Philologen-Chefin fordert von der KMK: „Lehrkräfte vorrangig boostern!“

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BERLIN. Angesichts der sich zuspitzenden Corona-Lage an unseren Schulen fordert der Deutsche Philologenverband klare Beschlüsse von der Kultusministerkonferenz bei ihrer letzten Zusammenkunft in diesem Jahr am heutigen Donnerstag. „Guten Unterricht sicherstellen, Lehrkräfte vorrangig boostern, PCR-Pooltestungen für die Schulen umsetzen und rechtzeitig und verlässlich an Eltern, Schüler und Lehrkräfte kommunizieren, wann die Weihnachtsferien in jedem Bundesland beginnen sollen“ – das erwartet die Vorsitzende Susanne Lin-Klitzing jetzt von den Kultusministerinnen und Kultusministern. 

Philologen-Chefin Susanne Lin-Klitzing macht Druck. Foto: DphV

Susanne Lin-Klitzing weiter: „Unser Ziel ist guter Unterricht, und das am besten in Präsenz, wenn sichere Bedingungen dafür durch die Politik rechtzeitig geschaffen werden. Keine unserer Forderungen ist überraschend. Und sie dienen Eltern, Schülern und Lehrkräften! Auch zuverlässige Tests und ökonomisches Testen, also PCR-Pool-Testungen, sollten in der jetzigen Situation eine Selbstverständlichkeit sein.

Der Deutsche Philologenverband tritt entschieden gegenüber den Kultusministerinnen und Kultusministern dafür ein, Lehrkräften nicht noch weitere Arbeit zuzumuten, wenn sie in ihrem Land die Präsenzpflicht für die Schülerinnen und Schüler aufheben. „Keine Zusatzbelastung für Lehrkräfte durch die Aufhebung der Präsenzpflicht. Aber eine rechtzeitige Kommunikation seitens der Politik für eine solide Planung des Unterrichts – das erwarten wir sowohl für die Zeit bis zu den Weihnachtsferien als auch für die Zeit bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres bis Ende Januar. „Nur so können wir guten Unterricht für die Schülerinnen und Schüler planen und durchführen“, so Lin-Klitzing. News4teachers

Philologen bestätigen ihre Bundesvorsitzende Lin-Klitzing im Amt – (fast) einstimmig

 

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4 Kommentare
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Rosa
11 Monate zuvor

PhV-BW bezieht zu dem Chaos von Frau Schopper als KM in BW Stellung!https://www.phv-bw.de/gemeinsames-kopfschuetteln-zu-geplanter-quarantaeneregelung-fuer-schuelerinnen-und-schueler/ Die Lehrer und Schulleitungen haben in der Krise sehr viel geleiset für die Schülerschaft und Elternschaft. Die Doppelbelsatung vor den Weihnachtsferien an den Schulen der als sichere Ort verkauft wird von Frau Schopper und die plötzliche Sinneswandlung wirft viele Fragen auf. Diese Zeit sollte doch für Impfungen an den Schulen genutzt werden. Die Lehrer und Schulleitungen haben viele noch keine Booster Impfung erhalten und können nicht fern bleiben und sich in Quarantäne begeben. Frau Schopper möchte gewährleisten, dass die Rewe Kasse besetzt bleibt und dies glückt Ihr wenn Aufbewahrung gewährleistet wird. Der Gesundheitsschutz spielt für Frau Schopper keine Rolle und Infektionen gehen auch von der Schule aus. Booster Impfung trägt einen Teil dazu bei und dies hat eine Mehrheit nicht.

Jan aus H
11 Monate zuvor

Es ist unglaublich, wie schläfrig manche Orte bei der Booster-Impfung sind. Bei uns sind massenhaft Termine frei… sie erlauben explizit auch Personen außerhalb des Stadtkreises (aber nur aus NRW). Warum bekommen andere Orte das nicht auf die Reihe?

Carsten60
11 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Andernorts gibt’s lange Warteschlangen, und die Hausärzte sind verunsichert, bekommen keine zuverlässigen Informationen. Und dem Volk wird ständig was anderes erzählt. Erst heißt es, 6 Monate nach der zweiten Impfung soll „geboostert“ werden, dann gibt’s Stimmen, die das schon nach 5 Monaten für angemessen halten, jetzt liest man schon, dass es nach 3 Monaten wünschenswert wäre und dann im Sommer selbstverständlich gleich wieder. Ich bin kein Impfgegner (bin brav geimpft, der Termin fürs Boostern steht auch schon fest), aber ich kann verstehen, dass manche Leute sich durch solche Meldungen „verarscht“ fühlen.