Erziehung: Wie Rollenklischees (und auch die Gene) die Geschlechter prägen

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TÜBINGEN. Typisch Junge! Typisch Mädchen! Wirklich? Es gibt natürlich genetische und angeborene Unterschiede. Doch Eltern erziehen oft nach Geschlecht und bestärken so die Rollenklischees – oft unbewusst.

Was macht ein Mädchen aus – und was einen Jungen? Darüber herrschen (zu?) klare Vorstellungen. Foto: Shutterstock

Leise und friedlich oder laut und aufgedreht: Mädchen und Jungs machen sich schon als Säugling anders bemerkbar. Schuld seien die Hormone, so Verhaltensforscher. Aber auch die Erziehung bzw. die Erwartungshaltung, die man an das jeweilige Geschlecht hat, beeinflussen Kinder – und das schon sehr früh.

Fakt ist: Genetik und Verhalten lassen sich nicht trennen. «Von Natur aus» verhält sich kein Mädchen und kein Junge. Denn vieles, was Frauen und Männer unterscheidet, lässt sich auf die ersten Lebensjahre zurückführen. Sie prägen, wie Kinder sich mit ihrem Geschlecht identifizieren und welche Rollenklischees sie annehmen.

Ein Versuch, sieben typische Verhaltensmuster zu entschlüsseln:

Wilde Jungs, brave Mädchen

Schon als Baby verhalten sich viele Jungs lauter und fordernder als Mädchen. Den Grund liefert das Sexualhormon Testosteron. «Die Menge ist nach der Geburt noch deutlich höher als bei Mädchen», sagt Reinhard Winter, Geschlechterforscher am Sozialwissenschaftlichen Institut Tübingen. So wird dafür gesorgt, dass sich die Genitalien nach biologischem Geschlecht entwickeln. Im Laufe des ersten Lebensjahrs sinkt der Testosteron-Spiegel wieder ab. Dennoch bleiben Jungs oft die impulsiveren, aktiveren Kinder.

Zu den angeborenen Unterschieden kommt ab Geburt die Erziehung. «Viele Eltern erziehen ihre Kinder nach Geschlecht, so, wie sie es erwarten», erzählt Winter. Zeigt sich ein Junge kraftvoll und wird dafür positiv bestätigt, will er von dieser Erfahrung mehr. Das funktioniert auch bei Mädchen. Nur: «Mädchen können die Impulssteuerung schneller regulieren. Sie sind dann automatisch die vernünftigeren.»

Puppen-Mama und Baggerfahrer

Ab dem ersten Geburtstag greifen Mädchen zu Puppen, Jungen zu Fahrzeugen. «Mit Puppe und Kleiderkoffer lässt sich viel differenzierter spielen», sagt Gabriele Haug-Schnabel, die das Institut «Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen» betreibt.

Bei Jungen, die mit Autos hin- und herfahren, sei das Spiel oft begrenzt. Jungenexperte Winter empfiehlt, das Spiel zu erweitern: «Dann sind da nicht nur Autos, die aufeinanderprallen, sondern auch ein Krankenhaus, wo die verletzten Autofahrer geheilt werden, bis sie dann wieder nach Hause kommen und gemeinsam kochen», sagt er.

Mädchen basteln, Jungs schießen Bälle

Auch bei sportlichen und gestalterischen Übungen gibt es Unterschiede: Jungen interessieren sich mehr für Klettern, Fußball und körperorientierte Spiele. Mädchen lieben es, mit der Bastelschere kreative Dinge zu entwerfen. «Das verstärkt sich bis ins Schulalter, wenn Geschlechter stereotyp gefördert werden», sagt die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Inés Brock aus Halle (Saale).

Im Kindergarten, wenn die Kleinen ihre ersten Gruppenerfahrungen machen, seien alternative Angebote wichtig. So trainieren beide ihre Schwachstellen. Damit Spielbereiche für beide Geschlechter spannend sind, empfiehlt die Verhaltensbiologin Haug-Schnabel, sie zu ergänzen. «Zum Beispiel das Holzarbeiten mit Verzieren, Buchstaben und Zahlen kombinieren», sagt sie.

Wie der Vater, so der Sohn

Ob man ein Mädchen oder Junge ist, lernen Kinder erst mit der Zeit. «Zwischen zwei und drei Jahren können Kinder die Erwachsenen nach Geschlechtern sortieren, erst danach ordnen sie sich selbst ein», so Winter. Ab drei Jahren wird das Geschlecht relevant für die Identität. «Kinder fahnden nach allen Stereotypen in ihrem Umfeld, die ihnen die Zuordnung einfacher machen», sagt er.

Eine wichtige Rolle haben dabei gleichgeschlechtliche Erwachsene wie Mutter, Vater, Erzieher oder Erzieherin. «Mit dem nachahmenden Verhalten versuchen sie, ihre Identität zu sichern», erklärt Inés Brock. Anstrengender ist es für Jungen. «Durch den großen Überhang an weiblichen Bezugspersonen in Kita und Schule ist es für sie viel schwieriger, sich in ihrer Männlichkeit zuhause zu fühlen», sagt sie. Folglich orientieren sich Jungs stärker an gleichaltrigen Jungs als das Mädchen tun, so Winter.

«Sind männliche Erzieher vorhanden, sollten sie mit den Jungs basteln und nicht explizit Jungszeug spielen», rät die Psychologin. So lernen sie einen anderen Typ Mann kennen. Das gilt auch für Väter: «Die neue Generation hat die Aufgabe, sich in neuen Rollenbildern zuhause zu fühlen.»

Prinzessin oder Feuerwehrmann

Was Kinder mögen, zeigen sie auch mit ihrer Kleidung. Shirts in Rosa oder Blau, verziert mit Einhorn oder Dinosaurier, Regenbogen oder Feuerwehr: Forscher wissen, dass das Kind die gelernte Zuordnung zur Identifikation benutzt. «Wir sollten aber sensibel damit umgehen, sodass ein Junge, der sich als Prinzessin verkleiden will, nicht kritisiert wird, genauso wenig, wie ein Mädchen, das keinen Rock tragen möchte», sagt Inés Brock.

Dass Kleidung schmückt, lernen Mädchen durch Erwachsene. «Wenn man ihnen sagt: „Du bist toll angezogen“ prägt das ihre Affinität zum schönen Aussehen», so Gabriele Haug-Schnabel. Jungen lernen, dass Kleidung eine Funktion hat. «Ihnen wird viel häufiger gesagt, dass sie eine echte Handwerkerhose tragen», sagt sie.

Jungen lieben Wettbewerbe, Mädchen scheuen sie

Kleine Mädchen sind oft zurückhaltend, wenn es um eine neue Herausforderung geht. Anders die Jungen. Sie lieben Wettbewerbe und haben Spaß am Gewinnen. «Wodurch die Gruppen der Jungs hierarchisch geprägt werden», sagt Brock.

