Spiel mit dem Feuer: Wenn sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, steht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst bevor

92

Eine Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

BERLIN. Etliche der 16 Kultusminister, so scheint es, haben die Lust an der Bekämpfung des Coronavirus verloren. Die KMK jedenfalls hat unter Berufung auf das Recht der Schüler auf Bildung den Regelunterricht im kommenden Schuljahr zum Ziel erhoben. Dumm nur: Die Pandemie wird sich par ordre du mufti nicht stoppen lassen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Sollten sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, könnte das einen Schaden anrichten, der weit über ein weiteres verlorenes Schulhalbjahr hinausgeht. Dann droht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst.

„Bisher weiß niemand, was an den Schulen passieren wird, wenn wir dort Ausbrüche sehen“, so kritisiert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Foto: Shutterstock

„Keiner will, dass Blasmusik oder Singen in unseren Schulen keinen Platz kriegt“, erklärte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) vergangene Woche im Stuttgarter Landtag. „Wir prüfen das sehr engmaschig.“

Echt jetzt? Bislang haben Wissenschaftler noch nicht mal eindeutig klären können, welche Rolle Schulen und Kitas überhaupt in der Corona-Pandemie spielen – und eine Politikerin, die für immerhin rund 3.500 Schulen und damit für den Gesundheitsschutz von 1,5 Millionen Schülern und Lehrern in ihrem Bundesland verantwortlich ist, meint mal eben herausbekommen zu können, ob und wie Blasmusik und Chorgesang in Schulgebäuden vielleicht für Ansteckungen sorgen? Und sie beschäftigt sogar ihr Ministerium „engmaschig“ mit diesem Problem?

Um bei der Akustik zu bleiben: Eisenmann, die auf Pauken und Trompeten setzt, hat offenbar den Schuss nicht gehört. Damit steht sie unter Deutschlands Bildungsministern allerdings nicht allein da. (Über den wissenschaftlichen Streit um die Frage, wie infektiös Kinder sind, hat News4teachers immer wieder groß berichtet – hier geht es zu einer aktuellen Zusammenfassung.)

„Viele junge und gesunde Menschen werden schwer krank“

Die schottische Regierungsberaterin Devi Sridhar, Professorin für globale Gesundheitsversorgung an der University of Edinburgh, führt in einem Interview mit dem „Spiegel“ noch einmal eindrucksvoll aus, worum es derzeit eigentlich gehen sollte: „Sars-CoV-2 ist kein harmloses Virus. Selbst viele junge und gesunde Menschen werden schwer krank und haben später chronische Gesundheitsprobleme. Wir müssen versuchen, so viele Infektionen wie möglich zu verhindern“, so sagt sie. Und weiter: „Es ist nicht der richtige Zeitpunkt für Glücksspiele, denn wir spielen mit dem Leben, der Gesundheit und den Lebensgrundlagen der Menschen.“

Sridhar lobt Deutschland für seinen bisherigen Kurs in der Pandemie, sagt aber auch: Es reiche nicht aus, die Zahl der Neuinfektionen auf wenige Hundert Fälle zu drücken. „Ich vergleiche das gern mit dem schwierigen Versuch, Milch auf dem Herd vor sich hin köcheln zu lassen. Meist geht das schief, denn die Milch kann jederzeit überkochen und eine riesige Sauerei verursachen. Genauso gefährlich ist es, die Virusinfektionen auf niedrigem Niveau köcheln lassen zu wollen.“ Genau das aber versuche Deutschland derzeit. „Deutschland hat sich bisher toll geschlagen, und wir haben viel von Deutschland gelernt. Aber jetzt ist mein Eindruck, dass auch sie nur versuchen, die Zahl der Fälle niedrig zu halten, statt sie auf null zu bekommen. Sie lassen die Milch köcheln.“ Sie betont: „Wir müssen das Virus aggressiv jagen, um es loszuwerden!“

Die Schulen spielen in der Strategie eine entscheidende Rolle

Dass dabei die Schulen eine entscheidende Rolle spielen, macht sie an anderer Stelle deutlich – in der es um den (im Gegensatz zu England) höchst erfolgreichen Corona-Kurs Schottlands geht. Der sieht so aus: „Man lässt die Lockdown-Maßnahmen so lange bestehen, bis die Fallzahlen extrem niedrig im einstelligen Bereich liegen; dann löst man den Lockdown vorsichtig Schritt für Schritt wieder auf, indem man viel testet, Kontaktpersonen aufspürt und isoliert und Gesichtsmasken in Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln verpflichtend macht. Außerdem hat Schottland beschlossen, die Schulen erst nach den Sommerferien wieder zu öffnen. Inzwischen sind wir fast am Ziel.“

In Deutschland wurden, zumindest in einigen Bundesländern, die Schulen bereits vor den Sommerferien wieder weit geöffnet – ohne dass dies für den Lernerfolg viel gebracht hätte. In Nordrhein-Westfalen oder Hessen zum Beispiel wurden die Grundschulen gezwungen, ihre mühsam erarbeiteten Hygienekonzepte zwei Wochen vor den Sommerferien über Bord zu werfen und Präsenzunterricht für alle Kinder aus dem Boden zu stampfen, in dem dann gerne mal – wie nach Zeugniskonferenzen üblich – gemeinsam Filme geguckt wurden. Dass dieser Aktionismus auch in Sachen Corona-Bekämpfung keine Erkenntnisse bringen würde, war absehbar. Denn wenn es außerhalb der Schulen nur wenige Infektionen gibt, wird es innerhalb der Schulen nicht mehr davon geben. Kinder „erzeugen“ das Virus ja nicht. In dieser vertanen Zeit hätten die Kollegien sinnvoller das kommende Schuljahr vorbereiten können, einschließlich des absehbar weiterhin notwendigen Fernunterrichts.

Das KMK-Konzept sieht Ausbrüche an Schulen praktisch nicht vor

Relevant ist, was im Herbst passiert. Der SPD-Gesundheitsexperte und Epidemiologe Prof. Karl Lauterbach forderte unlängst: „Wir bräuchten eine nationale Schulstrategie. Denn bisher weiß ja niemand, was an den Schulen passieren wird, wenn wir dort Ausbrüche sehen.“ Ausbrüche? Im Konzept der Kultusministerkonferenz sind die praktisch nicht vorgesehen. „Zur Gewährleistung des Rechts auf Bildung von Kindern und Jugendlichen streben die Länder an, dass alle Schülerinnen und Schüler spätestens nach den Sommerferien wieder in einem regulären Schulbetrieb nach geltender Stundentafel in den Schulen vor Ort und in ihrem Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe unterrichtet werden“, so heißt es im nach wie vor gültigen KMK-Beschluss vom 18. Juni.

Lehrerkalender 2020/21
nicht vergessen!
Varianten anzeigen

Wohlgemerkt: Ziel ist der Regelunterricht – und nicht die Bekämpfung des Coronavirus. Nur so ist zu erklären, dass die außerhalb der Schule geltenden Hygienevorschriften, vor allem die Abstandsregel, innerhalb der Klassenzimmer nicht gelten sollen.

Wie wenig stringent gedacht wird, machen zwei aufeinanderfolgende Sätze im Hygiene-Rahmenplan deutlich, den die KMK vor knapp zwei Wochen vorgelegt hat. Darin heißt es wörtlich: „Beim Unterrichtsbetrieb im regulären Klassen- und Kursverband sowie im Ganztag kann auf die Einhaltung des Mindestabstands zwischen Schülerinnen und Schülern des Klassenverbands, den unterrichtenden Lehrkräften, dem Klassenverband zugeordneten Betreuungspersonal sowie dem weiteren Schulpersonal in allen Schularten und Jahrgangsstufenverzichtet werden. Wo immer dennoch möglich, sollte insbesondere bei Besprechungen, Konferenzen sowie schulbezogenen Veranstaltungen ein ausreichender Mindestabstand von 1,5 m eingehalten werden.“ Wo ist da die Logik? Vermag das Virus,  zwischen Unterricht und Konferenz zu unterscheiden?

