Studierende sollen Schülern helfen, Lernlücken zu schließen – Lehrerausbilder sind skeptisch

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HAMBURG. Seit einem Jahr haben Schüler coronabedingt deutlich weniger Unterricht. Das schafft Wissenslücken. Manche Mädchen und Jungen hat es dabei besonders zurückgeworfen. Die sollen nun auch mit dem neuen Hamburger Mentorenprogramm «Anschluss» unterstützt werden, bei dem Studierende oder pensionierte Lehrkräfte zum Einsatz kommen sollen – ein Modell, das dann auch bundesweit umgesetzt werden soll. Studierende als Förderlehrer? Der Verband bak Lehrerbildung, in dem Lehrerausbilder organisiert sind, zeigt sich skeptisch. Der Philologenverband hat eine andere Idee.

Können Lehramtsstudierende ausgleichen, was durch die Corona-Krise ausgefallen ist? Lehrerausbilder sind skeptisch. Foto: Shutterstock

Damit Hamburgs Schüler trotz des coronabedingten massiven Schulausfalls keine Nachteile haben, sollen ihnen künftig Mentoren beim Schließen der Wissenslücken helfen. Von generellen Lernschwierigkeiten seien den Erfahrungen nach bis zu 20 Prozent der Schüler betroffen, wie Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Donnerstag in Hamburg sagte. Das seien in der Hansestadt etwa 30.000 bis 40.000 Mädchen und Jungen.

Das neu aufgelegte Mentoring-Programm «Anschluss» richte sich zunächst an 4000 bis 5000 Schülerinnen und Schüler. Als Mentoren sollen sowohl Lehramtsstudierende als auch pensionierte Lehrer oder Volkshochschullehrer zum Einsatz kommen. Insgesamt würden dafür etwa 1000 Menschen dafür gebraucht. Das Programm haben die Schulbehörde und die Zeit-Stiftung gemeinsam auf die Beine gestellt.

«Das wird insgesamt zu einer Qualitätsverstärkung von Förder- und zusätzlichem Unterricht an unseren Schulen beitragen»

Es sei ein wichtiger Baustein der Lernförderung in Hamburg, die zudem auf Lernferien und eine verbindliche Lernförderung bei schlechten Noten in den Hauptfächern setzt, sagte Rabe weiter. Mit Blick auf die Lerndefizite vieler Kinder aufgrund der Corona-Krise sagte der Schulsenator: «Wir müssen diese Programme alle ausbauen und vermutlich noch weitere auflegen.»

Konkret sind im Rahmen von «Anschluss» von August an in Kleingruppen mit je vier Mädchen und Jungen entweder in einem Schuljahr zwei Extra-Stunden oder in einem halben Schuljahr vier Extra-Stunden pro Woche geplant. Im Fokus sollen dabei die Schüler stehen, die am Ende der Grundschulzeit, am Anfang Sekundarstufe I oder beim Übergang von der Jahrgangsstufe 6 in die Jahrgangsstufe 7 sind. Dabei gehe es nicht nur darum, die teils enormen Lernrückstände insbesondere in Mathe und Deutsch aufzuholen. Gleichzeitig sollen die Kinder und Jugendlichen durch eine persönlichere Beziehung zu ihren Mentoren wieder zum Lernen motiviert, ihnen die Angst vor Schule genommen und gleichzeitig mehr Selbstvertrauen gegeben werden.

Zudem würden so die Lehramtsstudenten deutlich besser auf ihren Berufsalltag nach dem Studium vorbereitet, sagte Reiner Lehberger, pädagogischer Leiter des Zeit-Stiftung-Projekts «Weichenstellung», auf dem das neue Projekt «Anschluss» basiert. «Das wird insgesamt zu einer Qualitätsverstärkung von Förder- und zusätzlichem Unterricht an unseren Schulen beitragen.» Schulsenator Rabe hofft zudem, dass auf diese Weise auch pädagogischer Nachwuchs in der Stadt gehalten werden kann.

„In den Schulen werden professionell ausgebildete Lehrkräfte benötigt, welche auf die persönlichen Lernbedürfnisse reagieren können“

Ein ähnliches Lernförderprogramm ist bundesweit unter Federführung von Rabe geplant. Es soll für alle Länder voraussichtlich bis zu einer Milliarde Euro kosten.

Helmut Klaßen, Bundesvorsitzender des bak Lehrerbildung, sieht es allerdings kritisch, Lehramtsstudentinnen und -studenten für den Unterricht heranzuziehen. „In den Schulen werden professionell ausgebildete Lehrkräfte, welche auf die persönlichen Lernbedürfnisse der Schülerinnen  und Schüler professionell reagieren können, benötigt“, sagt er – gerade wenn es um Kinder und Jugendliche mit Lernrückständen gehe. Das Referendariat als Grundlage qualifizierter Lehrtätigkeit sei dabei unverzichtbar.

Klaßen: „Eine qualitativ hochwertige Lehrerausbildung wird vor allem durch die Zweite Phase gesichert, da die kohärente Verschränkung von Theorie und Praxis von hoher Bedeutung ist.“ Studierende könnten das Maß an Professionalität nicht aufbringen, das notwendig sei. „Gerade jetzt.“

Dazu passt ein aktueller Vorstoß des Philologenverbands Baden-Württemberg. Der fordert zur Aufarbeitung der Corona-bedingten Lernlücken vier zusätzliche Wochenstunden in allen weiterführenden Schulen über drei Jahre hinweg. «Die geplanten Lernbrücken in den Ferien reichen nicht, um die Defizite auszugleichen», sagte Verbandschef Ralf Scholl. Für Schülerinnen und Schüler in Haupt- und Realschulen würde das wohl einen Nachmittag in der Woche mehr bedeuten. News4teachers / mit Material der dpa

„Das ist nicht mal eben zu machen“: Warum der schulpraktische Teil der Lehrerausbildung so wichtig ist – ein Interview

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42 KOMMENTARE

  1. Da gibt es endlich mal konstruktive Vorschläge und dann sowas! Dann macht es bitte selber und hört endlich auf über die Belastung und die Bildungslücken zu jammern! Keine Bildung zu vermitteln scheint ja besser zu sein!

