Auf wen hört Scholz: Auf seine Frau (KMK-Präsidentin) oder auf Lauterbach?

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POTSDAM. In Sachen Corona-Schulpolitik dürfte sich der künftige Kanzler Olaf Scholz (SPD) Rat am Küchentisch geholt haben: Seine Frau Britta Ernst ist brandenburgische Bildungsministerin – und, zumindest bis Januar noch, amtierende KMK-Präsidentin. Ernst vertritt einen lockeren Kurs, was den Infektionsschutz der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte betrifft: Trotz Rekordinzidenzen unter Kindern und Jugendlichen sperrte sie sich zum Beispiel lange gegen die Maskenpflicht im Unterricht der Grundschulen. Interessant dürfte werden, wie sich das mit den Positionen des neuen SPD-Gesundheitsministers Karl Lauterbach verträgt, der stets für strengere Schutzmaßnahmen an Schulen eingetreten ist.

Hält Corona in Schulen ncht für besorgniserregend – anders als der neue Gesundheitsminister Karl Lauterbach: KMK-Präsidentin Britta Ernst (SPD), Frau des frisch gewählten Bundeskanzlers. Foto: Axel Schön / Bildungsminsterium Brandenburg

Als Kanzlergatte von Angela Merkel hat sich Joachim Sauer 16 Jahre lang betont im Hintergrund gehalten und Britta Ernst will es als Ehefrau des voraussichtlich neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz offensichtlich genauso halten: Die Bildungsministerin von Brandenburg hat sich nie zu den Ambitionen ihres Mannes auf das Kanzleramt geäußert. Auch Fragen zu ihrem Privatleben blockt sie stets höflich, aber bestimmt ab. Die 60-Jährige will so verhindern, dass ihre Tätigkeit als Landesministerin in irgendeine Verbindung mit der politisch herausgehobenen Stellung ihres Mannes gebracht wird.

Das geschieht in der Pandemie aber unweigerlich. „Nach den langen Schulschließungen, nach Wechsel- und Fernunterricht, bin ich ein klarer Verfechter von Präsenzunterricht an Schulen“, erklärte Kanzlerkandidat Scholz Ende August in der „Rheinischen Post“. „Mit den Impfungen, mit dem Schutz durch Masken in Innenräumen, aber auch mit den regelmäßigen Tests an den Schulen können wir das Infektionsgeschehen kontrollieren“, sagte er seinerzeit. Schon damals zeichnete sich angesichts steigender Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen ab, dass er mit dieser Einschätzung – die seine Frau teilt – falsch liegen könnte.

„Die Notwendigkeit, dass Kinder einen Beitrag zur Reduzierung des Infektionsgeschehens leisten, ist nicht mehr gegeben“

Zur gleichen Zeit verkündete Ernst im Bildungsausschuss des Brandenburger Landtags: „Für uns ist es in der Bewertung so, dass die Notwendigkeit, dass Kinder durch Distanz- und Wechselunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung des Infektionsgeschehens leisten, jetzt nicht mehr gegeben ist.“ Dies sei zunächst notwendig gewesen, um die Erwachsenen zu schützen, befand die KMK-Präsidentin. Doch dies sei nun nicht mehr erforderlich, „weil Erwachsene in der Lage sind, sich selbst mit einer Impfung zu schützen“.

Kein Wort dazu, dass auch Kinder schwer erkranken und/oder unter Long-Covid leiden können, wie das Robert-Koch-Institut warnt (News4teachers berichtete). Der lockere Kurs macht sich bemerkbar: Brandenburg weist unter Kindern und Jugendlichen höchste Ansteckungsquoten auf. Die Stadt Cottbus beispielsweise verzeichnet unter Fünf- bis 14-Jährigen eine Inzidenz von 3.040. Konsequenzen für den Schulbetrieb? Praktisch keine.

Mittlerweile stellt der Landeselternrat Brandenburg fest, die Situation an den Schulen im Land „sei außer Kontrolle“. Und das sei das Verschulden der Bildungsministerin. Ernst sei verantwortlich für eine „plan- und orientierungslose Politik im Bildungsbereich“, die die Eltern seit Monaten kritisieren, sagte der Vorsitzende des Elternrates, René Mertens, dem rbb.

Die Planlosigkeit findet sich auch im Bund wieder: Schul- und Kitaschließungen werden im neuen Infektionsschutzgesetz der Ampel-Koalition darin ausdrücklich verboten, Schutzmaßnahmen in den Bildungseinrichtungen dagegen nicht einmal erwähnt.

Explodierende Inzidenzen unter Schülerinnen und Schülern? Ernst: „für uns einfach nicht besorgniserregend“

Ernst ficht das nicht an. Noch im Oktober erklärte sie: „Wir wussten, dass die Inzidenzen bei Kindern und Jugendlichen im Vergleich zu den Erwachsenen höher sein werden, weil wir eine spätere Impfempfehlung haben beziehungsweise für die unter 12-jährigen Kinder gar keine Impfempfehlung und auch keinen Impfstoff.“ Da aus einer Inzidenz nicht automatisch eine Erkrankung oder schwere Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen folge, sondern dies Ausnahmen seien, „ist es einfach für uns nicht besorgniserregend“, fügte sie für die Kultusminister hinzu. Entsprechend stoisch nimmt sie die Rücktrittsforderung entgegen – keine Reaktion.

Die gebürtige Hamburgerin war 2017 überraschend als Ministerin für Bildung, Jugend und Sport nach Brandenburg gekommen, nachdem sich ihr Vorgänger Günter Baaske aus privaten Gründen zurückgezogen hatte. Zuvor war sie von 2014 an Bildungsministerin in Schleswig-Holstein, bis sie nach der Landtagswahl 2017 aus dem Kabinett ausschied, weil ihr Ressort in der Regierung von Daniel Günther (CDU) an die Christdemokraten fiel.

Privat gab es für das kinderlose Ehepaar Ernst und Scholz dann ab dem Frühjahr 2018 in Potsdam eine neue Basis, als Scholz vom Amt als Erster Bürgermeister in Hamburg als Bundesfinanzminister nach Berlin wechselte. Das Ehepaar zog in der brandenburgischen Landeshauptstadt zunächst in die gediegene Berliner Vorstadt und dann an den im Renaissance-Stil wieder errichteten Alten Markt, in direkter Nachbarschaft zum Museum Barberini und dem Landtagsschloss.

In den sozialen Netzwerken zeigt Ernst hin und wieder, dass sie gern ihre neue Heimatstadt Potsdam und Umgebung erkundet, zu Fuß und mit dem Rad. Dann postet die Sozialdemokratin Landschafts- und Naturfotos, etwa einen Spaziergang an einem grauen November-Sonntag im Park Babelsberg und am Griebnitzsee. Oder auch gelegentliche Besuche in der Elbphilharmonie in Hamburg, wo bis 2018 die gemeinsame Heimat des Ehepaars war.