„Auf intensive Lüftung der Klassenzimmer ist zu achten“

Darüber hinaus heißt es in dem Hygieneplan: „Es ist auf eine intensive Lüftung der Räume zu achten. Mindestens alle 45 min ist eine Stoßlüftung bzw. Querlüftung durch vollständig geöffnete Fenster über mehrere Minuten vorzunehmen, wenn möglich auch öfter während des Unterrichts.“ Mal davon abgesehen, dass es immer noch etliche Klassenräume in Deutschland gibt, deren Fenster sich aus Sicherheitsgründen gar nicht öffnen lassen (wie erst gestern der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, angemerkt hatte) – einmal pro Unterrichtsstunde die Fenster aufzureißen, reicht vermutlich nicht aus, um die Virenbelastung der Luft zu beseitigen. Das „Konzept“, wenn man den banalen Hinweis so nennen will, ist veraltet.

Schon Ende Mai hatte Prof. Christian Drosten, Chef-Virologe der Berliner Charité, gewarnt: „Es mehrt sich hier der Eindruck, dass wir zusätzlich zur Tröpfcheninfektion auch eine deutliche Komponente von Aerosol-Infektionen haben.“ Heißt: Das Coronavirus wird offenbar häufiger als zunächst angenommen über Kleinstpartikel übertragen, die minutenlang in der Luft schweben (News4teachers hatte über das Thema ausführlich berichtet – hier geht es zu dem Beitrag).

„Wir brauchen viel mehr noch mal bessere Richtlinienwerke für bestimmte ganz wichtige gesellschaftliche Bereiche wie zum Beispiel jetzt die Schulen und die Kindertagesstätten, Kindergärten. Da muss etwas geschehen“, sagte Drosten. „Ganz einfach gesprochen: Wenn es denn so ist, dass ein Virus in der Raumluft steht, dann muss diese Raumluft bewegt und herausbefördert werden. Das heißt, man macht das Fenster auf, setzt da einen großen Ventilator rein, der die Luft nach draußen bläst, und macht die Tür einen Spalt auf. So kann man einen Raum entlüften und sicherlich auch eine Aerosolkomponente verringern.“

Warum werden flächendeckend in Schulen keine Lüftungsanlagen eingebaut?

Wo ist aber nun die Richtlinie, die Schulträgern über die Sommerferien den Einbau von Lüftungsanlagen in den Klassenräumen vorschreibt? Warum werden keine Anstrengungen unternommen, um den Unterricht räumlich zu entzerren – etwa mit zusätzlichen Containern auf dem Schulhof oder durch Anmietung von ohnehin derzeit ungenutzten Veranstaltungsräumen (wie es der Bundeselternratsvorsitzende Stephan Wassmuth angeregt hatte)? Wo sind Hygienebeauftragte, die den Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen begleiten und auf die Einhaltung von Mindeststandards achten? Wieso werden in Klassenräumen nicht mal Plexiglasscheiben als Virusschutzwände montiert, wie es sie an jeder Supermarktkasse gibt?

In einem Anflug bemerkenswerter Offenheit hat die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in einem Interview mit Radio Bonn/Rhein-Sieg die Hosen heruntergelassen. „Wir können Menschen nicht davor schützen, an Covid-19 zu erkranken. Vielleicht muss man das auch nochmal sagen: Es wird immer Erkrankungen geben“, erklärt sie mit Blick auf die Schulen. „Wir können nur alles dafür tun, dass diese Erkrankungen so glimpflich laufen wie es irgend geht. Dafür haben wir Vorsorge getroffen, dass unsere Gesundheitsämter beziehungsweise unsere Krankenhäuser darauf vorbereitet sind, dass genügend Intensivbetten zur Verfügung stehen, dass genügend Beatmungsgeräte zur Verfügung stehen. Aber wir können nicht alle Menschen schützen.“

Beatmungsgeräte als Präventionsmaßnahme? Das ist ein Offenbarungseid für eine Politikerin, die für den Gesundheitsschutz von rund 200.000 Lehrkräften und 2,5 Millionen Kindern und Jugendlichen verantwortlich zeichnet. Wie eingangs festgestellt: So mancher Kultusminister, scheint es, hat die Lust an der Bekämpfung des Coronavirus verloren. Das kann ein schlimmer Herbst werden. News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsjournalist Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus. Foto: Tina Umlauf

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt jeweils mehr als 1.000.000 Leserinnen und Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Verläuft das kommende Schuljahr genauso chaotisch wie das letzte? Bundeselternrat und Lehrerverband sehen Schulen nicht gerüstet

 

Anzeige


92 KOMMENTARE

  1. Bei uns ist je Klassenraum aus Sicherheitsgründen ein Fenster zu öffnen, der Rest ist nur auf „Kipp“ zu öffnen.

  2. Den Hamburger Schulen wurde vor den Ferien noch einmal explizit die Anweisung übermittelt, dass die Fenster in den Klassenräumen nur dann richtig geöffnet werden dürfen, wenn eine Aufsichtsperson anwesend ist – es könnte ja jemand rausfallen. Also nix mit Lüften in Pausen.

  3. Bei uns kann zwar gelüftet werden, aber es ist furchtbar laut durch die gestuften Pausenzeiten. Und was bringt es im Winter, wenn es regnet, stürmt oder schneit. Nasses Klassenzimmer, Erkältungskrankheiten durch Unterkühlung??? Und bei Kälte verbreitet er sich besonders gut. Wir haben Null Plan wie es dann in 7 Wochen wieder lis geht und die Schulleitung hat einen A-B-C Plan in der Schublade. Die Hygienepläne in BW sind ein Witz. Vormittags alle Klassen säuberlich getrennt und nach dem Unterricht springen alle im Hort munter durcheinander. Logik ist anders….

  4. Wir werden sehen ob in fast jedem öffentlichen Gebäude und Verlehrsmittel die Kinder Masken tragen müssen und in der Schule alle auf engen Gängen kreuz und quer ohne Maske unterwegs sein dürfen.

    Finde den Fehler….

  5. 2020Aufbruch@gmx.de

    Es ist jetzt an der Zeit, dass geprüft wird, ob die Schulpflicht und das Recht auf Bildung wirklich vor dem Recht auf Unversehrtheit steht.
    Wie kann es sein, dass in BW die Schulpflicht aussetzt und damit die Möglichkeit geschaffen ist individuell das Risiko für sich einzuschätzen und danach zu handeln und wir in NRW übee die Schulpflicht verhaftet werden uns in dieses Risiko begeben zu müssen.
    Jeder Supermarkt und Kino (Freizeitveranstaltung) ist über den Arbeitsschutz sicherer als die Schule (Pflichtveranstaltung ) in der juristisch abgesichert der Arbeitsschutz ausgesetzt wird?

    Wer sich angesprochen fühlt uns gegen die Aufnahme des Regelschulbetriebes etwas untenehmen möchte, der melde sich bei uns.

    • Die Aussetzung der Schulpflicht, bei der jeder das Risiko für sich selbst einschätzen kann, finde ich fragwürdig und missbrauchsanfällig. Deshalb sollten Ärzte über das Risiko entscheiden und bei Zustimmung eine entsprechende Bescheinigung ausfüllen.

      Wer für sein Kind ein erhöhtes Risiko sieht, dem ist ja wohl ein Arztbesuch zuzumuten.
      Ich fühle mich also nicht im Geringsten angesprochen, „gegen die Aufnahme des Regelschulbetriebes etwas zu untenehmen“ und mich bei Ihnen und Ihren Mitstreitern zu melden.

      • Zum Arzt gehen? Um die Wartezimmer zu überfüllen und jedenfalls sich noch irgendeinen Virus zu ergattern? Die Arztinvasion ist weder sinnvoll noch von den Ärzten gewünscht!

        • Dieser Einwand musste ja kommen.
          Bloß keine Einschränkung des eigenen Willens durch die Expertise eines Fachmanns! Diese Forderung nach Narrenfreiheit wird dann noch als Rücksicht auf überfüllte Wartezimmer mit weiteren Ansteckungsgefahren verkauft.
          Ich fasse es nicht.

          • Sehe ich anders. Das Risiko auf ernstzunehmende Folgeschäden trägt jeder. Und wenn die Schulen bzw. die Politik den Gesundheitsschutz nicht angemessen ernst nimmt, dann ist es mein eigenes Recht darüber zu entscheiden, ob ich mich der Gefahr für Leib und Leben aussetzen möchte. Das muss dann nicht ein Arzt quittieren. Das ist meine mündige Entscheidung als Bürger. Junge, tolle Bildung, die man hier lernen kann. Humanismus am *, Hauptsache Schönschrift, oder was? Schule und Bildung sind da in ihrem grundwesentlichen Sinn doch dazu da, um Kindern und Jugendlichen eigenständiges Denken, Veranstwortung für sich und andere und bürgerliche Emanzipation beizubringen… oder etwa nicht? Wenn nicht, dann schafft sie ab, die Pflicht zum Kästchenausmalen!

