Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock will Kinder finanziell stärker absichern

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POTSDAM. Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hält eine größere finanzielle Absicherung von Kindern für notwendig, um Armut zu verhindern. „Die große, große politische Aufgabe ist dann, eine Kindergrundsicherung zu schaffen“, sagte die Spitzenkandidatin der Brandenburger Grünen in Potsdam. „In unserem Land lebt jedes fünfte Kind in Armut.“ Die Kindergrundsicherung könne dafür sorgen, dass jede Familie ihrem Kind zum Start in die Schule das Beste mitgeben könne, sagte Baerbock mit Blick auf den bald nahenden Schulanfang in einigen Ländern.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock bewirbt sich im Zuge der Bundestagswahl um ein Direktmandat in Potsdam. Foto: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Baerbock, die sich in Potsdam wie SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz um ein Direktmandat bewirbt, startet am Montag, 26. Juli, den offiziellen Wahlkampf der Brandenburger Grünen.

Rund 2,8 Millionen Kinder und Jugendliche – etwa 21 Prozent aller unter 18-Jährigen – wachsen in Deutschland in Armut auf, wie eine Studie der Bertelsmann Stiftung im vergangenen Jahr ergab. Die Untersuchung berücksichtigte Kinder aus Familien, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens aller Haushalte beträgt, und rechnete Heranwachsende im Grundsicherungsbezug ein, deren Familien Hartz IV erhalten.

Die Grünen im Bundestag forderten bereits 2019 in einem Positionspapier eine Kindergrundsicherung, die zehn Milliarden Euro im Jahr kosten soll, um Kinderarmut zu verhindern. Darin ist ein fester Betrag für jedes Kind und ein variabler Zusatzbetrag enthalten, der umso höher ist, je niedriger das Einkommen einer Familie ist. dpa

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15 KOMMENTARE

  1. Diese 10 Mrd € pro Jahr, vorausgesetzt sie kommen zusätzlich zum aktuellen Kindergeld, entsprechen rund 300€ pro Kind und Monat von den 2,8 Mio Kindern.

    Frage: Von wem kommt dieses Geld?
    Frage: Weshalb sollen Familien, die davon profitieren, noch überhaupt etwas arbeiten?
    Die bei zwei Kindern aktuell schon schnell erreichbaren 1500€ netto (inkl. Miete, Wohngeld, GEZ-Befreiung usw.) werden dann zu 2100€ netto. Nicht schlecht für nichts tun müssen.

    • Genau Georg, alle armen Familien in Deutschland sind grundsätzlich faule Schmarotzer, die sich die Birne zusaufen, alles verkiffen und ihre Kinder verwahrlosen lassen!!11!

      Hartz VI muss sofort abgeschafft werden, damit die ganzen faulen Säcke mal endlich wieder arbeiten gehen.

      Die ganzen Alleinerziehenden, Aufstocker (weil Arbeit nicht immer ordentlich bezahlt wird) und die bösen Rentner mit Grundsicherung, die über 40 Jahre gearbeitet haben und jetzt einfach zu wenig Rente bekommen sind doch alle selber Schuld, dass es Ihnen schlecht geht, dieses Dreckspack1!11!!

      Und die Kinder von diesen bildungsfernen Familien sind eh alle doof, die werden auch alle mal arbeitslos bleiben. Warum sollten die auch arbeiten, wenn ihre Eltern ihnen doch das so schon vorleben, mit dem rumschmarotzen? Deswegen brauchen die auch nicht auf die Schule gehen, die nehmen doch den fleissigen SuS nur den Platz und die Lernmaterialien weg!!1!11!

      Mal ganz ehrlich, die Bertelsmannstiftung hat da bereits mehrfach entsprechende Zahlen erhoben, über 90% der Empfänger von Sozialleistungen (egal welcher Art) sind mit ihrer Situation nicht zufrieden, würden lieber für einen Hungerlohn arbeiten gehen (oder tun dies bereits) als noch einen Tag Leistungen zu beziehen und tun so ziemlich alles, um ihre Lage zu verbessern. Ausserdem geht es hier auch um Familien, die gar keine Leistungen beziehen, sondern schlicht mit viel ehrlicher Arbeit von 2 Erwerbstätigen trotzdem nicht immer genug für ausreichend Schulhefte oder andere Materialien haben.

      Da die sozialen Fangnetze in Deutschland aber lediglich für die Verwaltung der „Fälle“ und Auszahlung von Geldern zuständig bzw. nur dafür ausgelegt sind, haben wir sinnlose Wiedereingliederungsmassnahmen und Abschiebegleise für Leistungsempfänger anstelle von echter Förderung.

