Hunderttausende Schüler kehren in die Schulen zurück – in die 3. Welle hinein. Bund will Schulen jetzt doch schon bei Inzidenz 165 schließen

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BERLIN. Schule zu, Schule auf: In dieser Woche kommen Kinder und Jugendliche in etlichen Bundesländern zurück in die Klassenzimmer, zumindest in den Wechselunterricht. Das gilt zwar nicht für zahlreiche Kommunen mit zu hohen Corona-Zahlen. Trotzdem stellen sich Fragen: Wie lange ist der Präsenzunterricht bei nach wie vor rasant steigenden Infektionszahlen überhaupt aufrecht zu erhalten? Lässt zusätzlicher Präsenzunterricht die Welle nicht noch weiter ansteigen? Die GEW hält die vom Bund vorgesehene Grenze von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche für zu hoch. Tatsächlich scheint sich hier etwas zu ändern.

Die dritte Coronawelle rast ungebremst durch die Kitas und Schulen. Illustration: Shutterstock

Die 7-Tages-Inzidenz für ganz Deutschland liegt aktuell bei 162 – Tendenz stark steigend, wie aus dem aktuellen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. „Nach einem vorübergehenden Rückgang der Fallzahlen über die Osterfeiertage setzt sich der starke Anstieg der Fallzahlen fort. Die COVID-19-Fallzahlen stiegen in den letzten Wochen in allen Altersgruppen wieder an, besonders stark jedoch in jüngeren Altersgruppen“, so heißt es.

Und: „Beim Großteil der Fälle ist der Infektionsort nicht bekannt. COVID-19-bedingte Ausbrüche betreffen momentan insbesondere private Haushalte, aber auch Kitas, Schulen und das berufliche Umfeld, während die Anzahl der Ausbrüche in Alters- und Pflegeheimen abgenommen hat.“ Die auch von Kultusministern vertretenene These, dass der Inzidenzwert nur deshalb steigt, weil mehr getestet wird, weist das RKI zurück: „Der Positivenanteil der Testungen nimmt wieder zu und liegt bei über 12%.“

In einigen Bundesländern wie Schleswig-Holstein und Hessen enden in dieser Lage die Osterferien. Andere – wie Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – öffnen ihren Schulbetrieb für den Präsenzunterricht zumindest teilweise. So wird es in vielen Berliner Schulen ab dem heutigen Montag wieder voller, weil die 7. bis 9. Klassen trotz anhaltender Corona-Pandemie zurück in den Wechselunterricht kommen. Der Bund will in dieser Woche ein neues Infektionsschutzgesetz beschließen, in dem als Schwellenwert eine Inzidenz von 200 für den Kita- und Schulbetrieb festgeschrieben wird. Darüber sind dann Schließungen vorgeschrieben. Einige Bundesländer, die bislang vorsichtiger agierten, sind nun gewillt, den gesetzlichen Spielraum auszunutzen – und öffnen Schulen mitten in die dritte Welle hinein.

Zahlreiche Städte und Landkreise in NRW und Baden-Württemberg dürfen im Distanzunterricht bleiben

Nach einer Woche Unterricht zuhause sind deshalb viele Kinder und Jugendliche in Nordrhein-Westfalen wieder in ihre Klassenzimmer zurückgekehrt. Tausende müssen allerdings weiterhin daheim bleiben, wenn sie in Kommunen mit besonders hoher Corona-Neuinfektionsrate wohnen. Am Montag galt das nach Angaben des Düsseldorfer Gesundheitsministeriums bereits für 21 von insgesamt 53 Städte und Kreise. Ihre Neuinfektionsrate liegt dort schon seit mindestens drei Tagen bei 200 oder höher, gerechnet auf 100 000 Einwohner und sieben Tage. Die Zahl der betroffenen Kommunen hatte sich in den vergangenen Tagen stetig erhöht.

«Der Plan, die Schulen in der dritten Welle zu öffnen, ist gescheitert», bilanzierte die GEW. «Schon jetzt bleiben über 40 Prozent der Schulen im Distanzunterricht.» Das sei bereits absehbar gewesen, kritisierte die Landesvorsitzende Maike Finnern. «Die Unsicherheit wächst. Das Chaos wächst.» Mit der in der vergangenen Woche überraschend vom Schulministerium angekündigten Rückkehr in den Wechselunterricht könne sich die Lage in den Kommunen von Tag zu Tag ändern. «Wie lange soll das noch so weitergehen?», fragte Finnern. «Die Schulen brauchen dringend eine Perspektive bis zum Schuljahresende.»

Ähnlich ist die Lage im Südwesten: In Baden-Württemberg kehren in dieser Woche hunderttausende Schülerinnen und Schüler nach über vier Monaten im Lockdown in ihre Klassenzimmer zurück – allerdings nur mit Maske, Abstand und einem negativen Testergebnis. Die Maßnahme der grün-schwarzen Landesregierung ist hochumstritten, weil das Land mitten in der dritten Corona-Welle mit stark steigenden Infektionszahlen steckt.

Vom heutigen Montag an sollen nach Plänen des Kultusministeriums alle Jahrgangsstufen aller Schularten wieder in Präsenz unterrichtet werden – allerdings meistens im Wechsel, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren. Wer mehr als drei Tage in Folge an der Schule ist, muss sich zweimal pro Woche testen lassen. In 11 von 44 Stadt- und Landkreisen werden die Schulen allerdings größtenteils geschlossen bleiben, weil sie entweder schon drei Tage über der Inzidenz von 200 lagen oder kurz davor stehen. Darunter sind auch Stuttgart und Ulm. Etwa sechs weitere Kreise liegen nur knapp unter dem Schwellenwert.

In Corona-Hotspots mit über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Woche soll es grundsätzlich nur Fernunterricht geben, auch Kitas sollen dann geschlossen werden. Ausnahmen gibt es für die Notbetreuung, Abschlussklassen sowie die sonderpädagogischen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen (SBBZ).

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) meint, dass die Notbremse in Bildungseinrichtungen für alle ab einem Inzidenzwert von 100 gezogen und Fernunterricht angeboten werden müsse, wenn der Ausbruchsherd in einer Kommune nicht ganz konkret definiert werden könne. „Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte und Bildungspersonal sind von der Virusmutation stark betroffen. Die Zahl 200 im Infektionsschutzgesetz ist eine politisch motivierte Setzung, damit Schulen und Kitas geöffnet bleiben können. Der Wert ist nicht wissenschaftsbasiert, er ist nicht am Gesundheitsschutz der Lehrenden und Lernenden orientiert“, sagte GEW-Vorsitzende Marlis Tepe während einer Anhörung des Bundestagsausschusses für Gesundheit zum Bevölkerungsschutzgesetz am Freitag in Berlin.

„Das A und O bleibt die schnelle und deutliche Erhöhung des Impftempos – auch bei Lehrkräften“

Grundsätzlich unterstützte Tepe den Vorstoß, dass der Bund jetzt über das Infektionsschutzgesetz auch für Schulen und Kitas bundesweit verbindliche Vorgaben machen wolle. Diese müssten allerdings zeitlich klar begrenzt sein. So würden in der Corona-Pandemie „klare rote Linien gesetzt und der föderale Flickenteppich beendet“. Tepe betonte jedoch: „Das A und O bleibt die schnelle und deutliche Erhöhung des Impftempos. Dafür müssen alle Lehrkräfte und weitere im Bildungsbereich Beschäftigte in die Impfgruppe 2 aufgenommen werden. Nur Impfungen bieten einen hohen Schutz für alle Menschen in Schulen, Kitas, Hochschulen und der Erwachsenenbildung. Wer öffnen will, muss impfen.“

Die GEW-Vorsitzende machte deutlich, dass Selbst- und Schnelltests nicht genügend Sicherheit böten, um Schulen und Kitas bis zu einer Inzidenz von 200 zu öffnen. Bisher gebe es noch keine ausgefeilte, erprobte Teststrategie. Dafür müssten pro Woche rund 24 Millionen Tests an die Schulen gebracht werden. Zudem brauche es geschultes Personal etwa des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) oder des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB), um die Tests sicher durchzuführen. Tepe begrüßte, dass Lernende Bildungseinrichtungen nur getestet besuchen dürften. Sie mahnte an, dass alle Lehrkräfte sowie die Erzieherinnen und Erzieher mindestens zwei Mal wöchentlich Testangebote erhalten sollten, einer Testpflicht für die Beschäftigten stehe sie jedoch kritisch gegenüber.