      • Ich sehe es wie Martina.

        Man kann sich für bessere Bedingungen in den Schulen einsetzen.
        Deshalb die Schulpflicht in Frage zu stellen, halte auch ich für gefährlich.
        Die Diskussion darum wäre ohnehin in den kommenden Jahren eröffnet worden, allein um Gelder zu sparen!

    • @Illy Herzlichen Dank für Ihr Engagement! Es ist längst überfällig, den in der NS-Zeit 1938 eingeführten Schulzwang endlich abzuschaffen! Außerdem hat sich das hiesige Schulsystem u.a. durch die zahlreichen PISA-Studien längst diskreditiert…

  6. Auch da kann ich dem Autor nur zustimmen. Es sind auch die Punkte, die ich seit dem Beginn meines Schreibens hier thematisiere. Der Beginn des Regelschulbetriebs fällt zeitlich zusammen mit den Urlaubsrückkehrern; dümmer kann man es nicht organisieren. Die Italiener haben deshalb bis Herbst die Schulen geschlossen und bereiten die Schulen auf Corona vor. Die Infizierten aus den Urlaubsgebieten reichen dann den Staffelstab an die Schüler hier weiter und die wiederum in der Gesamtgesellschaft. Wie verantwortungslos ist so eine Planung ?

  7. Sehr geehrter Herr Priboschek,
    BITTE veröffentlichen Sie Ihren Artikel in allen nur zur Verfügung stehenden Zeitungen/Medien. Nirgends wurde bisher die „Corona-Misere“ bzgl Schule besser beschrieben. Vielen Dank dafür!!!

  8. Wie können es Schulleiter mit ihrer Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern und Schülern vereinbaren, wenn Infektionen mit möglicherweise Spätfolgen auftreten? Ich habe meine Mitarbeiter ins Home Office geschickt. Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Es ist skurril, dass in jeder Schulabschlussfeier Solidarität und Verantwortungsgefühl von Schulleitern und Lehrern gepriesen wird, man aber nach den Sommerferien Schüler, Lehrer und deren Familien sehenden Auges gefährdet.

    • Sehr geehrtes xy,
      glauben Sie, dass die Schulleitungen über Öffnung oder Schließung von (öffentlichen) Schulen entscheiden?
      So ist es nicht.
      Mit freundlichen Grüßen

    • Die Schulleiter können da wenig machen. Sie haben im Moment die schwierigste Position. Teilweise dürfen sie Lehrer im Homeoffice arbeiten lassen, aber nur, wenn die personelle Situation das erlaubt. Das tut sie natürlich nirgendwo. Mein Schulleiter wollte mir gerne die Arbeit im Homeoffice ermöglichen, konnte dies aber aus personellen Gründen nicht tun. Das ist ja auch für ihn eine unschöne Verantwortung. Die Entscheidung liegt bei den übergeordneten Stellen.

  9. Sehr geehrter Herr Priboschek,

    ich danke Ihnen für diesen Artikel. Ich habe alle Hoffnung und Zuversicht aufgegeben, dass es auch nur die kleinste Bemühung geben wird, Lehrer und Schüler vor Covid-19 zu schützen. Doch das ist nichte Neues: Kinderschutz hat in Deutschland noch immer keine Priorität und Lehrer waren auch schon vorher Fußabtreter. Dass die Gewerkschaften und Verbände so zahn- und machtlos sind, ist ernüchternd.

  10. „Wohlgemerkt: Ziel ist der Regelunterricht – und nicht die Bekämpfung des Coronavirus. Nur so ist zu erklären, dass die außerhalb der Schule geltenden Hygienevorschriften, vor allem die Abstandsregel, innerhalb der Klassenzimmer nicht gelten soll.“
    Dies ist für mich das Schlüsselproblem!
    Will das die Gesellschaft wirklich?
    Regelunterricht vor Gesundheitsschutz?
    Ist es wichtiger, alles wie vorher zu machen – gleich zu welchem Risiko und mit welchen Folgen?
    Keiner da, der in Änderungen neue Chancen sieht und Visionen entwickelt?
    Es muss doch Visionäre in den Minsterien geben!
    Zumal die Kinder/Enkel der höheren Politiker sicher zu einem Teil innovative Privatschulen, Schulen mit besonderen Konzepten, Schulen in der Tradition der Reformpädagogen oder Schulen mit besonderen Angeboten besuchen. Kinder dieser Eltern tauchen nämlich eher nicht an den Grund- und Gesamtschulen um die Ecke auf…
    Sicher hat es einen Grund, wenn Kinder auf „andere“ Schulen geschickt werden!

    Wenn die Gesellschaft Gesundheit vor Gewohnheit im Bildungssystem stellt, dann immer weiter so.
    Wenn nicht, dann sollte so langsam mal ein Plan her, wie Schule denn wenigstens mit durchschnittlicher Sicherheit – Abstand, Lüftung, beschränkte Kontakte – weitergehen kann!
    In NRW sollte da schnell ein Plan her! In zwei Wochen sind die Ferien vorbei!

    Und nicht, dass im Nachhinein wieder irgendwem der schwarze Peter zugeschoben wird wie jetzt den Schülern und Kollegen, die aus dem Ausland zurück kommen, nachdem (auch wenn jeder hätte wissen können, dass das nicht sein kann) vermittelt wurde, alles sei nach den Ferien wieder wie immer…

  11. Das ist blinder Aktionismus, dessen Konsequenzen niemand kennt und die scheinbar auch zu wenige Menschen interessieren. Der Verdacht liegt nah, dass es Frau Gebauer einzig um die Interessen der Wirtschaft geht:Gehen die Kinder zur Schule, können die Eltern arbeiten. Da dieser riskante Blödsinn beschlossene Sache ist, kann man eigentlich nur hoffen, dass es gleich zu Anfang des Schuljahres einen rasanten Anstieg der Infektionen( mit mildem Verlauf gibt), der zum Umdenken zwingt,bevor durch Kinder und Lehrer die Risikogruppen erreicht werden.

    • „Der Verdacht liegt nah, dass es Frau Gebauer einzig um die Interessen der Wirtschaft geht:Gehen die Kinder zur Schule, können die Eltern arbeiten.“ Tatsache, so ist das. Und anscheinend kann niemand das Ganze stoppen. Lehrer, Kinder und Eltern werden für das Wohlergehen der Wirtschaft mit ihrer Gesundheit und Lebenserwartung bezahlen.

    • Und dann? Wieder zuerst Schulschließungen? Was passiert bei steigenden Zahlen? Im Prinzip wurde das Sommerhalbjahr nicht genutzt, gleich im April Schulöffnung wie in Dänemark, langsames herantasten an den Regelbetrieb, dann zügig aber vorsichtig den wirtschaftlichen Teil öffnen. Es wird noch ganz hart in der Gastronomie und Hotellerie Richtung Winter. Slow Down bis zu einer Impfung? Ich arbeite bei der Wirtschaftsförderung, es wird nichts mehr geschlossen. Es kommt erst noch die Pleitewelle des ersten Lockdowns. Dann wird weniger getestet.

      • Sabine Szidlovszky

        Übernehmen Sie nun meine Argumente…?

        Die politische Maxime heißt – so wurde es mir auch bestätigt – keinen Lockdown mehr wie im März durchzuführen.
        Alle schelten immer Trump, solche Äußerungen hiesiger Politiker könnten doch auch von ihm stammen, auch er fordert überall den Regelbetrieb ein, unabhängig der pandemischen Entwicklung.
        Allerdings finde ich eine solche politische Aussage lächerlich, da sie mehr mit einem religiösen Glaubensgrundsatz korrespondiert, als mit einer wissenschaftlichen Betrachtung der pandemischen Entwicklung. Die Politik kann vieles wollen, aber das pandemische Geschehen bestimmt am Ende das Handeln und nicht verfasste Glaubensgrundsätze der Politik: Normativität des Faktischen !

      • Mag sein, dass es für einige Wirtschaftszweige hart wird. Es mag auch sein, dass das einige Insolvenzen nach sich zieht. Allerdings finde ich das relativ irrelevant, wenn man die Abwägung zwischen Gesundheit/ Leben und wirtschaftlichen Interessen treffen muss. Wenn die Zahlen steigen, muss man die Schulen wieder schließen.Dann IST das halt so. Wieso sollten Lehrer und Schüler den Preis dafür bezahlen, dass andere ( begründete)Angst davor haben, in eine wirtschaftliche Krise zu geraten?!

