„Drei Chinesen mit dem Kontrabass“: Wenn Kinderlieder rassistische Klischees bedienen

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HANNOVER. Über Rassismus in Kinderbuch-Klassikern wie Pippi Langstrumpf ist bereits vor Jahren eine Debatte entbrannt. Aber auch im Musikunterricht beliebte Songs sind problematisch. Die «Drei Chinesen» etwa singen manche Schüler nicht gerne mit.

Manche Kinderlieder wirken lustig – sind es aber bei genauerer Betrachtung gar nicht. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Seit Jahrzehnten wird «Drei Chinesen mit dem Kontrabass» in Kitas und Grundschulen gesungen. Einfacher Text, eingängige Melodie und dann noch der Spaß mit der Vokalverschiebung zu «Dra Chanasan» oder «Dri Chinisin». Für Frank Joung war das Lied nie lustig. «Irgendwann merkte ich, dass die anderen Kinder das Lied auf mich beziehen. Ich dachte: Was habe ich mit Chinesen zu tun?», erinnert sich der 45-Jährige. Er habe nicht mehr mitgesungen, die anderen hätten gelacht. «Das war mir peinlich, ich war genervt und ärgerte mich.» Joung wurde in Hannover geboren, seine Eltern stammen aus Korea. 2016 gründete er den Podcast «Halbe Katoffl», eine Gesprächsreihe mit Deutschen mit nicht-deutschen Wurzeln.

«Es ist eine relativ überschaubare Anzahl von Liedern, die ich als kritisch betrachte»

«Für nicht-asiatische Menschen wäre es keine große Sache, das Lied nicht mehr zu singen», meint Joung. Das Veralbern der Sprache – auch in anderen Kinderreimen wie «Ching Chang Chong» – sei verletzend. Das sieht der Musikethnologe Nepomuk Riva genauso. «Es ist eine relativ überschaubare Anzahl von Liedern, die ich als kritisch betrachte», sagt der Forscher von der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover (HMTMH). Ihm sei es ein Rätsel, warum diese Lieder noch in Büchern auftauchten.

«Bei uns ist diskriminierungs-unsensible Sprache in Kinderliedern selbstverständlich immer ein Thema», teilt der Carus-Musikverlag mit. «Wir wägen immer sehr bewusst ab, und wenn wir ein Lied wie „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ in eine Edition aufnehmen, dann geschieht das immer mit einer entsprechenden Einordnung beziehungsweise einem Hinweis.» Der Ravensburger Verlag hingegen hat entschieden, die «Drei Chinesen» komplett wegzulassen. Dies werde in Nachdrucken, Neuauflagen und neuen Liederbüchern umgesetzt.

Der Kanon «C-A-F-F-E-E» ist in seiner ursprünglichen Version laut Riva ebenfalls rassistisch – hier gibt es inzwischen Versionen, in denen Begriffe ersetzt wurden, die Türken und Muslime diskriminieren. Das Lied «Ein Mann, der sich Kolumbus nannt» wurde wie auch die «Drei Chinesen» in den 1930er Jahren – der Zeit des Nationalsozialismus – populär.

Im Kolumbus-Lied erscheint die «Entdeckung Amerikas» wie ein lustiger Spaziergang des Seefahrers, als Pointe schreien die erschreckten «Wilden»: «Wir sind entdeckt!» Aus Rivas Sicht kann man das Lied auch nicht mit Ironie rechtfertigen. «Dazu müsste man wissen, wie es wirklich war.» Von Umsiedlungen, Vertreibungen und Hetzjagden auf indigene Völker ist keine Rede. Auch das rockige Mitgröl-Lied «Die Affen rasen durch den Wald» hält Riva für höchstproblematisch, zumal die Affen in Abbildungen in Liederbüchern vermenschlicht werden.

«Schon ganz junge Kinder nehmen diskriminierende Äußerungen und Handlungsweisen wahr»

Die Berliner Fachstelle Kinderwelten setzt sich seit rund 20 Jahren für vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung in Kitas und Grundschulen ein. «Schon ganz junge Kinder nehmen diskriminierende Äußerungen und Handlungsweisen wahr», sagt Mitgründerin Petra Wagner. «Sie entnehmen Liedern oder Büchern Botschaften über sich und ihre Familien, etwa dass sie weniger wert oder weniger wichtig seien.» Es gebe Einseitigkeiten und Auslassungen. Prinzessinnen sind im Großteil der Kinderbücher immer noch weiß und blond. Das Kinderrecht auf Schutz vor Diskriminierung müssten Kitas wahrmachen, sagt Wagner. Die Teams könnten sich etwa durch Fortbildungen auf den Weg machen.

Im September hatte die Volkswagenstiftung in Hannover eine Veranstaltung zum Thema Rassismus in Kinderliedern organisiert. Die Reaktionen im Publikum seien gespalten gewesen, erzählt Riva. Teilweise herrschte auch Unverständnis, warum bestimmte Lieder nicht mehr gesungen werden sollten. «Es ist eine Frage der Empathie», meint der Wissenschaftler. Es gehe auch darum, sich in die Betroffenen hineinzuversetzen.

Rosa Fava von der Amadeu Antonio Stiftung plädiert dafür, Diversität abzubilden – in Büchern, Spielen und Liedern. In einem Lied zum Alphabet könnte das «O wie Ostern» um «Ch für Chanukka» und «R wie Ramadan» ergänzt werden, schlägt die Erziehungswissenschaftlerin vor.

Das Lied «Alle Kinder lernen lesen», das oft bei Einschulungen gesungen wird, enthalte rassistische Bezeichnungen für bestimmte Gruppen. «Viele Menschen kennen das Konzept von Alltagsrassismus gar nicht, sie denken bei Rassismus gleich an Nazis oder Neo-Nazis», sagt Fava. Dabei könne man auch unbewusst rassistische Bilder weitertragen. Es gehe darum, das Verletzende an Anredeweisen oder Bildern zu erkennen, selbst wenn diese mit Spaß an den entsprechenden Liedern und positiven Kindheitserinnerungen verbunden seien. Von Christina Sticht, dpa

Fachstelle Kinderwelten zu vorurteilsbewussten Kinderliedern

Schüler beklagen Alltags-Rassismus, Forscher fordern von Lehrern mehr Sensibilität

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231 KOMMENTARE

  1. Man man man … Über Pippi Langstrumpf Bücher wird debattiert? Das sind Kinderbücher und mehr nicht. Schöne Kinderbücher. Und niemand wird dort beleidigt.
    „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ haben wir als Kinder rauf und runter gesungen, da wussten wir net mal was Chinesen sind .
    Aber gut zu wissen, dass wir wenig andere Sorgen haben. Sonst wäre für so Schwachsinn kaum Zeit

    • Wieso bedienen Sie mit Ihren Posts auf News4teachers immer wieder alle Klischees einer egozentrischen Persönlichkeit, Minna?

      Corona? Egal. Rassimus? Egal. Ihre eigene Befindlichkeit: über allem.

      Fraufraufrau…

      • Sie fühlen sich bei sowas gerne angesprochen, weil bei ihnen nicht der typisch deutsche Bernd dahinter steckt.
        Wenn sie alles als Rassismus auffassen, ist das ihr Problem nicht meins

      • Wie stehen Sie eigentlich zu dieser Studie? Ich nehme an, dass Sie ihr zustimmen.

        Wieso lehnen Sie alles ab, mit dem Sie aufgewachsen sind? Ihre Kindheit und Jugend muss sehr schlimm gewesen sein, was ich sehr schade finde.

        • Ich habe mich seit meiner Kindheit durchaus entwickelt – und bin in der Lage, intellektuell zu reflektieren, dass nicht alles, was sich „Kultur“ nennt, auch eine solche ist.

          • Dann finden Sie den Sexismus in diversen Kinderliedern bestimmt auch unerträglich. Es bleibt dann so gut wie kein Lied mehr übrig, was Sie Ihren Kindern vorspielen können. Machen Sie sich dann keine Sorgen darüber, dass sie sich mit nichts anderem mehr identifizieren können als sich selbst oder die eigene (sehr kleine) Blase? Die propagierte grenzelose Solidarität setzt ja irgendetwas gemeinsames voraus, was Sie andauernd als rückständig oder schlimmer kritisieren.

    • Die Chinesen werden als Volk keineswegs herabgesetzt durch diesen Song, im Gegenteil: Der Kontrabaß wertet sie geradezu auf, macht sie sympathisch. Wer kann schon einen Kontrabaß spielen? Und auch die Polizei reagiert ja nicht feindlich, sondern staunt. Chinesen sind hierzulande ohnehin nicht unbeliebt, nur die dortige Regierung ist es, aber die ist selbst dran schuld mit ihrem penetranten Personenkult und ihrer Verschleierung des Ursprungs des Corona-Virus.
      Die Veränderung der Vokale ist so ähnlich zu sehen wie die Veränderungen in dem Lied von der kleinen Wanze („auf der Mauer, auf der Lauer, …“). Niemand wird wohl sagen, die Wanzen werden durch beleidigt, im Gegenteil, sie werden verharmlost.
      Wer sich über sowas aufregt, lebt genau in jener „Blase“, die Frau Wagenknecht in ihrem Buch „Die Selbstgerechten“ trefflich beschreibt. Das sind meist gutbezahlte Akademiker/innen im Öffentlichen Dienst, die zu viel Zeit haben und sich — im Gegensatz zu dem einfachen Volk — den kleinsten Nebensächlichkeiten voller Pathos zuwenden, oft auch Straßenumbenennungen wegen eines plötzlich entdeckten „Rassismus“ im 100 Jahre alten Straßennamen. Was ist eigentlich mit jenen afrikanischen Ländern, in denen sich zwei oder mehr „Stämme“ gegenseitig umbringen, nur weil sie eben andere „Stämme“ sind? Wenn die nur gegenseitige Spottlieder singen würden, wäre schon mal was gewonnen: der erste Schritt zur Toleranz.
      Noch ein „ceterum censeo“: „Bernd“ sollte weniger über die Persönlichkeit anderer hier spekulieren, sondern mal seine eigene Persönlichkeit reflektieren. Ob da wohl alles vorbildlich ist?

      • Sie bestätigen auf groteske Weise, was hier kritisiert wird. Die Gleichsetzung von Wanzen und Chinesen spricht Bände – genauso wie afrikanische Völker als „Stämme“ zu bezeichnen, als wären Sie ein deutscher Kolonialherr. Von welcher Horde sind Sie denn?

        Und Krieg ist beileibe keine afrikanische Erfindung. Offenbar reicht Ihr Geschichtsverständnis nur von heute bis zum Musikantenstadl gestern Abend.

        • Oh, das ist Bernds Thema, da läuft er wieder zur Höchstform auf und merkt nicht, dass eigentlich seine Argumentation zuweilen grotesk ist. Wenn in einem Kommentar das Chinesen-Lied und das Wanzen-Lied genannt wird, dann wird daraus plötzlcih: Chinesen werden mit Wanzen verglichen! Das ist ja sowas von an den Haaren herbeigezogen! Und man muss ja, um seinen Auslassungen Gewicht zu verleihen, schon wieder beleidigend werden. Auweia, Sie möchte ich wirklich nicht als Lehrer haben wollen. Das ist Null Toleranz für andere Meinungen vorhanden. Es besteht übrigens immer noch ein Unterschied zwischen den Begriffen „Stämme“ und „Horden“. Bei Stämme sehe ich jetzt keine negativen Konnotationen, bei Horden schon. Der Ausdruck „afrikanische Stämme“ für die Ureinwohner ist durchaus geläufig, nicht nur bei Liebhabern des Musikantenstadls, sondern in jeglichen Formen der Literatur.

        • Carsten, Georg, Minna sind halt wie sie sind Bernd. Das wird sich auch nicht ändern, egal was man hier schreibt. Es gibt eben Menschen, denen Empathie nicht in die Wiege gelegt wurde und die einfach nicht verstehen wollen, was Rassismus ist. Meinen Respekt hast du, dass du es immer noch versuchst.

      • Die Formulierung „Stämme“ ist nicht von mir, das kann man auch anders nennen. Es geht um verschiedene „Ethnien“ in einem einzigen Staat, die sich feindlich gesonnen sind. Und nach dem, was ich lese, geht es dort oft genug brutal zu, anders als innerhalb der EU.
        Noch eins: Schon 10 Minuten, nachdem ich das geschrieben habe, steht Ihre Bemerkung hier im Forum. ein Schelm, wer Böses dabei denkt. 🙂

    • @Minna: was für andere Sorgen haben wir denn? Coronamäßig ist ja bei Ihnen auch alles in Butter, wenn ich so in den anderen Beiträgen stöbere.

  2. Das Lied C-A-F-F-E hab ich seit meiner Kindheit in den siebziger Jahren nirgendwo mehr gehört. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das in Schulen heute noch gesungen wird.
    Bei den „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ kann man darüber streiten, ob es wirklich rassistisch ist.
    Aber warum, um Himmels willen, soll man „Die Affen rasen durch den Wald“ nicht mehr singen????
    Und was stört an „Alle Kinder lernen lesen“?
    Daß von Indianern, Chinesen und Eskimos die Rede ist? Das Lied erzählt völlig unbefangen von der Vorfreude auf die Schule, die alle Kinder weltweit miteinander verbindet. Die VS-Kinder in unserer Kita lieben dieses Lied und würden es kaum verstehen, wenn wir das plötzlich nicht mehr sängen.
    Wir haben Kinder aus unterschiedlichen Nationen bei uns. Wir leben Vielfalt und keiner käme auf die Idee, einen anderen aufgrund von Nationalität oder Aussehen auszuschließen oder in irgendeiner Weise anders zu behandeln. Dieser ganze Irrsinn vonwegen politischer Korrektheit macht doch vielmehr kaputt, als daß er irgendwem nützt.
    Wenn man alle Lieder und Geschichten beseitigt, durch die sich, wer auch immer, verletzt, beleidigt oder diskriminiert fühlen könnte, dann bleibt am Ende nur noch pädagogisch und politisch wertvolles aber auch totlangweiliges Zeug übrig.

    • „Irrsinn vonwegen politischer Korrektheit“
      Das ist — mit umgekehrten Vorzeichen — die angestrebte „politische Keimfreiheit“ nach Art eines Walter Ulbricht oder Erich Honecker. Die Partei hat immer Recht, und selbst sprachliche Abweichler werden hart bestaft. Alles was nicht „keimfrei“ ist, muss eliminiert werden. Steht auch schon in Orwells „1984“.

      • Das ist wirklich ulkig. Im schulischen Bereich zeigen Sie sich als Bildungsstalinist, der jede Änderung der bestehenden Ordnung als Untergang des Abendlandes begreift – jetzt geben Sie plötzlich den Revoluzzer, der gegen eine imaginäre Orwell-Diktatur zu Felde zieht.

        Ruhig, Brauner – es geht nur um Sensibilität und Empathie, mehr nicht. Am Küchentisch können Sie weiterhin „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ singen. Nur in Gegenwart von Menschen chinesischer Abstammung, von denen wir mittlerweile in Deutschlands Schulen durchaus ein paar haben, wär’s halt blöd – aber jeder blamiert sich eben, so gut er kann.

        • Eben: „Bernd“ blamiert sich hier schon lange durch ein unterirdisches intellektuelles Niveau.
          Was wäre denn, wenn man in China singen würde „zieht den Bayern die Lederhosen aus“ ? Wäre das rassistisch?
          Und warum schreiben Sie das gegen mich, aber nicht gegen Marion?
          Ein „Bildungsstalinist“ bin ich nun ganz und gar nicht, die sind selbstverständlich Verfechter der „einen Schule für alle“, so wie sie es als sowjetische Besatzer von Berlin nach 1945 auch verfügt haben. Aber das Volk in Berlin (West) wollte es unter dem Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter in demokratischer Abstimmung anders haben, und das Volk in Berlin (Ost) wurde ja gar nicht erst gefragt von der ach so demokratischen Einheitspartei, denn „die Partei hat immer Recht“.
          Wozu braucht’s noch ein Volk, wenn die Partei immer Recht hat?

      • Carsten, deine Vergangenheit in der DDR scheint dich ja sehr gezeichnet zu haben. Teilweise sehr befremdend, was du hier von dir gibst.

        • Ich habe keine DDR-Vergangenheit, habe aber die DDR von Berlin (West) aus ziemlich hautnah erlebt. Mein damaliger Klassenlehrer (Deutsch, Geschichte) war DDR-Flüchtling.
          Übrigens: Mich befremdet hier auch so manches, was andere von sich geben. Diese 150-prozentigen Diversitäts- und Heterogenitätsverfechter, die überall den Rassismus wittern, erinnern mich an die 150-prozentigen Parteigenossen, die überall den Klassenfeind mit der Konterrevolution witterten. Das Ergebnis hieß am Ende „Stasi“.

  3. Gedankenpolizei unterwegs? Sicher ist nicht alles im zwischenmenschlichen Umgang hier oder anderswo perfekt. Aber dieses ständige Gerede über angeblicher oder eventuell möglicherweise Diskriminierungen und das Beleidigtsein , empfinde ich langsam als zunehmende Infantiliersung unserer Gesellschaft. Erwachsenenprobleme sind beispielsweise Gesundheit und Existenzsicherung. Im übrigen glaube ich, dass wir eine offenere und vielfältigere Gesellschaft haben, denn je. Denk- und Redeverbote sind dieser positiven Entwicklung sicher nicht zuträglich.

      • Das ist für die Redaktion einfach nur peinlich, aber sie versteht das offenbar nicht. Verbalinjurien im Forum von news4teachers, warum wird das nicht gerügt? Wer bitte darf denn wen hier als „Arsch“ bezeichnen? Darf jeder das gegen jeden? Oder nur Privilegierte?

        • Sehr geehrter Carsten60,

          der Terminus „Arsch“ ist hier offensichtlich deshalb verwendet worden, um die Argumentation zu verdeutlichen – nicht in beleidigender Absicht. Das können wir inhaltlich nachvollziehen, und deshalb lassen wir diesen Post hier stehen.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

      • Genau das ist infantil.
        Sie scheinen sich moralisch sehr überlegen zu fühlen. Und genau das ist intolerant!
        Diese bewusste Provokation Ihrerseits nehme ich genauso wahr. Diese Haltung spaltet bewusst. Unterschiede werden bewusst hervorgehoben, um Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen, für angeblich negative Assoziationen, die in ihre Wörter hineininterpretiert werden. Wir sollten Gemeinsamkeiten suchen und Unterschiede verstehen und anerkennen, nur das stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichschaltung finde ich sehr fragwürdig!

          • Also ich habe die Argumentationskette von Bernd auch verstanden, vielleicht wären „“ für das Wort noch hilfreich gewesen und in Schriftform kann man das nicht so rüber bringen, verstehe ich auch. Daher kann ich auch die andere Seite nachvollziehen, insbesondere, weil aktuell wegen Corona nach wie vor sehr angespannt sind. Geht mir auch so.

  4. Alle Kinder lernen lesen
    Afrikaner und Chinesen
    Türken, Deutsche, Inuid und Indigos .
    Hallo Kinder jetzt geht’s los.