Die Spitzen der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben sich einem Bericht des „Spiegel“ zufolge auf Änderungen am Entwurf für ein Infektionsschutzgesetz geeinigt. Demnach soll die Ausgangssperre nun erst ab 22 Uhr greifen. Bis 24 Uhr soll zudem erlaubt werden, dass Einzelpersonen auch ohne Hund draußen spazieren gehen und joggen. Gleichzeitig soll der Entwurf der Bundesregierung aber an verschiedenen Stellen verschärft werden, heißt es. Für Kinder im Alter bis 14 Jahren soll Sport in Gruppen weiter möglich sein. Zudem schlagen die Fraktionsspitzen vor, dass die Kitas und Schulen ab einer Inzidenz von 165 wieder schließen müssen – nicht erst, wie bislang vorgesehen, bei einem Wert von 200.

Hamburgs Schulsenator Ties Rabe, der im vergangenen Jahr immer wieder Schulen für sicher und Kinder für praktisch nicht ansteckend erklärte, sagte dazu: „Ich bin sehr enttäuscht: Schulschließungen werden noch weiter verschärft, aber die Ausgangssperren für Erwachsene gemildert. Kinder werden aus der Schule ausgesperrt, damit Erwachsenen abends länger unterwegs sein können. Das passiert, wenn der Bundestag Schulpolitik macht.“ News4teachers / mit Material der dpa

Intensivstationen laufen voll – Lauterbach: „Viele Kinder verlieren ihre Eltern“

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96 KOMMENTARE

  1. in NRW sind es mittlerweile 22 Kreise und Kommunen (nicht mehr 15), die lt. Allgemeinverfügung im Distanzunterricht sind:

    Aussetzung des Präsenzunterrichts mit Ausnahme der Abschlussklassen:
    Stadt Bielefeld
    Stadt Bonn
    Stadt Dortmund
    Stadt Duisburg
    Stadt Gelsenkirchen
    Kreis Gütersloh
    Stadt Hagen
    Stadt Hamm
    Stadt Herne
    Stadt Krefeld
    Leverkusen
    Märkischer Kreis
    Kreis Mettmann
    Stadt Mülheim an der Ruhr
    Oberbergischer Kreis
    Kreis Recklinghausen
    Stadt Remscheid
    Rheinisch-Bergischer Kreis
    Kreis Siegen-Wittgenstein
    Stadt Solingen
    Kreis Unna
    Stadt Wuppertal

    • Leider müssen die SuS in der Qualifikationsphase trotzdem neben den Abschlussjahrgängen zur Schule. Natürlich sind jetzt insgesamt weniger in der Schule als vorher, aber dennoch ist es für einige der SuS trotzdem eine große seelische Belastung (was, wenn ich mich und dann meine Eltern anstecke?). Eigentlich sollten die Schulen komplett schließen.

  2. Karl Lauterbach hat mit aller Klarheit ausgesprochen, dass viele Kinder und Jugendliche ein Elternteil verlieren werden oder mit schweren Langzeitfolgen begleiten müssen. Trotz diesem klaren Appell findet Herrn Lauterbachs Beitrag kein Gehör bei den KM, Politik und Regierung.
    Ein Schwellenwert von 200 ist viel zu hoch und man überhört die Intensivmediziner, Virologen und RKI. Auch wichte Informationen von den Nachbarländern übergeht man und lernt in seinen Entscheideungen der Pandemie Herr zu werden nicht dazu. Kinder und Jugendliche können ebenfalls schwer erkranken und es entstehen Krankenstationen für Kinder und Jugendliche. Was ist unserer Politik, Regierung und KM ein Menschenleben noch Wert? In Mannheim BW öffnen die Schulen am Montag den 19.4.2021 kuz vor 200 die Schulen und das Risiko ist für alle die am Schulleben beteiligt in keinem Verhältnis zur Nutzung. Herr Kretschmann ist abgetaucht obwohl Ihm der Kittel brennt und hat nicht erkannt, dass die Bude brennt. Auch die Schnelltest sind bei den hohen Zahlen keine Sicherheit für alle an der Schule. Totz Mahnungen an den Bürgermeister in Mannheim Herrn Kurz und Gesundheitsamt keine Reaktion und man reagiert nicht. Gestern war Gedenktag der Verstorbenen und es werden durch nicht konsequentes Handeln von der Politik, KM und Regierung mehr. Herr Kretschmann hat dafür Frau Eisenmann vorgeschickt die eisern für Schulöffnung ist. Herr Kretschmann folgt den Fußstapfen von Frau Eisemann und strebt ebenfalls kein respektvolles Miteinander auf Augenhöhe an. Einfach abzutauchen und keine Stellung zu beziehen trotz vieler Bedenken ist grob fahrlässig. Die Machtkarte kommt zum Einsatz, Gehörlosigkeit und Handlungsunfähigkeit werden auf Kosten von Schulen, Schulleitungen, Lehrern die nicht alle geimpft sind, Schüler einer Erkrnkung aussetzt und Eltern die noch keine Impfung erhalten haben. Die Eltern sind der letzte Rest und haben soviel geleistet und die Politik gewährleistet keinen Schutz. Herr Kretschmann hat nicht aus den Fehlern von Frau Eisenmann gelernt sonern er wiederholt die Handlungen und reagiert auf Mahnungen und Appellen nicht. Zu Verzeihen gibt es bei dieser Unfähigkeit einer Zusammenarbeit den Verbänden und Gewerkschaften gegenüber nicht. Sie tragen die volle Verantwortung für diese Fehlentscheidungen den Schulen gegenüber und der Elternschaft. Herr Ralf Scholl hat mit aller Klarheit ausgesprochen:“ Was für ein Zirkus…….

  3. Giese Bedenken scheinen bei einigen der öffentlich-rechtlichen Medien immer noch nicht wirklich angekommen zu sein….der WDR hat heute morgen auf seinem Sendeplatz WDR5 nicht besseres zu tun als (wieder einmal – quasi als Serientäter) völlig einseitig das Leid der SuS in den Vordergrund zu stellen…entsprechend werden dann die Audiobeiträge gewichtet ausgewählt … die Position derjenigen, die mit dieser Entscheidung – zumindest in den sog. „Hotspots“, die Schulen wieder in den Distanzunterricht zu schicken – zufrieden sind bzw. innerlich abwägend zu dem Ergebnis kommen, dass das gerade einfach angezeigt ist.
    Anders hier das MoMa, in dem heute morgen tatsächlich abwägend berichtet wurde und sowohl das Bedauern als auch das Verständnis für die teilweise getroffene Entscheidung für erneuten Distanzunterricht deutlich gemacht wurde.
    Wer bei den aktuellen Zahlen immer noch vorbehaltlos die Öffnung von Schulen und Kitas in der gesamten Bundesrepublik fordert hat schlicht und ergreifend „den Schuss nicht gehört“ – und gehört damit auch von einem Querschläger niedergestreckt. Wer nicht hören will muss fühlen. Da nützt es auch nichts, symbolhaft ne Kerze ins Fenster zu stellen – diese Leute sollten eindeutig als Zyniker angeprangert werden.

    • Ich beobachte beim WDR eine ganz extreme Tendenz zum Steigbügelhalter der Landesregierung. Für mich einfach FOX-News 2.0.

  4. Wenn Kreativität in der Ausbildung und Erziehung nicht nur als Malstunde für leistungsschwache Schüler angesehen würde, wären vielleicht sogar Politiker kreativer in ihren Lösungsfindungen. Unsere Vorfahren haben doch nur überlebt, weil sie kreative Lösungen für Probleme entwickelt haben und nicht nur die Lösung war…geh ich raus aus der Höhle, oder bleibe ich drin sitzen….

