Was passiert nach Omikron? Bleiben Kitas und Schulen weiter ungeschützt, droht ihnen der nächste Corona-Winter

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BERLIN. Kehrt nach der aktuellen Omikron-Welle Ruhe ein? Wissenschaftler werfen einen Blick in die Glaskugel – und kommen zu dem Schluss: Zwar dürfen wir auf einen ruhigen Sommer hoffen. Die Pandemie hat sich damit aber keineswegs erledigt. Das hat auch Konsequenzen für den Kita- und Schulbetrieb, sollte sie zumindest haben. Forderungen nach nachhaltigem Corona-Schutz für Schüler und Lehrkräfte werden lauter, um möglichen weiteren Wellen im Herbst und Winter begegnen zu können.

Haben wir die Corona-Krise überwunden? Foto: Shutterstock

Die Omikron-Welle gilt nun auch in Deutschland vorerst als gebrochen. Eine flächendeckende Überlastung des Gesundheitssystems scheint nicht mehr zu befürchten – auch wenn die aktuelle Zahl der Corona-Toten mit 306 binnen 24 Stunden immer noch bemerkenswert hoch erscheint (was aber niemanden mehr wirklich aufzuregen scheint). Zum Vergleich: In Deutschland sterben rund 2.500 Menschen im Straßenverkehr – in einem ganzen Jahr. Jedenfalls: Bund und Länder einigten sich zuletzt auf weitreichende Lockerungen in den nächsten Wochen. Die Pandemie, so heißt es, geht in eine «neue Phase». Doch was heißt das? Aus der Wissenschaft mehren sich mahnende Stimmen: Der weitere Verlauf bleibe eine Rechnung mit vielen Unbekannten.

Experten gehen, wie in den letzten zwei Jahren, von einer klaren Entspannung der Infektionslage in der wärmeren Jahreszeit aus. Bis zum Frühling sollen in Deutschland die meisten Maßnahmen fallen. Ist nun wirklich bald Ruhe bis zum Herbst? «Ein Szenario ist, dass wir gut durch diese Welle durchkommen, dass wir trotz der Lockerungen, wenn sie sequenziell und vorsichtig passieren, in ein niedriges Inzidenz-Niveau im Sommer kommen», bestätigt Corona-Modellierer Prof. Dirk Brockmann im Gespräch.

Hinter dem vielgenutzten, aber abstrakten Begriff der «neuen Phase» stehe aktuell die Hoffnung, dass man die Omikron-Welle, die «mit hoher Dynamik durch die Gesellschaft durchgerauscht» sei, bald ganz hinter sich lassen könne und weitreichende Öffnungen vertretbar seien, erklärt der Physiker der Berliner Humboldt-Universität.

„Es weiterhin ein klares politisches Signal, dass für den Herbst 2022 und die Zeit danach Vorbereitungen getroffen werden“

Brockmann mahnt aber direkt an: «Ich wäre damit sehr vorsichtig.» Das derzeit große Veränderungspotenzial dürfe nicht mit einer generellen Entwarnung gleichgesetzt werden. Wie schon vor der Omikron-Welle bleibe künftig damit zu rechnen, «dass noch eine sehr lange Zeit immer wieder neue Varianten aufkreuzen werden und dann immer wieder neue Situationen entstehen», prognostiziert der Experte. Bereits im Herbst könne es «wieder losgehen, je nachdem, wie stark die Impflücken geschlossen werden».

Genau das befürchten Schüler und Lehrkräfte – zumal die Kultusminister der Bundesländer bislang keinerlei Anstalten unternommen haben, einen nachhaltigen Corona-Schutz in Kitas und Schulen aufzubauen. „Wir müssen davon ausgehen, dass diese fünfte Welle nicht die letzte sein wird. Dennoch fehlt weiterhin ein klares politisches Signal, dass für den Herbst 2022 und die Zeit danach Vorbereitungen getroffen werden! Anfängliche Kommunikationsfehler der Corona-Politik der Jahre 2020 und 2021 werden wiederholt, wenn nicht gar übertroffen“, so heißt in der Petition der Schülerinitiative #WirWerdenLaut, die bislang mehr als 140.000 Menschen unterschrieben haben. Sie fordern darin Investitionen in Luftfilter und in digitale Lern- und Lehrmittel sowie Notfallpläne mit kleineren Lerngruppen und einer Aufhebung der Präsenzpflicht. „Für die Probleme, die in der Pandemie aufgetreten oder deutlicher sichtbar geworden sind, müssen langfristige Lösungsstrategien gefunden und umgesetzt werden“, so fordern die Kinder und Jugendlichen.

Ähnlich äußert sich der Verband Bildung und Erziehung (VBE). Bundesvorsitzender Udo Beckmann sagt: „Wir erwarten, dass die Politik die Empfehlungen des Expert:innenrates nutzt, um Schulen und Kitas endlich zu sicheren Lern- und Begegnungsorten zu machen, anstatt für den kommenden Herbst auf das Prinzip Hoffnung zu setzen.“ Hintergrund: Der Corona-Expert:innenrat der Bundesregierung fordert in einer aktuellen Stellungnahme, den Gesundheitsschutz für Kinder und Jugendliche erst zu nehmen und massiv in die Infrastruktur der Schulen zu investieren, um sie auf mögliche künftige Wellen vorzubereiten.