    • Ist das wirklich so kontruktiv – oder schlicht mal wieder einfach nur eine Mogelpackung?

      Offenbar ist das Modell mal wieder ein pädagogisches Wunder: Die Schüler sollen ihre Lernrückstände aufholen – und die Studierenden sollen dabei mal eben das Unterrichten lernen. Ja, was denn nun? Beides gleichzeitig dürfte kaum funktionieren. Wenn es doch funktionieren sollte, ließe sich die Lehrerausbildung künftig gleich sparen – geht ja dann offenbar auch so, dass sich Schüler und angehende Lehrer gegenseitig ausbilden.

      Oder ist an eine Begleitung durch ausgebildete Lehrkräfte gedacht? An einen professionellen Hintergrund? An eine Vorbereitung der Lehrenden? Die Erfahrung im Umgang mit dem „normalen“ Lehrermangel an Schulen, bei dem Seiteneinsteiger ohne jegliche pädagogische Qualifikation vor Klassen gestellt werden, lässt Schlimmstes befürchten.

      Da hat der bak Lehrerbildung schon recht.

      • OK – Alternativvorschlag? Wo kommen dann die Unterstützungskräfte her? Wenn man etwas als schlecht tituliert, muss man auch einen realisierbaren Alternativvorschlag machen. Ist das nicht freiwillig? Kann nicht jeder der als Lernbegleiter helfen will selber entscheiden? Was ist daran schlecht? Ich finde die Aussage des bak ziemlich schlecht. Das ist die Haltung – haben wir noch nie so gemacht, machen wir auch jetzt nicht.

        • Steht im Text: Mehr echte Unterrichtsstunden – von regulär ausgebildeten Lehrkräften. Ausgebildete Gymnasiallehrer ohne Stelle gibt’s genug. Nur müsste man die dann auch einstellen. Ist natürlich teurer als mithilfe einer privaten Stiftung mal eben ein gespendetes Billig-Nachhilfe-Paket zu schnüren.

          • Öh: https://beamten-infoportal.de/magazin/beruf/lehrer/bundesweiter-lehrermangel-was-sind-die-gruende/ Dann sollten die Verbände mal unterhalten. Der eine spricht von massivem Lehrermangel, der andere sagt das ist ein Überschuss? Jetzt bin ich verwirrt… Also vielleicht sollte man erst mal eine Faktenbasis schaffen, auf der man dann einen Vorschlag macht, der auch realisierbar ist. Bisher höre ich immer nur Lehrermangel, Lehrermangel, Lehrermangel, seit Jahren. Ist mir jetzt ganz neu, dass wir einen Überschuss haben und Herrn Meidinger sicherlich auch. Aber vielleicht gibt es ja auch „alternative Fakten“ 😉 Von daher halte ich es erstmal für ein Gerücht, dass wir genügen Lehrkräfte haben, um kurzfristig die Bildungslücken auch nur im Ansatz zu schließen. Das Argument – das können und Lehrkräfte, ist reine Besitzstandswahrungsargumentation auf Kosten der Kinder, mehr nicht.

          • Was Sie so hören, weiß ich nicht.

            Ihre Verwirrung ist allerdings leicht aufzuklären: LehrerInnenmangel gibt’s vor allem an den Grundschulen und in bestimmten Fächern – einen Überschuss an Bewerberinnen und Bewerber gibt’s für die Gymnasien.

            Für diese Information muss man auch nicht lange suchen: https://karriere.unicum.de/berufsorientierung/branchencheck/lehrermangel-2020

            Interessant ist, dass „praktikabel“ in der Bildung immer „billig“ heißt, allein zur Rettung der Lufthansa aber mal eben neun Milliarden Euro lockergemacht werden können. Mit neun Milliarden Euro ließen sich eine Menge Lehrkräfte zusätzlich beschäftigen.

          • @Bernd: Es geht darum, den Kindern zu helfen, die Bildungslücke zu schließen. JEDER Ansatz, der das ermöglicht, MUSS Gehör finden. Lehrer sein ist kein Selbstzweck. LehrerInnen gibt es, weil andere Menschen Bildung benötigen, nicht weil jemand meint es müsste LehrerInnen geben. Das Ziel ist also, Kindern Bildung zu vermitteln. Wie das erreicht wird, spielt letztendlich keine Rolle. Es sagt ja auch niemand, dass ein Haus nur von einem Maurer gebaut werden kann. Wenn das jemand anders kann ist das auch super, Hauptsache, das Haus das benötigt wird, wird gebaut. Wie und durch wen spielt keine Rolle. Genau das Gleiche gilt für die Vermittlung von Wissen an unsere Kinder. Wie und durch wen diese erfolgt ist irrelevant, einzig und allein im Vordergrund steht, dass es passiert. Und ganz ehrlich – wenn das ökonomisch effizienter passieren kann aus Gesellschaftssicht als durch LehrerInnen in vergleichbarer Qualität, dann ist dieser Ansatz zu bevorzugen. Nur so kann die Weiterentwicklung von Gesellschaft funktionieren. Daher kann ich auch die ganzen Digitalisierungs-Totalverweigerer unter den LehrerInnen nicht verstehen mit dem Argument, dass nur LehrerInnen Wissen vermitteln können. Das ist nämlich totaler Bullshit. Alles entwickelt und verändert sich kontinuierlich. Und wer das nicht mitbekommen hat, der hat in der Lehre nichts verloren. Denn wenn eines vermittelt werden muss ist, dann dass man lernen muss, mit permanenter Veränderung und Lebenslangem Lernen umzugehen. Und dazu gehören auch LehrerInnen, die das erkennen und akzeptieren müssen. Ein bisschen Offenheit für Veränderung und kreative Ansätze täte einigen echt gut.