  5. Da gibt es doch schon einen Lösungsvorschlag.

    „Wenn Schulschließungen kommen
    Politiker plädieren für Unterricht im Freien

    „[…]Auch der Grünen-Abgeordnete Janosch Dahmen bezeichnete Schule im Freien als möglichen Ausweg: „Unterricht im Freien oder Exkursionen in Parks und Wäldern sind bei sinkender Inzidenz dann ein sehr pragmatischer und sinnvoller Schritt von Öffnungen“, sagte er der „Bild“-Zeitung.“
    https://www.n-tv.de/panorama/Politiker-plaedieren-fuer-Unterricht-im-Freien-article22498460.html

    Ich stelle mir gerade eine Schule mit 1000 oder mehr Schülern vor…alle gehen in den nächstgelegenen Park… falls überhaupt einer in der Nähe ist…es fängt an zu regnen…Schreiben geht gar nicht…. WLAN? … Tests schreiben? Alle stehen rum, oder dürfen die Parkbänke zusammengetragen werden?
    Wir haben ja sowieso schon ein Problem in Pausen, wenn es regnet. Da bleiben die Schüler trotz Maskenpflicht im Unterricht schwatzend, essend und trinkend in den Räumen, weil sie ja im Haus immer Maske tragen müssen.
    Wie sich manche Leute das praktisch vorstellen, ist mir ein Rätsel.
    Das mag eine Option für einige Fächer und spezielle Stunden sein, aber man kann wohl kaum 6-8 Stunden mit den SuS draußen unterwegs sein.
    Dann doch besser Distanzunterricht mit Videokonferenzen.

    • … man kann ja auch schön in Bussen das nächste Ziel für Unterricht und Exkursion im Freien ansteuern…

      Entweder Distanzunterricht oder reduzierter Präsenzunterricht mit Maske und für Frühstück in den Pausen immer raus. Und insgesamt weniger Schüler auf dem gesamten Schulgelände, die Schulleitungen und Lehrkräfte stimmen sich ab, welche Schüler kommen müssen und welche in Distanzunterricht besser aufgehoben sind.
      Es könnte ja einfach sein…

      • Da stimme ich Ihnen voll zu. Man hätte schon lange den Fokus auf die SuS richten können, die Präsenzunterricht unbedingt brauchen, statt alle SuS völlig undifferenziert in Präsenz zu zwingen. Aber das hätte etwas Arbeit gemacht und einen guten Plan gebraucht…, hätte man aber alles organisieren können.

    • Hochtechnologieland Deutschland. Die Schüler gehen im Unterricht einfach raus. Ist auch billiger als alles andere wie Luftfilter, vernünftiges WLAN bzw. Verkabelung an den Schulen etc. pp. Man entblödet sich nicht, das vorzuschlagen.
      Denken die eigentlich, wir ziehen uns die Hose mit der Beißzange an? Letztes Jahr sind – wo möglich – zahlreiche Kollegen an meiner Schule mit den SuS draußen gewesen. In passenden Unterrichtsphasen natürlich. Was denken Leute eigentlich, was im Unterricht passiert, wenn man das in Gänze d.h. ganzen Schultagen einfach mal so nach draußen verlegen können soll.
      Für Büros oder Geschäfte schlägt das meines Wissens auch keiner vor.

    • @Leseratte

      Ich kann das alles nicht die Bohne mehr ernst nehmen.

      Und ich gehe gerne spazieren. Notfalls mit den Schülern.

      Wechselbäder sollen ja auch gesund sein. Vermutlich wird’s dann Vollpräsenz. Bei 30 Schülern Extraaufsicht Pflicht. Aus welchem Hut die wohl gezaubert wird…

      Und die Kinder sind aus dem Haus und von der Straße.

      Unterricht ist ein Witz – drinnen und draußen. Die sind alle durch den Wind. Draußen die Wortarten – mit Maske und Abstand oder wie?

      Das ist Beschäftigungstherapie, nichts anderes. Wie gesagt, ichbgehe gern spazieren, im Wald, auf der Straße, völlig egal. Wir übergeben uns die Schüler dann passend zum Gong.

      Vielleicht können wir den Verkehr regeln, zum Pizzamann, Döner kaufen – Abholservice natürlich.

      Oder wir finden den einen oder anderen Spargelhof, der noch Hilfe braucht. Pflanzen ein paar Schmetterlingsblumen….

      Leute, das ist eine Farce. Und wir sind mittendrin.

  6. „Das Land hat 15 der 53 NRW-Kommunen ausdrücklich benannt, die beim Distanzunterricht bleiben dürfen, darunter die Städte Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen, Herne, und Krefeld.“

    Dieses Mal hoffe ich, dass das „dürfen“ eigentlich „müssen“ bedeutet…

    „Wer mehr als drei Tage in Folge an der Schule ist, muss sich zweimal pro Woche testen lassen. “

    Unverantwortlich!

    Eine Gruppe Mo/Mi/Fr, die andere Di/Do und die nächste Woche anders herum. Bedeutet jeweils nur EINEN Test, der dann bis zu 4 Tage alt ist. So wird das nichts mit dem Testen, öffnet aber eine „tolle“ Perspektive, Geld auf Kosten der Gesundheit anderer zu sparen.

    Deutlich sinnvoller wäre, zu fordern, dass für jeden Präsenzbesuch der Test nicht älter als z.B. 36h sein darf.

  7. Hier (Sachsen) ist seit über einer Woche die Inzdidenz bei 235 und trotzdem keine Schulschließung in Sicht. Habe mein Kind heute früh in der Schule abgemeldet, Schulpflicht ist ja ausgesetzt. „Oh, Sie wollen also verweigern …“ Naja, dann ist das jetzt so. Die im Unterricht besprochenen Aufgaben muss sie sich jetzt von den anwesenden Klassenkameraden besorgen. Auch das werden wir irgendwie hinbekommen und hoffen, dass diese Woche evtl. doch noch die Reißleine gezogen wird.

    • Nicht die Schulpflicht ist ausgesetzt,sondern die Präsenzpflicht.Da die Schulpflicht also weiterhin besteht,wäre es interessant,ob somit eine Art Bringpflicht für die Schulen besteht,dh die Aufgaben bereitgestellt werden MÜSSEN.Dass nicht zeitgleich PU und DU möglich ist,ist klar,aber das Bereitstellen der Arbeitsblätter sollte doch im Aufgabenbereich der Schule liegen!

        • Frechheit der Schule! Wenn du das Kommentar schriftlich hast, dass ihr angeblich verweigert, sofort an Schulamt oder Regierungspräsidium mit Beschwerde weiter leiten! Meine ich ernst, das ist Mobbing!

          Die Schule ist in der Pflicht Kinder im Fernunterricht gleichertig zu beschulen, zumindest in BaWü gibt es dafür klare Vorgaben. Sie müssen Lehrer und Inhalte dafür bereit stellen.

          • Nein, zumindest in NRW ist die Schule glücklicherweise nicht dazu in der Pflicht, gleichwertig zu beschulen. Das ist auch mit gleichem Personal gar nicht zu leisten. Die SuS sollen die Aufgaben und evtl. ausgeteilten Infoblätter erhalten, wie es eben geht. ‚Echter‘ Distanzunterricht wird nicht von uns verlangt!

      • Was zumindest an weiterführenden Schulen auch kein Act ist. Bei Wechselunterricht bereitet man ja sowieso etwas für die Gruppe im Fernunterricht vor, und wer vom Präsenzunterricht befreit ist, kommt bei mir in die Verteiler beider Gruppen, so dass er immer automatisch das Material des Fernunterrichts bekommt. Und im Präsenzunterricht läuft dasselbe Programm live.

    • Ich bin Lehrerin (GS) in Sachsen. Wir haben einen einzigen Schüler an der Schule, der nicht kommt. Ihm bzw. seinen Eltern schicken wir die Aufgaben täglich per Mail. Also eigentlich geht das.

      Ich finde es gut, wie Sie das machen. Bildung hin oder her. Ohne Gesundheit nützt sie gar nichts!

    • Ich wurde heute früh beim Abmelden auch von der Sekretärin gefragt, ob ich mir sicher wäre und ich es für besonders förderlich halte, mein Kind der Schule fern zuhalten.

