Wie lassen sich die entstandenen Lernlücken schließen? GEW warnt davor, Schüler nun „nachsitzen und pauken“ zu lassen

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HANNOVER. Müssen Kinder und Jugendliche in den nächsten Monaten kräftig pauken, um entstandene Lernlücken zu schließen? Die Bundesregierung legt ein Zwei-Milliarden-Euro-Paket auf, mit dem die Folgen der Corona-Krise für Schülerinnen und Schüler gemindert werden sollen. Die GEW lehnt einen Teil dieser Pläne allerdings ab. Statt für Wochenend-Unterricht, „Sommerschule“ oder private Nachhilfeinstitute Geld auszugeben, sollten besser die öffentlichen Schulen gestärkt werden, fordert der Landesverband Niedersachsen – und statt „Lernferien“ sollten lieber ganzheitliche Bildungsangebote für die Sommerwochen aufgelegt werden.

Lust aufs Lernen? Geht so. Viele Schülerinnen und Schüler kämpfen in der Corona-Krise mit Motivatinsproblemen (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Zwei Milliarden Euro, darüber hat sich die große Koalition in Berlin nun geeinigt, soll der Bund dafür aufwenden, um die Schäden der Corona-Krise für Kinder zu mildern. Die Hälfte der Summe ist für Nachhilfe- und Förderprogramme für Schüler in den Ländern gedacht, zum Beispiel unter Mithilfe pensionierter Lehrer, aber auch durch kommerzielle Anbieter. Die zweite Milliarde ist für die Aufstockung verschiedener sozialer Programme vorgesehen, um die sozialen und psychischen Krisenfolgen für Kinder und Jugendliche abzufedern. Hier geht es zum Beispiel um mehr Geld für Sprachförderung an Kitas in sogenannten sozialen Brennpunkten, weil Kinder lange nicht in ihren Einrichtungen waren.

„Auch dieses Schuljahr wird für viele Schülerinnen und Schüler kein vollwertiges Schuljahr sein“

Auch eine stärkere Förderung von Schulsozialarbeit, Freizeitangeboten und kostengünstigen Ferienfahrten ist geplant. Einzelne Bundesländer planen in diesem Rahmen „Lernferien“. Baden-Württemberg zum Beispiel hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass schwächere Schüler in den Sommerferien in speziellen Förderkursen Corona-bedingte Wissenslücken schließen können. Diese Lernbrücken seien wichtig, da viele Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten mit dem Fernunterricht hätten, teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit. Zudem konnten manche von ihnen nur sehr schwer für das Online-Lernen erreicht werden.

„Auch dieses Schuljahr wird für viele Schülerinnen und Schüler kein vollwertiges Schuljahr sein, wie wir es gewohnt waren“, erklärte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Der Bund wird daher den Ländern eine Milliarde Euro zur Verfügung stellen, um Nachhilfe im kommenden Schuljahr zu fördern. Zudem wird der Bund eine Fülle an Maßnahmen ergreifen, um die Kinder und Jugendlichen wieder in ihrer Entwicklung insgesamt stärken. Ich denke da an unser Programm ‚Kultur macht stark‘, mit dem wir etwa über Theaterprojekte oder Museumsbesuche den Kindern und Jugendliche neue Welten erschließen wollen. Aber auch die Schulsozialarbeit ist ein wichtiger Punkt. Auch für diese zweite Säule denken wir an einen ähnlichen Betrag wie beim Nachhilfeprogramm.“

Weiter betonte sie: „Mit Blick auf das Nachhilfeprogramm lege ich Wert darauf, dass jetzt durchaus niedrigschwellig Lernstandserhebungen gemacht werden. Der Lehrerverband geht davon aus, dass 20 bis 25 Prozent der Schüler größere Lücken haben. Diese Schüler wollen wir mit der Hilfe erreichen. Starten soll das Nachhilfeprogramm unmittelbar mit Beginn des kommenden Schuljahres. Damit das klappt, müssen Nachhilfeinstitute, pensionierte Lehrer und auch Lehramtsstudenten einbezogen werden.“ Tatsächlich hatte Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbands, unlängst geschätzt, dass etwa ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler im vergangenen Corona-Jahr „stark abgehängt“ wurde.

„Im Klartext: Wir brauchen mehr Beschäftigte in den Schulen und zudem ganzheitliche Bildungsangebote in den Ferien“

Die Kritik der GEW entzündet sich vor allem am ersten Teil des Pakets. „Bundesmittel dürfen keinesfalls dazu dienen, privaten Nachhilfe-Unternehmen Millionensummen in die Kassen zu spülen. Unsere Schulen benötigen diese Ressourcen, um die Kinder und Jugendlichen bei der Aufarbeitung des Erlebten unterstützen zu können“, sagt die niedersächsische Landesvorsitzende Laura Pooth mit Blick.

„Im Klartext: Wir brauchen mehr Beschäftigte in den Schulen und zudem ganzheitliche Bildungsangebote in den Ferien“, forderte sie. In Niedersachsen etwa habe sich 2020 das Programm „LernRäume“ bewährt. Dabei handelt es sich um ein freiwilliges, außerschulisches Bildungs- und Freizeitangebot für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der Pandemie besondere Unterstützung brauchen. Dieses solle erneut eingerichtet und vom Kultusministerium gefördert werden, so Pooth.

