Eklat um verstorbene Kinder: KMK-Präsidentin Prien gießt weiteres Öl ins Feuer

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«Schlicht falsch»: Prien bei ihrer Vereidigung zur Bildungsministerin von Schleswig-Holstein. Foto: CDU-Fraktion des Schleswig-Holsteinischen Landtages

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien, hat den Vorwurf einer «Politik der Durchseuchung» an den Schulen zurückgewiesen. «Wir setzen immer noch auf strikte Hygiene-Maßnahmen, auf Testpflicht, auf Masken. Der Vorwurf ist schlicht falsch», sagte die CDU-Politikerin der «Welt» – ungeachtet der Tatsache, dass die «strikten Hygiene-Maßnahmen» offensichtlich nicht wirken, die Präsenzpflicht in den meisten Bundesländern aber gilt.

Das Robert-Koch-Institut registriert eine Vielzahl von Schulausbrüchen. Die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland sind laut letztem Wochenbericht auf 3.598 (bei den Fünf- bis Neunjährigen) und 3.736 (bei den Zehn- bis 14-Jährigen) gestiegen. Rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland sind dem RKI zufolge laut Jahresbeginn so schwer an Covid-19 erkrankt, dass sie ärztlich behandelt werden mussten. Reaktionen der Politik darauf? Fehlanzeige.

Die S3-Leitlinie für einen weitgehend sicheren Schulbetrieb, die unter der Regie vom Bundesbildungsministerium von mehr als zwei Dutzend Fachgesellschaften (darunter Ärzteverbänden) entwickelt worden war, wird von den Kultusministern in Deutschland durchgängig missachtet. Vertreter der Schüler-Initiative «WirWerdenLaut» hatten der Politik in einem offenen Beschwerdebrief deshalb einen «Durchseuchungsplan» vorgeworfen und eine Aussetzung der Präsenzpflicht, kleinere Lerngruppen, PCR-Pooltests und Luftfilter in allen Schulen gefordert.

Prien bedauert in der «Welt», dass sie mit ihrer Differenzierung bei der Todesursache von Kindern, die angeblich «mit» oder «wegen» des Coronavirus gestorben sind, betroffene Eltern schwer verärgert hat.

Eine Entschuldigung kommt ihr allerdings nicht über die Lippen. Wörtlich sagt sie: «Mir tut es sehr leid, dass es offensichtlich einzelne Eltern mit vulnerablen Kindern gibt, die sich in dieser Debatte nicht hinreichend in ihrer schweren Situation gesehen fühlen. Wenn es nun heißt, ich hätte kein Mitgefühl für deren Situation, schmerzt mich das. Und es ist mitnichten der Fall», sagt Prien – um sofort neues Öl ins Feuer zu gießen: Anhängern des NoCovid-Ansatzes gelte sie jetzt als «Feindin», weil sie für Normalisierung eintrete, behauptet sie in der «Welt» (und ideologisiert damit eine Debatte um sinnvollen Corona-Schutz in Schulen).

Der Hashtag #Prienruecktritt trendete. Prien deaktivierte daraufhin ihren Twitter-Account vorläufig

Hintergrund: Auf Twitter hatte eine Äußerung der KMK-Präsidentin im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie für Aufregung gesorgt. Eine Nutzerin schrieb dort von 65 corona-infizierten, verstorbenen Kindern in viereinhalb Monaten. Darauf antwortete Prien am Freitagabend: «Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit COVID_19 und nur extrem selten wegen COVID_19.» Auf Priens Antwort folgten zahlreiche – teils auch beleidigende – Reaktionen. Viele warfen der Politikerin Empathielosigkeit vor und verlangten eine Entschuldigung. Der Hashtag #Prienruecktritt trendete. Prien deaktivierte daraufhin ihren Twitter-Account vorläufig.

Der Eklat war nicht die einzige Irritation, die Prien auf Twitter zuletzt auslöste. Mit Blick auf «WirWerdenLaut» postete die Kultusministerkonferenz – unmittelbar nachdem absehbar war, dass die Petition große Resonanz erzielen würde – ein gestaltetes Bild der CDU-Politikerin mit dem Zitat: «Das Anliegen der Schülerinnen und Schüler ist nachvollziehbar und richtig. Die Belange von Kindern und Jugendlichen standen in dieser Pandemie zu wenig im Fokus.» Prien machte den beteiligten Schülerinnen und Schülern zudem ein Gesprächsangebot gemacht. Glaubwürdig wirkte das demonstrative Verständnis nicht. Denn: Kurz zuvor hatte Prien in ihrem eigenen Account eine Polemik gegen «WirWerdenLaut» retweetet – und sich damit zu eigen gemacht.

Weitere Irritationen kamen auf, als sich Prien dann mit Schülervertretern traf, allerdings mit weniger kritischen Landesschülervertretungen. Darauf von einer Schülerin via Twitter angesprochen, antwortete Prien schnippisch: «Leute kommt mal runter, mein Gesprächsangebot steht seit Freitag, zunächst ohne Reaktion. Heute nochmal erneuert. Details werden noch geklärt.»

Dieses Gespräch mit «WirWerdenLaut» fand nun tatsächlich statt. Bereits am Dienstag traf sich Prien mit Vertretern der Initiative, wie gestern bekannt wurde. Zu konkreten Inhalten wurde nichts verlautet. Die Schülerinnen und Schüler hätten sich einen regelmäßigen Austausch über die Bundesschülerkonferenz hinaus gewünscht, hieß es lediglich. Darüber hinaus sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Vertraulichkeit? Das hatte ursprünglich mal anders geklungen: Prien bot den mit ihrer Initiative in die Öffentlichkeit strebenden Schülerinnen und Schülern «volle Transparenz» und einen Livestream des Gesprächs an, «damit alle zuschauen können». News4teachers / mit Material der dpa

Nach Eklat um verstorbene Kinder: KMK-Präsidentin legt ihr Twitter-Konto still – Debatte um „Schattenfamilien“

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Marcel Wienecke
3 Monate zuvor

Bei so viel Hysterie, auch hier bei der Redaktion und den Kommentaren, da würde ich ja davon ausgehen, dass in den letzten zwei Jahren jeden Tag 30-40 Kinder an Corona gestorben sind. Das war aber nicht so.

Als ob es bei der Aufhebung der Maskenpflicht tatsächlich um die Kinder gehen würde. Da missbrauchen Überängstliche die Kleinsten unserer Gesellschaft, um ihre eigene Paranoia zu legitimieren.

Würde es denjenigen wirklich um die Kinder gehen, dann würden sie auf der Stelle zu Veganern, führen nur noch Rad oder ÖPNV und wären bei jeder „Fridays for Future“-Demo an vorderster Front mit dabei. Für die Zukunft der Kinder.

Bernd
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Da haben Sie recht. 65 tote Kinder sind schon ein bisschen langweilig, wenn sie leise vor sich hinsterben und nicht etwa bei einem Terroranschlag mit großem Knall aus dem Leben scheiden.

Monika Lichtermann
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Und zum Rest? Nichts? Ach so, dachte ich mir. 😉

Ich tippe auf Gymnasiallehrer. Das sind die hysterischsten.

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor

????? Und wer sind Sie, dass Sie das beurteilen können? Die Lehrerzimmermaus?

Marcel Wienecke
3 Monate zuvor
Antwortet  Bernd

Nach der Logik sollte man auch nicht mehr Auto Fahren, da sterben nämlich auch Kinder. Und zwar deutlich mehr. Und jedes Jahr!

JH
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

…und nach dieser Ihrer Logik könnten wir auch an den Flugplatz-Towern sparen, weil in Deutschland kaum Menschen an oder mit Flugzeugabstürzen sterben.
Und weil wir keine Cholera in Deutschland mehr haben, schaffen wir das Händewaschen und die Wasserwerke ab.
Nein im Ernst, vielleicht sind die Masken doch sinnvolle Neuerungen in bestimmten gesellschaftlichen Zusammenhängen, so wie andere Neuerungen auch? Zum Beispiel um die Schwächsten zu schützen?

Mary-Ellen
3 Monate zuvor
Antwortet  JH

„Masken sinnvolle Neuerungen“

Oje!
Haben Sie nicht den
panisch-hysterischen Aufschrei von Dirk Z. vernommen?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Fun fact: dank Corona sind weniger Kinder im Straßenverkehr während der Pandemie verunglückt.

Frage an Sie: wieviele waren es denn wirklich?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Ach was solls: ich kann Ihnen die Antwort selbst geben. Bis 15 Jahre alte Kinder starben 2020 im Auto exakt 18, und 2019 21.

Bevor Sie es versuchen: nein, die über 15-jährigen werden das nicht massiv weiter erhöhen, denn die meisten Kinder sterben mit unter 6 Jahren im Auto, weil sie da am meisten von Eltern mitgenommen werden.

Quelle: statistisches Bundesamt, Kinderunfälle im Straßenverkehr 2020, Seite 7 unten

Sind das jetzt DEUTLICH mehr wie sie sagen als an Corona?

Ich würde sagen Sie haben sich mit dem Argument ein Eigentor geschossen und sollte in Zukunft besser recherchieren.

Mir ist eigentlich ziemlich egal, wer hier „Recht hat“. Aber Falschinformationen posten GEHT GAR NICHT. Also lassen Sie die Finger von der Tastatur bitte.

Frau T.
3 Monate zuvor

Danke, ich war schon kurz davor, den Link mit der Statistik für Todesursachen zu zücken.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Können Sie gern noch machen Frau T., ich kann hier irgendwie keine Posts mit Links veröffentlichen. Aber ich denke, dass sich Herr Wienecke hier nicht mehr blicken lässt, und falls doch, erwarte ich was sinnvolleres von ihm als den Post da oben.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Und kommen Sie mir jetzt nicht damit, dass Sie tote Kinder meinten, die nicht im Auto saßen….

