Hamburg befördert alle Grundschullehrkräfte zu Studienräten (was bedeutet: A13 plus Zulage). GEW: Vorbildlich!

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zum «Studienrat» oder zur «Studienrätin» überreicht – was nochmal einen Zuschlag bedeutet. Für die GEW in Nordrhein-Westfalen ist das vorbildlich.

Geht doch. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Hamburg wird Grundschullehrer künftig wie deren Kollegen an Gymnasien und Berufsschulen bezahlen. Auch Haupt- und Realschullehrer profitieren von der Änderung zum neuen Schuljahr, wie ein Sprecher der Schulbehörde mitteilte. 4200 verbeamtete Lehrkräfte und rund 800 festangestellte Pädagogen sowie 600 Vorschullehrer bekommen neben der außerordentlichen Gehaltserhöhung auch eine Beförderung. An die Grundschullehrer seien bereits Ernennungsurkunden zum «Studienrat» oder zur «Studienrätin» überreichtverschickt worden, hieß es.

Bei einer vollen Stelle mache die Hamburger Neuregelung je nach Dienstalter und Gehaltsstufe 400 bis 500 Euro im Monat aus. Eine verheiratete Grundschullehrerin mit einem Kind und sechs Jahren Berufserfahrung komme in Hamburg nun monatlich auf über 5300 Euro brutto, wovon nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungen 4000 Euro netto blieben, erklärte der Behördensprecher als Beispiel.

«Die Besoldungserhöhung für Lehrkräfte in den Grundschulen und Vorschulklassen ist ein großer Kraftakt, die Personalkosten steigen damit pro Jahr um rund 48 Millionen Euro», sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD) laut Mitteilung. Dennoch sei der Schritt richtig. Bildungswissenschaftler hätten seit langem nachgewiesen, dass eine gute Grundschulpädagogik für den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen genauso wichtig sei wie die Pädagogik an den weiterführenden Schulen.

«Hamburg führt eine einheitliche Laufbahn für alle Lehrkräfte ein und vollzieht damit endlich die Reform der Lehrer*innenausbildung auch auf dem Gehaltszettel der Beschäftigten und im beamtenrechtlichen Laufbahnrecht nach», so heißt es bei der GEW in Nordrhein-Westfalen in einem Kommentar. «2009 wurde durch die Reform der Lehrer*innenausbildung die Studiendauer unterschiedlicher Lehrämter angeglichen – etwa zwischen dem Primar- und Sek.-II-Bereich. Bisher weigert sich Nordrhein-Westfalen aber, daraus die verfassungsgemäß richtige Konsequenz zu ziehen und auch die einheitliche Lehrkräftelaufbahn einzuführen.»

«Echte Gleichbezahlung im Sinne der Gleichbehandlung der Lehrkräfte geht nur über eine einheitliche Lehrkräftelaufbahn»

Landesvorsitzende Ayla Çelik sagt: «Erst macht Niedersachsen vor, wie es richtig geht und wie man ohne langen Stufenplan A 13 einführen kann – inklusive der notwendigen Anpassungen bei Beförderungsämtern. Hamburg macht NRW vor, wie es im Laufbahnrecht richtig geht und zieht endlich die Konsequenz aus der Reform der Lehrkräfteausbildung: Lehrkräfte an Grundschule und in der Sekundarstufe I mit anderen Lehrkräften laufbahnrechtlich gleichzustellen und zu Studienrät*innen zu machen.»
NRW müsse aufpassen, dass es bei der Besoldung von den anderen Bundesländern nicht abgehängt werde. «Echte Anerkennung lässt man nicht häppchenweise zukommen. Es ist Zeit, dass NRW sich bewegt und endlich den notwendigen Schritt geht. Denn echte Gleichbezahlung im Sinne der Gleichbehandlung der Lehrkräfte geht nur über eine einheitliche Lehrkräftelaufbahn», so  Çelik. «Im Zuge der Einführung muss es dann auch selbstverständlich sein, dass Fachkräfte in multiprofessionellen Teams nicht von der Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Auch sie haben Anerkennung verdient.»

Über ein Jahrzehnt lang haben sich Lehrerverbände (nicht nur) in Nordrhein-Westfalen dafür eingesetzt, Lehrkräfte finanziell gleichzustellen («A13 für alle»). Die schwarz-grüne NRW-Landesregierung hatte diese Forderung aufgegriffen und in Teilen umgesetzt. Unter der aktuellen Landesregierung wurde eine Stufenplan zur Einführung der Besoldungsgruppe A 13 im Eingangsamt beschlossen. Allerdings wird die Umstellung einerseits nur über einen  Stufenplan bis 2026 realisiert – und andererseits eine echte Gleichbezahlung ausgespart: Echte Gleichbezahlung aller Lehrämter ist nicht A13, sondern A13 Z.

«Wer A sagt, muss auch B sagen – und die besoldungsrechtlichen Konsequenzen ziehen: A 13 Z»

Hamburg hat für alle Lehrämter ein Studienratsamt ausgebracht. Dies führt zur Bezahlung «A 13Z», wobei das Z für die beamtenrechtliche „Studienratszulage» steht. Die einheitliche Lehrkräftelaufbahn in NRW wäre ebenso einschneidend und wegweisend wie das Lehrer*innenausbildungsgesetz von 2009 es war, dessen zentrales Element die Schaffung einer gleichwert igen Lehrer*innenausbildung für alle Schulstufen und Schulformen vorsah – meint nun die GEW. «Erst die einheitliche Lehrer*innenlaufbahn vollendet diesen Prozess.»

Çelik: «Wer A sagt, muss auch B sagen – und die besoldungsrechtlichen Konsequenzen ziehen: A 13 Z. Denn Z ist nicht zu viel, sondern das Ziel! Und auf dem Weg zu diesem Ziel erwarten wir, dass NRW mit den anderen Bundesländern Schritt hält.»

Besser bezahlt werden künftig auch Therapeuten an Hamburger Schulen. Obwohl ihre Gehälter wie die der Erzieherinnen bei deutschlandweiten Tarifverhandlungen zwischen den Ländern und Gewerkschaften festgelegt würden, gleiche Hamburg die Bezahlung in einer Übergangsregelung an. News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers heiß diskutiert.

A13 für alle Lehrkräfte! GEW mahnt die letzten vier Bundesländer: „Bewegt euch!“ (Es geht dabei auch um Frauenrechte)

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Marie Bahrenfelderin
9 Monate zuvor

alles gleich?

dann gibt’s nicht mehr viele Gründe für Gym (ABI)

trotzdem arbeiten bis 70, keine Prämien, schmales Weihnachtsgeld (wenn überhaupt), kaum Auftsieg, Reallohnverluste durch Inflation

Ragnar Danneskjoeld
9 Monate zuvor

Als Gymnasiallehrer kann ich nur sagen: Herzlichen Glückwunsch an die Kollegen.
Ich selber würde GS auch für A14 nicht machen wollen.

Lanayah
9 Monate zuvor

Ist vielleicht die nächste Stufe: Niedersachsen A13, Hamburg A 13Z, Bremen oder Schleswig-Holstein……

S. M.
9 Monate zuvor

Sie haben noch nie das beglückende Gefühl erlebt aus Analphabeten Leser und Schreiber entwickelt zu haben. Das ist eine der Kernaufgaben in der GS. Da kommt kein Gymnasium mit..

Pauker_In
9 Monate zuvor
Antwortet  S. M.

Doch, oft müssen wir am Gymnasium genau das bewerkstelligen!
S. VERA.

Marc
9 Monate zuvor

Gibt dennoch viele. Weniger Stundendeputat, mehr Beförderungsstellen, mehr Entlastungsstunden. Und abgesehen davon:
Studieren in Hamburg nicht alle gleich? Mit welcher Begründung wollen sie dann ein extra Brötchen?

Pappenheimer
9 Monate zuvor
Antwortet  Marc

Verdienen denn immer alle gleich, die gleich lang studieren? Ist denn nur die Länge des Studiums entscheidend, nicht die Inhalte?

Reisinger
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Im Beamtentum – JA zur ersten Frage

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

OMG – Wenn Sie einen Masterstudiengang in den Ing-Wissenschaften abschließen, ist es ebenfalls egal ob der Master-Degree von einer TU oder an einer TH für angewandte Wissenschaften verliehen worden ist.

Voraussetzung für den Einstieg in die Laufbahngruppe II, erstes Einstiegsamt aka gehobener Dienst ist ein abgeschlossenes Bachelor-Studium.
Staatlich geprüfte Techniker bzw. Fach-/Finanzwirte mit entsprechender Berufserfahrung , die an höhren Fachschulen ihren Abschluss erlangt haben, werden bereits mit E9 eingruppiert.