Die Gründe lassen sich aus der Anthropologie ableiten: «Männer waren aufgrund ihrer körperlichen Statur immer diejenigen, die Familie und Volk geschützt und verteidigt haben – das wirkt bis heute nach», sagt sie. Damit lässt sich auch ihre Lust am Raufen und Rangeln begründen. «Das Bedürfnis kann man aufnehmen, da wo es aber in Richtung Kampf und sozial unverträglichem Macho-Verhalten wird, müssen wir intervenieren», rät Winter.

Mädchen orientieren sich gleichrangiger. Wenn sie sich kämpferisch zeigen, haben sie gleichgeschlechtliche Vorbilder, weiß Gabriele Haug-Schnabel. Das seien vor allem die Großmutter und Mutter, die das Beste für ihre Familie erreichen wollen.

Jungs wollen klare Ansagen, Mädchen sprechen lieber

Mädchen verhalten sich etwas personen- und beziehungsorientierter als Jungen und sprechen mehr. Ein Grund ist die etwas schnellere Reifung im Gehirn, ein anderer das frühe Studium der Menschen. «Mädchen verweilen schon als Baby länger an Gesichtern», sagt Inés Brock. Dadurch nehmen sie Stimmungen und Sprache viel deutlicher wahr.

Um Jungen nicht zu überfordern, helfen klare, kurze Ansagen. «Lange Begründungen oder Beziehungsappelle rauschen an ihnen vorbei, sie können nicht so gut verstehen, was gemeint ist», sagt Winter. Das helfe auch Jungen, die positions- oder statusorientiert sind. «Wenn sich die Mama liebevoll, aber eindeutig als Chefin positioniert, ist die Position klar: Es lohnt sich, ihr zu folgen», sagt er. Lange Ansagen wirken dagegen unsicher, da lohnt sich der Widerstand. Von Evelyn Steinbach, dpa

Ratschläge für Eltern

Rosa für Mädchen, Fußball für Jungs: Immer noch tappen Eltern schnell in die Gender-Falle. Ein paar Tipps:

1. Lassen Sie Kinder das anziehen, was sie möchten

Rosa oder hellblau, Einhörner oder Dinosaurier: Lassen Sie Ihr Kind so früh wie möglich mitentscheiden, welche Kleidung es tragen will. Mag Ihre Tochter keine Röcke tragen und Ihr Sohn sich als Prinzessin verkleiden, ist das völlig in Ordnung.

2. Bieten Sie verschiedene Spielzeuge an

Es müssen nicht immer die Puppe für Mädchen und der Bagger für Jungs sein. Solange Spielsachen noch nicht stereotyp gewünscht werden, sollten Eltern sie möglichst breit anbieten.

3. Spielen Sie mit Mädchen Fußball, mit Jungs etwas Kreatives

Stärken Sie Ihre Kinder auch in dem, was sie weniger gut können. Das ist bei Jungs oft die Feinmotorik: Basteln und Malen. Bei Mädchen die Grobmotorik: Fußball spielen und Klettern.

4. Achten Sie auf klischeefreie Bücher und Filme

In vielen, teils älteren Kinderbüchern und Filmen werden tradierte Familien- und Rollenbilder gezeigt. Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass moderne Verhaltensweisen gezeigt werden.

5. Leben Sie neue Rollenbilder vor

Papa kocht und Mama bohrt ein Loch in die Wand: Leben Sie Ihren Kindern neue Rollenbilder vor. Dazu gehören auch klischeefreie Spiele: Väter, die mit ihren Jungs ein Armband basteln oder Frauen, die mit ihren Töchtern toben.

6. Lösen Sie sich von Erwartungshaltungen

Viele Eltern erziehen ihre Kinder so, wie sie es erwarten bzw. selbst erfahren haben. Aber: Nicht nur Jungs können mutig und durchsetzungsstark sein, auch Mädchen. Das sollten Sie unterstützen.

7. Machen Sie beiden die gleichen Komplimente

«Du bist toll angezogen» sollte man nicht nur Mädchen sagen. Auch Jungs mögen Komplimente, wenn sie besondere Kleidung tragen. Das Gleiche gilt für alle anderen Komplimente, die man Kindern macht. dpa

Zum Christoper Street Day: GEW fordert, dass sich Schulen („endlich“) zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt bekennen

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Alx
8 Tage zuvor

„Die neue Generation hat die Aufgabe, sich in neuen Rollenbildern zuhause zu fühlen.“

Warum?

Androgyn
7 Tage zuvor
Antwortet  Alx

Die neue Generation tut das zum Glück schon, jedenfalls in großen Teilen, und ist ungleich offener für Vielfalt auch darin, wie Menschen ihre Geschlechtsidentität empfinden und ausdrücken. Es gibt viele Kinder, die sich irgendwo zwischen „typisch Mädchen“ und „typisch Junge“ wahrnehmen und wohlfühlen, und sie verdienen, darin ernst genommen, gestärkt und von Erwachsenen und Gleichaltrigen respektiert zu werden. Eigentlich doch ganz einfach: „Die Würde des Menschen…“. .

Streamer01
7 Tage zuvor
Antwortet  Androgyn

Ja, das mit der Vielfalt kenne ich aus diversen TikTok-Videos, wo Menschen mit eher traditionell geprägten Geschlechterrollen auf Almankinder mit „neuen Rollenbildern“ treffen.
Leider geht das dann immer sehr einseitig aus…

447
7 Tage zuvor
Antwortet  Streamer01

Was wohl auch Sinn der Sache ist. /Schulterzucken… wieviele Forderungen gibt es eigentlich, islamisch geprägte Jungen oder Männer in „ihrer“ Frauenrolle zu „fördern“? Danke, keine weiteren Fragen.

Streamer01
7 Tage zuvor
Antwortet  447

Ich finde solche Situationen aber nicht schlimm, denn effektiver als so, wird man die Soyboys nicht zurück ins natürliche Habitat bringen \

„Harte Zeiten schaffen starke Männer. Starke Männer schaffen gute Zeiten. Gute Zeiten schaffen schwache Männer. Und schwache Männer schaffe harte Zeiten.“
G. Michael Hopf

Georg
7 Tage zuvor
Antwortet  Androgyn

Tun sie das von sich aus, oder erst seit sie von diversen Quellen intensiv darauf konditioniert wurden?

Alx
7 Tage zuvor
Antwortet  Androgyn

Warum soll ich dann allen anderen Kindern so etwas aufzwängen statt alle so sein zu lassen wie sie sind?