  12. Traurig, traurig, dass immer wieder und ganz besonders in diesem Artikel vergessen wird, dass es Corona dann nur noch zur Unterrichtszeit „geben wird“. Am Nachmittag haben die Kids engen Kontakt beim Sport mit ca. 30 anderen auch in Hallen und werden recht bald schon nach der Schule wieder mit mehreren Tausend im Stadion oder in Konzerten sitzen dürfen. Aber an den Schulen mit ihren vorsichtigen Kohorten-Regelungen lässt man kein gutes Haar. Wirklich ein schwacher Artikel!

    • Kann man so nicht vergleichen: In den Sportverein gehen die Kinder freiwillig – in die Schule nicht. Im Sportverein gibt es keinen Arbeitgeber, der für den Schutz seiner Mitarbeiter verantwortlich ist. In der Schule muss der Dienstherr für den Schutz von Schülern und Lehrkräften sorgen.

    • Was lässt Sie vermuten, dass demnächst wieder Tausende gemeinsam kulturelle und sportliche Großveranstaltungen in Hallen oder im Freien besuchen dürften?
      Ob der Artikel schwach ist bzw. die darin enthaltene Kritik an den politischen Beschlüssen unbegründet ist, lässt sich vermutlich nur dann korrekt einschätzen, wenn geklärt ist, warum die Abstrichergebnisse am Frankfurter Flughafen im letzten Monat gezeigt haben, dass 80% der positiv Getesteten aus Ländern zurück gekommen sind, die nicht als Riskogebiet eingestuft sind. Wie ist es aus Ihrer Sicht erklärlich, dass das Durchschnittsalter der Infizierten seit Beginn der Pandemie Ende letzten Jahres immer weiter gesunken ist? Und dass die Zahl der neuinfizierten Personen bis 40 Jahre die der über vierzig Jährigen übersteigt?

      Die Kernaussage des Kommentares ist wohlgemerkt sehr stark, sie bringt das ahndeln der KMK auf den Punkt. Die Durchführung eines Regelbetriebes an Schulen hat Vorrang vor der Bekämpfung der Pandemie. Wie dämlich das ist, lässt sich durch den Fall Tönnies belegen. Die Einstufung des Schlacht- und Zerlegebetriebes galt den Poltikern – im konkreten Fall Hernn Laumann – als systemrelevant für die Lebensmittelversorgung, weshalb der Betrieb und andere auch so wie genehmigt weitergeführt werden konnten. Sich im Nachgang darüber zu echauffieren, dass die Beschäftigten dicht gedrängt im Pausenraum saßen, ist scheinheilig. Die Abstände in der Zerlegung an den Bändern ist ja ebenfalls nicht größer gewesen. Warum hätten die Werkvertragsarbeiter ihr Verhalten ändern sollen. Siehe auch die Gemüse ernte in Mamming; hier liegen die Erntehelfer dicht an dicht auf dem „Gurkenflieger“. Und das sogar im Freien. Und dennoch ist der Hof zum Hotspot geworden.

      Wenn etwas schwach ist, dann ist es Ihr Einwand.

  13. Wer hier dafür plädiert, dass die Kinder unter geschützten Bedingungen zur Schule gehen, kann m.E. selbstverständlich nicht davon ausgehen, dass wir sie dann in ihrer Freizeit wahllos Kontakte haben lassen.
    Schule unter Corona-Bedingungen bedingt m.E. auch Freizeit unter Corona-Bedingungen!
    WENN die Gesellschaft die Kinder in der Schule schützt, müssten Eltern die Kinder (und damit sich selbst und alle anderen) auch in der Freizeit schützen – d.h. sehr beschränkte Kontakte, nachverfolgbare Kontakte etc.

    Wenn die Kinder hinter der nächsten Ecke alle in den Büschen verschwinden und machen, was sie wollen, können wir uns unsere Bemühungen hier gleich sparen – dann wird die Virenlast auch in kleinen Gruppen und auch mit Abstand und offenen Fenstern so hoch werden, dass alle sich an allen anstecken.

    • Absolut richtig! Diesmal möchte ich Ihrem Kommentar zustimmen.
      Wer nur auf die Schule starrt, am liebsten noch die Schulpflicht abschaffen oder die Schulen gleich wieder schließen will, nebenher die Kinder aber unbeaufsichtigt und „hinter der nächsten Ecke in den Büschen verschwinden“ lässt, hat trotz großer Alarmreden nichts verstanden.
      Keiner hat auch verstanden, der nicht die indirekten Gefahren von einer Aussetzung der Schulpflicht oder von flächendeckenden Schulschließungen im Auge hat, sondern immer nur wie ein Kaninchen auf die Schlange Corona starrt.

    • Das ist schon länger so, meine Tochter geht seit über 4 Wochen ohne Abstand zur Schule. Sie geht zum Geräteturnen ohne Abstand, ihre beste Freundin geht in eine andere Schule, ihre zweitbeste Freundin geht in die andere Klasse, in der Kernzeitbetreuung darf man ALLE mischen. Sie geht zum Reiten und betreut dort Ferienkinder und Geburtstagskinder mit. Willkommen in der Realität, die durchaus im politischen Rahmen liegt. Gehen Sie in Freibäder, an Seen, an Outdoorlocations, in privatem Rahmen – überall finden Sie Jugendliche und Junge Erwachsene beim Gruppen kuscheln. Abstand? Nur in der weiterführenden Schule. Auch ich verbiete meinem Kind nicht sein Leben.

      • Nee, aber es lässt vielleicht traurigerweise sein einziges irdisches Leben dafür, dass ein eingeschränkter Spaß als eine Art „Nicht-Leben“ verstanden wird. Klingt hart? Ist es auch! Wie ok in der Hinsicht, mal zeitweise ein „Anders-Leben“ in Betracht zu ziehen. Auch und gerade junge Menschen können daraus lernen und wachsen. Schön für Sie, dass Sie sich auf dem Niveau über Einschränküngchen Gedanken machen können. Ich bin für Bildungsreisen in die ganze Welt. One Way-Ticket mit FSJ-Verpflichtung. Oder einfach mal einen Blick zum Horizont wagen.

  14. Insgesamt ist der Plan der Kultusminister einfach nicht nachvollziehbar.

    Es gibt zunehmend Hinweise, dass Aerosole der Hauptübertragungsweg von COVID-19 sind (https://www.n-tv.de/panorama/Analyse-Aerosole-Hauptuebertragungsweg-article21936242.html).

    Es gibt einen allgemein gültigen und verbindlichen Arbeitsschutzstandard für Arbeitgeber (https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Schwerpunkte/sars-cov-2-arbeitsschutzstandard.pdf;jsessionid=E8F938384CEEC81373A9EC93FB51CBEA?__blob=publicationFile&v=4).

    NRW droht Tönnies mit Strafverfahren, weil er sich nicht an den Arbeitsschutz gehalten hat. Es gab u.a. in den Räumen keinen ausreichenden Abstand und keine ausreichende Belüftung.

    Und die Kultusminister als Dienstherren dürfen sich willkürlich über die Regeln im Arbeitsschutz hinwegsetzen und die Gefahr durch Aerosole ausblenden?

    • Bei Tönnies hat sich gezeigt, dass der Infektionsweg nachvollziehbar ist. Dies müsste dann doch auch in Schulen möglich sein. Nicht, dass das noch gegen die Kranheit hilft, aber vielleicht kann man so doch Dienstunfälle und mangelnde Fürsorgepflicht nachweisen. Der grundsätzlich vorgeschriebene Arbeitsschutz wird ja in Schulen definitiv nicht eingehalten. Eigentlich sollte jeder Lehrer zumindest gegen die Arbeitsbedingungen remonstrieren.

      • „Eigentlich sollte jeder Lehrer zumindest gegen die Arbeitsbedingungen remonstrieren.“

        Wer traut sich dies, wenn sein Hauskredit noch 5 Jahre läuft?

        Wie viele tote Mitarbeiter gab es nochmal bei Tönnies? Null? Genau!
        Also bitte nur mal keine Panik.

        • Wieso war Tönnies doch noch mal wochenlang dicht? Unter anderem übrigens um ein neues Belüftungssystem einzubauen. Der Begriff Panik wird hier teilweise etwas inflationär verwendet.

