Ende der gedruckten Schulbücher? Bildungsministerin stellt „digitales Bücherregal“ für den Unterricht vor – bestückt vom Land

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MAINZ. Der Schulalltag wird immer digitaler. Das Bundesland Rheinland-Pfalz treibt die Entwicklung voran. Vom Vorgänger verknickte oder beschmutzte Schulbücher soll es künftig nicht mehr geben – dank eines Portals, das Zugang zu digitalen Lernmitteln verspricht.

Haben die gedruckten Schinken bald ausgedient? (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Es verspricht eine Entlastung für den Rücken der Schüler, den Geldbeutel der Eltern, spart Papier und bietet moderne Inhalte: das digitale Bücherregal. Von „einem echten Leuchtturmprojekt, das es so in anderen Bundesländern nicht gibt“, sprach die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) in dieser Woche bei der Vorstellung des Projekts in einem Mainzer Gymnasium.

Für die Schülerinnen und Schüler, für die Lehrkräfte und die Eltern habe das digitale Bücherregal eine ganze Reihe von Vorteilen, führte Hubig aus. „Ich glaube, jeder von uns kann sich noch daran erinnern, während der eigenen Schulzeit über einen vollen Ranzen und dicke Bücher geklagt zu haben, die man in die Schule schleppen musste.“ Diese Zeiten seien bald vorbei.

„Insgesamt eröffnet die Plattform einen einfachen und schnellen Zugang zu vielen neuen Lernmöglichkeiten in der digitalen Welt“

Das digitale Bücherregal könne aber nicht nur die Rücken der Schülerinnen und Schüler schonen, sondern auch den Geldbeutel der Eltern, weil das Land günstigere Preise für digitale Lernmittel anbieten könne, als sie einzelne Endnutzer bekämen. „Selbstverständlich entspricht das Digitale Bücherregal allen datenschutzrechtlichen Vorgaben“, ergänzte Hubig. „Insgesamt eröffnet die Plattform einen einfachen und schnellen Zugang zu vielen neuen Lernmöglichkeiten in der digitalen Welt. Für moderne und pädagogisch wertvolle Inhalte, die in Zukunft weit mehr bieten können als nur eine digitalisierte Version von Schulbuch-Druckausgaben.“

132 von insgesamt 1600 Schulen setzten das digitale Bücherregal seit Schuljahresbeginn in einem Pilotprojekt ein. Damit könnten rund 33.000 Schüler bereits auf mehr als 900 digitale Lernmittel zugreifen, sagte Hubig. Die Kosten bezifferte sie auf rund 1,1 Millionen Euro. Die Plattform eröffne einen einfachen und schnellen Zugang zu vielen neuen Lernmöglichkeiten in der digitalen Welt. „Das zeigt, dass wir hier am Anfang einer wirklich großen Entwicklung stehen – und dass wir diese konsequent gestalten.“

Und so funktioniert es (theoretisch): Die Schüler können sich mit einem Klick anmelden und bekommen Zugriff auf die Lernmaterialien, die für sie freigeschaltet sind und die sie brauchen. Den Erwerb der Lizenzen, die Aktivierung und Bereitstellung des Materials regle das Land. In den Schulen, in denen die Kreidetafel und das Heft zunehmend von digitalen Tafeln und Tablets abgelöst worden sind, könnten die Lehrer die digitalen Schulbücher darin einbetten.

„Das Ganze geschieht schlank und unbürokratisch“, erläuterte Hubig weiter. „Natürlich gelten auch im digitalen Bereich die Grundsätze der Lernmittelfreiheit. Auch hier also fördert Rheinland-Pfalz die Bildungsgerechtigkeit.“ Und so ganz nebenbei werde durch das digitale Bücherregal auch viel Papier gespart, was das Projekt besonders nachhaltig macht. Unter dem Strich gehe es darum, eine pädagogisch sinnvolle Mischung aus analogen und digitalen Lernmitteln anzubieten.

„In den vergangenen Jahren gab es an vielen Schulen eine rasante Entwicklung von analogen hin zu interaktiven Medien“

Das Programm soll im zweiten Schulhalbjahr evaluiert werden. Im kommenden Schuljahr sollten sich alle Schulen anmelden können, die Interesse haben. Sie müssen aber als technologische Basis an den sogenannten Schulcampus als Teil des Bildungsportals angeschlossen sein – das sind derzeit mehr als 900 Schulen. Das Bildungsministerium pusht auf diese Weise also auch die Verbreitung ihres Schulportals.

Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Oberstadt machten bei der Präsentation vor, wie sie das digitale Bücherregal im Live-Betrieb nutzen. Schulleiter Dirk Müller meinte dazu: „In den vergangenen Jahren gab es an vielen Schulen eine rasante Entwicklung von analogen Medien wie der Kreidetafel oder dem normalen Schülerheft hin zu interaktiven Medien wie digitalen Tafeln und Tablets. Mit dem Digitalen Bücherregal haben wir Lehrkräfte nun die Möglichkeit, diesen Weg konsequent weiter zu gehen und auch die Schulbücher in dieses neue, multimediale Unterrichtsarrangement einzubetten.“ News4teachers / mit Material der dpa

Städte- und Gemeindebund: „Wir brauchen künftig keine Schulbücher mehr“

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LehrerRLP
3 Monate zuvor

Die digitalen Bücher sind ganz praktisch, nur scheitert es im Unterricht oft am schlechten Wlan. Ist dieses, wie so oft in der Schule, nicht verfügbar, können die Schüler die Bücher nicht öffnen. Runterladen aufs iPad für die Offlinenutzung ist nicht möglich. Es dauert immer mehrere Minuten, bis alle Schüler die entsprechenden Seite aufgeschlagen haben.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  LehrerRLP

Also in der Praxis noch untauglicher als Bibox und Co? Respekt, das muss man erstmal schaffen.
Wir arbeiten in der Oberstufe ausschließlich mit digitalen Büchern und haben weitgehend positive Erfahrungen. In der Sek I sind halt leider doch relativ oft die iPads leer, vergessen oder kaputt, weshalb wir hier weiter auf gedruckte Bücher setzen.

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Früher war die beliebte Ausrede „ich habe mein Buch vergessen“. Jetzt wird es heißen „ich kann mein digitales Buch nicht runterladen, nicht öffnen“.
Wer kontrolliert eigentlich mal die inhaltliche Richtigkeit dieser elektronischen Schulbücher? Das war schon bisher ein Problem.

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Die digitalen Schulbücher werden genauso von einer Kommission begutachtet, wie die analogen: Schulbuchzulassung.

Die Frage ist tatsächlich, wer die Richtigkeit der Bücher kontrolliert!

Fachliche Fehler ohne Ende und dann als Begründung „das wird oft so im Unterricht gemacht“ vom Verlag. Falsch ist falsch, da gibt es kein „je öfter wir es falsch machen, desto richtiger wird es“.

Die Schulbuchzulassung ist ein Witz, ob analog oder digital.

Der große Verlag aus Stuttgart mit dem Doppel-T am Ende ist da ein Paradebeispiel – meine persönliche Erfahrung der letzten Welle neuer Bücher.

Müllerin
3 Monate zuvor

Welche Kommission soll das genau sein? Die Ministerien sind nicht mehr zuständig, die Landesinstitute auch nicht. Zumindest nicht für Mathematikbücher für die höheren Klassen. Das haben mir zuständige Leute aus einem Ministerium bestätigt. Die Verlage machen das in Eigenregie und unterschreiben, dass sie alle Vorgaben erfüllt haben. Danach entscheidet dann der „Markt“. Wenn man mal schriftlich auf Fehler hinweist, bekommt man vom Verlag keine Antwort.
Das Georg-Eckert-Institut in BS ist eigentlich für die Analyse von Schulbüchern zuständig, aber die kümmern sich nicht um die fachlichen Inhalte, sondern mehr um versteckten Rassismus und so. Das hilft bei Mathematik und NaWi nicht recht weiter.

GEW-nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Schulbuchgutachter:innen zum Beispiel.

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Weiter oben war’s noch eine Kommission. Wer bestellt denn diese Gutachter? Gibt’s die immer oder manchmal oder fast nie?

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Schulbuchgutachter:innen werden vor der Aufnahme neuer Lehrwerke in den offiziellen Schulbuchkatalog, also vor der Genehmigung der LW zur Einführung, vom Ministerium beauftragt; man-meist/immer(?) Lehrkräfte- kann sich melden, es gibt m. W. immer mal wieder Ausschreibungen, und aus diesem Pool werden Leute gefragt. Kommissionen gibt’s im Zusammenhang mit der Erstellung z. B. von Curricula, in den Schulen entscheiden Schulbuchausschüsse über die Einführung von Lehrwerken.
(Alles bezogen auf Rlp.)

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

https://zsl-bw.de/,Lde/Startseite/uebergreifendes/schulbuchzulassung

Vom Cornelsen-Verlag habe ich auf wenige Fehlerhinweise umgehend von der Fachredaktion Rückmeldungen bekommen. Da hat jemand sein Fach verstanden.