Carsten60
7 Tage zuvor
Antwortet  Alx

Die Veränderung der Rollenbilder ist genauso zu einer Ideologie geworden wie vorher die strikte Einteilung in die Rollen. Und wer dem Klischee zuwiderhandelt oder sich dagegen äußert, ist in beiden Fällen schlecht dran. Man sollte das alles besser nicht so verbissen sehen, solange keine Gewalt mit im Spiel ist.
Nicht vergessen: Selbst beim Zuknöpfen von Jacken gab oder gibt es noch eine männliche und eine weibliche Variante. Und wer das falsch machte, wurde zumindest verspottet wie die ersten Frauen, die Hosen anziehen wollten. Solche Klischees kann man getrost abschaffen, aber die Talente und das Interesse für bestimmte (Fach-)Richtungen, die sollte man sozusagen der Natur überlasen. Bei den Jungs ist ein Musiker eben kein Fußballstar, bei den Mädchen entsprechend. Der eine hat’s im Kopf, der andere in den Beinen oder den Muskeln allgemein. Der eine kümmert sich um Menschen, der andere lieber um Maschinen.

Noch 5 Jahre
6 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Die letzten 3 Sätze Ihres Posts kommen so harmlos daher, und ich stimme ihnen- den Sätzen- auch zu.
Auf der anderen Seite münden die beschriebenen Differenzen zumeist in Berufsfelder mit deutlichen Entlohnungsunterschieden. Das ist dann werniger harmlos.

Georg
8 Tage zuvor

Ich habe mal die folgende (wahre) Geschichte gelesen:

Der Autor hat als Kind ein befruchtetes Hühnerei ausgebrütet, ich glaube als eine Art längere Hausaufgabe. Das Küken schlüpfte und wurde von ihm regelmäßig gefüttert. Obwohl es keinerlei Kontakt zu anderen Hühnern und Hähnen hatte und der Autor außer Füttern keinerlei Erziehung vornahm, entwickelte es die typischen Verhaltensweisen eines weiblichen Huhnes.

Frage: Warum soll das beim Menschen signifikant anders sein? Ja, der Mensch ist formbarer, aber warum gelingt es beim Menschen nur mit großem Aufwand, die genetisch vorgegebenen Verhaltensweisen, zum anderen Geschlecht umzupolen?

Abgesehen davon: Wenn ein Junge typisch männliche und ein Mädchen typisch weibliche Verhaltensweisen entwickelt, wieso sollen die Eltern das unterbinden, indem sie z.B. dem Mädchen einen nicht gewünschten Bagger oder dem Jungen einen nicht gewünschten Puppenwagen andrehen?

447
8 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Das „sollen“ die Eltern, da es einer politischen Agenda entspricht. Abgesehen von minimalen Anteilen an der Bevölkerung ist keiner so, das stetige mediale und soziale Nachverdichten von Ideologie verlangt aber, dass es „das“ ganz, ganz oft geben „muss.“

Indra Rupp
7 Tage zuvor
Antwortet  447

Schon wieder… und die von außen aufgezwungene Heteronormativität nicht mal ansatzweise verstanden und hinterfragt. Wenn Kindern nichts aufgezwungen werden soll, fängt doch bitte dort an und wenn die Kinder sich dann trotzdem nach Rollenklischees verhalten, dann ist alles gut.

Carsten60
7 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Sie ignorieren wieder mal, dass diese „aufgezwungene Heteronormativität“ weniger in Deutschland grassiert als vielmehr in dem islamisch geprägten Teil der Welt. Sagen Sie das alles mal den Ditib-Funktionären, den Mullahs, den Taliban usw. Nicht vergessen. Der Islam gehört zu Deutschland! Aber die dazugehörigen Rollenklischees nicht auch? Das ist doch eine interessante Frage!

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Da Carsten schon wieder über Araber reden möchte:
Ich mag Araber nicht besonders. Die sind mir zu wild mit ihrem nervösen, vollblütigem Gehabe, Nee, das ist mit zu unsicher,zu temeramentvoll, zu gefährlich mit denen. Mit einem Araber würde ich mich überhaupt nicht sicher fühlen. Ich bevorzuge lieber den robusten, gleichmütigen Isländer – allerdings kann der unsere jetzigen Temperaturen hier nicht gut haben und kriegt dann schnell ’n juckendes Ekzem! Was das Machogehabe betrifft, ist der Araber auch viel schlimmer als der Isländer.

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wir reden jetzt von Pferden, oder?

Indra Rupp
5 Tage zuvor

Und warum haben Araber überhaupt so eine übertriebene Stupsnase? Da mag ich doch die ramsnasigen Schwarzwälder lieber.

Carsten60
5 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Quatsch: Ich hatte nicht von Arabern gesprochen, sondern von Ditib-Funktionären, von Mullahs, von den Taliban. Was halten denn wohl die ach so frommen Taliban von „queer“ ???
Es ist typisch, dass Sie davon ablenken wollen. Alle Schuld wird der deutschen Gesellschaft zugeschoben, alle anderen sind immer entschuldigt, auch wenn sie noch so mittelalterlich-reaktionär sind.

Noch 5 Jahre
6 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Paranoia lässt wieder grüßen!?

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Finden Sie es nicht wahnsinnig naiv, dass Sie blau als Farbe erkennen, gelb aber nicht?

Noch 5 Jahre
6 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Sorry, diese Frage übersteigt Intellekt und Abstraktionsvermögen.

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Aufgedrängte NICHT normative Rollenbilder =blau, Aufgedrängte normative Rollenbilder = gelb. Wenn Sie gegen „aufdrängen“ sind, sollten Sie letzteres nicht übersehen und ersteres als Schadens-Ausgleich betrachten. Garnichts aufdrängen wäre das Ideal und echte Freiheit , ist aber unrealistisch. Machen Sie es sich als Hetero nicht so einfach und übergehen einfach die Aufgedrängte Heteronormativität. Die ist so dominant, dass man den Wald vor Bäumen nicht sieht und deshalb leicht ausblenden kann. Es ist schon sehr heuchlerisch und einfach gestrickt, hier die Heteronormativität als von Natur aus da zu betrachten und das Andere als aufgezwungen. So Naiv sollte man dann doch nicht durchs Leben gehen. Ansonsten wäre wohl auch jegliche emanzipatorische Entwicklung „widernatürlich“.

Noch 5 Jahre
5 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Nicht schon wieder der ganze Sermon von letzter Woche! Heterosexuelle Menschen und ihre Lebensweise sind nun mal in der Mehrzahl- das spiegelt sich natürlich auch in der öffentlichen Darstellung usw. wider.

Übrigens sind Sie im Unterstellen und Vorurteilen auch ganz gut, indem Sie von mir „als Hetero“ ausgehen 😉

Indra Rupp
5 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Dann bilden Sie sich doch mal fort und reflektieren die manipulierenden Rollenbilder der Mehrheitsgesellschaft und erklären das nicht einfach für irrelevant, weil von der Mehrheit indoktriniert. Sonst brauchen wir auch nicht andere Varianten in Frage stellen. Oder ist die Mehrheit so privilegiert, dass sie nicht hinterfragt werden darf?

