Ein Lehrer (selbst Corona-erkrankt) schreibt an Kultusministerin: Stoppen Sie die Durchseuchung!

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STUTTGART.  „Sehr geehrte Frau Ministerin Schopper, diese Worte richten sich in erster Linie an Sie als Verantwortliche vor Ort, sie können aber stellvertretend auf alle Mitglieder der KMK übertragen werden, an alle Priens, Ernsts, Piazolos, Holters, die seit zwei Jahren den Infektionsschutz an Schulen – nicht betreiben“, so schreibt ein Lehrer wütend in einem öffentlichen Schreiben an Baden-Württembergs Kultusministerin. Er betont: „Von Ihrer Seite blieb ein wirkungsvoller Infektionsschutz stets (man möchte meinen gezielt) aus.“ Jetzt hat er sich selbst mit dem Coronavirus infiziert.

„Warum musste ich unbedingt erkranken? Was bringt das Ihnen? Dem System?“ Illustration: Shutterstock

Am 3. Februar 2022 sei er an Covid-19 erkrankt, so teilt der Lehrer seiner „obersten Dienstherrin“ mit. „Trotz aller Schutzmaßnahmen von meiner Seite. Trotz allem, was ich versuchte. Ich habe mich schnellstmöglich Impfen und Boostern lassen, im Dienst von jeher eine ffp2-Maske getragen. Eine ordentliche und gut sitzende, nicht den billigen, schlecht geschnittenen Schrott, den ihr Amt in infamöser Zusammenarbeit mit dem hiesigen Sozialministerium für uns beschaffen ließ, ein weiteres Indiz dafür, dass es im Kompetenzbereich des Bevölkerungsschutzes in beiden Ministerien deutliche Mängel gibt.“

Seit Pandemiebeginn werden wir mit Lüftungsanweisungen und herbeigeschwurbelten Masken-auf-Masken-ab-Regelwechseln abgespeist, die meistens den medizinischen Empfehlungen in der aktuellen Infektionslage entgegenstehen. Ihre Verordnungen werden inzwischen mit resigniertem Gelächter begrüßt – ich weiß nicht, ob sie das ahnen oder diesen Gedanken als Selbstschutz der eigenen Amtskonstruktion lieber verdrängen.“

„Klar war auch, dass ich schon lange unentdeckt infektiös für andere durch unsere Schulgemeinschaft gerannt bin.“

Nach „bald zwei Jahren Pandemiemanagement ohne medizinische Expertise“ habe es nun ihn erwischt – symptomatisch. „Es begann mit einem morgendlichen Kratzen im Hals. Nach der vierten Stunde an diesem Donnerstag – Geschichte Klasse 12 – war mir klar, dass ich extrem schnell etwas ausbrüte. Heißer Kopf, Halsschmerzen, Unwohlsein. Schnellstmöglich nach Hause. Bereits zu diesem Zeitpunkt ahnte ich, dass es wohl die Scheiß-Seuche sein müsste, angesichts der raschen Entwicklung meiner Symptome. Zwei Schnelltest aus Schulbeständen zeigten zunächst ein negatives Resultat, worauf ich doch wieder auf die Theorie einer üblichen Erkältung verfiel. Erst spät am Mittwoch-Abend – zu dem Zeitpunkt hatte ich bereits 38,8 Fieber und heftige Kopfschmerzen – zeigte sich eine blasse rote Linie, nur im hellen Licht sichtbar, auf dem Kästchen. Ab da war klar, was ohnehin schon lange klar war. Klar war auch, dass ich schon lange unentdeckt infektiös für andere durch unsere Schulgemeinschaft gerannt bin.“

Vor einigen Wochen habe er im Rahmen einer Gesprächsrunde zwischen Personalräten und Mitarbeitern der Schulaufsicht versucht, „dem Amtszimmerbereich“ zu erklären, was den Schulen bisher angetan worden sei. „Weil ich dachte: ‚Die verstehen das bisher gar nicht, sie würden es sonst nicht tun.‘ Ich schilderte die grauen Gesichter der jungen Menschen, die um sich greifende Depression, die Angst vor der Infektion, das ständige Leben mit Furcht, weil man weiß, dass über all um einen Menschen dicht an dicht sitzen, die mit einem potentiell tödlichen Virus infiziert sind. Man ließ mich höflich ausreden. In der Folge erklärte mir ein alter, weißhaariger Mann, dass wir alle durch schwierige Zeiten gehen und dass ich mir sicher sein könne, dass jede Entscheidung bezüglich der Schulen eine verantwortungsvolle Einzelfallentscheidung darstelle, in jedem Fall eine Einzelfallentscheidung, zum Besten aller Beteiligten im Fall, wir müssten nun zusammenstehen, verantwortungsvoll, zum Besten aller Beteiligten, in Einzelfällen.“ Fazit des Lehrers: „Sie verstanden es nicht.“