Vom Klett-Verlag bekomme ich „Sachen zum Lachen“ als Antwort. Fachlich wird da nur wenig Bezug genommen. Da könnte wirklich der Verdacht des fachfremden Arbeitens aufkommen.

Vom Autor eines Abiturvorbereitungsbuches habe ich tatsächlich mal einen Anruf bekommen – ob ich den Rest des Buches auch noch einer Korrekturlesung unterziehen möchte.

Müllerin
3 Monate zuvor

Aber die Schulbuchzulassung durch das Landesinstitut bezieht sich meines Wissens nur auf formale Dinge wie Übereinstimmung mit den Bildungsplänen und so, nicht auf inhaltliche Fehler.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

So absolut würde ich das nicht setzen wollen. Die Gutachtenden haben Lehrbefähigung und -erfahrung- zumindest in den Fällen, die mir bekannt sind- und lassen inhaltliche Schnitzer hoffentlich nicht unkommentiert.

Unfassbar
3 Monate zuvor

Haben Sie einen Kostenvoranschlag geschickt?

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Ich verstehe jetzt nicht, inwiefern da ein besonderes Problem bei digitalen Büchern bestehen sollte. Ganz im Gegenteil, hier könnten die Verlage sogar relativ unkompliziert gemeldete Fehler korrigieren, ohne dass man auf eine neue Auflage warten muss.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Mich stören die Oberfläche, das Lizenzgehabe und der im Vergleich zum gedruckten Werk viel zu hohe Preis.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  LehrerRLP

Das heißt auch, Apple und andere haben die totale Datenkontrolle. Man kann nur online lesen, muss permanent im Netz sein, gibt dabei Daten preis und in naher Zukunft werden Schulbücher noch mehr nach Marketingmaßstäben erstellt: Wie kange wird welche Seite betrachtet? Was wird bearbeitet mit digitalen Werkzeugen? Bis hin zum Eyetracking und zur Analyse der Gemütslage der SchülerInnen.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Tracking wäre, da es in diesem Umfeld keine Monetarisierung durch Werbung gibt, völlig nutzlos. Man sollte aufpassen, dass man berechtigte Datenschutzbedenken nicht mit solchen mit gefährlichem Halbwissen gespickten Behauptungen wie Ihren ins Lächerliche zieht.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

In China gibt es das bereits seit einigen Jahren in den Schulen einzelner Regionen, und zwar nicht zur Monetarisierung, sondern zur Überwachung.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Wie gut, dass wir nicht in China leben.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Eyetracking muss sich doch nicht ausschließlich auf Werbung etc. beziehen. Es geht auch um die Wirkung/ Korrelation von Inhalten z. B. auf/ und Gemütslage-möglich sind auch entsprechende Bezahloptionen für Autor:innen. Vielleicht mal ein wenig weiter als über den Tellerrand eigener Vorstellungen schauen, statt andere zu beschimpfen.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Und wieder so eine wolkige Aussage ohne jede Substanz. Warum sollte ein Schulbuchverlag etwas über die Gemütslage der Schüler*innen wissen wollen? Und warum sollten Autor*innen daraus irgendwelche Bezahloptionen ableiten? Das ist schon sehr nahe an VT-Geraune.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Find ich eigentlich nicht. Spotify rechnet mit den Sängern/Songwritern danach ab, wie oft ein Song angeklickt wird. Warum sollten Schulbuchverlagen zukünftig nicht mit den Autoren nach demselben Prinzip abrechnen und einbeziehen, wie der jeweilige Rezipient auf den Inhalt reagiert hat? Vor zehn Jahren war vieles utopisch und nicht vorstellbar, was heute Alltag ist.

GEW-nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Wenn`s ein:e andere:r sagt, wird’s vom freundlichen Herrn vielleicht eher angenommen.
Bin übrigens als seit Jahrzehnten schul*buch*schreibende Person nicht so ganz ab von der Gedankenwelt in den Verlagen.

*Buch als Synonym für analoge und digitale Medien und Formate.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Aus Interesse: An welchen Schulbüchern waren Sie denn bisher so beteiligt? Würde die nämlich gerne aus Angst vor Fehlinformationen für meine Schüler vermeiden.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Aus Interesse: Unterziehen Sie ein Lehrwerk vor offizieller Einführung bzw. vor Nutzung keiner umfassenden Prüfung?
Gibt’s an Ihrer Schule nicht die entsprechenden Gremien und Abläufe? Mit derlei Möglichkeit zur Einbindung von Eltern, Kolleg:innen und Schüler:innen gehören sie zu einer demokratischen Schulkultutur. Ungeeignetes müsste dann doch auf(ge)fallen (sein), nicht wahr?
Oder gefällt man sich nur als Postende:r von eitel- überheblichem Gequatsche?

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Was soll diese rhetorische Frage? Wenn Sie einer Antwort ausweichen wollen, weil Sie eventuell den Mund zu voll genommen haben, können Sie das doch auch direkt sagen.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

????

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Weil das wie gesagt überhaupt keinen Sinn ergibt, ganz im Gegensatz zu Spotify: Die Schüler sind ja nicht einmal an der Auswahl und dem Kauf von Schulbüchern beteiligt. Ganz davon abgesehen, dass Eyetracking Zugriff auf die Kamera erfordert und der ist nicht gegeben, bei MDM-iPads lässt sich das auch in ferner Zukunft leicht ausschließen. Wie gesagt: Nix als Geraune.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Das ist falsch! Schüler:innen sind in Rlp- und wohl auch in den anderen Bundesländern- sehr wohl und gleichberechtigt an der Auswahl der eingeführten bzw. einzuführenden und damit gekauften Lehrwerke und-materialien beteiligt.
Es hilft ein Blick ins Schulgesetz.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Aber sicher doch. Die Schülervertreter, die (falls sie tatsächlich kommen) schüchtern zwischen ihren Lehrkräften in der Fachkonferenz sitzen, nehmen ganz bestimmt entscheidenden Einfluss. Glauben Sie den Unsinn eigentlich selbst?

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Bei uns haben sie Mitsprachrecht und wir fragen sie, falls sie von sich aus nichts sagen.

In der Regel sind Schüler- und Elternvertreter dabei – meint: Sie kommen zu den Fachkonferenzen.

GEW-nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Um mit Prof. Drosten zu sprechen: Bilden Sie sich fort!
Und dann sagen Sie das mit dem Geraune nochmal. Zur RPTU KL kann ich Ihnen gerne einen Kontakt herstellen, steht aber auch im Text.

https://nachrichten.idw-online.de/2023/02/02/lernsysteme-verbessern-eyetracking-studie-der-rptu-untersucht-wie-schuelerinnen-und-schueler-mathematikaufgaben-loesen

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Das ist jetzt Satire oder? Sie führen eine Studie, bei der spezielles Equipment in einem kontrollierten, wissenschaftlichen Setting in einem Forschungsvorhaben unter einer ganz anderen Fragestellung als der Monetarisierung von Inhalten eingesetzt wurde als Argument gegen digitale Schulbücher und kommen sich dabei nicht ein bisschen lächerlich vor? Und dann zitieren Sie zur Untermauerung auch noch ausgerechnet Prof. Drosten, der mit Sicherheit nur sehr ungern von Schwurblern als Kronzeuge angeführt werden möchte. Keine weiteren Fragen, jede Diskussion mit Ihnen erübrigt sich aus meiner Sicht.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Von einer Diskussion kann aber doch keine Rede sein. Diese würde den Wunsch des Überzeugens und des Argumentierens inkludieren. Beides liegt mir fern. Davon abgesehen habe ich mich doch gar nicht gegen digitale Lehrwerke positioniert- habe selbst genügend genutzt, erforscht und einige veröffentlicht. Die Kritik bezog sich darauf, wenn Material nicht heruntergeladen bzw. im Offline- Modus rezipiert werden kann. Wäre Ihnen womöglich bei genauerer Lektüre aufgefallen. Und die Erfahrung mit Schüler:innen im Schulbuchausschuss sind gut. Keineswegs eingeschüchtert- warum auch- sondern oft konstruktiv und ihre demokratischen Rechte wahrnehmend. Das ist vielleicht ebenso singulär in der Wahrnehmung wie bei Ihnen, doch da die Beteiligung verbrieft ist, ist ihre diesbezügliche Aussage einfach falsch.
Aber sei’s drum.
Ärgern Sie sich nicht weiter, differenzieren Sie lieber. Oder pöbeln Sie halt- wenn das Ihren Tag krönt.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Dass Ihnen Argumentieren fern liegt, ist mir schon aufgefallen. Sie sollten vielleicht nochmal nachschauen, was Sie selbst oben geschrieben haben. Da haben Sie irgendwas von Eye-Tracking durch Apple und Schulbuchverlage geschrieben, was sowohl bei den aktuellen Apps der Verlage als auch dem nur online verfügbaren Systeme von RLP auf dem iPad unmöglich ist.
Aber sei’s drum: Ich fasse Ihren etwas missglückten Relativierungsversuch trotzdem mal zu Ihren Gunsten als vorsichtiges Zurückrudern auf, nachdem Sie sich hier zwischenzeitlich in ziemlich undifferenzierter Weise ausgelassen haben.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Es sei mal davon ausgegangen, dass sich jede:r Lesende sein:ihr eigenes Bild zur Thematik und zur Kommunikationskultur Postender machen kann.
Sie können vom Festbeißen ablassen.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Da kann ich Ihnen ausnahmsweise mal zustimmen, so viel Selbstreflexion hätte ich Ihnen gar nicht mehr zugetraut.

