Lehrermangel! Allein in NRW sind schon 4.400 Stellen an Schulen unbesetzt

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DÜSSELDORF. Der Kampf gegen Lehrermangel stellt sich als Sisyphusarbeit heraus. Das Beispiel Nordrhein-Westfalen zeigt: Immer mehr Geld und Stellen werden in die Schulen gepumpt, den riesigen Nachholbedarf kann das jedoch noch lange nicht decken. Auf die neue Schulministerin Dorothee Feller (CDU) wartet viel Arbeit.

Ist seit drei Wochen Schulministerin: Dorothee Feller (CDU), ehemalige Regierungspräsidentin von Münster. Foto: Bezirksregierung Münster

Trotz gewachsener Ausgaben für die Schulen und zusätzlicher Lehrerjobs ist die Lücke zwischen bereitstehenden Lehrerstellen und der tatsächlichen Besetzung größer geworden. Waren in Nordrhein-Westfalen zu Beginn der abgelaufenen Legislaturperiode 2017 noch 1,9 Prozent der Stellen unbesetzt, sind es jetzt 2,7 Prozent. Das geht aus Zahlen hervor, die das nordrhein-westfälische Schulministerium auf Anfrage zur Verfügung gestellt hat.

Demnach ist die Zahl der Lehrerstellen zwar seit Oktober 2017 um 7.829 auf rund 160.120 gewachsen. Allerdings waren davon am 1. Juni dieses Jahres rund 4.369 nicht besetzt. Vor fünf Jahren waren dagegen 2.945 von 152.291 Stellen unbesetzt.

Die neue Schulministerin Dorothee Feller (CDU) kündigte Abhilfe an: «Diese Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Lehrerversorgung der Schulen in unserem Land nachhaltig zu verbessern», versicherte sie in Düsseldorf. Das sei eine Daueraufgabe, die nun aktiv angegangen werde. «Wir werden zusätzlich 10.000 Lehrkräfte an unsere Schulen bringen und die Eingangsbesoldung für alle Lehrer auf A 13 anheben.» Das hatten CDU und Grüne in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart. In einem Interview mit der «Rheinischen Post» vergangene Woche hatte sie mit Blick auf A13 erklärt: «Die Umsetzung erfolgt stufenweise.»

«Wir werden prüfen, inwieweit wir weitere pädagogische Fachkräfte an unsere Schulen bringen können»

«Das wird vor allem an den Grundschulen helfen, den Lehrerberuf attraktiver zu machen und ist ein eindeutiges Zeichen der Wertschätzung», betonte die Ministerin nun. Langfristig seien auch mehr Studienplätze hilfreich. «Wir brauchen aber auch Maßnahmen, die kurz- und mittelfristig wirken. Deshalb werden wir jetzt zum Beispiel prüfen, inwieweit wir weitere pädagogische Fachkräfte an unsere Schulen bringen können.» Diese Vorhaben würden «jetzt mit Hochdruck angegangen», versicherte die CDU-Politikerin.

Der Lehrerverband Bildung und Erziehung lobte die Ankündigungen, betonte aber, jetzt komme es – etwa bei der Lehrereingangsbesoldung – auf zügige Umsetzung an. «Andere Bundesländer sind bereits weiter», unterstrich der Landesvorsitzende Stefan Behlau.

Die SPD-Opposition kritisierte, bislang bleibe die schwarz-grüne Koalition «viel zu vage». Es sei wichtig, die Zahl der Lehramtsstudienplätze, angepasst an den Bedarf der unterschiedlichen Schulformen, auszuweiten, unterstrich der Vizevorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott. Massive Defizite gebe es auch bei Sonder- und Sozialpädagogik. Die Zahl der unbesetzten Stellen zeige, dass die CDU-geführte Landesregierung ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden sei. Allerdings war der Schuletat in den vergangenen Jahren stetig gesteigert worden. Mit aktuell rund 21 Milliarden Euro ist er der größte Einzelposten im Landeshaushalt 2022.

Mit Sonderprogrammen – etwa für Seiteneinsteiger, Pensionäre und Laufbahnwechsler – habe die Landesregierung rund 5.900 zusätzliche Einstellungen oder Weiterbeschäftigungen im Schuldienst ermöglicht, bilanzierte das Ministerium die abgelaufene Legislaturperiode. Demnach konnten allein schon 1.047 Seiteneinsteiger für die Grundschulen gewonnen werden.

 

Die Zahl der Pensionäre, die sich bereiterklärt hätten, wieder als tarifbeschäftigte Lehrkräfte im Schuldienst zu arbeiten, habe sich seit 2016 von damals 415 Lehrkräften auf 942 Lehrkräfte im Jahr 2021 mehr als verdoppelt. Auch die Möglichkeit, den Eintritt in den Ruhestand hinauszuschieben, sei im vergangenen Jahr von 87 Lehrkräften genutzt worden.

Zusätzlich hätten schon 750 eigentlich für die Sekundarstufe II ausgebildete Lehrkräfte das Angebot einer Dauerbeschäftigung an einer Grundschule angenommen – verbunden mit der Garantie, nach zwei oder vier Jahren, entsprechend der Lehramtsbefähigung, auf eine Stelle für die Sekundarstelle II versetzt zu werden. Auch die 2018 eingeführte Möglichkeit, für die Sekundarstufe II ausgebildete Lehrkräfte zunächst in der Sekundarstufe I einzusetzen – mit Laufbahnwechselangebot nach vier Jahren – habe bereits zu 457 Einstellungen in einem Dauerbeschäftigungsverhältnis geführt.

In der Primarstufe und der Sekundarstufe an Haupt-, Real- und Gesamtschulen hat es in den vergangenen Jahren besonders großen Fachkräftemangel gegeben, für die Gymnasien dagegen – mit Ausnahme von Mangelfächern wie Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik, Technik, Kunst und Musik – ein Überangebot.

Lehramtsanwärter dürfen freiwillig zusätzliche Unterrichtsstunden an ihrer Ausbildungsschule erteilen

Da aber infolge der Umstellung vom acht- auf den neunjährigen Bildungsgang ein erheblicher Mehrbedarf an den Gymnasien zum Schuljahresbeginn 2026/27 prognostiziert worden ist, wurden den Bezirksregierungen im Vorgriff bereits 1450 zusätzliche Stellen zugewiesen. Sie dürfen bis dahin noch anderen Schulformen zugute kommen. Das sei bei den meisten der bislang 1380 eingestellten Lehrkräfte aus diesem Vorgriffsverfahren bereits geschehen, bilanzierte das Ministerium.

Seit rund zwei Jahren gibt es zudem die Möglichkeit, Lehrkräfte mit Sonderzulagen in Höhe von 350 Euro an besonders schwierige, schon lange vergeblich nach Personal suchende Standorte zu locken. Diese Option sei schon 148 Mal erfolgreich gezogen worden. Die Brutto-Monatszuschläge dürfen zweieinhalb Jahre gezahlt werden.

Auch bei Lehramtsanwärtern wurden Potenziale gehoben: Sie dürfen seit dem Schuljahr 2020/21 freiwillig zusätzliche Unterrichtsstunden an ihrer Ausbildungsschule erteilen. Die Mehrarbeit wird vergütet. Bis zum Mai dieses Jahres hätten landesweit 1225 Referendare das genutzt, berichtete das Ministerium. Weitere Einstellungen seien durch die Neuausrichtung der Inklusion und zusätzliche Stellen für sachgrundlose Befristungen ermöglicht worden. News4teachers / mit Material der dpa

Lehrermangel: Berliner Grundschule will die Unterrichtsstunden kürzen (und beginnt dann morgens später)

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Marc
4 Monate zuvor

Wichtig ist jetzt dass A13 schnell kommt. Das wäre ein super Zeichen auch an Sek2 Kräfte, dass sich das Bleiben an der Grundschule lohnt. Bisher mussten Sek2 Abordnungen ja mit A12 drauf zahlen wenn sie an der Grundschule dauerhaft bleiben wollten. Das schreckte auch bei uns alle ab, obwohl ihnen es an der Schule sehr gefallen hat.

Wichtig ist dass die Umsetzung jetzt schnell kommt. Der A13 Effekt braucht Zeit. Und wenn man es 5 Jahre streckt, braucht der Effekt noch viel mehr Zeit

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Naja, Marc und Alex, das wissen wir doch, alle Probleme werden laut eurer Behauptung durch A13 beseitigt. Danach, wenn man sieht, die Probleme bleiben, weil A13 und Verbeamtung gar nicht die Ursachen sind, dann wird man hier von euch wohl nichts mehr dazu lesen. Hauptsache, ihr verdient noch mehr als bisher.

Max Mustermann
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

A13 und Verbeamtung ist EINE Ursache. Niemand hat behauptet, dass es DIE Ursache ist.
In Deutschland geht so vieles schief, dass man gar nicht mehr weiß, wo man anfangen soll, aber da ist A13 und Verbeamtung schon die richtige Stelle.

Natürlich wird A13 und Verbeamtung nicht alle Probleme lösen (und das hat auch niemand behauptet), aber ohne A13 und Verbeamtung würde/wird alles noch viel schlimmer aussehen.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Sagt jemand mit A13?
Ich denke, da liegst du falsch. Bessere Bezahlung ist seit jeher eine Möglichkeit der Attraktivitätssteigerung

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Ja ich habs verstanden. Wir sind so böse, weil wir mit einem Masterstudium auch bitte genauso wie alle anderen Lehrer mit A13 bezahlt werden wollen. Unser Egoismus kennt keine Grenzen.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Was sollen denn die Ursachen sein?

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Sind Sie hier nicht seit vielen Jahren aktiv? Sie fragen doch nur, um die Antworten dann zurückzuweisen.

Hier habe ich einen guten Artikel für Sie und einen Auszug:
Wie haben die Länder auf die Entwicklung reagiert?
Kaum ein Bundesland habe rechtzeitig gegengesteuert, sagt Bildungsforscher Klemm. Einzig Bayern habe die Ausbildungskapazitäten für Lehrer zügig hochgefahren und begonnen, jährliche Bedarfsprognosen zu erstellen. Teilweise erst einige Jahre später hätten auch die anderen Bundesländer reagiert und beispielsweise das Kontingent an Studienplätzen für angehende Grundschullehrkräfte erweitert.“
Lehrer-Mangel in Deutschland: Warum so viele Pädagogen fehlen – und wo – DER SPIEGEL

Mehrere der dort genannten Gründe liest man hier kaum. Verbeamtung wird NICHT als Grund genannt. Auch bessere Bezahlung (A13) nicht, es wird nur als „Lockmittel“ aufgeführt. Das können ja auch nicht die Gründe sein, denn es gab im Osten gut 20 Jahre lang keinen Lehrermangel trotz Nicht-Verbeamtung und trotz Nicht-A13!

Andere, wirkliche Gründe werden dort genannt. Lesen Sie mal!

Last edited 4 Monate zuvor by fabianBLN
Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Habe ich gelesen, ein Artikel, der 3 Jahre alt ist, auch vorher hatte Klemm und hatten Verbände gemahnt, doch auch seit 2019 ist kaum Abhilfe geschehen, dafür sind die Zustände an den Schulen noch schlimmer. NRW und SH und das Saarland haben die Umstellung auf G9 noch vor sich, das wird die Lage weiter verschärfen.

Die KMK gibt keine Zahlen raus und niemand ist in der Lage, aktuelle Zahlen zusammenzutragen, die die Versorgung der Schulen mit Lehrkräften darstellen, einschließlich des Ersatzes durch anderes Personal. Klemm versucht, Zaheln zusammenzutragen, mahnt seit Jahren immer wieder, aber die Länder wollen offenbarende Lösungen finden. Auch wird nicht erhoben, wie viele Stunden vertreten werden, man könnte da am Ende zumindest die vergüteten Stunden aufführen, schließlich bezahlen die Länder auch dafür.

Dass die Zahlen der Schüler:innen steigen, mag überraschen, aber man hat vor gut 10 Jahren das Elterngeld eingeführt, damit sie steigen, also die Geburtenzahlen. Natürlich benötigen diese Kinder dann auch Plätze in den Bildungseinrichtungen. KiTa-Kinder bleiben dann zu Hause, im schlimmsten Fall auch im Jahr vor der Einschulung.

Gymnasiallehrkräfte gibt es ausgebildet und ohne feste Stelle. Klemm weist darauf hin, dass man in einigen Ländern nachqualifiziert. In anderen Ländern werden sie ohne zusätzliche Qualifizierung an GS abgeordnet. Dann verdienen sie – bei Stellenannahme an der GS A12, bei Abordnung weiter A13 mit Angleichung des Deputates. Warum sollten Gymnasiallehrkräfte das annehmen? Warum erhalten GS+SekI-Lehrkräfte A12?

Es ist sicher nicht nur der Gehaltsunterschied, es gibt vieles andere, das an Schulen als Arbeitsplatz verbessert sein sollte, damit die aufgetragenen Aufgaben bewältigt werden können und genügend Menschen den Beruf attraktiv finden, um diese wichtige Aufgabe zu übernehmen, ohne selbst ständig draufzuzahlen und sich ausbeuten zu lassen.

