Begründung: Omikron! Maskenpflicht im Unterricht gilt schon ab morgen wieder

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DÜSSELDORF. Ein Großteil der Schüler in Nordrhein-Westfalen trägt im Unterricht eine Maske – freiwillig. Das kann getrost als Misstrauensvotum gegenüber der Schuministerin gedeutet werden, die Schulen für sicher erklärt und die Maskenpflicht erst vor vier Wochen abgeräumt hat. Ab dem morgigen Donnerstag gilt: Kommando zurück! Die Maske muss doch wieder im Klassenraum getragen werden. Die Landesregierung will damit nach eigenem Bekunden in der vierten Corona-Welle den Präsenzunterricht sichern. Die neue Virusvariante Omikron dient als Begründung.

Hin und her: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Foto: Land NRW / Martin Götz

Schüler in Nordrhein-Westfalen müssen bereits ab diesem Donnerstag wieder eine Corona-Schutzmaske im Unterricht an ihrem Sitzplatz tragen. Das beschloss die Landesregierung am Mittwoch auf Vorschlag von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Lediglich auf dem Außengelände der Schulen gelte wie bisher grundsätzlich keine Maskenpflicht, heißt es in einer Mitteilung. Die Maske am Sitzplatz gelte auch wieder für Ganztags- und Betreuungsangebote und für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb wie Konferenzen und Gremiensitzungen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden könne.

«Gerade in der Pandemie ist es entscheidend, dass für Kinder und Jugendliche ihr Schulalltag weiterhin gewährleistet ist»

«In der gegenwärtigen Situation, in der wir uns auch mit einer neuen Virusvariante auseinandersetzen müssen, haben wir aus Gründen der Vorsicht entschieden, die Maskenpflicht im Unterricht am Sitzplatz wieder einzuführen», erklärte Gebauer. Mit der Wiedereinführung der erst Anfang November im Unterricht abgeschafften Maskenpflicht solle der Präsenzunterricht gesichert werden. «Meine oberste Priorität ist und bleibt es, die Schulen offenzuhalten. Gerade in der Pandemie ist es entscheidend, dass für Kinder und Jugendliche ihr Schulalltag weiterhin gewährleistet ist, sie Struktur und Halt bekommen», erläuterte die Schulministerin.

Zudem würden mit der Maskenpflicht die behördlichen Anordnungen von Quarantänemaßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Sofern nicht außergewöhnliche Umstände wie Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten vorlägen, werde sich die Anordnung von Quarantänen wieder nur auf die infizierte Person beziehen.

SPD und Grüne hatten im Landtag die Wiedereinführung der Maskenpflicht im Unterricht gefordert. Auch der Verband Bildung und Erziehung (VBE) NRW forderte aufgrund der Zunahme der Infektionen und der Quarantänefälle, dass die Maskenpflicht am Platz wieder eingeführt werden solle. Auf kommunaler Ebene war der Ruf nach einer Wiedereinführung der Maskenpflicht ebenfalls laut geworden, etwa vom Düsseldorfer Oberbürgermeister Stephan Keller.

Die Streichung derselben erst Anfang November bei bereits stark steigenden Inzidenzen war von Medizinern und Virologen scharf kritisiert worden. Vergangene Woche hatte sich dann die Siegburger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU Elisabeth Winkelmeier Becker zu Wort gemeldet. „Wir müssen die aktuelle Situation schnellstmöglich in den Griff bekommen“, sagte sie laut einem Bericht der „Kölnischen Rundschau“.

„Kurz vor der Verfügbarkeit eines Impfstoffs noch die »Durchseuchung« in Kauf zu nehmen, ist grob fahrlässig“

„Es besteht hier nicht nur das Risiko der Erkrankung, sondern auch der psychischen Belastung der Kinder, wenn sie selbst an Corona erkranken oder wenn sie sich gegebenenfalls für die Ansteckung anderer Familienmitglieder schuldig fühlen.“ Zumindest vorübergehend, bis die Lage sich mit einer besseren Impfquote beruhigt habe und Impfstoff auch für jüngere Kinder zur Verfügung stehe, sei die Rückkehr zur Maskenpflicht unverzichtbar – gerade für die Jahrgänge, für die momentan noch keine Impfung möglich sei.