            Und wie gesagt – 99% (inklusive 99% der Verbände) jammern immer, das es einen totalen Mangel an LehrerInnen gibt. Wenn dem nicht so ist, dann sollten das die Verbände untereinander klären. Aber sie sollten das nicht zum Problem der Kinder machen! Denn der einzige Auftrag von LehrerInnen ist, den Kindern die notwendige Bildung zu vermitteln, nichts, wirklich überhaupt nichts anderes.

          • Es sagt ja auch niemand, dass ein Haus nur von einem Maurer gebaut werden kann?

            Doch, sagt jemand: Am Ende kommt ein Statiker und nimmt den Bau ab – damit der nicht zusammenkracht.

            Genau darum geht es: Gerade förderbedürftige Kinder nicht mit billigen, auf die Schnelle zusammenstoppelten Programmen abzuspeisen, die ohne Effekt bleiben werden, während die Großwirtschaft mit Milliarden vollgempumpt wird.

          • @ Bernd: Es werden auch ausgebildete Lehrer FACHFREMD eingestellt um Fächer zu unterrichten, die sie NICHT studiert haben. Inwiefern sind diese in dem Schulfach besser qualifiziert, als fortgeschrittene Lehramtsstudenten in ihrem eigenen Fach? Wozu nehmen viele Schüler dann überhaupt noch Nachhilfe, um die Noten in ihrem Fach zu verbessern und Lücken zu schließen?

      • Das heißt also, von 6,5 Jahren Lehrerausbildung sind die ersten 5 Jahre komplett wertlos und für den Ar***. Danke für die Info.

      • @Bernd: Falsch, heute werden Häuser in Fertigbauweise von Schreinern gebaut. Heute werden Häuser von 3D-Druckern gedruckt. Heute werden Häuser aus alten Schiffscontainern gebaut,… und alles erfüllt den Zweck, nämlich dass man darin wohnen kann. Und nein, es braucht keinen Maurer mehr, die Welt entwickelt sich weiter. Es geht darum, ein definiertes Ziel zu erreichen, und wenn dieses ökonomisch optimaler erreicht werden kann, dann ist dieses gesamtgesellschaftlich absolut erstrebenswert. Wir haben limitierte Ressourcen, diese sind nicht unendlich. Und nur wer sparsam damit umgeht, kann sich weiterentwickeln. Dadurch werden dann nämlich Ressourcen frei, um sich mit der Weiterentwicklung in anderen Bereichen zu beschäftigen. Jede Gesellschaft die das negiert verharrt im Jetzt. Und das bedeutet Rückschritt, denn das Umfeld kann sich weiterentwickeln, was seine Ressourcen effizienter einsetzt. Und dieses Prinzip ist tatsächlich eine Naturkonstante. Schon Darwin wusste das – nicht der stärkste überlebt, sondern der anpassungsfähigste. Und das gilt auch für eine Gesellschaft.

        Und wir sehen ja aktuell überall, dass unsere Gesellschaft, die überhaupt nicht anpassungsfähig ist, aktuell sehr schlecht dasteht. Wir beharren auf dem Bestand, und das geht total in die Hose. Gibt’s übrigens einen Begriff für – Adaptive Capacity. Unsere ist annähernd 0. Da stehen viele Entwicklungsländer weit über uns.

        Wie gesagt – den angeblichen „nicht-LehrerInnenmangel“ können ja die Verbände unter sich ausmachen. Aber bitte nicht zu Lasten der Bildung der Kinder.

        Und es macht keinen Sinn die Mrd€ für die Industrie als Vergleich heranzuziehen (ist ein ganz anderes Thema). Denn das hilft den Kindern nicht, die so dringende Bildung zu erlangen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun und führt nicht zur Lösung des Problems. Aber sehr wohl dann der Einsatz von pensionierten LehrerInnen, von StundentInnen und VHS-LehrerInnen helfen, Bildungslücken zu schließen. Und ja, auch von all den arbeitslosen anderen LehrerInnen. Es sagt ja auch niemand, dass diese keine Berücksichtigung finden.

        Was aber totaler Bullshit ist ist, dass Bildung nur von fertig ausgebildeten LehrerInnen vermittelt werden kann. Das ist total arrogant. Häuser können nicht nur von Maurern gebaut werden. Diese Argumentation ist reine Besitzestandswahrung und verhindert jegliche Verbesserung und Weiterentwicklung und verhindert die Vermittlung von Bildung von unseren Kindern.