Als Unsicherheitsfaktor für kurz- und mittelfristige Perspektiven gilt Omikron-Subtyp BA.2. Viele gesicherte Erkenntnisse gibt es noch nicht – man geht aber davon aus, dass er noch schneller übertragbar ist als die bislang in Deutschland vorherrschende Variante BA.1. Der Anteil von BA.2 wuchs laut Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt kontinuierlich auf etwa 15 Prozent an. Setze sich der Subtyp weiter durch, so machte RKI-Vizepräsident Lars Schaade kürzlich deutlich, sei es «nicht auszuschließen, dass die Fallzahlen langsamer sinken oder auch wieder ansteigen».

Aus Wissenschaft und Politik wird die Einschätzung laut: Auch nach dem Omikron-Peak wird Corona mit seinen Varianten die Menschen noch länger begleiten. Wie das in den nächsten etwa 12 bis 18 Monaten aussehen könnte, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der britischen Scientific Advisory Group for Emergencies (SAGE) jüngst in vier Szenarien modelliert – unter dem Vorbehalt, dass auch andere Entwicklungen denkbar sind. Dabei versuchen sie, Einflussfaktoren wie die Entwicklung neuer Virusvarianten, die Impfquote und schwindenden Immunschutz einzukalkulieren.

Das Ergebnis: Auf der einen Seite steht ein «Best-Case»-Szenario mit der Prognose, es werde zwar weitere Varianten geben, deren Übertragbarkeit sich aber nicht erhöhe und die nicht das Schwere-Niveau der Delta-Variante erreichten. Dem Virus gelingt demnach immer seltener die Immunflucht und im Herbst und Winter sei nur mit kleinen wieder auflodernden Wellen zu rechnen, selten mit schweren Erkrankungen.

Auf der anderen Seite steht ein «Worst-Case»-Szenario: Zu diesem gehören eine sehr hohe globale Inzidenz, unvollständiger Impfschutz und das wiederholte Auftreten unvorhersehbarer Varianten. Schon in den nächsten eineinhalb Jahren sei dann eine sehr große Infektionswelle mit zahlreichen schweren Fällen zu erwarten. Zwischen beiden Optionen gibt es noch ein eher optimistisches und ein eher pessimistisches Szenario.

«Diese Kategorien sind total vertretbar, weil sie nebeneinander stehen und betonen, es kann so oder so oder auch noch ganz anders kommen», befindet Brockmann mit Blick auf die vier SAGE-Szenarien. So könne der in der bisherigen Pandemie oft begangene Fehler, von einem exakten Szenario auszugehen und angesichts anderer Entwicklungen überrascht zu werden, vermieden werden. Konkrete, besonders längerfristige Prognosen seien nämlich nur begrenzt möglich. Folglich sei es immer wichtig, mehrere Szenarien in Betracht zu ziehen.

Der Virologin Sandra Ciesek zufolge sind die Modelle in gewissem Maße auch auf Deutschland und andere Länder übertragbar. Sie zeigten allesamt, dass Covid-19 nicht verschwinde und man weiter damit leben müsse, sagte sie in der letzten Ausgabe des Podcast «Coronavirus-Update» des NDR. Sie warnte davor, sich durch die sinkenden Inzidenzen und in Aussicht stehenden Lockerungen blenden zu lassen: Die Pandemie sei nicht zuende.

Der Modellierer Andreas Schuppert von der RWTH Aachen gibt trotz des sich andeutenden Überschreitens des Omikron-Gipfels zu bedenken, dass in den höheren Altersgruppen die Infektionen derzeit noch ansteigen. Der Peak bei diesen Menschen sei erst noch zu erwarten, weshalb noch etwas länger mit schweren Verläufen zu rechnen sei. «Wir müssen die Dynamik sehr genau beobachten», so Schuppert.

Viele Experten sehen die Entwicklung der Pandemie in einen endemischen Zustand näher rücken. Modellierer Brockmann macht aber auch deutlich: Aus seiner Sicht wird auch dieser vielfach mit Sehnsucht erwartete Übergang nicht das Ende von Corona bedeuten. «Das wäre zu kurz gedacht.»

„Uns muss bewusst sein, dass Corona ein Problem ist, das uns noch viele Jahre beschäftigen wird“

Endemisch ist eine Krankheit, wenn sie in einer Region mit relativ konstanter Erkrankungszahl dauerhaft auftritt. Dazu gehört etwa die Grippe, die wie Covid-19 einem saisonalem Muster folgt. Ein weiteres Beispiel ist Malaria: Die Krankheit tritt in den betroffenen Ländern auf unterschiedlichem Niveau fortwährend auf.

Auch das Coronavirus werde weiter zirkulieren, auch wenn es dann für die Gesamtbevölkerung mutmaßlich weniger gefährlich sei, so Brockmann. «Uns muss bewusst sein, dass Corona ein Problem ist, das uns noch viele Jahre beschäftigen wird. Vielleicht nicht in der Intensität wie jetzt, aber mit neuen Überraschungen, neuen Varianten, die kommen können.»

Die Schulen sind darauf nicht vorbereitet. Diese Feststellung ist nicht neu. News4teachers titelte bereits im Juli 2020: „Spiel mit dem Feuer: Wenn sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, steht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst bevor“ – und es folgten zwei schlimme Corona-Wellen mit monatelangen Schulschließungen. Im Oktober 2021 warnte News4teachers unter Berufung auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler: „Inzidenzen über 1000, massenhaft infizierte Kinder – und ignorante Politiker: Den Schulen droht ein zweiter Krisen-Winter“. Seitdem rauschte zunächst Delta durch die Kitas und Schulen, jetzt Omikron. News4teachers / mit Material der dpa

Peinlich für die Kultusminister: Corona-Expertenrat übernimmt Forderungen der Schülerinitiative #WirWerdenLaut

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Sissi
2 Monate zuvor
AvL
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Danke für den sehr hilfreichen Link .

