Gebauer streicht Maskenpflicht auf Schulhöfen – Laschet lobt eigene Corona-Politik

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DÜSSELDORF. Die Maskenpflicht auf Schulhöfen in Nordrhein-Westfalen wird ab kommenden Montag beendet. Das erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch auf Anfrage. «Die bisherigen strengen Masken-Regelungen im Schulbereich werden ab dem kommenden Montag gelockert», so kündigte die Ministerin an. Unterdessen lobte sich Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) für seine Corona-Politik.

Alles im Griff? Lage Zeit eher nicht: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) auf einer gemeinsamen Pressekonferenz im Februar. Foto: Land NRW

Draußen auf dem Schulhof werde die Maskenpflicht aufgehoben, so Gebauer. «Bei den aktuell niedrigen Infektionszahlen und der geringen Ansteckungsgefahr an der frischen Luft ist dieser Schritt verantwortungsvoll und angemessen.» Alle weiteren Details würden in der neuen Corona-Betreuungsverordnung ausgearbeitet, die in den nächsten Tagen von der Landesregierung verabschiedet werde.

Zuvor hatte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) gesagt, die Maskenpflicht im Freien könne in NRW beendet werden. In Innenräumen sollte an der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aber überall dort festgehalten werden, wo es nötig sei.

«Eine vierte Welle will niemand. Es gilt, alles zu tun, damit sie vermieden werden kann»

Laschet sagte, Öffnungen sollten Schritt für Schritt erfolgen. Deshalb solle an Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen «mit geringen Einschränkungen der Freiheitsrechte festgehalten werden», sagte Laschet. «Wir sind im Endspurt.» Die Landesregierung werde «pragmatisch» auf die Entwicklung des Infektionsgeschehens reagieren. NRW sei als bevölkerungsreichstes Bundesland nicht nur im Vergleich der Bundesländer, sondern auch im europäischen Vergleich mit am besten durch diese Krise gekommen, befand der Ministerpräsident.

Laschet, der auch CDU-Bundesvorsitzender ist, warnte vor der in Großbritannien verbreiteten Delta-Variante des Coronavirus. Trotz eines hohen Anteils an Erstimpfungen stiegen dort die Infektionszahlen wieder deutlich an. «Eine vierte Welle will niemand. Es gilt, alles zu tun, damit sie vermieden werden kann», sagte Laschet mit Blick auf Deutschland. News4teachers / mit Material der dpa

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20 KOMMENTARE

  1. Laschet: „Eine vierte Welle will niemand…..“
    Stimmt. Also Augen zu und wünsch‘ dir was. Oder heute Abend mal auf ’ne Sternschnuppe warten.

  2. Ich kriege Brechreiz. Das ist ja ganz ganz toll, dass wir mit am besten waren bisher. Da freuen sich die Angehörigen der Verstorbenen und der schwer erkrankten Mitbürger bestimmt.

    Wenn man die vierte Welle nicht möchte, dann sollte man was dagegen tun. Aber das kostet Geld. Das geht ja nicht, wie doof von mir.

    Ich bin einfach durch mit unseren Entscheidungsträgern. Das können sie nicht mehr kitten.

  3. Dann soll Laschet mal anfangen , die “ Vierte Welle “ zu verhindern . Stattdessen wird bis zum Anschlag gelockert .

    • Lieber Lehrer(?), zum einen ist der Artikel vom 21.04., keine Delta-Variante damals. Schulhöfe sind auch keine Spazierflächen oder Parks. Ganz nebenbei wird dort klar erwähnt, dass bei Aktivität und unterhalten (beim Joggen) oder engem Stehen in größeren Gruppen diese schöne einfache Sichtweise nicht mehr so uneingeschränkt gilt. Vielleicht steht ‚002‘ für eine zweite Realität, aber in meiner machen Schüler genau das auf dem Schulhof: Toben und in großen Gruppen eng zusammen stehen. Tip: manchmal kann man Schulhöfe von außen einsehen, einfach mal 20 Minuten Zeit für Kontakt mit der Realität opfern.
      Kleineres Risiko, meinetwegen, es mag klein sein. Es sind aber nur noch zwei Wochen bis zu den Ferien, die Maskenpflicht ist lästig, jetzt wegen ‚lästig‘ ein mit Glück relativ kleines, aber komplett unnötiges Risiko eingehen? Wieviele unnötige Fälle rechtfertigt das ersehnte Gefühl von Normalität? Meine ‚Kinder‘ sind meist Jahrgang 9 und 10, die Lockerungen werden von den meisten sehr kritisch gesehen, sie fragen ‚warum jetzt für die letzten Tage‘.
      Letzte Jahr: Masken auf dem Schulhof, keine Maske im Unterricht
      Jetzt: umgekehrt, neue Erkenntnisse
      In drei Wochen: war bei Delta/Lambda usw doch nicht so gut die Idee, dumm gelaufen?

