Streit um Schulnoten: „Durch eine Reihe von Faktoren verzerrt!“ Trotzdem unverzichtbar?

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BERLIN. Noten sorgten ursprünglich für mehr Gerechtigkeit, denn sie koppelten die Chance auf Bildung von der Herkunft ab – Aufstieg durch Leistung. Aber sind Zensuren auch heute noch gerecht, objektiv und sinnvoll?

Bilden Schulnoten tatsächlich Schülerleistungen ab – oder sind sie mehr oder weniger vom Zufall abhängig? Foto: Shutterstock

«Ich habe meine Mathearbeit zurückbekommen.» Welche Frage stellen die meisten Eltern daraufhin? Genau, die nach der Note. Dabei ist wohl den wenigsten bewusst, dass auch sie selbst diese beeinflusst haben – und die Zensur nicht das tatsächliche Können in Mathe widerspiegelt.

«Ich könnte Ihnen zehn Gründe nennen, warum Noten ungerecht sind», sagt der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger. Doch der ehemalige Schulleiter zieht daraus nicht den Schluss, diese abzuschaffen. Im Gegenteil: Er ist davon überzeugt, dass sie ein sinnvolles Instrument der Rückmeldung und des Vergleichs sind – wenn man angemessen mit ihnen umgeht. Dazu gehöre etwa, dass man den Schülerinnen und Schülern eine individuelle Rückmeldung zu jeder Note gebe und sie angemessen dabei unterstütze, ihre Kompetenzen weiterzuentwickeln.

„Viele sehen nicht, dass nur bewertet wird, eine bestimmte Aufgabe auf eine bestimmte Art und Weise zu lösen“

Noten müssen weg – aus verschiedenen Gründen, sagt dagegen der Schweizer Deutschlehrer, Dozent und Autor Philippe Wampfler. «Wie sie zustande kommen, das ist nicht objektiv. Es sind scheingenaue Werte, die durch eine Reihe von Faktoren verzerrt werden.» Das sei seit 50 Jahren gut empirisch belegt. Wie sehr unterstützen einen die Eltern? Wie ist die Lernsituation zu Hause? Wie kommt man mit der Lehrerin klar? Wie stark sind die Leistungen der anderen in der Klasse? Und auch: In welchem Bundesland geht man auf welche Schule?

Wampfler erklärt, dass regelmäßig drei Arten der Leistungsbeurteilung vermischt würden: Die Stärksten der Gruppe bekommen die besten Zensuren. Oder es wird bewertet, dass ein bestimmtes Qualitätsniveau erreicht wurde. Aber auch der individuelle Fortschritt kann ein Kriterium sein. Zudem würden für das heutige Berufsleben entscheidende Kompetenzen wie Kommunikation oder Teamfähigkeit kaum oder gar nicht benotet.

Aus den so entstandenen Zensuren werde eine nicht sinnvolle Vergleichbarkeit konstruiert. Die «verheerend für Schülerinnen und Schüler sein kann, weil viele nicht sehen, dass nur bewertet wird, eine bestimmte Aufgabe auf eine bestimmte Art und Weise zu lösen. Sondern sie nehmen Noten als Bewertung ihrer Person wahr», sagt Wampfler. Die Fixierung auf Zensuren erschwere sinnstiftendes Lernen.

Das sieht auch der Präsident des Lehrerverbandes ähnlich: «Eine Lehrkraft hat ihren Beruf verfehlt, wenn sie in der Vergabe von Noten ihre wichtigste Aufgabe sieht.» Meidinger appelliert aber auch besonders an die Eltern, Noten eine geringere Bedeutung beizumessen. Grundsätzlich sieht er jedoch keine Alternative zu ihnen. Eine Lösung, die nicht ebenfalls Ungerechtigkeiten enthalte, gebe es nicht, meint er.

Das sieht Wampfler anders. Er plädiert für Portfolios, in denen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeit und ihr Lernen dokumentieren und über die sie regelmäßig mit der Lehrkraft reden. In diesem System sollten Tests eine Rolle spielen, bei denen Kompetenzen nachgewiesen werden. «Wenn du es nicht kannst, dann kannst du noch mal üben. Und wenn du dann bereit bist, zeigst du, dass du es kannst. Anschließend kannst du es für dich abhaken – und gehst weiter», erklärt der Pädagoge.