Mehr als 6.500 Kinder und Jugendliche konnten im vergangenen Jahr während der Sommerferien landesweit Angebote in mehr als 600 LernRäumen nutzen: unter anderem in Kirchengemeinden, Schulbauernhöfen, Jugendherbergen und ähnlichen Einrichtungen. Diese reichten von Abenteuer-Touren durch den Wald bis zum Trickfilmstudio im Phaeno, einem Mitmach-Wissenschaftszentrum in Wolfsburg – fast immer gepaart mit schulischen Übungs- und Lerneinheiten. „Insbesondere gilt es nun, emotional-soziale Defizite aufzuarbeiten. Und das wird Monate dauern. Es ist ein falsches Bildungsverständnis zu glauben, Wissen könne nun rasch eingetrichtert werden. Nachsitzen und pauken, um eventuell versäumten Lernstoff aufzuholen, wäre für die Schülerinnen und Schüler kontraproduktiv“, betont Pooth.

„Der Blick muss weit über die sogenannten Kernfächer hinausgehen und die ganzheitliche Entwicklung in den Fokus nehmen“

Das aktuelle Schuljahr solle zudem nur freiwillig wiederholt werden, um Benachteiligte nicht weiter zu stigmatisieren. Grundsatz müsse das automatische Übergehen in die nächste Jahrgangsstufe sein. „Noten können in dieser Ausnahmesituation lediglich als Orientierung für die Eltern und ihre Kinder dienen. Sie sagen über die aktuellen psychischen Belastungen jedoch nur wenig aus. Die Schulsozialarbeit muss daher ebenso ausgebaut werden wie das gesamte Beratungs- und Unterstützungssystem. Außerdem brauchen die Schulen ausreichend Freiheiten, um flexibel mit den Stundentafeln umzugehen. Der Blick muss dabei weit über die sogenannten Kernfächer hinausgehen und die ganzheitliche Entwicklung der jungen Menschen in den Fokus nehmen“, führt die GEW-Landesvorsitzende aus. News4teachers

Studierende sollen Schülern helfen, Lernlücken zu schließen – Lehrerausbilder sind skeptisch

 

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30 KOMMENTARE

  1. „Dabei handelt es sich um ein freiwilliges, außerschulisches Bildungs- und Freizeitangebot für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der Pandemie besondere Unterstützung brauchen.“
    Freiwillig – das ist das
    Problem. Wen erreicht man denn mit solchen Angeboten, die die sich in den letzten Monaten abgeduckt haben, die diese Nachhilfe wirklich nötig hätten? Wers glaubt. Und das mit den 20 bis 25% abgehängten Schülern ist mehr als optimistisch, ich sehe bei uns in einigen Klassen eher um die 50% mit gravierenden Problemen.
    Warum nicht mal über ein Wiederholen des Jahres für alle nachdenken, vielleicht mit einigen wenigen Ausnahmen für die, die wirklich gut sind?
    Zu wenig Lehrer, zu wenig
    Räume? Stimmt schon für die
    meisten Schulen. Dann gibt’s eben weniger Unterricht, zumindest in Präsenz vielleicht ein wöchentlicher Homeschoolingtag, einiges ist diese Schuljahr ja schon geschafft worden.

    • Ketzerische Meinung: Wir haben die vielen „Risikoschüler“ hauptsächlich deshalb, weil alle sog. „Fördermaßnahmen“ immer nur freiwillig sind und nicht verpflichtend. Mit Freiwilligkeit und Bequemlichkeit wird das nichts, besonders dann nicht, wenn auch noch die Eltern bildungsabgewandt sind und keine Einsicht in die Notwendigkeit haben. Die GEW fordert gern alles und jedes, aber oft nach dem Motto „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“. Jetzt soll plötzlich alles „ganzheitlich“ sein, auch wenn die Kids noch nicht Lesen und Schreiben können. Mit der sprichwörtlichen Gießkanne kommt man auch nicht weiter.

  2. Was sich für mich in den letzten Wochen ganz deutlich gezeigt hat, war der enorme Lernvorteil und Lernzuwachs, den unsere Abschlussschüler hatten. Die wurden an meiner Schule seit Anfang Januar in halber Klassenstärke bei vollem Lehrereinsatz unterrichtet.
    Wenn also irgendeine Maßnahme erfolgversprechend ist, dann diese, und zwar für alle Klassenstufen.
    Lernsommer, Nachhilfe, Extradies, Extradas … Für welche Kinder soll das attraktiv sein? Das finden zwar wahrscheinlich Eltern sehr entgegenkommend, ist für mich aber keine ernstzunehmende Strategie um coronabedingte Bildungsprobleme zu lösen.

