CDU-Vorstoß zur Impfpflicht für Lehrkräfte: Wer keinen Nachweis vorlegt, soll nur digital unterrichten dürfen

54

BERLIN. In Berlin beginnt das neue Schuljahr am 9. August. Sollte es für Lehrkräfte angesichts der Pandemieentwicklung eine Impfpflicht geben? Die Berliner CDU ist dafür – viele andere sind das nicht. Allerdings sind zumindest an den weiterführenden Schulen tatsächlich viele Lehrerinnen und Lehrer noch ungeimpft, wie die GEW feststellt. Sie appelliert an die Kolleginnen und Kollegen, sich jetzt schnell impfen zu lassen.

Die Bereitschaft unter Lehrkräften, sich impfen zu lassen, ist hoch, aber… Foto: Shutterstock

Eine Impfpflicht für Lehrerinen und Lehrer ist in Berlin umstritten. Der bildungspolitischer Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Dirk Stettner, will ungeimpfte Lehrer nach den Ferien nicht zurück in die Klassenzimmer lassen. Er hat gefordert, bei allen Lehrkräften den Impfstatus abzufragen. «Keine ungeimpfte Lehrkraft darf in Schulen unterrichten», sagte er. «Ungeimpfte Lehrkräfte unterrichten digital.» Stettner sprach sich für eine Impfpflicht für Lehrkräfte aus.

Das Ziel müsse sein, dass im neuen Schuljahr ab 9. August an den Berliner Schulen Präsenzunterricht sichergestellt sei. «Ein erneuter Lockdown und geschlossene Schulen sind angesichts der hohen Quote geimpfter Erwachsener und vor allem der vulnerablen Gruppen sowie der bestehenden Kapazitäten an Intensivbetten nicht mehr zu vertreten», argumentierte Stettner.

«Sich impfen zu lassen, wäre ratsam, aber dafür muss man an die Lehrkräfte appellieren»

Berlins SPD-Fraktions- und Parteichef Raed Saleh ist dagegen: «Ich bin kein Freund von Pflichten, auch nicht von der Impfpflicht für Lehrerinnen und Lehrer», sagte er. «Sich impfen zu lassen, wäre ratsam, aber dafür muss man an die Lehrkräfte appellieren.» Auf diese Weise lasse sich auch ohne Impfpflicht noch viel erreichen.

Auch Linke-Fraktionsvorsitzender Carsten Schatz ist skeptisch: «Es sind in erster Linie die Lehrinnen und Lehrer, die in den Schulen einem erhöhten Risiko sowohl der Ansteckung als auch einer schwereren Erkrankung ausgesetzt sind», sagte er. «Deshalb gibt es nach unseren Erfahrung auch eine hohe Bereitschaft unter den Lehrkräften, sich impfen zu lassen.» Denjenigen, die noch zögerten, solle gegebenenfalls verstärkt medizinische Beratung angeboten werden, um Bedenken abzubauen.

Der FDP-Abgeordnete Paul Fresdorf hat sich ebenfalls gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. «Statt einer Impfpflicht wäre es entschieden besser, die Menschen durch Anreize, eine verstärkte Impfaufklärung und mehr Angebote dazu zu bringen, sich impfen zu lassen», sagte er. «Denn jeder Einzelne hat hier auch Verantwortung für die Gesellschaft.»

«Wir fordern mobile Impfteams an Schulen und Kitas, die neben Lehrkräften und Erziehern auch Schüler und Eltern impfen können»

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Marianne Burkert-Eulitz, sagte, Erwachsenen komme eine besondere Verantwortung zu, weil Kinder bisher nicht geimpft werden könnten. Sie appellierte an alle Lehrkräfte und Erzieherinnen und Erzieher, sich impfen zu lassen. Es müsse allerdings sichergestellt werden, dass allen Pädagoginnen und Pädagogen zum Schulstart ein Impfangebot gemacht wurde. «Deswegen fordern wir mobile Impfteams an Schulen und Kitas, die neben Lehrkräften und Erzieherinnen und Erziehern, die aus welchen Gründen auch immer noch nicht geimpft sind, auch Schülerinnen und Schüler über 12 Jahre und Eltern impfen können.»