Alex
2 Monate zuvor

Ich sehe die Zusammenhänge und notwendigen Konsequenzen genau so, wie im Artikel beschrieben.
Eine Sache aber, die bei allen Betrachtungen zu kurz kommt: Selbst wenn bei Kindern in der Summe nur milde Verläufe der Krankheit zu erwarten sind (ohne weiteres Wissen, wie eine neue Virusvariante aussehen könnte), so haben diese Kinder doch Lehrkräfte, Erzieher*innen uvm., die sich wiederum anstecken, womit diese Systeme weiter in den Überlastungs-Teufelskreis geraten. Ein besserer Schutz der Kinder in den Schulen sorgt auch für geringere Überlastungs- und Ansteckungsausfälle beim Personal dort.
Hinzu kommt: Kinder haben auch Eltern, die sie dann zuhause anstecken, womit die Familien selbst stark belastet sind, denn viele Erwachsene werden auch bei „mildem Verlauf“ ziemlich krank und haben auch nach Abklingen der Krankheit an sich oft noch länger mit den Folgen zu kämpfen. So wie ich selbst. Diese Eltern sind wieder berufstätig und fallen aus. Es ist oft für den/die Betroffene/n schon schwierig genug, die wechselnden Quarantänen und eigene Erkrankungen noch vor dem Chef zu vertreten. Ganz absurd wird es dann, wenn diese Eltern in einem „systemrelevanten“ Beruf arbeiten und diesbezüglich besonders geschützt werden sollen, aber von den aus der Schule oder der Kita kommenden Kindern angesteckt werden. So wie es gerade in einem mir bekannten Krankenhaus passiert, das zur Zeit in erheblichem Maß unterbesetzt ist.
Fazit: Nicht nur steht den Kindern ein besonderer Schutz zu, ganz besonders, nachdem sie einen großen Teil der Pandemielast und hunderte sinnloser KM-Beschlüsse getragen haben. Sondern Schutz der Kinder in den Kitas und Schulen ist auch Gesellschaftsschutz. Hinzu kommt: Nur wenn alle Maßnahmen in vernünftiger Art und Weise an einem Strang ziehen, können sie wirken.

E.K.
2 Monate zuvor

„Forderungen nach nachhaltigem Corona-Schutz für Schüler und Lehrkräfte werden lauter…“ Ich kann es echt nicht mehr hören. Es passiert doch sowieso nichts.

Eine Mutter
2 Monate zuvor

Die Mahnungen werden lauter, aber die Ohren sind taub.
Ich fürchte, es wird alles wie gehabt laufen.
Evtl. trägt ein Minister / eine Ministerin einen anderen Namen,
die Coronavariante wird einen anderen Namen tragen, aber sonst wird alles leider gleich bleiben.
Denn Schüler/Schülerinnen, Lehrer und Lehrerinnen interessierten nicht und werden nicht interessieren.
Traurig, sehr traurig.

Sissi
2 Monate zuvor

Es ist schon heftig-unterirdisch-unverschämt?
Wenn sich wirkliche Experten (z.B. der Expertenrat) den Mund fusselig reden, die Finger wund schreiben
und dann kommt rüdicon
Macht nichts, weil
Sie liebe@ Redaktion GsD weiterschreiben,
aber bitte tauschen Sie Ihre Kristallkugel aus, diese kennt bereits alle 4 Möglichkeiten, damits im Herbst besonders wegen der“ sehr hohen globalen Inzidenz bei unvollständigem Impfschutz und wiederholtem Auftreten unvorhersehbarer Varianten“ nicht wieder eng wird.
Sie haben mit den bisherigen im Artikel erwähnten N4tdarstellungen immer gut getroffen.
Ich befürchte, wenn wir wollen, dass es im Herbst besser läuft, müssen wir gestern anfangen, d.h zum Beispiel Erfahrungswerte umsetzen: Was hat den Kids am meisten geschadet? Ungenaue Antwort war z.B. der DU, genauer stellte sich heraus, dass die familiäre Konstellation plus der DU überfordern können. D.h., nicht nur die Kuks sondern auch mehr RVs müssen ran….
Gut erklärt, was ansteht, ist auch in der
Berliner Zeitung

https://www.berliner-zeitung.de/gesundheit-oekologie/die-coronapandemie-was-wir-erreicht-haben-und-was-es-jetzt-zu-tun-gibt-li.212345

Realist
2 Monate zuvor

Eine Lehrkraft wird im Laufe ihres Berufslebens wahrscheinlich ca. 40-mal die Chance haben, sich mit einer neuen Corona-Variante anzustecken. Wenn das nicht die Pensionskassen entlastet…

Lessi
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Auweia, diese Überlegung hatte ich noch gar nicht. Gruseliges Szenario!

Koogle
2 Monate zuvor

Das größte Versagen der Politik und der Kommunen ist, wenn die Kinder im kommenden Winter zum 3. Mal den ganzen Tag in Winterjacken, Schals und Mützen verbringen müssen.

Dabei wäre es relativ einfach, mit Frischluftwärmetauschern klimagerecht für frische Luft zu sorgen.

