Verdi: 40 Prozent der Kita-Fachkräfte denken an Stellenwechsel – jede vierte erwägt sogar, aus dem Beruf auszusteigen

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DÜSSELDORF. Kita-Fachkräfte sind trotz ihrer hohen Motivation mit ihren Arbeitsbedingungen unzufrieden. Viele Beschäftigte drohen in andere Bereiche abzuwandern. Das hat eine Befragung unter mehr als 19.000 Fachkräften aus allen Regionen und allen Bereichen der Kitas ergeben.

Kita-Fachkräfte sind mit ihren hoch belastenden Arbeitsbedingungen unzufrieden. Foto: Shutterstock

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat diese Befragung zwischen Mai und Juni 2021 in Kooperation mit der Hochschule Fulda in bundesdeutschen Kindertagesstätten durchgeführt und dabei Beschäftigte in Krippen, Kindergärten und Horten befragt. Nach einer ersten Auswertung Ende Juni liegt jetzt die gesamte Auswertung vor.

„Die Zahlen sind alarmierend und zeigen deutlich, wo die Probleme in den Kindertageseinrichtungen liegen: Die Fachkräfte sind für zu viele Kinder zuständig. Es besteht dringender Handlungsbedarf, um die Situation zu verbessern“, betont die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Christine Behle. Die Studie zeige, wie unzufrieden die Beschäftigten mit ihrer Situation seien. In ihrer Verantwortung für die Kinder beklage die deutliche Mehrheit, dass sie aus Zeitgründen nicht auf die Probleme oder Wünsche der Kinder eingehen könnten. Die Unzufriedenheit wirke sich deutlich auf die Fluktuation in den Kitas aus: Fast 40 Prozent der befragten Beschäftigten denken über einen Stellenwechsel nach und rund 25 Prozent darüber, aus dem Beruf auszusteigen.

Besonders problematisch sei die Situation in Krippen und Kindergärten. Drei Viertel der befragten Fachkräfte im Bereich der unter dreijährigen Kinder gaben an, für mindestens fünf und bis zu zwölf Kinder gleichzeitig verantwortlich gewesen zu sein. Im Alltag mit den über dreijährigen Kindern waren die Beschäftigten meist für 13 bis 24 Kinder zuständig. Pro Kita-Team fehlen im Durchschnitt drei Vollzeitkräfte, um gut arbeiten zu können. Bei rund 57.600 Kitas in Deutschland sind dies knapp 173.000 fehlende Fachkräfte.

„Die Politik setzt in großem Maße auf sogenannte Quereinsteigerinnen, um Fachkräfte zu gewinnen“

Für Planung, Vorbereitung, Entwicklungsdokumentation und Elterngespräche steht nur jeder zweiten Fachkraft laut Dienstplan Zeit zur Verfügung. In der Praxis wenden die Fachkräfte jedoch mehrheitlich bis zu einer Stunde für die konkrete Vor- und Nachbereitung auf (50,2 Prozent der Befragten) sowie bis zu einer Stunde pro Tag für Elterngespräche (71,2 Prozent der Befragten). Dies führt zu unbezahlter Mehrarbeit oder geht zu Lasten der Interaktion mit den Kindern.

Weiter ergab die Befragung, dass trotz des eklatanten Fachkräftemangels im gesamten Bereich der sozialen Berufe Aus- und Weiterbildung keinen hohen Stellenwert erhalten. Obwohl die Mehrzahl der Fachkräfte für die Begleitung von Praktikantinnen und Praktikanten zuständig ist, haben sie für diese Tätigkeit keine Zeit und sind nur selten dafür qualifiziert. 94 Prozent der befragten Fachkräfte gaben zudem an, dass ihre Arbeitgeber ihnen keine Qualifizierungsmaßnahmen ermöglichen, die ihnen ein Weiterkommen durch einen höheren Berufsabschluss ermöglichen. Dies gilt insbesondere für Quereinsteigerinnen und Quereinsteiger ohne einschlägige Berufsausbildung.

„Die Politik setzt in großem Maße auf sogenannte Quereinsteigerinnen, um Fachkräfte zu gewinnen. Ohne eine einschlägige Ausbildung sind diese jedoch keine Fachkräfte, die eine qualifizierte pädagogische Arbeit leisten können, sondern werden als billige Arbeitskräfte ausgenutzt und können dem Anspruch auf eine hochwertige Bildungs- und Erziehungsarbeit nicht gerecht werden“, kritisiert Behle.

Das alles mache deutlich, dass in der Tarifrunde für den Sozial- und Erziehungsdienst, die im Januar 2022 startet, deutliche Verbesserungen erreicht werden müssen, so ver.di-Vize Behle: „Neben der Erhöhung der Löhne werden wir auch gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und damit auch für bessere Bedingungen für Kinder und Eltern kämpfen.“ News4teachers

Lücke mittelfristig nicht zu schließen: Studien sehen dramatische Personalnot in Kitas

 

 

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105 KOMMENTARE

  1. Erzieher/in Beruf übernimmt einen wichtigen Grundstein in der persönlichen Entwicklung und Entfaltung der Kinder und begleitet durch Förderung in der Gruppengemeinschaft die weiteren Entwicklungsschritte. Leider auf Qualität im Gruppenablauf wird schon lange keinen Wert gelegt und es ist leider nur noch eine Aufbewahrung mit wenigen Ausnahmen. Die Erzieher/inen haben leider viel zu viele Kinder in einer Gruppe und sind leider gezwungen nur noch Betreuung zu leisten und alles andere bleibt auf der Stecke. Quereinsteiger sind nicht die Lösung und man verzichtet auf adequate Ausbildung und untergräbt somit den Stellenwert dieses Berufsbildes. Ich bin sehr überrascht als ehemalige Erziehrerin was in den Einrichtungen für Menschen eingestellt und jegliche Vorbildfunktion für die Kinder fehlt. Auch keinerlei Kompetenzen mitgebracht werden müssen um eine Unterstützung für die Begleitung der Kinder zu sein. Dieses Problem besteht schon sehr lange und hat leider keine Beachtung in unserer Politik gefunden. Die Pandemie hat dies verstärkt weil die Auffälligkeiten der Kinder in der außergewöhnlichen Lebensphase zugenommen haben. Die Bedinungen in der Pandemie erschweren die Arbeit in der Pandemie und viel zu wenig Personal. Mit Quereinsteiger löst man diese Problem nicht und der Flickenteppich wird nicht entsorgt. Auch in dieser Beziehung ist man nicht bereit einen neuen Weg zu gehen. Das man die Ganztagsbetreuung genehmigt hat an den Grundschulen und nicht erst bestehenden Einrichtungen hilft um dort Verbesserungen zum Wohle der Kinder und Angestellten schafft, stößt bei mir auf totaler Vernachlässigung der akuten Lebenssituation. Auch die G8 Schulen hat man nicht erhöht und die Notlage der Schüler nicht anerkannt nach einem G7 Schuljahr. Für diesen Schulzweig ist man nicht bereit ein G9 einzuführen um diese angehäuften Lernrückstände zu schliessen in einer angemessenen Zeit für Schüler und Lehrer. Nein der Flickenteppich wird gepflegt und keine Veränderung in Sicht zum Wohle des weiteren Entwicklungsweges. Es wird wieder etwas entstehen ohne jegliche Qualität, Hauptsache man kann die Ganztagsbetreuung anbieten.

    • So ist es !
      Ich arbeite in Berlin – Wedding in der Vorschule ALLEINE !
      Meine Arbeitsbedingungen :
      12 Kinder in einer Gruppe !
      ALLE mit Migrationshintergrund !
      Von 12 Kindern sprechen 2 minimal deutsch, die restlichen 10 nur ihre Muttersprache !
      Ich agiere mit Händen & Füßen, KEINS der Kinder kann dort „abgeholt“ werden,wo es in seiner Entwicklung steht, denn ich bin ALLEINE mit meiner Gruppe !
      Eigentlich könnte ich auch in der IKEA – Kinderabgabe arbeiten, dann hätte ich weniger Streß !
      Ich liebe meinen Beruf & „meine Kinder“, aber so langsam packt mich echt die Wut bei all dem politischen Gequatsche, daß einfach keine Veränderung bewirkt !
      Ich kann meine Arbeit NICHT adäquat an und mit den Kindern ausüben !
      Bildungseinrichtung in Deutschland ?
      Kinderaufbewahrung IKEA !!!
      LG

    • und trotz dieser Widrigkeiten in der Kita-Erziehung, die man auch generell in Frage stellen kann, wissen die Eltern nichts Besseres, als möglichst noch vor der Geburt das Kind im Hort anzumelden, mit Rechtsanwalt zu drohen, wenn sie denn ein Jahr warten müssen. Was sind wir nur für eine kalte, materielle Welt geworden.

      • Die Eltern wissen deswegen nichts besseres weil Ihnen für die Betreuung ihres Kindes ein Gehalt auf 60% gekürzt wird. Wenn sie 2 Jahre betreuen wollen halbiert sich das nochmal.
        Wenn 1 Gehalt reicht ist das Elterngeld ein nettes Plus, aber wenn vorher 2 Gehälter schon knapp waren?

        Und ja ich kenne das Argument „keine Kinder zeugen, wenn man sie sich nicht leisten kann“ aber Kinderwunsch ist nie rational und lässt sich daher nicht wegargumentieren und der Anteil der Doppelverdiener am Armutsrand steigt leider.

        Es bleibt also nichts übrig als so schnell wie möglich wieder zu arbeiten, jeder Monat Wartezeit ist teuer.

        VG
        Von einer Mama die das Privileg hat zuhause bleiben zu können weil sie sich in einen reichen Mann verliebt hat.

        • Es geht um 3 Jahre! Es gibt Erziehungsgeld! Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Außer dass mittlerweile niemand mehr auf irgendwas verzichten möchte.

  2. All den, im Artikeln angesprochenen, Problemen, wurde durch Corona die Krone aufgesetzt: Fast ein ganzes Jahr spielte der Gesundheitsschutz der Kita-Fachkräfte keine Rolle. Man schreckte nicht einmal davor zurück, uns zuzumuten mit niesenden und hustenden Kindern arbeiten zu müssen und das zu einer Zeit, als überall strenge Hygienevorschriften galten.
    Ob wir uns anstecken, ob wir das Virus in unsere Familien tragen hat keine Sau interessiert. Das verüble ich unserer Gesellschaft noch heute. Es hat meine Einstellung zu meinem Beruf stark verändert. Ich habe gelernt: Wenn es hart auf hart kommt, spielen unsere Belange keine Rolle. Wir haben gefälligst zu funktionieren, so wie die Kinder.

  3. Wir müssen umdenken. Das derzeitige System mit flächendeckender „Massenkinderhaltung“ funktioniert nicht mehr. Es werden Kitas erweitert, ausgebaut neu gebaut, um möglichst allen Kindern einen Betreuungsplatz anzubieten. Woher, bitteschön, soll all das Personal kommen?
    Woher das Geld, wenn Kita-Betreuung für die Eltern immer weniger kosten darf?
    Warum zäumt man das Pferd nicht endlich mal von vorne auf und sorgt dafür, daß Eltern wieder in der Lage sind, ihre Kinder wenigstens drei bis vier Jahre selbst zu betreuen. Das würde eine Menge Probleme mit einem Schlag lösen: Keine zu großen Gruppen, genug Personal und eine pädagogisch wirklich wertvolle Arbeit.
    Außerdem weniger krankes, überfordertes, ausgebranntes Personal.

    • Ja, alles richtig, nur wer von den Eltern bleibt hauptsächlich diese Jahre zuhause und dies dann nacheinander bei mehreren?
      Natürlich , ich würde sagen zu 80% die Mutter!
      Nachwirkungen auf Rente , Verlust der schon einmal erarbeiteten Position, teilweise später nur mit Teilzeit oder wegen Pflege der Eltern! Die Mütter werden immer älter, schon bei der Geburt des 1.Kindes!
      Dadurch finanzielle Abhängigkeit vom Ehemann, auch eine Scheidung wird nicht so durchgeführt, wie evtl. nötig!
      Alte Mütterrolle wie schon gehabt , wollen wir nicht mehr!

