Schopper: Modellprojekt zur Grundschule ohne Noten startet bald

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Das Land Baden-Württemberg will einem Zeitungsbericht zufolge ab dem kommenden Schuljahr ein Modellprojekt zum Thema «Grundschulen ohne Noten» starten. Das kündigte Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) gegenüber der «Stuttgarter Zeitung» und den «Stuttgarter Nachrichten» an.

„Am Ende wollen wir vergleichen“: Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper. Foto: Kultusministerium Baden-Württemberg.

Demnach sollen an 39 Schulen die Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse keine Zensuren mehr bekommen. «Am Ende wollen wir vergleichen, wie es um die Unterrichtsqualität und die Leistungen der Schüler bestellt ist», wird die Ministerin in dem Bericht zitiert. Ein solcher Testlauf war bereits im Koalitionsvertrag von Grün-Schwarz vereinbart worden.

Schon vor fast zehn Jahren hatte es im Südwesten einen solchen Schulversuch gegeben: Im Schuljahr 2013/2014 hatten zehn Grundschulen am Projekt «Grundschulen ohne Noten» teilgenommen. Im Jahr 2017 dann hatte Schoppers Vorgängerin Susanne Eisenmann (CDU) das Aus für das Projekt verkündet. News4teachers / mit Material der dpa

Altersgemischt, ohne Tests, keine Noten: An der Jenaplan-Privatschule läuft vieles anders (aber nicht alles…)

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Georg
1 Monat zuvor

Ich bin mal gespannt auf die Fertigkeiten dieser Kinder nach der vierten Klasse im Vergleich zu allen anderen von den Regelschulen und allen anderen aus vergleichbaren demographischen Gruppen von den Regelschulen. Außerdem wird es spannend, wenn diese Kinder an den weiterführenden Schulen mit Noten konfrontiert werden.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

An den Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg sind die Noten schon abgeschafft (Sitzenbleiben auch), es gibt sie nur noch in den Abschlussklassen. Die Eltern dürfen allerdings eine „Übersetzung“ der Beurteilung in Noten verlangen. Ob die das machen? Gute Frage.
Vergleichstests wird man bestimmt nicht haben wollen, man will ja auch keine direkten Vergleiche von Halbtags- und Ganztagsschulen.

Kluhni
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Die Ergebnisse von VERA zeigen ja schon einiges auf!

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Ab nächstem Schuljahr vier Schuljahre lang. Wie lang geht Fr. Schoppers Amtszeit?

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Die Aussagekraft des Versuchs wird angesichts de sehr kurzen Zeit gegen Null gehen. Dazu kommt die ebenfalls angesichts sehr sehr kurzen Zeit sehr große Zusatzbelastung der Lehrer.

Sonnenschein30
1 Monat zuvor

Die Eltern sind selbst Schuld, wenn sie ihre Kinder als Versuchskaninchen in diesen Schulen anmelden. Denn nachher bleibt ihnen als weiterführende Schule eigentlich nur noch die Waldorfschule. An einer ’normalen‘ Schule kommen die Kinder später eher nicht zurecht.

kommentator24de
1 Monat zuvor
Antwortet  Sonnenschein30

Bei allem Verständnis, aber diese Aussage ist nicht haltbar. Das zeigen viele Länder, in denen es teilweise bis zur 9. Klasse keine Noten gibt. Deren Pisaergebnisse sind signifikant besser als die deutschen Ergebnisse und Pisa ist bekanntlich ein fast reinrassiger Wissenstest. Es wäre schön, wenn in diesem Zusammenhang ein bisschen Sachlichkeit gewahrt werden würde, auch wenn das nicht ganz ins Weltbild einiger Kollegen passt.
Wünschenswert wäre, wenn nicht einfach Noten weggelassen würden, jedoch der gleiche Unterricht gemacht würde. Das Potential bei nicht vorhandenem Notendruck ist nämlich erheblich größer.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  kommentator24de

Welche Pisaergebnisse meinen Sie genau? Schweden hatte die Noten bis Klasse 8 abgeschafft und ruderte dann zurück. Bei Pisa ist Schweden 2009 oder 2012 böse abgestürzt, liegt auch heute hinter Deutschland. Also welche Länder meinen Sie konkret?
Pisa versteht sich selbst nicht als „Wissenstest“, sondern als „Kompetenztest“. Externes Wissen, das nicht im Aufgabentext steht, das wird nur sehr sparsam gefordert. Beim Deutschtest geht es um das „sinnentnehmende Lesen“, aber alles, was man zur Beantwortung braucht, steht eben drin. Man soll es finden, das ist die Aufgabe. Und auch daran scheitern viele, keine Frage.

