahmen zwei Tage Urlaub um das zu stemmen. Als ich anführte, dass ich als Lehrer keinen Urlaub außerhalb der Ferien nehmen kann, wurde mir das als Lüge unterstellt. Unmöglich!
    Lehrer haben doch eh immer frei.
    Außerdem kam die Frage auf, ob es überhaupt auffällt wenn ich mal ein paar Tage nicht in der Schule auftauche.
    Diese Bild existiert dank Presse und Politik in der Öffentlichkeit.
    Ich sehe auch keine Möglichkeit das kurzfristig zu ändern.

    • …kann ich nur bestätigen. Ich vermeide mittlerweile, zuzugeben, dass ich Lehrer bin (und dann noch nicht mal beamtet, wie blöd kann man sein!!). Ich habe einfach keinen Bock mehr auf dumme, unqualifizierte Sprüche. Und dennoch mache ich den Job gern, zumindest bis jetzt. Nun aber fange ich an, die Tage zu zählen, bis ich damit aufhören kann.

      • Kann ich auch nur bestätigen, ich vermeide auch, wo es möglich ist zu sagen, was ich beruflich mache… die Dummen Sprüche, “Realitätsdiskussionen“ kann man sich nur sparen…

        • Jepp, auch ich bin in neuen Runden lediglich im öffentlichen Dienst beschäftigt … aus exakt den hier benannten Gründen. Wenn ich als Zuhälter oder als Katzenausweider arbeiten würde hätte ich das Problem wahrscheinlich nicht. „Ach, das klingt ja interessant…erzählen Sie doch mal.“

          • @Andre Hog

            Ich sage noch immer, als was ich arbeite … nach einem heiteren Berufe-Raten als Einstiegsrunde.
            Die meisten sind dann erstaunt (aus verschiedenen Gründen) und oft höre ich „Na, Ihren Job würde ich aber nicht machen wollen! Aber schön, dass das überhaupt noch jemand macht.“)
            Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich seit langer Zeit im Privatleben instinktiv gewisse „Typen“ meide.

      • @Thusnelda wie wäre es mit einer Umschulung? Es gibt noch andere Berufe…..
        Und dann könnten Sie direkt vergleichen ob Ihr Job als Lehrer wirklich so viel schlimmer ist als eine Arbeit als Krankenpfleger, Kassierer, Arzt, Altenpfleger etc 😉

        • @Tim

          … und dann wäre ja eine Lehrerstelle frei geworden …

          Wie Tante Yvi sagt:
          „Schlau machen. Lehrer werden.“

          Und?
          Wie wäre es mit einer Umschulung?
          (Für den Fall, dass Sie Krankenpfleger, Kassierer, Arzt, Altenpfleger etc oder auch alles zugleich sind. Sonst bringen Sie einfach möglichst viele Krankenpfleger, Kassierer, Ärzte, Altenpfleger etc mit, denn wir haben schon lange einen eklatanten Lehrermangel. – Warum eigentlich?)

        • @Tim

          Bis auf Arzt alle genannten Jobs gemacht. Lehrer ist der schlimmste – gaaaaanz ehrlich.

          Bei allen anderen – zu Hause sein – Freizeit haben. Keiner rechnet an der Kasse nach und brüllt „stimmt nicht“ oder „Sie dürfen das gar nicht“. Das sind Berufe/Jobs in denen man mit Dankbarkeit und Respekt belohnt wird.

          Lehrer machen da stündlich andere Erfahrungen.

          Lehrer

    • Ich bin kein Lehrer und würde nicht mit einem Lehrer tauschen wollen. Deshalb habe ich etwas anderes gelernt bzw studiert :-).
      Jeder Job hat seine Vor und Nachteile. Aber im Gespräch mit diversen Lehrern im Bekanntenkreis werden immer die Nachteile so extrem betont – so als ob die Lehrer das Gefühl haben sich ständig rechtfertigen zu müssen.
      Und das ist schade. Mein Job ist auch hart und in Stoßzeiten kommen sehr häufig Überstunden und Wochenendarbeit hinzu….unbezahlt wohlgemerkt (in der Wissenschaft ist es halt so). Aber ich mag meinen Job und sehe auch die Vorteile. Und klar fände ich es schön, wenn ich auch so viel Urlaub hätte, oder wenn ich jedes dritte (?) Jahr ein Sabbat Jahr machen könnte (wenn ich vorher 2 Jahre nur 75% meine sgehaltes bekomme und im dritten Jahr 75% Gehalt für nix tun) oder dass ich unkündbar wäre – aber ich habe es mir ja so ausgesucht.
      Daher jammere ich nicht.
      Was ich aber nicht verstehen kann ist, dass jetzt sichtbar gewordene große Defizite von manchen Lehrer in Bereich online Unterricht nicht angegangen werden weil diese Lehrer scheinbar nicht gewollt sind etwas zu ändern.
      Das würde es jenseits des Beamtentums nicht geben – da sind Fortbildungen etwas selbstverständliche (bei Ärzten ist es sogar Pflicht, dass sie sich in ihrer Freizeit fortbilden). Es gibt zudem auch genügend Möglichkeiten sich im Netz über Möglichkeiten des Online Unterrichts schlau zu machen. Und wenn mal eine Fortbildung an einem Samstag angeboten wird ist es auch kein Grund dies entrüstet abzulehnen…. Machen andere Berufsgruppen auch! Und ja – ich spreche aus eigener Erfahrung.
      Keine Frage – es gibt wirklich engagierte Lehrer….eine private Montessori Grundschule, die ich kenne macht jeden Tage paar Stunden online Unterricht für die Kinder. Davon können andere träumen. Ich verstehe wenn die Lehrer aufgrund möglicher Coronainfektion keinen Frontalunterricht machen möchten. Aber dann sollten sie bitte ein gut ausgearbeitetes Konzept für ein funktionierenden Online Unterricht machen. Im gleichen Umfang wie es im Präsenzunterricht wäre. Zuhause bleiben und nur Tages oder Wochenpläne den Schülern geben, wie es in den meisten Grundschulen bisher üblich war zählt nicht.
      Ich würde nicht die Lehrer allgemein an den Pranger stellen….aber die faulen Lehrer, die sich während des Lockdown nicht die Mühe gemacht haben den Kindern ein Feedback bzgl der Tages oder Wochenpläne zu geben schon. Leider schützt die Verbeamtung diese Lehrer auch. Gerade im Lockdown sollten die Lehrer Größe zeigen und sich bei den Eltern bedanken, dass sie ihren Job durch das Homeschooling mit erledigt haben! Zur Schule zu gehen und von Lehrern unterrichtet zu werden sollte kein Privileg darstellen sondern etwas normales.

      • @Tim: Sie sollten in unsere „Blase“ kommen. Da sind ein paar Ansichten nicht ganz passgenau erkannt, werden aber als passgenau angenommen.

      • Das setzt voraus, dass die Schule entsprechend ausgerüstet ist. Scheiterte bei uns am Endgeräten und auch am Datenvolumen. Ich und alle meine Kollegen nutzten das PRIVATE Equipment und auch den PRIVATEN Internetzugang um Kontakt zu den Schülern zu halten, online zu Unterrichten …
        Und da fehlte dann u. U. auch das ein oder andere, war nicht sofort perfekt … Dafür war mein kleines Büro zu Hause ja auch nie vorgesehen.

  6. Muss man sich bei dem Gebaren der diversen Interessenvertretungen (und auch dieser Seite hier) über solche Artikel wie in der SZ wirklich wundern?

    Wohl kaum, zumal hier vielfach anders als in dem obigen Artikel behauptet der Nagel eben auf den Kopf getroffen wird – egal wie sehr man da jetzt auch versucht das Narrativ von den „bösen infektiösen Kindern“ aufrecht zu erhalten.

    Hier reicht ein Blick in andere Länder – dort hat man es geschafft (ja selbst bei so fiesen Inzidenzen über 100) zumindest grundlegend den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten und die ohnehin am meisten von der Pandemie gekniffenen – die Kindern – nicht zusätzlich durch nicht funktionierendes Homeschooling etc. pp. zu belasten.

    Keine andere Berufsgruppe bzw. deren Interessenvertretungen haben so eine „Welle“ gemacht wie die der Lehrer – man möge sich nur mal vorstellen sämtliche Pfleger, medizinisches Personal und Ärzte hätten mit Verweis auf vermeintlich fehlenden „Arbeitsschutz“ einfach mal so gesagt: So lange das oder jenes nicht passiert behandeln wir einfach niemanden mehr. Hui das Geschrei wäre aber groß gewesen…

    Ja Interessenvertretungen haben die Aufgabe Interessen zu vertreten – wenn es aber ausschließlich dann darauf hinaus läuft täglich neue „Forderungen“ zu stellen darf man sich eben auch nicht wundern wenn der Rest der Republik einschließlich der SZ dann irgendwann einfach nur noch verständnislos mit dem Kopf schüttelt.

    Und erst nach priorisierten Impfungen rufen und dann so etwas:

    https://www.n-tv.de/panorama/Tausende-Berliner-verschmaehen-Astrazeneca-article22449062.html

    Derzeit sind 100.000 Dosen des Präparats vorrätig, doch massenhaft eingeladene Lehrer, Polizisten und Kita-Erzieher verzichteten auf einen Impftermin, berichtet der „Tagesspiegel“.

    Da werden also schon Impftermine angeboten und diese dann „massenhaft“ verschmäht?
    Aber bestimmt findet sich dafür dann auch noch wieder eine passende „Entgegnung“ gell?

    Ein Satz den ich in sinngemäß in verschiedener Ausprägung jetzt schon mehrfach von Kindern gehört habe (generell an Erwachsene aber im speziellen auch an Lehrer gerichtet):

    „Ihr habt uns genau dann im Stich gelassen, als wir euch am meisten gebraucht hätten…“

    Das beschreibt bedauerlicherweise die aktuelle Situation mehr als treffend und sollte eigentlich jedem Erwachsenen die Tränen in die Augen und die Schamesröte ins Gesicht treiben.

    • @Markus K.

      Lieber @Markus K.,

      NIE im Stich gelassen werden Sie von BILD und SZ, darum werden die in den nächsten Ausgaben – garantiert – den Unterschied erklären zwischen „der Schule“ und der ganzen Bürokratie im Hintergrund, Verwaltungsebenen, Zuständigkeiten …

      Das wird eine schöne lange Serie, in der BILD mit vielen Bildern.
      Bitte informieren Sie sich in der SZ und bilden Sie sich eine Meiunung mit der BILD.

      Und bitte:
      Verzeihen Sie mir meine Widerworte.

    • Ganz offensichtlich sind Sie selbst kein Lehrer, sonst würden Sie nicht so denken. Sie kennen unsere enorme Belastung nicht, die Machtlosigkeit gegenüber unsinnigen Anforderungen und Regellungen – als Beamte haben wir keine echten Gewerkschaften, sondern nur Interessenvertretungen, die kommentieren und ‚fordern‘ können, aber absolut zahnlose Tiger sind, und Sie erleben nicht die Missachtung unseres Berufes, die uns im ganzen Lehrerleben verfolgt! Sie sind im falschen Blog!

      • Im falschen Blog?

        Weil man hier nur jammern darf wie unfähig die Politik ist und wie unverantwortlich das doch alles sei?

        Ich darf – trotz der momentan eher betrüblichen Lage – hier einmal herzlich lachen.

        Und ja ich bin kein verbeamteter Lehrer, aber ganz offensichtlich haben Sie keine Vorstellung davon, was andere (auch „lehrende“) Bereiche oder Zweige hier in den letzten 12 Monaten auf die Beine gestellt haben.

        Und komischerweise gibt es sie ja auch (wenn leider viel zu selten) – diejenigen Lehrer die in der Situation sich eben nicht aufs lamentieren verlegt oder auf die „Machtlosigkeit“ verwiesen haben, sondern die mit hohem persönlichen Engagement und Zeitaufwand etwas brauchbares für die Schüler auf die Beine gestellt haben. Wo ein Wille da offenbar auch ein Weg – oder wollen Sie behaupten, diese Lehrkräfte müssten jetzt befürchten aus dem Staatsdienst entfernt zu werden, weil sie eben nicht immer nur Probleme, sondern Lösungen gesucht haben?

        Und wenn auf der anderen Seite dann Sportlehrer sagen sie können ja keine Online-Sportstunde anbieten, weil man dafür nicht „ausgebildet sei“ und darüber hinaus nicht wolle, dass die Kinder ja die „Privaträume“ sehen könnten – tja dann kann man sich nicht mal mehr an den Kopf fassen.

        Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten – den dafür notwendigen Willen vorausgesetzt – es gäbe für derartige „Probleme“ keine schnellen technischen oder pragmatischen Lösungen?

        Oder muss hier auch erst die Schulbehörde genehmigen, dass dieser Lehrer sich einfach ein Bettlaken im Hintergrund aufspannt, damit auch ja die Privatsphäre gewahrt bleibt?

        Oder wenn die Anordnung (das es so etwas überhaupt erst bedarf…) erfolgt, dass z.B. Wochenpläne elektronisch über iServ eingestellt werden sollen – die postwendende Antwort einer Lehrkraft aber darauf lautet, dass bislang genutzte „papiermäßige“ System hätte sich bewährt und wird beibehalten – ja dann kann sich schon der Eindruck aufdrängen, dass es hier nicht „Machtlosigkeit“ gegenüber der Schulbehörde ist, sondern entweder technische Unfähigkeit oder in dem konkreten Fall schlicht Faulheit, da man lieber beim „habe ich immer schon so gemacht“ bleibt.