Wenn in Berlin am Montag in einer Woche das neue Schuljahr beginnt, werden die meisten Schülerinnen und Schüler und auch viele Lehrkräfte nicht geimpft sein. Impfungen für 12- bis 17-Jährige empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) des Robert Koch-Instituts nicht generell. Als umso wichtiger gilt, dass möglichst viele Erwachsene geimpft sind, damit die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird.

«Schule wird der Ort sein, wo die meisten Kontakte zwischen Nichtgeimpften sein werden»

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Berlin hatte die Lehrkräfte während der Ferien aufgefordert, sich möglichst bald impfen lassen. «Schule wird der Ort sein, wo die meisten Kontakte zwischen Nichtgeimpften sein werden. Von daher kommt da auf uns Erwachsene, auf uns Pädagoginnen und Pädagogen eine besondere Verantwortung zu», sagte der Berliner GEW-Vorsitzende Tom Erdmann. «Ich kann nur an die Kollegen appellieren, dass wirklich alle schnell ein Impfangebot wahrnehmen.»

Er wies darauf hin, dass nach den Ferien, die in Berlin am 6. August enden, die meisten Schülerinnen und Schüler noch nicht geimpft seien. «Wir wissen auch nicht, was die Delta-Variante bringt. Und das Alphabet hat noch viele Buchstaben», sagte der GEW-Vorsitzende mit Blick auf das neue Schuljahr. «Das heißt, was da noch an Varianten unterwegs sein wird, können wir noch nicht abschätzen. Von daher ist es klar, es sollten alle Erwachsenen an Schulen geimpft sein.»

Bei den Lehrkräften an Grundschulen, für die die Impfungen bereits im Frühjahr begonnen hatten, ist die Zahl der vollständig Geimpften laut Erdmann bereits hoch. «Ich gehe davon aus, dass es dort 80 bis 90 Prozent sind.» Bei den Pädagogen an den weiterführenden Schulen sei der Anteil hingegen niedriger.

Insgesamt haben in Berlin inzwischen gut 1,6 Millionen Menschen einen vollständigen Impfschutz. Zuletzt ist die Zahl der Corona-Fälle während der Ferien wieder gestiegen, auch wegen der deutlich ansteckenderen Delta-Variante des Corona-Virus. Experten befürchten, die Infektionszahlen könnten weiter steigen, wenn Schülerinnen und Schüler wieder zusammen im Klassenzimmer sitzen. Mit dem neuen Schuljahr gilt in Berlin Präsenzpflicht für alle Schulen und Jahrgangsstufen. News4teachers / mit Material der dpa

Ethikratmitglied bricht Debatte um Impfpflicht für Lehrer und Kita-Personal vom Zaun

 

Anzeige


54 KOMMENTARE

  1. Dieser Vorschlag könnte massiv nach hinten losgehen, nämlich wenn die Impfquote zu gering für die Anzahl anwesender Schüler ist. An Stelle der Regierung würde ich ihn nicht umsetzen, wenn die an flächendeckendem Präsenzunterricht festhalten möchte.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Berufsehre der Berliner Lehrer mit unbefristeten Stellen, an die die CDU hier appelliert, so groß ist, dass sie sich deshalb impfen lassen, wenn sie es privatem Interesse schon nicht tun. Bei den befristet angestellten Lehrern und Referendare sieht die Situation aufgrund des Drucks, unter dem sie stehen, natürlich anders aus.

  2. Auf prime gibt es einen Film über Fukushima.
    Wie Mitarbeiter wie Mitarbeiter sich der radioaktiven Strahlung ausgesetzt und ihr Leben geopfert haben, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern und ihre Familien und Mitbürger vor der radioaktiven Strahlung zu schützen.