„Kurz vor der Verfügbarkeit eines solchen Impfstoffs noch die absehbare »Durchseuchung« dieser Jahrgänge in Kauf zu nehmen anstatt ihnen und den Eltern die Chance zu geben, sich für den Schutz durch eine Impfung zu entscheiden, ist grob fahrlässig“, sagte die Bundestagsabgeordnete. Eine solche Breitseite aus Reihen des Koalitionspartners: Das saß offenbar. News4teachers / mit Material der dpa

CDU-Vize wirft Gebauer Fahrlässigkeit vor; die will nun über Maskenpflicht „beraten“

 

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Sandra
1 Jahr zuvor

Ach Frau G.

Danke für die Einsicht. Damit ist unseren Kindern die eh ihre Masken weiter getragen haben doch sehr geholfen.

Selbst mein 9-jähriger sonst sehr unbekümmerter Sohn besteht seit einiger Zeit auf FFP2, weil er sich so sicher in der Schule fühlt.

Mensch lasst die Kinder früher in die Ferien, damit sie Oma und Opa nicht Corona zu Weihnachten schenken.
1-2 Wochen Bildungsmangel ist leichter zu verkraften, als mit dem Wissen zu leben indirekt Oma und Opa getötet zu haben. Die Schäden halte ich für gefährlicher als längere Ferien.

Aber wie sagte unsere Gute noch? „Man kann nicht alle schützen“?!
Den Satz werde ich ihr nie verzeihen…

AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sandra

Die Entscheidung zur Wiedereinführung der Maskenpflicht ist nicht rationaler Einsicht geschuldet sondern dem politischen Druck des Koalitionspartners und den exponentiell wachsenden deutschlandweiten Corona-Infektionen.
Die Ministerin hatte weder einen möglichen wissenschaftlichen Rat eingeholt, noch auf die Wiedereinführung der Maskenpflicht in anderen Bundesländern reagiert.
Da kam der Nachweis einer neuen Virusvariante gerade rechtzeitig, um diese Entscheidung gegen die eigene Überzeugung zu treffen.
Im übrigen werden sich sowieso wieder nur die bereits Geimpften an die Vorgabe einer Kontaktbeschränkung halten, während die unsolidarischen Impfverweigerer weiterhin sorglos und leichtsinnig allen wissenschaftlich empfohlenen Maßnahmen zum Trotz sich allen Maßnahmen widersetzen werden.

AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sandra

Es ist ein von argem Übel getragenes Empfinden, dass wir jetzt wieder notwendige Operationen verschieben müssen, weil nicht geimpfte Corona-Leugner erneut die Intensivstationen blockieren !
Deren unsolidarische Haltung zwingt uns dazu, notwendige Operationen zu verschieben, eine nicht gewollte Triage zu betreiben, indem wir Patienten mit Tumoren und zwingend notwendigen Herzoperationen aufs Wartegleis schieben, um nicht geimpfte Corona-Leugner und Impfgegner intensivmedizinisch zu versorgen !
Es muss jedem Impfgegner klar gemacht werden, dass man durch die Verweigerung des solidarischen Aktes der Corona-Impfung und dem damit verbundenen Risiko der eigenen Infektion und der nachfolgenden Infektion anderer im Familienkreis eine Situation bewirkt, die mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit schwere Erkrankungsverläufe auslöst, die verbunden ist mit einer Todeswahrscheinlichkeit von 0,8 % aller Betroffenen und durch eine weitere Verbreitung des Virus, die Überlebenswahrscheinlichkeit anderer schwerer Erkrankungen senkt und die Grundrechte dieser Mitmenschen auf unverzeihliche Art und Weise einschränkt und deren Recht auf gesundheitliche Unversehrtheit verletzt.
Deren Verhalten ist unverzeihlich !
Egozentrische persönliche Vorbehalte und eigener Starrsinn wurden so zum Risiko für die gesamte Gesellschaft, und so werden alle Geimpften in die Geiselhaft der Unbeirrbaren Impfverweigerer genommen, deren Grundrechte auf eine freie Bewegung und eine risikofreie Begegnung mit Freunden und Verwandten verhindert.

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL

@AvL
Die Schwester einer Freundin von mir ist vorgestern verstorben – Krebspatientin, die Corona-Patienetem im Krankenhaus Platz machen musste.

Die Sich-nicht-impfen-Lasser sollen eine Erklärung unterschreiben, dass sie sich (wegen der vielen Nebenwirkungen der notwendigen Medikation während eines coronabedingten Aufenthalts im Krankenhaus) nicht behandeln lassen werden! Verdammt noch mal! Wo ist denn Schluss? Wo ist die Grenze?