        Und die Liste könnte man beliebig fortführen – aber dafür ist das hier ja angeblich der falsche Blog…

        Aber warum denn jetzt vielfach Impftermine nicht wahrgenommen werden – darauf hätte ich schon gern noch eine Antwort. Oder darf der geneigte Beamte jetzt auf Anordnung der KMK diese etwa nicht wahrnehmen und ist daher mal wieder machtlos?

        • @Markus K.

          „Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten – den dafür notwendigen Willen vorausgesetzt – es gäbe für derartige „Probleme“ keine schnellen technischen oder pragmatischen Lösungen?“

          Nein, das suggerieren SIE ganz allein.
          (Oder sie haben vorher noch einmal heimlich in die SZ gelinst.)

        • Markus K., ich habe Ihre Posts gelesen und ich denke, ich wäre möglicherweise einer der Lehrer, die sie tendenziell positiv aufführen, die erste Dosis AZ habe ich auch. Und ich sage Ihnen, Ihre Sicht ist falsch. Sie erscheint Ihnen aber höchst schlüssig, da sie fest davon ausgehen, das System Schule (inkl. Lehrer) zu kennen und besser zu durchschauen als die, die täglich darin arbeiten. Sie können bei dieser Sicht natürlich beiben, sie wird aber nichts zum Besseren bewegen, sage ich.

          Zu Ihrer letzten Frage: Impftermine – i.d.R. mit AZ – werden (von Lehrern/Erziehern) vermutlich aus Unsicherheit oder aus persönlicher Überzeugung nicht angenommen.

          PS: Der Vergleich des Arbeitsschutzes bei Lehrern und med. Personal ist unpassend. Als in der ersten Welle med. Schutzausrüstung in Kliniken knapp wurde, gab es öffentliche Aufrufe an Unternehmen aber auch an Privatleute solche Materialien zu übergeben oder auch herzustellen bzw. zu improvisieren.

          • Ja! Das stimmt. Sie können auch mal gerne googeln wieviel Pflegepersonal bereits gekündigt hat. Würden das die Lehrer machen… .

          • Ach so – wenn Ärzte und Pfleger also mit selbstgestrickten Masken tatsächlich Infizierte behandeln, dann kann man das denen also zumuten – aber ausgerüstet mit FFP2 Maske ist es unzumutbar auf Abstand idR nicht infizierte Kinder zu unterrichten.

            Ja – man sieht anhand derartiger „Argumentation“ sehr schön was bei uns aktuell so alles im Argen liegt.

        • Ich hätte mal ganz gerne eine Antwort, was Sie beruflich machen?!

          Und von den Sportlehrern brauchen Sie gar nicht anfangen.
          Sie haben halt überhaupt keine Ahnung. Da stecken ganz andere Tatsachen dahinter. Aber Hauptsache Sie haben mal einen rausgehauen.

          • Welche „Tatsachen“ stecken denn dann dahinter?

            Oder sind die so geheim, dass man lieber eine E-Mail mit dem o.g. Inhalt verschickt? Ironischerweise dann auch noch an GE-Kinder bei dem der Vater selbst Gymnasiallehrer ist…

            Also – Butter bei die Fische – denn sonst darf man sich nicht beschweren, wenn der Eindruck entsteht es wäre pure Bequemlichkeit.

            Ich bin im übrigen u.a. in der Erwachsenenbildung tätig, ehrenamtlich im Sanitätsdienst, zu Hochzeiten auch in Alten- und Pflegeheimen (hier aber nur im Bereich Logistik), Frau Erzieherin, Mutter Lehrer, Patenonkel eines Lehrerkindes,…

            Reicht das erstmal um ihre haltlose Unterstellung das „Nicht“-Lehrer ja gar nicht mitreden können als absolutes Strohmann-Argument zu qualifizieren? Ich denke schon…

          • @ Markus K. 25. März 2021 um 16:31

            Als Antwort auf @Defence schreiben Sie nicht, dass SIE Lehrer sind.

            Stattdessen schreiben Sie:
            „u.a. in der Erwachsenenbildung tätig“.

            Das sind die Zeugen Jehovas auch, wenn sie mit der Postille namens „Leuchtturm“ an zugigen Ecken in den Fußgängerzonen stehen.

            Ferner geben Sie Antworten auf nicht gestellte Fragen, niemand hier hat nach Ihrer „Familienaufstellung“ gefragt, denn das ist ja ein ganz anderer Themenbereich:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Familienaufstellung

            Lediglich nach Ihrem Beruf hat @Defence sich erkundigt.
            Diese Frage haben Sie aber immer noch nicht beantwortet.

            Ich war heute u.a. auch kurz im Garten tätig (Aha!!!), aber ich versuche nicht mich als Gärtner darzustellen.

            In Ihrem letzten Absatz denken Sie also leider nicht richtig.
            Das ist nicht weiter schlimm.
            Sie können es ja gerne noch einmal versuchen und ohne Umschweife zum Punkt kommen, so wie Sie es – hoffentlich! – in der Erwachsenenbildung auch tun.

            Steht denn in Ihrem Arbeitsvertrag nichts genaueres als „u.a. in der Erwachsenenbildung tätig“?
            Bitte schauen Sie noch einmal nach.
            Sollten Sie im Beamtenstatus sein, haben Sie ja eine Urkunde, der Sie nähere Einzelheiten entnehmen können.

        • Ihr Lehrerhass scheint auf privaten Erfahrungen zu basieren. Haben Ihre Kinder Probleme mit dem Homeschooling, haben Sie selbst traumatische Schulerinnerungen? Sollten Sie selbst Kinder haben, dann geben Sie ihnen am besten Privatunterricht, nicht dass die Zöglinge noch was Falsches von den faulen Säcken lernen.

        • Die Antwort auf die Impftermine kann ich Ihnen geben:
          Als die Forderung nach Impfen für L. lauter wurden, wusste man noch nichts von den Sinusvenenthrombosen bei AZ. Nun weiß man es oder zumindest war es im Gespräch. Ein Großteil der L dürfte weiblich sein und eben im besagten Alter zw 30-55. Und bisher zumindedt gab es für L. nur die Wahl zw AZ oder eben keine Impfung.

        • Mensch Maggus, sei doch kein Frosch!

          Du hast keinen blassen Schimmer, gä!

          Ich sag nur Unfallversicherungsschutz. Alles andere darfst du gerne selbst weiterdenken, weil ich habe keine Lust einem Frosch zu erklären, dass er mal eine Kualquappe war. Der macht dann wieder nur quak, quak, quak und das Spielchen geht von vorne los!

          • Sie wollen also allen Ernstes behaupten, es wäre diesem Lehrer nicht möglich eine virtuelle Sportstunde zu geben da er dann nicht versichert wäre, sollte er sich im eigenen Wohnzimmer auf den Popo setzen?

            Mal ganz davon ab, dass das juristisch absoluter Humbug ist – und bei solchem Unfug den Sie da von sich geben wundern Sie sich über Artikel wie in der SZ?

            In der Schule droht Corona – im Wohnzimmer der Oberschenkelhalsbruch. Die (Sport-)Lehrer die das problemlos auf die Kette bekommen müssen dann ja echte Hasardeure sein – so ganz ohne Versicherungsschutz ein paar Hampelmänner zu machen.

          • Der Maggus gehört zu den ganz Speziellen! Fühlt sich überlegen und hat nichts mehr drauf außer Zahnbelag.

            „Mutter -Lehrer“ erinnert mich im Übrigen an eine ganz bestimmte Partei! Es sei denn die Mutter war in Wirklichkeit ein Mann.

            Komma klar mit Deinem eigenen Leben.

          • @Markus K. 25. März 2021 um 22:48

            Lieber @Markus K.,
            ist denn dieser Sportlehrer wirklich wichtiger als Sie?

            Sportlehrer und Hasardeure stehen im Zentrum Ihrer Aufmerksamkeit, nun gut.

            Seien Sie selber mutig und beantworten Sie bitte
            „Pit 2020 25. März 2021 um 17:40“.
            Leider steht die Antwort immer noch aus.

        • Wir alle hier wissen, wie viele unter den derzeitigen Arbeitsbedingungen leiden (Kurzarbeit, drohende Insolvenz, Erschöpfung, Überforderung etc.). Nun ist es aber so, dass wir uns hier auf einer Plattform namens „news4teachers“ bewegen. Dass also insbesondere Lehrer ihrem (ständig wachsenden) Frust mal gerne Luft machen wollen, ist logisch.
          Wir sind nicht faul, wir jammern nicht auf hohem Niveau. Wir wissen um unsere Sicherheiten im Vergleich zu vielen Berufen in der freien Wirtschaft.
          Doch wenn man das ganze Treiben der Politik, vor allem der KuK, mit etwas Distanz betrachtet, kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass da etwas furchtbar schief läuft.
          Aber ich vergesse immer wieder: Weil jeder mal irgendwann in der Schule war, ist jeder auch automatisch ein Bildungsexperte und weiß daher auch bestens über das Berufsbild Lehrer Bescheid.

          P.S.: Ich „jammere“ jetzt auch mal: Noch NIE musste und wollte ich so viel arbeiten wie während dieser Pandemie. Es ging / geht mir immer darum, meine SuS bestmöglich mit Material, Hilfe, Zuspruch, Trost, Wissen zu versorgen. Aber dass man dabei an seine Grenzen gerät, wenn man 7 Tage die Woche nur noch mit Schule beschäftigt ist (vergessen: 3 mal täglich Gassi mit Hund, einmal die Woche Großeinkauf), wenn man dafür aber kaum Anerkennung bekommt, dann kann man schon einmal ein klitzekleines bisschen unzufrieden sein, wenn es gestattet ist. 🙂

          • @Friedrich der Kleine
            Meine Hochachtung und Anerkennung für Ihre Arbeit in und an der Schule!
            Leider gibt es viele Lehrer, die Ihr Engagement nicht teilen. Mir hat eine Lehrerin und Mutter auf dem Spielplatz während des Lockdowns (Schul und Kitaschließung) erzählt wie schön es doch ist so viel Zeit mit dem eigenen Kind zu haben. Ich konnte ihr leider nur entgegnen, dass es mit Home office und Telkos etwas schwierig ist und an die Substanz geht. Das konnte sie leider nicht ganz verstehen.
            Mir tut es wirklich leid, dass der Groll auf bestimmte Lehrer auch die falschen trifft.
            Aber ich glaube Verständnis zeigen von beiden Seiten würde einiges besser machen. Manche Menschen haben begründete Angst ihre Existenz aufgrund des Lockdowns zu verlieren, andere leben mit dem Risiko der Ansteckung und müssen trotzdem jeden Tag mind. 8 Stunden auf der Arbeit sein…ohne großartigen Schutz. Die meisten Eltern haben eine doppelte Belastung. Ich stehe jeden Tag um 4 Uhr morgens auf, um irgendwie meine Arbeit zu schaffen und arbeite dann weiter wenn die Kinder im Bett sind. Zwischendurch gibt es Homeschooling und Telkos . Ich bin echt gesagt durch….und da fällt es schon schwer zu lesen, dass Lehrer so abfällig von den Eltern sprechen oder fordern, dass sie selbst ihre Kinder unterrichten sollen. Da sollten mal die Ärzte zu den Lehrern sagen „behandelt euch selbst“ – da wäre der Aufschrei sehr groß. Vielleicht wäre die Forderung nach Schulschließung bei den Lehrern nicht so groß wenn im Falle von Schulschließung das Gehalt in Abhängigkeit der Leistung gezahlt wird….und hier die Qualität des Online Unterricht der Maßstab ist. Leider denken einige Lehrer, dass das alleinige Hochladen von Tages/Wochenblätter und Arbeitsblätter schon als Online Unterricht bezeichnet werden kann.

        • Ich bin auch Pädagogin und verstehe das Gejammer hier nicht. Ich bin dankbar in so einem sicheren und schönen, kreativen Beruf zu arbeiten und wäre gerne weiter arbeiten gegangen. Ärzte und Verkäufer haben ja auch weiter gearbeitet.

          • Sie als Pädagogin arbeiten nicht weiter? Komisch, die Lehrer arbeiten ununterbrochen weiter.

          • Was pädagogisieren Sie denn beruflich, wenn Sie „gern weiterarbeiten würden“, derzeit also nicht arbeiten? Lehrkräfte und Erzieher machen das nämlich durchgehend. Aus dem Homeoffice heraus andere verurteilen, die infektionsschützende Maßnahmen in Lerngruppen bis zu 30 Schülern einfordern, ist ja wohl mehr als unangemessen!

          • Sehr seltsam, dass Sie nicht weiterarbeiten! Das heißt, dass Sie offensichtlich nicht an einer Schule arbeiten. Und das bedeutet, dass Sie bezüglich des Themas Schulen auch nicht mitreden können! Musik-oder Tanzpädagogen o.ä. arbeiten unter komplett anderen Bedingungen und für andere Arbeitgeber. Und auch in solchen Bereichen kenne ich Personen, die über Whatsapp und Zoom weiterarbeiten!