          • Nochmal um ggf. Missverständnisse zu vermeiden. Es ging um remonstrieren, nicht um demonstrieren. Beim Remonstrieren besteht keine Ansteckungsgefahr und man verliert deswegen auch nicht seine Arbeit.

          • Ist denn ein Landkreis, in dem es zu einem Corona-Ausbruch größer 50 Neuinfizierte je 100.000 Ew kommt, ein Krisengebiet im Sinne der versicherungstrechtlichen Bestimmungen?

  15. Danke für diese Analyse. Ich kommuniziere sie in meiner Gewerkschaft. Der Artikel sollte in allen Gewerkschaften, die hier zuständig sind kommuniziert werden und Personalräten.

  16. Eine neue Studie aus Südkorea sagt, dass von kleinen Kindern eine geringe Ansteckungsgefahr ausgeht. Von größeren dafür umso mehr. (https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-kinderarzt-fuer-regulaere-schuloeffnung-nach-den-ferien-16878909.html)
    Deshalb müssen ältere SuS und ihre LuL mit Hard- und Software für den digitalen Unterricht ausgestattet werden. Weiterhin müssen ältere SuS und LuL im Bereich des digitalen Lernens geschult werden – am besten online. Sicher ist sicher…

  17. Man wird sich global in den nächsten Monaten überlegen müssen, ob man den Gesundheitsschutz wegen Corvid-19 tatsächlich bedingungslos allen anderen Menschenrechten und allen wirtschaftlichen Erfordernissen voranstellt.

  18. @ Jonas Kruse
    In seiner FREIZEIT kann man sich aussuchen, was man wie mit wem unter welchen Bedingungen tut. Die Teilnahme am Unterricht und die dazu gehörigen Rahmenbedingungen sind erzwungen. Natürlich kann man sich überall und jederzeit infizieren und aus genau diesem Grund leben wir “ social distancing“. Mit Schulbeginn sind wir nun davon abhängig, wie andere Leute ihre Freizeit und Sozialkontakte gestalten:Familie A hat 3 Kinder und jedes ist im Sportverein, Familie B interessiert sich nicht Schutzmasken, Familie C feiert gerne mit den Nachbarn und der Großfamilie……

  19. Die Kultusminister spielen mit den Leben von Schülern und Lehrern. Zu möglichen Coronafolgen zählen Hirnschäden. Bei einer großflächigen Durchsäuchung reden wir von größeren Dimensionen als bei Contagan.

    Viele Menschen wären ein Leben lang eingeschränkt.

  20. Also ich kann dem Unterricht nur voll umfassend zustimmen. WEnn man die aktuellen Forschungsergebnisse verfolgt, dann kann es Untericht in klassischer Form nur mit wächentlicher Reihenuntersuchung mindestens der Lehrer, besser noch mit Sichproben der schüler aller Klassen geben – oder man geht den leichteren Weg und nutzt den bereits so langsam eingespielten Fernuntericht.
    Aber ist ganz prima, kaum haben die sChulen sich mehr und mehr auf Fernutericht per Teams und Co, Youtube-Lehrvideos und nachgeprüften Aufgabenblättern sowie zeitweisem Kontrollunterricht umgestellt, wird das ganze wieder in die Tonne geträten ud so getan als gäbe es keine Pandemie mehr. So was geht mit Ansage in die Hose, die aktuellen Fallzahlen zeigen es ja bereits.

  21. Sehr geehrter Herr Priboschek,

    vielen Dank für diesen großartigen Artikel! Er bringt die Kernprobleme auf den Punkt! Auch ich würde Sie inständig bitten, Ihren Artikel in allen nur zur Verfügung stehenden Zeitungen/Medien zu veröffentlichen und als Schreiben an die Regierungsverantwortlichen/ Kultusmister der Bundesländer zu schicken. Vielen, vielen Dank dafür!!!

  22. Nein, bitte keinesfalls so einseitig weiterverbreiten! Der Artikel ruft u.a. zum krassen Bruch zwischen Vormittag und Nachmittag auf, was Kinder nicht verstehen können und werden. Er lässt zudem die steigenden Zahlen häuslicher Gewalt ebenso unberücksichtigt wie die sehr traurigen Kinderaugen zu Beginn der jetzigen Sommerferien, weil diese viel Kraft aus ihren sozialen Gruppen beziehen und noch nie so gerne zur Schule gingen. Unberücksichtigt übrigens auch die Kinder, denen Lernsituation zuhause Lernen kaum zulässt und auch der Wunsch von 90% aller Lehrkräfte: „Was auch immer, aber Hauptsache wieder ganze Klassen vor uns!“.

    Es ist ein schwacher und stark einseitiger Artikel, auch wenn einige Kommentare hier durchaus Argumente darin im Ganzen nachvollziehbar anerkennen.

    • Sie haben da offenbar einen anderen Text gelesen als den oben stehenden. Oben heißt es: „Wohlgemerkt: Ziel ist der Regelunterricht – und nicht die Bekämpfung des Coronavirus. Nur so ist zu erklären, dass die außerhalb der Schule geltenden Hygienevorschriften, vor allem die Abstandsregel, innerhalb der Klassenzimmer nicht gelten sollen.“

      Nochmal langsam zum Mitdenken: In der Schule gelten andere Hygieneregeln als außerhalb der Schule, nämlich praktisch gar keine mehr – der Artikel ruft also keineswegs zu einem „krassen Bruch zwischen Vormittag und Nachmittag auf, was Kinder nicht verstehen können und werden“. Er fordert vielmehr gleiche Standards drinnen wie draußen.

      Was das mit häuslicher Gewalt und traurigen Kinderaugen zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht. Ich kann mir allerdings ausmalen, wie traurig die Kinderaugen aussehen werden, wenn die Familie an Corona erkrankt.

      • Die Kinder haben erst dann keine wahl mehr, wenn sie seitens eines Gesundheitsamtes unter Quarantäne gestellt werden. Die Einschränkungen bei eingeschränktem Präsenzunterricht hingegen sind andere. Die Alternative zur Schulschließung ist ja nicht der „uneingeschränkte Regelbetrieb“ – so, als ob es dazwischen nicht Anderes geben würde.

  23. Jonas Kruse…zu ihren traurigen Kinderaugen:

    Es ist wichtiger, Schulen sicher zu öffnen als sie zu öffnen. (…) Wie sagt man Kindern: „Ihr solltet jetzt Krankheit riskieren, weil wir uns nicht die Mühe machen, Zeit oder Geld in die Sicherheit zu investieren“?

    Ein junger Patient (30 Jahre) mit Schlaganfall. Der Patient war vor der Präsentation asymptomatisch … Keine respiratorischen Symptome… Checked COVID PCR due to age.. was positive.
    https://twitter.com/BuckDancerMD/status/1287814376561315841

    • Wir führen hier eine Diskussion um Schulöffnungen während die Vereine der 1. und 2. Bundesliga ihre Dauerkarten gerade heute neu vergeben (siehe z.B. Bericht be web.de).

      Wir führen eine solche Diskussion, während im Freizeitbereich die Dinge sich bereits stark der Normalität angenähert haben.

      Anfang haben wir im Lehrerzimmer nur gewitzelt, dass nach halber Klasse mit 13 Kindern am Vormittag, das Kind am Freitagnachmittag zu 13.000 ins Stadion fahren wird.

      Die Kinder werden bald eines gelernt haben: Corona gibt es nur an Schulvormittagen, dort aber restriktiv, heftig und streng!

      Sollte es so sein, so wünsche ich ihnen zumindest ab Nachmittag und am Wochenende eine tolle Zeit! Den Ausgleich werden sie brauchen!

      • Falsch – die Schulöffnungen ohne Abstandsregel sind beschlossene Sache und ab Montag in Deutschland Realität, während die Fußballvereine über eine imaginäre Zukunft sprechen. Großveranstaltungen sind in Deutschland bis mindestens Ende Oktober verboten. Außer der Schulbetrieb.

        Abstandsregeln und Maskenpflicht gelten nach wie vor in ganz Deutschland – außer ab Montag in den Schulen.

        So viel zur Faktenlage.

        • Nein Abstandsregeln im Vereinssport, Amateursport und wo es sonst nicht möglich ist, sind abgeschafft, ab 1. August sind Veranstaltungen bis 500 drinnen und bis 1000 draußen möglich. Messen ab September…..ohne Maske.