In Richtung Schopper schreibt er nun: „Von Verantwortung kann ich bei Ihnen und den Ihnen unterstellten Entscheidungsträgern keine Spur erkennen. Ihre Verantwortung wäre es, mich als Landesbeamten vor der Infektion mit einer potentiell tödlichen Krankheit zu schützen. Ihre Verantwortung wäre es, Kinder und Jugendliche, sowie deren Familien, vor einer potentiell Langzeitschäden erzeugenden Krankheit zu schützen. Sie aber pferchen uns zusammen. Mit Schnelltests, die die meisten Infektionen nicht oder viel zu spät entdecken und einem Lüftungskonzept, das angesichts der Verhältnisse an Schulen, schon immer hochgradig lächerlich und entlarvend war. Frau Schopper, stehen bei Ihnen im Haus Luftfilter herum? Und: Wie sehr schämen Sie sich dafür?“

Drei Tage nach meinen ersten Symptomen sei das Fieber wenigstens tagsüber abgeklungen, abends allerdings sei es heftig zurückgekehrt. „Mein PCR-Test am Freitag-Abend blieb vier Tage lang unbearbeitet, weil Land und Bund mit Ansage – wie schon so oft – nicht auf errechnete Entwicklungen reagieren wollten. Die Inzidenz in der Altersgruppe der jungen Menschen geht in der Omikronwelle durch die Decke, die KMK-Vorsitzende faselt von Lockerungen und handwedelt versterbende Kinder als Bagatellvorkommnisse aus der Diskussion. Junge Menschen, die sich gegen den von Ihnen betriebenen Wahnsinn organisieren, werden ignoriert und in Talkshows verunglimpft. Täglich erkranken wir in den Schulen, während Sie nichts Relevantes dagegen tun.“

Hintergrund: Die KMK-Präsidentin und schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hat am Wochenende erklärt: „Wir müssen raus aus einer Kultur der Angst an den Schulen.“ Wenn ab Mitte Februar, Anfang März geöffnet werde, müsse auch an Schulen gelockert werden – konkret stellte sie ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht sowie der Corona-Tests an Schülern in Aussicht. Darüber hinaus sorgte Prien für Empörung, weil sie auf Twitter die Zahl der bislang an Corona verstorbenen Kinder und Jugendlichen relativierte. Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19“, so schrieb sie.

„Ich sehe keinen Mehrwert für uns in Ihrem passiven Laufen lassen der Infizierung breiter Bevölkerkungskreise über den Hotspot Schule“

Der Lehrer fragt nun Kultusministerin Schopper: „Warum musste ich unbedingt erkranken? Was bringt das Ihnen? Dem System? Der Gesellschaft, oder was alte weiße Menschen in Amtszimmern dafür halten? Ich sehe keinen Mehrwert für uns in Ihrem passiven Laufen lassen der Infizierung breiter Bevölkerkungskreise über den Hotspot Schule. Ist das praktizierter Sadismus? Macht es Ihnen Spaß, wenn wir Beamt*Innen, Schüler*Innen, ganze Familien an diesem Virus erkranken? Ich verstehe Sie nicht. Geld kann es doch nicht sein. Oder? Oder?“

Mittlerweile (der zweite Krankheits-Samstag) habe sich seine Covid-Infektion in eine heftige Verschleimung der Bronchen umgewandelt. „Mein Husten ist bellend und gequält, seit heute – Tag 9 – wird er etwas besser. Ich bin Asthmatiker und habe Angst, dass etwas in meiner Lunge bleibt, mir die Fitness raubt, die Luft zum Atmen. Ich war früher gerne mal aktiv im Freien unterwegs. Sie in Ihrer Verantwortung für die Ereignisse drücken uns diese Luft zum Leben ab. Warum? Warum tun Sie das? Sie traten einmal als Grüne an. Ich kann ihr Handeln, das jedem humanistischen Ideal widerspricht, beim besten Willen nicht mit den Sonntagsreden Ihrer Partei in Einklang bringen. Warum tun Sie das? Warum tun Sie das uns an?“

Das Gesundheitsamt habe sich bei ihm nie gemeldet. „Meine Kontakte, die ich infiziert haben könnte, sind wohl für das Handling der Lage uninteressant. Nein, natürlich sind sie nicht uninteressant, aber auf Entwicklungen im Infektionsgeschehen gezielt zu reagieren, ist möglicherweise zu anstrengend geworden. Und 200 Tote am Tag sind aus der Sicht der herrschenden Gesundheitspolitik wohl kein schlechter Preis. Die meisten sind ja alt und vorerkrankt, können also weg. Oder jung, dann stirbt man eben ‚mit‘, aber gottseidank nicht ‚an‘.“

Und weiter: „Frau Schopper, als meine Dienstherrin rufe ich Ihnen zu: Drehen Sie endlich Ihren Pandemiekurs in die Richtung, die Virologen empfehlen. Hören Sie auf, sich mit Schwurblerinitiativen zu treffen. Verhindern Sie, dass es noch mehr Leuten ergeht, wie es mir seit 9 Tagen ergeht. Es wäre Ihre Pflicht.“ News4teachers

Hier geht es zum Original des Schreibens.

„Was sagen Sie Kindern, die durch Corona ein Familienmitglied verloren haben?“

„Sie spielen mit unserer Gesundheit!“: Empörte Mutter schreibt an NRW-Schulministerin

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Leseratte
3 Monate zuvor

Ich wünsche Ihnen eine baldige und vor allem vollständige Genesung!
Und schon kommen auch aus anderen Ecken Rufe nach Lockerungen in der Schule, was bei den aktuellen Infektionszahlen unter SuS und LuL einfach nicht nachvollziehbar ist. Man hat tatsächlich den Eindruck, man legt es darauf an, dass sich tatsächlich jeder in der Schule so schnell wie möglich infiziert. Z.B. Beratungen ohne Abstand, viele LuL nur mit OP-Masken, in viel zu kleinen Räumen in Präsenz, obwohl es digital ginge.