Scholz hatte in der Gesprächsreihe «Brigitte live» mal einen Einblick in sein Gefühlsleben gegeben: „Ich glaube, dass ich ein ganz anderer Mensch wäre, wenn ich nicht mit Britta Ernst verheiratet wäre.“ Seine Frau sei es auch gewesen, die ihn irgendwann sanft zum Abnehmen und damit zum Joggen gedrängt habe. Auf seiner Homepage schreibt er, seine Frau bedeute für ihn „alles“. Und im «Spiegel» sagte er: «Das Wichtigste im Leben ist die Liebe.»

Wenn sie auf die neue Rolle ihres Mannes angesprochen wird, wird sie sehr schmallippig. Denn als Ministerin will sie nicht mit ihrem Ehemann in Verbindung gebracht werden. Möglicherweise hängt dies damit zusammen, dass sie sich 2011 nach Amtsantritt ihres Mannes als Erster Bürgermeister aus der Hamburger Bürgerschaft zurückziehen musste, der sie seit 1997 angehörte. „In keinem Bereich ist es richtig, dass Veränderungen bei einem Partner mit einem Verzicht des anderen begleitet werden“, schrieb sie damals.

„Die Covid-Verharmlosung bei Kindern muss enden“ – fordert der neue Bundesgesundheitsminister

Und auch Scholz reagierte im Bundestagswahlkampf empört, wenn er gefragt wurde, ob seine Frau im Falle seines Wahlsieges weiterarbeiten würde. Seine Frau sei eine großartige Politikerin, sagte er etwa in der Gesprächsreihe «Brigitte live». Und bei anderer Gelegenheit nannte er die Frage, die aus seiner Sicht dem Mann einer Kanzlerin nicht gestellt werde, „völlig aus der Zeit gefallen“.

Spannend dürfte jedoch die Frage werden, auf wen Scholz in Zukunft stärker hört: auf seine Frau am Küchentisch – oder auf seinen neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach am Kabinettstisch. Der hatte nämlich unlängst noch gefordert: „Die Covid-Verharmlosung bei Kindern muss enden.“ News4teachers / mit Material der dpa

Gesundheitsminister Lauterbach: Endlich ein Einsehen, dass die Durchseuchung der Kinder gestoppt werden muss?

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92 Kommentare
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Dil Uhlenspiegel
9 Monate zuvor

Die Covid-Verharmlosung bei Kindern wird auf alle Fälle enden – ob in der Prävention oder in der Therapie?

MeineMeinung
9 Monate zuvor

Kinderlose Politiker sollten keine Kultusminister werden dürfen.

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  MeineMeinung

Ich finde, dass verantwortungslose, inkompetente Menschen keine Kultusminister*innen werden dürfen…!!!

Erzieherin
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Richtig!
Empathie, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit zum Denken und verstehenden Lesen entstehen nicht erst nach der Geburt eines Kindes.

potschemutschka
9 Monate zuvor
Antwortet  Andre Hog

Zu Frau Ernst und allen anderen KuMis fällt mir ein Spruch von Hape Kerkeling ein: „Komischerweise sind gerade die Leute, die überhaupt nicht an sich zweifeln, meist besonders untalentiert.“

Lessi
9 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Wie wahr!

Rike
9 Monate zuvor
Antwortet  MeineMeinung

Ich mag ja Frau Ernst nicht, aber Kinderlosigkeit sollte man niemandem zum Vorwurf machen. Es ist natürlich von Vorteil im Lehrerberuf, wenn man selbst Kinder hat. Eine Bildungsministerin sollte jedoch vom Fach sein, also den Schulbetrieb von der Basis kennen, und nicht wie Frau Ernst Kauffrau für Grundstücks- und Wohnungswirtschaft und dann Diplomsozialökonomin….

MINT-Lehrer
9 Monate zuvor
Antwortet  Rike

@Rike: Dem stimme ich zu und würde es noch erweitern: Jedes Ministeramt sollte allein mit Menschen besetzt werden, die ihr Ressort bereits gut aus eigener Anschauung kennen und Fachleute in diesem Bereich sind. Lauterbach ist ein gutes Beispiel dafür.

gilmore girl
9 Monate zuvor
Antwortet  MINT-Lehrer

Läuft aber bei Simone Oldenburg auch nicht so richtig rund…

trotzki
9 Monate zuvor
Antwortet  MINT-Lehrer

tja, es gibt auch eine andere Sichtweise.

Frage nicht die Frösche, wenn du einen Teich stillegen willst!

Außerdem, du kannst einen Minister wechseln und ein paar Führungskräfte, aber der Unterbau bleibt bestehen.
K.L. ist in jedem Fall höchtes explosiv. Es wird spannend und intressant, was in den kommenden Wochen passiert.

DW
9 Monate zuvor
Antwortet  MeineMeinung

Es sucht sich nicht jeder aus, dass er keine Kinder hat. Das würde ich nicht als Voraussetzung sehen. Finde jedoch, dass man fachliche Voraussetzungen für das Amt mitbringen sollte.
Frau Gebauer hat zwar einen Sohn, scheint aber auch dennoch nicht empathisch in Sachen Kinder zu sein. Als Rechtsanwalts- und Notargehilfin, die ansonsten noch Erfahrungen im Immobilienbereich mitbringt, bringt sie leider noch nicht mal fachliche Kompetenzen mit.

Monika, BY
9 Monate zuvor
Antwortet  DW

Nein!

Die Liebe gegenüber dem eigenen Kind kann man nicht kennen, wenn man keine eigene hat und punkt!

Wenn morgen Teufel erscheint und mich um mein Leben für meine Kinder tauschen lässt, werde ich sofort JA sagen!

Unter Bedingung, dass ihnen auch ohen mich gut geht!

Monika, BY
9 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Aber Sie haben recht. Viele Eltern habe schon erwachsene Kinder, oder sie haben ihre Kinder aus verschiedenen zufähligen Gründen bekommen.

Auf jeden Fall kann ich keinen Eltern verstehen, der so was seinem Kind wünschen würden und ihm nicht davon schützen wollen!

https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/38-tage-auf-intensivstation-die-23-jaehrige-luisa-berichtet-in-emotionalem-video-wie-sie-beinahe-an-corona-starb_id_24479669.html

ttps://www.ardmediathek.de/video/hirschhausens-check-up/hirschhausen-corona-ohne-ende/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2hpcnNjaGhhdXNlbnMtY2hlY2stdXAvNDUyNDljMzQtOGMwYy00YzQ3LWI1OTktNDYwZTVhZDNiNjVm/

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-im-Corona-Podcast-Risiko-fuer-Ungeimpfte-koennte-mit-Omikron-steigen,coronavirusupdate224.html

Ab 1994 leitete Yvonne Gebauer ein Boardinghouse, bis sie sich 2004 in der Immobilienbranche als Kauffrau selbstständig machte. Yvonne Gebauer ist verheiratet, Mutter eines Sohnes und wohnt in Köln.