        • 1. Alle meine Kollegen machen Unterricht, sowohl digital als auch in präsenz.
          Ich gebe z.B. jeden Tag (verkürzten) Videounterricht und springe danach in mein Auto um noch gerade halbwegs pünktlich zu meinem Präsenzunterricht zu kommen.
          Warum ich den Unterricht nicht in der Schule mache? – Keine entsprechende Austattung vorhanden und kein W-Lan, obwohl alles schon vor der Pandemie (2019) beim Schulträger und beim Land beantragt wurde.
          2. Trotz allem haben wir und tun es noch immer, Aufgaben per Post verschickt, da wir ein Klientel haben, das eben nicht die technischen Voraussetzungen hat, um am Videounterricht teilzunehmen. Von Seiten der Ämter werden Verzögerungstaktiken gefahren, damit den bedürfigen Schülern keine Endgeräte bezahlt werden müssen und ein Basis-Datentarif wird auch nicht übernommen… Somit gibt es innerhalb der Schülerschaft eine Spaltung in diejenigen, die voll durch Präsenz- und Videounterricht beschult werden und denjenigen, die nur zur Hälfte mir Präsenzunterricht beschult werden. Und das ist definitiv nicht den Lehrern, sondern dem System anzulasten.
          3. Kein Kollege weigert sich zu arbeiten, aber alle haben, manche mehr manche weniger, Angst sich bei den Schülern anzustecken, denn diese halten sich nur bedingt an die Regeln. Alle Verdachts- und Covidfälle an der Schule sind in der Schülerschaft aufgetreten.
          4. Alle, die ich kenne, haben sich impfen lassen, sofern sie schon durften. – Ich bin als Lehrer in NRW noch nicht dran, würde mich aber sofort impfen lassen, da ich ein erhöhtes Risiko habe mich anzustecken und zu der Gruppe gehöre, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf hat.
          5. Nur weil ich mich über einen Zustand beschwere und für Abhilfe plädiere, bedeutet das nicht gleichzeitig, dass ich eine ruhige Kugel schiebe und mich weigere zu Arbeiten!

    • Ach Markus K. ….Wasser auf Ihre Mühlen…auch wenn die nur heiße Luft verwirbeln. Die Fähigkeit zum abgewogenen, differenzierten Denken ist offensichtlich bei Ihnen nicht besonders ausgeprägt…daher wanzen Sie sich an populistische Positionen heran, die Sie dann unkritisch nachbeten und allen Ernstes denken, dass Sie damit einen intellektuellen Großschlag gegen diese faule Lehrerbrut geführt haben.
      Verarbeiten Sie doch ihre eigene offenbar negativ verlaufene Schulkarriere auf einem anderen Kanal. Ich empfehle Ihnen da Telegramm oder den nächstliegenden AFD-Stammtisch – oder warten Sie – ich könnte Ihnen da eine Adresse in Bielefeld Jöllenbeck zukommen lassen, von wo ich vor gut zwei Jahren weggezogen bin, weil ein Miteigentümer ähnlichen Geistes wie Sie waren und mich quasi über Jahre persönlich abgegangen ist – wegen meines Berufes – und das Ganze dann darin gipfelte, dass die Radmuttern meines Autos gelockert waren und dieser Mensch mir im Garten mit Arbeitslager gedroht hat, wo ich unter Prügelbezug endlich aml richtig rangenommen werden würde.
      Solche Kryptofaschisten machen uns – neben einfachen Trotteln, wie Sie einer zu sein scheinen – zusätzlich das Leben schwer.

    • Ich habe auch schon mehrfach von gewissen Erwachsenen gehört, dass sie von Kindern gehört hätten, Lehrer hätten sie im Stich gelassen. Von Kindern/Jugendlichen habe ich dies nicht ein einziges Mal gehört.

      • Und ich frage mich warum es nicht jedem Deutschen peinlich ist, dass wir was Digitalisierung angeht, auf den untersten Rängen dahinvegetieren. Andere Länder haben einfach Geld in Bildung investiert und dort gibt es sicheren und hochwertigen Distanzunterricht (z.B. Estland, Australien). Da frage ich mich warum die SZ von der desaströsen Sparpolitik ablenken will statt für die Bildung und somit die Kinder dieses Landes einzustehen. Sind ihnen die Kinder tatsächlich so wenig wert?

      • Tja – über so etwas wird in diesem Blog ja auch nicht berichtet – dann kann es so etwas ja wohl auch nicht geben. 😉

        Und die Berliner Abiturienten die sich jüngst umgebracht haben taten dies bestimmt auch im vollsten Vertrauen darauf, dass wir Erwachsenen alles uns mögliche getan haben um Schaden von ihnen fern zu halten und uns nicht vorrangig Gedanken um den eigenen Hintern machen! Wobei – Momentan mal…

        • @Markus K.

          „Wobei – Momentan mal…“

          Ja, tatsächlich!
          Das ist in diesem Thread Ihre bisher billigste Nebelkerze.
          Zum Glück haben Sie es noch selbst gemerkt.

          Aber Sie hatten dennoch einen interessanten Gedanken versteckt:
          „nicht vorrangig Gedanken um den eigenen Hintern machen!“
          Streichen Sie das „nicht“ und machen Sie sich einen schönen Abend.

        • FALLS sich in Berlin Abiturienten (Sie sprachen im Plural) umgebracht haben sollten, bezweifle ich, dass diese als Ursache dafür einzig und allein fehlenden Präsenzunterricht und mangelndes Interesse der Lehrkräfte an eben jenem angeführt haben. Es ist bezeichnend, dass Schule derzeit als Sündenbock für alles herhalten darf – speziell in diesem Fall liegen Sie jedoch falsch: den Mangel an Therapieplätzen können Sie nun schwerlich den Lehrkräften anhängen. Und ich bin Lehrer – kein Therapeut, nicht bester Freund/Freundin und auch nicht Mama oder Papa meiner Schüler.
          Ich bin peinlich berührt, dass Sie die Verzweiflung von Menschen, die so groß ist, dass sie nicht mehr weiterleben möchten, für Ihre krude Argumentation benutzen. Das Alter zwischen 12 und Anfang 20 ist das schwierigste und leider für einen Suizid anfälligste, da die Emotionen oft überschäumend und die Hormone in Aufruhr sind. Als Lehrer kann ich Schüler unterstützend durch diese Zeit geleiten, aber die wichtigste Rolle spielt die Peergroup, danach die Eltern, und wir Lehrer kommen irgendwo ganz weit hinten. Sparen Sie sich einfach solch zynische Anwürfe.

          • Ja Plural.

            Aber über sowas wird ja mal lieber nicht berichtet – soll ja keiner deswegen nochmal ein schlechtes Gewissen bekommen. 😉

          • @ Markus K. 25. März 2021 um 22:34

            Lieber @ Markus K.,
            Sie schreiben nun schon zum zweiten Mal, dass über „sowas“ hier nicht berichtet würde.
            Vermutlich meinen Sie mit „sowas“ die von Ihnen erwähnten Suizide von SuS.

            Lieber @ Markus K.,
            Sie wissen doch, dass man hier verlinken kann.
            Bitte nennen Sie uns Ihre Quellen.
            Bitte informieren Sie uns endlich seriös, damit wir nicht dumm und unwissend bleiben.
            Ja, Sie tragen jetzt eine große Verantwortung.

            PS.:
            Auch die Frage nach Ihrer hauptberuflichen Tätigkeit haben Sie uns noch nicht beantwortet.
            Bitte holen Sie auch das nach.

        • @ Markus K.: Ich bin Mutter von drei schulpflichtigen Kindern. Was in dieser Pandemie im Bildungsbereich veranstaltet wurde, ist eine riesige Sauerei. Die Kinder sind leider die letzten, an die unsere Bildungspolitiker denken. Jeden Tag kommen sie nach hause mit der Angst, dass sie mich (Risikopatientin) anstecken können. Im Distanzlernen waren meine Kinder sicher und konnten ihrem Tempo entsprechend lernen. In der Schule gibt’s ständig Ausfall, Quarantäne und neuerdings Schnelltests, die zwei Schulstunden dauern, damit sie halbwegs sicher durchgeführt werden können. Damit sollte sich die SZ und auch Sie beschäftigen. Aber Ihnen und der SZ sind unsere Kinder vollkommen egal, Sie wollen einfach nur provozieren.

          Ich kann den anderen Kommentatoren nur raten Markus K. links liegen zu lassen. Er hat genug Aufmerksamkeit bekommen.

      • @Dil Uhlenspieg
        Ich glaube wenn die Schüler etwas an ihrem Lehrer nicht gut finden werden sich die wenigsten trauen es ihm direkt zu sagen. Wenn die Lehrer aber nicht einmal die abgegeben bzw hochgeladen Hausaufgaben kommentieren oder ein persönliches Wort zur Aufmunterung des Schülers schreiben ist es doch klar, dass sich die Kinder vom Lehrer mehr Unterstützung wünschen. Jedenfalls ist es in einigen Klassen unserer Grundschule der Fall.

    • Lieber Markus K.,
      okay, ich halte jetzt meinen Mund. Ich habe echt keinen Bock mehr! Dann bitte, macht alles auf. Schickt alle eure Kinder zur Schule. Ende mit dem „Gejammere“! Wir seuchen alles durch und gut!
      Dass dann die Intensivstationen zusammenbrechen, Pflegepersonal und Ärzte komplett überlastet davonlaufen, immer mehr Schüler, Eltern, Kita- und Schulpersonal erkranken, denen dann niemand mehr hilft. Alles egal! Long Covid? Neue Mutationen? Auch egal!
      Und ich bin mir noch nicht einmal mehr sicher, ob das von mir jetzt wirklich noch ironisch gemeint ist…

      • Mary,
        ich werde zum Zyniker. Ja! Macht alles auf und jault dann rum, wenn die KH überlaufen. Brasilien holen wir schon noch ein. Denn wir haben viele kleine Bolsonaros, die auf den Straßen von Kassel und anderswo für Zero Brain kämpfen.

      • @Mary

        Der Große Crash wird noch kommen – die Politik zersetzt sich derzeit selbst -, die BL mit hohem Querdenkeranteil und hohen Inzidenzen plärren nach bevorzugter Belieferung mit Impstoffen (so, ach ja …).

        Und wenn ALLE dann vor dem GAU stehen,
        … wird sich erweisen, wer noch einen klaren Kopf zum DENKEN behalten hat – bzw. jemals hatte -, denn DIE werden zum Schluss am Ziel ankommen.
        Alle anderen, die jetzt bereits den Kopf in den Sand stecken, oder aber der Fraktion Querdenker und Aluhut hinterherrennen, behalten am Ende NICHT den Überblick – den sie noch nie hatten -, um es durch die Krise zu schaffen. Sie werden auch keine pragmatischen Lösungen suchen, um einen gangbaren Weg zu finden. Bleibt für diesen Trupp zum Schluss nur noch die Lösung, wie die Lemminge über die Klippe zu springen.

        … und Darwin hatte recht und wird weiterhin recht behalten!

      • Ich glaube nicht, dass die Ansteckung innerhalb der Klasse stattfindet sondern eher in der Freizeit.
        Aufgrund Maske, Lüften, Belüftungsanlage ist der Schutz in den Klassenzimmern recht hoch. Aber leider nehmen einige Eltern die Hygiene Maßnahmen in der Freizeit nicht so ernst. Da wird das eigene Kind fleißig mit anderen Kindern im gleichen Raum ohne Abstand und Mundschutz verabredet oder die Fahrgemeinschaft wieder in Betrieb genommen. Ich kann meiner Kleinen dann erklären wieso sie nur ganz wenige Freunde treffen darf und die Treffen nur draußen an der frischen Luft stattfinden dürfen. Oder wieso ihre Freunde in den Hort gehen dürfen sie aber sie nicht gehen soll (da das Hygiene Konzept nicht wirklich durchdacht ist) .
        Glauben Sie mir – nicht nur die Lehrer sind gefrustet.
        Aber falls die Schulen geschlossen werden würden, würden die Infektionszahlen mit ziemlicher Sicherheit nicht nach unten gehen. Die Kinder würden sich in der Freizeit treffen – ohne Beachtung der Hygiene Maßnahmen…..dafür sehen zu viele Eltern die Situation zu locker bzw haben aufgrund der fehlenden Betreuung keine andere Wahlmöglichkeit.

        • „Ich glaube nicht, dass die Ansteckung innerhalb der Klasse stattfindet “
          – Aus meiner Alltags-Erfahrung mit den „Hygienemaßnahmen“ in Schulen: Sie sollten das Gegenteil glauben!
          Selbst wenn man die Maßnahmen eine gewisse Wirksamkeit haben, die Einhaltung ohne anwesende Lehrkraft ist seltenst und sicher nicht auf Dauer gegeben.

    • Ich kenne keine Branche, die in kürzester Zeit von 0 % auf 100 % Home-Office umgestellt hat – LehrerInnen schon, und zwar mit eigenem Geld, mit eigenen Geräten, alles auf eigene Kosten – in der Wirtschaft undenkbar.
      Welcher Arbeitnehmer kauft sich nochmal seine PC-Ausstattung selbst?
      Welcher Arbeitnehmer kauft sich nochmal seine Software selbst?

      Die Wirtschaft hat es laut Ifo-Institut gerade einmal geschafft, die Hälfte der möglichen Home-Office-Jobs auch wirklich ins Home-Office zu verlegen.
      Die Wirtschaft schafft es bisher nicht, ihre Angestellten regelmäßig zu testen.

          • Es ist bei Konzernen kein Trugschluss, da es hier Betriebsärzte und Arbeitsmediziner gibt. In Hinterhof Klitschen a la Berliner Startups mag das nicht so sein.
            Aber selbst die Handwerker bei uns werden von ihren AGs mit FFP Masken und Desimittel ausgestattet. Täglich! Nicht 20 im Schuljahr.

          • Richtig. Ich arbeite in einem großen Unternehmen. Ich bekomme ffp2 Masken und darf mich einmal testen lassen pro Woche.
            Homeoffice darf ich ab und an mal machen. Aber eigentlich ist es schon gern gesehen, wenn wir uns Büro kommen.
            Ja, viele Firmen machen schon länger mit noch Home Office.
            Bei mir geht’s zum Beispiel einfach aus Arbeitsgründen nicht.
            Ich sitze auch mit einigen Leuten im Büro und muss da durch.

