„Was sagen Sie Kindern, die durch Corona ein Familienmitglied verloren haben?“

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BERLIN. Wirkungsvolle Corona-Schutzmaßnahmen? Gibt es im Unterricht – bis auf Masken – praktisch nicht. Die Folge: Spätestens mit dem Auftauchen der Omikron-Variante rücken Schulschließungen wieder in den Fokus der Diskussion. Nach wie vor lehnen verantwortliche Politiker und auch manche Lehrkräfte Einschränkungen im Schulbetrieb ab. News4teachers-Leserin „MeinSenf“, selbst Lehrerin und Mutter, platzte unlängst in einer Diskussion im Forum unserer Seite der Kragen. Wir dokumentieren ihren lesenswerten Post hier noch einmal.

„Ich mache in meinem Alltag in der Schule die Erfahrung, dass es viele Schülerinnen und Schüler gibt, die jetzt im laufenden Betrieb Angst haben.“ Illustration: Shutterstock

Ein News4teachers-Leser – selbst Lehrer – schrieb mehrere Posts, in denen er sich vehement für den Regelbetrieb einsetzte. Unter anderem: „Es ist müßig, zu diskutieren, ob Schulen sicher sind oder nicht: Sie müssen offenbleiben, weil eine Schulschließung und Distanzunterricht für unsere Schüler schlimmer ist als alle möglichen Gefahren des Präsenzunterrichts, die ich bei 3x wöchentlicher Testung und Maskentragen für sehr gering halte.“

Darauf antwortete ihm „MeinSenf“ – selbst Lehrerin und Mutter:

„Ihre Kommentare machen mich unglaublich wütend!

Dann erklären Sie bitte meinem Kind, dem es Zuhause gut geht, das sich im Distanzunterricht hervorragend entwickelt, sogar sein Lernverhalten deutlich besser strukturiert hat, nicht adipös geworden ist und am liebsten weiter so lernen würde, bitte, warum es sich durchseuchen und gefährden lassen muss. Weil andere Kinder eben Zuhause leider nicht so gut aufgehoben sind? Von solchen Kindern wie meinem gibt es übrigens auch eine hohe Dunkelziffer, nur fallen DIE eben nicht so auf, diese Kinder scheinen aber aus Ihrem Blickwinkel nicht wichtig zu sein.

Erklären Sie meinem Kind bitte, WARUM es selbst und seine alleinerziehende Mutter kein Recht auf eine Kontaktreduzierung oder adäquaten Gesundheitsschutz haben. Erklären Sie ihm bitte, WARUM wir in einer Pandemie an einen Ort gezwungen werden, wo es sich nicht sicher fühlt, da keine wirklichen Schutzmaßnahmen für einen sicheren Schulbesuch getroffen wurden, obwohl es eine gute, sichere und auch noch kostengünstige Möglichkeit (das ist ja offensichtlich ausschlaggebend für unsere Politiker) gäbe, nämlich Distanz- oder wenigstens Wechselunterricht. Da es den lieben Obrigen ganz offensichtlich zu viel ist für WIRKLICH sichere Bedingungen in Schulen zu sorgen. Weil das Leben der anderen Kinder und Familien wichtiger ist als seines? Das kann doch wohl nicht Ihre Antwort sein.

Sollte es ihn oder mich schlimm treffen, denn die Möglichkeit besteht durchaus (auch mit Impfung), werde ich mein Kind dann an Sie verweisen, da Sie ja anscheinend wissen, was das Richtige für alle ist. Erklären SIE ihm dann bitte, warum sein Leben ruiniert wurde, denn wenn ich weg bin oder schwer erkrankt, hat mein Kind niemanden, der es auffängt und für es sorgt, damit würde es erst zu einem gefährdeten Kind. Aber vielleicht ist es Ihrer Meinung nach, ja in einem Heim oder einer Pflegefamilie besser aufgehoben als bei seiner liebenden Mutter.

Die Familien der Lehrkräfte, Erzieher und anderer dort Arbeitenden, die durch die unnötig hohe und vermeidbare Infektionsgefahr in Schulen von solchen Konsequenzen betroffen sein werden, die interessieren Sie anscheinend genauso wenig wie unsere Politiker.

Haben Sie auch nur einmal darüber nachgedacht, dass auch an uns meistens eine ganze Lebensgemeinschaft hängt, die im Moment durch unseren Beruf mitgefährdet wird? Das gilt übrigens ebenso für alle der oben erwähnten Kinder, die es in ihren Familien gut haben, die den Distanzunterricht vielleicht sogar mochten. Ich hoffe ja stark, dass das immer noch die Mehrheit der Kinder in Deutschland betrifft (also, dass sie es gut haben)! Nebenbei, für nicht wenige Kinder ist übrigens der Schulbesuch selbst (auch ohne Corona) eher eine Belastung oder ein Spießrutenlauf. Meine Familie ist zwar klein, aber ist sie deswegen nicht wichtig?