Für mich ist sie längst überschritten.

Dirk Z
1 Jahr zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Das ist natürlich sehr bitter wobei wir nicht beurteilen können wie gross ihre Chance zum Überleben bei optimaler Behandlung gewesen wäre. Wenn die Tatsache zutrifft, daß sie Platz wegen eines Covid-Patienten machen musste und daher erheblich schlechterer Überlebenschance hatte, dann wäre soetwas ggf. über einen Anwalt mal abzuprüfen, ob das rechtmässig war.

Auf der anderen Seite hilft es auch nicht auf Impfunwillige jetzt einzuhacken. Man erzeugt damit Trotzreaktionen weil sie eben von ihrer Einstellung eh schwer zu überzeugen sind. Aufgrund der inzwischen eingetretenen Situation bin ich mittlerweile auch für eine Impfflicht u.a. auch für Kinder, da sie zwar zum Glück weniger erkranken, aber als Virusübermittler fungieren können. Und ich kenne auch Impfunwillige die lassen sich jeden Morgen testen, müssen an der Firmentür morgends klingeln und warten bei Sturm und Nässe, während geimpfte mit ihren Ausweis das Betriebsgebäude jederzeit betreten können. Und wenn das länger dauert, folgt eine Krankschreibung. Impfunwillige können ganz schön robust sein. Helfen kann da nur eine gesetzliche Grundlage.

Dirk Z
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sandra

@Sandra, ich würde mir jetzt keine grossen Hoffnungen machen, daß die wiedereingesetzte Maskenpflicht aufgrund der hohen Inzidenzen noch tatsächlich weiterhilft. Ohne ZUSÄTZLICHE Massnahmen wie Abstände, Belüftung und ggf. Distanzunterricht usw. wird man hier nur eine kleine Zeitverzögerung herausholen und das auch nur, wenn man die Schüler mit Dauerlüften tiefkühlt. Und das gilt für alle Bundesländer unabhängig ob jetzt durchgehend Maskenpflicht war oder nicht.
Wichtig ist, damit es hoffentlich nicht zu lange mit der Maskenpflicht dauert eine Durchimpfung bei allen Schülern hinzubekommen. Hier sind auch die Eltern in die Pflicht genommen hier sich solidarisch zu zeigen.

rroseselavy
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sandra

Danke für Gebauers Opportunismus. Schaut man sich ihre bisherige Politik an, ist von „Einsicht“ wenig bis gar nichts zu sehen. Ist aber auch egal, warum Menschen, die sich Politiker:innen nennen richtige Entscheidungen treffen.
Bei der nächsten Wahl gäbe es die Möglichkeit diese Fehlbesetzung im Amt zu korrigieren.

soso
1 Jahr zuvor

Hat die Siegburger Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der nordrhein-westfälischen CDU Elisabeth Winkelmeier Becker wirklich den Begriff der „Durchseuchung“ benutzt? Bei dem exponentiellen Anstieg der infizierten SuS sowie der LuL in den letzten vier Wochen seit der Maskenbefreiung hier in NRW ist das leider real und war auch abzusehen, wenn wie kürzlich mal wieder in einer amerikanischen Studie nachgewiesen das Tragen von MNBen a l l e i n das Infektionsrisiko schon um 50 % senkt! Endlich mal eine die Tacheles redet, danke dafür und bitte weiterhin den gesunden Menschenverstand nutzen!

gehtsnoch
1 Jahr zuvor
Antwortet  soso

Da ich den Kölner Stadtanzeiger eher nicht als Fakefabrik einstufe:

Winkelmeier-Becker wirft Ministerin Gebauer Fahrlässigkeit vor
„Kurz vor der Verfügbarkeit eines solchen Impfstoffs noch die absehbare »Durchseuchung« dieser Jahrgänge in Kauf zu nehmen anstatt ihnen und den Eltern die Chance zu geben, sich für den Schutz durch eine Impfung zu entscheiden, ist grob fahrlässig“, sagt die Bundestagsabgeordnete.

https://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/corona-regeln-vize-chefin-der-nrw-cdu-wirft-schulministerin-gebauer-fahrlaessigkeit-vor-39160656?cb=1638428789120&

https://www.rundschau-online.de/region/rhein-sieg/corona-regeln-vize-chefin-der-nrw-cdu-wirft-schulministerin-gebauer-fahrlaessigkeit-vor-39160656

Echt
1 Jahr zuvor

Dann hält Omikron zur Gebauers Gesichtswahrung her. Hat ’se mal wieder Glück gehabt. Über eingenes Fehlverhalten nachdenken, und es einzugestehen gehört ja nicht zu ihren Kompetenzen. Mit solchen Leuten möchte ich im Privatleben nichts zu tun haben und meide diese Menschen. Traurig, dass die ohne Gewissen es oft in die entscheidenden Positionen schaffen.