        • @Jürgen

          „Und es macht keinen Sinn die Mrd€ für die Industrie als Vergleich heranzuziehen (ist ein ganz anderes Thema). Denn das hilft den Kindern nicht, die so dringende Bildung zu erlangen. Das Eine hat mit dem Anderen nichts zu tun und führt nicht zur Lösung des Problems.“

          Ich will mich da gar nicht in Ihre Diskussion einmischen, nur so viel:

          Industrie hat Beschäftigte.
          Die Beschäftigten sollen gebildet sein. Aber in welchem Maße und in welche Richtung? Natürlich nimmt „die Industrie“ Einfluss auf „die Bildung“! Wahrscheinlich ist Ihnen das klar, sonst müssen Sie auch unbedingt mal dazu recherchieren, welche Firmen und „herzensgute Förderer“ sich in der Bildungslandschaft tummeln.
          Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die das aus Menschenfreundlichkeit tun, aus Liebe zu den Kindern?
          „Kinder sind unsere Zukunft!“ haben Industrie und Lobbyisten schon lange als Feld für sich entdeckt.
          Aber die verstehen diesen Spruch „Kinder sind unsere Zukunft!“ auf ihre eigene Art und Weise.
          Sie arbeiten ja selbst mit Begriffen wie „ökonomisch“ und „Ressourcen effizienter einsetzt“.

          Tschüss Humanismus!
          (Bringt ja nicht 1 Euro.)

    • Diese Seite heißt News4teachers.
      Das bedeutet Nachrichten für Lehrer.
      Und nicht Nachrichten für genervte Lehrerhasser. Die Seite gibt’s bestimmt auch irgendwo. Viel Erfolg beim Suchen.

      • Ahja. Und die Lehrer kommen wo her?
        Nö. Nicht Nachrichten für „genervte Lehrerhasser“, sondern für Lehramtsstudenten, die vom Staat im Stich gelassen werden und ihr Studium nicht fortsetzen können und es gar abbrechen müssen.
        Denen die Existenz wegbricht!
        Während ihr hier über A12-A13 was auch immer jammert.

        Dann viel Erfolg beim Suchen nach eine Lösung für die Bildungsrückstände, für die verlorenen Jahrgänge, für die Überförderung aufgrund des Hickhacks ob Präsenz- Distanz- Wechsel- was auch immer Unterricht und vor allem beim Lehrermangel.
        Wenn Sie keine helfende Hand wollen, bitte sehr! Keine Bildung ist anscheinend besser und vor allem: pädagogisch wertvoller.
        Da wundert man sich, wie starr und unflexibel die Bildungspolitiker sind… und dann stellt man fest, dass die Lehrerausbilder in ihrer Haltung genauso starr und unflexibel sind. Bitte sehr! Ideen nicht erwünscht! Beste Voraussetzungen, um in die Politik zu gehen!

        • Du lässt deinen Frust also schon jetzt an deinen zukünftigen Kollegen aus? Na hoffentlich arbeiten wir nie an der gleichen Schule.

        • Ein Student ist noch keine Lehrkraft und kann diese nicht vollwertig ersetzen. Wäre es so könnte man sich die ersten Berufsjahre in denen man sich einfindet sparen. Oder lieber gleich das Referendariat? Wer braucht denn einen Raum in dem man sich erproben kann und an die tücken der Berufspraxis geschützt herangeführt wird (Das mag in einzelnen Seminaren anders laufen, aber so ist es gedacht). Vll. Streichen wir auch gleich den Master als Vorraussetzung. Da lernt man ja eh nur Zeug, dass man niemals braucht. Bachelor vll. auch gleich? Scheinbar kann ja jeder unterrichten der mal eine Schule besucht hat…
          Verzeihen Sie mir den Sarkasmus, aber zwischen Student und ausgebildeter Lehrkraft liegen Welten an Erfahrung. Nachhilfe mit ein zwei SuS die brav lernen weil Mami und Papi einen Berg an Geld ausgeben damit der Nachwuchs irgendwie durch die Oberstufe durchgereicht werden kann schaffen auch Studenten. Bei vollen Klassen mit unendlichem Differenzierungspotential, unerzogenen und unmotivierten SuS und unkooperativen Eltern würden die meisten nicht bestehen.
          Die Ausbildung ist nicht ohne Grund so lange und wenn Sie nichtmal mit den Begriffen A12 und A13 etwas anfangen können und die (berechtigte) Debatte dazu nicht verstehen, sollten Sie vielleicht die Entscheidung zu ihrem Studium überdenken.
          Beste Grüße.

          • Zwischen ausgebildeter Lehrkraft und dem Homeschooling, das die Eltern schultern müssen, liegen auch Welten.
            Und in die Lücke können Lehramtsstudenten etwa NICHT einspringen?
            Lieber die Lücken noch größer werden lassen?
            Gibt es zwischen Homeschooling und Unterrichten etwa keine Lücke, wo Studenten einspringen können? Gibt es nirgendwo eine Lücke zwischen Vermittlung seines Studienfaches und dem Unterrichten samt Benotung?
            Ist es dann etwa unmöglich die Inhalte seines Studienfaches ZUSÄTZLICH vermitteln? Muss man zwangsläufig eine Klasse leiten, Klausuren stellen und korrigieren können, um in einem Förderkurs die Grundlagen erklären zu können?

            Wenn Lehrer zwischen 2 Klassen hin und her springen, um geteilten Unterricht zu erteilen, dann kann ein Student als Aufsicht etwa auch nicht einspringen?
            Ist der Status Quo etwa besser? Effektiver?

            Sie halten die Debatte um A12 und A13 für berechtigt?
            Das mag sein, aber wenn Sie noch nicht mal Verständnis dafür haben, dass viele Studenten jetzt vor dem Nichts stehen, weil sie noch nicht mal Hartz IV beantragen können und sehen müssen, wie sie das Geld für die Miete und die Krankenkasse zusammenkratzen müssen, dann müssen Sie sich auch vorwerfen lassen, auf dem hohen Ross zu sitzen und sich über Luxusprobleme zu streiten. Dieses Problem hätten viele Studenten gerne!