Marc
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Natürlich ist nur die Länge entscheidend. Erklären Sie mir bitte mal wie man normativ erfassen will, wer das schwerere Studium hatte. Wie misst man sowas? Und wie rechtfertigen sie damit dann eine lebenslange Gehaltsdifferenz? Studiert der Maschinenbauer schwerer als der Mathematikstudent?

Hier geht es um viel Geld und sie wollen Leute verschieden bezahlen nach einer subjektiven Einschätzung der Härte eines Studiums?

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Marc

… aber nur die Länge der festgelegten Regelstudienzeit ist maßgeblich.

blau
9 Monate zuvor

Doch, die gibt es. Es ist ein ganz anderes und wesentlich angenehmeres Unterrichten in der SekII. Du bist da kein Raubtierdompteur wie in der Sek1 oder Sack Flöhe Hüter wie in der Primarstufe. An den Gesamtschulen kannst du die Kolleg*innen fragen, ob sie lieber in Sek1 ohne Abi oder in Sek2 mit Abi unterrichten…

TheTeacher
9 Monate zuvor

Würden Sie nach der Angleichung der Bezüge vom Gym in eine Grundschule wechseln wollen? Ist eine ernstgemeinte Frage.

Rüdiger Vehrenkamp
9 Monate zuvor

Das in den meisten Fällen entspanntere Schülerklientel (Richtung Erwachsenenbildung) und die Möglichkeit, leistungsschwache Schüler an andere Schulen schicken zu können, sehe ich durchaus als Vorteil für das Gymnasium.

Jede Schulart steht doch vor ihren eigenen, besonderen Herausforderungen. Ich finde es gut, dass all Ihre Kolleginnen und Kollegen gleich bezahlt werden.

Ken Haddorf
9 Monate zuvor

Doch, die Freude an der Arbeit mit jungen Erwachsenen. Viele Gymnasialfreunde erzählen, dass sie gerade die Leistungskursarbeit als bereichernd empfinden.

Lanayah
9 Monate zuvor

Ist ja kein Verlust für Gymnasiallehrkräfte. Die werden deswegen ja nicht schlechter bezahlt. Ganz im Gegenteil. Es besteht jetzt die Möglichkeit, ohne finanzielle Einbußen an die Grundschule zu wechseln. Freie Stellen gibt es da. Aber Vorsicht, was man sich wünscht! Wenn die Erkenntnis kommt, dass Abi doch die einfachere Variante war, gibt es vielleicht keinen Weg zurück mehr. Ach ja, dabei nicht vergessen, dass Grundschullehrer*innen immer noch mehr Pflichtstunden haben.

Bla
9 Monate zuvor

Das spricht sogar für gleichen Lohn. Warum? Naja, ganz einfach. Wenn die einzige Prämisse das mehr an Geld ist, dann ist man bei seiner Berufswahl eben eingeschränkt und hätte eventuell eben lieber eine andere Schulart genommen. Sich aber (rein) für das mehr an Geld entschieden. Nachvollziehbar, aber eigentlich falsch. Man orientiert sich hier nicht nach dem Klientel. Also das Alter, die Bedingungen der Schuleform usw. Finde ich allerdings wichtig.

Der 2. Absatz betrifft sowieso alle und ist daher kein gutes Argument in der Thematik. Reallohnverlust … Haben alle Schulformen (auch andere Berufe). Kaum Aufstieg – überall. Kein Weihnachtsgeld – je nach Bundesland? Aber auch eher deckend dann. Pensions-/Renteneinstiegsalter – auch.

Daher:
Unterschiede in der Schulform ansehen und hinterfragen, wo und wie man arbeiten will. Dann für das jeweilige Studium (oder Quereinstieg/Seiteneinstieg) entscheiden.
Beispielsweise:
– Hab ich Bock auf Klassenleitungsprinzip und möchte nahezu alle Fächer unterrichten? Wäre ich zumindest dazu bereit? -> Grundschule/Mittelschule
– Will ich „nur“ zwei Fächer als Fachlehrer unterrichten? Dafür in verschiedenen Jahrgangsstufen und Parallelklassen? -> Realschule, Gym
– Will ich auch die Oberstufe unterrichten, wo die „Kinder“ älter sind und der Unterricht schon auf einem anderen Niveau stattfindet? -> Gym (auch FOS/BOS natürlich bei BL)
– Mischung? -> Gesamtschule
– Will ich inklusiver arbeiten? -> Förderschule, Mittelschule, Grundschule
– Will ich im Schwerpunkt auf individuelle starke Förderung bspw. Kinder mit starker Behinderung arbeiten? -> Förderschule
– Will ich ältere SuS/Erwachsene -> Berufsschule (+ Erwachsenenbildung)

– Wie sieht das SuS-Eltern Klientel aus? Kann ich mir das überhaupt dort vorstellen?

Fazit: Interessiert mich primär der Beruf und die Schulform oder das Geld?
[Was sollte denn eigentlich sogar „bevorzugt“ werden beim Wunsch des Berufs? Wenn alle gleich verdienen wird es hier halt eben bewusstere Wahlen geben. Finde ich gut.]

Freiya
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

So ist es! Danke! Und man ist nicht deshalb ein besserer, wertvollerer Mensch, nur weil man am Gymnasium lernt oder lehrt!

Pappenheimer
9 Monate zuvor

Arbeiten bis 70??? Wie kommen Sie darauf? Die Berliner Beamten arbeiten immer noch bis 65 !!

Georg
9 Monate zuvor

Werden die Gehälter angestellten Lehrkräfte auch auf E13 angehoben?

Iri-Hor
9 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und bekommen die fest angestellten Lehrer auch die Ernennung zum Studienrat und damit die Studienrat-Zulage „Z“, die ja hier das Besondere darstellt ???

A bzw. E 13 ist ja nun eigentlich nicht mehr das Besondere.

vhh
9 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Ja, sie liegen dann Netto ungefähr bei A11 für gleiche Arbeit…

Vierblättriges Kleeblatt
9 Monate zuvor
Antwortet  Georg

Kriegen die auch den Zuschlag für die Studienräte? Ich finde dazu nichts in dem Link.

vhh
9 Monate zuvor

Wie schön, freut mich für die KuK. Ein kleiner Gedanke ganz am Rande: Wann wird man nach diesem Kraftakt wohl über E13/A13 reden, wann über die stillschweigende Gültigkeit aller Pflichten (z.B. Arbeitsstunden, Krankheitsregeln) aber der wenigsten Rechte für Angestellte? In meinen restlichen Jahren bis 67 (ja, das muss wegen der lächerlichen Rentenhöhe sein) wird es wahrscheinlich nicht einmal eine Diskussion dazu geben. Gleiche Ausbildung, gleiche Tätigkeit, mit Oberstufenunterricht und Abiturprüfungen, Mangelfächer, aber die „besondere Stellung“ des Beamtentums rechtfertigt die Ungleichheit. Keine Sorge, ich nutze weiterhin gerne mein kostbares Streikrecht für alle (aber bitte nicht in der Abizeit) auch wenn seit Jahren niemand mehr über gleiches Geld für gleiche Arbeit redet. Es ist auch völlig ok, wenn die überbezahlten E13 mal eben einen Teil der Sonderzahlung zugunsten der unteren Gruppen spenden durften. Niemand, keine Gewerkschaft und kein Beamtenbund, sprach damals darüber, besser für Fairness allen Gehaltsgruppen gegenüber zu sorgen. Ob die verbeamteten KuK ebenso laut wie bei A13 für mehr Gerechtigkeit (finanziell oder weniger Unterrichtsstunden) gegenüber Angestellten mit E-Entlohnung eintreten werden?

Hornveilchen
9 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Das tun die sicher nicht. Vielleicht ist deshalb ja auch die Streikbereitschaft bei den angestellten Lehrern so gering? Tarifabschlüsse werden ja gewöhnlicherweise auf die Beamten übertragen.

Silberfischchen
9 Monate zuvor
Antwortet  vhh

Nein, werden sie nicht. Das ist doch jetzt schon so.

vhh
9 Monate zuvor
Antwortet  Silberfischchen

Ich verfolge recht amüsiert die Diskussion hier um weniger Aufstiegsstellen, mehr oder weniger Deputat, Abiturbelastung und die bekannten anderen Baustellen. Man spielt halt gerne Hühnerhof und bastelt an einer passenden Hackordnung, wer will schon abgeben. Gewinner ist die Gegenseite und das sind nicht die mit den vermeintlichen Privilegien an anderen Schulformen. Diese Darbietung von Solidarität, „aber nur wenn alles für mich so bleibt wie es ist oder besser wird“ ist als Erklärung für meine rhetorische Frage völlig ausreichend.