Für uns in Schulen und Kitas werden Schutzmaßnahmen, die für die meisten Arbeitnehmer gelten, einfach außer Kraft gesetzt

Wie können Sie begründen, dass Sie offene Schulen für alle fordern, wo es aktuell meistens eben keine nennenswerten Schutzmaßnahmen gibt und jeder in hohem Maße gefährdet wird? Weil Schulen die Sozialarbeiter und das Jugendamt quasi ersetzen müssen? Dass wir unseren Teil zum Schutz gefährdeter Kinder leisten und sicher auch helfen können, Fälle zu entdecken, ist richtig und wichtig. Aber in der aktuellen Situation offene Schulen zu fordern und damit auch die Kinder und Familien, in denen es gut läuft und die (so hoffe ich) in der Mehrzahl sind, in Gefahr zu bringen, Todesfälle oder dauerhaft erkrankte Familienmitglieder zu erleiden, KANN es nicht sein. Dann sage ich, Jugendämter und sie anderen Einrichtungen, die eben insbesondere für solche Fälle zuständig sind, sollten auch ihren Job machen und nicht die Verantwortung den Schulen zuschieben.

Es wird von „Home-Office-Pflicht“ und „Kontaktreduzierung“, von „Abstand halten“ und vielem mehr geredet, aber für uns in Schulen und Kitas werden diese Schutzmaßnahmen, die für die meisten Arbeitnehmer gelten, einfach außer Kraft gesetzt, für uns gibt es das nicht! Keine Luftfilter, die ansonsten fast überall zu finden sind, insbesondere da, wo sich Politiker aufhalten, keine Plexiglaswände, nichts. Was nutzt mir ein sowieso schon unsicherer Test, von dem ich weiß, dass viele ihn sogar gar nicht wirklich machen (bei uns testet jeder Zuhause). Insbesondere, weil unser Gesundheitsamt nicht einmal mehr FAMILIENMITGLIEDER in Quarantäne steckt, Geschwister von nachweislich Positiven tummeln sich munter im Unterricht. Faktisch gibt es keine Schutzmaßnahmen an Schule, außer der eigenen FFP2-Maske, die wir auch noch selbst bezahlen müssen. DAS ist es, was ich anprangere! DESWEGEN wünsche ich mir Distanzunterricht! Übrigens Impfdurchbrüche, auch mit schwerem Verlauf kann es durchaus geben.

Alle müssen da durch, weil einige anderweitig in Gefahr sind, ist für mich kein passendes Argument. Oder ist deren Leben wichtiger als das derjenigen, die nicht akut durch die von Ihnen angeführten Probleme gefährdet sind? Sie möchten also alle in schulische Geisel-, beziehungsweise Durchseuchungshaft nehmen, auch die, die sich gerne mehr schützen würden.

Übrigens, ich mache in meinem Alltag in der Schule die Erfahrung, dass es viele Schülerinnen und Schüler gibt, die jetzt im laufenden Betrieb Angst haben! Angst, sich selbst anzustecken! Angst, Corona mit nach Hause zu bringen und Familienmitglieder anzustecken! Angst, davor, dass Mama schwer erkranken könnte, dass Papa dann vielleicht aus dem Krankenhaus nicht mehr heimkommen könnte, dass die Oma an der mitgebrachten Krankheit sterben könnte! Was in meinen Klassen übrigens leider schon passiert ist! Was sagen Sie diesen Kindern, die durch Corona ein Familienmitglied verloren haben?

Die Kinder, die psychische Störungen im Lockdown selbst entwickelt haben oder adipös geworden sind oder, oder, oder, sind bei uns absolut in der Minderzahl! Und dafür, dass einige Familien es eben nicht schaffen, ihre Kinder unbeschadet durch eine solche Zeit zu bringen, müssen ALLE gefährdet werden? Für diese Familien gab es bei uns die Notbetreuung!

Ich bin nicht bereit, mein Leben oder das meines Kindes für meinen Beruf zu gefährden!