Die Länder zeigen täglich mit ihrem Sparkonzept, was ihnen Bildung wert ist. Sie zeigen, dass Bildung für jüngere Kinder geringer bezahlt wird, trotz aufwändiger, für die GS inzwischen gleichlanger Ausbildung, trotz Master+2. Examen.
Statt professionelle Kräfte zu suchen, überbieten sie sich beim Sparen auch beim Ersetzen des Personals. Wer braucht ausgebildete Lehrkräfte, wenn man auch 450€-Kräfte vor die Klassen stellen kann? Warum sollen junge Menschen dieses Studium ergreifen, wenn ihre Einstellung dem Land in 7 Jahren zu teuer sein könnte und man auch ohne Abschluss als Lehrkraft arbeiten kann?
Man spricht über Homeoffice, 4 Tage Woche, 35 Std., das wird es absehbar für Lehrkräfte nicht geben (können), weil die Länder sich gute Bildung nicht leisten wollen.

Max Mustermann
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Das können ja auch nicht die Gründe sein, denn es gab im Osten gut 20 Jahre lang keinen Lehrermangel trotz Nicht-Verbeamtung und trotz Nicht-A13!“

Ganz offensichtlich haben Sie überhaupt keine Ahnung von den Zuständen im Osten.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Ich habe gänzlich andere Rückmeldungen erfahren. Ich stamme aus diesen Pool an Lehrern, denen eine Abordnung schmackhaft gemacht wurde. Ich konnte es dank meiner Fächer zum Glück ablehnen. Ich kenne fast niemanden, der nach der verpflichtenden Abordnung an der Grundschule bleiben möchte. Da ändert auch A13 nichts dran. Sicherlich gibt es Einzelfälle, die sich doch für diese Schulform begeistern können, in der Regel studiert man für eine Schulform aber ganz bewusst. Wenn man also mehr Grundschullehrkräfte anwerben möchte, muss das bereits vor dem Studium geschehen und nicht durch künstliche Verknappung an anderen Schulformen. Das ist ein unfassbares Vorgehen, Lehrkräfte zu erpressen an eine andere Schulform zu wechseln, weil man an anderen Schulformen trotz Personalmangel keine Stellen mehr ausschreibt.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Kein Wunder, dass Sie selbst von der Grundschule wieder zurück sind in den Sek2-Bereich. Man konnte ihnen es also nicht schmackhaft machen?

Und sie diskutieren hier ernsthaft noch über die Auswirkungen einer Besoldung nach A13?
Sie sind doch selber der Kohle gefolgt, nachweislich!

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Unsinn, Marc. Gerade das geht aus den Ausführungen des Kommentators nicht hervor. Er/Sie hat sein Lehramt nicht wegen der Besoldung gewählt.

Prüfen Sie sich selbst. Haben Sie Ihr Lehramt wegen der Besoldung gewählt? Doch wohl nicht, denn Sie sind ja mit der Besoldung unzufrieden. Nachweislich übrigens!

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Wie er mich mit Marc anspricht. Kannst du nicht wahrhaben, dass viele Lehrer hier mit A12
Seit Jahren für das gleiche Ziel kämpfen? Ich habe es in dem rechtlichen Wissen gewählt, dass aufgrund der Anpassung des Studiums 2009 ja irgendwann die Angleichung kommen sollte. Die ersten Stimmen aus der Politik gab es diesbezüglich schon zur Einführung von LAGB2009…

Stiefmütterchen
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Sie haben also nur Ihren Beruf gewählt in dem Wissen oder Glauben, was man da verdient?

Auf welches „rechtliche Wissen von 2009“ berufen Sie sich da?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

1. grösstenteils ja. Sicher ist Geld in meinem Beruf das wichtigste, ein Zeichen von Professionalität, wo sich einige Kollegen dran orientieren sollten (es gibt sogar Kollegen, die ihre Mehrarbeitsstunden nicht kennen und nicht abrechnen lassen, dies ist einfach nur dümmlich)

2. Dass durch die Angleichung des Studiums gleiche Besoldung auch rechtlich geboten ist.

Hier kann man nachlesen, dass ziemlich genau nach Einführung schon die Forderung nach rechtmäßigem Lohn kam:
https://www.vbe-nrw.de/?menu_id=318

Unverzagte
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Seit wann sind Sie im Schuldienst?
Überrascht mich sehr, dass Sie dort überleben können, wenn Ihr stärkstes Motiv die Kohlen sind.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Unverzagte

2014 Ref, 2016 Vollzeit. Und schon um 25.000 Euro betrogen!

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wie kommen sie dazu jemandem Geldgeilheit zu unterstellen, der amtsangemessen bezahlt werden will? Das kann ich wirklich nicht verstehen. Er redet nicht von A15 oder A16 oder Sonderzulagen. Er will einfach nur das, was er für seinen Master eigentlich bekommen müssre

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Unverzagte

Aus welchem anderen Grund sollte man sich denn für einen Beruf entscheiden? Das Entgelt ist die Anerkennung für die geopferte Lebenszeit.

Da Mülltonnen leeren schlechter bezahlt wird als SuS zu unterrichten, habe ich mich im Zuge beruflicher Umorientierung für Lehramt SekI entschieden, obwohl die Anerkennung meines Diplom-Degrees (TU) für SekI+II ergangen war. Mit meinen Fakulten und weiteren Kriterien bin ich in der SekI konkurrenzlos gewesen.

Taube in der Hand vs. Taube auf dem Dach – Sie verstehen?

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Auf die Versprechen der Politiker, die extra die Ausbildung verlängert haben, um A13 zahlen zu können.
Das Beamtenrecht regelt klar die Zugänge zu den Laufbahngruppen. Masterstudium ist dabei zweites Einstiegsamt, zweite Laufbahngruppe hD, sprich A13. Die Lehrkräfte sind aktuell die einzige Berufsgruppe im öD wo mna trotz Masterabschluss nicht entsprechend im höhern Dienst besoldet wird.
Zwar hat das Verwaltungsgericht in einem ersten Klageverfahren der Regierung Spielraum in der Besoldung eingeräumt, allerdings ist das Urteil mehr als streitbar, dass die Lehrkräfte die einzige Berufsgruppe bleiben soll, für die die Eingruppierung nach Beamtenrecht nicht gelten soll

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wäre ich der „Kohle“ gefolgt, wäre ich nie Lehrer geworden. Zudem steht nirgends, dass ich an einer Grundschule gearbeitet habe. Das stand für mich immer außer Frage. Nicht meine Profession. Ich achte, wie ich hier bereits mehrfach auf der Plattform deutlich gemacht habe, Lehrer aller Schulformen und wünsche mir A13 für alle. Ich halte den Lehrermangel aufgrund schlechterer Bezahlung jedoch für einen schlechten Vorwand. Die Probleme liegen woanders, wie bereits auch erläutert.

Ich bin an das Berufskolleg gewechselt trotz fester Stelle am Gymnasium. Bevor ich die feste Stelle am Gymnasium gefunden habe, wurden nach meinem Referendariat quasi nur Abordnungen angeboten. Mit meiner Fächerkombination Mathematik und Informatik waren es zu dem Zeitpunkt nach meinem Referendariat im Umkreis von 100 km diverse Grundschulen und eine Handvoll Förderschulen. Das muss man sich mal vorstellen. In einem Zeitraum von 1,5 Jahren wurden exakt 7 Informatiklehrer im Referendariat ausgebildet in ganz NRW. Es fehlen an fast jeder Schule Informatiklehrer und dann gibt es genau 0 Planstellen. Was wurde aus diesen Leuten? 2 arbeiten in der Wirtschaft, 2 an Grundschulen über eine Abordnung, 2 an Gesamtschulen im Brennpunkt und meine Wenigkeit am Berufskolleg. Von meinen Kollegen ist keiner so richtig zufrieden. Auch so kann man eben den Karren an die Wand fahren. A13 bringt erstmal keine zusätzliche Stelle. Sicherlich gibt es vereinzelt Lehrkräfte, die sich dann doch für die Grundschule begeistern können. Aktuell versucht die Landesregierung jedoch in Form von Erpressung Lehrkräfte an andere Schulformen zu bringen. Das hilft niemanden. Weder den betroffenen Lehrkräften noch den Schulen. Der Ansatz muss also viel früher sein Lehrkräfte gezielt für die unterschiedlichsten Schulformen auszubilden und diesen dann auch eine Planstelle anzubieten. Mit anderen Fächerkombinationen als der obigen sieht es ja noch viel düsterer aus.

Alex
4 Monate zuvor

Das wichtigste Signal langfristig wird mit A13 ja bald kommen. Allein als Zeichen der Wertschätzung elementar, ist es auch rechtlich geboten und hilft bei der Stellenbesetzung, wie man zB in Thüringen sieht.
Hach, wieviele Bekannte, die ich kenne, hangeln sich wegen A13 am Gym von einer Vertretungsstelle zur nächsten…Sie würden sofort zu meiner Sek1-Schule. Sie sagen: „Für A12 habe ich doch nicht das Sek2-Ref gemacht…“
Die Ausgestaltung wird nun interessant. Wenn es wirklich um Wertschätzung geht, dann kriegt man den Stufenplan auch in unter 4 Jahren hin. Rechtlich gesehen müssten alle Neueinsteiger eigtl. sofort mit A13 beginnen.

Aber egal wie – es scheint endlich in Erfüllung zu gehen.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Und bitte A13Z höherer Dienst.

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Siehe Antwort an Marc. Es geht euch nur ums Geld. Woher es kommt, interessiert dagegen nicht. Dass es dann anderswo eingespart werden muss oder einfach fehlt, auch nicht.

Neugierig
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

@fabianBLN: Bist du verbeamtet und verdienst A13 oder mehr? 😀

Max Mustermann
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Ja, ganz genau darum geht es mir als Lehrer und ich schäme mich auch nicht Ihnen zu sagen, dass ich für meine Arbeit bezahlt werden will, genau wie jeder Arzt, jeder Bauarbeiter, jeder Ingenieur, jeder Polizist, jeder andere auch…

Und ja, mir ist es auch egal, dass es dann anderswo eingespart werden muss. Dieses Argument zieht schon längst nicht mehr, wenn man z.B. 100.000.000.000 € in die Bundeswehr, 10.000.000.000 € nach Indien (obwohl die ein eigenes Weltraumprogramm und Flugzeugträger haben) stecken, Kriegswaffen in Kriegsgebiete schicken will und gleichzeitig bereit ist kein billiges russisches Gas direkt abzunehmen, aber dafür das russische Gas aus Indien mit gravierenden Preisaufschlägen importiert (und trotzdem vertraglich verpflichtet ist das russische Gas weiter zu bezahlen)…und das sind bei Weitem ja nicht einmal alle Beispiele.

Wenn Ihnen das alles nicht passt, dann wählen Sie anderes, um zu verhindern, dass das Geld an anderer Stelle mit vollen Badewannen ausgeschüttet wird! Ich jedenfalls werde nicht auf Kohle (gemeint sind die Moneten) verzichten, nur damit die Politiker weiter schön Krieg spielen können.

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Max Mustermann

Hat denn aber irgendwer gesagt, dass Lehrer für ihre Arbeit nicht bezahlt werden sollen? Wer, wann, wo?

Hat irgendwer gesagt, dass Lehrer künftig weniger verdienen sollen? Wer, wann, wo?

Sie allerdings wollen anscheinend sagen, dass Lehrer zu wenig verdienen. Ist das so? Was ist Ihr Verdienst, den Sie zu wenig finden (bitte mit Bundesland und den notwendigen Details). Man steigt doch nirgends mehr mit weniger als 4000,- Euro ein, oder?

Last edited 4 Monate zuvor by fabianBLN
Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Mit zum Einstieg 2700 netto nach Abzug der PKV verdienen Grundschullehrer und Sek 1 Lehrer nach 7 jähriger Ausbildung inklusive zwei Staatsexamen ja offensichtlich zu wenig. Aber ob du das nun begreifst oder nicht ist irrelevant, da ja die Umsetzung von A13 während ich hier schreibe anscheinend im Landtag bereits eifrig geplant wird.

Endlich scheint der Kampf gewonnen.

Stiefmütterchen
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wieso offensichtlich zu wenig? Worauf berufen Sie sich da? Ein Bekannter bekam als Dozent in der Erwachsenenbildung ( = Lehrer) 1300,- Euro Einstiegsgehalt netto. Der wäre mit 2700 netto mehr als zufrieden gewesen.

Ich weiß schon, Sie sagen, sein Problem, nicht Ihrs.

Last edited 4 Monate zuvor by Stiefmütterchen
Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Hat der auch zwei Staatsexamen?
Man sollte sich als Grundschullehrer schon an jenen Berufen orientieren, die eine ähnliche qualifizierte Ausbildung verlangen. Anwälte, mit Abstrichen Ärzte.

Für 1300 netto kann man auch Harz4 machen, kommt aufs selbe hinaus.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Der Cousin meines Kollegen meiner Frau hat nen Bruder und der verdient nur 800 Euro netto obwohl er Universitäsleitunng ist. Garantiert!!!

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Achso, A13 für Sek2 ist natürlich für die Allgemeinheit verschmerzbar, aber wenn zu den 21 Mrd noch 600 Mio jährlich kommen sollen, um grundlegend etwas zum positiven zu ändern, dann muss ich mich damit auseinandersetzen, woher das Geld für mich kommen soll? Sehr egoistisch von dir.