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Welche Länder liegen vor Deutschland und warum?

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

In Europa liegen bei der Mathematik nur ganz wenige Länder vor Deutschland, alles kleinere Länder, gemessen an der Bevölkerungszahl. Z.B. Estland mit nur 1,5 Mill. Einwohnern. WARUM das so ist, weiß niemand, es hat sehr viel mit der Bevölkerungsstruktur zu tun und gewissen Einstellungen zur Bildung. Eine homogene Bevölkerung wirkt offenbar positiv, sehr kleine Klassen wie in Finnland auch. Wie Finnland allerdings mit einem Migrantenanteil von 40 % bei den Kindern (wie mittlerweile in Deutschland üblich) abschneiden würde, steht vollkommen in den Sternen. Selbst Experten der empirischen Bildungswissenschaft (Baumert, Köller) sagen, dass PISA keinen Vorteil für ein Schulsystem ALS SOLCHES ergeben hat. Maßgeblich ist immer eine Kombination.
Kanada hat auch gut abgeschnitten, aber wohl auch deswegen, weil man ja nur gebildete Immigranten ins Land lässt, die z.B. bereits die Landessprache beherrschen und auch eine gewisse Ausbildung haben. Kein Wunder, dass deren Kinder dann gut abschneiden. Die deutschen Nicht-Migranten haben eine ähnliche Punktzahl erreicht wie die Kanadier. Also auch hier kein Vorteil für das Schulsystem als solches.

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Spitzenreiter sind asiatische Länder. Aber das dortige Verständnis von Schule und Schulalltag wird hier nicht umsetzbare sein. Deutschland liegt irgendwo im Mittelfeld. Das ist wenig schmeichelhaft für den gelobtenn Bildungsstandort.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Wollen Sie die Phrasen der GEW nachbeten? Bei PISA 2015 lag Deutschland bei der Mathematik unter den 35 OECD-Staaten auf Platz 11 beim Mittelwert, aber signifikant besser (um mehr als 5 Punkte) waren nur 6 Länder, nämlich Japan, Korea, Schweiz, Estland, Kanada, Niederlande. Das gepriesene Frankreich mit seiner einheitlichen Ganztagsschule war nicht dabei, Schweden auch nicht.
Um 16 Punkte lag Deutschland über dem OECD-Durchschnitt, die USA lagen um 20 Punkte unter dem OECD-Durchschnitt. Das ewige Meckern von Gesamtschul-Lobbyisten ist durch die PISA-Ergebnisse nicht gedeckt. Man versucht PISA nur in einer gewissen Rhetorik zu instrumentalisieren in der Hoffnung, dass keiner die wirklichen Ergebnisse kennt.
Und wer von den Schulreformern garantiert denn, dass die Abschaffung des gegliederten Schulsystems die PISA-Ergebnisse verbessern würde? Niemand. Wenn eine solche Reform schiefgeht, schlagen die sich in die Büsche und sind weg. Auch Herr Precht würde keine Garantie für seine Reformvorstellungen übernehmen.

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Mit der GEW kann ich nichts anfangen und auch nicht mit den Philologen, mit PISA 2015 noch viel weniger (schon 7 Jahre her, also alt).
In Frankreich gibt es reihenweise hochgebildete Menschen, trotz oder gerade wegen seiner einheitlichen Gesamtschule.
Ich bin sicher kein Gesamtschul-Lobbyist, aber die Zeit der Gymnasien vor 20 Jahren ist definitiv vorbei. Ich persönlich stehe für neue Modelle, hier: https://www.campushafencity.de.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Sie glauben doch nicht im Ernst, dieses Eigenlob im Link nach dem Motto „wir sind die Demokratie“ bedeutet irgendwas. Das sind billige Phrasen. Homepages von Schulen sind immer nur Reklame. Da werden nie „harte Fakten“ mitgeteilt, etwa das, was die SuS nun wirklich können.
PISA 2018 gab’s auch, das Ergebnis war nicht wesentlich anders. PISA 2021 fiel aus und wird nachgeholt, liegt aber bislang nicht vor. Hatten Sie nicht weiter oben ausdrücklich Bezug auf PISA genommen? Aber PISA 2015 sagt Ihnen gar nichts? Immerhin gab’s Änderungen gegenüber PISA 2000. Auch Finnland war plötzlich entzaubert. Und warum liegt Kanada vor Deutschland, wenn meine Interpretation falsch ist?
Die hochgebildeten Menschen in Frankreich sind vielleicht vorwiegend Absolventen der „Grandes Ecoles“, so wie Monsieur Macron? Genau das gibt’s in Deutschland nicht.