    Wenigstens zum Schutz der Kinder, sollten sich alle Lehrkräfte impfen lassen und ihre persönlichen Bedenken zurückstellen.

    • Zum Schutz der Kinder sollte sich zuerst die Regierung ins Zeug legen. So wälzt sie das Risiko auf die Lehrer ab. An sich bin ich aber bei Ihnen. Die Lehrer sollten sich impfen lassen, aber nicht für die Kinder, sondern für sich selbst und die eigene Familie, also denselben Gründen, wie alle anderen Menschen in Deutschland auch.

    • @Koogle

      Das Argument, Lehrer und Erzieher seien verpflichtet, ihr Leben oder ihre Gesundheit für die SuS zu opfern, habe ich in den Zeiten als es noch keine Coronaimpfung gab, oft gehört. Deshalb wurden auch die „Risikogruppen“ für LuL in SH abgeschafft. Nur Schwangere wurden vom Präsenzunterricht befreit.

      Aber Schwangere haben ja wohl auch nicht in Fukushima gearbeitet! Also wohl auch in ihren Augen evtl noch zu tolerieren, oder?

      Als dann Grundschullehrer und Erzieher in Prio 2 aufrückten, gab es einen Aufschrei in Teilen der Bevölkerung, wir würden den anderen Menschen den Impfstoff wegnehmen (übrigens AZ, den sonst keiner haben wollte!).

      Jetzt wird gefordert, alle LuL müssen sich impfen lassen, um die Kinder zu schützen. Hier wird plötzlich das Hauptargument vergessen, nämlich dass Schulen sicher sind und Kinder sowieso nicht erkranken! Eltern und vulnerable Angehörige können sich ja impfen lassen!

      Lehrer, die sich nicht impfen lassen wollen, sollen selbstverständlich dann halt ungeimpft zur Schule kommen und sich testen. Damit ist eine Übertragung des Virus ja ausgeschlossen.

      Bei uns sind übrigens alle LuL geimpft, soweit sie nicht als Genesen gelten oder die Impfung aus gesundheitlichen Gründen nicht bekommen können. Und alle arbeiten in Präsenz.

      Aufgrund des omnipräsenten Lehrermangels wird sich der Vorschlag aus Berlin sowieso nicht durchsetzen.
      Wenn er nicht sowieso nur an die Presse ging, um dem geliebten „Lehrer-Bashing“ wieder neue Nahrung zu geben.

    • @koogle
      Ich verändere Ihren letzten Satz mal geringfügig:
      „Wenigstens zum Schutz ihrer eigenen Kinder sollten sich alle Eltern impfen lassen und ihre persönlichen Bedenken zurückstellen.“
      Diese Forderung vernehme ich allerdings nicht aus der Politik, wo doch aufgrund des engeren Kontaktes zwischen Elternteil und Kind eine Übertragung des Virus viel wahrscheinlicher ist. Stattdessen wird über eine Impfpflicht für Lehrer und Erzieher schwadroniert.
      Wissen Sie, nachdem seit Anbeginn der Pandemie Schulen als „sichere Orte“ deklariert wurden, und mit dieser Begründung nahezu keinerlei Schutzmaßnahmen getroffen, die Lehrkräfte beim Impfen in Prio 3 einsortiert, gesellschaftlich diffamiert und beschimpft wurden – da erwarten Sie, das diese für die Sparmaßnahmen der Schulträger wieder mal ihre Haut hinhalten? Delta trifft auch Geimpfte, diese tragen dann die gleiche Viruslast wie Ungeimpfte und sind damit genauso infektiös. Die Impfung schützt mich selbst mit hoher Wahrscheinlichkeit vor einem schweren Verlauf (deshalb bin ich auch geimpft), aber sie schützt nicht andere vor Ansteckung durch mich. Man wird also nicht um die pandemiesichere Ausstattung der Schulen herumkommen, auch wenn das Geld kostet. Die Forderung nach der Impfpflicht für Lehrkräfte ist ein weiterer Versuch, dieses Geld nicht ausgeben zu müssen und die Verantwortung für einen pandemiesicheren Schulbetrieb auf diese abzuwälzen.