      Ja es gibt tatsächlich auch welche, die den Bezug von Sozialleistungen als Lebensaufgabe sehen und geplant und gezielt Kinder in die Welt setzen um mehr Geld zu bekommen und sich aktiv gegen jede Form von Arbeitsaufnahme wehren.
      Deren Prozentsatz beträgt, Trommelwirbel: unter 3% !! aller Sozialleistungsempfänger

      Aber klar, wenn man RTL Serien über Problemviertel für die Realität in unserem Lande hält…..

      • Lieber Mike, wenn Sie in so einer Situation wären, würden Sie dann für 2000€ brutto körperlich schuften, um als Aufstocker dann doch wieder nur auf 1500€ netto zu kommen?

        • Tja, das genau ist der Grund, warum ich solche Informationen aus der Realität kenne, ich bin in genau dieser Situation. Nicht ganz die gleichen Zahlen aber sonst exakt so.

          Aufgrund einer chronischen Krankheit welche mich erwerbsunfähig machte bekomme ich Grundsicherung. Das hält meine Lebengefährtin nicht davon ab, arbeiten zu gehen, trotz 4 Kindern und ergänzendem HartzVI. Ich persönlich bin nur noch ehrenamtlich tätig, da ich nicht lange genug am Stück arbeiten kann für einen normalen Job.

          Ja manchmal überlegt man sich, warum man das tut, obwohl am Ende doch Hilfe vom Amt gebraucht wird. Dann sehe ich mir meine Kinder an, trotz hartnäckig unterstellter Bildungsferne sind inzwischen drei davon auf dem Gymnasium, sogar mit echt guten Noten. Und das trotz Corona, fehlender Hardware und mit viel Ausfall des Präsenzunterrichtes.

          Man macht es also, damit die eigenen Kinder sich irgendwann mal einen ordentlichen Lebensunterhalt verdienen können und gar nicht erst in diese Situation kommen müssen. Man geht für brutto 1200€ arbeiten, von denen man effektiv nur 160€ netto behalten darf, weil diese paar Euros welche man am Ende des Monats mehr hat als der „Schmarotzer“ der sich gehen lässt, ein paar Schulhefte, Stifte, Materialien und Ausflüge bedeuten. Oder nach einem Jahr sparen für 2 neue Laptops für den Distanzunterricht reicht.

          Wenn dann die Kultusminister Fördergelder des Bundes „verwalten“ und am Schluss von den 300€ Förderung für Hardware für „bildungsferne“ Familien, genau null ankommt, dann fragt man sich das noch mehr.

          Wenn ich dann auch immer wieder lesen muss, arme Familien würden ihren Kindern die Zuschüsse nur „wegsaufen“ und das Geld würde nur dazu führen, dass die noch mehr rumschmarotzen, dann frage ich mich das genauso.

          Warum nur geben wir, wie so viele andere Sozialleistungsempfänger die wir kennenlernten, uns jeden Tag Mühe unseren Kinder alles zu ermöglichen, auf Urlaube, Klamotten, Elektronik usw. zu verzichten um den Kids einen möglichst guten Start ins Leben zu verschaffen?

          Ich kann Ihnen sagen warum, weil auch arme Familien ihre Kinder im Normalfalle lieben und nur das Beste für sie wollen. Weil sie es nicht mehr hören können, dass ihre Kinder keine Chance auf Bildung hätten weil sie fern jeder Bildung existierten.
          Und weil die meisten Menschen welche Sozialleistungen bekommen, vorher ganz „normale“ Menschen waren, mit Job, Wohnung, Handy, Fernseher, Restaurantbesuchen, Kino uvm. und es eigentlich gar nicht so schön finden vom Amt abhängig zu sein.

  2. Ein Anfang – ob das Geld allerdings dort ankommt, wo es hin soll?

    Die Erfahrung lehrt seit Jahrzehnten: Prioritäten werden in Familien sehr unterschiedlich gesetzt, Geld fließt bei einigen Familien prioritär in die Ausstattung für die Schule, in Bücher, in Sport… bei anderen aber in immer wieder neueste Handys, elektronisches Spielzeug, Urlaubsreisen, Verpflegung im nächsten Supermarkt…
    Ich mag das hier gar nicht bewerten und jede Familie entscheidet aus welchen Gründen auch immer für das, was ihr wichtig ist.
    Frage bleibt aber, wie wir auf diese Weise „gleiche Chancen“ erzeugen wollen!