Reisinger
9 Monate zuvor

Vorbildlich! NDS und HH machen es NRW vor

Hans Maiaer
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

NRW fährt immer noch den feigen Sparschweinweg

Rüdiger Vehrenkamp
9 Monate zuvor

Verdient und überfällig.

Carabas
9 Monate zuvor

Warum Niedersachsen von der GEW immer wieder so positiv genannt wird? Noch ist es wieder vom Landtag beschlossen noch auf den Konten der Lehrkräfte angekommen. Angekündigt wurde seit 2008 vieles, mit der Umstellung des Master 2011 waren wir auch schon mal so dicht drann. Es kam bekanntlich anders.

Reisinger
9 Monate zuvor
Antwortet  Carabas

Eine Zulage hatten sie lange schon und A13
Ohne Stufenplan, nämlich direkt 2024, wäre ein Brett verglichen mit NRW zB

Der Zauberlehrling
9 Monate zuvor

Kein Bock auf deine (jetzige) Arbeit in Baden-Württemberg (für wenig Geld)?

Auf in den Norden!

Da wäre es interessant zu wissen, wie erfolgreich die A13-für-alle-Kampagne ist. Vermutlich erfolgreicher als die Kein-Bock-auf-Arbeit-Kampagne in „the Länd“.

So wirbt man erfolgreich um Lehrer und wertschätzt die Bestandslehrkräfte.

Pappenheimer
9 Monate zuvor

Auf in den Nordosten? Da bekommen Sie schon seit ein paar Jahren A13. Das entspricht allerdings etwa dem A12 in Baden-Württemberg, wie man hier schon oft lesen konnte. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

Silberfischchen
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Seltsamerweise bekümmert es niemanden, dass man von Bundesland zu Bundesland für die gleiche Arbeit sehr unterschiedlich entlohnt werden kann. In Grenzregionen könnte das doch auch zur Abwanderung führen, wie in der A-13-Debatte immer gesagt wurde.

Freiya
9 Monate zuvor
Antwortet  Silberfischchen

Das ist in Rh-Pf /Hessen schon lange so! Rh-Pf bildet aus, und Hessen schöpft ab, weil es bis zu 300€ mehr zahlt.

Lisa
9 Monate zuvor

Moin an Hamburg. Wow. Endlich mal eine Idee, die ohne Drohungen, Bezug auf Selbstverantwortung und wie das ganze verpackte neoliberale Gedöns sonst so heißt, auskommt. Sollte Schule machen.

Vierblättriges Kleeblatt
9 Monate zuvor

Das ist auch dem unerwüdlichen Wirken von GEW, VBE und anderen Beurfsorganisationen der Lehrer zu verdanken. Man sollte das auch mal sagen bei all den Anfeindungen den Gewerkschaften gegenüber hier. Wo ist denn da mal das Lob? Der Zuspruch? Die Unterstützung,

VBE, GEW usw. sind übrigens nicht „die anderen“, die etwas „für mich“ tun sollen, das sind wir selbst und die sind nur so stark, wie wir mitmachen und sie unterstützen. Das sollte man sich bei all den Wünschen, was z.B. „die GEW endlich machen soll“, vor Augen halten.

In Berlin, der Schlenker sei mir erlaubt, ringen beide nun als Einzige dafür, dass die neue Landesregierung aus CDU und SPD nun mal langsam die Versprechen gegenüber den nicht zu verbeamtenden Lehrern einlöst. Der August ist fast zu Ende. Ab Februar sollte es einen kleinen Zuschlag geben und die CDU versprach noch andere Verbesserungen gegenüber den angestellten Lehrern, die die Vorgängerregierung aus SPD, Grüne, Linke doch mehr oder weniger im Stich gelassen hatte (da waren mal 4 Entlastungsstunden angekündigt worden !! So hatte die SPD ihre Parteitagsdelegierten für die Verbeamtung gewonnen, die nachweislich in keinem Bundesland den Lehrermangel beseitigt hat – allerdings „A13 für alle“ offensichtlich auch nicht.).

Pappenheimer
9 Monate zuvor

Guter Hinweis. In Sachsen wurde vor Berlin die Verbeamtung wiedereingeführt mit dem Argument des Lehrermangels, also seiner Beseitigung. Man las dazu auch schon Kommentare und Artikel hier, dass das gelungen sei. Jetzt lese ich hingegen vom weiterhin massiven Lehrermangel in Sachsen. War/Ist die Verbeamtung ein Flop?
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/schuljahr-beginn-lehrer-kultusministerium-unterricht-102.html

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor

Das ist ein guter und wichtiger Schritt. Ich hoffe, dass andere Bundesländer nachziehen.

Was ich mich aber frage, ob man auch bedacht hat, dass Grundschulen auch Schulleitungen haben. Dies wird nicht berücksichtigt. Die Konrektoren haben nun dasselbe Gehalt, unabhängig ihrer Funktion und die Rektoren unterscheiden sich nur noch um eine halbe Gehaltsstufe…..
Da würde es nicht verwundern, wenn demnächst gähnende Leere im Schulleitungsbüro herrschen würde.

Dieselbe Situation kommt auch auf NRW zu. Spätestens 2026 sollte sich die Schulleitung fragen, ob es das wert ist…..

Steven
9 Monate zuvor

Moin
Zumindest in Niedersachsen werden auch alle Funktionsstellen logischerweise erhöht. Da geht es im Beamtenrecht um das Abstandsgebot für höherwertige Tätigkeiten wie eben Schulleitung. Steht sie auf der Seite von MK Niedersachsen.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Steven

Ich spreche von Hamburg und da kann ich genau das in deren Gesetzestext nicht lesen.

Pappenheimer
9 Monate zuvor

So zieht die eine Gehaltserhöhung die andere nach sich. 😀 Am Ende steigen Mieten, Lebensmittelkosten, Fahrpreise etc. und man hat doch nicht mehr als vorher.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Meinen Sie sich selber oder die KuK oder SL, die berechtigterweise entsprechend vergütet werden wollen?

Am Ende steigen alle Kosten, auch wenn alle Lehrer nicht gleich verdienen. Das ist doch kein Argument, die Besoldung nicht anzugleichen…..

Pappenheimer
9 Monate zuvor

Die Argumente pro und contra A/E13 sind vielfach ausgetauscht worden. Ihre Meinung ist nicht die alleinseligmachende, auch wenn Sie das glauben.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Meine Meinung ist meine Meinung. Die zählt für mich, ob sie auch auch für Sie zählt, ist mir egal!

Reisinger
9 Monate zuvor

Ach, hier haben manche User schon ganz krude Sachen gebracht. ZB dass A13 für alle nicht kommen solle, da deshalb in Sek2 keine Beförderungen mehr vorkommen würden. Da sahen einige ihre Felle davonschwimmen

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

Genau das ist meiner Meinung nach der Punkt.

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Die Eingruppierung in A13/E13 für GHR-Lehrkräfte ist aber in erster Linie keine tarifliche Entgelterhöhung. Das höhere Entgelt ist Folge einer den allgemeinen Regelungen des Berufbeamtentums entsprechenden Eingruppierung auf der Grundlage des höchsten Bildungsabschlusses einschließlich dem erfolgreich absolvierten Vorbereitungsdienstes.

Btw schon zu meinen zeiten Anfang der Nullerjahre haben wir Anwärter im Studienseminar I die gleichen Inhalte besprochen wie die Referendare im Studienseminar II. Der Vorbereitungsdienst hat sich nicht grundlegend unterschieden.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Ein selten dämliches Argument. Die Kosten steigen sowieso und wir verdienen immer weniger… also besser nicht A13 fordern. Für wie blöd hält man uns GS Lehrer eigentlich? Diese Argument hab ich hier schon mehrfach gelesen. Fordern Sie bitte auch keine Gehaltserhöhung mehr, denn es könnte die Lohnpreisspirale weiter antreiben!

Simon
9 Monate zuvor

Das Lehramtsstudium zu vereinheitlichen halte ich aber für einen großen Fehler. Oberstufe in Mathematik und Physik zu unterrichten inklusive Seminararbeiten könnte ich mir dann nicht vorstellen. Wie soll das ein Einheitsstudiengang sicherstellen? Genauso könnte ich mir nicht vorstellen mit meinem Mathe- und Physikstudium für das Lehramt am Gymnasium an der Grundschule zu unterrichten. Dafür bin ich nicht ausgebildet.