Stiefmütterchen
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Na, dann bitte A13/E13 für alle Lehrenden überall, oder? Ich glaube nur leider nach all Ihren Argumentationen, die anderen sind Ihnen egal.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Wieso? Ich begrüße das ausdrücklich, das sollte klar geworden sein.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

A13 einfach für alle Lehrkräfte mit entsprechender Anforderung nach Beamtenrecht. Das heißt Masterstudium. Ganz einfach. Das wäre die Konsequenz aus der neuen Ausbildung. Eine Anpassung ALLER Lehrkräfte muss dann zwingend auf Grund des Schulfriedens und der allgemeinen Verdienste der Altlehramtler geschehen.

HansimGlück
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Bitte dann auch den Laufbahnwechsel für alle Si-Lehrkräfte mit SII-Examen.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Ich bin ja wirklich nicht gehässig, aber diese elendige Arroganz der Gymnasiallehrer mit A13, die anderen trotz identischer Ausbildung den gleichen Lohn nicht gönnen, geht mir mittlerweile so auf die Nerven. Da wünscht man Ihnen doch wirklich eine Rückstufung auf A11. Leider ist sowas ja nicht möglich

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Das geht leider ins Leere. Ich bin kein Gymnasiallehrer.

Mir geht diese elendige Jammerei nach mehr Geld auf die Nerven von Leuten, die erstens bei Berufseinstieg kaum weniger als 4000,- Euro verdienen und oftmals mehr und die das zweitens genau wussten bzw. wissen konnten, als sie sich für diesen Beruf entschieden.

Ich wünsche Ihnen dann mal im Gegenzuge, wie Otto Normalverbraucher in Deutschland zu arbeiten und zu leben. Dann wissen Sie vielleicht wieder zu schätzen, was Sie haben.
Das monatliche Durchschnittsgehalt eines vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers in Deutschland lag im Jahr 2019 bei ca. 3.994 Euro brutto. Betrachtet man alle Arbeitnehmer in Deutschland, also auch alle Arbeitnehmer in Teilzeit oder in geringfügiger Beschäftigung, lag das Durchschnittsgehalt im gleichen Jahr bei rund 3.099 Euro im Monat.“
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Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Jetzt kommt bei der Diskussion „A13 für alle“ ein Verweis auf das Durchschnittsgehalt? Ich stelle mir grad vor, die neue Schulministerin hätte so argumentiert bei ihrem ersten Interview Nein, das Niveau wird unsäglich

Stiefmütterchen
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Die Aroganz den anderen gegenüber lese ich aber wiederum eher bei Ihnen.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Sie antworten auf jeden Post, sie scheinen auch ziemlich getriggert zu sein von den News „A13 für alle in NrW“. Was sind ihre Gefühle wenn sie an dieses politische Ziel denken? Finden sie das nicht gut ?

Trollbuster
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Das sind einfach die tollsten Kollegen, die meinen zu wissen, wer hier was fordern und schreiben darf. So sympathisch Fabian, NICHT

Last edited 4 Monate zuvor by Trollbuster
Stiefmütterchen
4 Monate zuvor
Antwortet  Trollbuster

Sie meinen Marc und Alex? Stimmt.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Ich habe echt keine Lust mehr auf die Diskussion. Jetzt soll ich schon zufrieden sein weil ich mit Masterstudium und zweitem Staatsexamen gerade so etwas mehr verdiene als der Durchschnittsdeutsche in Vollzeit. Wissen Sie was? Auch wenn Sie immer Geldgeilheit unterstellen, bleibt davon am Ende einfach nichts übrig, da es einfach nur um eine amtsangemessene Besoldung geht. Keiner fordert hier einen Bonus oder Extrazulagen. Es geht einfach nur darum so bezahlt zu werden, wie man es im Beamtenrecht verdient. Und besonders die Leute mit Masterstudium in der Tasche werden seit 2009 konsequent betrogen. Man möchte einfach das verdienen, was JEDER andere Beamte mit Masterstudium im öD schon immer verdient hat.

Wir reden dabei nichtmal von den deutlich geringeren Beförderungsmöglichkeiten, oder der höheren Unterrichtsverpflichtung, es geht nur um die gleiche Startbesoldung für den gleichen Abschluss.
Wenn das für Sie schon so unerträglich ist, sollten Sie mal tief in sich rein gehen, ob eventuell ein Missverhältnis in ihrem Wertekanon vorliegt.
Ich jedenfalls würde mich für Ihre Besoldung jederzeit einsetzen, sollten Sie nicht amtsangemessen bezahlt werden. Denn ich bin der Meinung dass jeder das erhalten sollte, das ihm zusteht. Und gerade im öD ist es ja eigentlich ziemlich simpel geregelt wo man direkt ablesen kann was einem zustehen würde

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Sie können noch erwähnen, dass eben jene Arbeitnehmer nicht nur weniger Nettogehälter, sondern auch deutlich weniger Urlaub erhalten.
Hinzu kommt der Vorteil (NRW), dass man sich mal eben krankmelden kann, ohne sofort zum Arzt gehen zu müssen. Auf diese Weise verlängern sich Kolleginnen gerne regelmäßig Ihren Familienurlaub an einem verlängerten Wochenende. Der einen oder anderen Kollegin stünde es sicherlich gut, mal unter normalen Bedingungen zu arbeiten.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Achso sie sind gar nicht an dem A13 Thema interessiert, sondern sehen das Beamtentum grundsätzlich als schlecht an. Dann sollten sie lieber ins SPON Forum, da gibt es oft die Möglichkeit, Stammtischparolen breitzutreten.

Mika
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Sie machen Ihrem Nickname wirklich Ehre, so weit wie Ihre Posts inhaltlich von Fakten entfernt sind. Die gemeine Lehrkraft hat 30 Tage Urlaub, die mit den Ferien abgegolten sind. Erkranken Sie in den Ferien für 4 Wochen: Ihr Pech, den Urlaub können Sie nicht nachholen. Diverse Arbeitszeitstudien haben ergeben, dass Lehrkräfte die über die 30 Tage hinausgehenden Ferientage sowohl über Mehrarbeit in der Schulzeit (z.B. in Korrektur- und Prüfungsphasen) als auch in den Ferien (hauptsächlich Korrektur und Fortbildung) mehr als rausarbeiten. Deshalb weigern sich die Länder ja auch konsequent, Arbeitszeiterfassung für Lehrkräfte verpflichtend zu machen: sie müssten dann sofort mehr Lehrkräfte einstellen.

Mika
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Na wenn Sie schon Durchschnittsgehälter zum Vergleich heranziehen, dann doch bitte das Durchschnittsgehalt der Personen mit zwei Staatsexamina, also Richtern, Staatsanwälten etc.

Last edited 4 Monate zuvor by Mika
HansimGlück
2 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Ja, die Gymnasiallehrer, die eh die geiler en Bedingungen haben als die Gesamtschullehrer, fühlen sich ungerecht behandelt und wollen am liebsten direkt A14 haben. Mal abgesehen davon, dass Gymnasien gefühlt mit A14-Stellen zugekloppt werden. Davon kann ne Gesamtschule nur träumen.
Diese unglaubliche Solidarität. Danke, Gymnasiallehrkräfte! You are the real MVP.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Ja, mir geht es auch ums Geld:

Es sollte Geld dafür da sein, dass man alle Klassen mit Lehrkräften ausstatten kann, sodass die Pflichtstunden, zusätzliche Förderung, Herausforderung und Angebote erbracht werden können. Für die Einstellung von Personal mit universitärem Abschluss gibt es Regeln, Lehrkräfte qualifizieren sich im Referendariat darüber hinaus.

Es sollte Geld dafür da sein, dass es so viele Lehrkräfte sind, dass sie sich alle unterrichtlichen Aufgaben untereinander teilen können und niemand dafür unbezahlte Mehrarbeit leisten muss. Dabei könnte das Geld auch ein System der Zeiterfassung finanzieren, sodass Mehrarbeit ausgeglichen werden muss wie in anderen Berufen auch. Dazu gehört auch, dass außerunterrichtliche Aufgaben anerkannt werden, sowohl Verwaltung als auch Innovation, Vernetzung, das Erstellen von Konzepten. Jegliche in Schule gegeben Aufgabe erfordert Zeit, diese zu bearbeiten.

Es sollte Geld dafür da sein, dass alle Schulen saniert sind und gepflegte Räume für den Unterricht samt Differenzierung zur Verfügung stehen. Soll Schule auch Lebensraum sein, braucht auch das Räume, mehr als eine Speisenausgabe. Für Lehrkräfte braucht es eingerichtete Arbeitsplätze und Sozialräume.

Das Geld ist nicht da?
Dann müssen wir auf Leistungen, die die Schule erbringen soll, verzichten, oder wollten Sie sie unentgeltlich in Ihrer Freizeit übernehmen?

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Anderes Thema, Palim. Ihnen geht es da zum größeren Teil um Gelder für die Allgemeinheit, die Kinder, bessere Arbeitsbedingungen.

Marc/Alex geht es nur um mehr Geld für sich.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Da kam letztens in der Runde ein Freund dazu und liess sich zu seiner Gehaltserhöhung beglückwünschen. Wir haben zusammen angestossen. Mir war insgeheim klar – welch ein Egoist. Es ging ihm bei der Gehaltserhöhung nur um sich selbst.

Was ist das überhaupt für eine Aussage wir sind immer offen mit unserem Verdienst und Schulform umgegangen. Wie sieht es eigtl. bei dir aus? Erfährt man das hier noch?

Trollbuster
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Machs doch ehrenamtlich Fabian, hindert dich niemand dran.

Last edited 4 Monate zuvor by Trollbuster
Georg
4 Monate zuvor
Antwortet  Trollbuster

Wo ist der Bezug zum Kommentar von Fabian, Palim oder dem Artikel?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Wenn man sich das nochmal durchliest, wird einem erstmal klar, wie dreist das ist. Sollen Grundschullehrer und Sek 1 Lehrer evtl. freiwillig verzichten, damit man Steuermittel spart, wo wir alle einen grossen Teil zu beitragen? Andersherum könnte man deine Besoldung kürzen. Dich interessiert ja auch nicht, wo es herkommt bzw. dass man mit einer Kürzung vlt. eine neue Rutsche auf nem Spielplatz bauen könnte. Wenn du mir das ins Gesicht sagen würdest, wäre ich noch ganz anders drauf

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Das wichtigste Signal wäre tatsächlich in NRW genügend Studienplätze zu schaffen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass man mit 18 Jahren auch denkt „Ich möchte Lehrer werden aber nur wenn es A13 gibt“. Den meisten ist die Bedeutung davon dich gar nicht bewusst. Genauso wenig interessiert es die Leute, dass Fächer wie Deutsch oder Geschichte völlig überlaufen sind. Die Leute studieren nach ihrem Interesse. Es scheitert aber tatsächlich am NC. Nicht jeder, der für die Grundschule studieren möchte, erhält einen Studienplatz…

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Grobe Fehleinschätzung. Dann gehen sie mal in eine Vorlesung von angehenden Lehrkräften im Bachelor (wo alle nebeneinander sitzen, egal welche Schulform), sie wären überrascht

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Ich verstehe ihre Aussage gar nicht. Wenn ich für die Primarstufe studieren möchte, kann das am NC scheitern. Das ist für andere Schulformen, gerade für das Gymnasium, nicht das Problem. Dort gibt es genügend Studienplätze. Das ist eine Tatsache und kein Bauchgefühl, wie sie es meinen. Zudem auch gar kein Geheimnis. Wie kann man das ernsthaft abstreiten?

Worüber soll ich überrascht sein? Klären sie doch auf.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Überrascht, dass die Mehrheit der Studenten genau weiss, wer A12 und wer A13 bekommt. Ich wusste es selber auch im Jahre 2009, habe aber Sek1 studiert, um die Einstellungschance bewusst zu erhöhen.
Wenn sie schon von Tatsachen reden, dann ist das einzig und allein die aktuelle Sachlage, dass ein enorm großer Lehrermangel herrscht an der Grundschule und der Sek1.
Dass dies im Gegensatz zum allgemeinem Tenor nicht an der Bezahlung, sondern am NC liegt, entspricht IHREM Bauchgefühl.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Muss man ihre Aussage wirklich ernst nehmen? Der NC ist also mein Bauchgefühl und dass die Studierenden sich über die Bedeutung von A12-A13 bewusst sind schließen sie „repräsentativ“ aus ihrem eigenen beruflichen Werdegang. Starke Aussage…

Zudem finde ich es schon eine bemerkenswerte Aussage: ihnen ist die Bezahlung bewusst und entziehen sich der Konkurrenzsituation über die Sek1. Nachdem sie eine feste A12-Stelle haben, erwarten sie eine Anpassung an alle anderen, die sich der Konkurrenz um eine A13-Stelle gestellt haben. Das sagt schon viel über sie aus.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Das heisst, es ist nicht legitim A13
Zu fordern? Fordern sie mich und alle Grund-, Haupt, Real und Gesamtschullehrer auf, dies unverzüglich zu unterlassen?