Und das ist eine Kulturministerin. Immobilenmakler?

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor
Antwortet  Monika, BY

Sie bringt überhaupt nichts mit . Außer ein bisschen Ehrgeiz . Aber im Mai 2022 ist sie Schulminsterin gewesen …

Monika, BY
9 Monate zuvor
Antwortet  MeineMeinung

Ein ganz klares Ja!

Rosa
9 Monate zuvor

Unsere KM Frau Schopper betreibt in BW weiterhin massives Chaos an Schulen und hält Lehrer/in und Schulleitungen in Atem.https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/schule-baden-wuerttemberg-quarantaene-weihnachten-100.html Schüler dürfen sich drei Tage vor den Weihnachtsferien beurlauben lassen und wer in die Schule möchte darf weiterhin gehen. Doppelte Arbeit für Schulleitungen und Lehrer Unterricht und Hausaufgaben verteilen. Die Schulleitungen und Lehrer die Höchstleistung an Einsatz bringen dürfen sich nicht beurlauben lassen und dies finde ich das aller letzte. die Lehrer und Schulleitungen haben auch Familien und denen spricht man jeglichen Gesundheitsschutz vor Weihnachten ab. Die Impfungen sollten doch die letzten drei Tage an den Schulen durchgeführt werden. In Weinheim ist diese Aktion geplatzt weil der Impfstoff fehlt und wieder hat Frau Schopper eine Mogelpackung verteilt ohne Inhalt. Es haben sich viele freiwillige Helfer gefunden und können diese geplante Aktion nicht umsetzen. Darf man deswegen jetzt früher in die Ferien damit es nicht auffällt. Die Schulen sind doch sicher Frau Schopper und da finden keine Infektionen statt. Welche Sinneswandlung und neue Töne……..

S.
9 Monate zuvor

Auf die Hilferufe von Eltern nicht zu hören und den Landeselternrat auszublenden, kann Ernst ganz prima, weil sie eben nicht betroffen ist und sich nicht vorstellen kann, was die Bedrohungs- und Chaossituation vor Ort ist. Hat halt nie nächtelang neben kranken Kindern gesessen, alle Kita-und Schulinfekte selbst mitgemacht, sich um die Zukunft der Kinder gesorgt, den Alltag für mehrere Menschen mitorganisiert. Ist einfach nicht vorstellbar für sie – anders kann ich mir ihre knallharten Unterlassungen nicht erklären. Die eigene Erfahrung fehlt und offenbar ist sie nicht in der Lage, sich in die „kleinen“ Alltagsprobleme von Familien einzufühlen. Uns ist eben nicht damit geholfen, dass wir Familien uns zwangsinfizieren. Dafür bleiben auch bei Menschen u 60 zu viele mit Long Covid auf der Strecke. Das Leben geht weiter, aber wie?

Maren
9 Monate zuvor

Wenn er auf seine Frau hört,wäre das doch schon Befangenheit.Solche Klüngeleien gehören nicht in die Politik.

trotzki
9 Monate zuvor
Antwortet  Maren

Aber auf irgend jemanden sollte er hören oder sich zumindestens austauschen. Es wird aber immer einer unzufrieden sein.
Besonders Maggus der Große, wenn er nicht mehr gefragt wird.

Echt
9 Monate zuvor

War das bei den Honeckers nicht eine ähnliche Konstellation? Scholz‘ Aussage, die „Lufthoheit über die Kinderbetten“ haben zu wollen, hat mich schon vor Jahren erschreckt und wirkte auf mich übergriffig und anmaßend. Ich befürchte weiter immer mehr Staat statt Familie. Schleichend entwickelt sich das schon seit Jahren z.B über die Ausweitung der Präsenzpflicht in Ganztagsschulen. Den meisten Eltern scheint das auch leider nur recht zu sein. Der wirtschaftliche Druck tut sein Übriges. Mit der „verbesserten“ Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird das dann alles legitimiert. Stück für Stück wird uns die Selbstbestimmung aus der Hand genommen. Mittlerweile habe ich ganz klar den Eindruck, dass das traditionelle Familienbild das Feindbild ist, welches dem gewollten gesellschaftlichem Umbau im Wege steht. Für den Großteil der Menschen sichere Wahrheiten, wie z.B. die eigene geschlechliche Identität, werden in Frage gestellt. Ständig fühlt sich irgendwer diskriminierend. Respektvolle, angstfreie und wertfreie Diskussionen sind kaum mehr möglich. Eine große Verunsicherung greift um sich. Statt zu stärken, wird vereinzelt. Haltlose Menschen sind besser (ver-) führbar.
Ich befürchte, dass die Bildungs- und Familienpolitik der Ampel in erster Linie Ideologien folgen wird. Diese wird verschiedene Interessengruppen befriedigen sollen. Die Schüler (Kitakinder), Lehrer und Eltern gehören sicher nicht zu diesen Gruppen. Dieser Pessimismus prägt sich leider aus den Erfahrungen der letzten Jahre.

Teacher Andi
9 Monate zuvor
Antwortet  Echt

@Echt, diesen Eindruck habe ich auch schon seit geraumer Zeit gewonnen. Das ist in meinen Augen eine beängstigende Entwicklung und führt immer mehr zur Spaltung und Kälte in der Gesellschaft, in der kein Platz mehr für wahre Werte ist. Wenn ich den Werdegang eines Scholz betrachte und diese noch ungelösten, ignorierten Leichen im Keller, dann frage ich mich schon, was uns da wohl erwartet. Brisante Themen wurden von ihm noch nicht mal in Erwägung gezogen, und das Thema Bildungspolitik steht sicher ganz hinten auf der Prioritätenliste. Eine soziale Partei, die außer H4 (sorry, Bürgergeld) Erhöhung und Mindestlohn keine sozialen Gerechtigkeiten auf den Weg bringt, die Schere wird noch weiter auseinandergehen, und die Vernachlässigung der Bildung, gerade jetzt in der schweren Zeit, trägt vehement dazu bei. Wie gesagt, man darf gespannt sein …. Aber was will man erwarten von einem Politiker, der mit den Sorgen und Nöten der Bevölkerung keinerlei Berührungspunkte hat, zusammen mit seiner Frau ein monatliches Auskommen hat, das die meisten Familien nicht mal in zwei Jahren verdienen. Wenn die Relationen so extrem nicht mehr stimmen, kann ich keine gute Politik voraussehen.
Und es scheint wirklich so, dass uns die Eigenständigkeit peu à peu genommen wird, die Politik versteht es gut, die Bürger vor sich her zu treiben. Es geht nur noch um Machterhalt und Geld. Das ist kein gutes Gerüst und weist schon in eine beängstigende politische Richtung. Hoffentlich behalten wir nicht Recht, Echt.