Ich muss da mal was loswerden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Echt

Ja, aber dennoch: wer solche Ausreden braucht stellt sich als Opfer der Gesamtsituation dar. Als jemand der in die Ecke gedrängt wurde und nicht mehr anders konnte.

So sollten aber echte Führungspersönlichkeiten NICHT agieren. Wer will schon von Opfern regiert werden und von Opfertypen Vorgaben bekommen. Ich finde solche Menschen in der Politik komplett überflüssig, denn was ist ihr Beitrag, wenn sie nicht proaktiv handeln, um eben NICHT als Opfer zu enden!

Wir brauchen jemanden der im Falle einer neuen Virusvariante sagt: Ja, habe ich kommen sehen und deswegen haben wir bereits vor Wochen folgende Vorkehrungen getroffen usw. Ist doch gleich ein ganz anderes Gefühl!

Klaus Lehmkuhl
1 Jahr zuvor

Auch Yvonne Gebauer braucht “ Halt und Struktur “ . Hoffen wir für unser Bundesland NRW , dass Hendrik Wüst ihr davon genug geben kann . Aber der war ja am Montag um 9 noch für das Spiel Köln – Gladbach und um 11 dagegen . Eigentlich braucht er auch “ Halt und Struktur “ . Er könnte ja in die Schule kommen . Er kriegt einen Premiumplatz am weit geöffneten Fenster . So spürt er , wie erfrischend sich “ Bildungsgerechtigkeit “ anfühlt .

Reichtlangsam
1 Jahr zuvor

Als sie das bekannt gegeben hat, wusste die arme Yvonne aber sicher noch nicht, das bei Omikron auch geimpfte in Quarantäne geschickt werden – Maske hin oder her?

https://www1.wdr.de/nachrichten/erster-omikron-fall-in-nrw-bestaetigt-100.html

Bin mir nicht sicher, ob ihr das als Begründung für die Wiedereinführung der Maskenpflicht abgekauft werden kann…

Tsundoku3
1 Jahr zuvor

Wenn das freiwillige Tragen der Maske ein Misstrauensvotum gegen die Landesregierung ist, was ist dann das bereitwillige Nicht-Tragen der Maske durch ebenfalls viele Schüler?

Georg
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Selbst an meiner Schule mit sehr bildungsnaher Klientel sind wir näher an 50% als an 90%. Daher halte ich die Schätzung der Lehrerverbände für sehr gewagt.

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor
Antwortet  Tsundoku3

D U M M H E I T !

Dil Uhlenspiegel
1 Jahr zuvor
Antwortet  Tsundoku3

@Tsundoku3: Das ist unvorsichtig.
(So schwer war jetzt die Lösung auch nicht, oder? Das hätte man selber rauskriegen können.)

Jan aus H
1 Jahr zuvor

„haben wir aus Gründen der Vorsicht entschieden“

VORsicht ist VORher. Auch wenn Omikron hier vorgeschoben wird, ist diese längst überfällige Anpassung eher NACHsicht als VORsicht.

Seit Beginn der Pandemie pendelt Frau G hin und her… in den allermeisten Fällen gegen den Rat von einschlägigen Wissenschaftlern. So ein Führungsstil hätte zusammen mit der ausgeprägten Beratungsresistenz in der Wirtschaft sicher schon längst zum Rauswurf geführt.

Claudia Brigatt
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan aus H

„Lernen auf Distanz“ würde in dem Fall aber heißen müssen, dass die Kinder, die dies tun sollen, alleine mit dem Lernstoff klarkommen müssten, da wir Lehrerinnen und Lehrer ja mit dem Präsenzunterricht beschäftigt wären…. Mehr als Material und Aufgaben bereitzustellen wäre da nicht drin! Muss man sich als Elternteil gut überlegen, ob man das wirklich will….

Ich muss da mal was loswerden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan aus H

Genau meine Worte (siehe oben).

Das Ding mit solchen Typen (und von mir aus auch Typinnen) wie Frau Gebauer ist, dass sie nicht „führen“ sondern sich „führen lassen“, oder besser noch „vorführen lassen“, von Ihrer Umgebung und anderen Akteuren und in diesem Fall sogar von einem klitzekleinen, nanometergroßen Partikel namens Corona-Virus….