            Ich habe heute in der Fieberambulanz fast um einen Test betteln müssen.

      • @GriasDi
        Und ich kenne keinen Lehrer, der zuhause keinen PC stehen hat. Die benutzte Software für den digitalen Unterricht ist kostenfrei. Moodle und Big blue bottun kosten nichts. Es gibt eine riesige Plattform für Lehrer wo Arbeitsmaterial geteilt werden kann.
        Von welchen Kosten sprechen Sie?
        Hatten Sie vorher kein PC/Laptop?
        Welche kostenpflichtig Software mussten Sie anschaffen, von der es keine alternative kostenfreie Software Variante gibt?
        ….und wenn die Software essentiell ist konnte man sich diese nicht einmal anschaffen und unter den Kollegen teilen?

        • Zitat:
          „Und ich kenne keinen Lehrer, der zuhause keinen PC stehen hat. “
          Ja klar ist das so, weil er von seinem Arbeitgeber keinen bekommt.

          Zitat:
          „Hatten Sie vorher kein PC/Laptop?“
          Ja klar hatte ich einen, da mir mein Arbeitgeber keinen zur Verfügung gestellt hat.

    • Genau so wie DIE Lehrer faul sind, sind
      DIE Ingenieure Betrüger (siehe VW, Daimler, usw.)
      DIE Bänker unfähig (siehe Bankenkrise … )
      DIE Journalisten Lügner (siehe Spiegelaffaire)
      DIE Ärzte Corona-Leugner (siehe Atteste für Maskenverweigerer)
      DIE Ingenieure unfähig (siehe BER, zu kurze Rolltreppen, zu kurze Brücken usw.)
      usw., usw., usw.

    • Zitat:
      „„Ihr habt uns genau dann im Stich gelassen, als wir euch am meisten gebraucht hätten…““

      Das spricht nicht für die Eltern jener Kinder.

  7. Wenn ich richtig informiert bin, ist die „Süddeutsche“ Deutschlands zweitgrößte Tageszeitung.(Die „BILD“ ist die größte deutsche Tageszeitung, das dürfte bekannt sein.)

    Die SZ hat natürlich wie alle Printmedien mit den sinkenden Verkaufs- und Abozahlen zu kämpfen und hat es sich ja gleichzeitig zur Aufgabe gemacht, das vorgeblich und im Vergleich zur BILD „bessere“ weil angeblich umfassend gebildete Publikum zu bedienen. (Bild hat den umfangreicheren und oft besseren Sportteil, dafür schmückt sich die SZ mit einem Kulturteil.)
    Wäre es denn wirklich so nachteilig für die SZ, wenn sich Kultur nicht nur auf den Kulturteil in dem Blatt beschränken würde?
    (Entweder „hat“ man Kultur oder eben nicht.)

    Liebe SZ, schaut doch mal auf die Umfrageergebnisse der großen Parteien, hinterfragt auch mal die Wahlergebnisse von Parteien, die sich an andere „herangewanzt“ haben. (Schaut doch einfach mal ins eigene Archiv?)
    Und dann überlegt euch gut, ob ihr die „BILD“ als VorBILD braucht? – Nun, die Antwort geben eure Artikel in letzter Zeit immer deutlicher.

    Nur weil man mal Abitur gemacht und irgendwas (geisteswissenschaftliches?) studiert hat, kommt da am Ende manches heraus … es muss nicht immer guter Journalismus sein.

    Für guten Journalismus braucht es Objektivität und die beginnt mit guter Recherche.
    Die eigene Meinung spielt da immer mit rein – ein Journalist ist ja auch während seiner Arbeit ein Mensch. (Ich persönlich habe ja grundsätzlich die Hoffnung, dass jeder Mensch auch während der Arbeitszeit ein Mensch bleibt. 😉 )

    Den o.g. SZ-Artikel kann ich aus den von Herrn Priboschek detailliert dargestellten Gründen auch nur im Kulturbereich ansiedeln – Comedy hat schon seit Jahren oft so etwas bemüht-gestelztes. Dennoch ist Comedy Kultur.
    Auch hier hat die SZ natürlich in der Printversion ein Problem, denn es können keine Lacher eingespielt werden.
    Der letzte Satz ist jetzt aber eindeutig nur meine Meinung!

    Bei Herrn Priboschek bedanke ich mich für die Entgegnung, die auf die einzelnen Aspekte des SZ-Artikels sachlich eingeht.

    Ein weiteres Beispiel für sehr guten, sachlich fundierten Journalismus UND beginnend (und später wiederholt) mit diesem Hinweis auf die eigene Meinung findet sich hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=zSHv1m4dTOM
    Wohlbemerkt:
    Es geht dort um eine Meinung.
    Es geht dort trotzdem respektvoll (!!!) um Sachverhalte.
    Dieser Respekt zeigt sich im sprachlichen Ausdruck.
    Dieser Respekt zeigt sich im FEHLEN von Demagogie.

    Auch darum verwende ich Videos dieser Reihe gerne im Unterricht, SuS sind tief beeindruckt, dass es so etwas tatsächlich jenseits von „Mustertexten“ im Deutschbuch gibt und die meisten bleiben mit Begeisterung und Überzeugung bei diesem Kanal. (Themen, nach denen die SuS verlangen, kann man gut in den Unterricht einbauen, die Videos sind thematisch sehr vielfältig.)

    Herzliche Grüße auch an
    – „BILD“
    – „hart aber fair“
    – „Süddeutsche“
    Ihr könnt das verlinkte Video auch gerne mal als Lehrvideo betrachten.

    PS.:
    Das „fair“ in „hart aber fair“ ist schon seit einigen Jahren – also bevor Plasberg das Thema Lehrer für sich entdeckte – im ständigen Niedergang.
    Ein Lichtblick waren 2020 die Ausgaben mit Susan Link, da sie respektvoll mit den Gästen umgeht, trotzdem kritisch nachfragt (das geht auch freundlich), als Moderatorin moderiert und sich nicht als „Star“ des Sendeformats betrachtet.

    • Lieber Pit, du sprichst mir aus dem Herzen!!! Danke dafür und v.a. auch ein ganz fettes Dankeschön an Herrn Priboscheck, der – wieder einmal – den Finger in die Wunde unseres Systems gelegt hat.
      Zeitungen (ich verallgemeinere jetzt mal bewusst unzulässig – das Bild hat sich leider in den vergangenen Monaten in diese Richtung verstärkt) schielen seit langem nicht mehr nach ausgewogener Berichterstattung oder differenzierter Information, sondern lauern v.a. darauf, ob sie mit Schlagzeilen, Artikelüberschriften, Provokationen ihre stetig sinkenden Verkaufszahlen stützen können. Konfrontiert man solche Blätter / oder die für diese arbeitenden „Schmierfinken“ mit der Wirkung auf die Leser und die daran gekoppelten Negativ-Vorurteile, die dann i.d.R. den sozialen Zusammenhlt nicht stärken sondern weiter aufspalten, dann wird naiv behauptet, dass hier eine Mehrheitsmeinung dargestellt wird, die sich an so einer Stelle dann in Worten manifestiert. Dass es eben in den meisten Fällen genau andersherum läuft — Bild, SZ, u.a., aber auch WB oder NW (bei uns in Bielefeld) hauen solche Artikel raus und ernten dann in Form von Leserbriefen die erhoffte Unterstützung („Jau, genauso ist das doch – „fette Lehrer dürfen zuhause bleiben“, „die Lehrer bleiben zuhause und bekommen dafür auch noch Geld“ -NW- letztes Jahr zum ersten Lockdown, usw. usf) mit der sie dann ihre steilen und unfairen Thesen und Aussagen nachträglich belegen. Ich würde sowas als zumindest als „unredlich“ beschreiben – man könnte aber auch von einer unglaublichen, ungeheuren, unfassbar miesen Manipulation sprechen. Wenn das das Niveau unserer Printmedien ist, dann habe ich kein Problem damit, wenn diese irgendwann / absehbar keine Leser*innen mehr finden, die guten Journalismus zu schätzen wissen. Geschieht ihnen dann recht! ….“und ab dafür!“

      • Die Analyse kann ich zu großen Teilen nur unterstützen. Viele Journalisten/Medien sind mittlerweile eher MeinungsMACHER als sachliche Berichterstatter.

  8. Ich finde es gut, wenn sich Lehrer für den Geeundheitsschutz einsetzen. Wenn es schon die Kultusminister nicht schaffen.
    Was leider die Leute nicht begreifen ist, daß sie damit ja auch den Geseundheitsschutz der Kinder u ihrer Angehörigen erhöhen!

    Für die Minister ist es natürlich einfach, wenn die Leute alle Schuld den „faulen“ Lehrern zuschieben, dann fällt es vielleicht nicht auf dass die Kultusminister ausser der Anweisung Fenster öffnen nach 1 Jahr Pandemie nichts unternommen haben.
    Was ist das für eine verdrehte Welt! Die, die sich für den Geeundheitsschutz (der Kinder) einsetzen, werden beschuldigt, dass sie das Leid der Kinder nicht ernst nehmen.
    Ist es nicht viel größeres Leid, wenn Angehörige sehr krank werden als wenn mal eine Weile Distanzunterricht ist….Traurig genug, dass das scheinbar viele Eltern nicht so sehen…

    Lehrer, wert euch!

    • Vid,ich wurde gerade von zwei anderen Müttern übel angegangen,als ich ähnlich argumentierte und die Aufhebung der Präsenzpflicht befürwortete.Und wg solch ignoranter Hohlbirnen muss ich mein Kind auch bei Inzidenzen von über 100 in die Schule schicken ich bin echt bedient.

  9. Es ist nicht zu fassen, dass Medien nicht für den Schutz von Kindern eintreten.

    Würde in einer Hühnerfarm ein Huhn positiv getestet werden, wären Luftfiltergeräte längst Pflicht.

    Aber Kinder sind nicht wichtig.
    Hauptsache sie werden betreut und versorgt. Ohne teure Schutzmaßnahmen.

    Arbeitgeber sollen verpflichtet werden ihre Mitarbeiter 2x pro Woche zu testen. Mitarbeiter dürfen sofern möglich nicht in Präsenz arbeiten.

    In Schulen ist dagegen Präsenz oberstes Ziel.
    Testen bei Kindern ist natürlich freiwillig.

  10. Unfassbar dieser Bla,Bla Journalismus der „Süddeutschen“ … dabei verteilen die ihr „Schundblatt“ regelmäßig an Münchner Schulen, damit wir Lehrer den Kindern nahebringen was es mit angeblich gutem Journalismus und Aufklärungsarbeit auf sich hat … das werden kluge Lehrer jetzt wohl nicht mehr tun: diese freiwillige Werbung einer schlechten Zeitung an die Schüler … never ever!!!!

    Außerdem wird der Bevölkerung schon sehr bald ein Licht aufgehen, von woher die meisten Infektionen in die Gesellschaft kommen und weiter gegeben werden:

    Wenn nämlich die Erzieher und Lehrer geimpft sind dann breitet sich das Virus munter unter den Schülern weiter aus und die tragen es dann nach Hause zu den Eltern … usw.

    Das brauchen wir dann nur noch abzuwarten … denn dann sind ALLE gefordert die Wahrheit zu sehen … dann geht es jedem an den A****!
    Dann kann keiner mehr sagen, dass die Kinder kein wesentlicher Faktor im Infektionsgeschehen sind … dann gehen die Infektionszahlen weiter rasant durch die Bevölkerung … und dann????

    Dann bin ich ja mal sehr gespannt, was die Süddeutsche schreibt, oder ein Herr Plasberg sagt … haha … haben wir nur alle Geduld … auf dieses Szenario können wir getrost warten …

    • @Hört Hört…ich fürchte, dann wird es noch schlimmer. Die Lehrer/Erzieher sind doch für das Hineintragen des Virus bekannt. Man kann keine Infektionsketten nachverfolgen, aber dass Pädagogen sich in ihrer Freizeit infizieren schon. Und diese These hält sich weiter. Aktuell in einer Grundschule, in der einige Erzieher erkrankt sind..die Kinder sind in in Quarantäne..ungetestet!!!! Und das auch jetzt, nicht etwa vor Monaten. Wenn also Lehrer/Erzieher geimpft sind, sind sie natürlich erst recht schuldig. Ihnen kann ja nichts mehr passieren.Die armen Kinder und Familien, sie werden am meisten ignoriert. Und die Schelte bekommen die, die es gut mit ihnen meinen.