            „Die Ausbildung ist nicht ohne Grund so lange“
            Aber anscheinend teils überflüssig, wenn doch soviel Theorie vermittelt wird? Wie kommt man denn durch das Studium, wenn man die Sachverhalte nicht präsentieren kann?

            Manche machen die Ausbildung auch länger und geben zwischendurch schon Privatunterricht und leiten Kurse an der Uni. Sammeln Erfahrungen im Studium. Auch nichts wert? Erst nach dem Referendariat?

            „und wenn Sie nichtmal mit den Begriffen A12 und A13 etwas anfangen können und die (berechtigte) Debatte dazu nicht verstehen, sollten Sie vielleicht die Entscheidung zu ihrem Studium überdenken.“

            Im Gegensatz zur Lage vieler Studenten handelt es sich nicht um etwas, was die Existenz bedroht.
            Ich werde noch nicht mal verbeamtet und A12 oder A13 war NIE meine Motivation.
            Aber die Retourkutsche gebe ich gerne zurück:
            Warum haben Sie sich dann nicht für ein Lehramt mit A13 anstelle von A12 entschieden? Vielleicht hätten sie die Entscheidung für die Schulform überdenken sollen.

            Liebe Grüße

        • Seh ich ganz genauso. Ich bin Quereinsteiger und eine Kollegin, die „richtige“ Lehrerin ist, versucht mir immer klarzumachen, dass ich damit eigentouch gar keine Ahnung habe von der großen, geheimen Macht des „richtigen“ Unterrichtens. Sieht bei ihr so aus: Wenn sie keine Arbeitsblätter vom Grundschulkönig findet, erteilt sie in den Stunden Aufgaben aus dem Buch und lässt die Kinder die Merksätze abschreiben. Erklärungen werden aus der Lehrer-Handreichung vorgelesen. Juchhu, so geht Bildung. Die Kinder sind auch richtig fit und können alles. Ich dagegen versuche, den Unterricht so differenziert und spannend wie möglich zu gestalten. Aber ich kann das eigentlich gar nicht….

          • Formale Qualifikation ist für viele immer noch die conditio sina qua non – ganz besonders am Gymnasium. Der gesamte Standesdünkel dort speist sich aus der (irrigen) Annahme, man habe im Vergleich zu anderen Lehrämtern „richtig“ studiert. Ein paar ECTS mehr rechtfertigen für diese Menschen eine bessere Bezahlung, eine höhere Laufbahn und den ganzen Mumpitz mit Oberstudienrat etc. Ganz schön blasiert, aber so ist es leider. Und der Apparat gibt ihnen recht, denn auch er liebt formale Kriterien – die Wirklichkeit ist einfach zu verwirrend für ein einfaches Weltbild.
            Das beste Beispiel für die oft riesige Lücke zwischen formaler und tatsächlicher Qualifikation sind die Seminarleitungen. Auf dem Papier sind das Spitzenpädagogen, vor der Klasse meist sehr armselige Würstchen. Leute, die wissen, wie es gehen KÖNNTE. Thanks, but no thanks.
            Jeder, der auf Lehramt studiert hat, weiß, in welch armseliger Verfassung die so genannte Erziehungs“wissenschaft“, die Schul- und allgemeine Pädagogik sich befinden. Seit Jahrhunderten streiten sich alte Männer darüber, was genau denn nun Bildung ist. Sehr zielführend und konstruktiv. Ist ja auch richtig viel dabei rausgekommen. Meterweise Schwachsinn im Bücherregal, Vorlesungen, die niemand wollte und jede Menge Allgemeinplätzchen. Ergo: Es kommt auf das Erfahrungswissen an. Und Erfahrungen kann man auf die eine oder andere Art sammeln. Der eine braucht viel Struktur durch Mentor und Seminar, der andere eher weniger. Auch bei Lehrern soll es ja unterschiedliche Lerntypen geben. Mein Petitum daher: Weder garantiert ein Studium oder Referendariat die Eignung als Lehrer, noch schließt ein Fehlen jener formalen Qualifikationen die Eignung aus.
            Klar, jetzt geht den selbsternannten Humanisten der Hut hoch, von wegen: Da kann dann ja jeder kommen und willst du etwa auf deine Privilegien verzichten… blabla. Auf so eine durchsichtige Argumentation pro domo, auf diese plumpe Besitzstandswahrung sollte man nicht hereinfallen. Es gibt ECHTE Argumente, warum Lehrer gut bezahlt werden sollten. Vorgeschobene Pappkameraden braucht daher niemand und ehrlich gesagt finde ich es ziemlich peinlich, dass diese Platitüden immer noch Verwendung finden.

  2. Das deutsche Bildungssystem ist komplett im Ar***.
    Da helfen auch keine Milliarden für irgendwelche Pseudo Nachhilfe Programme.
    Das werden die Kultusminister aber niemals zugeben.

  3. Ich wäre über jede helfende Hand froh, auch als Elternteil. Zu Beginn des Referendariats hat man doch eh keine großartigen Erfahrungen, auf die man zurückgreifen kann … Man muss eigenverantwortlich einige Stunden wuppen, möglicherweise ohne viel Unterstützung durch Ausbildungslehrkräfte. Wieso geht das, aber es wird den Leuten nicht zugetraut eine kleine Fördergruppe zusätzlich zum „normalen“ Fachunterricht zu unterstützen? Warum können Lehramtsstudenten diese Aufgabe nicht übernehmen? Erfahrung sammeln und Geld verdienen klingt doch recht gut. Mit kompetenten und motivierten Ansprechpartnern vor Ort wird da doch ein Schuh draus. Klar ist es günstiger für das Land als mehr Fachkräfte einzustellen, aber woher nehmen, wenn nicht stehlen?