    • Ich stimme dir voll zu. Und man muss weiterdenken! Mein Sohn ist 8. Klasse und erst seit einer Woche wieder in der Schule. Er hatte keine Schwierigkeiten mit dem Homeschooling und ist jetzt aber auch deshalb gerne wieder in der Schule, weil er nur noch mit 16 Kindern in einer Klasse lernt, die Lehrer mehr Zeit für jeden Einzelnen haben. Nicht dieser permanente Druck!
      Das ganze Schulsystem hakt doch seit langem: wann erfolgt endlich ein Umdenken? Kleine Klassen, Lehrer mit guter Ausbildung, freudbetonter Unterricht mit Projekten, Fachräume, extra Horträume , Sozialpädagogen an den Schulen, Rahmenplan entrümpeln… Ich merke schon, ich träume…

  3. Erstaunlich, für was mal eben 2 Mrd. Euro lockergemacht werden während für Luftfilter kein Geld da war und ist!

    Ich bin mal gespannt, was man in einem halben Jahr so über die Heerscharen von Rentnern liest, die alles wieder auf Vordermann bringen sollen…

  4. In BW-Mannheim haben wir G8 und ein verkürztes Schuljahr. Die Lernbrücken, Zusatzstunden,
    Feriencamps, Zusatzstunden ist bei G8 eine Doppelbelastung für die Schülergeneration.
    Wir forden für BW ein Corona Aufholjahr ab September 2021https://www.openpetition.de/petition/online/corona-aufholjahr-im-g9-modus-zur-rettung-der-bildungsqualitaet um der Schülergeneration eine angemessene Aufarbeitung zu gewährleisten. Die Pandemie hat alle sozialen Schichten getroffen egal welcher Herkunft. Bei G8 hat die Schülergeneration Hausaufgaben zu erledigen, Unterrichtsfächer vorbereiten und nachbereiten, Lernphase für Test und Klassenarbeiten und noch den Nachmittagsunterricht. Die G8 Schüler werden abgestraft und sollen die Lernlücken im noch verkürzten Schuljahr aufarbeiten. Die heranwachsende Generation hat große Sehnsucht nach Lebensfreude und Normalität und möchte sich in der Freizeit und im Klassenverband erfahren und erproben. Der Tag besteht dann nur noch aus Schule und die persönliche Entfaltung und Entwicklung bleibt auf der Strecke. Bei den letzten Feriencamps waren 11 Klässler mit 8 Klässer im Feriencamp und haben den Schulstoff von der 8 Klasse wiederholt. Die Feriencamps waren mit allen Klassenstufen durchgemischt und hat vielen Schülern keine Verbesserung ermöglicht. Die Schülergeneration möchte in ihrem vertrauten Umfeld und mit den Lehrer der Schule die Defiziete aufholen.

  5. „Das aktuelle Schuljahr solle zudem nur freiwillig wiederholt werden, um Benachteiligte nicht weiter zu stigmatisieren. Grundsatz müsse das automatische Übergehen in die nächste Jahrgangsstufe sein.“
    Problem ist aber Folgendes: Die SuS, die schon im vergangenen Schuljahr automatisch übergegangen sind (obwohl sie auch in Präsenz niemals das Schuljahr geschafft hätten) und in diesem Schuljahr dann wieder automatisch übergehen, sind von den Lerninhalten dann schon zwei Jahre zurück und dermaßen überfordert, dass ein Aufholen, inkl. Bestehen des aktuellen Stoffs quasi aussichtslos sein wird. In den aktuellen Stoff wird aber trotzdem die meiste Energie gesteckt. Folge: Wiederholung des wieder „normalen“ Schuljahres. Die Defizite von vor zwei Jahren sind aber trotzdem noch vorhanden und die Grundlagen für die Wiederholung fehlen. Letztendlich ist abzusehen, dass auch das Wiederholungsjahr zum bitteren Ende führt. – Ganz ehrlich, da wäre mir eine Nichtversetzung für diese SuS lieber (insb. weil die Eltern dieser Kinder häufig beratungsresistent sind). Es wäre auch nur gerecht, wenn die SuS, die zu wenig Stoff im Homeschooling (warum auch immer) mitbekommen haben, nochmal die Möglichkeit bekommen, das auf humane Art zu wiederholen. Die „Nachholangebote“ können niemals das leisten, was verpasst wurde, insbesondere nicht bei den SuS, die motivationale Probleme haben.

  6. Man sollte vielleicht auch einfach mal anfangen medial den Druck von Eltern und Kindern zu nehmen. Unter normalen Umständen widerholen Kinder auch Klassen und denen qürde man trotzdem nicht sagen, dass sie jetzt schon ihr ganzes Leben verpfuscht haben. Warum kommen jetzt so Kommentare wie „verlorene Generstion“ “ Gehaltseinbußen“, „nie wieder aufhölbare Lücken“, sozialer Absturz“ und was weiß ich nicht alles alles noch. Hier wird mit Angst und Druck gearbeitet und davon hatten alle das letzte Jahr sicher genug. Und das Thema Schule wird zu Hause sicherlich nicht bei allen die Situation entspannt haben. Und diese Kinder sollen jetzt auch noch im Sommer in die Schule, wenn doch eigentlich alle mal eine Pause bräuchten. Eine Pause, die mental sicher wichtiger wäre als jeder Nachhilfekurs. Ansonsten bin ich auch dafür, dass Kinder die schwach sind einfach das Jahr wiederholen und man sie bestärkt, dass das eine Chance und kein Drama in dieser Situation ist. Von einfach weiterschieben halten ich gar nichts. Das haben wir einmal so gemacht und genutzt hat es nichts, denn das hat einige Probleme nur auf dieses Jahr verlagert und jetzt sind die Lücken noch größer. Und ich finde es einen Schlag ins Gesicht aller engagierten Lehrerinnen, dass oft behauptet wird so viel müsse nachgeholt werden und ist gar nicht gelernt worden. Wenn das (wienoft behauptet) alles so aussichtlos ist in großen Teilen, wieso reißen sich Kollegen ein Bein aus und versuchen viele Kinder zu erreichen? Dann könnte man das gleich lassen. Und es wird so getan, als hätte es vorher kein Sitzenbleiben gegeben, hat es aber. Lasst doch einfach mal den Familien Ferien und Entspannung, die nach der langen Anstrengung nötig sind, um mental mal wieder auf einen grünen Zweig zu kommen. Die Freude am Lernen wird nicht größer surch den Druck. Neue modernere Konzepte für das nächste Schuljahr und kleine Klassen würden allen mehr helfen .