    • Entschuldigung, aber einen dümmeren Vergleich als zwischen der Eindämmung einer nuklearen Katastrophe mit globalen Folgen und der Beschulung von Kindern zur Verhinderung einer „Bildungskatastrophe“ in Deutschland habe ich selten gesehen! Ich glaube nicht, dass Sie dies beabsichtigt haben, aber Ihr Vergleich wertet das Opfer, das diese Menschen getätigt haben, ab. Vielleicht Mal etwas am Feingefühl arbeiten…
      Und Sie wollen doch bitte nicht ernsthaft von Lehrern fordern, ihr Leben für die Kinder zu opfern?! Und ob man Impfungen als „gefährlich“ einstuft oder nicht, ist eine private Entscheidung!
      Ich höre schon die ersten schreien: „Das ist eure Aufgabe, ihr wolltet doch Lehrer werden, sicheres Gehalt, auch was dafür tun, blablabla…“ Nein, ich bin Lehrer geworden, weil ich gerne Kindern etwas beibringen. Punkt. Und finde es eine Frechheit, dass der Lehrberuf inzwischen mit der Gefährlichkeit von Feuerwehr und Polizei verglichen wird (übrigens auch schon vor Corona!), weil die Verantwortlichen es nicht für nötig erachten, zumutbare Zustände herzustellen und uns das tun zu lassen, wofür wir ausgebildet sind: unterrichten!
      Also, nicht immer die Verantwortung auf die Lehrer abwälzen. Sondern dort Opfer fordern, wo die Entscheidungen getroffen werden!

      PS: Die Mitarbeiter in Fukushima haben sich (dankenswerter Weise und zum Glück für uns alle!) freiwillig gemeldet. Der Artikel handelt von einer Impf“Pflicht“.

      PPS: Es gibt auch Studien, die zeigen, dass kinderlose Lehrer engagierter mit ihren Schülern arbeiten als welche mit eigenen Kindern. Fordern Sie als nächstes, Lehrer sollten “ zum Wohle der Kinder“ auf eigene verzichten? Es ist nämlich noch nicht klar, wie sich die Impfung auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirkt. Oder anders gefragt: Was wollen Sie – und natürlich auch ihre Gleichgesinnten – noch alles von Lehrern fordern?

      • Sie sprechen mir aus der Seele, Pet_Teachers.
        Ich finde diese Forderung auch völlig übertrieben (zumal man bedenken muss, dass die Impfung nach ca. 6 Monaten nachlässt, s. Isreal). Als hätten LehrerInnen nicht auch selbst Familie. Dieser Job verpflichtet zu so einigem, aber nicht dazu! (P.S.: Ich bin geimpft, so wie auch 98% der Kollegen an meiner Schule).

    • Gern nochmal: die Impfung schützt nicht vor Weitergabe, nutzt daher vorrangig nur der Lk, bedeutet aber keinen Schutz für ungeimpfte Kinder.

    • Be a teacher, be a hero, nicht wahr?
      Ob A12 und eine systematische Vernachlässigung aller Arbeitnehmerrechte für heroischen Taten reicht???

  3. „sowie der bestehenden Kapazitäten an Intensivbetten nicht mehr zu vertreten“

    Die Leute kapieren es immer noch nicht! Genesen ist nicht gesund!

    „Angesichts der freien Kapazitäten in den Kinderunfallkliniken sollte man Fußgängerampeln und Zebrastreifen vor Schulen abschaffen und die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h erhöhen.“

    NIEMAND käme wohl auf die Idee, sowas zu verlangen, es geht aber ganz genau in die gleiche Richtung. Nur, weil man zu faul/unfähig/unwillig/was auch immer ist, in wirksamen Schutz zu investieren, kalkuliert man gezielt ein, dass Menschen auf einer ITS landen? Gehts noch?