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wo lesen sie immer irgendwelche Aussagen zwischen den Zeilen? Ich fordere niemanden auf dies zu unterlassen. Auch sie nicht. Ich gönne jedem A13, auch ihnen. Es sagt dennoch etwas über ihren Charakter aus, wenn sie, so behaupten sie, bewusst den Weg über Sek1 gehen, da es dort Jobperspektiven gibt, aber dann A13 einfordern. Das kann man, sofern sie ihre Aussage ernst meinen, nun mal nicht abstreiten.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Im Gegenteil könnte man mir Güte unterstellen, da ich kein Problem damit hatte, mein Referendariat an einer Hauptschule zu machen, auch jetzt arbeite ich im Standorttyp 5. Und ich mag meine Schüler, die Schüler haben gern bei mir. Kommilitonen die auf Sek2 studiert haben, verweilen derzeit im Standorttyp 1. Jetzt sagen sie nochmal was zum Thema Charakter. Da muss man nur hochscrollen um Menschen zu finden, die da in der untersten Schublade sind
(Fabian, Stiefmutter…)

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Komisch. Ich habe Mangelfächer (Physik, Mathematik, Informatik) im Sek2-Bereich und habe bewusst die Gesamtschule (Brennpunktschule) ausgesucht. Jammern über mein Gehalt tu ich im Gegensatz zu Ihnen nicht.

Ich habe sogar 1000Euro netto mehr in der Tasche, wenn ich das Gehalt von 2008 (Start meines Studiums) als Vergleich wähle.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Ja natürlich, bei Sek2 – Bezahlung würde ich auch nicht jammern. Genau darum geht es ja. Wenn sie wirklich Lehrer sind, passt ihre Aussage oben von wegen „Ferien verlängern ohne Attest“ nur schwer zusammen.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Die Arbeit ist an jeder Schulform unterschiedlich. Ich persönlich arbeite sehr viel lieber an einem Berufskolleg als an einem Gymnasium obwohl das Klientel an einem Gymnasium sicherlich ein anderes ist. Aber auch das bringt seine Arbeit und Probleme mit sich. An einem bestimmten Standorttyp zu arbeiten zeichnet niemanden aus, finde ich.

Manfred Meyer
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Nein. Der NC regelt lediglich die Verteilung der (limitierten) Studienplätze an (die Studienplatzanzahl übersteigende) Anzahl der Interessierten. Aus der Argumentation wird ein Schuh, wenn generell zu wenige Studienplätze angeprangert werden. Der NC in Bayern für GS LA liegt bei 2,irgendwas (hier liegt die Latte nicht allzu hoch).
Es besteht aber die Möglichkeit für die mittelguten AbiturientInnen, LA GY zu studieren und dann an einer GS zu arbeiten…
Ich meine, dass bei der Berechnung der Studienplätze nicht in Betracht gezogen wird, dass nur ein Bruchteil auch in Vollzeit arbeitet.

Georg
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Der Mangel liegt am Alter der Kinder (Grundschule kann nicht jeder) und an der Klientel (Lehrer ungleich Sozialarbeiter).

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Oh ein Kenner. Und wieso ist der Mangel dann an Gesamtschulen (Sek1), Real- und Hauptschulen in NRW am grössten?
Schon mal was von „Geld regelt den Markt“ gehört?
Find witzig wie auf einmal hier die Wissenschaftler rauskommen und meinen, der Zustand hat 1000 Gründe, nur die Bezahlung ist keiner davon. Es geht hier wenn man die Zulage einrechnet um 400 Euro netto.

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Vielleicht weil gewisse Fächer nicht studiert werden? Andere jedoch in Massen?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Wieder 0 Ahnung. Die NCs belaufen sich auf das Grundlagenstudium.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Und wieso haben wir Mangel in allen Fächern?

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wenn die Studienkapazität in bestimmten Fächern nicht mehr für alle Bewerber ausreicht, wird ein NC angesetzt. Sie können mit dem Fuß aufstampfen wie Sie wollen. Eine höhere Besoldung erzeugt keine höhere Studienkapazität und somit auch keine signifikant höhere Rate an Studienabsolventen.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Aber an Studienabschlüssen. Daher ist ihre Annahme falsch. Jetzt hab ich aber ordentlich gestampft.
Das Problem, wie Marc es auch beschrieb, ist die hohe Abbruchquote oder Wechsel der Fachrichtung zu A13 Lehrämtern, das ist im Bachelor noch gut möglich.

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Und was soll man da sehen? Einen vollen Hörsaal in Erstsemestermathematik, der sich dann nach Weihnachten auf 50% geleert hat?

Oder doch die überfüllte Pädagogikvorlesung, in der dann ein paar Mathematikstudenten neben gefühlt 50% Deutschlehrerinnen sitzen?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Wir haben in der Sek1 in Deutsch hervorragende Einstellungschancen. Das passt nicht mit ihren Geschreibe zusammen.
Auch an sie die Frage, die mich bei einigen hier sehr interessiert:
Was halten Sie von der wahrscheinlichen Einführung von A13
Für alle? Wie fühlen sie sich dabei, sind sie traurig? Wütend? Oder glücklich? Beschreiben sie ihre Gefühle aufgrund dieser aktuellen Entwicklung in NRW. Was macht es mit ihnen?

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Was sie in ihrer Argumentation völlig vergessen, ist die Tatsache, dass nicht jeder einzig und allein in der Sek 1 unterrichten möchte. Nur weil es haufenweise Deutschlehrer für die sek 2 gibt, bedeutet das nicht, dass diese dann auch an einer Sek 1 Schule oder gar Primarstufe arbeiten wollen, nur weil es dafür A13 gibt.

HansimGlück
2 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Und in der SII für Deutsch einen Einstellungsstop für die nächsten Jahre, weil die ganzen Leute, die mit SII-Examen in die Grundschulen gelockt wurden, die SII-Stellen kriegen und mehrheitlich Deutsch haben.

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Das ist auch so. Ich hatte bis zum Studiumsende gar keine Vorstellung davon, was ein Lehrer verdient.

Dass Alex/Marc nur an das Geld dachten, spricht für sich (bzw. gegen sie).

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Ja natürlich. Ein Lehrer rein aus Überzeugung. Vermutlich zufällig mit A13 besoldet und nun der Meinung, dass das Geld doch bitte für was sinnvolles ausgegeben werden soll. Evtl. für noch mehr Inklusion an jenen Schulformen, wo du gar nicht unterrichtest?

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Sie verweisen auf Thüringen ohne Belege. Aber von Thüringen liest man von Lehrermangel und unlängst konnte man bei n4t davon lesen, dass der Rechnungshof dort vorgeschlagen hat, den Vorruhestand hinauszuzögern, damit nicht noch mehr Lehrer fehlen.

Ich habe einen Beleg dafür, dass es auch in Thüringen Lehrermangel gibt. Trotz Verbeamtung und A13.
Zu wenig Lehrer-Nachwuchs für Schulen in Thüringen | MDR.DE

Stiefmütterchen
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Ich lese dort:
Zwischen dem 24. August 2020 und dem 19. Februar 2021 wurden in den fünf Staatlichen Schulämtern insgesamt 469 unbefristete Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern vollzogen. Bei 105 davon handelt es sich um Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger. Damit erhöht sich der Anteil der Seiteneinsteigenden unter den Neueinstellungen von zuletzt 15,8 Prozent auf rund 22 Prozent. Nicht eingerechnet sind zahlreiche befristete Einstellungen sowie bereits namentlich untersetzte, das heißt, unmittelbar bevorstehende, aber noch nicht vollzogene Neueinstellungen.“

Also mehr Seiteneinsteiger. Weiterhin unbesetzte Stellen. Und das soll belegen, dass A13 in Thüringen zu mehr Einstellungen geführt hat?

Haben Sie gelesen, was Sie verlinken?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Zunächst entkräftet der Artikel ja zuerst Fabians Geschwurbel. Dazu steht da auch:
„ Vor dem Hintergrund der bundesweit angespannten Lehrkräfteversorgung und einem insgesamt abnehmenden Lehrkörper zeigen die Einstellungszahlen, dass Thüringen bei der Lehrkräftegewinnung große Erfolge verzeichnet, aber auch, dass gut qualifizierte Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger unverzichtbar geworden sind.“ Das sind deutlich positivere Signale als die 4400 fehlenden Lehrer aus dem Artikel von NRW 😉
Aber du wirst es auch nicht verstehen wollen…

Alex
4 Monate zuvor

Diese Sonderzulage war auch der absolute Witz. Wenn man mal auf Leo geguckt hat, war maximal jede 30. Stelle mit Zulage 😀 Kein Wunder, dass dies nichts bewirkt hat, war es doch alles nur unter dem Schein, dass Sek1 Stellen und Grundschulstellen bei Standorttyp 5 der ehem. Regierung wichtig war.
Hauptsache der Lutz Lienenkämper hatte keinerlei Mehrarbeit und konnte alles beim schlimmen Status Quo belassen.

kanndochnichtwahrsein
4 Monate zuvor

Altlehramts-Absolventen haben die hoffentlich nicht vergessen:
Wie viele sitzen immer noch im gehobenen Dienst, obwohl sie schon bei ihrer Einstellung die Qualifikation für den höheren Dienst hatten.
Das Land hat sich doch ins Fäustchen gelacht (zumindest die Finanzminister der letzten 30 oder 40 Jahre), wenn sie bei jedem SII-Lehrer auf einer SI-Stelle ohne jegliche Gefahr für höhere Ausgaben jeden Monat massiv Geld sparen konnten.

Ist es schon ein Fortschritt, dass man den SII-Leuten auf Grundschulstellen wenigstens zusagt, sie nach zwei Jahren in den SII-Dienst zu übernehmen?

Meine Befürchtung:
Die Grundschulen werden jetzt „bedient“, die Elternschaft schreit sonst wegen des massiven Personalmangels.
Derweil werden die Lehrer an SI-Schulen (mit Ausnahme des Gymnasiums), die zwischen Grundschule und Gymnasium ja in den Augen zahlreicher „bessergestellter“ Eltern im Grunde inzwischen die Rolle der Hauptschulen einnehmen, wieder mal nach hinten vertröstet.

Ich glaub erst an eine ausbildungsgerechte Besoldung, wenn ich sie seh.
Ich hoffe, dass Land gibt sich nicht die Blöße, es bis zum 30-jährigen Dienstjubiläum hinauszuziehen. Dann müssten die sich aber beeilen…

Alex
4 Monate zuvor

Davon aber ist nicht die Rede. Überall heisst es: alle Lehrer.

Wie soll das denn rechtlich aussehen? A13 Grundschule, A12
sek1, A13Z Gym? Ausgeschlossen.

Auch wenn ich natürlich selbst auf die genau Ausgestaltung extrem gespannt bin

Alex
4 Monate zuvor

Ausserdem ist der Mangel ja an Haupt-und Realschulen fast noch höher als an Grundschulen. Extrem hoch bei allen A12 Laufbahnen, welch Überraschung.

kanndochnichtwahrsein
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Die Erfahrung lehrt:
Wie wenig die Theoretiker von der Realtiät verstehen (oder doch lieber verstehen/vergessen/übersehen wollen) zeigt sich vor allem dann, wenn es um Geld geht…
Gerne kümmert man sich dann erstmal nur um diejenigen, die gerade aktuell fehlen – die neu einzustellenden Lehrkräfte.
Gerne vergisst man dann diejenigen, die schon jahrelang/jahrzehntelang unter nicht gerechtfertigten Bedingungen – aber brav jahrein, jahraus – ihren Dienst tun.
Die können ja nicht mehr weglaufen!
Und bis etwaige Klagen entschieden wären, wären die längst pensioniert…

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

A13 am Berufskolleg und trotzdem haben wir einen eklatanten Lehrermangel. Die Anordnungen gibt es deshalb auch für diese Schulform. Was sagen sie dazu?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Das Berufskolleg ist speziell. Die meisten verbinden damit was anderes als den normalen Lehralltag. Oft andere Schülerschaft, Praktika notwendig in einem anderen Berufsfeld. Dennoch flüchten sich viele, die keine Planstelle in der Sek2 ergattern, lieber ans Berufskolleg statt an die Hauptschule.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Man merkt sie haben davon keine Ahnung. Könnte man auch einfach mal zugestehen, anstatt der Schulform einen negativen Stempel aufzudrücken. Als Lehrer können sie dort ganz normal ihre Fächer unterrichten und ihre Schüler zum Schulabschluss führen. Da ist nichts „spezielles“ dran.

Wenn überhaupt verbinden die meisten damit gar nichts. Es gibt für die meisten Lehrer nämlich keine Berührungspunkte im Leben mit dieser Schulform.

Praktika in einem anderen Berufsfeld muss man auch als Gymnasiallehrer im Studium leisten. Musste ich selbst machen. Das ist kein Argument.

Andere Schülerschaft? Was wollen sie damit sagen?

Zum Berufskolleg flüchtet keiner. Sonst gäbe es diesen eklatanten Mangel nicht. Tatsächlich ziehen wir gegenüber anderen Schulformen meist den kürzeren. Viele gehen tatsächlich lieber über eine Abordnung an eine Grundschule oder Hauptschule anstatt an das Berufskolleg. Das meiste Personal gewinnen wir auch in den überfachlichen Fächern wie Deutsch, Geschichte, Mathe, etc. über Quereinsteiger. Ergo: uns bringt A13 bei der Personalgewinnung nichts. Viele machen lieber den Deal 4 oder 6 Jahre an die Grundschule und dann zurück ans Gymnasium.