    • Wo sind diese Lehrer? Ich hab drei Schulkinder auf zwei Schulen und nicht ein Lehrer hat sich besonders engagiert. Zumindest nicht für meine Kinder.

  7. Was für Pläne! Als ob ein Bauunternehmer nach der Hälfte der Bauzeit feststellt, dass das Fundament zu klein ist, kein Anschluss fürs Wasser gelegt wurde und im ersten Stock eine tragende Wand und eine Treppe fehlen und deswegen beschließt, dass ein Wintergarten im Anbau und ein überragendes zweites Stockwerk mit einem zusätzlichen Bad die Sache jetzt irgendwie richten würden.
    Was nützen Schülern, die ganze Reihen in den Fächern verpasst haben, mit tausenden nicht gelernten Vokabeln, nicht verstandenen Grundlagen in Mathe, brüchigem Deutsch und beginnender Adipositas denn jetzt Lernferien im Museum? Was soll da ein Nachhilfelehrer richten, wenn die schon existierenden Lernlücken sich über zig Fächer und ein ganzes Schuljahr erstrecken, während es in der Schule doch weitergeht und die fehlenden Grundlagen jede Woche neue Lücken aufreißen?
    Was wir brauchen ist das, was schon vor dem aktuellen Schuljahr hätte geleistet werden müssen: Lehrpläne entschlacken, damit Unterrichtszeit für das individuelle Fördern oder das gemeinsame Nachholen verpasster Unterrichtseinheiten frei wird. Zusätzliches Personal und Räume in den Schulen, damit die LehrerInnen notwendigen Nachhilfeunterricht selbst steuern und anleiten können und damit wir Kapazitäten für eine psychische und soziale Betreuung von Kindern haben. Wenn man dann noch ehrlich und realistisch darauf gucken würde, was man von den Abschlussjahrgängen in den nächsten ein, zwei Jahren erwarten darf und sich darum bemühen würde, den begonnenen Digitalisierungsprozess konsequent weiterzuführen, dann könnte man nicht nur die Bildungslaufbahnen der SchülerInnen richten, sondern auch dem System Schule insgesamt einen Heilungsprozess ermöglichen. Aber da werden Parteipolitik und Lobbyismus schon dafür sorgen, dass sowas weiterhin unmöglich bleibt.

  8. Und mit dem Aufholen von Lernrückständen in den Sommerferien wird es nichts, wenn Familien keinen Impfschutz haben und die Pandemie hier weiterhin tobt – sprich: Eltern auf die Intensivstationen bringt, während KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD) mit ihrem Gatten Scholz (SPD) einen schönen Sommerurlaub verbringt.

    Die neuesten Nachrichten zum Thema Impfen. Scholz, kinderlos und bereits auf wundersame Weise geimpft:

    „Ausdrücklich wandte sich Scholz gegen die Forderung des CSU-Vorsitzenden Markus Söder, Familien bei der Impfung vorzuziehen. Die Priorisierung müsse weiterhin wissenschaftlichen Empfehlungen folgen.“

    Zugleich sagte er:
    „Wenn wir zu früh die Priorisierung aufgeben, fürchte ich das Windhund-Prinzip“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Wer gut vernetzt ist und jemanden kennt, der jemanden kennt, hat dann viel bessere Karten als jemand, der weniger gut verdrahtet ist.“
    https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-sonntag-241.html#Scholz-Impfprioritaeten-beibehalten

    Scholz ist gut vernetzt und hat seine Impfung. Klar, und die doofen Eltern und älteren SuS sollen weiter abwarten, bis die Impfzentren (das hier in Mainz-Bingen immer noch nicht mit Prio 1 und 2 durch ist) irgendwann im Spätsommer einen Termin für sie auswerfen. Dann hat das neue Schuljahr aber bereits wieder begonnen.

    Klar, und weil die KuMis (oder auch „NuMis“) Schulen nicht als Pandemie-Treiber ansehen und die wissenschaftlichen Empfehlungen des RKI und der Leopoldina ignorieren, gibt es bislang keine wissenschaftliche Empfehlung, SuS und Eltern zu impfen – in Deutschland zumindest. Gott sei Dank ist die Priorisierung zumindest für Lehrkräfte und weitere Beschäftigte in Schulen erfolgt.

    Warum sinken die Inzidenzen wohl derzeit? Weil viele Schulen Distanzunterricht anbieten müssen.

    Soweit zu den „Bildungsgerechtigkeits“-Vorstellungen der SPD!!!
    ABSURD.