      • Warum haben Sie sich dann überhaupt für Kinder entschieden? Kinder zu bekommen heißt auch sich einzuschränken, für die Kinder dazusein. Erfüllt es sie, ihre Kinder morgens wegzubringen und abends abzuholen, um sie dann noch schnell abzufüttern und ins Bett zu bringen?
        Es liegt auch an den Frauen, dass Väter meistens durchgehend arbeiten. Welche Frau verdient ähnlich viel wie ihr Mann? Meiner Erfahrung nach tendieren Frauen dazu sich Männer zu suchen, die mehr als sie verdienen. Welche Familie will dann auf das Geld des Mannes verzichten?
        Und ja, ich war in Elternzeit, wegen meines Mehrverdienstes aber in Absprache mit meiner Frau weniger Monate als sie.
        Würde sie mehr verdienen, wäre ich heute Hausmann, zum Wohle meiner Kinder.
        Welche Priorität setzen Sie? Familie oder Beruf?

        • Ich finde die Aussage sehr beleidigend Frauen würden sich besser verdienende Männer suchen. Denn es sind Paare die sich finden.
          Meiner Erfahrung nach haben Männer mit ähnlichem Verdienst wie ich meist einen geringeren Abschluss. Was mich nicht stören würde, wäre er intellektuell auf gleicher höhe.

          Mein Mann und ich haben den selben Abischnitt, und uns im Studium verliebt, er verdient jetzt 3 mal soviel.
          Warum? Weil ich meine größte Stärke in einem typisch weiblichen Berufsfeld gesehen habe und er seine in einem typisch männlichen.

        • Lieber BigDaddy,

          einige Anmerkungen zu Beobachtungen und Einsichten:

          – „Kinder sind ein (reines) „Privathobby“ von Frauen, sprich (nur) der Mütter.“ – (sehr verkürzt!)
          Oftmals kann man leider eine derartige stille, insgeheime Einschätzung/Wertschätzung durch viele Männer/ Väter/ männliche Vorgesetzte immer noch nicht von der Hand weisen.

          – Die wahre und überlebenswichtige Bedeutung unserer Kinder für das Dasein und die Zukunft unserer gesamten Gesellschaft unseres Landes ist sehr vielen Menschen in keinster (!) Weise bewusst.

          – Ihre Erfahrung/Unterstellung, dass Frauen dazu tendieren, sich Männer zu suchen, die mehr als sie verdienen, teile ich überhaupt nicht:

          dies konnte ich in vielen Jahrzehnten in meinem Verwandten-/Freundes- und Bekanntenkreis nicht (!!) beobachten.
          Eher war das pure Gegenteil der Fall!
          Der Verdienst spielte jedenfalls gar keine Rolle, „wo die Liebe hinfiel“.

          Wir sind aber keineswegs „Gutmenschen“, eher IdealistInnen.
          Auf alle Fälle keine der MaterialistInnen, die einen Lebenssinn nur im Konsum und Status, in leeren Oberflächlichkeiten suchen – und wahrscheinlich dort letztendlich vergeblich suchen, dort eh nicht finden werden bzw. können.

        • @Big Daddy,
          Viel zu kurz gedacht, oft ein typisches Problem der / vieler Männer!
          Vorsatz zu Ehebeginn:
          wir machen alles gemeinsam, auch Haushalt, später Kindererziehung und deren Betreuung! Schön gleichmäßig verteilt!
          Während der ersten Ehejahre:
          beide sind voll berufstätig!, aus “ Liebe“ sieht die Frau über viele Nachlässigkeiten hinweg, trotz “ gerechter Arbeitsteilung“, räumt sie hinterher, trägt dann doch den Müll raus( welcher sich schon beinahe selbst zum Mülleimer bewegt) usw!
          Es schleicht sich der vom Elternhaus oft vorgelebte Alltag ein!
          Ja, und natürlich ist die Arbeit den Mannes viel anstrengender, man will es ihm nach dem schweren Arbeitsalltag noch schön machen, obwohl man selber auch berufstätig ist! ( Ironie, passiert aber oft wirkich, wir laufen sehenden Auges in diese Falle und die Männer nehmen es gerne an, ohne sich zu wehren !)
          Wenn dann noch Kinder kommen, welche ja hoffentlich nicht nur dem Wunsch der Frau entspringen!, beide irgendwie oder irgendwann wieder arbeiten gehen oder gehen wollen, bleibt die Hauptverantwortung, trotz Berufstätigkeit der Frau, im Grossteil der Ehen , was Haushalt und Kinderbetreuung, deren Freizeitgestaltung usw. betrifft, bei den Frauen hängen!
          Der Zustand der Wohnung , wie die Kinder versorgt werden, wie gepflegt deren Erschein ungsbild ist, deren Verhalten usw., wird heute meistens der Mutter zu Last gelegt!
          Rabenmutter….!
          Da der Beruf des Mannes von diesem oft als “ wichtiger, anstrengender“ angesehen wird, obwohl er vielleicht nicht mehr verdient( altes Rollenbild) als seine Frau, schleicht sich das alte Frauenbild in vielen Beziehung ganz allmählich wieder ein!
          Schreibt mal jeder eine Liste der Aufgaben, auch der vielen kleinen Aufgaben( Grußkarten,
          Geschenke besorgen, Krankenhausbesuche,Kümmern bei Krankheit der Kinder, Muttertagsgeschenke, Freizeitgestaltungstermine der Kinder usw.), die noch schnell, nebenbei von den Frauen erledigt werden!,auf und dazu die Liste der Partner!
          Ihr werdet überrascht sein, wie viele Aufgaben in einer Beziehung mit Kindern auf den Schultern der Mütter lastet und wie wenige nur noch die Männer erledigen!
          Gehen wir zurück an den Anfang meines Textes: Arbeitsteilung genau 50% wird von jedem erledigt!
          Es gibt natürlich auch die großen Ausnahmen bei den Männern, freuen sie sich über dieses besondere Exemplar! Ich gönne es Ihnen von Herzen! Eines besonderen Lobes bedarf es trotzdem nicht, da es die Normaliät sein sollte!
          Ich freue ich schon auf die Kommentare!

          • Liebe Karin,
            ich denke es ist in vielen Familien so wie Sie es beschreiben.

            Aaaaaber:
            Ich denke auch, dass einfach viele Frauen/Mamas (noch öfter als Männer/Papas) in die „Perfektionsfalle“ tappen, das deuten Sie ja auch an, Stichwort „Rabenmutter“ (, ich kenne keinen einzigen „Rabenvater“):
            Die Kinder sollen perfekt aussehen (genau so wie Wohnung, wenn spontan Besuch kommt oder das Auto auf der Straße – natürlich SUV, neuestes Modell UND ein Stadflitzer für die Mutti, ebenfalls neuestes Modell und bitte immer frisch gewaschen), da müssen die Kleinen natürlich auch NACH dem Spielen immer piccobello aussehen. NATÜRLICH spielen sie dann am besten gar nicht mehr draußen, das spart Matschflecken – trotzdem werden sie andauernd umgezogen, jedesmal ein „frisches“ T-Shirt?
            WTF ???!!!
            Die Kinder heute sind NICHT anspruchsvoller als früher. Sie würden – laut eigenen Aussagen – gerne mal im Matsch spielen (, die Älteren/Teens sitzen tatsächlich gerne mal auf der Wiese, trotz „drohender“ Grasflecken), dürfen es aber meistens nicht und es würde ihnen VÖLLIG genügen, ABENDS in die Wanne/unter die Dusche verfrachtet zu werden. Klar: Zwischendurch Händewaschen (auch VOR Corona) als Standard, wenn man von draußen nach Hause kommt.
            Die Erwachsenen (eben oft die Muttis, auch untereinander!) machen sich DIESEN Stress selber, denn es ist DEREN „Challenge“! Leider sind auch hier die Kinder/Jugendlichen wieder der Schauplatz.

            Ansonsten sehe ich es wie
            „Teacher Andi 17. September 2021 um 08:30
            Es geht um 3 Jahre! Es gibt Erziehungsgeld! Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Außer dass mittlerweile niemand mehr auf irgendwas verzichten möchte.“
            Zu den Regelungen beim Erziehungsgeld kann ich mich nicht äußern, da kenne ich mich nicht aus.
            Aber das Problem ist tatsächlich sehr oft, dass niemand mehr auf etwas verzichten will!
            DAS lernen die Kinder/Jugendlichen dann eben auch schon sehr früh! (Selber in den 60ern geboren, 2 ältere Geschwister, Vater = Alleinverdiener, aber nicht üppig.) Verzichtet wurde NICHT auf Bildung, aber auf Luxus. D.h. Markenkleidung (war damals ohnehin nicht DAS Thema, erst Recht nicht bei Kinderkleidung!!!) gab es nur bei Schuhen, und jeder bekam immer NEUE passende (!) Schuhe, das ist bei 3 Kindern im Wachstum gefühlt pausenlos und ging auch früher enorm ins Geld!
            Ansonsten haben die Jüngeren an Oberbekleidung das aufgetragen, was von den Älteren noch ok war. DAS bedeutete: Wenn man etwas MUTWILLIG kaputtgemacht hat, dann hat man das genau EINMAL gemacht. Z.B. mutwillig zerrissene Hose: Statt einer neuen gab es einen – gerne potthässlichen – Flicken drauf = „Was haste draus gelernt?“ HEUTE ist das den Kindern nicht zuzutrauen, sie wären sofort traumatisiert. 😉
            Verzichtet haben im Endeffekt dann eben die Eltern (auch auf Markenkleidung), Urlaub gab es jedes Jahr, aber eben nur EINEN. (Keine Fernreise.) Und DAS habe ich nie als Bildungslücke empfunden, auch sonst habe ich mich in MATERIELLER Hinsicht NIE als „leidend“ empfunden, obwohl es auch damals schon in meiner Grundschulklasse Kinder gab, die mal eben in den Osterferien „auf Jersey“ waren. (Kleiner Gag am Rande: „Jersey“ kannte ich damals nur aus Muttis Mode-Seiten im Quelle-Katalog. Stellen Sie sich mal vor, wie lange ich damals als Grundschulkind- OHNE Internet!!! – diskret recherchiert habe, wie „Jersey“ und „Urlaubsreise“ zusammenhängen, ich wollte ja nicht als Depp dastehen … 😉 🙂 )

            Fazit:
            Ich denke, „die Gesellschaft“ muss gewisse Dinge überdenken und dann – DAS ist das Entscheidende!!! – ÄNDERN.
            Bonus-Material:
            „Die Gesellschaft“ kann NIEMAND ändern, immer nur sich selbst.

            Das bedeutet für die Erwachsenen-Challenge (Kinder als Schauplatz, s.o.) UND alle anderen „Neben-Bühnen“:
            https://www.youtube.com/watch?v=AaQcnnM2a70

            Viele Grüße und ein entspannendes Wochenende!

        • @BigDaddy
          Noch ein Nachtrag:
          sind Sie wirklich so ein toller Hecht?

          Wie alt sind die Kinder/ das Kind jetzt?
          Wie viele Monate hatten sie
          “ bezahlte Erziehungszeit “ genossen?
          Ist ihre Frau noch berufstätig? Wenn ja, mit wie vielen Arbeitsstunden?
          In welcher Form bringen Sie sich täglich im Haushalt und bei der Erziehung, alleine verantwortlich, tatsächlich ein? Nicht gemeinsames Kinderfilmgucken! Sondern wirkliche Beschäftigung mit dem Kind und Erledigung von Hausarbeit?
          Falls ihre Frau nur Teilzeit arbeitet und sie anscheinend sehr gut verdienen, zahlen Sie monatlich einen Ausgleichsbetrag an ihre Frau , um die dadurch ihr entgangenen Rentenpunkten, in welcher Form auch immer, auszugleichen?
          Ich hoffe sie antworten und sie Antworten ehrlich!

          • @Pit2020
            Bei meinen drei Kindern lief es ähnlich wie in meiner Kindheit, Kleider so weit möglich wurden aufgetragen, Schuhe gab es meistens neue!
            Markenkleidund seeeehr selten, hat sich wbei drei Jungs oft nicht gelohnt, da zu großer Verschleiß!