Ich bin Lehrkraft, keine Sozialarbeiterin (hätte ich als solche arbeiten wollen, so hätte ich diesen Beruf ergriffen) und ich möchte meinen Schülerinnen und Schülern etwas beibringen, das habe ich gelernt, das kann ich gut und das kann ich auch im Distanzunterricht, auch wenn der nicht ideal ist! Ich wage zu behaupten, dass ich ein gutes Verhältnis zu meinen Schülerinnen und Schülern habe, habe auch schon Kinder und Eltern mit auf Ämter begleitet, obwohl das nicht meine Aufgabe ist, sondern eher Aufgabe anderer. Einmal konnte ich einem stark gefährdeten Kind sogar helfen, der schlimmen familiären Situation zu entkommen. Ich tue gerne viel für die Kinder und versuche, nahe an ihnen dran zu sein und meinen Job gut zu machen.

ABER ich bin nicht bereit, mein Leben oder das meines Kindes für meinen Beruf zu gefährden! Und ich denke auch, dass ist mein gutes Recht, trotzdem werde ich dazu gezwungen! Meine Eid habe ich als LEHRERIN abgelegt, um Kinder zu unterrichten. Ich bin nicht Pflegekraft oder Ärztin geworden, zu deren Berufsbild es von vorneherein gehört, Kranke zu versorgen und zu behandeln.

Und Sie krakeelen nach offenen Schulen für alle? Ist das Ihr Ernst? SIE halten das Risiko für sehr gering? Schön für SIE, andere wünschen sich einfach ebenso viel Schutz, wie die Politiker sich selbst und vielen anderen gönnen. Solange das nicht der Fall ist, fordere ich Wechsel- oder Distanzunterricht!

(Da ich ziemlich in Rage geschrieben habe, entschuldige ich mich schon einmal für eventuelle Fehler und den vielleicht fehlenden Roten Faden.)“ News4teachers

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36 KOMMENTARE

  1. Sehr gut, dass die Redaktion diesen Leserkommentar noch einmal extra veröffentlicht hat!
    Er ist wirklich lesenswert!
    Danke, @Mein Senf!

    • Danke liebe Mary-Ellen!

      Leider sind verdammt viele Fehler reingeschlüpft…

      Ich hoffe, dass du deine letzten Tage im aktiven Dienst gut überstanden hast und nun deinen wohlverdienten Unruhestand genießt!

      Ich wünsche dir und deinen Lieben gesunde und friedliche Weihnachtstage und einen guten Rutsch! 🙂 🙂

      • Liebe @MeinSenf:

        Ja, bin froh, dass ich raus bin…
        Ich wünsche dir ganz viel Power, ein meterdickes Nervenkostüm und endlich menschenwürdige Entscheidungen für dich und deinen Arbeitsplatz Schule!
        Bleib so, wie du bist, ich denke, deine SuS dürfen sich glücklich schätzen, eine solche Lehrerin
        (empathisch und kritisch) zu haben!
        Für dich nun eine erholsame Pause von dem ganzen Stress, vergnügliche Weihnachten mit deinem Spross, und ich hoffe, hier weiterhin immer wieder von dir zu lesen!
        Ganz herzliche Grüße! 🙂
        Und bleibe gesund!!!!

  2. Ich unterschreibe jedes Wort dieses Beitrags.
    Ebenfalls alleinerziehend. Wenn mir etwas passiert, ist da niemand, der mein Kind versorgen kann.
    Kind ging es im DU richtig gut, wünscht ihn sich zurück. Es konnte in seinem Tempo arbeiten, wurde nicht durch langsamere SuS oder Klassenkasper aufgehalten. Jetzt sitzt es mit Angst im Unterricht und zeigt seit Anbruch des Herbstes psychische Auffälligkeiten.
    Die meisten meiner SuS haben den DU auch sinnvoll genutzt, Selbständigkeit dazugewonnen und mehr gelernt als im Präsenzunterricht.
    Wie schon mehrfach geschrieben: solche SuS finden kein Gehör. Die mir bekannten Befragungen von SuS sehen Antworten für diese große Gruppe von SuS gar nicht vor.

  3. „Was sagen Sie Kindern, die durch Corona ein Familienmitglied verloren haben?“

    Ich persönlich weis es auch nicht! Ich hoffe halt, dass ich nie in eine solche Situation kommen werde!

    Nach den Vorgaben der KMK gäbe es da aber einige Argumente die der offiziellen Linie entsprechen würden.