Tina+2
9 Monate zuvor
Antwortet  Echt

@Echt
So nehme ich als Mutter es auch wahr.

Wenn man sich um seine Kinder kümmert, sie nicht schon im 1. oder 2. Schuljahr alleine zur Schule schickt (u.a. auch weil sie in dem Alter den Straßenverkehr überhaupt noch nicht überblicken können und aus diesem Grund auch noch keine Radfahrprüfung machen).

Wenn man nicht einfach dumpf alles abnickt, was die Kindergärten, Schulen oder OGS so veranstalten und auf Gefahren hinweist. Oder aber die Kinder statt sie zwangsdurchseuchen zu lassen lieber zuhause die Bücher und Hefte mit ihnen zusammen durcharbeiten würde … dann ist man eine fiese, gemeine Helikoptermama, die ihren Kindern keine Freiheiten gönnt.

Anstatt dass anerkannt wird, dass man sich bestmöglich ums gesunde Aufwachsen der Zwerge kümmert erntet man teilweise sogar Spott und Verachtung. Mir tun meine Kinder jetzt schon leid für die Zeit, in denen sie vielleicht selber mal eigene Kinder haben und der Irrsinn noch etliche Zacken weiter gedreht sein wird.

Die querdenkenden Wirtschaftslobbyisten von InFam (vormals „Familien in der Krise“), Kristina Schröder, die KMK sowie die FDP freuts 🙁

Minna
9 Monate zuvor

Ich hoffe, er hört weder auf Lauterbach noch auf seine Frau. Sondern auf Menschen, die ehrlich sind und vom Fach.
Seine Frau ist nicht vom Fach und Lauterbach ist nicht ehrlich.

Anne
9 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Dass Lauterbach nicht ehrlich ist, können Sie sicherlich belegen.

Jolander
9 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Herr Lauterbach war an einem Papier beteiligt, in dem bewusst eine Strategie entworfen wurde, in der man der Bevölkerung Angst machen wollte, damit sie vorsichtig sind. Er gab das selbst zu und behauptete, das sei aber verworfen worden, nur verhalten hat er sich genau so.

TaMu
9 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Jolander @ ich finde die Leute schlimmer, die verharmlost haben. Wer hat denn schon genügend „Angst“ gemacht, um die derzeitige Situation zu verhindern?

Minna
9 Monate zuvor
Antwortet  Anne

Ja das muss man nur aufmerksam verfolgen, wie er sich in den letzten Jahren verhalten hat.
Und auch in der Pandemie schiebt er gerne ansehen den schwarzen Peter zu, obwohl er selbst Fehlentscheidungen mitgetragen hat.
Siehe Boosterimpfung

Bernd
9 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Siehe Boosterimpfung – hä?

Minna
9 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Herr Lauterbach hat im Oktober zum Beispiel erklärt, dass die Boosterimpfung nicht flächendeckend nötig ist, weil die 2fach Impfung wirksam schützt.
Im Dezember erzählt er dann, dass er das seit Monaten erklärt, dass wir für alle eine Boosterimpfung benötigen und dann hat er mir seinem Finger auf paar Leute gezeigt, die das nicht hören wollten. Das Netz vergisst -in diesem Falle zum Glück- nichts.
Und da gibt es noch zig Beispiele.

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

@Minna

konkret meinte er auf Twitter im September:
https://twitter.com/karl_lauterbach/status/1433004361379102723

„Wir brauchen klare Empfehlung der STIKO für Drittimpfungen. Sonst verschwenden wir wertvollen Impfstoff während er in Afrika zB fehlt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist für die meisten Geimpften Drittimpfung zu früh. Bei uns ist wichtiger Ungeimpfte zu impfen“

Und das ist eine logische Annahme zu dem Zeitpunkt.

Darfdaswahrsein
9 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Seeehr gewagte Thesen…
.. Fehlentscheidungen und Unwahrheiten…also Lügen..
Können sicher belegt werden, zweifelsfrei von Ihnen.
(Ironie off)
Mir ist er als Fachmann, Wissenschaftler und Politiker, der eben nicht scheut Aussagen zu tätigen, die unpopulär sind und Gegenwind erwarten lassen, viel lieber als unwissende, fachfremde Dödler, die nur auf den eigenen Marktwert schauen und von dem, was sie tun sollen, null Plan haben.

Maren
9 Monate zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

@ Minna kund SIE konnten selbstverständlich vorhersehen,dass eine neue Variante kommt,die eine Boosterimpfung nötig machen würde.Selbstverständlich irren SIE sich auch nie!Ganz ehrlich,wenn Sie es besser können,gehen Sie in die Politik.Ihr Geschwafel hier ist nur noch nervig.Zig Behauptungen ohne irgendwelche Quellen .

Tina+2
9 Monate zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

@Minna
Im Oktober sind viele Wissenschaftler noch davon ausgegangen, dass der Impfschutz für die mittelalten Personen noch 2-3 Monate länger stabil sein würde und erstmal die ältesten geboostert sein sollten bevor man es für alle empfiehlt.

Das einzige, was ich Herrn Lauterbach wirklich übel nehme ist, dass er sich (vermutlich aus Parteiräson) nicht vehementer für einen besseren Schutz in den Schulen und eine Aussetzung des Präsenzzwangs ausgesprochen hat. Nur mal kurz als einen Punkt unter vielen zu erwähnen, dass sie besser geschützt werden müssen, ist einfach zu wenig. Da würde ich mir wirklich mehr Vehemenz wünschen (auch vom RKI).

Ansonsten nehme ich bei ihm wahr, dass er sich auf dem neusten wissenschaftlichen Stand hält und seine Äußerungen auf diesen Erkenntnissen fußen.

Marion
9 Monate zuvor

@Echt
Danke, danke,danke.
Sie sprechen mir zutiefst sus der Seele.

Klugscheisser
9 Monate zuvor

Dass die beiden sich gegenseitig in ihrem Tun bestärken hat ja wohl hier niemand angezweifelt.

Wer Brechmittel anordnet, verschluckte Drogen wieder ans Tageslicht zu befördern- gegen den Rat ärztlicher Fachleute – der wird auch sonst nicht auf Fachleute hören.
Bei dieser Methode kam ein Mann in Hamburg ums Leben.

Scholz ist für mich ein Hardliner, der über Leichen geht, und unliebsame Sachen a la Kohl aussitzt. Britta scheint auch so zu ticken.