    • Danke, Marion, ich stimme da komplett zu. Kinder haben ein Recht auf Frühkindliche Förderung und das ist etwas ganz anderes als eine Ganztagesbetreuung ab dem 1. Geburtstag in Kita-Gruppen, die permanent am Personallimit arbeiten und Chefs, die aufgrund der ausgebauten Betreuungsmöglichkeiten die Eltern am Arbeitsplatz sehen wollen. Auch wegen Wohnungsmangel und pervers gestiegenen Mieten werden ein- bis zweijährige Kinder bis zu 40 Stunden wöchentlich „frühkindlich gefördert“, auch wenn sie sich unwohl fühlen und wegen Zahnungsnächten übermüdet sind. Die wenigen Freistellungstage müssen für die „echten“ Krankheiten aufgespart werden. Seit Hartz4 und einem geänderten Unterhaltsrecht nach Scheidung zulasten des hauptsächlich kindbetreuenden Elternteils sind Eltern in einer Zwangslage, die am Kind ausagiert wird. Es geht meiner Meinung nach nicht um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern um Vereinbarkeit von Zeit für die unter dreijährigen eigenen Kinder als Hauptbetreuung neben einer echten Frühkindlichen Förderung in geringerem Stundenumfang, die sich an den Fähigkeiten und Bedürfnissen des Kindes orientiert und einer für beide Elternteile tragbaren finanziellen Situation auch im Trennungsfall und in der Rente. Es wird ganz offen politisch darüber gesprochen, dass Eltern bei einer verschärften Pandemielage “ womöglich wieder zu Hause bei den Kindern bleiben MÜSSEN“. So lange das für uns gesellschaftlich, wirtschaftlich und politisch das Schlimmste an der Pandemie ist, braucht es niemanden wundern, wenn viele Kinder sich in jeder Hinsicht als Verlierer wahrnehmen und seelisch krank werden.

    • Ich stimme Ihnen und Rosa in allen Dingen zu. Besonders traurig für die Kinder finde ich, das ohne Fremdbetreuung gar nichts mehr geht und die Verantwortung dafür komplett nur auf Kitas und Tagesmütter abgeschoben wird.

    • Das trifft den Nagel auf den Kopf: „Massenkinderhaltung“. Sie haben vollkommen Recht mit der elterlichen Erziehung, aber das ist nicht mehr Trend und politisch auch nicht gewünscht. Die Eltern sollen arbeiten und Steuern zahlen, man wird tags und nachts berieselt mit Werbung, wie schön das Leben ist, wenn man dies und jenes besitzt, die Menschen haben noch nicht gemerkt, dass sie Kosumvieh sind und reden gar von „Selbstverwirklichung“ und „Freiheit“, dabei sind sie gefangen im Hamsterrad der immer mehr aufstrebenden Konsumgesellschaft. Menschliche Interaktionen und das, was das Leben ausmacht, sind nicht mehr wichtig, man meint, man ist zufrieden, wenn man sich alles leisten kann. Und die Kinder werden mit dieser Erziehung noch schlimmer.

    • @Marion: Dem stimme ich absolut zu. Leider beobachte ich es seit Jahren, dass das politisch nicht gewollt ist. Eltern wird immer weniger zugetraut und Ganztagsverwahrung als die Bildungschance schlechthin verkauft. Viele Fachfremde glauben diesen Mumpitz. Um das Kindeswohl und um das Wohl des Personals wird sich keineswegs bemüht, obwohl das Kindeswohl dabei immer ach so in den Vordergrund gerückt wird. Natürlich muss es Betreuungsmöglichkeiten für die Familien geben, die es wirklich brauchen. Aber wenn sich Eltern bewusst entscheiden, ihr unter Dreijähriges Kind selber Zuhause zu betreuen, muss das genauso gleichwertig anerkannt werden. Ganztagsverwahrung ist nicht gleich Bildung.

    • Das finde ich auch. Und Eltern müssten wieder die hauptverantwortung für die Erziehung übernehmen. Die Kindergärten könnten das tun, wofür sie eigtl gedacht sind: begleiten, unterstützen, die Welt erweitern.
      5 bis 6 Stunden pro Tag ist für ein kleines Kind absolut ausreichend in einer Einrichtung. Dann könnte man auch sehr flexible Öffnungszeiten anbieten, aber eben mit einer deckelung der buchungszdit pro Kind. Für Erwachsene gilt 40 Stunden Woche, das sollte auch für Kinder gelten.

      • Wer sich für Kinder entscheidet, dem muss natürlich auch klar sein, dass man ein paar Jahre eingeschränkt ist. Dafür darf man das Kinderglück genießen.

        Steinigt mich; Aber ich finde Familien werden in Deutschland ohnehin schon sehr stark unterstützt. Viel zu stark.

        Wenn man sich für Kinder entscheidet, dann will man sie doch auch prägen und erziehen. Diese Aufgabe würde ich auf keinen Fall in fremde Hände geben wollen. Mein Kind in der Ganztagsbetreuung nur damit ich arbeiten gehen und mich verwirklichen kann? Welch grauenhafte Vorstellung.

        Wenn ich dann so etwas wie Kindergrundsicherung höre, muss ich genau überlegen…. Wessen Kinder werden denn dann grundgesichert? Von Menschen, die sich bewusst für ein Kind entschieden haben? Oder von Menschen, die nach dem zweiten Kind immer noch nicht merken, dass das Geld vorne und hinten nicht reicht, aber trotzdem noch zwei weitere Kinder in die Welt setzen, weil der Rest der Gesellschaft ja alles zahlt.

        Ganz ehrlich jetzt: Wieso macht man Kinder, wenn man finanziell am Limit ist oder wenn man eh keine Zeit für sie hat? Ernstgemeinte Frage.

        • #Defence#…ich sehe das genauso. Aber in Schulen ist es mittlerweile so, dass Eltern keine Wahl mehr haben uns Ganztagsbeschulung zum Zwang geworden ist. Natürlich ist es vollkommen egal, ob das für das Kind gut ist. Hauptsache ist, dass die Eltern schön Vollzeit arbeiten können. Ich finde es abnorm, wenn Kinder von 8.00-16.00 Uhr in einem Schulgebäude sein müssen, danach noch Hausaufgaben machen müssen und fast überhaupt keine Zeit mehr für das Familienleben da ist. Und wo besteht dann noch die Möglichkeit, Freizeitaktivitäten wahrzunehmen? Auch gibt es ja kaum noch Schulen in kleineren Ortschaften, sodass die Kids lange Fahrtwege zusätzlich in Kauf nehmen müssen. Alles Zeit, die der persönlichen und individuellen Freizeit weggenommen wird. Es ist so dramatisch. Es gibt viele, die es stört, aber es wird nichts geändert. Im Gegenteil, auch Grundschulen sollen zum Ganztag übergehen und dies verpflichtend für alle Kinder. Ich fordere daher vehement Bildungs-statt Schulpflicht. So können Kinder über ganz andere und deutlich individuellere Angebote lernen und sich prima entwickeln. Und dann haben auch Eltern wieder Zeit sich um ihre Kinder zu kümmern und diese nicht extern erziehen zu lassen.

        • Sehr gewagt diese Aussage, Defence, in unserer heutigen Zeit, aber völlig richtig. Komisch, dass früher, als es noch keine Kitas gab, die Eltern, meistens die Mütter, zuhause erzogen haben, mit eingeschränkter Erwerbstätigkeit, und trotzdem über die Runden kamen. Es muss nicht immer eine Fernreise sein, die Kids genießen viel mehr einen Campingurlaub, bei dem die Eltern mal ganz auf ihre Kinder eingehen und sie nicht schon wieder in die all-inclusive Betreuung geben. Leider werden Eltern, die ihre Kinder zuhause erzogen haben, hier bestraft was Berufsaussichten und Rente anbelangt. Deshalb rennt jeder nach den Kitas, das muss sich ändern!

      • 40 Stunden Arbeitszeit und eine genau solange Kinder Betreuung kann leider aufgrund von Anfahrtswegen zur Kita und zur Arbeit nicht funktionieren. Man müsste direkt neben der Kita und dem Arbeitsplatz wohnen, damit das klappt. Selbst 45 Stunden sind, wenn man Pech hat schon knapp. Demnach müsste man weniger arbeiten, aber das kann man sich häufig nicht leisten und geht wieder zu Lasten der Rente.

  4. Immer noch mehr schlecht ausgebildetes Personal ist aber keine attraktive Lösung. Eine angemessene Bezahlung und weniger Druck und Erwartung an die Fachkräfte sowie Teams wäre hingegen super. Die pädagogische Fachkraft als eierlegende Wollmilchsau hilft nämlich weder tatsächlich den Standard zu heben, noch motiviert sie dazu im Beruf zu bleiben. Bildungsniveau heben und Förderung abverlangen von Personal welches den nicht gerecht wird, ist ein Witz. Entweder akademisiert ihr den Beruf nun endlich und schaut wer am Ende Lust hat in Kitas Hintern abzuwischen und Bastelarbeiten durchzuführen oder ihr lockt die Leute mit guter und fairer Bezahlung in Kleingruppen und gut ausgestattete Einrichtungen. Aktuell finden wir allerorts nämlich genau das nicht und die Leute die noch gerne in den Beruf gehen, wenn sie es freiwillig und nicht über den dritten Bildungsweg tun, machen das, weils Berufung ist. Damit wird aber die Ausbeutung vorprogrammiert und Burnout und höherer Krankenstand ebenfalls.

  5. Das Thema Kinder, Kinderbetreuung und pädagogische Arbeit hat in Deutschland keinen Stellenwert-kinder müssen funktionieren, Personal zu Bedingungen arbeiten wo jeder andere in der Wirtschaft morgens nicht mehr aufstehen würde und wer sich beklagt wird dazu dann noch gekündigt und das verbleibende Personal und vor allem die Kinder müssen es ausbaden. solang das so bleibt wird sich null ändern.und durch die pandemie darf ja das Personal noch reduzierter Arbeiten,da ja jetzt schon viele vorzeitig in Rente gegangenen sind oder freigestellt sind – das verbleibende Personal muss auch das stemmen und wehe die Kita hat reduziert nur geöffnet.
    Naja und dann will die Politik genau da das Personal noch unter Druck setzen mit einer impfpflicht durch die Hintertür – Erzieherinnen und insgesamt Päd Personal wissen was es heißt Verantwortung zu übernehmen – wer sich als Päd Personal also nicht impfen lassen will mit dieser notzulassung hat definitiv gute Gründe -wenn nun also in den nächsten Wochen dieses Personal freigestellt werden sollte kann in vielen Kitas nur noch eine Notbetrieb Stattfinden
    Aber wie gesagt, Personal im sozialen Bereich und Kinder sind nicht relevant – die muss man nicht irgendwie Gut behandeln…leider

  6. Was hier passiert ist eine Katastrophe!

    EuE sind noch rarer als GS – LuL!
    Trotzdem werden der Ganztag ausgebaut, Kitaplätze ausgewiesen, ohne Räume, ohne Fachpersonal! Einige Hilfskräfte in der OGS sprechen kaum Deutsch, arbeiten aber auch für Mindestlöhne!

    Und das wenige Fachpersonal wird gnadenlos verheizt!!!
    Immer mehr Bürokratie, immer mehr Flexibilität, immer weniger Verlässlichkeit durch Kurzverträge, immer weniger Gesundheitsschutz, immer mehr Massenkinderhaltung!

    Praktikanten und FSJ-ler müssen alleine Gruppen betreuen, haben aber keine Ahnung, wie sie sich durchsetzen können!

    Inzwischen komme ich jeden Morgen um 7 Uhr in die Schule, um mein Klassenzimmer zu enttrümmern, da die Kinder in der OGS nur teilweise beaufsichtigt werden!

    Heute war einer unser mühsam gezüchteten, vorgestern geschlüpften, Schmetterlinge tot, da gestern Nachmittag ein OGS-Kind (sozial- emotionale Störung) den anderen zeigen wollte, dass es so ein Tierchen problemlos zerquetschen kann!
    (Wir haben es heute mit allen Ehren bestattet und die anderen Schmetterlinge nach dem Unterricht im Lehrerzimmer eingesperrt, da das Wetter für eine Freisetzung immer noch zu schlecht ist!)