Übrigens ist es eine Masche von Homophoben, anderer Leute lgbti* freundlichen Argumente zu relativieren, indem sie suggerieren selber lgbti* zu sein und damit ihre homophobe Ansicht zu legitimieren. In einem stimme ich aber zu : Wer 100 % Hetero ist, ist meist gleichmütig und hat das nicht nötig. Es wurde nachgewiesen, dass homophobe Männer zB sich zwar für Hetero halten aber erregt auf schwule Pornographie reagieren – und damit eben nicht klar kommen.

Noch 5 Jahre
5 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ihnen ist in Ihrer verblendeten Eindimensionalität nicht beizukommen-also lass‘ ich’s besser sein.
Aber Sie springen über jedes Stöckchen: An keiner Stelle wurde in meinem Post suggeriert, lbt…irgendwas zu sein. Weder zu Geschlecht noch zu sexueller Orientierung habe ich eine Aussage gemacht. Es ist persönliche Lebensführung gehört in ein öffentliches Forum zu beruflichen, professionellen Themen nicht hinein.
Das erklärte ich Ihnen bereits letzte Woche, woraufhin Sie mir die Ignoranz eines/r Heteros/a vorwarfen. Heute konstatieren Sie Homophobie gepaart mit verdrängten homoerotischen Neigungen.
Wie anders soll man das nennen als paranoid???

Indra Rupp
5 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Zur Homophobie bei „offiziellen“ Heteros mit homoerotischer Neigung gibt es Studien.
Das andere bezog sich darauf, dass Sie in Frage stellten, Hetero zu sein.

Noch 5 Jahre
4 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Verstehen Sie es denn nicht?! Ich habe nichts in Frage gestellt oder suggeriert, sondern keine Angabe gemacht.
Das alles sind Ihre Annahmen. Sie selbst sind ebenso von solchen geleitet wie die, denen Sie das so vehement vorwerfen.
Und breiten Sie bitte nicht ständig Ihre private Situation und persönliche Dispositionen jeglicher Art hier aus. Sie gehören nicht in ein beruflich- professionelles Forum. Ob Sie das Pronomen als Anrede- oder Personalpronomen verstehen, stelle ich Ihnen anheim.

Indra Rupp
4 Tage zuvor
Antwortet  Noch 5 Jahre

Als beruflich – professionelles Forum würde ich eher Lehrerforen.de betrachten…. also im Bezug auf die Kommentare dort. Da wertet zB keiner Frauenfussball ab, das ist eines Lehrers auch nicht würdig. Auch die Spiegel Kommentare zu dem von mir unten verlinkten Spiegel Bericht scheinen in Ordnung zu sein (hatte nur die obersten gelesen). Hier dagegen meldet sich zB Georg mit „Männer sind halt stärker und müssen dann auch besser bezahlt werden“. Und an anderer Stelle rühren „besorgte Eltern“ ihre Werbetrommel. Ich frage mich, warum die sich so auf dieses Forum stürzen und sehe allemal Bedarf Gegenpositionen zu schreiben.

Noch 5 Jahre
3 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

21…22…und schon wieder ist in China ein Sack mit Reis umgefallen…

Indra Rupp
7 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Menschen haben weniger Instinktverhalten . Sie heben auch nicht von alleine das Beinchen am Baum…

Carsten60
7 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Aber deshalb ist das Instinktverhalten beim Menschen nicht etwa total abgeschafft oder aufgelöst. Nehmen Sie nur den Fall, dass zwei verfeindete zugewanderte Clans mit Fäusten, Knüppeln, Latten und anderen Gegenständen aufeinander los gehen, in Gegenwart ihrer Kinder. Sowas ist bei einer Einschulungsfeier passiert (wurde auch hier bei news4teachers berichtet). Das „Tier im Menschen“ sollten Sie nicht unterschätzen. Mit Naivität kommen wir nicht weiter.

uwe
7 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Frage: Warum soll das beim Menschen signifikant anders sein? „

Die Antwort ist gradezu erschütternd einfach: Menschen sind keine Hühner. #Servicetweet

Alx
5 Tage zuvor
Antwortet  uwe

Menschen sind auch nur mehr oder weniger schlaue Tiere.

Die ganze Gendertheorie ist absurd und fußt auf dem „erfolgreichen“ Experiment von Money.

Schattenläufer
8 Tage zuvor

All diese Erziehungsratschläge sind mal wieder der Versuch eine Entwicklung mit Gewalt und innerhalb kürzester zeit künstlich herbei zu führen.
Dinge brauchen Zeit. Rollenbilder lassen sich nicht gepresst in ein paar Jahren ändern.
Warum soll ich mit Mädchen Fußball spielen und Jungen zu kreativen Arbeiten drängen?

Lasst die Kinder doch machen was ihnen Spaß macht, lasst sie sich selbst entfalten und unterstützt Sie dabei.
Soll ich jetzt den Jungen am Fußballspielen hindern, damit der nicht in ein Rollenbild hinein wächst?

Moderne Bücher? Das klingt wie eine Revision unserer Geschichte.
Ich finde das schon bei Büchern für Erwachsene sehr schräg.
Ich mag historische Romane.
Im Mittelalter waren die Rollen eben so, dass die Gesellschaft von den Männern dominiert wurde. Das war zwar nicht richtig aber eine Tatsache.
Akteure im Mittelalter waren meist Männer. Gelehrte, Herrscher, Geistliche, Krieger, all diese Funktionen wurden von Männern wahr genommen.
Wie heißen heute historische Bücher? Die Kreuzrittern, die Schmiedin, die Päpstin.
Das ist revisionistischer Unsinn der die Realität der Vergangenheit nach heute erwünschten Rollenbildern verzerrt.
Ist Wilhelm Busch heute nicht mehr ein schönes Kinderbuch weil da Max und Moritz und nicht Marx und Anna agieren?

Wie schon oben beschrieben ist es eben nicht die Aufgabe unserer Kinder neue Rollenbilder zu leben.
Es ist die Aufgabe unterer Kinder die Rollenbilder zu leben mit den sie selbst zufrieden sind.
Es ist auch nicht die Aufgabe von uns Eltern die Kinder in alte oder neue Rollenbilder zu pressen. Es ist unsere Aufgabe die Kinder bei der selbst gewählten Entwicklung zu unterstützen und so weit als möglich vor Schaden zu bewahren.

Georg
8 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Guter Kommentar. Die Sache mit den Männern im Mittelalter war nicht nur eine Tatsache, sondern eine Notwendigkeit, weil Frauen körperlich unterlegen sind und aufgrund der häufig abwesenden Männer auf die Kinder aufpassen mussten.