Alx
3 Monate zuvor

Oder auf covidiotisch:
Sind die Kinder denn jetzt AN oder MIT Straßenverkehr gestorben?

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Das sind nämlich ähnlich wenige bei den Fußgänger-Kindern und noch weniger Tote bei den Fahrrad-Kindern….

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Yep, danke, Stromdoktor. Schön aufbereitet, nicht ganz so detailliert wie im Bericht und nur 2019, aber auf jeden Fall hilfreich.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Dann reflektieren Sie mal auf die selbe Art, worum es Leuten geht, die Corona ignorieren wollen….
Geht es denen um die Kinder oder um ihre eigenen Freiheiten und ihren Ego? Geht es bei der Präsenzpflicht um das Wohl der Kinder oder dem Wohlstand der Erwachsenen?
Sehen Sie in der Gegend viele schwer an Corona erkrankte Kinder? Sehen Sie in der Gegend, zB in der Schule, viele Masken – leidende Kinder, oder tollen die munter mit ihren sandigen, schmierigen Stofffetzen vor der Nase herum?

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich habe übrigens keine Angst vor Corona!
Ich halte mich nicht aus Ängstlichkeit an die Regeln, sondern aus Vernunft! Aus Solidarität anderen gegenüber, aus Rücksicht auf Vulnerable, aus Vorsicht, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten und um einen vernünftigen Weg aus der Pandemie zu finden ohne im Chaos zu enden oder einen Teil der Gesellschaft einfach untergehen zu lassen und zu übersehen.

Marcel Wienecke
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Das find ich gut. Ich hoffe daher, dass sie auch die Zukunft Der schwächstem solidarisch mit dem Blick behalten. Mein Vorschlag: vegan leben, sich bei den Klimademos beteiligen und das eigene Auto verkaufen.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Ich habe garkein Auto 😉

W.
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

@Marcel Wienecke
Sie bringen ja mehr Freude als ein schnödes, womöglich nicht veganes Ü-Ei, denn Sie schüren ja gleich 3-fach Hysterie mit Ihren Forderungen ( Nein, keiner will wissen, woher Sie! sich das „Recht“ nehmen ) :
– vegan leben,
– Beteiligung an Klimademos,
– eigenes Auto verkaufen.
Doppelt plus 1 hält besser.
Und wenn Ihre Hysterie nichts bringt und sich niemand unter Druck setzen lässt, dann lassen Sie gleich morgen die Welt untergehen … 😉
Merken Sie selbst, gell?

Und was war noch gleich das Ausgangsthema?
Nein, bloßes „Troublemaking“ war es nicht.
Whataboutism war es auch nicht …
Sie können den Artikel oben ja noch einmal lesen.

Kätzchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Sie haben sehr gut Ihre Zukunft beschrieben. Genauso wird es kommen!

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Schon selbst gemacht? Auto verkaufen verhindert auch, dass sie Kinder überfahren können…

Lehrer mit Seele
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Bin ich fast bei Ihnen, muss aber anmerken, dass das nicht für jeden zu 100% umsetzbar ist. Denn den. Opa, der nicht mehr laufen kann, schaffe ich z. B. mit einem Elektromobil so viel Lebensqualität, dass ich die für unverzichtbar halte. Ich kann ja gerne mit dem Fahrrad neben her fahren..

Aber nehmen Sie das auf. Schul- und Kitaessen nur noch vegan, nur aus lokalem Anbau und ohne chemische Zusätze. Ich bin dabei

Das heißt aber nicht, dass Forderungen nach Sicherheitsmaßnahmen in der Schule ausgeschlossen sein müssen.

Mehrzeller
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Netter Whataboutismus.
Nee, ohne Maskenpflicht wären in den Schulen ALLE Schüler*innen und Kolleg*innen innerhalb von zwei Wochen erkrankt, deren Familien dann innerhalb der nächsten zwei Wochen. Dass es gelungen ist, die Omikron-Welle so zu strecken, dass die Krankenhäuser und kritische Infrastruktur nicht zusammengebrochen sind, liegt wesentlich an den Masken.

Zum Artikel: „Wenn es nun heißt, ich hätte kein Mitgefühl für deren Situation, schmerzt mich das…“ ja, ab in die Opferrolle…“und es ist mitnichten der Fall.“ …was man woran genau erkennt?

Twitter, wie die ganzen sozialen Medien, basiert darauf, dass es Nutzer danach süchtig macht, immer sichtbar, immer die oberste Schicht der Müllhalde zu bleiben. Das ist für Leute in verantwortlicher Position nix. (Eigentlich für niemanden mit menschlichem Seelenleben). Wenigstens das hat sie erkannt.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Mehrzeller

Es frisst im Übrigen viel Zeit, die Frau Prien mit sinnvolleren Dingen verbringen kann.

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Selten so einen Schmarn gelesen Marcel.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

@Marcel Wienecke
Würde es denjenigen, die am lautesten nach Wegfall der Maßnahmen rufen und die Beeinträchtigung der Schüler/ Kinder dafür ins Feld führen, tatsächlich um die Kinder und Jugendlichen gehen, würden sie sich um sichere Schulen im Sinne der S3 Verordnung und um Luftfilter bemühen, damit aufgrund entsprechend ausgestatteter Unterrichtsplätze die Kinder zumindest am Platz keine Maske tragen müssen und gleichzeitig der Schutz vor Infektion weitestgehend gegeben ist. Diese Forderung höre ich allerdings nicht von den „öffnen, öffnen“ – Rufern, sondern eher von Lehrkräften und ErzieherInnen.

Laura
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Ich verstehe ihren Ansatz durchaus, Herr Wienecke.

Wir wissen imgrunde nichts über die verstorbenen Kinder. Welche Vorerkrankungen, wie schwer betroffen. Palliativmedizinisch eventuell schon in Behandlung.
Oder aber waren die Kinder eher von Vorerkrankungen betroffen, mit denen man durchaus noch lange hätte leben können.
Wir wissen das alles nicht. Aber reiben uns hier gegenseitig auf.
Wir wissen nicht, wo die Kinder sich angesteckt haben und ob man es mit Schulmaßnahmen hätte verhindern können.

Ich finde es trotzdem eher nicht gut, eine ganze Kindergesellschaft in Haft zu nehmen, damit man eventuell ein Leben rettet.
Da funktioniert so nicht, auch wenn es manche sich so vorstellen.

A.H.
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

In Haft? Meine Kinder sind geboostert, vorsichtig im Freizeitverhalten, das höchste Risiko besteht im Schulbesuch mit über 30 Kindern in der Klasse plus Lehrer. Aber Haft? Sie wissen es gibt mit Papa, Oma und Opa drei Risikopersonen zuhause und das Leben ist kein Ponyhof. Da macht man was geht.

Laura
3 Monate zuvor
Antwortet  A.H.

Das können Sie ja auch tun. Trotzdem ist es nicht Aufgabe aller anderen Kinder ihre Familie zu schützen. Weil da nicht mal möglich ist.
Und das macht mich auch nicht zu einem herzlosen Menschen. Das ist nur realistisch.

Wir haben uns als Familie auch angesteckt, trotz aller Umsicht und Vorsicht.
Wir leben ebenfalls mit Oma und Opa in einem Haus
Interessanterweise hat sich der Risikopatient unter uns allen als einziger nicht angesteckt.
Der blieb völlig entspannt und meinte „ich bin doch geimpft“.
Alle anderen hatten ungefähr die selben Verläufe, geimpft und ungeimpft.
Die Kinder hatten keinen bis tatsächlich mildem Verlauf.

Es ist einfach nicht möglich, sich so sehr zu schützen, dass man sich nicht ansteckt.
Das ist für mich mittlerweile ein Fakt.

S.
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Wie alt sind den Oma und Opa bei Ihnen? Und wie alt sind Sie?

Ich bin ü 50 und die Omas und Opas meiner Kinder sind ü 80. Da ist man dann nicht mehr ganz so entspannt.

Es gibt viele Familien mit schweren Vorerkrankungen und die versuchen nach wie vor, sich nicht zu infizieren.

Immerhin gibt es derzeit im 7-Tage-Schnitt ca. 180 Covid-19-Tote am Tag in Deutschland. Tendenz leider steigend.

Klugscheisser
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Schön, dass Ihr Erkenntnis- und Erfahrungshorizont über alle anderen Menschen gestülpt wird. Mein Erfahrungshorizont als Lehrkraft sieht anders aus:
Tote Omas und Opas von Schülern
Toter Papa vom Schüler
Mama und Papa mit Long Covid
Schüler mit Eklatanten Konzentrationsstörungen plus Geschmacksverlust
Freundin mit extremer Brainfog, null Ausdauer mehr
Junges Mädchen jetzt mit regelmässigen Migräneanfällen.

Was von aussen schick aussieht, muss nicht auch innerhalb des Körpers so sein. Bei Kindern sind kleinere Verhaltensänderungen normal und können kaum zugeordnet werden. LC wird erst gar nicht festgestellt, weil Anhaltspunkte dafür und die Sprachfähigkeit zur Einordnung von körperlichen und geistigen Veränderungen fehlen.
Kinder sind mitnichten kerngesund nach einer Infektion.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Laura
Schreiben sie hier eigentlich im Auftrag von Frau Prien ?
Ihr gesamtes wenig empathisches Geschreibe erinnert mich inhaltlich sehr stark an diese Kultusministerin.

Rabe aus NRW
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Hartherziger Utilitarismus: Die Mehrzahl überlebt ja, das einzelne tote Kind ist egal … Pfui!

