Hitzige Diskussionen über Nahost-Krieg im Unterricht – Schulen bekommen weiteres Material

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Nach dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel hat das NRW-Schulministerium den Lehrkräften weiteres Informationsmaterial zur Verfügung gestellt und bietet ihnen Online-Seminare an.

Militante Palästinenser im Gaza-Streifen (laut Bilderdienst Shutterstock wurde das Foto im September an der Grenze zu Ägypten aufgenommen). Foto: Anas-Mohammed / Shutterstock

Der Angriff auf Israel habe in den vergangenen Wochen im Unterricht erwartungsgemäß eine große Rolle gespielt, teilte Schulministerin Dorothee Feller (CDU) am Donnerstag mit. Mit den erweiterten Bildungsangeboten solle der Umgang «mit diesem ebenso emotionalen wie komplexen Thema» erleichtert werden. Auch sei neues Material zur Antisemitismus-Prävention online gestellt worden. Schülerinnen und Schüler berichten über teilweise hitzige und äußerst konfrontative Diskussionen im Unterricht über den Gaza-Krieg.

Die Schulleitungen in NRW waren schon vor dem Ende der Herbstferien mit Informationsmaterialien zum Umgang mit dem Nahost-Konflikt versorgt worden. Die Lehrerinnen und Lehrer seien Wissensvermittler und Vertrauenspersonen für die Schüler, sagte Feller nun. Durch ihr Engagement und Gespräche mit den Klassen trügen sie «maßgeblich zum Erhalt eines respektvollen und friedlichen Schulklimas bei».

Für Lehrkräfte bietet das Ministerium gemeinsam mit der Antisemitismus-Beratungsstelle Sabra und der Landesstelle Schulpsychologie im November drei Online-Seminare an. Sabra bietet zudem für Lehrkräfte immer montags eine offene digitale Sprechstunde zum gemeinsamen Austausch an.

Seit dem Terrorangriff im Auftrag der im Gazastreifen herrschenden Hamas auf Israel am 7. Oktober, dem Hunderte Menschen zum Opfer fielen, bombardiert Israels Armee Ziele in der Küstenenklave. Auch dort werden inzwischen Tausende Todesopfer beklagt. In Deutschland ist es seitdem zu einer Zunahme antisemitischer Vorfälle gekommen. News4teachers / mit Material der dpa

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Jockel
8 Monate zuvor

Inzwischen haben wir in allen Bundesländern Material zur Verfügung gestellt! Was ist in NRW besonders? Die Öffentlichkeitsarbeit?

Hysterican
8 Monate zuvor
Antwortet  Jockel

Das Problem resp. die Lösung ist doch nicht, nur das Info-Material zur Verfügung zu stellen, sondern in der Debatte muss ich diesen Konflikt grundlegend verstanden haben, um auf „fake-news-basierte“ oder einseitig ideologische Argumentationen reagieren zu können.

Die Zur-Verfügung-Stellung von ein paar Video-Links zu MrWissen2go oder zu einigen Materialien vom BpB versetzen i.d.R. zu diesem Thema ungeschulte KuK nicht dazu in die Lage, umfänglich darüber sprechen und Fragen dazu beantworten zu können.

Jockel
8 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Das hat doch niemand strittig gestellt. Aber was sollen die Länder denn sonst machen? Lehrkräfte telepathisch in 2 Tagen ein politikwissenschaftliches Seminar durchlaufen lassen?
Wie war das? Lehrer- Spezialisten fürs Lerne- Akademiker- Kompetenz zur selbständigen Erschließung von Themen und Zusammenhängen???