    3 Franzosen mit dem Kontrabass…
    3 Chinesen mit dem Kontrabass…
    3 Norweger mit dem Kontrabass…

    Problem ist, wenn ständig über eine bestimmte Person – die du bist, als einzige – gesungen wird, ist das unangenehm und muss auch nichts mit Rassismus zu tun haben. Bist du zB die einzige Lehrkraft im Raum und trägst eine Brille, dann ist es unangenehm, wenn alle :

    Von den blauen Bergen kommen wir
    uns’re Lehrer sind genauso blöd wie wir.
    Mit der Brille auf der Nase
    seh’n se aus wie’n Osterhase
    Von den blauen Bergen kommen wir

    singen. Sind mehrere Lehrkräfte da, ist es schon leichter und noch leichter, wenn dann auch andere durch den Kakao gezogen werden. ZB Helikoptereltern :

    Von den blauen Bergen kommen wir
    uns’re Eltern sind genauso blöd wie wir.
    Wie sie das Taschentuch schwenken
    Jeden Schultag an uns denken
    Von den blauen Bergen kommen wir.

    Ein Rassismus Problem gibt es hier hauptsächlich, weil man eben zu einer Minderheit gehört oder sogar die einzige Person ist. Hinzu kommen bestimmte Gruppen, die immer fokussiert werden, weil exotisch ( „Indianer“, „Eskimos“, „Chinesen“, und, weitestgehend verbannt, das „N-Wort“).
    Deutsch sein ist da doch eher langweilig, so fällt es schwer sich vorzustellen, in einem anderen Land als deutsches Kind ständig Lieder über Deutsche zu hören. Unglücklich ist, dass Begriffe zum Symbol für Menschenverachtung und gleichzeitig zum Symbol für unbeschwerte Kindheit wurden und jeder weiß, dass bei Kindern stets die „Indianer“ die Guten sind! Wehmütig wegen Kindheitserinnerungen werden aber nur wir Erwachsenen, wenn wir den Begriff durch Indigos ersetzen – den Kindern von morgen tut das nicht weh.
    Und Astrid Lindgren war auch nur ein Mensch und schwarze Kinder für sie damals nicht greifbar. Ich glaube, sie würde heute das N-Wort aus Pippi Langstrumpf selber streichen, damit auch schwarze Kinder das Buch mit Freude lesen können. Das ganze Buch zu verdammen wäre ein Unding, denn dafür ist es viel zu wertvoll und kämpft dafür an „anderer Stelle“. Was wäre so schlimm daran, den N-König von Takatukaland durch einen anderen Begriff zu ersetzen?

    • @Indra Rupp

      „den N-König von Takatukaland durch einen anderen Begriff zu ersetzen?“

      Ich empfehle für diese Stelle:
      „KMK-Vorsitzende der BRD“.

      Ironie?
      Nö.

      • Mein Papa ist Kultusministerkönig in Frau Gebauers Takatukaland und lehrt dort Plutimikation und die korrekte Haltung der Beine auf dem Pult – habe ich alles von ihm gelernt. Und die Lehrerin soll selber im Buch nachschauen, wenn sie etwas nicht weiß und nicht ständig uns Kinder fragen.

    • Alle Kinder lernen lesen
      Indigos und Siamesen
      Auch am Nordpol lernen alle Inuit
      Hallo Kinder, jetzt macht mit

      … Würde auch gehen

      • @Indra Rupp

        Alles geht.
        Bis der erste fragt: „Indigos? Warum sollen jetzt denn blaue Hosen lesen lernen? Dürfen das auch Hosen mit anderen Farben?“
        Aber das kann der Beginn eines sehr sinnstiftenden Unterrichtsgespräches werden. Oder man macht gleich eine fächerübergreifende Reihe (Kunst, textiles Gestalten, …) daraus, oder eine Projektwoche.
        Alles geht.
        Bis der nächste fragt: „Siamesen? Meine Katze kann aber gar nicht lesen? Die ist aber NICHT doof!“ (Elternbriefe folgen dann: Kind würde weinen, weil die Katze als doof beschimpft wurde und das Kind jetzt dauernd! von anderen Kindern gemobbt würde.)
        Alles geht.
        Man muss aber vorher ausgiebig reflektieren. Und Beobachtungen und Erfahrungen toppen jegliche Phantasie.
        Isso.

    • Indra Rupp
      Sie wollen ernsthaft Veränderungen an den Büchern von Astrid Lindgren vornehmen ?
      Seit wann ist Astrid Lindgren als rassistisch einzustufen und wer legt eine derartige Beurteilung fest ? Wer seid ihr eigentlich, das ihr euch derartiges anmaßt !

      • Sehr geehrter AvL,

        Astrid Lindgrens „Pippi Langstrumpf“ wurde 2009 vom Verlag Oetinger überarbeitet. Pippis Vater wurde vom „Negerkönig“ zum „Südseekönig“. In den 90er Jahren hatte der Verlag
        zwar das alte Wort stehen lassen, aber mit einer Fußnote darauf hingewiesen, dass es heute so nicht mehr verwendet werde. Auch das Wort „Zigeuner“ ist 2009 gestrichen worden, nachdem die Erben Astrid Lindgrens den ausländischen Lizenznehmern Textänderungen gestattet hatten.

        Quelle: https://www.bzkj.de/resource/blob/132698/891b85691f11c98a8d1c9e1a47f517c2/2013-02-vom-negerkoenig-zum-suedseekoenig-data.pdf

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

        • @AvL
          Nur eines von vielen Beispielen, dass selbst geliebte Autor*innen rassistische Ideale in Ihrem Sprachgebrauch verinnerlicht haben. Kürzlich las ich Hesses „Steppenwolf: Jazz wird als.“ Negermusik“ bezeichnet. Deutlich wird damit, dass niemand von uns vollkommen frei ist von dieser tradierten Prägung, was die Bereitschaft zur Auseinandersetzung umso dringlicher macht.

          • Wörter und Begriffe erfahren im Verlaufe der Zeiten eine Bedeutungsänderung.
            So war im 16 Jahrhundert der Begriff Weib gleichbedeutend mit dem der Frau heute. Heute ist der Begriff Weib negativ besetzt. Und Astrid Lindgren wird den Begriff des N-Königs neutral verwendet haben, sie wird diesen Begriff nie so abwertend benutzt haben, wie dieser jetzt wahrgenommen wird.
            Entscheidend ist für mich das eigene Verhalten auf rassistische Entgleisungen anderer Mitmenschen, der Höckes etc. und diesen Personen verhalte ich mich entsprechend eindeutig.
            Geschichtliche Personen muss man immer in ihrem zeitlichen Kontext verstehen und begreifen.

        • Eine Zensur findet nicht statt ? Was hätte wohl Frau Lindgren zu diesem Vorgang geschrieben ? Werden jetzt etwa auch Bilder und Drucke von Otto Pankok umgestaltet werden. Auch der verwendete gemeinsam mit seiner Frau Hulda als Schützer dieser Personengruppen in den schlimmsten Zeiten Deutscher Geschichte unter Einsatz seines Lebens den heute abwertend gedeuteten Begriff des „Zigeuners“, weil dieser damals neutral war.

  5. Eskimo ist beleidigend, da es ein Inuit ist.
    Die Oma, die im Hühnerstall Motrorrad fährt muss auch sofort weg, wegen dem Klima und Zweitakter.
    Der Fuchs der die Gans stiehlt begeht eine Straftat, also weg.
    Dicke von Marius M-W sicher auch weg.
    Die gefährlichen Teletubbies sind schon weg.
    „Bei den Gargoyles fiel eine Folge der Schere zum Opfer, in der jemand aus Versehen erschossen wird, während beim Erdferkel Arthur und seinen Freunden Lance Armstrong als Vorbild inszeniert wurde. Später gab der Sportler allerdings zu, gedopt zu haben – nicht unbedingt nachahmenswert.“(moviepilot.de)

      • Schlechtes Beispiel, Bernd! Die „faulen Säcke“ sind bewusst herabwürdigend gemeint!
        Schade, dann kann ich im Umkehrschluss nämlich immer argumentieren, dass ein Wort wie „Indianer“ ja nur eine alte Bezeichnung für die Ureinwohner ist und dass diese lesen lernen nun nicht wirklich beleidigend ist.
        Damit bekommen wir den „Sprachrassismus“ nicht in den Griff!
        Aufklärung, wie im Artikel geschehen, sensibilisiert!
        Ihr Beispiel macht genau das Gegenteil!

        • Ah, ja – und ein Kinderlied aus der Nazi-Zeit, in dem andere Völker verballhornt werden, war total nett gemeint – und hatte natürlich mit der Herrenmenschen-Ideologie dieser Zeit so gar nichts zu tun.

          • Nur gut, dass in arabischen Ländern niemals Lieder gesungen werden, bei denen die Juden schlecht wegkommen. Und niemals bedienen arabische Schulbücher irgendwelche judenfeindlichen Klischees. 🙂

          • @Carsten60
            Carsten60
            Leiden Sie unter einer Form von Vergleichzwang?
            Auch Arabien ist nicht das Thema:
            Es geht um hiesig praktizierten Rassismus, der auf eine lange, traurige Tradition verweist. Ja, es ist unangenehm sich damit auseinandersetzen zu MÜSSEN, dennoch ist es arm, ständig auf andere Länder zeigen zu wollen, nur um von der eigenen Inkompetenz abzulenken.

          • Ich glaube eher, Sie (unverzagte) leiden unter irgendeiner Zwangsvorstellung, dass Deutschland im Meer der allgemeinen Untugend und Brutalität eine Insel der absoluten und keimfreien Tugend sein müsse, in der es so diskriminierungsfrei zugeht wie in einem sterilen Reagenzglas. Was halten Sie denn von der uns stets gepredigten „Internationalisierung“ und „Globalisierung“ ? Die Menschenrechte enden nicht an den deutschen Grenzen, und das ist auch richtig so. Und ist Rassismus etwa nicht ein globales, weltweites Problem? Und nur die Deutschen sollen verantwortlich dafür sein? Alle anderen sind automatisch entschuldigt, eben weil sie andere sind?

          • @Carsten60

            Was bitte genau ist Ihr fanatisches Problem bei EINEM Thema zu bleiben?

            Es geht weder um Globalisierung und schon gar nicht um „automatische Entschuldigungen“:
            Sehr wohl aber geht es „nur“ um alltäglich erlebten Rassismus, „nur“ in Deutschland und dementsprechend selbstverständlich „nur“ um unsere Verantwortung.

      • „Bernd das Brot“* findet sicher auch nicht jeder gut.

        *)Bernd das Brot ist eine Figur des Kinderfernsehkanals KiKA. Es handelt sich um ein sprechendes und meist deprimiertes Kastenweißbrot mit sehr kurzen Armen, da seine Hände sich direkt am Laib befinden, der den Rumpf inklusive Kopf darstellt.

  6. Ich möchte einmal darauf hinweisen, dass in meiner und auch anderer Leute Lebenslaufbahn die Lehrer*innen immer die ersten waren, die sich auf den Schlips getreten fühlten, wenn über sie Lieder gesungen wurden oder sie darin erwähnt wurden und das kann ganz harmlos gewesen sein. Auch kann ein bestimmter Typ erwähnt worden sein und alle Lehrer*innen fühlten sich gleich angesprochen. Das liegt wohl daran, dass manchen noch ein gewisser, Lehrer Lämpel-mäßiger Hochwürdenkomplex aus alten Zeiten innewohnt (genau wie dem Pfarrer und dem Bürgermeister). Zum anderen sind Lehrer*innen aber oft auch emotional gesteuertere Typen und denken somit mehr mit der künstlerisch-emotionalen Hirnhälfte. Deshalb hatten sie ja auch einen sozialen Beruf gewählt, ansonsten wären sie vielleicht eher Juristen oder Ingenieure geworden. Hat alles Vor-und Nachteile und da ist nichts besser oder schlechter. Vorteil ist mehr Feingefühl und Empathie. Nachteil ist Zerstreutheit (zB 500 Bücher im Auto rumfliegen zu haben) und manchmal fehlende sachliche Objektivität sowie alles gleich persönlich zu nehmen.
    Nicht gut finde ich, wenn Leute die also „selber so sind“ kein Verständnis für andere aufbringen, nur weil das zufällig gerade nicht ihr Thema ist. Allerdings ist mir auch bewusst, dass es immer dieselben sind, die bei solchen Themen hier zu Felde ziehen.

  7. Deutsch sein wird ja in vielen Teilen der Welt mit Sauerkraut, Bratwürsten, Lederhosen und Dirndl assoziiert.
    Fühl ich mich dadurch diskriminiert?
    Nö.

    • Deutschsein wird in vielen Teilen der Welt auch mit Hitler und dem Nationalsozialismus assoziiert. Da sieht’s vielleicht schon anders aus.

      • „Deutschsein, Hitler und Nationalsozialismus“
        Aber Italienischsein hat natürlich mit Mussolini nichts zu tun, Spanischsein nichts mit Franco, Russischsein nichts mit Stalin, Griechischsein nichts mit der Militärjunta usw. usw. Stimmt das?
        Kein Land der Welt wird mit seinen ehemaligen Diktatoren identifiziert, nur Deutschland. Aber ist das so richtig? Der japanische Gottkaiser war mit Hitler verbündet. Kritik daran?

        • @Carsten60
          Ihr permanenter Versuch, vom eigentlichen Thema abzulenken wirkt manisch und mit jeder Wiederholung nur noch grotesker :
          Abgesehen davon muten Ihre unnötigen Verweise auf „andere Diktatoren“ und damit einhergehenden Relativierungen der Shoah geschmacklos an.

          • Der hier praktizierte Whataboutism erfolgt hier doch wohl ganz bewusst, um vom eigentlichen N-Begriff abzulenken, der gar nicht geht und tatsächlich schon vor Kaiser Wilhelms Zeiten bewusst eindeutig negativ besetzt war und entsprechend seine Anwendung im Sinne der Erziehung zum Bewusstsein deutscher Kinder zum weißen Herrenmenschen fand.
            Ganz in dieser Tradition bewegte sich auch der die nordische Pädagogik vertretende Reformpädagoge Peter Petersen, der sich 1927 entsetzt über den gemeinsamen Unterricht Schwarzer und Weißer in den USA äußerte und den Genozid an den europäischen Juden auch noch 1946 und bis zu seinem Tod 1950 rechtfertigte (Lehrwerk Allgemeine Erziehungswissenschaft “ …. bei Kriegsende war das deutsche Volk rassisch verunreinigt und aufgelöst.“ ).

        • Wieso bitte sind Hinweise auf zahlreiche brutale Diktatoren in dieser Welt „unnötig“ ? Da kann doch im Klartext nur bedeuten, die anderen dürfen machen was sie wollen und dürfen auch frech und fordernd auftreten, aber die Deutschen müssen auf ewig und bei jedem Thema zerknirscht in Sack und Asche gehen, nur wegen der nationalsozialistischen Vergangenheit. Ich will die Verbrechen der Vergangenheit nicht beschönigen, aber ich will auch nicht, dass jede neue Generation der nächsten Jahrhunderte damit so bleischwer belastet wird. Vor allem dürfen nicht irgendwelche Parteipolitiker dabei im Trüben fischen und auf diese Tour ihre Ziele durchsetzen.
          Ehrlichkeit wäre angesagt: welche Macke der Deutschen hat eigentlich dazu geführt, dass sie mehrheitlich Hitler gut fanden? Und warum fanden die Italiener Mussolini gut, der doch mit Hitler gemeinsame Sache machte? Und was war mit dem Gottkaiser in Japan? Nach dem verlorenen Krieg entdeckte der plötzlich, dass er doch kein Gott ist.
          Trotzdem ist der Kaiser weiterhin unangefochten der Kaiser, so als sei nichts gewesen. So wie die katholische Kirche sich völlig unbeeindruckt zeigt von allen bekanntgewordenen „Schweinereien“ in ihrer Vergangenheit, u.a. Folter und Inquisition.

          • @Carsten60 schreibt:

            „(…) nur wegen der nationalsozialistischen Vergangenheit (…)“

            Was für eine perfide Verharmlosung insbesondere des Genozids.

            Apropos Gauweilers „Vogelschiss“ : Erhalten Sie Tantiemen, wenn Sie ihn hier zitieren?

            Perfide Verharmlosung insbesondere des Genozids.

          • @ unverzagte: Als Kontrast dazu sind die Türken natürlich stolz darauf, Türken zu sein. Sie leugnen einfach den Genozid an den Armeniern vor 100 Jahren, fühlen sich bei dessen Erwähnung nur beleidigt und werden aggressiv, und schon ist die Debatte beendet.
            Und weder habe ich Gauweiler noch den Vogelschiss zitiert, außerdem kann der Gauweiler (CSU) gar nichts dafür. In Ihrem Kopf scheint vor politischem Übereifer einiges durcheinanderzupurzeln. Mehr logische Struktur wäre wohl besser, auch für Ihre Schüler/innen.

  8. Das Problem ist, dass man in Deutschland mittlerweile automatisch „rassistisch“ wird, sobald man in Kategorien denkt, weil man dann Personen ausgrenzt. Von daher muss man da ein wenig entspannter rangehen und mit dem Einordnen in Kategorien klarkommen, weil es sehr schwer wird, diese komplett loszuwerden.

    Die größte Herausforderung ist demnach auch, dass der Krampf zur Diversität genau das Gegenteil von dem erreicht, was wir eigentlich wollen. Diversität addiert weitere Kategorien zu den bestehenden hinzu (Trans etc.) und verstärkt das Problem dadurch immer weitere Gruppen zu bilden, die man später diskriminieren kann. Die kleinste Kategorie ist das Individuum und wenn man es auf die Spitze treibt, muss man irgendwann mal in der Anrede an eine Gruppe jeden einzelnen beim Namen nennen, damit sich auch ja keiner diskriminiert fühlt. Daher muss man da genau andersherum rangehen.

    Aber zurück zu dem Artikel hier: von mir aus kann man die genannten Kinderlieder weglassen oder umdichten, aber beim Umdichten z.B. wird man automatisch wieder eine andere Kategorie/Gruppe diskriminieren (und Achtung, heute ist man auch schon diskriminierend, wenn man jemanden vergißt).

    Was ich nicht ok finde aus diesem Grund ist: wirklich in jedem Lied, jede andere Kultur und andere Bräuche zu berücksichtigen. Oben war das Beispiel: „In einem Lied zum Alphabet könnte das «O wie Ostern» um «Ch für Chanukka» und «R wie Ramadan» ergänzt werden, schlägt die Erziehungswissenschaftlerin vor.“ NEIN! Das ist nicht ok und der falsche Ansatz, denn a) wird man nie alle Religionen in einem Lied bedienen können und b) gibt es künstlerische Freiheit und ich möchte keine Lieder sehen mit Songtexten die * und : haben und c) wenn man in Deutschland lebt, dann ist Ostern halt nach wie vor Teil der am weitesten verbreiteten Religion in diesem Land, also kann man erwarten, dass das Wort auch häufiger eingesetzt wird als Ramadan.