    Was dein Papa ist im Krankenhaus und Oma ist gestern gestorben?
    Beileid!
    Aber:
    – Wenn du deine Freunde in der Schule sehen darfst, geht es dir bestimmt bald besser.
    – Deine Zukunft ist aber gesichert, weil die lieben Onkel und Tanten von der KMK die Bildungsgerechtigkeit aufrecht erhalten haben.
    – Dafür ist das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel am Ende doch gar nicht so schlecht gelaufen.
    – Wir brauchen dich als Indikator, um beim Testen in den Schulen die Pandemie zu kontrollieren.
    – Dafür siehst du aber ziemlich fit aus. Rank und schlank. Das macht die Bewegung in der Schule.
    – Die Schulen sind sicher, bestimmt wurde die Infektion von außen in deine Familie getragen. War am Ende etwa ein Lehrer bei deiner Familie zu Besuch?
    – Hat deine Familie denn nicht alle 20 Minuten gelüftet?
    – Schnauze. Ab in die Klasse du undankbares Gör. Die KMK hat weder Interesse noch Zeit für jemand der nicht wählen darf und nichts zum Spenden hat.

    Alles Sätze von tiefer Weisheit und sittlichem Nährwert.

    Bin mal gespannt ob Kinder, die Verwandte verloren haben, schon genug Einsichtsvermögen haben diese geschliffenen Argumente zu akzeptieren.

    Falls nicht, einfach die Anschrift des zuständigen Bildungsministers / der Bildungsministerin weiter geben. Die können das bestimmt noch besser erklären.

    • „Ich hoffe halt, dass ich nie in eine solche Situation kommen werde!“

      Habe ich auch gehofft – vor zwei Wochen ist der Großvater meiner Kinder trotz zweifacher Impfung an Corona gestorben, morgen ist die Beerdigung.

      • @Bernd
        Herzliches Beileid

        Es bleibt nur zu sagen, passt auf euch auf.
        Es gibt noch genug Unvernünftig.
        Wir müssen schauen wie die Situation nach den Feiertagen ist. Ich befürchte, dass die Zahlen dann, bedingt durch die Feiertage, die Tatsachen nicht im ganzen Ausmaß wiederspiegeln. Ich höre unter unseren SuS immer wieder, daß Familienfeiern anstehen mit Verwandten aus aller Herren Länder….
        Informationen wird die SL wahrscheinlich, wenn überhaupt, am letzten Wochenende erhalten. Ich habe keine Ahnung was man tun könnte. Ausser das eigene Kind evtl die erste Schulwoche krankmelden und hoffen, dass dann inzwischen eine andere Entscheidung fällt.

      • Ich wünsche Ihnen viel Kraft! Mein herzliches Beileid!

        In meiner Klasse ist dies leider schon während der ersten Zeit während der Pandemie passiert. Ein Schüler hat seinen Großvater verloren…
        Das Schlimmste daran war, dass die Infektion vermutlich aus der Schule ins Haus kam, ganz genau ließ sich das leider nicht nachvollziehen. Deswegen echauffiere ich mich auch so, weil ich schon in der Situation war und versuchen musste aufzufangen.
        Der Schüler hat seitdem sehr hohe Fehlzeiten und ist psychisch stark belastet. Wen wundert’s!?
        Das möchte ich für keinen weiteren meiner Schüler…

        • Ich glaube nicht, dass sich meine Kinder – die natürlich trauern – die Schuld an dem Geschehen geben. Sie tragen natürlich auch keine. Meine mittlere Tochter hatte allerdings schon (mindestens) vier infizierte Mitschüler in ihrer Berufsschul-Klasse, die, nebenbei, problemlos im Distanzunterricht arbeiten könnte, wenn hierzulande nicht das Diktat des Präsenzunterrichts um jeden Preis gelten würde. Aber das macht ja alles nichts – die Schulen sind bekanntlich sicher, „Kinder“ (in diesem Fall: Ü19) erkranken ja nicht. Und Opas gibt’s in diesem Land offenbar mehr als genug.

          • Erlebte das gleiche. Ein Vater bei Komplettinfektion einer Familie gestorben. Oma, Opa von vielen gestorben. Seitdem sind viele von denen komplett von der Rolle.

        • Das war schon die nur halb scherzhafte Vermutung von Freunden. Die Entlastung der Rentenkassen.
          Das wirklich Schlimme ist es, dass ich das inzwischen für denkbar halte.

          • Ja, leider kommt es einem manchmal so vor. Aber dafür werfen durch Long Covid Erwerbsminderungsrentner hinzukommen.

          • @xy

            Den Gedanken hatte ich leider schon sehr früh, eher entsetzt als halb scherzhaft.
            Ich habe den Gedanken dann immer wieder beiseite geschoben, was allerdings im Laufe der Zeit immer schwieriger wurde. Ich fürchte mittlerweile, dass einige Entscheider an dieser Idee Gefallen gefunden haben könnten.