  11. Lieber Herr Priboschek,
    danke für Ihren kritischen und mutigen Kommentar, dem ich voll zustimme.
    Seit dem Sommer verfolge ich die Diskussion in der Süddeutschen Zeitung zum Thema „Schule“. Diese Zeitung macht seitdem ordentlich Stimmung für offene Schulen und berichtet einseitig, ohne auf die großen gesundheitlichen Risiken für die Familien und für die Beschäftigten hinzuweisen und die Nöte, die dadurch entstanden sind und die nun sehr krass fortbestehen, seitdem Inzidenzwerte kaum noch Beachtung finden. Über Kritik von Elternverbänden an der Corona-Verharmlosungspolitik der Kultusminister*innen und den ganzen Rattenschwanz an Unterlassungen (fehlende Schutzmaßnahmen wie Luftfilter, FFP-2-Masken, Trennwände, Abstände sowie fehlende zusätzliche pädagogische Hilfskräfte, fehlende Ausweichräumlichkeiten, fehlende Laptops, fehlende Anschlüsse, fehlender IT-Support, fehlende pädagogische Konzepte für Distanzunterricht etc.p.p.) wurde dort noch nie berichtet!!!
    Geradezu euphorisch feierte der 1985 geborene Paul Munzinger das schwedische Modell der offenen Schulen im Sommer – wobei er vergaß zu erwähnen, dass ältere Schüler*innen in Schweden im Distanzunterricht unterrichtet wurden, es kleinere Klassen sowie mobile Luftfilter in schwedischen Schulen gibt und dennoch die Zahl durch Covid-19 zu Tode gekommener Pädagogen und Eltern nicht gering war. Danach feierte die Süddeutsche Zeitung einen Artikel des Institute of Labour Economics, der als „Studie“ bezeichnet, unmittelbar vor der damals entscheidenen KMK-Sitzung im Oktober zur Fortsetzung des Schulbtriebs als „Regelbetrieb“ erschienen war. Die Zeitung war stolz darauf, einen Vorabdruck dieses als „Studie“ getarnten Artikels erhalten zu haben. Der Artikel des Institutes of Labour Economics war von zwei Wirtschaftwissenschaftlern und einem Studenten verfasst worden und interpretierte auf handwerklich haarsträubende Weise RKI-Zahlen so, dass der Schulbetrieb angeblich zu geringeren Ansteckungszahlen führen würde. Hubig griff diesen Artikel dann auf, um den Regelbetrieb als „sicher“ zu legitimieren. (News4Teachers hatte ja dankenswerter Weise darüber berichtet.) Dann gab es diverse Plädoyers, z.B. von Nina von Hardenberg oder jüngst von Hans Gasser, die ebenfalls Schulöffnungen propagierten, immer mit der Argumentation, in Schulen käme es kaum zu Ansteckungen. Hardenberg verstieg sich sogar zu der verqueren Aussage, die Kohortierungen auf Schulhöfen hätten „dem Virus ein Schnippchen geschlagen“, wenn ich mich recht erinnere. Dann Anfang der Woche ein Text im Nachrichtenteil (nicht im Meinungsteil) von Munzinger und zwei Kolleginnen, dass man sich ein Beispiel an der Schweiz und an Frankreich nehmen müsse. Auch hier wieder kein Bewusstsein dafür, dass dies zu Gesundheitschädigungen und Todesfällen unter SuS, LuL und Eltern geführt hat.
    Kritische Leser*innenbriefe werden in der Süddeutschen, so sie digital erschienen sind, im Übrigen auch schon mal als „Spam“ entfernt.

    • Die Süddeutsche hat sich verkauft und liefert das Programm der Wirtschaft. Kritische Berichterstattung Fehlanzeige.

      „Wie bei seinem früheren Arbeitgeber ProSieben Sat1 will Wegner wachstumsstarke Firmen gezielt akquirieren – gemäß einer Shortlist mit zehn bis 15 Firmen. Anders als beim Münchener Fernsehkonzern, der die Beteiligungen einfach mit Werbezeitminuten zahlen konnte, muss hier wohl echtes Geld fließen.
      Wegner sagt: „Wir haben in unseren Regionen starke Marken und ein zahlungskräftiges Publikum. Dazu passend schauen wir uns bei Themenfeldern wie Bildung, Gesundheit oder Blockchain um. Eine Dating-Firma kaufen wir nicht.“ Das Objekt der Wünsche müsse schon große Nähe zu den Verlagsinhalten haben. Gewünschter Umsatzbeitrag der „skalierbaren Wachstumsgeschäfte“: 10 bis 30 Prozent. Auch das ist sehr ambitioniert.“

      https://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/medienbranche-der-verlag-der-sueddeutschen-zeitung-steht-vor-einem-radikalen-umbau/25097832.html?ticket=ST-7103093-GLFxBZ6SaXGuCpzi5wJX-ap4

      • Das sagt alles! Kein Wunder, dass die SZ nicht auf Pressemitteilungen von Elternverbänden und -initiativen reagiert, die Missstände aufzeigen und Gesundheitsschutz fordern. Dann könnte man ja als SZ nicht mehr vermeintlich wirtschaftsfreundlich für offene Schulen plädieren. Tatsächlich ist die Zwangsdurchseuchung durch „Schule“ ohne adäquate Schutzmaßnahmen alles andere als wirtschaftsfreundlich. Aber das übersteigt offenbar das intellektuelle Kombinationsvermögen der zuständigen Redakteur*innen.

    • Sie meinen diesen Artikel hier: https://sz.de/1.5244743

      Ein weiteres Beispiel für schlechten Journalismus. Die Überschrift lautet: Da kann man was lernen. Impliziert ja schon mal, dass meine Schüler im Distanzunterricht wohl nichts lernen. Soll aber wohl auch heißen, dass wir von Frankreich lernen können. Am Ende des Artikels wird dann erwähnt, wie viele Lehrer und Schüler mittlerweile in Quarantäne sind. Ich frage mich, was die Autoren mir damit jetzt sagen wollen. Genauso heißt es, dass in der Schweiz 8% aller Kinder bereits mit Corona infiziert waren und das wäre wenig. Hier fehlt meines Erachtens eine zahlenmäßige Einordnung und zudem ein kritisches Hinterfragen, dass diese Kinder ja auch schon zahlreiche andere Menschen angesteckt haben.

  12. Es gibt sehr gute/gute/mittelmäßige/inkompetente Mitarbeiter in jedem Beruf. Mein Mann ist Angestellter im Bauwesen und hat viel über die letzte Kategorie von Beamten zu erzählen. Als Mutter von einem 14 jährigen Mädchen sehe ich die Kompetenzstufen auch. Ihre Mathelehrerin hat zwei zusätzliche Videokonferenzen vor einer Matheklassenarbeit angeboten, für die Schüler:innen die mehr Unterstützung brauchten. Andere Lehrer:innen sind nicht so. Ich bin selber Lehrerin in einer internationaler Schule in Berlin. Die Stimmung heute ist wesentlich froehlicher, weil wir gestern unsere Impfangeboten bekommen haben. Ich habe den Eindruck, wir werden uns alle nächste Woche mit Dankbarkeit und großer Erleichterung impfen lassen.
    Ich habe nie verstanden, warum unsere Arbeitsbedingungen mit denen von Postboten und Supermarktmitarbeitern verglichen werden: hier ist mein Mantra (hoeren Sie zu lieber Kultusminister:innen?): viele Menschen im Innenraum über vielen, vielen Minuten mit vielem lauten Sprechen und in einigen Bundesländern ohne jegliche Schutzmaßnahmen.

  13. Herr Priboschek, Sie bringen es wieder einmal herrlich auf den Punkt. Dankeschön!
    Aber in Ihrem Absatz ab der Aufzählung, dass Lehrer
    „Tests von 20, 25 Kindern in einem Klassenraum begleiten[…]“ fehlt mir ein ganz wichtiger Punkt, der in dieser unsäglichen Diskussion nur noch fünftrangig (wenn überhaupt!) ist: Wir sollen bei dem ganzen Wahnsinn nur noch NEBENBEI unterrichten, Defizite aufholen, Klassenarbeiten, Tests usw. schreiben, also nebenbei ganz normal Schule machen.
    Wir sind keine Betreuer, sondern Lehrende. Ich will unterrichten. Das habe ich gelernt. Das kann ich. Die Schüler sollen lernen.
    Ich bin keine Pflegekraft, keine Psychologin, keine Sozialarbeiterin, keine Schulkrankenschwester, keine Erzieherin….. ICH BIN NUR EINE LEHRERIN!!!!

  14. @Konfutse: Danke, dass Sie es noch einmal betonen: Als Lehrer*innen sind wir dazu da, um Schüler*innen zu unterrichten und Wissen zu vermitteln.

    Für alle zusätzlichen Jobs werden wir nicht bezahlt. Es ist aber leider in Mode, dass alle die Tätigkeiten, die vielen Eltern heute nicht mehr zugetraut werden können, von uns übernommen werden sollen (z. B. Ernährungsberatung, psychologische Beratung etc.).

    Wenn wir doch so wichtig sind, warum hört dann keiner auf uns, die wir jeden Tag die Lage einschätzen können und darauf flexibel reagieren sollen, damit die Lehrpläne eingehalten und die Schüler*innen auf Klassenarbeiten und Prüfungen gut vorbereitet werden?

    Und dann ist der Lehrerberuf der einzige, für den eine Arbeitszeiterfassung nicht möglich ist?
    Wenn diese nämlich eingesetzt werden würde, wäre der Staat ganz schnell pleite bei den ganzen Überstunden. Sind sie halt zu blöd, wenn sie nicht schnell genug korrigieren!
    Von Anschaffung der gesamten Materialien, bezahlt aus der eigenen Tasche, mal ganz zu schweigen.

    Wie dämlich sind wir eigentlich? So dämlich, dass wir es uns herausnehmen, nicht sofort das Impfzentrum zu stürmen, damit wir nicht an Corona erkranken und dem Staat unsere Arbeitskraft erhalten bleibt.

    Hoffen wir mal, dass diese Lage vielen Schüler*innen eine Lehre ist und sie keine Lehrer*innen werden, sondern lieber etwas Richtiges lernen, was gesellschaftlich mehr geschätzt wird.

    Gell, Markus K., dann kannst du deine Kinder selber unterrichten, dann weißt du auch, was du geschafft hast und bist sicher, dass du deine Kinder nicht im Stich lässt.

    Übrigens: Viele Pflegekräfte sind schlauer und wehren sich endlich: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/neuer-pflegenotstand-durch-corona-101.html
    Aber Markus K. denkt sich jetzt wahrscheinlich: Dafür geht es den Lehrkräften ja noch viel zu gut, sind ja alle verbeamtet.

  15. Konfutse 25. März 2021 um 12:50
    Wir sind keine Betreuer, sondern Lehrende. Ich will unterrichten. Das habe ich gelernt. Das kann ich. Die Schüler sollen lernen.
    Ich bin keine Pflegekraft, keine Psychologin, keine Sozialarbeiterin, keine Schulkrankenschwester, keine Erzieherin….. ICH BIN NUR EINE LEHRERIN!!!!

    Richtig!

    ALs Mutter (keine Lehrerin) kann ich das nur fett gedrückt bestetigen!

    Die ELTERN sollen sich um ihre Kinder endlich mal kümmern.

  16. Oh ja, und der Staat sollte das ermöglichen, da wo brennt, statt zwingend Wirtschaft über die Leichen aufrichtig erhalten.

  17. Ich habe deswegen schon überlegt, mein Abo zu kündigen. Diese unsachliche Unverschämtheit der Autorin kann sie im Rahmen ihrer freien Meinungsäußerung natürlich jederzeit kundtun. Aber ich habe keine Lust mich in meiner Freizeit diskreditieren zu lassen und dafür auch noch zu bezahlen.

    Ich war auch überrascht, dass Herr Priboschek hier auch gleich eine Entgegnung liefert. Mir hing der Artikel nämlich seit ich ihn gelesen hatte schon die ganze Zeit nach.
    Insbesondere hat mich gestört, dass ich anscheinend kein Geld verdienen und gleichzeitig Arbeitsschutzregeln einfordern darf. Ich darf anscheinend auch nach einem jahrelangem Studium und zweijährigem Referendariat nicht gut verdienen. Alle anderen in meinem Bekanntenkreis dürfen das, sie dürfen auch sogar mehr verdienen als ich. Ich bin ihnen aber auch nicht neidisch, denn ich hätte ja genauso auch einen anderen Beruf erlernen können, habe mich aber bewusst für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entschieden, das Geld war für mich zweitrangig.
    Genauso wird nicht anerkannt, dass ich als Lehrer, mittlerweile ja auch schon in verschiedensten Studien nachgewiesen, einer hohen Ansteckungswahrscheinlichkeit ausgesetzt bin. Mir ist ein Rätsel wie Leute jedes Mal argumentieren können, dass ein Paketbote einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt ist als Lehrer oder Erzieher. Sie haben anscheinend die Aerosolproblematik nicht verstanden, über die die meisten Infektionen erfolgen. Viele denken glaube ich immer noch, dass man sich nur und hauptsächlich durch den reinen Kontakt innerhalb von einem Meter Abstand und das innerhalb von einer halben Sekunde infiziert. Ich frage mich, was die Journalistin immer alles mit ihrem Paketboten anstellt, dass sie dort so eine hohe Infektionsgefahr wahrnimmt. Wie dem auch sei, diese Krise hat mir deutlich vor Augen geführt, dass ich großen Teilen der Gesellschaft egal, sogar nutzlos und reine Geldverschwendung bin. Das KM hat sich bei mir noch nicht mal bedankt, dass ich mit Privatgeräten (inklusive Zukäufen, um auch ein digitales Eingabegerät verwenden zu können) den Unterricht am laufen halte. Im Gegenteil, Piazolo meinte, dass wir das ja von der Steuer absetzen können. So seine Äußerung im BR, viele glauben leider, dass wenn man etwas von der Steuer absetzt, man am Ende nichts dafür bezahlen muss. Das hat er also entweder absichtlich ausgenutzt, um mich jammernd dastehen zu lassen oder er gehört auch zu denen, die das nicht wissen.
    Ich jedenfalls mache nichts mehr für irgendwen, das was ich leiste, mache ich weder für die Gesellschaft noch für meinen Arbeitgeber, sondern nur für die mir anvertrauten Schüler*innen. Die kann ich nämlich sehr gut leiden und ich will sie nicht (vorm Abi) im Stich lassen. Aber ich mache nur noch das, was ich will und für wen ich will. Ich denke auch darüber nach, ob ich nicht einfach dazu übergehe, dem Klischee zu entsprechen: Wenn mich schon alle für einen faulen Sack halten, dann werde ich jetzt einer. Aber das werde ich wohl meinen Schülern zuliebe und mir zuliebe, weil ich meinen Beruf einfach so gerne ausübe wohl doch nicht tun.