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Billige Phrasen? Wer sich selbst erhöht… Nehmen Sie’s hin, dass andere Lehrer – eben wie in dem Link darstellt – eine andere Ansicht vertreten.
Und ob es da in Frankreich da (vielleich) vorwiegend Absolventen der Grandes Ecoles sind- ja, Sie wissen es nicht mit Bestimmtheit.
Sie klammern in ihrer Einschätzung die asiatischen Länder als die eigentlich Spitzenreiter gänzlich aus! Warum eigentlich?
Ihr letzter Satz, ja doch, in Deutschland gibt es ähnliches. Hier gibt es bestimmte private Schulen mit Internaten. Es kostet oft einen mehrstelligen Jahrestag, aber dafür ist man unter sich. Das wissen Sie doch selbst!

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Erst berufen Sie sich auf PISA und dann auf die Homepage einer Schule. Was ist denn nun mit PISA? Nicht ich klammere die asiatischen Länder mit dem Schülerdrill aus, sondern Sie selbst haben diesen Drill oben als „hier nicht umsetzbar“ bezeichnet. Sowas passt in der Tat überhaupt nicht zum Kuschelkurs hierzulande.
Und Grandes Ecoles sind was prinzipiell anderes als vornehme Internate, das sind nämlich Hochschulen, die die gesamte Verwaltungselite Frankreichs hervorbringen, auch die meisten Präsidenten. Dafür gibt es (staatliche) Vorbereitungsklassen. Da ist dann aber nicht nur die Geldelite fürs Business, das ist eine Bildungselite. Müssten Sie eigentlich wissen. Mit der Ponyhof-Idylle Ihrer Schulhomepage hat die Situation in Frankreich nichts zu tun. Laut PISA ist übrigens in Frankreich der soziale Gradient und dessen Einfluss auf den Bildungserfolg noch größer als in Deutschland, trotz des einheitlichen Schulsystems. Die Gesamtschulenthusiasten verschweigen das immer schamhaft, Sie auch? Natürlich gibt’s in Frankreich hochgebildete Leute, wie in praktisch allen Ländern, aber was hat das nun mit dem Schulsystem zu tun?

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Ponyhof-Idylle? Da schimmert bei Ihnen ein bisschen Sozialneid durch. Gesamtschulenthusiasten? Da schliessen Sie sicherlich die Fans der Gymnasien ein, die von G8 auf G9 aufstockten? Bin mal gespannt, ob ich in nächste Frühjahr wieder lese, dass das Mathe-Abi so schwer war, so wie jedes Jahr…

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Auf der von Ihnen verlinkten Seite dieser Schule steht nichts als schöne Sprüche, lächelnde Lehrer und Schüler. Ein einziger Physiker darunter, der muss dann wohl auch Mathe unterrichten. Von Fächern ist sowieso kaum die Rede, nur von „Demokratie lernen“. Mit dieser Einstellung werden die Testergebnisse bestimmt nicht besser. Und mit der Wirklichkeit haben solche Web-Seiten nie was zu tun.

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Ich kann Ihnen gern versichern, dass es auch in Hamburg so etwas wie Bildungspläne gibt. Hier gibt es keinen Abschluss mit Handauflegen.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Überall gibt es BILDUNGSPLÄNE (sogar in Bremen), aber die Artikel hier zum Bildungsbericht 2022 zeigen eindeutig, dass leider nur die Hälfte der SuS die erfüllen. Bei irgendwelchen Vergleichstest helfen diese Pläne leider gar nicht.
Vielleicht wollen Sie jetzt mal Ihre obige Frage selbst beantworten: „Welche Länder liegen [bei PISA] vorn und warum?“ Ich bin gespannt. An der Demokratieerziehung liegt’s bestimmt nicht, sondern wären die Chinesen nicht so gut. An der Einheitsschule liegt’s auch nicht, sonst wäre die Schweiz nicht so gut mit ihrer 20-prozentigen Gymnasialquote und Schweden nicht so schwach. Was also bleibt?