Aber wenn es nach ihrer Argumentation ginge müssten Berufskollegs und Gesamtschulen aufgrund von A13 förmlich überrannt werden. Irgendwie wollen dennoch alle nur ans Gymnasium. Woran das wohl liegen mag…

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Ach daher weht der Wind. Sie Sind selbst am Berufskolleg, mit A13Z oder gar A14 besoldet und nehmen die aktuellen Entwicklungen hinsichtlich A13 für alle persönlich. Das erklärt schon mal einiges.
Dazu sagen sie es selber – „verbinden damit nichts“. Über das Berufskolleg weiß nicht jeder gut Bescheid. Andere Schülerschaft heißt, dass eben hier oft nicht die Pflichtschulzeit abgesessen wird, sondern man Berührungspunkte mit Azubis hat oder älteren „Schülern“. Dass man HA10 usw. machen kann, ist mir sehr wohl bewusst.

Soviel zu der Erklärung, wieso diese Schulform evtl. weniger populär ist.

Und jetzt mal um ihr wahres Gesicht zu zeigen:
Was löst die Ankündigung der Landesregierung „A13 für alle“, auch Grundschule und Sek1, bei ihnen aus?

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Nein, das erklärt gar nichts. Sie können in diversen Beiträgen auf dieser Plattform nachlesen, dass ich für A13 für alle Lehrkräfte bin. So wie in der anderen Kommentarkette mit ihnen weiter oben. Ich hoffe ich habe ihr Weltbild nicht zerstört.

Ich verbinde mit 18 Jahren auch ziemlich wenig mit der Grundschule und trotzdem entscheiden sich junge Menschen für diesen Beruf. Natürlich denken sich die wenigsten 18-jährigen als Berufsschullehrer zu arbeiten. Mit Mitte zwanzig hat man dann sein Referendariat beendet und sucht eine Stelle. Nun hat man die Wahl. A12 an einer Grundschule oder A13 an einem Berufskolleg. Tatsächlich kann man seine Fächer deutlich besser an einem Berufskolleg unterrichten als an einer Grundschule. Sie sprachen es selbst an. Am Berufskolleg gibt es alle Bildungsgänge. Von HS9 bis Abitur. Viele entscheiden sich dennoch eher für die Grundschule. Da spielt die Besoldung dann doch keine übergeordnete Rolle und andere Faktoren scheinen wichtiger. Das wollen sie und einige andere auf dieser Plattform aber nicht wahrhaben.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Übrigens werden Gesamtschulen was Sek2 – Stellen angeht tatsächlich überrannt, vor allem im direkten Vergleich mit den Sek1-Stellen an der selben Schule. Sagt das nicht alles?

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wissen Sie auch warum diese Stellen überrannt werden? Weil es keine Stellen mehr am Gymnasium gibt. Selbst für die Gesamtschulen gibt es quasi nur noch Abordnungen. Die Zahlen kann man ja einsehen. Ich habe die Zahlen für 2021 nicht verfolgt, jedoch von 2020. Da wurden im November 2020 exakt 2 Planstellen in ganz NRW am Gymnasium ausgeschrieben. Die Lehrkräfte gehen nicht an die Gesamtschulen, weil es ihr Wunsch ist, sondern weil es alternativlos ist. So wirtschaftet man mittelfristig alle Schulformen herunter.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Komisch, zuerst sagen sie, dass die Gesamtschulen für Sek 2 nicht überrannt werden, nun aber doch. Was denn nun? Und hat da A13 also nichts mit zu tun? Man könnte sich ja, wenn man für Sek2 abgelehnt wurde, an der selben Schule für die Sek1 mit Laufbahnwechsel bewerben. Hmm komisch, dass dies so wenige machen, oder nicht?

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Der Run auf diese Schulform existiert erst seitdem die Planstellen für das Gymnasium auf 0 gestellt wurden und die Vorgriffsstellen existieren. Am Gymnasium gibt es nur noch Planstellen über eine Abordnung und in absoluten Ausnahmefällen, wenn ein Kollege in Pension geht. Selbst das garantiert keinen 1:1 Ersatz dieser wegfallende Lehrkraft. Als Lehrer studiert man für Gymnasium und Gesamtschulen. An Gymnasien gibt es quasi keine Stellen bis 2026 und darüber hinaus. Also bleibt die einzige Möglichkeit in der Sek 2 tätig zu sein an einer Gesamtschule zu arbeiten. Ich sprach oben von meinen Kollegen aus der Informatik. 2 davon arbeiten an Gesamtschulen nachdem diese über 1 Jahr von Vertretung zu Vertretung am Gymnasium gesprungen sind. Das war keine freiwillige Entscheidung, sondern aus der Not heraus, wenn man Kinder/Familie hat und eben nicht alle 3 Monate einen neuen befristeten Vertrag 16 Wochenstunden unterschreiben kann.

Wieso sollte jemand in die Sek1-Laufbahn wechseln, wenn sein Werdegang darin bestand auch Oberstufenstoff zu unterrichten? Da muss nicht, wie sie behaupten, allein A12 schuld daran sein. Ich würde meinen Beruf nicht mehr ausüben, wenn ich nicht auch Fachabiturienten und Abiturienten unterrichten dürfte. Dafür habe ich nun mal studiert und dafür kann ich mich begeistern. So geht es auch anderen.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

In meinem Bekanntenkreis sind mindestens 3, die sich von Vertretung zu Vertretung in der Sek2 hangeln in der Hoffnung, noch eine Planstelle abzugreifen. Der einzige Grund, wieso sie sich nicht an meiner Realschule bewerben, wo zB 3 Sportlehrer für 700 Kinder tätig sind ist, dass sie „kein Bock haben auf E11 ein Jahr und nach der Revision nur A12.“

Ich garantiere ihnen, dass A13
Für alle auch ehemalige Gym/Gesamtschulstudenten anzieht.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Tja und ich garantiere ihnen, dass Lehrer mehr berücksichtigen als die Besoldung. Zieht A13 mehr Lehrer an? Sicher. Gibt es nicht aber auch haufenweise Lehrer, die ihrer Leidenschaft in der Oberstufe unterrichten zu können nachgehen wollen? Ja die gibt es auch. In ihrer Überlegung gehen sie davon aus, dass A13 als Anreiz groß genug ist sein Leben lang seinen Traumjob aufzugeben. Ich hoffe sehr, dass sie Recht haben und das als Anreiz ausreicht. Ich glaube es jedoch nicht und die Rückmeldungen in meinem Umfeld stimmen mich pessimistisch.

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Da ist sie wieder, die Mär vom gymnasialen Oberstufenlehrer.
Jede Lehrkraft mit der Lehrbefähigung SekI+II (GY/GE) muss an einem GY rein rechnerisch mindestens 60% ihrer Unterrichtsverpflichtung in der sekI abhalten.
GY und GE sind allgemeinbildende Schulen der SekI+II. Lediglich Berufsschulen sind ausschließlich Schulen der SekII, sie haben keine SekI.

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Kennen Sie den Unterschied zwischen Mangelfächern und Nicht-Mangelfächern?
Es wäre schön, wenn Sie sich endlich mal korrekt informieren. Wir sind hier nicht an Ihrer Schule, an der es anscheinend tolleriert wird, dass Sie lediglich Wust erzählen, dann aber das Weite suche, wenn Arbeit ansteht.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Schulministerium NRW:
„Den angehenden Lehrkräften bieten sich dauerhaft hervorragende bis sehr gute Einstellungschancen.
Allerdings bestehen für die einzelnen Fächer erhebliche Unterschiede. Während die Hauptfächer Deutsch, Mathematik und Englisch sowie Sport, Geographie, Chemie, Physik, Kunst, Musik, Technik, Hauswirtschaft, Französisch, Informatik und Spanisch hervorragende Beschäftigungsmöglichkeiten bieten, stehen für Geschichte, katholische und evangelische Religion sowie Textilgestaltung voraussichtlich auch dauerhaft deutlich mehr ausgebildete Lehrkräfte zur Verfügung, als rechnerisch benötigt werden.“

Laut NRW gibt es 14 (!) Mangelfächer. Sie kleiner Schwätzer

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Und dazu noch etwas. Diese Stellen sind Vorgriffsstellen. Das bedeutet auch, dass das böse Erwachen erst in ein paar Jahren eintritt. Nicht jede Lehrkraft an der Gesamtschule bleibt dann dort auch. Der Deal sieht teilweise so aus, dass man 6 Jahre an Schule X arbeitet und danach an Gymnasium Y wechselt.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Vorgriffsstellen gibt es eher für andere Schulformen, was eine Frechheit ist wenn man bedenkt, dass da ein baldiger Gymnasiallehrer mit dem halben A… seine Zeit absitzt, während die anderen ackern. Aber die Sek2 an den Gesamtschulen muss sich sicher keine Sorgen machen im Vergleich zu den A12 besoldeten Lehrämtern.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Ich unterstelle erstmal niemanden seine Zeit abzusitzen. Ich halte dieses Format, wie oben mehrfach erwähnt, aber auch für katastrophal. Es schadet den Schulen und der betroffenen Lehrkraft. Es ist nun mal eine Nötigung seitens der Landesregierung Planstellen an Gymnasien auf 0 zu setzen und dann Vorgriffsstellen für 2026 zu schaffen, mit der Bedingung in dieser Zeit an Schulen mit Lehrermangel zu arbeiten. Gesamtschulen können ebenfalls solche Stellen ausschreiben. Natürlich gibt es weit mehr Grundschulen, Förderschulen, … die davon Gebrauch machen. Im übrigen auch ziemlich viele Berufskollegs.

Ich arbeite nicht mehr Gymnasium und kann da ganz entspannt drauf blicken. Es schadet auch den Gymnasien, da die Lehrkraft eigentlich heute und nicht in 6 Jahren benötigt wird. Nur erhalten Gymnasien eben kaum noch Planstellen trotz Lehrermangel und Unterrichtsausfall. Wenn man über den Tellerrand schaut, stellt man fest, dass es überall sehr düster aussieht und das Gehalt nur ein Teil von Puzzle ist.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Niemand sagt dass die Besoldung alleiniger Grund für Lehrermangel ist. Es ist halt ein Baustein. In erster Linie ist die A13 Frage auch eine Gerechtigkeitsfrage, besonders nach der verlängerten Ausbildung 2009.

Studienplätze halte ich nicht für das Problem. Man schaut immer nur an den Anfang des Studiums, nicht aber ans Ende. Zwar starten immer 300 Studenten in Dortmund im Studiengang Grundschule, abschließen tun dann aber nichtmal 50. Da liegt eher das Problem. Viele wechseln noch, da Lehramt oft ein Platzhalterstudium für unentschlossene ist. Viele wechseln auch nach den ersten Praktika. Und auch nicht wenige wechseln noch da sie schnell merken dass Grundschule heute nicht mehr Grundschule aus ihrer eigenen Zeit ist. Übrigens sind aus meinem persönlichen Umfeld alle 5 Männer gewechselt, da sie am Ende doch A12 zu wenig fanden, um vernünftig eine Familie zu ernähren.

Ich glaube an BK haben wir den Mangel, da die Schule häufig nicht auf dem Radar der Interessenten ist. Die meisten Studenten durchlaufen in der Regel ja GS und dann Gymnasium. Man geht lieber dahin was man schon kennt. Am Ende wird es viele Gründe geben wieso es Mangel an Schulformen gibt, aber eines zieht sich eben doch sehr auffällig: Alle A12 Schulen haben Mangel!

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Endlich können wir uns auf diese Aussage einigen. Die Gründe sind vielfältig. Es geht also darum alle Probleme zu analysieren und aufzugreifen. So ist die Abbruchquote auch an den weiterführenden Schulen in einigen Fächern zu hoch. Da ist oftmals jedoch kein NC drauf, wie bei der Primarstufe. Das sind dann z.b. zwei verschiedene Probleme mit unterschiedlichen Lösungsansätzen.

A13-Schulen haben ebenfalls Mangel. Am Berufskolleg kann man sicherlich andere Gründe aufführen, ich gehe da in ihrer Aussage in Teilen sogar mit. An Gymnasien existiert in einigen Fächern jedoch ebenfalls Mangel. Es ist also mehr also nur die Besoldung. Vielleicht reicht es im Fall der Primarstufe und Sek 1 bereits die Besoldung anzuheben. Aber auch da glaube ich,dass die Rahmenbedingungen insgesamt verbessert werden müssen um den Mangel aufzufangen.

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Wieder täuschen Sie Faktenwissen vor. Überrannt werden an Gesamtschulen lediglich S2-Stellen u.a. in den Fächern Deutsch und Geschichte. Andere Fächer werden teilweise mehrfach oder erst garnicht ausgeschrieben (kennen Sie dembezüglich den Grund?) Gesamtschulen bestehen zum Großteil aus A12/S1-Stellen. Sie erhalten S2-Stellen, wenn sie eine gymnasiale Oberstufen anbieten.
Näheres finden Sie in den entsprechenden Prognosen des Landes NRW.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Tja und die A12 Stellen werden schlecht besetzt. Das Sparprogramm fällt auch den Gesamtschulen auf die Füße.

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Eine GE hat grundsätzlich eine gymnasiale Oberstufe. – andernfalls wäre sie eine Sekundarschule. Letztere hätte aber auch etatmäßig einige A13-Stellen, die den Übergang zur GOSt sicherstellen sollen.

