300.000 Lehrer und Kita-Fachkräfte zusätzlich, freies Schulessen und Gratis-WLAN: Das Bildungsprogramm der Linken

26

BERLIN. Obwohl Bildung Ländersache ist, widmen sich alle Parteien im Bundestags-Wahlkampf den Kitas, Schulen und Hochschulen mehr oder weniger explizit. Was sagen die Programme dazu? Was lassen sie vermissen? Wir haben bereits Analysen für die Aussagen von Bündnis 90/Die Grünen , der AfD, und der FDP veröffentlicht. Heute widmen wir uns der Linken, die ja durchaus Chancen hat, sich in der nächsten Bundesregierung mit SPD und Grünen wiederzufinden. Es gibt das Klischee, dass linke Politikerinnen und Politiker nicht mit Geld umgehen können – die Linke bedient es.

„Wir wollen eine Schule für alle“: Linken-Spitzenkandidatin Janine Wissler. Foto: Martin Heinlein / flickr (CC BY 2.0)

„Wir stellen sozialer Spaltung in der Bildung, Leistungsdruck und Unterfinanzierung eine andere Idee entgegen. Durch den Zugang zu Bildung sollen soziale Benachteiligungen abgebaut, nicht noch verstärkt werden. Wir wollen gemeinsames solidarisches Lernen statt Konkurrenz und Notendruck“, so postuliert Die Linke in ihrem Wahlprogramm.

„Wer wohlhabende Eltern hat, hat bessere Chancen, Abitur zu machen und zu studieren“

Und hat sie nicht Recht? „Seit Jahrzehnten wissen wir: Der Zugang zu Bildung ist in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhängig. Die Coronakrise hat Probleme verschärft, die es schon vorher gab. Während manche Kinder ein eigenes Zimmer und einen Laptop zum Lernen haben, müssen sich andere beides mit Geschwistern teilen oder Aufgaben auf dem Handy lösen und hoffen, dass das Datenvolumen zum Herunterladen reicht. Das deutsche Bildungssystem verstärkt die soziale Spaltung der Gesellschaft, statt ihr entgegenzuwirken. Wer wohlhabende Eltern hat, hat bessere Chancen, Abitur zu machen und zu studieren. 74 Prozent der Akademikerkinder beginnen ein Studium, aber nur 21 Prozent der Kinder ohne Akademikereltern. Bei den Bachelor-Absolvent*innen beträgt ihr Anteil 15 Prozent, beim Master nur noch 8 Prozent. Für viele Kinder fällt schon nach der Grundschule die Entscheidung, welche weiterführende Schulform sie besuchen werden, und damit auch, welche Türen ihnen künftig verschlossen bleiben.“

Tatsache ist: Seit der ersten PISA-Studie vor ziemlich genau 20 Jahren wissen wir, dass rund ein Fünftel der Schülerinnen und Schüler abgehängt ist und nicht über die Basiskompetenzen verfügt, um später im Beruf bestehen zu können – dieser Befund ist, mit kleineren Schwankungen, von jeder Neuauflage von PISA bestätigt worden, ohne dass sich im Grundsatz etwas geändert hätte. Richtig ist auch, dass dieses Fünftel in der Regel aus bildungsfernen Familien stammt. Kaum einem Industrieland gelingt es so schlecht, benachteiligte Kinder und Jugendliche an Bildung heranzuführen wie Deutschland.

„Die Gemeinschaftsschule fördert die Kinder individuell und umfassend“

Die Linke macht dafür vor allem das gegliederte Schulsystem verantwortlich. „Wesentliche Ursache der sozialen Spaltung in der Bildung ist die frühe Aufteilung der Schüler*innen in unterschiedliche Schulformen“, so schreibt die Partei in ihrem Wahlprogramm. Und: „Wir wollen eine Schule für alle: Eine Gemeinschaftsschule, die kein Kind zurücklässt und sozialer Ungleichheit entgegenwirkt. Die Gemeinschaftsschule fördert die Kinder individuell und umfassend. Sie ist ganztägig organisiert und bietet alle Schulabschlüsse an.“