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Laura
Diese haarsträubenden Versuche einer Differenzierung zwischen an oder in Verbindung mit Covid-19 verstorben bedeuten nur ein verbales Wortspiel, dass wohl von der eigentlichen Ursache, nämlich der Infektion mit Covid-19, ablenken soll.
Ausgang der schweren und der zum Teil wohlwollend umschriebenen leichteren SARS-Covid-19-Erkrankungen ist immer ein positiver PCR-Test-Nachweis des Virus im Rachenabstrich, und der Verlauf und die eventuelle Todesursache sind mit oder ohne Vorerkrankungen die selben !

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

@AvL
zur „haarsträubenden Differenzierung“..

In der Vorstufe Hospitalisierung „mit“ oder „wegen“ Corona, wird die Unterscheidung in der Praxis bereits vorgenommen.

In dem Beitrag sind auch die Grenzen der Methode beschrieben:

„In manchen Fällen ist die Unterteilung schwierig. Zum Beispiel, wenn Patienten mit organischen Problemen ins Krankenhaus kommen“, erklärt Fuhrmann. Bei unklaren Fällen kommt es in Bremen zu Nachmeldungen an das RKI und zu einer Korrektur der eigenen Hospitalisierungsrate“

Was spricht sachlich dagegen, diese Logik (inkl. Nachmeldung) auch in Bezug auf die Todesfälle zu übertragen? Damit hätte man über alle Phasen einer Erkrankung ein stabile(re)s Bild bzgl. der Mortabilitätsrate bzw. der Dunkelziffer in der Bevölkerung.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das zur wissenschaftlichen Bewertung der Lage nicht von Interesse ist.

Ich kann mir jedoch vorstellen, dass das bei der emotionalen Bewertung der Lage ggf. hinderlich ist.

https://www.google.com/amp/s/amp.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-bremen-hospitalisierung-covid-100.html

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

@AvL

„Ausgang der schweren und der zum Teil wohlwollend umschriebenen leichteren SARS-Covid-19-Erkrankungen ist immer ein positiver PCR-Test-Nachweis des Virus im Rachenabstrich, und der Verlauf und die eventuelle Todesursache sind mit oder ohne Vorerkrankungen die selben.“

Zu solchen Schlussfolgerungen würde ich mir schon eine Quellenangabe wünschen. Ggf. habe ich den Inhalt der Aussge auch nicht richtig verstanden?

Bzgl. der Todesursache kann ich die Aussage noch greifen. Damit ist gemeint, dass wenn am Ende der Mensch verstirbt, ursächlich Covid-19 war. Unabhängig von der Vorerkrankung.

Bzgl. des Verlaufes muss doch die Vorerkrankung als Einflussparameter einbezogen werden? Im schlimmsten Fall ist doch der Verlauf genau deswegen schwerwiegender und führt erste zum Tode?

Und nach PCR-Abstrich bestimmen doch wichtige Parameter wie Alter und Vorerkrankungen das individuelle Risiko eines schweren Verlaufes. Damit ist Ihre getroffene Aussage sachlich falsch?

(PS. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, den Satz zu verstehen)

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Patienten mit aggravierenden Vorerkrankungen versterben in Folge ihre Infektion mit Covid-19 an den Folgen der Virus-Infektion und nicht an ihren Vorerkrankungen.
Ich behandele schließlich ebenso wie meine Kollegen derartige Patienten doch selber intensivmedizinisch. Ohne eine Infektion mit Covid-19 würden die meisten Verstorbenen heute noch leben.
Habe ich mich jetzt für sie deutlich ausgedrückt oder müssen wir hier den Zusammenhang zwischen der Infektion und dem Ableben oder den schweren Verläufen noch weiter erläutern.
Frau Prien hätte mal lieber geschwiegen, als sich auf ein für sie unbekanntes Terrain zu begeben und durch viel zu kurz gefasste Erklärungen via Twitter betroffenen Eltern und Angehörige verstorbener Kinder noch ungewollt zu verhöhnen.

Laura
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

AvL …. Ich berichte meine Erfahrung. Ich stülpe auch niemanden meine Erfahrungen über.
Ich bin lediglich der Meinung, dass man Infektionen einfach kaum verhindern kann.
Wir als Familie haben uns zu einem Zeitpunkt angesteckt als wir besonders vorsichtig waren. Der Mann hatte gerade eine andere schwere respiratorische Erkrankung hinter sich und der vorerkrankte Opa war frisch aus dem OP zu Hause. Es waren Ferien und außer einkaufen haben wir nichts getan. Seitdem bin ich persönlich der Meinung, dass man nicht ausweichen kann, so sehr man es auch versucht.
Und nur weil ich nicht schreibe, was ihnen zusagt, bin ich weder herzlos noch wenig empathisch.
Ich erwarte aber von Kindern nicht, dass sie mich oder meine Familie schützen.
Ich möchte Kinder nicht in diese Verantwortung nehmen.
Und zu Frau Prien…. Ich habe mich mit ihr noch nie besonders beschäftigt.
Allerdings finde ich es eher befremdlich, dass man ihr diesen missglückten Satz immer wieder vorwirft.
Viele Todesfälle sind nicht abschließend geklärt und werden es auch nie sein.
Jedes Kind, dass stirbt ist eins zuviel.

Das im unserer Gesellschaft Kinder wenig stimme haben, ist nicht erst seit corona so.
Die Politiker sich mehr um sich selbst und ihre Lobbyarbeit kümmern, ist schon länger bekannt.
Kinder kann man vor Corona wesentlich effektiver schützen und auch noch dazu, ohne dass sie selbst dazu beitragen müssen.
Wenn das Geld für Schulen und Lehrer da wäre, könnte man kleinere Gruppen haben, sich richtig zum alle Kinder kümmern und die Kinder müssten nicht eng zusammengepfercht mit Maske im Klassenraum sitzen.
Aber das ist halt Wunschdenken.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Danke für ihre menschlich überzeugende Antwort.
Allerdings müssten bei den von mir an anderer Stelle aus den aktuellen auf Schulklassen bezogenen errechneten Inzidenzen von 12.000 bis 20.000/100.000 eigentlich die Schulen dicht gemacht werden, da die Kinder die in diesen Schulen erworbenen Covid-Infektionen ungebremst wieder in die Familien hineintragen.

Die Schulen sind im Moment, bezogen auf das Kindswohl und die Gesundheit der Kinder ein nur marginal ( siehe Dauerlüften und OP-Masken )bis gar nicht geschützter Raum, und so werden diese Schulen und KiTa zum Haupttreiber der Pandemie, da alle anderen gesellschaftlichen Bereiche besser präventiv geschützt sind, eine geringere Personendichte pro Fläche aufweisen sowie die Bevölkerung dort eine deutlich höhere Impfquote aufweist.
Es ist im Angesicht der massiven Infektionszahlen ein allgemeines Politikversagen aller gewählten Verantwortlichen zu konstatieren.
Das ist traurig und es lähmt alle für die Organisation des Unterrichts betroffenen und verantwortungsbewussten Lehrer.

Maren
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

@Laura wäre dieses eine Kinder leben das IHRES Kindes,würden Sie das anders sehen!Na the was,warum müssen denn anders herum gesehe n ALLE in Mithaftung genommen werden,weil EINIGE es nicht gebacken kriegen,ihre eigenen Kinder in einer Pandemie zu betreuen.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Und vergessen werden darf natürlich auch nicht die „lächerlich geringe Anzahl „an ca. 1000 Kindern, die seit dem Beginn der Pandemie an PIMS erkrankten.
https://www.mdr.de/wissen/corona-pims-schwere-entzuendung-erkrankung-kinder-100.html die eben überwiegend „nur“ Grundschulkinder mit dem Altersgipfel um 9 Jahren erwischt. Die Glorreichen 16 werden sich bis zum Herbst noch was ausdenken.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Und „unsere Laura“ hier würde bestimmt ganz dolle Ratschläge an die Glorreichen 16 ausgeben, wenn sie zur Staatssekretärin im Kultusministerium ernannt werden würde.

alter Pauker
3 Monate zuvor
Antwortet  Marcel Wienecke

Jedes einzelne Kind, jeder einzelne Mensch der wegen des unverantwortlichen Verhaltens unserer Politiker/innen krank wird oder stirbt (völlig egal ob mit oder an Covid) ist ein Opfer zu viel. Und wegen jedem kranken oder gestorbenen Kind, das durch den Irrsinn in unseren Schulen und die Hochmut der Politiker in der Schule infiziert worden ist, müsste eigentlich eine gerichtliche Klärung wegen des nahezu vorsätzlichen Verhaltens erfolgen.
Wie schnell hätten unsere Schulen dann eine sinnvolle Ausstattung für risikoärmeren Unterricht. Vielleicht sogar so schnell, wie die 6 Milliarden für Lufthansa bereitwillig eingesetzt wurden-nun aber schon wieder zurückbezahlt sind. Man/frau könnte also- wenn man wollte und bereit wäre, Verantwortung zu übernehmen.

JH
3 Monate zuvor

Dass Menschen aus der Politik in Diskussionen zuspitzen, ist ja ihr gutes Recht. Aber diese simple (dichotomische) Unterscheidung zwischen „mit“ und „an“ Corona gestorben ist in meinen Augen nicht zuspitzend, sondern extrem simplifizierend und, vielleicht missverständlich und unbeabsichtigt, in unguter Nähe zur Eugenik. So werden Scheinalternativen konstruiert, wo es doch eigentlich um die Fragen gehen sollte, welche „Normalität“ in Gesellschaft und Bildung wieder erreicht werden könnte und vor allem, wie man die Schwächsten in der Gesellschaft schützt, vor allem dort, wo die Impfquote niederig ist, also in den Schulen. Der nächste Herbst kommt bestimmt. Für diese Thematik scheint Frau Prien somit nun mal gar nicht zu stehen.