Canishine
3 Monate zuvor

Grundsätzlich ein guter Ansatz. Der Trend geht dann aber vermutlich zum Zweit-Tablet: Eins zum Lesen, eins zum Schreiben.
(Ja, ich weiß, man kann den Bildschirm teilen, manche behalten sogar dabei den Überblick.)

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

… und eines, das man bei KAs abgibt.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Also hin zum „noch mehr Elektroschrott“.

„Saubere“ und „klimafreundliche“ u n d „menschenfreundliche“ Lösung.

Na dann –

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Es stößt kein C02 aus. Es wird woanders beseitigt. Es muss demnach klimaneutral sein.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Stimmt ja!

CO2 wird bei Herstellung und Transport ausgestoßen.
Woanders beseitigt – dort wird der lebensmittelspendende Bogen verseucht – ebenso das Grundwasser.

Win-Win?!

ulschmitz
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Von win-win kan keine Rede sein. Der dikkitalen Fetischtruppe ist eh nicht mehr zu helfen. Zu den Stunden an elektronischen „Büchern“ kommen dann noch die permanenten Hantierungen mit dem privaten iPad, Smartphone usw. plus Netflix, TV usw.
Von CO2, Lachgas, Spurengasen usw. mal abgesehen; Wie viele Milliarden, die wir dringend für die Anwerbung von Lehrkräften brauchen, sollen denn noch an Miocrosoft, Apple, Samsung usw. rausgehauen werden?

Die Frage, was geschieht bei einem blackout über mehrere Tage?

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  ulschmitz

Wir sollten dringend Aktien kaufen!

Und ich meine das ausdrücklich nicht ernst – ich persönlich unterstütze diese „glorreiche“ Finanzwelt nicht.

Dazu mag ich Menschen nun mal doch zu gerne.

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  Canishine

Das müsste eigentlich die Konsequenz sein. Ich beobachte die Arbeit mir einem Tablet bei meiner Tochter und sehe tatsächlich einen klaren Nachteil darin, dass man dann das und das Heft nicht Nebeneinander legen kann.

Vermutlich müsste es wirklich zwei iPads pro Schüler geben, damit dieser Nachteil wegfällt.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Super – noch mehr Schrott und noch mehr, was prima störanfällig ist und von uns gewartet und täglich aufgeladen werden muss…..

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor

Verlage ändern oft Kleinigkeiten in Aufgaben oder vertauschen Aufgaben, so dass verschiedene Auflagen nicht nebeneinander verwendet werden können. Forcierte Neubeschaffung nenne ich das. Wenn das digital genauso läuft, wie analog, dann ist es mir gleich – ich mag dann beides nicht. Ressource schonen, nachhaltig arbeiten – bei manchen Verlagen aus dem Sauerland nicht das Ziel.

JoS
3 Monate zuvor

Genau das kann digital ja so nicht passieren: Alle nutzen automatisch die neueste Version.

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Nicht beim Klett-Verlag. Dort wird die elektronische Version erst mit der gedruckten Version aktualsiert.

JoS
3 Monate zuvor

Ja, aber dann haben ja trotzdem alle die gleiche Version. Schließlich erwirbt man bei Klett als Schüler i.d.R. mittlerweile Jahreslizenzen.

Einer
3 Monate zuvor

Ich unterrichte seit 20 Jahren Informatik, aber digitale Schulbücher werde ich niemals nutzen.
1. Zu teuer für meist nur ein Jahr Nutzung.
2. Das gehampel mit den Büchern, wenn gleichzeitig am PC/Tablet geschrieben werden soll.
3. In einem Papierbuch kann ich Stellen schnell finden, weil ich abschätzen kann wo im Buch der Inhalt steht. Mehr vorne oder mehr hinten. Bei digitalen Büchern kann ich das nicht und viele andere auch nicht. Man muss immer erst irgendeine Suchfunktion nutzen.
4. Eigene Anmerkungen, Markierungen und Zeichnubgen sind auf Papier schneller gemacht.
5. Digitale Zugriffsrechte

Ich bin in jeder Unterrichtsstunde am PC bzw. Tablet, aber digitalen Bücher sind himp-hamp.

Administrator
3 Monate zuvor
Antwortet  Einer

Inf.schule ?

Einer
3 Monate zuvor
Antwortet  Administrator

Berufskolleg in NRW. Alle Schüler sind also >16.
Einzelne Kollegen und auch Schüler nutzen digitale Bücher. Aus Beobachtungen und Gesprächen mit ihnen resultieren meine Kritik.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Einer

1. Die Lizenz pro Schüler auf die Nutzungszeit gerechnet ist in der Regel deutlich günstiger, als ein Buch anzuschaffen.
2. Welches Gehampel? Gerade das parallele Arbeiten, die nahtlose Integration von Grafiken in die eigenen Aufzeichnungen etc. ist ja zumindest auf dem iPad ein großer Vorteil.
3. Die Suchfunktion funktioniert deutlich schneller und wenn ich es abschätzen kann, kann ich ja auch einfach die Seitenzahl eingeben oder direkt vom Inhaltsverzeichnis zum gewünschten Kapitel springen. Alles eine Frage der Gewöhnung.
4. Definitiv nicht, s.o.
5. ???

Fazit: Für einen Informatiklehrer sind Sie erstaunlich schlecht informiert was digitale Schulbücher angeht und extrem eingefahren in Ihren Routinen. Ich arbeite seit Jahren fast ausschließlich damit und würde definitiv nie wieder freiwillig zu Papier zurückgehen, weil es so in jeder Hinsicht praktischer ist. Und das trotz der durchaus verbesserungswürdigen Apps der Verlage.

Einer
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

1. Ein digitales Buch liegt nur wenige Euro unterhalb des Papierbuches, aber nach 1 bis 3 Jahren ist das digitale nicht mehr nutzbar. Das Papierbuch gabe ich aber als Literatur noch jahrelang im Schrank.
2. Durch eigenständiges erstellen einer Zeichnung oder Skizze lernen Schüler mit Sicherheit mehr als durch copy/paste oder das abfotografieren.
3. Auswirkung auf die Lesekompetenz?
4. Ich selbst bekomme Anmerkungen, Skizzen und Markierungen schnell hin, weil ich Gerät und Software beherrsche. Das ist aber nicht wichtig. Ein Großteil der Schüler braucht viel mehr Zeit, weil sie weder das Eine noch das Andere verstehen geschweige denn beherrschen. Und das ist entscheidend! Und extra Softwareschulungen zu machen damit Schüler die proteritäre Software der Verlage wirklich beherrschen ist Monkey-Business. Es wichtigere Unterrichtsinhalte.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Einer

1. Als Beispiel Klett als größter Anbieter: Das gedruckte Buch kostet 31 Euro, 5 Jahre digitale Nutzung unter 20 Euro. Die übliche Nutzungsdauer von Leibbüchern liegt in meinem Bundesland bei 3-5 Jahren.
2. Eine Infografik abzeichnen macht wohl kaum jemand. Auch bei der Erstellung von Präsentationen, Padlets etc. ist das digitale Schulbuch klar im Vorteil.
3. Was soll die Frage Blättern/Suchen mit Lesekompetenz zu tun haben?
4. Komisch, an meiner iPad-Schule bekommen die Schüler aller Altersstufen das in rasanter Geschwindigkeit hin, ganz ohne „Software-Schulung“ für iPad-Apps (ihr Ernst?!) Könnte das vielleicht etwas damit zu tun haben, dass sie das täglich üben.

Unfassbar
3 Monate zuvor

Die Verlage werden sich das sehr teuer bezahlen lassen, weil ich mir kaum vorstellen kann, dass das Land die Lehrwerke von eigenem Personal von Grund auf neu schreiben lassen wird.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Was für einen Wettbewerb? Die meisten Schulen nutzen für fast alle Lehrwerke die Verlage Klett, Westermann oder Cornelsen und werden das auch weiterhin tun. Deren Buchreihen kosten beim gleichen Fach, gleiche Schulform und gleiche Jahrgangsstufe ungefähr gleich viel. Wenn deren Produkte auf eine allgemeine Plattform des Landes zur Verfügung gestellt werden sollen, muss das Land sie dafür bezahlen. Wenn der Staat die Werke produzieren würde, müsste er nur das Personal für die Erstellung und ggf. Bearbeitung bezahlen, Druck-, Vertriebs, Werbekosten fallen nicht an, eine Gewinnmarge sowieso nicht. In der Theorie wäre es also nur bei schlechter Planung des Staates genauso teuer wie die kommerziellen Produkte. Wir wissen allerdings alle, dass eine „schlechte Planung“ beim deutschen Staat schon ein kaum erreichbares Optimum ist. Darüber hinaus würde es Ewigkeiten dauern.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie haben das Hauptproblem der heutigen Zeit erfasst. Sozialismus, Gleichmacherei, Quoten haben noch nie funktioniert und funktionieren auch aktuell nicht. Aus dem Grund habe ich Zweifel an der zeitnahen Funktionalität der neuen Plattform selbst wenn ich die Erhaltung des aktuellen Zustandes bei insgesamt gleichen Kosten als Mindestziel ansetze..