    Und es nervt, wenn man sobald man „Ostern“ sagt, egal wo, immer gleich noch sagen muss: ach so, und den Ramadan und Chanukka usw. gibt es auch noch, ich wollte hier niemanden diskriminieren, sorry, sorry, sorry, es tut mir leid…..

    Also, nix für ungut, macht die Lieder von mir aus „Diskriminierungs-Safe“ aber übertreibt es nicht wie beim „Tschändern“….

      • Ja, das kann man tatsächlich falsch verstehen. Gemeint war aber: die Leute, die zwanghaft unbedingt JEDEN inkludieren wollen, aus Angst man könnte jemanden vergessen, müssen sich entspannen, denn es ist unmöglich überall immer und jeden mit explizit zu nennen.

        • Es geht ja auch zunächst mal nur um Sensibilität und Empathie – und letztlich die eigene Lernfähigkeit. Sollte ja (eigentlich) niemandem ein Zacken aus der Krone brechen, wenn er oder sie sich mal aufklären lässt, wie eigenes Verhalten auf andere wirkt.

          • Wohl wahr. Dazu muss man aber nicht wie verrückt nach jedem Staubkorn suchen.
            Wer wissen oder erklären will „wie eigenes Verhalten auf andere wirkt“, wird in Online-Diskussionen fündig, ohne mit der Lupe suchen zu müssen. Dort wird persönlich angegriffen, diskriminiert und beschimpft ohne Hemmung und Ende. Wer nicht derselben Meinung, muss sich auf einiges gefasst machen.

          • Offenbar haben Sie das Thema nicht verstanden. Es geht hier nicht um Umgangsformen. Es geht um Alltagsrassismus, der Menschen aufgrund ihrer Herkunft trifft.

    • Man könnte den Spieß aber auch umdrehen und verlangen, dass sich diejenigen mal entspannen, die schon einen Krampf kriegen, wenn sie nur über den eigenen Tellerrand schauen sollen. Es war dann am Ende die Afd, die kontrollieren wollte, dass auch keine Lehrkraft ein * sagt oder schreibt und sogar verlangte, dass Schüler*innen diese verpetzen – wer ist also Sprachpolizei?
      Tatsache ist, dass lgbti*-Leute (also fast jeder 10.!) massiv darunter leiden, dass suggeriert wird, in unserer Welt gäbe es nur Heteros (Werbung, Medien, Theaterstücke, ect) – und das betrifft selbstverständlich nicht nur das Sexualleben, sondern auch Liebe, Lebensplanung, Familiengründung ect.. Jugendliche haben somit ein Comingout – Problem, dass sich durch das ganze Leben ziehen kann. Ein andauerndes Versteckspiel, ein permanentes konzentrieren auf neutralem Sprechen (zB von seiner „Beziehung“ statt seinem Partner/in zu sprechen).
      Heteros dagegen outen sich zwanzig Mal am Tag ohne es zu merken. Daran erkenne ich als bisexuelle Frau übrigens auch eine lesbische Frau – weil diese es mir umgehend indirekt mitgeteilt hätte, wenn sie Hetero wäre.
      Das sind keine Kleinigkeiten! Alle Anstrengungen sollen nur darauf hinauslaufen, mit der gleichen Selbstverständlichkeit sein dasein zu leben wie andere auch. Das zB Homosexualität in TV und Co vorkommt ist für Normalität extrem wichtig und erscheint Heteros nur übertrieben, weil es für sie ungewohnt ist, auf einmal an Minderheiten mitdenken zu müssen. Es wäre auch garnicht verkehrt, dies erstmal zu übertreiben, dass gehört zur Rebellion, damit am Ende etwas weniger selbstverständlich wird. Im Bereich Migranten, lgbti* sieht das auch schon ganz gut aus, weil es da eben auch starke/mächtige Persönlichkeiten geben kann. Wer keine Lobby hat, sind Arme/Obdachlose und Menschen mit geistiger Beeinträchtigung. Da muss noch viel passieren.

  9. Viele Dinge akzeptiert man, weil man es nicht anders kennt. Dannkommt ein Denkanstoß und man denkt evtl. anders.
    Eskimo: Böses wort! aber Moment mal, Ist Inuit besser?
    Zitat Wikipedia:
    Das Wort „Eskimo“ ist ursprünglich eine Fremdbezeichnung, die seit dem 17. Jahrhundert bekannt und deren Etymologie nicht eindeutig geklärt ist.[1] Die von Inuit gegründete Nichtregierungsorganisation Inuit Circumpolar Council möchte den Ausdruck „Eskimo“ allgemein durch „Inuit“ ersetzen. Dieses Wort kommt jedoch nicht in allen Eskimosprachen vor und bezeichnet auch nur die kanadischen und grönländischen Volksgruppen, weshalb die Yupik und Inupiat ihre Eigenbezeichnung verwenden oder sich dem „Volk der Eskimos“ zugehörig fühlen. Auch die in Inuit-Besitz befindliche, international durch den Vertrieb von Inuit-Kunst bekannte Genossenschaft von Cape Dorset im Territorium Nunavut nennt sich seit ihrer Gründung West Baffin Eskimo Cooperative (WBEC). Die Bezeichnung „Eskimo“ wird in Alaska üblicherweise für Inuit und Yupik verwendet. Die meisten Menschen in Alaska akzeptieren weiterhin die Bezeichnung „Eskimo“,[2] möchten jedoch nicht als Inuit bezeichnet werden.[3]

    Obwohl ihre Siedlungsgebiete geographisch weiträumig und nicht zusammenhängend sind, zeichnet die zu den Eskimos zählenden Volksgruppen eine einheitliche Kultur und enge Sprachverwandtschaft aus, doch macht die gewöhnlich „Mensch“ bedeutende Eigenbezeichnung auch Unterschiede deutlich. In Südalaska nennen sich die Ureinwohner „Yupik“, in Nordwestalaska „Inupiat“, im Mackenziegebiet „Inuvialuit“, in Nord- und Nordostkanada „Inuit“ und auf Grönland „Kalaallit“.

    „Eskimo“ ist eine ursprünglich von Cree- und Algonkin-Indianern verwendete Sammelbezeichnung für die mit ihnen nicht verwandten Völker im nördlichen Polargebiet. Das Wort soll sich nach Auffassung von Ives Goddard (R. H. Ives Goddard, III) an der Smithsonian Institution etymologisch aus dem Cree-Wort aayaskimeew, „Schneeschuhflechter“ (englisch: snowshoe netters) herleiten.[4]

    Der Linguist Jose Mailhot aus Québec, der die Sprache Innu-Montagnais beherrscht, veröffentlichte 1978 eine Untersuchung, in der er das Wort aus dieser Sprache ableitet und mit „Menschen, die eine andere Sprache sprechen“ (englisch: people who speak a different language) übersetzt.[5]

    Die frühere linguistische Herleitung aus der Sprache der Anishinabe ashkipok, „Rohfleischesser“ (englisch: eaters of raw meat) und aus ähnlichen Wörtern verwandter Indianersprachen gilt heute als widerlegt. Diese frühere Worterklärung führte bei den Inuit zur Ablehnung des Wortes „Eskimo“, weil sie „Rohfleischesser“ als abwertend empfanden.

    (Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Eskimo)

    Drei Chinesen mit dem Kontrabass ist Diskriminierend, weil man Benzüge zu Ghettos herstellen kann? Und es verhönt die Chinesische Sprache? NEIN, tut es nicht denn es werden alle Volkale verändert, das ist weit entfernt von dem (man verzeihe mir den Vergleich) „chingchangchong“.
    Wie weit wollen wir gehen? In meine Nachnahmen kommt cz vor, die Übliche Frage: „Kommst du aus Polen?“ Ist das Diskriminierend, so, wie wenn ich eine dunkelhäutige Person nach Ihrer Herkunft frage, oder nur nicht weil ich keine Minderheit bin, oder als Deutscher kein Recht habe diskminiert zu werden?

    Ja, man muss immer mal wieder seine Handlung und auch die Sprache reflektieren und auch änderungen akzeptieren. Aber das gilt für jeden auch, für die, die in jedem Wort eine Diskriminierung riechen.
    Ist „Schwein gehabt“ Muslimfeindlich?

    Wichtig ist: es müssen sich bei jedem Thema zwei Lager bilden, die sich bis aufs Blut bekämpfen und beleidigen, nur so kann eine richtige Diskussion betrieben werden. DAS ist Intellektuallität auf höchstem Niveu. Oder?
    Denk mal drüber nach! Viertel Stunde, datt schaffst du schon…

  10. Rassismus entsteht erst, wenn Diversität als Problem empfunden wird.

    Von mir aus kann man auch „Drei Elefanten mit dem Kontrabass singen“, die Intention des Liedes ist doch denkbar einfach. Es dient einfach dem differenzierten Hören und erleichtert dadurch später das Schreiben lernen.

    „Alle Kinder lernen lesen – Indianer und Chinesen“. Egal wo du her kommst, du kannst das auch.
    Für mich ein absolut antirassistisches Lied.

    Wir sind so sehr darauf bedacht uns abzugrenzen, dass wir dabei vergessen, dass wir gleich sein können.

    Ich wollte als Kind immer Astronaut werden und später Lehrer. Nur nur Info. Heute bin ich auch noch Mutter. Trotzdem bezeichne ich mich als Lehrer – nicht als Lehrerin, weil mein Geschlecht vollkommen irrelevant ist, wenn es darum geht Kindern Wissen zu vermitteln.

    Ich denke da ist das Problem und bleibt es. Bei uns gibt es übrigens auch für die afrikanischen Freunde meiner Kinder Negerküsse und es ist kein Problem. Warum auch? Neger kommt von negro und bedeutet schwarz. Den Kuss hingegen konnte ich nicht nicht so ganz erklären.

    Wir sollten als Pädagogen eher darauf achten, dass keine Ausgrenzung betrieben wird.

    Ein Beispiel zum Schluss aus der Praxis: Mir erzählte mal eine Schülerin, dass sie Zigeunerin sei und das man das nicht so laut sagen dürfe. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich davon ausgehe, dass ihr Papa mit Sicherheit sehr gut mit Werkzeug umgehen könne und ihre Mutter ungeschlagen in der Küche sei. (ja Klischees). Daraufhin sah sie mich groß an und sagte. Ja klar. Ich musste ihr erst erklären, dass das auch ein Teil ihrer Kultur ist und das sie da sehr stolz darauf sein kann, denn das könne nicht jeder.

    Seht auf die Stärken und wie haben weder Rassismus, noch Sexismus.

    Ich für meinen Teil lasse mich nicht darauf reduzieren, alles was ich tue mit einem :in zu betitelt.

    • Wow – das zeigt eindrucksvoll, worum es hier geht.

      „Mir erzählte mal eine Schülerin, dass sie Zigeunerin sei und das man das nicht so laut sagen dürfe. Ich habe ihr dann gesagt, dass ich davon ausgehe, dass ihr Papa mit Sicherheit sehr gut mit Werkzeug umgehen könne und ihre Mutter ungeschlagen in der Küche sei. (ja Klischees). Daraufhin sah sie mich groß an und sagte. Ja klar. Ich musste ihr erst erklären, dass das auch ein Teil ihrer Kultur ist und das sie da sehr stolz darauf sein kann, denn das könne nicht jeder.“

      Wie kommen Sie darauf, dass es Teil der Kultur von „Zigeunern“ (= ziehende Gauner, deswegen bestehen die Volksgruppen auf die Bezeichnungen Sinti und Roma) sei, „gut mit Werkzeug“ umgehen zu können – und dass deshalb der Vater wohl so sein müsse? (Von der kochenden Mutter mal ganz abgesehen). Was wäre denn, wenn nicht? Sind das dann keine „echten“ Sinti und Roma? Und wenn die Mutter nicht kochen kann – ist sie dann womöglich gar keine echte Mutter?

      Ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man es sich in rassistischen und geschlechterbezogenen Klischees gemütlich machen kann – und dann ruckzuck dabei ist, die eigenen, auf Fantasie beruhenden Stereotype als real anzunehmen. Dann sind Mädchen gut in Handarbeit, Jungen können besser rechnen. „Zigeuner“ lassen gerne mal was mitgehen. Und Afrikaner „schnackeln“ natürlich immerzu, wie die lustige Gräfin Turn und Taxis ja mal öffentlich verkündete. Muslime sind faul, Deutsche sind fleißig …

      In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?

        • Lieber Bernd,

          Sie verweisen doch selbst auf die Stellungnahme des Zentralrats der Sinti und Roma… warum behaupten Sie dann, dass „Zigeuner“ ein Portmanteau für „ziehende Gauner“ sei? Der Zentralrat stellt doch selbst fest:

          „Ab dem 16. Jahrhundert setzte sich in Deutschland die (irrige) Auffassung durch, ‚Zigeuner‘ sei abgeleitet von ‚Ziehgauner‘. Auch in einem der ersten Lexikonartikel zum Stichwort ‚Zigeuner‘, 1848 im Brockhaus erschienen, wird dieser Zusammenhang explizit hergestellt.“

          Und zur Etymologie möchte ich auch wikipedia.de zitieren:

          „Im Deutschen stammt das Wort aus mittelhochdeutsch Cigäwnär, das erstmals 1422 als handschriftliche Notiz im […] Tagebuch des Andreas von Regensburg auftauchte: ‚Ein gewisser Stamm der Cingari, gewöhnlich Cigäwnär genannt‘ (lateinisch quaedam Cingarorum vulgariter Cigäwnär vocitata) […]. […] Mindestens seit Anfang des 15. Jahrhunderts leben im deutschsprachigen Raum als ‚Tataren‘ oder ‚Zigeuner‘ – in Schreibvarianten wie Zeyginer, Zigeiner, Ziginer und ähnlichen Ausdrücken – bezeichnete Angehörige der Sinti-Minderheit. […] Volksetymologisch wird Zigeuner mitunter irrtümlich als ‚Zieh-Gäuner‘, also ‚(umher-)ziehende Gauner‘, gedeutet.“

          tl:dr
          Zigeuner ≠ „ziehende Gauner“

          • Weil es egal ist, woher das Wort kommt.

            Der Punkt ist, dass es als Schimpfwort genutzt wurde, mit Stereotypen belegt wurde – und von Betroffenen als Beleidigung verstanden wird.

        • Ungenommen, dass der Begriff aus historischer Perspektive problematisch ist, als Pejorativum genutzt wurde und wird und evtl. – basierend auf volksetymologischen Verirrungen – als Portmanteau für „(umher-)ziehende Gauner“ interpretiert wird, dass – wie der Zentralrat skizziert – der Begriff ggf. „die ganze Palette negativer Stereotypen“ transportiert, „bis hin zu der Behauptung, ‚Zigeuner‘ würden Kinder stehlen“ und der Assoziierung mit „Abschaum“ und „Vagabund[en]“ etc., also ungenommen der Gründe des Zentralrats, den Begriff zu kritisieren, haben Sie die simple Formel aufgetan: Zigeuner „= ziehende Gauner, deswegen bestehen die Volksgruppen auf die Bezeichnungen Sinti und Roma“. Das ist zumindest verzerrend.

          Wenn Sie mir auf meinen Einwand dann so brüsk antworten („Weil es egal ist, woher das Wort kommt.“), darf ich dann ebenso brüsk fragen, ob Falschbehauptungen u./o. das Nichtrichtigstellen von Fehlern also in Ordnung sind, wenn es um die richtige Sache geht?!

          Ich hoffe doch nicht, glaube ja hingegen, dass es dem Anliegen nicht gut tut, wenn die Argumentation nicht wasserdicht ist und dass es kein gutes Licht auf jemanden wirft, wenn man Quellen referiert, diese aber selbst offenbar nicht gelesen hat und mit derartigen Fauxpas Gelegenheiten für Ablenkungsmanöver der Gegenseite bietet.

          Wenn Sie die Gegenseite überzeugen wollen, sollten Sie sich solche Fehler nicht leisten, zumindest ggf. zu ihnen stehen.

      • Tja, wenn man genau hinsieht, denkt man den ganzen Tag nur in Kategorien und hat vorgefertigte Meinungen. Ganz aktuell sind es z.B. die Impfverweigerer oder die Coronaleugner. Ist das nicht auch diskriminierend und rassistisch, wenn man diese ausgrenzt? Mal ganz ehrlich gefragt.

        • Nö, wieso? Wenn ich einen Impfverweigerer oder Coronaleugner, der sich als solcher outet, ausgrenze, reagiere ich ja auf sein Verhalten – und das ist Realität. Nicht auf eingebildete Eigenschaften.

          Was anderes wäre, wenn ich z. B. einen Ostdeutschen per se für einen Coronaleugner hielte und entsprechend behandeln würde – das wäre diskriminierend. Finde ich jetzt nicht so schwer zu unterscheiden.

          • Wieso halten Sie dann alle, die nicht Ihrer Meinung sind für AfD-nah, rechtsextrem oder wer weiß was noch?

        • „Mal ganz ehrlich gefragt“ und von mir ehrlich beantwortet: Klar sind „Coronaleugner“ oder „Covidiot“ auch diskriminierend und auch Realität. Hier ist keiner amüsiert, der so angesprochen wird.

          Genauso Realtität ist, dass Kinder „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ singen oder „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“ und eine Gruppe von Chinesen oder alten Leuten schmunzeln dazu.

          • Die einen werden lächerlich gemacht, ohne einen Anlass dafür zu bieten – die sollen sich nicht so haben.

            Die anderen werden für ihr Verhalten kritisiert – und stilisieren sich deshalb zu politisch und rassisch Verfolgten hoch.

            Alles klar.

          • „Ehrenwert“ wäre es, wenn endlich (sic!) der gravierende Unterschied zwischen Verhalten vs. ethnischer Zugehörigkeit erkannt werden würde:

            Herkunft ist ein gegebener Fakt, für den sich niemand frei entschieden hat.
            Der obige Vergleich hinkt also gewaltig: Sog. Covidioten verweigern die Aufnahme von nachweisbaren Tatsachen, machen sich also aus eigener Entscheidung (!) zu geistigen Privateigentümern…

            Beschämend, dass es im Jahre 2021 immer noch Leute gibt, die Scheuklappen aufsetzen, wenn es darum geht, sich rassistische Verhaltensweisen bewusst zu machen. Letztlich nur ein weiteres Indiz für die bitter notwendige Konfrontation mit peinlichst eingedeutschten Selbstverständlichkeiten.

          • Schade, dass es selbst anno 2021 immer noch Leute gibt, die insbesondere den selbst praktizierten, traditionell scheinbar perfekt abgesicherten Rassismus ganz einfach negieren, ausblenden oder gar glauben, ihn „wegschmunzeln“ zu können.

            Es wird doch nicht besser, wenn Ursachen für Diskriminierung verallgemeinert werden: Ein sog. Covidiot hat sein geistiges Privateigentum s e l b e r gewählt, er kann und wird sich hoffentlich zeitnah für eine augeklärtere Realitätssicht entscheiden.
            Herkunft ist hingegen ein statisch gegebener Fakt.