    AUFSICHT? FEHLANZEIGE!
    PERSONALMANGEL!
    Kann man dem wenigen Personal nicht einmal vorwerfen, aber was, wenn es nicht einen Schmetterling sondern ein Kind betrifft?

  7. Für mich alles nur „Aushängeschilder“, mit denen dieses Land sich schmückt.
    Kitaplatzgarantien, Ganztagsgarantien……..eigentlich müsste noch ein „SALE“ dranstehen.
    Wie es intern läuft und mit welchen Mitteln bzw. welchem Personalschlüssel..
    Wen interessiert’s da ganz oben?!

  8. Ich bin Fachkraft und hatte unzählige Vorstellungsgespräche in Kita und Heime.
    Wurde ständig abgelehnt. Schon im Vorstellungsgespräch muss man sich anhören alleinerziehende und Mütter mit Kindern sind nicht willkommen.
    Danach hört man, man kann nur Mindestlohn zahlen und sie wollen nur Hilfskräfte einstellen.
    Vorallem die großen Träger die Jammern keine Fachkräfte ran zu bekomm, sind da Spitzenreiter was Lohn angeht und Diskriminierung von Müttern.
    Wir haben Fachkräfte im Land. Sie will nur keiner.
    Weil zu teuer. Wir werden abgewimmelt um anzugeben Hilfskräfte werden benötigt. Geht doch nur noch um Geld sparen.
    Am schlimmsten finde ich, dass man gesagt bekommt von der Leitung, das Erzieher keine Zeit haben für die Bedürfnisse der Kinder. Aber sie können nur Hilfskräfte annehmen….
    Medien und Realität sind sich da Fremd mit Aussagen.

  9. Die Arbeit wird immer mehr, die Kinder werden nur noch „verwahrt“.
    Schlimmes Wort aber so ist es.
    Wir müssen auf viel zuviele Kinder aufpassen, haben keine Vor- oder Nachbereitungszeiten.
    Unqualifizierte Mitarbeiter die keine Ahnung von dem Job haben.
    Nebenbei Praktikanten, dehnen man nur selten etwas zutrauen kann und die Arbeit diese auszubilden. Teilweise von Kollegen die keine Ahnung davon haben.
    Alte Einrichtungen die auseinander fallen mit Billigmöbeln von Ikea.
    Die Kinder habe immer höheren Bedarf, an Stunden aber auch an Förderung, da immer öfter ein Integrationsstatus nötig ist.
    Die Eltern werden immer aufdringlicher und verlangen immer mehr extra Wünsche.

    Das Ganze sorgt für immer mehr Demotivation.
    Und es geht um die nächsten Generationen!

    Wir als Erzieher haben eine große Verantwortung. Der ganze Beruf ist nicht wertgeschätzt. Die Bezahlung ist für das Maß an Aufgaben nicht angemessen.

    • Zu viele Kinder. Entschuldigung, dass ich lachen muss! Die Betreuungsquote im Kiga ist maximal halb so hoch wie im 1. Schuljahr. Dafür spielen die Kigas so vor sich hin, während in der Schule mit 30 Kindern Lehrpläne zu erfüllen sind. WORÜBER beschweren Sie sich?????

      • @ Emil. Ich bin kein Erzieher, aber diese Aussage ist eine Beleidigung für die Erzieher. Das ist harte Arbeit! Mein Sohn wurde nach einem persönlichen Plan gefördert, hatte musikalische Früherziehung, Sport in einer Physiotherapeutischen Einrichtung, gemeinsam wurde für das Essen eingekauft, gemeinsam gekocht usw. Auch die Vorschule fand im letzten Kindergartenjahr statt. Meinen Sie wirklich, dass Erzieher das so aus dem Ärmel schütteln? Das bedarf einer gründlichen Vor- und Nachbereitung. Und es gibt nicht das eine Kind, sondern 10 und mehr. Und jedes Kind ist anders was Bedürfnisse, Interessen und Erfahrungen betrifft. Das unter einen Hut zu bringen, ist eine Leistung.
        Liebe Erzieher: Großartige Arbeit!

  10. Ich habe lange überlegt was ich hier schreiben soll. Fast am Ende meiner beruflichen Laufbahn muss ich gestehen, dass ich immer noch auf ruhiges, gut vorbereitetes Arbeiten mit Kindern warte. Seit 2005 sind wir auf der Flucht und nicht auf der Arbeit. Wenn man das Gefühl hat, dass man mal etwas erreicht hat oder es grad gut läuft, dann wird Personal abgezogen oder die Gruppen stärke durch Überbelegung erhöht. Durch die Pandemie war man dem ganzen eher ausgeliefert. Es fehlte oft an Hygiene und Hilfsmitteln. Mit unserem Träger hatten wir noch Glück! Es ist eine neue Zeit und ich finde es wichtig die Kinder auch früh in Einrichtungen geben zu können, dort müssen jedoch auch Leute sein, die das arbeiten. Es braucht zusätzliche qualifizierte Hände und eine Wertschätzung der Kinder und der Kolleg*innen. Wer gegen massentierhaltung ist, sollte auch hier nochmal genau hinschauen!

  11. Ich mache den Job seit über 25 Jahren.Ich habe ihn erlernt,weil ich Kindern liebe und sie in ihren ersten Jahren begleiten und unterstützen wollte.Der Beruf hat mittlerweile nix mehr mit den Kindern wirklich zu tun.Es geht um Geld,und um die unrealistischen Erwartungen
    der meisten Eltern.Kinder werden wie Objekte abgegeben und müssen funktionieren.Erzieher sind nur noch besserverdienende Babysitter.Sie haben das zu tun was die Kundschaft nunmal fordert.Vom Staat ist das so gewollt und wird auch so gefördert. Deutschland ist ein sehr Kinderunfreundliches Land.Kinder brauchen mehr Zeit mit ihren Eltern…das sollte das Ziel sein.Wieviel Liebe und Emotionen bekommt ein Baby/ Kleinkind ,wenn es von kleinauf immer nur einer von ganz vielen ist?Ich verstehe auch viele Eltern nicht…aus welchen Gründen sie eigentlich Kinder bekommen???

  12. schlimm genug, dass es erst eine Pandemie braucht, um die enorme Bedeutung frühkindlicher Bildung halbwegs wertzuschätzen.

    „Wir“ Erzieher sollen doch möglichst daran denken,
    dass Julius-Frederik heute noch ein Bild für oma malen soll,
    dass die Mutti von Adele-Auguste (1Jahr) beim Abholen hinterfragt, ob ihr Kind denn heute WIEDER „nur“ gespielt hat….

    Freunde aus meinem Abitur-Jahrgang fragten mich, ob ich es denn erfüllend fände,
    den ganzen Tag „nur“ Windeln zu wechseln usw…..

    Solange SOLCH ein Bild vom Berufsalltag des Erziehers kursiert,
    weiß man doch leider, wie schlimm es um adäquate Wertschätzung bestellt ist.

    Zu Zeiten der Notbetreuung ließen sich Hinz und Kunz fingierte Minijobs attestieren,
    damit sie JAAAA das Kind „abgeben“ dürfen und mittlerweile nörgeln erstaunlicherweise eben JENE,
    dass das Kind zuhause berichtet,
    dass „…. wieder alle Kinder da sind und ich musste DREImal nach Gudrun rufen, bis sie endlich kam, um mir beim Abwischen nach dem Toilettengang zu helfen.“

    … Gudrun hat definitiv NICHT derweil ne Tasse Kaffee getrunken,
    sie hat auch keineswegs nen privaten Plausch mit Kollegen abgehalten!

    Gudrun hat nur schnell organisiert,
    dass Emil und Karoline witterungsgerecht in den Garten gehen,
    denn deren Mutter/ Vater hat es heute früh NICHT geschafft,
    das Kind davon zu überzeugen,
    dass diese Gummistiefel anziehen und eben NICHT das, was die Kinder wollten!

    Ohne Worte!
    Zuhause lebt man bedürfnisorientierte Erziehung und wenn dann früh was nicht klappt, übergibt man jene „Aufgabe“ doch gern der Erzieherin….

    …machen wir doch gern- das steht außer Frage- aber wenn ich dann nach einem Arbeitstag in der Krippengruppe (15Kinder von 1-3) ernsthaft gefragt werde, warum Carlotta-Estelle grad geweint hat,
    fällt es mir zugegebenermaßen sehr schwer,
    den Eltern NICHT zu antworten:
    „…. weil es grad mal NICHT (ausschließlich!) um SIE ging!“

    drei Kinder hatten ne volle Windel,
    zwei Kollegen mussten kranke Kinder von der Schule abholen- also im Alleingang alle Kinder anziehen, ab an den Tisch zum Vesper- nur das blanke Überleben!
    Leider!

    Jedenfalls:
    Carlotta-Estelle hatte just beim Abholen nen stattlichen Wutanfall und weiß mit ihren knapp zwei Jahren sehr genau,
    WAS „zieht“:

    … sie ruft
    „… aua: meine Hand!….“

    DASS ich sie an die Hand nehmen musste,
    weil sie auf dem Weg in‘s Bad drei andere Kinder zu malträtieren begann,
    ist natürlich nicht genehm…..

    ich „muss“ doch mit ihr diskutieren,
    sie auf Augenhöhe anhören,
    und ob die drei anderen Kinder weinen, wenn diese von ihr gegängelt werden,
    ist (ihrer!) Mutti doch egal!!!!!!

    Vergessen:
    mit ihr diskutieren hält Mutti ja offensichtlich nicht aus und gibt sie nahezu jeden Morgen SO ab, wie das Kind es will:
    ob bei 30 Grad im Skianzug oder bei Regen in den Balletschuhen- WIR regulieren dies doch selbstverständlich gerne .

    DANN aber im Nachmittag beim Abholen SOLCH eine Klatsche zu erfahren- das halten wir doch gerne aus.

    • Ihr Kommentar ist bühnenreif und sehr aufschlussreich. Eigentlich fällt mir dazu nur folgender Satz ein, der sich sicher nicht gewählt und gebildet anhört, aber sein muss: die Eltern werden immer bescheuerter. Leider wird diese Generation Kinder mit Wucht auf die Gesellschaft aufschlagen. Dann wird es auch kaum mehr Lehrer geben, die sich das antun.

    • Oh ja!
      Mir drohte seinerzeit ein Erstklässler(!) mit einer Anzeige seiner Eltern, da ich ihn auf dem weiten Weg zur Sporthalle (drei stark befahrene Kreuzungen) an die Hand nehmen musste, weil er immer wieder auf die Fahrbahn lief…..

  13. @An Gi
    Es braucht meiner Meinung nach auch weniger Leistungsdruck von außen.
    Ich kann am besten mit den Kindern arbeiten, wenn ich nicht dauernd im Hinterkopf haben muß, was in irgendwelchen Bildungsplänen steht oder was Eltern und oft auch die Schulen von uns erwarten. Ich finde der Focus wird hier schon viel zu früh auf Bildung gelegt.
    Dabei wäre es viel wichtiger, offen zu sein für das, was der Tag so bringt. Manchmal sind die Kinder so versunken ins Spiel, daß man sie einfach spielen lassen sollte.
    Manchmal sind sie so außer Rand und Band, daß sie Anregung und Anstoß von außen brauchen, um ihre Energie wieder in einigermaßen geordnete Bahnen zu lenken.
    Manchmal ergeben sich aus einer spontanen Situation heraus wunderbare Möglichkeiten sich mit einem Thema näher zu beschäftigen. Manchmal ergibt es sich, daß man in der Leseecke eine Geschichte nach der anderen vorliest, und die Kinder können gar nicht genug davon bekommen,
    und manchmal tut es ihnen gut, wenn man einfach mal „Quatsch“ mit ihnen macht.
    Kinder lieben es, wenn Erwachsene sich „doof stellen“ und den Clown für sie machen. Immer wenn ich solche Tage im Kiga erlebt habe, bin ich mit dem Gefühl nach Hause gegangen etwas wirklich sinnvolles getan zu haben. Und all das ist ja in gewisser Weise auch Bildung. Traurig ist nur, daß solche Tage, aus den hier bereits genannten Gründen, immer seltener werden. Wir sollten wegkommen davon, ständig irgendwelche Pläne und Vorgaben erfüllen zu müssen. Die Arbeit mit Kindern lebt doch von Offenheit und Spontanität.