HansimGlück
2 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Dann sollen die BKs mal mehr Laufbahnwechselstellen ausschreiben.

Stoffknäuel
4 Monate zuvor

Über die angestellten Lehrer spricht mal wieder keiner.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Stoffknäuel

Bin sehr gespannt was das angeht. Wie sich ein eventueller Stufenplan auf Angestellte übertragen lässt.
Auch habe ich eine Bekannte an der Grundschule, die mit E9 entfristet wurde wegen 15 Kettenverträgen. Dies müsste ja dann E10 werden…

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Stoffknäuel

Angestellte Lehrer wird es ja bald kaum noch geben, wenn alle Bundesländer wieder verbeamten. Sie sind dann in der Regel alt. Die wandern nicht mehr ab, wohin auch, wenn sie überall nicht mehr verbeamtet werden? Mit denen kann man also machen, was man will. Und die Solidarität der (verbeamteten) Kollegen? Kannste vergessen.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Du hast ja gar keine Ahnung. Spätestens hier wird mir das klar. NRW hat trotz Verbeamtung als Norm dennoch viele Angestellte, sei es durch Quereinstieg oder Seiteneinstieg, Amtsarztentscheidung oder Altersgrenze. Du bist hier einfach nur um deinen Unmut auszudrücken, dass hier einige Lehrer bald eine wohlverdiente Gehaltserhöhung bekommen.

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Du hast keine Ahnung von meiner Ahnung. 😀 Ich weiß, dass NRW auch angestellte Lehrer hat. Von rund 40.000 war mal die Rede, die aus unterschiedlichsten Gründen nicht verbeamtet sind. Das sind 40.000 von rund 180.000. Grob geschätzt 25%.

Für die trifft zu, was ich schrieb. Oder nicht? Widerlege es!

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Wer hat hier also keine Ahnung? Du sagst, es wird bald kaum Angestellte geben wegen der Verbeamtung. NRW verbeamtet selbstverständlich und das schon immer, dennoch sind es 25% Angestellte.

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Faktenwissen… 25%… Egal

Und jetzt bestätigst du auch noch die Aussage des Vorredners?

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

?
Mein Vorredner sagte: „ Angestellte Lehrer wird es ja bald kaum noch geben, wenn alle Bundesländer wieder verbeamten.“
Ich sagte:
„ Du sagst, es wird bald kaum Angestellte geben wegen der Verbeamtung. NRW verbeamtet selbstverständlich und das schon immer, dennoch sind es 25% Angestellte.“
Dabei geht es weniger um die genaue Zahl, als dass wir trotz Verbeamtung einige Angestellte haben. Das wollte Fabian nicht wahrhaben. Zügeln sie sich mein Junge

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Träum weiter. Allein in NRW ist fast ein Viertel der Lehrkräfte tarifbeschäftigt – also nicht verbeamtet, obwohl in NRW schon immer verbeamtet worden ist, wer den passenden BMI, die vom Amtsarzt attestierte Lebenserwartung bezogen auf die Sterbetabelle und das entsprechende Einstellungsalter hatte. Wer Glück hat und grundständige Lehrkraft ist, darf dann zu E12 unterrichten, nicht grundständige Lehrkräfte trotz bestandener Laufbahnprüfung (2. StEx) zu E11.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

In der GS bekommt man sogar als grundständig ausgebildete Lehrkaft nur E11. Warum? Keine Ahnung. Ist aber denke ich voll im Sinne von Fabian und Stiefmütterchen. Je weniger für die Leute an GS und Sek1 desto besser

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Stoffknäuel

Die bekommen auch keine A12 statt der erbrechlich festgelegten A13.

fabianBLN
4 Monate zuvor

Trotz Verbeamtung! Der Lehrermangel war doch immer als Argument für die Wiederverbeamtung (siehe Sachsen, siehe Berlin …) vorgeführt worden!! NRW hat trotz Verbeamtung einen Lehrermangel!

Max Mustermann
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Dann fragen Sie aber mal bitte a) an Gymnasien und b) Sek1-Schulen (Grund- oder Gemeinschaftsschulen) nach, ob es nicht zwischen a und b doch eine kleine Unausgewogenheit bei der Lehrerversorgung (gemeint: Versorgung mit Lehrern, nicht der Lehrer) gibt!

Es wird auch anders ein Schuh daraus: natürlich will man Lehrer mit A12 verbeamten, denn man wäre ja blöd, wenn die Lehrer so einfach kündigen könnten, um für A13 in andere Bundesländer zu wechseln. Dummerweise vergleichen einige dann aber doch die Angebote der unterschiedlichen Bundesländer, bevor sie sich shanghaien und dann für A12 in Duisburg verheizen lassen. Ist natürlich blöd für NRW.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

Was stimmt mit dir nicht? Völlig aus dem Kontext. Es geht um die ungleiche Besoldung und das ist der Hauptgrund für den Lehrermangel.

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Siehe die Fakten oben und besonders den Kommentar an Palim. Die ungleiche Besoldung war und ist nicht der Hauptgrund für den Lehrermangel, wenn es überhaupt ein Grund dafür ist. Was stimmt mit dir nicht?

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  fabianBLN

NRW hat keinen allgemeinen Lehrermangel sondern leidet an einem veralteten Konsens in der Leheranstellung. Interessierte Bewerber müssen sich über ein veraltetes und unübersichtliches Portal erstmal geeignete Stellen heraussuchen. Letztere sind für Außenenstehende nicht immer ersichtlich.
Fragt man als Außensteheder (selbst mit Mangelfächern) direkt bei beliebigen Schulen an, erhält man Absagen, da entweder Stellen vom Land nicht spontan zur Verfügung gestellt werden oder die Schulleitung lieber eine Stelle frei lässt, als einen Bewerber mit einem 8 Wochenstunden-Wunsch anzustellen. Viele Schulleitungen denken immernoch, dass es reicht, Mangelfächer in irgendeiner unbekannten Plattform auszuschreiben. Viel mehr sollten sich die Schulleitungen überlegen, wie sie Mangelfachlehrer persönlich erreichen und wie sie Stellen schaffen, die auch für potentielle Bewerber attraktiv sind.

Meiner Meinung nach gibt es genug Leherer. Lediglich in einigen Fächern herrscht ein Mangel.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

„NRW hat keinen Lehrermangel.“

Welch Deppen wir alle sind. Die aktuelle Regierung liegt völlig falsch! Das Problem ist LEO.
Jetzt weiss ich, was alternative Fakten sind

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Mit diesem Argument haben Sie mich und andere restlos überzeugt und zeigen, dass sowohl die Prognose der Telekomstiftung von 2009 (auf Grundlage der Daten des Bundeslandes NRW 2008) als auch die aktuelle Prognose des hiesigen Bundeslandes von 2016 gelesen haben.

Sie unterscheiden gekonnt den regionalen Unterhang in den unterschiedlichen Fächern und Schulformen, um begündet Verbesserungsansätze aufzuzeigen.
Außerdem wirken Sie regelmäßig auf verschiedene Bezirksdezernenten ein, um Personal in Mangelfächern im Bundesland zu verteilen.

Sie wissen, dass auf eine „Psychologie – Beliebig“ 50-Bewerber kommen und der 4,0-Physiklehrer/Informatiklehrer/Techniklehrer die Stelle erhält. Auch glauben Sie, dass in den Fächern Deutsch, Geschichte, Biologie Fachlehrermangel herrscht und versuchen dies ebenfalls mit den genannten Prognosen zu belegen.

Emil
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Wer mit LEO überfordert ist, sollte vielleicht besser nicht unterrichten…

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Emil

Die meisten Lehrerinnen können sich noch nichtmals rechtskonform im Schulalltag bewegen und sollten nach Ihrem Argument aus dem Schuldienst ausscheiden.

Sie sollten langsam davon Kenntnis nehmen, dass wir uns mittlerweile in einem Arbeitnehmermarkt bewegen. Die heutigen Arbeitnehmer müssen nicht mehr um jeden Job betteln, sondern dürfen durchaus auch fordern.

Positive Entwicklungen sind zum Beispiel die einfachen Bewerbungsformulare größerer Firmen oder die Möglichkeit per Whatsapp eine Bewerbung abzuschicken. Es ist wohl nicht zuviel verlangt wenn das Land die verschiedenen Formulare (Oliver, Leo, Stella) endlich mal zusammenführt und eine moderne Bewerbungsplattform entwickelt.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Arbeitnehmermarkt also. Genau die richtigen Umstände also, um als Lehrer in Mangelverwaltungsschulformen Ansprüche stellen zu können, oder? Ich wünsche mir A13 mit Studienratszulage.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Dem würde ich widersprechen. Ich wurde tatsächlich von 3 Schulleitungen kontaktiert, die auf der Suche nach einem Informatiklehrer sind und eine Plantstelle frei haben. Die Realität sieht halt oft so aus, dass das Land zu wenig Planstellen freimacht. Meine damalige Ausbildungsschule ist bis heute in Informatik unterbesetzt, hatte in dieser Zeit 3 Referendare, und musste alle ziehen lassen.

Zudem möchte die Mehrheit am Gymnasium arbeiten. Lehrer werden aber an allen anderen Schulformen benötigt. Da gibt es außer A13 kein Instrument, um die Jobs dort attraktiver zu machen. Selbst das ist aus meiner Sicht nicht zielführend, da an Gesamtschulen und Berufskollegs A13 bezahlt wird und selbst dort nicht ansatzweise genügend Personal gewinnen wird.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

In NDS laufen selbst Stellen mit Deutsch-beliebig an Grundschulen leer, dabei müssen nach neuester Studienordnung entweder D oder Ma belegt werden.

Ben
4 Monate zuvor

A13 ist schön und gut, aber ich finde es immer wieder bei den Diskussionen bemerkenswert, dass die Besoldung das einzige Mittel ist was aus den Ministerien konkret angesprochen wird, als ob dass die Lösung für den Lehrermangel darstellt. Natürlich kenne ich die Situation nur aus einem Bundesland und Schulart näher, aber aus der Erfahrung heraus find ich die sollten viel mehr Augenmerk auf das System werfen was neue Lehrer-/innen und Refendare durchmachen müssen. Wenn man mal etliche Jahre dabei ist, auf lebzeit verbeamtet ist und X Versetzungsanträgen durch hat um an eine Schule zu kommen die einem liegt, na klar braucht/kann man sich ab dem Zeitpunkt nurnoch um die Besoldung sorgen.
Aber soweit müssen erstmal genug Leute Willens sein zu kommen!

  • Wer erwägt Lehramt zu studieren kriegt natürlich mit, dass andere ihr gesamtes Studium durchlaufen um am Ende keine Stelle zu bekommen da ihre Fächer zufällig gerade nicht gesucht sind.
  • Man kriegt vom Ministerium eine Woche, manchmal weniger, vor Beginn des Schuljahres mit an welche Seminarschule du als Referendar kommst. Und das kann dann halt auch gut mal mehrere 100km weg sein, selbst wenn es eine nähere gibt. Schade für dich.
  • Das selbe gilt natürlich für die Einsatzschulen im Ref.
  • Wenn man das Ref durch hat werden auch mittlerweile alle nurnoch als „mobile Reserve“ eingestellt. (Was meines Wissens nach früher nicht so pauschal der Fall war). Heisst, selbst nach dem Ref hat man noch gute 1,5 Jahre an denen man Halbjährlich hin und her versetzt wird. ABER dafür hat man dann danach Priorität bei der Stellenbesetzung… aber effektiv nur ggü. Referendaren, denn alle anderen müssen ja auch „priorisiert“ werden, weil die ebenfalls mobile Reserven waren.
  • An den Seminarschulen wird (zu mindest aus meiner Erfahrung, das geht sicher anderswo auch besser) nicht, oder kaum darüber informiert was man für Optionen hat nach der Lehrerausbildung, also: angestellt beim Staat, bei einer Stadt, für die Kirche oder andere private Schulen. Die sind darauf getrimmt mehr Leute zum Staat zu bringen, und es ist ein Affront auch nur zu erwägen für eine andere Institution zu arbeiten!

Diese Dinge bekommen interessierte Studienbewerber natürlich mit, und auch wenn all diese Punkte nach ein paar Jahren vorbei wären und manche sagen werden „ganz wo anders zu sein hat mir gut getan“, so kann ich jeden verstehen der nicht Willens ist sein Leben für die nächsten X Jahre danach, und vor Allem an dem Ort zu leben wo irgend ein Ministeriumsmitarbeiter dich zufällig hin schickt.
Ich denke früher war die verbeamtung ein wirksameres Lockmittel um diese Gegebenheiten zu ertragen. Heutzutage erwarten junge Menschen die sich für eine Laufbahn entscheiden aber mehr Freiheit und Selbstbestimmung als das momentane System es erlaubt.

So, genug gemeckert von mir, und sorry für die Textwand^^

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Ben

Mit einer sachlichen Auseinandersetzung wie ihrer, brauchen sie es hier erst gar nicht versuchen. Für die meisten steht fest, dass der Lehrermangel mit A13 gelöst ist. Natürlich spielen eigene Interessen bei dieser Aussage keine Rolle *zwinker*

Ich stimme ihnen, jetzt mal ernst gemeint, vollkommen zu. Das Problem entsteht bereits im Abitur. Jeder Abiturient, der sich für den Berufs interessiert, schaut sich genau diese Rahmenbedingungen an. Ein Aspekt von vielen ist das Gehalt. Jedoch nur ein Aspekt. Letztendlich studieren es dann viele auch erstmal ins blaue hinein und der Schock folgt dann meist im Referendariat, wenn man sich mit seinen Möglichkeiten nach dem Referendariat beschäftigt.