Doro
2 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

…und angesichts der aktuellen politischen Lage wären sie wahrscheinlich nicht nur klimafreundlicher sondern auch erheblich kostengünstiger als das teure Gas direkt per Heizung und Dauerlüftung durch die weit geöffneten Fenster zu jagen!
Vielleicht helfen finanzielle Abwägungen endlich, Gesundheitsschutz ja offensichtlich nicht.

Koogle
2 Monate zuvor

Wenn im Herbst Delta zurückkehrt, haben wir alle schlechte Karten. Egal ob geimpft oder genesen.
Eine Omikron-Infektion schützt sicherlich nicht vor Delta.
Und die Impfungen wirken nicht mehr.

Fast alle Medien sind umgeschwenkt von Team Vorsicht auf Team Freiheit.
Nochmal irgendwelche Maßnahmen durchzusetzen, wird sehr schwierig werden.

Georg
2 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Eine Rückkehr der Delta-Variante halte ich angesichts der deutlich ansteckenderen Omikron- und Pi-Varianten für unwahrscheinlich.

(Die Umbenennung der Mutation der Omikron-Variante in Pi-Variante wurde vorgeschlagen)

Ich muss da mal was loswerden
2 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Ja, aber eine Kombo aus Delta und Omikron ist nicht unwahrscheinlich!

Bauer
2 Monate zuvor
Antwortet  Koogle

Super, Delta hatte ich schon.
Noch so ein Winter und ich will in die Geschlossene. Immer noch normaler als in der Schule.

JH
2 Monate zuvor

Auch ich teile die hier ausgeführte Sichtweise. Einige rhetorische Fragen möchte ich zu der hier zu Recht vermuteten (und: wahrscheinlichen, ebenso wie vermeidbaren…) sechsten Corona-Welle im Herbst noch ergänzen:
Was haben wir in Deutschland gelernt für alle weiteren, möglicherweise noch tödlicheren Pandemien, welche sehr wahrscheinlich in diesem Jahrhundert auf uns zukommen werden? Wer benennt dann die roten Linien an möglichen Toten, welche wir in Kauf zu nehmen bereit sind? Was passiert mit einer Gesellschaft, welche die Schwächsten (hier: kleine Kinder und Risikopatient:innen) bewusst einem hohen Risiko aussetzt und deren Schutzbedürfnis gegen das vornehmliche Kindeswohl ausspielt? Warum ist eine KMK-Vorsitzende Prien noch im Amt, die Vertreter:Innen eines wissenschaftlich begründeten No-Covid-Ansatzes (von dem wir viel für die Zukunft lernen könnten, s.o.) moralisch mit Corona-Leugnern gleichsetzt?

Sissi
2 Monate zuvor

@ Georg

“ Auge auf den ‚Pi‘? Wissenschaftler warnen vor möglichen neuen Problemvarianten nach Omicron
Der Epidemiologe sagt, „je schneller sich Omicron ausbreitet, desto mehr Möglichkeiten gibt es für Mutationen“, die zur Entstehung neuer Stämme führen könnten “
Von LAURA UNGAR
15. Januar 2022, 18:28 Uhr
Aus “ The Times of Israel “ (Quelle)

Wer hat vorgeschlagen ? Würden Sie bitte die Quelle verlinken ? (Würde mich sehr interessieren, wenn da noch so ein covidbrüderchen/Schwesterchen am Start ist. Bei rki und WHO ist der letzte Eintrag BA.2. )

Ich muss da mal was loswerden
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Eins ist klar: niemand auf diesem Planeten wünscht sich auch nur noch eine einzige weitere Variante von Covid. Niemand.

Aber nur, dass später niemand sagen kann: ich bin nicht dran schuld. Alle diejenigen, die jetzt die Normalität einfordern und von mir aus auch genießen, sowie alle Einschränkungen fallen lassen: beschwert euch nachher nicht, wenn es wieder knallt. Eine gewisse Mitschuld daran fällt dann auch auf Euch, denn je mehr sich infizieren lassen, desto mehr feiert das Virus „Mutationsparties“ im Körper!

Mir macht grundsätzlich eigentlich nur die mangelnde Weitsicht der Bevölkerung Angst, die für kurzfristige Begierden die langfristige Sicht aus den Augen verliert. Das wissen auch die Politiker, deshalb lässt sich die Situation auch momentan so leicht in Richtung Lockerungen steuern. Es ist einfach der bequemere Weg, aber jeder darf gern mal bei sich schauen, wohin der bequemere Weg in der Regel führt.

Nicole
2 Monate zuvor

Sollen die Kinder ewig in der Schule Masken tragen? Oder sich testen? Ich habe das Gefühl, viele wollen keine Normalität mehr. Überwinden Sie doch bitte Ihre Angstund lassen Sie die Kinder wieder normal leben. Ausserdem verbietet Ihnen doch niemand, sich eigenverantwortlich zu schützen. Das Leben ist nun mal nicht ohne Risiko. Und für Kinder ist das Risiko bei Corona sehr gering, das kann doch niemand bestreiten

Realist
2 Monate zuvor
Antwortet  Nicole

Die Impfung (selbst mit Boosterung) schützt kaum gegen Omikron. Ich habe mittlerweile genug Impfdurchbrüche gesehen. In vollbesetzten Klassenräumen würde auch FFP2 nichts nützen, wenn man als Lehrkraft der einzige ist, der eine trägt.

Das Risiko mag für Kinder gering sein, aber es befinden sich nicht nur Kinder in einer Schule.