      Aufgaben gibt es spärlich, was ich nicht verstehe. Wo ist denn das Problem, da ja eh Wechselunterricht ist.

      Ich finde das sehr schlimm

      • Praktisch vorstellen: Wechselunterricht bedeutet, der Lehrer ist in der Schule, eine Hälfte der Klasse ist zu Hause. Wie kann er da gleichzeitig Distanzunterricht machen? Ein einzelner Lehrer hat ja nicht nur Ihr Kind im Unterricht.
        NB: bzgl. Gender: Ich meine alle anderen in der grammatischen Form mit!

        • Wo soll das viel Mehrarbeit oder gar „Stress“ für uns Lehrer bedeuten, @Rabe? Bei unserer Tochter klappt das prima-eine Kamera, ja manchmal nur ein Handy in der Schule nimmt den Unterricht auf und liefert einen Life-Stream. Unterrichtsteilnahme ist damit möglich und die Lernerfolge sind-ohne einen riesigen Spagat der Kollegen- seit März 2020 in den Präsenzphasen (wegen Immunschwäche bleibt unsere Tochter zuhause) mehr als zufriedenstellend. Einziger Mehraufwand: Emails mit den Lernmaterialien – und korrigieren der fertigen Arbeiten, die per Mail zurückkommen, muss man bei den Präsenzschülern auch.

  8. Noch ein Beispiel für zwei Sachen: die Politiker haben keine Ahnung von der Realität in der Schule und die Bildung heißt jetzt Kindesbetreung/Babysitten.

  9. Ich habe diesbezüglich die Hoffnungen aufgegeben.
    Es wird sich nichts ändern.
    Was wir hier Schreiben, Denken, ist denen egal.
    Experten wie Karl Lauterbach werden nicht gehört.
    Für Schulen und Kitas wäre kein Geld da, um Luftfilteranlagen und Plexiglas Trennwände zu finanzieren, aber für den sinnlosen Einsatz in Afghanistan wurden 12,5 Milliarden Euro ausgegeben.
    Anstatt sich um Besserung in der Corona Pandemie zu kümmern, wird in der Politik seit Tagen lieber darüber Gestritten wer denn nun Kanzlerkandidat wird!

    Leute wie Lauterbach werden attackiert und sein Auto verschandelt.
    Die FDP und AFD Blockieren weitere Coronamaßnahmen.

    Kurzum, ich habe die Hoffnung und den Glauben in die Politik und auch vieler Mitmenschen verloren.

    Stellt euch alle auf das Schlimmste ein.

    • Ja, mach ich. Und dazu eine Frage: Wenn jetzt die ganze Familie erkrankt, und auf vermehrte Fälle muss sich ja die aktuelle Politik einstellen, wo kommen dann die eventuell symptomlosen Kinder unter? Gesetzten Fall, beide Eltern liegen flach? Gibt es dafür ein Corona Übernachtungs- Versorgungshaus? Wäre schön, wenn die Minister parallel zum Präsenzunterricht auch dafür einen Plan ausarbeiten. Und die gute Nachricht: Testen kann ja dort entfallen.

      • Herr Spahn hat doch eine weitläufige Villa für 4 Mio erstanden. Der geimpfte Prof Streeck könnte die Kinder ja dort betreuen.

        • @Enjoy your chicken Ted:

          Oh…jaaaaa….dazu hätt ich gern eine Videodoku! 🙂
          (wenn mir die Kinder nicht so leid täten).

          • @Mary-Ellen
            Vielleicht unterstützt RTL bei der Videodoku?

            Nachdem der Postcast von Hendrik Streeck und Katja Burgard von RTL nach der 2. Folge wieder eingestellt wurde, hätten die beiden doch bestimmt Zeit. 😉

  10. „MONTAG, 19. APRIL 2021
    Coronavirus-Liveticker
    +++ 10:08 Patienten werden immer jünger +++
    Covid-19 hat einen langen Arm. Auch ohne akute Erkrankung mit Klinikaufenthalt drohen Infizierten monatelange Folgen. Noch ist die Studienlage zu Long-Covid unklar. Die beschriebenen Symptome nach einer Infektion sind aber gravierend. Und die Patienten in den Kliniken werden immer jünger.“
    https://www.n-tv.de/panorama/10-08-Patienten-werden-immer-juenger–article21626512.html

    Die Folgen der aktuellen Politik des Nicht-Handelns, die den Kollaps der Intensivstationen zur Konsequenz haben wird und viele junge Menschen mit noch unabsehbaren Langzeitfolgen in Kauf nimmt, ist einfach nur noch unerträglich.

    „Ungefähr zwei Drittel sämtlicher Krankenhäuser mit Intensivstationen sind nicht aufnahmefähig“, warnt
    @HallekMichael
    von der Uniklinik Köln bei #AnneWill. #Coronavirus“
    https://twitter.com/AnneWillTalk?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Eauthor

    • @Leseratte
      „Die beschriebenen Symptome nach einer Infektion sind aber gravierend. Und die Patienten in den Kliniken werden immer jünger.“

      Ab heute, mit Beginn der Abiturprüfungen in Nds., darf man gespannt sein, wie viel Ausbrüche – mit Long-Covid in der Folge – es an Schulen durch ‚Abschlussprüfungen OHNE Maskenpflicht am Platz und OHNE Testpflicht vor Klausurbeginn‘ in der nächsten Zeit geben wird.
      – Bei Infektion im Zusammenhang mit Abschlussprüfung – Berufsgenossenschaft einbeziehen! –

      Die Politik labert die ganze Zeit von:
      * Abitur muss zu den Abschlüssen aus den Vorjahren vergleichbar sein …
      * Es darf keinen Makel eines Corona-Abiturs geben …
      * Nein, Durchschnittsabitur unter Berücksichtigung der Klausurnoten aus dem Vorabi – DARF es NICHT GEBEN …. weil so noch nie dagewesen ….
      * Schulleiterverbände protestieren …
      * Landesschülerrat protestiert…

      * EUROPÄISCHE NACHBARLÄNDER HABEN 2020 und 2021 das ABITUR ABGESAGT!
      Malus; Notabitur – Durchschnittsabitur?
      „Andere Länder sind trotz möglicherweise ähnlicher Bedenken genau diesen Weg
      gegangen: 2020 wurden die Abiturprüfungen in Frankreich und den Niederlanden
      abgesagt. Die Abschlussnote ergab sich aus dem Durchschnitt der in der Oberstufe
      erbrachten Leistungen. In diesem Jahr gehen Großbritannien und Schweden genauso vor.“
      https://www.n-tv.de/politik/Dritte-Welle-zweiter-Abiturstreit-article22470936.html

      … und wir schicken die Abschlussklassen sehenden Auges in möglicherweise großes, langes Leid.
      Trägt die Berufsgenossenschaft die ggf. langjährigen Kosten einer Rehabilitation, der Berufsunfähigkeit und der Rente etc.?
      Werden Sammelklagen zugelassen, um die Ansprüche der Jugendlichen in Folge bleibender Schäden einer Covid-19-Infektion – die sie sich während ihrer Abschlussprüfungen eingefangen haben – durchzusetzen?

      • Wenn die Prüfungen stattfinden sollen, dann müsste wenigstens dafür maximaler Infektionsschutz ermöglicht werden: verpflichtende Tests, vielleicht schon am Vortag der Prüfung und am Prüfungstag selbst, Maskenpflicht während der (verlängerten) Prüfungszeit (Maskenpausen draußen an frischer Luft könnte man grüppchenweise organisieren und beaufsichtigen), zusätzlich Luftfiltergeräte in den Räumen und nur sehr wenige SuS in einem Raum. Sind die Bedingungen nicht sicher, wie sollen sich die SuS (die ja von der Politik von allen Seiten so bedauert werden, wie schwer sie doch unter den Unterrichtsbedingungen bzw. den Schließungen und Kontaktbeschränkung leiden) da auf ihre Prüfungsaufgaben konzentrieren? Ich persönlich hätte da echt ein Problem. Oder die Tische gleich auf den Hof stellen. Sonnenschirm drüber und fertig 😉

      • und in B-W ist selbst die Test und (!) die Maskenpflicht für die Abi-Klausuren AUFGEHOBEN! Selbst bei normalen Klassenarbeiten (bei uns sind die Schulen geschlossen) wird nicht getestet – wer soll das verstehen?