Also auf in ein Jahrzehnt der Frührentner – aus COV19 geboren.

Klaus Lehmkuhl
9 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Ich denke , dass man Kohl und Scholz nicht vergleichen sollte . Letzterer hat nicht dessen Format . Nicht einmal im Ansatz . Er ist nur ein blasser Verwalter .

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Klaus Lehmkuhl

Sorry, das Aussitzen von Problemen hat Kohl als grosses Vorbild vor- und eingeführt…

Das kann man auch im Nachhinein nicht schön reden.

Das hat nichts mit einem direkten Vergleich von Scholz und Kohl zu tun.

Senkrechtstarter
9 Monate zuvor

Hoffentlich hört Olaf Scholz mehr auf seine Frau! Besonnenheit und Augenmaß sind wichtig, nicht Hysterie und Schwarzmalerei á la Lauterbach.

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Achherrje, also ist jeder Bedenkenträger hysterisch?

Hallo Impfverweigerer, willkommen im Club der Hysterischen… und Schwarzseher, wenn wir schon mal dabei sind.

Senkrechtstarter
9 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Bin 3x geimpft. Somit geht Ihre Hasstirade ins Leere.

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Oh, Sie fühlten sich mit Impfverweigerer angesprochen? Warum?

Ich meinte wirklich Impfverweigerer.

Und wenn das oben als eine Hasstirade empfunden wird, bewerte ich Ihre Bedeutung von Hysterie auch anders, also als vorgebrachte entgegengesetzte Meinung.

Darfdaswahrsein
9 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

Als was sind dann die wirklichen Hasstiraden der Querdenker, Impfverweigerer, und weiteren demonstrierenden ideologisch Verwirrten zu bezeichnen?
Dafür gibt es dann wohl gar keine Bezeichnung mehr.

LangsamWirdsBitter
9 Monate zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Und Frau Ernst ist besonnen und hat Augenmaß?
Wohl eher Rohrkrepierer als Senkrechtstarter LOL

Tsundoku3
9 Monate zuvor
Antwortet  Senkrechtstarter

Danke, Senkrechtstarter, Sie sprechen mir aus dem Herzen!

Alex
9 Monate zuvor

Wohin „Besonnenheit und Augenmaß“ führen, sieht man derzeit in NRW. Dort haben sich die Fälle in KiTas in 1 Monat versechsfacht! Brandenburg ruft derzeit den Massenanfall von Erkrankten (MAN-E) aus, da die Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Aber ist ja alles nicht so wild, Taschentücher reichen (die Kollegin mit Impfdurchbruch liegt übrigens seit 2 Wochen mit hohem Fieber komplett flach, wann sie wieder arbeiten kommen wird, ist derzeit völlig unklar).

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Ins Kalkül genommene Kollateralschäden…

Mrs.Braitwhistle
9 Monate zuvor

Ich denke, alle warten jetzt auf eine fachliche Einschätzung, wie gefährlich Omikron im Krankheitsbild bei Kindern tatsächlich ist und wenn es mehr Komplikationen zu erwarten gibt und sich Biontech auch noch als viel weniger wirksam dagegen erweist, dann wird das Interesse an Schulschließungen auf allen Seiten steigen – unsere Kinderkliniken wären für eine solche Welle kaum gewappnet und die Eltern, die sich bisher mit der Harmlosigkeit der Erkrankung oder einer bald zur Verfügung stehenden wirksamen Kinderimpfung beruhigten, werden dann doch vorsichtiger werden wollen. Wie es nach den Weihnachtsferien weitergeht, wird also spannend …

Pit 2020
9 Monate zuvor
Antwortet  Mrs.Braitwhistle

@Mrs.Braitwhistle

3 Minuten:
Virologe zu Omikron: Befürchtungen bestätigt
https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal-update/virologe-zu-omikron-befuerchtungen-bestaetigt-100.html

Unter diesem Link
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/blog-coronavirus-102.html
– 20:59 Uhr
„Braucht es den Booster gegen Omikron?
Die Omikron-Virusvariante breitet sich weiter aus. Laut einer Studie von Biontech und Pfizer haben selbst zweifach Geimpfte häufig nicht genug Antikörper.“
Da gibt es auch noch ein 2-Minuten-Video.

– 21:52 Uhr
„WHO: Risiko erneuter Ansteckung bei Omikron vermutlich höher
Die Omikron-Variante des Coronavirus könnte nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation zu einer höheren Reinfektionsrate, aber milderen Krankheitsverläufen führen. „Die jüngsten Daten aus Südafrika deuten auf ein erhöhtes Risiko einer Wiederansteckung“ von Genesenen sowie einer Ansteckung von Geimpften hin, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Es gebe jedoch auch Hinweise auf weniger schwere Krankheitsverläufe als bei der Delta-Variante.
Für eindeutige Schlussfolgerungen seien jedoch weitere Untersuchungen nötig. Tedros mahnte trotz der möglicherweise milderen Krankheitsverläufe weiterhin zur Vorsicht: „Jede Nachlässigkeit wird Menschenleben kosten“.“

– 22:35 Uhr
Dänemark schickt Schüler vor Weihnachten vorzeitig nach Hause
Aufgrund von besorgniserregend hohen Corona-Zahlen werden die Schulkinder in Dänemark vor Weihnachten vorzeitig nach Hause geschickt. Für die Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zur zehnten Klasse bedeute das „verlängerte Weihnachtsferien“ vom 15. Dezember bis zum 4. Januar, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.
Der Nachrichtenagentur Ritzau zufolge soll eine Notbetreuung angeboten werden; so weit wie möglich sollen die Kinder auch Online-Unterricht erhalten. Wie Frederiksen weiter sagte, müssen zudem Diskotheken und ähnliche Einrichtungen im Nachtleben ab Freitag schließen. Konzerte mit mehr als 50 stehenden Gästen in Innenräumen sind ab dann ebenfalls untersagt.“

Ts ts ts …
Die Dänen! … Die haben wohl noch nichts von der Erfindung der „schulischen Bremsscheiben“, Schulen als „Hygienefilter“ und ähnlich sinnvoller „medizinischer Hilfsmittel“ gehört?! 😉

Maren
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

Sieh an.Wurde nicht Dänemark hier immer zitiert für seinen ach so viel besseren Umgang mit der Pandemie?Tja.Zumindestens scheinen ihnen ihre Kinder mehr wert zu sein als hierzulande,wo man bis zum bitteren Ende durchzieht.

