Aus für Masken im Unterricht: Immunologen sagen steigende Infektionszahlen voraus

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Vor vielen Schultoren wird aktuell über das Ende der Maskenpflicht in Schulen diskutiert. Manche Bundesländer preschen vor, andere wollen nachziehen. Eltern, Experten aus der Wissenschaft und Schüler sind gleichermaßen gespalten. Während die einen erleichtert sind, dass die Jüngsten endlich keine Masken mehr tragen müssen, bangen die anderen nun um deren Gesundheit.

Immer mehr Bundesländer streichen die Maskenpflicht im Unterricht, obwohl die Zahl der Ausbrüche an Schulen laut Robert-Koch-Institut schon jetzt das Niveau vom November 2020 erreicht hat – schlau? Foto: Shutterstock

Zuletzt haben mehrere Bundesländer Lockerungen bei der Maskenpflicht an Schulen angekündigt oder schon umgesetzt: In Berliner Schulen wird ab Montag die Maskenpflicht bis zur einschließlich sechsten Klasse aufgehoben. In Brandenburg ist das bereits der Fall. Auch in Bayern soll die Pflicht nun im Unterricht wegfallen. In Ländern wie Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen wird über solche Schritte beraten. Im Saarland muss schon seit Freitag in Schulen generell keine Maske mehr getragen werden.

Auf deutschen Schulhöfen sind zahlreiche Eltern nun erleichtert, weil sie in den letzten Monaten Mitleid mit ihren Kindern hatten. Viele der Jüngsten kennen einen Schulalltag ohne Maske gar nicht – sie haben ihre Klassenkameradinnen und –kameraden bisher meist nur mit Mund-Nasen-Schutz gesehen. Dabei gilt die Mimik, beispielsweise ein breites Lächeln, als wichtiger Teil der Kommunikation. Das permanente Tragen einer Maske empfinden wohl die meisten Menschen als unangenehm – ihren Kindern hätten viele Eltern dies am liebsten erspart.

Einige Eltern reagieren aber auch mit Fassungslosigkeit auf die fallende Maskenpflicht in Schulen – unter ihnen Julia A. Noack, Mutter eines Kindes, das eine Berliner Grundschule besucht. «Die Maske ist im Vergleich zu möglichen Schäden durch eine Infektion nur ein kleines Übel. In der Schule sind unsere Kinder unter 12 durch nichts anderes geschützt», sagt Noack im Gespräch. Abstände seien quasi nicht einzuhalten, Dutzende Kinder säßen stundenlang gemeinsam in den Räumen. «Ohne Maske wird das eine Durchseuchung mit Ansage», kritisiert sie.

Noack hat eine Petition gegen das Ende der Maskenpflicht in Berlins Schulen gestartet, Hunderte Menschen haben schon unterzeichnet. Der Beschluss komme zu einer Unzeit, sagt sie: Im Herbst würden sich absehbar die Infektionen in Schulen verstärkt ausbreiten. Zudem warteten Eltern von Kindern unter 12 sehnsüchtig auf die Zulassung einer Corona-Impfung für sie, die nun schon fast greifbar scheine. Die Kinder, die die Corona-Maßnahmen und Einschränkungen die ganze Zeit mitgetragen hätten, nun fallenzulassen, «das ist einfach komplett unethisch», findet Noack.

Das verbreitete Narrativ, Covid-19 sei für Kinder harmlos, sei so nicht haltbar, argumentiert die Mutter. «Was nicht richtig kommuniziert wird: Es gibt diese schweren Verläufe. Sie sind zwar seltener, zum Glück, aber dennoch gibt es sie.»