  11. Wir haben mit unseren Kindern gesprochen und Sie durften mitentscheiden ob Sie in die Schule gehen oder nicht. Sie wollten sich nicht selbst testen und somit sind Sie zuhause. Das Homeschooling läuft bei sehr gut.Unsere große Tochter 9.Klasse darf ja sowieso nicht gehen, unser mittlerer 6.Klasse und unser jüngster 3.Klasse sind nun zuhause. Und ich bin auch dankbar, denn die Tests sind eine Momentaufnahme und gehören nicht in die Schule.

    • Genau. Wir haben die älteste auch mit einbezogen und ich habe nichts gegen die Tests ansich. Aber die vermitteln eine falsche Sicherheit und die Menschen denken dann eben, sie brauchen sich nicht vorsehen.

      Abgesehen vom Müll, der da produziert wird, finde ich momentan Distanzunterricht für Lehrer und Schüler als einzig richtige Wahl und es tut mit sehr leid, wie manche Eltern ihre Kinder in die Schule drängeln.

  12. Na, so schlimm kann doch aber alles gar nicht sein.
    In Hessen starten z.B. die Berufspraktika ab heute.
    Keine Rede von Schnelltests etc.
    am 12.01.2021 lag der I-Wert bei ebenfalls ca. 162 hessenweit – Grund dafür, alle Praktika auszusetzen.
    Heute liegt der I – Wert ebenfalls bei 162, die britische Variante ist mittlerweile durchgeschlagen, die Infizierten werden immer jünger – und siehe da: Es spricht nun nichts mehr gegen Berufspraktika.

    Ist schon eine verrückte Zeit.

    • Besser kann man diese Zahl nicht erklären. Problem wird sein, dass man darüber auch noch mal ausgiebig debattieren und gegebenenfalls neu würfeln muss.

    • Nein… der ist nicht gewürfelt. Sie wollten ja erst 200 als Grenze. Wirklich sinnvoll wäre eine Grenze von 35. Also haben sie gerechnet: 200-35=165. Schon war die Grenze da.

      Auch 165 ist VIEL zu viel. 35 wäre sinnvoll, maximal 50, wenn man zwischen 35 und 50 Wechselunterricht macht.

      • Was für ein fu…. ing Kompromiss. Ich möchte ernsthaft wissen, wie man auf diese Zahl kommt…. Wie auf dem Basar!!! 200!!! 100!!! Eigentlich hätte man sich doch auf 150 einigen müssen???!!! Hilfe…

        • Neee, bis 150 dürfen die Geschäfte noch click and collect machen. Damit Schulen „als letztes schließen“, musste man noch mal 10% drauf schlagen.

      • @Jan aus H

        Ich glaube ja, dass die 200 das Tempolimit auf der Autonahn sein sollte – im falschen Ressort eingereicht. Und keiner hat’s gemerkt.

        Die Korrektur dauerte so lange, weil sich niemand vorstellen konnte, dass wir nicht den ganzen Sprit raushauen wollen. Ist doch sonst unser Ziel.

      • @Jan aus H

        Die Sachrechenaufgabe ist viel zu schwer. Da kann man ja nur die Rechenarten anwenden, die einem geläufig sind.

        Aber da geht so einiges, wenn die Aufgabe nicht verstanden wurde.

    • Oder man wollte die 165 von Anfang an und hat bewusst 200 gesagt, damit die Leute dankbar für 165 sind.
      Erinnert irgendwie ans Feilschen auf orientalischen Märkten.

  13. Es ist doch noch gar nicht entschieden, dass diese Grenze von 200 beschlossen wird. Merkel, Altmaier, Grüne, Virologen, Intensivmediziner, RKI und viele, viele andere fordern Nachbesserung des Gesetzesentwurfes diesbezüglich. Eher erfahrungsbedingt unwahrscheinlich ist allerdings, dass unsere Politiker(innen) zeitnah erkennen werden, dass es bei der derzeitigen Infektions- und Impflage kompromisslos notwendig ist, dass ALLE für einen erforderlichen Zeitraum dieselbe Blickrichtung einnehmen: Infektionszahlen senken mit einer Vielzahl von Maßnahmen.

    Und wenn man dann sieht, dass sich fast alle wie wild auf die noch nicht beschlossene 200er Grenze stürzen, obwohl letzter gemeinsam beschlossener Leitsatz der Notbremse doch eine 100er Grenze für den Distanzunterricht vorsieht, muss man annehmen, dass es sich dabei um Politiker(innen) handelt, denen es einfach schlicht und ergreifend egal ist, dass die Kinder, die Lehrer(innen), die Familien sich faktisch infizieren können und die mit ihrem Schulzwang in Präsenz weitermachen würden, solange auch nur noch 1 freies Intensivbett existiert bzw. sie eine Anordnung zum Schließen erhalten.

    Warum verweigern diese Politiker(innen) die Notwendigkeit von Maßnahmen, die herbeiführen würden, dass Indoor-Kontakte nun in JEDEM Lebensbereich reduziert werden? Warum bezweifeln sie offensichtlich die nachgewiesene Erkenntnis, dass Tests keine Sicherheit bieten, Infektionen zu verhindern, weil viel zu viele Inifzierte (zunächst) unerkannt bleiben? Warum berücksichtigen sie nicht, dass junge und jüngere Menschen sich derzeit in einer anderen Gefährdungslage befinden als vor einem Jahr? Warum bringen sie die gefährdeten Menschen in eine solch riskante Lage? Warum wägen sie nicht ab, ob eine oder zwei Wochen Wechselunterricht diese Opfer für die Gesellschaft Wert sind und erkennen nicht, dass die Vorteile von kurzzeitigem Wechselunterricht statt Distanzunterricht in keinem menschlich zu vertretendem Verhältnis zu den Folgen stehen, die Schulöffnungen in dieser Infektionslage nach sich ziehen? Warum fragen sie sich nicht, wie es den Schüler(innen) bei Öffnung der Schulen auch mental mit solchen Entscheidungen geht? Warum steht man den Schüler(innen) eigentlich nicht Rede und Antwort? Alle haben längst begriffen, dass Schulen NICHT SICHER sind … und dass das Risiko, welches man bereit ist, für den Präsenzunterricht einzugehen, möglichst gering ausfallen muss, wenn die Pandemie außer Kontrolle geraten ist, was sie derzeit ist.

    Warum bekommen wir – Jung und Alt – keine Antworten auf unsere Fragen, selbst wenn sie klar und deutlich gestellt werden?

  14. Ein genialer Schachzug der Politik, den Wert von 200 in den Entwurf zu schreiben.
    Nun hoffen alle und wären froh, wenn wenigstens 100 drin steht.
    Dabei steht im aktuellen Gesetz die 50 und wegen der Mutation B1.1.7 sollte der Wert sogar auf 35 gesenkt werden.
    Nach wie vor laufen wir mit den Entscheidungen dem Infektionsgeschehen hinterher.
    Bald haben wir es mit P1, B1.3.5.1 und auch B.1.617 zu tun, die alle schon da sind.
    So wird das nichts.

  15. Ich bin schon auf die Beiträge im Bundesrat am Mittwoch gespannt, ein paar Kultusminister werden sicher auch etwas dazu sagen. Man kann nur hoffen, dass der Ausschuss noch Änderungen beschließt, auch wenn ich da keine wirklichen Hoffnungen hege.

    Hoffentlich sind Verordnungen der Länder (in Bezug auf Schulen) immer noch erlaubt, dann haben wenigstens ein paar Länder ihre Schulen auch schon ab… 100 oder so geschlossen. Soweit ich einen Einzelsachverständigen bei der Anhörung letzten Dienstag verstanden habe, handelt es sich hier um etwas neues (Regelungen per Gesetz, während die Bundesregierung und Landesregierungen in verschiedenen Abschnitten des Gesetzes selbst zu eigenen Regelungen ermächtigt werden) und nicht eindeutig. Im Zweifelsfall entscheidet das Bundesverfassungsgericht.