Thomas Baader
3 Monate zuvor
Antwortet  JH

„Unterscheidung zwischen „mit“ und „an“ Corona“
Das ist nicht simplifizierend und auch nicht Eugenik. Diese Unterscheidung ist wissenschaftlich sinnvoll.
Das Statens Serum Institut, das gewissermaßen die dänische Entsprechung zum Robert-Koch-Institut ist, trifft exakt dieselbe Unterscheidung wie Frau Prien:
„an increasing number of those SARS-CoV-2 infected persons who die, die with COVID-19 and not because of COVID-19.“
https://en.ssi.dk/covid-19/typical-misinformation-regarding-danish-covid-numbers

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Thomas Baader

@Thomas Baader

Vielen Dank!

Ihren Beitrag hatte ich zunächst übersehen und etwas weiter oben bereits zum Thema geschrieben.

Ich teile Ihre Einschätzung und dahingehend wird sich die zukünftige Bewertung der Lage auch entwickeln.

Auf der Grundlage erfolgen auch die Öffnungschritte.

Und bei richtiger Kommunikation der tatsächlichen Fakten ergibt sich auch die Chance zur gezielteren Aufklärung im Hinblick auf das individuelle Risiko.

Mamalev
3 Monate zuvor

Es geht übrigens auch um die Kinder die schwerkrank geworden sind durch die Infektion, und die Kinder die in Zukunft durch eine Infektion sterben, die relativ leicht hätte verhindert werden können. Nur weil Politik durchgängig kein Interesse an Kindern hat, wird nichts adäquates zu deren Schutz getan. Ich finde nicht, daß Menschen, die sichere Schulen fordern, hysterisch sind. Mal abgesehen davon, daß bei massenhafter Durchseuchung, die aktuell und zukünftig wohl bei jeder neuen Variante immer wieder erkranken und natürlich auch ihre Angehörigen anstecken. Das erzeugt eine kranke, vulnerable Gesellschaft. Eltern werden aktuell gezwungen ihre vorerkrankten Kinder in die Schule zu schicken wegen Präsenzpflicht. Das ist nicht in Ordnung.

JH
3 Monate zuvor
Antwortet  Mamalev

Dem möchte ich mich uneingeschränkt anschließen, Mamalev. Ich finde die S-3-Leitlinien für Kitas und Schulen der zuständigen Bundesbehörde übrigens auch gut. Damit ist mensch ja für einige Forenschreiber bereits „hysterisch“ und „paranoid“ und „überängstlich“. Aber damit kann ich leben.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  JH

JH
…und dem Querdenker und Impfgegnerlager zuzurechnen.

Laura
3 Monate zuvor
Antwortet  AvL

Sie bedienen ja auch das Narrativ.
Impfgegner und Querdenker. Jeder der anders denkt, wird hier diesem Lager zugeteilt.
Warum erwarten Sie es dann für sich anders?

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Laura
Ich verwende nicht das Narrativ.
Mit dem Zusatz war nicht JH selbst gemeint, sondern es war meine Ergänzung zum vorletzten Satz von JH , in dem er/sie sich auf die S3-Leitlinie bezieht.
„Damit ist mensch ja für einige Forenschreiber bereits Hysterisch und paranoid und überängstlich“ …..und dem Querdenker und Impfgegnerlager zuzurechnen.

Kätzchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Weil Sie ständig verharmlosen. Was wissen wir denn über Langzeitfolgen? Gar nichts. Bei Windpocken kann man erst im Alter Folgeerscheinungen bekommen. Es gibt Hinweise, dass die Infektion sehr wohl Spuren hinterlässt. Haben Sie sich mal gefragt, warum Politiker immer noch Masken tragen, wo das doch so unnötig ist und zwischenzeitlich in Schulen abgeschafft wurde? Wozu Videokonferenzen, wenn andere in Präsenz gezwungen werden. Lüftungsgeräte in Landtagen und Bundestag, wo Fenster auf doch reicht. Das Rednerpult im Bundestag nach jedem Redner desinfiziert wird und Schulen so was nicht brauchen. Hände waschen reicht ja. Nicht immer dumm der Herde folgen, sondern mal intelligent hinterfragen.

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Kätzchen
Sie haben ein sehr gutes Beispiel gewählt,
Bei Windpocken durchlebt man dann als Folge einer kindlichen Windpockeninfektion mit zunehmenden Alter durch einen Verlust der Immunität gegen Herpes Simplex-Viren gegebenenfalls einen Herpes Zoster mit einer schweren Neuralgie des betroffenen Nerven, verbunden mit der Ausbildung kleiner Bläschen, die durch eine zusätzliche Infektion der Bläschen mit ß-hämolysierende Streptokoccen das Krankheitsbild aggravierend verschlimmern können.
Dieses Krankheitsbild eines Fazialen Zoster habe ich für mich wahrscheinlich in Folge meiner das Immunsystem schwächenden vorausgegangenen Covid-Infektion erlitten und noch nicht ganz überwunden.

Koogle
3 Monate zuvor

Frau Prien bahauptet kackfrech, dass die meisten Kinder mit und nicht an Covid gestorben seien.

Im Interview mit der Welt beklagt sie, dass es zu „mit“ oder „an“ keine Zahlen gäbe.

Das macht Frau Prien völlig unglaubwürdig.

Vielleicht hat sie versehentlich Querdenker/FDP Sprech benutzt, und nun kann sie nicht mehr zurückrudern
Fehler zuzugeben ist das letzte was moderne Führungskräfte machen.

Klugscheisser
3 Monate zuvor

Frau Prien ist für ein Synonym für Überforderung geworden. Die Ringe unter ihren Augen sprechen Bände.

Sobald in ihrer kleinen Welt die gleichen Hygienemassnahmen umgesetzt werden wie an den Schulen, könnten ihre Aussagen etwas mehr Tragfähigkeit erhalten… könnten.

Gilt für alle Politiker.

Reinigungskraft
3 Monate zuvor

Diesen Dienstag hat WirWerdenLaut mit Karin Prien ein Gespräch geführt ..
https://threadreaderapp.com/thread/1494237267442995202.html

JH
3 Monate zuvor
Antwortet  Reinigungskraft

Vielen Dank für den Link; das ist interessant. Sollte dies so stimmen (und warum sollte es nicht), ist das erhellend:

„Frau Prien fragte uns, warum sich so viele junge Menschen nicht impfen ließen, sprach von einer Endemie und verbreitete das Narrativ einer für Schüler*innen vollkommen harmlosen Krankheit.“
Wenn Frau Prien noch erkennt, dass das Eine mit dem Anderen zu tun hat, ist sie da wohl einer ganz heißen Sache auf der Spur. Warum, ja warum nur ist die Impfquote unter jungen Menschen noch nicht so hoch, das fragt sich Frau Prien. Könnte das mit dem Sprech der KMK der letzten zwei Jahre zu tun haben? Wie war das noch:
Kinder sind „eigentlich“ nicht ansteckend (März 2020), es gebe „de facto“, „so gut wie nie“, oder „in der Praxis“ keine schweren Verläufe, Kinder seien „signifikant“ weniger ansteckend usw. und haben „in der Regel“ keine schweren Verläufe usw.
Vielleicht haben ja einige Kinder mit ihren Eltern geglaubt, die KMK handele aus Fürsorge und in Abwägung von Risiken unter Berücksichtigung ethischer und wisenschaftlicher Leitlinien. vielelicht hat das ja auch mit der Impfbereitschaft zu tun.

Respekt für die Schülerinnen und Schüler von WirWerdenLaut, dass sie sich dem aussetzen und nach intensiven Gesprächen zu (bitteren?) Erkenntnis kommen:
„Aber eine Frau, die den Tod von Kindern beschönigt und sich dabei Querdenker-Argumenten bedient („mit nicht an“), sollte nicht über das Wohlergehen hunderttausender junger Menschen in ganz Deutschland entscheiden dürfen.“

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor
Antwortet  Reinigungskraft

Egal was da wirklich besprochen wurde, nur eins ist klar: Hinhaltetaktik durch Gesprächsführung in mehreren Etappen, um seine Assets in Stellung zu bringen.

Kann man auch an ganz anderer Stelle in diesen Tagen sehr gut beachten…so ein Stück weiter im Osten.

Unerträglich
3 Monate zuvor
Antwortet  Reinigungskraft

#PrienRuecktrittJetzt

S.
3 Monate zuvor
Antwortet  Reinigungskraft

Hut ab vor Tobias Westphal!!!

Indra Rupp
3 Monate zuvor

@ Marcel Wienecke
Um bei Ihrer Argumentation zu bleiben. Sie meinen, wenn wir Schutzmaßnahmen gegen das Virus wollen, dann müssten wir auch den Straßen Verkehr abschaffen…
Richtig wäre, wenn wir fordern das Virus abzuschaffen, dann auch den gefährlichen Straßenverkehr. Beides wird immer bleiben, da wir nicht zurück in die Vergangenheit wollen bzw können. Wenn wir Schutzmaßnahmen gegen das Virus wollen, wäre das zu vergleichen mit dem Wunsch nach Schutzmaßnahmen für den Straßenverkehr! Wie kommen Sie auf die Idee, es gäbe keine Schutzmaßnahmen im Straßenverkehr und diese hätten wir zuvor nicht eingefordert?
Dann möchte ich Ihnen bezüglich Menschenlebengefährdender Dinge, wo Sie das Virus weiter unten verorten einmal die Liste der 15 für Menschenleben gefährlichsten Tiere vorstellen :
Ganz hinten Hai und Wolf, die nur etwa 10 Menschen pro Jahr töten.
Löwen und Elefanten 100 Menschenleben pro Jahr.
Nilpferd 500 Menschen pro Jahr.
Krokodile 1000 Menschen pro Jahr.
Dann folgen eine Reihe von Würmern, wie dem Bandwurm, eine giftige Schnecke, eine Wanze und die (Schlafkrankheit übertragende ) Tsetsefliege.
Auf Platz 4 der Hund mit 25.000 Menschenopfern.
Auf Platz 3 die Schlange mit 50.000 Menschenopfern pro Jahr.
Auf Platz 2 der Mensch selber, er tötet 475.000 Menschen pro Jahr.
Auf Platz 1 die gemeine Stechmücke mit 750.000 Opfern – man stirbt unter anderem mit oder an der Stechmücke wegen der Übertragung von Malaria und Denguefieber, ect.