„Es ist heute schon zu wenig Zeit, um alles seriös zu machen. Jetzt nehmt nicht auch noch die Noten weg“

Ein zentrales Problem des bestehenden Systems sei, dass man die Lernenden vom Urteil anderer abhängig mache. «Ich müsste ja eigentlich, wenn ich eine Leistung erbracht habe, auch selber darüber nachdenken. Wie gut war das jetzt? Womit bin ich zufrieden? Was würde ich gerne anders machen?», sagt Wampfler. «Wenn man solche Gespräche institutionalisiert und sagt: Wir sprechen übers Lernen – dann wäre das ein guter Weg.»

Dass es bis dahin auch ein weiter Weg wäre, dessen ist sich Wampfler bewusst. Er weiß um die Vorbehalte und Ängste gegenüber einem System ohne Noten. Und um die fehlenden Ressourcen. «Es ist heute schon zu wenig Zeit, um alles seriös zu machen. Jetzt nehmt nicht auch noch die Noten weg, die sind sehr effizient und komprimiert», höre er, so der Pädagoge. Zahlreiche Lehrkräfte hätten viel Energie investiert zu lernen, wie man Noten mache, ohne sich Probleme etwa mit Eltern einzuhandeln.

Damit Schule ohne Noten funktionierte, müsste die Ausbildung von neuen Lehrkräften anders gestaltet werden. Und es bräuchte viel Weiterbildung für die etablierten. Auch die Eltern müssten umdenken und sich von der vordergründigen Sicherheit der Ziffern verabschieden, die ihr Kind bekommt. «Wenn sich die Noten im Bereich der Erwartungen bewegen, denken die Eltern: Die Schule macht das gut und das Kind macht das gut», so Wampfler. Durch Portfolios und an Kompetenzen orientierten Tests könne man erreichen, dass für die Eltern auch ohne Zensuren nachvollziehbar sei, wie es läuft.

Wampflers Resümee: Keine Wunder erwarten. «Man muss beginnen, in der Schulpraxis Noten weniger Bedeutung zu geben. Ich versuche beispielsweise, nie ein Gespräch zu führen, in dem ich auf Noten eingehe – außer ich werde gefragt. Sonst verweise ich nie darauf, sondern ich versuche übers Lernen zu sprechen.» Von Alexandra Stober, dpa

Philippe Wampfler, Björn Nölte: Eine Schule ohne Noten, hep 2021. ISBN 978-3-0355-1966-2

Eine Lehrerin bekennt: Ich gebe nur noch gute Noten, weil gerechte Zensuren eine Illusion sind – Debatte um Leistungsbewertung

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Dil Uhlenspiegel
4 Monate zuvor

Damit Schule ohne Noten funktionierte, müsste die Ausbildung von neuen Lehrkräften anders gestaltet werden. – falsch
Und es bräuchte viel Weiterbildung für die etablierten. – falsch
Durch Portfolios und an Kompetenzen orientierten Tests könne man erreichen, dass für die Eltern auch ohne Zensuren nachvollziehbar sei, wie es läuft. – falsch

Alles falsch, behaupte ich. Die Notengegner behaupten das Gegenteil. Das weiß ich, weil ich mal einer war, bis ich mehr und mehr Durchblick im Schulalltag und Bildungssystem kriegte und sich die pädagogischen Ideal-Floskeln diverser (üblicherweise) Theoretiker, Erneuerungsvorreiter und Studienverfasser beständig abnutzten. Wobei man schon sagen muss, dass, war die eine weg, kam der nächste schnell nach, also Nachschub scheint mächtig vorhanden zu sein da draußen. Was viele m.E. vereint, ist auch dort die gewisse Grundhaltung, dass man die LuL, teils auch SuS und Eltern „von heute“ quasi umerziehen müsse, um ihre fossilierten Denkmuster zur wahren Erkenntnis aufzubrechen. – Na dann mal los, ich freue mich schon auf die neuesten Erleuchtungmomente.

Georg
4 Monate zuvor

Wieso sind Berichtzeugnisse genauer?