    • In aller Regel bekommen Referendare Lerngruppen, die leistungsmäßig mindestens im Mittelfeld und auch vom Miteinander so sind, dass diese jungen Leute dort eine reelle Chance haben mit den Schülern normal zu arbeiten vernünftige Unterrichtsbesuche zu zeigen.
      In Förderkursen ist das häufig anders. Die Schülerinnen und Schüler dort haben in der Regel nicht nur fachlichen Förderbedarf. Schon allein auf diesen adäquat und differenzierend einzugehen erfordert ein hohes Maß an Erfahrung mit Unterrichtsgegenständen. Wo haben Schüler denn üblicherweise bei einem bestimmten Thema Schwierigkeiten und wie erklärt man das gut. Welches konkrete Übungsmaterial ist geeignet etc Darüberhinaus gibt es in diesen Kursen häufig auch Lernende, denen es schwer fällt stringent zu lernen, die häufig abwesend sind, vom Verhalten her zuweilen auch nicht einfach. Hier ist Erfahrung und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Schülern gefragt. On Top kommt noch die Notwendigkeit mehr als während des Regelunterrichts mit teilweise nicht ganz einfachen Elternhäusern zu kommunizieren und Regeln etc. einzufordern.
      Alles in allem ist so etwas aus meiner Sicht ein Job für Leute mit fachlicher und unterrichtlicher Erfahrung. Wenn ich an meine eigenen Schulpraktika denke bin ich mir unsicher, was dabei für Lernende und Studierende rukommen soll.

      • „In aller Regel bekommen Referendare Lerngruppen, die leistungsmäßig mindestens im Mittelfeld und auch vom Miteinander so sind, dass diese jungen Leute dort eine reelle Chance haben mit den Schülern normal zu arbeiten vernünftige Unterrichtsbesuche zu zeigen.“

        Kann ich absolut nicht bestätigen, eher das Gegenteil ist der Fall. Ein Referendar an der Schule ist immer auch eine Chance, ungeliebte Stunden loszuwerden. „Damit der mal sieht, wie es in der Praxis läuft!“

    • Wenn ich einen Lehramtstudenten anleite, heißt das Mentorentätigkeit. Das kostet Zeit (woher diese nehmen?) Das mache ich, wenn ich selbst an der Schule eine Referendarin betreue. Und dazu gehören feste Aufgaben. Dieses Modell des Herrn Raben riecht schon meilenweit wieder nach Billig-heiße-Nadel-Lösung, wie alles, was seit Beginn der Pandemie aus dieser Behörde kam und jetzt noch auf dem Ticket der Zeit-Stiftung. Eine wirkliche Lösung wären die vor langen Jahren aus Spargründen eingestellten Förderkurse, die auch entsprechend verwazt waren. Inzwischen ist das ein Flickenteppich geworden, wo sich Kurse nur dann rechnen, wenn es für die Schüler staatliche Unterstützung gibt und auch dann werden diese Kurse von Honorarkräften aller Couleur abgehalten. So ist es jedenfalls an der Schule, an der ich tätig bin. Statt, dass Schulen intern also an ihren auch mittelfristig ausgelegten Konzepten arbeiten, kommt Herr Rabe schon wieder mit einer Lösung von außen, die er den Schulen überstülpt.

  4. Immer die Kinder grundlos quälen !!!!! Immer einen verdanntwnxGrund suchen damit man die Kinder noch mehr quälen kann !!

    Jetzt sollen die einfach zeitlich noch mehr gequält werden als ob die Scheisse was bringt außer noch mehr Ermüdung, stehlen der letzten Funken Freizeit und bestialische Quälerei.
    Die Schule ist sowieso viel zu lang. Kinder wollen zuhause anständiges mittagessen essen und nicht den Mensafraß. Und außerdem wollen die verdankt nochmal auch mal ihre Ruhe haben nach der Schule anstatt weitere Stunden aufgedrückt zu bekommen um diese Studenten auszubilden. Die Kinder müssen wieder hinhalten für die Studenten. Quält doch wen anders, nicht die Kinder !!!!

    Unter dem gelegenen Vorwand dass es Hilfe sein soll. Dann wäre es ja wirklich freiwillig. Aber nein, auf die Schwächsten wird draufgeklopft und gequält.

    Kein einziges ehrliches, kein einziger ehrlicher Elternteil möchte dass man noch mehr gequält wird.

    Lasst sie doch einfach in Ruhe ! Führt die scheiße freiwillig ein, aber klar, dann kommt ja keiner WEIL ES KEINER WILL außer die schlafenden Politiker die selber keine Kinder haben die davon betroffen sind oder die nur Profit ziehen und deshalb diese schlimmen Entscheidungen füllen !

    Gerade für die lern-schwächsten Schüler ist es das Schlimmste was man denenantun kann, sie zeitlich, seelisch noch mehr zu belasten und von ihren Hobbies und Familien noch länger fernzuhalten. Und das über 3 Jahre? 3 Jahre Bestrafung ? Für die anderen Interessen, Interessenverfolgung anderer gegen die Kinder.

    • Genau! Am besten gleich diese lästige Schulpflicht abschaffen. Ist ja überflüssig!
      Stimmt. KEINER WILL ES! Homeschooling macht den Eltern ja soviel Spaß und wozu die Schwächsten quälen? Sich mit Lücken durch die ganze Schulzeit zu quä… ähm zu spazieren macht ja mehr Spaß und das Erfolgserlebnis ist größer. Erst recht bei der Jobsuche später.