Das Virus(Tierchen? ) tötet mit oder an oder wie auch immer auch in den hunderttausendern……. Weltweit… Jährlich/ Monatlich/Täglich(…?)

Nun die Frage nach Ihrer Logig:
Warum ergreifen wir Schutzmaßnahmen gegen den Eisbären, der so wenige Menschen tötet, dass er hier nicht mal aufgezählt wird? Warum lassen wir Mücken herumfliegen und Hunde herumlaufen, aber halten den Eisbären hinter Gittern? Und wenn Sie jetzt antworten, der Eisbär tötet nur weniger, weil er kaum Kontakt zu Menschen hat und nicht weit verbreitet ist, dann bleiben Sie mal realistisch! Eisbären können nur so viele Menschen töten, bis ihnen die Puste ausgeht und wahrscheinlich töten sie nur so viele, wie sie fressen können. Und Eisbären können sich als große Art einfach niemals so vermehren wie das Virus! Warum Angst vorm Eisbären? Das ist doch nur, weil ein tötender Eisbär spektakulärer aussieht. Das Virus ist definitiv gefährlicher!
Öffnet die Zoos!!!

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Korrektur! Eisbären fressen ja glaube ich nur Fisch…
Zu dem tötenden Virus habe ich auch noch mal nachgeguckt:
Die Influenza tötet demnach jährlich etwa 500.000 Menschen weltweit und ist somit etwas gefährlicher als der Mensch und somit auf Platz 2a!
Das Corona virus hat in den zwei Jahren 5Mio Menschen weltweit getötet plus Dunkel Ziffer in den ärmeren Ländern….. Platz 1a!

Noch etwas zu vulnerablen/vorerkrankten Menschen : Da stellt man sich wohl Leute im Hospiz vor, die auf das Sterben warten und dann zufällig das Virus bekommen.
Beispiel meine Mutter: Sie ist 72 und war vor kurzem noch ganz fit. Nun ohne funktionierenden Dünndarm hängt sie an insgesamt vier Schläuchen (Ernährung über die Vene und künstliche Ausgänge ect). Nicht falsch verstehen! Es gibt viele Leute, die so leben. Sie fahren so mit ihren Schläuchen und Behältern in einem Rucksack sogar Auto und auch in den Urlaub und schätzen das Leben, dass sie so noch viele Jahre genießen können, gibt es auch ständig Komplikationen wegen dieser künstlichen Lösung – aber gut, dass es diese Lösung überhaupt gibt.
Meine Mutter ist nun durch die vielen OP’s geschwächt und abgemagert. Die künstliche Ernährung muss erstmal funktionieren und ansetzen. Dann läuft wieder irgendwas falsch, dann erbricht sie sich wegen der ganzen Infusionen und was sie so kriegt, dann versagen fast die Nieren weil eine Dosierung nicht passte….
In so einer Situation Corona kriegen, könnte tötlich sein! Würde sie sowieso bald sterben? Definitiv nein! Kann sie beruhigt sein, weil sie geimpft ist? Nein, sie kann nur hoffen, dass die Impfung im Zweifelsfall reicht um ihr das Leben zu retten – vielleicht aber auch nicht. Möchte sie ihre letzten Jahre ein lebenswerte Leben leben, etwas unternehmen und ihre Enkel sehen? Ja, und dafür akzeptiert sie ein Restrisiko und ein evtl verkürzteres Leben. Muss es deswegen gleich Nächte Woche vorbei sein, weil wir in der Schule Omikronparty machen? Nein! Gut wäre, dass sie nach monatelangen Krankenhausaufenthalt mal ihre Enkel sehen kann und das Treffen nicht potenziell tödlich endet. ZB, weil die Enkel eine Weile Zuhause bleiben und dann Corona frei zur Oma können, was ihnen die Oma auch absolut wert ist. Wisst ihr, wie das für die Kinder (und die Oma) war im Dez zu denken, sie stirbt und nur zum Fenster hochwinken zu können? Glaubt ihr, da war die Schulpflicht für die Psyche der Kinder wichtiger? Das ist ein Fall von vielen. Genauso könnt ihr euch alle anderen Fälle von vulnerablen Kindern und Erwachsenen angucken und feststellen das Boris Palmers :“Die sterben sowieso bald“ als einfache Interpretation nicht taugt. Und dann nochmal nachforschen, wie viele Menschen Einschränkungen, Beeinträchtigungen, Vorerkrankungen und andere Schwierigkeiten haben… Eine Minderheit? Oder alle ins Heim gesteckt und kein Enkelkind hat Interesse die Großeltern zu besuchen?

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ach ja, da fällt mir noch eine vulnerable „Minderheit“ ein :
Die über 700.000 Schwangeren jährlich und ihre weit über 700.000 Ungeborenen.
Macht zusammen rund 1,5 Mio Vulnerable Personen, die NICHT eh bald sterben!

Alla
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Indra Rupp
Ihre Kommentare sind stets mein Highlight.
Nicht weil ich immer mit Ihrer Meinung konform gehe, aber Sie schaffen es, mal allgemein formuliert, mal persönlich der Situation ein „Gesicht“ zu geben!
Ich bin immer dankbar für Denkanstöße! Das ist herausfordernd, bringt mich weiter! Auch wenn ich danach immer noch nicht mit allen Ihrer Statements übereinstimme.
Aber wenn es um AN und MIT Corona geht, um ADHS, Orkanschäden, Infektionsschutz usw helfen mir Ihre Kommentare, meine Position zu überdenken, ohne mich als Lehrerin „angegriffen“ zu fühlen! Meist habe ich das Gefühl, wir stehen auf der selben Seite, nämlich der der Kinder, und Sie liefern mir eine Elternsicht, die immer bedenkenswert ist. Und so ganz ohne Eigennutz, da ich Ihre Kinder nicht unterrichte.

In Sorge
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Liebe Indra,
700.000 Schwangere pro Jahr, die monatelang dem „Staat“ auf der Tasche liegen, das Gesundheitssystem belasten und „Kinder“ auf die Welt setzen, die sogar jahrelang dem „Staat“ auf der Tasche liegen und das Gesundheitssystem belasten, sind nun wirklich kein gutes Argument. Auch sind wir eh schon zu viele Menschen auf der Welt!
Genau so wie andere vulnerable Gruppen, die dem „Staat“ und dem Gedundheitssystem auf der Tasche liegen und z.B. als Rentner NICHTS zum Bruttosozialprodukt beitragen, die Schmarotzer, die!
Und mal ganz ehrlich, Tierwohl ist nicht so Ihr Ding, oder? Schon mal was vom Insektensterben gehört? Die arme Tsetse-Fliege!
Und die wunderbare Spezies der Viren! Nicht lebendig und nicht tot, sondern irgend etwas dazwischen! Die brauchen uns halt, unsere lebenden Zellen, um sich zu vermehren! Kann man es ihnen verübeln? Schließlich überleben die meisten Menschen!

Ok, Ironie off!
(Ich weiß jetzt gar nicht, ob ich lieber der FDP oder den Grünen beitreten soll? )

jW
3 Monate zuvor
Antwortet  In Sorge

@ In Sorge: Sie verstehen kaum komplexe Zusammenhänge. Ich bin sehr erstaunt so einen Text hier lesen zu müssen. Da weiß man ja gar nicht wo man anfangen soll zu erklären. Erweitern Sie bitte Ihre Bildung und dissen Sie nicht Indra.

Birkenstock
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

700.000 Schwangere = alle vulnerabel
zumindest würde ich es für den Anteil an Schwangeren mit Vorerkrankungen / vorbestehenden Risikofaktoren (Adipositas, chron. Bluthochdruck, vorbestehender Diabetes) gelten lassen.

In Sorge
3 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

AvL hat es mal erklärt! Leider finde ich seinen Kommentar nicht mehr wieder.
Es hatte etwas mit dem Umbau des Immunsystems in der Schwangerschaft zu tun, meine ich mich zu erinnern!

Und bevor auch nur eine einzige Mutter ihr Kind wegen einer Covid-Infektion verliert oder selbst dadurch zu Schaden kommt, soll sich keine Schwangere diesem Roulette Spiel aussetzen. Niemand gibt einer verwaisten Mutter ihr Kind zurück, niemand kann den schon lebenden Kindern die Mutter ersetzen!
Und bevor jetzt gesagt wird, das passiere ja doch immer wieder, bei Corona weiß man um das Risiko und es ist vermeidbar!
Rötel-Infektionen können das Ungeborene auch schädigen, weshalb Schwangere auch bei Rötel-Infektionen in Schulen zu Hause bleiben!
Und das ist gut so, oder?

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Birkenstock

Während der Schwangerschaft wird die humorale Immunabwehr der B-Zell-Lymphozyten vom Organismus der Schwangeren unterdrückt, um die Immunkompetenz gegenüber den fremden Genen des eigenen Kindes zu erhöhen. Das ist Fakt.
Bei Schwangeren erklären sich somit auch die schwereren Verläufe einer Virus-Infektion mit Herpes Varizellen, Covid-19-Infektionen und anderen viralen Erkrankungen, wenn keine ausreichende Immunität besteht. Schützen uns denn die derzeitigen Impfstoffe nachhaltig über Monate und wie sieht das bei Schwangeren aus ?
Bei 770.000 Geburten jährlich in Deutschland haben wir ein erhebliches Risikopotential für diese Personengruppe bei der derzeitig durchlaufenden Pandemie-Welle, dass diese Personengruppe trotz einer Impfung schwer erkrankt.
Die Letalität ist bei Schwangeren deutlich höher als bei gleichaltrigen Frauen, die nicht schwanger sind.