            Abgesehen davon, ist auch weiterhin wesentlich wichtiger, wo wir hingehen und weniger wo wir herkommen.

          • „Abgesehen davon, ist auch weiterhin wesentlich wichtiger, wo wir hingehen und weniger wo wir herkommen.“

            Das gefällt mir echt gut, danke!

            Ja, Diskriminierung ist nicht das gleiche wie Rassismus, basiert aber auf sehr ähnlichen Prinzipien, nämlich Ausgrenzung von angeblich „Andersartigem oder Andersdenkenden“.

            Rassismus ist eine spezielle Form der Diskriminierung auf Basis der ethnischen Herkunft etc., während man für beliebig andere Verhaltensweisen, selbstgewählte Standpunkte usw. diskriminiert werden kann.

            Was ich bei den Corona-Verleugnern und Impfverweigerern gern nochmal richtig stellen möchte mit meiner Aussage: es gibt hier ein vorgefertigtes Bild, eine Schublade, in die man alle Leugner ziemlich schnell steckt. Sobald ich hier z.B. was Corona-kritisches äußere, habt ihr blitzschnell ein Bild von mir, dass positiv oder negativ ist. Das ist „diskriminierend“ im eigentlichen Sinne der Bedeutung des Wortes, nämlich „unterscheidend“. Das sind die Kategorien, die ich oben angesprochen habe. In Kategorien und Gruppen zu denken ermöglicht erst Diskriminierung und Rassismus. Ohne dieses Konzept wäre das unmöglich.

            Von daher müssen wir aufhören immer mehr Unterkategorien und Subgruppen zu schaffen (Stichwort Diversität) sondern mehr nach Gemeinsamkeiten suchen.

      • Diese Menschen bezeichnen sich selbst als Zigeuner. Mal so viel aus der Praxis. Woher ich das mit dem Klischees wusste? Weil ich die Eltern u. A. von Schulfesten kannte und wusste, dass die Mutter eine traumhafte Köchin ist

        Aber es geht und ging darum, dass es nichts von sich aus schlecht ist, nur weil irgendjemand es in diese Kategorie steckt.

        Und wenn eine Jugendliche sich als Zigeunerin bezeichnet, fände ich es als Außenstehende verdammt anmaßend ihr zu erklären, dass das jetzt gefälligst Sinti und Roma zu heißen hat.

      • @ Lehrer mit Seele war gemeint

        Und noch etwas :
        Nach Ihrer Logig dürften wir alle Nazis genannt werden. Denn so wurden wir schon früher mal genannt und das bedeutet doch „nur“ Nationalsozialisten – sprich jemand der mit der eigenen Nation irgendwas soziales anfangen will. Warum haben wir uns alle so, wenn wir Nazis genannt werden? Nur wegen Holocaust und so… in dem Kontext war das doch garnicht gemeint.
        Also alle singen über die Deutschen:
        Alle Kinder lernen lesen
        Türken, Nazis und Chinesen…

        oder:
        Dreizehn Nazis mit dem Kontrabass…

        Da hätte doch jeder Deutsche im Ausland seinen Spass und würde mitmachen. Und wenn sich welche anstellen, man könnte sich ja über jeden Begriff aufregen..

  11. Alltagsrassismus ist ein allgegenwärtiges, internationales Phänomen und vor allem – je nach Definition – so alt wie die Menschheit selbst.
    Ohne Wertung: Gehört wohl irgendwie zum „Menschsein“ dazu – dieses abwertende „die Einen und die Anderen“, dieses „wir und die (da)“.

    Diese mission impossible, Alltagsrassismus auflösen zu können, grenzt meiner Meinung nach eher an Größenwahn und beschreibt die Arroganz der Menschen des 21. Jh.!

  12. Ich lese mir hier so die Kommentare durch und stelle fest, es ist die andere Seite, die sich über jeden Pups aufregt, eine Sprachpolizei darstellt und versucht – als Provokation- in jedes Wort eine Diskriminierung reinzuinterpretieren. Klar ist, dass es hier fließende Übergänge gibt und in der Mitte relativ geurteilt werden kann. Aber Leute – das Zigeuner, Indianer und ähnliches von den Betroffenen (!!!, und nur das zählt!) als Name nicht gewünscht wird, ist lange bekannt und ist zu akzeptieren.

  13. Das Lied von den Drei Chinesen scheint hier einen Sturm im Wasserglas auszulösen. Grotesk, mit welchem Eifer ein einzelner hier gegen praktisch alle anderen im Forum zu Felde zieht. Man möchte wohl schon kleinen Kindern ein schlechtes Gewissen einreden, damit sie beim Wort „rassistisch“ sofort einknicken, aber nur, wenn sich der vermeintliche Rassismus gegen andere als Deutsche richtet. Merkwürdig ist dagegen, dass von Nationalismus und Rassismus durch zugewanderte Gruppen praktisch nie die Rede ist, obwohl es dabei durchaus deftiger zur Sache gehen kann wie hier bei den Russland-Deutschen:
    https://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/260496/nationalismus-und-rassismus-bei-russlanddeutschen
    Da gibt es eindeutige Zitate aus Zeitungen, die hier für die Russland-Deutschen angeboten werden. So nebenbei erfährt man, dass das Wort „Migrant“ im heutigen Russland eine Art von Schimpfwort geworden ist und dass die russische Gesellschaft fremdenfeindlich ist. Und das sagt die ansonsten moderate Bundeszentrale.

  14. Alltagsrassismus und Frauenfeindlichkeit tritt in vielen Erscheinungen und allen Kulturen in Erscheinung, so zum Beispiel auch in Situationen, in denen intensivpflichtige Männer mit nahöstlichem Migrationshintergrund sich weigern, von deutschen Krankenschwestern oder Ärzten medizinisch behandelt zu werden oder männliche deutsche Patienten sich eindeutig abfällig und sehr negativ abwertend über Ärzte und Krankenschwestern mit einem Migrationshintergrund äußern. Dagegen erscheinen mir die Inhalte dieser Kinderlieder eher harmlos, solange diese Texte nicht in Gegenwart entsprechender Ethnien gesungen werden .

    • @ AvL: an solche Beispiele musste ich auch denken, die mir in der Familie (in medizinischen Berufen tätig) immer wieder erzählt werden.
      Davon mal abgesehen: können wir nicht alle versuchen, ein bisschen entspannter und wohlwollender miteinander umzugehen? Ich meine das sowohl in diesem Forum als auch in unserem Alltag. Viele Äußerungen sind immer gleich so auf Konfrontation aus: “wenn du nicht für uns bist, bist du gegen uns”. Das hatte ich schon mal ( in der Diktatur des Proletariats) und dachte eigentlich, dass wir das längst hinter uns gelassen haben.
      Mir persönlich ist das Gendern vollkommen unwichtig. Bis vor ein paar Jahren war mir nicht mal aufgefallen, dass meine Berufsbezeichnung auf dem Diplom-Zeugnis in der männlichen Version steht, bis mich ein Personalchef darauf ansprach…
      Ich verstehe aber, dass das für andere eine viel stärkere Bedeutung haben kann und bemühe mich in meinem täglichen Umgang mit den SuS, niemanden auszugrenzen. Trotzdem: wir sind alle Menschen. Menschen machen Fehler. Wenn wir lernen, das zu akzeptieren, ist schon mal einiges gewonnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass SuS sehr genau erkennen, ob eine Entschuldigung ehrlich gemeint ist und können dann auch viel leichter verzeihen. Denn selbstverständlich werden wir immer wieder jemanden unbeabsichtigterweise sprachlich ausgrenzen oder kränken. Von den Leuten, die das mit voller Absicht tun, spreche ich hier nicht.

    • Und genau darum geht es… Sie singen in der Schule über Eskimos, Zigeuner, Indianer und haben durchaus entsprechende Kinder dort. Da gab es auch mal das Lied mit den 10 kleinen Negerlein – das trauen wir uns heute nicht mehr. Wurden die Indigos soviel besser behandelt oder ist es da bei uns einfach noch nicht eingerastet?

      • @Indra Rupp

        Ernst gemeinte Frage (Vielleicht habe ich wirklich etwas verpasst, dann bitte ich um Klärung, ein seriöser Link würde mir genügen.):

        Ich habe jetzt bei Ihnen schon wieder „Indigos“ gelesen.
        Den Begriff „Indigo“ habe ich weiter oben in Ihrem Post für einen Tippfehler gehalten. Dieses Wort kenne ich tatsächlich nur als Bezeichnung für einen Farbton (indigoblau).

        Ansonsten kenne ich
        1)
        „Indios“ (bezieht sich – soweit ich weiß – geographisch auf Mittel- und Südamerika) und auch dieser Begriff wird als diskriminierend eingeordnet.
        2)
        „Indigene“, dieses Wort (von «indigenus») leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet «eingeboren» oder «einheimisch».
        DAS wäre dann wirklich wertneutral, besonders in dem Falle, dass es von „Indigenen“ selbst benutzt würde – diese Menschen würden sich dann quasi selbst von den NICHT-Eingeborenen unterscheiden wollen.
        So dürfte ich mich also wahlweise als „indigene deutsche Person“, als „Bio-Deutscher“ oder als „Kartoffel“ bezeichnen und alles ist fein. Tun dies andere, wäre es an mir, mich diskriminiert fühlen zu dürfen.

        Sollte der von Ihnen benutzte Begriff „Indigo(s)“ also tatsächlich ein offizieller Begriff sein, klären Sie mich bitte auf.
        Falls es diesen Begriff „Indigo(s)“ offiziell nicht gibt, dann zeigt das aber immerhin, welch seltsame Situationen bei diesem Thema entstehen können.

        • Der Indigo wird wohl eine Folge der Autokorrektur gewesen sein. Ich vermute, sie meinte die Indios. Indigene macht in Deutschland keinen Sinn, weil die Eingeborenen ohne Migrationshintergrunds hierzulande noch immer die große Mehrheit stellen.

          Nebenbei: Ich habe schon mehrfach Artikel gesehen, bei denen Journalistendarsteller irgendwelche Fälle aus den USA auf Deutschland durch reine Übersetzung übertragen haben mit der Folge, dass auch die Indigenen bei uns zu Minderheiten wurden und damit Rassismus (durch Weiße) ausgesetzt sind.

        • Indigene Völker sind Ureinwohner, das gleiche meint Indigenous. Bei queer. de schreiben queere Leute auch mit entsprechender Herkunft, die als Ersatz für „Indianer“ von Indigenen reden oder das als Indigos abkürzen. Ansonsten müsste es wohl offiziell Indigenous heißen – Ich hatte das so als Bezeichnung übernommen.

        • Es gibt auch PoC – People of color
          UND Siamesen – Naja, finden Sie hier mal ständig was, das sich passend reimt um Ewiggestrige von besseren Liedern zu überzeugen….
          Obwohl, wenn man Indigene singt, passt das wieder mit Chinesen in die Strophe – muss man ja erstmal drauf kommen:

          Alle Kinder lernen lesen
          Indigene und Chinesen
          Auch am Nordpol lernen alle Inuit
          Hallo Kinder, jetzt lernt mit

          DAS ist jetzt aber Kunst und kann nicht weg!

          • Nein Quatsch!
            Indigo Kinder sind Außerirdische mit heller Haut und meist hellen Haaren und tiefblauen Augen. Also genau das, was die esoterische Waldorf Fraktion toll findet. Deshalb werden diesen Kindern besondere Fähigkeiten nachgesagt, dass die etwas in der Welt verändern können und man soll die fehlende Kooperation und ADHS-lastigkeit dieser Kinder bloß so lassen wie es ist. Was die gleiche Fraktion von Kindern mit dunklen Augen denkt, schreib ich hier lieber nicht. Aber alles nachzulesen bei Wiki und Anthro-Pro-Sofas!

          • @ Indra Rupp 18. Dezember 2021 um 19:17

            Tja, vom Ausgangsthema … wohin führt der Weg der Gedanken …?
            Und spätestens jetzt MUSS ich mich bestätigt finden beim Schlussgedanken meines Posts weiter oben (Pit2020 17. Dezember 2021 um 18:41):
            „zeigt das aber immerhin, welch seltsame Situationen bei diesem Thema entstehen können.“

            Ich habe zwar keine Kristallkugel, aber ich vermute mal, dass ich an diesem Themenkomplex in der online-Welt mittlerweile mehr als „satt“ und „raus“ bin, denn diese bei gewissen Themen (sämtliche Klischees, Rassismus, Gendern usw.) förmlich explodierenden Kommentarspalten mit immer abstruser und aggressiver werdenden Beiträgen sind für mich persönlich ziemliche Abturner und Lebenszeit-Vampire.
            Zudem – und das ist mir noch wichtiger – haben sie recht wenig zu tun mit dem, was ich selbst im Alltag (nicht nur Schule!) so erlebe und was mir selbst so – im Life-Modus – erzählt wird, und da kommen viele Leute mit NICHT-bio-deutscher Abstammung vor …

            Schade eigentlich, denn ich habe mich bisher ziemlich gerne aus eigenem Interesse mit solchen Themen auseinandergesetzt, werde das aber in Zukunft wohl wieder verstärkt in den Bereich verlagern, wo ich mit „echten“ Menschen zu tun habe und man sich buchstäblich ins Gesicht sehen kann – das hat immense Vorteile.

            Allen Diskutanten und Diskuonkels 😉 hier noch viel Freude und Erkenntnis.

        • Und ’ne schnuckelige deutsche Maid ist dann wohl eine Süßkartoffel:)

          Ach Scheixxe, das ist ja nicht nur rassistisch sondern auch noch sexistisch – oh.

          Aber so ist das mit Postenden (m/w/d) -(männlich/weiß/deutsch).

      • In den Grundschulen wird heute weder ein dreistimmiger Kanon, wie „Jetzt fahr`n wir über `n See“, noch anderes Liedgut aus der Mundorgel gesungen.
        Ich denke und erlebe es selber bei meinen Kinder, dass generell weniger derartiges Liedgut eingeübt wird. Somit entfällt auch der Grund, sich über „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ sich derartig auszutauschen, denn Singen sollte zu dieser Jahreszeit nur im Freien mit dem geeigneten Abstand erfolgen, wenn die notwendigen Vorsorgemaßnahmen umgesetzt werden sollen.

    • In Duisburg wurde der offen ausgetragene Rassismus abgestraft und gemeinsam von allen Beteiligten abgestraft.
      Nur mit derartigen Reaktionen von allen Seite gelingt es, Rassisten auszugrenzen. Die Würde des Menschen ist unantastbar, und sie wird selbstverständliche von allen Beteiligten des Geschehens verteidigt.
      Warum wurden Spiele nicht schon vorher in höheren Ligen abgepfiffen ?
      Die Vereine des MSV Duisburg und des Vfl Osnabrück sind großartig in ihrem Verhalten.
      Danke, wir können darauf stolz sein, besinnen uns aber darauf, dass in anderen Regionen ein derartiges Zeichen nicht möglich gewesen wäre.

      • Ich empfinde die hier geführte Diskussion nicht angemessen und stark übertrieben, denn Rassismus äußert sich anders, wie dies vielfach in Stadien praktiziert wird und jetzt von allen Beteiligten in Duisburg zu Recht abgestraft wurde !
        Dagegen erscheinen mir die hier geführten Diskussionen über Kinderlieder deutlich überzogen, ganz zu schweigen von den auch hier schon geführten Diskussionen um die Durchsetzung gendersprachlicher Schrift- und Sprachelemente und die Einführung neuer Sprachbegriffe. Dafür habe ich auch kein Verständnis. Wer versucht unsere Kinder zu indoktrinieren, der wird Sturm ernten und auf wenig Gegenliebe für seine Versuche ernten. Ich lasse mich auch nicht mehr durch derartige Versuche diffamieren.
        Die hier geführte Diskussion passt genau in den Zeitgeist der Diffamierungskampagne anderer durch die von mir so bezeichnete Gesinnungspolizei aus dem Elfenbeinturm. Gibt es eigentlich keine anderen Probleme ?
        Ähnliches gilt für die Versuche die gewachsene deutsche Sprache durch das künstliche Produkt gendersprachlicher Elemente ändern zu wollen.
        Wenn Examensarbeiten auf Grund der Anwendung der gewohnten sprachlich verwurzelten Wörter in der Benotung abgewertet werden, handelt es sich um einen aktiven Verstoß gegen die Grundrechte.

  15. Vorschlag zur Güte:
    Drei Geimpfte mit ’nem gelben Pass,
    saßen auf der Straße und erzählten etwas,
    Da kam ein Telegram, „Na was ist denn das?“
    Drei Geimpfte mit ’nem gelben Pass.

  16. Dann aber auch Schluss mit den Ostfriesenwitzen und dem diskriminierenden Vorurteil, dass Westfalen zum Lachen in den Keller gehen. Auch über den Begriff „Weisswurstäquator“ muss jetzt, nach Jahrzehnten der Verleugnung, offen und diskriminierungsfrei gesprochen werden – unter besonderer Betonung des Starkbieres. Trinken übrigens Düsseldorfer oder Kölner wirklich „Bier“? Über „Ossis“ und „Wessis“ muss endlich unter gebührender Berücksichtigung der multikulturellen Perspektive diskutiert werden können – unter besonderer Berücksichtigung der Dialekte, nicht wahr, liebe „Piefkes“? Im übrigen bin ich der Meinung, dass die bayrisch besetzte Zone Schwabens unabhängig werden muss: Freiheit für die Spätzle!

    • Sie reden hier von Klischees und Vorurteilen und nicht von Rassismus. Das sind alles Nebelkerzen. Wenn Sie es OK finden, überall Nazi genannt zu werden… das wäre ein passenderer Vergleich. Natürlich wissen Sie nicht, wie es ist als N**** versklavt zu werden – oder Ihre Vorfahren und heute noch als solches veralbert zu werden und vergleichen das dann einfach mit Ostfriesenwitzen… Q. e. d.

    • Und für das bayrisch besetzte Franken! Außerdem fordern wir die Rückgabe der fränkischen Kunstschätze. Söder können die Bayern behalten.

  17. @Alx
    „Telegram“ mit einem oder zwei M?

    Falls mit einem M:
    Vorsicht, das könnte ein Chiffre aus der rechtsextremen Szene sein 😉

  18. Ich mochte als Kind
    Blaue Berge
    Drei Chinesen
    Bolle
    Affen rasen durch den Wald
    Meine Oma und ihr Hühnerstall
    Auf dem Donnerbalken
    Scheisse auf dem Auoreifen
    10 kleine … ja auch das

    Und noch viele viele Lieder mehr.

    Es hat Spass gemacht, sie zu singen und zu gröhlen, nicht mehr nicht weniger. Der Inhalt war gar nicht so relevant für mich als Kind.

    Ich wusste damals nicht mal, was massakriert bedeutet. Dass Affen sich gegenseitig kalt machen für eine Kokosnuss fand ich irre komisch… wie Tom und Jerry.