«Man sollte weiter Vorsicht walten lassen und die Infektionen nicht durchlaufen lassen»

Prof. Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, bemängelt den Zeitpunkt der Entscheidungen: Eltern von Kindern unter 12 hätten wegen des für diese Altersgruppe noch nicht zugelassenen Impfstoffs momentan nicht die Wahl, ob sie ihre Kinder impfen ließen. «Man sollte weiter Vorsicht walten lassen und die Infektionen nicht durchlaufen lassen, auch wenn schwere Krankheitsverläufe bei Kindern sehr selten sind», sagte Watzl. Für die Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren sei schon gezeigt worden, dass die Impfung im Vergleich zur Ansteckung das geringere Risiko bedeute.

Nach Einschätzung des Immunologen dürfte das Aufheben der Maskenpflicht an Grundschulen in mehreren Bundesländern weiter steigende Inzidenzen bei Kindern in dem Alter zur Folge haben. «Das wird weiter hochgehen.» Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) wiesen Kinder zwischen 5 und 9 Jahren vergangene Woche bereits die zweithöchste Sieben-Tage-Inzidenz unter allen Altersgruppen auf, mit 139 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – übertroffen nur von 10- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schülern (166). «Die Masken im Unterricht komplett wegzulassen, ist nicht gut. Die Maßnahmen-Kombination mit etwa Tests, Maske und Lüften macht den Schutz aus. Mit Testen allein wäre das Virus schwerer unter Kontrolle zu bringen», sagt Watzl.

Noack sagt zudem, dass besonders Kinder mit Vorerkrankungen ohne Masken in den Schulen dem Virus schutzlos ausgeliefert seien. In ihrem persönlichen Umfeld erlebe sie, wie deren Eltern nun verzweifelt versuchten, für ihre Kinder eine Impfung auch ohne Zulassung zu organisieren.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verweist unterdessen via Twitter auf US-Studien, die belegten, dass Masken in Schulen das Infektionsrisiko deutlich senkten. Lauterbach sagt: Ohne Maske müssen andere Vorsichtsmaßnahmen greifen: «Meines Erachtens muss dreimal pro Woche in der Klasse getestet werden, will man auf Maske verzichten.»

Und wie blicken Schülerinnen und Schüler selbst auf das Fallen der Masken? Auch bei ihnen seien die Meinungen gespalten, sagt Dario Schramm, Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz. Einige Schülervertretungen fänden, die Infektionszahlen ließen es zu, die Masken in der Schule wegzulassen und mehr auf Testen, Abstände und Luftfilter zu setzen. Andere hielten Masken weiterhin für die beste Methode zum Schutz vor Corona und wollten sie behalten. «Ich kann das beides nachvollziehen», sagt Schramm. «Es ist eine sehr schwierige Frage.» Er kritisiert die unterschiedlichen Vorgehensweisen der Länder. Besser seien abgestimmte Rahmenbedingungen.

Die Schülerinnen und Schüler hätten sich aus seiner Sicht inzwischen fast alle an das Masketragen gewöhnt, sagt Schramm. «Die Maske ist nicht mehr so ein Hindernis, sondern sozusagen das täglich Brot.» Er könne sich vorstellen, dass viele Schülerinnen und Schüler die Maske künftig freiwillig weiter tragen, auch ohne eine Pflicht. Von Josefine Kaukemüller und Gisela Gross, dpa

Länder lockern, Lehrer warnen – und das RKI zählt schon jetzt so viele Ausbrüche in Kitas und Schulen wie 2020 erst im November

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28 KOMMENTARE

  1. Das sagen nicht nur die Immunologen voraus.
    Auch wir Lehrer haben da so eine Vorahnung.
    Derzeit bahnt sich deutlich erkenn- und hörbar eine Erkältungswelle an. Wenn ab morgen die Masken fallen, hat jeder im Klassenzimmer so richtig was davon.

    Wir Lehrer gönnen alle den Schülern die Maskenlosigkeit, keine Frage.
    Wir gönnen auch uns den Wegfall ständiger Ermahnungen oder auch Petzereien wegen unsachgemäß getragener oder fehlender Masken.