Mary-Ellen
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Indra Rupp:

Vielen Dank für Ihre durchaus empathischen Beiträge und die vergleichenden Aufzählungen!
By the way: Das mit den Eisbären war schon ok: Sie fressen auch Fleisch = Robben

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Danke, Alla und Mary-Ellen für die wertschätzenden Worte und (Augenzwinkern) In Sorge!

@ In Sorge
Es gibt das neue Grün gemischt mit schwarz, gelb, blau oder braun! Denn wer für das Recht des Stärkeren ist, will durchaus auch eine intakte Umgebung /Umwelt um sich herum haben und an Lebensmitteln nur vom feinsten und besten. Deshalb passt es durchaus heute als Neoliberale/r auch Grün zu sein. Nur für Menschen der unteren“ Stufen „gilt dieses wertschätzen von Leben für die neuen Grünen halt nicht.
@Alla
Ich meine, die Wahrheit ist immer relativ und deshalb meine ich auch selber nicht, dass mein Blickwinkel der einzig wahre ist. Den werfe ich eher so mit in die Runde als Zutat. Wenn meine Beiträge diesen Blickwinkel auch für andere öffnen, freut mich das.
Eltern und Lehrkräfte ergänzen sich eigentlich (wenn sie nicht ständig gegeneinander angehen) wie Yin und Yang! Es ist für Kinder eine gute Mischung, das emotionalere Bauchgefühl der Eltern und dazu die sachlich professionellere Sicht von Pädagog*innen. Und auch Eltern sind ein bisschen Pädagog*innen, und auch Lehrkräfte sind ein bisschen Eltern ( in ihrem Beruf – Zuhause natürlich evtl auch).
Eigentlich das perfekte Zusammenspiel…

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ach so @ In Sorge, noch die Farbergebnisse :
Grün und Gelb = Giftgrün!
Grün und Schwarz = Bundeswehrtarnfarbe!
Grün und Blau =… trägt die Sau (altes Sprichwort!)
Grün und Braun = Sieht aus wie im Dixieklo, wenn’s schon etwas gammelt…

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@jW
Der Bericht von In Sorge war meinem Verständnis nach ironisch/zynisch /sarkastisch gemeint! Trotzdem danke 😉

Mama
3 Monate zuvor
Antwortet  Mary-Ellen

Ich bin wahrlich kein Fan von Frau Prien, aber als Mutter eines schwerbehinderten Kindes muss ich eines sagen:
Ihr Denkmuster ist Standard. Behinderte gehören in Heime, Bettlägerige machen kaum Arbeit – man kann sie ja ins Bett sperren und Pflege ist ja nur eine Ausrede um nicht arbeiten zu gehen….

Und da gibt es einen Aufschrei? Offen gestanden wundert mich das fast.

Aber natürlich ist der Narzissmus von Frau Prien schon eine deutliche Aussage. Wie die arme Frau jetzt als Opferlamm von den verschieden Gruppierungen als Hassfigur dargestellt wird – meine Güte, als ob sie so wichtig wäre
…. und wie schwer sie es trifft, wenn Menschen sich über ihre Aussagen aufregen.

Vielleicht wäre bei all den großartigen Förde Hilfen mal eine Runde Emphatie drin

Minna
3 Monate zuvor

Die Wirtschaftslobbyisten haben sich nun ausgedacht, dass die Pandemiemaßnahmen eine „Die Kultur der Angst“ geschaffen haben – und nicht etwa das Wissen um die Krankheit selbst, die irre hohen Zahlen und mittlerweile auch die unerfreuliche Erkenntnis, was „mild“ eigentlich bedeutet.

Dabei haben sich doch Medien und PolitikerInnen die ALLERGRÖSSTE MÜHE gegeben, die Gefahr für die jüngeren und (noch) gesunden herunterzuspielen. Daher das beharrliche: „Wir müssen die ALTEN schützen.“ Über die CoronaleugnerInnen haben sie sich insgeheim gefreut, sie konsumieren ja unbeeindruckt weiter.

Nun haben wir gerade 688 Kinder mit PIMS im Krankenhaus liegen – so Jana Schröder, meine persönliche Heldin in dieser Pandemie. PIMS ist keine Krankheit der allerjüngsten (eher älter und eher männlich), mindestens die HÄLFTE dieser Kinder hat wahrscheinlich grundsätzlich IMPFBEREITE Eltern. Mit bleibenden Schäden an den Organen muss laut einigen Studien die Hälfte der Kinder rechnen, natürlich gibt es auch hier Studien, die verharmlosen. Diese Familien sind Opfer der ständigen Verharmlosung.

Grundsätzlich wird mit einem enormen Eifer in den Medien ein Schwarz-Weiss-Narrativ (hier ist der Begriff tatsächlich mal angebracht) gepflegt: Dabei sollen sich möglichst viele als UNGEFÄHRDET verstehen, die Geboosterten sollen sich die Auffrischinfektion holen und bei Kindern ist Corona sogar „nur ein Schnupfen“. Über das Thematisieren der vermeintlichen Harmlosigkeit für Kinder sollen wir uns alle entspannen. Klar, dass die Maske als Symbol weg muss (es soll natürlich auch fehlenden Schutz entschuldigen).

Kurzfristig ist das bequem, nachhaltig für die Volksgesundheit ist die Herangehensweise natürlich überhaupt nicht.

Echt
3 Monate zuvor

Frau Prien stellt sich weiter als Opfer einer Kampagne dar. Sie hat die angeblichen „No Covid- Aktivisten “ als diejenigen ausgemacht, die sie als Feindbild erkoren hätten. Damit leistet sie einen weiteren Beitrag zur Spaltung der Gesellschaft, nur um ihre eigene Haltung ins rechte Licht zu rücken. Das ist so simpel wie beschämend für eine Person in ihrer Position.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Ich glaube nicht, dass Herr Wienecke hier nochmal auftauchen wird, deswegen brauchen wir ihn hier auch nicht mehr @anzuschreiben….

Klassischer Post & Run…..volle Deckung…

Trulla
3 Monate zuvor

Eine ganz wichtige Gruppe haben Sie vergessen: Die Bundestagsabgeordneten. Und die Landtagsabgeordneten.
Die werden ganz besonders geschützt – respektive schützen sich selbst.
Mit Luftfiltern, Plexiglas, in NRW z.B.
Zutrittsverweigerung für Schulklassen (ein Schelm, wer Böses denkt) und im Bundestag sogar trotz all‘ dieser Hygienemaßnahmen Aussetzen der Präsenzpflicht seit dem 14.02.
Sind die auch alle vulnerabel?

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Trulla

Na klar, gibt schließlich auch seelische Beeinträchtigungen! Wenn man so mit Empathie überfordert ist, hält man von anderen Menschen besser Abstand. Jetzt müssen sie nur noch das regieren bleiben lassen, das wäre dann wirklich umsichtig.

Stromdoktor
3 Monate zuvor

@Laura
So geht es hier leider los.

„Unsere Laura“, „Rüdi“, usw.

Leider wird es durch die Redaktion toleriert, wenn man keine Zeit und Lust mehr auf sachliche Diskussionen hat, einzelne User aus der Gruppe heraus zu diskreditieren.

Den „Olymp“ haben Sie erreicht, wenn „Unerträglich“, NichtSchonWieder“, „Knalltütenecho“, „AvL“ und Co. systematisch Ihre Beiträge „liken“. Wobei noch nicht abschließend geklärt ist, wieviele User tatsächlich dahinter stecken.

Vielen Dank für Ihre Beiträge!

Ich habe schon einige aufgeklärte Geister hier kommen und gehen sehen. Viele sind dann nach kurzer Zeit nicht mehr in Erscheinung getreten. Die Gründe lassen sich zumindest erahnen.

Bleiben Sie uns noch etwas erhalten und weiterhin stets konstruktiv. Dieser Wunsch geht auch an alle weiteren Kommentatoren, die an einer inhaltlichen Auseinandersetzung interessiert sind. Egal welche Position vertreten wird.

@AvL
Ihre inhaltlichen Argumente und Beiträge sind für mich oft nachvollziehbar und wertvoll, auch wenn ich die Positionen nicht an jeder Stelle teilen.

Ihre „Exkurse“ in Richtung anderer User jedoch nicht. Bei Ihnen habe ich jedoch eine gewisse Resthoffnung auf Einsicht und hoffe wieder auf mehr Sachlichkeit.

Kätzchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

@ Stromdoktor AvL ist sehr wohl sachlich und begründet seine Aussagen. Deshalb benötigt er keine Einsicht von Ihnen. Mit Einsicht meinen Sie wohl, Ihren Argumenten zu folgen. Wie so viele andere hier, die einfach etwas fordern, ohne dies zu begründen. Fern jeglicher wissenschaftlicher Erkenntnisse. Was soll denn daran sachlich sein? Diejenigen fordern Freiheiten von anderen ein, ohne selbst bereit zu sein, auf andere Rücksicht zu nehmen.
@ AvL Bitte weiter Beiträge kommentieren und alle anderen auch!!!

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Kätzchen

@Kätzchen
Vielen Dank für Ihr Feedback!

Ich teile Ihre Einschätzung zu den inhaltlichen Beiträge von AvL.

Meine Aussage bzgl. der Einsicht bezog sich auf gelegentliche Kommentare ohne inhaltlichen Einlassungen.