    Ich kann verstehen, dass man sich Gedanken dazu macht, aber wie immer, wird übertrieben. Ich fühle mich auch nicht durch den Begriff «Halbe Katoffl» beleidigt. Obwohl ich wohl dann Vollkartoffel bin.
    Oder sollte ich jetzt eine Abhandlung drüber schreiben, warum der Begriff Kartoffel als Synonym für Deutsche respektlos ist?

    • Nehmen Sie den lustigen Begriff Nazi für Deutsche – Kinder in anderen Ländern oder Migranten hierzulande denken auch nicht über das Inhaltliche nach und finden das bestimmt auch urkomisch! Vielleicht schreiben Sie denen ein paar Kinderlieder, die diese dann in der Schule über deutsche Nazis singen können.

      Von den blauen Bergen kommen wir
      Uns’re Lehrer, das sind Nazis so wie ihr
      In der BRD geboren ham se eh schon gleich verloren
      Von den blauen Bergen kommen wir

      Warum nicht als Migranten-Kinderlied in die Schulbücher aufnehmen?

      • @Indra Rupp

        Und auch dieser Post von Ihnen trägt zu meiner Bestätigung bei, vgl. weiter oben
        „Pit2020 19. Dezember 2021 um 13:47“
        als Antwort auf
        „@ Indra Rupp 18. Dezember 2021 um 19:17“

        Und zu Ihrem direkt letzen Post habe dann nur noch ganz wenig Lust auf Reflexion, aber das ging Ihnen selbst vermutlich auch schon so, BEVOR Sie auf „Kommentar posten“ geklickt haben …
        „Von den blauen Bergen kommen wir
        Uns’re Lehrer, das sind Nazis so wie ihr
        In der BRD geboren ham se eh schon gleich verloren
        Von den blauen Bergen kommen wir
        Warum nicht als Migranten-Kinderlied in die Schulbücher aufnehmen?“

        WEM wollen Sie mit diesem Post WAS zeigen/beweisen o.ä.?
        Ihre Sensibilität?
        Ihre Emphatie gegenüber ALLEN Mitmensch*Innen?
        Bisher hat mich etwas in dieser Art nachdenklich gestimmt – aber jeder Punkt ist mal überschritten – auch in Sachen Glaubwürdigkeit , und jeder Bogen ist mal überspannt – auch in Sachen Seriösität:

        „Indra Rupp 17. Dezember 2021 um 13:03

        Tatsächlich denke ich immer an einen Mann, wenn Sie was schreiben… Muss es so viele Männer geben?
        Antwort

        Indra Rupp 17. Dezember 2021 um 14:59

        @ Lehrer mit Seele war gemeint
        …“

        Manchmal genügt es, sich solche Lebens-Fragen selber zu beantworten … Es ist ein Irrglaube dieser Zeit, man MÜSSE ALLES mit dem Rest der Welt TEILEN.

        Generell fände ich es mal wieder an der Zeit, ein wenig „Dampf“ aus den Beiträgen rauszunehmen.

        • Dann sagen Sie mir, warum es etwas anderes ist wenn sich ein Deutscher vom Begriff Nazi beleidigt fühlt als wenn sich ein Schwarzer vom Begriff Neger beleidigt fühlt? Nazi =Nationalsozialisten, negro=schwarz. Nix mit Holocaust oder Sklaverei in den Wörtern. Mir geht es hier um Perspektivwechsel um die Absurdität der Einstellung zu beleuchten bzw einen Spiegel vorzuhalten. Einerseits bei anderen zu sagen “ ist doch nicht so schlimm, übertreibt mal nicht“ und andererseits zu finden „der Bogen ist überspannt“ wenn es einen selber betrifft ist halt absurd!
          Bei Lehrer mit Seele sprach ich das Thema Gendern an. Sie nennt sich bewusst, wie sie sagt „Lehrer“ weil es ihr um ihre Fähigkeiten und nicht ihr Geschlecht geht. Männlich ist aber auch ein Geschlecht und ich habe sie aufgrund der Bezeichnung für einen Mann gehalten. Wenn das alle so machen, hat man den Eindruck, man würde hier nur mit Männern diskutieren und das finde ich schade. Privat sage ich auch Lehrer, weil bequem und achte auf das Femininum eher, wenn ich weiß, dass es der Frau mir gegenüber wichtig ist. In so einem Forum hier hat man aber kein Bild von der Person vor Augen, deshalb bewirkt der Nick was und deshalb meine Frage :“ Muss es hier so viele“ Männer“geben? “
          Abschließend zu allen Blödeleien von Indigos (Esoterik), Siamesen (reimte sich am besten), Anthro-Po-Sofas (habe ich ein persönliches Problem mit) oder Kumis (die tukkern übern Flur und takkern mit Heftzweckern Briefe zusammen) aus dem Takkatukkaland gehen aufs Konto der künstlerischen Freiheit ;-).

          • @ Indra Rupp

            „In so einem Forum hier hat man aber kein Bild von der Person vor Augen, deshalb bewirkt der Nick was und deshalb meine Frage :“ Muss es hier so viele“ Männer“geben? ““

            Aus meiner Perspektive:
            In so einem Forum diskutiere ICH mit Menschen – deswegen ist der Nick ein Etikett für mich und bewirkt bei mir … genau NICHTS.
            Und außerhalb dieses Forums? – Da sehe ich das ebenso. Mädchen oder Junge, Frau oder Mann, Indigo-Kind vom blauen Planeten oder kleines grünes diverses Etwas vom roten Planeten … bewirkt bei mir … genau NICHTS.
            Allerdings freue ich mich über jeden (bei Bedarf einfach meine Aufzählung ergänzen), der sich respektvoll verhält.

        • Nur mal so als Beispiel, wie Kritik und Engagement AUCH funktionieren:
          https://www.rnd.de/medien/maren-kroymann-im-interview-ueber-metoo-und-machtmissbrauch-in-der-unterhaltungsbranche-LN2HQZHTQ5HNHHZ7KOG2227YUE.html?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE
          Maren Kroymann bewundere ich SEHR für ihre niveauvolle Art auch mit solchen Themen Marke „heißes Eisen“ umzugehen.
          Möglicherweise liegt es daran, dass diese Art … irgendwie … anders ist. In solchen Momenten „feiere ich so voll“ das Phänomen der Vielfalt.

          PS.:
          Ich habe durchaus bemerkt, dass es in dem von mir verlinkten Beitrag NICHT um Kinderlieder geht. 😉
          Jedoch ging es mir dabei um die Art im Umgang mit gesellschaftlichen Problemen, auch um die Art im Umgang mit Mitmenschen.

  19. Aus „Wikipedia“:

    Alle Kinder lernen lesen wird sowohl aus erziehungswissenschaftlicher Sicht als auch von Antirassismus-Initiativen kritisiert, da es postkoloniale Stereotype verfestige und dadurch Alltagsrassismus fördere. Beanstandet werden nicht nur die überholten Bezeichnungen „Indianer“ und „Eskimos“, sondern auch die Präsentation dreier ehemals kolonisierter Bevölkerungsgruppen – „Indianer“, „Chinesen“ und „Eskimos“ – als Gegensatz zu den Kindern in Deutschland. Die Zeile „Selbst am Nordpol lesen alle Eskimos“ werte diese Gruppen ab, indem sie betont, dass sogar sie das Lesen erlernen können. Dass für diesen Text die Melodie des in antirassistischer Tradition stehenden Battle Hymn of the Republic verwendet wird, wiege besonders schwer.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Alle_Kinder_lernen_lesen

    • „Bernd“ vergisst geflissentlich, dass die meisten Wikipedia-Artikel zu solchen Themen auch einen Abschnitt mit der Überschrift „Kritik“ enthalten. Diese Kritik gibt’s auch an PISA, auch an der Einheitsschule, auch an der Kompetenzorientierung usw., an praktisch allem aus der Pädagogik. Das drückt dann aus, dass diese Themen eben strittig sind. Also müsste es erlaubt sein, hier „pluralistisch“ beide Seiten in die Diskussion zu bringen. Aber genau das scheint nicht erwünscht zu sein, es entwickelt sich eine Meinungsdiktatur von Leuten, die besonders eifrig für die „Toleranz“ eintreten, aber nur gegenüber Leuten, die ihrer Meinung sind.

  20. 10 kleine Nazi Kinder aus der BRD
    K***ten voll bei Pisa ab, das tat so richtig weh.

    9 kleine Nazi Kinder woll’n gern Maske tragen
    Frau Gebauer find das doof und drei haben den Schaden.

    6 kleine Nazi Kinder woll’n sich impfen lassen
    Impfstoff gibt es nicht genug und einer musste passen.

    5 kleine Nazi Kinder ha’m Eltern und Lehrer
    Die schreiben gern bei N4T, das machts für sie nur schwerer.

    2 kleine Nazi Kinder woll’n gern Lehrer werden
    Einen hat es umgehau’n vor lauter Schulbeschwerden.

    Ein kleiner Nazilehrer singt gern mit Migranten
    Dies lustige Kinderlied in allen Varianten.

    • Ich glaube nicht, dass sich irgendein Migranten Kind beim Singen dieses Liedes etwas böses denkt, geschweige denn etwas über damalige Nazis weiß. Also muss das doch in Ordnung sein. Bitte auf jeder Schulfeier singen ^^

      • @Indra Rupp

        Indra Rupp 17. Dezember 2021 um 17:20
        Indra Rupp 17. Dezember 2021 um 18:06
        Indra Rupp 17. Dezember 2021 um 18:11

        Ich habe mich amüsiert, vielen Dank.
        😉

        Aber da wäre noch etwas:
        Ich habe weiter oben eine ernst gemeinte Frage gepostet …
        (“ Pit2020 17. Dezember 2021 um 18:41″, das müsste bald hochgeladen sein)

  21. Erinnert sei an die UN-Antirassismus-Konvention (die gibt es), ratifiziert von 182 Staaten. Wie immer versucht Deutschland alles mit Übereifer überzuerfüllen, die winzigste Kleinigkeit wird aufgebauscht, während die anderen (Russland, China, Türkei, …) sich nicht darum scheren, was sie unterschrieben haben. In der Sprechweise etlicher Leute aus dem linken Spektrum bei uns wird so Rassismus zu etwas, das eigentlich nur Deutsche machen können. Bei allen anderen finden sich Entschuldigungsgründe, zumindest in Europa. Und solche Entschuldigungsgründe werden dann auch auf Zuwanderer in Deutschland bezogen. Die dürfen das unwidersprochen machen, nur die Deutschen sollen zerknirscht in Sack und Asche gehen.
    Vorschlag: wir bieten über diplomatische Kanäle an, das Lied von den drei Chinesen auszurotten, wenn in China die Uiguren nicht mehr diskriminiert und in Umerziehunglager gesteckt werden.

    • Wir hätten kein massives Rassismus Problem, wenn es in diesem Kontext auch nur ansatzweise einen vermeintlichen „Übereifer“ geben würde.
      Schon sehr erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Sie sich anmaßen, die Haltung an derer Länder verallgemeinern zu können. Abgesehen davon geht es nicht um „die anderen“. Es scheint aber hier einige an den Rand der Überforderung zu bringen, sich in diesem unangenehmen Kontext einmal nur selbstkritisch an die eigene Nase zu fassen.
      Ihre Argumentation lässt diese dringend notwendige Haltung vermissen, weil sie lediglich auf andere verweist und damit von der Eigenverantwortung ablenkt. Um genau die und nur um die geht es hier.

      • Ich hatte was zur UN-Konvention gesagt (gilt die für die anderen 181 Staaten nicht?), und Sie zensieren hier das, was ich sage, wegen einer „dringend notwendigen Haltung“. Diese vorgeschriebene „dringend notwendige Haltung“ bei allem und jedem ist Kennzeichen eines totalitären Regimes (In der DDR: der „Klassenstandpunkt“). Selber zu denken und das auch zu sagen ist dagegen Kennzeichen eines demokratischen Systems.

        • Danke Carsten60, Sie zeigen mit Ihrem letzten Beitrag ein großartiges Paradigma zum Umgang mit zwei Themen „Zensur vs. Kritik“: Eine Differenzierung wäre dringend angeraten!
          Erinnert stark an ausgelutschte Strategien der AfD, die sich auch ständig zensiert fühlt.
          Sie disqualifizieren sich mit ihren Beiträgen ebenfalls wunderbar selbst, da braucht es wahrlich keinerlei Zensierung mehr^^

        • Im Gegensatz zu anderen bin ich auch nicht der Meinung, dass die Schule den Kindern irgendeine „Haltung“ aufzwingen soll. Die Kinder sollen was lernen und durch selbständiges Denken in die Lage versetzt werden, ihre Haltung selber zu finden. Nachplappern bringt gar nichts.
          NB: Das Gymnasium hat in den 1930er auch Nazis hervorgebracht, aber eben auch Widerstands-kämpfer wie die Geschwister Scholl. Zum Glück haben in der DDR auch einige der vorgeschriebenen „Haltung“ widerstanden und brauchten dann nach der Wende keine „Wendehälse“ zu werden.
          Ich sehe auch nicht, warum ich eine vorgeschriebene „Haltung“ zu Kinderliedern oder auch zur Inklusion oder sonstigen für „heilig“ erklärten Themen einnehmen muss. Mit der AfD hat das nichts zu tun, auch Friedrich Merz und andere wagen es, selber zu denken, auch Frau Wagenknecht. 🙂
          Beschimpfen Sie mich doch lieber als jemanden, der Merz gut findet, Höcke finde ich gar nicht gut.

  22. Mir fehlen langsam echt die Worte.
    Mit dieser Erbsenzählerei erreicht man genau das Gegenteil von dem, was man will. Statt zu mehr Offenheit und Toleranz führen diese Diskussionen zu Verhärtung und Ablehnung. Ich war, bin und werde niemals ein Rassist sein. Aber ich werde auch in Zukunft ( und jetzt erst recht) mit Freuden „Alle Kinder lernen lesen“, „Die Affen rasen durch den Wald“, „Hab ’ne Tante aus Marokko“, „Es baut der kleine Eskimo sich einen Iglu und ist froh“ – (HAH! Das kanntet ihr noch nicht) usw. mit den Kindern singen. Und jetzt kommt’s: Wir spielen auch „Wer hat Angst vor’m schwarzen Mann?“ im Kiga.
    Der „schwarze Mann“ ist nämlich gar nicht schwarz. Er trägt nur einen schwarzen Mantel und einen schwarzen Hut. (Dieses Bild hatte ich als Kind immer vor Augen. Ich dachte dabei nie an einen Mann mit dunkler Hautfarbe). Und jetzt könnt ihr ganzen „Political Correctness“ – und Genderfanatiker von mir aus Schnappatmung kriegen. Ich hol mir jetzt mal wieder mein Pippi Langstrumpf Buch aus dem Regal und freu mich, daß ich noch im Besitz der Originalausgabe bin.
    Gute Nacht.

    • Ihnen fehlt es offensichtlich nicht nur an Worten, der Mangel an Empathie wird mehr als deutlich in Ihrem Schreibstil:
      Zählen Sie mal, wie oft Sie in Ihrem Beitrag, das Wort „Ich“ gebrauchen, gern auch am Satzanfang. Sind es doch allein Ihre Vorstellungen, die entscheiden, ob schwarze Mitbürger*innen sich diskrminiert zu fühlen haben oder eben nicht.
      Bemerkenswert, dass Sie betonen, keine Rassistin zu sein, was dann im folgenden Satz mit dem „ABER“ am Anfang sofort wieder revidiert wird.
      Stehen Sie doch zu Ihrer leichtfertigen Beratungsresistenz, es wird Sie authentischer und damit glaubwürdiger erscheinen lassen.

      • „Sind es doch allein Ihre Vorstellungen, die entscheiden, ob sich schwarze Mitbürgeri*innen diskriminiert fühlen“.

        Ob sich jemand irgendwelche Vorstellungen und Vorwürfe, die ihm entgegen gebracht werden, zu eigen macht oder überhaupt ernst nimmt, entscheidet die jeweilige Person individuell und kein Anderer. Diese Entscheidung aber hängt von der subjektiven Bereitschaft ab, sich in eine Opferrolle hineinzubegeben; und damit vom Selbstwertgefühl und der empfundenen Notwendigkeit, sich von irgendeiner Meinung Anderer abhängig machen zu müssen, also letztlich der Bereitschaft, sich selbst über diesen Spiegel der Meinungen Anderer zu definieren. Und je höher diese Bereitschaft ist, desto mehr braucht man die in Watte verpackten „safe spaces“, um -Alleine oder besser noch wg. Verstärkereffekt zusammen mit Anderen, die einen in dieser Meinung bestärken- zu leiden und zu bedauern, dass die Welt und die Menschheit schlecht sind, weil man so unverstanden ist.

        Wer meint, so etwas zu brauchen: Viel Spaß dabei. Dieses „rabbit hole“ kann richtig schön tief werden – wie man auch an dieser Diskussion sieht. Und jetzt bitte die rituell reflexhaften Reaktionen: „Rassist“, „Nazi“, „Kartoffel“ usw…

        • Rassismus ist Ihrer Ansicht nach also nur ein individuelles, selbstgewähltes Problem, für das sich Betroffene frei entschieden haben, somit gewissermaßen die Diskriminierung selbst verschulden?

          • Nein, „Rassismus“ scheint mir ein aus beschränkter Geisteshaltung resultierender Kurzschluss von biologischen Merkmalen wie Hautfarbe auf „typische“ Verhaltensweisen, Charaktereigenschaften usw. zu sein, der entsprechende Verhaltensweisen zur Folge hat. Da ging der Biologismus des 19. Jahrhunderts (Gobineau usw.) mit der Vorstellung eines „Welt-“ und „Volksgeistes“, vor der schon Heinrich Heine warnte, eine ziemlich unheilige Allianz ein – die solchen Auffassungen vorausgehende Frage nach „Nationalcharakteren“ usw. stammt aber aus der frühen Neuzeit und geht letztlich auf antike Temperamentenlehren zurück.

            Dass solche Vorstellungen immer noch existieren, ist bedauerlich, lässt sich aber vor obigem Hintergrund mit missionarisch verkündeten Absichten, die zum Teil von den Betroffenen als Unterstellungen verstanden werden und nur Ablehnung hervorrufen, nicht von heute auf morgen abstellen. Da könnte man wahrscheinlich subtiler vorgehen, als Leute, die solchem Gedankengut nahestehen und genug andere Probleme mit sich herumschleppen, in ihrem Minderwertigkeitskomplex noch zu bestärken.

            Als „individuelles, selbst gewähltes Problem“ möchte ich eher ansehen, ob ich auf solche aus gewissen psychischen Konstellationen resultierenden Verhaltensweisen „anspringe“, ob ich mich von solchen Idioten diskriminieren lasse, ob ich mich auf deren Spiel einlasse oder diese Deppen mir den Buckel runter rutschen können. Seien Sie in meinem Fall des Letzteren versichert.

        • Unser weiterhin aktuelles, massives Rassismusproblem lässt sich nicht auf eine existierende „Vorstellung“ verniedlichen, die an- und abstellbar ist.