„Für eine Aufhebung der Maskenpflicht in Schulen sei es dagegen
‚noch einen Tick zu früh‘. Schulen sollten aber eher dran sein, ‚als Orte, in denen wirklich dichtes Gedränge ist. Das wird etwas sein, wo wir, glaube ich, eher eine Perspektive dann Richtung Ostern setzen können.‘ “

https://www.n-tv.de/panorama/10-56-Berlins-Gesundheitssenatorin-warnt-vor-zu-schnellen-Lockerungen–article21626512.html

Wie bitte? In der Schule herrscht kein „wirklich dichtes Gedränge“? Über die Realitätsfremdheit vieler PolitikerInnen kann man wirklich nur mit dem Kopf schütteln. In einigen Räumen haben wir kaum 50cm Platz bis zu den SuS in der ersten Reihe. Bei 30 SuS im Raum herrscht natürlich dichtes Gedränge, auch auf den teils sehr schmalen Fluren, teils ohne Fenster. Und so weiter. Und im Sommer wird hinsichtlich der nächsten Welle(n) im Herbst und Winter wieder nichts passieren, was den Unterricht sicherer machen könnte…

Eine Mutter
3 Monate zuvor

Ich hoffe nur, Frau Schopper liest das. Bezweifel allerdings, dass das etwas ändert.
Aber um Ostern herum, pünktlich zum Fest der Auferstehung, soll ja alles besser werden.
Die Gesundheit der Schüler, Lehrer und sämtlichen Personen rund um Schule, haben noch nie Kultusminister interessiert.

Unerträglich
3 Monate zuvor

Recht hat er.
Das gleiche gilt auch für meinen Dienstherren Herr Lorz.

S.
3 Monate zuvor

Die KMK ist zwei Jahren überfordert, kann sich die Überforderung nicht eingestehen, folgt populistischen Handlungsmaximen und regiert nach dem „Prinzip Hoffnung“. Und Frau Prien benutzt die rhetorischen Mittel von Corona-Leugner*innen. Sie sollte zurücktreten.

Lernfähig zeigt sich dagegen Frau Stark-Watzinger:
„Kurz vor den Bund-Länder-Beratungen zum künftigen Corona-Kurs hat Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger bei möglichen Lockerungen zu einem vorsichtigen Vorgehen an Schulen aufgerufen. Die Ministerpräsidentenkonferenz solle ’spürbare Lockerungsschritte beschließen‘, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der ‚Funke Mediengruppe‘. ‚Bei den Schulen müssen wir jedoch besonders behutsam sein, um den Präsenzunterricht und damit die Chancengerechtigkeit nicht durch steigende Infektionszahlen zu gefährden.‘ Schulen bräuchten ‚zunächst auch weiterhin ein hohes Schutzniveau, das regelmäßige Tests und auch Maskentragen umfasst‘. Die Ministerin sagte: ‚Lockerungen im Bildungsbereich sollten regional differenziert bei deutlich sinkenden Infektionszahlen und unter Berücksichtigung der Impfquote von Kindern und Jugendlichen erfolgen.'“
(Quelle: https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-montag-259.html)
Hoffentlich kann sich Stark-Watzinger sich gegen Lindner durchsetzen, der sie bestimmt deutlichen Gegenwind spüren lässt.

Und KMK aufgepasst: „Das Robert Koch-Institut (RKI) geht einem Zeitungsbericht zufolge von einer neuen Corona-Welle im Herbst aus. ‚Die Endemie ist noch nicht erreicht – wir befinden uns in einer Übergangsphase‘, berichtet die Zeitung ‚Welt‘ unter Berufung auf eine interne Lageeinschätzung des Instituts. Mit einer neuen Corona-Welle im Herbst sei ‚fest zu rechnen‘.“ (Quelle:https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-coronavirus-montag-259.html)
Daher: endlich für Luftfilter, Plexiglas und hygienische Toiletten in Schulen sorgen (auch wenn Baumaßnahmen und Ausstattung von den Kommunen durchgeführt werden) und für kleinere Lerngruppen Sorge tragen!

Sarabande
3 Monate zuvor

Ich stimme diesem Lehrer NICHT zu. Er vertritt mich nicht!!! Es gibt auch andere Meinungen.

Nach meinem Erleben zeigt sich immer mehr, dass Omikron in den meisten Fällen harmlos ist, die „Gefährlichkeitsquote“ (-quote !) ist nicht mehr höher als bei etlichen anderen Krankheiten, wegen derer die Schulen auch nicht geschlossen werden.

Manmanman
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Empathie ist wohl ein Fremdwort für dich Sara. Da tun mir deine Schüler ja schon ein bisschen leid.