    Wäre es nicht sinnvoller, Geld direkt in Bildung im weitesten Sinne zu stecken?
    Guter Unterricht mit endlich einmal ausreichend kleinen Gruppen und ausreichend Lehrpersonal am Vormittag, Freizeit- und Bildungsangebote am Nachmittag, damit alle Kinder ihre Persönlichkeit entwickeln können?

    Auch mit einer finanziellen Stärkung der Familien mit Kindern wird es noch nicht automatisch gleiche Chancen auf Abitur und Studium, nicht gleiche Chancen auf eine gute Ausbildung, auch nicht für die Entwicklung individueller Stärken und Interessen geben.
    Dazu braucht es mehr – und an einigen Stellen weniger – mehr guten, effektiven, motivierenden Unterricht (der nicht an seiner Länge, sondern an seiner Qualität und Nachhaltigkeit gemessen wird), mehr Grundlagen und mehr individuelle Angebote, mehr Ehrlichkeit (Lernen ist nicht immer nur lustig) und weniger Tamtam, weniger Aktivismus, weniger Luftblasen, weniger vorgebliche Vergleichbarkeit.

    Kinder brauchen Gelegenheiten, um sich persönlich zu entwickeln – sowohl im Unterricht, als auch in dem, was wir „Freizeit“ nennen.
    Schon das Wort „Freizeit“ finde ich fragwürdig: es suggeriert „Freiheit von“… Pflichten, Verbindlichkeiten, Notwendigkeiten und suggeriert gleichzeitig, dass es etwas gibt, von dem man „frei“ sein müsse – frei von Schule, von Lernen, von Zusammenhängen in der Gesellschaft, von Verbindlichkeiten?
    So funktioniert das m.E. nicht:
    Freie Zeit müsste im Verständnis eines „frei für“ dazu da sein, individuell genutzt (oder auch mal verschlafen) zu werden. Kinder müssen m.E. wieder ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Zeit genutzt werden kann, dass Zeit ihnen selbst und anderen nutzen kann, das Zeit vergeht und nicht „totgeschlagen“ wird.
    Wenn wir die uns bevorstehenden Umbrüche hinsichtlich inzwischen hinlänglich auch bei uns relevanter neuer Lebensumstände (s. Pandemie, s. Klima) berücksichtigen wollen, sollten wir den Kindern die bestmögliche Vorbereitung darauf angedeihen lassen.
    Das sollte m.E. nicht durch finanzielle Hilfen für Familien, sondern durch einen neuen Umgang mit Bildung, mit Arbeitsplätzen, mit Bezahlung von Arbeit und Erzeugnissen erfolgen.

    Kurzum:
    Steckt Geld in ein gutes Bildungssystem und Investitionen in die Zukunft, die allen Menschen weltweit zugute kommen.
    (Natürlich müssen bedürftige Familien/Kinder unabhängig davon Akuthilfen in jeder notwendigen Form erhalten, dann aber unbedingt auch strukturelle Hilfen in Form von samt besseren, langfristig die Situation verändernden Chancen, über gute Arbeitsplätze, angemessene Wohnsituation etc.)

    • @kanndochnichtwahrsein

      Das erspart mir auch mal wieder viel eigene Tipperei, denn ich sehe es genau so.

      Weitere ausführliche Gedanken, die in dieselbe Richtung gehen habe ich vor Tagen schon unter einen anderen Artikel geschrieben:
      https://www.news4teachers.de/2021/07/praxisbeispiel-blended-learning-wie-lehrkraefte-neue-lernformen-selbst-erleben-und-ihre-rolle-weiterentwickeln/
      Pit 2020 21. Juli 2021 um 15:41
      Pit 2020 22. Juli 2021 um 08:33

      Aber ich vermute, wir Beteiligten am „Schulleben“ können weiterhin ganz beruhigt sein, das Wahlkampf-Gerumpel (ein Getöse ist es ja bisher wirklich nicht) wird schneller vorbei und vergessen sein als wir uns das bei aller Lebenserfahrung vorstellen können.
      Und damit sind auch alle klugen Studien zu „Blended Learning“ usw. wieder uninteressant.
      Und für das „Kindeswohl“ sorgen dann wieder die „Zuständigen vor Ort“ (= in den Schulen), eben weil sie alle Zuständigkeiten aufs Auge gedrückt bekamen und sich das so bewährt 🙁 hat. Wenn man ehrlich ist, geschieht dies unter miesesten Bedingungen – nur weil es sich finanziell rechnet. (Warum das möglich ist, ergibt sich aus der Struktur des Bildungswesens und dessen Zuständigkeiten – wenigstens auf dem geduldigen Papier von Organigrammen – und wurde hier in den letzten Monaten immer wieder ausführlich dargestellt.)