Walter Hasenbrot
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die Schulbücher waren dort gut.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Dass die Versorgung mit Schulbüchern geklappt hätte, darf auch getrost bezweifelt werden.“ Quelle? Es mangelte in der DDR an vielen Dingen, aber nicht an Schulmaterialien. 1. wurden die Lehrbücher jahrelang verwendet. 2. die DDR-Politiker wussten, dass in einem rohstoffarmen Land Bildung ein hohes Gut für die Zukunft ist. Im Bildungssektor wurde als letztes gespart (natürlich auch aus ideologischen Gründen). Jetzt scheint es mir, der Bildungssektor ist der erste, bei dem gespart wird. Stellt sich mir die Frage nach den Gründen.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
… und wieder einmal ein Nebenschauplatz:

  • meine Frage nach der Quelle nicht beantwortet, also nur Mutmaßung von Ihnen?
  • Allgemeinbildung in der DDR bestand nicht nur aus Ideologie! Ich hatte Ihnen schon einmal empfohlen, bevor Sie über Schulbücher der DDR urteilen, einfach mal ein paar davon, vor allem im MINT-Bereich und Anfangsunterricht vergleichen. Übrigens waren auch die Geschichtsbücher( bis zu der Zeit Ende des 2. WK nicht schlecht) – einfach mal reinsehen!

Passend dazu heute in der „Berliner Zeitung“ (20. November 2023):
“ Kein Wunder also, dass in einer solchen Athmosphäre die „Aufarbeitung“ ein DDR- Geschichtsbild hervorbrachte, in dem sich DDR-Bürger nicht wiederfanden. Als eine Mutter, Kosmetikerin von Beruf, in Pandemie-Zeiten mit ihrem Sohn im Homeschooling das Kapitel DDR-Geschichte durchnehmen sollte, warf sie zum ersten Mal einen Blick in sein Geschichtsbuch. Sie war entsetzt: „Nichts als Spitzel, Not und Unterdrückung. Dieses dort beschriebene Land kenne ich nicht.““ Ähnliches konnte ich leider bei meinen Enkelkindern, in Bezug auf Schulwissen zur DDR, beobachten.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das kam gerade in den Nachrichten: Berliner senat gibt Scherpunkte für den Doppelhaushalt bekannt. Ein Schwerpunkt der CDU ist dabei der Bildungssektor, 30 Mill. Euro pro Jahr … bevorzugt für Schulen in freier Trägerschaft (Privatschulen).
KEIN KOMMENTAR!

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Was kann man vom Club Deutscher Unternehmer auch erwarten?

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Und Berlin hat eine Koalition aus CDU und SPD… nicht vergessen.

Man könnte sagen: Die aktuellen Eliten verlassen das sinkende Schiff und sichern sich die Rettungsboote…

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Zumindest die aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich, wo Politik (damals) keine Rolle spielte.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist die Logik, nach der die Stadt Wien ihren Wohnungsbestand organisiert. Funktioniert bekanntlich herausragend gut.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

An der Privatisierung der Deutschen Bahn erkennt man auch gut, dass die Nicht-DDR-Wirtschaft besonders geeignet ist.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Es kann keinen Wettbewerb im Schienenverkehr geben, weil es nur ein Schienennetz gibt? Okay, dann nenne ich mal ein paar Wettbewerber: Agilis, Cantus, Metronom, Odeg (und das sind nur EVGs).
Und weil es nur ein Stromnetz gibt, gibt’s auf dem Energiemarkt auch keinen Wettbewerb?
Beim Stromnetz werden Netzentgelte und beim Schienennetz Trassennutzungsgebühren an die Netzeigentümer gezahlt. Im Zuge der „Privatisierung“ der Bahn wurde das Schienennetz in einen eigenen Betrieb überführt, ebenso wie die Instandhaltung, der Güterverkehr usw. Genau das hat nach Ansicht vieler Bahnexperten zu den heutigen Problemen der deutschen Bahn geführt, da jeder Betrieb für sich „rentabel“ gespart wurde, ohne auf die Bedürfnisse der abhängigen Mitbetriebe der DB zu achten. Einsparung an den Reparaturbetrieben führt eben zu erhöhten Ausfallzeiten defekter Züge.
Wäre nett, liebe Redaktion, wenn Eure Beiträge wieder die inhaltliche Qualität bekämen, die sie vor einem Jahr noch hatten.
Mich macht das traurig.
Liebe Grüße, Mika

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

In Sachen Lehrbücher war die DDR ein Vorbild! Fachlich korrekt, anspruchsvoll und durch den Westen nicht erreichbar!

potschemutschka
3 Monate zuvor

@Der Zauberlehrling
Das kann gar nicht sein,“ die DDR war eine DIKTATUR!“ (Zitat Redaktion und einige Foristen hier)

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

War sie, richtig. Aber bitte den Kontext beachten: es ging um die Schulbücher – und die konnten ja in der DDR nicht gut sein, da „DIKTATUR und damit alles schlecht“ – wie Sie immer wieder betonen!

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Markt korrigiert größtenteils nicht über die Qualität, sondern über den Preis: gut zu beobachten im Lebensmitteleinzelhandel. Und dass es falsch ist, gesellschaftlich essentielle Bereiche allein dem Markt zu überlassen, zeigen die Auswirkungen der Verkäufe kommunalen Wohnungsbestandes, der Wasserversorgung und der Krankenhäuser.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

In den Mathematikbüchern der DDR wird es abgesehen von fachlichen Fehlern kein Korrektiv benötigt haben, wenn man von möglicherweise politisch inspirierten Textaufgaben absieht. Beim Schrifterwerb der ersten beiden Schuljahre vermutlich auch nicht. Staatsbürgerkunde ist zweifellos eine andere Hausnummer.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Dafür müsste man die Lehrpläne aus der DDR des Jahres 1960 mit denen von 1989 vergleichen.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Parallel dazu bitte die Lehrbücher/pläne dieser Zeit aus der BRD! Ist allerdings sicher sehr aufwändig, da dann 1 Buch der DDR 12 aus BRD/Westberlin gegenüberstehen.

Administrator
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

In meiner Zeit an der Uni haben wir einen sehr renommierten medizinischen Verlag auf einem objektiven Fehler (mit Angabe mehrerer Quellen) aufmerksam gemacht und bekamen die wörtliche Antwort „Es verkauft sich aber gut“.
So toll scheint die Kontrolle auch jetzt nicht zu funktionieren.
Es war übrigens ein Buch, dass behauptete, dass man bei Legasthenie (heute Dislexie) glatte Augenfolgebewegungen trainieren sollte.

Digitalisierung first, Bedenken second.

ulschmitz
3 Monate zuvor
Antwortet  Administrator

Digitalierung UND fette Einnahmen first, Bedenken, wenn mal grade zeit ist.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  ulschmitz

Und auf gar keinen Fall ein Tempolimit!

Da wären wir ja weit und bteit das einzige Land – schlagdiehandvordiestirn

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sie war eine, ja.

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Das eine schließt das andere nicht aus.

Ich formulierte deswegen ja auch „in Sachen Lehrbücher“.

ulschmitz
3 Monate zuvor

Das dürfte aufs Fach ankommen. Aber wenn ich mir in den BRD-Geschi-Büchern so manchen Beitrag anschaue, kommen mir die Tränen, aber es sind keine Freudentränen.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehr geehrte Redaktion,
diesmal haben aber Sie die DDR ins Spiel gebracht, nicht ich. 🙂

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehr geehrte Redaktion,
wie Sie immer wieder betonen, legen Sie viel Wert auf faktenbasierte profunde Analyse. Dann also bitte einmal Lehrbücher DDR/BRD vergleichen, für nicht extrem ideologiebelastete Fächer. Z. B. Deutsch und Mathe 1. und 2.Schuljahr und die naturwissenschaftlichen Fächer. Oder Sie schauen sich mal die, immer wieder auch hier gelobten, didaktischen Handreichungen für diese Fächer an.
Mit herzlichen Grüßen
potschemutschka

Hysterican
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Gute Idee!!
Dann betten wir in die Lehrwerke für die SuS auch fleißig Werbung ein – wie hier zum Beispiel für Intel u.ä.

Black friday, MacDoof, Amazon, Zalando oder der örtliche Lieferservice für die Mittagspause lassen die Preise für die digitalen Lehrwerke bestimmt purzeln.

Apple ist dabei garantiert gaaaanz weit vorne, indem sie den SuS ganz schnell vermitteln werden, dass ein Zweit-iPad das sinnvolle Arbeiten massiv befördern könnte … man liest auf dem Ersten und schreibt auf dem Zweiten.