      • „Meine ‚Kinder‘ sind meist Jahrgang 9 und 10“
        Das ist dann ja auch eine völlig andere Ausgangssituation. Erstklässlern in der Pause zuzumuten, bei 30°C und mehr Masken tragen zu müssen, ist unmöglich. Daher ist die Entscheidung, was die Grundshcule betrifft, durchaus richtig. Der Artikel ist durchaus zutreffend, es gibt inzwischen zahlreiche weitere Untersuchungen, die bestätigen, dass die Ansteckung draußen um ein Vielfaches unwahrscheinlicher ist. Ein Restrisiko bleibt immer – aber bei den derzeitigen Inzidenzen ist dies mehr als vertretbar.

  4. @Mary-Ellen:sehr passender Kommentar, stimme ich zu.

    Mit diesen Scheuklappen in der Politik inkl. der KM steuern „DIE DAS SCHIFF“ geradewegs in die 4.Welle!!!

    Hauptsache erst mal Wahlkampf in eigener Sache auf Kosten der Gesundheit, pfui!!!

  5. Guter Schritt, viel besser als damals dieser Unsinn mit überall Maske außer am Sitzplatz im Raum.
    Draussen ist das Ansteckungsrisiko sehr gering bzw. die Kinder können durch den aBstand auch selbst enstcheiden, wieviel Schutz sie wollen und brauchen. Im Klassenraum, sind aber alle Schüler jedem ausgeliefert und können dies nicht.

  6. … wir haben einen Inzidenz von 0. Keine Neuinfektionen. 4 Patienten auf Station, einer davon Stationär intensivmedizinnisch versorgt. Das war es schon. Bis zu den Ferien kann man auf den Schulhöfen auf Masken verzichten. Wenn die Zahlen nicht nach oben gehen ist das durchaus vertretbar.

    • Das sehe ich ebenso. Solche geringen Inzidenzen rechtfertigen in keiner Weise die enorm ausgedehnte Maskenpflicht, die gerade die jüngeren Kinder unnötig belastet.

  7. Wenn sie die Maskenpflicht auf den Schulhöfen streichen, dann bleibt da doch aber hoffentlich die Abstandsregel!

    „Wir sind im Endspurt“

    Nein… sind wir nicht! Wie viele SuS sind geimpft? Wie viele Eltern der betreffenden SuS sind geimpft? Wie viele Menschen haben vollen Impfschutz?

    DAS sind die relevanten Fragen, wenn Delta kommt. Die Antwort auf all diese Fragen lautet jeweils: „Viel zu wenige“.

    Der Anteil von Delta hat sich in der aktuellen Woche fast verdoppelt! Man kann 6,x natürlich kleinreden, aber das ist eine besorgniserregende Entwicklung.

    Noch schlimmer ist, dass die Politiker sich mit ihren vollmundigen Versprechungen wieder so weit aus dem Fenster lehnen, dass sie sich dann wieder ewig zieren werden, ehe sie zurückrudern.

    Wer die vierte Welle verhindern will, muss nach GB schauen und überlegen, wie man eine solche Entwicklung bei uns noch stoppen kann. In GB ist sowohl der Anteil der einmal als auch der Anteil der zweimal Geimpften höher als bei uns.

    • Danke für diesen Kommentar.

      Das Schlimme ist, dass in vielen Bundesländern gar keine Maskenpflicht mehr in der Schule besteht oder dass dieser Fall ab nächster Woche eintreten wird.

      So in RLP. Wir haben erst seit dieser Woche vollen Präsenzunterricht (mit Pflicht) und wissen also gar nicht, wie sich das Ganze auswirken wird.