Mein dringender Rat an alle Lehramtsstudenten oder solche, die vor haben, Lehramt zu studieren oder Berufsanfänger, die erst seit kurzem Lehrer sind: Verlasst das sinkenden Schiff. Man wird euch, genauso wie die älteren Lehrer-Jahrgänge verheizen, Gesundheitsschutz in der Schule wird nicht ernst genug genommen. Die „freie Wirtschaft“ leidet unter massivem Fachkräftemangel, der sich in den nächsten 10 Jahren noch weiter verstärken wird. Da könnt ihr den Arbeitgeber relativ leicht wechseln, wenn euch etwas nicht passt. Im System Schule funktioniert das kaum. Dazu werden euch beim Staat reale Einkommensverluste erwarten: Minus 4 Prozent in diesem Jahr sind erst der Anfang!

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

@Realität

„Die Impfung (selbst mit Boosterung) schützt kaum gegen Omikron. Ich habe mittlerweile genug Impfdurchbrüche gesehen.“

Wenn ich Sie richtig verstehen möchte, beziehen sich Ihre Ausführungen ausschließlich auf die Wirksamkeit der Impfstoffe in Bezug auf eine potentielle Infektion.

Wenn Sie falsch verstehen möchte, zweifeln Sie den Schutz der Impfung(en) grundsätzlich (und damit auch den Schutz vor schweren Verläufen) bei der Omikron-Variante an.

Ich bin gewillt, Sie richtig zu verstehen!

Füge aber vorsichtshalber einmal heran, dass drei Impfungen einen hohen Schutz vor schweren Verläufen bieten.

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/FAQ_Liste_Wirksamkeit.html

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

@Realist…nicht Realität

Kritischer Dad*NRW
2 Monate zuvor
Antwortet  Nicole

Gerne dürfen Sie mir Ihre „Normalität“ einmal erläutern oder ist es das Querdenken ohne Geländer.
Corona (Delta, Omikron und wenig Langzeiterfahrung) als geringes Risiko für Kinder, da das Leben nicht ohne Risiko ist. Auch möchte ich selbst entscheiden dürfen, ob ich den Mindestabstand (mit Maske) zu Mitmenschen einhalten oder z. B. alternativlos in Schulen unterschreiten muss.
Ich bin Realist und bestreite Ihre Theorie!

Alex
2 Monate zuvor
Antwortet  Nicole

@ Nicole: Ich habe mich bei meiner Tochter infiziert. Ihr ging es schnell wieder gut. Mir nicht. Sie übersehen hier etliche wichtige Dinge. Deshalb zitiere ich Teile meines eigenen Beitrag von oben:
Selbst wenn bei Kindern in der Summe nur milde Verläufe der Krankheit zu erwarten sind, so haben diese Kinder doch Lehrkräfte, Erzieher*innen uvm., die sich wiederum anstecken, womit diese Systeme weiter in den Überlastungs-Teufelskreis geraten. Ein besserer Schutz der Kinder in den Schulen sorgt auch für geringere Überlastungs- und Ansteckungsausfälle beim Personal dort.
Hinzu kommt: Kinder haben auch Eltern, die sie dann zuhause anstecken, womit die Familien selbst stark belastet sind, denn viele Erwachsene werden auch bei „mildem Verlauf“ ziemlich krank und haben auch nach Abklingen der Krankheit an sich oft noch länger mit den Folgen zu kämpfen. So wie ich selbst. Diese Eltern sind wiederum berufstätig und fallen aus. Es ist oft für den/die Betroffene/n schon schwierig genug, die wechselnden Quarantänen und eigene Erkrankungen noch vor dem Chef zu vertreten. Ganz absurd wird es dann, wenn diese Eltern in einem „systemrelevanten“ Beruf arbeiten und diesbezüglich besonders geschützt werden sollen, aber von den aus der Schule oder der Kita kommenden Kindern angesteckt werden. So wie es gerade in einem mir bekannten Krankenhaus passiert, das zur Zeit in erheblichem Maß unterbesetzt ist.
Fazit: Nicht nur steht den Kindern ein besonderer Schutz zu, ganz besonders, nachdem sie einen großen Teil der Pandemielast und hunderte sinnloser KM-Beschlüsse getragen haben. Sondern Schutz der Kinder in den Kitas und Schulen ist auch Gesellschaftsschutz. Hinzu kommt: Nur wenn alle Maßnahmen in vernünftiger Art und Weise an einem Strang ziehen, können sie wirken.

Klugscheisser
2 Monate zuvor
Antwortet  Nicole

https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2022.02.21.22270909v1.full.pdf
Vor allem am Ende die Bilder der Lungenveränderungen sind beeindruckend…

Pit2020
2 Monate zuvor
Antwortet  Klugscheisser

@Klugscheisser

Danke.
Bilder sagen mehr als tausend Worte. – Aber ob sie auch leichter verständlich sind?
Grundsätzlich wird dafür die Sehkraft benötigt, aber nach der Sehnerv seine Arbeit getan hat, sollte es schon noch weiter gehen mit der Informationsverarbeitung. 😉

Einen Versuch ist es wert, die Bilder finden sich auf Seite 19 im Link von @Klugscheisser.
Auf den Bildern lässt sich ja eindeutig erkennen, wie eine gesunde Lunge aussieht.
Sollte sich mal jeder anschauen, bevor hier wieder „geschwärmt“ wird von „nach Covid wieder total gesund“. (Wäre das der Fall, bräuchte man ja auf dieser Seite nur 1 einziges Bild!)