Das ist keine Führungskompetenz….

So
1 Jahr zuvor
Antwortet  Jan aus H

https://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_91244314/experten-vor-corona-gipfel-politik-hat-sich-fuer-durchseuchung-entschieden-.html
Ohne Kontaktbeschränkungen auch in den Schulen durch eingeschränkten Regelbetrieb oder gar Wechselunterricht wird ein Lockdown light mit 2G Regeln den R-Wert nicht bemerkenswert runterbringen und die ITS innerhalb von wenigen Wochen entlasten, so fasse ich den Beitrag zusammen. Da werden viele Eltern, Großeltern oder deren Lebenspartner traurige Weihnachten verbringen.

Marie
1 Jahr zuvor

Gleichzeitig werden die Quarantänen und sogar eine etwaige erhöhte Testfrequenz kassiert: „ Mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht am Sitzplatz bleiben zugleich die behördlichen Anordnungen von Quarantänemaßnahmen auf ein unbedingt erforderliches Maß beschränkt. Sofern nicht außergewöhnliche Umstände (z.B. Ausbrüche oder Auftreten von neuen Virus-Varianten) vorliegen, wird sich die Anordnung von Quarantänen also wieder nur auf die infizierte Person beziehen. Zusätzliche, womöglich tägliche Testungen in der Schule für nicht immunisierte Schülerinnen und Schüler sind angesichts der regelmäßigen Schultestungen derzeit nicht erforderlich und können auch von den Gesundheitsämtern nicht angeordnet werden.“ Dabei hat Herr Wüst doch heute gesagt, in der letzten Schulwoche wolle man die Tests grundsätzlich ausweiten…

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Marie

Hallo Marie, auf Was resp. Wieviele Testungen will man das Ganze denn noch ausweiten??

Jede Schulstunde zweimal, damit auch der Rest vom angeblich „normalen Präsenzunterricht“ auch noch für die Testungen draufgeht??

Wir testen beinhart 3mal / Woche…die unzuverlässigen Selbsttests produzieren massive Kosten und der Plastikmüll, der dabei entsteht, lässt das Herz eines jeden Öko-Aktivisten ins Stolpern geraten….die positiven Testergebnisse sind in der absoluten Minderheit (Hey….Schulen sind doch sichere Orte und SuS tragen keine Virenlast 😉 ) … und die Produzenten / resp. die Vertreiber dieser Tests (bei uns Siemens …. Alter Vertreterspruch: „Muss es funktionieren oder darf es was von Siemens sein?“) füllen sich exzessiv die Taschen.

Wenn man lediglich die Kosten für die sog. Schnelltests der 16 BL genommen hätte und hätte die Kohle für mobile Luftfilter ausgegeben, dann hätte man sich zum einen die Ökofolgen sparen können, die Luft in den Klassenzimmern wäre aerosolfreier geworden, das Gefühl oder sogar das faktische Ergebnis von sichererem Unterricht wäre gewährleistet gewesen…SuS hätten weitaus bessere Lern- und Arbeitsbedingungen vorgefunden – ein Stück weit mehr abgekoppelt von der Infektionslage „draußen“ und es wäre letztlich billiger gekommen.

Aber wie hat „Yvonne, die Talentfreie“, die Husarenbraut, der intelektuelle Totalbankrott der Landesregierung, Poison Yvi …usw. usf. doch vor anderthalb Jahren gesagt: „Luftfilter sind unnütz und exorbitant teuer“ … kann man solche Sätze nochmal in Brot backen und diese der guten Frau zu fressen geben…vielleicht erstickt sie ja mittlerweile daran?

Ach so…war heute nicht die konzertierte Aktion gegen „hate-speach“ und massive Gewaltandrohungen im Netz??

Bei mir hat niemand geklingelt … da scheine ich wohl noch auf dem Boden der Verfassung unterwegs zu sein. Gut zu wissen!!

Erasco
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Im Saarland ebenso. Geld für Testungen rausgeblasen anstatt Schulen rechtzeitig sicherer zu machen. Und es ist richtig kalt. Optimale Voraussetzungen für den achso notwendigen Präsenzunterricht. Und jetzt sind es Impfungen, die retten sollen. Zu spät. Ich lade alle Politiker gerne zum wichtigen Präsenzunterricht ein. Wird wohl keiner kommen. Booster hatte ich auch noch nicht. Ideen für Lehrer zu schützen, die offensichtlich demnächst Mangelware sind, gibt es auch nicht.
Ich bedanke mich bei allen Politikern. Ich kann nur noch den Kopf schütteln. Dumm, dümmer, am dümmsten – und auf gar keinen Fall auf Wissenschaftler hören oder eventuell auf Ärzte.