TheTeacher
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Im Gegensatz zu Ihnen lese ich aus der Beschreibung des Kollegen nicht die Forderung heraus, die Schulen zu schließen. Er bemängelt den geringen Gesundheitsschutz, den es von Seiten der für die Fürsorge zuständigen Stellen gab und gibt gibt. ICH TEILE DIE SICHT des Kollegen durchaus und muss sagen, dass ich mich in dieser Hinsicht von „meinem“ Kultusministerium ebenfalls nicht genügend unterstützt fühle und fühlte. Bis auf eine sehr kurze Zeit zu Beginn der Pandemie war ich immer in der Schule, da die Abschlussklassen unterrichtet werden mussten. Diese Situation teilte ich mit einer Menge anderer Lehrer. Schúlschließungen oder zumindest keine langen habe ich also nicht wirklich mitgemacht, aber eine Menge direkte Kontakte mit positiven Kindern in der Zeit ohne Impfstoff und ohne Maskenpflicht und ohne Lüftungsanlagen gehabt. Hat im KM keinen gejuckt.

Die „Gefährlichkeitsquote“ wird übrigens spätestens dann zum großen Unterschied, wenn es eben viele Leute betrifft. Nach meinem Erleben beneide ich die Kollegen an meiner Schule nicht, die zeitweise im Krankenhaus waren oder nach monatelangen Folgen immer noch nicht ganz hergestellt sind und nur teilweise einsatzbereit sind. Was glauben Sie eigentlich wer das Fehlen der Kollegen auffangen muss.

Die Belastungen sind seit einer langen Zeit sehr hoch und alle meiner Kollegen teilen diese Ansicht. Sollte ich durch den im Vergleich zu anderen Stellen geringen Schutz mit Covid infiziert werden, werde ich mir das Recht herausnehmen, hier und da in Zukunft Dinge zu meinen Gunsten und entgegen den Gunsten des Kultusministeriums auszulegen.

Ich habe nicht das Gefühl, dass Sie als Lehrkraft arbeiten und einen Einblick in die Realität in den Schulen haben.

W.
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

@Sarabande
„Er vertritt mich nicht!!!“

Warum braucht es da Ihrer Ansicht nach 3 ( in Worten: drei ) Ausrufezeichen?
Fühlen Sie sich so sehr nicht vertreten?
Ok.

PS.:
Es ist doch in Ordnung, wenn es auch andere Meinungen gibt.

Mary-Ellen
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Hört, hört…..

Mary-Ellen
3 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Für@Sarabande:

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Dieser Lehrer will Sie auch gar nicht vertreten (ist ja keine Gewerkschaft oder ähnliches). Er hat seine Erfahrungen mit Omikron und Schule beschrieben. Nicht mehr und nicht weniger! Schön, dass Sie bisher nur anderes erlebt haben. Ich wünsche Ihnen, dass das so bleibt! Meine Erfahrung entspricht allerdings der aus dem Artikel: Lehrer meiner GS, Anfang 40, geboostert hat sich bei seinen schulpflichtigen Kindern oder bei Schülern infiziert (sonstige Kontakte stark reduziert) und fehlt seit mehr als 1 Woche. Das Erkrankungsbild ähnelt dem oben beschriebenen sehr stark. Mein Sohn und Schwiegertochter ebenfalls geboostert, ebenfalls bei eigenen schulpflichtigen Kindern infiziert (keine Lehrer), beide ziemlich heftige Symptome, auch die Kinder nicht symptomlos. Das war bei allen 4en schon mehr als ein „kleiner Schnupfen“. Klar alles nur Einzelfälle …

TaMu
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Sarabande@ andere ansteckende Krankheiten, an denen täglich ca 200 Menschen sterben? Nur weil Sie persönlich nicht betroffen sind? Ich übrigens auch nicht und ich finde, wir sind zu beneiden. Dieses Glück gönne ich auch allen anderen!

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Wie jung sind sie? Verhöhnen Sie nicht die Gefährdeteren LuL unter uns!

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Sarabande, sie können kein Lehrer sein und sie wer4den keinen Fuß in eine Schule gesetzt haben, denn sonst würden sie im Angesicht der tagtäglichen Durchseuchung anderes schreiben !
Und außerdem fehlen ihnen und ihren Gleichgesinnten schlichtweg die Grundkenntnisse, um das neue Coronavirus in seiner potentiellen Gefährlichkeit einstufen zu können.
Omikron ist eine Erkrankung des Gefäßsystems und nicht primär der Lunge, die es über das Gefäßsystem attackiert.
Und damit ist SARS-Covid-19 wesentlich gefährlicher als ein Grippe-Virus, gegen das die meisten Menschen eine Grundimmunisierung haben, weil das Grippe-Virus sich seit mehr als 100 Jahren an uns angepasst hat. Bei Covid-19 wird es auch noch dauern, bis es sich an den Menschen angepasst hat.
Sie sehen nicht die Patienten, die wir intensivmedizinisch täglich behandeln, und so fehlt es ihnen in ihrer bornierten Arroganz an einem sachlichen Beurteilungsvermögen hinsichtlich potentieller Gefahren durch Covid-19.
Was sie nicht sehen, das existiert für sie eben nicht. Aber es ist dennoch da, auch wenn sie es nicht wahrhaben wollen. Weil der Großteil der Erwachsenen bereits geimpft ist, macht sich die Omikron-Variante eben nicht so stark in den Zahlen der Statistiken des DIVI-Intensivregisters bemerkbar.