Die finanzielle Ursache der Bildungsmisere sieht die Die Linke durchaus. „In Bildung wird viel zu wenig Geld investiert. Unsanierte Schulen mit schlechter Ausstattung sind ein sichtbares Zeichen dafür. Das betrifft besonders ärmere Stadtteile, in denen Familien das kaum durch private Ausgaben für Ausstattung oder Nachhilfe ausgleichen können. Die Schuldenbremse hat diese Probleme noch verschärft. Allein der Sanierungsbedarf bei Schulen wird bundesweit inzwischen auf fast 50 Milliarden Euro geschätzt“, so heißt es im Wahlprogramm. Unvermittelt kommt hier plötzlich die Schulreinigung ins Spiel: „Die Reinigung wird an die billigsten Anbieter*innen vergeben, Reinigungskräfte arbeiten unter Druck und schaffen es nicht, in der vorgegebenen Zeit fertig zu werden. Toiletten und Klassenräume sind dreckig, Schüler*innen und Lehrer*innen leiden darunter.“

Das mag stimmen, erklärt aber das mäßige Abschneiden bei internationalen Schulleistungsvergleichen nicht. Eher die (zu) knappe Ausstattung der Bildungseinrichtungen mit Personal – wie dann auch Die Linke konstatiert. Sie fordert deshalb „eine Offensive des Bundes für mehr Lehrkräfte, Erzieher*innen und Schulsozialarbeiter*innen. Wir brauchen 100.000 Lehrkräfte und 200.000 Erzieher*innen zusätzlich und Schulsozialarbeit an jeder Schule!“ Das wird durchaus sachgerecht begründet: „Der Personalmangel an Schulen führt zu Unterrichtsausfall und Stress. Das Personal muss Engpässe mit regulär beschäftigten Lehrkräften ausgleichen können. Dazu braucht es 10 Prozent Vertretungsreserve. Um die Personalnot an Schulen zu beenden, müssen überall deutlich mehr Lehrkräfte ausgebildet und eingestellt werden.“

„Sozial- und Erziehungsberufe müssen aufgewertet werden. Sie verdienen bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen“

Auch an Kitas sei die personelle Ausstattung schlecht. „Die Gruppen sind oft zu groß. Erzieher*innen werden weiter viel zu schlecht bezahlt. Mit einer Schmalspurausbildung von oft nur wenigen Wochen werden Erziehungshelfer*innen ausgebildet, um den massiven Fachkräftemangel zu retuschieren“, so heißt es. „Die Linke fordert einen bundesweit einheitlichen Betreuungsschlüssel in Kindertagesstätten von mindestens eine*r anwesenden Erzieher*in auf maximal drei Kinder im Alter bis zu drei Jahren und mindestens eine*r Erzieher*in auf maximal acht Kinder ab drei Jahren.“ Mehr Geld soll es für die Beschäftigten Bildungseinrichtungen auch geben. „Sozial- und Erziehungsberufe müssen aufgewertet werden. Sie verdienen größere Wertschätzung, bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen.“

Weiter in der Wunschliste: Elternbeitragsfreiheit für Kitas, alle Kinder sollen täglich kostenloses gesundes, warmes Essen erhalten, einen Laptop für jedes Kind plus Drucker „inklusive aller Verbrauchsmaterialien“, kostenloses WLAN zu Hause für alle Familien, Rechtsanspruch auf Inklusion („Inklusion darf nicht davon abhängig gemacht werden, wie viel sie kostet!“), Sanierung der Schulschwimmbäder, IT-Fachkräfte für Schulen und 35 Milliarden Euro für Investitionen in Hochschul-Gebäude. Was Die Linke hingegen nicht will: Lobbyismus in Schule und Unterricht („Kommerzielle Werbung an Schulen muss gesetzlich untersagt werden“), Bundeswehr-Auftritte in Schulen oder Universitäten („Stattdessen brauchen wir mehr politische und friedenspädagogische Bildung durch Lehrkräfte“) sowie eine „Ökonomisierung von Bildung“ („Bildung ist mehr als die Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt“).