    • @Marion:

      Unterschreibe jedes Wort!!!

      Leider wissen manche Eltern nicht, dass Kinder gerade in den von Ihnen beschriebenen Situationen (ich füge sogar noch Langeweile hinzu) durchaus viel lernen können.

      Ihre beschriebene Herangehensweise (situationsbezogen) ist auch die von mir bevorzugte – an solch Tagen haben ich und die Kids unsere beste Zeit.

  14. Ich finde es auch ein Unding, was von Erziehern heutzutage gefordert wird. Eine gute Freundin, erzählt mir auch gern davon. Sie ist die einzige Vollzeitkraft in ihrer Gruppe und sie müssen egal wie gut oder schlecht besetzt immer die dazugehörenden Sondergruppenräume offen haben (zb Werkraum) und mitbetreuen. Außerdem wurde ihr, aufgrund dass sie die einzige Vollzeitkraft ist, die Gruppenleitung und Schüleranleitung aufgebürdet… Da kann ich persönlich nur den Kopf schütteln! Ich selbst kann nur als Mutter sagen, dass ich bei meinem Großen das Glück hatte ihn 3 Jahre zu hause zu haben, beim Zweiten musste ich ihn leider schon mit einem Jahr in die Kita geben und das empfand ich als blanken Horror, auch wenn die Erzieherinnen wirklich lieb waren. Nun bin ich mit meinem dritten Kind zu Hause und hab mir geschworen, komme was da wolle, vor dem 3. Geburtstag geb ich sie nicht in die Kita, schlimm wenn man es finanziell nicht anders lösen kann. Und traurig, dass es die Politik nicht interessiert, dass es vielleicht noch Mütter gibt, die die Betreuung ihrer Kinder viel lieber selber in der Hand haben, als an Femde, wenn auch kompetente, Menschen abzugeben

    • Bis zur Einschulung. Da sitzen dann 30 Kinder mit 1 Lehrer, die bisher in Super_Betreuung von 1 zu 15 waren, können keine Schleife, keine Schere bedienen, wissen nicht, wie Wachsmalstifte funktionieren. Aber hey, die Erzieher haben den Tag mal so kommen lassen. War vermutlich bequem, den Kindern in den seltensten Fällen dienlich.
      Ich habe gerade ein 1. Schuljahr 7nd kann aus jahrzehntelanger Berufserfahrung sagen, dass die Vorschulbildung mittlerweile einfach grottig ist. Sorry, ist aber Realität.

      • @Emil: (15. September 19:38)

        Wie erklärt sich in diesem Zusammenhang ähnliches Entsetzen wie Ihres bei LuL der Sek I bzw.II, wenn Grundschüler (also Ihr Klientel!) in die 5. Klasse wechseln?
        Die ErzieherInnen allein können’s nicht gewesen sein….möchte ich annehmen.

  15. &Teacher Andi:

    …. danke und ein entschlossenes JA:
    WENN es nicht so tragisch wäre,
    weil „es“ leider die Realität ist,
    dann würde ich mich über dieses Kompliment sogar freuen.

    Fakt ist:
    … es bedarf (leider!) keiner fingierten Drehbuchautoren.
    Denn DAS, was „wir“ tagtäglich erleben,
    hätte wohlbemerkt das Potential für manch‘ gefülltes Kabarett-Programm.

    Dies zu verwirklichen, untersagt die Bindung an besagte Schweigepflicht- drei Bücher habe ich schon mit adäquaten Episoden gefüllt- leider sind jene allerdings dermaßen markant und polarisierend,
    dass ich dieses Vorhaben wohl leider auf das Rentendasein verschieben muss….

  16. @Teacher Andi :
    wenn es meine (Frei-!!!)Zeit zuließe,
    könnte ich mir durchaus vorstellen,
    noch eine „Zugabe“- sagen wir ein Kapitel aus meinem ersten Buch – anzufügen.

    Sie hätten die Wahl zwischen:
    – „Oma‘s letzte Weihnacht“
    – „Das Ding mit den Fischstäbchen“
    – „Kotzen für Anfänger -oder : der 473. Zahn „
    oder
    – „ Mutti bewacht die Melonen-Torte“

    • Schreiben Sie ein Buch, bitte! Es gab mal das „Lehrer-Hasser-Buch“, das vor Dilettantismus, populistischem Geschrei und Unwahrheiten nur so strotzte. Trotzdem wurde es verlegt und offenbar gekauft. Ich denke, Sie haben gute Chancen, Sie müssen es ja nicht „Eltern-Hasser-Buch“ nennen, das wäre zu primitiv angelehnt an Lotte Kühn. Aber den Eltern muss einfach mal der Blick geschärft werden, Kinder sind nicht zum Abgeben da, und Erzieher haben eine wichtige Aufgabe, die man nicht mit Massenkinderhaltung bewältigen kann. Jeder Nadelstich ist wichtig für eine bessere Anerkennung.

    • @Fräulein Brüselius

      Ich würde das Buch SOFORT kaufen, nach DER Steilvorlage weiter oben!

      Vorab hätte ich gerne schon mal „Mutti bewacht die Melonen-Torte“.
      Bittebittebittebitttteeeeee. 😉

  17. Tja, die Kindergärtnerinnen. Streiken vor ein paar Jahren wochenlang, ohne Rücksicht auf Verluste, bekommen 10% Gehaltserhöhung, einmalig in der Geschichte Deutschlands, und sind weiterhin unzufrieden. Würden sie sich mal anschauen, unter welchen Bedingungen ihre Kinder nach dem Wechsel zur Schule betreut werden, wären sie vielleicht etwas bescheidener.
    Ja, ihr dürft ruhig protestieren, ihr solltet nur den Maßstab nicht aus den Augen verlieren.

  18. Eigentlich ist der „Job“ als Erzieherin nur was für Menschen, die keine Kinder mögen. Allen denen das Wohl der Kinder am Herzen liegt, werden durch die Arbeitsbescheinigung frustriert…….

    • Viele von den Leuten die in den Kitas arbeiten haben aufgegeben, für bessere Bedingungen zu kämpfen. Die noch etwas bewegen wollen, bekommen einen Maulkorb oder gesagt, sie sollen überlegen, ob sie für den Job noch geeignet sind. Auf 15 Kinder kommen derzeit mindestens 5 bis 6 mit Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsverzögerungen, die bis zur Einschulung eine Windel tragen dürfen. Da bleibt keine Zeit für Schere,Schleife und Förderung. Da ist nur Schadensbegrenzung möglich.

  19. Hallo zusammen, ich habe alle Artikel gelesen und ich stimme den Erziehern und Kinderpflegerinnen zu was sie dort leisten Chapeau…
    Ich habe als Alltags Helferinnen in der Pandemie in einem Kindergarten gearbeitet um die Erzieher und Kinderpflegerinnen zu unterstützen.
    Meine Kollegen waren mir sehr dankbar in vielen Sachen, ich habe geholfen mit den Kindern Händewaschen Schuhe anziehen, Frühstück begleiten, Mittagessen vorbereiten und natürlich die hygienischen Auflagen zu berücksichtigen. Ich frage mich schon die ganze Zeit wie sollen Erzieher rin und Kinderpflegerinnen dieses alles noch weiter so leisten, wenn sie keine Unterstützungen vom Träger bekommen oder Mitarbeiter. ich habe gesehen wie die Erzieherin und Erzieher und Kinderpflegerinnen am Limit sind. Die meisten bekommen ja nur immer Jahresverträge nie fest einstellungen das kommt ja noch dazu. Ich war Alltags Helferin in einem Kindergarten da musst am 31.7 20 21 gehen da hörte jawohl die Pandemie auf, nach Regierung Nordrhein-Westfalen die CDU hat Gelder freigelegt um Alltagshelfer in den Kitas in den OGS zu bekommen. Kaum ein Alltagshelferin ist nicht mehr in den Einrichtungen, also 5000 Stellen sind auch weg gefallen und jetzt gehen fängt alles wieder von vorne wieder an..das ist unfassbar. Ich kann verstehen dass man das alles hinschmeißen will.. die Mitarbeiter in diesen Einrichtungen werden nicht wirklich geschätzt und das ist für mich unfassbar. Ich wünsche allen Erziehern und Kinderpfleger nur das Beste.

  20. @Emil:
    nicht zu vergessen:
    DIE, die streikten, sind die Wenigsten!
    Entscheidend ist, welchem Träger man unterstellt ist.
    Pauschal davon zu reden, dass es angeblich 10% mehr Lohn gäbe,
    ist fatal.

    … und – by the way:
    zu sehen, wie es den Kindern nach Schuleintritt ergeht:

    bescheidener als mit weniger als nem Drittel des Lohnes nachhause zu gehen als Jene,
    die DANN – wie zitiert- dazu beitragen,
    „… wir es den Kindern nach Schuleintritt ergeht…“:
    da verbietet sich ja jeglicher Anflug eines Vergleiches!

  21. @Emil
    Da haben Sie meinen Kommentar aber völlig falsch verstanden.
    Natürlich sollen Kinder, wenn sie in die Schule kommen die „Basics“ beherrschen, also Schere richtig benutzen können, Stiftte richtig halten können, Zahlen- u. Mengenverständnis (z.B. die sechs auf dem Würfel auf einen Blick erkennen), Formen erkennen etc etc. Bei uns findert das alles in der Vorschulerziehung statt.
    Wir haben aber nicht nur Vorschulkinder, sondern Kinder ab zweieinhalb. Manche müssen noch gewickelt werden. Da möchte ich mal sehen, wie Sie da alleine mit dreißig fertig werden. Sie können doch eine Gruppe von sechsjährigen nicht mit einer Gruppe gleichsetzten, in der vom Wickelkind bis zum Vorschulkind alles vertreten ist.
    Was mich stört, ist der Anspruch, daß die Vorschulkinder im Jahr vor der Einschulung alle mindestens schon dreimal in der Schule gewesen sein müssen. Wir haben drei Schulen in unserem Einzugsbereich. Jede hat ganz eigene Vorstellungen davon, wie die Zusammenarbeit aussehen soll.
    Vor Corona wurde gefordert, daß wir Erzieher bei den Infoabenden für die Eltern der VS-Kinder in der Schule dabei sein sollen. Außerdem wird gewünscht, daß wir bei der Schuleinschreibung dabei sind.
    Alles zusätzlich zu unserer regulären Arbeit, die eben nicht nur aus VS-Erziehung besteht. Ich finde ihre Unterstellung der Bequemlichkeit sowas von unverschämt.

    • Unverschämt? Vielleicht eher realistisch! Lehrer sollen gleichzeitig im Kige haospitieren und in der weiterführenden Schule anwesend sein. Und wenn Sie es für selbstverständlich halten, dass Kinder einen Stift halten können, warum erzählen die Kids dann, dass Ihnen im KIGA nie jemand gezeigt hat, wie man einen Stift hält? Und dass sie nicht wissen, wie man ausschneidet, abheftet, etc. Und dass bei Betreuungsverhältnissen, die traumhaft sind? Wir haben 30, Sie max, also max, zum besseren Verständnis Maximal. die HälfteEs tut mir echt leid, aber ich wohne neben einem KIGA. Die Kinder Gärtner sind alles andere als gestresst, die Kids sind sich selbst überlassen und Wundern sich, wenn sie in derSchule eine Arbeit bee nden en, obwohl sie keine Lust haben. Vorschulbildung???????
      Es tut mir leid, aber Kinder Gärtner jammern echt auf hohem Niveau!!!

      • @Emil
        Weiter oben habe ich über die Gedanken in Ihren Posts gestaunt, auch über die Aggressivität.
        Jetzt sind es die formalen Fehler und die erschreckend hohe Zahl dieser Fehler.

        Wenn Sie sich wieder beruhigt haben:
        Was soll ein „Kampf“ zwischen Kita-Personal und Schul-Personal bringen?
        Wer könnte Ihrer Meinung nach einen Vorteil davon haben?