Lessi
2 Monate zuvor
Antwortet  Nicole

Immer noch nichts dazu gelernt?
Wie sagte meine Oma (Grundschullehrerin) immer: Ein volles Gefäß kann man nicht füllen.

Sissi
2 Monate zuvor

@ Alex
„Fazit: Nicht nur steht den Kindern ein besonderer Schutz zu, ganz besonders, nachdem sie einen großen Teil der Pandemielast und hunderte sinnloser KM-Beschlüsse getragen haben. Sondern Schutz der Kinder in den Kitas und Schulen ist auch Gesellschaftsschutz. Hinzu kommt: Nur wenn alle Maßnahmen in vernünftiger Art und Weise an einem Strang ziehen, können sie wirken.“
Dankeschön @ Alex für Ihre Zusammenfassung: gesunderhaltende Logik
Bei uns hüpft das Virus jetzt aus den Familien heraus wieder in größerer Zahl mit in die Firmen, wie eigentlich logisch ist; bleibt zu hoffen, dass es Ü70 nicht zu sehr treffen wird, – Noch ist es nicht warm genug. – Zeit genug z.B. für BA.2. Eines Deer Argumente ist: Die Wirtschaft muss leistungsfähig bleiben und nun was sagt das Virus wieder einmal dazu?

Stromdoktor
2 Monate zuvor

@Realist

„In vollbesetzten Klassenräumen würde auch FFP2 nichts nützen, wenn man als Lehrkraft der einzige ist, der eine trägt “

Aus der Studie:

„FFP2-Masken gelten als besonders wirksames Mittel, um eine Ansteckung mit dem Coronavirus zu vermeiden. Tragen eine infizierte und eine nicht-infizierte Person bei einem Treffen beide gut sitzende FFP2-Masken, „beträgt das maximale Ansteckungsrisiko nach 20 Minuten selbst auf kürzeste Distanz kaum mehr als ein Promille“, heißt es in einer Studie des Max-Planck-Insituts.“

https://www.google.com/amp/s/amp.focus.de/gesundheit/coronavirus/forscher-untersuchen-infektionsrisiko-ffp2-masken-wie-gut-schuetzen-sie-vor-omikron-variante-des-coronavirus_id_40386600.html

@Redaktion
Ich würde mir wünschen, wenn derartige Aussagen einmal geprüft werden. Hier steht im Raum, dass eine Impfung keinen Schutz vor Omikron und eine FFP2-Maske keinen Schutz für den Träger (im Klassenraum) bietet.

Leseratte
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Die Rede ist davon, dass der Infizierte und der nicht Infizierte, also beide, gut sitzende ffp2- Masken tragen. Wenn wir aber von Aufhebung der Maskenpflicht reden, dann steht der Lehrer , wenn er sich schützen will, als Träger einer ffp2- Maske maximal 30 SuS ohne Maske gegenüber. Und darunter eine Vielzahl Ungeimpfter und potenziell Infizierter. Wo ist der Fehler?

Realist
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Lieber „Stromdoktor“,

vorneweg: Ich hoffe, dass Sie als E-Techniker Ihre Schaltpläne genauer lesen als meine Texte.

Ich habe geschrieben, dass die Impfungen KAUM vor Omikron schützen (ich habe nicht geschrieben, dass sie nicht schützen). Dass haben die Israelis jüngst in einer Studie bestätigt:
https://www.businessinsider.de/wissenschaft/gesundheit/daten-aus-israel-viele-omikron-ansteckungen-trotz-vierfach-impfung/

Außerdem brauche ich keine Studien, die Beobachtungen in meinem Kollegium (fast alle geboostert) reichen.

Und zu den FFP2-Masken hat „Leseratte“ prinzipiell alles gesagt. Es ist ein Riesenunterschied ob, EINER in einem Raum eine FFP2-Maske trägt (und alle anderen nicht) oder ob ALLE eine FFP2-Maske tragen. Da die Infektion ein Zufallsprozess ist, kann kann man davon ausgehen, dass sich die Wahrscheinlichkeit einer Infektion multiplikativ verringert, je mehr Personen eine FFP2-Maske tragen.!

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Realist

@Realist @Leseratte

Mir ist es wichtig, dass wir auch „auf der anderen Seite“ in der Argumentation sauber bleiben.

Die nächsten Wochen und Monate werden wahrscheinlich zeigen, dass sich die (politischen) Entscheidungen weiter in Richtung „individuelles Risiko“ verlagern. Maßnahmen werden ggf. nicht mehr verpflichtend sein, sondern jeder „darf“ darüber selbst entscheiden (Thema Maske). Vielleicht gibt es auch keine Impfpflicht mehr.

Das heißt:
Es macht zukünftig für jeden einen großen Unterschied, mit wem er sich in einem Raum befindet und wie diese sich verhalten.

65% geimpfte Kinder ab 12 Jahren mit einer (wahrscheinlich geringeren) Viruslast im Falle einer Erkrankung stellen ggf. ein anderes Risiko dar, als 20% ungeimpfte Kinder U12. Ggf. ist das Risiko auch gleich, da die Viruslast auch mit dem Alter zunimmt (mein letzter Stand hierzu).

Unabhängig von diesem Exkurs scheint Aufklärung wichtiger denn je: dazu gehören Masken zum Selbstschutz, eine hohe Impfbereitschaft, weiterhin das Lüften, etc.