    Trotzdem mehren sich die Befürchtungen, dass der Zeitpunkt jetzt gerade, wo man nach drei Wochen Schule endlich mal so richtig mit Probearbeiten usw. durchstartet, nicht so glücklich sein könnte: Entweder wir fahren wieder die Riesenlogistik mit der Materialversorgung und dem Nachschreiben von Proben hoch oder die Kinder werden wieder krank in die Schule geschickt, um nur ja nichts zu verpassen.

    Das ziehen wir dann noch so vier Wochen so hin bis zu den Herbstferien im November, hoffen, dass sich in dieser Woche alles wieder beruhigt und auskuriert und an Weihnachten schauen wir mal…
    Vielleicht sitzt dann wieder jede Familie einzeln unter dem Weihnachtsbaum, weil der Deckel nicht mehr drauf zu kriegen war.

  2. Die Petitionen die auch für die Aufhebung der Maskenpflicht aussprechen, haben wesentlich mehr Zulauf.

    Es gibt ja zukünftig kein Maskenverbot an den Schulen. Es fällt ja lediglich die MaskenPFLICHT.

    Wer möchte, dass das Kind eine Maske trägt, der kann dem Kind das auch vermitteln.

    Beide Seiten haben ihre Argumente. Beide Seiten sind zu verstehen.

    • Das ist bezeichnend für die ganze Situation. Masken werden als reiner Selbstschutz wahrgenommen und nicht (auch) als Schutz für andere. Nach sechs Stunden Atmen in einem vollen Klassenzimmer nützt dem einen Kind mit Maske diese auch nichts mehr. Von wegen, jeder soll selbst entscheiden. Nein, andere sind immer mitbetroffen.
      Man kann den Kindern unter 12 nur die Daumen drücken, genauso wie den zwar geimpften, dennoch vorerkrankten Kindern ab 12, deren Klassenkameraden nun keine Rücksicht nehmen brauchen, weil ja schließlich Maske freiwillig ist. Haben halt Pech gehabt. Hier gilt das Recht des gesundheitlich Stärkeren.

      • Tja, das haben wir nun von unserer jeder-ist-auch-selbst-der-nächste-kultur.
        Wurde uns sich jahrelang gelehrt. Ellbogen benutzen, Individualismus. Mein Haus, mein Auto, mein Pferd
        Als ob sich vor eineinhalb Jahren hier irgendwer drum geschert hat, wie es dem anderen geht.
        Jetzt sind wir plötzlich wieder gemeinschaftlich und sozial.
        Sind wir nicht.

        • Das wird auch keinem Kind zugemutet. Hofpausen z.B. sind ohne Maske, Frühstückspausen sowieso. In GS haben sie die Masken max. 90 Minuten am Stück auf. Kinder, denen man nichts Gegenteiliges einredet, schaffen das ohne Probleme.

      • So siehts aus. Entweder wird die Luft in einem Klassenzimmer von 25 also 25 mal gefiltert, oder nur einmal von einem maskentragenden Schüler und evtl. dm Lehrer.

        Das macht einen riesigen Unterschied. Versteht aber auch kaum einer. Logische Schlussfolgerungen sind zur Zeit nicht oder kaum zu erwarten.

    • Klar kann ich das meinem Kind vermitteln. Aber jedem von uns ist das Wort „Gruppenzwang“ ein Begriff, stimmts? Wie viele Erwachsene haben keine (Zivil)Courage, aber meine 11jährige, demzufolge ungeimpfte, Tochter soll sie zeigen? Während viele Erwachsene noch nicht mal den Mut für eine simple Impfung aufbringen zum Schutz für sich und andere sollen kleine Kinder gegen den Strom schwimmen, weil man ihnen das ja so vermitteln kann? Echt jetzt?