Bezogen auf meine Beiträge möchte Ihnen versichern, dass ich soweit es möglich ist, Quellenangaben hinzufüge. Ich hoffe, Sie sprachen diesbezüglich nicht mich konkret an.

In welchen Punkten sich meine Forderungen von Ihren unterscheiden, würde mich jedoch einmal interessieren.

Ich unterschreibe die Stellungnahme (und zwar in allen Punkten) des Expertenrates sowie die S3-Richtlinie (nicht erst seit gestern) uneingeschränkt.

Ich bin für:
1) Wechselunterricht nach Altersstufen gestaffelt
2) Entzerrung der Schulzeiten
3) Aussetzen der Präsenzpflicht
4) Impfpflicht ab 18 Jahren (bin ich nicht festgelegt, was das Alter angeht)
5) Steigerung der Impfquote bei Kindern durch Überzeugung/Aufklärung (ohne Impfpflicht)
6) Maskenpflicht solange erforderlich (auch in Schulen)
7) tägliche Testpflicht in den Schulen (Schnelltests in der Frequenz halte ich für einen guten Kompromiss)
8) Anpassung der Leistungsnachweise in Schulen
9) usw.

Und was mir am wichtigsten ist:
SOLIDARITÄT und SCHUTZ mit den Schwächsten in Altersheimen und Kitas (inkl. Mitarbeiter). „Mindestens“ auf dem oben diskutierten Niveau.

VG
Stromdoktor,
– Vater von zwei Kindern (12 und 8 Jahre). – kein Lehrer, kein Erzieher, im HO
– beide Elternteile in Vollzeit unterwegs
– dankbar für die Unterstützung zur Grippen- und Kindergartenzeit
– frustriert nach dem Übergang ins Schulsystem (nicht von den LK)
– Gewinner der Pandemie in Bezug auf die HO-Regel
– …

@ AvL
Ich war Ihnen noch meine Positionen schuldig. Siehe oben.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Kätzchen

@Kätzchen
Und gerne in einer eigenständigen Antwort meine „Probleme“:

1) Welches Ziel steuern wir als Gesellschaft an? („Durchseuchung“ auf Basis von Impfungen)
2) Welchen Weg nehmen wir dorthin? (Impfpflicht)
3) Gucken wir eigentlich auch genug über den Tellerrand? (Altenheime, Kita)
4) Entwickeln wir Positionen in der Diskussion genügend weiter?
3) Stellvertreterdiskussionen und der „rauhe“ bisweilen unsachliche Umgangston im Forum (sehe ich als mein Problem, bin da vielleicht etwas sensibel)
4) Gezieltes und permanentes Framing in der Berichterstattung (geht nach meiner Überzeugung auch ohne)

Kätzchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

@Stromdoktor Vielen Dank für Ihre Stellungnahme. Ich wollte Sie nicht persönlich angreifen.
Ich teile viele Ihrer Einschätzungen.
Mich stört ungemein, die Planlosigkeit der Politik, deren Unehrlichkeit und teilweise auch die Verharmlosung, die mit Wissenschaft nicht viel zu tun hat. Es werden nicht wirklich Lösungen für die durch Corona aufgedeckten Probleme angeboten.
Und die Spaltung der Gesellschaft und der härtere Ton ist schon vor Corona erkennbar gewesen. Ich denke, das hat viel mit dem Vertrauensverlust in die Politik zu tun. Politik ist realitätsfremd geworden, sie nimmt Menschen nicht mehr mit sondern entscheidet über sie inklusive der vielen Skandale. Und die Gesellschaft ist egoistischer geworden, man sucht Halt im persönlichen Umfeld, weil man die Welt nicht mehr versteht und nichts bleibt, wie es ist, sondern ständig im Wandel begriffen ist. Die Flut von Informationen überfordert viele. Da schließt man sich einer Gruppe an, die Halt und Orientierung bietet. Das macht es dann leichter. Trotzdem muss es möglich sein, kritisch und kontrovers diskutieren zu können. Das ist wohl aber nicht mehr möglich und das beunruhigt mich sehr. Auch die Abkehr von der Wissenschaft ist bedenklich. Aber vielleicht sehe ich das auch falsch.

Stromdoktor
3 Monate zuvor
Antwortet  Kätzchen

@Kätzchen

Vielen Dank für Ihre Antwort!

Inhaltlich sind wir dann ja gar nicht so weit auseinander – das freut mich!

Ihren Punkt mit dem Vertrauensverlust in Politik möchte ich gerne aufgreifen:

Ihre Einschätzung teile ich. Der Vertrauensverlust begann auch nach meinem Verständnis schon lange vor Corona. Diesbezüglich gab es so gar zu Beginn der Pandemie noch eine kleinen Vertrauenszugewinn in Politik. Wir hatten insbesondere in der ersten Phase ein gutes Miteinander. Die erforderlichen Maßnahmen (Kontaktbeschränkungen) wurden gut kommuniziert und (weitestgehend) von allen getragen. Bis hin zu einer Welle der Solidarität, wenn ich an die „Einkaufsinitiativen“ für ältere Menschen denke.

Was dann in zwei Jahren daraus geworden ist, kann man aktuell gut beobachten. Der Verwaltungsapparat hat mit diversen Verordnungen sämtliche Maßnahmen beschrieben. Mittlerweile sind mir die aktuellsten Regelungen gar nicht mehr richtig geläufig…und ich würde mich noch als interessiert und aktiv informierend bezeichnen. Einige Maßnahmen haben sich auch als unpraktikabel bzw. wenig wirksam herausgestellt. Sich diesbezüglich zu korrigieren, fällt unser Verwaltung nicht immer leicht. Dazu mitten in der Pandemie eine Bundestagswahl…

Was ich der Politik massiv ankreide, dass Sie keine klaren Ziele mehr formuliert und die Kommunikation quasi eingestellt hat. Ein Beispiel:

Bis November wollten wir mit der Impfung insbesondere zwei Ziele erreichen:

1.) Vermeidung von schweren Verläufen
2.) Verringerung der Infektionszahlen (man sprach von vereinzelten Impfdurchbrüche)

Daraus abgeleitet, ergab sich für die meisten das Ziel, Infektionen durch Impfung zu vermeiden. Es wurde kommuniziert, dass die Rücknahme von Beschränkungen ab einer ausreichend hohen Impfquote möglich ist. Um „Überzeugungsarbeit“ zu leisten, wurden Privilegien für Geimpfte geschaffen. Auch die Impfpflicht wurde in diesem Kontext diskutiert.

Mittlerweile (mit Omikron) ist diese Position nicht mehr haltbar. Von vereinzelten Impfdurchbrüchen redet eigentlich niemand mehr. Man geht sogar davon aus, dass eine Infektion nicht mehr vermeiden lässt (?). Die Schutzmaßnahmen haben daher nur noch einen Hintergrund: Die Dynamik der Infektionen zu dämpfen. So weit sind Politik und Wissenschaft sich hier scheinbar auch einig.

Eine offene Frage:
Hat man uns das so in der Klarheit schon kommuniziert?
„Infektion nicht mehr vermeidbar. Schon einmal darauf einstellen. Vorher bitte boostern!“

Das ist nichts anderes als eine neue Zielvorgabe bzw. Einordnung der Sachlage.

Und die viel spannendere Frage:
Welche Empfehlung gibt es für die Gruppen, die sich eine Infektion nicht leisten können/wollen. Geben wir die Gruppen jetzt auf?

Mein Fazit dazu:
Im Moment geht man bewusst nicht transparent mit der Situation um. Es werden Menschen zu Schaden kommen, die bis dato alles richtig gemacht haben. Das lässt sich mit Omikron ggf. auch faktisch gar nicht vermeiden, ohne einen richtigen Lockdown auf unbekannte Zeit zu verhängen.

Es sicherlich kommunikationstechnisch die schwierigste Phase für die Politik. In den einzelnen Phasen war es zuvor wahrscheinlich klarer. In Sachen Glaubwürdigkeit ist es aber sicher eine der wichtigsten Phasen in der gesamten Pandemie.

Und abschließend noch ein Gedankengang:
Wir stehen wirtschaftlich in einem Wettbewerb. Wir können uns es vielleicht erlauben, mit unseren Maßnahmen zwei bis drei Monate verzögert zu reagieren. Aber ab dem Moment, wo ein Land die Initiative ergreift, ziehen weitere Länder mit wenig Abstand nach. Das trifft auf Lockerungen und Verschärfungen gleichermaßen zu. Mit der tatsächlichen Bewertung der aktuellen Pandemielage hat das ggf. gar nichts zu tun.

Trulla
3 Monate zuvor

Jetzt verstehe ich es endlich.
Unbedingt müssen die entlastet werden und erst Mal in die Reha: für sich und für die Kinder! Sozusagen eine win-win Situation

Indra Rupp
3 Monate zuvor

Noch ein Hinweis!
Bei Alleinerziehenden, wo der andere Elternteil wenig bis garnicht involviert ist, nehmen Großeltern oft beim Kind den Platz des zweiten Elternteils ein. Es geht dem Kind dann mitunter so nahe, wie bei dem Verlust eines Elternteils, wenn der Großelternteil verstirbt. Von kleineren Kindern sind die Großeltern dazu oft erst in den 60ern und hätten noch viel vor sich.

Alla
3 Monate zuvor
Antwortet  Indra Rupp

@Indra Rupp
„Von kleineren Kindern sind die Großeltern dazu oft erst in den 60ern und hätten noch viel vor sich.“
Das ist sooo wahr!
Gerade in der Pandemie kommt es oft vor, dass meine Zweitklässler mich (66) aus Versehen ‚Omi‘ nennen und unbedingt ein wenig „kuscheln“ wollen. (Was ich als überaus ehrenvoll empfinde!)
Das zeigt auch, wie wichtig Omis und Opis für viele Kinder sind! Inzwischen können sie ihre Großeltern ja meist wieder sehen, es sei denn, diese sind vulnerabel.
Und ein verstorbener Großelternteil ist KEIN Kollateralschaden, zumindest nicht für die Enkel!