  9. 2 Milliarden für Förderprogramme, für die keine Lehrer da sind. Ein bißchen oberflächliche zusätzliche Übung füllt keine Lernlücken. Dazu gehört eine umfangreiche Diagnose und anschl. Eine fachlich und didaktisch fundierte Planung. Das Personal dafür fehlt. Also steckt das Geld lieber in die attraktive Gestaltung des Lehrerjobs, damit der Lehrermangel irgendwann behoben wird und nicht immer wieder in politische Kosmetik.

  10. Wie wäre dieser Perspektivenwechsel:

    Statt: Was haben SuS wegen Pandemie nicht gemacht/gelernt?
    Besser: Woran erinnern sich SuS nach einem normalen Schuljahr und nach den Sommerferien – also nach teils etlichen Monaten – im nächsten Schuljahr noch; und was DAVON fehlt dann den SuS wegen der Pandemie tatsächlich und ganz praktisch?
    (Stichworte: „Bulimie-Lernen“, übliche Vergessenszyklen, Füllstoff, Betreuungs- und Aufbewahrungszeiten in den Schulen, eingebaute Wiederholungen/Auffrischungen/“noch nie gemacht“-Abschnitte im Spiralcurriculum etc.)

    Dazu kommt, dass m.E. v.a. die Fächer M und Fremdsprachen ins Gewicht fallen, da sie so stark aufbauend sind, dass dort Probleme bestehen könnten (für manche SuS, auf keinen Fall für alle!). Wohingegen alle anderen Fächer viel eher alle paar Wochen ein anderes Thema durchnehmen, also der aufbauende Charakter nicht/wenig zum Tragen kommt und dort demnach jetzt weniger Probleme entstehen sollten. Also Konzentration beim Nachholen auf M+E (+evtl. weitere Fremdsprachen).

    [Das oben gilt v.a. für weiterführende Schulen. Schwieriger stelle ich mir die Lage an Grundschulen vor, wenn es um Grundlagen-Einübung von Fertigkeiten geht. Auch für zugezogene SuS dürfte die deutsche Sprache mehr/länger Probleme bereiten aufgrund Kontaktbeschränkungen.]

  11. >>Baden-Württemberg zum Beispiel hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass schwächere Schüler in den Sommerferien in speziellen Förderkursen Corona-bedingte Wissenslücken schließen können. Diese Lernbrücken seien wichtig, da viele Kinder und Jugendliche Schwierigkeiten mit dem Fernunterricht hätten, teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit.<<

    Liebe Kinder und Jugendliche,
    liebe oben sogenannte schwächere Schüler,

    weil das KuMi seine Hausaufgaben zur Anpassung der Curricula im Schuljahr 21/22 und vielleicht auch im Schuljahr 22/23 nicht machen will und auch seit spätestens Mitte 2020 seine Hausaufgaben zur Pandemieeinschränkung und -anpassung im Schulbetrieb nicht gemacht hat, werdet ihr nun in euren Ferien wieder nacharbeiten müssen in der "bewährten" Lernbrücke. Mei, das wird euch freuen.

    Hat die Lernbrücke sich bewährt? Nun, man hört so Vieles darüber: Wurden Schulleiter*innen dazu in Medien befragt, lief immer alles total gut an der eigenen Schule und die Schüler*innen hätten prima aufholen können. Zufällig meldete auch das KuMi eben diesen Erfolg auf ganzer Länge, blink, blink.

    Wie dem dann in der Wirklichkeit der Schulalltäglichkeit auch sein möge, in jedem Fall wurde der Begriff der "Lernbrücke" seinerzeit ganz frisch geschaffen und muss jetzt noch ein wenig weiter bedient werden, sonst wäre dieses hübsche Wort ja ganz für die Katz' erfunden worden und was man schon hat, wenn man nix Neues machen mag, das nutzt man doch gleich nochmal.

    • Nach BRÜCKENlockdown jetzt die LernBRÜCKE. Ich würde sagen, Brücken sind grad der neue heiße Scheiß bei den Ku- und NurMis…
      Mal überlegen… wo könnten wir noch Brücken einbauen: Brückenschuljahr statt Wiederholungsjahr, Brückenabschluss für die direkten Übergänger von der nicht bestandenen Abschlussprüfung zur Ausbildung, Brückentag statt Fehltag, Brückensport für die derzeitigen Spaziergänge im Sportunterricht in Brandenburg (anstelle von Sportunterricht wandert man derzeit mit den Schülern durch die Stadt), Brückenphase statt Pubertät. Doch, da geht noch was. Komisch, dass vor Arnim da keiner drauf gekommen ist…

  12. Schuljahr bis Weihnachten verlängern. Im neuen Jahr mit dem neuen Schuljahr beginnen, das dann auch 1,5 Jahre dauert. Damit könnten die „versäumten“ Inhalte nachgeholt werden. Solche angebotenen Zusatzstunden haben noch nie was geholfen, vor allem, wenn sie noch freiwillig sind und keinen aktuellen Bezug zu den prüfungsrelevanten Inhalten haben.
    Die SchülerInnen haben im Homeschooling so lange gut mitgearbeitet, wie sie noch nicht wussten, ob es noch Tests oder Klausuren gibt. Seitdem sie wissen, da kommt nix mehr ist die Motivation im Keller.