  4. Nach dieser Logik sollten dann auch nur Kinder geimpfter Eltern in den Präsenzunterricht kommen dürfen. Die anderen können dann ja Distanzunterricht von den ungeimpften Lehrkräften erhalten.
    Dieser ganze Aktionismus dient doch nur, von der Tatsache abzulenken, dass mal wieder nicht in Schulen investiert wurde. Und der GEW fällt auch mal wieder nichts anderes ein, als dieses Spielchen mitzuspielen.

  5. Erst werden Lehrkräfte weiterführender Schulen nicht in die Priogruppe 2 eingestuft (was eine bodenlose Unverschämtheit und Missachtung der KuK war) und nun wundert man sich, dass einige von ihnen noch nicht geimpft sind?

  6. Ich könnte mir gut vorstellen, dass es allerhand Lehrer gibt, die das „Angebot“ gerne nutzen, lieber von zuhause aus zu Unterricht. Da hat man nämlich sehr viel weniger Störungen von Schülern und anderem. Der Vorschlag könnte also nach hinten losgehen.

  7. Nun sind es die Berliner Lehrkräfte. Die Sau wird doch nicht das erste Mal durchs Dorf getrieben. In Nds. ist ein große Mehrheit der Lehrkräfte auch schon doppelt geimpft. Für mich stellt sich garnicht die Frage nach einer Impfpflicht für Lehrkräfte. Schließlich haben wir sehr lange auf die Impfung gewartet. Da mache ich mal eingelesen Fass auf. Wie sieht es denn aus mit der Impfpflicht für Mitarbeiter*innen im Gesundheits-, Pflege-und Betreuungswesen aus? Erzieher*innen? Mir persönlich sind 2 Altenpflegerinnen und 2 Heilpädagog*innen bekannt, die eine Impfung ablehnen. Was ist mit Polizeikräften? Also warum wird nur die Impfplicht für Lehrkräfte öffentlich diskutiert? Weil verdammt nochmal NICHTS für den Schutz im Bezug auf Corona für unsere Schüler*innen investiert werden soll/wurde, auch nicht für Digitalunterricht und man jetzt auf den Teufel komm heraus auf Präsenzunterricht setzt. Am Ende kommt dann raus: Sorry, wir müssen Schulen wieder dicht machen, weil UNGEIMPFTE Lehrkräfte das Virus in die Schule „getragen“ haben. So leicht ist das denn…..Die Karten sind schon neu gemischt und der schwarze Peter ist schon jetzt verteilt.

  8. Interessante Herangehensweise.
    Ist es nicht gerne mal die CDU, die den Grünen vorhält, sie seien eine „Verbotspartei“?

    Welche anderen Schutzmaßnahmen möchten die Parteien denn postwendend umsetzen, um den Schutz der Kinder und Lehrkräfte zu gewährleisten?
    Oder ist dies ein weiteres Nullsummenspiel?

    Es ist gut,
    – dass es eine Impfung gibt,
    – dass es Fenster gibt, die man hoffentlich auch öffnen kann,
    – dass es Computer gibt,
    aber das allein reicht nicht aus, um Kinder in einer Pandemie zu schützen und möglichst umfangreich zu betreuen und zu beschulen.

  9. Sind aber nicht meine Kinder. Sollen sich doch andere für ihre Kinder impfen lassen.
    Ich soll die Blähen nicht infizieren die dürfen aber jeden Virus und jedes Bakterium, selbst meldepflichtige in die Schule schleppen.

    • Ja, typisch, Emil, für Sie als Lehrer(in). Das war die ganze Zeit mein Eindruck, dass es sich manche ganz schon bequem machten mit dem Distanzunterricht.

      • @Schuppentier20: Die Ironie haben Sie wohl nicht rausgelesen…?