Marx und Anna ist übrigens ein wie ich finde sehr lustiger Tippfehler.

dickebank
8 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Und ich dachte Marx und Engels:) und nicht Marx und Anna.

Marion
8 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Das haben sie wirklich schön beschrieben. Genau so denke ich auch, mir fehlten nur die richtigen Worte. Danke.

Marion
8 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Obwohl ich zugeben mus, daß ich „Die Päpstin“ gelesen habe und die sehr spannend fand.

Schattenläufer
7 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Ich auch. Stimmt.

Kynnefjäll
6 Tage zuvor
Antwortet  Schattenläufer

Genauso sehe ich das auch.

klm
7 Tage zuvor

Ich meine auch: Lasst die Kinder in ihrer geschlechtlichen Entwicklung in Ruhe und verunsichert sie nicht in ihrer selbst empfundenen Geschlechtsidentität.
Es gibt nun mal von Natur aus Unterschiede und die sollten Kinder auch leben dürfen, ohne dass man ihnen dreinredet.

Carsten60
7 Tage zuvor

„Das Familienleben ist gekennzeichnet durch die Vorrangstellung des Mannes und durch eine klare Rollenzuweisung der beiden Partner.“
Quelle:
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-642-24925-9_10

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Wunschvorstellung der AfD oder Ihre eigene? Falls letzteres tut mir Ihre Frau leid, falls Sie eine haben. Obwohl…. es soll ja Frauen geben, die das auch so sehen wie Sie. Na dann, jeder nach sener Fasson!

Carsten60
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Es ist doch kaum zu fassen, dass Leute, die hier diskutieren, nicht zwischen Meinung und Zitat unterscheiden (das wird selbst von Schülern verlangt). Was oben in „…“ steht, ist nicht meine Formulierung oder gar meine Idealvorstellung, sondern eine nur zitierte Angabe zum Inhalt dieses wiss. Buches im Springer-Verlag. Die Autoren oder der Verlag sind dafür verantwortlich.

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Dann hätten Sie vielleicht mal einen Satz dazu schreiben sollen, warum Sie dieses Zitat hier posten. Denn ansonsten muss man das als Ihre Meinung interpretieren. Nur so in die Diskussion geschmissen ergibt es, jedenfalls für mich, keinen anderen Sinn.

Carsten60
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

NEIN: Ein Zitat ist nie die eigene Meinung dessen, der da zitiert, es sei denn, das wird ausdrücklich gesagt.
Ich habe das zitiert, um einen Kontrapunkt zu setzen gegen das Schimpfen auf unsere angeblich patriarchalische Gesellschaft mit den Klischees der Geschlechterrollen. Denn das Zitat deutet darauf hin, dass gerade die islamisch geprägten Gesellschaften in dieser Hinsicht viel eher angreifbar sind als die deutsche Gesellschaft. Aber warum greift sie niemand an? Opportunismus?

Indra Rupp
7 Tage zuvor

Erwachsene sollen Kinder nichts aufdrängen, was sie nicht wollen. Erwachsene sollen aber hinterfragen, ob sie das nicht unbewusst längst getan haben und zwar in Form von heteronormativen Rollenbildern,wie auch im Artikel beschrieben. Das Anbieten von nicht normativen Rollenbildern soll ein Ausgleich für das klischeehaft unterbewusste Verhalten Erwachsener sein. Der Erwachsene gleicht also das aus, was er dem Kind schon unbewusst aufgedrängt hat. Das heißt nicht, dass Kinder sich nicht auch genetisch bedingt verschieden verhalten. Wenn sie aber auch nur teilweise nicht dieser Norm entsprechen, haben sie durchaus zu leiden.

Mein Sohn hatte es nicht so mit raufen, Autos und Fußball und litt extrem an einer Waldorfschule, weil dort nur Mädchen in Schutz genommen wurden. Er war nicht so risikofreudig und ist dafür jetzt aber auch zu vernünftig und zu intelligent, um diesen ganzen Blödsinn, den jugendliche Jungs machen, mitzumachen und dadurch mitunter auch wiederum ein Vorbild. In anderen Dingen wiederum auch typisch Jungenhaft ( Lego, MINT). Wenn ein Mädchen von einem Jungen auf dem Schulhof angegriffen wird ( GS, körperlich gleichstark) dann bekommt es mehr Hilfe, als ein Junge, der genauso wenig angegriffen werden möchte. Vom Verstand her reagiert die Lehrkraft gleich, ich meine aber die erste Reaktion aus dem Bauch heraus, die unterbewusst ist. Ach ja, und er ist Hetero. Lange Haare, viel mit Mädchen gespielt, bisexuelle Mutter, alleinerziehende Mutter, leider quasi kaum männliche Vorbilder, kein verfügbarer Vater, Offenheit gegenüber lgbti* in der Erziehung – nichts davon „macht einen schwul“ und auch nicht umgekehrt zum “ Frauenhasser-Macho“.

Familie
7 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Ich bin mir auch sicher, dass man ein Kind nicht schwul, bi, Trans…. MACHEN KANN. Das würde ja auch implizieren, dass man ein homosexuelles Kind zum Hetero MACHEN KANN, wenn beide Elternteile (und evtl. auch die Geschwister) hetero sind!

Mein Schwager war eines von 6 Kindern und als einziger schwul. Mein Sohn hat seinen Vater früh verloren und hat schon immer einen engen Kontakt zu seinem Onkel und dessen Partner und ist trotzdem hetero.

Btw, sollte er irgendwann feststellen, dass er bi ist, wird er es sicherlich leichter haben als andere, da gleichgeschlechtliche Liebe in der Familie immer schon normal war.

Indra Rupp
7 Tage zuvor
Antwortet  Familie

Ja, darum geht es mir dabei auch. Wenn er merkt, er ist nicht Hetero, dann soll das nicht etwas völlig neues, ungewöhnliches für ihn sein und er soll nicht meinen, damit alleine zu sein.