Tina+2
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

In Dänemark explodieren die sequenzierten Omicron-Fallzahlen schon:

21.11. – 0
22.11. – 0
23.11. – 0
24.11. – 1
25.11. – 2
26.11. – 3
27.11. – 1
28.11. – 0
29.11. – 5
30.11. – 5
01.12. – 41
02.12. – 40
03.12. – 68
04.12. – 104
05.12. – 145
06.12. – noch nicht vollständig erfasst: 55

Quelle: Der Statusreport vom 08.12.21

https://files.ssi.dk/covid19/omikron/statusrapport/rapport-omikronvarianten-08122021-n92o

Das Ding knallt offenbar um sich wie der Wildtyp anfangs in Wuhan. Ich fürchte, die Politik wird wieder die gleichen Fehler machen wie immer und Lauterbach ist erst seit gestern im Amt. Er wird keine 10 Tage Neubeginns-Schonfrist haben, geschweige denn die üblichen 100 🙁

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Pit 2020

Sie hatten wenigstens für kurz Zeit den Free-Dumm-Day…

Hat ja super geklappt.

Trulla
9 Monate zuvor

Tjoa. Mag sein, dass SIE Lauterbach als Schwarzmaler sehen. Aber die sch schwarze Farbe haben andere besorgt, 16 KMs z.B. , die partout nicht hören wollten, von Bremsscheiben, Hygienefilter, Schutzzäunen und anderem phantasiert und die Zahlen damit befeuert haben.
Als Augenmaß kann das ja wohl nicht bezeichnet werden. Hätten andere mit Augenmaß agiert, hätte Lauterbach nicht schwarzmalen – und mit seinen Prognosen ins Schwarze treffen müssen.

Trulla
9 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

P.S.
@ Senkrechtstarter

Viva
9 Monate zuvor

Hoffentlich hört Olaf Scholz auf die Berichte aus Südafrika. Offensichtlich bringt Omikron da gerade vermehrt Kinder ins Krankenhaus, sogar und gerade die ganz Kleinen. Es nützt offensichtlich auch nichts, wenn man genesen ist, sodass der Durchseuchungskurs in den Schulen noch gefährlicher wird und auch in Hinblick auf die Immunität der Bevölkerung in Sachen Herdenschutz sein Ziel verfehlt. Wer ins Krankenhaus muss, wird so leicht wohl nicht erkrankt sein!

Wenn überhaupt nützt es etwas, dreifach geimpft zu sein. Viele Kinder sind schon VOR der Empfehlung der Stiko geimpft worden und benötigen vom Zeitplan her JETZT SCHON eine Boosterimpfung (nun gerade auch in Hinblick auf das noch weitgehend unerforschte Omikron). Sie ist allerdings für unter 18-Jährige noch nicht freigegeben. Nur doppelt geimpft zu sein schützt vor der Omikron-Variante nach den neuesten Untersuchungen (u.a. von Ciesek) gar nicht! Eine gesetzliche (theoretische) Freigabe für einen Anspruch auf eine Boosterimpfung ab 12 Jahren nützt ebenfalls nichts, wenn die Kommunen diese nicht berücksichtigen (können)! Wir würden wirklich gerne gerade auch in Hinblick auf Omikron boostern, wenn wir dürften und könnten!!! Es wird Zeit, dass man Kinder auch in Sachen Impfung nicht länger als 5. Rad am Wagen betrachtet und die Boosterimpfung gemäß derzeit regulärem Zeitplan (5 bis 6 Monate nach Zweitimpfung) freigibt!

Tina+2
9 Monate zuvor
Antwortet  Viva

100 % Zustimmung, liebe Viva.

Jolander
9 Monate zuvor

Lauterbach als Gesundheitsminister könnte eine Katastrophe für Deutschland sein, allerdings kann er ja auch als Gesundheitsminister nicht schalten und walten, wie er will, sondern ist in die „Kabinettsdisziplin“ eingebunden und muss sich an Absprachen mit den Koalitionspartnern halten.

Jolander
9 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Ich erwarte daher eher, dass er über kurz oder lang hinschmeißt, weil er als Gesundheitsminister Positionen vertreten und durchsetzen muss, die gar nicht seine sind.

Minna
9 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Das sehe ich ähnlich. Aber scheinbar haben viele keine Ahnung von Herrn Lauterbach. Einiges was jetzt im Gesundheitswesen schief läuft, hat er mit unterschrieben oder beratend vertreten.

Bernd
9 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Könnten Sie mal konkret werden, wenn Sie doch so viel Ahnung haben?

Coach
9 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Dass Sie Herrn Lauterbach nicht mögen, haben hier jetzt alle verstanden.

Tsundoku3
9 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Richtig, Jolander! Ich stimme Ihnen zu.

Unerträglich
9 Monate zuvor

Na hoffentlich bleibt er sich treu. Die Katastrophe für Deutschland sind ja eher Leute wie sie, die auf die Meinung von Experten einen feuchten Kehricht geben, damit sie in ihrer Freiheit nicht eingeschränkt werden. Wer nur von der Tapete bis zur Wand denken kann, sollte hier nicht rumschwurbeln. Das ist unerträglich.

Unerträglich
9 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Das ging an Jolander and Friends

Minna
9 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Warum ist es Schwurbeln, wenn man der Meinung ist, dass Lauterbach zur Katastrophe führen könnte. Das ist eine Meinung. Nur weil Lauterbach (übrigens schon immer) sich gerne und häufig in Talkshows profiliert, ist er nicht gleich der Superexperte. Da vertraue ich mach ruhigem, besonnenen Virologen mehr als ihm. Er liebt das Rampenlicht.

Bernd
9 Monate zuvor
Antwortet  Minna

Und ich bin der Meinung, dass Sie zur Katastrophe führen könnten – und nu‘?

Schwurbeln ist übrigens, wenn man zwar eine Meinung hat und die noch energisch vertritt, aber keine Begründung liefern kann, auch auf Nachfrage nicht. Und stattdessen auf Meinungsfreiheit pocht.

Realität
9 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

@ Minna,
haben sie sich eigentlich mal seine wissenschaftlichen Arbeiten durchgelesen? Selbst ohne direkten Zugang zu einer Unibibliothek können Sie darauf zugreifen. Vielleicht lesen Sie erst einmal etwas von seinen wissenschaftlichen Publikationen. Wenn Sie sich diese erarbeitet haben, dann können wir uns gerne einmal darüber unterhalten, ob er sich jetzt nur durch seine Talkshowauftritte profiliert.

Vielleicht teilen Sie mir auch einmal mit an welcher renommierten Uni Sie studiert haben?

Bitte nennen Sie mir einmal einen ruhigen und besonnen Virologen. Wie man in Situationen mit „Ignoranten“ ruhig bleiben kann, wird mit immer ein Rätsel bleiben. Dafür fand ich Herrn Lauterbach oftmals sehr klar, aber trotzdem beherrscht. Er war nicht nicht beleidigend, aber direkt und sachlich. Das ist meine Meinung!