  16. Aktuell wurde der Wert für Schulöffnungen auf 165 abgesenkt, Click & Meet aber auf 150 hochgesezt? Immer noch viiiiel zu hoch ; diese “ Notbremse“ der Regierung wird leider versagen und die Karre vor die Wand fahren. In einem Jahr dürfen wir vermutlich weitere zigtausend Covid19 Tote betrauern, aber dann noch viel jüngere Menschen, die es getroffen hat. Ein Trauerspiel!

    • Je mehr Werte man einführt, desto sinnloser wird das ganze:

      Ab 150 sind die Schuhläden zu.
      Bei 151 die Friseure
      Bei 152 dann die Blumengeschäfte

      bei 165 die Schulen…

      Ganz einfach wäre: Alles zu, solange Inzidenz über 35.

  17. „Bundesnotbremse“ einerseits und Schulöffnungen andererseits, das passt einfach nicht richtig zusammen. Es ist inkonsequent und irgendwie ein Zeichen von Hilflosigkeit.
    Aber warum eigentlich ist man in USA schon wesentlich beim Impfen als in Deutschland, nachdem die ganze Situation vorher dort eigentlich ausgesprochen schlecht war? Ist es vielleicht die typisch deutsche Bürokratie, die da bremst?

    • Die USA haben nicht nur Impfstoff eingekauft wie die EU, also so wie wir im Supermarkt einkaufen und enttäuscht sind, wenn ein Artikel mal nicht verfügbar ist.

      Die USA haben sich quasi in die Pharma-Firmen eingekauft:
      – ganze Produktionsstätten für Impfstoff gekauft
      – ganze Produktionsstätten „hochgezogen“
      – oder wenigstens Anteile an den Firmen gekauft

      Darum sitzen die USA jetzt quasi am Buzzer in Sachen Impfstoff.
      Da werden die Preise in Zukunft wohl auch nicht mehr sinken!

      Lauterbach erklärt u.a. auch das in der Sendung „Chez Krömer“.
      Talkshow (30 Minuten), aber kein blöder Klamauk.

      Chez Krömer – Zu Gast: Karl Lauterbach
      https://www.youtube.com/watch?v=oB2MEEFbM2o

  18. Die Bundesnotbremse wäre selbst bei einem allgemeinen Grenzwert von 100 keine Perspektive. Das Infektionsgeschehen würde sich dann doch auch nicht effektiv reduzieren. Familien bleiben gefährdet und die Gefahr von der Entwicklung impfresistenter Mutationen, besonders unter Kindern, bleibt bestehen.
    Ich sehe den Sinn nicht, außer, dass wieder keine wirklich konsequente Entscheidung getroffen werden muss und die Unsicherheit für weite Bevölkerungsgruppen ständiger Begleiter bleibt. Folgen dieser Perspektivlosigkeit sind jetzt schon Resignation und Erschöpfung. Neben unmittelbaren Coronafolgen, wird dies psychosomatisch bedingte Folgeerkankungen mit sich bringen. Der jetzige Weg kostet noch viel Leid und Geld.

  19. Je länger die Pandemie anhält, je deutlicher wird für mich: Deutschland kann es einfach nicht.

    Leugnen der Befunde von seriöser Wissenschaft, Missachtung der obersten Infektionsschutzbehörde, juristische Grabenkämpfe, Durchsetzung kapitalistischer Dogmen zum Preis von Leben, Verlust der Soldidarität, vorsinnflutliches Hoffen auf Wunder anstelle von logischem Denken und Handeln.

    Wie es hätte anders laufen können, zeigen uns asiatische Länder sowie die Inselstaaten Neuseeland und Australien.

    Nun wird in die 3. Welle hinein „Schule“ geöffnet – wie dumm ist dass denn? Dümmer geht es gar nicht mehr. Wenn wir weiterhin derart dumm handeln – auch bei Klimaschutz etc., dann sind wir in Kürze abgehängt in Europa. Die Musik spielt dann woanders – jedenfalls nicht hier. Wir sind eine dekadente Nation mit dekadenten politischen Entscheidungsträger*innen, die lieber Kerzen anzünden als Schutzmaßnahmen zu etablieren.

    Wenn ein Ethnologe von außen unsere Politiker*innen betrachten würde, was würde er da erkennen? Menschen, die Kerzen anzünden anstelle Luftfilter anzuschaffen für Schulen – Ignoranz anstelle von Pragmatik! Das kann einfach nicht gut gehen.

    Biontech-Chef Sahin hatte seinen Deal mit Pfizer im letzten Jahr per Handschlag besiegelt und konnte damit schnell Hilfe anbieten. Das ist ein Pragmatismus, der ansonsten in weiten Teilen in Deutschland fehlt.

  20. https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_89823838/nocovid-initiative-richtige-modellversuche-zum-oeffnen-sind-noetig.html

    Interessanter Artikel, der nochmal deutlich macht, dass uns das Schachern um in paar Prozent höhere oder niedrigere Inzidenzen, die aber alle viel zu hoch liegen, um das Virus kontrollieren zu können und nachhaltig Öffnungen ermöglichen zu können, keinen Schritt weiterbringt, sondern, im Gegenteil, auf viele Tote und Langzeiterkrankte und großen wirtschaftlichen und sozialen Schaden hinausläuft. Und wenn dieser Irrweg doch irgendwann als solcher erkannt wird, wird es zu spät sein. In Anbetracht von 80000 Toten, vollen Intensivstationen, unzähligen Insolvenzen, psychischen Schäden und und und… kann es doch nur eine Richtung geben: Hintern zusammenkneifen und konsequent alles schließen, was geht- Industrie muss mit ins Boot, und dann hoffen, dass wir die Kurve kriegen und nicht auch noch die Weiterverbreitung der südafrikanischen und brasilianischen Mutation begünstigen, die den Impfschutz unterlaufen können. Von einer „eigenen“ deutschen Mutation, die entstehen könnte, wenn das Virus ungebremst zirkuliert, ganz abgesehen. Ich fürchte aber, es wird, wie schon im Herbst und im März, wieder nur halbherzig reagiert, niemand wird wirklich Lehren gezogen haben und die Hilferufe des Klinikpersonals erhören wollen. Die Akzeptanz von Maßnahmen in der Bevölkerung wird weiter nachlassen, vieles ist nicht nachvollziehbar. Und man muss hilflos zuschauen…

    • @Leseratte: Absolute Zustimmung – einfach nur traurig…

      …ein sehr geschätzter Freund sagte mir vor kurzem:
      „Das entscheidende Problem an dem notwendigen 4 bis 6 wöchigen strikten Lockdown sind die vorangegangenen 6 bis 8 Monate!“

      Man könnte es auch eher ikonografisch aufzeigen:
      „Zwei Wochen strengen Lockdown = 🙁
      …Zwei Jahre verantwortungslos herumeiern = 🙂 „

  21. Es gibt noch zu viele Leute, die die Brisanz der Lage einerseits und die unzureichende Aussagekraft von Selbsttests andererseits einfach nicht erfassen.

    Eltern fordern, dass Brandenburger Schulen nun immer offen bleiben

    „In Brandenburg müssen sich nun alle Schüler und Lehrer regelmäßig auf Corona testen lassen. Elternvertreter fordern, dass deswegen alle Schulen offen bleiben sollten – ungeachtet der Inzidenz.

    „POTSDAM ·
    Angesichts der Corona-Testpflicht für die Schüler in Brandenburg hat der Landeskitaelternbeirat kritisiert, dass trotzdem ab einem Inzidenzwert von 200 in Landkreisen Schulen geschlossen werden sollen. Dass das flächendeckende Schließen von Schulen und Kitas immer noch eine Maßnahme der Politik sei, sei „ein Armutszeugnis für die Verantwortlichen“, teilte der Landeskitaelternbeirat am Sonntagabend mit. Viel sinnvoller sei eine flächendeckende Strategie mit regelmäßiger Testung. Das sei an Schulen und Kitas gut möglich.
    „Ein Schul- und Kitabesuch auf Basis einer guten Teststrategie erscheint derzeit effektiver als jedes Kontakttagebuch oder jede Corona- oder Luca-App“, so die Elternvertreter. „Wenn wir die Schulen und Kitas jetzt schließen, verlieren nicht nur die Kinder weitere Wochen oder Monate notwendige Bildungs- und Betreuungsangebote – nein, wir verlieren auch die Kontrolle über mögliche Infektionen bei den Kindern, ihren Familien und den Pädagogen.“

    https://www.nordkurier.de/brandenburg/eltern-fordern-dass-brandenburger-schulen-nun-immer-offen-bleiben-1943194304.html

    Aha. Die (unsicheren) Tests in der Schule sollen jetzt dazu dienen, das Infektionsgeschehen in den Familien zu kontrollieren?