Indra Rupp
7 Tage zuvor

In einem Punkt wiedersprech ich dem Artikel. Es gibt heute eine Mischung aus indoktrinierten Bauchgefühl und Verstand. Beides läuft zu Gunsten der Mädchen!
Denn zum einen werden Mädchen nach wie vor als die Schwachen empfunden und mehr in Schutz genommen, für glaubwürdiger gehalten ect. Zum anderen werden sie als emanzipierte Heldinnen betrachtet, wenn sie sich wehren, kein Blatt vor dem Mund nehmen, so dass man ihnen da viel mehr nachsieht. Auch wenn sie aggressiv sind, wird das herunter gespielt. Die einen finden das harmlos/niedlich. Die anderen bewundernswert. So in der Art reagierten zB beim Elternabend in der Waldorfschule die Eltern der fünfzehn Mädchen, unter denen die fünf Jungs in der Klasse zu leiden hatten. Die Jungen wiederum werden nicht ernst genommen, wenn sie Hilfe brauchen und gelten als die aggressiven Männer von morgen, wenn sie sich wehren. Es ist nicht überall so schlimm wie bei Waldorf mit den vielen Prinzessinnen und Wohlstandseltern (in unserem Fall waren die Jungs auch noch größtenteils Pflegekinder, also benachteiligtere ) .
Trotzdem : Mädchen haben einen zweifachen Vorteil und haben sich prozentual dadurch sehr unreflektiert, gewissenlos und aggressiv entwickelt. Die Jungen werden in solchen Auseinandersetzungen zu ohnmächtigen, doppelten Verlierern. Auch die männlichen Lehrer setzen sich schnell einer Kritik aus, wenn sie das reflektieren. Das ist eine Sache, die wir Frauen in den Griff kriegen müssen, weil wir das zu verantworten haben. Wir haben jetzt die gleichen Rechte wie Männer und machen natürlich auch genauso Fehler. Der Opferstatus reicht nicht mehr und auch Rosinen rauspicken geht nicht. Wir sind nicht besser als Männer und dies kommt, wenn wir die gleiche Macht haben, auch zum Vorscheinen. Wir müssen dringend in uns gehen und überlegen, was an „Jungenhaftem“ wichtig, nützlich und bewundernswert ist, dann haben wir es mit den Jungs auch wieder leichter.

Alla
7 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Als wir den ersten männlichen Lehrer an unsere GS bekamen, war das ein Augenöffner.
Er machte uns klar, dass es in der Natur vieler Jungen liegt zu raufen. Das hatten wir immer sofort unterbunden und dazu angehalten, den Streit mit Worten beizulegen. Damit wurde übersehen, dass Worte, wie sie einige Mädchen gern benutzen, genauso verletzend sein können wie Taten.
Er hat dann ein freiwilliges „Raufen nach Regeln“ (auch für Mädels!) im Sportunterricht eingeführt. Gleichzeitig haben wir Frauen den Kindern klargemacht, wie sehr auch Worte verletzen können!
Es hat erstaunlich gut gewirkt!

Familie
7 Tage zuvor

„und sie verdienen, darin ernst genommen, gestärkt und von Erwachsenen und Gleichaltrigen respektiert zu werden. Eigentlich doch ganz einfach: „Die Würde des Menschen…“. .“
Das schreibt @Androgyn und ich stimme vollumfänglich zu!

Wenn ein biologischer Junge/Mann sich gerne schminkt und in Kleidern und Highheels herumläuft ist das ok. Ich als biologische Frau ziehe am liebsten Hosen, T-Shirts und Sneaker an und Schminken finde ich genauso lästig wie lange Haare.

Allerdings bin ich eine „typische“ Frau. Ich hasse es, mit der Bohrmaschine umzugehen, Fahrräder zu reparieren, am Grill zu stehen, und die Ergebnisse sind dementsprechend! Ich mag es nicht und ich will es nicht!
Kann ich dafür auch respektiert werden? Kann ich da Akzeptanz und Toleranz einfordern? Offenbar nicht, wenn ich die Forderungen im Artikel richtig lese!

Mein Mann war ein begnadeter Heimwerker, für den Basteln -außer Modellbau und Tischlerei- so gar nicht auf dem Wohlfühlprogram standen! Hätte er jetzt Armbändchen knüpfen müssen oder durfte er es lassen ohne als ***phob angefeindet zu werden?

Putzen war weder bei meinem Mann noch bei mir beliebt, so dass halt jeder mal ran musste.

Unser Sohn bekam zum ersten Geburtstag einen Kipplaster, einen Bagger und eine Puppe inklusive Kleidern. Die Puppe führte ein weitgehend unbeachtetes Dasein und wurde nur aus der Ecke geholt, wenn seine Cousinen zu Besuch waren. Und er half lieber dem Papa beim Modellbauen und Tischlern, als mit mir die Wohnung zu dekorieren.

Er hatte ein Mitspracherecht beim Kleidungskauf und das Glitzer-Einhorn-Sweatshirt fiel gnadenlos durch, während der T-Rex-Pulli heiß geliebt wurde. Das habe ich respektiert!

Sein homosexueller Onkel und dessen Partner sind bis heute seine Lieblingsverwandten und nach dem Tod seines Vaters auch die engsten männlichen Vertrauten.

Mein Sohn ist inzwischen erwachsen, heterosexuell und lässt jeden so leben, wie er möchte! In seiner Partnerschaft übernimmt er, wie sein Vater, die Aufgaben, die ihm liegen und teilt sich die beiderseits ungeliebten Aufgaben (auch wieder das Putzen) mit seiner Partnerin.

Wenn ich einem Kind Respekt, Akzeptanz und Toleranz vorleben will halte ich es für falsch, wenn ich mich dafür verstellen muss. Signalisiert das nicht gerade, dass einige Verhaltensweisen und Vorlieben halt gerade nicht akzeptabel und tolerabel sind? Dass man anders sein muss als man wirklich ist, um akzeptiert zu werden?

Glaubt jemand wirklich, dass ein Kind es nicht merkt, wenn sich Eltern nicht authentisch verhalten?

Und ist man schon ****phob, nur weil man seine eigenen Vorlieben, die eigene Sexualität selbst bestimmt lebt?

Indra Rupp
7 Tage zuvor
Antwortet  Familie

Das ist eine Nebelkerze! Nur weil man auch anderes anbieten soll und nicht selbstverständlich das Gängige erwarten soll, welches unterbewusst eh schon von vornherein gefördert wird, heißt das nicht, dass das Gängige nicht auch in Ordnung ist. Unsere ganze Welt prozt nur so von Heteronormativität! Demnach ist es unrealistisch damit nicht akzeptiert zu sein. Hat schon mal beim Reiten einer gemeckert, dass man sich als Mädchen dort anmelden möchte? Deshalb kann man doch trotzdem reflektieren, dass Jungs da nicht so den Zugang zu finden und sich freuen, wenn es auch mal anders ist. Wir haben einen Ponyhof und meine beiden Kinder sind ganz scharf auf Pferde. Meine Tochter war es schon immer. Mein Sohn erst, als wir selber welche hatten – bis dato hatte es wohl die Heteronormativität verhindert, dass er sich als Junge damit identifizieren konnte. Als wir dann selber Ponys hatten, war es aber die ganz große Liebe!