        • Mal ganz in Ruhe:
          Kein, wirklich kein Beruf ist in den letzten Jahren derart höhergestuft und aufgewertet worden wie der Erzieher Beruf. Nicht zuletzt bei dem wochenlangen Streik vor einigen Jahren. 10% Prozent mehr Gehalt, das gab 7nd gibt es nirgendwo sonst.
          Man sollte meinen, dass damit eine Zufriedenheit Eintritt, aber nein, die Forderungen sind nach wie vor dieselben. Wollen Sie wirklich noch mal 10% mehr???? Und setzen Sie das mal in Relation zu anderen Berufen! Da stimmt einfach das Verhältnis nicht mehr!
          Ansonsten: Tabletttastaturen sind für schnelles Tippen nicht geeignet. Ist aber nicht mein Problem.

          • Emil, Sie haben sich da komplett festgefahren und Ihr Blick beschränkt sich nur auf Ihren so anstrengenden Job. Ihr aggressives und provozierendes Auftreten lässt eine gewisse Professionalität missen. Sorry, wenn ich das so sagen muss. Ich bin nicht Erzieher, habe aber welche im Bekanntenkreis und die leiden unter anderem darunter, dass sie, wie Sie es auch formulieren, als „Spieltanten“ abgekanzelt werden. Ich habe großen Respekt vor den Erziehern und möchte den Job nicht machen. Und ich glaube, es geht den wenigsten um mehr Geld, sondern um Anerkennung und adäquate, sinnvolle Vorgaben und Voraussetzungen. Und Ihr Vergleich mit der Relation zu anderen Berufen: welche Berufe meinen Sie denn? Den der ebenso schlecht bezahlten Pflegekraft? Ich sehe da eher die überbezahlten Bankmanager, Immobilienmakler, Vermögensberater, Vorstände ohne Ahnung aber mit einer großen Klappe, ja, da stimmt die Relation zur Leistung nicht mehr. Und mal ganz ehrlich: auf wen könnten Sie eher verzichten: auf Erzieher, Krankenpfleger, Altenpfleger, Lehrer, Verkäufer ODER auf Bänker, Vorstände, Vermögensberater, Immobilienmakler, Versicherungsmakler oder auch Fußballer etc.??? Ohne die erstgenannte Gruppe sähe es zappenduster aus im Land, oder etwa nicht? Und was rechtfertigt es dann, das die zweite Gruppe so üppig entlohnt wird? Leisten die etwa 100 mal mehr als die anderen in sozialen Berufen? Und gerade die Gutverdiener sind diejenigen, die nie zufrieden sind und immer nach mehr gieren. Wohingegen bei sozialen Berufen immer sofort der Rotstift angesetzt wird. Also Ihre Relationen stimmen vorne und hinten nicht. Auch der Vergleich mit der Schulklasse, das sind völlig andere Baustellen!!

      • Also wegen mir müssen sie nicht im Kindergarten hospitieren.
        Müssen sie übrigens ihre 30 Schulkinder beim Toilettengang begleiten, ihnen den Popo abwischen, ihnen helfen den Rucksack und die Brotzeitdose zu öffnen, sie wickeln,
        Ihnen die Schuhe anziehen, ihnen bei den einfachsten Alltagstätigkeiten Hilfe und Unterstützung geben, weil sie einfach noch zu klein sind, um mit den vielen Anforderungen fertig zu werden.
        Schreien ihre Schulkinder auch noch nach ihrer Mama und sie müssen sie auf den Schoß nehmen und trösten, während neben ihnen ein anderes Kind gerade in die Hose pinkelt während es auf dem Sofa der Leseecke sitzt, und während sie mit einem Kind das Schneiden mit der Schere üben, schneidet sich der dreijährige daneben gerade die Haare…usw.usw.
        Ist das so mit 30 sechsjährigen oder kann es vielleicht sein, daß sie hier ständig Äpfel mit Birnen vergleichen.
        Wohlgemerkt, ich habe höchsten Respekt vor der Leistung der Grundschullehrer, aber sie können ihre Klassenstärke nicht 1 zu1 auf den Kindergarten übertragen.
        Aber wahrscheinlich schreib ich mir vergeblich die Finger wund und sie wollen Erzieher einfach hassen, warum auch immer.

        • Ja, wir öffnen Rucksäcke, und Brotdosen.
          Ja, die Kids weinen, weil sie zur Mama wollen.
          Ja, wir binden Schule, flechten Zöpfe, öffnen und schließen Jacken.
          Ja, sie pinkeln sich in die Hose, schneiden sich in die Haare und kotzen in den Tornister des Nachbarn.
          Es wäre auch komisch, wenn 6 Wochen zwischen KIGA und GS die Kinder derart verändern würde. Nix mit Äpfeln und Birnen.
          Vielleicht sollten Sie mal in der Schule hospitieren!!!!

          • Sie kapieren immer noch nicht, das es gewaltige Unterschiede zwischen 3jährigen und sechsjährigen gibt.
            Wie konnten sie mit solchen Wissenslücken nur Grundschullehrer werden? Ich finde übrigens auch, daß 30 Erstklässler viel zu viel für nur einen Lehrer sind, weshalb ich die Klagen vieler Lehrer voll und ganz verstehen kann. Hut ab vor deren Leistung.
            Ich bin auch noch nie einem Lehrer begegnet, der uns Erzieher derart geringgeschätzt hat. In den allermeisten Fällen war die Zusammenarbeit von gegenseitigem Respekt geprägt, den sie hier völlig vermissen lassen. Ich bedauere alle Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher, die sich mit so einem kaltherzigen, begriffsstutzigen und unemphatischen Typen wie sie rumschlagen müssen.
            So, das war jetzt sehr persönlich, aber das waren ihre Posts uns Erziehern gegenüber auch.
            Damit ist das Thema für mich erledigt. Es ist alles gesagt.

          • @Emil:

            Ich habe Berufserfahrung in beiden Bereichen
            (Kita/GS), (8 Jahre GS als Vertretungslehrkraft vormittags plus Ganztagsbetrieb).
            Die von Ihnen geschilderten „Ereignisse“ finden tatsächlich auch in der GS statt, jedoch kann ich aus Erfahrung sagen, dass deren Häufigkeit definitiv NICHT mit der in Kitas zu vergleichen ist!

    • Schulpersonal arbeitet zunehmend unter erschwerten Bedingungen, vormittags wie nachmittags…jede/r in seinem/ihrem Arbeitsbereich.
      Ich gehöre auch zu diesem Personenkreis, habe jedoch auch ein Jahr lang in einer Kita in Vollzeit gearbeitet.
      Daher: Mein allergrößter Respekt gilt vorzugsweise dem Krippen- und Kitapersonal!!!

  22. Die Eltern müssen informiert werden, wann und wo genau die Zeit ist, Kinder zu bekommen. Wieso müssen beide Vollzeit oder so arbeiten und dann Kinder bekommen? Wieso ist das Leben so hart geworden, sodass man so viele Stunden arbeiten muss. Ich warne euch, es ist eine neue riesige Pandemie, sogar schlimmer als Corona ,der wir in der Zukunft konfrontieren, gegen kleine Menschen (kinder). Je mehr Kitas und Stellen als Erzieher, desto mehr werden wir in der Zukunft Knast bauen und die Kriminalität wird steigen.
    Fremdebetreuung muss vorallem illegalisiert werden, und nur für ab 6 Jähriger Kinder und nur 2 Tage unter der Woche.
    Obwohl es für euch absurd und komisch aussehen kann, trotzdem sind meine Antworten
    (Kondome Ja )
    (Kita nur 1bis 2 Tage nur für Alleinerziehende)
    (weniger Stellen als Erzieher/innen)
    (mehr Integration für Eltern)
    (Statt 40 Stunden pro Woche in Vollzeit, 25 Stunden pro Woche)
    (Höherer Lohn)
    (Niedrigere Miete)

  23. @Emil…ihr Kommentar ist einfach böse. Ich persönlich habe genauso Mitleid mit den Lehrern und beneide sie nicht.Aber es ist nicht ausschließlich die Aufgabe der Erzieher,die Kinder fit für die Schule und das Leben zu machen. Wir geben jeden Tag alles…Bei miserablen Rahmenbedingungen! Wir hätten es auch gerne anders.Punkt.

  24. @ Emil
    Ich weiß gar nicht, warum Sie sich derart geringschätzig über den Erzieherberuf mitteilen…sowie auch genauestes Wissen über üppige Verdienste haben?! Also nach rund 30 Jahren Anstellung bei einem großen Kitaträger schaffe ich mit Ach und Krach netto grade mal knapp die „2“ vorn.
    …und nichts würde mir ferner liegen, als den Lehrerberuf hier zu verunglimpfen…also sparen Sie sich das bitte auch für die Erzieher!
    Danke

    • Ja Emil, Sie fangen ganz oben an. Eine Leitung verdient nun mal mehr als das normale Personal, das ist im Lehrerberuf auch so. Aber die Basisarbeit wird immer noch von den unteren Gehaltsgruppen gemacht. Von ca. 3000 brutto bleiben am Anfang als Alleinstehender vllt. noch 1600 übrig. Auch bei 3900 bleiben nur c. 2000-2200 übrig, die Politiker bekommen das Doppelte steuerfrei als Aufwandspauschale ohne Nachweis, ob sie es brauchen oder nicht, zusätzlich zu den Diäten von 12.000 brutto, bleiben auch noch mind. 8.000, plus 4.500!!, und das ohne Nachweis, ob sie es wirklich brauchen, was ich stark bezweifle. So viel zur Verhältnismäßigkeit.

    • Sorry, Emil, auch ich bin GS Lehrerin, schon seit 44 Jahren, aber als Mutter/Oma kenne ich auch die Situation in den Kitas/OGS.
      Das meiste Personal sind eben NICHT mehr oder weniger fair bezahlte EuE, sondern Hilfskräfte mit Mindestlohn! Deren Qualifikation kann man getrost anzweifeln, so dass ein Riesenberg an Arbeit auf das wenige Fachpersonal abgewälzt wird. Für den Träger sicherlich ein lohnendes Geschäft!

      Natürlich sieht es an den Grundschulen nicht viel anders aus, aber daraus kann man doch den EuE keinen Vorwurf machen!
      Dass ein Teil der Kinder katastrophal vorbereitet in die GS kommt, liegt normalerweise NICHT an den Erzieherinnen, sondern entweder an einem sehr merkwürdigen Konzept, das der Träger vorschreibt (jedes Kind darf machen was es will) und das die Eltern ja mittragen, oder an dem Mangel an Fachpersonal. ErzieherInnen betreuen ja inzwischen nicht nur die Kinder, sondern auch noch Praktikanten und Aushilfskräfte, die mit ihren Gruppen nicht klarkommen.
      Eigentlich genauso, wie auch an der Grundschule!
      Meiner Meinung nach bashen Sie hier die Falschen!

  25. Wir möchten euch daran erinnern, dass magische Worte wie hallo, bitte, gern geschehen, Entschuldigung und danke alle zuerst zu Hause gelernt werden.
    Zu Hause lernen sie, wie sie ordentlich sind, gut auf ihre Sachen aufpassen, und dass es nicht ok ist, andere anzufassen.Wir möchten euch daran erinnern, dass magische Worte wie hallo, bitte, gern geschehen, Entschuldigung und danke alle zuerst zu Hause gelernt werden. Zu Hause lernen Kinder auch, wie man ehrlich, pünktlich und fleißig ist, Freunden Mitgefühl und älteren Menschen und Lehrern gegenüber Respekt zeigt. Zu Hause lernen sie, wie man sauber ist, nicht mit vollem Munde spricht und wie/wo man seinen Müll loswird. Zu Hause lernen sie, wie sie ordentlich sind, gut auf ihre Sachen aufpassen, und dass es nicht ok ist, andere anzufassen.Hier in der Schule dagegen bringen wir ihnen die Sprache, Mathematik, Geschichte, Geographie, Physik, Wissenschaft und Sport bei. Wir stärken nur die Erziehung, die Kinder zu Hause von ihren Eltern bekommen.
    W Wienerin
    Schule fordert in Brief mehr Engagement von Eltern | Wienerin
    Altersentsrechend sollte es so auch im Kindergarten sein, ist es aber nicht. Also bitte nicht gegeneinander, sondern miteinander, für bessere Bedingungen. Denn eigentlich liebe ich meinen Job. Viele Kinder bringen einfach die Voraussetzungen nicht mehr mit, die nötig sind um sie gut auf das Zusammenleben und die Schule vorzubereiten.