Pappenheimer
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

Ich lese da aber nicht, dass das Lehramtsstudium vereinheitlicht wird. Ich lese da nur etwas von einer „beamtenrechtlichen Laufbahnvereinheitlichung“. Oder irre ich mich?

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Nein, Sie irren nicht. Es geht um die Laufbahn und die ist inklusive der erreichten Abschlüsse gleich. Dagegen ist nun nichts einzuwenden….

Pappenheimer
9 Monate zuvor

Ja, also doch nur eine Laufbahnbezeichnung und keine einheitliche Lehrerausbildung. Darum ging es doch.

Zu sagen, dagegen sei nichts einzuwenden, bedeutet wohl eher, Sie akzeptieren keine Einwände?! Dann sagen Sie es doch auch so.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Pappenheimer

Also, wenn die Studienzeit und die erreichten Abschlüsse- Bachelor und Magister und 2. Staatsprüfung – vergleichbar sind, dann spricht wohl nichts gegen ein gleiches Gehalt. Alles andere wäre m.M.n Standesdünkel…..
Aber Sie können gerne anderer Meinung sein….das gönne ich Ihnen!

Silberfischchen
9 Monate zuvor

Und was bedeutet „vergleichbar“? Und wer legt das fest? Sie? Weil, wie ja irgendwo schon jemand fragte, alle gleich lange studieren?

Die Diksussion um A13 ist gegessen. Aber sind Sie wirklich der Meinung, die Inhalte sind die gleichen, also vergleichbar im Sinne von gleich anspruchsvoll, sprich schwer?

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Silberfischchen

Natürlich sind die Inhalte nicht die gleichen. Aber nur weil wir kleinere Kinder unterrichten, heißt das nicht, dass die Ausbildung weniger schwierig ist. Da könnte man ja auch sagen, warum verdienen Förderlehrer A13? Die unterrichten ja nicht gerade die intelligentesten Kinder… Wonach wird das beurteilt? Fach? Didaktik? Pädagogik? Alles Standesdünkel… über Zulagen könnte man viel regeln, aber die Eingruppierung muss gleich sein.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Silberfischchen

Die Abschlüsse sind gleichwertig. Bachelor ist Bachelor, Master ist Master und 2. Staatsprüfung ist 2.Staatsprüfung……sogar das EFV für Schulleitungen ist in NRW dasselbe, da sitzen nämlich alle Schulformen nicht nur in der SQL sondern eben auch hinterher in der Prüfung. Alle absolvieren exakt dieselbe Prüfung. Ich habe also de facto die selbe Qualifikation wie ein Oberstudiendirektor……! Und dennoch erwarte ich nicht A 16 zu verdienen, aber A 15 wäre absolut angemessen.

dickebank
9 Monate zuvor

… das muss aber am Nimbus der A15er und A16er kratzen …

Und an GY und GE kommt dann für die Schulleiter dann auch noch erschwerend hinzu, dass es im täglichen Geschäft Abteilungsleitungen/Stufenkoordinatoren, ein Orga-Team sowie Fachkoordintoren (alle m/w/d) gibt sowie Beförderungsstellen für „die Mitarbeit bei xyz“.

BTW die Koordinatoren erhalten als Lehrkräfte der SekI+II A15, für die Mitarbeit bei xyz erhalten als Lehrkräfte der SekI+II A14.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

„ BTW die Koordinatoren erhalten als Lehrkräfte der SekI+II A15, für die Mitarbeit bei xyz erhalten als Lehrkräfte der SekI+II A14.“

Ja, das weiß ich seit mir ein SL vom Gymnasium während einer gemeinsamen Fortbildung erzählte, dass ein KoK vom Gymnasium für die Übernahme einer Fahrrad-Paten-AG, die jedes Jahr für die neuen Fünftklässler organisiert wird, A 14 bekäme….und Entlastungsstunden…..

Da fiel mir auch nix mehr zu ein….

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Silberfischchen

Muss es das sein? „Gleich“?

Ist der Verdienst generell an die Schwere des Studiums gehalten? Nein.

Verstehe den Punkt nur bedingt um ehrlich zu sein. Ansonsten müsste man auch unter Gymnasiallehrkräften nochmal deutlich trennen.
Chemie + Physik im Studium.
Chemie + Physik als Unterrichtsfächer (Schule)
Deutsch + Englisch (+Spanisch) im Studium
Deutsch + Englisch (Spanisch) als Unterrichtsfächer (Schule)
Das wird doch auch nicht sonderlich gemacht.

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Was schwierig ist und was nicht, ist außerdem völlig individuell.

dickebank
9 Monate zuvor

Ob die Eingruppierung im Eingangsamt für GHR-Lehrkräfte in A13 die Amtsbezeichnung Studienrat (m/w/d) nach sich ziehen wird, wage ich noch zu bezweifeln. Da wird der Dienstherr mit Sicherheit noch kreativ werden und dem DPhV entgegen kommen.

Würden nämlich die GHR-Lehrkräfte Räte, stände ihnen ebenfalls die Ratszulage zu – und das geht ja nun einmal überhaupt gar nicht, wo kommen wir denn dahin, da könnte ja jeder kommen …

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

In Hamburg ist es beschlossen und abgesegnet, in NRW wird das aber auf keinen Fall passieren….zum einen ist dafür wohl kein Geld da, und zum anderen kann man das den gestandenen Studienräten natürlich nicht antun.

Stellen Sie sich mal vor, vom Primimäuschen zur Studienrätin……das geht mal gar nicht….*Spaß*….

dickebank
9 Monate zuvor

… wenn die Primimäuschenm Studienrätinnen würden, könnten ja die Laminiergeräte aus den Schulen verschwinden:)

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

oh nein, dann ginge die Welt unter….

Bla
9 Monate zuvor

Wird man dann von Mäuschen zum Rättchen?

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Klar, als Rät(t)chen, haben die ehemaligen Mäuschen dann einen gleichlangen Schwanz;-)

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Ach, herrlich 🙂

dickebank
9 Monate zuvor

Genau, die Rättin von Grass, typischer Oberstufenstoff vergangener Zeiten …

Gilt da auch die Düsseldorfer Gewissheit, dass bei entsprechender Linienführung/Laufbahnwahl) nach Rat(h) dann Oberrat/h) kommt?
https://www.vrr.de/de/fahrplan-mobilitaet/fahrplanauskunft/app/trip?formik=destination%3Dde%253A05111%253A18062%26itdDateDayMonthYear%3D25082023%26itdTime%3D0807%26origin%3Dde%253A05111%253A18210&lng=de&trip=multiModalitySelected%3Dpt

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Na, da bekommt das Adjekriv „rat(t)enscharf“ doch eine vollkommen neue Wendung

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

Und was ist an den Lehramtsstudiengängen bzgl. Regelstudienzeit und Abschlüssen jetzt so grundlegend anders als an den Ingenieurstudiengängen? Und bei letzteren ist die Bandbreite wesentlich größer als bei den Lehrämtern, ganz abgesehen davon, dass der Magister-Abschluss sowohl an TH/TU als auch an technischen Hochschulen für angewandte wissenschaften erlangt werden kann.

Matthias - Verden
9 Monate zuvor

wird dann das ABI abgewertet, wenn alle gleich bezahlt werden.
Dafür sitzen doch die Kollegen stunden-und nächtelang und werden auch mit A13 bezahlt.
Anspruch – nein Danke?

Die Berufe werden dadurch nicht attraktiver und wo bleibt das Leistungsprinzip?

Schlimm genug mit dem Reallohnverlust- gleiche Arbeit, jeden Monat 500 weniger?

Haben Sie das mal nachgerechnet?

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor

Hä? Was für ein Geschwurbel! Was hat das Abitur mit dem Beruf des Lehrers zu tun? Mit einem Abitur kann ich auch Medizin studieren. Was hat das mit der Abwertung des Abiturs zu tun, wenn Grundschullehrer auch Studienräte sind? Das ist lediglich die Laufbahnbezeichnung und hat nichts damit zu tun, dass Grundschullehrer demnächst einen sek II Kurs in Physik unterrichten werden, obwohl 🙂

Simon
9 Monate zuvor

widerspreche Fräulein Rottenm

wie die Person unten:
ABIArbeiten und Korrektur von Seminararbeiten sind sehr anspruchsvoll und nehmen sehr viel Zeit in Anspruch. Wenn alles gleich wird, dann können doch auch bald Grundschullehrkräfte Abiarbeiten mitkorrigieren?!