Irre resourcenschonend…laufen die Geräte bekanntermaßen ja mit Luft und Liebe.

Bei uns in Bi wurde dummerweise zu Beginn der letzten Woche ein Glasfaserkabel gekappt, was zur Folge hatte, dass weder Netz, noch Server noch die Telefonanlage der Schule funktionierten.
Da war ich ganz froh, analoge Bücher zum Blättern auf den Tischen zu haben…und – anders als unsere lieben Refis und digitalen Jung-KuK habe ich ei Fach meine alten OHP-Folien aus meinen Ordnern gekramt.

Torsten
3 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Genau so! Geht auch!

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

OHP-Folien mache ich auch heute noch – teilweise.

Die Schüler finden`s oldfashion – und geil! 🙂

ulschmitz
3 Monate zuvor
Antwortet  Hysterican

Zweit-iPad plus iPhone 12 plus AirDrucker plus….. Bei der Werbung haben sie Weihnachts-Hysterie, Oster-Hysterie und Pizza-Lieferung vergessen.

Lera
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Die Verlage können sich das nicht „sehr teuer bezahlen lassen“, weil es auf dem Markt für Bildungsmedien Wettbewerb gibt.“

Dieser Wettbewerb hat jedenfalls nicht verhindert, dass man bei bestimmten Verlagen nur noch zeitlich begrenzte Lizenzen (meist 1 Jahr) der digitalen Lehrwerke bekommt.

Will man also ein Lehrwerk dauerhaft oder zumindest längerfristig einsetzen (was arbeitsökonomisch dringend anzuraten ist), so wird man zu jährlichen Zahlungen genötigt.

Ein analoges Buch kaufe ich mir hingegen nur genau einmal. Und ein neues wird erst dann gekauft, wenn dieses deutliche Verbesserungen aufweist.

Die zeitlich begrenzte Lizensierung im Digitalen ist verglichen mit dem analogen Standard der unbegrenzten Nutzbarkeit ein ganz klarer, ganz erheblicher RÜCKSCHRITT, eine Verschlechterung für die Kunden.

Und sollte ein funktionierender Wettbewerb nicht für das Gegenteil, also Fortschritt und Innovation im Sinne von VERBESSERUNGEN für den Kunden, sorgen?

War ne rhetorische Frage – ja, sollte er.

Wenn es also keine Verbesserungen für den Kunden, sondern Verschlechterungen gibt: Worauf deutet das hin?

War wieder rhetorisch: auf einen unzureichenden Wettbewerb.

Lera
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

„Das sähe anders aus, wenn der Staat als Produzent hier aufträte. Dann würde es erfahrungsgemäß richtig teuer, weil der Staat ja keinem marktwirtschaftlichen Kosten- und Konkurrenzdruck ausgesetzt ist.“

Ja, leuchtet ein:

Einmal selbst erstellen und dann unbegrenzt nutzen = super teuer (Begründung: Staat kann nichts).

Jedes Jahr für ein (quasi identisches) Buch erneut bezahlen = total günstig (Begründung: Markt regelt).

Christian Lindner gefällt das.

Administrator
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Witzigerweise hat RLP schon seit Jahren ein kostenloses IMHO gutes, wenn auch nicht perfektes online Lehrbuch für Informatik. Ganz ohne den in der Redaktion so beliebten Verkauf an die Unternehmen. Alle Lizenzen sind Open Scource. Lehrer können sich an der Entwicklung beteiligen oder das Portal einfach nutzen (weltweit). Kann aber (so die Redaktion) nix taugen, weil weder MS noch daran verdienen.

Lisa
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Für Open Source kann ich noch ein anderes Beispiel nennen. Ganze Ministerien stellen gerade von Windows auf Linux um. Also das ist keine irgendwie zweitrangige Lösung, auch wenn es nichts kostet.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Ich habe den von Ihnen verlinkten Artikel gelesen.
Dort steht, dass ein entscheidender Fehler bei der Einführung von Linux als Betriebssystem die zeitgleiche Umstellung der gesamten IT – Verwaltung war: ein Vorgang, der stets problembehaftet ist. Diese Schwierigkeiten wurden dann dem Betriebssystem Linux in die Schuhe geschoben. Und dass die Stadtverwaltung lieber zigtausende Euro ausgibt, um Anwendungen für veraltete Microsoftversionen entwickeln zu lassen, statt die Umstellung der Anwendungen auf Linux konsequent voranzutreiben.
Also eigentlich spricht der Artikel eher für OpenSource als dagegen, zumindest wenn man weiter als bis zum ersten Absatz liest.

Lisa
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe auch nur rausgelesen, dass die Stadt München ein Problem hatte – doch das lag nicht an Linux

AndreasH
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass die Entwickler höchstwahrscheinlich alle beamtet, also staatlich alimentiert sind. Leistung kostet also doch.

Palim
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

In Norwegen klappt das, in Deutschland ist die Verlagslobby offenbar zu groß.

Auch gab es ein Projekt der BPB für Schulbücher, OER und ehrenamtlich, das ist irgendwie ins Leere gelaufen.

Auf den Plattformen gibt es unzählige Materialien, vor 20 Jahren waren sie kostenlos, auf neueren Plattformen sind doch alle gewillt, zu bezahlen. Sehr schade.
Dass die kostenfreien Materialien von den Verlagen abgekupfert werden, zeigt doch, wie gut sie sind. Glauben Sie nicht? Dann gehe ich mit Ihnen über die nächste Messe und zeige es Ihnen an konkreten Materialien.

Palim
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich sehe, dass durch Lehrkräfte erstellte Materialien sich im Unterricht bewährt haben. Fehler werden entdeckt und ausgebessert – bei 4teachers kann man dafür die Kommentarfunktion nutzen, bei Plattformen/Blogs gibt es zumeist einen Hinweis der Betreiber:innen oder Autor:innen.

DAS kann ich bei Schulbüchern nicht erkennen. Die nächste und übernächste Auflage hat oft schnelle Änderungen, die das Buch nicht unbedingt verbessern, und jede Lehrkraft kann ein Lied von Fehlern im Schulbuch und in Handreichungen singen und auch davon, dass die Herangehensweise und Aufmachung Kinder überfordert.

Lobbyismus ist auch, wenn in NDS vereinbart ist, dass Schulbücher max. 3 mal ausgeliehen werden dürfen – danach muss man sie (als Schule!) neu kaufen. Das wissen die Verlage sehr genau und alle 4 Jahre ist die Auflage geringfügig geändert, in Zukunft wird man jedes Mal neue Lizenzen für Lehrerhandbücher etc. kaufen müssen.

Die letzten 20 Jahre zeigen in der Entwicklung, dass Lehrkräfte als Autor:innen kritisch beäugt werden, es wird unterstellt, dass die Materialien nicht gut genug seien, obwohl gerade diese Lehrkräfte die Expert:innen für Unterricht sind und die Materialien entsprechend der Klientel entwickeln und anpassen.
Verlage und Plattformen mit kostenpflichtigen Materialien setzen sich jetzt durch und gerade bei den hübsch gestalteten Sachen weiß man nicht, ob die Autor:innen je in der Schule waren oder als Graphiker:innen umsetzen, was zur Schule passen könnte und was sich verkauft.

Man hätte vor Jahren die selbstlosen Autor:innen besser unterstützen können, um das Know-how von Lehrkräften, die im Unterricht stehen, zu nutzen und die Materialien zu sammeln und zu verbreiten – siehe NDLA in Norwegen. Auf diesem Weg hätte man auch Einfluss zur Qualität nehmen können, könnte Zugang zu aktueller Wissenschaft bieten und Materialien entsprechend sichten oder das Erstellen entsprechend der Kenntnisse forcieren.
Das würde auch dazu führen, dass es spezialisierteres Material für DaZ, Inklusion und andere Nischen gäbe, in vielen Verlagen eher Stiefkind und fernab der Unterrichtsrealität.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Die wikipedia ist bei kontroversen Themen sogar ohne Aluhut aus noch ganz anderen Gründen keine belastbare Quelle …

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielleicht liegt das auch daran, dass Ehrenamt in D nicht sehr wertgeschätzt wird. Ich weiß, wovon ich rede, denn sowohl ich, als auch mein Mann sind ehrenamtlich tätig. Und Entschuldigung, da muss ich wieder meinen Urlaub in Neuseeland anführen: Mein Mann engagiert sich für ein deutsches Museum und hat sich entsprechend in dortigen Museen umgesehen und mit Ehrenamtlichen gesprochen … von diesen Bedingungen dort kann man hier nur träumen. Wie ich schon an anderer Stelle erwähnte, soziales Engagement ist dort eine Grundtugend und wird sehr wertgeschätzt, denn jeder Gesellschaft braucht dieses Engagement seiner Bürger und es festigt auch den Zusammenhalt.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

OpenSource ist nicht gleichbedeutend mit kostenlos.

Bei kommerziellen Produkten erhält der Käufer lediglich einen Einblick, um sich von der Code-Qualität überzeugen zu können.