  26. „Wir“ fassen zusammen:

    – der Vergleich Äpfel/ Birnen hinkt ✅
    – die oben genannte Quelle ist meines Erachtens so aussagekräftig als vergleiche man nen 7,8Kg-Kürbis mit ner Packung Zierkürbis:

    Ausgangsanalyse:
    – der ferngalaktische Bruttoverdienst setzt folgende MÖGLICHE (!!!) Kumulation voraus:

    öffentlicher Dienst+ dies über Jaaaaahre+ 40-h-Arbeitsumfang

    1.
    es soll durchaus Kita-Beschäftige in zum Beispiel freier Trägerschaft geben!

    2.
    die angeführte Quelle fungiert als „KANN-Konstellation“

    3.
    ich hab‘ da mal was lauten hören,
    dass zum Beispiel zwei Erzieher als eine Stelle zusammen gefasst werden,
    wenn Erzieher X in nem 20-h-Umfang angestellt ist und selbiges mit Erzieher Y der Fall sei……

    … durchaus möglich, dass ich dies mit nem Rauschen im Ohr verwechsle- denn ich hatte heute in „meiner“ Krippengruppe phasenweise über 110Dezibel Geräuschkulisse- da kann man schon mal was durcheinander bringen

    Fakt ist:

    wenn ich heute gegen Abend den Integrationsplan in meiner Freizeit fertig geschrieben haben werde,
    könnte ich nochmal zu OBI fahren und da kaufe ich mir ne Schaufel,
    mit der ich das viele Geld im Keller ab sofort kontinuierlich zusammen schippen werde.

    Morgen werde ich ggf erst gegen Mittag auf Arbeit erscheinen,
    da ich nachts vor Lachen nicht einschlafen kann…

    Aber nein:

    GEHT ja nicht:

    vier Kolleginnen im langzeit Krank,
    die Kollegin in „meiner“ Gruppe hat um8 ein Deeskalationsgespräch mit den Eltern von Francesca-Antoinette ,
    deren Eltern vor‘m freitäglichen Spa

    (… ohne jenes sinken die Überlebenschancen am Wochenende von Frau Mama nebst Gemahl erheblich)

    noch geklärt haben möchten,

    weshalb Francesca-Antoinette sich dieser üblen Gerüche der Fertigfraß-vertilgenden-Gruppenkinder aussetzen musste!

    IHR Öko-Frühstück ,
    welches die hauseigene Nanny der 16-Monate-jungen Francesca-Antoinette mühevoll zubereitet hatte,
    war jeden Tag fast unberührt in der Brotdose retour gelaufen!

    Quelle horreur!

    … hat das Töchterlein etwa in die Stulle vom Jeremy-Jason-Kevin gebissen??????

    Das muss geklärt werden…..

    Und da besagte Kollegin morgen eh jenes Gespräch führen wird,
    wird sie ggf gleich mal hinterfragen,
    ob es denn nicht eventuell zu viel des Guten sein könnte,

    das Mädchen nachmittags
    – nach acht Stunden Krippe-
    zum
    Chinesich-unter-drei-Jahren-Kurs
    zu schleifen
    und
    jeden zweiten Montag obendrein dem Kinde *ich-tanze-meinen-Namen-auf-Suahelie* zuzumuten….

    Ende offen

  27. Ich arbeite in einer Krippe in Sachsen. Durch den Verschleiß von Fachkräften werden die Ältern oft und sehr lange krank. Das heißt das ich in den letzten 3 Jahren ganz massiv die doppelte Kinderanzahl betreuen musste. Zehn 2-3 Jährige waren an der Tagesordnung mit schwindet die Kraft und die Kinder werden nervöser sie spüren die Hetze ich kann den Eltern und den hilflosen Kleinkinder nicht mehr gerecht werden geschweige denn in die Augen schauen. Ich erwäge den Beruf zu wechseln um mich und meine Gesundheit zu schützen.
    Es macht mich unwahrscheinlich traurig nein eher wütend wie sich Großkonzerne Milliarden unter den Nagel reißen und wir unser Kinder im Stich lassen . Unsere Zukunft verspielen und zerstören . Das gilt für alle sozialen Berufe damit ist eben kein Profit zu machen.

    • Da frage ich mich wie so oft: Warum schaffen die ErzieherInnen sich keinen Ehrenkodex und halten sich daran?

      Sachsen hat doch einen eigenen Erzieherbverband. Warum fordert er nicht, was Not-wendend wäre?

  28. @Emil:

    Ich habe Berufserfahrung in beiden Bereichen
    (Kita/GS), (8 Jahre GS als Vertretungslehrkraft vormittags plus Ganztagsbetrieb).
    Die von Ihnen geschilderten „Ereignisse“ finden tatsächlich auch in der GS statt, jedoch kann ich aus Erfahrung sagen, dass deren Häufigkeit definitiv NICHT mit der in Kitas zu vergleichen ist!

  29. Wir Lehrers denken auch zunehmend zumindest über Stundenreduzierung nach.

    Dieser Wahnsinn ist nicht auszuhalten – 40 – 60 Stunden Arbeit und 28 Stunden bezahlt? Nichts mit Überstundenabfeiern oder einer sonstigen Entlastung.

    • Nein, wir alle bekommen unsere Deputatsstunden bezahlt, was bei einem vollen Deputat 42 Zeitstunden ausmacht. Das reicht aus, wenn man seine Arbeit organisiert und strukturiert. Selbstredend gibt es Zeiten, in denen man viel viel mehr macht. Aber es gibt auch die Zeiten, in denen recht wenig läuft und die Vor- und Nachbereitung einfach wegfällt. Ich finde, die Deputate sind großzügig bemessen. Na klar wäre weniger arbeiten bei gleicher oder höherer Bezahlung schick, aber wenn man bedenkt, dass in anderen (akademischen) Berufen die Überstunden verfallen oder gekappt werden: wir haben es doch echt gut! Gerade und vor allem die verbeamteten unter uns. Klar, der Blick auf die, die es schlechter haben, macht die eigene Situation nicht besser. Aber willkommen in der Welt! Dieses ewige Gejammer nervt. Wenn Du´s nicht gebacken bekommst: reduzier doch!

      • @Lieschenmüller

        „Aber es gibt auch die Zeiten, in denen recht wenig läuft und die Vor- und Nachbereitung einfach wegfällt. Ich finde, die Deputate sind großzügig bemessen.“
        Zunächst einmal ist das Ihre Meinung und die ist – als solche betrachtet – völlig ok.
        Leider plaudern Sie von „Nein, wir alle …“ und da passt es nicht mehr, z.B. reden Sie nicht für mich – ich habe Sie nicht beauftragt (nicht Zutreffendes zu behaupten).
        – Entweder: Lieschenmüller selbst hat keine Korrekturfächer.
        – Oder: Lieschenmüller selbst ist vom Typus „Dienst nach Vorschrift“.
        – Oder: Lieschenmüller selbst plappert gerne und weiß nicht wovon.

        „Dieses ewige Gejammer nervt. Wenn Du´s nicht gebacken bekommst: reduzier doch!“
        Dann auch alles andere reduzieren =
        – FdH
        – WidH (= Wohn in der Hälfte), früher hatten die Leute ja auch die „Schlafgänger“ und ALLE sind PRIMA über die Runden gekommen! (Ironie)
        https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafg%C3%A4nger

        „Aber willkommen in der Welt!“
        WoL = „World of Lieschenmüller“

        „Lärm beweist gar nichts. Eine Henne, die ein Ei gelegt hat, gackert, als sei es ein Planet.“ (Mark Twain)

  30. Wir Frauen, schon gar nicht die jüngeren und sehr gut ausgebildeten unter uns, die ihren Beruf sehr lieben, wollen „keine Rolle rückwärts“ in die 1950er/1960er Jahre!

    Wir wollen nicht, dass das „Rad der Geschichte“ hinsichtlich gesellschaftlichen Wandels – hin zu mehr partnerschaftlicher Eltern- und Familien“arbeit“ – zurückgedreht wird!

    Wir wollen nicht, dass sich längst überlebte, antiquierte Rollen- und Familienmodelle (schleichend) wieder etablieren, gar breitmachen und hoffähig gemacht werden!

    Errungenschaften der (neueren) Frauenbewegung – hier besonders die seit den 1970er Jahren – dürfen niemals verlustig gehen!

    Wir lieben unsere Kinder, es sind echte Wunschkinder – auch dank Pille.

    Aber wir lieben auch unsere Arbeit, unsere Selbstständigkeit – und unsere finanzielle Unabhängigkeit von unseren Männern!

    Sehr viele von uns sind hochqualifizierte Fachfrauen, auf die unsere Wirtschaft und Gesellschaft nicht verzichten kann, wenn sie auch den Herausforderungen des Klimawandels wirksam begegnen will.

    Schlimm genug, dass pandemiebedingt die meisten Mütter in den „sauren Apfel“ beißen mussten und in der großen Not die Hauptlast des Homeschoolings bzw. der Betreuung des Distanzunterrichts übernahmen.

    Und all dies neben ihrer Arbeit im Homeoffice und – wohlgemerkt – noch zusätzlich zur sowieso „normalen, üblichen“ Familienarbeit/Hausarbeit!

    Wir wollen keine rückwärtsgewandten gesellschaftlichen Entwicklungen, schon gar nicht eine Gesellschaftspolitik von gestern!

    Der gesellschaftliche Wert qualifizierter frühkindlichen Erziehung in Kindergruppen im Kindergarten, in Kinderkrippen und Kitas kann gar nicht hoch genug geschätzt werden!!!

    Denn die Zeiten vom „Heimchen am Herd“ als (alleiniges) Rollenbild für die Frau und Mutter, die Zeiten der drei „K“s (Küche, Kinder, Kirche) sind nun wirklich definitiv vorbei!

    Und sie sollen, ja müssen es auch bleiben!!!

    • Bei aller Emanzipation und dem verständlichen Drang zur Selbstverwirklichung sollte es doch möglich sein, wenigstens die ersten drei Jahre sein Kind selbst zu erziehen und die Weichen zu stellen. Oder nicht? Ob Vater oder Mutter, das ist doch in unserer aufgeklärten Gesellschaft nicht mehr festgelegt. Keiner verlangt das „Heimchen am Herd“, da verwechseln Sie was. Nach drei Jahren kann man in jedem Beruf wieder einsteigen. Wer sich nur für Karriere entscheidet, sollte sich überlegen, ob das einem Kind, das dann nebenbei mitlaufen muss, gerecht wird.

    • Na, dann sollen die angeblich so modernen Frauen sich ruhig mal mehr wehren. Zum Beispiel gegenüber den Arbeitgebern beiderlei Geschlechts. Es ist rücksichtslos gegenüber Kindern, wenn immer wieder recht viele krank in die Kitas gebracht werden, wo sie andere anstecken. Wir merken es besonders, wenn Eltern in der Probezeit sind…

      Früher habe ich als Springerin übrigens immer den Elternteil zum Abholen eines Kindes angerufen, der mir oder einer Kollegin ein krankes Kind „untergejubelt“ hat. – Väter können besser ein Kind über den Zaun heben und so die persönliche Übergabe vermeiden… Auch lösen sich kränkelnde Kleinkinder oft leichter vom Papa als der Mama (nur eine Beobachtung). Und was geschah dann? Die Männer wollten mich meist dazu bringen ihre Frau anzurufen, worauf ich mich nie eingelassen habe. Und nach dem Abholen durch den Vater bekam ich von Müttern gesagt, dass ich im Krankheitsfall doch bitte immer sie anrufen solle.

  31. Lieber Teacher Andi,

    grundsätzlich, im Ansatz, bin ich voll Ihrer Meinung.

    Dennoch: ich verwechsle überhaupt nichts!!!

    Ich selbst hätte es damals zwar niemals übers Herz gebracht, unsere zwei kleinen Söhne in den ersten drei Jahren in eine Krippe zu geben und sofort wieder in meinen geliebten Beruf einzusteigen, den ich mit Leib und Seele, Leidenschaft für meine drei Fächer und Herzblut für meine SchülerInnen über Jahrzehnte bis zu meiner Pensionierung ausgeübt habe.