Es wäre fatal, wenn die Resignation unter den LuL mit den zu erwartenden Lockerungen dazu führt, dass auch Sie bzw. Ihre Kolleginnen und Kollegen „aufgeben“.

Wir müssen alle gemeinsam in den Bereich akzeptabler Inzidenzen kommen. Das rettet sehr wahrscheinlich einige Menschenleben. Und wenn die Schutzmaßnahmen dann „etwas verfrüht“ und ohne entsprechende Evidenz abgeschafft werden, dann müssen wir mit Aufklärung und Durchhaltevermögen dagegen halten.

So bitte meine „Kritik“ verstehen.
VG

Abschließend diesem Zusammenhang einmal erwähnt:
Den Beitrag von „Nicole“ wollte ich nicht kommentieren. Leistet in meinen Augen keinen substanziellen Mehrwert in der aktuellen Situationm

Leseratte
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Leider sind die Möglichkeiten, das individuelle Risiko zu minimieren, gerade wenn man besonders gefährdete Familienangehörige hat, in der Schule gering, wenn quasi alle Schutzmaßnahmen nur noch auf Freiwilligkeit basieren.
In Thüringen sind viele Eltern nicht geimpft, auch die Kinderimpfquote ist entsprechend niedrig verglichen mit dem Bundesdurchschnitt. Unser LK hat z.B. immer noch eine allg. Impfquote unter 60%. Im Klassenraum ist Abstand nicht möglich, Luftfilter haben wir nicht. Die Aufenthaltsdauer beträgt fast immer 90 Minuten für eine Unterrichtseinheit (weiterführende Schule). Fenster lassen sich nicht alle weit öffnen. Tragezeit der Masken, Dauer der Maskenpause …alles nicht den Arbeitsschutzrichtlinien entsprechend, aber geht halt nicht anders. Im Supermarkt mag das mit dem Minimieren des eigenen Risikos klappen, wenn ich ffp2 trage, Abstand halte, zu Zeiten einkaufe, wenn kaum Kunden im Laden sind usw. In vollen Schulklassen klappt das nicht. Da ist eine Infektion vorprogrammiert, wenn alle Schutzmaßnahmen fallen. Abgesehen davon, dass man die ffp2 auch noch selber bezahlen darf und das Finanzamt mit den Schultern zuckt. Und bei den vielen Querdenkern und Impfgegnern in Thüringen werden kaum viele SuS ihre Masken freiwillig weiterhin tragen. Im Gegenteil. Die Infektionszahlen steigen bei uns gerade schnell weiter und die Welle kommt gerade bei den Älteren und in den Krankenhäusern an. Bin gespannt, wann man bei uns holterdiepolter auf den Öffnungszug aufspringt.
Man hat also sowieso schon in den Bundesländern, wo die Impfquote und die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen niedrig sind, ein höheres Infektionsrisiko, und in der Schule ist es entsprechend noch mal höher.

Stromdoktor
2 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

@Leseratte

Ich verfolge Ihre Beiträge hier schon länger und habe noch in Erinnerung, dass Sie in Thüringen leben. Auch Ihre Beschreibung der Situation vor Ort ist mir in vielen Punkten noch im Gedächtnis.

Gerne würde ich eine Lösung in die Diskussion einbringen…kann es aber leider nicht.

Sie bringen mit Ihren Schilderungen im Prinzip das Dilemma auf den Punkt. Dort, wo die Impfquote und die Akzeptanz von weiteren Schutzmaßnahmen gering ist, ist das individuelle Risiko am höchsten. Und die Fahrlässigkeit politischen Handelns am größten.

Vertretbar wäre es vielleicht aus gesamtpandemischer Sicht, Schutzmaßnahmen zurückzunehmen, wenn die Impfquote einen gewissen Zielwert erreicht hat.

Für die vulnerablen Gruppen mit Vorerkrankungen würde aber auch diese Situation keinen ausreichenden Schutz darstellen.

Letztlich lassen sich diese Gruppen nur über eine Reduktion der Eintrittswahrscheinlichkeit schützen. D.h., die Inzidenzen müssen deutlich gesenkt werden. Die Geschwindigkeit hierbei wird maßgeblich von den Schutzmaßnahmen bestimmt. Je länger diese beibehalten werden, desto schneller sollten die Inzidenzen sinken.

Ich bin sicherlich kein Befürworter dauerhafter Schutzmaßnahmen…

…aber aus heutiger Sicht sind die Inzidenzen zu hoch. Zwischenziel müsste sein, diese hier und heute zu senken und in die Sommerpause zu kommen – mit den bewährten Maßnahmen. In der Sommerpause sollte eine „Inventur“ potentieller Werkzeuge für den nächsten Winter stattfinden: Impfpflicht, Luftfilter, angepasste Impfungen auf Omikron, Impfung U5…

…und ganz viel Überzeugungsarbeit durch Politik geleistest und Durchhaltevermögen der LuL an den Tag gelegt werden.

Stromdoktor
2 Monate zuvor

@Leseratte

Ich gebe Ihnen Recht. Die Studie aus dem Link passt nicht richtig!

Ich möchte die ursprüngliche Aussage dennoch nicht unkommentiert stehen lassen und den Nutzen einer Maske (zum Selbsschutz) hervorheben, auch wenn die SuS diese nicht mehr tragen.

In Verbindung mit dem Lüften führt das hoffentlich zur Erhöhung des Selbstschutzes.