    Und nun noch ein kleiner Appell an die Lehrerbasher:
    Die ganzen Lehrerhasser tun so, als wenn sie in ihrem Büro durchgehend am Arbeiten sind. Was ich so alles erzählt bekomme, wie manche Arbeitnehmer einstempeln und dann erst mal gemütlich frühstücken, wie stundenlang erzählt wird, dass man so viel zu tun hat, anstatt das zu tun, was man eigentlich tun müsste. Wie in der Kaffeeküche geratscht wird, etc. Ich habe übrigens nichts dagegen, dass sie das tun, es ist mir auch egal. Aber kümmert euch um euren S….. Ich kümmere mich um meinen.

    • Hah, guter Punkt.
      Im „normalen“ Arbeitsleben sucht man sich seine Pausen aus. Man kann auch mal entspannt 2 Stunden in sein Mailfach gucken und dabei arbeitsam Kaffee schlürfen. Sieht sofort nach Arbeit aus.

      In der Schule haben wir alle 90 Minuten keinen Unterricht für 10 bis 20 Minuten, was aber überhaupt keine Pause ist. Da wird kopiert, Dinge abgesprochen, Schülergespräche geführt, zur nächsten Stunde gehetzt. Man ist von 8 Uhr bis 15 Uhr komplett unter Strom.

      Ich habe auch in der Wirtschaft gearbeitet, sogar aussertariflich bezahlt. Kam ich aber nach Hause, hatte ich frei. Auch wenn ich erst um 18 Uhr zuhause war. Die Arbeit blieb auf der Arbeit.
      Als Lehrkraft wird man nie wirklich fertig. Es gibt immer was zu tun. Sonntags wird für Montag vorbereitet. Oder nach 15 Uhr mit 8 Unterrichtsstunden der nächste Tag vorbereitet.
      Es ist unglaublich anstrengend, aber für seine Schüler macht man das. Ich mache das jedenfalls. Und man bekommt dauernd neue Aufgaben als Lehrkraft noch oben drauf. Ich komme mir manchmal wie eine Verwaltungsfachkraft vor. 30% Unterricht, 70% Verwaltungsbullshit.

      Ich bin btw. angestellt. Und in einigen BL gibt es kaum noch Beamte im Lehrdienst.

      • Ich finde, sie sollten sich nicht rechtfertigen. Diejenigen, die es nicht verstehen wollen, dass der Lehrerberuf so rein gar nichts mit Faulheit zu tun hat, wollen es auch nicht verstehen. Dieses Vorurteil ist im Gehirn eingebrannt und kann auch nicht durch vernünftige Argumente widerrufen werden.

    • @Meinung am Mittag

      „Ich frage mich, was die Journalistin immer alles mit ihrem Paketboten anstellt, dass sie dort so eine hohe Infektionsgefahr wahrnimmt.“

      Ich kenne diese Journalistin nicht, darum kann ich mir diese Dame nicht bildlich vorstellen und auch sonst kann ich mir zu ihr persönlich gar nichts vorstellen.
      Das war’s dann schon mit der guten Nachricht …

      Dennoch hatte ich sofort ein Bild vor Augen:

      Wenn der Paketbote zweimal klingelt …
      … öffnet sich langsam die Tür und eine Sirene erscheint.
      ACHTUNG:
      Überzeugte BILD- und SZ-Leser nutzen jetzt diesen verständnisfördernden Link:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Sirene_(Mythologie)
      In Ermangelung eines vorbeifahrenden Schiffers muss eben der Paketbote herhalten …
      Nichtsahnend lässt er sich von ihr ins Dunkel führen, setzt sich auf das blutrote Samtsofa, in dessen Polstern er sogleich seufzend versinkt und sich willig von der Sirene mit plüschbezogenen Kabelbindern fesseln lässt. Er genießt die Vorfreude auf AAAAAAAAAAAAAAAAAAAARRRRRRRRRRRRRRRGGGGGGGGGGGG
      Die Sirene liest im alle ihre bisher veröffentlichten Artikel einer niveauvollen großen Tageszeitung vor.

  18. Die negative Darstellung von Lehrern und Erziehern in den genannten Medien ist leider so wie im Artikel beschrieben.
    Es geht doch dem Großteil der LuL „lediglich“ um einen adäquaten Gesundheits- und Arbeitsschutz, der eben nicht gewährleistet wird und anscheinend nicht mal gewollt ist. Luftfilter., Schülertransport, Schnelltest (zugesagt und nicht geliefert, zudem nicht verpfllichtend, Durchführung in Klassenräumen mit Großgruppen und damit verbundenem Infektionsrisiko… etc.) Die Liste der Versäumnisse ist noch erweiterbar.
    Unterm Strich werden die Infektionen über alle Schulbeteiligten in die Gesellschaft hineingetragen und tragen maßgeblich zu den steigenden Inzidenzen bei. Das ist durch viele Studien und den aktuellen Inzidenzen bei den entsprechenden Altergruppen (England Oxford, Österreich Prof Wagner….. viele weitere wurden hier schon verlinkt) wissentschaftlicher Konsenz. Die erhöhten Gefahren, gerade der Mutanten, sind schon z. T. bewiesen und beinhalten noch unkalkulierbare Risiken.
    Die Konsequenzen tragen wir alle. Chronische Krankheit und Tod für viele Infizierte die eben nicht im Ü 80 Bereich einzuordnen sind. Wer sich da mal tiefergehend (Nicht auf Bild niveau) informiert, weiß um die Gefahren.
    Beiträge wie von Markus K. machen einfach nur traurig.
    Arbeits und Gesundheitsschutz maximal ausschöpfen, Infrastruktur für Wechsel und Distanzunterricht optimieren bis der Impfschutz eine ausreichende Herdenimmunität bietet.

  19. Tolles Ablenkungsmanöver der Presse, von dem Mist, den sich die Kanzlerin mit ihrem Gefolge geleistet haben. Steigende Infektionszahlen die man nicht möchte, eine Minderheit die versucht eine Vertrauensfrage an Fr. Dr. Merkel zu bringen, usw., usf. …

    Ein Thema zum Dampf ablassen muss her.

    Faule, undankbare, überbezahlte Staatsdiener ohne Leistungsdruck, die in ihrem Berufsleben nur so vor sich hindümpeln, monatlich mit Geld überhäuft werden … Volvo, Mercedes oder dicke VWs fahren … und ! … nach fünf Jahren ihr Eigenheim komplett abbezahlt haben. Na das geht doch schon mal gar nicht.

    Dieser Berufsgruppe muss man doch mal zeigen wo der Hammer hängt. Nichts leichtes als das. Willfährige Schreiberlinge nehmen sich dem Thema zu Ablenkung gerne an.

    Achtung: Dieser Text könnte eine gehörige Portion Ironie enthalten. Es darf auch gelacht werden. 🙂

  20. Lehrer sind keine faulen Säcke (das schreibe ich als Mutter), sie tragen aber das Stigma wie die Kinder und deren Eltern abgehängt zu sein von dem doch eigentlich vorhandenen Konsens in der BRD, Ansteckungen zu vermeiden. Im Gegensatz zu den meisten Eltern jedoch zeigen sie ihren Unmut – zurecht.

    Ich bin gerade ergriffen und entsetzt von der neuen Öffnungswelle nach dem Vorbild Tübingens. Frau Merkel hat nun zwischenzeitlich dazu aufgerufen, diese sogar nachzuahmen. Was ich nicht verstehe … in Tübingen gibt es vom DRK Teststationen, die das Testen für ein Tagesticket übernehmen – in den Schulen jedoch sollen es die Lehrer machen bzw. sieht es jetzt oft so aus, dass die Tests den Kindern mit nach Hause gegeben werden. Frau Merkel droht den Betrieben an, wenn sie nicht eine 90%-ige Testbeteilung freiwillig auf die Kette bekommen, eine Testpflicht anzuordnen nach Ostern. Die meisten Landesregierungen (LEIDER für die Schulen zuständig) interessiert die Beteiligung der Testerei in den Schulen dagegen nicht die Bohne. Sie lassen die Freiwilligkeit zu, obwohl sie sie laut neuerlichem Gerichtsurteil durchaus verpflichtend machen könnten.

    So wird das nichts mit den sicheren Schulen und kontrollierbarer Intensivbettensituation im Land. Das Desinteresse an den Schulen seitens der Landesregierungen ist unser Untergang! Da können sie außerhalb der Schul- und Kitalandschaft reglementieren und/oder testen, was sie wollen!

    Normalerweise müsste das DRK oder Vergleichbares sich vor Schulbeginn an den Schulen positionieren und das Gleiche machen wie in den bestehenden und kommenden Öffnungsgebieten und zwar täglich. Das wäre der Chance auf ein Überstehen der Pandemie ohne unnötige Opfer (und das werden in der 3. Welle junge und jüngere Menschen sein!) geschuldet! Ohne die Schulen in den Sicherheitsmodus mit einzubeziehen, wird ALLES scheitern!

    Hier bei dieser Diskussion werden Opfer und Täter verdreht. Es ist nicht die Zeit für solche Spielchen. Die Uhr tickt. Besser sollten alle bestrebt sein, die Schulen zu sicheren Orten werden zu lassen. Das sind sie nämlich NICHT! Und WIR ALLE zahlen den Preis für diese Schlampigkeit!!!

  21. Lehrerbashing geht mir inzwischen am Popöchen vorbei. Hätte ja jeder Lehrer werden können, wenn das so ein lauer Job mit viel Geld und massig Ferien ist.

    • Bruno, das ist die richtige Einstellung!
      Ihr seid die Deppen der Nation in dieser Pandemie, die Öffnung der Schulen bei diesen Inzidenzen ist ein moralisches Verbrechen und deshalb gibt es jedes Recht, den Neidhammeln und Dummen den Stinkefinger zu zeigen.
      Cocktails auf der Terrasse, Tagesausflüge zum See, gediegene Autos und Kleidung…

  22. Als Yvonne Präsenzunterricht für alle im Wechsel angekündigt hatte, war ich kurz geschockt.
    Sämtliche Planungen für die Gartenarbeit wurden über den Haufen geschmissen.
    Konnte ich doch letztes Jahr alles noch im Lockdown erledigen, muss ich es nach Feierabend erledigen.
    Ich sag euch, das ist kein Zuckerschlecken.

  23. Thomas Schultz 25. März 2021 um 14:14

    Oha, Ihnen alles Gute! Sie haben Recht, das befürchten viele… ich selber gehe seit Monaten auch nur einmal die Woche (zu „nicht-Stoßzeiten“) einkaufen und habe sonst persönlich keinerlei Kontakte (außer halt zwangsweise in der Schule, sofern Präsenzunterricht angeordnet wird). Auch meine Eltern oder Geschwister habe ich vor einem halben Jahr das letzte Mal in Persona gesehen… und? Bin ich deswegen depressiv? – Keineswegs, denn als Lehrer hat man genug zu tun, dass man sowieso an „Treffen“ oder anderes gar nicht denken braucht…

    Noch mal – kann ich nur bestätigen. Meine Zwei, andere drei, dann der Junge, dieses Mädchen usw.., alle von zu Hause lernen und wissen Sie was?

    Sie freuen sich auf die Osterferien um die Zeit zu haben endlich mal zu lesen!
    Die Grundschüler (zB. 2 Kl.) auf die Ziet endlich mal nichts machen zu müssen und nur spielen, spielen und spielen. Weil ebenso ein Märchen ist, dass die Kinder in 2. Kl. nichts machen sollen, ja klar (von wegen!) , und dann Stress und Tränen in 3. und 4. Klasse.

    SO viel über die Deperession.

  24. Da hat die Süddeutsche noch untertrieben. Ich will nicht nur geimpft werden, ich will Biontech. Das Impfangebot mit AZ habe ich gerade abgelehnt, obwohl es ja eigentlich ein „Angebot ist, das man nicht ablehnen kann“. Im Übrigen freuen sich meine Grundschüler darauf, Ferien zu haben und zwei Wochen lang nicht in die Schule zu gehen.

  25. Jetzt wieder die irrationalen Kinderärzte:
    „Bei Kindern bis 14 Jahren haben sich die 7-Tage-Inzidenzen nach den RKI-Daten in den vergangenen vier Wochen bundesweit mehr als verdoppelt – auf zuletzt mehr als 100 Fälle pro 100 000 Einwohner. Für Kinderärzte kann neben dem zunehmenden Öffnen von Kitas und Schulen dabei aber auch vermehrtes Testen eine Rolle spielen. Die Öffnungen seien natürlich Anlässe für Eltern, ihre Kinder testen zu lassen, sagte Reinhard Berner, Mitglied des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin, dem Berliner „Tagesspiegel“. ‚Das ist vorher einfach oft nicht geschehen, wenn das Kind zuhause im Lockdown gehockt hat und Schnupfen hatte.‘ “
    Quelle: https://www.merkur.de/welt/corona-deutschland-rki-infizierte-kinder-zahlen-schulen-kitas-studie-bericht-wieler-sorge-90261082.html

    Dass die Kinder sich vielleicht, nur sehr vielleicht, im Massenbetrieb „Schule“ angesteckt haben könnten? Oh nein, sie hatten sich ja in den Wochen zuvor genauso zu Hause angesteckt, wo sie kaum Kontakt mit vielen Menschen hatten. Nur war das da ja nicht dokumentiert worden. Ja, das ist die Logik der Kinderärzte. Und wie lange geht dieses Spiel? Bis die Intensivstationen voll sind. Und wenn bis dahin alle Lehrkräfte geimpft sein sollten (was natürlich auch eine Utopie ist), würde man vielleicht auch feststellen, dass sich Kinder doch untereinander in Schulen anstecken. Aber nur ganz vielleicht. Mal sehen, was dann kommt. Vielleicht, vielleicht… alles nur harmloser Schnupfen.