Vllt eher einen Bonus fürs Abo 300 E mehr?

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

In NRW haben Gymnasiallehrer ein um 3 Stunden geringeres Deputat als Grundschullehrkräfte. 3 h x 40 Schulwochen sind 120 erteilte Stunden weniger pro Schuljahr. In Grundschulen-Unterrichtswochen umgerechnet, sind das rund 4,3 Wochen weniger erteilter Unterricht pro Schuljahr, also nur als 35,3 Grundschulwochen. Also vllt mal das Geplärre mit dem Abitur unterlassen. Es ist ja nicht so, dass es an Grundschulen keine Stoßzeiten mit extremer Arbeitsverdichtung gäbe. Nur als ein Beispiel: schon mal Berichtzeugnisse geschrieben?

Ken Haddorf
9 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

In Niedersachsen ist der Unterschied noch größer, denn Grundschule 28 Stunden und Gymnasium 23,5 Stunden, also 4,5 Stunden pro Woche, 180 Stunden weniger in einem Schuljahr, das sind fast 7 Wochen.
Und das ist absolut angemessen für die Belastung durch die Sek II.

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Ken Haddorf

Sie arbeiten also pro Schuljahr knapp 7 Wochen MEHR als Grundschullehrer? lol

Ken Haddorf
9 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Nein, Gymnasiallehrer arbeiten umgerechnet 7 Wochen weniger als Grundschullehrkräfte.

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Ken Haddorf

Der Personaleinsatz bzw. die Unterrichtsverpflichtung von Lehrkräften der SekI+II erstreckt sich doch nicht auf die GOSt allein. Rein rechnerisch müsste an einem GY nur jede dritte Stunde in der GOSt anfallen, die Klassen der SekI müssen ja auch irgendwie unterrichtet werden.
Mehr als 50% Unterrichtsverpflichtung in der GOSt entsprechen also der Unfähigkeit jüngere Eleven zu unterrichten oder einem schlechten Personalmanagement der SL.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

Schön für Sie, was da alles anspruchsvolles ist….aber ein Abo auf 300 Euro mehr haben Sie trotzdem nicht. Wo kämen wir denn hin?
Ich heiße übrigens Fräulein Rottenmeier…..soviel Zeit muss sein

Abikorrektor
9 Monate zuvor

sie spielen die Abiturarbeiten ganz schön runter.
Wohl noch nie richtig korrigiert.
Viele sitzen pro Arbeit einen ganzen Tag.
Volle Konzentration.

Ein Abibonus in Zukunft muss drin sein.

Über die 300 lässt sich streiten.
Grundsätzlich endlich die Gehälter an die Inflation seit 1,5 Jahren angleichen.

Reisinger
9 Monate zuvor
Antwortet  Abikorrektor

Bist wohl eher ein langsamer Zeitgenosse

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Abikorrektor

Naja, normalerweise brauchen die Meisten wohl 2,5-4 Stunden/Arbeit im Schnitt.
Auch je nach Fach natürlich unterschiedlich.

Abibonus wäre wohl sinnvoll. Über die Korrekturtage – welche individuell von Schulleitungen eingesetzt werden können – muss natürlich dann auch gesprochen werden.

Nichtsdestotrotz alle Lehrämter erstmal auf A13 bringen. Angestellte angleichen.

Ansonsten müsste man auch über das Deputat (Angleichung) mal nachdenken. Gerade mit den vermehrten Aufgaben auch an anderen Schulformen ist nicht nur Deutsch, Fremdsprachen und Geschichte am Gymnasium ziemlich zeitaufwendig und stressig.

Von zu wenig Arbeitsbelastung kann wohl keine Schulform klagen.
Jeder könnte etwas, was wo anders weniger ist und selbst bei der eigenen Schulform schwieriger ist anbringen. Führt doch zu nichts sinnvollem.
Ansonsten kommt Grundschule und Mittelschule mit „DaZ/DaF, starker Differenzierung und Inklusion“, sowie die fachfremden Fächer + Klassenleitungsprinzip eben auch an. Dazu das höhere Deputat. Ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Abikorrektor

Den Abibonus gönne ich Ihnen. Für Vera ist bei uns ja auch ein freier Tag drin.
Die Gehälter bitte bloß nicht angleichen! Gott nein, das treibt die Lohn-Preis-Spirale an…

Marie
9 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Für VERA ein freier Tag? Wo gibt es denn den Segen?

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Marie

In RLP… zumindest bislang. Dafür gibts bei uns aber auch sonst nix.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

Differenzierung beansprucht auch sehr viel Zeit.
Fachfremde Fächer beanspruchen sehr viel Zeit.
Verschiedene (fachfremde) Fächer in unterschiedlichen Jahrgangsstufen beanspruchen viel Zeit.
Das Klassenleiterprinzip beansprucht viel Zeit.
Die Fachkonferenzen für jedes Fach (nicht nur 2 Stück 😉 ) beanspruchen viel Zeit.
Usw. Usf.
Davon abgesehen, haben auch andere Schulformen Abschlüsse. Klar, Abi ist da immer etwas besonderes. Aber nicht jede Lehrkraft korrigiert die starken Korrekturfächer.
Vielleicht sollte man sich dann mal fragen, ob man die Gym-LuL auch nach Fächer besoldet. Das wäre die logischere Schlussfolgerung bei dem Punkt.

Also Abzug für „Ich bereite mein Fach einmal vor und verwende es ständig wieder?“. Wenn wir das so flach halten wollen, wie Sie es gerade tun.
Entweder wir treten hier in einen sinnvollen Diskurs oder wir begeben uns auf Stammtischgeplauder.
Als Tipp: Stammtischgeplauder wäre für uns alle ein deutliches Minus. Dann stellen wir einfach nur Schwachsinnsbehauptungen auf dissen uns.

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

Natürlichg können sie das, nur dürfen dürfen sie nicht, da die Mitwirkung von nicht-gymnasial Lehrkräften am Abitur ein Anfechtungsgrund ist.

Mit Ausnahmegenehmigung durch die zuständige Aufsichtsbehörde dürfen sekI-Lehrkräfte soghar in der EF eingesetzt werden …
Lediglich in der Qualifizierungsphase und im Abitur dürfen sie hier in NRW nicht eingesetzt werden. Das geht soweit, dass an GeS der stellvertretende Schulleiter eine SekII-Lehrbefähigung haben muss, wenn der Schulleiter eine SekI-Lehrkraft ist und deshalb als SL dem ZPA, der für die Durchführung der Aboprüfungen zuständig ist, nicht vorsitzen darf.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Simon

Nicht jeder Gym Lehrer sitzt jedes Jahr an Abi Arbeiten. Das Gymnasium umfasst Klasse 5-13, oder? Ich kenne Lehrer, die lieber ausschließlich ab Klasse 11 arbeiten. Hat wohl einen Grund….

Reisinger
9 Monate zuvor

Dafür haben Sek2 Lehrer ein geringeres Deputat. Das Abi ist nur ein kleiner Aspekt. Was sagen sie denn zum sek2 Sport und Kunstlehrer? Selten so einen Blödsinn gelesen. Künstlich den Sek2 Mangel herbeireden zu wollen…

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

Vielleicht lesen Sie noch einmal meinen Beitrag, ich fürchte, Sie haben den nicht verstanden

Reisinger
9 Monate zuvor

Sie sollten kapiert haben, dass der Eingangspost gemeint war

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

Nö! Wie auch, sie haben auf meinen post geantwortet

Freiya
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

Geht es auch respektvoll?

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

Was auch gerne vergessen wird, ist, dass ab den Osterferien in der Q2 keine Unterrichtsveranstaltungen mehr stattfinden. Das 4. Quartal endet vor den Osterferien mit der Bekanntgabe der Abizulassungen.

B. aus A.
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

… und die Abiklausuren inklusive Ko-Korrekturen korrigieren sich dann von selbst… (jeweils für Korrektur und Ko-Korrektur pro Schüler (!!!) in Sprachen bzw. Geschichte (wahrscheinlich auch anderen Fächern) ca. eineinhalb Stunden Zeitbedarf – macht bei einem LK von 25 Schülern ca. 70 Arbeitsstunden, die irgendwo herkommen müssen), das mündliche Abi inklusive aller bürokratischen Begründungen und EWHe muß vorbereitet werden, und bei dessen Durchführung braucht man dann pro Prüfling mindestens drei Kollegen. Nicht zu vergessen der Unterricht in allen anderen Klassen, denn die sind ja auch noch da.