  3. „Einige Schülervertretungen fänden, die Infektionszahlen ließen es zu, die Masken in der Schule wegzulassen und mehr auf Testen, Abstände und Luftfilter zu setzen. “

    Kommentar 1: Wenn man so argumentiert, sollte man aber auf die Infektionszahlen der betreffenden Altersgruppe schauen. Die lassen das NICHT zu. 5-14jährige sind bei uns z.B. bei Inzidenz 575. Da sollte man eigentlich zumachen und nicht über den Abbau von Schutzmaßnahmen nachdenken.

    Kommentar 2: Wetten, dass die Politik in obigen Satz spätestens nach dem Wort „Abstände“ zu lesen aufhört?

    Wer Masken streicht, muss einen Ersatz anbieten. Wenn man sich die ganze Argumentiererei mit Mimik usw. anschaut, dann bieten sich Luftfilter doch perfekt an.

    • Unsere unter 12-jährigen Kinder haben leider keine Schülervertretung.

      Dario Schramm spricht doch seit Monaten ausschließlich nur für die älteren Jahrgänge. Die Kleinen sind auch ihm ganz offensichtlich sch…egal.

  4. „[…]Es gibt leider im Moment eine Zuspitzung“, sagte Maske, der in Berlin eine Kinderarztpraxis hat. „Wir haben etwas mehr kranke Kinder als sonst zu dieser Zeit und immer weniger Betten in den Kinderkrankenhäusern, weil Personal fehlt.“ Die Mediziner sorgen sich um die Versorgung schwerkranker Kinder im Herbst und Winter. Maske zufolge ist es schon jetzt sehr mühsam, kleine Patienten stationär unterzubringen. Hintergrund sei auch, dass zu wenige Kinderkrankenpflegerinnen und -pfleger ausgebildet würden. „Die Kinderkliniken sind sehr früh zugelaufen“, sagte auch der hannoversche Kinderarzt Thomas Buck, Vorstandsmitglied der niedersächsischen Ärztekammer. Patienten von ihm hätten schon in rund 40 Kilometer entfernte Kliniken im Umland ausweichen müssen.
    Größere RSV-Ausbrüche unter Kindern wurden bereits im Mai aus Israel und in den Sommermonaten in den USA, Australien und Japan gemeldet. Das RKI mahnte deshalb schon im Sommer an, sich auf ein ähnliches Szenario vorzubereiten. […]“

    https://www.n-tv.de/panorama/Atemwegsinfekte-breiten-sich-unter-Kindern-aus-article22843483.html

    Und der Herbst hat gerade erst begonnen…
    Bei uns sind jetzt schon viele SuS krank, husten, niesen, schnäuzen, natürlich ohne Masken und ungetestet. Thüringen Phase Grün.

    • Ja das ist bei uns in Stuttgart auch so, nur sollten Sie den ganzen Text veröffentlichen. Den Kindern fehlt die natürliche Immunisieeung, das sind Folgen von Masken, Schulschließung und Lockdown. Es ist nun wirklich genug.

  5. Das ist auch meine Hoffnung, dass an manchen (=unseren) Schulen, die es kapiert haben und wo die Maskenkultur als normal etabliert ist, die Kinder freiwillig die Masken weiter tragen.

    Dann können mich die KM-Clowns mal…

    • Das mit der Eigenverantwortung ist so eine Sache. Die existiert einfach nicht in einem dicht bewohnten Klassenzimmer. Dort entscheidet jeder, der keine Maske trägt auch darüber, wieviele andere angesteckt werden könnten eben des eigenes Risikos.

      • Das Risiko, angesteckt zu werden, kann jeder durch Tragen einer geeigneten Maske minimieren. Warum erwarten so viele, dass immer „die Anderen“ für den eigenen Schutz verantwortlich sind?

