Geht das Chaos weiter? Kultusministerkonferenz berät über neues Schuljahr

14

BERLIN. Die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK) berät am Donnerstag über die Vorbereitung des kommenden Schuljahres. Dabei geht es vor allem um die Frage, wie der Schulbetrieb mit Blick auf die Corona-Pandemie nach den Sommerferien weitergehen soll.

Wird das kommende Schuljahr ein weitgehend normales? Zweifel sind erlaubt. Illustration: Shutterstock

KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD) hatte gesagt, es sei wichtig, dass die Schulen nach dem Sommer in voller Präsenz öffnen, unabhängig davon, ob Kinder geimpft sind oder nicht. Im noch laufenden Schuljahr haben erste Bundesländer wegen der gesunkenen Corona-Zahlen bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht an den Schulen angekündigt.

Die Ministerinnen und Minister wollen außerdem eine gemeinsame Empfehlung zum Umgang mit Antisemitismus in der Schule verabschieden. Auf der Tagesordnung der Videokonferenz steht dazu ein Gespräch mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, und den Vorsitzenden der Gemeinsamen Bund-Länder-Kommission zur Bekämpfung von Antisemitismus und zum Schutz jüdischen Lebens, Felix Klein und Samuel Salzborn. Am Freitag (12.00 Uhr) sollen die Ergebnisse der Beratungen bei einer Pressekonferenz vorgestellt werden. News4teachers wird darüber berichten. News4teachers / mit Material der dpa

Geht das Corona-Chaos im nächsten Schuljahr weiter? Wirksamer Infektionsschutz in Schulen ist nach wie vor nicht in Sicht  

Anzeige


14 KOMMENTARE

  1. Unterricht „in voller Präsenz“ und „bereits Lockerungen bei der Maskenpflicht“ für Schüler und Lehrer, die Vollbürger allerdings tagen per „Videokonferenz“.

    Finde den Fehler!

  2. Vielleicht sollte die KMK dann auch mal überlegen, wie sie in den nächsten Jahren mit den LongCovid-Kindern umgehen, die sie in den letzten Monaten produziert haben und und in den nächsten Monaten weiter erzeugen werden.

    Das wichtigste Thema der KMK-Sitzung sollte nicht sein „Wie öffnen wir möglichst billig möglichst viel“, sondern: „Was lernen wir aus dem, was in GB passiert, um zu verhindern, dass die Delta-Mutante weitgehend ungehindert durch die Schulen läuft?“

    Diese verdammte „Die Pandemie ist vorbei“-Stimmung wird noch sehr viel Schaden anrichten und die „Ziellinie“ noch weiter in die Zukunft verschieben. Das bewusste Verlängern der Pandemie nutzt niemanden und schadet den Zielen, die vorgeschoben werden, um eine möglichst verantwortungslose Öffnung zu rechtfertigen.

  3. Das Chaos wird weitergehen, denn das Motto lautet: Pandemie aussitzen.
    Es macht zunehmend fassungslos, dass es immer noch keine Luftfilter flächendeckend an Schulen gibt, während sich Politiker immer noch erdreisten, die Wichtigkeit von Bildung zu betonen. In über einem Jahr ist nichts, null, niente, zero, nada passiert.
    Kinder und Jugendliche werden hoffentlich später einmal die folgerichtigen Wahlentscheidungen treffen. Die Erwachsenen sind durchgeimpft und die Kinder werden durch natürliche Infektion immun. Das scheint der geniale Plan zu sein. Mögen die Langzeitfolgen bei den Kleinen gering bleiben.

    • Man hat sich schon festgelegt. Die Pandemie ist vorbei, spätestens nach den Sommerferien. Die indische Mutation löst sich im Angesicht unserer respekteinflößenden KuMis in Luft auf und die Urlaubsreisen sind auch völlig unproblematisch. Würde mich nicht wundern, wenn wir ungeteerte und ohne Maskenpflicht sofort am ersten Schultag in den Präsenzunterricht starten. Wir sind bei Inzidenz unter 35 und die Maskenpflicht im Unterricht ist aufgehoben, 30 SuS ohne Abstand, auch zum Lehrertisch, mehr Platz geben die meisten Räume bei Vollbesetzung nicht her. Kuscheln, Küssen, aus ein und derselben Flasche trinken… die Wiedersehensfreude war groß. Und unser MP ist der Meinung, man könne überhaupt alle Maßnahmen im Herbst (!?!?!?) aufheben. Ich fasse es nicht. Dasselbe unverantwortliche Geschwafel wie vor einem Jahr.