Bei nicht-kommerziellen Produkten ist auch nicht automatisch gewährt, dass man diese für den kommerziellen Verkauf verwenden darf.

Es gibt für die vielzähligen Fälle diverse Lizenzen, die sich bei OpenSource sogar weitervereerben.

Mit Ausbeutung hat das garnichts zu tun.

GEW-nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

DIese Dinge kommen in RLP fast ausschließlich aus dem Landesinstitut- eher weniger ehremamtlich. Und das ist auch richtig so. LuL machen schon genug für lau.

Finagle
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und an dieser Stelle setzt das quellenkritische Denken, das die Schule vermitteln soll, ein…

Finagle
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Genau, und nicht zu vergessen, die Nutzung der Kommentarfunktion… gerne hier nachzulesen…

Lisa
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Jein. Der Staat spart mittlerweile eher Geld, wenn er beispielsweise Informatiker selber einstellt als wenn er die Aufträge an Fremdfirmen vergibt. Die Preise gingen schlicht durch die Decke, nämlich durch das Lizenzwesen. Dumm nur, dass der Markt leergefegt ist. Der schlanke Staat der Chicago-Boys hat vieles unnötig verteuert und verschlechtert: Beispiele Bahn, Post, sozialer Wohnungsbau….
Es gibt schon noch mögliche Abstufungen zwischen Planwirtschaft und Neoliberalismus. 😉 Hatten wir ja im Westen auch.
Für das unentgeltliche Zu Verfügung stellen dieser Plattform ❤️ lichen Dank.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist jetzt merkwürdig: die Softwareentwickler/Netzwerkadmins/Architekten,… arbeiten für IT- Unternehmen zu niedrigeren Löhnen als wenn sie sich bei öffentlichen Trägern anstellen lassen? Anders lässt sich Ihre Aussage, dass es billiger sei, IT-Firmen zu beschäftigten als selbst ITler anzustellen, nämlich nicht erklären. Wenn der öffentliche Träger günstiger fährt, indem er Firmen engagiert, können diese Firmen nur Löhne unterhalb der Löhne des ÖD zahlen, anders wäre das nicht möglich, es sei denn, die Firmen berechnen dem ÖD weniger, als sie ihren Mitarbeitern pro Stunde zahlen. Derartigen flächendeckenden Altruismus halte ich jedoch für unwahrscheinlich.

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie tun es schon wieder: Foristen Sätze in den Mund legen, welche diese nicht gesagt haben. Wo habe ich behauptet, dass der Staat alles billiger und besser leisten kann? 
Sie behaupten, dass die Auslagerung von IT-Arbeiten Einsparpotential für den Staat hätte. Nein, in der derzeitigen Arbeitsmarktsituation ist das eben gerade im Bereich IT nachweislich nicht so.
Von „Immer“ oder „allen Bereichen“ oder „ Gütern zum Leben“ habe ich nicht gesprochen.
Wie nennt man diese Gesprächstechnik noch mal, bei der man sich Argumenten durch Umschwenken auf ein anderes Feld entzieht? Seit wann habt Ihr sowas nötig?

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie sprechen jetzt von „billiger und besser“, ich habe nur vom Preis („billiger“) gesprochen, welcher der alleinige Inhalt Ihres Ausgangsposts war, auf den ich mich bezogen habe. Legen Sie mir bitte keine Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe!

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Für „billiger ist besser“ werden u.U. Menschen ausgebeutet.

Das ist zumindest aus meiner Sicht nicht besser – das ist schlimm und dient nur dem Kapitalismus…..

Mika
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Alle Menschen, die in Deutschland Steuern zahlen. Einschließlich mir selbst.

Pensionist
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie behaupten also, dass Lehrer nichts erwirtschaften, dass sie für ihr Gehalt nichts wirtschaftlich Verwertbares liefern.

Ich bin davon überzeugt, dass die Kolleginnen und Kollegen hier anderer Ansicht sind.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Und genau deswegen, wird in Bildung (zu) wenig investiert, dieWirtschaft funktioniert ja auch ohne (aus)gebildete Menschen bzw. die wachsen auf Bäumen nach. Außer natürlich die wirtschaftseliten und Politiker, für die gibt es dann Privatschulen (nicht von Steuern finanziert?)

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Mika

Vergleochen Sie das Gesamtbudget von Netflix und dem ÖRR jährlich – dann wissen Sie, wie stastliche „Medienproduktion“ ausgeht.

ITler arbeiten deswegen ungerne für den Stast, weil echte voll-ITler
1. was können
2. was gewohnt sind (normale bis extrem gute Arbeitsbedingungen)
3. was NICHT gewohnt sind (etwa abgeschaltete Boiler auf Personaltoiletten)
4. gut bezahlt werden wollen

Letzteres schaffen Unternehmen deswegen besser, weil der ITler für mehrere BLs z.B. dann Bücher durchdigitalisiert, wodurch die Zeit effizient genutzt wird und er somit gut bezahlt werden kann – statt „ihn“ 16 mal in 16 verkrusteten Papier- und Faxstrukturen bundesweit einzustellen.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  447

Gäbe es keinen Föderalismus im Bildungssystem, würde einmal statt 16mal reichen. Wäre viel billiger und effizienter.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Zu den Rahmenbedingungen des öffentlichen Dienstes (Ausstattung, Gehalt, Arbeitsbedingungen) wollen Informatiker auch nicht zwingend arbeiten …

Der Zauberlehrling
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

So viel Wettbewerb gibt es da nicht.

Eher ein Angebotsoligopol – zumindest bei Betriebswirtschaftslehre. Von einem polypolistischen Wettbewerb weit entfernt.

Mafia – das wäre das Wort dafür.

GEW- nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Die Verlage fahren bereits einige Jahre mehrgleisig. Papier- und digitale Ausgabe werden parallel angeboten. Dazu digitale Begleitmaterialien, oft aus einem Pool (z. B. BiBox bei Westermann.
Zu beobachten ist die immer stärkere Oligopolbildung im Verlagswesen. Das reduziert insbesondere in kleinen Bundesländern und Fächern, wo es eher weniger Schüler:innen gibt, die Auswahl. Und die Verlage setzen mehr auf CD, streuen Buchreihen in gleicher (vorgegebener) Aufmachung und Konzeption als regionale Ausgaben in ganz Deutschland mit immer stärkeren Vorgaben für Autor:innen.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW- nee!

Wenn die digitalen Produkte günstiger und praktischer wären als die gedruckten Produkte, könnte ich damit leben. Über die Lebensdauer eines (gut behandelten) Buches ist das gedruckte Buch aber billiger als das digitale bei einer viel geringeren Marge für den Verlag, weil die Druckkosten noch dazu kommen. Außerdem sind die eBooks dermaßen aufgebläht und an eine Plattform gebunden, weil sie die praktische und überschaubar große pdf-Version nicht herausrücken wollen. Der Springer-Verlag, der Wissenschaftsverlag, nicht der mit der BILD-Zeitung, bietet seine Lehrbücher als Kauf-pdf an, es geht also.

GEW-nee!
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das ist doch hier nicht der Punkt, sondern die Oligoplbildung, die damit verbundene Marktmacht der enigen Player, die zu geringe Auswahl und die zu befürchtende Nachrangigkeit pädagogisch- didaktischer Gesichtspunkte. Gerade im Bereich sozioökonomischer Bildung ist das auch (fach-)inhaltlich schwierig.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  GEW-nee!

Richtig. Die Redaktion hat diese Situation oben als funktionierenden Wettbewerb bezeichnet.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Trotz des Elektroschrotts, der in nicht erste-Welt-Ländern entsorgt wird?

Trotz des Raubbaus an Grund und Boden – unserem Lebensraum, für die seltenen Erden?

Respekt!

Dil Uhlenspiegel
3 Monate zuvor

Langzeitergebnisse, wir brauchen Langzeitergebnisse nicht unter 5 (in Worten „pfümpf“) Jahren auf diversen Schulen, auf diversen Klassenstufen, auf diversen Geräten, ohne auf die Nerven zu gehen.

PS: Liebe Redaktion, schönes Artikelbild habt ihr da ausgewählt. Dafür gibt’s ein Fleißbildchen: ᕕ( ᐛ )ᕗ
Das Artikelbild drückt gut aus, welcher sofortige Effekt durch Tablets im Unterricht erreicht wird, wenn gerade WLAN da ist, W.O.W.*!

(* „World of Warcraft“ für die etwas Älteren unter uns … die etwas Jüngeren müssen halt nachdenken)

PPS: Und weil ich noch Buchstaben übrig habe, schreibe ich noch mehr: Digitale Reader, auf denen sämtliche Lehrwerke lokal abgespeichert sind, wären m.E. ein zu bevorzugender Ansatz, eben weil ein Internetanschluss nicht nötig ist im Alltag und somit auch keine typischen Probleme mitbringen kann. Ob als Schreibwerkzeug dann traditionell gekritzelt wird oder man, vom Himmel hoch, Tablets o.ä. nehmen will, kommt für mich an zweiter Stelle.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Dil Uhlenspiegel

Ich kenne einen: pdf-Format. Das wollen die Verlage aber nicht.