Grundschullehrerin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Andre Hog

Wir haben Luftfilter an der Schule. Sicherer fühle ich mich damit leider nicht und die positiven Pools häufen sich zunehmend.
Zweifel an dem Siemens-Test habe ich auch. Wir hatten vor den Lollitests nicht einen positiven Fall in einer Zeit als die Zahlen vor Ort extrem hoch waren.

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor

«Meine oberste Priorität ist und bleibt es, die Schulen offenzuhalten. Gerade in der Pandemie ist es entscheidend, dass für Kinder und Jugendliche ihr Schulalltag weiterhin gewährleistet ist, sie Struktur und Halt bekommen», erläuterte die Schulministerin.“

Omikron hat ihr dabei einfach hervorragend in die Karten gespielt. Es ist ein einfach, etwas zuvor Zugestandenes einfach wieder wegzunehmen, statt sich ernsthaft und verantwortlich mal mit bestehenden Tatsachen auseinanderzusetzen.

Ich behaupte mal, generell verlieren die Kinder mit zunehmendem Alter den Spaß am Lernen, was weniger mit Struktur und Halt aufrecht gehalten werden könnte. Mache ich dann das Fass der „unbelehrbaren und sich der Schule verweigernden“ auf, sind wir argumentativ, genau da wo wir mit den Impfverweigerern und Nichtgeimpften im Rest der Gesellschaft auch sind.
Die schwachen und verhaltensauffälligen Schüler dienen in der Minderheit als Druckmittel, um Präsenz für alle SuS auch bei 7-Tages-Inzidenzien im viersteklligen Bereich der Altersklasse U14 zu erzwingen und klar denkende, verantwortungsvolle, lernwillige SuS müssen darunter leiden, sich tagtäglich aufs neue in gesundheitsgefährlichen Schulen ohne Mindestschutz zu begeben.
Aber Schulen sind sichere Ort … und in NRW ist das beste Monitoring für Testungen überhaupt…

Nicht Franziska Müller-Rech
1 Jahr zuvor

Kann man in NRW ab morgen bei Franziska Müller-Rech nun Lehrer/innen denunzieren, die Schülern NICHT raten die Maskenpflicht umzusetzen? So viel Flexibilität müsste man eigentlich von ihr erwarten können, oder?

Tina+2
1 Jahr zuvor

Also ich kann das zumindest auf Twitter nicht mehr. Die Dame hat mich (die ich mich noch nicht einmal daran erinnern kann, jemals mit ihr Kontakt gehabt zu haben) blockiert.

Super Stil für eine Möchtegern-Politikerin. Nicht.

Andre Hog
1 Jahr zuvor
Antwortet  Tina+2

Hallo Tina, na… bist du auch „Staatsfeind Nr.1“???

Ich muss da mal was loswerden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Tina+2

Ich finde ohnehin, dass Politiker nichts auf den sozialen Medien zu suchen haben. Das hat seit Trump einen etwas schäbigen Anstrich….

Riesenzwerg
1 Jahr zuvor

@Ich muss da mal was loswerden

Das sehe ich auch so. Wirkt zwar sehr volksnah – erscheint mir aber sehr unseriös.

Mrs.Braitwhistle
1 Jahr zuvor

Bei aktuell 14.100 in NRW infizierten SuS geht es natürlich nur um eine Vorsichtsmaßnahme ggü. Omikron.

Viva
1 Jahr zuvor

Mit der Maskenpflicht bei hohen Infektionszahlen (und NRW ist bei den Schülern „dank“ Aufhebung der Maskenpflicht unter den Top 3 in Deutschland) vermindert man zwar das Risiko, verhindert aber keine Infektionen!