          • Regelschulbetrieb ist grob fahrlässig und eine Gefahr für die Gesamtgesellschaft.

            „In der NBU des Krankenhauses, wo die Patienten im Allgemeinen weniger mobil waren, deutet die Verteilung positiver Proben auf einen starken Einfluss des Luftstroms hin.“

            „Die Daten deuten darauf hin, dass virale Aerosolpartikel von Personen mit der COVID-19-Krankheit produziert werden, auch wenn kein Husten vorliegt.
            In den wenigen Fällen, in denen der Abstand zwischen isolierten Personen und Luftproben sicher auf mehr als 6 Fuß gehalten werden konnte, waren 2 der 3 Luftproben positiv für virale RNA. Zweitens weisen 58,3% der Flurluftproben darauf hin, dass virus-
            Partikel enthaltend wurden während der Probenahme von den Räumen zum Flur transportiert. Es ist wahrscheinlich, dass die positiven Luftproben im Flur durch virale Aerosolpartikel verursacht wurden, die vom aus dem Raum austretenden Personal transportiert oder resuspendiert wurden13,14. Schließlich waren persönliche Luftprobenehmer, die vom Probenahmepersonal getragen wurden, alle positiv für SARS-CoV
            -2, trotz des Fehlens von Husten bei den meisten Patienten, während das Probenahmepersonal anwesend war. Neuere Literatur, die vom Menschen abgelaufenes Aerosol untersucht, legt nahe, dass eine große Fraktion über alle Arten von Aktivitäten (z. B. Atmen, Sprechen,
            und Husten15) und dass eine Erkrankung der oberen Atemwege die Produktion von Aerosolpartikeln (weniger als 10 µm) erhöht 16. Eine kürzlich durchgeführte Studie zur Stabilität von SARS-CoV-2 zeigt, dass infektiöses Aerosol mehrere Stunden und auf Oberflächen bis zu 2 Tage bestehen bleiben kann. “

            https://www.nature.com/articles/s41598-020-69286-3

      • Jonas Kruse
        Scheinbar lesen Sie zwischen den Zeilen….Ihre Behauptungen sind insofern Fake – News…als die Vergabe von Karten nichts aussagt!

        Von welcher Normalität träumen Sie denn?

        Hier steht es schwarz auf w….
        Weiterhin ist unklar, ob und wenn ja wie viele Zuschauer in der kommenden Saison in die Bundesliga-Stadien dürfen. Die Vereine stehen damit beim alljährlichen Dauerkartenverkauf vor großen Herausforderungen.
        Denn noch ist nicht nur völlig unklar, ob und wann wieder Zuschauer in die Arenen dürfen, sondern auch wie viele. Eine komplette Auslastung der Stadien scheint zumindest in der Hinrunde unvorstellbar.

        Nochmal für Sie: Es ist noch völlig unklar, ob und wann Zuschauer ins Stadion dürfen!!!
        https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.raetsel-um-dauerkarten-wie-loesen-die-vereine-den-verkauf-der-saisontickets.45f70417-e725-4f94-9a13-7015df5bfe8a.html

        Die Schulen in den Regelbetrieb zu überführen, nenne ich grob fahrlässig…In der epidemiologischen Nachbetrachtung scheint auf, dass Corona als Virus wirkt, aber “geheilte” Patienten, ganz besonders die, die nicht die Blutgruppe Null haben, keinen andauernden Immunschutz entwickeln – was heißt, erkrankt, überwunden – nach kurzer Zeit über nicht die geringste Abwehr verfügen. Es ist also mehr als fraglich, ob sich eine “Herden-Immunität” entwickelt.
        Was bisher von der Medizin beobachtet wird: Genesene haben Beeinträchtigungen in der motorischen Leistung, in der intellektuellen Leistung, in der Lungen-, Nieren-, oder Leberfunktion zu zeitigen. Die Körperabwehr ist geschwächt und lässt Ko-schädigende Wirkungen zu, denn Corona ist ja nicht der splendid der einzige Virus, das einzige Bakterium, dass da täglich angreift. Menschen sind als Erkrankte oder Genesene dauerhaft geschwächt, leiden unter Schlaf-, Konzentrationsstörungen, haben Schwierigkeiten, sozial am Leben teilzunehmen – in unterschiedlichen Schweregraden; und so weiter und so fort.
        Dies gilt besonders für den Herbst und kommenden Winter.

        Klar, ein Trost bleibt für die Verharmloser.. Wir alle werden sterben. Der eine früher als der andere und vielleicht sogar mit Dauerkarte.

  24. Auch ich wünsche mir, dass dieser Artikel zur „Pflichtlektüre“ der KMK ernannt wird.
    Es geht doch inzwischen nicht mehr darum, Infektionen und somit auch evtl. Langzeitschäden zu vermeiden, sondern lediglich um die Rückverfolgbarkeit von Infektionsketten.
    So auch zu lesen im Anhang der 24. Schulmail vom 23.06.2020 des Schulministeriums NRW, wo es heißt :
    „… ist das Schutzkonzept der präventiven Infektionsvermeidung durch Abstandwahrung zu einer differenzierten Rückverfolgung von Infektionsketten weiter entwickelt worden‘.
    Um dies zu begründen, wurde zusätzlich zur „Corona Schutzverordnung“, in der noch immer die Abstandsregel von mindestens 1,5 m gilt, die „Corona Betreuungsverordung“ erlassen, nach der auf diese wichtige Infektionsschutzmaßnahme in den Klassenräumen bei voller Besetzung verzichtet werden kann.
    Finde den Unterschied…

  25. Bei der feierlichen Schulentlassung wurde Schülern und Eltern mit dem Verweis auf die letzten Monate unter Corona-Bedingungen folgende Geschichte vorgelesen:

    In einem Dorf in China, nicht ganz klein, aber auch nicht groß, lebte ein Bauer – nicht arm, aber auch nicht reich, nicht sehr alt, aber auch nicht mehr jung, der hatte ein Pferd. Und weil er der einzige Bauer im Dorf war, der ein Pferd hatte, sagten die Leute im Dorf: „Oh, so ein schönes Pferd, hat der ein Glück!“
    Und der Bauer antwortete: „Wer weiß?!“

    Eines Tages, eines ganz normalen Tages, keiner weiß weshalb, brach das Pferd des Bauern aus seiner Koppel aus und lief weg. Der Bauer sah es noch davongaloppieren, aber er konnte es nicht mehr einfangen. Am Abend standen die Leute des Dorfes am Zaun der leeren Koppel, manche grinsten ein bisschen schadenfreudig, und sagten: „Oh der arme Bauer, jetzt ist sein einziges Pferd weggelaufen. Jetzt hat er kein Pferd mehr, der Arme!“
    Der Bauer hörte das wohl und murmelte nur: „Wer weiß?!“

    Ein paar Tage später, sah man morgens auf der Koppel des Bauern das schöne Pferd, wie es mit einer wilden Stute im Spiel hin und herjagte: sie war ihm aus den Bergen gefolgt. Groß war der Neid der Nachbarn, die sagten: „Oh, was hat der doch für ein Glück, der Bauer!“
    Aber der Bauer sagte nur: „Wer weiß?!“

    Eines schönen Tages im Sommer dann stieg der einzige Sohn des Bauern auf das Pferd, um es zu reiten. Schnell war er nicht mehr alleine, das halbe Dorf schaute zu, wie er stolz auf dem schönen Pferd ritt. „Aah, wie hat der es gut!“

    Aber plötzlich schreckte das Pferd, bäumte sich auf und der Sohn, der einzige Sohn des Bauern fiel hinunter und brach sich das Bein, in viele kleine Stücke, bis zur Hüfte. Und die Nachbarn schrien auf und sagten: „Oh, der arme Bauer: Sein einziger Sohn!
    Ob er jemals wieder wird richtig gehen können? So ein Pech!“
    Aber der Bauer sagte nur: „Wer weiß?!“

    Einige Zeit später schreckte das ganze Dorf aus dem Schlaf, als gegen Morgen ein wildes Getrappel durch die Strassen lief. Die Soldaten des Herrschers kamen in das Dorf geritten und holten alle Jungen und Männer aus dem Bett, um sie mitzunehmen in den Krieg. Der Sohn des Bauern konnte nicht mitgehen. Und so mancher saß daheim und sagte: „Was hat der für ein Glück!“
    Aber der Bauer murmelte nur: „Wer weiß?!“

  26. Sehr geehrter Herr Priboschek,
    vielen Dank für Ihren Artikel! Ich kann mich den Meinungen nur anschließen: bitte weiterleiten!!
    Und an alle anderen: bitte ebenfalls Briefe/mails an die zuständigen Schulleitungen, Elternbeiräte, Ämter, Ministerien schreiben – der Protest muss gesehen werden.
    Warum gehen wir nicht als Eltern für den Schutz unserer Kinder auf die Straße, so wie die Jugend es uns für den Klimaschutz gezeigt hat? Die Kultusminister werden sich nicht bewegen, wenn wir Eltern es nicht tun: für das Recht auf Bildung und auf Gesundheitsschutz!