      Und wenn man ganz ehrlich ist, müssen ja in den nächsten (vermutlich) 10 Jahren wegen Pandemie-Folgen und Hochwasserkatastrophen-Folgen noch etliche Milliarden eingespart werden. Man darf schon mal ganz vorsichtig fragen, wo zuerst die Spar-Daumenschrauben angesetzt werden …

      • Letzter Satz: Ja. Genau so wird es kommen!
        Wer wird es trotz allem wieder rausreißen???
        Frag mich, woher man den Idealismus nehmen soll, trotz immer widrigererererer Umstände immer noch Optimismus und Zukunftsgewandheit an die Kinder/Schüler weiterzugeben…
        Also: Nix anmerken lassen, weiter den fröhlichen, optimistischen Lehrer spielen, weiter Augen zu und durch durch die Bürokratieberge und Stundenberge, die sich immer weiter auftrümen – hinter uns und vor uns vermutlich noch höher als bisher.
        Meine Vorhersage: es wird nicht nur nix mehr mit A13 für alle, sondern auch nichts mehr mit bisherigen Altersgrenzen für eine Zurruhesetzung auf Antrag.
        Das schon gar nicht, wenn die vielberufene „verlorene Generation“ durch falsches politisches Handeln (wohlgemerkt: nicht durch Pandemie oder Hochwasser!!) tatsächlich eine solche wird und später die Kosten und die Probleme noch weniger tragen kann als man es eh schon prophezeien musste.

        Welche andere Berufsgruppe würde das mit sich machen lassen?
        Ähnlichen Idealismus erwartet man vielleicht noch von Pflegern und Ärzten.
        Aber selbst die haben Gewerkschaften, die ihren Namen verdienen und setzen doch das eine oder andere in Sachen Verbesserung durch. Und wenn nicht, können die zumindest den Arbeitsplatz wechseln.

        Wann lernt Politik endlich??? (ja, unzulässige Verallgemeinerung, aber die „guten“ Politiker sind leider zu leise)
        Wenn Lehrer so vergesslich agieren würden – oder unsere Schüler…

        • „Welche andere Berufsgruppe würde das mit sich machen lassen?
          Ähnlichen Idealismus erwartet man vielleicht noch von Pflegern und Ärzten.
          Aber selbst die haben Gewerkschaften, die ihren Namen verdienen und setzen doch das eine oder andere in Sachen Verbesserung durch. Und wenn nicht, können die zumindest den Arbeitsplatz wechseln.

          Wann lernt Politik endlich??? (ja, unzulässige Verallgemeinerung, aber die „guten“ Politiker sind leider zu leise)
          Wenn Lehrer so vergesslich agieren würden – oder unsere Schüler…“

          Ich finde, dass das Jammern auf hohem Niveau ist, nicht, weil das falsch wäre, was Sie kritisieren, sondern weil das unsere Berufsgruppe in großen Teilen mit sich machen lässt. Ich denke mir dann immer, dass der Leidensdruck dann nicht so groß (oder nicht groß genug) sein kann.

          Sie beschweren sich (und da sind Sie ja nicht der Einzige) über die Gewerkschaften? Warum sind Sie dann noch Mitglied? Warum erhöhen Sie nicht den Druck auf die GEWerkschaft sich lieber um arbeitsrechtliche Dinge zu kümmern anstatt um Gendersprache oder linksgrünes Utopia (war es nicht sogar die LehrerGEWerkschaft, die Verbeamtungen ablehnt und Inklusion und Schulformabschaffungen befürwortet?) zu kümmern.
          Ich habe die Konsequenzen schon vor längerer Zeit gezogen.

          Und warum lassen Sie sich denn „nichts anmerken“ und spielen weiter den „fröhlichen, optimistischen Lehrer“? Das ist doch gerade worauf man baut, um nichts ändern zu müssen.
          Stellen Sie sich doch selbst die Frage: Wenn das weiter so funktioniert, warum sollte denn etwas geändert werden? Aber wo bleiben Sie dabei?

          Ich bin jedenfalls überzeugt davon, dass sich nichts ändern oder gar verbessern wird, solange die Mitarbeiter an den Schulen so gut funktionieren.

        • @kanndochnichtwahrsein

          Auf Ihre Schilderungen wird in den Ministerien natürlich genau so spekuliert auf der Basis von Stumpfheit, Gewohnheit und Erfahrungswerten/bisherigem Erfolg, Dumm-Frechheit und purer Menschenverachtung.