            @A.H.
            Und ich fürchte mittlerweile auch, dass eben diese o.g. Entscheider schlichtweg zu blöde sind, die Long -Covid-Erwerbsminderungsrentner irgendwo in der Gesamtbilanz unterzubringen. Vermutlich sind sie sogar zu blöde, um diesen Sachverhalt auch nur zur Kenntnis nehmen zu können. Die betroffenen Menschen sehen sie ohnehin nicht als Menschen, sondern als Verfügungsmasse.

  4. Seltsame Frage. Was sollte man diesen Kindern bei so einer Tragödie anderes sagen, als wenn sie durch Krebs oder Verkehrsunfall oder Mord ein Familienmitglied verloren haben?

    • Es geht darum, dass das Kind möglicherweise Corona von der Schule nach Hause gebracht hat und deshalb jemand gestorben ist. Dass dieses Kind damit möglicherweise ein Problem haben könnte, muss jetzt nicht jeder begreifen. Aber nein, das ist nicht dasselbe, wie eine Tumorerkrankung oder ein Unfall. Daran hatte das Kind vermutlich keinen auslösenden Anteil.

      • Danke TaMu, dass Sie es so sachlich erklärt haben!
        Ich habe lange überlegt, wie ich antworten könnte, aber bisher triefte alles vor Ironie und Sarkasmus…
        Ich hatte diese Situation leider schon… Wie hilft man einem Kind, dass diese Krankheit in seine Familie getragen hat und sich damit schuldig am Tod (oder der dauerhaften Erkrankung) eines seiner Lieben fühlt? Wie baut man es auf? Wie nimmt man ihm die Schuldgefühle? Ihm einfach zu sagen, dass es das ja nicht extra gemacht hat, reicht wohl kaum. Ihm mitzuteilen, dass es ja wegen der offenen Schulen und der Schulpflicht keine Wahl hatte, ist auch wenig tröstlich.
        Das steckt dahinter.

        Ich finde diese Frage gar nicht seltsam!

    • Ich habe im Laufe meines Lehrerlebens in meiner Rolle als Klassenleiter mehrere Schüler gehabt, die ein Elternteil durch Krebs verloren haben. Die Kinder haben lange, wirklich lange gebraucht, um sich wieder ansatzweise normal zu bewegen. Ich spreche über Jahre, nicht über Monate. Am schlimmsten war es immer ca. ein Jahr nach dem Verlust. Was sagt man so einem Kind? Und was sagt man, wenn Corona über die Schule nach Hause getragen wurde? Klar kann das Kind nichts dafür. Und trotzdem muss es mit den Konsequenzen leben. Mit einer Konsequenz, die vermeidbar gewesen wäre, wenn die Schulen sicher wären. Und das ist der Unterschied, den bereits Kinder verstehen: Erkrankungen wie z.B. Krebs können durch das Verhalten Angehöriger oder der Gesellschaft kaum vermieden werden. Das Hineintragen von Corona durch Kinder in Familien wäre dagegen vermeidbar – nur dass es in Schulen und Kitas eben kaum Schutzmaßnahmen gegen Infektionen gibt.

  5. Diese Kinder, die ein Familienmitglied wegen Covid-19 verlieren, sind gezeichnet für ihr ganzes Leben! Sowohl KMK als auch die Eltern, die Corona verharmlosen oder sich nicht davon betroffen fühlen, denken ihr Bedürfnis nach Normalität in einer abnormalen Situation nicht zu Ende!

    Danke, @MeinSenf, für diese Darstellung!

  6. Ich lese Ihre Kommentare immer gerne und bin froh, dass dieser hier als Artikel hervorgehoben wurde.

    Ja es ist schwierig, ich begleite selbst eine Familie, bei der das Jugendamt die Freistellung (als das letztes Schuljahr möglich war) untersagt hatte und ja es war lerntechnisch absolut richtig.

    Aber es würde reichen, wenn diese Kinder in die Schule kämen, denn durch die geringere Personen Zahl wären auch sie besser geschützt als jetzt.

    Und ich kann ihren Eindruck bestätigen, während vor 1,5 Jahren noch viele gesagt haben „ich kenne niemanden, der Corona hatte“, mussten doch viele im Freundeskreis und im schlimmsten Fall in der Familie Corona-Todesfälle ertragen. Natürlich gibt es auch immer noch die, die mir erklären die Leute würden jetzt alle aufgrund von Impfschäden sterben. Ich vermute mal, die Menschen, die dann vor den Impfungen gestorben sind, haben das dann absichtlich gemacht, um in ein preiswertes Massengrab zu kommen. Da muss ich den Corona-Leugnern auch mal Recht geben, man muss sich gegen die Beerdigungsmaffia schon wehren.

    Also Fakt ist, mittlerweile sind fast 50 Kinder unter 12 an Corona gestorben, die Hälfte von ihnen war vorerkrankt.