      Gestern gab es laut GU wieder 17 Neuinfektionen in Mainz. Die Innenstadt platzt aus allen Nähten vor lauter Menschen – krasser Gegensatz zur Situation vor zwei Wochen. Falls Delta hier „aufploppen“ sollte, „gute Nacht Marie“. Dann werden wir wohl sehr schnell Ähnliches wie in UK beobachten. Immerhin sind hier mehr Menschen mit Biontech und Moderna geimpft als in UK – die einzige Hoffnung.

  8. @Bernd:

    „Wenn die Zahlen nicht nach oben gehen ist das durchaus vertretbar.“

    Wenn die Zahlen nicht nach oben gehen, sind SIE DER ANSICHT, dass es vertretbar sei.

    Unterschied?
    Ansonsten Quelle angeben.

    • Ja das bin ich. Quelle: Die Beschaffung von Informationen bildet die Grundlage aller Informationsprozesse. Fundierte Entscheidungen können nur auf Grundlage korrekter und vollständiger Informationen getroffen werden. Das sehr vielfältige Internet wäre zum Beispiel eine Möglichkeit.

      • @Bernd:

        Zugegeben, etwas frech war ich da schon…
        Es fällt mir allerdings zunehmend auf, dass viele Foristen hier (und zwar quer durchs gesamte Meinungsspektrum) zwecks Vertretung der eigenen Ansichten Sätze formulieren, die wie Tatsachen klingen.
        Sicher ist es nicht immer möglich (ist mir sicher auch schon passiert), doch grundsätzlich könnte sich doch jeder bemühen, den Einschub „meiner Ansicht nach“, „ich denke“, „ich finde“, „ich sehe das folgendermaßen“, o.ä. vorweg zu benutzen.
        Aussagen wie: „Das ist Unsinn/Quatsch“ finde ich auch nicht wirklich passend, solange nicht „ich bin der Meinung, dass“ o. ä. davorsteht.
        Abkürzend ginge auch „scheinbar“, „offensichtlich“, “ möglicherweise“, etc.
        Vielleicht alle mal ein bisschen üben damit…..von wegen Diskussionskultur.

        Abschließend: Sorry, dass Sie gerade als „Aufhänger“ dienen mussten! Asche auf mein Haupt!

  9. @Jan aus H „Noch schlimmer ist, dass die Politiker sich mit ihren vollmundigen Versprechungen wieder so weit aus dem Fenster lehnen, dass sie sich dann wieder ewig zieren werden, ehe sie zurückrudern.“

    Zurückrudern,
    aber doch nicht unser Armin. Ist er endlich mal wieder in NRW, am eigentlichen der vielen Arbeitsplätze, muss er sich ja auch präsentieren an den letzten Tagen vor dem großen Umzug nach B.
    Frische Luft für Alle, Masken draußen weg!
    Dritte Woche Juni läuft und was ist mit den Millionen (zurückgehaltenen) Impfdosen nach dem Fall der Prio ab 07.06. oder SuS-Impfungen?
    Ich erwarte zumindest von diesen „Versprechern“ nichts mehr und hoffe auf die Quittung im September.

  10. Ich bin erschrocken,wie viele gerade für Grundschüler bei 30 Grad eine Maskenpflicht auf dem Hof wollen,wo es mittlerweile genug Aussagen von Virologen gibt,dass draußen weniger das Problem ist!Bis die ersten Kinder umkippen….Das ist absurd.Wenn sie im Klassenraum die Maske abnehmen dürfen,ist das doch wesentlich bedenklicher.Ich weiß schon,warum mein Kind zuhause ist….

  11. Der Hobbit aus dem Auenland hat einfach nur „Brot und Spiele“ verstanden, der Pöbel grölte doch schon lange danach und nun gibt er in seiner gottgleichen Gütigkeit nach und erlaubt es uns – also, zu tiefste Dankbarkeit ist angesagt, Pack!

    Und der Armin wird Kanzler werden, freuen wir uns. So fehlt in Berlin dann jegliche „vernünftige“ Stimme, jegliches Gegengewicht zu der Allmacht der Landesführer und ihren Paladinen.

    Also, Armin wird auf jeden Fall Kanzler! Gegenwetten?
    Ob dann „der Joe“ vielleicht neuer NRW-Landesführer wird (…)?

    Okay (…), back-2-topic: Armin in Berlin, der designierte & natürlich „genehme“ Nachfolger in Düsseldorf und Särgebauer kann dann total die Schulpolitik in NRW zerstören. Beste Aussichten 2022!

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