Offen bleibt angesichts des umfangreichen Forderungskatalogs eine Frage – keine ganz unwichtige: Wie will Die Linke ihr Bildungsprogramm finanzieren? Tatsächlich wäre der finanzielle Mehrbedarf enorm. Allein die geforderten 350.000 zusätzlichen Stellen in Kitas und Schulen würden mit mehr als 20 Milliarden Euro zu Buche schlagen, und das jährlich. Zum Vergleich: Der gesamte Verteidigungsetat von Deutschland liegt im Haushaltsjahr 2021 bei rund 47 Milliarden Euro. Würde man alle Wünsche der Linkspartei bei der Bildung umsetzen, müsste man wohl mindestens die komplette Bundeswehr streichen, um das bezahlen zu können. Dass angesichts des bereits heute herrschenden Mangels an ausgebildeten Kita-Fachkräften und Lehrkräften die vielen geforderten Stellen gar nicht zu besetzen wären, fällt da kaum mehr ins Gewicht. Realisierungschance ohnehin: Null. News4teachers

Vom „German-Dream-Zuschuss“ über „MakerSpaces“ bis hin zu „weltbesten Lehrkräften“: Das Bildungsprogramm der FDP

Keine Integration, keine Inklusion – und Digitalisierung nur für Technikunterricht: Das Bildungsprogramm der AfD

Mehr Mitsprache für Schüler, Vorrang für Grundschulen und „game-based Learning“ – das Bildungsprogramm der Grünen

Anzeige


26 KOMMENTARE

  1. Unterschiedliche Begabungen, Interessen und Talente scheint es in der Welt Linken nicht zu geben, elterliche Kontrolle ebensowenig. Dafür wohl sehr viele Höchstverdiener, die nicht aufgrund von extrem hoher Steuerlast das Land nicht verlassen wollen. Das Bildungsprogramm der AfD ist da bei aller berechtigten Kritik um Längen realistischer und umsetzbarer.

    • Klar, Migrantenkinder und behinderte Kinder in den Keller zu sperren, ist natürlich leicht umsetzbar und realistisch. Hat ja so ähnlich schon mal geklappt.

      • Wie kommen Sie von Erhalt der Förderschulen und Sprachkenntnisse voraussetzen auf wegsperren in einen Keller? Ihr Menschenbild ist ja noch wesentlich radikaler als das des radikalsten Flügels innerhalb der AfD oder – am anderen Ende des Spektrums – der Linken. Schade.

      • Bernd, was ist denn das für ein Totschlagargument? Immer schön sachlich bleiben. Förderschulen sind meist besser ausgestattet als Regelschulen, 5-10 Flüchtlingsklassen an beruflichen Schulzentren lassen sich nur schwerlich in die Regelklassen integrieren. Man muss schon zwischen Ideologie und realer Umsetzbarkeit unterscheiden. Mir ist nicht ganz klar: man redet immer von Differenzierung innerhalb der Klassen, und nun möchte man die Klassen noch heterogener gestalten und erwartet von der Lehrkraft eine perfekte methodische Differenzierung bei der Beschulung von 20-30 Schülern? Es ist weitreichend bekannt, dass die Inklusion mangels Voraussetzungen krachend gescheitert ist, man hat die Lehrer regelrecht verbraten mit dieser Maßnahme durch Mehrarbeit durch die Hintertür, mit eher verschwindend geringem Ergebnis. Bei der Integration hängt der Erfolg sehr stark vom Willen der Schüler ab, und das sehe ich bei Schülern aus einkommensschwachen Familien auch so. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Schüler, die motiviert und lernwillig sind, das Pensum der Schule auch schaffen, ungeachtet des sozialen Hintergrunds. Aber diese Idealvorstellung, die jeder wissenschaftlichen Expertise zugrunde liegt, trifft real nicht zu. Da ist immer noch der Faktor Elternhaus, der die Überzeugung zur Bildung mittragen muss.
        Wir müssen in der Bildung wieder vernünftige und umsetzbare Wege finden, die den Schülern zugute kommen, wobei weder eine ideologisierte Traumvorstellung noch eine rückwärtsgewandte Einstellung zuträglich ist, und Bashing auf immer dieselbe Seite ist nun alles andere als zielführend.