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Alla

Ja, unsere Grundschullehrerin hat diese familiäre Rolle auch bei vielen Kindern inne. Wahrscheinlich auch, weil dies auf Gegenseitigkeit ihrerseits beruht. Ich mag ja meine Reitschüler*innen auch, aber so viel Herzblut ist bei mir nicht drin. Den Platz besetzen einfach meine eigenen Kinder bei mir. Sie dagegen hat aber – vielleicht ungewollt – keine eigenen Kinder und da haben ihre Schüler*innen diesen Platz. Das merken die Kinder!

OMG
3 Monate zuvor

Mittlerweile teilen sich auch die Lager der „seriösen“ Medien.
Welt.de bzw. der dort regelmäßig publzierende Kommentator schlägt sich ebenso auf die Seite der Dame wie auch die NDR Redaktion.

Dazu mal erheiternd#:
https://scilogs.spektrum.de/relativ-einfach/covid-sterbezahlen-bei-kindern-eine-bildungsministerin-und-ein-misslungener-ard-faktencheck/

Sissi
3 Monate zuvor

,@ OMG, Dankeschön für den Hinweis, schon wirklich ‚ erheiternd ‚ diese Medienlandschaft und : Klasse geschriebener Faktencheck

Stromdoktor
3 Monate zuvor

@AvL
Vielen Dank für Ihre Erläuterung!

„Ich behandele schließlich ebenso wie meine Kollegen derartige Patienten doch selber intensivmedizinisch. Ohne eine Infektion mit Covid-19 würden die meisten Verstorbenen heute noch leben.“

Damit beziehen Sie sich auf die Patienten, die aufgrund einer Covid-Infektion auf der Intensivstation behandelt werden und ggf. daran versterben. Für die von Ihnen angesprochene Gruppe trifft Ihre Aussage zu.

Für die Herz- und Schlaganfallpatienten und anderen schweren Akut-Erkrankungen, die letztlich daran versterben, besitzen Ihre Aussagen aber keine Gültigkeit, oder? Hier wird ggf. ein Zufallsbefund bei Einlieferung festgestellt und die Todesursache ist ggf. auf die Vorerkrankung zurückzuführen. Korrekt?

Nach meinen Kenntnisstand, wird eine Trennung zwischen Covid- und Normalpatienten auf Intensiv- und Normalstation vorgenommen? Heißt das im Umkehrschluss, dass Sie sowohl Covid- als auch alle anderen Patienten mit dieser Diagnose auf einer Station behandeln?

https://www.google.com/amp/s/amp.zdf.de/nachrichten/politik/corona-todeszahlen-statistik-gestorben-mit-100.html

AvL
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Covid-19 ist eine septisch-systemische Erkrankung des gesamten Gefäßsystems, und das Virus dockt mit seinen Spikeproteinen spezifisch am gefäßständigen ACE-Rezeptor von mittleren bis kleinen Endarterien an, die in Bezug auf das Alter in unterschiedlicher Häufigkeit dort im Gefäßsystem exprimiert werden.
Und mit zunehmenden Alter werden mehr derartige Rezeptoren exprimiert. Dieser Umstand kann ein Erklärungsansatz dafür sein, warum ältere Mitbürger schwerer an Covid-19 erkranken.
(Anmerkung :Diese Rezeptoren macht sich die Medizin bei der Behandlung einer Hypertonie mit Hilfe der Medikamentengruppe der Sartane und der ACE-Hemmer zu nutze.)
Im Gefolge entstehen des Andockens bilden sich kleine Appositionsthromben, die zu Teilverschlüssen der betroffenen Gefäße führen, sowie eine Aktivierung des Komplement-Systems mit einer schweren Entzündungsreaktion im betroffenen Gefäßabschnitt.
Alle Organsysteme werden auf diese Art betroffen merklich sein können, so dass sie entsprechende Durchblutungsstörungen mit nachfolgenden Einschränkungen der betroffenen Organsystem sehen werden, die sich als ein thrombotischer Verschluss von Hirnarterien, als eine partielle koronare Ischämie mit einer ggf. auftretenden DCM (dilatative Kardiomyopathie),als ein intermittierendes Vorhofflimmern, ein akute Niereninsuffizienz bei einer bereits vorher bestehenden chronischen Niereninsuffizienz sowie Funktionsausfällen des Gehirns mit kognitiven Funktionseinschränkungen darstellen können.

Auf einer Intensivstation werden alle Covid-Patienten behandelt, die einer invasiven (Intubation ) oder einer nicht invasiven Beatmung ( High-Flow-Sauerstofftherapie oder CPAP/ASB- Maskenbeatmung ) ggf. in Verbindung mit einer Bauchlagerung oder auch einer ECMO (Extra-Korporale-Membran-Oxygenierung )bedürfen.

Indra Rupp
3 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich bin Schlaganfall Patientin. Nehmen wir an, etwas würde bei mir einen weiteren Anfall verursachen. Es gibt vieles, was dies verursachen könnte.Eine Impfung mit Astra Zeneca ja auch. Im Grunde bin ich durch Medikamente geschützt. Ich wurde aber nicht ohne Grund mit Biontech anstelle von Astra Zeneca geimpft. Ich hatte auch skeptisch erstmal bis Herbst mit der Impfung gewartet und da hatte sich das mit Astra geklärt. Hätte ich jetzt Astra Zeneca bekommen und es wäre ein Anfall dadurch provoziert worden und der wäre durch mehrere unglückliche Umstände dann tödlich – zB weil der Anfall im Straßenverkehr passiert wäre, geendet. Ist die Impfung dann verantwortlich für meinen Tod oder nicht? Nach Meinung von Impfgegnern ganz sicher! Ich würde sagen, ich wäre dann nicht an aber mit der Impfung gestorben, was aber keinen relevanten Unterschied macht, denn das bedeutet in diesem Fall, dass die Impfung mitverantwortlich gewesen wäre und der Tod ohne sie eben nicht eingetreten wäre. DESHALB ist irrelevant ob mit oder an, „an“ ist nicht schlimmer als „mit“ und „mit“ ist genauso mitverantwortlich. Genauso ist es mit Covid erkrankten Vorerkrankten. Hier werden nicht Fälle gezählt, wo Covid eine rein zufällige Begleiterscheinung und für den Tod völlig irrelevant war, sondern Fälle, wie meinen eben beschriebenen. Irrelevant wäre Covid für einen Tod, wenn jemand betrunken vors Auto läuft und zufällig auch Symptomlos Corona hatte. In so einem Fall ist übrigens auch der Alkohol relevant für den Tod und nicht nur das Auto ( nach der Meinung mancher müsste Alkohol nur bei Komasaufen die Todesursachen sein…) Corona aber in diesem Fall eben nicht und solche Fälle werden meines Wissens nach auch nicht gezählt.

Nicole
3 Monate zuvor

Eine Frage mal: Wenn die Kinder geimpft sind und FFP2 Masken tragen, dann können diese Kinder doch Familienmitglieder, die zur Risikogruppe gehören, nicht anstecken. Warum sollen aber weiterhin alle Kinder Masken tragen, auch die, die darunter leiden und es hassen? Wann wäre es vertretbar, auf die Maskenpflicht zu verzichten? Ich bin für den 20.3., danach könnte jeder freiwillig M. tragen, oder wollen Sie die Masken bis zum Lebensende tragen?
Wenn ich mir die Kommentare hier so durchlese, habe ich das Gefühl, dass die meisten gar kein normales Leben mehr wollen. Corona ist doch nicht die Pest. Ich würde mir wünschen, dass bei uns alles aufgehoben wird und jeder dann eigenverantwortlich sich um seine Gesundheit kümmert.
Ja, und es ist schon merkwürdig, dass alle mehr Angst vor Corona haben als vor dem Klimawandel, aber wenn es ums eigene Leben geht, dann ist das natürlich viel schlimmer, als wenn die Enkelkinder später leiden müssen. Schade eigentlich, dass wir hier so gespalten sind – ich finde es aber auch nicht leicht, einen Kompromiss zu finden.

Sissi
3 Monate zuvor

@ Nicole
○ Keine Möglichkeit, die Großeltern anzustecken, wenn geimpft und Maske getragen wird? Holladieawaldfee, wo haben Sie das denn her, gefährlicher Irrglaube.
○ Ich würde mir auch wünschen, dass jeder sich eigenverantwortlich um seine Gesundheit kümmert, habe aber leider die Erfahrung machen müssen, dass das viele eben nicht tun u.v.a. viele vergessen, dass Verantwortung beinhaltet, auf das Wohl anderer zu achten.
Dazu gehört dann halt einfach, Maske zu tragen , was meine SuS nicht so nervt wie “ die ewige Maskenstreiterei daheim und der kleine Bruder, der immer Papas Maskeistungesund nachplappert“
Gibt in der Tat Schlimmeres z.B so ein bisschen postcovid; noch nicht einmal der Expertenrat will sich dazu bei Kindern abschließend äußern. ○ Genau weil hier kaum einer will, dass die Enkel später leiden müssen, finden Sie hier so viele Kommentare!
○ Der Klimawandel kann sehr wohl was mit der Seuche zu tun haben-> Virenforschung @ brinkmannlab, Ihre Argumentation in diesem Absatz erschließt sich mir nicht.
○ Ja, die Streiterei ist ätzend und das Virus wird sich Ihrem Kompromisswunsch nicht beugen,
Bleibt: Tun was der Expertenrat fordert