SternchenLehrerin
3 Monate zuvor

na da ist bald homeoffice und Lerngruppen working space angesagt

ganz die Eltern 😉 immergehin geht es von überall aus und sie lernen Digitales
Lehrer müssen dann nicht die weiten Wege fahren

Spirale
3 Monate zuvor

Digitale Schulbücher sind einfach teurer als gedruckte Werke, weil die Lizenzen jährlich zu zahlen sind. Als Ergänzung machen die Digitalen Lehrwerke Sinn, keine Frage. Wer aber nur auf die Kosten schaut verlagert Probleme in die (nahe) Zukunft.

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Spirale

Sie müssen aber schon die durchschnittliche Nutzungsdauer von gedruckten Büchern berücksichtigen. In meinem Bundesland sind das 3-5 Jahre. Bei Klett landet man ohne Mengenrabatt bei 5 Jahren knapp unter 20 Euro. Das gedruckte Buch hingegen kostet über 30 Euro.

Alisia
3 Monate zuvor

Ich habe in der Oberstufe (als Schülerin) viel mit dem Laptop und Tablett gearbeitet.
Ja, mit beiden gleichzeitig, sonst ist das mit dem ständigen hin und her Wechseln vom digitalen Buch zu den Notizen nämlich alles andere als angenehm. Davon abgesehen gibt es auch noch andere tolle Probleme wie zB schlechtes WLAN, nicht aufgeladene Endgeräte usw.

Zudem ist es tatsächlich erwiesen, dass Schülern die Informationsaufnahme digital schwerer fällt als mit realen Büchern. Papierbücher haben also definitiv einen didaktischen Mehrwert.

Ich persönlich finde, dass man eher Übungshefte etc. in Papierform (zumindest ab der 5. Klasse) loswerden und die Bücher behalten sollte. So war das an meiner Schule größtenteils und es hat super funktioniert.

Wie genau digitale Bücher den Geldbeutel der Eltern schonen, muss mir bitte auch nochmal jemand erklären…

Zu meiner Schulzeit hat man sich die Bücher in der Schulbibliothek ausgeliehen und bezahlen musste man am Ende nur, was man kaputtgemacht hatte. Warum das in Rheinland-Pfalz nicht gehen soll (wenn es nicht doch schon gemacht wird) erschließt sich mir nicht.

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  Alisia

An der Schule meiner Kinder hat ein Lehrer dazu ein sehr einfaches Experiment gemacht: Unterteilung der Klasse in drei Gruppen, die alle die gleichen, relativ einfachen Aufgaben lösen sollten.

Gruppe 1: Arbeit nur mit iPad. Das Aufgabenblatt in digitaler Form auf dem iPad und die Lösung sollte auch auf dem iPad geschrieben werden. Hierfür ist ein hin und her schalten zwischen dem Aufgabenblatt und dem digitalen Heft nötig.

Gruppe 2: Aufgabenblatt ausgedruckt. Niederschrift der Lösung sollte auf dem iPad erfolgen.

Gruppe 3. Aufgabenblatt ausgedruckt und dir Lösung sollte auf einem anderen Blatt niedergeschrieben werden.

Ergebnis: Alle Kinder aus Gruppe 3 waren schneller als aus Gruppe 2. Und alle aus Gruppe 2 waren schneller als aus Gruppe 1.

Auch wenn es sich dabei nur um eine Klasse und somit kleine Grundgesamtheit handelt, sind die Ergebnisse ein Indiz dafür, dass ein iPad kein echter Ersatz für alle analogen Möglichkeiten ist. Das iPad ist m.E. eher als Ergänzung zu sehen. Nicht mehr.

laromir
3 Monate zuvor
Antwortet  DerDip

Habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Älter SuS dürfen mir Ipad arbeiten, wenn sie möchten. Sie waren immer als letztes fertig, weil hin-her zwischen Buch, AB und Schreibblatt dauert, dann immer größer kleiner ziehen, wenn Fenster geteilt usw. Dann immer größer ziehen, weil Buchseite auf Ipad sehr klein. Viel Zeit ging einfach mit wischen drauf. Bei den Mädels noch Zeit für das „Design“, Farbe, Schrifttyp usw. Was noch 3 mal geändert wird. Ach ja. Je nach Raum noch mieses WLAN…

DerDip
3 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Das berichten mir meine Kinder auch. Hinzu kommt, dass die Tablets das von der Decke kommende Licht oft ungünstig reflektieren (hängt aber evtl von der Auslichtung des jeweiligen Raumes ab).

Ich denke es ist wichtig diese Aspekte durch die Schulen ganz nüchtern zu erkennen und anschließend zu bewerten, an welcher Stelle ein Tablet einen Mehrwerte bringt und an welcher Bücher und Hefte von Vorteil sind. Eine reine Kostenbetrachtung wäre der falsche Ansatz.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor

Gehen da nicht Arbeitsplätze verloren?

Werden da nicht bewusst wieder mal Arbeitskräfte „freigesetzt“?

Tolle Wurst!

Lena Hauenstein
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Vielleicht, aber die sind dann ja teilweise didaktisch geschult und können wieder an die Schulen kommen.

Sunna
3 Monate zuvor

https://www.stattzeitung.org/artikel-lesen/2023-11-17-ungebildet-und-krank-die-naechste-generation-der-hirnforscher-manfred-spitzer.html

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen… Nur über meine Leiche. Dann soll es definitiv so sein, dass wir das Land verlassen. Eine Bildungspflicht, anstatt die Schulpflicht wäre hier mal angebrachter!!!

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Sunna

DANKE – den Herrn habe ich auch schon hier eingeführt – schien für viele nur Hirngespinste von sich zu geben……

Traurig, dass so viele vollkommen unreflektiert auf dem DIGITALHYPE anspringen – kritiklos, wie ich finde.

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Keine Sorge, wenn sich der „Digitalhype“ als schulischer Irrweg erweisen sollte (einige Länder rudern ja schon wieder zurück, z.B: Dänemark“), dann wird man SELBSTVERSTÄNDLICH den „Unversalsündenböcken“ die Schuld an dem Ganzen geben: Die „faulen S…“ hätten die Digitalisierung gegen den ausdrücklichen Rat von Bildungs“experten“ und Politikern schließlich nur haben wollen, um sich einen noch fauleren Lenz zu machen: Unterricht per Youtube-Video, ChatGPT statt Unterrichtsgespräch, automatische Erstellung und Bewertung von Tests statt händischer Korrektur…

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Ähm, ja, den Didaktikern haben wir zu verdanken, dass die Schüler nicht mehr richtig lernen (Wiederholung ist Drill usw.) und lesen können. ……..

GriasDi
3 Monate zuvor

In Schweden wird gerade darüber diskutiert, diese mangels Lernerfolg wieder abzuschaffen.

DerechteNorden
3 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Ja, weil das Nebenbeigedaddelso ablenkend ist.
Sobald die Kids internetfähige Tablets verwenden, nimmt die Lernleistung ab. Nur die wirklich disziplinierten und ambitionierten S*S kriegen das hin.
Bei uns sind inzwischen einige S*S dazu verdonnert worden, kein Tablet mehr im Unterricht zu nutzen. Die Eltern sind mit im Boot. Ja, klappt besser.

laromir
3 Monate zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Richtig. Wenn nebenher noch 3 Chatfenster und 2 Spiele offen sind, kommt lernen erst an 3. Stelle. Wenn überhaupt. Und copy paste ist auch so easy, lässt man sich Vom Nachbarn die Lösungen schicken und hält sich für clever, hat am Ende nur den Zusammenhang nicht kapiert. In Nawi fatal, wenn man nicht rafft was z.B. in einem Experiment passiert ist.

Friedrich der Kleine
3 Monate zuvor

Hm, ja. Alles super.
Bei 5 Schülern- immer schön abwechselnd, jeder ist mal dran – lässt sich das digitale Buch aus irgendeinem Grund nicht öffnen. Also werden Fotos der Seiten gemacht. Kostet jede Stunde Zeit.
Und ansonsten ziehen wir uns eine dauerdaddelnde Generation heran.
Hauptsache modeeeern und alles mitmachen.

Fakten sind Hate
3 Monate zuvor

Ich habe den Eindruck, dass die Schüler beim Ebook/Ematerial lesen größere Schwierigkeiten haben, als wenn sie diese Dinge real vor sich liegen haben.

Das liegt vermutlich an den eingeschränkten Sichtbereich des vorliegenden Tablets. Die Schüler müssen erst mehrfach hin und her wischen, um beispielsweise zwischen Text und den zugehörigen Medien (Arbeitsblatt, Film, digitales Experiment,…) hin und her schalten zu können. Es fehlt meines Erachtens der „Überblick“ über die ganzen Materialien, wie es eigentlich der analogen Blättersammlung vorgeworfen wird.

Ich arbeite auch gerne Digital. Jedoch auf zwei 32 Zoll-Bildschirmen. Links wird gearbeitet – rechts die Literatur gelesen.

Riesenzwerg
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

So mache ich das auch – mit zwei guten Bildschirmen.