        • Als ob es ernsthaft diskutable Positionen wären, wie von der AfD gefordert, Migrantenkinder (damit man sie besser rausschmeißen kann) in ihrer Muttersprache zu unterrichten und behinderte Kinder nur in Förderschulen. Wir reden hier über Menschenrechte (die Deutschland ratifiziert hat), es gibt in diesem Land ein Diskriminierungsverbot – das lässt sich nicht mal eben außer Kraft setzen, nur weil mancher das für „vernünftig und umsetzbar“ hält.

          Jungen sind schwieriger zu beschulen als Mädchen, scheitern häufiger in der Schule, sind häufiger verhaltensauffällig – brauchen wir dann also auch gesonderte Jungenschulen? Das Gleiche gilt für Pubertierende im Allgemeinen – auch weg? Scheidungskinder? Wann hört dieser „Aussonderungswahn“ endlich auf?

          • Wenn die KuMis endlich kapieren, dass gemeinsamer Schulbesuch nicht zwangsläufig gemeinsamer Unterricht bedeutet.
            Aber dafür fehlen in D die entsprechenden Ressourcen – sowohl personell als auch gebäudetechnisch.

          • Versuchen Sie mal mehrere Kinder mit Förderschwerpunkt GE in einer Regelklasse zu beschulen, wie sie es benötigen. Dann sind diese zwar inkludiert, jedoch fallen dann alle anderen hinten runter (und werden diskriminiert und ausgeschlossen), weil man keine Kapazitäten mehr für sie hat.
            Förderschulen haben speziell ausgebildete Lehrkräfte und sind auch speziell für die Bedürfnisse von GE-Kindern ausgestattet. Sie scheinen wirklich mehr Fokus auf eine Ideologie als auf die Realität zu legen. Da frage ich mich, wie das sein kann. Entweder sind Sie kein Lehrer oder Sie unterrichten an einer Vorzeige-Pilotschule, in der auf jede Klasse mehrere Lehrkräfte (pro Stunde) kommen.

          • @Bernd, sogar das Bundesverfassungsgericht hat festgestellt, dass Inklusion nicht automatisch bedeuten muss, dass alle Kinder in EINER Klasse unterrichtet werden müssen. Der Verweis auf Menschenrechte ist wohlfeil und billig. Hat also Deutschland all die Jahrzehnte zuvor gegen Menschenrechte verstoßen, als es Förderschüler bevorzugt in Förderschulen steckte? Sie machen sich lächerlich.

          • Was bringt es für Schüler und Schülerinnen, wenig sachdienliche Argumente ins Feld zu führen, nur weil sie Gelegenheit bieten, wieder mal gegen die AfD zu schießen?
            Man kann diese Kleinstpartei auch aufblasen, indem man kaum von ihr loskommt und ständig nach dem Motto „Und täglich grüßt das Murmeltier“ verfährt.
            Ich kann Teacher Andi nur Recht geben, wenn er sagt: „Bashing auf immer dieselbe Seite ist nun alles andere als zielführend.“

          • Lieber@Bernd,
            Dann schauen Sie sich doch bitte mal das schwedische (oder allgemeiner skandinavische) Modell an.

            Man kann seine Hochschulreife auch mit „Schwedisch als Zweitsprache“ oder mit muttersprachlichem Unterricht in einigen Wochenstunden erreichen! Allerdings ist das nicht ganz unumstritten, da man fürchtet, dass die Integration erschwert wird. Außerdem gibt es muttersprachlichen Unterricht natürlich nur, wenn entsprechende Lehrer zur Verfügung stehen.

            Die 9-jährige Grundschule, plus einem Vorschuljahr für die 6-jährigen, bietet viel Unterstützung für Inklusionskinder. Entweder werden diese in speziellen Klassen, oder in Lerngruppen zu einzelnen Fächern von Förderschullehrkräften, Sozialarbeitern und Psychologen unterrichtet! Am Regelunterricht nehmen sie in den Bereichen teil, in denen sie auch wirklich mitmachen können! Z.B. in Kunst, Sport, Musik, Technik usw. je nach individueller Begabung. Das mindert Frustrationserfahrungen!
            Multiprofessionelle Teams bestehen dort wirklich aus verschiedenen Fachkräften und nicht aus einer Lehrkraft, die alles können soll!