Ja klar, ab Ostern drehen wir regelmäßig Däumchen!

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Dass Sie am Gym keine Däumchen drehen, wissen wir. An der GS drehen wir aber auch keine Däumchen.

B. aus A.
9 Monate zuvor
Antwortet  Mariechen

Habe ich auch gar nicht behauptet – war eine Antwort auf dickebank! Da hört es sich nämlich so an, als würden wir ab Ostern rumsitzen…

Ken Haddorf
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Deswegen ist ihr Stundendebutat in den meisten Bundesländern ja auch viel geringer:
In Nds sind es pro Schuljahr für Gymnasiallehrkräfte im Schnitt 180 Stunden weniger als von den Grundschullehrkräften erteilt werden muss.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Man mag es kaum glauben: Nicht nur die Gymnasiallehrer bereiten Klausuren/Prüfungen vor, führen diese dann ebenfalls durch und korrigieren diese im Anschluss.
Klar ist das Deutschabitur da ein Extrembeispiel. Wusste allerdings auch nicht, dass jede Lehrkraft am Gymnasium Deutsch unterrichtet. Auch nicht, dass jeder eine Abschlussklasse in Deutsch jährlich hat. Komischerweise bezieht man sich immer auf das Deutschabitur/Sprachen und Geschichte.
Was ist so mit Sport?

Davon mal abgesehen, dass in bspw. WiB (Mittelschule) auch eine Projektwoche geplant werden muss. Die Praxisphase dazu kommt. Die ganzen Mappen korrigiert und bewertet werden müssen. Die ganzen Präsentationen angesehen und bewertet werden müssen. Das braucht durchaus auch etwas Zeit … Man mag es kaum glauben. Die Orga dahinter ist auch nicht ganz ohne. Dazu sind das keine „vorgegebenen“ Prüfungen, sondern hausinterne Prüfungen. Diese muss auch jemand erstellen. Rechtssicher und mit bedacht. Ansonsten hagelt es eben Klagen auf einen direkt/auf die Schule. Schon bevor es überhaupt zur Korrektur kommt.

Aber gut. Anscheinend gibt es nur Fremdsprachenlehrkräfte (und Geschichtslehrkräfte) am Gymnasium und seltsamerweise nur Abschlussklassen. Wusste ich so gar nicht. Aber scheint wohl so.

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Habe ich auch nie behauptet. Ich weiß aus eigener Lehrerratstätigkeit nur, dass das Gros der Korrekturentlastungen bei den Kolleg*innen, die in der GOSt unterrichten, landet. In korrekturintensiven Zeiten kommt es auch mit Zustimmung der SL immer wieder zu Gesundheitsbeeinträchtigungen, die gemeinhin als „korrekturkrank“ bekannt sind.

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Es müssen die Themen mit ausführlichen Erwartungsbildern sowohl für das eigentliche Thema als auch für die Prüfungsgespräche für die mündlichen Prüfungen ausgearbeitet werden (bei uns berechnet sich die Anzahl der zu erstellenden Themen aus der Zahl der Prüflinge plus 2, maximal 10 Themen). Für zwei Fächer hat mich das im vorigen Jahr die gesamten Osterferien plus drei weitere Wochenenden gekostet. Es sind Konsultationen durchzuführen, die finden bei uns in den laut Stundenplan für die Fächer vorgesehenen Stunden statt.
Die schriftlichen Abiturarbeiten sind zu korrigieren. Da sind Erst- und Zweitkorrektoren eingebunden. Letztere sind meist selbst auch in der Sek2, z.B. im Grundkurs eingesetzt und haben dann eben teilweise mündliche Prüfungen zu erstellen und haben Zweitkorrektur der schriftlichen. Wenn man Pech hat, bekommt man bei uns in Thüringen auch noch sehr zeitnah die Korrektur der BLF Klasse 10 auf den Tisch und auch noch mündliche Prüfungen in der 10, je nachdem, welche Fächer man hat und in welchen Klassenstufen man eingesetzt ist. In diesem Jahr beträgt der Abstand zwischen Abi und BLF Deutsch 17 Tage, davon sind 9 Tage entweder Wochenende oder Feiertage. Die Termine für die Abgabe der Ergebnislisten beider Deutsch- Prüfungen liegt nur 2 Tage auseinander, fürs D-Abi hat man 19 Arbeitstage Zeit inklusive Absprachen mit Zweitkorrektor. Wenn ich bedenke, dass ich beim schriftlichen Abitur meist Kurse mit 22-25 SuS habe und auf eine Korrekturzeit von 1,5 bis 2,5 Stunden pro Arbeit komme, je nach Lesbarkeit und Umfang…mit ca. 40 bis 50 Stunden bin ich da gut dabei. Für die BLF haben wir in diesem Jahr 13 Tage Zeit inklusive zwei Tage Wochenende und ein Feiertag. Ich habe 30 SuS in der 10, die schreiben 3 Stunden… Dieses Jahr habe ich Glück, dass ich „nur“ BLF in einem Fach und „nur“ mündliches Abitur in einem Fach habe. Zweitkorrektoren fürs Abi stehen noch nicht fest. Kann mich auch noch treffen.
Außerdem hatten wir schon die Situation, dass KuK, die „keine Unterrichtsveranstaltungen“ in der Sek2 mehr hatten, an andere Schulen abgeordnet wurden. Ich bin seit 30 Jahren in der SEK2 im Einsatz und hatte in der Zeit „ohne Unterrichtsveranstaltungen“ der SEK2 noch nie Langeweile… 😉

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Wie schön, dass das bei den ZP10 so ganz anders ist für die SekI-Lehrkräfte …
BTW an GeS ist es durchaus üblich SekI-Lehrkräfte zu Fluraufsichten oder Aufsichten in Vorbereitungsräumen in deren Freistunden einzusetzen. Sie dürfen lediglich nicht bei den eigentlichen Prüfungen eingesetzt werden z.B. als Beisitzer oder Protokollant, da dadurch die Prüfung „ungültig“ wird.

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

In sämtlichen schriftlichen Prüfungen ist man übrigens mindestens in den Stunden, in denen man regulär in den Klassen Unterricht hätte, als Aufsicht eingesetzt. Da die Aufsichten pro Prüfungsraum immer aus 2 KuK bestehen, kommen quasi alle Sek2-LuL in den Genuss von Prüfungsaufsichten.
Ebenso bei den mündlichen Prüfungen, da sind die KuK entweder selber in der Prüfungskommission oder in den Vorbereitungsräumen als Aufsicht.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Wir haben jetzt alle verstanden, dass Sie eine ganz arme Sau sind und ununterbrochen nur arbeiten. Alle anderen Lehrkräfte tun das natürlich nicht und schauen Ihnen beim Arbeiten zu….besonders natürlich Grundschullehrkräfte, die es über das ABC nicht hinaus gebracht haben.
Ich könnte Ihnen jetzt meterweise beschreiben, was wir anstelle von Korrekturen tun, was unseren Alltag bestimmt, wie wir unsere 70 Stunden in der Woche ansammeln, aber Sie werden dagegen halten, wie anspruchsvoll doch Ihr Job ist….
Ganz ehrlich, ich würde lieber Abiklausuren in meinem stillen Kämmerlein korrigieren, anstatt Woche für Woche zig runde Tische, nebst vielen anderen Förderplangesprächen, Dienstgesprächen, AGs, Telefonaten, Dokumentationen seitenlang, und und und zu haben, die mindestens ebenso aufwändig.
Boah….

Leseratte
9 Monate zuvor

„Alle anderen Lehrkräfte tun das natürlich nicht und schauen Ihnen beim Arbeiten zu….besonders natürlich Grundschullehrkräfte, die es über das ABC nicht hinaus gebracht haben.“

Das habe ich nicht gesagt und auch nicht gemeint 😉
Und nebenbei: Dienstgespräche, AGs und Telefonate finden bei uns auch statt 😉
Wir haben, glaube ich, alle ziemlich viel zu tun, ich erkläre an anderer Stelle weiter unten, warum ich hier etwas weiter ausgeholt habe.

Mariechen
9 Monate zuvor

Danke!

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

So ein Stress aber auch, diese Prüfungsaufsichten…

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Ja, die Vor- und Nachbereitung dieser Aufsichten ist ja auch so personalintensiv.
Dass die Beendigung des Unterichtes in der Q2 zu einer Freistellung der Lehrkräfte führt, habe ich auch nicht behauptet.