      +++ 16:13 „Dauerhafter Regelbetrieb“ in Schulen nach Sommerferien +++
      Monatelange Schulschließungen wie in diesem Jahr soll es im nächsten Schuljahr nicht mehr geben. Die Kultusminister der Länder vereinbaren bei einer Videoschalte, dass alle Schulen nach den Sommerferien „dauerhaft im Regelbetrieb (…) mit allen Schulfächern und Unterrichtsstunden“ besucht werden sollen. Das geht aus einem Beschluss hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Regelbetrieb bedeute, dass Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht werde. Auch außerschulische Angebote, wie Schulfahrten, würden wieder in „vollem Umfang“ ermöglicht.“

      https://www.n-tv.de/panorama/17-34-Merkel-zu-Delta-Variante-Wir-sind-in-einem-Wettlauf-mit-dem-Impfen–article21626512.html

      „Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht sich nach einem Zeitungsbericht dafür aus, die Corona-Regeln im Herbst komplett zu lockern. „Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen“, sagte Ramelow der Rheinischen Post. Die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr höher. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. „Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten“, sagte Ramelow.“

      https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/ramelow-corona-lockerung-kritik-voigt-100.html

      Er hat immer noch nicht kapiert, dass gegen ein Virus, dass sich über die Luft verbreitet, dem Selbstschutz Grenzen gesetzt sind. Und was ist mit all den Kindern, die nicht geimpft werden (sollen)? Die Stiko gibt nur eine Empfehlung für vorerkrankte Kinder. Kekule warnt schon, aber es wird die Politiker wieder nicht interessieren.

      „Der Virologe Kekulé hat davor gewarnt, im Herbst schon wieder alles zu öffnen. Damit widersprach er dem thüringischen Ministerpräsidenten. Kekulé sagte MDR AKTUELL, er verstehe die Politik, dass sie im Hinblick auf die Bundestagswahl alle möglichen Versprechungen mache. Rein wissenschaftlich gebe es aber keine Basis für so eine Prognose. Man könne jetzt noch nicht die Lage im Herbst einschätzen. Zudem sei es auch möglich, dass im kommenden Herbst mehr Atemwegsinfekte aufträten. Möglicherweise sei die Immunitätslage der Bevölkerung schlechter als in den Jahren zuvor.“

    • Na klar, is doch Pandemie, Mensch, und die sicheren Schulen sind grad durch die vielen Schüler belegt. Bei ner Inzidenz über 30 macht man dann doch lieber ne Videokonferenz, wer weiß, ob die Luftfilter in den Sitzungssälen auch zuverlässig sind!

      • @WiMoKa

        „… wer weiß, ob die Luftfilter in den Sitzungssälen auch zuverlässig sind!“

        Womöglich werden die Superhirne von ihrem eigenen Politiker-wissen-alles-und-das-besser-Sprech gedanklich ausgehebelt:
        „Luftfilter“? –
        „Aber die bringen doch gar nichts! Ist doch rausgeschmissenes Geld!“
        Und in einer Videokonferenz hat man sogar beides: Sichere Distanz und an der Hardware läuft zusätzlich noch die Lüftung! Genial, was?
        (Doppelt hält und ist immer besser, darum gibt es zwei Ohren, damit man besser hören kann. Es gibt zwei Augen, damit man besser sehen kann. Es gibt zwei Pobacken, damit man besser sitzen kann. Es gibt zwei Gehirnhälften … egal, kann ja nicht immer klappen.)
        😉

  4. Umgang mit Antisemitismus – spannend. Ich will nicht behaupten, dass es keine Vorkommnisse in der Schule gibt, aber mir ist in 30 Jahren kein Fall an der Schule bekannt geworden.
    Kann sich aber ändern. Je öfters darüber geredet wird, um so öfter kommen auch Fälle vor.

  5. Natürlich geht das Chaos weiter. Es hat sich in den Schulen ja nichts geändert! Gleich große Klassen, keine Luftfiltersysteme, Lehrermangel…
    Ob die Impfungen der Erwachsenen allein (und vielleicht einem Teil der ü12-Kinder) reichen, wage ich zu bezweifeln…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here