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Eine einzige falsche Berührung einer Taste, und schon springt das Gerät im E-book irgendwo hin. Dann braucht es immer eine gewisse Zeit, um die Stelle, wo man vorher war, überhaupt zu finden.

447
3 Monate zuvor
Antwortet  Fakten sind Hate

Beobachtung: Eh schon starke SuS werden mit Tablet noch stärker – schwache noch schwächer.

Ursula
3 Monate zuvor

Ist es eigentlich völlig irrelevant, dass die Tablets spätestens nach 5 Jahren total veraltet sind und dann ausgetauscht werden müssen? Außerdem ist es ja wohl unumstritten, dass durch Schreiben mit der Hand ( so mit Stift auf Papier …) allein durch die Auge- Hand- Koordination der Stoff vom Gehirn verarbeitet und gelernt werden kann. Allein die fragwürdige Rechtschreibkorrektur der elektronischen Geräte führt doch schon ständig zu Fehlern, das geht doch alles in eine völlig falsche Richtung.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  Ursula

Außerdem ist es ja wohl unumstritten, “ Das wird von den Fortschrittsfeinden immer als Argument angebracht , ist aber natürlich keinesfalls unumstritten. Übrigens kann man auch auf dem ipad mit einem Stift schreiben wenn jetzt noch kommt „auf papier schreiben ist aber voll der Unterschied zum auf Glas schreiben“ liege ich vor lachen auf dem Boden. Schulbücher schädigen die Umwelt übrigens auch sehr gravierend und halten sicher keine 5 Jahre (vor allem weil es ja auch mehrere braucht und nur ein iPad). und das iPad ersetzt den Kopierer der ohne jeden Zweifel eine monumentale Umweltsauerei darstellt (der Toner ist Krebsauslösend)

Na ja
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Ach ja, es ist ja soviel umweltfreundlicher, seltene Erden abzubauen. Außerdem werden in einigen Fächern die Bücher durchaus mehrere Jahre verwendet, da muss dann ein Schüler schon mal die eine oder andere Seite mit Tesafilm festkleben.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  Na ja

Es werden Bäume gefällt und die Papierherstellung ist eine ökologische Katastrophe.Außerdem werden die Bücher transportiert, gelagert, weggeschmissen (Müll) , alles nicht so superumweltfreundlich wie das hier suggeriert wird.

laromir
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Schon mal nachgeschaut, wieviel Energie für Internet, Server und Co drauf geht? Sollten Sie mal…nur weil man nicht 1:1 sieht, welche Ressourcen man verbraucht, verbraucht man welche. Ipads und Internet laufen nicht mit Luft und Liebe und Strom kommt nicht aus der Steckdose. Elektroschrott und Herstellung kommt noch oben drauf. Denkt man aber nicht drüber nach, wird ja woanders abgebaut und entsorgt. Aus den Augen aus dem Sinn.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Guck dir in Finnland und im benachbarten Russland die total runtergerockte Umwelt an. Wegen dem Papier, da werden ja nicht nur Bäume gefällt sondern auch jede Menge Umweltchemikalien freigesetzt. Auch der Buchdruck ist ein umweltechnisches Desaster.Katastrophal. Und der Strom ist schon jetzt weniger problematisch weil EEG.

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Aber bei Tests an Schülern gibt es immer die wichtige Unterscheidung, ob man im Elternhaus mehr oder weniger als 100 Bücher stehen hat. Und wenn es weniger sind, dann gilt das als bildungsfern. Und neuerdings wird wieder Bauen mit Holz propagiert, es gilt als ökologisch.

Ursula
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Diese ständigen Kopien und fliegenden Blätter sind ja auch nicht sinnvoll. Früher waren die Schüler noch in der Lage, die Sachen von der Tafel ins Heft abzuschreiben, alles Andere stand im Buch, das durchaus viele Jahre als Leihbuch im Einsatz war.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  Ursula

Die gute alte Zeit, das es eventuell Zeitverschwendung ist (was ist ihr didaktisches Prinzip? ZEIT SCHINDEN!) elendig lange Texte von der tafel abzuschreiben kommt Ihnen jetzt nicht in den Sinn?

laromir
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Schreiben und lesen (wie Vieles andere auch) lernt man nur durch machen, nicht durch copy paste oder Lückentexte.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  laromir

Klar ist es für die Lehrer*in angenehmer wenn die Schüler*innen endlos lange Texte (die man ja auch schon ewig nicht mehr angepasst hat) von der Tafel abschreiben. Spart halt Vorbereitung. Nur lernen tund die Schüler*innen halt nix.

laromir
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Wow, driften wir jetzt in die Bashing-Schiene? Hab genug LuL die die Kinder vors Tablet setzen und mit irgendwelchen Apps oder fragwürdigen Recherchen ruhig stellen. Da ist ein vorher erarbeiteten Tafelbild was am Ende ins Heft übertragen wird sinnvoller und mehr Arbeit, so soziale Interaktion, Gespräche und sowas eben. Und Abschreiben ist eben auch üben und Merkblätter machen Sinn. Komisch, das KuK, die alles für die SuS hochgeladen haben irgendwann wieder davon weg sind. Hat sich nämlich keiner angeschaut und im Unterricht wurde sich drauf verlassen, dass es irgendwo hochgeladen werden wird. Wusste ich vorher schon, wurde mir nur Mängel am digitalem Arbeiten vorgeworfen, bis man mal selbst gemerkt hat, dass die SuS von dem ganzen hochgeladen Kram am Ende gar nicht wirklich profitieren haben. Aber schön, wenn andere auch empirisch zu den Ergebnissen kommen, die man vorher schon durch reines Nachdenken, Berufen fahrund im Umgang mit SuS usw. antizipieren konnte. Es freut mich, wenn meine Hypothesen durch Versuche anderer bestätigt werden und ich meinen Unterricht dafür nicht opfern muss.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Uwe

Inhalte lernt man besser, wenn man sie mal mit eigener Hand abgeschrieben hat, idealerweise mit Tinte auf Papier, mit elektronischem Stift auf Glasplatte ist ein Mittelding, Tippen ist schlecht, das beliebte Abfotografieren nutzlos.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich fände ja auf Steintafeln hämmern für das inhaltliche Lernen am besten. Pypürus als Kompromiss ginge auch. Dann aber mit Federkiel.

gehtsnoch
3 Monate zuvor
Antwortet  Ursula

Welche „Rolle“ sollten denn in einem Haushaltsjahr angeschaffte Tablets für spätere Jahre spielen? Kosten entstehen nur mit der Anschaffung …
Anschauliches Beispiel: Schulbauten – einmal erstellt und in ein, zwei oder drei Haushaltsjahren werden die Ausgaben (Baukosten) beglichen. Danach erfolgt lediglich die jahrzehnte dauernde „Abnutzung“.
Auch hier einen Alternativvorschlag wie Papier und Stift parat?

Müllerin
3 Monate zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Also ein Tablet ist so lange nutzbar wie ein Gebäude?

AndreasH
3 Monate zuvor
Antwortet  Müllerin

Sicher doch, nur wollen interessierte Kreise dies nicht

JoS
3 Monate zuvor
Antwortet  Ursula

Mein erstes Schul-iPad habe ich vor 5 Jahren gekauft. Mittlerweile nützt es meine Frau, weil ich zwischenzeitlich ein Dienstgerät erhalten habe, aber es ist definitiv nicht „total veraltet“ und muss auch nicht ausgetauscht werden. Schreiben mit Apple Pencil auf Glas funktioniert übrigens ähnlich gut wie auf Papier, nur eben ohne den Müll.

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Das geht aber nur bei iPads. Android-Geräte veralten deutlich schneller.

Uwe
3 Monate zuvor
Antwortet  JoS

Und das Hauptrproblem der Android Tablets, das rasend schnell veraltete Betriebssystem haben die iPads halt nicht wird ewig geupdatet.

Autobahnabfahrt
3 Monate zuvor

Ende der gedruckten Bücher? Man verweist gerne auf andere Länder dabei, die da Vorreiter sein sollen, aber die überlegen es sich gerade wieder anders?!?

„Schweden: Viele Schulen kehren zurück zu Heft und Buch
Schwedische Kinder gehen mit wenig Gepäck in die Schule. Denn viele Unterrichtsmaterialien stehen im Netz, auch die Hausaufgaben. Kinder bekommen ihre iPads und Laptops von den Schulen gestellt. Doch inzwischen gibt es viel Kritik an der Digitalisierung. Forschende warnen: Die Lernkompetenz insgesamt gehe stark zurück. Schwedens Regierung will deshalb wieder mehr klassische Unterrichtsmaterialen in den Schulen sehen.“
https://www.swr.de/swr2/wissen/swr2-impuls-20231120-1605-01-schweden-viele-schulen-kehren-zurueck-zu-heft-und-buch-100.html

Freiya
3 Monate zuvor

Heute in den google-news zu lesen: Schweden will wieder weg vom Digitalen, zurück zu Büchern, weil die Lernmotivation stark zurückgegangen sei.
Nur wir reiten das tote Pferd weiter…