            Das Gymnasium ( Klasse 10 bis 12) teilt sich in 2 Bereiche: es gibt den akademischen Bereich (ähnlich unserem Gymnasium) und den berufsorientierten Bereich ( ähnlich unserer Berufsschule). Im berufsorientierten Bereich gibt es verpflichtende Praktika an 20 Schulwochen.
            Beide Bereiche führen zur Hochschulreife (Abitur), wenn sie bestanden werden. Eine Verlängerung um ein Jahr ist möglich.
            Ca. 90% der Schüler schaffen so ihr Abitur!

            In der Grundschule (Vorschulklasse bis Klasse 9) werden Projekte in Zusammenarbeit mit Universitäten (nicht nur Lehramt, auch Naturwissenschaften) durchgeführt, wobei die Lehrer in erster Linie dafür zuständig sind zu gewährleisten, dass das Projekt für SuS der jeweiligen Altersstufe richtig erarbeitet wurde! Evaluiert wird dann gemeinsam, so dass das Projekt immer weiter verbessert wird.

            Allerdings fließt dort auch ein viel größerer Prozentsatz des BIP in Bildung als in Deutschland (DE 4,5% zu knapp 7%).

            Eine andere Möglichkeit, gute Leistungen zu erzielen, sind die „Drill – und Ausleseschulen“ in Asien. Da diese aber auch die Selbstmordrate signifikant erhöhen, will dieses „Sparmodell“ wohl niemand hier in Deutschland!

    • Die AfD kann mit ihrer menschenfeindlichen Ausrichtung kein per se gutes Bildungsprogramm haben. Die Forderungen der Linken sind allerdings genauso bescheuert, weil sie vollkommen realitätsfremd sind. Woher sollen die Lehrer und Erzieher denn kommen? Vermutlich will die Linke diese Menschen von Außerirdischen auf die Erde beamen lassen. Eine realistischere Erklärung fällt mir gerade nicht ein.

  2. Mehr Unterrichtsstunden statt Kinderbetreuung im Ganztag wäre eine sinnvoll.

    Dafür höhere Einkommen stärker zu besteuern wäre eine gute Idee.

    Wie selbst Herr Lindner festgestellt hat, fördern wir Elektroautos mit 20.000 Euro und für die Bildung der Kinder stehen nur 8.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Diese Feststellung hätte ich eher von der Linken erwartet.

    Die Forderungen und Priorisierung der Linken ist richtig.

    Vielleicht gibt’s ja eine Koalition von SPD, Grünen, FDP und Linken.

    Dann könnten FDP und Linke ihre gemeinsamen Ziele für mehr Bildung umsetzen.
    Vertrauen in die Besserverdienerpartei FDP habe ich allerdings kein Stück.

  3. 300.000 Lehrer und Kita-Fachkräfte zusätzlich, freies Schulessen und Gratis-WLAN … das fände ich tatsächlich gut, aber ich frage mich auch, wie das finanziert werden soll und glaube, dass das Illusionen sind. Es ist so ein typischer „Inselblick“ auf ein Problem und mögliche Lösungen, aber es wird nicht auf die Gesamtheit geschaut. Unser Land braucht auch zehntausende Pflegekräfte mehr, wo sollen die herkommen, wenn alle Erzieher und Lehrer werden, um das mal sehr verknappt auszudrücken und wo soll das Geld für eine bessere Bezahlung der Pflegekräfte herkommen, wenn schon für Lehrer und Erzieher Milliarden ausgegeben werden???

    • Wenn ich mir die beiden führenden Damen der Linkspartei ansehe, dann habe ich nicht den Eindruck, dass die zu pragmatischen Lösungen fähig wären, wenn sie denn regieren würden. Da schimmert immer zu viel Partei-Ideologie durch. Aber genau deshalb ist die Partei bei der letzten Wahl wohl auch abgestürzt.