    • Landeskitaelternbeirat, sowas gibt es auch nur in Deutschland. Also Elternvertreter in Ostdeutschland halt (…), was will man von denen auch sonst erwarten?

      Und hier nochmals kurz das Beispiel G. Jauch: Schnelltest negativ, richtiger Test positiv.

      Und Selbstschnelltests durch Kinder/Jugendlicher in KiTa/Schule durchgeführt sollen die Kontrolle über Neuinfektionen zurückholen?

      Glauben die das ernsthaft?

      Also zum einen, das die Selbstschnelltests ein auch nur ansatzweises, zuverlässiges Ergebnis liefern und zum anderen, das seit Tag 1 der Pandemie jemals Kontrolle über Neuinfektionen herrschte?

      Das Land der dichten Quer- und Nicht-Denker, once again!

      Nun(…), mal schauen über welche Grenzwerte dann in der Welle Nr. 4 diskutiert wird.

      80000 Tote, da geht noch mehr (…)!

    • Wie fürsorglich. Kinder in Kitas und Schulen schicken, damit die Kontrolle über das Infektionsgeschehen bei Kindern, Familien und Pädagogen nicht verloren geht.
      Aha…..
      Kopfklatsch!
      Hören die sich eigentlich selbst zu?

  22. Cui bono?

    Wem nützt es wenn Kinder erkranken?
    Den Krankenkassen und dem Staat, denn es wird keine Impfung benötigt. Anstehende „unnötige OPs“ werden verschoben oder fallen einfach aus, weil die potentiellen Patienten dann halt an „Herzversagen“ sterben. Was für ein glücklicher Zufall, denn der hätte ja die nächsten Jahre und Jahrzehnte noch immense Kosten für das Gesundheitssystem verursacht. Also lieber heute bisschen Coronabonus fürs Krankenhaus, das spare ich 100x in den nächsten Jahren ein.

    Wem nützt es wenn die Eltern erkranken?
    Den Rentenkassen, denn wer long covid hat, der geht früher und mit höheren Abschlägen in Rente.
    Wem nützt es wenn Lehrer erkranken?
    Dem Land, denn die Mehrheit der Lehrer gehört zur Risikogruppe mit einem schweren Verlauf. Wer beatmet wird, hat ca. 50% Überlebenschance. Die Pensionslasten werden somit glücklicherweise sinken.

    Wem nützt es Laien die Test machen zu lassen?
    Allen obigen Profiteuren, denn mit Maske ab und einer Erkennungsrate von ~60% kann ich das Virus breit in der Bevölkerung verstreuen ohne einen Infektionsherd auszumachen. (So was dummes aber auch. Das kann ja nicht in der Schule gewesen sein, die waren ja alle „getestet“)
    Gleichzeitig werden falsche Hoffnungen bei Jugendlichen erzeugt negativ zu sein, also kann man sich am Abend hinter der Scheune treffen. Reaktion der Politiker darauf: „Wir können uns nicht erklären warum es in ländlichen Gebieten so starke Zuwachsraten gibt.“

    Die Herren und Damen sitzen derweil in ihrem luftgefilterten Parlament mit Plexiglasscheiben oder Einzelbüro und köpfen eine Flasche Champagner nach der anderen weil sie gleich mehrere Probleme lösen können und gleichzeitig die Verantwortung auf das Pösepöse Virus schieben können.

    Noch nie in der Geschichte war es so einfach unliebsame Bevölkerungsschichten loszuwerden.

    Völkermord war gestern, es lebe Covid-19.

    • Markus,
      ich bin bei Ihrem Beitrag eben erschrocken. Es mag überspitzt sein, aber mit Nichtwissen ist das Verhalten der Politiker nicht mehr zu erklären. Es ist ein Nichtwollen und die Gründe liegen vermutlich wirklich darin, dass man sich entschieden hat, die Opfer unter der Bevölkerung ab 30 hinzunehmen.
      Das Gerede über die Notbremse ist nur ein Abwarten und die Notbremse selbst ist keine Bremse. Die Infektionszahlen werden weiter steigen.
      Vielleicht ist es nicht geplant, vielleicht steckt nicht die Great Barrington Agenda dahinter, vielleicht geht man nur den einfachen Weg. Viele Bürger lassen sich doch auch mit Brot und Spielen ruhig stellen. Die Medien spielen mit und NoCovid gilt als Theorie von Spinnern.
      Wir rasen jetzt eben wie andere Länder mit Vollgas gegen die Betonwand. Wer sich selbst schützen kann, sollte es tun.

      • Liebe/r xy,
        Sie haben wie immer alles so treffend formuliert, danke! Ich kann Markus verstehen. Es ist inzwischen alles kaum noch erträglich – da wird man zynisch. Seit einem Jahr reden wir uns hier im Forum den Mund fusselig, haben zig Aktionen gestartet, Briefe verfasst, Petitionen unterstützt. Und: nichts – oder so gut wie nichts ist geschehen. Nun hat der Zug endgültig Fahrt aufgenommen und rast mit gefühlten 300 Stundenkilometern gegen die Wand, und alles ist zu spät. Ich habe zumindest den Eindruck, dass es vielen Politiker*innen inzwischen egal ist. Weit entfernt erscheint das sinnlose Sterben, man zündet salbungsvoll Kerzen an und lässt sich dabei telegen bzw. fotogen fotografieren, derweil die Intensivstationen weiter voll laufen, weil man keine wirksamen, aber unpopulären Maßnahmen treffen möchte. Die Wirtschaft „kann“ nicht mehr. Vielleicht ist man als Politiker*in selbst schon prioritär geimpft – kaum eine*r von ihnen in höheren Gremien hat Kinder. Eltern, Lehrer und SuS speist man mit ein paar Selbsttests ab – ohne Schutzzubehör und professionelle Durchführung, um das Gewissen zu entlasten. Der eigentlich sehr zurückhaltende Wieler – der schweigsame Tierarzt – redet sich auch den Mund fusselig – und wird ignoriert. Merkel hat schon lange zugunsten von Wirtschaftlobbyisten und durch förderalistische Vorgaben aufgegeben, zwei „Fürsten“ aus CDU und CSU ringen derweil um die Macht im Staat. Das ganze fühlt sich an wie ein schäbiger apokalyptischer C-Movie, den man nie schauen wollte. Blöd ist nur, dass man eine unfreiwillige Statistenrolle in dem billigen Streifen hat.

    • Ich denke, der Mann oben, Markus, ist nur sehr wütend. Genau so wie viele andere Menschen.

      Diese Entscheidungen der Politik ist sehr schwer zu erklären.

      Genau so, wie aus der Schule städige „tut uns Leid“ und „leider gehen wir wieder in Distanzunterricht“ statt sich zu freuen um Kinder und Eltern beschützen zu können.

      • Und damit sendet man den Eltern die ganze Zeit eine sehr falsche Eindruck, als ob die Schule sicher seien und als ob sie gegen diese Entcheidungen der Politik nichts tun können, weil sie wollen ja Kinder in der Schulen, unbedigt!

        Statt den ELtern endlich mal sagen, schützt endlich ihre Kinder und sich selbst. Seit froh, dass wir Distanzunterricht anbieten können.

        • Mit anderen Wörtern, alle mischen mit.

          Wenn sämtliche Schulleitungen und alle Eltern eine klare NEIN aussage machen würden, würde sich das Blatt schlagartig wenden.