    • @GriasDi
      Nicht unbedingt.

      Meine Kinder, besonders meine ältere Tochter (11) hat im Elternhaus gelernt, dass man nicht für Proben, SA oder Klausuren, Lehrer oder Eltern lernt, sondern um das Wissen zu erlangen, also für sich selbst. Um Power-Girl und Cool zu sein, weil sie weiß, was andere nicht wissen.

      Motivation?

      Nicht im Keller, ganz im Gegenteil, im obersten Sotckwerk!

      Schade, dass so eine Einstellung auch nicht in der Schule beigebracht wurde.

      Aber Wirtschaft will nicht die Wissende, sie will die Gehorchende.

  13. @Tina+2:ich stimme Ihnen komplett zu!

    Fuer Filteranlagen in JEDEM Klassenraum ist kein Geld vorhanden, um endlich wieder in den Praesenzunterricht starten zu koennen, ABER jetzt den Kindern die Ferien kaputt machen, das koennen die Kultusminister *innen.

    DEREN UNFAEHIGKEIT/UNTAETIGKEIT HABEN WIR DIESE DEFIZITE ZU VERDANKEN, nur die Kinder sind wieder die Leidtragenden und sollen diesesn verzapften Mist wieder ausbaden!!!

    Ich finde auch, es braucht mehr Personal in den Schulen, um die Versaeumnisse aufzuholen, in kleinen Arbeitsgruppen arbeiten waere dabei sinnvoll.

    Bei uns werden z. B. Foerderstunden angeboten, gerade auch in den Fremdsprachen, NUR AUSGERECHNET die wichtigste Fremdsprache Englisch ist nicht dabei!
    Keine Ressourcen dafuer war die Antwort und man muss sich b. Bd. privat um Nachhilfe bemuehen.

    DIE KULTUSMINISTER *INNEN MUESSEN ENDLICH JEDEN KLASSENRAUM MIT FILTERANLAGEN AUSSTATTEN!!!!
    Damit endlich ein wertvoller Unterricht statt finden kann, sonst haengen wir noch ewig in dieser Endlosschleife mit Lerndefiziten.

  14. Ein Meisterstück.
    Zuerst wurde eine Milliarde eingespart. Das war die Summe die zur Aufrüstung aller Klassenräume mit Luftfiltern im Gespräch war.
    Durch die fehlenden Luftfilter mussten die Schulen wochen- oder gar monatelang in den Distanzunterricht. Dies führte zu Lernrückständen die jetzt mit einem 2-3 Milliarden schweren Nachhilfepaket behoben werden sollten. Dafür sollte es vom Bund der Steuerzahler eigentlich eine Sonderbelobigung an die Politik geben.

    Wie üblich übersieht man bei dem genialen Plan zwei entscheidende Tatsachen.
    1.
    Die Schüler sind nach dem ganzen Hin- und Her auch recht fertig mit denNerven.
    Verpflichtender Unterricht in den Ferien würde also großen Unmut auslösen. Außerdem stellt sich die Frage wie ich den Unterrichtsbesuch in den Ferien als Staat erzwingen will. Dürfen Aushilfen, die dann Nachhilfe anbieten auch rechtsgültige Mahnungen und Bußgeldbescheide ausstellen??? Eher nicht. Also freiwillig.
    Da beißt sich die Katze in den Schwanz! Die Schüler die den Nachhilfeunterricht wirklich brauchen, weil sie sich dem Distanzunterricht entzogen haben, werden auch nicht freiwillig in den Ferien zur Schule gehen. Das tun sie auch schon im regulären Unterricht oft genug nicht.
    Über die Auswirkungen von verpflichtendem Nachhilfeunterricht in den Ferien für die Tourismus-Branche will ich gar nicht erst reden.

    2.
    Durch das Hin und Her sind die Lehrer momentan echt überlastet. Große Teile der Kollegien werden sich auf dem Zahnfleisch in die Ferien retten.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei den Kollegen die Begeisterung für Nachhilfeunterricht in den Ferien sehr groß ist.
    Wer führt den Unterricht dann durch? Studenten und pensionierte Lehrkräfte.
    Zunächst gibt es ja einen Grund warum die Einen noch nicht Lehrer sind und die Anderen nicht mehr in aktiven Schuldienst tätig sind.
    Diese Leute haben entweder eine Erfahrung oder haben ihre Belastungsgrenze schon überschritten.
    Außerdem sind die Nachhilfeschüler ihnen völlig fremd. Woher sollen sie wissen, welcher Schüler welche Defizite angehäuft hat?

    Es wir also wohl das übliche Bild des staatlichen Handeln entstehen.
    Irgendwer macht irgendwas, ohne Ziel und Plan. Mit den falschen Teilnehmen, ohne konkret Zielvorstellung.
    Dafür aber zum dreifachen Preis einer sinnvollen Maßnahme.

    Dafür gibt es aber eine Abhilfe. Sinnlose Tätigkeiten am Ende einfach nicht auf ihre Wirksamkeit überprüfen. Wer nicht kontrolliert was raus kam, merk auch nicht, dass es Mist war.
    Einfach ne Meldung an die Presse „Voller Erfolg! Wir sind stolz auf uns!!“
    Die Kultusministerien praktizieren das ja schon seit Jahren mit großem Erfolg!