  4. Die Linke sind weitsichtiger als viele andere Parteien. Die Kinder undzwar ALLE ins Zentrum zu rücken und Geld, Achtung und Aufmerksamkeit zu investieren schont auf lange Sicht ALLE BEREICHE!!! Gebildete Kinder werden gebildete Jugendliche und alsbald gebildete verantwortungsvolle Erwachsene welche Verantwortung tragen können. Die Rede ist nicht von Wissen in die Köpfe stopfen und Kinder als Projekt unerreichter Ziele zu sehen. Raum schaffen für die mächtigsten Menschenwesen, welche immer wieder in ihrer Gesamtheit unterschätzt werden. Unsere Kinder!!! Meine, deine, eure!! Neugier ist der Antrieb jedes Kindes, zerstört ihn nicht durch Frontalunterricht etc. Erziehen ist das falsche Wort! Begleiten und Möglichkeiten schaffen! Wenn wir es nicht schaffen Vorbilder zu sein, dann sollten wir es zumindest schaffen Bedingungen herzustellen aus denen Vorbilder erwachsen.

    Es ist Zeit für eine RADIKALE Veränderung.
    Die Linke sind eine Option welche ich begrüßen würde. Sie sind die einzige Partei welche in radikal eingreifen würde und das ist in schweren Zeiten ABSOLUT NOTWENDIG.
    IM AUSNAHMEZUSTAND SIND RADIKALE INTERVENTIONEN DIE EINZIGE HOFFNUNG DAS RUDER UMZUREIẞEN.
    – DIE KÖPFE DER NÄCHSTEN GENERATION SIND FÜR DAS WÜRDEVOLLE ENDE DER JETZIGEN GENERATION VERANTWORTLICH-

      • Wow die Mauermörder. Haste auch Angst vor roten Socken? Dass die halbe Ost CDU selbst mitgemacht haben ist dir sicher entfallen. Kann ja Mal vorkommen. Nix für ungut.

        • @HerrWirfHirnVomHimmel
          1. Die Ost-CDU hatte politisch genau was in der DDR zu melden? Wie viele „Spitzenpolitiker“, Militärs, Geheimdienstler usw. gaben in der DDR den politischen Ton an?

          2. Welche Diktatur kennen sie, wo Scheinparteien (oder von mir aus Menschen, die nicht vom herrschenden System zerstört werden wollten) nicht mitgemacht hätten?

          3. Gehört der Ost-CDU, anders als der Linken, immer noch das SED-Vermögen?

          4. Die einzige Partei, die gerichtlich erklärt hat, dass sie rechtsidentisch mit der SED ist, ist die Linke.

          5. Große Teile der Parteimitgliedschaften/-führungspositionen bastanden und bestehen, im Gegensatz zur Ost-CDU, aus alten Kadern der SED.

          6. „Haben sie Angst…“ denken Sie bitte das nächste Mal an diesen Satz, wenn Sie von einer anderen Partei im Deutschen Bundestag reden wollen und die Geschichtsvergleiche dann viel leichter und unpassender über ihre Lippen kommen wollen (als es der Meinige tat)!

  5. Ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Jüngst war in der Zeitung zu lesen, dass Deutschland wieder unter dem OECD Durchschnitt lag, was Bildungsinvestitionen betrifft. Wenn die Linke dies dann ändern will, kann man das doch nicht vorwerfen.
    Zudem ist kostenlose Kita und Schulmittagessen in vielen Ländern Standard (z.B. Belgien). Ich sehe das Problem eher im nicht vorhandenen Personal.
    Auch die Abschaffung des mehrgliedrigen Schulsystems kann ich nur befürworten. Die allermeisten Bildungsforscher tun dies im Übrigen auch.

    • mens sana in corpore sana >>> Wer einen gesunden Magen hat, kann auch in der Mensa essen.

      Stellen Sie eine Döner-Bude in unmittelbarer Nähe zur Schule auf, und Sie wissen wie attraktiv das Mansaangebot – egal ob kostenpflichtig oder kostenlos – ist.

      • An unseren Schulzentrum gibt jetzt der 3. Pächter auf. Nur die OGS Kinder kommen regelmäßig weil sie keine Wahl haben!
        Die Kinder der weiterführenden Schulen gehen zu über 80% rüber zur Tanke mit angeschlossenem Imbiss! Auch wenn das teurer und ungesünder ist!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here