  23. „Die vom Kabinett beschlossene Fassung wurde unter anderem dahingehend geändert, dass die Ausgangssperre in Gegenden mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 von 22 Uhr bis 5 Uhr gilt und nicht bereits ab 21 Uhr. Bis 24 Uhr soll zudem Spazierengehen und Joggen erlaubt bleiben, wenn die Person allein unterwegs ist. In der Kabinettsfassung war zudem vorgesehen, dass es in den Schulen ab einer Inzidenz von 200 keinen Präsenzunterricht mehr geben darf. Die Koalition beschloss hingegen, dass ab einer Inzidenz von 100 Wechselunterricht vorgeschrieben wird; ab einer Inzidenz von 165 gibt es nur noch Distanzunterricht. Über den veränderten Gesetzentwurf stimmt der Bundestag am Mittwoch ab. Am Donnerstag berät der Bundesrat abschließend über die Vorlage.“
    Quelle: Tagesschau

    Wechselunterricht erst ab Inzidenz von 100 vorgesehen, darunter also volle Klassen.

  24. Kommt doch öfters mal vor, dass ältere Herrschaften Gas und Bremse verwechseln. Ist bestimmt nicht bös gemeint – nur leider recht tödlich.

    • Musste grad sehr über diesen Satz lachen…auch wenn’s leider gar nicht so lustig ist in der ‚Realitöt‘…trotzdem danke dafür!

  25. In Niedersachsen wird alles jetzt auch wieder auf die Spitze getrieben. Die 100er Inzidenz ist die neue 200.
    Bestes Beispiel ist unsere Schule, eine Oberschule im Kreis Nienburg an der Weser. Genau diese Stadt will an dem Modellversuch für das Öffnen der Innenstädte teilnehmen.

    Wie sind seit letzter Woche über die 100 Marke. Weil hat vor ein paar Tagen groß verkündet, dass Niedersachsen vorbildlich bei der Notbremse wäre. Nienburg lässt die ganze Woche die Schulen offen, um dann nachzusehen wie sich alles entwickelt. Begründung: Die Schulen sollen sich nicht schon wieder auf eine Veränderung des Szenarios einstellen müssen. Unsere Schule war schon drauf vorbereitet. Wir hatten den Stundenplan der Abschlussklassen geklärt, die jüngeren Jahrgänge auf das Homeschooling vorbereitet und die Eltern informiert. Also alle Mühe mal wieder umsonst, aber wir sollen ja nicht mehr Arbeit haben.

    Wenn man beim ZDF auf der Inzidenzkarte für Jugendliche nachschaut ergibt sich ein grauenvolles Bild: Inzidenz der 5-14-Jährige liegt bei 227. Bei uns an der Schule sind mittlerweile 18 SuS aus den Abschlussjahrgängen in Quarantäne bzw. positiv. Und wir sind eine recht kleine Schule mit etwa 500 Schülern.

    (Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/digitales/corona-inzidenz-altersgruppen-juengere-daten-100.html)

    Die Jugendlichen treffen sich weiterhin direkt vor dem örtlichen Supermarkt. Der Supermarkt freut sich, weil der Alkoholumsatz steigt. Aufgelöst wird nichts. Stattdessen sind dann am nächsten Morgen alle wieder in der Schule und man beschwert sich über die ach so harten Regeln (mir ist kalt, ich will keine Maske mehr tragen….) Schickt man sie bei Verstößen gegen die Maskenpflicht zur Schulleitung kommt nichts raus.

    Aber schlimmer geht immer: es sind für diese Woche keine Tests geliefert worden. Anweisung von KM war nur, dass dann ungetestet unterrichtet wird. Es ist ja schließlich egal, ob und wann sie sich testen. Aber ich als Lehrer werden im öffentlich rechtlichen Fernsehen (zur besten Nachrichtenzeit) darauf hingewiesen, dass ich gegen meine Dienstpflicht verstoße, wenn ich mich nicht teste. (Würde ich ja gerne, wenn ich Tests hätte). Aber ich sehe auch nicht mehr ein, die Tests selber zu bezahlen.
    Aber nach außen den Leuten verkaufen, dass gehandelt wird. So sieht Politik heute aus. Man kann das Generationenproblem gekommt lösen und muss nicht gesellschaftlich verantwortlich dafür sein. Auch für etwaige Langzeitschäden muss man nicht aufkommen.
    An eine Impfung glaube ich übrigens erst, wenn ich die Spritze im Arm habe. Man kann mir vorher viel versprechen.

  26. Dann kann man die Schulen die ganze Woche noch aufhalten!
    Über das Wochenende wird die Zahl wieder kleiner sein( jeder weiß warum) , dann kann die Schule weiter offen bleiben und so geht es vielleicht noch bis Ende nächster Woche gut, mit viel Bauchweh bei den Betroffenen und viel Hoffnung bei den KM!
    Jeder offene Teh zählt, leider!

  27. In Mannheim-BW sind wir bei einem Inzidenzwert 195,1 am Montag den 19.4.2021 angekommen. Heute wurde bekannt gegeben bei 165 werden die Schulen geschlossen und man lässt wieder Zeit vergehen und Tage bis die neue Notbremse abgesegnet ist.
    Erst 1 dann 2 dann 3 und dann 4 Kretschmann hat sein Einsatz verpennt. Lauterbach ermüdet nicht und hat die Ernsthaftigkeit erkannt und bleibt unermüdlich für Eltern und Schüler dran.
    Heute beim Einkauf hab ich Hafermilch aus dem unterem Regal in meinen Einkaufswagen gelegt und eine alte Dame über mir und ohne Abstand. Ich spreche Sie auf den Abstand an und die Dame antwortet mir. Ich bin 70 und geimpft und ich bin noch nicht geimpft und war sprachlos. Welchen Respekt bringt man den Eltern entgegen die als letztes in der Impfreihenfolge sind. Lauterbach Elternschaft der Schülerschaft ist in Gefahr und Kretschmann pennt. Vielleicht sieht es Kretschmann wie diese alte Dame beim Einkauf. Danke, Herr Lauterbach und wie Ehrenhaft Sie, die Elternschaft vertreten. Von der Politik fühle ich mich nicht vertreten und geschützt.

  28. „Ich bin sehr enttäuscht: Schulschließungen werden noch weiter verschärft, aber die Ausgangssperren für Erwachsene gemildert. Kinder werden aus der Schule ausgesperrt, damit Erwachsenen abends länger unterwegs sein können. Das passiert, wenn der Bundestag Schulpolitik macht.“

    Mann, der Rabe, der alte Polemiker, hat es aber auch faustdick hinter den Ohren und die Pandemie so richtig gut verstanden: Die Ausgangssperren in der Nacht aufrechtzuerhalten ist der Gamechanger in dieser Welle! Und im Bundestag sitzen nur Kinderquäler!

  29. Ich Frage mich wie lange wollen die das noch durch ziehen statt die ein harten lockdown machen und nicht die ganze Zeit verschieben. Ne dann machen die einfach wir verschieben es wird schon klappen die sollen sich kümmern. Für mich fühlt es sich so an als wenn es denn egal ist.

  30. Kaum wird der Wert gesenkt, gibt es in NRW auf wundersame Weise Meldeprobleme im landesweiten Netz. Köln, Düsseldorf u.a. haben heute null (!) neue Fälle. So rechnet man sich die Inzidenz auch schön.

    • Ja, das ist mir auch schon aufgefallen. Auch in meinem Landkreis war es vor der Absenkung auf 165 so, dass wir bereits einmal eine 185er oder 173er-Inzidenz hatten, aber seither dümpelt sie jeden Tag bei 155 oder 153 herum…Ich freue mich ja immer über sinkende Inzidenzen, aber in dem Fall traue ich der Sache überhaupt nicht mehr. Keine Ahnung, ob die Zahlen extra dafür frisiert (durch clustern etc) werden…wenn ja, wäre das ultraschäbig…

  31. By the way:
    Die Sendung Visite auf NDR sowie Report aus Mainz/ ARD berichteten heute Abend doch recht alarmiert, wie unzuverlässig Schnelltests seien: Mit Glück würde man bei jedem Zweiten fündig – besser als nichts aber eben kein Grund, sich sicher zu fühlen, so lautete der eindringliche Tenor.
    Links such ich morgen gerne raus.

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