Neues Bremer Bildungsinstitut soll «ungeschminkte» Schulrealität zeigen – aber…

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Nach jahrelangen Debatten und Vorbereitungen soll zum 1. Februar in Bremen ein neues Institut an den Start gehen, das die Qualität an Bremer Schulen systematisch erfassen soll. Formal werde das «Institut für Qualitätsentwicklung Bremen», kurz: IQHB, zwar der Leitung der Bildungsbehörde angegliedert. «Es soll aber frei von Weisungen ein ungeschminktes Bild der Realität an den Schulen erstellen», teilte die zuständige Senatsverwaltung mit.

„Frei von Weisungen“: Sascha Karolin Aulepp (SPD). Foto: Foto-AG Melle / Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Um das zu erreichen, sollen der jeweilige Lernstand, die Leistungs- und die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern festgestellt, mit amtlichen Daten in Bezug gesetzt und sowohl mit den Schulen als auch mit der Behörde ausgewertet werden. Das sei die Aufgabe des Instituts. Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp (SPD) verwies auf die Bremer Ergebnisse der bundesweiten Vergleichsstudie «VERA 8». «Die Ergebnisse waren besorgniserregend, da gab und gibt es nichts schön zu reden.»

Es gebe viele Ursachen. Besonders erschreckend sei nach wie vor der enge Zusammenhang zwischen der sozialen Lage und den Ergebnissen. Es müsse Veränderungen geben, und die Grundlage dafür müsse das Wissen über die konkrete Situation sein. «Ich bin froh, dass wir den Knoten durchgeschlagen und das IQHB an den Start gebracht haben. Nicht als Minimallösung, sondern in Umsetzung des Auftrags der Bremischen Bürgerschaft nach Hamburger Vorbild.» dpa

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