Mal angenommen, die Forderungen werden durchgesetzt, dann kommen harte Eignungstests, die die Bewerber ganz schnell auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Der soziale Gradient wird dann noch viel deutlicher.

Rosa
4 Monate zuvor

Für mich ist immer ein wichtiger Aspekt das Bemühen und die Lernfreude des Schülers. Auch die Arbeitshaltung welche Bereitschaft bringt der einzelne Schüler mit und was kann in der Gruppe daraus wachsen. Durch den Gruppenprozess kann die ganze Klasse profitieren und daran wachsen. Durch dieses Geschehen kann man auch nicht so Leistungsstrke Kinder und Jugendliche mitreisen. Die Noten sind immer ein Anhaltspunkt der Leistung in der erbrachten Klassenarbeit und alles andere erscheint nicht in der Note.

Pit2020
4 Monate zuvor

Aus Zeitmangel mal ganz knapp, aber absolut ernst gemeint:
1)
Kinder haben von sich aus das Bedürfnis, eine Rückmeldung zu bekommen.
Wenn man sie „totlabert“ (lange Berichtszeugnisse) schafft das mehr Verwirrung als Hilfe bei der Einordnung der eigenen Leistung bzw. des „Wo stehe ich mit meiner Leistung? Bin ich besser als/schlechter als XYZ?“
2)
Ebenso wenig funktioniert ein als unecht empfundenes Lob für die allerkleinste Kleinigkeit (Motto „Es gibt IMMER etwas Positives!“), wenn das Ergebnis langer Mühen nicht toll ist und auch vom Kind/Jugendlichen selbst nicht als toll eingeordnet wird.
Vermeintlicher Trost und „Aufbauhilfe“ für die Psyche mag da nett gemeint sein, geht aber nach hinten los.
Das schadet dann auf der Beziehungsebene ganz gewaltig, Lawinen-Effekt in Sachen Glaubwürdigkeit usw. inklusive.
3)
Dieses Bedürfnis zu Rückmeldung und Vergleich ist bei jedem Menschen vorhanden, auch bei Erwachsenen, die im Idealfall schon ganz prima Selbstreflexion betreiben. (Hahaha.)
Genau DAS liegt doch dem Erfolgsmodell von Instagram & Co zugrunde.
Es ist aber auch die Grundlage für jeden sportlichen Wettkampf … also ALLES ändern? Sportwettkämpfe von der „Pampers-Liga“ an aufwärts zukünftig ohne Pokale/Medaillen und schlichte Urkunden, um eventuelle Beschämung (wenn’s nicht Gold wurde) zu verwandeln in Berichts-Urkunden? (Probleme vgl. 2). )
4)
Wann soll denn diese „gesamtgesellschaftliche Umwandlung von Denkprozessen“ stattfinden?
Ab der nächsten Generation von Neugeborenen ab dem Stichtag XXXX?
5)
Das Beste zum Schluss:
Wie oben erwähnt ist der Vergleich irgendwie – platt gesagt – „im“ Menschen angelegt. (Sogar Wildtiere „messen“ sich im Wettbewerb, es gehört zur Entwicklung.)
WER will sich denn jetzt zutrauen (oder anmaßen), auch daran noch herumzufrickeln, als ob wir keine anderen Probleme in diesem Land/in dieser Gesellschaft hätten?
… oder auf diesem Planeten !!! keine anderen Probleme – für alle, die eine „große“ Aufgabe brauchen, um sich gebraucht fühlen zu können …

PS.:
Wie wäre es denn mal, wenn man sich auf ganz einfache Grundlagen von menschlichen Bedürfnissen besinnen würde, wie z.B. der EHRLICHE Umgang miteinander?
Wir können derzeit doch alle (sofern Kontakt zum Alltag besteht und man nicht einsam auf einer Insel oder einer Berghütte lebt) beobachten, dass auch schon sehr junge Kinder merken, dass sie für dumm verkauft werden, wenn Sie vormittags und nachmittags bis 16 Uhr Dinge tun dürfen, die später nicht mehr gemacht werden dürfen!
So nach dem Motto: „Von 7 – 16 Uhr darfst du auch im Winter in Badebekleidung dicht am Feuer tanzen, aber nach 16 Uhr ist das viiiiieeeeel zu gefährlich! Da sorgen wir uns total um dein Kindeswohl! Kannst dich ab dann aber damit ablenken, u.a. ganz doofe und überflüssige Sachen zu lernen, weil die im nächsten Bulimie-Lernen-Wettbewerb abgefragt werden und sich auch ganz prima standardisiert und alltagsfern abfragen lassen!“