Leseratte
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Es klang aber ein bisschen so 😉
Mir ist völlig klar, dass alle LuL an allen Schulformen ihr ziemlich fettes Päckchen zu tragen haben, das bestreitet sicher niemand. Ich bin nur schon öfter im Bekanntenkreis mit der Aussage konfrontiert worden, dass es mir ja, wenn die 12er „weg“ sind, sehr gut gehen müsse , weil ich ja dann „frei“ habe. Daher hab ich hier mal etwas weiter ausgeholt. Sorry.

Bayer
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

Und damit Ihrs nur wisst:

Uns an den beruflichen Schulen geht’s am allerallerschlechtesten,
denn wir kriegen die SuS, die andere vorhergehende Lehrorgane*, also Ihr alle, na? natürlich durchwegs hervorragend vorbereitet haben!
Sorry, der musste jetzt sein 😉

*@Pit2020 Die Organgeschichte bringt mich immer wieder zum Lachen, dankeschön.

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Bayer

Gern geschehen.
Wir arbeiten eben für die Berufsschullehrer mit. 😉

Bayer
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Das ist schön.
Weniger perfekte Exemplare reklamiere ich einfach zukünftig und schicke sie zwecks Nachschulung zurück, easy going, so machen wir das 😉

Thorsten
9 Monate zuvor
Antwortet  Leseratte

mündliches Abitur und Co Korrektur haben wir völlig vergessen.
Thema Abitur
Anspruch

Gehalt pro Monat ist ok, aber mit Abzug Krankenkasse, kaum Weihnachtsgeld und kein 13. Monatsgehalt bzw. Bonuszahlungen am Ende des Jahres, liegt es wahrscheinlich gefühlt bei um die 2000

Diese Extras werden nie mitbedacht, die es aber woanders gibt

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Die ausgefallenen Stunden sind dann Minusstunden und gehen dann in die Vertretung rein. Je nach Schule erhält der Lehrer aber geringe Entlastungen, wenn er Abiturprüfungen (mündliche und schriftliche) abnimmt. Zusätzlich kommen dann noch die ganzen Nachprüfungen (Abitur, Mittlere Reife,…) in der letzten Woche der Sommerferien hinzu.

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Da ich lange an GE in NRW unterrichtet habe, weiß ich als Lehrkraft GHR(HRGE) wie oft ich vor allem während der mündlichen Prüfungen (4. Fach und Abweichungsprüfungen) Kolleg*innen der SekI+II in Unter- und Mittelstufe vertreten musste. Des einen Minusstunden waren dann meine Plusstunden. Bei ZP10-Korrekturen und Nachprüfungen sind SekI-Lehrkräfte ja auch nicht unbeteiligt.
Wer sich als lehrkraft gleichzeitig in der Q2 und im 10. jhg. einsetzen lässt, hat auch nichts Besseres als übermäßige Belastung verdient.

B. aus A.
9 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Einsätzen läßt??? Ok, verstehe…

B. aus A.
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Sorry – Autokorrektur: „einsetzen“ natürlich

dickebank
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Nun, die UVP ist doch nicht Gott gegeben, sie wird von der SL gemacht.
Wer am GY (G9) eine neunte Klasse führt und gleichzeitig einen LK in der Q1, der weiß doch, was er zwei Jahre später an der Backe hat.
Manches kann man selbst steuern, anderes mit Hilfe des Lehrerrates.

Bla
9 Monate zuvor

Könnten Sie das bitte etwas konkretisieren?
Ansonsten muss der Leser/die Leserin hier sehr viel hinein interpretieren.
Hat einfach keinen sinnvollen Zusammenhang und Bezug zueinander.

Und dann besprechen/diskutieren wir gerne die einzelnen Kritikpunkte. Oder klären eben die Fragen zielgerichtet.

Mariechen
9 Monate zuvor

Hä? Was meinen Sie mit Leistungsprinzip? Sie leisten also am Gym mehr? Wie können Sie das beurteilen?

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor

Und….das habe ich beim Studium des entsprechenden Gesetzestextes auch gelesen, kann man sich in Hamburg entscheiden, ob man anstatt der Jubiläumszuwendung nach 25, 40 oder 60 Dienstjahren lieber einen Portugelesen im gleichen Wert hätte…..verrückt…..

Maya
9 Monate zuvor

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Schuljahr-startet-in-Hamburg-mit-Schuelerrekord,schule3326.html

Das sind die aktuellen Gegebenheiten aus Hamburg. Aus den dargestellten Zahlen lässt sich viel ableiten.

Waldemar Schmidt
9 Monate zuvor

Mich ärgert die Diskussion hier, weil hier Hamburger Fakten verkannt werden.

1. Behauptung: Den Gymnasiallehrern wurde nichts weggenommen.

Das ist falsch. Es wird in Hamburg nämlich bei den Aufstiegsstellen (A14 und höher) an den Stadtteilschulen und Gymnasien gespart. Das hat die GEW nämlich nicht mitverhandelt, dass Bugded für die Lehrergehälter insgesamt scheint nicht gestiegen zu sein.

Jetzt könnte argumentiert werden, dass keine Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt werden sollen. Richtig, nur macht das eine das andere nicht besser.

Die kleineren Gewerkschaften (dlh) haben längst angefangen, die unterschiedliche Verteilung von Aufstiegsttelen (die an den Grundschulen in der Sume sogar höher ist) zu kritisieren und auf das Niveau der Grundschulen zu heben. Das würde bedeuten 60% A13, der Rest Aufstiegsstellen. Im Moment sind es unter 30% Aufstiegsstellen.

2. Behauptung: Gymnasiallehrer haben ja Sek II, das sei entspanntes arbeiten.

Das eine Stadtteilschule oder ein Gymnasium noch aus der Unterstufe und Mittelstufe besteht, bei dem das zum Teil nicht ausreichend durch die Grubdschulen vorbereitete Schülercliente ab Klasse 5 unterrichtet wird, wird dabei gerne ausgeblendet.

3. Die Arbeitsbelastung ist gleich, nur die Felder sind anders.

Da in Hamburg das sog. Lehrerarbeitszeitmodel gilt wäre vielen geholfen, da mal einen Blick für die Wertigkeit bestimmter Tätigkeiten hineinzuwerfen. Ob die Behauptung dann noch gilt, das wage ich zu bezweifeln.

Für das Hamburger Schulsystem ist das zusammen mit der Studienreform und der Einführung des Einfachlehrers „Gift“, weil dadurch die Personalnot an den Weiterführenden Schulen größer wird. Jeder gönnt den Grundschullehrern A13, gleichzeitig ändern sich aber die finanziellen Strukturen der BSB nicht und das Arbeitszeitmodel wird nicht angepasst.

Anne
9 Monate zuvor
Antwortet  Waldemar Schmidt

Seit wann gibt es denn an Grundschulen Aufstiegsstellen (mal abgesehen von Schulleitung, aber die gibt es an allen anderen Schulen ja auch)?

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Waldemar Schmidt

Also Lösungsvorschlag wäre demnach: A14 für alle?

Oder wäre man dann als Gymnasiallehrer immer noch unzufrieden? Muss dann schon A14 Gym und A13 wäre dann zumindest duldbar für alle anderen sein?

Sorry, nichts gegen Sie persönlich. So kommt es leider sehr oft rüber von einigen – zum Glück wahrscheinlich sehr wenigen – Gymnasiallehrkräften.

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Waldemar Schmidt

„Jetzt könnte argumentiert werden, dass keine Berufsgruppen gegeneinander ausgespielt werden sollen.“

Wieso Berufsgruppen? Lehrer sind eine Berufsgruppe, egal an welcher Schulform. Alle Schulformen sind gleich wichtig, alle Grundlagen, alle Abschlüsse ebenso und entsprechend gleichwertig. Dabei hat jede Schulform ihre eigenen, besonderen Belastungen, Ansprüche, Herausforderungen und Aufgaben, die besonders arbeitsintensiv sind. Die einzigen, die das nicht sehen wollen, sind einige Gymnasiallehrer (hierbei habe ich bewusst nicht SekII- Lehrer geschrieben, nach meinem Empfinden, kommt die erhobene Nase nämlich tatsächlich immer aus der „Gymnasiumsecke“ und nicht z. B. von SekII- Kräften von Gesamtschulen), die meinen, sie seien die einzigen, die richtig arbeiten und deshalb besser besoldet werden müssten als alle anderen Lehrer.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor

Mein Fazit zu dieser elenden Diskussion: Ich finde es unendlich schade, dass wir Lehrerinnen und Lehrer nicht in der Lage sind zusammenzustehen und für Anerkennung unseres doch sehr schönen Berufes zu kämpfen. Wir zerfleischen uns bei der Diskussion, wer mehr arbeitet und daher auch mehr Geld zu verdienen hat. Ich finde das so bedauerlich, dass viele hier der Meinung sind, dass es schlecht ist, dass wir alle auf Augenhöhe miteinander arbeiten.
Ich mag mir gar nicht vorstellen, wie manche hier mit den Mitarbeitern der sogenannten multiprofessionellen Teams umgehen. Wahrscheinlich eher als Helferlinge, weit unter dem eigenen Niveau.