Diverse Politker meinen immer noch, es würde in der derzeitigen Notstandslage reichen, Risiken zu vermindern, statt Infektionen zu verhindern! Wieviele Tote und Kranke zählen wir noch im Zeitraffer des „Geschehenlassens“ jeden Tag aufs Neue? DIVI rechnet mit 6000 Intensivpatienten zu Weihnachten unter welcher Prognose wohl an bis dahin Verstorbenen? Im Moment bewegt sich der 7-Tage-Mittelwert auf 300 täglichen Covid-19-Verstorbenen zu, Tendenz sicher (!) steigend. Nicht nur Krankenhäuser und Arztpraxen sind an ihrer Belastungsgrenze (und regional bereits überlastet), sondern auch Friedhöfe und Krematorien erweitern „Lagerkapazitäten“ um Kühlmöglichkeiten, um die vielen Leichen zu verwahren und sind längst um!

Der Leidensdruck in der gesamten Bevölkerung steigt ins Unermessliche. Man muss ertragen wie Politiker in ihrem eigenen Film fahren, Belastungsgrenzen unter Leid und Tod ausreizen und unser Gesundheitssystem und unsere Lebenssicherheit demokratisch vor die Wand fahren. Wir müssen zusehen wie in einer Notstandssituation mit Maßnahmen experimentiert wird, die in anderen Ländern auch schon nicht ausreichend zur Deeskalation der Notsituation waren. Sicherlich gute und gutgemeinte Maßnahmen, aber nicht für DIESEN Zeitpunkt (letzter Sommer wäre dafür gut gewesen … oder wenn der R-Wert bei 0,7 läge … oder… in Zukunft, wenn die extreme Notsituation wieder unter Kontrolle kommen sollte … oder…, aber doch nicht bei aktuter Bedrohung durch die totale Katastrophe, einer Triage-Situation und dem Ausfall der Regelversorgung!).

Und dann bekommt man vor den Latz geknallt „zur Vorsicht dann mal Maskenpflicht wegen einer noch unbekannten neuen Variante“ mit dem Wissen, dass in diesem Land aufgrund der noch alten Variante die medizinische Versorgung bereits nicht mehr adäquat sichergestellt ist! Das ist nicht nur ein Zustand der körperlichen Bedrohung durch das Virus, sondern psychische Gewalt gegen die Bevölkerung durch Unterlassung fundierter und erprobter Maßnahmen (totale Kontaktreduzierung von allen) von Seiten der Politik!

Deswegen: vorübergehend Distanzunterricht als Sofortmaßnahme zur Abwendung von weiterem gesundheitlichem Schaden bei Kindern, Lehrer(innen), Eltern, Großeltern … der gesamten Bevölkerung! Alles andere ist menschenverachtend!

Sandra
1 Jahr zuvor
Antwortet  Viva

Danke
Unterschreibe ich so.

Leseratte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Viva

In Thüringen ist schon Oberkante Unterlippe. Und es passiert
quasi nix. Vom MP hört man gar nichts. Vom KM nur, dass es keine vorgezogenen Weihnachtsferien ( oder auch Distanzunterricht) geben soll. In der Schule ist alles wie gehabt. Immer wieder SuS krank, ob Corona oder nicht, erfährt man, wenn überhaupt, durch die Eltern persönlich oder durch Klassenkameraden. Quarantäne findet kaum statt. Gesundheitsämter kommen nicht hinterher.

„+++ 11:43 Thüringer Intensivkoordinator: Patienten auf Warteliste sterben teils +++
Die Situation auf den Intensivstationen im Hochinzidenzland Thüringen bleibt sehr angespannt. Planbare Operationen von Patienten etwa mit Krebs- oder Herzklappen-Erkrankungen würden aufgeschoben, sagt der Intensivkoordinator des Landes, Michael Bauer. „Für die bedeutet das unter Umständen den Tod auf der Warteliste oder eine wesentlich schlechtere Prognose.“ Einige seien bereits gestorben. „In dem Moment, wo ich als Arzt priorisiere und sage, jemand muss auf die Warteliste, mache ich natürlich eine milde Form einer Triage“, sagt er. Meistens gehe das gut, aber nicht immer. Es sei bei Krebs auch die Frage, wie viele Menschen dadurch aus einem noch heilbaren Stadium in ein Stadium kommen, wo sie etliche Lebensjahre einbüßten. „Wir kommen jetzt schon in Bereiche, in denen wir Medizin machen, die wir eigentlich nicht machen wollen.“

https://www.n-tv.de/panorama/20-51-Bundeslaender-melden-69-151-Neuinfektionen–article21626512.html

Erasco
1 Jahr zuvor
Antwortet  Viva

Meine volle Zustimmung!