Kinder und Jugendliche sind zwar jung, aber keine bekloppten Zwerge, die man nach Strich und Faden verarschen kann im Glauben daran, dass das dann komplett ohne Folgen bleiben wird!
* extrem zorniger Kopfschüttel-Smiley*

Wie eingangs erwähnt:
Aus Zeitmangel mal ganz knapp! Ich könnte noch stundenlang so weitermachen. Vielleicht mache ich dann mal ein Hörbuch draus und beschalle damit jahrelang (ohne „Escape-Funktion“) diese ganzen „Ideen-Geber“.
Man möchte sich ja mal erkenntlich zeigen und nicht immer nur von diesen wohlwollend-netten und klugen Menschen „Honig saugen“ (müssen). 😉

Dil Uhlenspiegel
4 Monate zuvor
Antwortet  Pit2020

Genau, und zu viel „Honig saugen“ macht auch Dibatetes, sagt Fraulau!

Bömmel
4 Monate zuvor

1. Eltern und SuS wollen Noten! Wenn ich einem Schüler sage: „Du hast noch Schwierigkeiten mit den binomischen Formeln.“, dann fragt er sofort: „Heißt das jetzt 5?“ Und wenn er es nicht fragt, dann fragen seine Eltern.
„Berichtszeugnisse“ sagen letztlich nichts anderes als Noten, nur viel länger, missverständlicher und mit mehr Arbeitsaufwand für Lehrer.
2. Was vor 50 Jahren jedem klar war: Eine „5“ in Mathe heißt nicht „Du bist doof.“ oder „Du bist ein schlechter Mensch!“, sondern einfach nur „Du kannst Mathe nicht so gut.“ Das beinhaltet keinerlei moralische Wertung. Ein guter Tischler muss auch nicht gut in Mathe sein. Ich hätte ein gewisses Verständnis für das Geschwurbel um „abwertende“ Schulnoten, wenn Kinder mit schlechten Noten wirklich finanzielle Nachteile im späteren Leben hätten. In Wirklichkeit stimmt aber eher das Gegenteil. Oder kennen Sie einen einzigen Milliardär, der seinen Namen schreiben kann? Unter deutschen Obdachlosen dürfte die Akademikerquote drei- oder viermal so hoch sein wie im Durchschnitt. Für beruflichen Erfolg ist Bildung eindeutig schädlich. Wer sich mit Primzahlen oder mit Poesie ( falls es da einen Unterschied gibt … ) beschäftigt, der hat weder Zeit noch Lust, Staubsauger zu verkaufen.

MINT-Lehrer
4 Monate zuvor
Antwortet  Bömmel

Als vor etlichen Jahren in BW in Klassen 5 und 6 die Verhaltens- und Mitarbeitsnoten durch die viel arbeitsintensiveren verbalen Beurteilungen ersetzt wurden, kamen jede Menge Rückfragen seitens der Schüler oder ihrer Eltern, immer sinngemäß: Undwelche Note bedeutet das nun?
Wie soll außerdem beispielsweise ein e wirklich spitzenmäßige Schülerin ohne Noten erfahren, WIE spitze sie ist? Das läßt sich mit Zahlen, wie sie Noten nun einmal sind, viel klarer und eindeutiger rückmelden als mit irgendwelchen Berichten, Beurteilungen etc.