      • Von „Abschaffung der Schulpflicht“ und damit auch Anschaffung etwas zu lernen, gebildet zu sein und einfach auch in der Welt zurechtzukommen, davon war überhaupt keine Rede.

      • Wie gesagt von Abschaffung der Schulpflicht und Abschaffung der Bildung war keine Rede.

        Wobei Home Schooling nicht so negativ behaftet sein soll, nachdem es so super funktioniert und die Kinder schon so gut davon profitiert haben. Es war schon die Rede davon, ob die Schulen vielleicht dauerhaft ein paar Tage pro Woche Home Schooling auch NACH Corona einführen sollten. Eine fantastische Idee, die Kindern entegegen kommt und manche Kinder und Jugendliche würden extrem davon dauerhaft profitieren. Das normal so nebenher.

        Sollte alles wieder nach Corona werden wie vor Corona , okay. Aber zusätzliche Stunden aufdrücken auf den Schwächsten ist eine riesen Schweinerei. Kinder und Jugendliche müssen auch noch nicht arbeiten und sind Erwachsene. Arbeitszeiten wie in der Berufswelt sind unangemessen.

      • Die Schulpflicht ist absolut nicht mehr zeitgemäß. Das staatliche Bildungswesen ist am Ende. Seit ich denken kann wird eine Sau nach der nächsten durch die Schulen getrieben und die Kinder werden immer schlechter. Wer heute in meiner Gesamtschule in der Realschulklasse sitzt, wäre vor 20 Jahren ein guter Hauptschüler gewesen. Die Bildung die da vermittelt wird und durch landesweite Abschlussarbeiten konserviert wird, braucht in großen Teilen niemand für seine Zukunft.
        Und es gibt durchaus viele Eltern, die gemerkt haben, dass ihre Kinder daheim mehr und besser lernen als in der Schule.
        Viele der jetzt angehängten Schüler hätten im Präsenzunterricht auch nicht mehr gelernt. Das weiß jeder, der in Schulen arbeitet und sich nicht in die Tasche lügt. Da hilft auch keine Nachhilfe und keine weiteren Arbeitsblätter.
        Aber ob man das als Zyniker versteht, wage ich zu bezweifeln.

    • Handy- Tipp-Fehlern, deshalb hier nochmal:

      Immer die Kinder grundlos quälen !!!!! Immer einen verdammten Grund suchen, damit man die Kinder noch mehr quälen kann !!

      Jetzt sollen die einfach zeitlich noch mehr gequält werden, als ob die Scheisse was bringt außer noch mehr Ermüdung, stehlen des letzten Funken Freizeit und bestialische Quälerei.
      Die Schule ist sowieso viel zu lang. Kinder wollen zuhause anständiges Mittagessen essen und nicht den Mensafraß. Und außerdem wollen die verdammt nochmal auch mal ihre Ruhe haben nach der Schule anstatt weitere Stunden aufgedrückt zu bekommen, um diese Studenten auszubilden. Die Kinder müssen wieder hinhalten für die Studenten. Quält doch wen anders, nicht die Kinder !!!!

      Unter dem gelegenen Vorwand, dass es Hilfe sein soll. Dann wäre es ja wirklich freiwillig.
      Das ist der BEWEIS, DASS ES KEINE HILFE IST, denn sonst wäre es FREIWILLIG! Hilfe, um die sich diejenigen die es wirklich brauchen, freiwillig reißen würden.

      Aber nein, auf die Schwächsten wird draufgeklopft und gequält.

      Kein einziges ehrliches Kind, kein einziger ehrlicher Elternteil möchte, dass man noch mehr gequält wird.

      Lasst sie doch einfach in Ruhe ! Führt die Scheiße freiwillig ein, aber klar, dann kommt ja keiner WEIL ES KEINER WILL außer die egoistischen Politiker, die selber keine Kinder haben die davon betroffen sind oder die nur Profit ziehen und deshalb diese schlimmen Entscheidungen fällen !

      Gerade für die lern-schwächsten Schüler ist es das Schlimmste was man denenantun kann, sie zeitlich, seelisch noch mehr zu belasten und von ihren Hobbies und Familien noch länger fernzuhalten. Und das über 3 Jahre? 3 Jahre Bestrafung ? Für die anderen Interessen, Interessenverfolgung anderer gegen die Kinder.

      • Warten Sie, warten Sie.

        Also: Verpflichtende Nachhilfe ist schlecht, weil die Schüler… gezwungen werden… zu lernen? Das hört sich ja fast an wie… Lernpflicht. Schlimm! Zum Glück gibt es keine Schulpflicht. Denn alle Kinder lernen den Aufbau einer Schilderung freiwillig! Zusätzlich zu den Kriegen der Römer (inkl. der Gründe für die Rekrutierung und die daraus ableitenden Konsequenzen für die römische Gesellschaft) und die Eroberungen des Julius Cäsar. Die spanende Kunstbildung wie zum Beispiel Bilder aus Tupfen auch!

        Ok, das war Ironie. Ein Wunder!
        Jeder Schüler quält sich durch die Schule. Denn wen einem Schüler alle Themengebiete gefallen, dann verliere ich meinen Glauben an die Schüler!
        Ist es ihnen in den Sinn gekommen, dass Kinder sich gequält fühlen, weil sie den Stoff nicht verstehen. Solche Kinder werden oft nicht durch freiwillige Angebote erreicht, sondern nur durch verpflichtende.