Die Einschätzung gilt natürlich auch für alle SuS, die etwas für den Selbsschutz tun wollen. Befreiung von der Maskenpflicht heißt ja nicht, dass es verboten ist, diese trotzdem zu tragen.

Ggf. kann jemand mit einer Studie aushelfen? Gerne auch widerlegen, falls ich Quatsch erzähle.

Stromdoktor
2 Monate zuvor

@Realist

Lieber Realist!

„vorneweg: Ich hoffe, dass Sie als E-Techniker Ihre Schaltpläne genauer lesen als meine Texte.“

Ich habe eher das Gefühl, dass ich zu genau lese…

Mit Ihrem Link weiß ich zumindest, dass Sie auf die Ansteckung in Bezug auf Omikron abzielen!

Ihre qualitativen Ausführungen zum steigenden Infektionsrisiko in einem Raum bei sinkender Anzahl der Maskenträger gehe ich mit.

Zur exakten Quantifizierung müsste man nach meiner Einschätzung Untersuchungen anstellen. Ggf. verbleibt noch ein signifikanter Restschutz für den alleinigen Träger…vor allem in Verbindung mit den weiteren Maßnahmen (Lüften und Testen).

Unstrittig ist, dass Ihr individuelles Risiko mit jeder wegfallenden Maßnahme steigt.

Es verbleibt in Zukunft nur noch der Eigenschutz: Impfung + Maske.

Beide Maßnahmen würde ich ungern in ihrer Wirksamkeit klein(er) reden. Vor allem im Sinne aller LuL und SuS.

Bleiben Sie optimistisch!

Grüße
Stromdoktor

Solange morgens das Licht noch in der Schule angeht, habe ich offensichtlich mit ausreichender Genauigkeit „meine“ Schaltpläne gelesen.

Ich muss da mal was loswerden
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Das Max-Planck hatte das bzgl. Masken unlängst untersucht, roundabout 10% Restrisiko bleibt, wenn man alleiniger Maskenträger ist. FFP2.

Das mit dem „freiwillig Maske weiterhin tragen“ sehe ich skeptisch. Es wird 100%ig zu Mobbing deswegen kommen gegenüber denen die weiterhin Maske tragen. Hier sind wir in Deutschland halt Entwicklungsland vs. asiatischen Staaten, wo es viel selbstverständlicher ist Maske zu tragen.

In Deutschland wird hingegen wegen MNS sogar jemand getötet (siehe Tankwart Rheinland Pfalz September 2021). Das ist ziemlich krank wenn Sie mich fragen….

Stromdoktor
2 Monate zuvor

@Ich muss da mal was loswerden

Meine Hoffnung speist sich noch aus der Vernunft.

Ein Beispiel:

Aktuell infizieren sich ja insbesondere jüngere Generationen. Insbesondere Schüler, junge Erwachsene und angeschlossene Familien. Viele sind der „idealen Immunisierung“ nach Drosten unfreiwillig schon etwas näher gekommen und haben sich in den letzten Wochen infiziert. Bestenfalls auf Grundlage vorangegangener Impfungen. So auch wir als Familie

Nun stehen wir vor der Frage, wie gehen wir mit den Großeltern um. Alle Ü70 und mit Vorerkrankungen. Die 4. Impfung kürzlich erhalten.

Gilt die „ideale Immunisierung“ auch für diese Gruppen? Wenn ja, wann sollte man sich infizieren bzw. wann lässt der Impfschutz erneut nach?

Die Frage treibt uns aktuell um. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir uns erneut infizieren und bei einem der nächsten Besuche das Virus weitertragen.

Wir sind diesbezüglich vorsichtig und wissen aktuell nicht, wie sich dieses Problem auflösen lässt.

Soll heißen, dieses Herausforderung haben doch nicht nur wir? Familien weitestgehend durch aber Großeltern bisher verschont. Dafür will doch keiner verantwortlich sein?

Ich hoffe, einige schauen noch etwas über den Tellerrand hinaus. Die Schutzmaßnahmen in der Schule adressieren ja nicht nur primär die Beteiligten dort…

Ich habe für dieses Beispiel keine Ideen. Vor allem aus der Perspektive der aktuell drei- und vierfach Geimpften.

Ich muss da mal was loswerden
2 Monate zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Ich denke, dass für dieses Szenario wirklich die Omikron-Impfung im April/Mai die Lösung sein wird. Insbesondere bei den Großeltern selbst. Der 4. Booster mit dem aktuellen Impfstoff bringt nicht so wirklich was zusätzlich, siehe Israel.

Bis dahin es mit den Kontakten zu den Großeltern nicht übertreiben, Maske tragen, auch wenn es schwer fällt, und sich vorher testen, am besten mit PCR. Dann wird es sicher gut gehen.

Das Problem haben nicht nur Sie, aber viele gehen da (voll im Trend liegend) ganz „locker“ ran und kümmern sich da einfach null drum. Aus meiner Sicht unverantwortlich, aber aus Sicht des anderen Lagers habe ich sicherlich einfach nur zuviel Angst um die geliebten Verwandten.

Und dann gibt es leider auch noch die, die ohnehin am liebsten so schnell wie möglich ans Erbe kommen möchten….

Sissi
2 Monate zuvor

@ Stromdoktor
Vlt hilfts bez der Impfproblematiken; leider noch kein Statement zum „Impfspray“ enthalten

https://g-f-v.org/3-aktualisierung-immunitaet-genesener/