Darfdaswahrsein
9 Monate zuvor
Antwortet  Realität

@Realität
Das sehe ich genauso.
Hier wird von manchen “ Klare Worte, fundiertes Fachwissen, direkte, sachliche Darlegung der Fakten“ verwechselt mit profilieren im Rampenlicht der TV Sender.
Wer was Gescheites zu sagen hat, darf das auch gerne preisgeben. Es hat schon seinen Grund, warum er eingeladen wurde. Aber klar, alle die die ungeschminkt Wahrheit den Menschen im Spiegel vorhalten, sind dann die die man nicht gerne sieht.

Monika, BY
9 Monate zuvor

Ich bin von Scholz schon jetzt enttäuscht.
Und ich war einmal so immer Richtung SPD und Grüne seit immer.

Aber ich würde die ganze Welt doch für Merkel tauschen. So eine Anführerin brauchen wir doch!

Monika, BY
9 Monate zuvor

Von Lauterbach bin ich nicht enttäuscht.

In Sache Lauterbach lasse ich mir Zeit.

Monika, BY
9 Monate zuvor

Und dieser Zeit habe ich nicht.

Also Herr Lauterbach, beeilen Sie sich.

Pampelmuse
9 Monate zuvor

Mit Lauterbach haben wir einen schlechten Fang gemacht. Das ist jetzt schon klar. In TalkShows „alleinverantwortlich“ seine Meinung zu vertreten und sich um sein Geschwätz von gestern nicht mehr zu kümmern, ist etwas anderes, als tägliche Verantwortung für ein 80-Millionen-Volk zu tragen. Viele seiner Befürworter werden bald enttäuscht sein. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Alex
9 Monate zuvor
Antwortet  Pampelmuse

Na, immerhin hat er Ahnung vom Fach. Kann man nur von sehr wenigen Ministern behaupten.

Coach
9 Monate zuvor
Antwortet  Pampelmuse

Nun lassen Sie ihn doch erstmal arbeiten…

Bea.Mte1
9 Monate zuvor
Antwortet  Pampelmuse

@Pampelmuse, sehe ich auch so! Danke für Ihren Beitrag.

Unerträglich
9 Monate zuvor

@Jolander
Na hoffentlich bleibt er sich treu. Die Katastrophe für Deutschland sind ja eher Leute wie sie, die auf die Meinung von Experten einen feuchten Kehricht geben, damit sie in ihrer Freiheit nicht eingeschränkt werden. Wer nur von der Tapete bis zur Wand denken kann, sollte hier nicht rumschwurbeln. Das ist unerträglich.

Mthdmnn
9 Monate zuvor

Wer nach fast zwei Jahren noch an „Experten“ glaubt, für den kam vor ein paar Tagen auch noch der Weihnachtsmann!

Politiker und „sich treu bleiben“ ist leider noch nie miteinander vereinbar gewesen…

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Mthdmnn

Also in “ die Schulen sind sicher“ herrscht ein treuer Nonse.. äh Konsens.

Leseratte
9 Monate zuvor

Wenn wir noch lange quatschen statt endlich sehr sehr schnell extrem wirksame Maßnahmen zu ergreifen – und da kann man Massenveranstaltungen wie Schule nicht außen vor lassen bei den aktuellen Nicht- Infektionsschutz- Bedingungen, insbesondere im Hinblick auf Omikron – dann wird uns das Ganze extrem um die Ohren fliegen, und dann wird gar nichts mehr anderes übrig bleiben als ein kompletter Lockdown, nur eben mit viel mehr Todesopfern und wirtschaftlichen Schäden als wenn man schon vor Wochen gehandelt hätte. Und da braucht es nicht Lauterbach mit Mahnungen in Talkshows 😉 , um diese Prognosen zu bekommen.
Man gackelt wieder mit Light- und Alibimaßnahmen herum, die noch dazu schlecht kontrolliert werden oder gar nicht kontrollierbar sind (3G ÖPNV, private Treffen Ungeimpfter…). Am Frankfurter Flughafen wird Omikron übrigens nicht belästigt. Toll.
Alles super Voraussetzungen für weiterhin super sichere Schulen und die auch sonst überall gewünschte Normalität.

„[…]150.000 Neuinfektionen pro Tag bundesweit?
„Geht man von diesen Verschärfungen aus, würden wir immer noch eine massive vierte Welle sehen mit bis zu über 150.000 Neuinfektionen pro Tag bundesweit, wobei das auch schon die Dunkelziffer inkludiert“, rechnete Professor Dr. Kristan Schneider, Mathematiker an der Hochschule Mittweida, vor.
Lockdown könnte Welle um 40 Prozent reduzieren
Indes: „Ein zweiwöchiger Lockdown vor Weihnachten ab morgen wäre extrem effizient darin, den Trend umzukehren und letztendlich die vierte Welle um bis zu 40 Prozent zu reduzieren.“

Momentane Maßnahmen bedeuten „bis zu 250.000 Todesfälle“
Die Zahlen des Wissenschaftlers basieren auf den Erfahrungen mit der Delta-Variante. Die neue, womöglich noch ansteckendere Omikron-Variante werde sich in Deutschland erst zu einem späteren Zeitpunkt durchsetzen. Doch auch bis dahin wiegen die Probleme schwer.
Professor Kristan Schneider: „Wenn man von den momentanen Maßnahmen ausgeht, würde das für die Mortalität bedeuten, dass wir auf bis zu 250.000 Todesfälle gehen“ – gerechnet wohlgemerkt auf die gesamte Pandemiedauer seit Februar 2020.
Erwartete Todeszahlen ohne Lockdown: Harald Lesch spricht von schockierenden Nachrichten
ZDF Erwartete Todeszahlen ohne Lockdown: Harald Lesch spricht von „schockierenden Nachrichten“
Ein Lockdown würde auch in dieser Hinsicht eine deutliche Erleichterung verschaffen, ist sich der Modellierer sicher: „Man würde die Mortalität um um die 30.000 Tote senken durch diesen zweiwöchigen Lockdown vor Weihnachten.“
Einen „ganz massiven Effekt“ habe zudem die Impfung. Unter Forschenden werde davon ausgegangen, dass eine Impfpflicht, wie sie im Bundestag zur Abstimmung vorgesehen ist, 95 Prozent aller über Zwölfjährigen erreiche. Hier würde sich eine weitere Reduktion „von einigen weiteren Tausend Toten“ ergeben.
Fazit des Beitrags: Ohne einen harten Lockdown auch für Geimpfte lasse sich die vierte Welle aller Voraussicht nach nicht brechen.“

https://www.focus.de/kultur/kino_tv/schockierende-nachrichten-in-zdf-show-professor-errechnet-wieviele-tote-sofortiger-lockdown-verhindert_id_24498587.html