  6. “ Viele der Jüngsten kennen einen Schulalltag ohne Maske gar nicht – sie haben ihre Klassenkameradinnen und –kameraden bisher meist nur mit Mund-Nasen-Schutz gesehen.“

    Haben sich eigentlich schon Zahnärzte und Kieferorthopäden zu Wort gemeldet?
    Da gibt es bestimmt auch noch ( bisher unerkannten ) Nachholbedarf.
    Aber unabhängig von berufsbedingten Interessen sollte doch zunächst einmal an das Naheliegende gedacht werden. Und das ist, dass man nicht ständig dieselben Fehler wiederholt!

  7. Mittlerweile hat sich die Situation in vielen Situationen dahin entwickelt, wenn man Eigenverantwortung ziegt, ist die Kehrseite man wird kommisch angeschaut. Für die letzten in der Reihe, finde ich die voreiligen Entscheidungen nicht tragbar. Wir wissen noch viel zu wenig über die Folgen bei Kindern informiert. Ich kenne eine junge Frau von 22 Jahren und ist von Long Covid betroffen und ihr Leben hat sich schlagartig geändert. Sie fühlt sich wie eine alte Frau und ist arbeitunfähig und vieles mehr. Schon einer ist zu viel, den es trifft. Warum man so nachlässig wird und so schnell auf Lockerungen für die letzten in der Reihe pocht erschließt sich mir nicht.

  8. Niemand käme auf die Idee, die bestehende Maskenpflicht in unseren Krankenhäusern aufzuheben, da nach wie vor Impfdurchbrüche mit Erkrankung bei bereits zweifach geimpften Personen mittels PCR-Test nachgewiesen werden, wobei diese unter anderem im vorausgegangenen Schnelltest negativ getestet wurden.
    Ich kenne mehrere Patienten, bei denen diese Konstellation so auftrat.
    Kinder bis 12 Jahren werden, im Gegensatz zu Israel, in Deutschland noch nicht geimpft.
    Diese dem Risiko einer Covid-Infektion, mit der möglichen Folge eines möglicherweise schweren oder chronischen Verlaufs auszusetzen, ohne dass eine Viren-Barriere (Maske im geschlossenen Raum) oder Raumluftfilteranlagen zur Anwendung kommen, ist nach dem derzeitigen Stand der evidenten Medizin unvertretbar und nicht hinnehmbar, zumal sich mit der kälteren Witterung das Virus wieder vermehrt ausbreiten wird.
    Und dieser Vorgang erfolgt dann mit dem unkalkulierbar erhöhtem Risiko einer massenhaften Durchseuchung der Restbevölkerung der nicht Geimpften und aller unter Zwölfjährigen.
    Wehret den Anfängen und populistischen Unkenrufen. Unsere Kinder tragen alle Masken in geschlossenen Räumen. Und das bleibt so.

  9. Warum gerade jetzt ?
    Bayern hat bundesweit die zweit höchste Inzidenz.
    Es gibt keine Zulassung für einen Impfstoff U12.
    Von Luftfiltern ist weit und breit nichts zu sehen und es wird sie auch nie geben.
    Aber Herr Söder macht ausgerechnet jetzt eine 180 Grad Drehung und streicht eine der simpelsten und wirksamsten Massnahmen.
    An der Schule wird zwar 2 mal die Woche PCR getestet, aber was bringt das schon, wenn die Kinder den ganzen Tag ohne Maske zusammen waren ?
    Natürlich schützt die Maske nicht 100%-ig, aber das kann doch kein Argument sein, sie jetzt komplett wegzulassen.
    Wenn der Impfstoff zugelassen wäre und es die versprochenen Luftfilter gäbe, könnte ich die Entscheidung ja noch nachvollziehen, aber es gibt nichts davon.
    Wenn wir all das hätten und noch ein bisschen Maske tragen würden, hätten wir eine wirkliche Perspektive, dass es im nächsten Frühjahr gut sein könnte.
    Aber so rennen wir sehenden Auges in eine vermeidbare Verlängerung der Pandemie.
    Als hätte es den letzten Herbst und Winter nie gegeben.
    Ich möchte unser normales Leben auch zurück, aber irgendwas sagt mir, dass das so niemals funktionieren wird.