  26. „“Mit dieser Forderung schaden sie sich und vor allem den Kindern““

    QUATSCH!

    Mit dieser Handlung schützen sie sich und vor allem die Kinder!

  27. „Der CSU-Landtagsabgeordnete und ehemalige bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer postete auf Facebook:
    „Nicht immer die besten“: Landtagsabgeordneter Pschierer. Foto: privat

    „Danke, liebe Süddeutsche Zeitung, für diesen Beitrag. Auch wenn ich mir jetzt wieder Vorwürfe einhandele:
    „Wir haben zwar mit die teuersten, aber nicht immer die besten und fleißigsten Lehrer. Beamtenstatus, Unkündbarkeit, beste Gesundheitsversorgung mit Chefarztbehandlung, üppige Pensionen und 70 Ferientage. Da müsste man doch eigentlich zufrieden sein können.“

    Nun, bei der verantwortungslosen Führung, der wir seit über einem Jahr ausgesetzt sind, ist die beste Gesundheitsversorgung mit Chefarztbehandlung (dafür zahlt man übrigens extra) auch das Mindeste. Es ist der einzige Schutz (nach der Ansteckung) und die einzige „Vorsorge“, die wir haben.
    Denn: Es fehlen Luftfilter und Impfungen, Maskenpflicht (jaaaaaaa, nach einem 3/4 Jahr fast überall), Abstand (nicht mal halbe Klassen, damit Abstand geht) ….

    „Nein! Ist man nicht. Für mich ist dieses Ultimatum ebenfalls schlichtweg unverschämt.“

    Und für mich ist die Fürsorgepflichtvernachlässigung, die Fahrlässigkeit, die Selbstverständlichkeit, mit der über unser Leben (dazu gehören selbstverständlich auch SuS, EuE, KitaKids) falsch und grob fahrlässig – oder mit Vorsatz? (weil wir ja so faul sind) – entschieden wird, ebenfalls schlichtweg unverschämt – nee, verantwortungslos, oder faul.

    „Und deshalb bin ich fast geneigt, das Zitat unseres früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder über Lehrer zu wiederholen (‚Ihr wisst doch ganz genau, was das für … Säcke sind.‘).““

    Ich ändere das Zitat unseres ehemaligen (holzmannaffinenen Lehrerbashers) ein klein wenig ab: Ihr wisst doch ganz genau, was (Politiker) für …. Säcke sind.

    Es passen viele Adjektive in die Lücke: geldgierige, verantwortungslose, korrupte, selbstverliebte, machtbessessene, lernresistente, …….

    • @Riesenzwerg

      Früher haben Rentner Schach gespielt, Bauarbeitern bei der Arbeit zugesehen und denen tolle Tipps gegeben – als Heimwerker kann man das ja gut machen.
      Heute sind die „Herren“ viel aktiver weil offensichtlich im – geistigen – UnRuhestand.
      Da ist es irgendwie egal wenn der ehemalige bayerische Wirtschaftsminister Franz Josef Pschierer und „Noch-nicht-ganz-aber-bald-Pensionär“ auf Kuschelkurs geht mit dem früheren Bundeskanzlers Gerhard Schröder.

      Schröder ist ja geistig auch wieder sehr unruhig:
      https://www.nzz.ch/feuilleton/gerhard-schroeder-der-westen-macht-wieder-einmal-alles-falsch-ld.1608099

    • Das hätte Pschierer vielleicht mal Nebenverdienst Krösus Sauter (ehem. Finanzminister, im Nebenjob Abgeordneter) mit auf den Weg geben sollen.
      Quod licet… Lehrer sind dabei die Ochsen.

  28. Das hat die Autorin am 13.3.2020, also zu Beginn der Pandemie geschrieben. Der u.a. Text stammt aus dem Kommentar, den ich unten drunter verlinke. Gerade der Textausschnitt zeigt wie weltfremd und ahnungslos diese Person ist:

    „Lehrer und Schüler sollten diese ungewöhnliche Zeit nutzen für außergewöhnliche Unterrichtsprojekte, für neue Arbeitsmethoden. Die Digitalisierung könnte segensreich sein – und bei Skeptikern Vorurteile abbauen: Wer ins kalte Wasser geworfen wird, muss schwimmen. Lehrer könnten Live-Chats mit ihren Klassen abhalten, per Video oder E-Mail Fragen beantworten oder mit Youtube-Videos Stoff vermitteln. Material und Wissen sind da, sie müssen nur genutzt werden. Die digital besonders affinen Lehrer in Deutschland sind gut vernetzt und teilen ihre Ideen in der Regel. Ausstattung und sozialer Hintergrund sollten keine Rolle spielen: Nahezu jede Familie verfügt mittlerweile über ein geeignetes Gerät.

    Wer weder Smartphone noch Computer hat, kann sich mit Freunden zusammentun. An jeder Schule gibt es Lehrer, die wissen, wo geeignete Geräte zu finden sind. Natürlich ist die technische Ausstattung von Land zu Land, von Schule zu Schule unterschiedlich. Aber improvisierter Unterricht funktioniert auch mit Büchern und Arbeitsblättern. Jetzt ist Erfindergeist gefragt. So könnte sich in dieser Notsituation die Gelegenheit ergeben, das Schulwesen zur Spielwiese zu machen.“

    In dem Artikel steht unheimlich viel Unsinn. Z.B.:
    „Lehrer könnten Live-Chats mit ihren Klassen abhalten, per Video oder E-Mail“ – per Video – mittlerweile geht das, aber ganz bestimmt nicht zu Beginn der Pandemie. Live Chat per Email??? Was stellt die sich da vor?

    „Material und Wissen sind da, sie müssen nur genutzt werden.“ Quatsch. Da hat es nie flächendeckende Fortbildungen o.ä. gegeben

    „Ausstattung und sozialer Hintergrund sollten keine Rolle spielen: Nahezu jede Familie verfügt mittlerweile über ein geeignetes Gerät.“ – gerade dieser Satz zeigt, dass die Autorin in einer akademischen Blase zu leben scheint. Bei gymnasialen Kindern mag das so sein. Aber ganz bestimmt nicht bei den sozial Benachteiligten oder den Schülern mit Migrationshintergrund. Ausserdem: viele Familien haben nur ein Gerät für mehrere Kinder.

    „Wer weder Smartphone noch Computer hat, kann sich mit Freunden zusammentun.“ – totaler Irrsinn. Ich habe meinen Schülern ausdrücklich empfohlen Kontakte zu vermeiden.

    „An jeder Schule gibt es Lehrer, die wissen, wo geeignete Geräte zu finden sind.“ – jau, es war ja kurz vor Ostern, neben den Ostereiern gehen wir dann mal geeignete Geräte suchen.

    „So könnte sich in dieser Notsituation die Gelegenheit ergeben, das Schulwesen zur Spielwiese zu machen.“ – was für eine Nullaussage

    Hier der link zu dem o.a. Kommentar:

    https://www.sueddeutsche.de/meinung/coronavirus-schule-ausfall-1.4843710?fbclid=IwAR09MIMGQ9x87yDj4k0ngMXiwx9QSW9VeCo1wRg-D8vvk8WuPyboTZcdVNM

    • Wahnsinn! Ja, ja die Süddeutsche. Die Autorin Anna Günther ist ja eine echte Leuchte. Und von solchen Leuten gibt’s jetzt ein Lehrer*innen-Bashing.
      Ich muss sagen, ich bin als Elternteil froh über jede Lehrkraft, die sich für Gesundheitsschutz einsetzt.
      Danke, liebe Lehrer*innen, das ihr euch dafür einsetzt, dass wir Familien nicht SARS-CoV-2 zum Opfer fallen. Und „nein danke“ in Richtung SZ.

    • @Michael

      „„Ausstattung und sozialer Hintergrund sollten keine Rolle spielen:“

      Das sagt ja schon ALLES.
      Es SOLLTE keine Rolle spielen.
      = Wenn wir nicht wollen, dass es die Realität gibt, dann gibt es sie auch nicht!

      Irgendwie erinnert mich das an … hhhhmmm?

      Gibt es hier noch keinen sinnigen Kurzkommentar von @oes?
      „Lach. Lach.“

  29. „Ein Satz den ich in sinngemäß in verschiedener Ausprägung jetzt schon mehrfach von Kindern gehört habe (generell an Erwachsene aber im speziellen auch an Lehrer gerichtet):“

    „„Ihr habt uns genau dann im Stich gelassen, als wir euch am meisten gebraucht hätten…““

    „Das beschreibt bedauerlicherweise die aktuelle Situation mehr als treffend und sollte eigentlich jedem Erwachsenen die Tränen in die Augen und die Schamesröte ins Gesicht treiben.“

    JA, das stimmt! Ich würde aber gerne die Wörter „Erwachsene“ und „Lehrer“ gegen „Kultusminister und Ministerpräsidenten“ austauschen.

    JA, diese Personen haben die Kinder im Stich gelassen.
    ABER Tränen habe ich bei keinem davon entdecken können.

  30. Riesenzwerg,danke!Und genauso hab ich es jetzt gerade von einem Kinder -und Jugendpsychologen gelesen.Die Kinder fühlen sich VON DER POLITIK im Stich gelassen(wir Mütter übrigens auch!).Die sind doch nicht blöd.Letztes Jahr bei Werten ab 50 alles zu,jetzt heißt es,Notbremse ab 100,ach nee doch nicht,egal bis zu welcher Inzidenz geht Ihr hin,Luftfilter für Euch sind uns zu teuer,lüften reicht….

    • … und ob ihr einen Test macht oder auch nicht, ist auch nicht ganz so wichtig. Wir sorgen für euch, indem ihr euch 2 x die Woche testen könntet, wenn ihr wolltet – zumindest nach den Osterferien. Macht mal oder lasst es. Kommt nicht so drauf an. Es gibt im Moment Wichtigeres (Kinobesuche z.B.) und solche Geschichten. Die erfordern gaaanz viele Tests und ganz viel Aufmerksamkeit. Wisst ihr, wenn die Zahlen da nicht steigen, können wir eure Schulen endlich wieder GAAAAANZ weit aufmachen. Das müssen wir da in Kultur und Freizeit und solche Dinge aber erst vorher abchecken, bitte versteht! Es wird schon gutgehen, denn wir lassen ja nur rein, wer negativ getestet ist. Wir sind doch nicht dumm. 😉

  31. Wissen Sie, ich kann natürlich die Sicht der Lehrer nachvollziehen, denn natürlich ist die Schule kein sicherer Ort, selbstverständlich stecken auch auch Kinder an, gerade, wenn sie in Massen unterwegs sind. Interessanterweise hat eine AOK-Studie, welche die Infektionsreihenfolge analysiert hat, aber auch herausgefunden, dass sich Lehrer vor allem bei Lehrer angesteckt haben, was eigentlich kaum möglich erscheint, denn außerhalb der Klassenzimmer sind ja sicherlich Maskenpflicht, wie in jedem Industriebetrieb vorgegeben.

    Auch liegen seitens Politik leider bis heute keine Zahlen vor, ob Corona-Infektionen bis z.B. 60 Jahren überhaupt das Gesundheitssystem überlasten, schaut man auf die vorhandenen Todeszahlen scheint dies in dieser Altersgruppe fraglich.

    Aber ich will hier auch gar nicht tiefer einsteigen, sondern als Vater einfach mal aufzeigen, was einen Nicht-Lehrer so umtreibt und das ist nicht die Presse und das ist auch nicht eine pauschale „Lehrer sind faul“-Propaganda, sondern es ist die Situation, dass man bei einem voll ausgelasteten Arbeitstag, mal so nebenher noch die Kinder unterrichtet und es irgendwie funktioniert, auch wenn man auf dem Zahnfleisch kriecht. Es mag sein, dass in weiterführenden Schulen digitales HomeSchooling teilweise umgesetzt wird, in unser Grundschule jedenfalls nicht und wenn man jede Woche mit einem Packen Blätter allein gelassen wird und es doch meistert, dann bilden sich eben auch irgendwann die Fragen: Was machen diese Lehrer eigentlich genau? Jetzt, aber auch im Regelbetrieb? Und warum erhalten Sie dafür vollen Lohn, wo doch andere den Aufwand schultern. Warum erhalte ich für diese Arbeit keinen finanziellen Ausgleich? Unsere Produktion ist in Kurzarbeit, können ihre Arbeit vor Ort nicht erfüllen, erhalten 60 oder 67% und das nun auch schon eine Weile, Lehrer erhalten vollen Lohn. Das ist doch ungerecht.

    Genau diese Fragen sind es, welche das aktuell verheerende Lehrerbild in der Gesellschaft befeuert und dies wird man nicht los, indem man nur aufzählt, was nicht geht und was man fordert. Es wäre schön mal zu lesen, wie konkrete Umsetzungen kurz- und mittelfristig realistisch anzugehen sind. Es wäre schön mal zu lesen, dass mindestens Sportlehrer solidarisch auf einen Teil des Gehalt verzichten, da sie nunmal keine Leistung erbringen können und in weiten Teilen der Bevölkerung immer noch der Grundsatz des Leistungsprinzips gilt, erfülle ich meine Ziele nicht, bekomme ich weniger Lohn.

    Genau diese Dinge rumoren in der Gesellschaft und werden aus Lehrersicht leider auch nicht wahrgenommen.