JH
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Zu dem Kommentar von Sarabande oben, aber auch generell (daher an dieser Stelle) einige Anmerkungen von meiner Seite:

1) Wenn ich den Artikel richtig gelesen und verstanden habe, steht dort nichts von Forderungen in Richtung geschlossener Schulen, sondern vielmehr von Forderungen in Richtung (endlich) sicherer Schulen.
2) Der Lehrer „vertritt“ m. E. niemanden; er schildert seinen (Leidens-)Weg in der Corona-Zeit in den alltäglichen Feldern der Schule und des Gesundheitsamtes mit dem traurigen Höhepunkt, als Asthmatiker trotz aller Vorsichtsmaßnahmen stark symptomatisch an Corona zu erkranken. (Ich kann das gut nachvollziehen; ich bin selbst vor kurzem als Risikopatient symptomatisch an Corona erkrankt).
3) Wenn Sarabande sich auf „andere Krankheiten“ bezieht, müsste Sie m. E. auch so ehrlich sein, Gesundheitsmaßnahmen zu erwähnen, mit welchen mensch solchen Krankheiten begegnet ist. Errungenschaften wie die Handygiene, das Lüften, das fließende saubere Wasser, viele Medikamente und das Impfen sind doch Reaktionen auf (Virus-)Erkrankungen gewesen. Mit dem relativierenden Hinweis auf „andere Krankheiten“ Schutzmaßnhamen abzulehnen und Gefahren zu relativieren, finde ich nicht fair! Oder wollen wir wieder eine hohe Kindersterblichkeit und mit 40 vielfach sterben?
4) Sarabandes Kommentar stoppt gedanklich bei der Omikron-Variante, welche „in den meisten Fällen harmlos“ sei. Gibt es denn dazu mal einen Vorschlag, wie man mit Risikogruppen wie dem og. Lehrer oder mir umgehen könnte, wenn denn bald die Maskenpflicht fallen sollte? Für einige ist eine Infektion mit Corona nämlich nicht „harmlos“. Oh wait, die Vorschläge gibt es ja als rki-Leitlinien seit… Aber warten wir mal auf den Herbst…

KARIN
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Achtung Troll, liebe Sarabande, lassen Sie bleiben!!!

Salentin
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

@Sarabande, lassen Sie sich nicht einschüchtern. Falls Sie hier noch mitlesen, Sie haben in ein Wespennest gestochen. Selbstverständlich ergibt sich aus der Forderung, keine Durchseuchung an den Schulen zuzulassen, dass sie am besten geschlossen werden. Das ist doch klar.

Salentin
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Achja, auch ich fühle mich von den Aussagen des „Artikellehrers“ nicht vertreten.

Ich wünsche diesem Lehrer ansonsten rasche Besserung und einen milden Verlauf, wie er derzeit der Regelfalls ist.

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Sarabande und Salentin: es geht hier grundsätzlich um den deutlichen Mißstand der unzureichend ausgestatteten Schulen, sowohl bezüglich Hygiene/Infektionsschutz als auch bezüglich zeitgemäßer Lernumgebungen. Und es geht darum, dass ein Zwang zur Präsenz unter diesen antiquierten Schul-Bedingungen zynisch ist, denn ÜBERALL ist die Präsenzpflicht derzeit ausgesetzt.

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Elly

Ob die beiden in der Lage sind das zu erfassen wage ich zu bezweifeln Elly.

Hirschlgruber
3 Monate zuvor
Antwortet  Sarabande

Sie sollten sich nicht von Ihrer Erfahrung leiten lassen, sondern von der Statistik. Sie müssten in Ihrer Ausbildung doch auch mit dem wissenschaftlichen Arbeiten vertraut gemacht worden sein. Außerdem geht es nicht nur um Schüler, sondern auch um die (überalterte) Lehrerschaft. Wo wird dem Arbeitsschutz der Lehrer Ihrer Meinung nach Rechnung getragen?

Rosa
3 Monate zuvor

Lehrergesundheit und Schülergesundheit hat unsere KM Frau Schopper mit keiner Ernsthaftigkeit und Fürsorge Pflicht vertreten.

Rosa
3 Monate zuvor

Frau Schopper und Ihre Arbeitshaltung und Handlungsfähigkeit ist fahrlässig ausgelebt worden in BW.https://www.phv-bw.de/pressemitteilung-des-phv-bw-zum-schulbetrieb-waehrend-der-omikron-welle/ Die Durchseuchung auf Kosten der letzten in der Reihe.

Lametta
3 Monate zuvor

Ihnen alles, alles Gute und vollstes Mitgefühl!
Leider glaube ich inzwischen, ich weiß, was mein Bildungssenator zu Ihrem Fall sagen würde: ‚Ansteckungen finden, nach einer einzigartig zuverlässigen bauchgefühlbasierten Studie in meinem Auftrag, ganz überwiegend im privaten Bereich statt. Können Sie beweisen, dass Sie sich in der Schule angesteckt haben? Na also. Warum denn hysterisch werden. Sie wollen doch wohl nicht, dass Ihre SuS Übergewicht bekommen.‘

MeinSenf
3 Monate zuvor

Sehr passend formuliert! Ich wünsche dem Betroffenen eine baldige und komplette Genesung!