          Schade, dass Sie im Engagement von Leuten, die sich tatsächlich engagieren, lediglich einen „missionarischen“ Eifer erkennen können.

          !!Sie könnten sicherlich subtiler vorzugehen, wer oder was hindert Sie?

      • Marion sagt jedenfalls zum Thema, und Sie sagen was zur Person „Marion“. Wer von Ihnen beiden mehr beratungsresistent ist, würde ich erst noch untersuchen wollen.
        Mir scheinen Kinderlieder nicht für die Tagespolitik da zu sein, sondern einfach dafür, dass die Kinder Spaß haben. Aber leider werden ja gerade in totalitären Gesellschaften die Kinder für die Politik vereinnahmt (welche Lieder werden wohl in Nordkorea gesungen? Wohl solche mit penetranten Erziehungsabsichten im Sinne des großen Führers?). Wir sollten genau das eben nicht machen.

        • !!!Texte werden eh überbewertet und werden viel zu ernst genommen – wer muss schon auf Lyriken in Kinderliedern achten, allein Spaß zählt…egal auf wessen Kosten. In diesem Sinne bitte laut lachend singen wie folgt mit DANK an Indra Rupp :

          10 kleine Nazi Kinder aus der BRD
          K***ten voll bei Pisa ab, das tat so richtig weh.

          9 kleine Nazi Kinder woll’n gern Maske tragen
          Frau Gebauer find das doof und drei haben den Schaden.

          6 kleine Nazi Kinder woll’n sich impfen lassen
          Impfstoff gibt es nicht genug und einer musste passen.

          5 kleine Nazi Kinder ha’m Eltern und Lehrer
          Die schreiben gern bei N4T, das machts für sie nur schwerer.

          2 kleine Nazi Kinder woll’n gern Lehrer werden
          Einen hat es umgehau’n vor lauter Schulbeschwerden.

          Ein kleiner Nazilehrer singt gern mit Migranten
          Dies lustige Kinderlied in allen Varianten.

          • @unverzagte

            Ich MUSS mich gleich noch einmal bestätigt fühlen (vgl. weiter oben).
            So langsam trennt sich die Spreu vom Weizen im „Gut und Böse“-Spiel, denn nichts anderes scheint mittlerweile der Kerngedanke in diesem Thread.
            Dabei ist das Ausgangsthema doch ein anderes gewesen …?
            PS.:
            Ich finde das alles immer noch schade, daher verzichte ich auf jeglichen Dank an wen auch immer.

      • Mit ihrer Dämonisierung harmloser Kinderlieder bringen Sie Kinder doch erst auf Ideen, die sie ohne sie gar nicht gehabt hätten.
        Beim „Schwarzer Mann“ – Spiel haben auch unsere Kinder mit Migrationshintergrund einen Riesenspaß, weil sie das überhaupt nicht auf sich selbst beziehen. Auch die deutschen Kinder haben noch nie in irgendeiner Weise erkennen lassen, daß sie einen Zusammenhang zwischen dem „Schwarzen Mann“ und den etwas dunklerhäutigeren Kindern herstellen. Das ist doch bloß so ein verkopftes Erwachsenending. Damit bringen so überaus emphatische Menschen wie Sie, Kinder erst auf Ideen, auf die sie von alleine gar nicht gekommen wären.
        SIE beweisen damit null Fähigkeit, sich in Kinder hineinversetzen zu können.
        SIE betreiben eine Spaltung der Gesellschaft und SIE sind auch nicht ganz unschuldig daran, daß unsere Gesellschaft sich mehr und mehr spaltet und radikalisiert.

      • 10 kleine Negerlein hab ich noch nie im Kiga gesungen. Darum werde ich auch nicht auf ihren völlig bescheuerten Vorschlag mit den 10 kleinen Nazi-Kindern eingehen.
        Allerdings haben wir die „10 kleinen Negerlein“ umgedichtet in „10 (8, 12, 15… je nach dem), kleine VS-Kinder“,
        die wir damit in die Schule verabschieden: „10 kleine VS-Kinder saßen auf ’nem Stuhle, eines fiel herunter, drum ging es in die Schule…“
        Ist inzwischen der Renner auf unserer alljährlichen Abschiedsfeier.

        • Sie haben sicherlich auch keine Schmerzen dabei, die unerträgliche „Reise nach Jerusalem“ zu spielen. Auch ein sog. „Renner“, kennen Sie den Ursprung dieses unsäglichen „Spieles“?

          Mir wird übel, wenn ich nur daran denke.

          • @unverzagte

            Sie eröffnen Ihren Post mit einer Unterstellung an @Marion.
            Danach wird Ihnen wird übel, so so …

            Finden Sie nicht, es reicht so langsam?

            Kennen Kinder den „Ursprung dieses unsäglichen „Spieles“?“ wäre wohl auch eine interessante Frage.
            Ebenfalls interessante Fragen sind:
            Wie denken Kinder selbst (!) über diese Fragen und Sachverhalte?
            Wie denken Kinder darüber, dass bestimmte Lieder und Spiele ab sofort verboten sein sollten?

            Wer Individuen – und ich zähle Kinder dazu – WIRKLICH ernst nimmt, muss das dann auch mit den Kindern besprechen und klären, denn die Kinder sind ja auch unmittelbar davon betroffen.
            So wie es aussieht, tut sich da schon die nächste Baustelle auf.

          • @Pit2020

            Solange in diesem Land noch rassistische Spiele als normal empfunden werden, die dem menschenverachtenden Jargon
            von Nazis einen Tribut leisten und damit einhergehend humane Katastrophen verharmlosen, sollten Sie sich für ein „ausreichend“ zu schade sein.

            Meine Mutter erzählte mir von einem Hüpfreim, den sie als Kinder spielten: „Ist die schwarze Köchin da? Nein, nein, nein. Dreimal muss sie herum marschieren. Beim vierten Mal den Kopf verlieren.“

            Wie denken denn Sie über weitere Einsätze solcher Reimspielchen, wo Ihnen ein Verbot doch unangemessen erscheint?
            Dass Sie die Auseinandersetzung mit Kindern und Jugendlichen als eine „nächste Baustelle“ für notwendig erkennen, lässt hoffen.
            Ihre Kolleg*innen sind dahingehend längst aktiv geworden: Entsprechend geeignete Unterrichtsmaterialien kommen seit den 90 er Jahren zum Einsatz.
            Die Problematik ist also alles andere als neu…
            https://www.bildungsserver.de/rassismus-als-thema-im-schulunterricht-12363-de.html

          • @unverzagte 19. Dezember 2021 um 20:36

            Meine Aussage „So wie es aussieht, tut sich da schon die nächste Baustelle auf.“ deckt sich inhaltlich nur ansatzweise mit Ihrer Aussage „Dass Sie die Auseinandersetzung mit Kindern und Jugendlichen als eine „nächste Baustelle“ für notwendig erkennen, lässt hoffen.“

        • Aber Kinder denken sich bei dem Wort Nazi doch garnichts böses. Die meinen einfach dann Deutsche und deutsche Kinder würden das selbstverständlich mitsingen. Es sind nur die Erwachsenen, die sie überhaupt erst auf solche Gedanken bringen. Im Wort Nazi steht nicht Holocaust = im Wort Neger (wie hier gesagt wurde von negro =schwarz) steht nicht Sklaverei. Das ist , wie Sie sagen so ein Erwachsenen Ding, was damit assoziiert wird. Aber wer A sagt muss auch B sagen.

    • Volle Zustimmung. Habe auch noch Pippi Langstrumpf und andere Klassiker im Original. Mein Lieblingsbuch als Kleinkind was ein Klappbilderbuch mit dem Titel „Die zehn kleinen N****lein, ich liebe es bis heute.

  23. Wie wäre es, wenn die hochgebildeten Wissenschaftler: innen nicht so viel theoretisieren, sondern sich mal in die Niederungen deutscher Kitas und Grundschulen begeben und die vielen Kindern mit Migrationshintergrund beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützen?

    • Wie wäre es, wenn Sie Ihr nicht besonders originelles Vorurteil ablegen, dass genau das viele hier täglich tun?
      Wie wäre es weiter, wenn auch Sie sich für scheinbar alltägliche, rassistischen Praktiken sensibilisieren, auch wenn Sie nicht direkt betroffen zu sein glauben?

  24. Drei Kartoffeln mit dem Kontrabass
    saßen an der Ecke und klagten sich was.
    Fragt ein vierter Mann: „Worum geht denn das?“
    „Um ‚Drei Chinesen mit dem Kontrabass!'“

  25. Liebe Sprach/Gender/Rassismus-„Forscher“,
    bitte hören Sie auf, Dinge aus dem Alltag schlechtzureden und setzen Sie sich lieber mit wirklichen Problemen, wie der der Unterdrückung und systematischen Diskriminierung ganzer Bevölkerungsgruppen in anderen Ländern auseinander. Setzen Sie sich am besten vor Ort dort ein.
    Das was Sie machen ist nur Verschwendung von Ressourcen (auch Ihrer eigenen).

    • @S.Weiß

      Mit Ignoranz lässt sich unser offensichtlich massives Rassismusproblem ganz sicher nicht lösen, was also soll der unnütze Verweis auf andere Länder bewirken?

    • Nein, nach meiner Erinnerung wird in Karl Mays „Winnetou“ geschildert, wie gefangene Kriegsgegner an einer Marterpfahl gebunden und in einer langen Prozedur zu Tode gemartert werden. Die „Ehre“ gebietet es dabei, dass die Opfer kein Wort dazu sagen dürfen. Das ist wohl nicht im Einklang mit den Menschenrechten. Und diese Prozedur wird so geschildert, dass sie nicht von den bösen weißen Eroberern, sondern von den echten und „guten Indianern“ so installiert wurde, inkl. diesem perversen „Ehrbegriff“. Mag sein, dass ich das verwechsle, ich mochte das schon als Kind nicht und habe „Winnetou“ nie zu Ende gelesen. Mich störte, dass da so viel Blut floss. Aber bei den drei Chinesen fließt kein Blut, das ist eben der Unterschied.

      • … mit fest geschlossenen Reihen zu sitzen bedeutet nichts anderes als eine Sitzblockade. Und das geht in Pandemiezeiten so ohne Abstand und Maske überhaupt nicht. Und Sitzblokaden gehören zur allgemeinen Folklore der Antifa, Horst hin oder her.

        Und „es zittern die morschen Knochen“ ist doch der Hit der Osteoporose-Patient*innen.

  26. Man kann auch vieles übertreiben.
    Man kann auch Kindern chinesischer Herkunft erklären dass es einfach ein Lied ist welches seit Jahrzehnten gesungen wird und es kein persönlicher Angriff ist. Vielleicht singen dann sogar alle multikulturell zusammen.
    Hach, kann die Welt schön sein!

    • Deswegen singen wir auch gerne die erste Strophe des Deutschlandlieds. Und wenn die von Deutschland überfallenen Nachbarländer dann zusammenzucken, sagen wir einfach, dass das Lied bei uns schon vor 80 Jahren gesungen wurde und es kein persönlicher Angriff ist. Und dann singen wir alle über die Grenzen hinweg: Deutschland, Deutschland, über alles.

      Hach, die Welt kann so schlicht sein.

      • Jetzt wirds langsam schräg!!! Unerträglich, dieser Kindergarten! Oh nein, das war jetzt eine Diskriminierung der Kinder im Kindergartenalter, wollte ich nicht! Im Gegenteil, ich glaube fast, in der heutigen Zeit, wo alles doppelt und dreifach beleuchtet wird und man jeden Schritt, den man tut, jedes Wort, das man sagt, ganz genau überlegen muss, haben die Kinder noch einen gesünderen Menschenverstand als viele Erwachsene.

      • Fontane ist eben ein Nationalist und Sexist. Die zweite Strophe ist ja die mit Wein, Weib und Gesang.

        @Bernd, kennen Sie den Unterschied zwischen der Nationalhymne und dem Lied der deutschen?

        Btw, watt is denn jetzt an „Britania rules waves“ besser?

        • Au Kacke, Hoffmann von Fallersleben war natürlich gemeint. Der andere hatte ja wa mit Effi in der Mark und war gar nicht auf dem roten Felsen inne Nordsee.

      • @Bernd

        „Deswegen singen wir auch gerne die erste Strophe des Deutschlandlieds.“

        Jetzt haben Sie mich aber doch überrascht, denn ausgerechnet von Ihnen hätte ich das nicht gedacht!
        Aber das „wir“ stammt ja aus Ihrer Feder aka Tastatur und schließt Sie selbstverständlich mit ein und wenn Sie schreiben, schreiben Sie ja als Mensch, der sich selber – hoffentlich! – kennt. Also glaube ich das mal, als „einfach strukturierte“ treu-doofe „Bio-Kartoffel“, die ich nun mal bin … Da komme ich gegen Eloquenz im Übermaß doch gar nicht an, also versuche ich es auch erst gar nicht.
        Nein, das ist gar nicht schlimm …
        Ich selbst fühle mich bei diesem „wir“ ausgeschlossen.
        Immerhin habe ich dadurch lernen dürfen, wie gut es sich anfühlen kann, wenn man ausgeschlossen ist.
        🙂

  27. Ich kann mich noch erinnern, dass ich im Kindergarten ein Bilderbuch mit den 10 kleinen Negerlein angeschaut hatte. Ich fand das Buch ganz toll, bis ich realisierte, dass die Kinder eins nach dem anderen „verschwanden“. Da war ich sehr traurig und die Kindergärtnerin tröstete mich, das sei nur eine Geschichte. Am Ende waren, glaube ich, alle 10 Kinder wieder da und da war ich erleichtert.

    Ich erinnere mich, dass ich mich in der fünften Klasse im Religionsunterricht wunderte. Da wurde ein Vater vom „lieben“ Gott gelobt, weil der bereit war, seinen Sohn für Gott zu töten und weil er dazu bereit gewesen wäre, musste er das dann doch nicht tun. Ich war eine stille Schülerin und dachte nur für mich, ob da im Buch der Bücher ein Fehler passiert ist. Denn der „liebe“ Gott hätte den Vater doch loben müssen, wenn er NICHT bereit gewesen wäre, seinen Sohn zu opfern..

    Ich erinnere mich, dass mir über Leute mit geistiger Beeinträchtigung gesagt wurde, die bleiben immer wie Kinder und ich mich besorgt gefragt hatte, wie das dann wohl für diese Leute im Alter ist, wenn sie als „Kinder“ keine Eltern mehr haben. Heute habe ich ich eine geistig behinderte Tochter, die in unserer Verwandtschaft mit Abstand die Jüngste ist, was bedeutet, wenn sie alt ist, existieren keine näheren Angehörigen mehr, und das ist dann für sie nicht anders, als wenn ihr das als achtjährige widerfährt (sie wird dann wohl noch Geschwister kriegen müssen 😉 )

    Ich erinnere mich, dass die Verwandtschaft sich über Homosexuelle amüsierte und ich, die ich meine eigene Bisexualität aber erst 25 Jahre später entdeckte, mich fragte, warum die Verwandten so selbstverständlich davon ausgehen, dass das in der eigenen Familie niemanden betrifft.

    Also kurz, man sollte Kinder nicht für blöde halten!

    • Waren Sie traurig, weil die Kinder verschwanden oder weil die schwarzen Kinder verschwanden? Ersteres könnte ich nachvollziehen, letzteres halte ich für nicht indoktrinierte Kinder in dem Alter für sehr unwahrscheinlich.

      • Ich war natürlich traurig, weil die Kinder verschwanden – unabhängig der Hautfarbe. Soll heißen, Kinder sind vielleicht doch nicht so blöd und finden einfach alles lustig.

        • Ende der Diskussion, weil Sie als Kind das Lied nicht für rassistisch hielten. Die Studie ist somit hinfällig, weil völlig sinnbefreit und rausgeschmissenes Geld, wenn man vom aktuell gängigen Opfernarrativ absieht.

          • Damit degradiert Georg hiesigen Rassismus zu einem Statistikproblem, welches er zudem als sinnlos bezeichnet .

          • Das ist jetzt echt naiv von Ihnen, Georg! Und völlig sinnfrei. Es geht auch garnicht darum, was weiße Kinder für rassistisch halten, wenn es um eine Geschichte mit schwarzen Kindern geht, sondern was schwarze Kinder davon halten. Was mit weißen Kindern im Laufe der Zeit passieren kann, wenn ihnen suggeriert wird, dies sei so in Ordnung, sieht man an vielen Kommentaren hier. Sie meinen also, ich hätte mit vier Jahren nicht nur merken sollen, dass das Buch, welches mir als lustig suggeriert wurde, garnicht lustig ist – sondern auch noch hinterfragen sollen, warum überwiegend weiße Menschen diese Geschichte mit schwarzen Kindern darstellen und warum dies bedeuten könnte, dass sie sich in ihrem Wert über Schwarze Stellen und aufgrund von fehlendem Mitgefühl /Empathie diese schwarzen Kinder nicht soweit als Menschen erkennen, dass sie begreifen, dass diese Schicksale der schwarzen Kinder in dem Buch genauso tragisch sind, wie wenn sie weißen Kindern passiert wären? Und jetzt kommt’s : Da ich (und natürlich auch andere Kinder) mit diesen schwarzen Kindern in der Geschichte Mitgefühl hatte(n), habe(n) ich (wir) genau DAS mit vier Jahren verstanden! Denn das fand ich /fanden wir genauso traurig, als wenn es um weiße Kinder gegangen wäre. Gerade weil Kinder ihr Mitgefühl noch unvoreingenommen und unbeeinflusst erleben. Nur können sie das nicht bewusst greifen, geschweige denn kommunizieren – sonst wären sie intelligenter als das ganze Forum hier zusammen.

          • Nein, tue ich nicht. Ich degradiere die Version des Rassismus aus dem Artikel zu einem nicht weiter relevanten Statistikproblem. Den richtigen Rassismus wird es zumindest im bildungsnah-westeuropäisch kultivierten Teil der Bevölkerung nicht geben. Hinweise auf Korrelationen sind kein Rassismus, müssten aber weiter untersucht werden.

  28. Allerdings geht es auch so :

    Meine lebensfrohe Tante, einst ein Fan von im Urlaub richtig knackig braun werden. Ich ein Fan von meiner Tante und aufgrund von dunkler Augenfarbe ebenfalls ein großes Talent von im Urlaub knackig braun werden. Meine älteste Schwester wollte mich allerdings ärgern und verwies auf ein Mädchen im Kindergarten, das ( aufgrund von zur Hälfte südländischen Wurzeln) brauner war als ich. Das missgönnte ich dem Kind sehr. So beschimpft ich es im Kindergarten laut mit :“DU MIT DEINER BRAUNEN HAUT!“

    Na, da war was los! Die Kindergärtnerin rief Zuhause an. Meine Mutter wie immer gleichmütig. Mein Vater fands lustig. Meine älteste Schwester durchschaute wohl worum es ging.
    Die Kindergärtnerin war die nächste Zeit mit viel pädagogischem Fingerspitzengefühl an mir dran und versuchte immer freundlich, sanft mich zu überzeugen, dass das Mädchen mit seiner Hautfarbe doch richtig hübsch aussähe.
    Das machte es dann auch nicht besser und mich nur bockiger :“Nö, garnich!“

    Aber gleichzeitig nichts gegen das Buch 10 kleine Negerlein im Kindergarten zu haben ist… Nun ja, merkwürdig. Selber denken kann schwer sein.