  15. Das Geld muss in die Schulen:
    – Luftfilter
    – kleine Lerngruppen (auf Dauer!)
    – mehr Personal (interdisziplinär)
    – Geld auch für Aktionen oder außerschulisches Lernen, aber bitte koordiniert

    Geld mit der Gießkanne verteilt kommt wieder – wie z.B. über die bisher vorhandene Bildungs-Förderung – nicht bei denen an, die es brauchen,; abschöpfen tun andere…

    Spätestens jetzt wäre die Zeit, die Schulen endlich für individuelles Lernen fit zu machen.
    Dazu gehört erstmal, dass die Kinder eine Schule überhaupt ungefährdet betreten können und auch Lehrer nicht gefährdet werden, solange sie nicht geimpft sind. Ansonsten wird es noch viel mehr und viel größere Lücken geben – nicht nur bei der Bildung der Kinder!!!

  16. Es ist wirklich unfassbar: Anstatt, dass man versucht hat, die Lernrückstände von Anfang an möglichst gering zu halten z.B. durch Trennwäne, Luftfilter und Lüftungsanlagen, versucht man jetzt einfach ein wenig Geld hineinzupumpen, damit man hinterher sagen kann „Man hat ja alles versucht“!

    Vielleicht hätte man die Zeit nutzen können, und die Lehrpläne entsprechend anpassen können, aber daran sieht man, dass viele Politiker einfach keine Ahnung haben. Als wenn man mit so nem Unsinn wie Lernferien die Lücken aufholen könnte. Vermutlich wird, sobald Corona vorbei ist, jeder verlangen, dass die gleichen Abschlussprüfungen wie vorher geschrieben werden, auch wenn dann gerade die ihren Abschluss machen, die wirklich viel verpasst haben. Die jetzigen 10. Klassen hatten doch Traumverhältnisse gegenüber den anderen Schülern.

    Ich als Lehrer bräuchte jetzt Lehrplansicherheit, dass ich weiß, dass alles, was ich nicht schaffe (und das wird einiges sein), dass ich dies nächstes Jahr machen kann, und dann am Ende halt einfach was fehlt, wenn die Kinder in Klasse 10 ankommen. Die Lehrpläne waren doch sowieso immerschon gnadenlos überfrachtet, so dass man einfach gezwungen war, Schüler links liegen zu lassen, die es nach der dritten Erklärung immer noch nicht verstanden haben, weil man einfach die Zeit nicht hat.

  17. …außerdem zu viele Fragen, z.B. Wie erfolgt die Freigabe der Gelder? Wie müssen diese vorher beantragt (begründet) werden? Für welche Schulformen, prozentual gesehen, sind welche Mittel verfügbar? Wer kontrolliert die ordnungsgemäße Auszahlung der Gelder? Was passiert mit nicht abgerufenen Mitteln, gibt es dafür „Sonderausstattungen“ für die Klassenräume/Schulen? Wie werden die FörderlehrerInnen, RentnerInnen, Nachhilfeinstitute vergütet?…

  18. Kinder + Eltern brauchen im Sommer definitiv nicht weiteren Stress mit irgendeinem Unterricht.

    Die Zeit und das Geld sollte in die Sozialarbeit mit den Kindern gesteckt werden. Wo sie wieder lernen, in Gruppen sich zu bewegen. Was anderes erleben, alle Sinne angesprochen werden, in Bewegung kommen.

  19. Wie lassen sich die entstandenen Lernlücken schließen und wie kann man den Studenten helfen, die ihre Corona-bedingt ihre Existenz nicht sichern können?
    Was für eine schwere Aufgabe. Wahrscheinlich brauchen die Politiker erstmal eine Milliarden-schwere Studie, um dafür eine Lösung zu finden.

  20. Als Opa und Coronazeit Lernaufsicht meines Enkeels in der 3..GS Klae erschließt sich mir Distanzunterricht insbes.in Religion und Musik überhaupt nicht.

    Den Lebenslauf von z.B.Vivaldi sich anzueignen ist eh überflüssig kann man im Netz ad hoc nachlesen bei Bedarf. Und die Wundermärchen der Bibel glaubhaft zu verinnerlichen helfen fällt auch seh schwer. Aktuell unnötige Belastung für alle Beteiligten. Wenn ein Lehrplan entrümpeln werden muss dann doch gerade in diesen Zeiten!