Auch meine Versuche mich zu schützen werden scheitern, so fürchte ich. In jeder meiner Klassen sind inzwischen Schülerinnen und Schüler erkrankt. Manche Lerngruppe sitzt nur noch mit halber Stärke da und auch im Kollegium kommen die Eiinschläge immer näher. Das bedeutete für mich zum Beispiel heute eine Vertretung in zwei Klassen gleichzeitig, die ich sonst nicht unterrichte und in denen zusammengenommen im Moment 15 Fälle sind. So vergrößert sich das Risiko natürlich auch noch einmal.

@Sarabande
Der Schreiber hat doch lediglich fehlenden Infektionsschutz angeprangert, der auch bei wohlwollendster Betrachtung tatsächlich nicht in Schulen zu finden ist. Was ist bitte dagegen einzuwenden? Haben Sie den Artikel überhaupt wirklich gelesen? Um geschlossene Schulen geht es doch gar nicht!

rfalio
3 Monate zuvor

Vielleicht in den meisten Fällen. Aber bei der erhöhten Infektionsrate durch Omikron bleiben noch immer unheimlich viele Fälle, die eben nicht harmlos sind!
Und die Zahl der Long-Covidfälle durch den „harmlosen“ Virus ist statistisch auch noch nicht erfasst.
Und Jeder Tote oder Schwerkranke ist einer zu viel!
rfalio

A.H.
3 Monate zuvor

In den meisten Fällen. Wenn es jemand aus dem Nachbarort trifft und man liest davon in der Zeitung, nicht so schlimm, der nette ältere Nachbar, schon schlimmer, bringt es der Lehrer oder Schüler mit nach Hause zum Opa, der mit im Haus wohnt, was dann? Ach stimmt, dann kommt einer zur Beerdigung und meint, in den meisten Fällen ist es nicht schlimm.

Angemerkt
3 Monate zuvor

…“in den meisten Fällen“…und was ist mit den Fällen, die in Ihrem Sinne „Ausnahmen“ sind?
…Passiert eben? Wenn es nur nicht Ihre Kinder, Freunde, Verwandten etc. sind…Wenn der „Einschlag“ nicht nah genug ist, lässt sich prächtig argumentieren…Widerlich…Diese Scheinmoral und ein Schlag ins Gesicht derer, die wirklich Opfer zu beklagen haben

Ben
3 Monate zuvor

Das Lesen der überwiegenden Kommentare hier macht mich immer dankbar, dass ich solche Kolleg*innen nicht habe…

xyz
3 Monate zuvor
Antwortet  Ben

Bei einem solchen Kommentar sind die meisten hier wohl dankbar, Sie nicht als Kollegen zu haben …

Ben
3 Monate zuvor
Antwortet  xyz

Hallo xyz, leider haben Sie meinen Post nicht verstanden, na gut, auch okay.

Angemerkt
3 Monate zuvor

@Ben, solche Kollegen wie Sie haben auch wir nicht, zum Glück. Wir sind ein tolles, engagiertes Kollegium, mit viel Empathie. Vor allem sind wir, schon beruflich bedingt, „Freunde“ der Wissenschaft und nicht der Fake-News, sind Realisten und basteln uns keine Parallwelt, in der wir einfach alles um uns herum ausblenden.

Ben
3 Monate zuvor
Antwortet  Angemerkt

Oh, ich habe auch ein tolles, engagiertes Kollegium, mit viel Emphathie. Wir sind glücklich über die offenen Schulen freuen uns über jedes Kind was da ist und haben viel zu tun.

Ich
3 Monate zuvor
Antwortet  Ben

Na, also, Ben, da machen Sie sich ja keine Freunde hier 🙂
Aufgrund meiner Kommentare bin ich hier wahlweise :

– völlig unglaubwürdig, da höchstens Lehrerin auf Hallig mit 5 Schülern , ohne Festlandsverbindung
– Lehrerin an einer Schule mit höheren Politikerkindern
– Mitglied einer Schulleitung aufgrund “ meines Schlages “
– Parteimitglied von CDU / FDP
– empathieloses Wesen

Nichts davon stimmt, ist aber sehr amüsant, wie man hier Vorurteile verbreitet.
Genau das, was man SuS beibringt, nicht zu tun .
Wir an unserer Schule sorgen für alle Maßnahmen,haben auch einzelne positive Fälle, machen keinem Angst .

Das mit der Hallig finde ich allerdings irgendwie reizvoll, ich liebe die Nordsee, wo ich gerade Urlaub mache…

Salentin
3 Monate zuvor
Antwortet  Ich

@Ich, also „ich“ könnte auch „ich“ sein. 🙂

Lassen Sie sich nicht unterkriegen. Wir sind die Mehrheit!

Kätzchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Gäääääääähn.

Hoffnung
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Auch ICH bin in diesem Forum bereits angefeindet und als Troll bezeichnet worden. Und das nur, weil ich eine abweichende Meinung geäußert habe. Für den betroffenen Lehrer tut mir sehr leid. Trotzdem bin ich inzwischen aus dem Panikmodus raus. Erstens, weil ich sehe, dass unsere SuS vollkommen genesen nach einer Infektion. Weil im Freudes- und Bekanntenkreis Ähnliches zu beobachten ist (unabhängig vom Impfstatus). Ich wünsche, dass wir lieber heute als morgen zur Normalität zurückkehren und jeder der sich schützen möchte, dies auch tun kann.