Was mag das nur für eine Außenwirkung haben? Da müssen wir uns nicht wundern, dass uns keiner ernst nimmt…..

Sehr, sehr schade!

Bla
9 Monate zuvor

Welche Multiprofesstionellen Teams? Wir sprechen hier von Deutschland.

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Naja, sozialpädagogische Fachkräfte (davon haben wir zwei), Schulsozialarbeiterin (davon haben wir eine) und die 15 Erzieherinnen und Erzieher in der OGS und eine Schulpsychologin, die fast bei uns wohnt…..ich finde das multiprofessionell….

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor

Wie sieht so ein Kampf den aus?
In irgendwelchen Foren schreiben? Oder gar irgendwelche Petitionen unterschreiben.
Vielleicht einer Gewerkschaft beitreten, die lächerliche 3% aushandelt?

Ich wäre für den Austritt aus den Tarifverträgen. Jeder verhandelt für sich.

Claudia
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

mittlerweile müsten es 14 Prozent drauf sein
Inflation
Die Inflationsprämie 3000 noch nicht gesehen

ob diese Gleichmaerei so gut ist; alles auf Kosten des Anspruches
wenn von Gym die Leute wechseln oder kein Abi mehr korrigieren würden

Reisinger
9 Monate zuvor
Antwortet  Claudia

Spätestens wenn Gym Leute wechseln würden sie sehen, wie gut sie es eigentlich hatten.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Claudia

Was für eine Gleichmacherei und auf Kosten welchen Anspruchs? Ich glaube nicht, dass Leute vom Gym wechseln… wohin auch? Kein Abi mehr korrigieren? Ist das freiwillig?

B. aus A.
9 Monate zuvor

Schön, wenn es die bei Ihnen gibt…. bei uns ist noch keines davon angekommen…

Fräulein Rottenmeier
9 Monate zuvor
Antwortet  B. aus A.

Naja, ganz unbegründet sind diese Menschen nicht an unserer Schule gelandet….das Klientel rechtfertig das schon. Soweit ich weiß haben 90 Prozent der Schulen unserer Stadt diese Professionen in Beschäftigung…..

Pia
9 Monate zuvor

Ich wechsel vom Gymnasium an die Realschule. Gleiches Gehalt, deutlich weniger Korrektur. Lieber arbeite ich dort als die massive Korrektur in der Oberstufe weiter zu ertragen.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  Pia

Nicht vergessen: Die ganzen Prüfungen und Lernstanderhebungen. Diese sind lassen sich leider nicht schnell korrigieren.

In NRW gibt es die Dinger in Klasse 8,Klasse 9,Klasse 10 und Klasse 13. Zumindest an der Gesamtschule. Wahrscheinlich habe ich was vergessen.

Reisinger
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Tja. A12 in NRW muss aktuell alles ausser 13 genauso korrigieren!

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Pia

Gute Idee. Sie können alternativ vielleicht sogar die Mittelschule überlegen. Oder Grundschule. Die Welt steht Ihnen offen.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Pia

Viel Spaß mit der Schülerklientel!

Freiya
9 Monate zuvor
Antwortet  Pia

Na, viel Freudemit den Helikoptermamis, den Rasenmäherpapis, den absenten Eltern,…

Bella
9 Monate zuvor
Antwortet  Pia

Genau das ist auch mein Plan! Oberstufenklausuren brauche ich nicht mehr.

Freiya
9 Monate zuvor

An all die Gymnasiallehrkräfte, die den GS-Lehrkräften A13 nicht gönnen: Verdient ihr auch nur einen cent weniger???
Einatmen – ausatmen!

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Und warum wechseln Sie nicht einfach an die Grundschule?

Freiya
9 Monate zuvor
Antwortet  Egvina

Ich bin weder an GS noch an Gym, glücklicherweise!

Egvina
9 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Die Gymnasiallehrkräfte sind gemeint, nicht Freiya. War nicht eindeutig formuliert.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Ja. Alleine die Inflation frisst uns das Geld weg. Die GS haben rechnerisch einen echten Inflationsausgleich erhalten.

Reisinger
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Nein, unser Ausgleich wird wie ihrer bei den nächsten Tarifverhandlungen kommen. Oder Nachzahlungen durch meine Widersprüche gegen die nicht amtsangemessene Alimentation.

A13 in dem Fall ist das Nachholen von jahrelanger rechtlich fragwürdiger Vorenthaltung.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

So ist es!

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  Reisinger

„Inflationsausgleich“ ist die Blendgranate für Leute die nicht rechnen wollen.

Im November und den Folgemonaten werden laut VT die 5,5% Gehaltserhöhung ausgehandelt.

Das ist kein Ausgleich sondern eine Dämpfung.

Alex
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Welche 5,5%? Sie glauben doch nicht ernsthaft, dass die Länder für ihre Beamten genauso viel rausrücken wie für den ÖD erstritten wurde.

Fakten sind Hate
9 Monate zuvor
Antwortet  Alex

Nein, glaube ich nicht. Die GEW schreibt aktuell, dass sie +10,5% im November (NRW) fordern wird. Die „Streitschlichter“ werden das dann auf 2,5% +3000 „Coronaausgleich“ runterhandeln.
Die Steuereinnahmen 2022 (Bund) sind um 15% im Vergleich zu 2021 gestiegen. Dieses Jahr erwartet man wieder ein Steuerrekord-Jahr.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Inwiefern?

Bla
9 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Ne, aber der Pöbel verdient mehr. Das macht es doch nur schlimmer.

Die Hardcore „ihr müsst aber unbedingt weniger verdienen“ Leute würden wahrscheinlich sogar auf Gehalt verzichten, wenn die anderen dann weniger hätten.
Man muss sich schon abgrenzen, um zu zeigen wie besonders härter man es in der Gesellschaft hat.

Freiya
9 Monate zuvor
Antwortet  Bla

Der Standesdünkel sollte ECHT vorbei sein!

Marie
9 Monate zuvor
Antwortet  Freiya

Ist er aber leider nicht, wie man hier deutlich sehen kann. Kann eben nicht sein, dass so ein „Primimäuschen“ genauso viel verdient wie ein „Herr Studienrat“.

Mariechen
9 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Genau! Es geht um das Abstandsgebot, sich abgrenzen von denen da unten. Von den Kleinen… Der Numerus für GP lag bei 1,7. Mein Abi war damals wesentlich besser als das von so vielen Gym Lehrern, mal so nebenbei. Ich bin nicht GS Lehrerin geworden, weil ich nur bis 3 zählen konnte. Ich wollte unbedingt mit kleinen Kindern arbeiten und das macht mir auch heute noch Spaß. Aber diese Geringschätzung unserer Arbeit, dieses von Oben-Herabschauen ist einfach nur ätzend und völlig fehl am Platz.

447
9 Monate zuvor

Gut so.
Glückwunsch den Empfängern.

MB aus NRW
9 Monate zuvor

Als Gym-Lehrer freue ich mich für die Kolleginnen und Kollegen an den Grundschulen.

Diese gegenseitigen Vergleiche der primären männlichen Geschlechtsorgane, wer mehr arbeitet und was doch anspruchsvoller ist gehen mir unfassbar auf die Nerven. Nicht nur hier. Bezahlung ist subjektiv ungerecht und wird es vermutlich auch immer bleiben.

Wenn es nach Anspruch im Studium ginge, müsste ich für eins meiner beiden Fächer mindestens 3mal so viel bekommen wie für das andere. Wenn es nach Stress und Lärm ginge, für das andere deutlich mehr usw…

Torsten
9 Monate zuvor

Nicht nur an das „A“ denken! Auch wir Lehrerinnen und Lehrer im Angestelltenverhältnis haben eine Höherstufung verdient! Schließlich machen wir die gleiche Arbeit wie die Beamten.
Also auch an das „E“ denken!

Torsten
8 Monate zuvor

Hamburg – super und Gratulation!
Hoffentlich ein Beispiel für die anderen BL.
Danke auch den Gym.- Lehrer, der die Arbeit an den GS wertschätzt.
Ich, GS- Lehrer, angestellt in Niedersachsen und E11.