        Aber gut, es ist sicher im Wohle des Kindes, sich weiter zu quälen, bis es die Schule abschließt, anstatt es zu quälen, durch bessere Noten (denn das ist ja das Resultat von Nachhilfe).

  5. Die Lehrerausbilder und Schulamtsmitarbeiter in die Schulen.
    Dann koennen die zeigen, wie gut sie sind.
    Das Referendariat gehoert abgeschafft.
    Istnur fuer machthungrige Lehrerausbilder.
    Die sollen zurueck an die Schulen.

    Lach. Lach.

  6. Ich denke, der Vorschlag ist eine gute Idee. Warum denn nicht? Lehramtsstudenten bzw. Referendare können etwas dazuverdienen. Oder die Stunden könnten auf das Stundendeputat angerechnet werden.

  7. Ja, verdienen. Das ist alles, was uns interessiert oder?

    Wir, als Studenten damals (Kroatien, 1998 usw…) haben kostenlose Repetionen geleistet. Wenn man helfen will, dann sollte das kostenlos sein!

    • Stimmt. Die Miete kassieren und die Sozialbeiträge einziehen ist alles, was den Vermieter und die Krankenkasse interessiert. Selbst wenn man klamm ist. Unverschämt von denen. Können sich doch doch mal solidarisch zeigen. Etwas Beifall klatschen tut es doch auch. Geld ist doch völlig überbewertet.

  8. Wieder zig Gründe warum dies alles nicht gehen wird …
    Ich habe da auch noch was, wer bezahlt die aufgewendeten Zeiten der helfenden Studierenden überhaupt?

    @Genervt „…Lehramtsstudenten, die vom Staat im Stich gelassen werden und ihr Studium nicht fortsetzen können und es gar abbrechen müssen.
    Denen die Existenz wegbricht!
    Während ihr hier über A12-A13 was auch immer jammert.“

    Die Situation der Studierenden ohne reiches Elternhaus im Rücken ist finanziell besch…en und vielfach Existenz bedrohend (450 € Jobs).
    Mit Beginn des bereits 3. Semesters in Distanz und ohne die nötigen praktischen Teile (besonders Medizin) in allen Studiengängen einfach eine Bildungskatastrophe so wie das ganze deutsche Bildungssystem seit 2020. Kann an div. Stellen (Luftfilter, Masken, Selbsttests, digitale Endgeräte usw.) doch jeder in allen Bundesländern klar sehen, kostet es Euronen ist sofort der Modus „Schluss mit lustig“ erreicht.

    Was spricht bei vernünftiger Bezahlung dagegen diese Hilfe der „Förderlehrer“ in Schulen DIREKT einzuplanen wenn Nachhilfeinstitute genau mit diesen Referendaren ihren Laden am Laufen halten. Es geht doch vorrangig immer um die „Kinder aus bildungsfernen Schichten“ die in der Pandemie den Anschluss verpassen. Nur fertige Pädagogen sind einzig geeignet für diese Tätigkeit, den verpassten Lernstoff zu vermitteln, empfinde ich dann doch ein wenig sehr anmaßend. In der Wirtschaft nennt man dies häufig auch Betriebsblindheit, denn ich sehe diese Massnahme eher als Entlastung der gestressten verbeamteten Fachlehrkräfte.

  9. gehtsnoch 25. März 2021 um 21:02

    Die Situation der Studierenden ohne reiches Elternhaus im Rücken ist finanziell besch…en und vielfach Existenz bedrohend (450 € Jobs).

    Genau das ist der Punkt, dieser kleinen Satz. Und so immer im Kreis. So war es immer und wird es immer sein.

    Die, die haben es (Macht, Geld, Rechte selber zu entscheiden oder sich erkaufen usw..), die haben es, die, die nicht, eben nicht.Ganz egal welche Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung.

    Diese Pandemie könnte es nicht in jeglicher Hinsicht deutlicher zeigen, und zwar überal auf der Welt

    Man sollte sich nicht mehr wundern. Die Menschheit kann nicht anders. Könnte nie. Wir drehen uns seit Jahrhunderten im Kreis, nur Tehnologie etwickelt sich weiter.

  10. Ich kann dieses selbstmitleidige Rumgeheule echt nicht mehr hören. Niemals war es einfacher in Deutschland zu studieren, insbesondere für Studenten „ohne reiches Elternhaus“ und das sogar noch kostenlos (außer dem unsozialen ach so sozialen Asta, der immer ordentlich abgreift, aber immer noch bescheiden im Vergleich mit den Studiengebühren in den USA und UK). Mittlerweile brauchen sie ja noch nicht einmal mehr Abi um studieren zu können. Was wollen sie denn noch-etwa dass man ihnen am 1. Tag direkt die Masterurkunde überreicht?

    Niemand bestreitet, dass es einfacher ist, wenn man einfach einen Scheck auf den Tresen legen kann, aber so überdramatisieren, wie sie es machen, sollte man auch nicht, weil das nur zu Fatalismus führt. Ich sage ihnen etwas: Probleme sind da um gelöst zu werden, also packen sie es an!

  11. Danke für diese wahren Worte. Rumgeheule und Selbstmitleid. Daran sollte man erinnern, wenn hier wieder um ungleiche Bezahlung unter Lehrern gestritten wird. Diese Gehaltsunterschiede sind ja wirklich existenzbedrohend!!!

  12. Bitte und gern geschehen und ja, generell haben sie absolut recht und das betrifft auch den durch sie gemachten Punkt. Ich wünschte mir da noch mehr Abstimmung durch die Füsse, wobei das ja in Berlin inzwischen ganz gut zu funktionieren scheint und in vielen Bundesländern ja bereits zu Kurskorrekturen geführt hat.

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