Alla
3 Monate zuvor

Schulen sind das Stiefkind der (meisten) Bundesländer. Wenn ich die schicken, sauberen Kultusministerien sehe, die Schulämter, die ich nur mit 2G und FFP2 Maske betreten darf, natürlich mit Termin! um Gedränge zu vermeiden, die geschützen Behörden und Rathäuser, die nur halb gefüllten Parkplätze vor den U und S Bahnstationen, da inzwischen viele Menschen im Homeoffice arbeiten, mache ich mir schon meine Gedanken.

Schulen sind immer noch 3G, wobei Tests auch IN der Schule gemacht werden dürfen, nicht nur SuS und LuL, sondern auch Eltern, Handwerker, Schulbegleiter, Erzieher und anderes Personal im Ganztag, wie Musiker, Vereinstrainer, alle dürfen erst einmal rein.
Es ist voll, eng, schmutzig! Der Reinigungszyklus wurde nicht erhöht, Desinfektionsmittel sind wegen ihres Alkoholgehalts in Grundschulen verboten. Warmes Wasser gibt es nicht, die Jungen- und Mädchentoiletten haben je 1 Waschbecken und 3 Kabinen ( die Jungen haben noch eine „Pinkelrinne“) die Klassenräume haben keine Waschbecken.
Die letzte Renovierung fand vor 23 Jahren statt, seitdem versuchen Eltern und LuL gegen den Verfall anzuarbeiten.
Das Lehrerzimmer und die Klassenräume waren für eine 2-zügige Schule geplant, inzwischen sind wir 3,5 zügig, was durch eine generelle Verkleinerung der Räume ermöglicht wurde.
Dafür dürfen es sich die 179 Kinder im Ganztag (ansonsten sind es 274 Kinder) nachmittags in den vollgestellten Räumen „bequem“ machen.

„Deutschland, deine Kinder!“, möchte ich da schreien! Wir regen uns über Massentierhaltung auf, zu Recht!, aber was ist mit der Massenkinderhaltung? Massenhaltung verursacht immer viele Krankheiten!
Zwischen den Kindern tummeln sich auch noch Erwachsene, viele! über 60, auch Pensionärinnen, die aufgrund der fehlenden ausgebildeten Lehrer verlängert haben.

Warum, so frage ich mich, duldet die 4.größte Wirtschaftsmacht der Erde diese Zustände für ihre einzige Ressource, die Kinder?

Vor vielen Jahren gab es mal eine Erhebung, dass jedes Kind bis zum Realschulabschluss 1,2 Jahre durch Krankheitsausfall (eigene Krankheit oder die der Lehrer) versäumt! Jetzt kommt noch Corona und der schreckliche Mangel an Lehrkräften dazu!

Wäre es nicht irgendwann einmal an der Zeit, die Situation zu überdenken?
Könnten wir z.B. nicht viel mehr Geld in die Schulen investieren, wenn wir die 16 Kultusministerien nicht hätten? (Btw, ein KM verdient soviel wie 3,2 Grundschullehrer. Vom restlichen „Staff“, Beratern, Studien, dem Unterhalt der Ministerien usw. ganz zu schweigen!)
Nur mal so, als Gedanken!

Lessi
3 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Danke, du sprichst mir aus der Seele.

Salentin
3 Monate zuvor

Die Aussagen in dem „Brief“ beinhalten die Forderung, die Durchseuchung an den Schulen zu stoppen. Es ist doch ganz klar, dass damit letztendlich die Schließung der Schulen gemeint ist, gerade weil nach Meinung vieler hier es (angeblich) an den Schulen nicht sicher ist.

Steffi76
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Ich versuche es noch einmal…Nein, man muss die Schulen nicht schließen.
ABER:
1. Schnelltests kaufen, die eben nicht nur 44% Trefferquote haben (hatten wir die letzten 3 Wochen), sondern Schnelltests, die gut sind und derzeit vor allem bei bekannten deutschen Unternehmen landen. Woher ich das weiß? Ich kenne in 2 Fällen die Einkäuferinnen.
2. Quarantäne-Regeln, die etwas taugen.
3. Luftfilter zumindest für die kleinen Klassenräume, bei denen man ständig lüften muss
4. FFP2-Masken für alle Lehrkräfte und zwar die guten und nicht wieder die, die vom TÜV aussortiert worden sind. Außerdem angemessene Tragepausen (Arbeitsschutz).
5. Und auch wenn wir es alle ätzend finden würden: Unterricht im Sommer, im Winter lange Ferien
Soll ich weitermachen?
Also, nein, wir wollen keine geschlossenen Schulen. Aber der Satz „Schulen haben Priorität“ sollte nun endlich mal mit Inhalt gefüllt werden.

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Ein bisschen mehr Fantasie würde gut tun Salentin.