    • J.B: So sehe än wir das auch.
      Alle die für einen Schulbetrieb mit Arbeitsschutz sind (kleine Klassenverbände, Schichtbetrieb, Abstandsregeln etc. Oder ebenfalls die temporäre Aussetzung der Schulpflicht für diese Phase einfordern wollen:
      2020Aufbruch@gmx.de

  27. Jawohl, liebe/r J.B. !!!! Nur die Eltern, denen Bildung und Gesundheit ihrer Kinder am Herzen liegt, können ernsthaft etwas erreichen! Verbeamtete Lehrkräfte dürfen nicht in der Öffentlichkeit protestieren, angestellte LK trauen sich nicht und Schulleitungen sind eh raus aus der Nummer.

    • So, so, Müttern und Vätern, die sich nicht echauffieren und nicht auf die Barrikaden steigen, liegen Bildung und Gesundheit ihrer Kinder auch nicht am Herzen.

  28. Von den vollen Fähren nach Norderney bis hin zur langen Skaternacht in Weimar, Urlaub im Hotel in Österreich oder der nächste Woche beginnenden ganz normalen C-Lizenz-Trainerausbildung Fußball, Kinder, die ganz normal zum Reiten, Fußballtraining, Karate, oder Aquaball im Schwimmbad gehen usw.

    500 Zuschauer sind bereits bei uns zugelassen, mehr sind angekündigt.

    Da warten wir alle mal ganz, ganz gelassen auf Demonstranten gegen die aktuellen KuK-Beschlüsse.

  29. Und wo sehen sie die Perspektive? Die Impfung! Wir streichen 10 Jahre und befinden uns in der Zeit der Pandemie „Schweinegrippe“ , auch hier war von Politik und RKI das ganze Horrorszenario ausgerollt worden. Und der Heilbringer kam, die Impfung, gleich 3 Unternehmen brachten einen Impfstoff auf den Markt, alle wurden von unseren “ Experten“ heiß empfohlen. In Schweden sind gerade die letzten Prozesse der Impfschäden gelaufen. Den Opfern wurden Millionen zugesprochen. Ein Impfstoff hat schwere Impfschäden hinterlassen, bei Kindern, jungen Leuten und Erwachsenen, sie erkrankten an der nicht unheilbaren Schlafkrankheit, werden nie ein normales Leben führen…..es gab auch viele Fälle in Deutschland, aber hier geht man nicht so transparent mit solchen Geschichten um. Seriöse und sichere Entwicklung eines Impfstoffes: 10 Jahre. Ansonsten darf jeder gerne Versuchskaninchen für Impfstoffe spielen, oder 10 Jahre social distancing…..für mich und meine Familie kommt beides nicht in Frage. Bei einer Impfung stelle ich mich ganz weit hinten an und warte mindestens 1-2 Jahre, ob sich Nebenwirkungen zeigen. Im Prinzip, geht es hier nicht darum, was Covid alles auslöst. Sondern was sehen die Menschen als Perspektive.

    • Wen interessiert es, wann und wo Sie sich anstellen. Sie wollen Ihre Kinder betreut wissen und sehen das nicht als familiere sondern als gesellschaftliche Aufgabe an. Das ist Ihr gutes recht, das so zu sehen. Nur muss ich Ihre Ansichten nicht teilen.

      Ich habe auch kein Interesse am Bildungsfortschritt Ihrer Kinder. Mich interessiert lediglich, dass mein Arbeitsvertrag seitens des Arbeitgebers eingehalten wird und dieser sich an die vertraglich eingegangenen Verpflichtugen hält, genauso wie ich das tue. Wenn mein Arbeitgeber den eingegangenen vertrag abändern will, dann kann er das wie andere Arbeitgeber auch tun, nur muss er dann Änderungsverträge vorlegen. Ob ich dann bereit bin den geänderten vertrag zu unterschreiben, ist dann meine Sache. Was aber nicht geht, ist andauernd das Anforderungsprofil zu verändern, zusätzliche Aufgaben auf immer weniger Leute zu verteilen und erwarten, dass das hingenommen wird. Das Problem des Arbeitgebers ist nachvollziehbar, er hat nicht die Möglichkeit Outsourcing zu betreiben und z.B. die anchmittagsbetreuung aus Kostengründen nach Rumänien auszulagern. Ihm bleibt nichts Anderes übrig als Dienstleistungsverträge abzuschließen oder dei Aufgaben selbst zu erledigen. Nur da er nicht bereit ist, zusätzliches Personal einzustellen, diese zusätzlichen Aufgaben dem bestehenden Personal zusätzlich ins Pflichtenheft zu schreiben, hat er ja nicht das Recht Vertragsbruch zu betreiben. Das gilt natürlich auch für die Einhaltung des Arbeitsschutzes während einer Pandemie. Warum gelten für die Beschäftigten in den Schulen zukünftig die in allen anderen Bereichen angeordneten Maßnahmen nicht mehr? Oder warum gelten die Maßnahmen aufdem Schulweg und auf dem Schulgeländes nicht aber innerhalb des Klassenraumes? Die Antwort liegt auf der Hand, weil kein verantwortlicher weiß, wie er das handhaben soll. Weil man aber nicht weiß wie, macht man lieber gar nichts bzw. verhängt Alobimaßnahmen.

    • Impfen ist schädlich, aber die Krankheiten, die Impfungen notwendig machen, sind es natürlich nicht. Covid-19 ist nur Ansichtssache. Die Leute an den Beatmungsgeräten sollen sich mal nicht so haben. Und Experten, also Menschen, die sich wissenschaftlich und seriös mit Themen auseinandersetzen, ist natürlich nicht zu trauen, weil nur Inkompetenz zählt.

      Da sind wir dann wohl endgültig in Phantasien gelandet, Sabine Szidlovszky. Viel Spaß auf der nächsten Hygienedemo im Kreis der Durchgeknallten.

      PS: Rote Ampeln wurden von einer Mainstream-Meinungsdiktatur eingeführt, um die Menschen zu knechten. Freie Fahrt für freie Bürger! Sie wissen, was vor der nächsten Kreuzung zu tun ist…

      • Hinweis zur Meinungsdikatur:

        Noch bis in den Januar/Februar wurden alle warnenden Stimmen zur Corona-Pandemie vom Mainstream als Verschwörungstheorie abgetan. Im April wurden alle Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkung vom Mainstream als unverantwortlich ausgeschimpft. Aktuell werden die BLM-Demonstrationen vom Mainstream bejubelt.

        Kritische Stimmen zu diesen Schwankungen werden vom Mainstream auf das massivste kritisiert oder als rechtsextrem, x-phob usw. tituliert.

        • Wer oder was ist denn „der Mainstream“? Immer diejenigen, die anderer Meinung sind als Sie? Oder ist es die gesellschaftliche Mehrheit? Einmal behaupten Leute auf Rechtsaußen: „Wir sind das Volk“ (was dann im Wortsinn Mainstream wäre, wenn’s stimmen täte). Dann wieder ist „der Mainstream“ das Böse. Wie’s halt gerade passt.

          Gilt auch für Fakten. Wer hat denn „alle warnenden Stimmen vor Corona im Januar/Februar als Verschwörungstheorie abgetan“? Kein Mensch. Im Januar hat News4teachers bereits über Corona berichtet: https://www.news4teachers.de/2020/01/erster-corona-verdachtsfall-an-einer-schule-in-deutschland-schuelerin-in-potsdamer-krankenhaus-gymnasium-wird-nicht-geschlossen/

          Ist mir nicht bekannt, dass den Machern dieser Seite jemals vorgeworfen worden wäre, Verschwörungstheorien zu verbreiten. Sie halluzinieren.