„[…]Am Frankfurter Flughafen hält man wenig von den angeordneten Maßnahmen des Bundes
Berichten des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ zufolge werden diese Regelungen am Frankfurter Flughafen jedoch nicht umgesetzt. Und das, obwohl täglich Passagiere per Direktflug aus Südafrika und Namibia einreisen.
Grund dafür: Das Frankfurter Gesundheitsamt halte die Maßnahme weder für sinnvoll noch für umsetzbar. Der Chef des Gesundheitsamtes, Peter Tinnemann, wies im Gespräch mit dem „Spiegel“ darauf hin, dass alle Passagiere vor Abflug getestet werden. So sei es unmöglich, dass infizierte Personen an Bord des Flugzeuges gelangen. Ebenfalls wies er darauf hin, dass man die Einreisenden 24 Stunden am Flughafen festhalten müsste, bis das Testergebnis vorliege. Seiner Einschätzung nach sei die verpflichtende 14-tägige Quarantäne der beste Weg, um die Verbreitung der Mutante zu verhindern.“

https://www.focus.de/panorama/vorgaben-werden-nicht-umgesetzt-virus-im-gepaeck-am-frankfurter-flughafen-interessiert-man-sich-herzlich-wenig-fuer-omikron_id_24500737.html

Jolander
9 Monate zuvor

Bernd wollte doch Belege haben, dass Lauterbach falsche Fakten verbreite, hier:

„Die Aussage von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die Omikron-Variante sei für Kinder besonders gefährlich und würde zu hohen Hospitalisierungsraten führen, ist offensichtlich nicht mit Fakten belegt. Lauterbach bezieht sich offenbar auf eine Studie aus Südafrika und deren Rezeption in indischen Medien. … Die sehr limitierten Daten aus der Studie würden darauf hindeuten, dass der Krankheitsverlauf wohl milder sein könnte. …

Die Darstellung, Kinder seien stärker von Omikron betroffen, gehe an der Datenlage vorbei. Auch in den indischen Medien ist man hier mit Schlussfolgerungen sehr vorsichtig. Die gegenwärtigen Daten weltweit sagen noch nichts belastbares über die Gefährlichkeit der Variante oder den Grad der Hospitalisierung aus. Stöhr: „Aus meiner Perspektive gibt es aus den vorläufigen Daten keine Erkenntnisse, die auch nur annähernd den Schluss zulassen, Kinder wäre von schweren Verläufen bei Omikron betroffen.“ Ähnliches gelte auch für Erwachsene.“

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/faktencheck-lauterbach-ist-omikron-fuer-kinder-gefaehrlich-li.199834?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR3Y_cG8XAR3r3qtJ3dfVzuvGiXcOFCEU6ip4t3YY6-FVgk0zkHmG7wkziM#Echobox=1639064110

Canishine
9 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Wenn Stöhr richtig vermutet, wäre das ein „Gewinn“ für alle. Wenn Lauterbach zurecht warnt und man nicht rechtzeitig reagiert, wer gewinnt dann?

Andre Hog
9 Monate zuvor
Antwortet  Jolander

Der gute Herr Stöhr ist freier Berater und arbeitet besonders gerne gegen gutes Honorar für die Bildzeitung.
Dort schreibt es quasi das, was die Bild von ihm haben möchte, um die eigenen politischen Ziele effektiver verfolgen zu können.

Demnach und aus dieser Einschätzung ist der Herr ein Lohnschreiber ohne faktische Expertise, da er keinerlei Studien anstellt und lediglich solche Studien heranzieht, die seiner (zumeist bestellten) Position entspricht.

Sternchen
9 Monate zuvor

Der Virologe Stöhr ist für mich nicht aussagekräftig. Er propagiert seit Beginn der Pandemie, dass Kinder durchseucht werden können, weil sie nicht schlimm krank werden. Die Datenlage gibt bisher diesbezüglich noch keine eindeutige Antwort her. Außerdem kann man Südafrika und Indien nicht mit Deutschland vergleichen, da sie eine ganz andere Altersstruktur besitzen und viele genesen sind. Siehe Aussage Drosten.
So funktioniert übrigens Wissenschaft. Da gibt es unterschiedliche Meinungen. Es ist immer die Frage, auf welche Studie man sich bezieht und wie man sie interpretiert. Wenn es um das Wohl der Kinder geht, wäre ich auch lieber vorsichtig, vor allem wenn die Datenlage so dünn ist.

Bea.Mte1
9 Monate zuvor
Antwortet  Sternchen

Es ist aber auch typisch, dass jegliche Studie in Zweifel gezogen wird, die nicht bestätigt, was man selber gerne bestätigt haben möchte. Der Virologe Stöhr wird dann „widerlegt“ mit den Aussagen des Virologen Drosten. Warum eigentlich nicht der Virologe Drosten mit den Aussagen des Virolgen Stöhrs? Letztlich glaubt jeder das, was er gerne glauben möchte.

fabianBLN
9 Monate zuvor
Antwortet  Sternchen

@Sternchen: Welche Relevanz soll es denn haben, dass die Altersstruktur in Südafrika und Indien eine andere als in Deutschland ist, wenn es darum geht, ob Omikron für Kinder gefährlich ist oder nicht?

Soll also Omikron FÜR KINDER (un)gefährlicher sein, wenn es mehr Alte und weniger Junge in einem Land gibt bzw. umgekehrt oder was reden Sie sich da ein?

Sternchen
9 Monate zuvor

Das ist nicht auf die Kinder bezogen, sondern auf die Aussage, dass Omikron nur leichte Verläufe zeigt. Das könnte z.B. in Südafrika daran liegen, dass die meisten schon mehrere Infektionen durchgemacht haben, Podcast Drosten.

Klugscheisser
9 Monate zuvor
Antwortet  Sternchen
hennes
9 Monate zuvor
Antwortet  Sternchen

@Sternchen
Das spricht doch dafür, dass durchgemachte Infektionen gar nicht so übel sind. Meine Rede: Durchseuchung von vornherein zu verteufeln und ihre Vertreter in Bausch und Bogen zu verurteilen, ist fragwürdig.
Natürlich müssen Alte und Kranke durch Impfung und andere Vorsichtsmaßnahmen geschützt werden, ansonsten aber ist die Zulassung von Infektionen bedenkenswert.

Sternchen
9 Monate zuvor

Ergänzung und jüngere Menschen nicht ein so großes Risiko für schwere Erkrankungen zeigen.

Nachgedacht4
9 Monate zuvor

Lauterbach wird in Verantwortung zu einem zahnlosen Tiger werden. Viele werden bald enttäuscht sein.

Maike
9 Monate zuvor

Auf wen hört News4teachers: Auf Kinderärzte oder auf das leise Flüstern der IT-Lobby?