  32. Das, was Anna Günther in der Süddeutschen schrieb, ist entweder lästig und dümmlich, worauf sich der hiesige Kommentator kapriziert und was daher nicht weiter ausgeführt werden muss, oder es ist verständlich, was unter dem Strich, doch viel sympathischer wäre.
    Wahrscheinlich ist Frau Günther gar nicht so, wie man sich eine toughe Journalistin vorstellt: fleißig, ehrgeizig, Singlefrau aus Zeitmangel, schlaflos und Raucherin. Wahrscheinlich schreibt sie nur nebenbei für die SZ, lebt in einer glücklichen Ehe und hat zwei Kinder, die vor ein paar Jahren noch putzig waren. Und plötzlich ist alles anders: LockDown, Schluss mit den kleinen Fluchen zu den Außenterminen, plötzlich wird deutlich, was ihr jahrelang entgangen ist: ihre Kinder sind Anhänger eines schulischen Minimalismus. Eigentlich müsste sie jetzt etwas tun, aber ihre Kinder wollen sich nicht helfen lassen. Und dann kommen noch Anrufe von den Eltern, dass ihre Kinder ihre Hausaufgaben nicht machen. Und dann ist das noch ihre beste Freundin, die seit gestern positiv ist.
    Und dann wird sie gefragt, ob sie einen Kommentar zu den BLLV-Forderungen schreiben will…
    Oh, das war jetzt sehr unsachlich und platt. Das tut mir leid. Frau Günther wird das sicherlich verstehen. Ich bin gerade etwas gestresst. Ich bin Lehrer.

  33. Mein Pubertierchen fühlt sich nicht von Lehrern im Stich gelassen, obwohl es grosse Unterschiede gibt und tatsächlich fast gar keine Videokonferenzen. Sie ist frustriert über die ganzen Abstandsregelungen, die Maske während der Schulzeit tragen ist anstrengend ( und sie darf stdl. eine neue aufsetzen , gibt ja Kindergeld), Homeschooling war mal toll, jetzt geht die Motivation hormonelle Wege… was ihr fehlt ist der normale Alltag, mal mit Freunden irgendwo treffen…was man eben so braucht. Einige Jahre zuvor wäre so ein Tag mit traumhaft viel Spielzeit in der Puppenecke perfekt gewesen. Jetzt ist das alles nur frustrierend. Und..sie kann lesen, versteht das BlaBla der Kultusminister und fürchtet sich mittlerweile vor deren Inkompetenz. Sie erlebt eine absolut hilflose Politik. Sie erlebt gestresste Lehrer ( und hat im übrigen sogar Verständnis dafür).Sie entlarvt Politiker als Lügner. Und sie muss die Stigmatisierung aushalten, ein Kind zu sein. „Im Stich gelassen…ja…aber noch schlimmer: belogen!“

    • @Katinka

      Der von Ihnen verlinkte Artikel hat – aus aktueller Sicht – schon unfreiwillige Komik, auf die Frage der Schülerreporterin, wie die Dame denn zum Beruf gekommen sei:

      „„Das ist zwar eine ganz furchtbare klischeehafte Antwort, aber sie ist leider wirklich wahr. Ich habe in der fünften Klasse meine erste Zeitung gebastelt, damals dachte ich noch, es geht in die Richtung Mode. Nach der Elften, glaube ich, habe ich in den Sommerferien ein Praktikum bei der Cosmopolitan absolviert und habe gemerkt, Mode ist super… aber in der Freizeit. Irgendwann im Deutsch-Leistungskurs meinte mein Lehrer, wie es denn mit einem Praktikum bei der SZ wäre. Ich habe dann nach dem Abitur hier ein Praktikum gemacht und bin irgendwie hängen geblieben. Ich habe mir schon damals mein Studium im Regionalteil finanziert und nun bin ich schon seit elf Jahren hier im Haus!““

      Weiter gehts mit der Zwischenüberschrift
      „Vom Zeitungbasteln zur Bildungsberichterstattung“

      Na ja, der Deutschlehrer hat es ja auch nur gut gemeint.
      Alte „Lehrerkrankheit“.
      Man kann ja auch nicht in die Zukunft sehen.
      Aber man hat immer eine leise warnende Stimme im Hinterkopf:
      „Gut gemeint ist die kleine Schwester von Scheiße.“ (Alte Ruhrgebiets-Weisheit.)

  34. Was mich an dieser ganzen Diskussion so nervt ist, dass, wann immer es um Schulschließungen/-öffnungen bzw. Distanz-/Präsenzunterricht geht, und Lehrer(-verbände) auch mal ihre Meinung kundtun, kommt das Argument: Ihr seid doch verbeamtet, überbezahlt und faul, also haltet die Klappe.

    Selbst, wenn das tatsächlich auf ALLE LehrerInnen zutreffen WÜRDE (was natürlich Unsinn ist) – was hat das mit dem Arbeits-/Infektionsschutz zu tun????? Gilt der Arbeits-/Infektionsschutz für faule, gut/schlecht bezahlte, verbeamtete/angestellte Arbeitnehmer jeglicher Art nicht?

  35. Ich finde als Elternteil von zwei Schulkindern in der weiterführenden Schule die Forderung der Lehrer absolut berechtigt. Es kann doch nicht sein das wir hier unsere Zukunft aufs Spiel setzten und weiter machen wie bisher nur weil man von dem ursprünglichen Plan nicht abrücken will!

    Das laufende Schuljahr kann man meiner Meinung nach nicht wirklich werten, also sollte man alles daran setzen den Unterricht im kommenden Schuljahr möglichst durchgehend in Präsens (wahrscheinlich immer noch mit Abstand und Maske) durchführen zu können und die Lehrer*innen bis dahin zu impfen. Außerdem sollte man sich auch jetzt Gedanken welche Kompetenzen (nicht nur Lernstoff) die jeweiligen Klassenstufen verloren haben, welche benötigt werden und wie diese in der verbleibenden Zeit bis zum Schulabschluss aufgeholt werden können.

  36. Danke für diesen Artikel! Ich stimme dem weitestgehend zu.
    Vergessen wir zwei Dinge nicht:
    1. Lehrer auf allen Ebenen gehörten schon immer zu den klassischen Feindbildern sowohl der linksliberalen selbst-erklärten Intelligenz (Bsp. Süddeutsche Zeitung) als auch der einfacher gesinnten (Bsp. Bild) Medienlandschaft. Corona trifft auf politische Agenda, was nicht weiter verwundert.
    2. Gewichtiger: Journalisten/Journalistinnen repräsentieren m.E. diejenige Berufsgruppe, die – im krassen Gegensatz zu Lehrerinnen und Lehrern – ihre Tätigkeiten und im Zuge der Coronakrise mit Abstand am WENIGSTEN ändern mussten! Da lässt sich von der Couch zuhause aus leicht lästern über den ach so „faulen“ Lehrerstand, statt zuvor aus dem trendy Straßencafe heraus. Schaut doch mal in Euren Cafe Latte – Spiegel! Richtige Recherchen finden eh kaum noch statt, statt dessen „Story-Telling“ anhand von im Sinne der eigenen politischen Agenda ausgesuchten Einzelfall-Beispielen. Vielen Journalisten sei auch mal 8. Klasse-Mathematik-Nachhilfe zu Themen wie Statistik, Prozentrechnung, Evidenz usw. empfohlen, da findet man arg viele Defizite.

  37. Wen interessierts, was der ex Minister, den nicht mal einer wirklich kennt, gesagt hat. Mich zum Beispiel null :). Aber den Text aus der süddeutschen habe ich eben aus Neugier überflogen. Ich wollte unbedinngt wissen, ob die Kassiererin erwähnt wird. Habs gefunden:)

    • Die Kassiererin als Prototyp. Lehrer werden mit Postboten und Supermarktangestellten verglichen. Warum nicht mit anderen akademischen Berufen? Ich vergleiche eine Journalistin doch auch nicht mit einer Fleischereifachverkäuferin.

      • Och – ich vergleiche immer mit allen möglichen Berufsgruppen, die ein ähnlich hohes Risikopotential einer Coronainfektion haben.
        Oder wollen Sie damit sagen, dass Akademiker eher schützenswert sind als andere?!?
        ….Ärzte haben ein höheres Risikopotential und sind auch zur Arbeit gegangen als sie noch nicht geimpft waren. Polizisten, die auf Streifen gehen bzw fahre. Sind mit ihrem Partner mehrere Stunden im Polizeiauto….mit unzureichenden Mundschutz. Wie würde man sich fühlen wenn Polizisten und Ärzte sagen, dass man deren Job doch bitte mit übernehmen solle?!?

  38. Diese Diskussionen werden nie zu etwas führen. Wer aktuell im Schuldienst ist und mitbekommt welchen Eiertanz die Kultusministerien veranstalten, dem steigt die Galle bis über beide Ohren.
    Auszuführen was alles frustrierend ist und schief läuft sprengt den Rahmen eines Kommentars.
    Wer den Beruf des Lehrers ergriffen hat, macht dies häufig in einem gewissen Idealismus. Die Zeiten der Hochachtung für diesen Beruf sind lange vorbei. Dafür sorgen alle:
    -Eltern, die Ihre Kinder nach der frühkindlichen Förderung vor Fernseher und Tablet gerne von den Lehrern erzogen wissen wollen
    -Politiker, die ohne Sinn und Verstand über jedes Stöckchen irgendwelcher Berater und Lobbyisten hüpfen und bereit sind täglich neue revolutionäre Ansätze von Schule zu denken, wenn sie nur nichts kosten (war jemand in letzter Zeit mal auf einer Schultoilette?)
    -Die Presse, die in der Zeit fehlender Alternativthemen gerne auf Lebensberichte im Sinne des Privatfernsehens umsteigt oder durch Kommentare billige und populistische Diskussion zum x-ten Mal führen will usw.

    Es sollten sich alle beruhigen und über diesen Dingen stehen. An der Einstellung gegenüber Schule wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern, für das Lob macht man den Job auch nicht.
    Man kann und muss Missstände anprangern aber dabei muss man auch nicht zusätzliches Brennmaterial für billige und niveaulose Diskussionen bieten.

    Daher vielen Dank für diese Stellungnahme, sie ist sachlich, korrekt und interessiert außer den Lehrern leider niemanden.

  39. Das Gute daran ist ja, dass nun viele Menschen (und das betrifft nicht nur uns Lehrer) merken, dass der Journalismus in Deutschland oft doch nicht so das Gelbe vom Ei ist.
    Bisher gab es das auch schon, dass einige Menschen dieses Erwachungserlebnis hatten, als sie Medienberichte über Ereignisse konsumierten, die so gar nichts mit dem eigenen Erlebten zu tun hatten – nur dieses mal werden die Erfahrungen massentauglich.
    Ich hatte diese Erfahrung bereits selber in meinem vorherigen Beruf (nicht gegen mich persönlich) gemacht als regelrechte Medienkampagnen geführt wurden (und immer noch werden) oder in meinem Vereinshobby (auch nicht gegen mich persönlich, aber vor Ort das später Berichtete miterlebt) und wenn man Berichte verfolgt, in der man eine große fachliche Kompetenz besitzt, dann erkennt man auch, was für einen Unsinn Journalisten oft verbreiten und ich fragte mich irgendwann: bei welchen Themen verbreiten die noch Unsinn (und sogar blanke Lügen), wo ich es nicht erkennen kann, weil ich dort nicht die Kompetenzen besitze?
    Ich sehe den Journalismus inzwischen sehr kritisch und traue ihm überhaupt nicht mehr über den Weg.

    • Journalisten – sind das nicht die, die den Unterschied zwischen einer zwei-prozentigen Steuersenkung und einer Senkung um zwei Prozentpunkte nicht in der Lage sind zu verstehen.

  40. Mittlerweile perlt diese immerwährende gesellschaftliche Geringschätzung meiner Arbeit an mir komplett ab. Mir ist bewusst geworden, dass diese von Mitmenschen kommt, die keine Ahnung vom Beruf und den Tätigkeitsbereichen eines Lehrers haben. Da ich eine exzellente humanistische Erziehung genossen habe, sind mir Vorurteile generell fremd und ein Urteil erlaube ich mir erst, wenn ich vollkommene Einsicht in das Problem oder eine Sachlage habe. Natürlich kann ich das nicht von jedem meiner Mitbürger erwarten. Für viele Journalisten, die diese Klischees be- und Redaktionen, die an diesen dementsprechend verdienen, erweist sich die oftmals unreflektiert daherkommende Pauschalverurteilung der Lehrerschaft als besonders lohnenswertes Geschäft. Es gilt das Motto: „Wes Brot ich fress‘, des Lied ich sing.“
    Ich weiß, was ich jeden Tag leiste. Schüler und Eltern reflektieren meine engagierte Arbeit. Der Rest interessiert mich herzlich wenig.
    Im Übrigen besteht für jeden Bürger, auch für Journalisten, die Möglichkeit, Unterricht und den Arbeitsalltag eines Erziehers oder Lehrers zu hospitieren. Ich lade herzlich dazu ein! Alles, was Sie momentan dazu benötigen, sind FFP2-Masken, die Bereitschaft, diese 9 Stunden pausenlos zu tragen und starke Nerven. Ich verspreche im Gegenzug, dass Ihre Vorstellung von meinem Beruf danach nicht mehr die selbe sein wird.

  41. Verallgemeinerde Schlagzeilen wie „Kinderärzte sperren sich gegen die Impfung“ oder „Kinderärzte jammern, weil sie nix zu tun haben“ werden hier ohne Skrupel aufgenommen und es wird diskutiert über die geldgeilen Kinderärzte, die sich keine Ahnung haben.
    Aber wenn die Lehrer allgemein kritisiert werden, dann geht der Schrei der Entrüstung hier um. 😀
    Was für ein Schauspiel.

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