          Aus einer falschen Behauptung zu schlussfolgern, dass diejenigen, die irrsinnige Thesen vertreten, richtig liegen müssen, ist dann wohl logisch in Ihrer absonderlichen Welt. Dann ist eines der freiesten Länder der Erde natürlich eine „Meinungsdiktatur“. Und der Mond ist aus Käse.

          • Der Mainstream ist das, was Sie in den großen Zeitungen und im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu lesen bzw. sehen bekommen sowie mindestens die Positionen von SPD, CDU (ohne CSU), Grüne und Linke. Das wissen Sie selbst aber ganz genau.

          • Mainstream, das halte ich dann mal fest, sind für Sie die Repräsentanten von rund 85 Prozent der Wähler in Deutschland (warum die CSU für Sie nicht dazugehört, die ja bekanntlich auch Frau Merkel stützt und mit den Grünen im Bund koalieren möchte, verstehe ich zwar nicht, aber egal). Würde ich grundsätzlich auch so sehen. Aber warum ist dieser Mainstream – in der Demokratie spricht man von „Mehrheit“ – denn für Sie so verabscheuungswürdig? Sind Sie denn Teil einer Subkultur, gar ein Punk?

            Oder gehören Sie einfach nur zu den AfD-Querulanten, die Begriffe verwenden, die sie gar nicht verstehen?

          • Eigentlich dachte ich, dass Sie auf dieses Niveau nicht wieder herabsinken würden, was ich sehr schade finde. Wie dem auch sei:

            Besonders die CSU möchte an der Macht bleiben, bevorzugt mit einer absoluten Mehrheit. Da das nicht geht, braucht sie einen Partner und ist da weitgehend frei in der Entscheidung, wobei sie sich da eher der CDU-Parteilinie (Regieren, notfalls mit den Grünen, weil die SPD nicht mehr kann und die FDP zu schwach ist) als dem echt konservativem Wähler beugt. Aber auch das wissen Sie ganz genau.

          • Was ist denn jetzt schon wieder „der echt konservative Wähler“? Gibt’s auch unechte konservative Wähler? Und gibt es für die echten ein Prüfsiegel?

          • Das wissen Sie auch ganz genau. Falls nicht dürfen Sie sich gerne über die Flügel innerhalb der CDU/CSU informieren. Als Stichworte gebe ich Ihnen „Werteunion“ im Kontrast zur „Christlich-demokratischer Arbeitnehmerschaft“.

          • Aha. Also Leute, die mit der AfD kokettieren, sind echte Konservative, Gegner der AfD sind falsche. Die CSU ist trotzdem irgendwie „echt“ – obwohl Söder angekündigt hat, die AfD „bis aufs Messer bekämpfen“ zu wollen.

            Soll ich Ihnen etwas sagen? Sie etikettieren die Politik nach Freund und Feind, wie es Ihnen gerade passt, und nutzen irgendwelche Kampfbegriffe von rechts, ohne jemals über Sinn oder Unsinn reflektiert zu haben.

            Man könnte auch feststellen: Es ist gequirlter Quatsch mit Soße, den Sie hier anrichten – bis hin zu Ihrem Versuch, die Corona-Krise politisch zu instrumentalisieren.

            Genau das ist es, was wir gerade von Rechtsaußen erleben: Verzweifelte Versuche, sich mit Verschwörungstheoretikern, Demokratiefeinden, Coronaleugnern, Rassisten, Reichsbürgern und alten DDR-Kadern zu verbrüdern, um überhaupt noch jemanden ansprechen zu können. Wird in einem Forum ein rechter Kampfbegriff wie „Meinungsdiktatur“ aufgerufen, ploppen Leute wie Sie auf wie der Kasper aus der Kiste, um mal wieder die ganze Leier (Mainstream, Lügenpresse, BLM-Demonstrationen, Merkel muss weg blablabla) abzuspulen. Gehalt dahinter: null.

          • Wie so oft überdrehen Sie leider nach wie vor alles nach links und rechts, bis wie es Ihnen recht wird, und scheuen auch nicht vor Kampfbegriffen zurückzuschrecken. Ich persönlich bin schon seit etlichen Jahren Mitleser und -schreiber, von „Aufploppen“ kann somit keine Rede sein.

            Die gesamte Corona-Geschichte wird von vorne bis hinten politisch instrumentalisiert — wie so ziemlich alles in der heutigen Zeit in diesem Land und vermutlich überall auf der Welt.

            Frage: Warum soll sich „Rechtsaußen“, selbst das Rechtsaußen, das Sie als solches bezeichnen, mit alten DDR-Kadern verbrüdern oder -schwestern? „Rechtsaußen“ ist doch gerade gegen den Marxismus und Kommunismus. Ich bin aber für entsprechende Belege von Ihnen offen.

          • Rechtsaußen ist vor allem eins: autoritär. Und da verstehen sich die alten Kameraden wunderbar (siehe auch: Verbindungen der AfD nach Russland).

          • Sie wollen doch nicht allen Ernstes als Beleg für die Behauptung „AfD sympathisiert mit der DDR“ die Verbindung zwischen AfD und dem heutigen Russland heranziehen? Da das vollkommen absurd ist– schließlich waren die Sympathiewerte für Putin in der AfD und der Linkspartei Ende 2017 gleich — gebe ich Ihnen eine zweite Chance. Ja, 2017 ist einige Jahre her, aber immerhin noch deutlich weniger lange her als der Zusammenbruch des Ostblocks.

            Quelle: https://rp-online.de/politik/deutschland/wladimir-putin-linke-und-rechte-putin-freunde-im-bundestag_aid-18894667

      • Sorry, zwecks dem Thema Impfung Schweinegrippe: Finden Sie alles seriös im Internet. Auch das Thema Gerichtsverfahren über Schmerzensgeld. Und ja, jeder wird selbst überlegen müssen, Covid oder Impfung. Aber den Skandal der Schweinegrippeimpfung finden Sie im Internet, denn es war den Experten schon vorher klar, dass die Impfung Nebenwirkungen hat. Aber wie ich bei Ihrem Kommentar lese, übernehmen Sie die niveaulosen, primitiven Worte der Mainstreammedien und Politiker ohne nachzuschauen. Die Welt ist heute voll von Verschwörungstheoretiker….

      • Hallo Bernd, freut mich, dass Sie wissen wer durchgeknallt ist und wer nicht….Wie kamen Sie zu dieser Weihe? Hinterfragen Sie manchmal die Mainstream Medien. Wie erklären Sie sich, dass es Woche für Woche weniger Patienten auf der Intensivstation gibt? Trotz steigender positiver Tests, aber die Politik hat Angst vor Corona befohlen. Und kritische Bürger sind nun Verschwörungstheoretiker und ja ich war 2 Mal in Stuttgart auf einem Infektions Hotspot, nein auf einem Hotspot ohne Infektion. Wie ist das denn nun bei der Demo vom 1.8. in Berlin, viel Geschrei um einen Hotspot ohne Infektion. Komisch, dass diese Demos so verunglimpft werden…

        • Sie können deshalb demonstrieren, weil andere für Sie die Corona-Pandemie in Deutschland kleingehalten haben. Und die werden dann von Ihnen beschimpft.

          Damit ist auch klar, aus welchem Kosmos Ihre alternativen Fakten stammen, die Sie hier verbreiten.

  30. Covid19 wird immer mehr zum Politikum und die Menschen lassen sich mal wieder gern durch unterschiedliche Angst- und Schreckensszenarien für die eine oder andere Seite einspannen.
    Unterschiedliche Meinungen sind gut, aber doch nicht ein Kampfgeschrei, das nur noch zum erbitterten Gegeneinander aufruft und jeden zivilisierten Interessensausgleich im Keim erstickt.

      • Schade, dass man Ihnen immer alles erklären muss, weil Sie missverstehen (wollen). Ein „zivilisierter Interessenausgleich“ berücksichtigt sowohl den Infektionsschutz als auch die Gefahren durch dessen Übertreibung. Man einigt sich sozusagen auf einen Mittelweg.

  31. Laut WHO werden wir mit der Pandemie leben müssen. Vielleicht 1 Jahr, vielleicht 2 Jahre, vielleicht auch 10 Jahre oder 20 Jahre….ein Jahr mit den derzeitigen Einschränkungen ist o.k. danach machen die Menschen nicht mehr mit. Ewig der erhobene Zeigefinger der Politiker funktioniert nicht. Vor allem sind wir soziale Wesen. Jeder, der hier schreibt, sollte die Perspektiven bedenken.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here