  29. Ich fang wahrscheinlich langsam an lästig zu werden. Aber mich treibt diese ganze Thematik wirklich um.
    Unsere europäischen Vorfahren haben zweifellos viel Unheil in die Welt gebracht.
    Sie haben die amerikanischen Ureinwohner und deren Kultur nahezu ausgerottet.
    Sie haben die Bewohner des afrikanischen Kontinents auf’s Grausamste versklavt und umgebracht und das über Jahrhunderte hinweg. Den Aborigines in Australien wurden ihre Kinder und ihre Kultur weggenommen. Wir Europäer haben uns in der Vergangenheit wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert. Daß dieses Unrecht bis heute nachwirkt dürfte jedem klar sein.
    Aber es ändert sich doch nichts, wenn wir jetzt anfangen jedes Kinderlied, jedes Kinderbuch und jedes Kinderspiel, aufgrund einzelner Begriffe pauschal als rassistisch zu verdammen. Ich bin davon überzeugt, daß kein Kind auf die Idee käme, sich wegen eines Liedes wie „Alle Kinder lernen lesen“, diskriminiert zu fühlen.
    Wenn wir früher in der Kita das Thema andere Länder und Kulturen behandelt haben, wurde oft mit dem Spruch gearbeitet: „Ein Holländerkind, ein Negerkind und ein Chinesenkind drücken beim Spielen die Hände in Lehm. Nun geh hin und sag, welche Hand ist von wem.“
    Natürlich enthält dieser Spruch ein Wort, das man heute so nicht mehr verwenden würde. Aber die Aussage ist doch trotzdem genau die, daß wir alle gleich sind, auch wenn wir verschieden aussehen. Nur daß eben die Bezeichnung damals überhaupt noch nicht als rassistisch erkannt wurde. Deshalb glaube ich auch nicht, daß Lieder wie das oben genannte, als diskriminierend empfunden werden, sondern, im Gegenteil, als die Gemeinsamkeiten hervorhebend. Wir können doch diese Begriffe nicht völlig isoliert betrachten, sondern wir müssen sie im Kontext sehen. Und dann sollten wir uns einfach mal klar machen, daß Kinder noch nicht so differenziert denken, wie Erwachsene. Da braucht es einfache Botschaften, wie z.B. die, daß wir Menschen aus anderen Kulturen, die vielleicht anders aussehen als wir, nicht ausgrenzen. Die Begrifflichkeiten halte ich da eher für nebensächlich. Jedes Kind versteht doch die Botschaft, die dahintersteht, egal, ob vom Eskimo oder vom Inuit die Rede ist, vom Indianer oder vom Ureinwohner Amerikas oder von Indigenen.
    Beim N-Wort bin ich durchaus auch der Meinung, daß man es nicht mehr benutzen sollte, weil es durch die Sklaverei in Amerika einfach einen zu negativen Beiklang hat, obwohl es ursprünglich einfach nur von negro (schwarz) hergeleitet
    ist.

    • Nein, Sie fangen nicht an lästig zu werden. Ihr Beitrag macht deutlich, dass Sie durchaus mit dem Thema ringen. Und das ist nichts Ehrenrühriges.

      Aber warum, um bei Ihrem Beispiel zu bleiben, werden ethnische Unterschiede betont, wenn es doch angeblich um Gemeinsamkeiten geht? Warum reicht es nicht zu singen: „Drei Kinder drücken beim Spielen ihre Hände in Lehm, nun geh hin und sag, welche Hand ist von wem.“ Warum geht es scheinbar bei so vielen Kinderliedtexten darum, nach vermeintlich rassischen Merkmalen zu unterscheiden? Offenbar ist das doch ein Thema, das die (erwachsenen) Texter früherer Zeiten ungemein beschäftigt hat.

      Es war ja auch gesellschaftsprägend: Rassismus, Antisemitismus und Imperialismus haben zwei Jahrhunderte überschattet, zahllose Kriege bis hin zum Weltkrieg verursacht – und die Folgen sind ja noch lange nicht überwunden.

      „Jedes Kind versteht doch die Botschaft, die dahintersteht, egal, ob vom Eskimo oder vom Inuit die Rede ist, vom Indianer oder vom Ureinwohner Amerikas oder von Indigenen.“ Warum ist denn nie einfach nur von Menschen die Rede, die halt an unterschiedliche Orten in der Welt leben?

      Setzen Sie doch mal versuchshalber „Dicke“, „Ostdeutsche“ und „Brillenträger“ an die Stelle der Ethnien – ist das dann immer noch nur lustig?

      • Ich habe bisher „Dicke“, „Ostdeutsche“ und „Brilenträger“ nicht diskriminiert, aber Sie rufen geradezu dazu auf … Und was hat das mit Ethnien zu tun? Und es ist doch die Rede von Menschen, die an unterschiedlichen Orten der Welt wohnen, wie sollen wir sie benennen? Sie haben auch nicht verstanden, dass gerade die Benennung der verschiedenen Herkünfte der Kinder den Händeabdruck als etwas bezeichnen, das keinen Unterschied der Herkunft macht.
        Ich finde es so bereichernd, dass es individuelle (auch ethnische) Ausprägungen und Eigenschaften bei den Menschen gibt, das macht das Leben interessant. Nur das Verhalten zählt, und leider wirft vermehrtes Fehlverhalten einer bestimmten Nation (ich denke da an Verbrechen) ein schlechtes Licht auf diese, und man wird vorsichtig. Aber das ist dann schon wieder Diskriminierung und Verallgemeinerung.
        KInderliedern Rassismus zu unterstellen ist schon sehr fragwürdig, so gesehen müsste jede Literatur auf Rassismus geprüft werden (jede Äußerung), da bleibt nicht mehr viel übrig. Sogar die Bibel müsste verbannt werden.

        • @teacher Andi
          Sie haben leider sowas von recht.Am besten gleich alle Bücher abschaffen, wie bei „Fahrenheit 451“. Das Buch habe ich vor etwa 15 Jahren gelesen. Damals hätte ich es nicht für möglich gehalten, dass wir uns jetzt immer mehr diesen Zuständen nähern. Mir wird Angst!

  30. @Bernd
    Danke für Ihre ausführlich Antwort.
    Ich glaube, daß keiner der hier Kommentierenden mit seiner Meinung völlig falsch oder völlig richtig liegt.
    Meistens liegt die Lösung irgendwo in der Mitte. Grundsätzlich bin ich der Meinung, daß man differenziern und immer den gesamten Kontext sehen muß und sich nicht immer nur in einzelne Begriffe „verbeißen“ darf. Mit diesem missionarischen Eifer (sorry, so empfinde ich das eben), kann man andere Menschen ganz sicher nicht für die eigene Sache einnehmen.
    Außerdem glaube ich, daß die meisten hier durchaus in der Lage sind, in ihrem eigenen Umfeld sensibel mit dem Thema umzugehen. Natürlich nehme ich wahr, wenn sich ein Kind mit einer Situation unwohl fühlt. Diese Fähigkeit wurde mir in einem Post oben ja schon abgesprochen.
    Aber ich glaube, daß man immer individuell entscheiden muß, ob ein Lied oder Spiel gerade in die Situation passt oder nicht.
    Generelle Verbote und Verteufelung von, meiner Meinung nach, doch recht harmlosen Kinderliedern, halte ich dagegen für völlig falsch.

    • Und was ist jetzt so schlimm daran ein unpassendes Wort zu ersetzen? Wird dadurch das Lied /Spiel verbannt oder verteufelt oder wird die Botschaft dann nicht viel besser hervorgehoben?
      Meinen Kindern tut es nicht weh, dass sie nur den Schokokuss aber nicht den Negerkuss kennen und vermutlich hatten damals auch alle dramatisiert, sie dürften wohl jetzt das Produkt nicht mehr essen.

  31. Nach meiner Erfahrung haben wir an den Schulen weniger ein typisches Rassismusproblem, sondern eher, dass die Schwachen und Unsicheren ausgegrenzt werden und auf ihnen rumgehackt wird. Das ist kein Problem der Hautfarbe, denn Schwache und Unsichere gibt es in allen Hautfarben. Es ist eher das Problem von empathielosem Verhalten Mitmenschen gegenüber und das Ausnutzen der eigenen, vermeintlichen Stärke um sich „groß“ darzustellen.

    Neulich beschäftigte ich mich mit meiner Klasse mit Rassismus (ist gerade bei uns ein Projekt) und zeigte ihnen ein fröhliches Bild von Kindern aller Hautfarben. Auf meine offene Frage, was ihnen dazu einfällt (es hätte etwas mit dem neuen Begriff Rassismus zu tun), sagte kein einziger, dass die Kinder unterschiedliche Hautfarben hätten. Das nehmen die Kinder gar nicht mehr wahr, es ist für sie Alltag. Es kamen eher so Antworten, dass sich die Kinder vielleicht gestritten hätten und sich jetzt wieder vertragen.

    • Allerdings, auch weiße Kinder werden in unseren Schulen gemobbt, wenn sie irgendwie „anders“ sind als das erwartet wird. Aber die haben offenbar keine Lobby. Trotz der gepriesenen „Heterogenität“ dürfen Kinder in bestimmten Punkten nicht anders als die anderen sein. Sie müssen das gut finden, was ihnen als „gut“ vorgesetzt wird. Sonst gelten sie als „renitent“ mit mangelnder Sozialkompetenz.

    • Das hängt glaube ich eher mit dem Alter der Kinder zusammen. Zu gute Schüler gelten in entsprechend zusammengesetzten Klassen als Streber.

  32. „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“: Wenn Kinderlieder rassistische Klischees bedienen
    Ich hätte mir andere Überschrift gewünscht, z.B. „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“: Wie beeinflusst Sprache unser Denken und Empfinden.

    Wenn ich jetzt sage: „Stellt euch mal einen Stuhl vor!“ Wie viele unterschiedliche Stühle kommen dann zusammen? Ist dann, ein Stuhl richtiger als der andere? Was ist, wenn jemand mit Folterstuhl antwortet? Ohne weiter zu hinterfragen, wäre meine erste Reaktion wahrscheinlich: „Junge, was läuft denn bei dir schief?“. Vielleicht hat derjenige aber gerade ein Buch über mittelalterliche Foltermethoden gelesen und dieses war noch so präsent, dass ihm spontan kein anderer Stuhl einfiel. Nächsten Monat denkt er vielleicht als erstes an Opas Lieblingsstuhl. Trotzdem läuft mein Kopfkino blitzschnell weiter und ich bringe ganz viele negative Gefühle mit diesem Begriff in Verbindung und übertrage diese, auch ohne groß darüber nachzudenken auf diese Person. Erst wenn ich innehalte und mir klar mache , dass bei mir auch gerade etwas schiefläuft, kann ich mich wirklich damit auseinandersetzen und auch in eine vernünftige Diskussion gehen.

    Ich glaube wirklich nicht das Diskussionen über Kinderlieder, Pippi Langstrumpf oder das Gendern zielführend sind. Zumindest solange nicht, bis wir generell akzeptieren können, dass einige Menschen Wörter anders erleben und interpretieren als wir selber.

    Mich würde wirklich interessieren, was bei euch im Kopf passiert ist, als ihr „…Wenn Kinderlieder rassistische Klischees bedienen“ gelesen habt. Ich könnte mir vorstellen, dass wir grob auf drei Gruppen kommen.
    Gruppe 1: „Ach Gott, haben wir echt keine anderen Sorgen? So ein Quatsch?“.
    Gruppe 2: „Genauso ist das. Endlich tut mal jemand was dagegen.“
    Gruppe 3: „ Scheiße! Ich habe die Lieder auch mit meinen Kindern gesungen. Bin ich jetzt ein Rassist? Meine Kinder auch? Ne, so nicht. Das lass ich nicht auf mir sitzen.“

    Jetzt gerade steht der Kommentarzähler auf 134. Gäbe es auch so viele Kommentare, wenn die Redaktion ihre Überschrift etwas anders formuliert hätte?

    Ob wir es wahrhaben wollen oder nicht, Sprache beeinflusst uns und wir lassen uns immer wieder durch geschickte Formulierungen am Nasenring durch die Manege führen.

    Was fühlt ihr bei den folgenden Worten? Skeptiker, Durchbruch, Versagen, Welle, Idioten… Was passiert mit euren Gefühlen und eurem Denken, wenn ich diese Wörter ergänze. Impfskeptiker, Impfdurchbruch, Impfversagen, Coronawelle, Covidoten… Gab es einen Unterschied?

    Vielleicht bringt eine Umdichtung diverser Kinderlieder oder Texte nichts. Vielleicht ist es aber auch der erste Schritt um bewusster und achtsamer mit unserer Sprache umzugehen. Irgendwo müssen wir schließlich anfangen.

    • Sehr gut analysiert, Dr Wiewunderland!
      Sie haben aber noch Gruppe 4 vergessen :
      Die “ ich schmeiß jetzt mal was verhaltensoriginellkreativintellektuelles in die Runde!“ – Gruppe.
      Wo ist eigentlich Dil? Dem fällt wohl nichts mehr ein..

    • @Wiewunderland

      Dürfen diskriminierende Verhaltensweisen nicht bei Ihrem Namen genannt werden?
      Weil andernfalls indirekt Betroffenen beim Begriff Rassismus negative Gefühle zugemutet werden?
      Verwässerte Ausdrucksweisen sind nicht weiterführend: Probleme werden nicht lösbarer, indem sie namentlich bewusst ausklammert werden.
      Ihr Kommentar wirkt auf mich, als wenn für Sie die Auseinandersetzung mit dieser hochaktuellen Thema unangenehm ist, warum freuen sie sich nicht über die vielen Beiträge und sehen Sie als Zeichen, dass diesbezüglich ein Bedarf am Austausch besteht?
      Erfreulich unbedingt, dass Sie auf den mächtigen Einfluss der Sprache hinweisen: Sprache konstruiert und VERÄNDERT (!) Realität. Das hat der Linguist Austin schon 1955 mit seiner Sprechakttheorie nachgewiesen . https://de.wikipedia.org/wiki/Sprechakttheorie
      Ihre Zweifel hinsichtlich effektiver, weil humaneren Umdichtung von glasklar rassistischen Ideologien, die sich leider immer noch a u c h in Kinderliedern niederschlägt, dürften damit überflüssig werden.

  33. C-a-f-f-e-e wurde textlich etwas verändert
    Habe ich gerade bei Wiki entdeckt. Na bitte, geht doch – dann dürft ihr jetzt auch mein Nazi Kinderlied ändern.

  34. Ich habe gerade mal bei drei Eskimos, fünf Chinesen und zwei Indianern nachgefragt, ob sie diese Bezeichnungen stören.

    Die Eskimos machten sich vor allem Sorgen wegen des Klimawandels, wie sie von anderen genannt werden, war ihnen egal.

    Die Indianer sind vor allem wegen des Raubs ihrer Lebensgrundlagen angep… Einer sagte, dass eine politisch korrekte Bezeichnung niemandem von ihnen konkret hilft, es ginge dabei offensichtlich eher darum, das schlechte Gewissen durch kostenlose „Anerkennung“ von was auch immer reinzuwaschen.

    Die Chinesen haben die Frage nicht verstanden.

    PS: Stimmt natürlich alles nicht, in Wahrheit waren es nur zwei Eskimos.

    PPS: Warum sind mir Leute suspekt, die lautstark im angeblichen Auftrag oder im vermeintlichen Namen DRITTER moralische Rösser besteigen und dabei in hoher Frequenz IHRE eigene Umwelt abwerten/ sich selbst auf Kosten IHRER sozialen Umwelt aufwerten…. Hmmm…

    • Ich frage mal Lera, ob sie ein Problem damit hat, Nazi (bedeutet nur Nationalsozialist ) genannt zu werden oder ob sie größere Sorgen ( Corona, Klima, Kumis, Schulbedingungen) hat?

  35. Lest euch nochmal alle Kommentare durch und findet heraus, wer sich hier als arme, von Aggressionen und Sprechverboten betroffene Opfer inszeniert! Dieses mit der Stasi vergleicht, mit Vergleichen wie Igeln die Forderung ins lächerliche zu ziehen versucht, Umkehr-Umkehrtaktiken verwendet, relativiert und mit schlimmeren Beispielen verharmlost (soll man keinen Taschenraub mehr anzeigen, weil Banken ausrauben doch viel schlimmer ist?, ist angrabschen nicht mehr schlimm, weil es auch Vergewaltigungen gibt? ), alles dramatisiert von wegen Lieder würden verteufelt/verbannt, alles würde langweilig weil man keinen Spaß mehr machen darf und dann empört sind, wenn sie genauso behandelt werden, wie diejenigen die sich ihrer Meinung nach nicht so anstellen sollen. (Stichwort Nazi Bezeichnung). Dann kommen Vorschläge die gut gemeintes suggerieren – zB Toleranz für Intoleranz zu zeigen ( Wenn es um Menschenwürde oder Menschenverachtung geht, lieber Pit, gibt es kein dazwischen. Ein bisschen Menschenwürde geht nicht, deshalb geht da kein entgegenkommen oder sich in der Mitte treffen. Es ist also keine Option, sich auf „wir sagen“ Neger“ nur manchmal „zu einigen oder ähnliches.) Verweisen möchte ich auch auf die gefährliche, um sich greifende Afd – Masche, das Gute mit seinen eigenen Waffen schlagen zu wollen. ZB indem durch relative Verdrehungen suggeriert wird, dass alles genau umgekehrt wäre, das Gute böse und das Böse gut. ZB indem Hass zur Meinungsfreiheit erklärt wird und diejenigen, die Hass (ein Gefühl! Keine Meinung) schüren verhindern wollen angeblich Gegner der (Meinungs/Sprech -) Freiheit sind – dabei wird es erst relevante Sprech-und Meinungsverbote geben, wenn das Hass schüren erfolgreich war, weil dann die relevante Freiheit ein Ende findet. Toleranz für Intoleranz zerstört die Toleranz! Die ( Meinungs/Religions/ect-) Freiheit endet da, wo es auf Kosten der „Freiheit „Anderer geht, weil es den Freiheitswunsch selbst ad absurdum führt. Ihr wollt die Freiheit haben nicht Nazis genannt zu werden? Dann nennt andere, wenn diese dagegen sind nicht Neger, Eskimos ect! Auch toll, der erpresserische Einwand :“ Ich hasse aber erst recht, wenn ich nicht hassen darf – also erlaubt mir das lieber.!“ Am Ende geht es eigentlich nur darum, unpassende Begriffe zu ersetzen… Sooo schlimm?