        DU ist nur dahingehend bequem, dass der Bürostuhl zu Hause bequemer ist als die Holzstühle in der Schule und man nicht in der Kälte und im Durchzug unterrichten muss. Bei solchen Arbeitsbedingungen ist es wohl keinem zu verübeln, dass er das zu Hause bequemer findet. Weniger Arbeit ist es dennoch nicht, da vieles verschriftlicht werden muss, was sonst erklärt wird, wenn wieder zig SchülerInnen aus der Viko fliegen, das Mikrofon nicht geht oder sie nichts hören oder gar nicht erst erscheinen.

        • Im Übrigen machen es sich derzeit Millionen Arbeitnehmer im Home Office „bequem“. Aber bei LehrerInnen, die darüber nicht selbst entscheiden. wird gewettert.

    • Danke, Emil! Genau das fällt auch mir dazu ein.

      Zu wenige Entscheider äußern sich inzwischen zu weiterhin unabdingbaren Regeln, wie Abstand halten und Maske tragen. Es geht nur noch um die Wunderwaffe Impfung, die aber (noch) keine Wunder bewirkt. Auch nicht durch und bei Lehrkräften.
      Ich komme mir wie immer verarscht vor: zuerst kaum geschützt, dann froh um die Impfung, um nun im ungebremsten Infektionsgeschehen an den Schulen mit immer geringer werdendem Impfschutz erneut schlecht geschützt zu sein. Und warum? Weil zu viele Eltern der SuS keinen Bock auf Impfung haben.
      Ich mit meiner Impfung aber diesen Coronaschulirrsinn in Präsenz scheinbar erst ermögliche.
      Lieber wäre ich ungeschützt im Distanzunterricht als mittelmäßig geschützt in Präsenz.

      Bekomme ich eigentlich die Kosten für einen Antikörpertest rückerstattet? Und: Ich weiß, welche Gruppe erst mal bei der Auffrischungsimpfung nach hinten gestellt wird …

  10. Und wenn die Lehrer dann wegen Nebenwirkungen ausfallen? Egal oder was? Bin froh daß ich kein Lehrer bin und selbst denken und entscheiden darf.

  11. Was bitte bringen geimpften Lehrer? Verstehe das nicht. Damit werde doch keine Kinder geschützt.
    Habt ihr das echt alle immer noch nicht verstanden?

  12. „Keine ungeimpfte Lehrkraft darf in Schulen unterrichten», sagte er. «Ungeimpfte Lehrkräfte unterrichten digital.“

    Jetzt sollen diese Lehrer auch noch dafür auch noch belohnt werden?! Digitaler Unterricht ist entspannter als 26 Unterricht in Präsenz. Ich würde ihnen die größten Klassen geben, da wäre die Ansteckungsgefahr am größten und sie würden dort ihren Immunschutz bekommen.

    • Glauben Sie mir, DU ist keine Belohnung. Haben Sie mal DU gemacht? Der ist nicht entspannter als Präsenzunterricht. Das einzige, was vielleicht besser ist, dass man die Kinder einfach stummschalten kann. Nur kommt man dann auch nicht weiter, wenn man ihnen was beibringen will. Und nochmal: DU ist bei LehrerInnen das gleiche wie Home Office für andere Arbeitnehmer. Ob es mit Kindern funktioniert, steht auf einem anderen Blatt geschrieben, aber darum geht es hier nicht. Das Schlimmste, was ich jemals in meinem Beruf machen musste, war DU!!

  13. Um die selben Kinder zu schützen müssten ja auch deren Eltern geimpft werden sonst bringt das gar nichts. Wird also schon an eine Impfpflicht für Eltern gedacht?

    • Man wirft dem bellenden Hund einen Knochen hin, dann beißt er einen nicht ins Bein.

      Danke fürs Lehrvideo :o)

  14. So ein Mist- warum habe ich mich schon impfen lassen!? Dann könnte ich ins Homeoffice statt in die Schule!
    Wer sich nicht impfen lässt, muss ungeimpft unterrichten. Vor Ort. Oder kündigen.