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

China, Singapur, Korea und selbst Japan… Warum? Mehr Leitungsorientierung und weniger sog. Kompetenzorientierung. Übrigens, ich bin für mehr Leistungsorientierung. Und damit fühle ich mich nicht in der Mehrheit.
Selbst wenn man sich durch die Schulzeit, Schulform egal, mit Handauflegen durchmogeln könnte, an der Uni klappt’s nicht mehr. Irgendwo kommen ja die ganzen Studienabbrecher und Berufsstudenten her. Die von mir verlinkt Schule ist ein sehr junge Schule. Warum ihr nicht mal ne Chance geben?

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Und die von Ihnen verlinkte Schule realisiert die schulischen Vorstellungen aus China, Singapur, Korea, Japan oder versucht es wenigstens? Ich staune, denn auf der verlinkten Seite ist davon NICHTS zu merken. Ich sehe da nur Sprüche, die auch gut zur GEW passen: Demokratie, Fußball, Filmkurs, Spielen in der 5b, Sportfest. Jedes Kind muss zwei Wahlkurse nehmen, davon muss ein Kurs ein sportliches Angebot sein. Kurse gibt’s aus den Bereichen Sport, Film Kunst, Spiele und Musik. Von Deutsch und Mathematik ist nicht die Rede. Warum schreiben die das so? Da ist was nicht stimmig in Ihrer Argumentation.

Jedenfalls gibt’s in Korea und Japan auch (teils private) Elite-Universitäten, die ganz grob den Grandes Ecoles entsprechen. Wer es dahin geschafft hat, hat seine Karriere schon praktisch gesichert. Sollten wir sowas also auch haben? An mir soll es nicht scheitern, aber wenn ich sowas vorschlagen würde, dann würden verschiedene Leute hier gehässig über mich herfallen. Ist es nicht Mode geworden, schon das gewöhnliche Gymnasium abschaffen zu wollen, weil „zu elitär“?

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Das gewöhnliche Gymnasium ist keinesfalls elitär. Ihm fehlt die Schuelerschaft deren Eltern es sich leisten können, ihre Sprösslinge auf teure Privatschulen zu schicken. Dort ist man unter sich. Zudem katapultieren sich doch Gymnasien, die wieder von G8 auf G9 zurücksetzen, sich faktisch von selbst in den Status einer anderen Schulform. G9 auf Gymnasien ist nach meinem Verständnis nur auf Berufliche Gymnasien angebracht.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Und die von Ihnen verlinkte Schule realisiert sowas wie einen Hauch von fernöstlicher Leistungsorientierung? Warum wird davon auf dieser Webseite nicht geredet?

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Die Schule ist auch interessant, weil unter ihrem Dach G8 und G9 gemeinsam möglich sind, natürlich in getrennten Klassen. So etwas gibt es nicht allzu oft. Die Schule ist neu/ jung (Eröffnung im August 2021) und liegt fußläufig ca. 100m von der Uni Hafencity entfernt. Sie befindet in einem neu entstandenen Stadtteil, nicht unbedingt Brennpunktgegend. Die Schule wird wachsen, auch qualitativ.

ICH bin ein Anhänger von Leistungsorientierung. Mit dem Abi-Profil in Singen und Tanzen kann ich nichts anfangen. Aber Mathe ist den Abiturienten eh zu schwer.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Erst preisen Sie die fernöstlichen PISA-Sieger, und dann erzählen Sie Belanglosigkeiten über diese „neue“ Schule, aber eben nicht, dass diese Schule die fernöstlichen Schulleistungen auch nur anstrebt. Wollen Sie die Leser hier „verarschen“?

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Lassen Sie’s bleiben.
Sie nehmen nur von dem Kenntnis, was Ihnen gefällt. Bleiben Sie in Ihrer (G9-) Gymnasiensparte und trauern Sie der guten alten Zeit nach. Meine Prognose, diese Zeit kommt (für Sie leider) nie wieder. Ich wünsche Ihnen schöne Ferien.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Tom

Sie beantworten keine Frage und reden ständig von was anderem. G9 war nie das Problem bei der Leistungsorientierung. Das Gymnasium war von Anfang an auf 9 Jahre konzipiert (Sexta, Quinta, …). G8 war nicht zwingend, wenngleich möglich.