    Na und? Man kann mit einer Vorerkrankung in diesem Land locker 80 werden. Zumindest dann, wenn für die Menschen etwas getan wird. Das nennt sich Gesundheitsschutz.

    Corona hat mich aber etwas gelehrt. Gesundheitsschutz gehört zum Arbeitsschutz und der steht Kindern nicht zu. Dass Kinder und Eltern, in diesem Land keine Rechte haben, weiß ich schon lange. Und Deutschland wurde schon mehrfach in Straßburg dafür von der EU verurteilt. Doch was hat Deutschland bis jetzt gemacht? Sie zahlen die Strafe. Das Unrecht ändern tun sie nicht. Wen wundert es also, dass das lockerflockig so weiter geht?

    Was sind wir Lehrer und Erzieher eigentlich für unseren Staat und Politiker? Zoo Wärter? Sperren wir die Kinder zu dem Löwen Corona in den Käfig, damit Erwachsene weiter ins Stadion gehen können und natürlich damit die wirtschaftliche Leistung erhalten bleibt? So kommt es mir zumindest vor.

    Da wird doch tatsächlich um Besucherzahlen gerungen, während kaum ein Kind zwischen 0-11 vollständig geimpft ist und die Eltern müssen oft in andere Landkreise, einige sogar in andere Bundesländer fahren, damit ihre Kinder wenigstens ein wenig Schutz haben, während massenweise Impfstoff zurückgehalten wird, um die Impfunwilligen dich endlich mal zu impfen.
    Entspricht das Ihrer Vorstellung von Gleichheit?

    Sie sollten sich in Grund und Boden schämen oder wie es bei uns diplomatisch heißt: Sozialverhalten – Note konnte nicht erteilt werden. Für die Politiker, von denen wir ja immer wieder gezeigt bekommen, so gar keine Ahnung haben: Das ist weit unter dem Strich!

    Also für die Damen und Herren aus der Politik mal in leichter Sprache formuliert:
    – ja wir können Kinder auch im Distanz Unterricht beschulen
    – ja die Kinder lernen dabei etwas (siehe Hausaufgaben System)
    – ja, sie Politiker haben es versäumt adäquate Schutzmaßnahmen aufzubauen (insbesondere in Kitas und Schulen)
    – nein wir sind keine faulen Säcke und fordern deshalb den DU
    – wir sind eher bereit DU anzubieten, als ihre skandalöse Sorglosigkeit bzgl des Lebens und der Gesundheit der Kinder, deren Familien und unsere und unserer Familien aufs Spiel zu setzen
    – Überraschung: Kinder sind in den aller aller meisten Fällen bei ihren Familien sehr gut aufgehoben

    Was ich bei den meisten Entscheidungen vermisse, ist Logik, Verstand und vor Allem Menschlichkeit und Emphatie.
    Vielleicht liegt das auch an mir, denn ich könnte meinen Beruf nicht ohne gerecht werden. Aber vielleicht schadet es in der. Politik auch nicht.

  7. @MeinSenf, es dürften einige sein, dennen mittlerweile der Kragen geplatzt ist.

    „Ein News4teachers-Leser – selbst Lehrer – schrieb mehrere Posts, in denen er sich vehement für den Regelbetrieb einsetzte.“

    Eine kleine aber wichtige Korrektur erlaube ich mir:
    Seit mehreren Wochen verfolge ich die Mantra-Aussagen des gewissen „Lehrers“, der sich am 16.12.2021 um 19:06 h dahingehend äußerte:
    „Ich bin kein Psychologe und kein Mitarbeiter eines Ministeriums, ich bin in der Sozialhilfe tätig (unter anderem auch an Schulen). Ich kenne wenige Kinder, die unter Corona litten, aber viele, die jetzt noch erzittern, wenn sich Erwachsene geschlossene Schulen herbeisehnen.“

    Wieder mit unrichtig behaupteten „geschlossenen Schulen“.
    Diese vielzähligen ähnlichen Aussagen machen mich einfach nur wütend und am 20.12.2021 habe ich dazu geschrieben:
    „Langsam hat die stringente Argumentation R. V. so etwas für mich wie panische Ängste von jemandem, dessen Arbeitslohn nur nach physischer Anwesenheit IN der Schule abgerechnet werden kann.“

    (Arbeitstunden in der schulischen Sozialarbeit rausarbeiten für die vielen schülerlosen Ferien sind halt ohne SuS vor Ort bei aufgehobener Präsenz einfach nicht möglich, wenn die Schulen „geschlossen“ sind.)