    • Die Querdenker sind lauter. Die Maske ist das Symbol des imaginären Freiheitskampfes eines Teils der Gesellschaft, der sich von der Realität verabschiedet hat.
      Sie durften ihren Irrsinn zu lange ohne Konsequenzen verbreiten und diese ungeimpften Trottel werden dafür sorgen, dass auch dieser Winter zum Pandemiewinter wird.
      Ohne Not hat man in Bayern den letzten minimalen Schutz aufgegeben und sich den Freien Wählern gebeugt.

  10. Aktuell kommen ja auch noch zwei Aspekte hinzu. Klar, die meisten Erwachsenen sind durchgeimpft und das ist zunächst einmal ein riesen Vorteil. Aber gleichzeitig scheint es ja auch so zu sein, dass der Impfstoff monatlich seine Wirkung verliert. Nicht umsonst wird in Israel Druck auf die Bevölkerung ausgeübt, indem die Priviliegien mit nur zwei Impfungen nach 6 Wochen verfallen. Ich sehe das hier in Deutschland mit der dritten Impfung für Erwachsene noch nicht wirklich geregelt. Die Prozentangabe 64% Geimpfte Ü18 Jährige trifft dann im Januar auch nicht mehr zu und sollte dann eigentlich nach unten korrigiert werden. Ganz zu schweigen von der offiziellen Vergabe von Impfstoff an die unter 12 Jährigen. Zweites Problem wird das Aufeinandertreffen von Grippe und Corona- Viren geben. Dazu gibt es noch keinerlei Erfahrungen, da die Grippe Welle letztes Jahr durch die harten Lockdowns quasi ausgefallen ist. Mir graut schon etwas vor dem Winter. Und inzwischen bin ich mir gar nicht mehr so sicher, ob ich dem Coronavirus noch länger aus dem Weg gehen sollte. Denn wenn es eh so vorgesehen ist, dass wir uns alle damit anstecken sollen, dann vielleicht doch lieber jetzt, solange wir noch einigermaßen geschützt sind. Hoffe ich zumindest.

  11. https://www.t-online.de/region/hamburg/news/id_90921180/hamburg-untersuchung-zeigt-wie-corona-an-schulen-ausbricht.html

    Wurde ja lange nix veröffentlicht….

    „Hamburg: Untersuchung der Räumlichkeiten und Verhaltensweisen

    Auch die Unterrichtseinheiten und Räume der Schule wurden in die Untersuchung mit aufgenommen: Verschiedene Punkte wie Verhalten des Primärfalles, Tragen von Mundschutz, Belüftung und Expositionszeiten in den vier auffälligen Unterrichtseinheiten wurden analysiert.

    Die wichtigsten Klassenräume, in denen der Unterricht während der zwei Tage stattfand, wurden ausgemessen und Sitzpläne erstellt. In einem Klassenraum seien laut Bericht die Belüftungsmöglichkeiten eingeschränkt gewesen, weil nicht alle Fenster geöffnet werden konnten und eine Querlüftung erschwert gewesen sei. Auch die Mindestabstände konnten nicht immer eingehalten werden.

    Das Fazit des Gesundheitsamtes Nord lautet daher: Konsequentes Handeln habe mehr Infektionen verhindert. Der Rat sei daher, die Maskenpflicht an Schulen solange beizubehalten, solange nicht die meisten Schüler geimpft seien.

  12. Was offenbar alle schon wieder vergessen haben ist, dass eine OP Maske Keinen Eigenschutz bietet.
    Lediglich FFP2 ein wenig.
    Maske tragen aus Angst vor Ansteckung bringt nichts.
    Es hilft nur, wenn ALLE sie tragen, daß Risiko für den Einzelnen zu reduzieren.

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