          Zum letzten Absatz:
          1) Wann lernt Politik endlich???
          Die Politiker wie oben von mir beschrieben lernen … NIE. Warum auch? Sie kommen doch prima damit durch.
          2) „Wenn Lehrer so vergesslich agieren würden …“
          Leider tun wir genau das. 🙁
          Wir müssen DRINGEND damit aufhören!
          Da muss jeder auf sich Acht geben, schon allein damit die eigene Gesundheit langfristig nicht leidet.
          Wer jetzt argumentiert „Aber die Kinder!“ – Denen ist kein bisschen geholfen mit ausgebrannten Wracks vor der Nase.
          Eigenschutz geht vor – nur dann kann man auch anderen noch helfen.

          Unsere Verbände und Gewerkschaften sind so effektiv Kegel-Clubs.
          Also hilft nur die Strategie der „echten“ Gewerkschaften, nur eben ohne Gewerkschaften.
          😉

        • In Abwandlung eines Kalenderspruches, den ich irgendwo mal gelesen habe: „Mein Idealismus sucht gerade meine Motivation fürs neue Schuljahr. Jetzt sind beide weg.“

        • Stimmt!!! Aber ich spiele nicht mehr den gut gelaunten Lehrer! Ich sage bei jeder Gelegenheit, was Sache ist.
          Was ich sonst noch denke, traue ich mich nicht im öffentlichen Internet auszusprechen. Aber ich bin nicht mehr bereit, mich für alles und jeden aufzuopfern. Kinder unterstützen kann ich auch außerhalb von Schule – meistens deutlich wirkungsvoller.

    • „Steckt Geld in ein gutes Bildungssystem und Investitionen in die Zukunft, die allen Menschen weltweit zugute kommen.
      (Natürlich müssen bedürftige Familien/Kinder unabhängig davon Akuthilfen in jeder notwendigen Form erhalten, dann aber unbedingt auch strukturelle Hilfen in Form von samt besseren, langfristig die Situation verändernden Chancen, über gute Arbeitsplätze, angemessene Wohnsituation etc.)“

      Sie bedenken da nur Eines nicht: Wähler werden gekauft – die Sprüche von wegen „Benachteiligung“, „Bildung“ usw. dienen nur dazu die Korruption der Wähler als moralisch (in diesem Fall pädagogisch) wertvoll zu verkaufen.
      Niemand würde Sie wählen, wenn Sie ihm sagten, dass Sie Geld ins Bildungssystem stecken wollten, aber er wird Sie wählen, wenn Sie ihm sagen, dass er Geld von Ihnen bekommt.

  3. An alle Vor-Kommentatoren: Volle Zustimmung, sehr gut beschrieben, leider wird das von den Verantwortlichen nicht gelesen. Geld im Gießkannenprinzip hat noch nie den vorgesehenen Zweck erfüllt, dazu ist die Haltung in den Familien zu unterschiedlich und entspricht meist nicht den ideologischen Vorstellungen der (vor allem Grünen) Politiker. Das muss endlich mal ankommen. Die Kinder aus bildungsfernen Familien können nur unterstützt werden, indem sie abgeholt werden, raus aus den Familien und Bildung in Kleingruppen, teilweise mit Einzelbetreuung, sonst wird das nichts. Die Kinder haben ihre Chance, wenn man sie ihnen bietet, unglücklicherweise haben sie in ihrem Umfeld keine Chance, da oftmals die Überzeigung in den Familkien fehlt. Und die gilt es, den Kindern zu vermitteln. Das geht nicht mit mehr Geld für die Kinder, das in den Familien verschwindet. Hier müssen Bildungsoffensiven geschaffen werden, die zwar kosten, aber nicht viel mehr als das Gießkannenprinzip, und langfristig sich auszahlen. Die Kinder dazu zu motivioeren, sich mehr einzubringen in dei Gesellschaft, müsste das Ziel sein, das ist nicht durch noch mehr Geld zu erreichen. Mir ist schleierhaft, warum in der Politik diese Einsicht und Weitsicht fehlt. Aber na ja, wenn ich mir die Postenschacherei anschaue und die kurzfristige Mitmach- und Mitnehm-Mentalität, dann wird mir klar, warum in der Bildung wenig vorankommt.

  4. Billiges Wahlkampfmanöver.

    Mehr Geld für alle. Wie stellt Annalena sicher, dass das Geld für Schulhefte, Nachhilfe oder Bücher und nicht für das neue IPhone oder Snacks ausgegeben wird?

    Da wo es wirklich sinnvoll investiert wäre, genau da wird gespart: im Bildungssystem.
    Von kleineren Klassen profitieren die Schwächsten am meisten. Aber die neue – grüne – Kultusministerin in BW hat ja bereits klargestellt, dass es genug Lehrer gibt und man keine neuen Stellen bräuchte. Alles klar.

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