    • Falls es nochmal zu „Schulschließungen“ kommt… Vielleicht wäre es ja eine Idee den LuL nur Kurzarbeitergeld zu bezahlen und dafür wirklich nichts zu tun?
      Auf DU, der im Nachhinein für völlig wertlos erklärt wird, habe ich echt absolut keine Lust mehr! Da diese wahnsinnige Mehrarbeit nicht wertgeschätzt wird, ist sie wohl unnötig. Ich möchte mich wirklich nicht mehr derartig reinknien, um hinterher dafür öffentlich in den Hintern getreten zu werden. (Von den Eltern kam für unser Kollegium im letzten Lockdown durchaus positives Feedback, was wieder etwas aufgebaut hat!)

      • „ Vielleicht wäre es ja eine Idee den LuL nur Kurzarbeitergeld zu bezahlen und dafür wirklich nichts zu tun?“
        Ganz ehrlich: ich wäre sofort dabei!

  8. Das schlimme ist ja, dass die Wahrscheinlichkeit, an covid 19 zu erkranken sehr wohl (im Gegensatz zu einer Krebserkrankung oder einem Unfall) durch achtsames Verhalten und die Umstände, in denen ich mich bewege und die Maßnahmen, die ich ergreife, reduziert werden kann. „Eigenverantwortung“ wird gerade von alle Parteien heruntergeleiert…. Nur wäre dann die richtige Konsequenz, dass ich selbst wählen kann, ob und wie ich mich einer Gefahr aussetze (Kontaktreduzierung, Impfung, …). Die Schulpflicht aber steht dieser Aufforderung jedoch entgegen so lange die Kinder nicht geimpft sind. So einfach, aber auch tragisch ist es.

    Lieben Dank jedenfalls, das du @deinen Senf so treffend dazu gegeben hast – du sprichst mir aus dem Herzen (Sonderpädagogin/auch allereinerziehend)!

  9. @Mein Senf, auch ich finde es sehr gut von der Redaktion, dass Ihr Beitrag in dieser Form hervor gehoben wurde. Sie haben sich deutlich ausgedrückt und sind bei aller Emotionalität sachlich geblieben. Dieser Mix gefällt mir sehr. So sieht die Situation für sehr viele Familien aus, die NICHT laut werden. Diese tragen die Situation mit, so gut sie können und fühlen sich belastet. Viele lassen ihre Kinder impfen, weil diese in den Schulen infiziert werden und sie es nicht verhindern können. Die Impfung ist der einzige Schutz. Könnten diese Eltern ihre Kinder zu Hause lassen im DU, würden sie sie in vielen Fällen nicht impfen lassen, weil sie auch wegen der Kinderimpfung Sorgen haben. Es gibt auch Kinder, die unbedingt geimpft werden wollen, damit sie eben nicht ihre Angehörigen anstecken und Angst um sie haben müssen. Da sind ihnen mögliche eigene Impfrisiken lieber, weil sie so wenig wie möglich „schuld“ sein wollen an Krankheit und/oder Tod von Mama und Papa oder Oma und Opa. Und dann gibt es vernünftige Kinder von Impfgegner-Eltern, die große Angst haben, weil sie täglich ungeschützt das Virus in ihre ungeschützte Familie tragen können und sie sich nicht impfen lassen dürfen. Was sagt man diesen Kindern? Was sollen die sich selbst sagen?
    Diese Schutzlosigkeit in und durch Schulen wird politisch als problemlos dargestellt gegenüber der angeblichen Not der Kinder, wenn diese nicht in Präsenz unter den derzeitigen Bedingungen unterrichtet werden. Dabei ist kein Mensch zu einer guten kognitiven Entwicklung in der Lage, wenn er sich nicht sicher fühlt. Wer mit Kindern arbeitet, stellt an erster Stelle ihre Unversehrtheit sicher. Erst dann kann Förderung überhaupt stattfinden. Alles andere ist Aufbewahrung. Und Kinder haben seit dem Ende des ersten, wirklich harten, lockdown im Frühjahr 2020 miteinander gespielt und Kontakt gehabt auch außerhalb der Schulen und Einrichtungen. Es gab danach keine Maßnahme mehr, die den privaten Kontakt von Kindern und Jugendlichen stark begrenzt hat. Benachteiligt sind die Kinder, die schon immer benachteiligt waren und gerade diese Kinder sollten sich weder infizieren noch in Quarantäne müssen, weil ihre Familien damit überfordert und die Kinder somit in Gefahr sind. Ich finde das alles so logisch, gibt es tatsächlich eine Logik, die das überbietet? Irgendeine Logik, die meine Beobachtungen und Erfahrungen unwichtig erscheinen lässt?