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

„Für die meisten steht fest, dass der Lehrermangel mit A13 gelöst ist. Natürlich spielen eigene Interessen bei dieser Aussage keine Rolle *zwinker*“

Meine Güte, langsam wird es wirklich lächerlich wenn A13 Kollegen, die alle dem guten Geld ans Gymnasium gefolgt sind, Lehreren mit weniger Geld geldgeilheit vorwerfen. Ist wie der König, der dem Bettler gier vorwirft, weil der statt zwei Penny lieber 4 Pennys hätte. Ich kann es nicht mehr ernst nehmen, tut mir Leid. Und wir reden gerne über andere Probleme im System, aber erstmal möchte ich amtsangemessen bezahlt werden. Nicht mehr und nicht weniger. Genauso amtsangemessen wie sie es werden.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Dürfen sie doch fordern. Ich gönne es ihnen auch. Es ist aber nur ein Problem von sehr vielen und A13 wird definitiv nicht den Lehrermangel lösen. Wer etwas anderes behauptet soll sich bitte vor die Kameras stellen, eine Politikkarriere anstreben und bitte in der nächsten Legislaturperiode die Probleme von uns Lehrern lösen. Ich wäre sehr dankbar. Dann muss ich nicht mehr Mehrarbeit aufgrund von Lehrermangel ableisten, die ich vermutlich in den kommenden 10 Jahren nicht mehr abbauen werde. Andererseits wird in den kommenden Jahren A13 für alle eingeführt, dann bin ich mal gespannt wie lautstark sie und Konsorten dann noch sind, wenn weiterhin Lehrermangel herrscht…

PS: es gibt auch Leute in diesem System, die in der Wirtschaft weitaus mehr hätten verdienen können. Lehrer wird man sicher nicht wegen der guten Bezahlung oder der guten Arbeitsbedingungen. Man wird es, hoffentlich, aus Überzeugung und Leidenschaft.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Ach in Ba-Wü müsste man sein. A13 für Realschullehrer, welch schöne Welt. Ein Kollege lies sich von NRW nach Ba-Wü versetzen und dieser erhält nun einfach aufgrund des Bundeslandwechsels A13 statt A12. Das System kann so nicht funktionieren

Max Mustermann
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Da ist Ba-Wü nicht alleine. Als Berufsschullehrer würde ich sonst nicht in einer Sek-1-Schule arbeiten.

fabianBLN
4 Monate zuvor
Antwortet  Ben

Hier tun die so, dass der Lehrermangel an A13 und Verbeamtung läge, die gerne A13 und die Verbeamtung haben wollen. Das ist alles !!!!!!!

Zu den wirklichen Gründen siehe auch meinen Kommentar an Palim oben.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  Ben

Klingt schwer nach BY,
ich kenne kein anderes BL, in dem es eine Mobile Reserve gibt.

In Nds stocken die Referendar:innen direkt nach der Prüfung ihre Stunden an ihrer Ausbildungsschule auf,
ab diesem Sommer unterrichten sie von Beginn an verpflichtend 2 Stunden eigenverantwortlich mehr.
Die Stelle können sich die meisten aussuchen und damit auch den Ort, wobei es Regionen gibt, in denen es mehr Ausschreibungen gibt, als an anderen Orten. Wer es sich leisten kann, wartet ab, ob in der nächsten Runde eine passendere Stelle dabei ist, und übernimmt in dem Halbjahr eine Vertretungsstelle, davon gibt es genug spätestens nach den Herbstferien.
Laufen die Stellen in der 1. Einstellungsrunde ins Leere, werden sie umgewidmet (am gleichen Ort, ggf. andere Fächer), danach an andere Orte gezogen, mit der Verpflichtung auf Abordnung in die Botanik für ein paar Jahre. Das hilft dort nur kurzfristig, ebenso wie das Parken der Gymnasiallehrkräfte vor der Rückkehr zu G9.
So übernehmen die Lehrkräfte an den Schulen mit Mangel doppelte Klassenleitungen und viele weitere außerunterrichtliche Aufgaben, zusätzlich zur Integration und Inklusion in den Klassen sowie DaZ unterrichtsimmanen und die Einarbeitung immer neuer Kräfte.

Da es keine Mobile Reserve gibt, übernehmen in den Schulen Personen ohne pädagogische Ausbildung die Aufsicht, um den Anschein von Unterricht aufrecht zu erhalten.

Statt die Deprofessionalisierung voranzutreiben und jeden, der gerade stehen kann, in den Unterricht zu stellen, wären qualifiziertes Personal zusätzlich zur normalen Lehrkräfteversorgung an vielen Schulen notwendig, auch weil Zusatzbedarfe seit Jahren gestrichen werden.

Elly
4 Monate zuvor

Ganz ehrlich: so schön der Lehrerberuf ist, so schlecht können teilweise die Arbeitsbedingungen sein. Im Winter kalt, im Sommer heiß – so sind die Arbeitsplätze vieler an Schule Beteiligter. Gerade heute erfahre ich von einer aufgelösten Mutter, dass die Schule xy ihr Sportfest trotz Rekordhitze gnadenlos durchzieht. Ich entsinne mich der Temperaturen jenseits der 36 Grad in den schulischen Computerräumen im Schulneubau eines Mittelzentrums der Eifel – ohne jede Aussicht auf hitzefrei. Ich bin dieser Tage wieder jeden Tag froh, dass ich diesen Bedingungen den Rücken gekehrt habe.

Manuela
4 Monate zuvor

Eine der Lehrerinnen meines Sohnes reduziert ihre Arbeitszeit. 7 Stunden sind ihr einfach zu viel. Ich wußte gar nicht, dass das geht, dass man noch weniger arbeitet. Besetzt diese Lehrerin nicht auch eine Lehrerstelle? Ubd hat einen Studienplatz belegt? Trägt die nicht auch dazu bei, dass Konferenzen noch weiter aufgebläht werden, weil noch eine Lehrkraft mit 2,3,4 Stunden ihren Senf dazu gibt? Ganz ehrlich: mich wundert es nicht, wenn Ubterrichtsstunden fehlen. Die Lehrkräfte scheinen da zu sein, nur braucht man für eine volle Stelle 5 Personen. Das ist doch auch krank…

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Die Wochenstundenzahl ist doch an den Haaren herbeigezogen. Weniger als eine halbe Stelle ist nämlich nicht machbar

Um die genannte Stundenzahl zu verifizieren, fehlen eindeutig weitere Informationen. Kann es sein, dass diese Lehrkraft in Elternzeit ist und sich mit einer geringen Anzahl von Unterrichtsstunden selbst vertritt. Wer in Elternzeit ist, darf nämlich in geringfügigem Umfang arbeiten.
Zweite Möglichkeit, die genannte Lehrkraft ist bereits im Ruhestand und wird über das „Geld statt Stellen“-Programm der Landesregierung an der Schule (weiter-)beschäftigt.

Derdiedas
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

In welchem Bundesland unterrichtet die Lehrkraft? Es verwundert mich schon sehr. Normalerweise gilt bei Beamten mindestens 50 % arbeiten zu müssen. 7 Stunden wären höchstens bei Vertretungsstellen möglich und auch das ist sehr ungewöhnlich.

Manuela
4 Monate zuvor
Antwortet  Derdiedas

Hessen. Keine Elternzeit (1 Kind 4. Klasse). Keine pflegebedürftigen Eltern (die Großeltern betreuen an 2 Nachmittagen das Kind („sonst wäre das auch gar nicht zu schaffen, schon allein wegen der Konferenztage“).
Ich kann hier nur berichten, was sie mir erzählt hat (beim Klassenfest).
In diesem Moment habe ich nicht nachgefragt, zu sehr war ich geschockt vom Inhalt der Nachricht.
Drum frag ich ja auch hier nach, weil mir das so unglaublich vorkommt.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Es gibt BL da ist die Reduktion so weit möglich, in anderen geht das nicht oder nur bei bestimmten Bedingungen, z.B. während der Elternzeit.
Das Land ist inzwischen über jede Stunde froh, die eine Lehrkraft einbringt, die Alternative wäre, dass Lehrkräfte ganz aufhören, denn offensichtlich sind Lehrkräfte, die nur wenige Stunden erteilen, sie finanziell ja nicht auf die Stunden angewiesen.

Bei Konferenzen macht es wenig aus, wenn ein Fach 1- oder 2-stündig erteilt wird, kann das jeweils eine weitere Lehrkraft übernehmen und gehört mit zur Klassenkonferenz.
Die Arbeitszeitstudie der Uni Göttingen hat übrigens zweifelsfrei nachgewiesen, dass Teilzeitkräfte weit über ihre Verpflichtung arbeiten, gerade weil man viele Aufgaben außerhalb des Unterrichts schlecht oder gar nicht teilen kann. Somit halten viele Teilzeitkräfte seit Jahrzehnten den Schulbetrieb mit aufrecht.

Manuela
4 Monate zuvor
Antwortet  Palim

Aber geht so eine Konferenz nicht schneller, wenn weniger Personen beteiligt werden?
Ich glaube, es wäre besser, wenn die Deputate ausgefüllt werden würden. Überstunden wegen einem Ausflug in den Zoo oder der Verabschiedung der Sekretärin oder einer Konferenz, bei der man nur für einen Bruchteil der Themen sprechen kann finde ich verpulverte Zeit, Energie und Geld. Auch die Ausbildung kostet Geld.
Ich will mir nicht anmaßen, über die „Motivation“ der 7 Stunden Lehrerin zu spekulieren, sie macht aber nicht den Eindruck, ausschlaggebend dafür zu sein, dass der Laden am Laufen bleibt.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Es gibt gar keine Überstunden für das, was aufgezählt wurde.

Die Arbeit der Lehrkräfte wird über das Deputat bemessen, tatsächlich gezählt werden nur die Unterrichtsstunden.
Es wird erwartet, dass alle anderen Aufgaben, die im direkten Zusammenhang mit diesen Stunden stehen, aber auch andere an der Schule, die außerhalb des Unterrichtes zu bewältigen sind, durch die Lehrkräfte übernommen werden.

Wenn Lehrkräfte für Konferenzen, Bürokratie oder sonst etwas mehr Zeit benötigen, bekommen sie die Zeit nicht angerechnet und auch nicht ausgeglichen oder erstattet.
Dazu gehören unzählige Aufgaben, die Lehrkräfte übernehmen, die aber so von außen häufig nicht gesehen werden. Man regt sich nicht über verbrachte Zeit in der Schule auf, weil die Sekretärin verabschiedet wird. Ist das in anderen Berufen so?
Vielmehr kommen immer mehr Aufgaben hinsichtlich der Vewaltung, der Organisation, der Differenzierung im Unterricht, die vorbereitet werden muss, der Dokumentation, die Übernahme weiterer Aufgaben angesichts mangelnder Mitarbeiter:innen etc. hinzu.
Auch dazu gibt es Studien, die belegen, dass die angesetzten Tätigkeiten in der gesetzen Arbeitszeit nicht zu schaffen sind.

Viele Lehrkräfte reduzieren ihre Stunden, weil sie ihrem Anspruch an ihre Arbeit gerecht werden wollen. Sie übernehmen viele Aufgaben in der Schule und erteilen weniger Unterricht, arbeiten aber trotzdem weit mehr als 40 Std. in der Woche.

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Sie haben eine Kernbaustelle des Öffentlichen Dienstes beschrieben. Die Kollegin mit ihren 7 oder weniger Stunden, belegt als Beamtin eine Vollzeitstelle (Planstelle). Die restlichen Stunden werden von unbefristeten Vertretungskräften ausgefüllt. Letztere erhalten neben einem geringeren Stundenlohn (weil angestellt) auch die Sicherheit, dass sie sich bald eine neue Vertretungsstelle suchen können.

Alleine an diesem Beispiel kann man erkennen, dass einiges an Lehrpersonal an eine Vollzeitstelle gebunden wird, was wiederum zum viel besungen Lehrermangel führt.

Alla
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

In SH bekommt die Schule LehrerSTUNDEN zugewiesen, die sie dann besetzen darf, wenn es möglich ist auch mit Lehrern.
Jemand der nur halb arbeitet, besetzt auch nur eine halbe Planstelle, erhöht sie die Stundenzahl, besetzt sie z.B. eine 2/3 Planstelle usw.

GS könnten mit ausschließlich Vollzeitkräften gar nicht unterrichten, da es dann weniger Lehrer als Klassen in der Schule gäbe.

Hätten wir z.B. nur Vollzeitlehrer, hätten wir an einer GS mit 13 Klassen genau 10,6 Lehrkräfte, was bedeutet, dass in den ersten 4 Unterrichtsstunden, in denen alle 1. und 2. SOWIE die 3. und 4.Klässler vor Ort sind, immer 2-3 Klassen unbesetzt wären, und das ständig!
In den 5. Stunden wäre man aber mit 10,6 Lehrkräften überbesetzt, da nur noch 7-9 Klassen anwesend sind, in der 6. Stunde sogar nur noch durchschnittlich 2 Klassen.
Was sollen die 28 Stunden Vollzeitlehrkräfte dann machen?