    • @Indra Rupp

      Ernst gemeinte Frage:
      Wo in diesem Thread stand das hier:

      „Auch toll, der erpresserische Einwand :“ Ich hasse aber erst recht, wenn ich nicht hassen darf – also erlaubt mir das lieber.!“

      Ich habe es tatsächlich nicht gefunden.

      • Das steht für die vielen „jetzt erst recht“ und „so spaltet ihr“ Kommentare und das ist im Grunde eine Erpressung! Wenn ihr noch „linker“ (ich wähle übrigens nicht links, sondern grün) werdet, wählen immer mehr die Afd habe ich auch schon gehört. Kurz man soll ein bisschen Diskriminierung stehen lassen, damit alle ruhig bleiben. Das zusammen gefasst in “ wenn ich nicht hassen darf, hasse ich erst recht, also lasst mich lieber“ ist angemessen, denn es geht um Hass wenn man meint bei Fremden /Benachteiligten/Minderheiten einen anderen Maßstab setzen zu müssen als bei sich selber und eine Phobie bekommt, wenn das jemand ändern möchte.

        • @Indra Rupp

          „Auch toll, der erpresserische Einwand :“ Ich hasse aber erst recht, wenn ich nicht hassen darf – also erlaubt mir das lieber.!“

          Halten wir also fest, dass dieser Satz von keinem Foristen in diesem Thread SO geschrieben wurde, sondern dass er vielmehr Ihre Wahrnehmung schildert.

          Danke für die ernsthafte Antwort.

          • Ach Pit, wissen Sie was Hass ist? Das ist eine Einstellung /Empfindung die ausgesendet und entsprechend wahrgenommen wird und nicht einfach genannt wird, wie eine Mathe Formel. Fehlt noch, dass Sie jetzt meinen, alles was nicht ausgesprochen wird, könne man nicht ernst nehmen. Sie sind definitiv keine Person mit Mehrfach-diskriminierungserfahrungen und deshalb verstehen Sie die „Zeichen“ nicht.

          • @ Indra Rupp 20. Dezember 2021 um 10:39

            „Sie sind definitiv keine Person mit Mehrfach-diskriminierungserfahrungen und deshalb verstehen Sie die „Zeichen“ nicht.“
            Sie kennen weder mich (Lebensweg und -umstände), aber Sie maßen sich an über mich zu urteilen.

            Sachlichkeit und wahre Empathie sind einfach Ihr Ding, das (und auch sich selbst) haben Sie insgesamt gut 😉 dargestellt.

    • Das ändert alles nichts daran, dass das Polemisieren gegen das Lied von den drei Chinesen ein inszenierter Sturm im Wasserglas ist. Gerade dieses Lied setzt die Chinesen nicht herab. Bezeichnenderweise wird der Text konkret auch gar nicht beanstandet, eben weil er so belanglos ist. Auch das Lied von dem „lustigen Zigeunerleben — brauchen dem Kaiser kein Zins zu geben“ setzt durch den Text niemanden herab. Nur das Wort „Zigeuner“ als solches wird beanstandet.
      Herabsetzende Lieder oder Spottlieder — das ist was anderes.

      • Eben, Carsten. Wir wollen bei „Alle Kinder lernen lesen“ nur Begriffe ändern und ernten einen Sturm im Wasserglas und die 10 kleinen Negerlein ist, BTW ein Spottlied. Findet ihr aber erst, wenn man über 10 kleine Nazis singt und das trifft den Kern!
        Ihr meint es wirkt schwerer, wenn Deutsche mit einem Begriff beleidigt werden, als wenn Afrikaner mit einem Begriff beleidigt werden. So wie André Hog dann antwortete, daß mein Vergleich „völlig unangemessen“ sei.

        • Ihrer Meinung nach sollen die Nazis doch verschwinden. Dann sollte Ihnen Ihre Version des Textes doch sehr gefallen. Der durchschnittliche Deutsche ohne Migrationshintergrund dürfte sich davon weder beleidigt noch sonst wie diskriminiert fühlen. Also müssten Sie nochmal ran.

        • Im Titel des Artikels stehen die drei Chinesen und weder „alle Kinder wollen lesen“ noch die 10 kleinen Negerlein. Davon wollen Sie wohl ablenken.
          Und Kinder als „kleine Nazis“, das ist doch irgendwie verquer. Selbst die Kinder von echten Nazis können nichts dafür, so wie die Kinder von Kommunisten. Zudem entsteht doch sicher das Problem, den Kita-Kindern zu erklären, was eigentlich ein Nazi ist. Da möchte ich mal hören, wie das erklärt wird, wenn hier schon etliche Diskutanten im Forum als Nazis beschimpft wurden. Etwa so: Nazis sind all die, die WIR nicht leiden können ? Wäre das nicht erst recht diskriminierend?

  36. Ein letztes mal melde ich mich jetzt zu Wort, und damit beende ich für mich die Diskussion, alle anderen können von mir aus weitermachen bis der Kommentarzähler durchdreht.
    Indra Rupp, unverzagte und bernd werden sich nicht von ihrer Sichtweise abbringen lassen, damit kann ich leben.
    Ich werde weiterhin mit den Kindern singen, spielen, lesen, was ich für richtig halte und was ich pädagogisch vertreten kann.
    Davon würde mit Sicherheit so einiges nicht ins enge Weltbild unserer Aktivisten für „Korrektsprech“ passen.
    Damit widerum müssen halt diese leben.

  37. Autor du verlorene Seele.

    Zuerst einmal muss ich mich verteidigen: Ich arbeite in einer heilpädagogischen Einrichtung, kuemmere mich um meine Mitmenschen und kann für mich sagen, dass ich wahrscheinlich akzeptable moralische Schlüsse ziehen kann.

    Aber was Autoren wie ihr die letzten Jahre antreibt, ist nicht gut.

    Ihr findet Probleme, wo vorher keine waren und stellt euch moralisch über Leute, die anderer Meinung sind (um euch besser zu fühlen?)

    Ihr gebt harmlosen Kinderliedern eine Bedeutung, die es vorher nicht hatte. 99,99% sehen hier nichts rassistisches am Lied.

    Das scheint mir eine Art Wohlstandkrankheit zu sein, wenn man sich für solchen Unsinn stark macht. Gemütlich vor dem Laptop in der warmen Stube ohne echten Aufwand. Ein tolles Placebo ohne positivem Effekt auf die tatsächlichen strukturellen Probleme des Rassismus – weil hier wirklich aktiv zu werden, würde ja echte Arbeit bedeuten.

    Es hat sogar den negativen Effekt: Ihr spaltet mit solchen Aktionen die sogenannte Mitte der Gesellschaft – die Leute die ansonsten einen gesunden moralische Kompass haben, werden auf einmal als intolerante, rassistische Idioten hingestellt. Respekt.

    • Volle Zustimmung, Johannes Reiners, manche ziehen hier über Kommentare her aus reiner Selbstdarstellung und unreflektierter Schulmeisterei. Lehrer, die immer Recht haben, sind nicht wirklich gute Lehrer.

  38. Ich bin erschüttert über die ganze Diskussion. Ich werde definitiv mit meinen Enkeln auch weiterhin Kinderlieder wie „drei Chinesen mit dem Kontrabass“ singen. Ihr Lieben Leute, wo sind wir denn hingekommen? Befasst euch mit echten Problemen. Gefühlte Jahrtausende hatte niemand nur ansatzweise dabei rassistische Gedanken. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter. Die Mitbürgerinnen in Mitbürger, die die Diskussion um solche Kinderlieder überhaupt erst losgetreten haben, schüren doch dadurch quasi erst die ganze Rassismusdebatte.

  39. Mein Punkt war ja gerade, dass es ganz viel Litanei von Indra Rupp und anderen hauptberuflichen Anwälten der Geknechteten und Unterdrückten gibt, gleichzeitig aber wenig bis nichts von den angeblich Betroffenen selbst.
    Sobald jemand sagt: Ich möchte so oder so nicht (mehr) genannt werden – kein Problem.
    Das ist aber nicht der Fall. Die Einzige, die hier Schnappatmung zur Schau stellt, sind Sie selbst.
    Da liegt der Gedanke nahe, dass es Ihnen vielleicht gar nicht um die Interessen marginalisierter Gruppen, sondern um Selbstdarstellung geht.
    Sie behaupten hier die ganze Zeit, für diese Gruppen zu sprechen.
    Mit wie vielen Eskimos haben sie denn so gesprochen in letzter Zeit? Oder beziehen Sie Ihre Weisheiten am Ende doch nur aus irgendeinem poststrukturalistischen Ethnographen-Geschwurbel weltfremder Ethik-Experten?
    Wer hat Ihnen Ihr Mandat erteilt?
    Wenn Sie mal ganz kurz ehrlich sind: einfach nur Sie selbst.

    • @Lera

      Diese Gedankengänge kann ich teilen.

      Außerdem (gerade eben gefunden):
      >>…
      Wissenschaftlich ist das Konzept umstritten
      Ob etwas als Mikroaggression gewertet wird oder nicht, hängt entscheidend vom Erleben der betroffenen Person ab. »Fühlt sich eine Person angegriffen, etwa durch die Frage nach ihrer Herkunft, ist sie Opfer einer Mikroaggression«, erklärt Zick. Doch solche Aussagen sorgen für Kritik. Wie soll man etwas wissenschaftlich untersuchen, was letztlich völlig subjektiv ist? Der 2020 verstorbene US-amerikanische Psychologe Scott Lilienfeld von der Emory University argumentierte deshalb, der subjektive Eindruck einer Person allein reiche nicht aus, um von einer Mikroaggression zu sprechen.
      »Das Konzept der Mikroaggressionen ist wissenschaftlich weiterhin umstritten«, sagt der Soziologe Il-Tschung Lim vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. Die Person, an die eine Äußerung gerichtet ist, habe die Definitionshoheit. »Das finde ich problematisch. Denn dann wäre es vollkommen unerheblich, was der Absender mit der Aussage eigentlich gemeint hat.«<<
      https://www.spektrum.de/news/rassismus-sind-mikroaggressionen-real/1960354?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

      "… sagt der Soziologe Il-Tschung Lim vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen. …"
      Der "arme Tropf" … Ich könnte wetten, er ist "definitiv keine Person mit Mehrfach-diskriminierungserfahrungen" und deshalb kann auch er die „Zeichen“ nicht verstehen.
      (Das ist aber auch schon wieder ein Mann! … Muss es hier so viele“ Männer“geben?)
      😉

  40. Nun, jetzt wird es hier noch richtig lustig :

    1. Ihr meint also man müsse ein paar weiße (!) Kinder (oder Weiße der letzten „Jahrtausende“) fragen ob ein Lied über Schwarze (!) diskriminierend /abwertend/rassistisch ist und dann ist die Sache klar?
    2. Ihr meint, dass Weiße es erfunden haben, dass Schwarze den Begriff Neger oder Inuit den Begriff Eskimo oder Südamerikanische Indigene den Begriff Indianer ablehnen?
    3. Ihr meint diejenigen, die sich hier als „Anwälte der Unterdrückten“ einspielen sind keine Betroffenen und kennen auch keine solchen, sondern machen es sich in der warmen Stube bequem (anstatt sich mal wirklich einzubringen) ?

    Dann frage ich jetzt mal die gut situierten Eltern und wohlhabenden Lehrkräfte und andere Leser*innen dieses Bildungsmagazines :

    -Wisst ihr wie es ist in Corona Zeiten als selbständige Geringverdienerin aufgrund von Ausfall bei gleichzeitig weiter laufenden Kosten über mehrere Monate 600 Euro unter H4-Niveau zu leben?

    -Wisst ihr, wie es ist wenn zwar alle um dich herum Wohltäter sind, die dir ihr gebrauchtes Fahrrad schenken oder ähnlich helfen wollen, du durch deine „Gesellschaftsschicht “ aber keine Chance hast, zu diesen Leuten eine Freundschaft aufzubauen, weil eben andere Stufe in der Gesellschaft?

    – Wisst ihr wie es ist, als alleinerziehende Geringverdienerin an einer Waldorfschule wie Dreck behandelt zu werden und nicht mal das Recht zu bekommen, diesbezüglich Dinge zu klären und von der Klassenlehrerin ständig gefragt zu werden, ob man schon „was neues“ gefunden hat, obwohl man mehrmals erklärt hat garnicht arbeitslos zu sein und am Ende samt Kind weggemobbt zu werden?

    – Wisst ihr, wie es ist ein überdurchschnittlich begabtes Kind zu haben, das an jeder Schule mit Kusshand genommen wird und ein geistig behindertes Kind, das, obwohl ruhig, zufrieden und lieb für seinen I-Platz kämpfen muss und alle durch unterlassen erreichen wollen, dass wir schnell freiwillig wieder gehen, weil die „nicht-behinderten“ Kinder so anstrengend sind und mein Kind das ausbaden soll?

    -Wisst ihr, wie es ist sich zu fragen „Was wäre mit meiner (geistig behinderten) Tochter, wenn wir in der NS-Zeit gelebt hätten?“ und wie es ist zu erleben, dass die Gesellschaft solche Menschen praktisch nicht kennt und ihnen unbewusst weniger Empfindungen wie anderen Menschen anerkennt. Kurz“ die merken es doch garnicht, wenn sie verwahrt werden“ und sich zu fragen, was mit dem Kind wird, wenn man nicht mehr da ist und es „verwahrt“ wird. Das sind Menschen, die für die meisten „weit weg“ sind (wie das Leid der afrikanischen hungernden Kinder – auch weit weg) . Habt mal selber so ein Kind und ihr wisst, dass es ein empfindender Mensch und liebenswert ist wie alle anderen. Aber es wird (wie Peter Pan) immer ein Kind bleiben und wenn es alt und ohne noch lebende Angehörige im Pflegeheim lebt und die Betreuerin auch froh ist, bald Feierabend zu haben, dann ist das für diesen Menschen, welcher immer Kind bleibt, nicht anders als würde es mit acht Jahren in diese Situation kommen.

    -Wisst ihr, wie es ist wenn Verwandte einen Unterschied machen ob du oder andere in der Familie respektlos behandelt werden? Ersteres normal, letzteres geht garnicht?

    -Wisst ihr, wie es ist, vom Vermieter (übrigens Lehrerpaar) mit Kostentricks, gespielt geheuchelter Freundschaft um „Schwächen, Einkommen, ect“ auszuhorchen, Psychoterror, Verbale Gewalt, körperliche Bedrohung, ect aus dem Haus geekelt zu werden, weil Vermieter dann 200 Euro mit Miete hoch gehen können und angesehenes Ehepaar einziehen lassen können? Dazu Kommentar vom Vermieter „Klar hast du es als Alleinerziehende schwerer – das muss auch so sein, sonst würde das ja jeder wollen! “

    Ect. Nun, als ich meine Bisexualität entdeckte, hatte ich schon genug erlebt, so dass mir das unproblematisch vorkam. Solidarität mit Benachteiligten ist so automatisch da. Irgendwann erkennt man die kleinen Microagressionen die zusammen das große Ganze beeinflussen. Holocaust und Sklaverei war viel schlimmer als das. Unbekümmert Texte in Liedern nicht zu hinterfragen ist harmloser als das. Aber alles fußt auf den selben Machtstrukturen und anderen Eigenschaften der Menschen. Und bei Kleinigkeiten bleibt es nicht!
    Früher haben wir aus Unwissenheit Begriffe benutzt, heute sind wir nicht mehr unwissend und müssen Entscheidungen treffen. Glaubt ihr, Menschen können so eigenständig denken, dass es beim Gebrauch dieser Begriffe bleibt? „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen, wegen Meinungsfreiheit“ – und wenn das durch ist und wir entsprechend abgestumpft und die NS – Zeit noch länger her, dann kommt : “ Man wird doch wohl nicht neben jedem sitzen wollen müssen, wegen körperlicher Nähe-Distanz-Freiheit“ und dann sitzen Schwarze, Arme, Behinderte im Zug/Bus wieder im Extra Bereich. Ach halt-das haben wir ja schon! Die Gymnasiasten im Ort wollen nämlich nicht den gleichen Bus nutzen wie die Oberschüler*innen (und das liegt nicht an deren Verhalten, am Gymnasium gibt es vorm Bus das gleiche hirnlose Gedränge!). Wir haben einen Rechtsruck! Corona bewirkt, dass man sich Feinde/Schuldige suchen will. Es wird schon spekuliert „sind mehr Arme oder mehr Reiche geimpft, mehr Deutsche oder mehr Migranten, mehr Oberschüler*innen oder Gymnasiasten und wie hoch ist die Impfquote und die Einhaltung der Maßnahmen bei H4lern?“ Die Afd will nicht nur ein paar Privilegien für die Mehrheit Gesellschaft. Sie erreichen nur als NPD erstmal nichts, deshalb ziehen sie ihr blaues Deckmäntelchen über und versuchen sachte und unbemerkt Grenzen aufzuweichen. Erst dürfen wir wieder Neger sagen, dann in Sitzgruppen aufteilen, dann…
    Die Menschen vor 80 Jahren waren nicht dümmer oder schlechter als wir heute – das kann jederzeit wieder passieren!

    • Ach so, PS Lera :
      Schauen Sie bei queer. de, dort sind einige mit amerikanisch Indigenen Wurzeln, die den Begriff Indianer nicht mögen. Schauen Sie in Schulen, dort treffen Sie schwarze Kinder, die nicht Neger genannt werden wollen, sobald sie die Hintergründe dieses Begriffes kennen ( PS: Diese Kinder wollen speziell von Weißen nicht so genannt werden). Schauen Sie in diesen Artikel, dann lernen Sie eine Person kennen, die ein Problem damit hat immer als „Chinese“ mitgemeint zu sein. Schauen Sie bei Wiki, dann erfahren Sie das Inuit nicht Eskimos genannt werden wollen. Noch Fragen?

  41. Für mich sind oft nicht die Inhalte der kritisierten Lieder rassistisch, sondern die Akademiker, die rassistische Inhalte in als neutral gemeinte und auch als neutral empfundene Inhalte hineininterpretieren. Bei dem Lied „Drei Chinesen mit dem Kontrabaß“ habe ich niemals auch nur einen abwertenden Gedanken über Chinesen gedacht. Bis zu diesem Artikel. Das Denken dieser Intellektuellen ist für mich somit rassistisch und daher sollten sie aufhören, rassistische Bezüge zu konstruieren, wo keine sind. Nicht das Wort ist entscheidend, sondern die ihm zugeschriebene Bedeutung. Das kann man sehr schön beim Begriff „Schwarzer“, „Person of Color“, „Mensch mit Migrationshintergrund“, etc. beobachten, bei dem die Haltung und Meinung über eine Person auf jedes neutral gemeinte Wort übertragen wird, egal wie politisch korrekt man versucht, sich auszudrücken, es wir immer ganz schnell wieder diskriminierend, weil nicht das Wort an sich diskriminierend ist, sondern die Werte und Gedanken, die Menschen damit verknüpfen. Also, liebe Akademiker und Journalisten: hört auf mit der Verbreitung des Rassismus in Euren Köpfen!

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