  10. Die Frage ist nicht nur: Was sagen Sie Kindern, die durch Corona ein Familienmitglied verloren haben. Die Frage ist auch: Was sagen Sie Kindern, die Angst haben, an Corona ein Familienmitglied zu verlieren? Denn davon sind extrem viele Kinder betroffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele dieser Kinder und Jugendlichen sich durch die ständige Wiederholung dieses ekelhaft-süßlichen „Kinder haben unter den Schließungen genug gelitten, Schulen sind sicher und dürfen zum Wohl der Kinder nicht mehr geschlossen werden“ mehr als benutzt, belogen und instrumentalisiert fühlen.

    • Ja, diese Kinder und Jugendlichen fühlen sich überfordert und tragen ihre Maske fast ängstlich korrekt.
      Meine Beobachtung ist auch, dass mit steigendem Bildungsstand das Verhalten in der Politik mehr als fragwürdig erscheint, während man in den Anderen Bildungsgängen mit Glück von 20% richtig sitzender Masken ausgehen kann. Dort fegte cov 19 auch ordentlich durch.
      Hat sich das Verhalten dadurch geändert? Nein. Die Beliebigkeit der Coronaregeln liess das Interesse an diesen ziemlich erlahmen. Masken sitzen nur richtig, wenn eine Lehrkraft hinguckt oder auch nicht mal dann. Viele nehmen nach defür Gebauerische Maskenpause die Masken weiterhin komplett ab. Ein Kampf gegen Windmühlen herrscht seitdem.
      Damit werden diejenigen Schüler in psychische Mitleidenschaft gezogen, die das durchaus ernster nehmen. Die sind nach ein paar Wochen Schulbetrieb mit maskenverweigernden Klassenkameraden auch psychisch durch.

  11. @RüdigerV.
    Wenn sie sich wirklich so viele Sorgen um bestimmte Kinder machen, dann machen sie es wie die Sozialpädagogin meiner Schule, verabreden Sie sich mit diesen Schülern in den Ferien oder im Lckdown zu einem gemeinsamen Spaziergang. Da kann man alle Regeln einhalten und trotzdem gut Kontakt halten und bei Problemen rechtzeitig intervenieren. So geht gute Sozialarbeit auch im lockdown. Die Lehrer haben in dieser Zeit andere Aufgaben. Ideal ist natürlich auch in dieser Zeit eine gute Zusammenarbeit von Lehrern und Sozialarbeitern. Außerhalb der Ferien waren übrigens die meisten dieser Kinder bei uns in der Notbetreuung (Sonderpädagoge / Sozpäd., bei Wechselunterricht waren sie an den Tagen, an denen sie nicht in der Klasse waren, ebenfalls für 2 Stunden in dieser Gruppe). Es lässt sich also, auch bei angeblich geschlossenen Schulen, viel organisieren für diese Kinder.

    • @potschemutschka

      Ausgerechnet dieser Post ging tatsächlich nicht an besagten Herrn, auch wenn ich diesem fast das Gleiche schon einmal geschrieben hatte. Dieser Kommentar ging wirklich an jemanden, der von sich sagte, er sei Lehrkraft.

      Ihren Ausführungen zu guter Sozialarbeit stimme ich absolut zu! Auch unsere Schule hat das Glück einen Sozialarbeiter zu haben, dieser war immer in der Notbetreuung eingeteilt und machte auch Termine mit besonders belasteten Familien und Kindern aus.

      Ich persönlich hatte mit meinen Klassen immer einen bestimmten Codesatz ausgemacht, den sie mir über unseren Messenger zukommen lassen konnten, falls sie irgendwie in Gefahr geraten und Hilfe brauchen. Dieser Satz bezog sich für Unwissende auf die gestellten Aufgaben, sodass auch Kinder, die von ihren Eltern kontolliert werden, ihn hätten schreiben können. Ich hätte dann allerdings gewusst, dass das Kind Hilfe braucht und hätte etwas tun können. Ich weiß, dass ich nicht die einzige Lehrkraft bin, die auf eine solche Idee gekommen ist. Auch so etwas ist möglich…

      Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler ja nicht im Stich lassen, wir wollen ihnen doch helfen, das ist doch der Job! Aber das wird meist leider nicht gesehen.

  12. Der Vergleich mit dem Tod eines Angehörigen durch Krebs oder Corona hinkt total. Der Tod durch Corona kommt überraschend schnell über die Familie. Bei Krebs können sich die Angehörigen schon lange, zumeist seit der Diagnose, auf den Verlust einstellen. Was dann bei Weitem nicht solch einen Schock auslöst.

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