  21. Lernen in den Ferien…Genau -unbedingt…
    Echt jetzt ? Kids die im häuslichen Umfeld eigenständig neue Themen erarbeiten mussten , die heute nicht wussten ob sie morgen in die Schule gehen oder nicht, sollen nun auch noch in den Ferien büffeln ? Und für was ?? Rückmeldung seitens der Lehrerschaft gab es kaum , der „Elternsprechtag“ war nur für „Eltern, deren Kinder Probleme im Distanzunterricht hatten “ , denn Aussagen zum Leistungsstand konnten nicht gemacht werden … Werden die Zeugnisnoten nun gewürfelt ? Eine Woche in diesem Halbjahr gab es Unterricht in der Schule-Hurra! In dieser sollten die Kids -laut Frau G. „aufgefangen“ , und die zurückliegende Zeit der Pandemie psychisch aufgefangen werden …Also -in der Theorie …Praktisch gesehen wurde der Druck noch erhöht , schließlich mußte der Stoff ja durchgeprügelt werden ….Da gab es keine Nachfragen nach Befindlichkeiten oder Erlebten !!!
    Ganz klar – Druck wird von oben nach unten verteilt …und sammelt sich dann wo ?? Ganz unten eben – bei den Kids.
    Lehrer , die mit schlechten Noten drohten , bevor überhaupt der Distanzunterricht anfing , Kinder , die ihre Freunde nicht zum spielen , aber gerne zum gemeinsamen Referat erstellen besuchen sollten …
    Meine Tochter hat echt alles gegeben, hat die Nase voll von Homeschooling , will wieder zur Schule . Da warten jetzt die Klassenarbeiten, die schriftlichen Leistungsnachweise, die ja auch noch erledigt werden müssen …Und natürlich möglichst fix- schliesslich weiß niemand , wie lange Schule noch geöffnet sein wird- bis es wieder in die die Distanz geht . Und sicher wird sie keinen Druck verspüren , weil sie ja nicht aufgeregt sein wird , nach so vielen Monaten ohne „Schule“ …Und natürlich auch nicht , weil sie wahrscheinlich nur diese eine Kassenarbeit schreiben wird – also keine Möglichkeit auf Ausgleich hat …und sicher werden die Lehrer die psychischen Abläufe dieser ganzen Zeit mit einbeziehen, wenn die Kids nicht alle volle Leistung bringen *Ironie off* .
    Nein , sicher gibt es auch Lehrer die Verständnis aufbringen , sicher auch Schüler , die keine Probleme mit der Lernsituation haben /hatten …
    Und nein – ich würde den Lehrerjob auch nicht machen wollen -mußte ich aber !
    So wie viele andere Eltern auch .und ich hab es gern gemacht- ist ja mein Kind -das mir übrigens „dumm“ lieber , als „krank“ ist ! Und natürlich brauchen die Kinder keinen Freifahrtschein in die nächste Jahrgangsstufe ! Aber was sie sicher nicht brauchen, ist das politische Tauziehen und „sich in den Vordergrund“ stellen der „Bildungsbesorgten“. Ich kann es nicht mehr hören :“ Recht auf Bildung „…wo ist“ das Recht auf körperliche Unversehrtheit „?? Diskussionen über gesteigerte Internetnutzung der Teenager sind ein Hohn ! Das Kind sitzt täglich Stunden am Rechner-für die Schule ! Und ja , auch YouTube-Videos sollen geschaut werden … Aber bitte daran denken , ab wann Youtube von den Kids genutzt werden darf !! Um Diagramme zur Internetnetzung auswerten zu können , soll der Schüler im Internt recherchieren …Spätestens da bekommt der Teenager Einblick in Seiten, die er vorher noch nicht gesehen hat …
    Die Kinder haben den Anschluss verpasst….einige ….mehr oder weniger …Aber bei denen , wo es in der Distanz nicht geklappt hat, wird auch der Ferienunterricht nichts rausreißen ! Und Lernen hin oder her – Ich glaub jeder braucht mal “ Urlaub“ …Ich auf jeden Fall..

  22. Ist doch fein und alles bestens ***
    .. wer bisher alles gut geschafft hat, home schooling super weil selbst akademisch und am Doktor bastelnd .. daneben bisschen Strategie und Programmierarbeiten bezahlt oder auch unbezahlt, egal, das bringt einem spater die Personaler ins Haus geweht (Chat: hat Google dich auch anwerben wollen heute? – Ja stimmt. Aber ich sprech erst mit MicroSoft. Das ist ein Sabbatical drin ..)
    .. und wer dann im Garten mit den Kindern, nach dem lustigen Home schooling bisschen musiziert, dann in den Wald geht, Tierspuren bestimmen und am Abend noch bisschen Sport, Yoga oder auch Ausdauer im Sportraum macht .. bevor man zusammen gesunde Dinge kocht, die man dann zusammen isst, und sich noch bisschen ueber Wissenschaft und die Welt unterhaelt und ueber Gott (.. den Ferngesehen wird nicht, das ist bei uns nicht so)

    Ja!!! Wir freuen uns auf bezahlte Zoobesuche, gern auch von Bio-Studenten gefuehrt, mit Vortraegen zur Biodiversitaet und Genetik. Und ins Planetarium, angehende Astro-Physiker fuehren unsere Kindern ins Chaos ein. Alles bezahlt, super!!!
    .. wenn bisschen Zeit am Wochenende, dann machen wir eine Waldfuehrung auch zu gerne (unbezahlt) unter der Leitung eines Forstwirtschaftlers in der Promotionsphase! Super, dann bereiten wir Eltern das einmal nicht selbst vor, sondern lernen noch etwas.
    .. Auch etwas heilsames? Gern!! Bezahlte Reitstunden beim Therapeuten, ja!!! Da koennen wir Eltern dann bisschen in etwas anders investieren .. Pferd ist zwar da, aber Reitlehrer nicht therapeutisch ..

    JA!!!! SUPER DIE 2 MILLIARDEN DANKE!!!!! .. brauchen nun genau wir eigentlich nicht .. aber nehmen wir gerne!

    ***
    Yeah.

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