Die rosa Barbieregale, die blauen Spielzeugverpackungen für Jungs. Früher war es umgekehrt! Da war rosa für Jungs ( das „kleine“ rot, rot stand für den Krieger!) und blau, als harmonische Farbe, für Mädchen. Auch Pferde waren etwas für Jungs. Diese wären also auf rosa verpackte Pferde voll abgefahren. Es KANN in diesem Fall also garnicht sein, dass das nicht von außen heran getragen wurde. Das Mädchen, das alles in rosa möchte, hat schon früh gelernt, dass so etwas ein Mädchen ausmacht. Das wird auch nie zu verhindern sein, dass wir uns anpassen an die Norm. Man muss sich aber auch nicht als Opfer definieren, nur weil man das reflektieren soll.

Marion
7 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dieser ganze Rosa/Blau – Spielzeug – Hype wird aber von der Spielzeugindustrie forciert. Das war, als ich noch Kind war, nicht so extrem.
Wenn ich heute in ein Spielzeuggeschäft gehe, springt mich das förmlich an: Hier die rosa Mädelsabteilung, dort die blau/grün/braun/schwarze Jungsabteilung.
Wenn Mädchen heute eine Aversion gegen rosa hegen aber trotzdem gerne mit Pupoen spielen, haben die ein Problem das Passende zu finden.
Da könnte wirklich mal wieder ein bißchen mehr Abwechslung rein. Das stößt sogar einer so traditionell/konservativen Seele wie mir sauer auf.

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Da kommt man nostalgisch ins schwärmen. Ich habe da blau/rot/gelb/grün bemaltes Holzspielzeug in Erinnerung. Stofftiere, Monchichi war mal angesagt und nicht einmal die Barbies meiner Schwestern hatten etwas rosanes ( meine älteren Schwestern hatten sie netterweise in meinem Kinderzimmer gelagert, damit ich damit spielen konnte. Hatte sie aber dann für 50 Pfennig auf dem Flohmarkt verscherbelt, oje…)

Carsten60
7 Tage zuvor

Diese ganze Hysterie um die Frauen-Fußball-EM in England wird ja wohl dazu führen, dass sich Massen von Mädchen für Fußball begeistern, die Sportvereine werden sich umstellen müssen. Im Fernsehen wird allein das schon als ein großer Erfolg gefeiert, denn Fußball gilt per se als gut, trotz der korrupten FIFA. Man spricht schon von weiblichen Fußball-Profis zu ähnlichen Konditionen wie in der bisherigen Bundesliga.
Dumm ist nur, dass dieselbe Art von Vorbildern bei den Mathelehrerinnen nicht auf die Mädchen in ähnlicher Weise abzufärben scheint. Da gibt’s trotz aller Bemühungen mit Girls‘ Day etc. Defizite. Es scheint am lahmenden Interesse zu liegen, weniger an den grundsätzlichen Fähigkeiten. Aber Interesse kann man letztlich nicht befehlen, weder in der einen noch in der anderen Richtung.

Georg
7 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Das liegt vielleicht daran, dass Juniorenmannschaften der Jungen die Profi-Nationalteams der Frauen locker besiegen …

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Georg, so’n richtiger Mann, der weiß was er kann und dass das auch alle anderen wissen. Der freut sich, wenn die Frauen sich gegenüber der Juniorenmannschaft tapfer geschlagen haben und hat es garnicht nötig darauf hinzuweisen, dass Männer die Stärkeren sind. Bereits im Kindergarten wird mit Jungs an diesem sozialszarken Gleichmut gearbeitet. Und während die armen Mädchen in der GS noch mit voller Wucht die Bälle von gröhlenden Jungs um die Ohren gehauen bekommen, sieht es in der Sek 1 dann schon ganz anders aus ( vielleicht sollte man eher in der GS trennen, in der Sek 1 kann man die Jungs getrost wieder auf die Mädchen loslassen, da nehmen die Rücksicht). Georg aber ist Gym Lehrer, da sollte keine Nachhilfe mehr nötig sein.

Seebald
6 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

In einer „patriarchalen Welt“ würde ich dem durchaus zustimmen, aber es wäre als sexistisch zu bezeichnen, wenn die Männer die Frauen, insbesondere wenn es sich um Profifussballerinnen (die immer lauter gleichdotierte Profiverträge wie männliche Sportler fordern) handelt, bei einem Testspiel nicht gleichwertig behandeln würden…

Außerdem, wer sagt denn, dass bei der Juniorenmannschaft keine Frauen mitgespielt haben und bei den Nationalteams der Frauen keine Männer?

Georg
6 Tage zuvor
Antwortet  Seebald

Ich glaube nicht, dass es 2016 mit dem Geschlechterwahn schon so extrem war wie heute:

Fußball: Australiens Frauen verlieren gegen U-15-Jungs – WELT

Heute hat sich der Frauenfußball erheblich weiterentwickelt. Dennoch glaube ich nicht, dass das deutsche Frauen-Nationalteam auch nur den Hauch einer Chance hat gegen die U16 oder U17 einer beliebigen deutschen Bundesligamannschaft der Männer.

Indra Rupp
4 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Interessant, das ich hier gelegentlich was aus dem Spiegel verlinke und Sie, als ehrenwerter Studienrat, aus der Welt…
Bild dir deine Meinung!

Indra Rupp
6 Tage zuvor
Antwortet  Seebald

Aha, ist es auch „sexistisch“ wenn 5.Klässler eine 1 in Mathe bekommen, obwohl sie weniger können müssen als 10.Klässler, die eine 1 kriegen? Der Unterschied ist wohl festgelegt in Klasse 5 /Klasse 10 oder Männerfussball /Frauenfussball. In einem Fall liegt der Unterschied in der Entwicklung, im anderen Fall liegt es u a am Testosteronspiegel.

! Wir müssen nicht gleich sein, um gleich Wertvoll zu sein !

Sorry, dass Ihre Masche somit nicht funktioniert. Und mit dem Thema „trans* fangen wir jetzt auch nicht an, auch wenn das immer so schön einfach ist, damit alles, was nicht patriarchal und Heteronormativ ist ist, kaputt zu hauen, denn sonst gibt es ja angeblich vergewaltigte Frauen in Frauenhäusern. Kleiner Tipp für Ihren Denkfehler : Missbrauch kann es immer geben. Aber wenn sich ein Mann verkleidet, um in Frauenschutzräume einzubrechen und Frauen zu überfallen, dann ist der Täter garkeine Transfrau – sondern ein als Transfrau verkleideter Heteromann! Und dieser führt auch seit jeher die Hitliste an Verbrechen gegenüber Frauen an…

Was für ein Geschwafel hier immer. Können sich hier nicht mehr Lehrkräfte melden, die sich mit ihrer Rolle als Lehrkräfte identifizieren? Stattdessen nutzen Leute dieses Forum um Steinzeit Ansichten von sich zu geben und Selbstwertgestört mit „Männer sind die Stärksten“ rumzuprahlen. Und das soll Akademikerniveau sein? Würde man das alles auf die Lehrerschaft übertragen, müsste man glauben, Lehrkräfte sind größtenteils orthodoxe, evangelikale, Afd Wähler. Sie wollen die Frauen unterdrücken, die Migranten vertreiben, lgbti* einsperren, die Armen verhungern lassen und den Rohrstock wieder aus der Tasche ziehen.