Tom
1 Monat zuvor
Antwortet  Carsten60

Vielleicht und Jahresbeitrag sollte es heißen.

Ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  kommentator24de

Dass PISA ein fast reinrassiger Wissenstest ist, wusste ich bisher noch nicht. Ich würde aber bezweifeln, dass PISA-Ergebnisse fast ausschließlich die Erfolge des Schulsystems wiederspiegeln und kulturelle, strukturelle und andere Faktoren kaum eine Rolle spielen.
Ich glaube aber trotzdem, dass eine Grundschule ohne Noten schon funktionieren kann. Aber mit „einfach Noten weglassen“ wird es da vermutlich nicht getan sein. Da sind bestimmt sehr deutliche Änderungen des Schul-und Unterrichtsbetriebs nötig. Ist aber nur meine bescheidene Meinung als Laie. Die Pädagogen hier können das sicher besser beurteilen.

laromir
1 Monat zuvor
Antwortet  Sonnenschein30

Hier gibt es für die GS Schulbezirke und man kann sich die Schule nicht aussuchen, Gestattungsanträge werden meist abgelehnt. Alternativ gibt es dann nur die Privatschule, dort muss man dann erstmal genommen werden.

Hirschlgruber
1 Monat zuvor

Habe mitbekommen, dass an einer der alten Modellschulen auch nur mit Wasser gekocht wurde. Auf gut schwäbisch: „Die Schialer sent an derer Schul genauso bled wie an de andre omliegada Schula.“

Asiatischen Delegationen wurde das Modell dort präsentiert, alles als super deklariert, nur in Wahrheit waren es wochenlang vorbereitete Schaustunden…

Statt Noten gibt es dann halt Gespräche und Verbalinformationen, die von den Eltern weniger klar verstanden werden als allgemein bekannte Noten. Ist dann vorbereitungstechnisch umständlicher und langwieriger, aber diese Zeit sparen sich die Kollegen dann an der Vorbereitung, denn hexen können Lehrkräfte noch nicht.
Die Fluktuation an dieser Schule war recht groß, was ich nur verstehen kann. Worin liegt der Unterschied, ob ich unter eine Arbeit eine „2“ schreibe oder „Das hast du gut gemacht.“?

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Hirschlgruber

Bei verbalen Bewertungen kann man sehr viel positiver formulieren. Die Aussage „Du kannst gut im Zahlenraum bis 20 rechnen“ ist in Klasse 1 tatsächlich gut, in Klasse 4 miserabel.

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

Umgekehrt wäre an der weiterführenden Schule eine Note 5 in Englisch aber auch: „Du beherrscht den Grundwortschatz nicht ansatzweise und bist kaum in der Lage, die Zeiten korrekt anzuwenden, geschweige denn sinnvolle Texte zu schreiben“ gleich mehrere Backpfeifen als einfach nur „5“.
Für die Grundschulen könnte ich mir das noch vorstellen, aber nur mit einer Übergangsphase z.B. in der 4. Klasse (Worturteil + Note). Danach definitiv nicht mehr.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Katinka

Nein, weil Textzeugnisse positiv formuliert werden müssen. Da ist dann relevanter, was nicht drin steht zusammen mit der Steigerungsform, die gewählt wurde.

Fr.M.
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

So ist es!! Lehrer sollen möglichst positiv formulieren. Auch dieser Aspekt spielt eine Rolle bei der Vermeidung von Noten. Die Kinder sollen ja nicht durch unerwünschte Noten entmutigt werden.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Fr.M.

Wer glaubt, dass Formulierungen in Beurteilungen allein der Beschönigung dienen, hat den Sinn von Berichtszeugnissen leider so gar nicht verstanden.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Dann erklären Sie ihn uns bitte. Aber bitte so, dass auch die vielen Elterngespräche mit dem Thema „übersetzen sie bitte den Text in Noten“ sinnvoll werden.

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

In unseren Texten ist das Wort „nicht“ per se unerwünscht. Da steht dann eben „rechnet sicher bis 20“. Für Klasse 1 prima, in Klasse 2 schon eher bedenklich. Nur wissen das leider viele Eltern nicht.

Georg
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Der letzte Satz Ihres Kommentars bringt es auf den Punkt.