Zumindest das Konzept der „verlässlichen Grundschule“ funktioniert nur mit viele Teilzeitkräften, da ja auch Förderstunden in den ersten 4 Unterrichtsstunden stattfinden müssen, was ohne „Lehrkraft in der Gruppe“ halt nicht geht!

Last edited 4 Monate zuvor by Alla
dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Alla

In NRW im Grunde auch nicht anders. Anhand der Gesamtschülerzahl in den einzelnen Schulkapiteln des Landes wird die Anzahl der erforderlichen Lehrerstellen je Kapitel ermittelt. Anschließend werden bezogen auf den Schüleranteil des jeweiligen Kapitels die Stellen den zuständigen Bezirksregierungen als Mittelstandsbehörden des Landes zugewiesen. Die Bez.-Reg wiederum verteilt dann die ihr zugewiesnenen Stellen auf die einzelnen Schulen.
Für die Erfassung der benötigten Datengrundlage (SchIPS) sind die Schulen zuständig. Maßgeblich sind die jeweiligen Schülerzahlen bzw. Anmeldezahlen des aktuellen Schuljahres einer Schule für die Stellenverteilung des folgenden Schuljahres.

Die Crux – hat eine Gemeinde einen Zuwachs an Bevölkerung im Schuljahr x, ist die Bemessungsgrundlage für die Lehrerversorgung die Schülerzahl im Jahr X-1.
Die Lehrerversorgung hinkt der aktuellem Lage also grundsätzlich hinterher.

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Auch in Nds erhält die Schule STUNDEN zugewiesen.
Reichen die Stunden der Lehrkräfte nicht aus, bekommt die Schule eine Abordung, also eine Lehrkraft einer anderen Schule mit wenigen Stunden zugewiesen, bis es ausgeglichen ist.
Hat eine Schule zu viele Stunden durch die Lehrkräfte, die dieser Schule zugeordnet sind, gibt sie Stunden ab, indem Lehrkräfte an anderen Schulen aushelfen.

Vertretungsstellen gibt es erst, wenn über Abordnungen keine Stunden mehr zur Verfügung stehen und ein Mangel nicht mit einer Lehrkraft, die schon eingestellt ist, ausgeglichen werden kann.

Früher wurden Vertretungsstellen nur im Laufe des Schuljahres benötigt, wenn eine Lehrkraft ausfiel, inzwischen ist der Mangel an Lehrkräften so groß, dass man auch zu Beginn des Schuljahres auf Vertretungen zurückgreifen muss.
Die Vertretungskräfte sind angestellt und sie sind in der Regel nicht als Lehrkräfte ausgebildet, sondern erfüllen geringere Qualifikationen, die das Land vorgibt.
Die Stellen sind befristet, weil die Vertretungen eine bestimmte Lehrkraft ersetzen. Kommt diese zurück, endet die Vertretung – und damit der Vertrag.
Die wenigsten Länder haben eine generelle Vertretungsreserve aufgebaut.

Manuela
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Kann man als Lehrerin die Stunden frei erhöhen/reduzieren? (Ich frage, weil ich es wirklich nicht weiß! Von außen wirkt das alles total „wünsch dir was“)
Ich will nicht glauben, dass der Staat für teuer Geld Menschen ausbildet, die dann nur in homöopathischen Dosen ihre Kenntnisse einsetzen (und 7 Stunden wirken -sorry- eher wie eine unliebsame Unterbrechung der Freizeit als hochmotivierte ernsthafte Erwerbsarbeit. Zumindest im Fall der beschriebenen Lehrerin).
Wie geht es denn den Vollzeitlehrern damit?

Palim
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Mir geht es gut damit, ich freue mich über jede Kollegin, die überhaupt ein paar Stunden übernimmt und über jede, die eine Klassenleitung schafft, damit die Vollzeitlehrkräfte das nicht doppelt machen müssen.

In der Regel sind es hier entweder Lehrkräfte mit sehr kleinen Kindern, die dann wieder einsteigen, oder kranke Lehrkräfte, die so weit reduzieren, dass sie noch ein paar Stunden erteilen können.

@Alla hat es gut erklärt, warum Grundschulen auf Teilzeitkräfte angewiesen sind. Oft sind sie es durchaus, die am Vor Tiago in der 1.-4. Stunde die Versorgung aller Klassen ermöglichen.

Christabel
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Stellen Sie diese Frage auch den Damen, die z.B. nur zwei Nachmittage in der Woche in eine Boutique/Yogaschule etc. arbeiten, weil sie das genau so wollen und nicht mehr arbeiten wollen? Müssen diese Ihnen auch sagen, was sie irgendwann einmal studiert haben? Unterstellen Sie diesen auch eine „unliebsame Unterbrechung der Freizeit“? Und wenn schon, warum dürfen Lehrerinnen das nicht auch so machen?

Fakten sind Hate
4 Monate zuvor
Antwortet  Manuela

Ich kann nur für NRW sprechen:

Bei meiner Verbeamtung vor etwa 3 Jahren, konnte ich ohne Einschränkungen angeben, wie viele Stunden von 25,5 (Vollzeit) ich unterrichten möchte. Das Verbeamtungsformular hätte vom hiesigen Dezernenten in dieser Form akzeptiert oder abgelehnt werden können. Letzteres würde zu keinem Arbeitsverhältnis führen.

Aus der Sicht eines bereits verbeamteten/angestellten Lehrers müsste ich eine Arbeitszeitreduzierung beantragt werden. Eine unterhälftige Reduzierung (kleiner als etwa 13Wochenstunden) nur während der Elternzeit , der Betreuung eines Kindes unter 18 Jahren oder der Pflege von Angehörigen möglich (Zitat aus der entsprechenden Verordnung). Im entsprechenden Formular kann man auch unbegründet eine Reduzierung beantragen. Mein unbegründeter Antrag (6 von 25h Stunden) für das Schuljahr 2020/2021 wurde zunächst abgelehnt. In persönlicher Rücksprache mit dem Dezernenten der Bezirksregierung wurde diesem doch noch stattgegeben.

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Der Gute hier wird mit A13 besoldet. In den Kommentaren wird deutlich, dass er nicht zufrieden damit ist, wenn bald Grundschullehrer und Sek 1 – Lehrer ebenfalls die rechtlich ihnen zustehende Besoldung nach A13 erhalten.
Wieso ihn das so ärgert, das hat er trotz mehrmaligem Nachfragen noch nicht klar geäußert.

Andre Hog
4 Monate zuvor

Na, endlich mal ein ermutigender Post nach all dem A12- / A13-gestreite.

Vielen Dank dafür!! 😉

Alex
4 Monate zuvor

Was mich sehr interessiert: wie wird aktuell verhandelt mit dem Finanzministerium? Wer kommt dazu, wenn es um die Feinheiten geht hinsichtlich Beförderungsstellen, Laufbahngruppenzuordnung…da müssen doch einige Besoldungsexperten dabei sein. Würde zu gern dabei sein.
Es sollen ja auch Schulleitungen und Fachleiter erhöht werden.
Aktuell eh eine Farce: A12Z statt A15 für identische Arbeit…

Marc
4 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Ich bin da auch gespannt. Die Zulagen wurden ja für Altlehramtler ins Spiel gebracht. Das kommt auch sicher daher, dass diese nicht die Voraussetzungen für den höheren Dienst erfüllen und ohne Beförderungsstelle nicht einfach rechtlich auf A13 gesetzt werden können. Für neue Absolventen sieht das aber anders aus. Die bräuchten keine Zulagen, da sie die Anforderungen erfüllen mit dem Masterabschluss. Da wären Zulagen eher wieder eine kleine Sauerei. Ich erwarte eigentlich dass Labg2009 Absolventen daher auf A13 gesetzt werden statt Zulagen zu erhalten. Schulleiter werden bestimmt auf A15 gehen. Vertretungen eventuell A14. Oder die bleiben auf A13z. Man wird es sehen. Denke die Beförderungsstellen könnten (wenn sie böse sind) aufgelöst werden, da sie ja funktionslos waren. Oder sie werden umgewandelt in eine Zulage. Tricky wirds an der Sek1, da es da glaube ich sogar reguläre Beförderungen gibt? Bin grad nicht sicher

Alex
4 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Die meisten Beförderungsstellen an der Realschule bei uns sind ebenfalls funktionslos. Hier könnte ich mir vorstellen, dass sie evtl. mit A14
Besolden, aber erst, wenn der ins Spiel gebrachte Stufenplan 2026 (?) abgeschlossen ist.
Du meinst, LAGB2009 müsste sofort A13 sein und der Rest mit Stufenplan, bis A13 erreicht wird?
Fänd ich fair, da rechtlich angemessen. Aber es kann natürlich sein, so lassen mich die Formulierungen vermuten, dass einfach für ALLE dieser Stufenpln wirkt. Egal welcher Abschluss. Wenn das so ist, dann bitte nicht 70 Eur a 5 Jahre sondern 120 a 3 Jahre oder so.

Mein Wunsch ist jetzt, dass bis zu den Herbstferien ein Beschlussvorlage existiert und das Ding endlich nach so vielen Jahren der Wut, festgezurrt werden kann.

Stiefmütterchen
4 Monate zuvor

Es ist ganz klar, dass A13 nichts mit dem Lehrermangel zu tun hat. Warum sonst gab es früher einen Lehrerüberhang und niemand forderte eine gleiche Bezahlung der Lehrämter ein?! Es gab sogar zu viele Lehrer trotz der ungleichen Bezahlung.

Aber die Sache ist gelaufen. A 13 kommt. Sie Nutznießer können sich freuen. Wer freute sich nicht über mehr Gehalt. Alles andere kann man steckenlassen. Was soll das noch? Es ist peinlich, wie einige Lehrer (wenn sie denn welche sind) hier nur ums Geld/Gehalt feilschen. Sie erwecken zumindest den Eindruck, als sei das das Einzige, was sie interessiert.

Christabel
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Arbeiten Sie in der Wirtschaft? Falls ja, wer führt da Ihre Gehaltsverhandlungen für Sie? Andere?
Falls Sie an einer Schule arbeiten, dann gönnen Sie doch allen in diesem System Arbeitenden eine Gehaltserhöhung. Wer, wenn nicht LehrerInnen haben diese verdient?
Übrigens, ich bin angestellte Lehrerin, A14, musste ich was für tun, warum auch nicht!

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Christabel

Angestellte Lehrerin und A14 – finde den Fehler.

Wenn Du angestellt bist, dann erhälst Du E14. Diese Entgeltstufe ist übrigens die höchste Stufe. Es gibt keine vergleichbaren Eingruppierungen zu A15 und A16 für angestellte Lehrkräfte.
Übernehmen Angestellte eine Funktionsstelle, die normalerweise mit A15 oder A16 dotiert wird, erhalten sie lediglich die E14.

Die Übernahme von Koordinatoren- oder Leitungsstellen ist bei Angestellten nicht vorgesehen.

dickebank
4 Monate zuvor
Antwortet  Stiefmütterchen

Wenn die Vergütung zu A13 ein Gehalt wäre, würde kein Mitarbeiter dafür morgens den Hintern aus dem Bett kriegen.
Eine Vergütung zu A13 ist eine Besoldung. Das Besoldungssystem ist nicht vergleichbar mit den Entgeltsystemen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Gehalt ist die Bezeichnung für das Entgelt, das Arbeiter und Angestellte am Ende oder in der Mitte eines Monats erhalten.
Die Gehaltshöhe der einzelnen Entgeltgruppen ist Folge von Tarifverhandlungen,
die Höhe der Versorgungsbezüge wird gesetzzlich geregelt.

Btw die Gehaltshöhe ist Grundvoraussetzung für meinen Arbeitseinsatz.
Wenn das Entgelt für meinen Arbeitseinsatz auf der Grundlage einer Eingruppierung in das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe II ermittelt wird, dann frage ich mich doch, warum ein Polizeihauptkommissar oder ein Amtsrat der Verwaltung lediglich einen Bachelor-Degree aufweisen muss und ich einen Master-Degree, um in diese Laufbahngruppe zu gelangen.
Bw-Offiziere (m/w/d) werden mit Erlangen des Masters zu Hauptmännern befördert, aber die werden ja schon während des Studiums besolddet.

Dietmar
3 Monate zuvor

Erstaunlich ist, dass auf Stella (https://www.schulministerium.nrw.de/BiPo/Stella/online) viele Stellen nicht offen ausgeschrieben werden. Ganz häufig dürfen sich beispielsweise nur Lehrkräfte bewerben, die bereits beim Land NRW arbeiten. Ich frage mich, warum andere Lehrkräfte ausgeschlossen werden, obwohl NRW nach eigenen Angaben dringend Lehrkräfte sucht.

Dietmar
3 Monate zuvor

Es ist erstaunlich, dass in NRW viele Stellen nur für Lehrkräfte ausgeschrieben werden, die bereits beim Land NRW unterrichten (https://www.schulministerium.nrw.de/BiPo/Stella/online). Diese Closed-Shop-Mentalität ist in Zeiten des Lehrermangels sicher ungeeignet.