Lanayah
4 Monate zuvor

An der Grundschule gibt es in drn ersten beiden Schuljahren Berichtszeignisse. Diese müssen positiv formuliert sein. Also nicht xxx kann noch nicht lesen, sondern xxx kann kurze lautgetreue Wörter teilweise richtig erlesen. Damit Eltern diese Zeugnisformulierungen nicht missverstehen, führen wir dann Elterngespräche. Da auf den Zeugniskonferenzen nicht jedes Zeugnis komplett vorgelesen werden kann, stellen wir den Leistungsstand in den Tabellen folgendermaßen dar: ++, +, o, !, !!. Letztendlich ist das kein Unterschied zum Notenzeugnid, es ist nur erheblich umständlicher. Ab Klasse 3 gibt es dann Notenzeugnisse. Die soziale Benachteiligung steigt dann nicht schlagartig signifikant. Im Gegenteil, manchex Kind strengt sich tatsächlich mehr an, wenn ihm sein Leistungsstand mit Noten transparent gemacht wird.

fabianBLN
4 Monate zuvor

Die Frage ist, wenn man ernsthaft meint, nicht, ob Note oder verbale Einschätzung, sondern ob Bewertung oder keine Bewertung. Keine Bewertung darf dann aber eben auch KEINE sein, auch nicht mit Bienchen, netten Worten, einem Lächeln oder Schulterklopfen, denn alle diese Formen sind niemals restlos objektiv !!

Wenn man also nicht KEINERLEI Bewertung will, geht nur MIT Bewertung und dann ist es fast egal, welche Variante, man muss sich nur immer bewusst sein, dass sie niemals restlos objektiv ist. Keine Feststellung, sondern ein Hinweis.

Ist man sich dessen bewusst, kann man mit ihrer Unzulänglichkeit auch leben – wenn man nicht KEINERLEI Bewertung will. So absolut KEINE.

Schattenläufer
4 Monate zuvor

Ob die Noten aussagekräftig sind ist scheißegal!
Hauptsache die Kids sind morgens in Präsenzunterricht in der Schule!!! Inhalt und Noten interessieren in der Politik keinen Menschen.
Wie würde Don Vito Sagen: “ Luigi, lass es wie richtigen Unterricht aussehen.“
Zu richtigem Unterricht gehört eben auch die Illusion von Leistungsbewertung durch Klassenarbeiten. Also müssen die auch sein. Egal ob sie was aussagen oder nicht.

Klugscheisser
4 Monate zuvor

Alle Noten bespreche ich.
Sonstige Leistungen ist nicht nur mündliche Teilnahme, sondern auch das Befassen mit Arbeitsblättern und Aufgabenbearbeitung. Das vergessen leider viele Lehrkräfte, die dann schüchterne Schüler abwatschen.

Und ja, Schüler wollen wissen, wo sie stehen. Und wollen Erklärungen zur zustandegekommenen Note.

Sie brauchen Feedback und vergleichbare Leistungsbewertung. Bleibt eine möglichst faire Bewertung unter Berücksichtigung aller relevanten Punkten, wie eben auch Arbeitsverhalten.

Pampelmuse
3 Monate zuvor

Man stelle sich mal sportliche Wettkämpfe vor ohne „Bewertung“. Dann haben immer alle gewonnen (oder alle verloren)? Dann dürfen sich die eigentlich Gewinner nicht mehr erkennbar freuen. Wie anspornend würde das wohl sein?

Es wäre auch, wie wenn alle für jegliche Tätigkeit gleich viel verdienen würden, egal, was sie tun, egal, ob sie sich anstrengen oder nicht und der Fleißige und Erfolgreiche bekäme in keinster Weise mitgeteilt, dass er fleißig und erfolgreich ist. (Klingt ein bisschen nach „Kommunismus“, oder? Zumindest, was man sich darunter vorstellt.)

laromir
3 Monate zuvor

Naja, bei den Bundesjugendspielen ist das doch schon so. Alle bekommen eine Urkunde. Und ja, Noten sollte man besprechen. Und Noten sind nicht alles. Allerdings scheint das mittlerweile so zu sein, wenn SuS in der SekIi nur für ihre Punkte lernen und für Punkte sogar die Zutatenliste von Mc Donalds pauken würden. Wahrscheinlich ist das auch der Grund, warum Eltern und SuS um Noten feilschen und nicht einfach mal stehen lassen können, das wine Sache gut läuft und die andere nicht so. Und wie hier schon geschrieben, eine Note ist eine Momenaufnahme, wie es gerade bei einem Thema oder einer Art von Aufgaben so läuft. Kinder wollen wissen wo sie stehen, ob mit Noten, Sternchen oder Smileys ist egal.