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Georg

beherrschst (sollte das sein)

R.Wadel
1 Monat zuvor

39 Schulen werden in ein Experiment geschickt. Und wenn es schiefgeht, was ist mit den Schülerinnen? Wer trägt dann die Verantwortung? Oder kann es prinzipiell gar nicht schiefgehen, weil nicht sein kann, was nicht sein darf?

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor
Antwortet  R.Wadel

Naja, ich kenne einen Fall, da werden bei solchen „Noten-freien Experimenten“ unsichtbar Noten ganz normal weiterhin gegeben, die man dann bei Problemen (auch rechtlichen Anfechtungen) hervorzaubern kann. Ich würde nicht darauf wetten wollen, dass es dieses Mal anders sein sollte.

Dil Uhlenspiegel
1 Monat zuvor

Und indem man dann nicht mehr „2“ sondern „gut gemacht“ schreibt, wandelt sich das Bildungsystem ohne weitere grundlegenden Änderung zum Besseren, verstehe ich richtig? Also muss man sonst keine weiteren Änderungen oder sagen wir gar Verbesserungen im zugrundliegenden Rahmen des Schulalltages vornehmen und dennoch hat man ein total fortschrittliches Projekt laufen, über Jahre, mit diversen wissenschaftlichen Auswertungen, medialer Begleitung und offensichtlich völlig neuer Profilierung? Jetzt verstehe ich schon besser.

Tom
1 Monat zuvor

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Bewertungen gänzlich verschwinden. Die Klassenarbeiten und Vokabeltests dürften dennoch geschrieben werden. Man vergleicht die Soll- mit der Ist-Punktzahl und dann hat man die Dezimalnote.

Neeneenee
1 Monat zuvor

In meiner nun schon einige Sommer zurückliegenden Ausbildung zur Lehrerin habe ich gelernt, dass die Bewertung „reliabel [und] valide“ sein müsse.

Unter diesem Gesichtspunkt freue ich mich schon sehr auf die Zusendung der standardisierten Bewertungsbögen mit den vom KM entwickelten Wortbausteinen in mindestens zehn verschiedene Sprachen übersetzt.

Da haben unsere Dienststellenleiter auf Landes- und Bundesebene bestimmt schon im Vorfeld drüber nachgedacht…

MB aus NRW
1 Monat zuvor
Antwortet  Neeneenee

…exakt diese Bausteine gibt es schon von einigen Schulen für die Bewertung der Referendare…man darf als Lehrer gar kein Gutachten mehr frei schreiben, sondern muss die standardisierten Wortbausteine aneinanderreihen. Was das bringt, darf jeder selbst für sich entscheiden…

Last edited 1 Monat zuvor by MB aus NRW
Fakten sind Hate
1 Monat zuvor
Antwortet  MB aus NRW

Ich finde das klasse, da es mir arbeit spart. Bisher hat es noch keine meiner Schulleitungen interessiert, was in die Gutachten geschrieben worden ist. Zumal kaum ein Lehrer die feinen Unterschiede in der Formulierung eines Arbeitszeugnisses (Gutachten) kennt. So also habe ich mir einen Gutachtengenerator aus den typischen Satzbausteinen gebaut. Dieser spart mir in den nächsten Jahren wohl die eine oder andere sinnfreie Arbeitsstunde.

Carsten60
1 Monat zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

… erinnert an die Phrasen-Dreschmaschine.

laromir
1 Monat zuvor

Wenn die Eltern denn da mal mitmachen…aus Erfahrung kann ich sagen, man soll gefälligst alles benoten, weil das Kind sich ja Mühe gegeben hat (oder die Eltern beim Basteln zu Hause). Und wenn es sich schon hingesetzt hat, dann soll am Ende auch ne Zahl drunter stehen. Denn Note und Zahl sind alles. Eigenes Fortkommen, Kreativität, Spaß mehr zu wissen als vorher, eigene Lernergebnisse anschauen ist nicht gefragt. Eltern machen viel an Zahlen fest. Dann 30 Eltern noch den Subtext der Verbalbeurteilung erklären zu müssen… kein Bedarf. Oder sie verstehen es einfach so positiv wie sie es verstehen wollen und erkennen nicht die Probleme. Ähnliches Problem wie in Elterngespächen, wenn man vorsichtig umschreiben soll, das Kevin-Jason-Frederik oft sehr verhaltensoriginell ist und Schantalle-Schackeline ehrliches Interesse nur für ihre Fingernägel zeigt.