    Aus voller Überzeugung und sehr gerne blieb ich bis zur Einschulung unseres Älteren daheim, als „Familienfrau“ – nicht „Hausfrau“, meinem Selbstverständnis nach.

    Aber ich fing wieder in Teilzeit das Unterrichten am Gymnasium an, als unser Kleiner noch in den Kindergarten ging.
    Und ich hatte keine Omas oder Opas als „Feuerwehr“.
    Jedoch ein tragfähiges soziales Netz durch (überzeugte) Vollzeitmütter mit zahlreichen Kindern.

    Aber ich war damals in einer privilegierten Position, war nicht in einer „Notsituation“:

    – ich hatte ihren sehr gut verdienenden Papa als Ehemann an meiner Seite, der sich hingebungsvoll, liebevoll mit viel Zeitaufwand unseren Buben widmete, wenn er gerade nicht für seine Firma im Ausland arbeitete.

    – ich habe einen Mann, der eine partnerschaftliche Vorstellung von Ehe hat – und lebt!

    – ich „musste“ nicht unbedingt arbeiten, damit wir uns an der Peripherie Münchens (damals) für eine 4-köpfige Familie „angemessenen“ Wohnraum leisten konnten.

    Fazit: Ich hatte einfach in mehrfacher Hinsicht Glück!

    Von all dem können – auch heute noch – viele Frauen nur träumen. Leider!:

    – zumal in städtischen Ballungsräumen heute ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum herrscht

    – besonders für Alleinerziehende (Mütter und Väter) Krippen, Kitas etc. einfach unverzichtbar, überlebenswichtig sind

    – hinsichtlich Vorstellungen von veränderten Rollenmodellen in unserer sog. “ aufgeklärten Gesellschaft“ z.T. immer noch eine eklatante Diskrepanz zwischen Lippenbekenntnissen und echter, verinnerlichter, d.h. gelebter, Akzeptanz in unserer gesellschaftlichen Realität auftritt, wenn es denn „zum Schwur“ kommt.
    Die Situation stellt sich heutzutage deshalb in der Realität oft immer noch leicht „anachronistisch“ dar.
    Dies zum Gerede von unserer ach so „aufgeklärten Gesellschaft!

  32. Viele wahre Worte. Grandios hier zu lesen, dass es tatsächlich noch Personen gibt, welche der Auffassung sind Erzieher und Erzieherinnen wären nur Spielbespaßer und sollen sich nicht über den Mangel an Fachpersonal stören, denn Lehrer und Lehrerinnen hätten weitaus mehr Kinder pro Kopf zu betreuen… Meiner Meinung nach, müsste jede Lehrkraft verpflichtend zumindest einen Teil unseres Fachgebietes der Sozialpädagogik, welches wir in unserer Ausbildung durchlaufen in ihrem/seinem Bildungsweg ausreichend nahegelegt bekommen, sowie darin geprüft werden bevor diese überhaupt auf Kinder in den Schule losgelassen werden! Alle wollen ihr Recht auf Kinderbereuung erfüllt haben, sei es auch aus absolute Nötigkeit heraus, was durch den Fachkräftemangel zulasten derer geht, welche ihren Beruf kaum noch in dem Umfang ausüben können wie sie wollen und sollen. Massenabfertigung trifft es! Allen prägnanten Probleme wurden genannt und so ist es!! Frauen suchen sich meist Männer welche mehr verdienen? Ich lach mich weg! Leider verdienen viele Frauen immernoch nicht so viel wie Männer im selben Beruf und viele Berufsgruppen, welche vorwiegend von Frauen bedient werden sind grandios unterbezahlt, guten Morgen! Bei den kids zu Hause bleiben, sie selber betreuen, wäre schön wenn da nicht die Nachteile mit der Rente und dem Job wären, richtig. Ja, die Politik zu diesem Thema ist für die Tonne, es wird sich im Kreis gedreht und es passiert nichts. Fachkräfte müssen her, aber wie? Da dachten sie sich Wir ändern den Ausbildungszeitrahmen unter bestimmten Voraussetungen, bezahlen aber trotzdem am besten nur etwas mehr als nix und nicht so viel wie ausreichend, sonst wird es zu teuer. Verantwortung für das größte Gut des Landes, dessen Zukunft zu tragen wird schließlich völlig überbewertet und kann doch nicht so schwer sein. Nicht dass noch jemand Lust bekommt den Beruf zu erlernen bei den tollen Aussichten. Ich bin 35, dreifache, alleinerziehende Mutter nach zwei Jahren Ausbildung zur SPA jetzt in der Mittelstufe der Erzieher/Erzieherinnen Ausbildung, habe dafür bisher KEINEN cent Geld bekommen, (t.w. musste in der Vergangenheit noch dafür gezahlt werden) MUSS meine jüngste Tochter bis 16 Uhr in die OGS zu !einer! Erzieherin geben um das zeitlich hinzubekommen, kümmere mich danach um den wichtigsten Bestandteil meines Lebens, meine Kinder, schreibe Haus- und Facharbeiten Nachts, mit Glück wird nach Monaten Bearbeitungszeit der Anträge, endlich dieses Jahr mal das neue Barfög gezahlt, *trommelwirbel* ca.700€ und ich habe nach diversen Erfahrungen in den Einrichtungen die Schnautze voll! Wenn ich als Auszubildene selbst Gruppen allein betreuen musste, weil absolute Personalnot herrschte, der Krankheitsstand oft durch Überlastung hoch ist, alle schon beschriebenden Fakten deutlich zu spüren sind und die leider heimliche Elite der Gesellschaft !WIR! trotzdem versucht diese Arbeit zu leisten, für die Kinder das zu sein was sie brauchen um gesund in ihrem individuellen Prozess in dieser kranken Welt zu wachsen, wir nicht geschätzt und ernstgenommen werden, wenn ich all das sehe, erlebe und handle um gegen dieses verdammte System zu kämpfen kann ich mir nur an den Kopf fassen. Vielleicht wacht ihr auf wenn es uns nicht mehr gibt. Weit mehr als 70 Prozent derer welche diese Ausbildung bei uns gerade machen, sagen ganz klar sie gehen nicht in Kita und Krippe wenn sie fertig sind, das sei selbstzerstörerisch und man könne es sich vielleicht nicht leisten den Beruf dort auszuüben. Gut, dass schon in der Ausbildung empfohlen wird sich einen guten Psychologen zu suchen, denn unter all den zu erwartenden Bedingungen nicht zu leiden sei eine echte Herausforderung. Herzlichen Glückwunsch nach ganz OBEN! Ihr schafft das, UNS genau wie vieles andere kaputt zu kriegen. Kümmern solltet ihr euch um diese Kinder, diese Zukunft, welche irgendwann gute Entscheidungen für euch treffen sollen weil sie mit uns gelernt haben wie das geht (wenn wir Zeit dafür hatten), erfahren durften was wichtig ist, von Fachkräften begleitet dabei sich ihre Welt zu erschließen. Menschen wie wir und all diese Kinder sollen mitfühlen, sozial sein, sich einsetzen für diese Gesellschaft, einen Platz finden? Warum und Wie? Wer setzt sich denn für sie und uns ein?

    • Annika Oldenburg- Japp. GENAUSO. Bilde als BBS-Lehrkraft Erzieher*innen mit aus. Die Ausbildung ist zeitaufwendig und arbeitsintensiv. Am Ende gibt’s dann auch die Fachhochschulreife. Und wird meines Erachtens im Anschluss weder finanziell noch im gesellschaftlichen Ansehen angemessen honoriert. Oft werden auch nach der Ausbildung nur Teilzeitverträge angeboten. Die Gruppen sind zu groß usw.. Krippen- und Kita-Erziehung ist unserer Gesellschaft nix wert. So ein Krippen -oder Kita-Platz soll ja auch möglichst umsonst sein. Ist zwar schön, aber wie schätzen wir als Gesellschaft etwas, was umsonst ist? Und somit die Arbeit der Erzieher*innen? Selbst bei uns in der Ausbildung wird an Allem gespart, Lehrkräfte fehlen und wir können gerade mal die minimalen Unterrichtsstunden stellen, damit unsere SuS den Anspruch auf Bafög haben.

  33. Teacher Andi- Was hat Emanzipation und Selbstverwirklichung mit der finanziellen Realität Alleinerziehender zu tun? Mal eben so 3 Jahre nicht zu arbeiten- Wer kann sich das denn so leisten?

    • Ja, eben. Wer kann sich das leisten?
      Was brauchen wir also: Noch mehr überfüllte Kitas mit zu wenig Personal?
      Oder vielleicht ein Gesellschaftssystem, in dem elterliche Erziehungsarbeit genauso wertgeschätzt und honoriert wird wie Erwerbstätigkeit. Ich empfehle, sich vor den Wahlen mal das Programm der ÖDP durchzulesen, vor allem die Stellen, wo es um Familien-und Bildungspolitik geht, sind sehr interessant.

      • Ganz ihrer Meinung.
        Welches nicht instinktreduziertes Elternteil mag es denn als Selbstverwirklichung empfinden, sein Kind in überfüllte Kitagruppen mit erschöpften Erziehern zu geben?
        Wir brauchen gesetzliche Regelungen die Familien schützen. Eine Rückschau auf die „Familienschutzgesetze“ in die Zeit.vor der Agenda2010 würde vielen Frauen,v.a.den Alleinerziehenden, die Augen öffnen. Als Beispiel sei hier nur das Recht auf Sozialhilfe für die ersten 3 Lebensjahre des Kindes für Alleinerziehende, nebst Kündigungsschutz für diese Zeitspanne, erwähnt.
        Auch die finanzielle Absicherung des haupterziehenden Elternteils durch den Ex-Partner, nach einer Scheidung,hat zur Anerkennung elterlicher Erziehungsarbeit beigetragen und sicherlich zu einer kindgerechten, da entspannten, Lebensumgebung für die Kinder und ihre(n) Haupterziehungsverantwortliche(n) geführt.
        Unter wohlklingenden Worten wie Emanzipation und Selbstverwirklichung sind in den letzten 20 Jahren massiv Gesetze zum Schutz der Familien ausgehebelt worden.
        Familien sollten sich nicht länger hinter die Fichten führen lassen…..

  34. @Die Elfe, ich habe meine Äußerungen nicht auf Alleinerziehende bezogen. Dass der Anteil wächst, ist ein anderes Kapitel. Wenn tatsächlich nur diejenigen, die darauf angewiesen sind die frühestmögliche Kitabetreuung in Anspruch nehmen würden dann hätten wir die Probleme der überfüllten Gruppen und den Mangel an qualifizierten Erziehern nicht. Aber der gesellschaftliche Druck drängt hier die Vernunft in den Hintergrund. Keiner verlangt hier die Rückkehr zur ehemaligen Mutterrolle, aber ein Umdenken in Richtung Erziehung und Gespür für das, was wichtig ist im Leben ist dringend nötig.

  35. Nennen wir es doch mal beim Namen: Es gibt immer mehr Eltern, die die Kita-Erziehrinnen als Dienstleisterinnen und Mädchen für alles sehen, anmaßend sind ohne auch nur einen Schimmer zu haben, wie anstrengend und hammerhart dieser Beruf ist (gilt auch in großen Teilen für die Sicht von Eltern auf die Grundschule).

  36. Die Realität aus meinem Kita-Alltag sieht folgendermaßen aus: Wir haben wenige alleinerziehende Eltern die voll arbeiten gehen,Wenige Elternpaare,welche beide Vollzeit arbeiten gehen müssten einige Mütter,die noch ein Baby bekommen haben und derzeit nicht arbeiten gehen.Aber trotzdem wollen fast alle diese Eltern,das ihre Kinder am liebsten 8 Stunden am Tag in die Fremdbetreuung gehen. Wir Erzieher sollen ihre Kinder erziehen,“schulreif machen“ ,…einfach alles übernehmen, was vielleicht Arbeit und Zeit bedeutet.Wenn da nicht langsam ein Umdenken geschieht, dann sehe ich ich echt schwarz.

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