Eure Kollegen sind bestimmt dankbar!

potschemutschka
7 Tage zuvor
Antwortet  Carsten60

Und was sind Ihre Vorschläge? Oder sind das Vorurteile von Ihnen?

Carsten60
6 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich habe das „Vorurteil“, dass dieser Fußball generell viel zu wichtig genommen wird. Damit wird von den wahren Problemen abgelenkt, stattdessen geht es dann darum, ob WIR Europa- oder Weltmeister werden. Was haben wir wirklich davon? Nichts. „Brot und Spiele“, damit haben schon die römischen Kaiser ihre Macht gefestigt.
Warum die Mädchen in Mathematik so zurückhaltend sind, ist nicht klar, aber es ist offenbar so und scheint auch so zu bleiben. Ich habe doch nichts dagegen, dass die sich betätigen, aber sie scheinen mehr zu anderen Richtungen zu neigen, auch in der Studienfachwahl. Nur Mathelehrerinnen haben wir schon reichlich, aber auch das scheint bei den Mädchen nichts zu bewirken.
Nebenbei: Nur wenige Frauen promovieren in Mathematik, aber viele in Mathematikdidaktik. Es gibt auch viele Mathematikdidaktik-Professorinnen. Die Didaktik könnte eine neue weibliche Domäne werden.

Barbara
7 Tage zuvor

Dieser Artikel fördert durch seine Aussagen noch eher angeblich geschlechterspezifisches Verhalten.

Meine Tochter sollte in München zwangsweise auf ein Mädchengymnasium gehen, da es zu wenig Schulplätze gab.Jungs hingegen durften auf ein geschlechtergemischten Gymnasium.

Bei einem Fußballturnier der Grundschule durften aus der Klasse nur die Jungs spielen, da diese angeblich mehr Interesse an Fussball haben. Meine Tochter hätte gern mitgespielt. Das hatte die Klassenlehrerin so entschieden.

Und am fehlenden Talent hat es so gar nicht gelegen.

So sieht die Realität für Mädchen auch aus.

ed840
7 Tage zuvor
Antwortet  Barbara

Wie hätten wohl die Eltern reagiert, wenn man statt Ihrer Tochter einen Jungen zwangsweise auf das Mädchengymnasium geschickt hätte? Ob da die Masse schon modern und genderkonform eingestellt wäre? Ob man bei Sportwettkämpfen nach Geschlecht trennen sollte oder nicht kann man auch unterschiedlich sehen.

Wiebke
7 Tage zuvor
Antwortet  Barbara

Ist denn „geschlechterspezifisches Verhalten“ so schlimm, dass man es dauernd problematisieren muss? Das Leben besteht nun mal auch aus Abstrichen und Kompromissen.
Kein Junge ist wie der andere und kein Mädchen wie das andere. Trotzdem gibt es im Großen und Ganzen viel „geschlechterspezifisches Verhalten“.
Man lasse die Menschen leben wie sie wollen und „befreie“ Mädchen und Jungen nicht krampfhaft aus ihrem Rollenverhalten. Auch Verunsicherung und künstlich erzeugte Zweifel an der empfundenen Identität sind störende Eingriffe in die Entwicklung der Persönlichkeit.

Georg
7 Tage zuvor
Antwortet  Barbara

Wenn die Kinder bürokratisch auf die Gymnasien verteilt werden, gibt es durchaus Gründe, Mädchen auf die Mädchenschule zu schicken, wenn andernfalls Jungen nicht auf das Gymnasium gehen können, weil es keinen Platz gibt. Das mit dem Fußball ist wirklich unpädagogisch.

Georg
5 Tage zuvor
Antwortet  Barbara

Wundern Sie sich nicht, wenn sich urplötzlich Freitags ganz viele Jungs als Mädchen identifizieren.

Neugierig
6 Tage zuvor

Meine Tochter fand Autos toll und hat Bob der Baumeister bevorzugt (zu meiner Freude) Puppen blieben links liegen. Erst in der Grundschule wurde ihr von der Peergroup rosa als einzig wahre Farbe nahe gebracht (zu meinem Leidwesen). Da konnte vorher noch so viel nicht vorgelebtes Rollenbild da sein. Mein Sohn liebte als Kleinkind Puppe, im Kindergarten war das dann uncool. Also nicht immer haben wir das im Griff. Typisch Junge, typisch Mädchen gibt es bei mir nicht.

Marion
5 Tage zuvor

…die Jungs in der Schule bewunderten ihn für seinen guten Geschmack, rannten in die Geschäfte, um ihre Fußball-Dino-Rennauto-Ranzen in glitzernde Einhornranzen umzutauschen?

Unverzagte
5 Tage zuvor

Gelungene Einleitung bzw.
Bitte um Fortsetzung 🙂

Marion
5 Tage zuvor

…Mutti redete ihm dieses Ansinnen aus und schwatzte ihm den Ranzen mit dem hübschen blauen Karomuster und den Polizeiautoklebebuttons auf, um ihm das Mobbing in der Schule zu ersparen?

Indra Rupp
5 Tage zuvor
Antwortet  Marion

Nee, ich glaube, er bekam den rosanen Ranzen und wollte dann kurz nach der Einschulung einen anderen haben.

Unverzagte
4 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Dank für den lesenswerten link, liebe Indra.

Georg
4 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Zu Thema des Artikels passt der Brief nicht wirklich, aber sei es drum. Ja, er ist geschmacklos, reißerisch, verletzend, beleidigend, sexistisch usw.

Er wurde wohl von einem wie ich vermute Mann geschrieben, der seinen geliebten Fußball durch Frauenfußball in Gefahr sieht. Die Sache mit der sexuellen Orientierung, der Unterwäsche und dem Voyeurismus könnte man mal untersuchen oder es sein lassen.

Rein sportlich betrachtet, ist der Frauenfußball dem Männerfußball noch sehr weit hinterher. Ich hoffe ernsthaft, dass ersterer nicht durch Transmänner zerstört wird. Ein mittelmäßiges Transmannteam wird auch mit langjähriger Hormonbehandlung jede noch so gute Frauenmannschaft ohne jegliche Anstrengung vom Platz fegen.

Bedenke, worum du bittest, es könnte dir gewährt werden.

Indra Rupp
3 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Wieso sollten Transmänner gegen Frauen antreten? Der Artikel passt sehr gut zum Thema!