    • Bedenken Sie auch, dass dann die Pausenaufsichten und Vertretungsstunden (in Präsenz) wegfallen, man in Springstunden den eigenen Distanzunterricht mit der zuhause sicherlich besseren Ausstattung an Geräten und Büchern vorbereiten kann usw.

    • @Julia

      Zwischen Ihrem ersten und zweiten Satz gibt es keinen erkennbaren Kausalzusammenhang.
      Zwischen dem ersten und dem zweiten Absatz auch nicht.

      Und wenn Sie vor Ort oder sonstwo auch so herrisch auftreten und anderen (erwachsenen) Menschen nach Gutsherrenart Ihre „Ideen“ aufdrücken wollen …
      Vielleicht arbeiten Sie gar nicht in einer Schule, sondern in einem Ministerium? Einfach zu Beginn des nächsten Arbeitstages in Präsenz mal nachsehen, was für ein Schild aussen am Gebäude hängt.

      • Wer sagt denn, dass intendiert war, eine Kausalität herzustellen? Möglicherweise war es das Spiel mit (vermeintlicher) Ironie?
        Schule UND Ministerium UND zwei Universitäten für mich war das Arbeiten im/mit Homeoffice optimal. Konnte alles unter einen Hut bringen einschließlich der Familie.
        Und bin noch immer der Meinung, wer nicht vor Ort unterrichten kann oder will, muss gehen.

        • @Julia

          „Schule UND Ministerium UND zwei Universitäten für mich …“
          und
          „Wer sagt denn, dass intendiert war, eine Kausalität herzustellen?“

          Da kann schon eher ein Kausalzusammenhang bestehen. 😉

          Und wenn Sie mögen, wiederholen Sie gerne noch möglichst oft Ihre Meinung, natürlich nur wenn Sie wirklich mögen und nicht verhindert sind, weil Sie neben
          – „Schule UND“
          – „Ministerium UND“
          – „zwei Universitäten für mich“
          mit Jeff Bezos oder sonst einem tollen Kollegen ins All fliegen.

          • Nur um des vergessenen Satzzeichens willen die Wiederholung. Das Argument haben Sie ja nach eigenen Bekunden verstanden: Schule und die Tätigkeiten im Ministerium und an Universitäten- für mich ließ sich das im Homeoffice mit Teilpräsenzen und mehrheitlich VK prima handhaben.
            Zum Verständnis: Wesbezüglich ist Herr Bezos mein Kollege? Und was soll man im All?

  15. Wenn eine Person (= der Lehrer) in der Klasse geimpft ist, macht das ca. 3 Prozent der Anwesenden aus – 97 Prozent (= die Schüler) sind weiterhin ungeimpft und können munter die Viren untereinander austauschen.

    Eine ‚Schutzmaßnahme‘ für Schüler ist das also nicht…. Nur eine bodenlose Frechheit und ein Ablenken von den wahren Problemen, nachdem Lehrer zunächst beim Impfen hinten an gestellt wurden, obwohl die meisten von ihnen weiterhin in Präsenz vor der Klasse standen.

    Also nichts als ein politisches Manöver, insbesondere wenn man bedenkt, daß die Impfquote bei Lehrern trotz der zeitlichen Verzögerung weit über dem Durchschnitt liegt. Bei bis zu 90 Prozent Impfquote Pflichtimpfungen zu fördern, bringt nichts außer politischer Stimmungsmache auf Kosten einer Berufsgruppe.

    • Sehen wir das doch positiv. Eigentlich ist in vielen Schulen die Herdenimmunität bei den Lehrern (> 80%) doch schon erreicht. Damit sind wir Lehrer doch gar nicht mehr gefährlich.

      Endlich können wir im Lehrerzimmer wieder Partys feiern.
      In den Klassenzimmern halten wird dann 1,5 m Abstand zu den Schülern und alles ist gut.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here