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor

„Schulen offen zu halten und dadurch Kindern und Jugendlichen nicht nur Bildung, sondern auch einen sicheren Ort des Miteinanders zu bieten, ist in diesen Zeiten eine große Herausforderung.“ (Schlußsatz Schulmail 01.12.2021)

ÖPNV / 3 G allgemein
SuS älter 15 Jahren müssen als Ungeimpfte nun eine Negativ-Test-Schulbescheinigung bei sich haben, um z. B. bei 3G den ÖPNV nutzen zu dürfen. Schülerausweis gilt nicht. Ob ohne Bescheinigung bei Kontrolle auch bußgeldbewehrt ist nicht beschrieben.

Kein Kommentar meinerseits!

https://www.schulministerium.nrw/01122021-maskenpflicht-am-sitzplatz

Elly
1 Jahr zuvor

Bildungsfaschismus. Strammstehen vor der deutschen Präsenzpflicht! Immer bereit!

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor

Einfach irre für nicht Volljährige,
was sich die BLR (Bund-Länder-Runde) laut Beschlussvorlage nun ausdenkt.

Familien werden mittels 2G gespalten!
Kinder unter 14 Jahren sind von v.g. Regeln ausgenommen:
– Im Einzelhandel soll bundesweit 2G gelten, ausgenommen sind Geschäfte des täglichen Bedarfs
– Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte
– 2G bei Freizeit-, Kultur- und Sportveranstaltungen, Gastronomie sowie zu körpernahen Dienstleistungen

Also ein Besuch im (Schnell-)Restaurant oder im Handel mit der Familie heißt:
– Eltern od. Erwachsene vollständig geimpft dürfen dort rein;
– Kinder (Geschwister) unter 14 Jahren ungeimpft auch;
– Kinder, Familienangehörige ab 15 Jahren die ungeimpft sind, oder deren vollständiger Impfschutz erst 14 Tage nach der Zweitimpfung anerkannt wird, gelten als UNGEIMPFTE und dürfen draußen warten

Dann aber fairerweise eine negative Testbescheinigung über den Selbsttest in Schulen auch nur die 24 Std. Gültigkeit wie für Otto-Normalo beim Bürgertest auch, denn dieser Schultest ist sicher qualitativ nie und nimmer so viel besser, was eine über 72 Stunden-Gültigkeit rechtfertigt.

Anne
1 Jahr zuvor

Noch irrer: kein Mensch überprüft, ob die Kinder überhaupt am Schultest teilgenommen haben. Sie gelten per se als getestet.

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor
Antwortet  Anne

Die Ü14 gelten nun genau nicht mehr als per se getestet,
da diese eine negative Testbescheinigung der Schule benötigen um z. B. Bus oder Bahn zu nutzen. Schülerausweis als Testnachweis war nur bis 24.11.2021 möglich.

Und bei 2G Einlass in Geschäfte (außer Lebensotwendig) etc. haben ungeimpfte SuS nun zumindest unangeleint „wir warten draußen“ zu befolgen.

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor

Für die Statistik:
Komplette GS in Solingen in Quarantäne!

Allgemeinverfügung
B E K A N N T M A C H U N G vom 03.12.2021
Ordnungsbehördliche Allgemeinverfügung zum
Zwecke der Verhütung und der Bekämpfung der
Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2

für alle
Schülerinnen und Schüler der Grundschule ******
***, die in der Zeit vom 11.11.2021 bis 01.12.2021 die
Einrichtung besucht haben, sowie bei minderjährigen
Schülerinnen und Schülern für deren gesetzliche Ver-
treter, für die Lehrer/innen, die Betreuer/innen, die in
dieser Zeit die Schülerinnen und Schüler unterrichtet
bzw. betreut haben sowie angestellten Mitarbeitern,
die in dem oben genannten Zeitraum tätig waren.

https://solingen.de/de/inhalt/amtsblatt/

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor

Des Weiteren wird eine für den gesamten oben
genannten Personenkreis verpflichtende Reihen-
testung am 04.12.2021 angeordnet.

Kritischer Dad*NRW
1 Jahr zuvor

War es für diese Grundschule eine Katastrophe mit Ansage?

Zumindest hat die Schulleitung bereits eine Woche zuvor Alarm gemacht:
RP-ONLINE: 26. November 2021 um 05:00 Uhr
Immer mehr Schüler in Solingen infiziert : Grundschule ruft den Corona-Notstand aus
(Plus, also Bezahlartikel)
https://rp-online.de/nrw/staedte/solingen/solingen-grundschule-ruft-den-corona-notstand-aus_aid-64281077