Elly
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

@Salentin: „angeblich nicht sichere Schulen“ – Sie werden doch wohl wissen, dass die Schulen derzeit als Infektionstreiber explizit benannt werden. Ist diese Sichtweise, die da durchscheint, nicht ein wenig gestrig? Schulen sind nicht sicher. Schulen sind nicht modern. Die Hierarchie an Schulen ist nicht modern. Es gibt Länder, in denen JEDER Schüler im Schulbus einen Gurt zum anschnallen hat. Es gibt Länder, in denen Luftfilter Standard sind. Es gibt Lehrmethoden, die sind anders als Zwangsunterricht in staatlichen Prekär-Schulen, und nein, ich meine damit keine Reichsbürgerschwurbelschulen. Die Präsenzpflicht muss fallen, statt dessen eine Bildungspflicht her. Und ALLEN Eltern die Entscheidungsfreiheit, WO sie ihre Kinder beschulen lassen möchten, und zu welchen Bedingungen. DAS wäre Demokratie. Ich bin mir sicher, viele Eltern würden Geld in die Hand nehmen, damit ihre Kinder gute und sichere Bildung auf den Weg mitbekommen. Aber wahrscheinlich denken Sie auch, dass Kinder immer und überall vor häuslicher Gewalt geschützt werden müssen: an den wunderbaren beengten staatlichen Schulen, an denen es oft nicht einmal Handseife gibt oder Raumtemperaturen, wie sie allen anderen Menschen in ihren Arbeitsumgebungen zugestanden werden müssen.

Echt
3 Monate zuvor
Antwortet  Salentin

Ich habe leider den Eindruck, Sie wollen den hier geäußerten Wunsch nach sicheren Schulen einfach missverstehen. Sie vereinfachen.
Schule muss für die Schüler gestaltet werden. Das bedeutet grundsätzlich kleinere Lerngruppen, wenn der Bildungsauftrag wirklich ernst genommen wird. Corona macht die unzureichende Bildungspolitik der mittlerweile vergangenen Jahrzehnte mehr als deutlich. Jetzt kommt das Thema Gesundheitsschutz noch obendrauf. Die parallele Betreuung von beispielsweise 3 Klasse von einer Lehrkraft ist aktuell an einigen Schulen Realität. Die Kinder dürfen nicht nach Hause geschickt werden, auch wenn Lehrer fehlen. Das ist doch keine Bildung. Wenn Grundschüler schon äußern sich zu langweilen, weil kein richtiger Unterricht erfolgt, dann stimmt etwas nicht. Für einige Kinder war der Mehrwert an Bildung im Distanzlernen wesentlich höher als jetzt. Während andere Kinder von den dadurch entstandenen kleineren Lerngruppen sehr profitiert haben. Lehrkräfte haben berichtet, dass einige Kinder tatsächlich geäußert haben, dass sie damals endlich Freude am Lernen fanden und sich gesehen fühlten.
Salentin, wenn unsere Risikobewertung auch unterschiedlich sein sollte, so denke ich doch,
dass allen hier die Kinder am Herzen liegen. Ich denke, die aktuelle Organisation der schulischen Bildung ist aus verschiedensten Blickwinkeln kritisch zu betrachten.
Schulen auf den sozialen Aspekt zu reduzieren, macht Bildungspolitik überflüssig. Dann müssten diese Einrichtungen dem Sozial- und Jugendamt unterstellt werden. Lehrer wären dann in erster Linie Sozialpädagogen mit unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten.

Lehrer mit Seele
3 Monate zuvor

Ich weiß gar nicht, warum Sie so ein Theater darum machen.. Die meisten haben doch nur ne Erklärung, das hat man uns doch groß und breit vor gebetet.

Meine Kinder haben es selbst mit nach Hause gebracht. Alle geimpft bzw geboostert und ja wir haben es geschafft ohne Krankenhaus durchzukommen.
Viel besser lief es aber auch nicht.

900m Schulweg, 200m davon bergauf sind momentan nicht zu Fuß zu schaffen.

Krankmeldungen sind nicht möglich. Ich muss arbeiten und meine Kinder konnten in den zwei Wochen absolut nichts aufarbeiten, dazu waren wir alle viel zu sehr mit dem „milden Verlauf“ beschäftigt.

Und wir Lehrer sind ja selber Schuld, zwischen Hysterie und der Unfähigkeit ein Fenster zu öffnen, machen wir auch noch einen Kniefall vor der Politikern, deren Maßnahmen so sinnvoll sind, dass ich mich frage, ob die nachts alle einen Aluhut tragen.

Also stellen Sie sich ihrer gesellschaftlichen Aufgabe als Kollateralschaden – aber bitte still und leise.

Sissi
3 Monate zuvor

Danke @ liebe Alla
@ liebe Steffi76
Für jede Zeile, jedes Wort

Rosa
3 Monate zuvor

Long Covid und Long Bildung und der Streß der letzten Jahre. https://buntraum.at/long-covid-oder-long-bildung/

Enjoy your chicken Ted!
3 Monate zuvor

Ist es richtig, dass die Lehrkraft an einem Donnerstag Symptome bekam und an einem Mittwoch erst positiv anzeigte? Oder soll es eher Dienstag statt Donnerstag heißen?

Ich wünsche dem Kollegen eine schnelle und gute Besserung!

Mary-Ellen
3 Monate zuvor

Bei einem Freund von mir schlug der Schnelltest erst 5 Tage nach Symptombeginn positiv an.
Er hatte sich täglich getestet, auch einen Tag vor dem Auftreten von Symptomen.
Vielleicht war es hier ähnlich?

Auch von mir beste Heilungswünsche und eine Genesung ohne Spätfolgen!