Staatsanwaltschaft ermittelt: Anzeige gegen Erzieherin, ein Kita-Kind missbraucht zu haben

6

Ein Kind soll in einer Gelsenkirchener Kita sexuell missbraucht worden sein. Man ermittle wegen eines Sexualdelikts einer Erzieherin an einem Kind, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen am Freitag. Nähere Details nannte sie mit Verweis auf den Opferschutz nicht.

Der Erzieherin droht eine Anklage – wenn sich der Verdacht erhärten sollte. Foto: Shutterstock

Laut Staatsanwaltschaft erstattete eine Privatperson am Montag in der Sache Anzeige bei der Polizei. Außerdem ging bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige vom Träger, dem Zweckverband Katholische Tageseinrichtungen für Kinder im Bistum Essen (Kita-Zweckverband), ein.

Der Kita-Zweckverband teilte mit, man habe am vergangenen Donnerstag (18. August) Kenntnis über den Verdacht erhalten, dass eine Erzieherin ein Kind sexuell missbraucht habe. Der Verband habe sie daraufhin mit sofortiger Wirkung freigestellt. Nachdem man von dem Verdacht erfahren habe, habe man der Familie des betroffenen Kindes unmittelbar Unterstützungsangebote unterbreitet.

Alle Personen, die mit der Erzieherin im beruflichen Kontakt stünden, seien informiert worden. Wer in Sorge sei oder Beratung brauche, könne sich an die Ansprechpersonen für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs im Bistum Essen wenden. News4teachers / mit Material der dpa

Diskussion über Missbrauch an Schulen: Studie soll Ausmaß ermitteln

Anzeige


Abonnieren
Benachrichtige mich bei

6 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Rudi Richtig
28 Tage zuvor

Schlimm, schlimm, schlimm, aber alles so vage. Ein bisschen mehr Kontext („unsittliche Berührungen“???) wäre doch gut gewesen.

Hornveilchen
27 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Seriöser Journalismus erschöpft sich aber eben nicht in diffusen Andeutungen! Ich denke, es ging dem Rudi nicht um schmuddlige Details. Ihr Artikel lässt alles offen, was da passiert sein soll.

Indra Rupp
26 Tage zuvor

Ich hoffe, es wird in beide Richtungen geschützt und von vornherein professionell suggestives Einwirken verhindert. Man denke an den Montessori Prozess und an den Film „Die Jagd“!

Bla
26 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Einwirkungen gibt es schon … Das ist in Verdachtsfällen schwierig, dass es die nicht gäbe.
Alleine durch den Verdacht, die Medien und den Hinweis an den Eltern (ohne wirklich Fakten zu haben?) ist ein Bild (im Kopf) da. Das bekommt man auch nicht einfach so raus. Schwierig.

Generell zum Beitrag:
Bistum … Ja, die Kirche kennt sich ja in der Hinsicht aus. [Sorry, musste einfach sein]
Und ja, auch das erzeugt ein Bild/einen Anker und hat so seinen Beigeschmack.
So ist das halt mal mit suggestiven Einwirkungen.